Demon's Pact (Cailemia & Ischarias)

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    • Demon's Pact (Cailemia & Ischarias)

      Demon's Pact
      Cailemia & Ischarias

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      Anastasia Rostow

      Die junge Frau ließ ein Seufzen aus ihrem Mund entweichen, während sich einige Dokumente für ihren nächsten Fall überflog, alleine in diesem großen Haus, welches ihr vor einigen Wochen von ihrem Großvater vermacht wurde.
      Er war die einzige Person in ihrer Familie, welche sie hatte leiden können und nun war er bereits seit langem Tod und Anastasia wartete nur darauf, dass ihre Eltern versuchen würde alles, was sie geerbt hatte, durch ihre Anwälte zurück zu klagen, aber sollten sie es doch versuchen.
      Wütend bei diesen Gedanken kaute sie auf ihrem rechten Daumen herum – ein nervöser Tick, welchen sie sich irgendwann unbewusst angeeignet hatte – ehe sie mit einem leisen Schmerzenslaut inne hielt und ein weiteres Mal seufzte, als sie das Blut an ihrem Finger sah und ihr bewusst wurde, dass sie es übertrieben hatte.
      Die letzten Wochen waren wohl doch stressiger gewesen, als es Anastasia lieb gewesen wäre und sie lehnte sich in ihrem Stuhl zurück, als ihr Blick an der Treppe hängen blieb, welche hinauf in den überfüllten Dachboden führte.
      Kurz dachte sie darüber nach, dass sie eine Ablenkung brauchte, und machte sich kurzerhand daran diesen Ort des Hauses zu erkunden, nachdem sie irgendwo eine Taschenlampe gefunden hatte.
      Zwar schien die Sonne noch, sank aber bereits und Anastasia war lieber immerzu vorbereitet, als sich auf böse Überraschungen einzustellen, konnte sie sich doch auf niemanden verlassen, außer sich selbst.
      Nachdem sie ein paar Versuche gebraucht hatte, um die schwere Luke zu öffnen, wurde die rothaarige sogleich von Staub begrüßt und musste ersteinmal einen Hustenanfall in den Griff bekommen, ehe sie einen anständigen Blick in den Raum werfen konnte.
      Wie lange wurde hier denn bitteschön nicht mehr sauber gemacht? Anastasia nahm sich vor sich so schnell wie möglich darum zu kümmern, hatte sie doch keine Lust auf ungebetene Gäste in ihrem neuen Heim.
      Auf dem Dachboden befand sich, was man auch in jedem anderen Dachboden erwarten würde. Alte Möbel, Souvenirs aus dem Urlaub und Erinnerungsstücke aus dem Heimatland ihrer Großeltern, doch besonders die Bücherregale hatten das Interesse der jungen Frau geweckt und sie ließ ihren Finger über die verschiedenen Buchrücken fahren, ehe sie an einem besonders merkwürdigen Buch stehen blieb und fragend die Augenbraue hob.
      „Dämonenbeschwörungen...?“, murmelte sie verwundert vor sich her, sollte das irgendein Scherz sein? Wieso besaß ihr Großvater ein solches Buch überhaupt? Musste irgendein Scherzgeschenk gewesen sein.
      Dennoch war sie neugierig geworden und zog vorsichtig das kunstvoll eingebundene Buch aus dem Regal, da es recht alt wirkte und Anastasia verhindert wollte, dass es in ihren Händen auseinander fiel.
      Sie pustete den Staub vom Einband und wurde sogleich mit einem grauenvollen Teufelsschädel begrüßt, was die rothaarige dazu brachte unerfreut das Gesicht zu verziehen. Sie wählte zufällig eine Stelle, welche sie öffnen wollte, hoffend, dass nicht noch mehr böse Überraschungen auf sie warteten. Für einen Moment dachte sie darüber nach, das ganze doch lieber zu lassen, nahm all ihren Mut zusammen und entschied sich dann doch dagegen.
      „Aamon... die Flamme des Ostens, Herrscher über Feuer und Dunkelheit, Schutzpatron von Hexen und... der Kerl hat wirklich viele Titel.“, murmelte sie mit dem Finger im Halbdunkeln über die geschnörkelten Worte schweifend. Begleitet wurden die Beschreibungen des Dämons von einem gruseligen Bild, das einem Dämon wirklich alle Ehre machte und darunter ein magischer Zirkel, welcher offenbar benutzt wurde, um diesen Dämon zu beschwören, aus der Hölle zu befreien, wie sie erfuhr, als sie den Text weiter überflog.
      „Großvater hat doch nicht etwa versucht eins von diesen... Dingern zu beschwören, oder? Hmmm... was steht hier? Du musst nur diese Worte sagen...“, folgte eine lateinische Inschrift, von welcher Anastasia unmöglich wissen konnte, wie sie ausgesprochen werden sollte. Dennoch las sie diese Worte laut vor, die Vorsicht missend, welche man eigentlich haben sollte, wenn man mit solchen Dingen zu tun hatte und nachdem die letzte Silbe ihren Mund verlassen hatte, spürte die junge Frau einen kalten Schauer über ihren Rücken laufen und mit einem Mal schien eine Anspannung die Luft erfasst zu haben, welche vorher noch nicht da gewesen war.
      Für einige Momente wagte Anastasia nicht auch nur den Finger zu rühren, merkte erst später, dass sie gar den Atem angehalten hatte, doch als nichts passierte, atmete sich erleichtert aus.
      „Natürlich, ich Idiot. Als ob das wirklich funktioniert...“, murmelte sie vor sich hin und wie es der Zufall so wollte – wie er es immer in diesen Momenten tat – fiel ihr Daumen auf das Pentagram und hinterließ einen blutigen Streifen auf diesem, woraufhin wenige Momente später dieser zu leuchten begann und die junge Frau erschrocken den Arm vor das Gesicht hielt, die Augen vor dem plötzlichen Licht schützend und im Prozess ein paar Schritte nach hinten taumelnd.
      Etwas brachte sie zum stolpern, wirbelte Staub auf und das Buch fiel aus ihrer Hand, das sowieso ein Eigenleben zu entwickeln schien.
      Anastasia glaubte sogar Rauch aus diesem aufsteigen zu sehen, doch es könnte genauso gut der aufgewirbelte Staub sein, der sie zum husten brachte.
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      @Ischarias
    • Aamon die Flamme

