Criminal Mind [CLOSED]

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    • Criminal Mind [CLOSED]

      Vorstellung
      @Lucy-chan

      Criminal Mind
      *Peep! Peep! Peep! Peep!*
      Verschlafen tastete Catalina nach ihrem Radiowecker und suchte nach dem Ausschalter, um das lärmende Ding verstummen zu lassen. Sobald dieser gefunden war und wieder herrliche Stille herrschte, setzte sie sich auf und streckte sich erst einmal ausgiebig. 0-7-0-0 blinkte die Anzeige rot auf dem Display des Weckers auf, höchste Zeit aufzustehen. Cat öffnete ihr Schlafzimmerfenster, um frische Luft hineinzulassen. Es war gerade Anfang Frühling und daher morgens noch recht frisch, doch die kühle Luft belebte auch ihre Lebensgeister und so ging sie in ihre Badezimmer um sich für den Tag frisch und fertig zu machen. Keine zwanzig Minuten später saß die Kriminalpsychologin am Esstisch und frühstückte ihr Müsli mit Joghurt und Obst. Nebenbei warf sie einen Blick in die Zeitung und überflog die Schlagzeilen, die aber mehr reißerisch als informativ waren. Resigniert legte sie das Blatt beiseite und stellte ihre Schüssel in Spüle, nachdem sie dieses etwas ausgewaschen hatte. Es wurde langsam Zeit für die Arbeit. Catalina überprüfte noch ein letztes Mal, ob alle Fenster geschlossen waren, zog ihre Jacke an und schnappte sich ihren Rucksack. Ihre Türe abgeschlossen lief sie dann aus dem Mehrfamilienhaus auf die Straße um mit der Tram zu ihrer Arbeit zukommen. Mit In-Ear-Kopfhörern in den Ohren saß sie an einem Fensterplatz der Straßenbahn und beobachtete die wach werdende Stadt. An ihrer Zielhaltestelle angekommen, stieg Cat aus und lief die wenigen hundert Meter zur Justizvollzugsanstalt. Der Wachmann grüßte sie freundlich und ließ passieren, nachdem er ihren Ausweis gesehen hatte und einen Blick in ihren Rucksack geworfen hatte. Manch einer findet das etwas übertrieben, doch Catalina empfand diese Sicherheitsvorkehrungen für mehr als angebracht. Sie betrat dann das große Gebäude und ging zum linken Flügel, indem sich die psychiatrische Station befand. Einige ihrer Kollegen waren schon da, Pfleger und andere Psychologen, die sie mit einem Lächeln begrüßte. Sie verstaute ihren Rucksack in einem abschließbaren Spind und setzte sich in einen der freien Therapieräume. Darin standen ein Tisch und zwei gepolstert Stühle. Ein großes Fenster sorgte für genug Tageslicht und ein paar bunte Bilder schmückten die Wände. Sie war heute sehr gespannt auf ihren neuen Klienten; Logan Harry Black. Mehrfachmörder und gerade erst verurteilt worden. Sie hatte die Prozessakte durchgelesen und viele Fragen wurden dabei aufgeworfen. Wieso hatte er sich freiwillig gestellt, aber bei der Verhandlung nichts gesagt? Durch ein Klopfen wurde sie aus ihren Gedanken gezogen. Einer der Wachleute öffnete die Türe und gab ihr Bescheid, dass der Sträfling gegen neun Uhr eintreffen würde. Ein aufgeregtes Kribbeln durchströmte Catalina, war die erste Begegnung mit Klienten immer die spannendste. Es gab keine großartigen Sicherheitsvorkehrungen im Therapiezimmer, sollte sich das Ambiente hier einfach natürlich anfühlen. Nur so war es möglich, dass sich die Verurteilten sich den Psychologen auch öffneten. Sie waren Profis und behandelten ihre Klienten wie jeden anderen Menschen auch. Die Gespräche waren sachliche und ihre persönlichen Gefühle wurden dabei ausgeblendet. Es ging hier nicht um sie und ihre Wertevorstellung, sondern um den Sträfling, dem sie dabei helfen wollte einfach seine Taten zu reflektieren. Es war kurz vor neun und bald würde ihre erste Therapiesitzung mit Logan Black beginnen.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Logan Harry Black

      Die Sonnenstrahlen erkämpften sich den Weg durch zu dem Mann, der in einer der Ecken nur darauf wartete von ihnen begrüßt zu werden. Das winzige Fenster an einer der Wände, fast schon an der Decke, gab nicht viel Licht her, aber Logan hatte in den letzten drei Tagen gelernt, dass es das einzige Mittel war, um zu erkennen, wie spät es wirklich war, denn außer eines Urinals und seines Betten gab es nichts anderes in seiner Zelle zu finden. Das Bett war ungemütlich, die Matratze schon so durch gelegen, dass die Federn sich unangenehm in seinen Rücken gebohrt haben, da entschloss sich der Mann lieber dazu die Nächte in einer der Ecken zu verbringen und vor allem im Sitzen. Wie lange das sein Körper durch machen wird wusste er nicht, er war nicht aber nicht einmal sicher, wie lange er hier noch verbringen wird. Sie hätten ihm die Todesstrafe geben sollen, natürlich musste er sich einen Staat aussuchen, der es untersagte die Häftlinge mit dem Tod zu bestrafen, so musste sich der Mann den ganzen Tag mit seinen eigenen Gedanken befriedigen. Er schnaubte belustigt. Natürlich, das war noch viel schlimmer, als es die Todesstrafe war. Warum nahmen sie ihm nicht einfach sein Leben? Eine kurze Spritze und er würde sich für immer von diesen Gedanken lösen, für einfach immer.
      Es klopfte laut an die Metalltür, gegen welche er schon oft in den letzten drei Tagen geschlagen hatte, um die Energie, die er besaß, irgendwo los zu werden. Ein kleines Fenster öffnete sich, er hörte es, musste nicht mal mehr hin sehen, um zu wissen, was es war. Er seufzte, wenn er sich nicht erhebt, werden sie die Tür nicht öffnen, natürlich, aus Angst der fast zwei Meter große Mann würde noch jemanden überwältigen. Vor einigen Wochen pflegte er noch nebenbei die älteren Herrschaften, jetzt musste er hier drin verrotten. "Duschzeit!", wurde ihm angekündigt, da grinste er einseitig schief, das hörte sich doch gut an, etwas Wasser, eine schöne warme Dusche wird seinen Geist vielleicht wecken. Er bewegte sich langsam, rüttelte die müden Muskeln wach und stellte sich mit dem Gesicht zur Wand, um seine Hände vorbildlich hinter dem Rücken zu halten. Die schweren Handschellen fühlten sich kalt an seinen Handgelenken an, die an den Füßen waren ein wenig zu eng, aber für den Weg würden sie auch schon reichen.

