Infinity {Ischarias & Alea CroniX}

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    • Infinity {Ischarias & Alea CroniX}

      Alex Pierburgh

      Es war mal wieder einer dieser Tage, an dem Alex gelangweilt in seinem braunen Ledersessel saß und in den Kamin vor ihm starrte. Draußen vor dem Anwesen lag einiges an Schnee und es schneite sanft weiter. Ab und zu hörte man den Wind heulen. Der Vampyr legte die Stirn in Falten, ehe er laut hörbar seufzte. "Was soll ich bloß anstellen?", fragte er sich. Er griff zu seiner Rechten nach einem Glas auf einem dunklen Holztischchen. In dem Glas befand sich eine rote Flüssigkeit, der Vampyr trank davon und leckte sich dann über die Lippen. Das Blut war frisch und er lehnte sich überlegend im Sessel zurück. Das Glas stellte er wieder ab und schaute auf die Regale neben dem Kamin. Alex saß nicht in irgendeinem Raum seines Herrenhauses sondern in der Bibliothek. Aus dem Augenwinkel heraus starrte er auf ein Buch, das er auf dem Kaminsims abgelegt hatte. Er hatte es erst vor kurzem in Florenz gekauft. Ob er es wagen sollte? Es wäre beinahe Blasphemie, doch er war zu neugierig ...

      Also stand Alex auf und griff sich das Buch vom Kaminsims. Er schaute auf den restaurierten Einband. "Na hoffentlich hat mich dieser Buchhändler nicht übers Ohr gehauen", murmelte der Vampir, ehe er auf den Einband sah. Die Ars Gotia hielt er hier in seinen Händen. Es gab ein gutes Dutzend an Ausgaben, aber dieses Werk war von einem Dominikanermönch im 12. Jahrhundert vom Original-Exemplar aus Jerusalem abgeschrieben wurden. Das Original gilt heutzutage als verschollen und einige hunderte Fälschungen der Ars Goetia existieren, doch dieses Buch ... Alex zweifelte nicht an der Echtheit des Werks. Insbesondere waren die Beschreibungen zur Beschwörung besonders detailliert, wie es in keinem der gefälschten Werke der Fall war. Doch würde es einem toten Wesen gelingen ein weiteres nicht-lebendiges Leben zu beschwören? Alex biß sich gespannt auf die Lippe, ehe er das Buch langsam öffnete.

      Jemand, der mit ihm die unsterbliche Zeit teilen würde, war ein schöner Gedanke. Doch wen sollte er beschwören? Alex hielt inne. Kannte er überhaupt Dämonen? Als Vampyr galt es als Unistte sich über soetwas Gedanken zu machen. Dämonen wurden als unwertes Leben angesehen. Geister, die weder Fleisch noch Seele hatten. Ehe Alex sich jedoch weiter Gedanken machen konnte, hörte er einen leisen Schrei. Der Schrei war so leise, dass ihn der Vampyr nur aufgrund seiner geschärften Sinne hören konnte. Ein Mensch würde ihn nicht vernehmen.

      "Nicht schon wieder", raunte er und klappte das Buch zu. Er ging mit dem Buch Richtung Flur und von dort aus die Treppen hinunter in den Keller. Unten angekommen, deutete er mit der Hand auf eine leere, gemauerte Wand. Alsbald zeichnete sich darauf eine Tür ab, durch die er ging. Im nächsten Raum befand sich eine Art Verließ und an den Wänden des Verließ war ein Mann gekettet. "Dean", raunte der Vampyr den Menschen an, "ich sagte dir doch, dass du still sein sollst." Der Mensch sah zu dem Vampyr. "Bitte, Alex, lass mich frei", bettelte der Mensch. Alex schüttelte den Kopf. "Keineswegs. Das hast du dir selber eingebrockt." Der Vampyr öffnete die Verließtür und kam in das Verließ zu dem Menschen. Alex musterte ihn. Dean war ein junger Mann, vermutlich Anfang 20, mit einem gut gebauten Körper, grünen Augen und hellbraunen Haaren.

      "Du hättest dir das vorher überlegen sollen, Dean", belehrte ihn der Vampyr, ehe sich dieser vor ihn hockte und ihn angrinste. "Mein Verließ hatte lange keinen so schönen Gefangenen mehr wie dich" Dean rüttelte an den Ketten. "Bitte! ..." Der Dämon unterbrach ihn und legte ihm den Finger auf den Mund. "Fang nicht damit wieder an. Wir wissen beide, wofür du hier bist" Alex drückte Deans Kopf gegen die Wand und kam zu seinem Hals, anschließend drückte er seinen weißen Zähne ins Fleisch und sog etwas Blut auf dem Mann. Bald darauf ließ er von ihm ab und spuckte das Blut aus seinem Mund in eine kleine Phiole aus Glas. "Danke", grinste er und kehrte Dean den Rücken zu und verließ die Zelle. "Was hast du vor?", hakte Dean nach während Alex das Buch öffnete.

      "Ach nichts, mein Lieber. Schade, dass du meine Liebe nie erwidert hast", säuselte Alex und nahm das Blut aus der Phiole und steckte seinen Mittelfinger hinein. Anschließend zeichnete er ein Pentagram auf den Boden. Dann leckte er sich den Finger sauber und schaute auf die offene Seite im Buch. Kurz darauf sprach Alex die dämonischen Worte und rief den Dämon Belial an. "Belial betritt diese kümmerliche Welt", meinte er und vergaß dann das letzte bisschen des Blutes in die Mitte des Pentagrams. Der Boden fing an zu beben.
    • Belial

      Belial saß auf seinem Thron und hörte mit einem Gähnen seinem Bruder Baal zu. In der Hölle gehörte er quasi zu den höher gestellten Dämonen, was in der Tat einem Prinzen gleich kam. Er lag seitlich in dem mächtigen Stuhl, seine Beine über die eine Armlehne baumelnd und sein Kopf auf der anderen bettend. "Baal! Halt die Klappe! Immer nur Krieg führen und Zerstören. Das ist mir alles zu anstrengend. Genieße doch einfach die Vorzüge, die wir haben." versuchte er seinem Bruder nahe zubringen und ließ sich nebenbei mit Trauben von einer kleinen Dämonin verköstigen. "Du hast gut reden. Deine Natur auszuleben ist auch um einiges einfacher. In mir dagegen herrscht eine endlose Schlacht." schnaubte der Dämonenbruder auf und verschränkte seine Arme vor der Brust. "Dann zieh halt los und leg dich mit der Dynastie von Leviathan an oder besser noch; mit Satan." wedelte er desinteressiert mit der Hand, als wolle er Baal so fortschicken. Dieser setzte sich aber nur auf die Stufen zum Thron und zeterte wie ein altes Weib weiter daher. Da geschah plötzlich etwas Unerwartetes. Ein dösendes Rauschen war zu vernehmen und plötzlich tat sich ein Spalt über dem Thron auf, so als hätte man mit einer Klinge einen Riss in die Dimension geschnitten. Rote Fesseln, die aussahen wie Blut, kamen hervorgeschossen und umfassten Belial. "Was zum...?" sprang der Dämonenprinz auf und versuchte diese Blutfesseln von sich zu lösen. Mit aller Macht zog er daran, doch sie hielten ihn weiter fest umschlungen und immer mehr dieser roten Seile wickelten sich um ihn. Auch Baal war aufgesprungen und sah erst entsetzt zu seinem Bruder. Doch dann breitete sich ein Grinsen auf seinem Gesicht aus, so breit, dass sein Antlitz mehr einer hässlichen Fratze glich. Er legte seinen Kopf in den Nacken und fing lauthals an zu lachen. "Ich glaub es nicht. Nach 900 Jahren traut sich endlich jemand dieses Ritual zu vollziehen!" kicherte Baal einfach weiter und sah mit Begeisterung zu, wie Belial immer tief in den Riss gezogen wurde. "Baal! Was hat das zu bedeuten?!" schrie nun dieser und spuckte vor Wut. "Ach weißt du..." fing der andere Dämon an im Plauderton von sich zu geben und bewegte sich langsam auf den leeren Thron zu. "Vor hunderten von Jahren habe ich einem Gelehrten aus der Menschenwelt die Beschwörungsformel verraten, die einen Dämonen aus der Hölle holt und in einem Blutbannkreis gefangen hält." Bei diesen Worten versuchte sich Belial, mit seinen letzten Kraftreserven, mit Gewalt von den Fesseln zu befreien. Doch sie waren wie massive Ketten und zogen sich immer mehr zusammen, dass ihm beinahe die Luft wegblieb. Mit einem anzüglichen grinsen setzte sich dann Baal auf Belials Thron und winkte dem Beschworenen hinterher. "Du machst das schon. Das kleine Menschlein wird dich im Nu wieder frei lassen. Du hast doch deine Kräfte." rief er seinem Bruder hinterher, der inzwischen völlig im Riss verschwand und dieser sich langsam wieder schloss. Einen letzten Wutschrei gab der Dämonenprinz von sich, der im Raum widerhallte und langsam verklang. Währenddessen lehnte sich Baal auf dem Thron zurück und tat so, als wäre nie etwas passiert.

      Als Belial durch die Welten gezogen wurde, glaubte er, dass seine Innerstes brennen würde. Er kannte Schmerzen, er war schließlich ein Dämon. Doch diese Leiden brachten selbst ihn an die Grenzen und nahe einer Ohnmacht. Alles um ihm herum wurde Schwarz und immer wieder erhellten rote Blitze die Dunkelheit. Sein Körper fühlte sich so an, als würde sich dieser auflösen und im nächsten Moment versuchte man seine lose Masse durch ein winziges Nadelöhr hindurch zu pressen. Seine Wut- und Schmerzensschreie waren erstickt, als ob er sich unter Wasser befand und genau so gedämpft nahm er seine Umgebung wahr, die doch aus Nichts bestand. Da tat sich vor seinen Augen ein weiterer Riss auf, grell und blendend. Sein Körper, der sich lose und ungreifbar angefühlt hatte, nahm langsam wieder Gestalt an. Die Fesseln, die noch immer um seinen Körper lagen, wurden lockerer und lösten sich und eine Stimme rief seinen Namen.

      In dem Bannkreis schwebte eine riesige Blutkugel, die sich aus einem winzigen Tropfen gebildet hatte. Aus dieser formte sich langsam immer mehr eine humanoide Gestalt. Das Blutnetz, was wie ein Kokon um den Körper lag, löste sich auf und Belial stand nun in seiner vollen Pracht im Inneren des Zirkels. Leider ohne Flügel würden diese zu viel Platz einnehmen. Unbewusst schnappte er nach Luft, war endlich dieser Druck auf seiner Brust verschwunden. Langsam drehte er sich im Kreis, um seine Umgebung besser wahrzunehmen und stellte fest, dass er in einem Kellergewölbe gelandet war. Diese Tatsache trug nicht zu einer Besserung seiner Laune bei. Der Schmerz war vergessen und Belial kochte wieder vor Wut. Er erkannte auch gleich zwei Personen. Einer war mit Eisenketten an die Mauer gefesselt. Der andere stand direkt vor dem Bannkreis. "Wer wagt es mich, Belial, Prinz der Belphegor Dynastie, in die Welt der Menschen zu holen?"
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy
    • Alex Pierburgh

      Völlig gebannt verfolgte Alex das Schauspiel vor seinen Augen. Er hatte es geschaftt! Aus dem Blutkreis formte sich Leben oder zumindest eine Gestalt. Bei einem Dämon von Leben zu sprechen war eher fragwürdig. Aus dem Blut und der Materie erschuf sich ein Dämon, der in seinen Konturen erst langsam erschien. Dann jedoch unter einem blutroten Netz immer sichtbarer wurde. Rote Hörner, Tättowierungen auf dem Oberkörper, braunes Haar und rote Augen. Alex grinste leicht und klappte das Buch mit einem zufriedenen Seufzen zu. "Nach alle der Zeit", sprach er zu sich selbst und beobachtete, wie sich der Dämon formte, aufrichtete und langsam zu sich kam. Alex hatte zu Recht die Ars Goetia gekauft und das im Original! Die Formeln wirkten und sein altdämonisch war gut in Form. Die dutzenden Jahre, die es mit dem Lernen zugebracht hatte, zahlten sich nun aus.

      Bald darauf hörte man auch schon die wütende Stimme des Dämon und Alex blickte in das Gesicht seines angerufenen Dämons. "Ich denke, ich war das", meinte der Vampyr amüsiert auf die Frage und und leckte sich über die trockenen Lippen. Neugierde und Anspannung paarten sich in dem blonden Mann. Alex kam trotzt seiner Faszination von dem sich ihm zeigenden Schauspiel nicht umhin den Dämon zu mustern. Für einen Dämon der Faulheit hatte er ein bedeutend hässlicheren Zeitgenossen erwartet. Dieser jedoch war ... ziemlich gut anzusehen, dachte sich der Vampyr, ehe er den Dämon wieder in die Augen sah.

      "Es wird Zeit, dass du dich aus deinen unterirdischen Gefilden hier hoch begibst, Belial.", lächelte der Vampyr und trat einen Schritt zurück. "Zulange habe ich mich nach ... etwas Unterhaltung gesehnt", ertklärte der Vampyr und öffnete die Arme weit für eine Geste ähnlich einem Messias. Alsbald Dean auf sich aufmerksam machte mit einem verängstigten Wimmern. Der Vampyr wand ihm einen abwertenden Blick zu. "Ignorier ihn. Er ist lediglich dein Opfer.", meinte der Vampyr und legte die Hand aufs Buch. "Gemäß Ritual brauchst du für eine vollwertige Präsenz in der hiesigen Welt das Opfer eines hiesigen Wesens. Dean hat sein Blut in bester Absicht gegeben und damit auch den Rest seiner Lebenskraft. Danke, Dean.", meinte der Vampyr gespielt freudig zu Dean, der anfing zu zittern. "Was soll das heißen, Alex? Wir finden sicherlich eine Lösung ... ich ..." Der Vampyr winkte ab. "Gähn. Langweil mich nicht. Deine Zeit ist um."

      Mit einigen Wörtern auf Dämonisch setzte der Vampyr Dean ein Ende. Aus dem Nichts verfiel Deans Körper und eine schwach sichtbare Aura, Deans Lebensenergie drang durch die Gitterstäbe auf den Dämon zu und floß in diesen. Da wo Dean bisher saß, war nun nur noch ein Häufchen Asche. Alex verschränkte die Arme zufrieden vor der Brust. "Entschuldige den wirren Start. Ich bin Aleksandr Pjerestow, aus dem Hause Mammon. Nett dich kennenzulernen, Belial. Ignorier den Dreck hier, das ist nur meine kleine Spielkammer", meinte der Vampyr und schaute nun nochmals über den erstarkten Dämon. "Mach dir übrigens wegen dem Häufchen Elend da keine Gedanken. Nichts woran man sich erinnern müsste", meinte Alexander kalt und sah verachtend auf das Häufchen Asche auf dem Kerkerboden.

      "Ich denke du hast Fragen. Lass uns diese aber an einem schöneren Ort besprechen", meinte der Vampyr und deutete Richtung sich öffnender Kerkertür, die zum eigentlichen Keller führte. Alexander hatte das gerade Geschehene sehr schnell verarbeitet, war er doch im Kopf die gesamte Situation schon mehrmals durchgegangen. Für ihn war es nichts Besonderes mehr - auch wenn ein Dämonen beschwörender Vampyr aus Sicht der Altruisten1 gerade zu blasphemisch erschien.

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      Altruisten = erzkonservative Vampire, die insbesondere das Haus Mammon und Lilith kontrollieren und Vampyr-Werte in ihrer Urform betonen (Zurückgezogenheit, Überlegenheit, Macht). Sie lehnen neuere Formen des Zusammenlebens oder andere friedlichere Ansichten z. B. gegenüber Dämonen oder anderen Häusern (Clans) ab.
    • Belial

      Mit rot leuchtenden Augen starrte er in die eisblauen Augen seines Gegenübers, der auch gleich zugab, dass er der Beschwörer war. Sofort setzte er seinen hypnotischen Blick ein und befahl dem Mann in Gedanken ihn gehen zu lassen. Sein Wille ist so stark, dass er einen Befehl bei einem lausigen Menschen nicht auszusprechen brauchte. Doch zu seiner Verwunderung lenkte der Mann nicht ein. Im Gegenteil, ließ er seinen Blick über den Dämonenprinzen schweifen und sprach dann einfach weiter.

      "Was bin ich?! Sein persönlicher Unterhaltungskünstler aus der Hölle?!" Belial war sichtlich nicht erquickt über diese absurde Situation und brodelte im Innersten. "Wenigstens hat man mir ein recht passables Opfer dargebracht." dachte er sich, als er erneut zu dem Angeketteten sah. Dieser flehte weinerlich und im nächsten Moment wurde er aus dem Leben getilgt. Die Lebensenergie wurde quasi aus diesem Dean ausgesaugt und von dem Mann, dessen Name wohl Alex war, einverleibt. Die irdischen Reste zerfielen zu Asche und langsam beschlich den Dämon, dass vor ihm kein Mensch stand. Da stellte sich dieser auch ohne große Umschweife vor.

      "Mammon? Sieh an! Habe ich es etwa mit einem Cousin zu tun?" meldete sich Belial endlich zu Wort. Die brodelnde Wut war verflogen und der Neugierde entwichen. Er hatte es noch nie mit einem Vampyr zu tun gehabt. Und wahrscheinlich wäre ihm auch nie einer begegnet, da er sich für das Reisen in andere Welten zu bequem war. Doch nun hatte er quasi Zwangsurlaub und dieser Vetter hatte wohl ähnliche Ansichten über die Menschen wie er. "Baal wundert sich bestimmt schon, wo ich bleibe." schmunzelte er in sich hinein, hatte sein Bruder bestimmt damit gerechnet, dass ein Menschlein ihn beschwören würde und somit eine recht kurze Lebensdauer gehabt hätte. Mit Leichtigkeit hätte er den Mensch überreden können ihn wieder freizulassen. Doch es kam alles anderes. "Soll er doch warten und sich seinen dämlichen Schädel zermartern, wo ich stecke."

      Als Alex meinte, man könne den regen Austausch an einen schöneren Ort fortführen, legte sich Belial demonstrativ seitlich auf den Boden in dem Pentagramm und stützte mit seinem angewinkelten Arm seinen Kopf ab. "Geh schon mal vor. Ich bezweifle, dass ich dir so schnell folgen kann." entgegnete er ihm und streckte seine Hand aus. Sobald diese den Rand des Blutzirkels überschreiten wollte, erschien eine rötliche Barriere, die nicht passiert werden konnte. "Das heißt nicht umsonst Bannkreis." erläuterte er gelangweilt und besah sich seine länglichen Fingernägel. "Es scheint, dass du nicht allzu viel Ahnung von alledem hier hast." kicherte Belial dann leise, mit einer überschwänglichen Handbewegung, die auf alles um sich herum deutete und machte sich über den Vampyr etwas lustig. Dieses Ritual war ein Blutpakt und befähigte den Beschwörer dazu über das beschworene Wesen zu gebieten. Bei niederen Dämonen konnte das auch funktionieren, doch wenn der Wille des Herbeigerufenen stärker war als der des Rufenden, konnte das eine sehr kurzer Ritus werden. Doch obwohl Dean tot war, dessen Blut den Pakt schloss, war Belial immer noch gefangen. Normalerweise löste sich das Bündnis nach dem Ableben des "Meisters" auf, doch der Bannkreis wirkte noch immer. "Ein Paradoxon wurde hier wohl geschaffen." amüsierte sich der Dämonenprinz. Aber nur ein wenig, da er ja der Gefangene war. Ob er Alex überzeugen konnte, den Bannkreis zu zerstörten? Wenn ja, würde er damit die Büchse der Pandora öffnen und Belial auf diese Welt loslassen.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy
    • Alex Pierburgh

      Alex legte die Stirn in Falten, als sich der Dämon auf den Boden bequemte und meinte, dass der Blutbannkreis noch immer wirke. Das bei Dämonen auch immer alles so kompliziert sein musste, rollte der Vampyr die Augen. Jedoch war er in dieses Ritual nicht gänzlich blind geraten. Es war nicht so, als habe sich der Vampyr vor der Beschwörung nicht belesen. Dennoch musste der Vampyr nun kurz grübeln und sich an die dutzenden Bücher, die er gelesen hatte, erinnern. Alex richtete den Blick auf den verbliebenen Aschehaufen. "Nun, es war ein Restrisiko, dass der Bannkreis nach Deans Ableben bestehen bleibt, Belial", murmelte Alexander und ging durch die Zellentür zu dem Aschehaufen. Es gab einen Streit zwischen den Schriften der Nekromanten, die Alex gelesen hatte. Es gab nur eine Möglichkeit herauszufinden, ob es stimmte. Nachdem Alex die Asche zusammengekehrt hatte, stand er mit dieser vor Belial. "Die Beschwörungsformel spricht von einem vollen Opfer. Dean mag zwar verbrannt sein, aber seine Asche ist auch ein Teil seines Körpers." Mit diesen Worten sah Alex Belial ernst an.

      Er hielt die Asche hoch und kippte sie über dem auf den Boden liegenden Belial aus. Dieser verschwand in einer dunklen Rauchwolke. Man hörte ein Husten und auch Alex rang kurz nach Luft und kniff die Augen zu. Als er diese wieder öffnete, erblickte er ein kleines Feuer, dass die rote Barriere von oben nach unten langsam abbrannte. Auf dem Boden lag zum Erstaunen keine Asche mehr und das Pentagram aus Blut verschwand. Das Feuer schritt die Barriere hinunter und Alex grinste zufrieden. "Soll mal einer sagen, ein Vampyr bekäme keinen Dämon beschworen." Es kam wohl auf die Feinheiten des Beschwörungstextes an. Alex klopfte sich den letzten Aschestaub von seinen Schultern und schüttelte kurz die blonden Haare, ehe er auf den Braunschopf hinuntersah. "Herzlich Willkommen auf der Erde", grinste Alex verschmitzt und trat einen Schritt näher an den Dämon, wo vorher noch das Pentagram stand. "Freut mich, meinen Vetter in der hiesigen Welt der Sünden begrüßen zu dürfen", dabei streckte Alex Belial seine Hand aus und half ihm auf die Beine.

      Während des Griffes schon bemerkte Alex einen Schmerz und zog, sobald Belial auf den Füßen stand seine Hand zurück. Er blickte auf die schmerzende Stelle an seiner Hand. Es war die rechte Handinnenseite auf der ein dunkles auf dem Kopf stehendes Kreuz erschien. Belial schien wenig begeistert auf seine Hand zu schauen und erblickte dasselbe Symbol in seiner Hand. "Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie in Hölle und Sheol, so auch auf Erden", lästerte Alex über das neue Mal an ihren Händen, das Ausdruck ihres unheiligen Paktes war. Für die Gläubigen dieser Welt - ein Omen. Alex hingegen fuhr mit der Fingerkuppe über das Mal in der Hand und richtete dann wieder den Blick auf Belial. "Ich denke das war eine gute Idee", mit diesen Worten, ging Alex ein paar Schritte zurück und deutete in Richtung Kerkerausgang. "Also", meinte er und sah Belial an, "du kommst auf mein Angebot von gerade eben zurück?" Ein verwegenes Grinsen konnte sich Alex dabei nicht verkneifen.

      Innerlich freute er sich wie ein kleines Kind über seinen gelungenen Beschwörungstrick. Es war durchaus riskant gewesen und ihm war auch noch nicht klar, welche Folgen seine Taten ggf. haben würden. Er war froh endlich einen Gleichgesinnten statt eines Haustiers zu haben. Einen Menschen zum Vampyr zu machen, wäre ihm niemals in den Sinn gekommen. Vielmehr wollte er Beschäftigung mit jemand Umtriebigen wie ihm. Und Belial schien dieser Idee zumindest nach außen hin nicht abgeneigt zu sein. Alex biß sich auf seine Unterlippe, da er es mittlerweile abgelegt hatte nach außen mehr Emotionen als Nüchternheit oder Charme an den Tag zu legen. Es galt für Vampyre als ungezügelt, wenn sie sich offenkundig freuten oder Trauer nach außen zeigten. Jeder Vampyr hatte stets den Anschein der Nüchternheit oder den Charme eines Vampyres auszuspielen. Wie klischeehaft ...
    • Mit neugierigen Blicken verfolgte Belial, was der Vampyr machte. "Er will doch nicht etwa...?!" Doch zu spät. Und die Asche des kürzlich Verstorbenen rieselte auf ihn herab und hüllte ihn in eine dunkle Wolke. Theatralisch fing der Dämon an zu husten und mit dem Arm hin und her wedelnd, den Staub zu vertreiben. Dabei machte ihm das bisschen Asche gar nichts aus. Er kam aus einer Welt, wo die Luft manchmal mit dunklen Wolken geschwängert war, wie man es von einem Vulkanausbruch her kannte. Überall roch es verbrannt und nach schwefligen Gasen, dass man am liebsten für immer die Luft angehalten hätte. Da machte ihm dieses Häufchen nichts aus, nur dass die Überreste eines minderwertigen Menschen auf seinem Körper verteilt war, widerte ihn an.

      Doch genau diese Handlung hob wohl doch den Bann auf. Als würde ein Käfig niedergebrannt werden, züngelten sich die Flammen an den Barrieren herunter und lösten die unsichtbare Glocke um Belial auf. Auch er fühlte sich nun etwas freier und leichter an, was ihm gar nicht richtig aufgefallen war. Die Aschewolke hatte sich mittlerweile auch gelegt und die letzten Überreste des Bannkreises verbrannten wie Zunder. Als auch Alexander ihm seine Hand reichte, packte der Brünette kräftig zu und zog sich hoch. Wieder aufrecht stehend entfesselte er sein vollständiges dämonisches Aussehen. Sein sechs Flügel breiteten sich aus und nahmen den Raum um ihn völlig ein. Die Schwingen schienen wie aus Haut zu sein, konnte man überall dünne Adern erkennen, die sich wie ein Netz über die Flügel zogen. Belial ging kurz in Flammen auf, er loderte am ganzen Körper und verbrannte so den letzten Rest Dreck und Asche der an ihm hing. So plötzlich wie das Feuer über seinen Körper tanzte, verschwand es auch wieder und mit einer kleinen Schulterbewegung zogen sich auch seine Flügel wieder zurück. Selbst seine Hörner und Tätowierungen verschwanden und so stand er in einer gewöhnlichen Menschengestalt vor dem Vampyr. Nur seine rötlichen Augen waren ein Hinweis auf seine nicht menschliche Natur.

      Mit einem abwertenden Blick besah sich auch er seine rechte Innenhandfläche und betrachtete das auf dem Kopf stehende Kruzifix. Mit seinen dämonischen Kräften versuchte er es zu bedecken, damit man es nicht sofort sah, doch auch das wollte ihm nicht gelingen. Kurz zog er grübelnd seine feingeschwungenen Augenbrauen zusammen, ließ aber dann seinen Arm wieder sinken, um sich gänzlich dem Blonden zu widmen, der in seinen Augen fast schon weißhaarig war, so hell wie sein Schopf wirkte.
      "Ich danke dir für deinen... außergewöhnlichen Empfang, Vetter, auch wenn ich nicht wirklich freiwillig hier bin." sprach er den Vampyr etwas von oben herab an. "Doch da ich nun dein Gast bin und das auf unbestimmte Zeit, will ich nicht mal so sein und deiner Einladung folgen." stimmte er zu und schritt auch so gleich voraus. Er hätte jetzt auch einfach flüchten können und zurück in die Hölle kehren, doch dieser Vampyr hatte seine Neugierde geweckt. Vielleicht sollte er sich durchaus diese Auszeit der Hölle genehmigen und sich etwas auf der Welt der Menschen austoben und deren Vorzüge auskosten.

      Belial passierte die Geheimtüre und trat in den richtigen Keller ein. Dort folgte er einer Treppe hinauf ins Herrenhaus und durchquerte einen Flur um den erstbesten Raum zu betreten. Er erblickte so gleich eine Chaiselongue und legte sich der Länge nach auf das gute Polsterstück. Es war zwar nicht sein Thron, doch um einiges gemütlicher. Mit einem Schnippen seiner Finger erschien ein Kristallglas, gefüllt mit Rotwein und nahm dieses an sich. "Wo ist denn deine Dienerschaft?" erkundigte sich der Dämonenprinz bei dem Vampyr, als dieser auch den Raum betrat. "Und erkläre mir bitte noch ein Mal, wieso du einen Dämonen beschwören wolltest. Wenigstens war deine Wahl erstklassig." sprach Belial Alexander an und nippte dabei wieder an seinem Wein. Belial war nicht nur bequem, sondern auch sehr eitel.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy
    • Alex Pierbugh

      Mit großen Augen beobachtete der Vampyr wie der Dämon seine gänzlich dämonische Gestalt annahm und die Flügel ausbreitete. Dünne Äderchen durchzogen die dunklen Flügel, die wie eine zweite Haut aussahen und die Tätowierungen überzogen einen großen Teil von Belials Haut. Neugierig wanderten Alexanders Blicke über den Dämon, ehe dieser aufloderte. Alex wich naturgemäß 2 Schritte zurück. Nicht, dass er Angst vor Feuer hatte, jedoch verabscheute er Wärme. Als das Brennen abebbte beobachtete der Weißschopf den Dämon wie dieser wieder seine menschliche Gestalt annahm. Nette Zaubershow, dachte sich Alex und hörte die dankenden Worte des Dämon. Der Vampyr grinste daraufhin verwegen und ließ dem Dämon den Vortritt. "Alter vor Schönheit", säuselte der Vampyr und schloß die Geheimtür hinter sich mit einem geheimen Zauber. Anschließend ließ der Vampyr die Lichter im Keller ausgehen und trat im Dunkeln nach oben. Für einen alten vampyr wie Alex war es keine große Kunst im Dunkeln zu sehen. Er sah hier sogar besser als bei grellem Sonnenlicht. Meistens gönnte er sich im Sommer ein paar Stunden in sehr dunklen Räumen, um seine Augen zu schonen. Durch das helle Licht könnte er (bei langem Aufenthalt) seine Gabe, im Dunklen zu sehen, verlieren. Einen Umstand, den ein Vampyr nur ungerne eintreten lässt.

      Nachdem Alexander den Keller verlassen hatte, sah er keine Spur mehr von Belial. Doch er roch die verbrannten Überreste von Dean und der Asche noch im ganzen Flur. Er folgte der Spur wieder in die hauseigene Biblitohek. Auf einem Möbel vor dem Kamin hatte es sich der bequeme Dämon gemütlich macht. Der Dämon nippte aus einem Kristallglas mit Rotwein. Alexander ging durch den Raum und als er vor einer kleinen Kommode angekommen war, unterbrach ihn Belial mit einer Frage. Alex stieß einen belustigten Laut hervor. "Diener?", fragte er und drehte sich zu Belial um, "ich schätze es mittlerweile für mich alleine zu sein. Diener haben mir vor knapp 100 Jahren beinahe den Tod gebracht." Alexander wand sich wieder der Kommode zu, ehe diese aufging und eine gläserne Flaschen mit schönen Stopfen ihn ansahen. "Nun da du dich schon selbst bewirtet hast, frage ich gar nicht weiter", erklärte der Dämon und schenkte sich in ein Cognacglas einen Schluck Cognac. Dann schloß er wieder die Kommode und setzte sich auf den Sessel gegenüber des Dämons."Nastarowje", meinte der Dämon und prostete den Dämon zu, ehe er einen Schluck aus dem Cognac-Glas nahm.

      Alexander lehnte sich in dem Stuhl zurück und bekam sogleich die nächste Frage von Belial gestellt. Er spitzte dabei die Lippen und setzte dann eine dramaturgische Pause, ehe er antwortete: "Wenn du mehrere Jahrhunderte mit diesen Menschen lebst, bist du sie irgendwann satt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Es gibt nur wenige von ihnen mit denen man wirklich gut die Zeit verbringen kann; doch irgendwann sterben diese auch. Ich sehnte mich nach jemanden, der das gleiche Schicksal wie ich teilt und einen gewissen Hang zum Böden hat." Alexander trank aus dem Cognac-Glas und sah zu Belial. "Ich denke in dir habe ich einen Partner dafür gefunden. Einen Menschen in einen Vampyr zu verwandeln, ist wie einem Wellensittich das Sprechen beizubringen. Es macht anfangs Spaß aber am Ende langweilt er dich, da er im Endeffekt nur da ist um dir zu gefallen - schließlich sind alle seine Freunde woanders." Alex überschlug eines seiner Beine und lehnte nun auch den Kopf gegen die hohe Lehne des Sessels.

      "Und auf der anderen Seite war ich einfach neugierig. Ich wollte wissen, ob man wirklich einen Dämon nach Salomon beschwören kann." Alex blickte zu seiner Rechten, wo das Buch lag, aus dem er vorgelesen hatte. Im Kamin knackte leise das Nadelgehölz, das den Raum sanft wärmte. Das Kaminfeuer erhellte die Stelle, wo Belial und Alexander saßen. Der Vampyr nippte von seinem Glas und musterte den Dämon. "Der Wein ist ein 1980er Bordeaux. Ein schrecklicher Jahrgang sagt der Weinhändler. Ich finde die schrecklichen Jahrgänge, zumeist die wo große Katastrophen waren, am leckersten.", erklärte Alex zu dem Wein und deutete dann auf die Flasche, die neben dem Kristallglas stand. Das Etikett zeigte eine schönes Anwesen auf einem hügeligen Landstrich - Chateau La Louvière.
    • "Was? Keine Diener? Wie anstrengend." stöhnte der Dämon dramatisiert auf und ließ darauf mit einem Schnippen seiner Finger eine Rispe Weintrauben erscheinen, die vor seinem Mund hin und her schwebte und er sich mit aller Gemütlichkeit, immer eine Beere mit seinen Lippen herunter pflücken konnte. "Damit eines gleich gesagt ist. Ich werde hier keinen Finger krümmen. Ausnahmen mache ich nur für mich." offenbarte Belial auch gleich. Er machte keinen Hehl daraus, dass er für alles zu schade war, außer seiner selbst. "Den Tod? Wie kann das sein? Du bist doch ein allmächtiger Vampyr. Hast du sie wenigstens bestraft?" fragte der Brünette in einem so gelangweilten Tonfall, dass man schon erahnen konnte, dass ihm die Antwort gleich war. "Frag ruhig. Ich lasse mich gerne bewirten." entgegnete er Alex sofort, als dieser meinte, er hätte sich ja schon selbst bedient. "Leider kann ich dir nichts von meinen Köstlichkeiten anbieten. All das, was du hier siehst, ist nur für mich bestimmt." erklärte er auch weiter und wie zum Beweis, ließ er eine Traube zu dem Blonden fliegen, die, sobald sie in seiner Hand landete, zu nichts verpuffte. "Nastrovje." sprach er einfach nach und hob sein Glas kurz an, um dieses gleich darauf wieder an seine Lippen zu führen.

      "Hmm, hmm, hmm." kommentierte er nur das Erzählte. Wenn hier wer ein Zeitvertreib war, dann der Vampyr und nicht er. Ihm missfiel der Gedanke, dass er nur zur Belustigung seines Vetters beschworen wurde. "Sonst nutzt man die Macht eines Dämons, um irgendwelche Rachegedanken auszuleben oder eine Gesellschaft zu unterjochen. Mit meiner Wenigkeit könnte man sogar die ganze Welt erobern." dachte sich der Dämon, wobei ihm das auch wieder zu viel Arbeit war. Vielleicht würde er sich gegen einen gebührenden Preis, dazu herablassen. "Partner? Solange kennen wir uns doch noch gar nicht." lachte der Dämon leise auf und ließ sein nun leeres Kristallglas wieder verschwinden. "Als Haustiere habe ich Menschen noch nie betrachtet. Billige Arbeitskräfte, mit denen man sich kurzweilig vergnügen kann, vielleicht oder Marionetten, die nach meiner Pfeife tanzen." formulierte Belial seine Gedanken.

      "Hier liegt der Beweis, dass es funktioniert. Dafür kannst du übrigens meinem Bruder Baal danken. Er hat diese verbotene Formel in die Welt der Menschen gebracht." verriet er Alexander und geriet kurz ins Grübeln. "Ich muss mir noch eine angemessene Vergeltung für ihn überlegen. Er liebt Krieg. Also vielleicht ein magischer Dauerohrwurm, der ihn mit den schönsten Friedensliedern quält." kicherte der Dämonenprinz teuflisch auf.

      "Also ich finde ja, dass Wein, der extra für einen selbst gemacht wurde, sehr deliziös im Aroma ist." meinte Belial und leckte sich bei dem Gedanken über die Lippen. "Und das ist alles, was du den ganzen Tag machst? Menschen die Lebensenergie aussaugen, Alkohol verköstigen und über edlen Traubensaft sinnieren? Kein Wunder, dass dir langweilig ist." schmunzelte der Dämonenprinz und drehte sich auf den Bauch, dabei seine Ellenbogen auf dem Poster abgestützt und den Kopf in seine Hände gebettet, damit er zu dem Gastgeber blicken konnte. "Ich dachte, Vampyre seien die Schrecken der Nacht, die Jungfrauen entführen und reinste Blutorgien feiern." zählte er ein Klischee nach dem anderen auf. "Aber du darfst mich gerne eines Besseren belehren." fügte er frech an.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy
    • Alex Pierburgh

      "Wie ich sehe, kommst du gut alleine zurecht. Keinen Grund hier irgendwelche nichtsnutzenden Menschen umher laufen zu lassen", winkte Alexander Belials Nachfragen ab. Alexander mochte es hier auf sich gestellt zu sein. Wenn er menschliche Gesellschaft suchen sollte, ging er in die Stadt. Der Vampyr verwarf den Gedanken und schaute zu dem faulen Dämon. Dieser ließ eine Rebe Weintrauben erscheinen und aß davon. Alexander hob die Augenbraue. "Den einzigen Hunger den ich verspüre, ist der Durst nach Blut", zuckte ich auf seine Erläuterungen mit den Schultern. Auf Alexanders Handfläche verpuffte die Weintraube wie ein Hauch kühler Luft.

      "Baal soll ich danken? Vielleicht lade ich ihn einfach zum nächsten gähnenden Familienbankett. Die dummen Gesichter würde ich gerne sehen", grinste Alex in sich und griff nach seinem Glas. Er nahm einen weiteren Schluck Cognac. Belial überlegte laut über eine Vergeltung für Baal. Baal und Belial schienen einen gesunden Zwist zu hegen. Irgendwie sah Alexander dabei eine Parallel zu seinem Clan, der ihn immer wieder zum Haareraufen brachte.

      "Nun nach ein paar Jahrhunderten wird man träge. Aber dafür habe ich ja nun dich hier", meinte der Vampyr und schaute Belial an. "Bisschen neue Inspiration kann sicherlich nicht schaden", säuselte Alexander und stellte sein Cognac-Glas neben sich ab. "Schrecken der Nacht? Da hast du meine Verwandtschaft noch nicht kennengelernt. Die pflegen einen sehr konservativen Lebensstil - um es gelinde zu formulieren", erklärte Alexander und fuhr sich durch sein hell-weißes Haar. "Die anderen Dinge treffen zu bloß sind meine Jungfrauen eher Jungmänner", kicherte Alex belustigt. "Für die Orgien suche ich mir ein anderes Zimmer, um es dreckig zu machen. Blut kriegt man so schwer aus alten Holzdielen." Alexander fuhr über das dunkle Furnier auf dem Tisch neben ihm. "So eine Sauerei. Aber lecker", grinste der Vampyr und leckte sich über die spitzen Eckzähne.

      "Du bringst mich dabei aber auf eine gute Idee", überlegte Alex und richtete sich auf. "Ich bin heute Abend auf eine Party eines Freundes eingeladen. Vielleicht wäre das der richtige Anlass dein Erscheinen hier auf der Erde zu feiern, hm?", überlegte Alexander laut und sah zu dem Dämon, der auf dem Bauch lag. "Keine Panik. Mehr Menschen als Vamps. Wird sicherlich lustig. Kannst du ein bisschen was von Toronto sehen." Alex setzte ein verwegenes Grinsen auf, denn er mochte grundsätzlich Parties. Erstens, da sie in der Regel nachts waren und zweitens hatte er dabei immer eine große Auswahl an Opfern. Wenn da bloß nicht der Alkohol wäre. Vor einer guten Ernte muss er seine Opfer ausnüchtern lassen. Er seufzte bei dem Gedanken leise. "Außerdem brauche ich Ersatz für Dean. Er war eine willkommene Ablenkung."

      Der Vampyr spürte den Blick des Dämons auf sich. "Laaaange Geschichte", dramatisierte Alex und verschränkte dann die Arme vor der Brust. "Es könnte sein, dass er mein Ex-Liebhaber war. Bis er sich entschied, bei einer Frau einzulochen", raunte Alex sichtlich genervt und drehte sich dann von Belial ab. Vampyre sind sehr stolz und hassten es versetzt, ignoriert oder gar illoyal behandelt zu werden. Dean hatte aus Alexanders Sicht die einzige gerechte Strafe erhalten.
    • "Wenn es die Umstände verlangen, kann ich durchaus selbstständig sein." gab Belial zu, doch er mochte es umgarnt und verwöhnt zu werden. "Es ist nicht wirklich Hunger, sondern einfach die Lust mich an etwas zu laben. Ich brauche keine Nahrung per se." erklärte der Dämon und setzte sich auf dem kleinen Sofa auf.
      Bei den Worten de Vampyrs bezüglich der Einladung an Baal, musste der Brünette kichern. "Das wird dann ein sehr kurzes und kriegerisches Bankett. Aber es wäre schon sehr interessant zu sehen, wie Dämonen und Vampyre beieinander sitzen. Was das doch für ein chaotisches Familienfest sein würde." amüsierte ihn der Gedanke. "Da kommt mir auch gleich noch eine weite Frage auf. Wieso leistet nicht einfach ein anderer deiner Art dir Gesellschaft?"

      Belial lehnte sich etwas zurück und überschlug seine Beine, während er seine Blicke durch den Raum schweifen ließ. Bei diesem handelte es sich wohl um eine Bibliothek, jedenfalls standen hier überall Bücher herum. "Gerne diene ich dir als Inspiration, doch von mir kannst du kaum erwarten, dass ich mehr tue als nötig." sprach Belial das Offensichtliche aus.
      "Wieso so wählerisch, wenn du doch alles haben kannst." grinste der Dämon anzüglich. Die Fleischeslust war einer der wenigen Dinge, wofür der Dämonenprinz auch etwas arbeitete und auf der Erde sich mit ein paar Menschlein zu vergnügen, hatte seinen Reiz. "Du bist ja ein ganz ausgefuchstes Schleckermaul." lachte Belial auf, als er von dem Zimmerwechsel hörte.
      "Ersatz? Ich hoffe für ihn, er meint nicht mich damit." dachte sich der Brünette und sah mit einem missbilligenden Blick zu Alexander. Er, Ersatz für einen Menschen! Das war mehr als unter seiner Würde!

      "Nun, ich wäre nicht abgeneigt, ein bisschen mehr von dieser Welt kennenzulernen. Und mich zu feiern heiße ich immer gut." sprach Belial langsam und legte dabei seine Hand ans Kinn. "Daher würde ich diese Party erst ein mal zustimmen." nickte er langsam und richtete sich auf. "Je mehr Alkohol, desto besser. So werden doch die Menschen gefügiger und freizügiger. Nicht, dass ich es brauche." verstand er nicht ganz die Abneigung von Alex zum Alkohol. Doch er trank ja auch kein Blut.
      "Liebe? Verspürt ihr Vampyre das?" fragte der Dämon irritiert, kannte er selbst das Gefühl nicht. Belial liebte nur sich, für andere hatte er wenn dann Respekt oder Sympathie übrig, mehr aber auch nicht. "Und bin ich so vorzeigbar bei dieser Feier?" wechselte er auch gleich das Thema mehr wieder auf sich und drehte sich dabei kurz, damit Alex einen Blick auf seine Kleidung werfen konnte. "Oder sollte ich mich besser umziehen?" fragte auch gleich und schnippte mit seinen Fingern ein paar mal. Dabei wechselte seine Kleidung zu verschiedenen Stilen den vergangenen Jahrhunderten. Zum Schluss erlaubte sich der Dämon noch einen Spaß und war kurz nur mit einem Feigenblatt zu sehen, ehe er wieder zu Beginn im Raum stand. "Also, wie sieht die Kleiderordnung bei den Menschen aus? Ich will mich ja nicht blamieren." hakte er nochmals nach.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy

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    • Alex Pierburgh

      Der Vampyr hob eine Augenbraue auf die Frage, warum er die unendliche Zeit nicht mit einem seiner ebenfalls unsterblichen Artgenossen verbrachte. "Nun, die meisten Vampyre halten es untereinander nicht so lange aus.", erklärte Alex. "Außerdem sind die meisten hiesigen Vampyre sehr konservativ. Stört sie nicht meine Freundschaft zu einigen Menschen, dann stören Sie sich an meiner Homosexualität. Ein männlicher Vampyr kann ruhig seinen Spaß mit einem Mann haben. Aber mit ihm längere Zeit zusammen sein, ist unethisch aus ihrer Sicht" Alexander rollte mit den Augen. "Von daher bin ich froh auf einen offeneren Geist wie dich gestoßen zu sein. Denkverbote fand ich schon immer langweilig", gähnt der Blondhaarige gespielt.

      Wieso der Vampyr so wählerisch sei, öffnete Alex die Arme zur Seite und lächelte. "Ein hübscher Vampyr möchte eben auch einen hübschen und leckeren Zeitvertreib. Ansonsten könnte ich ja jeden nächst besten Menschen überfallen, ich bin doch kein Schlachter.", meinte Alexander mit einem missbilligenden Unterton. Dachte Belial echt, es sei so einfach und man beißt einfach irgendeinen Menschen? Der Vampyr fuhr sich durch sein hellweißes Haar und lauschte Belials Worten. "Natürlich bin ich ein Schleckermaul", grinste er dann und leckte sich über die Lippen. "Man musss sich schließlich auch gönnen. Es geht nicht nur ums Blut trinken; der Spaß darf nicht zu kurz kommen."
      Auf die Aussage mit dem Ersatz hin lachte der Dämon. "Oh nein. Du bist nicht der angedachte Ersatz. Dafür suche ich einen Menschen. Mein letzter Sex mit einem nicht-menschlichen Wesen war besonders ... komisch ...", kam Alexander ins Grübeln, ehe er den Kopf schüttelte. "Vergiss es. Es ging um einen würdigen Ersatz für Dean, mein letztes Spielzeug." Der Vampyr grinste dann zum Dämon und gewiss erkannte man in Alexanders Grinsen etwas Diabolisches.

      Alexander nickte zufrieden als Belial zustimmte zur Party mitzukommen und sich im Anschluss aufrichtete. "Menschen gefügig machen? Dafür haben wir doch andere Möglichkeiten, Belial. Alkohol macht die Menschen aber bedeutend lockerer und animalischer", kicherte der Vampyr. Auf Belials folgende Worte verzog der Vampyr das Gesicht. "Oh nein keine Liebe. Er war einfach mein festes Spielzeug, bis er sich anders entschied. Meinen Stolz zu kränken ist der größte Fehler gewesen", raunte Alexander und sah kurz zum Boden, ehe er hörte wie sich Belial schon Gedanken über sein Abendkostüm machte. Kurz darauf wechselte Belial ein dutzend Mal seine Kleidung. Es war beinahe so schnell, dass Alex nicht hinterher kam. Doch das meiste was er sah, war antiquiert und so hob er die Augenbrauen. Bis Belial für einen kurzen Moment nur mit einem Feigenblatt vor ihm stand. Der Vampyr lächelte begeistert. "Also mein Favorit ist das Feigenblatt."

      Alexander musterte dem Dämon und stellte fest, dass sie beinahe die selbe Kleidergröße haben müssten. Kurz legte er die Hand unter das Kinn und dachte nach, ehe er sich umdrehte und den Rum verließ. "Komm. Folg mir. Ich gebe dir etwas von mir zum Anziehen." Der Vampyr führte Belial durch das große Anwesen in den 2. Stock, wo neben Alexanders Schlafzimmer auch sein Ankleidezimmer war. Im Ankleidezimmer angekommen, öffnete er einen großen Schrank und zog etwas heraus und schmiß es auf die Bank in der Mitte des Raumes. In den Spiegeln im Raum sah man auch Alex. Er mochte den Aberglauben, dass Vampyre angeblich kein Spiegelbild hätten. Doch das würde gar nicht zu der Eitelkeit eines Vampyrs passen. Er merkte, wie Belial hinter seinem Rücken die Kleidung musterte. Alexander drehte sich um und schmiß ihm eine Hose zu. "Da, schwarzes, tailliertes Hemd, dass du etwas offen tragen kannst, schwarze Jeanshose." Alex wandt sich vom Dämon ab und suchte sich aus dem Kleiderschrank ebenfalls etwas zum Anziehen. Er wählte ein weißes Shirt mit V-Ausschnitt, einen dunkelgraues Sakko und eine graue Stoffhose. Er schaute kurz auf den Stapel in seiner Hand, ehe er ihn auch auf der Bank in der Mitte ablegte und sich auszog.

      "Musterst du mich?", hakte der Vampyr nach als er nur noch in Boxershorts vor dem Dämon stand und hielt kurz inne. Dann grinste der Vampyr kurz und ließ Belials Blick über sich schweifen. "Das reicht erstmal für heute", meinte der Vampyr dann amüsiert und zog sich an. Als er alles an hatte, schnappte er sich eine verblendete Sonnenbrille. Die würde er noch brauchen, draußen war die Sonne noch nicht untergangen. Er betrachete sich im Spiegel und richtete seine weißen Haare. Er sah erfrischt aus, Deans Blut war wirklich gutes Zeug gewesen.
    • "Was für Spießer." kommentierte Belial Alexanders Erklärung zu seiner Sippschaft und gab einen missbilligenden Laut von sich. "Nein, dass ich verklemmt bin, kann man wohl von mir überhaupt nicht behaupten." lachte der Dämon spitzbübisch und fuhr sich mit der Hand durch sein dichte Haar. "Nun, in dem Sinne, bin auch sehr spitzfingrig. Nur unterscheide ich da nicht nach Geschlecht, sondern eher nach Attraktivität." grinste er keck. Aber ja, das mit dem Blutsaugen, konnte er nicht nachempfinden, wobei er mal gehört hatte, dass es wohl eine andere Art von Reiz hatte. Neugierig war er schon.
      "Komisch?" Auch dieser Aussage konnte Belial nicht ganz folgen. Unter ihnen Dämonen war es ganz normal sich miteinander zu vergnügen. Ja gut, vielleicht nicht mit seinem Bruder Baal. Aber da gab es doch die eine oder Verwandtschaft, die er etwas intensiver pflegte.
      "Dann hoffe ich, dass du bald ein neues Spielzeug findest und es mir vergibst, falls ich mich auch damit amüsieren möchte." grinste er jetzt teuflisch.
      Das mit dem Stolz konnte der Dämonenprinz gut nachvollziehen, doch er hätte diesen Dean, ganz anders bestraft. Seine Dame, mit der er Alex betrogen hatte, hätte er verführt und zu seinem Eigen gemacht und vor seinen Augen unaussprechbare Dinge mit ihr getrieben. Und erst wenn dieser Menschenmann vor ihm bettelte und flehte, wäre er so gnädig gewesen, ihn mitmachen zu lassen, seinen Spaß mit beiden zu haben und danach sie zusammen einzuverleiben. So oder ähnlich hätte seine Strafe ausgesehen.
      "Das Feigenblatt, ist jeden Liebling." kicherte der Brünette und folgte dann dem Vampyr durch sein Anwesen. Im Obergeschoss angekommen standen sie nun in einem großen Zimmer angrenzend zu Alex’ Schlafgemach. Dort legte der Hellblonde ihm ein Kleidungsstück hin. Noch mit etwas Skepsis betrachtete er das schwarze Hemd und fing dann auch die Hose auf. "Solch einen Stoff habe ich noch nicht getragen." meinte er zu der Jeans und befühlte mit seinen Fingern den festen Stoff. "Deine Absicht in allen Ehren, Vetter. Doch meine Kleidung muss pass genau sein." sprach der Dämon nachdenklich und nach dem er beide Kleidungsstücke genaustens untersucht hatte, trug er mit einem Fingerschnippen die ähnlichen Modelle an seinem Körper. Dabei lag der Stoff so eng an wie eine zweite Haut.
      "Ich lasse deinem Körper nur die Aufmerksamkeit zukommen, die er verdient hat." antwortete Belial frech und ließ seinen Blick indessen noch etwas langsamer über die bleiche Gestalt des Vampyrs wandern, als dieser nur in einer kurzen dünnen Hose vor ihm stand. "So, jetzt sind wir quitt." grinste er anzüglich, hatte er zuvor auch Alex eine Aussicht auf seinen Prachtkörper gegeben.
      "Und wie kommen wir jetzt zu dieser Feier? Fliegen? Aber bitte nicht laufen." stöhnte der träge Dämon jetzt schon erschöpft auf, nur bei dem Gedanken sich körperlich zu bemühen. "Du hast doch bestimmt auch diese modernen Kutschen… Wie nennt man die doch gleich…? Ach ja, Automobil." Man merkte sofort, dass Belials letzter Besuch auf der Erde schon etwas her war.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy
    • Alex Pierburgh

      "Du gehst nur nach Attraktivität? Das ist auch ein guter Maßstab. Ich nehme Frauen nur zum Blut trinken, ansonsten bin ich nie auf einer Welle mit ihnen. Dafür aber mit ihren Partnern", grinste der Vampyr amüsiert, der den Damen schon den ein oder anderen Freund abgenommen hatte, um ihm dann als persönliches Spielzeug zu halten. Alexander verwarf als bald die Gedanken an seine ehemaligen Spielzeuge und schaute wieder zum Dämon. Dieser hatte mit einem Fingerschnips nun seine neue Kleidung an. "Dann eben so", grinste der Vampyr und verräumte die Kleidung wieder an ihrem ursprünglichen Ort im Schrank.

      Auf die Aussage hin, dass Belial Alexander Körper die benötigte Aufmersamkeit zukommen ließ, grinste der Vampyr verwegen. "Wie freundlich von dir, Belial." Der Vampyr begutachtete sich das letzte Mal im Spiegel und musterte dann Belial. Der Dämon sah gut aus in seinem engen Abendkostüm. Alex konnte nicht ablassen und leckte sich kurz über die Lippen, ehe er von Belials Worten aus seinen Gedanken gerissen wurde.

      "Laufen? garantiert nicht. Wer bin ich? Der einfache Pöbel", er schüttelte amüsiert den Kopf. "Wir nehmen natürlich den Wagen", lächelte Alex und verließ mit diesen Worten das Ankleidezimmer. Belial folgte ihm und im Flur schnappte er sich die Autoschlüssel und ging mit Belial vor die Tür des Hauses. Alexander setzte seine verspiegelte Sonnebrille auf. Es lag Schnee und der Sonnenschein spiegelte sich in der weißen Decke, die das Grundstück und das Haus bedeckte. "Wie in Russland", schnurrte der Vampyr zufrieden und ging dann über den Vorhof zur Garage. Mit einem Druck auf den Schlüssel öffnete sich das Garagentor und gab den Blick auf dunkelroten Porsche Cayenne frei. "Wenn du ewig lebst, hast du genug Möglichkeiten reicht zu werden", grinste Alex zufrieden und ging in die Garage.

      Neben dem Porsche SUV stand sein eigentliches Lieblingsauto ein Lamborghini. Diesen konnte er jedoch aufgrund der Witterung nicht nehmen. Schnee auf der Straße bekam dem schnellen Italiener nicht. Als Belial auch im Wagen saß startete Alex den Motor und fuhr los. "Hoffe das wird eine coole Party und die Leute sind locker. Ansonsten muss ich wieder die Hormone spielen lassen", überlegte Alexander laut und sah zu Belial. "Oder du zeigst mir mal einen coolen Trick von dir, wie du Menschen auflockerst." Alexander sah den Dämon mit einem verwegen Grinsen an.

      Alexander fuhr den Wagen aus dem ruhigen Vorort in die Großstadt Toronto. Einige Wolkenkratzer markierten bereits die Innenstadt. „Irgendwo hier soll auch das Loft von dem Typen sein“, sprach Alexander mehr zu sich. Das Klingen aus dem Bordcomputer verriet ihm, dass sie das Ziel erreicht hatten. Mit dem Wagen waren sie vor einem Hochhaus zum Stehen gekommen. Anschließen betraten beide das Gebäude. Es gab eine Rezeption an der Alexander selbstverständlich vorbei schlenderte, ehe ihn der Concierge aufhielt. „Sir. Wo wollen Sie da hin?“, fuhr ihn der Mitarbeiter der Rezeption an. Alexander musterte den Den Herren mit hochgezogenen Augenbrauen und legte die Stirn leicht in Falten. Kurz darauf ließ der Herr wie hypnotisiert von ihm ab. „Menschen können manchmal so vorlaut sein“, schüttelte Alexander den Kopf und sah zu Belial. Nachdem dieses Hindernis aus dem Weg geräumt war, ging er mit ihm zum Aufzug und fuhr ins höchste Stockwerk.

      Oben angekommen Hatte man wie zu erwarten einen besonders schönen Blick auf die Skyline von Toronto. Die Sonne ging am Horizont unter und Alexander steckte seine Sonnenbrille ein. „Das ist doch mal eine Location“, schnurrte der Vampyr.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ischarias ()

    • "Wagen. Ach so heißt das jetzt." kam es Belial vergnügt über die Lippen und war schon sehr auf dieses Fortbewegungsmittel gespannt. Er folgte dem Vampyr aus dem Zimmer runter ins Erdgeschoss und zusammen verließen sie das Haus. Überall lag Schnee, da es wohl Winter war, was den Dämon aber nicht weiter störte. Mit Absicht lief er nicht den geräumten Weg entlang nur, um ein bisschen anzugeben. Sobald auch nur sein Fuß den Schnee zu berühren drohte, schmolz dieser augenblicklich um ihn herum weg und so hinterließ der Brünette eine kahle Spur in dem Schnee. Sein Outfit war nicht wirklich passend und sehr frisch für diese Temperaturen und auch Alex schien die Kälte nichts auszumachen. Bei der Garage angekommen präsentierte der Vampyr seine Luxuskarosserien, mit denen er Belial leider nicht beeindrucken konnte, da er einfach keine Ahnung von Autos und ihrem Wert hatte. "Hier auf der Erde ist es doch etwas komisch. Man sie abmühen, um nur an ein bisschen Reichtum zu erlangen. Das wäre mir zu kraftraubend. Wenn ich etwas will, nehme ich es mir einfach." sprach der Dämon wie selbstverständlich.
      Belial hatte es einfach Alex nachgemacht, als dieser in das Gefährt stieg und saß nun zurückgelehnt auf dem Ledersitz. Es hatte schon etwas in diesem Ding zu sitzen und ohne sich zu bewegen, voran zukommen. "Wenn es sich ergibt, werde ich dir eine kleine Demonstration meiner Kräfte vorführen." stimmte der Dämonenprinz zu und blickte auf die vorbei fliegende Landschaft. Die Häuser wurden immer mehr und auch höher und bald war der Himmel schon fast nicht mehr zu sehen.
      Sie hielten dann vor einem der riesigen Gebäude und stiegen wieder aus. Dem Vampyr folgend, durchquerten sie die Lobby, bis sich ein Mensch ihnen in den Weg stellte, doch schien Alex alles unter Kontrolle zu haben. Bei seiner Aussage zuckte der Dämon nur mit den Schulten und stieg mit ihm in den Aufzug. Auch er schien den Willen der Menschen manipulieren zu können, stellte Belial doch verblüfft fest.
      Im obersten Stockwerk angekommen konnte er nur über Alex' Aussage demonstrativ gähnen. "Ich dachte, wir wären hier für eine große Feier und nicht um der Sonne beim Untergehen zuzuschauen." kam es gelangweilt von Belial und war bis jetzt mehr als enttäuscht. Er hatte wirklich mehr erwartete. Da glitt hinter ihnen eine Flügeltür auf und aus dem gut isolierten Raum, dröhnte nur so die Musik ihnen entgegen. Ein schwarzhaariger Herr kam direkt auf sie zu und funkelte sie böse an, was Belial innerlich kichern ließ. "Hey ihr beiden, das ist eine private Veranstaltung und ungebetene Gäste werden gleich wieder vom Sicherheitsdienst entfernt." schnaubte der Mann auf und blieb vor den beiden großgewachsenen Unsterblichen stehen. Armer Tölpel, wenn er doch nur wüsste, wen er vor sich hatte. Der Gastgeber starrte wütend zu den beiden hoch, war Alex und Belial einen guten Kopf größer als dieser, und der Dämon machte sich diese Gelegenheit gleich zunutze. Er blickte dem Menschen direkt in die Augen, wobei seine Iris gefährlich rot aufglühte und unterwarf den Willen des Mannes mit seiner dämonischen Macht. "Hör zu. Mein Vetter Alex und ich sind hier Ehrengäste. Man soll uns die besten Speisen und Getränke bringen und uns wie Götter behandeln, verstanden." befahl er dem Schwarzhaarigen, der sich darauf wie in Trance verneigte. "Jawohl Herr." Als der Mann sich wieder aufrichtete, schwankte er kurz und hielt sich seinen Kopf. Blinzelnd sah er sich um und ein breites Grinsen machte sich auf seinem Gesicht breit. "Wo wart ihr denn nur? Alles wartete auf euch! Schließlich seit ihr unsere Ehrengäste. Kommt!" winkte der Mann ihnen zu, als wäre nichts gewesen und führte die beiden Herren in die Räumlichkeiten, in der die Party stieg. "So, jetzt bist du wieder dran." grinste Belial triumphierend dem Vampyr zu und trat in den Club ähnlichen Raum ein.
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    • Alex Pierbrugh

      Amüsiert verfolgte der Vampyr die Situation. "Schöne, kleine Demonstration, Belial", kicherte Alex über die Kräfte seines dämonischen Vetters, der gerade den Gastgeber verzaubert hätte. Vermutlich hätte sich die Situation in Sekunden aufgelöst, dachte sich Alex, ehe eine Frau auf die beiden zu kam. "Amanda", grinste Alex und umarmte sie dann herzlich. Amanda war eine schlanke und schöne US-Amerikanerin mit argentinischen Wurzeln. Ihr braunes gewelltes Haar lag ebenmäßig auf einem kurzen Cocktailkleid. Ihr braune Augen stachen aus dem auffälligem Make-Up hervor und wirkten beinahe spitzbübisch. "Freut mich, dass du gekommen bist.", lächelte sie sanft und löste sich von Alex. Dann warf sie einen Blick auf Belial.

      "Oh und du hast eine Begleitung. Wie ich es von dir gewohnt bin, ein bildhübscher Mann", lächelte sie und umarmte dann auch Belial. "Amanda, das ist Belial", lächelte Alex und deutete mit seiner Hand auf seinen Vetter. "Tut mir leid, falls euch Diego irgendwelche Probleme gemacht hat. Er ist so ein Idiot", raunte sie und sah über ihre Schulter zu dem schwarzhaarigen Mann, der gerade auf sie zukam. "Hier eure Drinks", meinte er und reichte Alexander und Belial einen Cocktail. "Diego? Dios mio! Was ist mit dir los? Wirst du doch noch ein guter Gastgeber?", fragte Amanda erstaunt und stieß dann mit ihrem Sektglas gegen die Cocktailgläser von Belial und Alex. "Cheers", meinte sie, ehe sie einen großen Schluck aus dem Sektglas nahm. Der Schwarzhaarige war wieder verschwunden. "Ich habe keine Ahnung, was in ihn gefahren ist", rollte sie die Augen.

      Alexander lachte. "Ich hoffe du hast ihn wegen mehr als nur seines Aussehens geheiratet." Amanda wurde kurz still, ehe sie lachte. "Manchmal bin ich mir das nicht so sicher. Aber er hat definitiv seine Qualitäten ..." Alex grinste verwegen. "So so, Amanda? Das muss ich glaube nochmal en Détail erfahren", säuselte der Vampyr, ehe er auf das Glas schaute. "Muss ich mir wieder Sorgen machen, dass du uns einen Stimmungsmacher unterjubeln willst?", hakte der Vampyr nach und schwenkte den Glasinhalt ein wenig. Alex wandte sich zu Belial: "Amanda hielt es bei ihrer letzten Party für eine gute Idee allen Gästen Roofies in die Drinks getan. Danach gings wild her" Amanda schien das nicht zu bekümmern, denn sie lachte darauf. "Hey aber du hattest doch auch deinen Spaß, Blondie", meinte sie und nahm noch einen Schluck vom Sekt. "In der Tat". grinste Alex verwegen und nahm einen großen Schluck aus dem Glas. "Übrigens Spaß, wer ist heute so da?", fragte Alex neugierig, woraufhin Amanda wohl wissen grinste.

      "Dieses Mal sollte es aber für jeden was sein", meinte Alex und deutete auf Belial. "Hmm ich dachte schon ihr schiebt einen Dreier?", hob Amanda die Augenbrauen. "Das lass mal unser Geheimnis sein", grinste Alexander verwegen, ehe Amanda die beiden etwas durch den großen Raum begleitete. Sie gingen auf eine Empore und Amanda schenkte sich einen neuen Sekt in ihr Glas. Alex lehnte sich an das Geländer und sah über seine Schulter auf die Tanzfläche. Er leckte sich über seine spitzen Zähne.
    • Mit einer beiläufigen Handbewegung winkte der Dämon ab. "Eine Kleinigkeit." säuselte er, und sah dann auch schon zu der Frau, die auf die beiden zu schritt. Sie war nicht schlecht anzuschauen und umarmte gleich Alex, da sie sich wohl kannten.
      Auch vor ihm machte sie keinen Halt und legte ihre Arme um den Dämon für eine herzliche Begrüßung. Belial blieb einfach nur locker stehen und ließ diese gesellschaftliche Knigge über sich ergehen. "Verzeiht Amanda, doch in meinen Kreisen begrüßt man eine Dame nicht mit einer Umarmung." gab der Brünette galant von sich und nahm so gleich ihre Hand in seine, um einen altmodischen, aber immer noch charmanten Handkuss auf ihren Handrücken zu hauchen, gepaart mit einer kleinen Verbeugung. Amanda sichtlich beeindruckt von Belials Manieren, sah gleich zum Blonden. "Alex, wo hast du den denn her? Und gibt es noch mehr von seiner Sorte?" fragte sie ihn mit einem koketten Lächeln.
      Der Dämon nahm dann auch das Glas entgegen, was ihm der hypnotisierte Gastgeber brachte. "Da habe ich ja durchaus den richtigen erwischt." schmunzelte er in sich hinein und stieß mit den anderen an. "Wenn er dir Ärger machen sollte, dann rufe mich einfach dazu. Ich kann sehr diplomatisch und überzeugend sein." lächelte Belial sein verschlagenes Lächeln und sah zu Amanda, ehe er seinen Cocktail probierte. Bei Alexanders Nachfrage blickte auch er in sein Glas und überlegte, was "Roofies" sein könnten. Synthetische Drogen wirkten anders bei Dämonen, waren sie allgemein eher nur wie Aufputschmittel für sie und diesen "aktiven" Zustand mochte Belial gar nicht. Aber sah es mit manch pflanzlichen Substanzen ganz anders aus, da diese eine entspannende Wirkung hatten.
      Mit mehr als dem besten würde sich der Dämonenprinz eh nicht zufriedene geben und so folgte er der Dame des Hauses auf die Empore, die einen Ausblick bot, welch entzückenden Körper sich dort unten befanden.
      "Nun deine Vorlieben kenne ich ja, Blondie." neckte Amanda mit einem leisen Lachen Alex und sah dann zu dem neuen Gast. "Und wie sieht es bei dir aus?" wollte sie von dem Brünetten erfahren. "Ich habe keine direkten Präferenzen, sie müssen nur meinem Standard an Schönheit genügen." raunte er der Dunkelhaarigen zu, die auch eine bezaubernde Erscheinung besaß. Belials Blick ließ Amanda kurz erschauern, dann räusperte sie sich kurz und sah wieder in die Menge. "Es wurden ein paar Newcomer in Mode und Musik eingeladen. Die sind meistens für jeden Spaß zu haben." erklärte sie den beiden mit einem Zwinkern und trank erneut von ihrem Sekt. "Am besten ihr mischt euch einfach unter die Leute, die werden eh auf euch aufmerksam werden." lachte sie leise. "Ein paar bekannte Gesichter wirst du bestimmt auch wiedererkennen." flüstere sie noch Alex zu, ehe Amanda den Pflichten eines Gastgebers nachkam und mit ein paar anderen Gästen Konversation pflegte. "Ich lasse dir den Vortritt, Vetter. Schließlich ist das dein "Revier"." schmunzelte Belial verschlagen und folgte Alex auf Schritt und Tritt.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
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