      Es war ein ruhiger Tag in Aamons Palast im tiefen Osten der Hölle. Er lag auf einem Diwan und hatte eine Hexe angeben sich liegen, die ihn mit kleinen roten stacheligen Beeren fütterte. Es handelte sich um eine Pflanze aus den Gärten hinter dem Anwesen. Menschliche Asche gab einen guten Dünger und meine geknechteten Seelen bewirteten die granatroten Früchte gut, dachte sich der Dämon beim Essen der Früchte. „Hmmm“, schnurrte er während er mit seiner Schlangenzunge über den Mund leckte, „ich liebe die Feuerfrucht“. Dabei stießen ihm kleine Flammen aus dem Mund. Er drückte die Hexe, die neben ihm auf dem Diwan saß von sich und richtete sich auf. „Mein Prinz alles gut?“, fragte sie, während der Dämon den Platz verliess und durch die offenen Säulen, die den Saal umgaben auf die Terrasse des Palast ging. Am dunkelroten Himmel blitzte ein Licht auf.

      „Ich spüre eine starke Macht“, meinte der dämonische Prinz und starrte gen Himmel. Er umgriff mit seinen Händen das Metallgeländer, das zwischen den Säulen lag. „Nach all der Zeit?“, sinnierte er laut, ehe jemand nach seiner Hand griff. „Mein Prinz, wollte ihr euch nicht etwas Vergnügen?“ Der Dämon sah verwirrt zur Seite. „Jetzt nicht“, würgte er die Hexe neben sich ab. Wie genannt starrte der Dämon weiter in den Himmel. „Und wenn ich euch sage, dass die Tochter von Baal mitmachen würde?“ Aamon sah abwägend zur Seite. „Tatsächlich?“, fragte er interessiert nach. Die Hexe kicherte und ging den Säulengang ab. Der Dämon folgte ihr.

      Am Ende des Ganges öffnete sie eine Tür und in genau dem Moment hielt der Dämon inne. Er hörte eine lateinische Formel, die er lange nicht mehr in so einer Deutlichkeit gehört hatte. Könnte es sein? Nein er schüttelte den Kopf und wollte weiter gehen, ehe die Worte nachhalten und der Boden leicht wackelte. Er ging zurück in seinen Thronsaal. War das alles wahr? Auf einmal wurde es wieder ruhig. Der Dämon sank in sich zusammen und griff nach einer der roten Früchte. „Ich werde wohl nie auf jemanden treffen, der es schafft mich zu beschwören“, raunte er und wollte in die Frucht beißen, ehe es auf einmal mitten im Saal anfing Blut zu regnen.

      Verwundert sah der Dämon auf und leckte sich über die Lippen. „Köstlich. Leicht süß“, schmatzte er, ehe der Regen sich intensivierte. Es schien doch so weit zu sein! Die Zeit einen Fuß in die menschliche Welt zu setzen? Konnte das wahr sein? Bisher waren seine Besuche immer nur von kurzer Dauer. Doch wenn ihn wen rief, gab es kaum Möglichkeiten, die ihn zurück führen würde. Aus dem Regenguss formte sich im Steinborn seines Palasts ein Loch in Boden. Es sank stetig weiter hinab. Aamon trat in das dunkle Loch und sank nun bedeutend schneller hinab. Es wurde dunkel um ihn und er sah nichts mehr. Dunkelheit sonst nichts. Würde das Ritual tatsächlich klappen? Aamon hatte leider bereits einige schief gelaufene Beschwörungen über sich ergehen lassen müssen, doch noch nie hatte er einen so leckere Blutspende und einen so starken Regen gehabt. Es musste ein Nekromant sein! Er war sich sicher.

      Langsam lichtete sich die Dunkelheit. Aamon kniff die Augen von dem hellen Schein geblendet zusammen, ehe er sie wieder langsam öffnete. Mit etwas Blut an sich herunter laufen, stand er nun in einer Art Dachboden und auf einem Buch. Er sah sich um. Es war so viel Staub er sah nichts und trat vom Buch und nahm es in die Hand. „Es hat mich tatsächlich jemand beschworen“, meinte er überrascht und blickte auf die Seite im Dämonenbuch. Diese war nicht mehr hübsch verziert wie die anderen sondern weiß. Der Dämon war ja nun auch in der menschlichen Welt.

      Der Staub legte sich und der Dämon erblickte rote Haare. „Ist das wieder einer deiner Scherze, Astoroth?“, fragte er sich und pustete einmal so dolle dass der ganze Staub und Rauch verschwanden. Dann erstarrte er kurz. Ein Mensch! Eine junge Frau! Er war verwundert. „Hast du mich beschwört?“ Er sah sich ungläubig um, hatte er sich mit einem alten Mann im Sinne eines Magiers oder einer alten Hexe gedacht. „Hexen werden wohl auch immer jünger“, säuselte er und klappte das Buch zu. „Wenn ich mich vorstellen darf, Aamon, die Flamme“, grinste er und beugte sich dann vor. Sein Schwanz schwang sanft hinter ihm. Aamon richtete sich wieder auf. „Danke für deine Einladung“, erklärte er zufrieden und wischte über den Buchrücken.
    • Anastasia Rostow

      Nachdem sich das ganze Chaos langsam wieder zu lichten schien, wartete nur noch mehr auf die junge Frau, die nicht die geringste Ahnung davon hatte, was sie gerade mit ihren leichtsinnigen Taten angerichtet hatte.
      Von ihrem Fall noch immer auf dem Boden sitzend zuckte Anastasia zusammen, als sie die dunkle, tiefe Stimme des Dämonen hörte, bevor der Staub und der Rauch sich lichteten und sie ihn sehen konnte. Einen riesigen Mann, wirkte er von ihrer Position aus sogar noch größer, als er eigentlich war, der wirkte, als wäre er gerade frisch aus einem Schwimmbecken gestiegen, bildete sich eine kleine Pfütze um seine Füße, dessen Farbe im Halbdunkeln nicht recht zu erkennen war.
      „Ein... Einladung?“, schien das Gehirn der jungen Frau langsam wieder zu arbeiten, nachdem der erste Schock einigermaßen überstanden war und Anastasia machte sich daran sich zu erheben und der Größenunterschied wurde nur noch deutlicher, nachdem sie aufgestanden war.
      „Moment.“, hielt sie die Handfläche vor sich, als müsste sie um eine kurze Auszeit bitten, während sie versuchte sich ins Gedächtnis zu rufen, was zu dieser unmöglichen Situation geführt hatte. Manch einer würde in ihrer Situation an einen Traum glauben, vielleicht Wahnvorstellungen oder sie war schlicht und einfach ohnmächtig von dem Sturz geworden, doch Anastasia vertraute auf ihren Verstand, auf das, was sie sah und es machte einfach keinen Sinn.
      Dann...
      „Aamon... der Dämon aus diesem alten Buch, nicht wahr?“, wollte die Frau sicher gehen, dass sie das ganze richtig verstanden hatte, war es doch schwer zu glauben, einen Dämonen beschworen zu haben, so unmenschlich ihr Gegenüber auch war und Anastasia musste sich wirklich zusammen reißen nicht noch mehr Abstand zwischen sich und dem Fremden zu bringen.
      „Willst du mir gerade ernsthaft erklären, dass ich dich... einen Dämonen... beschworen habe? Okay, wo sind die Kameras? Soll das ein Scherz sein? Hätte es nichts einfachereres sein können? Wer würde das einem abkaufen?“, bezog sie sich auf die einzige logische Schlussfolgerung, die ihr einfiel, so absurd das auch war.
      Aber es erschien Anastasia immernoch logischer, dass sich ein Filmteam in das alte Haus eingeschlichen hatte und nur darauf gewartet, dass Anastasia den Dachboden betrat und ausgerechnet dieses Buch aufschlug und laut vorlas, als... nunja... einen Dämonen beschworen zu haben?
    • Aamon die Flamme

      Er schaute sich die Rothaarige mit einer hochgezogenen Augenbraue an. Scheinbar hatte sie sich das anders vorgestellt? Erwartete sie Baal diesen alten Ziegenbock?, dachte er sich. Der Dämon sah sie weiter skeptisch an. Sie fragte nach seinem Namen. „Ja ich bin Aamon, die Flamme. Herrscher über den weiten Osten. Prinz der Hölle und so weiter und sofort. Aber das müsstest du ja wissen, denn du hast mich ja beschworen. Ich habe vor einigen Augenblicke deine Stimme gehört.“, erklärte er und senkte seine hochgezogene Augenbraue langsam ab.

      „Ja du hast mich aus diesem Buch beschworen“, bestätigte er ihre Annahme und schaute auf das alte Stück. „Hmm scheint ein ganz schön antiquiertes Schriftstück zu sein“, meinte er und fuhr mit der Hand über den Buchrücken und schaute dann auf die Front des Buches. „Ein Totenkopf? Wie kreativ“, lächelte der Dämon und fuhr über die Einkerbungen auf dem Ledereinband des Buches. Er sah wieder auf zu der jungen Frau. „Bist du eine Hexe? Oder eine Nekromantin? Das hier ist ein sehr mächtiges Buch“, hakte er nach und sank den Blick wieder auf das Buch. Er blätterte durch die Seiten und las einige Namen und Rituale. Wenn diese Dämonen doch alle die Hölle verlassen würden hätte man ein Herr an Dämonen, um die Menschheit zu terrorisieren. Der Dämon ergriff das Buch fest.

      Letztes Blut tropfte von ihm. Er leckte sich mit der Schlangenzunge über die Lippen. Seine nackten Füße standen in der Blutpfütze und er sah wieder zu der Frau vor ihm, die immer noch völlig aufgelöst schaute. „Willst du mir erzählen, dass du mich nur aus Zufall beschworen hast?“, hakte er immer noch ungläubig nach. Bisher dachte er, dass sie eine Hexe oder Nekromantin sei, dienlich absichtlich dumm stellt. So eine Beschwörung, insbesondere eines Dämons, macht man nicht mal eben aus dem Stehgreif heraus. Es war unglaublich! Andere Nekromanten bereiten sich ihr Leben lang darauf vor und schaffen es nicht aus dem Nichts einen Dämon zu beschwören. Die meisten nehmen den Dämon in sich auf und werden dann l Gesamten von innen heraus verzehrt. Aamon tat dies gerne, ehe er die Opfer verbrennen ließ.

      Er wandte den Blick von der Frau vor ihm ab, und sah auf das Fenster hinter ihr. „Deine Aktion wird zumindest nicht unbemerkt bleiben“ Die Sonne draußen färbte sich rötlich. Zufrieden grinste der Dämon. „Das Omen, das ein Dämon die menschliche Welt betritt.“, flüsterte er und blickte dann zufrieden zu der Frau.
    • Anastasia Rostow

      „Prinz der Hölle... ja, natürlich, natürlich.“, nickte Anastasia, als hätte sie eine Ahnung davon, wovon er gerade sprach, auch wenn sie keine hatte. Zumindest hatte sie diese Dinge in dem Buch gelesen, auch wenn sie sich nicht alle Titel genauer angeschaut hatte, dafür waren es einfach deutlich zu viele gewesen. Sie würde für den Moment wohl einfach mitspielen müssen, dann würde sich das ganze schon regeln, hoffte sie zumindest. Oder sollte sie vielleicht doch lieber die Polizei rufen?
      Eine Hexe? Anastasia gab einen genervten, amüsierten Laut von sich, als sie dieses Wort hörte. Sie war keine Hexe, auch wenn sie in Kindertagen wegen ihrem Haar oft als solche bezeichnet wurde.
      Die junge Dame gab einen erschrockenen, piepsigen Ton von sich, als sie die Schlangenzungen aus seinem Mund kommen sah und schritt dabei instinktiv einen Schritt zurück. War das sein ernst?! Wie um alles in der Welt machte man sowas?! Das ging weit über dem, was Make-Up im Stande ist zu tun, hinaus!!
      „Aus Zufall... ja, so kann man das wohl sagen. Hör mal, ich bin weder eine Hexe noch eine... Nekromantin, was auch immer das sein soll. Diese Sachen hier gehören meinem Großvater, ich bin einfach über dieses Buch gestolpert, hab ein paar Sachen laut vorgelesen und dann warst du hier, also... es war ein Versehen, okay? Kannst du nicht einfach... du weißt schon... wieder zurück gehen, wo du hergekommen bist?“, kriegte sie sich langsam wieder ein. Die junge Frau streckte fragend die Arme zur Seite aus und zuckte mit den Achseln, als wüsste sie auch nicht, was sie sonst mit dieser Situation anfangen sollte.
      Ein Dämon klang nicht gerade nach etwas, was man gerne an seiner Seite haben würde.
      Würde er sie nicht töten oder schlimmeres, wenn sie nicht aufpasste? Machte man nicht normalerweise irgendeinen Schutzkreis oder so? Nein, moment, in erster Linie hätte sie gar nicht erst in der Lage sein dürfen einen Dämonen zu beschwören!
      Es war schon verrückt genug, dass sie diese Möglichkeit überhaupt in Betracht zog.
      „Deine Aktion wird zumindest nicht unbemerkt bleiben“ , hob Anastasia bei diesen Worten des anderen fragend die Augenbraue, ehe sie sich umdrehte und seinem Blick folgte, nur um Zeuge eines Naturschauspiels zu werden, dass sie noch nie zuvor gesehen hatte und selbst die sonst so logisch denkende Frau hatte das Gefühl, dass das alles andere als ein gutes Omen war.
      „Heißt das etwa... du gehst nicht zurück?“,
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      Aamon die Flamme

      Der Dämon sah sie skeptisch an, verschränkte die Arme vor der Brust und hob eine Augenbraue. „Aus Zufall? Nein, nein. Nichts in dieser Welt geschieht aus Zufall. Alles ist Schicksal“, meinte er und löste seine Arme um sie zu Seite auszubreiten und sah aus wie der Messias. „Kaum jemand ist aus dem Stand heraus in der Lage einen Dämon anzurufen. Die meisten Beschwörer geben ihren Körper oder Leben dafür. Du hingegen nur dein Blut. Du musst von einer Dynastie mächtiger Beschwörer abstammen. Das erklärt auch, warum du hier in dem Haus dieses mächtige Buch gefunden hast“, erklärte er und wedelte mit dem Buch etwas vor ihren ungläubigen Augen umher.

      „Zurückkehren?“ fragte er anschließen ungläubig. „Keineswegs. Es ist das Ziel eines Dämons in die menschliche Welt zu kommen“, erklärte er und kam dabei auf die Frau zu, ehe er vor ihr stand und sich zu ihr hinunter beugte. Er griff nach einer ihrer roten Strähnen und musterte das Haar. „Das Zeichen einer Hexe“, grinste er und sah sie dann an. „Weißt du eigentlich was Dämonen mit Menschen für gewöhnlich machen?“, lächelte er sie an, „wir bringen sie um, indem wir ihnen ihre Seele nehmen und uns an ihren Körpern laben.“ Er ließ ihr E Strähne los und lehnte sich zurück. „Aber da du mich angerufen hat und damit in diese Welt eingeladen hast, werde ich Milde walten lassen und dich verschonen.“ Der Dämon strich sich eine Strähne aus dem Gesicht. „Auch wenn ich dein Blut bereits sehr lecker fand“, er leckte sich dabei über die Lippen.

      Nachfolgend glitt sein Blick wieder zur Sonne. „Mach dir übrigens wegen der keine Gedanken. Die wird morgen wieder normal aussehen. Es ist lediglich das erste Zeichen“, grinste er und wusste, dass bald noch schlimmeres bevor stand. Das kam davon, wenn man einen Dämon anrief ohne sich vorher mit Grundlagen der Dämonologie vertraut zu machen. „Nun aber zu dir. Wir haben genug über mich geredet und du kannst den Großteil sowieso in Büchern lesen“, gluckste der Dämon, „Verrate mir lieber, wieso eine junge Frau wie du einen Dämon anrufst? Bist du verzweifelt? Willst du sterben? Soll wer sterben, den du hasst?“, die dunkel roten Augen des Dämons funkelten dabei auf. Mord war etwas, das Dämonen quasi also Hobby betrieben und es freute sie Menschen zu töten oder quälen. Doch der Dämon versank nicht zu sehr im Gedanken und musterte wieder die Frau vor ihm.

      „Wie dem auch sei, ich werde mich jetzt hier niederlassen.“, erklärte er zufrieden und strich über das Dämonenbuch in seinen Hände , dabei tropfte aus dem Buch etwas Blut. Der Dämon spürte, dass das verlassene Haus eine böse Präsenz ausstrahlte. Diese zog Dämonen wie ihn magisch an.
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      Anastasia Rostow

      Schicksal? Anastasia gab einen belustigten Laut von sich, hielt sich aber zurück über die dick aufgetragenen Worte des Dämons zu Lachen. Meinte er das ernst? Er soll also ihr Schicksal gewesen sein einen Dämon aus der Hölle zu beschwören? Anastasia fühlte sich nicht gerade, als wäre sie eine solch große, herausragende Person, abgesehen davon, machte sie das dann nicht zur Bösen dieser Geschichte? Nicht, dass sie jemals die Rolle des Helden gewollt hätte, diese hatte offensichtlich immerzu ihrem Bruder gehört.
      „Blut?“, hob sie fragend ihre Augenbraue, da sie sich nicht daran erinnern konnte... mit einem Mal ahnte sie, was passiert war und blickte auf ihre Fingerkuppe, auf dem noch etwas verschmiertes Blut war, welches offensichtlich auf die Seiten des Buches gekommen waren, fast hätte sie wieder zum Lachen angefangen.
      Das soll gereicht haben, um einen Dämonen zu beschwören? Ein Tropfen, vielleicht zwei von ihrem Blut? War der Andere wirklich so mächtig, wie er sich gab? Anastasia beschloss das erstmal für sich zu behalten, wollten sie eine so schreckliche Kreatur doch nicht unbedingt wütend machen. Sie hatte Glück, dass er ihr noch nichts getan hatte, wie ihr bald bewusst wurde.

      Instinktiv schritt die junge Frau einen halben Schritt zurück, war die Nähe eines Dämons doch etwas gefährliches und angsteinflößendes, dennoch riss sie sich zusammen nicht noch weiter zurück zu weichen, da sie das Gefühl hatte das es keine gute Idee war Aamon zu zeigen, dass sie Angst vor ihm hatte, auch wenn sie sich sicher war, dass er es ahnte oder gar wusste. Wahrscheinlich erwartete er es sogar.
      Als der Dämon nach einer Strähne ihres Haars griff und es als Zeichen einer Hexe beschrieb, wollte sie instinktiv seine Hand wegschlagen und ihn anzischen, dass sie keine Hexe war, doch der gefährliche Ton, der in seinen nächsten Worten mitschwang, ließ ihre Hand kurz davor mitten in der Luft stoppen und sie merkte erst, dass sie die Luft angehalten hatte, nach er ihre Strähne wieder losgelassen und damit wieder Abstand zwischen die beiden gebracht hatte.
      „Dann muss ich dir wohl wirklich dankbar dafür sein, was?“, seufzte sie erleichtert, der Gedanke, dass ihm ihr Blut geschmeckt hatte, gefiel ihr jedoch ganz und gar nicht.

      Das erste? Fragend hob die junge Frau die Augenbraue, was sollte denn als nächstes kommen? Würde sich der Himmel blutrot färben? Oder würde es gar anfangen Blut zu regnen? Oder Frösche, wie sie es aus einer Geschichte der Bibel her kannte?
      Sie war fast schon dankbar dafür, dass ihr Gegenüber das Thema wechselte, hatte sie doch genug Schreck für einen Tag erlebt, doch das nächste, worüber Aamon sprechen wollte, war nicht gerade etwas, womit sich Anastasia auseinandersetzten wollte.
      „Ich bin weder verzweifelt, noch will ich sterben.“, seufzte sie genervt aufgrund dieser Fragen, wirkte sie etwa wie eine verzweifelte Person auf ihn?
      „Ich hab dich auch nicht gerufen, damit du für mich jemanden tötest. Eigentlich hab ich dich gar nicht gerufen, wenn du dich erinnerst.“, stellte sie klar, auch wenn das Angebot durchaus ein verlockendes war, wusste sie als angehende Anwältin wohl am besten, dass nichts in dieser Welt umsonst war und sie war nicht bereit ihre Seele zu verkaufen, nur, um ein paar nervige Menschen aus dieser Welt zu verbannen.

      Anastasia hatte sich letztendlich damit abgefunden, dass er diese Person wohl nicht so einfach wieder los werden würde und es machte ihr Angst, was der Dämon ihr wohl alles verschwieg, was sie wohl lieber hätte wissen sollen. Hatte sie ihm ihre Seele verkauft? Würde sie jetzt nach ihrem Tod ewig in den Flammen der Hölle schmoren?
      Eigentlich war sie keine gläubige Person, aber das, was hier gerade geschehen war und der eindeutige Beweise, dass es zumindest eine Hölle geben musste, stand hier gerade direkt vor ihr, doch war es sowieso schon genug zu verarbeiten und Anastasia merkte, wie sie wieder Kopfschmerzen bekam.
      Dabei war sie eigentlich hier hoch gekommen, um sich eine Pause von der Arbeit zu gönnen.
      „Such dir ein Zimmer aus, wenn es unbedingt sein muss, es gibt genug. Wenn du nun so freundlich wärst, könnte ich das Buch wieder haben? Es hat offenbar meinem Großvater gehört und ich würde es gerne behalten.“, streckte sie auffordernd die Hand aus, damit Aamon es ihr wieder geben konnte. Erst jetzt merkte sie, dass Blut aus dem Buch tropfte und sie fragte sich verwundert, ob das ihr eigenes Blut war. Dabei hatte sie doch gar nicht so viel vergossen, wo kam dass ganze bitteschön her? Aus der Hölle etwa?
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      Aamon die Flamme

      "Schade", sagte der Dämon, als die Frau ihm gegenüber betonte, dass weder sie noch wer anders sterben soll. Ziemlich langweilig, dachte sich der Dämon und zuckte mit den Schultern. "Niemals wollen Menschen Spaß, habe ich das Gefühl", raunte er und schaute auf das Buch, das er noch in den Händen hielt. Kurz darauf sprach auch die Frau das Buch an. Ich hob das Buch an. "Du meinst dieses?", hakte ich nach und schaut auf das leicht blutende Buch. "Dein Großvater wird es irgendwem gestohlen haben. Streng genommen gehörte es ihm nie. Dieses Buch ist nicht für normale Menschen gedacht." Zum Beweis griff er das Buch am Cover und ließ es aufklappen, sodass man die erste Seite sah. Auf ihr prangerte ein Brandstempel, der besagte In possesso della Sacra Biblioteca del Vaticano1 unter dem italienischen Schriftzug prangerte das Triregnum2. "Also hat es irgendwer aus dem Vatikan entwendet", lächelte der Dämon, ehe er das Buch schloß und die Hand auf das Cover legte. Der Dämon schloß die Augen und atmete tief ein. Aus der Hand kamen kleine Flammen und es roch nach verbrannter Haut. Der Dämon öffnete wieder die Augen und nahm die Hand vom Cover des Buches.

      Anstatt des Totenkopfes war nun auf dem Cover ein Pentagram, in dessen Mitte ein Auge war. Er überreichte ihr das warme Buch. "Und wieder so sauber", säuselte er, da das Buch kein Blut mehr aufwies. Auch das Blut auf dem Boden war verschwunden. "Nicht, dass du mir mit dem Buch abhaust. Mit dem Auge habe ich es im Blick", stellte er nüchtern fest. Anschließend ging er an ihr vorbei und stellte sich an das Fenster und schaute zur roten Sonne. "Übrigens", meinte er und drehte sich um, "magst du mir vielleicht deinen Namen verraten?" Dabei fing sein Schwanz an etwas schneller als gewöhnlich zu wackeln. Der Dämon wand sich wieder von der roten Sonne ab und schaute zu der jungen Hexe oder Frau. Ob sie vielleicht ungeahnte Kräfte hatte, überlegte der Dämon. Welch Möglichkeiten ihm dies bieten würde? Er biss sich leicht auf die Unterlippe, ehe er die Blicke der Frau auf sich merkte. "Du musterst mich ganz schön lange. Die Zeit für Tricks ist aber noch nicht gekommen, ich muss dich enttäuschen." Der Dämon würde fürs erste seine Kräfte aufbauen müssen: ein einfacher übertritt aus der Hölle in die menschliche Welt gab es nicht. Die Macht würde erst nach und nach aus der Hölle zu ihm sickern. Solange konnte der Dämon in dem haus grübeln und sich mit der neuen Welt vertraut machen.

      „Willst du mir eigentlich eine Hausführung geben? Nicht, dass ich ausersehen mal in deinem Zimmer lande“, grinste er verschmitzt und kam ihr ein paar Schritte näher. Dann beugte er sich etwas runter und sah sie direkt an. „Wohnst du hier eigentlich alleine?“, fragte er neugierig. Aamon war nun sicherlich kein Kind großer Traurigkeit. Auch ohne Baals Tochter würde er hier sicherlich noch seinen Spaß haben …

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      1 italienisch für "in Besitz der heiligen Bibliothek des Vatikans". Die heilige Bibliothek des Vatikans ist eine Bibliothek innerhalb der vatikanischen Archive, die nur dem Papst und einigen hohen Würdenträgern der Vatikanstadt zugänglich ist. Ihre Existenz ist so sagenumwoben, dass einige Historiker sagen, es gäbe diese Bibliothek gar nicht.

      2 Das Triregnum stellt die päpstliche Kopfbedeckung dar. In offiziellen Schrieben oder Stempeln sowie Siegeln wird sie meist mit zwei darunter übereinander liegenden Schlüsseln dargestellt. Das Zeichen ist seit langer Zeit das Hoheitszeichen der römischen Päpste und wird als Siegel nur diesen sowie den Behörden der Vatikanstadt ausgegeben.

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      Anastasia Rostow

      „Hältst du etwa ein anderes Buch in der Hand?“, gab Anastasia sarkastisch von sich, als der Dämon nachfragte. Natürlich meinte sie dieses Buch, welches sollte sie denn sonst meinen?
      Die junge Frau hatte keine Zeit für diese Spielchen, aber der Dämon schien wohl gerne welche zu spielen, wie es schien.
      „Dem Vatikan?“, konnte sie es nicht recht glauben und hob dabei fragend die Augenbraue. Sie konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass ihr lieber Großvater ein Buch aus dem Vatikan gestohlen hatte, viel mehr wird es ihm wohl untergeschoben worden sein, ohne, dass er so recht wusste, worum es sich wirklich um das Buch gehandelt hatte. Die Vorstellung, dass ihr Großvater versucht hatte Dämonen zu beschwören oder es gar geschaffthatte, kam ihr eigenartig vor, aber die Wahrheit werden die Beiden wohl niemals erfahren, jetzt, wo der arme Mann bereits tot war.

      Neugierig und verwundert, was Aamon wohl mit dem Buch gemacht hatte, nahm sie es letztendlich an, doch als sie das viel zu lebendige Auge erblickte, dass in das Cover eingelegt worden zu sein schien, machte sie einen angeekelten Gesichtsausdrücke, während das Auge sie ein paar mal anblinzelte, ehe sie sie einbildete, dass es ihr zuzwinkerte, aber da es nur ein Auge war, war das recht schwer zu sagen und das Auge richtete seine Aufmerksamkeit auf den Dämon, als dieser weiter sprach.
      Na toll. Sie hatte zwar nicht vorgehabt mit dem Buch abzuhauen, das Buch konnte ihr eigentlich gestohlen bleiben, doch sie fürchtete, dass wenn es so mächtig war, wie Aamon behauptete, es keine gute Idee war dieses in den Händen eines echten Dämons zu lassen, doch nun würde es ihr wohl nicht einmal etwas bringen es zu verstecken.

      Erst jetzt wurde Anastasia bewusst, dass sie sich noch gar nicht vorgestellt hatte, aber das war wohl wirklich die geringste ihrer Sorgen in dieser ganzen Situation. War es überhaupt eine gute Idee ihm ihren Namen zu verraten? Hieß es nicht, dass Namen irgendeine besondere Kraft inne hatten?
      Die Frau glaubte soetwas mal gelesen oder gehört zu haben, ehe sie den Kopf über ihre eigenen Gedanken schüttelte. Wie absurd, es war nur ein Name.
      Außerdem hatte er ihr seinen auch genannt.
      „Anastasia. Anastasia Rostow.“, stellte sie sich letztendlich vor und sie hatte das Gefühl, dass sich diese Situation dadurch nur noch realer anfühlte und sie gab einen belustigten Laut von sich, als Aamon meinte, dass es nicht die Zeit für Tricks war.
      Ihrer Meinung nach waren das schon mehr als genug Tricks für einen Tag.

      Ohne einen Schritt zurück zu weichen - war Anastasia doch zu dem Schluss gekommen, dass der Dämon ihr wohl fürs erste nichts tun würde und sie fragte sich, ob er das überhaupt konnte, ohne zurück in die Hölle geschickt zu werden oder ähnliches – blieb sie an Ort und Stelle stehen und blickte ihrerseits zu Aamon hinauf, welcher zu ihr hinunter blickte.
      „Wenn ich nicht alleine wohnen würde, hätte ich dir wohl kaum angeboten, dir ein Zimmer auszusuchen. Ich meine sie dich nur an, wie sollte ich das einem Mitbewohner erklären?“, meinte sie sein eindeutig unmenschliches Aussehen, ehe sie letztendlich an ihm vorbei ging, um sich daran zu machen die Luke wieder hinunter zu klettern und Aamon anzudeuten, ihr zu folgen.

      Das Haus war recht groß, eindeutig zu groß für nur eine Person, woran wohl zu erkennen war, dass ihre Großeltern wohlhabende Menschen waren, doch obwohl es wohl nicht einfach werden würde sich um das Haus zu kümmern, war Anastasia froh den Ort, an dem sie so viele glückliche Stunden als Kind verbracht hatte, geerbt zu haben. Sie wollte gar nicht erst wissen, was ihre Eltern daraus gemacht hätten.
      Neben dem Dachboden gab es zwei Stockwerke und die junge Frau machte dem Dämon den Gefallen ihm eine kleine Rundführung zu geben, wobei sie ihm nur die wichtigsten Räume wie die Küche oder die beiden Badezimmer – mussten Dämonen überhaupt essen? Anastasia hoffte wirklich dass sie nicht wie Vampire waren und sich von Blut ernährten, hatte sie seinen Kommentar, dass ihres lecker geschmeckt hatte, noch nicht vergessen – zeigte, ehe sie vor einer Tür im ersten Stock stehen blieb und mit dem Handrücken dagegen klopfte.
      „Und das... ist mein Zimmer. Also weißt du jetzt, wo du nichteinfach rein platzen solltest, wobei ich bezweifle, dass Dämonen etwas wie Manieren haben. Nun bist du dran. Da ich wohl für eine Weile mit dir feststecke, solltest du mir wohl verraten, worauf man so achten sollte, wenn man mit einem Dämon zusammen lebt. Und nur, damit das klar ist, ich will ich keine Leichen oder Toten sehen, verstanden?“
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      Aamon die Flamme

      Auf den Kommentar mit den Mitbewohnern hin, grinste der Dämon kurz. "Nun ich denke, wenn mir ein Zimmer hier gefallen würde, indem schon jemand wohnen würde, würde ich ihn solange gruseln und erschrecken bis er freiwillig auszieht", zuckte der Dämon mit den Schultern und sah Anastasia hinterher, wie sie zur Luke ging. Er mochte ihren Namen und es war auch nicht ganz unerheblich ihren zu kennen. Doch was seine Aufmerksamkeit fast noch mehr beanspruchte, war ihr Nachname. Irgendwoher kam ihm dieser bekannt vor - doch konnte er sich für den Moment nicht erinnern, wo er den Namen schon einmal gehört haben könnte. Der Dämon verwarf den Gedanken als er merkte, dass die Rothaarige auf ihn wartete.

      Das einzige, was Aamon mehr im Weg stand als sein Sinn für Streiche und Gewalt war seine Neugierde. Bei der kleinen Raumführung durch die wichtigsten Räume des Hauses blieben seine Blicke immer wieder an eigenartigen Apparaten hängen. "Ganz schön komische Dinge habt ihr hier an der Oberfläche", murmelte er und sah ein Gerät, aus dem Geräusche kamen ohne, dass er hier einen weiteren Menschen spürte. "Ob das Magie war? War sie wirklich so eine starke Hexe? Oder nur eine Verzauberin? Hatte sie vielleicht Menschen in diese Geräte verwandelt?", bei dem Gedanken lachte der Dämon leise in sich. Das wäre witzig, sinnierte er, während er der rothaarigen Anastasia folgte. Alles in allem handelte es sich bei dem Haus um eine Art Villa oder Herrenhaus, das recht groß geschnitten war. