St. Mungo Hospital - Mystery, Magic and Malice [Jeana & Aiden]

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    • St. Mungo Hospital - Mystery, Magic and Malice [Jeana & Aiden]

      St. Mungo Hospital
      Mystery, Magic and Malice
      By @Jeana & Aiden

      Fanny McCalmont

      Der Alltag im St. Mungo war immer aufregend, und bisher war sie sehr vielen Patienten mit den außergewöhnlichsten Beschwerden begegnet und meistens war der Tag einfach nur stressig. Fanny konnte zwar mittlerweile gut mit dem Stress umgehen, aber manche Situationen im St. Mungo - vor allem in der Abteilun für Unglücke durch Utensilien- war etwas gefragt mit dem die junge Frau einfach nicht umgehen konnte. Spontanität.
      Sie hoffte, dass sie irgendwann lernen würde damit umzugehen, dass es nichts mehr gab was sie überraschen konnte. Alles mit einer gewissen Gelassenheit angehen, das wünschte sie sich. Um so mehr war Fanny ein Stein vom Herzen gefallen, als sie auf die Station der Fluchschäden und Zauberunfälle gekommen war. Am liebsten hatte Fanny ohnehin die Langzeitstation, dort gab es seltener Überraschungen. Ein wenig fürchtete sich schon davor auf die Station der Verletzungen durch magische Tierwesen zu kommen. Sie stellte sich das noch spontaner vor, als alles andere. Es gab keine festen Abläufe an die sie sich halten konnte, um mit Sicherheits nichts falsch machen zu können.
      Aber darüber sollte Fanny im Moment nicht nachdenken. Bald würde ihr erster eigener Patient da sein, um den sie sich ohne Aufsicht kümmern durfte. Bisher hatte sie immer nur assestiert und geholfen, und unter Aufsicht gearbeitet. Das hier war ein großer Schritt für die Hexe und künftige Heilerin, das ihr Herz ganz aufgeregt Schlug.
      Schon gestern war sie durchgegangen was sie alles zu tun hatte, was sie sagen würde und wie sie sich verhalten wollte. Fanny war alle Möglichkeiten durchgegangen um wirklich nicht vor irgendeine Überraschung gestellt zu werden. Doch Heilerin Marthilda hatte ihr versichert, dass der Herr ein sehr angenehmer Patient war, und bisher nie wirklich Stress verursacht hatte. Also perfekt für eine Anfängerin wie sie.
      Fanny ging bevor sie den Patienten abholte noch einmal schnell seine Patientenakte durch, und holte tief Luft. Nur noch um die Ecke, zum Warteberreich und dann stand sie dort. Ihr Blick huschte einmal über die Anwesenden Patienten und sie machte sich hier schon Notizen für alles was heute noch auf sie zukommen würde.
      "Mister Darcy?", rief sie dann in den Warteberreich um denjenigen aufzufordern ihr zu folgen, in eines der Behandlungszimmer. Sie hatte zwar nicht das Behandlungszimmer bekommen, welches sie sich gewünscht hatte, es war nicht so gut ausgestattet wie die anderen und ein wenig düster, doch sie würde das beste daraus machen. Immerhin zählte sowieso am meisten ihre magische Begabung für die Behandlung.



      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • William Darcy

      Es war mal wieder soweit. William musste seinen Zustand überprüfen lassen. Bisher hatte der Biss des Werwolfs nicht wirklich etwas ausgerichtet, da die Mitarbeiter des Krankenhauses sehr kompetent waren und schon sehr viel verhindern konnten. Dennoch hatte William seit kurzer Zeit ein paar andere Probleme. Die meisten taten es einfach als eine seiner Eigenarten ab, doch William wusste genau, dass es mit seinem letzten Fall zu tun hatte. Seitdem er diesen Gegenstand untersucht hatte, wusste er nicht genau, ob er seinen eigenen Gedanken trauen konnte. Hoffnung sollte es aber dennoch geben, denn die Leute im St. Mungo Hospital waren sehr fähig und konnten ihm bestimmt helfen. Umso überraschter war der Braunhaarige, als er am Empfang erfuhr, dass er heute eine Anfängerin als zuständige Pflegekraft bekam.
      „Es ist schon eine Weile her, dass man mir eine Anfängerin zuteilt“, sprach er wie gewohnt recht schnell. Die meisten Leute hatten sich schon an seine Geschwindigkeit gewöhnt, doch konnte das eine Anfängerin bestimmt überfordern. Er seufzte ein wenig und nickte dann, als er sich plötzlich umsah. Sein Name wurde gerufen, doch wirkte sein Blick leicht panisch.
      „Zum Glück… das ist nur die Neue…“, murmelte er vor sich hin und schnappte seine Sachen, ehe er ihr einfach folgte. Seine Blicke waren jedoch nur kurz ihr gewidmet. Einen Moment lang hatte er sie gemustert, doch dann sah er sich lieber wieder um. Er wusste nicht mehr, wem er trauen konnte und aus diesem Grund wurden auch die anderen skeptisch gemustert.


      Was wenn einer der anderen einen verfluchten Gegenstand besaß? Alle wären in Gefahr! Aber das ist nicht wahr… Ich bin doch hier.

      Kurz schlug er sich gegen die Schläfen und folgte Madame McCalmont in das Untersuchungszimmer. Er musste definitiv wieder einige Zeit hier verbringen und das störte ihn. In dieser Zeit konnte er niemandem helfen oder den Fall weiter untersuchen.

      Kunst ist es, aus dem größten Pech noch ein kleines Glück zu machen.
    • Fanny McCalmont

      Sie war schon immer eine aufmerksame Beobachterin gewesen, das hatte ihr auch schon immer in Hogwarts geholfen. Und hier in St. Mungo tat es das auch, es half ihr dabei zu erkennen was jemanden beschäftigte und wie sich jemand fühlte. Bei einigen war es besonders Hilfreich, denn manche Flüche verhinderten es, dass der Patient ordentlich sprechen konnte, oder über das was ihm passiert war.
      Und so half es Fanny auch in diesen Moment. Er schien gestresst, vielleicht hatte er auch ein wenig Angst. Ob es daran lag, dass er nun sie vorgesetzt bekommen hatte, anstatt dem Heiler der ihn sonst immer dienstlich war?
      Manche konnten sehr wohl so reagieren, aber das half jetzt nichts. Fanny würde einfach besonders freundlich sein, damit er sich wohl fühlen konnte. Damit war ihnen beiden sicherlich geholfen.
      Fanny wartete einen Moment bis Mister Darcy ihr ungehindert folgen konnte, und ging dann weiter bis zum Behandlungszimmer. Sie öffnete ihm die Tür und lies ihm dann den Vortritt, bevor sie selbst hineinging, und die Tür hinter sich schließen konnte. Mit einen kleinen Zauber versuchte sie das Licht in dem Raum etwas heller zu machen, aber irgendetwas hatte der Raum ansich, dass es trotzdem nicht wirklich angenehm Hell erschien.
      "Setzten Sie sich bitte, Mister Darcy. Ich bin Fanny McCalmont, aber Sie können mich gerne Fanny nennen. Ich bin im zweiten Jahr meiner Ausbildung, und heute für sie zuständig", stellte sie sich dann freundlich vor, und setzte ihr freundlichstes Patienten Gesicht auf. Es bestand aus neugierigen Augen, und einen hilfsbereiten Lächeln. Fanny hatte es oft vor dem Spiegel geübt, und ihre Cousine oft damit belästigt wie es auf sie wirkte. Solange bis Eleanor meinte es wirkte beruhigend.
      "Wie geht es Ihnen heute?", begann sie dann das übliche. So sollte jede Behandlung anfangen, damit man sich um die schlimmsten Übel als erstes kümmern konnte, bevor man zu dem Standart überging. Alle Werte prüfen, Proben abnehmen und dann ins Labor schicken.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • William Darcy

      Kaum hatten sie das Behandlungszimmer erreicht, huschte er mit einem schnellen „Vielen Dank“ an ihr vorbei. Er sah sich ein wenig um und schien das Zimmer genau zu analysieren, ehe er sich setzte und seine Sachen neben sich abstellte. Während sich die Dame, welche offensichtlich Fanny genannt werden wollte, vorstellte, zog sich William den Mantel aus und hing ihn sorgfältig über den Stuhl. Er musterte die junge Magierin nun zum ersten Mal genauer und lächelte sanft in ihre Richtung. Sie gab sich wirklich Mühe, das merkte er.

      Das erinnert mich an meinen ersten Tag. Ich war so aufgeregt, dass ich vor Nervosität sogar vergaß, den Zauberstab einzustecken… Das wäre beinahe in die Hose gegangen.

      Er schüttelte leicht den Kopf und sah wieder zu Fanny.
      „Ah Fanny also, angenehm. Nenn mich einfach William, oder Will, wie es dir besser gefällt. Heute? Es ist nichts anders, als es sonst immer ist. Ich kann mich nicht beklagen.“
      Während er sprach wanderten seine Blicke ein wenig durch den Raum. Es gab zum Glück keine Fenster, durch die man sie beobachten könnte. Er rieb sich auch über die Oberschenkel. Wer nicht merkte, dass er nervös war, musste blind sein.
      „Ich soll mal wieder ein paar Nächte hier verbringen und mich untersuchen lassen, ja? So wurde es mir gesagt. Ich denke, dass du gute Arbeit leisten wirst. Ich gehöre nicht zu den Problemfällen, aber…. Fühlst du dich sicher?“, fragte er dann doch. Für die Frage fuhr er sogar mit seiner Gesprächgeschwindigkeit ein wenig runter und richtete sein Blick genau auf sie.

      Kunst ist es, aus dem größten Pech noch ein kleines Glück zu machen.
    • Fanny McCalmont

      Im ersten Moment hatte sie eigentlich damit gerechnet, dass er sich ein wenig davor fürchtete, eine neue Heilerin an die Seite gestellt zu bekommen. Doch irgendwie kam ihr das ganze ein wenig anders vor. Ihre Gedanken rasten, offensichtlich lies sie sich von der Nervosität ihres Patienten anstecken. Das konnte sich Fanny jedoch nicht leisten, weswegen sie ihren Zauberstab ein wenig fester umgriff.
      "Das ist doch schön zu hören, Mi- William", lächelte sie leicht als er meinte das es so ist wie immer. Es gab nichts worüber er sich beklagen musste. Es war nur ungewohnt für sie einen Patienten mit den Vornamen anzusprechen. Die meisten Leute waren einfach viel älter als sie und schätzten den Respekt den man auf diese Art zum Vorscheintrug.
      Seine frage überraschte Fanny ein wenig, und sie versuchte sich das nicht ansehen zu lassen. Er schien so nervös und war dennoch mehr besorgt darum ob sie sich sicher fühlte? Sie versuchte das alles zusammen zu setzten, doch wieder kam sie nur zu der Erkenntnis das irgendetwas anderes nicht stimmen konnte.
      "Machen Sie sich darum keine Sorgen, ich bin immerhin nicht alleine, falls es zu unerwarteten Komplikationen kommen sollte. Sie können sich deswegen auch entspannen, es erleichtert sie sicher zu hören, dass erfahrenere Heiler auch immer in der Nähe sein werden. Kann ich Ihnen sonst irgendwie ihre Sorgen nehmen?", fragte sie dann vorsichtig nach.
      "Irgendetwas scheint sie zu bedrücken, sie sollen sich während der Behandlung so wohl wie möglich fühlen, dass hier soll immerhin nur eine Hilfe sein. Und wenn Sie es so betrachten, ist es dann vielleicht sogar ein kleiner Urlaub", versuchte sie ihn dann aufzumuntern, während sie schon einmal aufstand, um zu den Messgeräten zu gehen um sie langsam vorzubereiten. Magische Gegenstände brauchten immer eine genaue Vorbereitung, damit nichts unerwartetes passieren konnte.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • William Darcy