      Zu seinem Ärger war das Wasser kalt, sogar noch viel kälter, als nur kalt, aber mit dem Rücken zu den Wachen, die ihn genau beobachteten konnte der Mann für einen Moment durch atmen und mit der Stirn an der Wand einfach das Wasser entlang des breiten Rücken laufen lassen. Wenn sie ihn schon nicht töten wollten würde er die Rechnungen für Wasser hoch jagen, auch wenn eine Gänsehaut seinen kompletten Körper zierte. War heute nicht der Tag, mit dem seine Sitzungen anfangen würden? Sie wollten ihn therapieren, ihn verstehen, keiner würde ihn verstehen, nicht einmal ansatzweise würde jemand den Schmerz verstehen, der in seiner Brust zu finden war. Er war gebrochen, er würde keinem mehr weh tun, keinen mehr leiden lassen, die Vorkehrungen waren unnötig, er würde alles brav mit machen, bis zu seinem bitteren Tod. Was blieb ihm noch übrig? Er hatte nichts mehr, rein gar nichts..
      "Das reicht langsam", ertönte eine dunkle Stimme, doch Logan nutzte den Moment noch aus, er reizte ihn aus, bis er die Schritte in seine Richtung hörte und das Wasser schon abdrehte. "Gehen wir!". Er wurde in die Richtung seiner Klamotten geschubst, die Handschellen wieder, frisch geduscht konnte er auch gerne zurück in die Zelle, dahin ging es jedoch nicht mehr, es ging nach rechts, statt nach links zurück. Hatte er doch Recht gehabt, aber wenn sie meinten ihn therapieren zu können, bitte, nur zu.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Catalina Prince

      Während sie die Uhr beobachtete, die über der Tür hing und sich der Minutenzeiger sich nur sehr langsam voranbewegte, klopfte Cat mit ihrem Bleistift auf ihrem Block herum. So bald man ihr gesagt hatte, dass Logan Black bald eintreffen würde, hatte sie noch einen Becher und eine Wasserflasche besorgt. Natürlich beides aus Plastik. Selbst eine kleine Kunststoffschüssel mit verschiedenen Keksen stand auf dem Tisch. Kurz überlegte sie, ob sie nicht wieder übertrieben hatte mit den Snacks, doch sie beließ es dabei und sah stur zu der Türe. Auf einmal flog diese ohne Vorwarnung auf und einer der Wärter stand darin. Überrascht zuckte Cat zusammen und saß kerzengerade in ihrem Stuhl. Sie war es gewohnt, dass man hier immer anklopfte und sah daher den Mann mit einem finsteren Blick vorwurfsvoll an. "Noch nie was von Anklopfen gehört?" kam es doch in einem recht scharfen Ton von ihr. "Entschuldigt, aber der Gefangene 853 ist jetzt da." erklärte der Wärter und trat auch gleich zur Seite, dass sie zum ersten Mal Logan Black erblickte. Natürlich kannte Cat ihn von den Polizeifotos, mit der genauen Beschreibung seines Aussehens. Doch es war immer anders jemanden von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Mit Handschellen an Füßen und Händen stand dieser großgewachsene Mann nun vor ihr. "Macht die Fesseln weg." ordnete sie gleich an und stand von ihrem Stuhl auf. "Aber... wenn er Sie angreift?" entgegnete der Beamte zögerlich und sah auf die Handschellen. "Dann greift er mich halt an." zuckte Catalina mit den Schultern. "Ich sehe zwar nicht so aus, aber ganz so wehrlos bin ich nicht. Außerdem gibt es in jedem Raum einen Panikknopf." fügte sie zur Beruhigung noch an. Die Sorgen des Wachmanns hatte sie damit zwar nicht beseitigt, allerdings holte er dann doch die Schlüssel für die Handschellen hervor und löste diese. Mit einem *Klick* öffneten sich die Fesseln und der Wächter nahm diese an sich. "Mach bloß keinen Ärger." warnte er den Sträfling, schob ihn in das Therapiezimmer und schloss dann die Türe hinter sich. Nun war Cat mit ihrem Klienten alleine und räusperte sich auch gleich. "Guten Morgen Mister Black. Ich bin Catalina Prince, ihre Psychologin. Bitte setzen Sie sich doch, damit wir mit der Sitzung anfangen können." stellte sie sich freundlich vor und wies auf den Stuhl ihr gegenüber. "Bestimmt haben Sie zu Beginn ein paar Fragen an mich. Die dürfen Sie mir gerne jeder Zeit stellen." erklärte die Therapeutin gleich und setzte sich auf ihren Stuhl. Sie überschlug ihre Beine und legte ihre Hände in den Schoß, gespannt, wie Logan Black reagieren würde.
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    • Logan Harry Black

      Jeder Gefangene besaß eine Nummer, oder war eher eine, denn Namen waren hier an diesem Ort wirklich fehl am Platz. Logan besaß die 853, mit der er sich schon länger auseinander gesetzt hatte, denn die Fünf und die Drei ergaben eine Acht, was ihn und vor allem seinen inneren Monk ein wenig erfreuen konnte. Eine schöne Zahl, von ihm aus konnten sie ihn sein Leben lang nur noch damit ansprechen, er hatte keine Ansprüche mehr, nicht in diesem Leben mehr. Doch er durfte relativ schnell in ein Zimmer hinein blicken, welches ihm so noch nicht bekannt war, auch wenn er sich dessen bewusst war in den wenigen Tagen, die er hier war, noch nicht alles gesehen zu haben. Er wurde angekündigt, wurde hinein geführt, um eine Frau zu sehen, die meinte hier etwas zu sagen zu haben. Eine zierliche, kleine Frau sollte ihn therapieren? Sie sah jung aus, ob sie überhaupt trinken durfte? Er musterte sie ausdruckslos, doch seine Augenbraue hob sich ein wenig verwundert, kaum wollte sie seine Fesseln gelöst haben. Alleine mit ihm in diesem Raum? Logan musste sie nur überwältigen und sich auf sie werfen, um seine großen Hände um ihren schlanken Hals zu legen, damit sie diesen Raum nicht mehr lebendig verlassen würde, da half ihr kein Panikknopf, aber er wollte ja brav sein, er wollte keine Menschen mehr töten.
      Einer der Wachmänner schien genauso skeptisch zu sein, wie es auch Logan tat, aber dem Befehl der jungen Frau wurde gefolgt und schon kurz darauf spürte der große Mann Erlösung an seinen Handgelenken und Knöcheln. Er ließ seine Handgelenke kreisen, ließ die Finger kurz knacken, um sich ein wenig zu lockern, da hielt ihn auch die Warnung nicht davon ab. Sie blieben zu zweit alleine zurück, nur er und die junge Frau, Catalina Prince, wie ihm vermittelt wurde, seine Psychologin. Interessant.. Logan ging ihrer Bitte nach, er setzte sich an den Tisch zu ihr und überragte sie im Sitzen deutlich, aber darum ging es hier nicht, er sollte aufhören zu denken wie ein Mörder, wie ein Psychopath, für den sie ihn hier hielten. Seine Arme kreuzte der Mann vor der Brust und lehnte sich zurück, während seine Augen auf der Frau lagen. Ob er Fragen hatte? Nein, keine Einzige, es gab nichts mehr, was er in diesem Leben wissen wollte. Er schwieg, blickte sie direkt an, es war ihm nicht unangenehm Augenkontakt zu halten, nein, er hatte seinen Opfern immer in die Augen gesehen, um sich selbst das letzte Stück Respekt zu nehmen. Er war ein Monster, ja, warum saß er dann bei ihr?
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lucy-chan ()

    • Catalina Prince

      Auch wenn ihr Patient sie um einiges überragte, blieb Catalina erhobenen Hauptes sitzen und lächelte ihm freundlich entgegen. "Sie dürfen sich gerne etwas zum Trinken einschenken oder auch von den Keksen probieren." bot sie Logan Black an, der bis dahin geschwiegen hatte. Das war sogar zu erwarten gewesen, hatte sie bis dato noch nie erlebt, dass ein Klient schon in der ersten Stunde sein Herz ausschüttete. Daher hatte die Psychologin schon geahnt, dass sie heute am meisten reden würde. "Zu Beginn werde ich Ihnen einfach etwas über diese Einrichtung erzählen. Wir sind ein Team von sechs erfahrenen Psychologinnen und Psychologen. Wir reden einfach mit den Patienten und Patientinnen und hören ihnen gegebenenfalls aufmerksam zu, wenn auch sie uns etwas zu erzählen haben." begann Cat zu erklären. "Wir sind kein Verhör und wenn Sie sich entschließen nichts zu sagen, akzeptieren wir das. Wie Ärzte haben wir eine Schweigepflicht. Das bedeutet, alles, was in diesem Raum uns anvertraut wird, bleibt unter uns. Es kann dazu Ausnahmen geben, wenn durch die Therapie neue Erkenntnisse zu den Fällen ans Tageslicht gebracht werden. Doch muss die Freigabe dieser Informationen durch eine richterliche Anhörung und ein Urteil dafür gegeben werden." fuhr sie fort. Es war Catalina wichtig, diese Tatsache nicht vor ihrem Klienten zu verschweigen. Die Sitzungen beruhten auf Vertrauen und das galt für beide Parteien. "Unser Ziel ist es, Sie wieder in das öffentliche Leben zu integrieren und Ihnen einen Neustart zu ermöglichen. Dafür benötigen wir aber Ihre Mithilfe. Je mehr Sie uns von Ihnen erzählen, desto besser können wir ein Gutachten erstellen und einschätzen, ob Sie für die Rückkehr in die Gesellschaft bereit sind." führte sie weiter aus. "Ich weiß, dass der Anfang schwer ist. Daher würde ich einfach ein paar banale Fragen zu Beginn stellen, die auch ich beantworten werde." versuchte die Therapeuten langsam das Eis zu brechen.
      "Was ist Ihre Lieblingsfarbe?
      Meine ist blau.
      Mögen Sie lieber Katzen oder Hunde?
      Ich mag beide Tiere sehr gerne. Aber leider habe ich nicht genug Zeit um mir eins der beiden zu halten.
      Welche Jahreszeit ist Ihnen am liebsten?
      Ich mag den Frühling sehr gerne, wenn alles erblüht und die Natur nach dem langen Winter wieder auflebt."
      Während sie die Fragen stellte, schrieb sie parallel diese auch noch mal auf dem Block auf, fügte ihre Antworten hinzu und ließ genug Platz, damit noch eine weitere darunter Platz finden konnte. Sie hatte die Erfahrung gemacht, dass viele der Straftäter am Anfang lieber schrieben statt redeten. Sobald sie mit den wenigen Fragen fertig war, drehte sie den Block zu Mister Black hin und legte den Filzstift auf diesen. "Wenn es für Sie einfacher ist, könne Sie die Antworten auch aufschreiben." bot Catalina mit einem entwaffnenden Lächeln an und rückte mit ihrem Mittelfinger ihre Brille am Nasensteg zurecht. Nun lag es ganz an ihm, wie die erste Sitzung weiter verlaufen sollte.
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    • Logan Harry Black

      Die freundliche, nette Art sollte ihm sich wohl fühlen lassen, aber Logan war nicht bereit mitzumachen, dementsprechend war er auch nicht bereit sich von dieser Art einlullen zu lassen, er würde nicht kooperieren, er war nicht bereit dafür. Seine Augen musterten die Frau direkt, die ihm etwas zu trinken und Kekse anbot, aber er wollte es nicht, er wollte zurück in seine Zelle und darauf hoffen, lang genug drinnen zu bleiben. Er war ein Monster und sie wollte ihm zurück in die Gesellschaft verhelfen? Da hätte der Mann fast aufgelacht. Er war nicht dafür gemacht zurück in ein öffentliches Leben zu finden, er war dafür gemacht hier zu verrotten, bis zum bitteren Ende.
      Logan blieb sitzen, er blinkte manchmal mit den Augenlidern, mehr Regung zeigte er aber auch nicht wirklich. Neustart? Dass er nicht lacht.. Und wie wollte sie das hin bekommen? Mit seiner Lieblingsfarbe? Mit der Frage danach, ob er lieber Hunde, oder Katzen hatte? Was sollte ihr seine Lieblingsjahreszeit aussagen? Bullshit.. Durfte er nicht einfach aufstehen und wieder zurück laufen?
      Seine Augen blickten den Zettel und Stift an, welchen er zu sich geschoben bekam, er konnte es aufschreiben, wenn es ihm einfacher erschien, er konnte es aber auch sein lassen, wie er sich es selbst erklärte. Für den Moment musterten seine Augen ihre Schrift, musterten die Worte, die er zu lesen bekam, dann blickte er auch zu ihr auf und löste seine Arme vor der Brust, um den Block zu ihr zurück zu schieben. "Lady..", began er mit seiner dunklen Stimme. "Ich habe zwölf Menschen kaltblütig das Leben genommen, wir wissen beide, dass ich weder gesellschaftsfähig bin, noch die Chance darauf habe je dieses Loch hier zu verlassen..". Er wusste es definitiv. Seine Strafe würde sich bis in die Unendlichkeit hin ziehen, bis er hier verrecken wird. "Ersparen Sie sich Ihre Worte für jemanden, der hier irgendwann mal raus darf".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Catalina Prince

      Mit wachen Augen beobachtet sie, was der Mann vor ihr tat und seufzte, sehr leise auf, als er dann den Block einfach wieder zurück schon. Es entging Catalina nicht, was für große Hände er hatte und auch wie mächtig seine Statur im Allgemeinen war, vor allem im Vergleich zu ihr. Logan könnte sich auch jetzt einfach auf sie stürzen, sie erwürgen und sie zu seiner Nummer dreizehn auf seine Liste der Ermordeten machen. Das würde ihm dann aber nur eine noch längere Haftstrafe einbrocken, die auch jetzt schon einige Jahre in Anspruch nahm. "Nun, das ist Ihre eigene Auffassung von sich." fing Cat an zu sprechen und schob eine gelöste Haarsträhne hinter ihr Ohr. "Das einzige, was ich bis jetzt über Sie sagen kann, ist, dass Sie kooperativ sind, ruhig, davon überzeugt sind, dass sie hierhergehören und alles hier für unnötig halten." beendete die Psychologin ihre kurze Analyse. "Er hat wenigstens etwas gesagt." dachte sie sich und erinnerte sich an andere Straftäter, die über Wochen sie einfach nur angeschwiegen haben, bevor sie anfingen zu reden. Es war auch gar nicht wichtig, dass sie über ihre Verbrechen sprachen, reichte ihr ein simples Gespräch über das Wetter oder wie es dem Patienten gerade im Augenblick ging. Sie warf einen kurzen Blick auf die Wand Uhr und nahm sich dann selbst einer der Kekse. "Wir haben jetzt noch fünfzehn Minuten. Gerne können Sie mich weiter anschweigen, oder auch hier nur etwas entspannen. Das liegt bei Ihnen. Aber von Montag bis Freitag werden Sie jeden Tag für eine halbe Stunde sich hier einfinden. Das gehört zu den Auflagen, die der Richter angeordnet hat." erklärte die Brünette ruhig und knabberte dann weiter an ihrem Keks.
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    • Logan Harry Black

      Ob ihn eine womöglich härtere Strafe irgendwie einschüchterte? Eigentlich nicht, Logan würde sein Leben hier im Gefängnis verbringen, da würde es auch nichts ändern, sollte er eine weiteren Tod und damit eine weitere Strafe auf seiner Liste haben. Er wollte jedoch brav sein, hatte sich selbst versprochen es nie wieder zu tun, denn es brachte nichts, rein gar nichts mehr, dessen war es sich auch bewusst geworden. Eigentlich hätte er da noch ein paar Namen auf der Liste, aber diese waren es auch irgendwie nicht mehr wert, nein, es war alles nichts mehr wert. Doch Logan stellte der Dame vor sich vor, wie er das sah, was es seiner Meinung nach für ihn bedeutete, ihre Worte ließen ihn kurz seine Augenbraue heben. Das war seine eigen Auffassung? Er würde dieses Loch nicht mehr lebendig verlassen, es war ein Fakt, nicht mehr und nicht weniger, da brauchte es auch keine andere Auffassung und da brachte ihn auch nicht ihre Ansicht, dass er kooperativ war.
      Der Mann schnaubte belustigt, ehe er den Kopf sanft schüttelte, aber er sagte dazu kein einziges Wort, was würde es ihm auch bringen jetzt etwas zu sagen? Er schwieg, das war das Beste, was er hier tun konnte, dessen war er wirklich überzeugt. Sie wollte hier jeden Tag eine halbe Stunde schweigend verbringen? Kein Problem, dafür lehnte sich der Herr wieder mit verschränkten Armen nach hinten an, lehnte sich an die Lehne an und blickte die Frau hemmungslos an, während er die restliche Zeit beobachten wollte, wie sie ihre Kekse aß. Dann würden sie halt die letzten fünfzehn Minuten hier warten, gut, kein Problem für ihn.
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    • Catalina Prince

      Mit einem Seufzen nahm sie seine Reaktion zur Kenntnis und fing an auf dem Block ein paar andere Gedanken und Notizen aufzuschreiben. Dass er sie dabei die ganze Zeit anstarrte, machte ihr nichts aus, war das Catalina schon von anderen Insassen gewohnt. Während sie so still da saßen, hörte man nur das Kratzen des Stiftes auf dem Papier und den stetig tickenden Sekundenzeiger der Uhr. Als Cat wieder aufsah, war es auch schon kurz vor halb zehn. Daher stand die Psychologin auf und ging an die Zimmertüre, um diese zu öffnen. Draußen warteten die Wärter von vorhin, die Logan Black wieder abholten. "Wir sind dann für heute fertig." ließ sie die beiden wissen und drehte sich dann wieder zu dem Verurteilten. "Mister Black, wir sehen uns dann morgen wieder um..." sie musste kurz die Uhrzeit nachschlagen "... 14 Uhr wäre der Termin. Einen angenehmen Tag wünsche ich." verabschiedete sich Catalina und sah zu, wie dem Häftling wieder die Fesseln angelegt wurden. "Er gehört wohl auch eher zu den harten Nüssen, die es zu knacken gilt." stellte sie in Gedanken fest und versuchte sich auf den ihren nächsten Patienten vorzubereiten.
      Am Ende des Tages verabschiedete sie sich von ihren Kolleginnen und Kollegen und fuhr mit der Bahn wieder nach Hause. Dort angekommen machte sie sich gleich etwas zum Essen und ließ dann während sie Abendbrot zu sich nahm den Fernseher laufen. Das war wieder mal ein holpriger Start und sie war schon gespannt, ob die nächsten Tage auch so schweigsam ablaufen würden.
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    • Logan Harry Black

      Er musterte sie weiterhin, versuchte sich ihre Züge einzuprägen, die Art, wie sie ihren Stift hielt, mit welchem sie sich sicherlich irgendwelche Gedanken zu ihm aufschrieb, die Art wie sie saß. Logan hatte jedes seiner Opfer studiert, um keinen Fehler zu machen, um zu entkommen und nicht gefasst zu werden, bis er sich selbst stellte. Das Beobachten gehörte schon vorher zu seinem Beruf dazu, er hatte es perfektioniert, gelernt Menschen zu lesen, um ihre Schwächen zu finden. Die Zeit lief quälend langsam vorbei, aber sie lief vorbei und mit einem Moment war auch dieser Termin hier beendet.
      Logan blieb sitzen, während sich die junge Frau vor ihm erhob und den Wachen draußen versicherte, dass sie fertig waren. Er starte die Wand an, die hinter dem leeren Stuhl zu finden war, auf welchem die Psychologin vorhin noch gesessen hatte. Er wartete, bis die Wachen in das Zimmer kamen und ihm mit der Hand auf der Schulter signalisierten sich zu erheben. Widerstandlos tat er es, ließ sich die Handschellen und Fußschellen anlegen, er würde keinen Ärger machen, definitiv nicht, auch wenn er es öfter gerne tun würde, um ihnen zu zeigen, dass sie gar nicht so toll waren, wie sie sich selbst hielten.
      Mit einem Nicken verabschiedete sich der Mann und ging mit nach draußen, um wieder zurück in seine Zelle gebracht zu werden. Von ihm aus konnten die Sitzungen täglich stattfinden, es war ihm komplett egal, er war nicht bereit mit jemanden zu sprechen, er wollte seine Strafe absitzen und hier sterben, wie es sich gehörte.
      Und schon wieder saß er in der einzigen Ecke der Zelle, in welcher die Sonne ein wenig durch das kleine, vergitterte Fenster schien, ließ sich von diesen ein wenig umarmen, genoss still und schweigend diese, bis sie am späten Nachmittag verschwand und die Dunkelheit ihn umhüllte. Ganz allein in dieser kalten, dunklen Zelle.
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    • Catalina Prince

      Die nächsten Tage und Wochen spielte sich immer wieder der gleiche Film ab. Logan Black kam in die Therapiesitzung und Catalina führte so etwas wie Selbstgespräche, da er jedes Mal schweigsam war und sie nur anstarrte. "So interessant bin ich doch nicht." versuchte sie darauf einen Scherz zu machen, aber nicht ein mal da bekam sie eine Reaktion. Sie blieb aber immer noch geduldig und ruhig, versuchte ihre positive Einstellung beizubehalten. Auch an diesem Nachmittag hatten die beiden eine Sitzung, doch zuvor war Cat bei einer Anhörung. Es ging dabei nicht um sie, sondern um einer ihrer besten Freundinnen. Diese hatte schon länger das Problem, dass ihr Ex-Freund sie stalkte. Eines Tages war er ihr gegenüber handgreiflich geworden und aus Angst und Panik, hatte sie sich mit Pfefferspray gewehrt, was sie schon länger aus Furcht vor ihm bei sich führte. Nun war aber ihre Freundin die Angeklagte, wegen Körperverletzung. Die Psychologin war zur moralischen Unterstützung da gewesen, was auch nach der Urteilsverkündung bitter nötig war, wurde sie schuldig der gefährlichen Körperverletzung verurteilt und musste zusätzlich noch ein Schmerzensgeld in Höhe von 500 € an ihren Ex zahlen. Für ihre Freundin war das ein Schlag ins Gesicht, doch Catalina kannte sich durch die Arbeit im Gefängnis etwas mit dem Strafmaß aus und Notwehr war schon immer ein heikles Thema. So kam sie etwas zerstreut und aufgebracht zur Arbeit. Außerdem roch sie wie ein Schlot, da ihre Freundin immer rauchen musste, wenn sie sich aufregte. "Ach, jetzt kann ich wieder alles in die Wäsche stecken." war sie in Gedanken und grüßte Logan nur flüchtig, als dieser wie immer pünktlich zu den Sitzungen erschien. Sie versuchte auch so professionell wie möglich zu sein, doch diese ganze Sache wühlte sie emotional doch etwas auf, selbst ein paar Knabbereien, wie Nüsse, Kekse oder Trockenobst hatte sie heute nicht dabei. Sie ist schließlich auch nur ein Mensch.
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      Monkey D. Ruffy


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    • Logan Harry Black

      Logan blieb auch die nächsten Tage und Wochen brav, ließ sich nichts zu Schulden kommen und arbeitete mit, jedenfalls still und ohne Widerstand, das musste für alle reichen. Seine Tage schienen so lang zu sein, aber die Routine machte sie mehr, oder weniger erträglich, jedenfalls seiner Meinung nach. Er wurde täglich um die gleiche Uhrzeit geweckt, es gab ein eher trockenes Frühstück und eine halbe Stunde auf der frischen Luft, anschließend noch die Sitzung bei der Psychologin, die Möglichkeit die Bibliothek für einen Moment zu nutzen, um sich etwas auszuleihen, Mittagessen, Abendessen und die Ruhe in seiner Zelle. Logan schwieg die meiste Zeit über, er machte einfach mit und führte die Befehle aus, die ihm gegeben wurden, ganz gleich wie gut er sie fand, denn es war seine Strafe, die er verdient hatte. Vor allem die Sitzungen bei der Psychologin fielen ruhig aus, aber inzwischen gehörte es zu einer Routine, hier her zu kommen und sich irgendetwas anzuhören, was die Frau auch sagen wollte.
      Auch heute musste er hin, ließ sich die Handschellen abnehmen und setzte sich brav hin, um die Arme vor der Brust zu kreuzen, doch irgendetwas war nicht so, wie es immer der Fall war.. Irgendetwas schien nicht in Ordnung zu sein und akribisch versuchte der Mann es herauszufinden, um sein inneres Ich zu beruhigen. Irgendetwas stimmte nicht.. Er blickte auf den Tisch, Knabbereien fehlten, definitiv, aber irgendwie war es nicht das Einzige.. Er musterte die Frau vor sich, irgendetwas roch hier nach Zigaretten, war sie es? Unmöglich, sie rauchte nicht, bisher war es ihm jedenfalls nicht aufgefallen, dass dieser Geruch an ihr hängen würde, nein, sie war definitiv eine Nicht-Raucherin, warum roch es hier dann so sehr nach diesem Gift? Er musterte ihr Gesicht, irgendetwas stimmte hier wirklich nicht, ihre Gesichtszüge schienen angespannt zu sein, sie hatte ihn nicht gegrüßt, wie die letzten Male, ja, er beobachtete sie gut.
      Logan räusperte sich kurz, lockerte jedoch die Arme vor der Brust nicht. "Was ist passiert?", fragte er direkt, auch wenn er nicht wusste, ob er eine Antwort auf seine Frage erwarten konnte. Schließlich sprach er selbst nie viel.
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    • Catalina saß gerade in ihrem Stuhl und starrte auf ihre Aufschriebe als sie plötzlich angesprochen wurde. Verwirrt blinzelte sie und sah Logan fast schon perplex an. "Hat er gerade mich gefragt, ob was passiert sei?" konnte sie es fast immer noch nicht glauben. Das war ein Fortschritt, aber wenn sie ihm jetzt alles erzählen würde, wird er danach wahrscheinlich auch wieder schweigen. Sie müsste schauen, wie sie ihn dazu bringe konnte, etwas länger mit ihr zu reden. So beschloss die Psychologin nur häppchenweise ihre Antworten zu geben. Und am besten fing sie gleich mit einer Gegenfrage an. "Wie kommst du denn darauf, dass etwas passiert ist?" fragte sie ihn und lehnte sich etwas im Stuhl zurück, mit leicht verschränkten Armen. Sie versuchte auch gleich die Taktik mit der Spiegelung, dass sie die Gestik ihres Patienten spiegelte. Nicht zu offensichtlich, damit es nicht komisch und nachahmend wirkte, sondern es sollte dem Klienten eher eine unterschwellige Vertrautheit vermitteln. Außerdem war Cat schon etwas überrascht, dass Logan gleich bemerkt hatte, dass etwas mit ihr nicht stimmte. Nun, er war wohl ein aufmerksamer Beobachter, hatte er ja dazu mehr als genügend Zeit gehabt. Aber dass er daran Interesse zeigte, war ein Zeichen für Empathie. Seine Mitmenschen schienen ihm doch nicht ganz so egal zu sein.
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    • Logan Harry Black

      Er konnte auch wie ein ganz normaler Mensch mit einem normalen Gespräch anfangen, sich langsam heran tasten an das, was er wissen wollte, stattdessen fragte Logan direkt nach, was passiert war, denn er war nicht normal, nein, er war ein Monster, welches Interesse daran hatte, warum die Frau vor ihm gerade ihrer Norm abwich. Menschen neigten zu gewissen Normen, neigten zu ähnlichen Zügen, denn das gab Sicherheit und vereinfachte das Leben, das waren aber genau die Punkte, die sich Logan bei seinen Opfern zu Nutze gemacht hatte und noch einige andere..
      Der Mann beobachtete sie, kaum stellte er seine Frage danach, was passiert sei. Sie rechnete damit nicht, er sah es ihr direkt an, aber blieb selbst ruhig, wartete geduldig, denn von Geduld hatte er genug gehabt. Um ehrlich zu sein rechnete Logan mit einer hysterisch-weinenden Frau, die ihm erzählen wird, was so schlimmes vorgefallen war, doch die Gegenfrage überraschte ihn, denn er hatte sie falsch eingeschätzt und unter anderen Umständen hätte es ihn das Leben kosten können. Er kniff ein wenig seine Augen zusammen, während er die Frau weiterhin musterte. Spielte sie mit ihm? Vermutlich. Vermutlich war das hier irgendein psychologsicher Trick und er lief vollends hinein, aber er wollte unbedingt wissen, warum es dieses Mal anders ablief. Ihm war es egal, was passiert ist, er fragte nicht aus Empathie heraus, er fragte, weil es eine Unruhe hinein brachte, wenn es nicht lief wie immer.
      Logan seufzte, bevor er sich ein wenig vor lehnte, um die Arme auf dem Tisch abzulegen und seine Finger miteinander zu verschränken. "Es ist total einfach", ja, er zog seine Mitmenschen gerne ins lächerliche. "Auf dem Tisch fehlen Knabbereien, die sonst jede Sitzung da gestanden haben, auch wenn sich die Sorte dieser veränderte.. Sie stinken nach einer Zigarettenfabrik, was fremd ist, denn Sie rauchen nicht, der Geruch wäre sonst schon öfter aufgefallen.. Außerdem sind Ihre Gesichtszüge sehr angespannt und Sie nicht wirklich bei der Sache dabei, was entgegen Ihrer sonstigen Charakterzüge steht.. Irgendetwas muss passiert sein, um Sie von Ihrer Norm abweichen zu lassen.. Also, was ist passiert?".
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    • Catalina Prince

      Ruhig hörte Cat ihm zu, wie er darauf kam, dass etwas anders als sonst sei. Wieder spiegelte sie etwas seine Körperhaltung, indem sie einen Arm auf den Tisch ablegte und auch sich minimal nach vorne lehnte. "Du bist ein sehr guter Beobachter." wiederholte sie ihren Gedanken von vorher und sprach in laut aus. Dabei lächelte sie Logan leicht an. "Und dass ich nach Zigarettenqualm rieche, tut mir auch wirklich leid. Ich war vorher mit jemanden zusammen, der viel geraucht hat." erklärte sie und wand eine weitere Methode aus der Pädagogik an. Anstatt einfach gleich zu erklären, was passiert war, wiederholte sie seine Feststellungen und begründete sie. So konnte man seinem Gesprächspartner vermitteln, dass man ihm zuhörte und sein gesagtes für wichtig hielt. "Ach die Knabbereien... Zugegeben ich habe nicht an die gedacht. Ich war auch heute etwas später hier wie geplant. Da kann man so etwas vergessen. Aber du hast ja sowieso nie zugegriffen, von daher ist das ja eigentlich nicht so schlimm." sprach sie weiter. "Ich bin schon sehr erstaunt, dass du selbst an meinen Gesichtszügen erkannt hast, dass etwas nicht stimmt." gab sie ihm gegenüber ehrlich zu und fasste sich dabei an die Wange. Es war nur natürlich, dass sich Kiefer bei Stress anspannte und man etwas härter wirkt. Als er das Wort Norm miteinbrachte, verstand auch Catalina mehr, wieso er sich interessierte. "Er hat Angst, die Kontrolle zu verlieren." Das war auch nicht ungewöhnlich für Straftäter, da es sich meistens um Kontrolle drehte und wenn sich etwas in Umfeld änderte, konnten die Klienten verunsichert werden. Sie wollte den Mann aber auch nicht weiter auf die Folter spannen. "Ich war vor unserer Sitzung bei einer Freundin und habe ihr bei einer schwierigen Situation beigestanden." erklärte sie ihm mit wenigen Worten und blickte dem Straftäter direkt in die Augen. "Aber das braucht dich doch nicht zu kümmern." Die Psychologin setzte eine Pause, ehe sie weiter sprach. "Oder?" Sie war gespannt, ob sie darauf eine Antwort bekam und ob ihre Antwort für Logan zufriedenstellend war. Sie mit Absicht nicht ins Detail gegangen, und so wie sie den Mann gerade einschätzte, wollte er bestimmt mehr wissen. Die Einzelheiten erfahren, damit er das Wissen und so auch wieder Kontrolle hatte. Jedenfalls vermutete sie, dass er in diese Richtung tickte.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Logan Harry Black

      Er war ein sehr guter Beobachter? Konnte sie bitte aufhören mit ihm zu sprechen, wie mit einem Kind? Er kam sich wie eines vor, während sie das ansprach, vielleicht übertrieb er aber auch. Doch sie bestätigte seine Anmerkung, sie rauchte nicht, dessen war er sich so sicher gewesen, er hätte Geld darauf verwettet, wenn jemand danach fragen würde. Sie erklärte ihm jede seiner Begründungen seiner Annahme, aus eigenem Interesse heraus, oder hatte es irgendeinen psychologischen Grund? Logan war sich dessen nicht sicher, er lehnte sich deshalb gleich wieder zurück und kreuzte die Arme vor der Brust, um sie zu beobachten.
      Hielt sie ihn für dumm? Wenn man hier die dreißig Minuten saß und sie nur beobachtete fiel einem sofort auf, wenn bei ihr irgendetwas nicht stimmte, das konnte selbst ein Blinder erkennen. Logan war darauf trainiert so etwas zu erkennen, nur so konnte er seine Morde begehen, weil er ganz genau wusste, wann er zuschlagen konnte und wann nicht, wann es sich vor allem lohnte. Menschen waren Gewohnheitstiere, eine Abweichung war wie ein Fehler, der einem guten Beobachter ins Auge stechen konnte, ohne große Vorerfahrung, oder Mühe. Doch dem Mann war nicht ganz klar, was die Frau vor ihm versuchte von ihm zu erzwingen, etwa Interesse? Es war doch schon geweckt, sie musste ihm doch nur erzählen, was das Problem war und was passiert ist, dann war es doch gut, oder nicht? Frauen..
      Ein wenig irritiert blickte der Mann sie an, hob eine seine Augenbrauen hoch, er verstand es nicht. "Wenn es mich nicht interessieren würde, hätte ich Sie nicht gefragt", entgegnete seine dunkle Stimme. "Aber wenn Sie es nicht sagen möchten, zwinge ich Sie nicht dazu". Er würde hier kein Katz und Maus Spiel spielen, auch wenn ihn schon interessierte, was die Frau so aus ihren gewohnten Handlungen heraus zwang.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Catalina Prince

      Logan wechselte in eine abwehrende Haltung, als sich dieser mit verschränkten Armen vor der Brust in seinem Stuhl zurücklehnte. Dabei hatte Cat gehofft, dass auch er etwas mehr von sich erzählen würde, doch da hatte sie sich geirrt und er schien doch nicht so empathisch zu sein, wie sie vermutet hatte. Auch wenn er ihr anbot, nichts erzählen zu müssen, würde die Psychologin es dennoch tun. Wenn sie sich ihm öffnete, vielleicht würde er es dann auch ihr gegenüber tun. "Da hast du wohl recht und bitte duze mich doch. Ich komm mir etwas albern vor, wenn ich das tue und du nicht." gab sie ihr Vorhaben auf und legte ihre Hände aufeinander vor sich auf den Tisch. "Ich bin etwas verärgert über ein Gerichtsurteil. Meine Freundin wurde zu einer Geldstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Sie hatte sich mit Pfefferspray gegen ihren Exfreund gewehrt, als er ihr aufgelauert hatte und handgreiflich wurde." erzählte sie langsam und musste gegen Ende aufseufzen. "Wenn man sich wehrt, ist es Körperverletzung, aber tut man nichts, dann könnte einem selber etwas viel Schlimmeres passieren, als ein paar brennende Augen." Leise schnaubte die Schwarzhaarige auf. Mann müsste da das komplette Vorgehen der Ermittlung anpassen und herausfinden, ob durch die Körperverletzung präventiv ein schlimmeres Verbrechen verhindert wurde.
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      Monkey D. Ruffy


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    • Logan Harry Black

      Er war nicht empathisch, schon seit einer halben Ewigkeit nicht mehr in seinem Leben, da irrte sich die Psychologin vor ihm gewaltig, aber Logan war neugierig, schon immer gewesen. Er musterte die Frau, ließ sie nicht aus seinen Augen, um selbst herauszufinden, was hier los war, was sie eigentlich von ihm wollte. Wollte sie ihn um den Finger wickeln? Er hob die Augenbraue an, als sie ihm das Du anbot, was ihm nicht wirklich gefiel, er wollte die Distanz behalten, wollte sich nicht mit ihr anfreunden.
      "Das Sie passt mir sehr gut", antwortete er kühl, wenn sie sich albern vorkam, war es ihre Sache, nicht seine. Diese Distanz würde er ihr weiterhin gerne aufzeigen. "Wir sind nicht auf einem Level, auf dem ich Sie duzen würde, danke, ich verzichte". Er bewahrte diese Distanz zu allen hier, die anderen Häftlinge bekam er nicht zu Gesicht, aber die Wärter und wenn er mit ihnen irgendeinen Satz austauschte, dann ebenfalls mit dem Respekt und der Distanz, die Logan noch irgendwie aufbringen konnte. Er wollte hier verrotten, da half es, wenn er sich benahm.
      Entgegen seiner Erwartung sprach die Frau vor ihm weiter, sie erklärte ihm, warum sie so aufgewühlt war und seine Augen musterten ihre Lippen, während sie sprach, um einzuschätzen, ob es gelogen war, oder sie ihm wirklich die Wahrheit verriet. Er würde beides erwarten, würde sich über beides nicht wundern, doch hörte er den Worten zu. Ein Gerichtsurteil.. Bei seinem eigenen hatte er geschwiegen. "Ich nehme an, der Herr hat sich gegen die Vorwürfe des Auflauerns gestellt?", fragte Logan, das Thema war ein klein wenig interessanter, als nur hier zu sitzen und die Psychologin anzustarren.
      "Wie wäre es in Berufung zu gehen und mögliche Beweise dafür aufzubringen, dass der Mann vermutlich schon zu anderen Zeiten zu Gewalt neigte?", seine Überlegung, aber eigentlich könnte er auch den Mund halten.. "Ex-Freundinnen, ehemalige Freunde, mögliche Anzeigen.. Und vor allem viel Psychotherapie für ihre Freundin, die sich als Opfer des ganzen darstellen lassen könnte". Da lockerte der Mann die Arme vor der Brust und sah zu der Uhr, um zu erfahren, wie lange er hier eigentlich noch bleiben durfte. "Schlafstörungen, Angstzustände, Panik, Verfolgungswahn.. Sie sind doch ein Profi, wenn Sie hier arbeiten.. Mit psychischen Gutachten kann man so viel erreichen". Da zuckte Logan mit den Schultern, seine Neugierde wurde befriedigt.
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    • Catalina Prince

      Catalina seufzte leise auf, als Logan kategorisch das "Du" ablehnte. Mehr als anbieten konnte sie es nun auch nicht, doch sie würde bei dem Duzen bleiben. Sie musste mehrfach blinzeln, als er plötzlich anfing vorzutragen, was für Möglichkeiten ihre Freundin noch hatte, um sich gegen das Urteil zu wehren. Zuerst lag Erstaunen auf Cats Gesicht, dann ein kleines Lächeln und schlussendlich musste sie doch etwas leise lachen. "Ich danke, für all die hilfreichen Tipps." schmunzelte sie noch leicht, meinte es aber dennoch ernst. "Bemerkenswert, dass du über so viel Bescheid weißt." merkte sie an und lehnte siech etwas zurück in den Stuhl. "Strafrechtlich, wurde dieser Mann schon verurteilt und als schuldig befunden. Alle die Dinge, du von dir gegeben hast, haben dafür gesorgt, dass er seine Strafe bekam." Die Psychologin sagte mit Absicht nicht "gerechte Strafe", da dies jeder anders empfinden konnte, was gerecht war und was nicht. "Der Prozess jetzt war ein Ziviler. Und laut Gesetz ist meine Freundin schuldig, egal welche Verbrechen ihr Ex-Freund vorher begangen hat." erklärte sie weiter. "Du kennst doch bestimmt das Sprichwort, "Vor dem Gesetz ist jeder gleich." Das bezieht sich auch auf Verbreche." Ja, das klang manchmal doch recht verrückt. Oft gab es ja auch Klagen gegen Polizisten, dass sie jemanden bei einer Festnahme verletzt hatten, doch diese wurden fast immer fallen gelassen, da der zu Verhaftende sich so stark gewehrt hatte, dass es nicht anders möglich war. "Gerichtliche Gerechtigkeit sieht meist nie so aus, wie man es erwarten würde. Vor allem, wenn man persönlich betroffen ist. Wie sieht es bei dir aus? Findest du deine Strafe gerecht?" versuchte Catalina daran anzuknüpfen und ihn vielleicht dazu zubringen, etwas über sich zu erzählen.
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      Monkey D. Ruffy


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    • Logan Harry Black

      Er war belesen, weil ihn viele verschiedene Thematiken interessierten, vor allem aber hatte sich Logan mit der Strafverfolgung auseinander gesetzt, bevor er seine Liste begann abzuarbeiten. Es interessierte ihn, mit was für einen Urteil er rechnen konnte, was auf ihn zu kam und wie man eine Strafe verringern konnte, ein Wissen, welches er jetzt preis gab, auch wenn es nur bloße Ideen waren, die die Frau vermutlich selbst schon gut wusste. Vielleicht auch nicht, wenn man ihre Aufruhr über die ganze Geschichte bemerkte, wenn man Opfern nahe stand, dann vergaß man selbst manchmal das Gelernte.
      Wie die Frau jedoch von diesem Thema auf gerechte Strafen kam war Logan zwar klar, er begrüßte es jedoch gar nicht und wollte über sich gar nicht erst sprechen. Vor dem Gesetz war nicht jeder gleich, ganz gleich, was das Gesetz aussagte, es wurden immer unterschiede gemacht, es hing viel von der Herkunft ab, des Aussehens, des Charakters. Logan selbst hatte geschwiegen, er wollte wegen seinen Taten verurteilt werden, nicht wegen ihm selbst als Menschen. "Ihre Freundin sollte sich einen besseren Anwalt zulegen", war sein letzter Kommentar zu dem Thema, damit war es für ihn selbst abgehakt gewesen. Aber ob seine eigene Strafe gerecht war?
      "Meine Strafe ist so gerecht, wie es der Richter fand.. Sie ist meiner Verbrechen gerecht, das reicht vollkommen", antwortete er klar. Er hätte sich selbst mehr gegeben, aber er würde lebenslänglich hier drin verbringen, was vermutlich fünfzehn, oder zwanzig Jahre werden. "Gerechtigkeit kann man nur in eigenem Ermessen beurteilen", sprach der Mann jedoch weiter. "Ich hätte mir selbst mehr gegeben". Er hätte sich keinerlei Möglichkeiten einer Bewährung nach einigen Jahren gegeben, er hätte sich selbst hier drin verrotten lassen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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