      Sie schien nicht beunruhigt zu sein. Das gefiel dem jungen Herren sehr gut, aber dies gab noch keine 100%ige Sicherheit, dass hier alles mit rechten Dingen vor sich ging.
      „Ist schon in Ordnung… mich bedrückt sonst nichts… auf jeden Fall nichts, was sie irgendwie etwas anginge“, sprach er dann wieder etwas schneller, setzte aber längere Pausen ein. Er versuchte eine ruhige Position auf dem Stuhl einzunehmen, atmete tief durch und lächelte dann Fanny an. Über seine Arbeit würde er nicht sprechen dürfen. Sie in die Geschichte mit rein zu ziehen wäre auch zu riskant und bestimmt würde sie damit nicht umgehen können. Geheimhaltung hatte oberste Priorität.
      Während sie die Gegenstände für die Untersuchung fertig machte, schaute sich William ein wenig um, ohne den Platz zu verlassen. Es war ein normales Behandlungszimmer und kein Gegenstand sah aus, als wäre er fehl am Platz. Das beruhigte ihn schon ein wenig. Aus seiner Jackentasche holte er ein kleines magisches Knobelspiel, mit welchem er sich immer wieder gern beschäftigte, um an nichts denken zu müssen. Während er knobelte konnte man ihn gut untersuchen, immerhin saß er so still. Sonst wäre es bestimmt nicht einfach, da er in letzter Zeit selten still sitzen konnte. Immer brauchte er eine Beschäftigung, um sich abzulenken.

      Kunst ist es, aus dem größten Pech noch ein kleines Glück zu machen.
    • Fanny McCalmont
      "Natürlich, aber Sie verstehen bestimmt, dass ich das nachfragen muss", meinte sie nur. Natürlich war sie neugierig, und würde gerne wissen was los war um helfen zu können, aber sie würde ihren Patienten sicherlich auch nicht dazu zwingen. Vermutlich lag es an seiner eigenen Geheimhaltung, und dachte gar nicht daran, dass auch Fanny zur Verschwiegenheit verpflichtet war. Alles was in diesen Zimmer passierte, würde das Krankenhaus nicht verlassen. Fanny hatte gehört, dass es so ähnliche Gesetzte auch bei den Muggeln gab, aber da konnte sie nicht viel dazu sagen. Alles was sie von ihnen wusste, hatte sie damals in Hogwarts gelernt. Manche Dinge hatte sie nun auch kennengelernt seitdem sie alleine lebte, aber aus dem meisten konnte sie keinen großen Sinn ziehen. Es war schon lustig, wie nah zwei Welten aneinander liegen konnte und wie wenig man trotzdem voneinander wusste.
      Fanny trug dann die Gerätschaften herüber.
      "Gab es in letzter Zeit irgendwelche anzeichen für Ihre Lykanthrophie? Unerwartete ausbrüche? Verlust Ihrer Selbstkontrolle?",begann sie dann mit den ersten richtigen Fragen, die so auch angegeben waren auf jeden Fragebogen.
      Dann startete sie die erste Gerätschaft mit einen Zauberspruch.
      "Ich muss das hier an ihnen Festmachen, um die verschiedenen Magnetwellen zu messen."
      Es war wichtig die verschiedenen Werte zu beobachten. "Ich werde gleich auch noch die anderen Geräte befestigen müssen, und dann werde ich Ihren Körper mit einen Zauber unter Stress setzten. Angefangen mit der Simulation von körperlicher Anstrengung. Wenn Ihnen etwas unangenehm ist, oder weh tut, müssen Sie mir bescheid sagen und wir brechen die Tests ab."
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • William Darcy

      Er musste das Knobelspiel immer wieder neu vermischen und lösen. Mittlerweile war er schon zu gut darin. Als ihm jedoch Fragen gestellt wurden, reagierte er.
      „Keine Anzeichen von Lykanthropie. Keine Ausbrüche… Der Verlust der Selbstkontrolle… das war einmalig im Zusammenhang mit etwas anderem, was aber unter anderweitiger Beobachtung liegt“, beantwortete er in Ruhe ihre Fragen. Als sie das erste Gerät rausholte, welches er schon zu gut kannte, legte er sein Spielzeug beiseite. Er richtete sich auf und entledigte sich seines Oberteils. Sein Körper war gut gebaut, allerdings übersäht mit Narben von einigen Kämpfen und gefährlichen Untersuchungen. Ihn störte das nicht und er wollte die Narben behalten.
      Als das Gerät an ihn angeschlossen war, nickte er lediglich. Damit gab er zum einen sein Verständnis als auch das Signal zum Start der Untersuchung. Mit ihm hatte man es wirklich einfach, da er vieles schon kannte und nicht viel meckerte. Er war wohl einer der angenehmsten Patienten. Während der Untersuchung versuchte er sich nur auf den Körper zu konzentrieren und nicht an irgendwas zu denken, was leichter gesagt war, als getan.

      Diese elendigen Untersuchungen… Ich habe nichts. Das sollten die doch mittlerweile wissen…. Vielleicht wollen sie auch nur meine Werte haben, um einen Augenblick zu finden, in dem ich Schwäche zeige…

      William schüttelte den Kopf und entfernte auf einmal panisch das Gerät mit bloßer Gewalt.
      „Nein! Das könnt ihr vergessen!“, meinte er lauter.

      Kunst ist es, aus dem größten Pech noch ein kleines Glück zu machen.
    • Fanny McCalmont

      Fanny war sehr zufrieden mit der Situation, dass es soweit auch ganz einfach ging. Das war immerhin auch das was die junge Frau erwartet hatte. In der Patientenakte stand nämlich nicht, dass er bisher irgendwelche Auffälligkeiten gehabt hatte.
      "Das ist doch soweit wundervoll."
      Natürlich war es auch schwer zu glauben, dass es nie irgendwelche Zwischenfälle gab, aber Fanny hatte ein wenig Zeit um dem genauer nachzugehen. Sie wollte immerhin nicht die Vertrauensbasis stören, die ein Patient und sein Heiler teilen musste.
      Die junge Frau musste ihren Patienten auch nicht auffordern sich auszuziehen, was es ihr ebenfalls etwas einfacher machte. Das war immer ein wenig ein unangenehmer Teil gewesen, da viele Patienten bei soetwas komische Witze machen wollten. Sie war immerhin nicht hier um irgendetwas anderes zu tun als eine Untersuchung durchzuführen.
      "Es wird jetzt ein wenig kalt", warnte sie noch und während sie die Gerätschaften befestigte. Dabei kam Fanny nicht umhin die ganzen Narben zu sehen. Über die meisten gab es gar keine Aufzeichnungen in den Akten, weswegen sie sich fragte was er wohl schon alles erlebt hatte. Doch konnte sie sich seine Antwort vorstellen. Dass ginge sie vermutlich einfach nichts an.
      Nachdem alles befestigt war, setzte Fanny sich auch wieder um zunächst die Werte im Ruhezustand zu überprüfen. Ob alles in Ordnung war. Doch schon bevor William ausrastete zeigten seine Werte nicht das erwünschte Ergebnis an. Sein herz raste, und auch seine Magnetwellen schienen schneller auszuschlagen.
      Doch als er trotzdem beinahe schrie zuckte sie ein wenig zusammen. Das kam unerwartet. Als er sich die Sachen vom Körper riss, flogen beinahe auch die anderen Sachen vom Tisch, was Fanny gerade noch verhindern konnte. Dann brauchte sie einen Moment um sich auf die neue Situation einzustellen. Das Protokoll im Kopf durch zu gehen, was man tun sollte wenn ein Patient Angst bekam, oder die Nerven verlor.
      "William, es ist alles in Ordnung!", versuchte sie ihn zu beruhigen.
      "Wenn Sie die Tests nicht durchführen wollen ist das komplett Ihre Entscheidung, aber bitte beruhigen Sie sich! Ich will ihnen nichts böses", versicherte Fanny weiterhin. Sie würde das hier notieren müssen, denn das schien sehr wohl ein Verlust über seine Selbstkonrolle zu sein, was sehr gut in Verbindung zum nahenden Vollmond sein konnte.
      "Wollen Sie vielleicht ein Glas Wasser?", fragte sie nach, und lies einen Krug Wasser mit einen Glas herüber schweben. Oft beruhigte es Leute, wenn sie etwas tranken. Es war eine einfache Tätigkeit auf die sie sich besser konzentrieren konnten, als darauf die Nerven zu verlieren.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • William Darcy



      Sein Herz raste, seine Atmung wurde schneller. William griff sich an den Kopf und zog leicht an den Haaren, ohne diese auszureißen.



      Beruhig dich… William! Es ist alles gut! Beruhig dich!



      Er forderte sich immer wieder in Gedanken auf, die Ruhe zu bewahren. Er biss die Zähne zusammen. Es wurde immer schlimmer in letzter Zeit. Seitdem er die Untersuchungen begonnen hatte, litt seine Psyche darunter. Er wusste nicht mehr genau, was er glauben konnte und was nicht.Das musste ein Ende finden und die einzige Möglichkeit dafür war es, den Ursprung zu finden und zu beseitigen.

      Zunächst nahm er die Worte von Fanny nur wie durch eine große Halle wahr und als wäre sie weit weg. Ihre Worte jedoch wurden immer klarer und kamen näher. Williams Herzschlag beruhigte sich wieder ein wenig und er ließ von seinen Haaren ab.

      „Ja… danke“, murmelte er dann ganz bedrückt und nahm sich ein Glas Wasser. Bevor er es jedoch trank, schien er es noch zu untersuchen. Trinken tat er es dennoch.

      Der Braunhaarige richtete sich wieder auf und nahm auf dem Stuhl Platz.

      „Verzeiht… das… häuft sich in letzter Zeit, aber ich will euch da nicht mit reinziehen, Fanny“, meinte er etwas ruhiger. Er ließ den Kopf ein wenig kreisen und nahm wieder einen Schluck Wasser. Ein tiefes Seufzen entdrang seiner Kehle. Er wusste nicht, in wie weit sie eingeweiht war, wo er arbeitete. Es war ein gutes Krankenhaus, aber bestimmt wussten die hier trotzdem nicht alles. Es war Fluch und Segen zugleich in der Mysteriumsabteilung zu arbeiten.

      Kunst ist es, aus dem größten Pech noch ein kleines Glück zu machen.
    • Fanny McCalmont

      Weiterhin rasselte das Protokoll durch ihren Kopf, und ihre Hand schloss sich fester um ihren Zauberstab. Das tat sie ständig wenn sie nicht mehr wusste was sie genau tun sollte. Wenn sie William nicht dazu brachte sich von sich aus zu beruhigen, musste sie ihn ruhigstellen.
      Immerhin musste sie nicht nur ihre Sicherhheit sicherstellen, sondern auch die seine und die der anderen Patienten auf dieser Station. Wenn sie daran dachte was so eine Unruhe anrichten konnte, wurde ihr nur noch einmal mehr ein wenig anders.
      Aber allem Anschein musste sie sich fürs erste keine Gedanken drüber machen. William schien sich bereits wieder zu beruhigen.
      "Es ist alles in Ordnung. Nächstes Mal sagen Sie bitte vorher bescheid, dann kann ich besser darauf eingehen. Sie müssen sich auch keien Gedanken machen, mich in irgendetwas hineinzuziehen. Wenn Sie Hilfe benötigen, sagen sie mir einfach bescheid, immerhin bin ich doch dafür da ihren körperlichen Wohl zu dienen."
      Fanny wusste dass William für das Ministerium arbeitete, und hatte ein Gespräch der Krankenhausleitung überhört, dass er in der Mysteriumsabteilung war. Doch das sollte dem ganzen hier nichts zur Sache tun.
      "Das gilt auch für alles andere was nicht mit dem speziellen Grund zu tun hat warum Sie hier sind."
      Leiden zu lindern war ihr Job, und nur sprechenden Zaubereren konnte geholfen werden. Wie viel er jedoch sagen konnte und wollte, war ganz ihm überlassen.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • William Darcy

      Er atmete tief durch und nickte verständnisvoll. Vermutlich lud er ihr auch zu viel auf, aber das wollte er eigentlich verhindern. Sie versuchte wirklich nur ihren Job zu machen und das beinhaltete nunmal auch, dass er ihr erzählen musste, wie er sich fühlte und was sich bei ihm im Kopf abspielte. Natürlich würde er keine Details seiner Arbeit nennen, aber vielleicht wäre es gut, wenigstens eine Person zu haben, die ihm helfen konnte.
      „Seit geraumer Zeit bin ich übervorsichtig geworden. Ich muss alles genau kontrollieren, weil ich nicht mehr weiß, wem ich trauen kann. Teilweise traue ich nicht einmal mehr mir selbst oder meinen Gedanken“, klärte er sie auf.
      Es mag verrückt klingen, vielleicht auch ein bisschen paranoid, aber das brachte die momentane Untersuchung mit sich.
      „Ich weiß nicht, wie ich Ihnen das erklären soll, werte Fanny…. Ich habe stetig Angst in Gefahr zu sein oder andere in Gefahr zu bringen.“
      Das machte die Sache vermutlich nicht besser, aber es tat immerhin gut, sich mal jemandem zu öffnen. William tat dies nicht oft, da er seine Aufgabe sehr ernst nahm. Er hatte immerhin auch vielen den Rücken gekehrt, aber alles nur als Sicherheitsmaßnahme.
      Wieder musste William seufzen. Er trank das Glas leer und sah zu Fanny.
      „Versuchen wir das ganze nochmal. Ich verspreche, dass ich mich beherrschen werde“, beschloss er dann einfach. Vielleicht konnte sie ja etwas herausfinden. Wenn nicht, konnte sie die Gefahr frühzeitig erkennen und eingreifen. So dachte es sich William auf jeden Fall.

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    • Fanny McCalmont
      Als William dann doch zu erzählen begann, hörte Fanny aufmerksam zu und wog ihre weiteren Möglichkeiten ab. Das klang nach einer komplizierten Angelegenheit, vor allem wenn er nun hier im St. Mungo war. Es würde schwer werden, wenn er so einen Drang nach Sicherheit hatte, den er selbst kaum erfüllen konnte. Fanny wusste auch nicht, ob sie darüber mit ihren Vorgesetzten reden sollte, hatte gleichzeitig auch Angst, dass dadurch die Offenheit Williams verschwinden würde.
      "Ich verstehe, William, ich weiß ihnen fällt es sicherlich schwer nun hier zu sitzen mit einer fremden Person, vor allem da ich nun ihre Bedenken kenne, aber ich garantiere Ihnen, dass ich nichts böses für sie möchte. Wenn sie wollen, drehe ich die Gerätschaften auch so, dass sie mit mir überprüfen können was passiert. Dann können sie das mit früheren Aufzeichnungen vergleichen, und können sehen, dass nichts mit unrechten Dingen vor sich geht", schlug sie dann vor.
      Sie konnte ihm nicht versprechen, dass sie die Ergebnisse nicht auch betrachtete, das war ihr Job. Sie konnte immerhin niemanden der nicht dafür geschult war, diese Aufgabe übertragen.
      "Wenn Sie noch einmal bedenken bekommen, sagen Sie es mir einfach. Dann brechen wir ab, alles nach Ihren wünschen."
      Immerhin sollte es so angenehm wie möglich für ihn sein, sonst konnten die Ergebnisse verfälscht werden. Langsam stand Fanny wieder auf, und stand dann noch einen Moment nur da, bevor sie sich dazu entschied die Geräte umzudrehen und sie dann wieder an William anzuschließen.
      "Wir beginnen mit dem Ruhezustand, damit kann ich überprüfen ob die Geräte richtig eingestellt sind. Wenn Sie wollen und es Ihnen hilft, erkläre ich ihnen auch wie das hier funktioniert und wozu wir es benötigen?"
      Wenn er alles kontrollieren wollte konnte es vielleicht helfen, wenn er genau wusste was vor sich ging.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • William Darcy

      Er musste zugeben, dass er ein wenig überrascht war. Diese Fanny schien die Ruhe zu bewahren und hatte wirklich gute Vorschläge. Sicher war es für sie schwierig, aber als Magier hatte man es nie wirklich leicht. Er nickte den Vorschlag ab und sah auf die Geräte. Für ihn waren das ganze nur irgendwelche Wellen und Graphen, die keinen Sinn ergaben, aber das war ja auch nicht sein Aufgabengebiet.
      „Machen Sie, was Sie denken, Fanny. Ich möchte nur ungern ihrer Arbeit in die Quere kommen“, meinte er dann und achtete genau auf die Geräte. Wahrscheinlich hatte er einfach überreagiert, aber das kam auch bei den Besten schonmal vor. Er ließ sich einfach untersuchen. Die Ablenkung durch die Wellen funktionierte wirklich gut und er hatte etwas, worauf er sich konzentrieren konnte. Jede kleine Veränderung ließ ihn spekulieren und er versuchte es zu verstehen.
      Als die ersten Untersuchungen vorbei waren und er sich wieder anziehen konnte, atmete er erleichtert durch. Viel erzählt hatte er nicht, aber scheinbar waren seine Werte ganz okay, so vermutete er es.
      „Verzeihen Sie mir, dass ich Ihnen solche Umstände mache, aber ich habe wirklich…“
      Sein Blick ruhte nun auf der Tür. Einen Moment lang hatte er das Gefühl, Schritte gehört zu haben. Das war im Grunde genommen nicht unüblich, da er immernoch in einem Krankenhaus war. Allerdings blieben die Schritte an der Tür stehen. Kurz nachdem William seinen Satz abgebrochen hatte und schwieg, klopfte es an der Tür und ein Brief wurde drunter durch geschoben, der an William adressiert war. Er stand also auf und nahm den Brief entgegen. Einen Moment musterte er nur den Umschlag, ehe er ihn vorsichtig öffnete und begann zu lesen. Währenddessen nahm er wieder Platz.
      „Verstehe…“, murmelte er leise und kurz darauf löste sich der Brief in Flammen auf. Sein Gesicht verriet nicht viel, allerdings wurde seine Mimik wirklich ein wenig ernster.
      „Wollen wir mit der Untersuchung fortfahren, Fanny?“

      Kunst ist es, aus dem größten Pech noch ein kleines Glück zu machen.
    • Fanny McCalmont

      Beim zweiten Anlauf schien alles schon ein wenig besser zu laufen. Während die Geräte liefen, und sie ihre Werte ablas erklärte sie auch wozu das alles diente und was es eigentlich bedeutete. Es war nichts was sie als störend betrachtete, sobald sie soetwas erklären konnte hatte sie es gut genug für ihre Prüfungen gelernt. Eine Wiederholung war nicht schlimm ihrer Meinung nach.
      Fanny war gerade dabei die Geräte wieder abzubauen und zu verräumen, um gleich ihre Ergebnisse aufzuschreiben, als William begann sich für die Umstände zu entschuldigen. Doch er lies den Satz einfach in der Luft hängen und sprach nicht fertig. Stattdessen starrte er die Tür an, was sie doch wieder verwirrte. Ob er gleich wieder einen Anfall bekommen würde?
      Anstatt weiter ihrer Arbeit nachzugehen blieb sie einfach stehen um William zu beobachten. Kurze Zeit später wurde ein Brief unter der Tür durchgeschoben.
      "Das ist komisch", murmelte Fanny. Kein Wunder das der Mann sich nie sicher fühlte, wenn ihn anscheinend Briefe sogar bis ins Behandlungszimmer eines Krankenhauses folgte. In diesem Moment wünschte Fanny sich dass das St. Mungo mehr Geld hätte und deswegen ein größeren Einfluss auf das Ministerium hätte. Oder zumindest mehr Respekt vor dieser Arbeit hätte.
      "Sie sind immer für eine Überraschung gut" lächelte sie dann um höflich zu bleiben als Kommentar auf den Brief. Doch ihr lächeln war nicht mehr ganz so ehrlich, sie war mittlerweile ein bisschen mehr verärgert. Nicht wegen William selbst, sondern wegen dieser Frechheit.
      Fanny kümmerte sich dann schnell um die Geräte, und notierte sich ein paar der Sachen bevor sie zu den nächsten Schritten überging.
      "Wir müssen ihnen noch Blut abnehmen, und ihre Lungenfunktionen testen. Nachher muss ich noch eine kurze HNO Untersuchung durchführen. Dann haben wir die ersten Untersuchungen für heute erledigt. Ohne Unterbrechungen sollten wir damit schnell durchkommen können."
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "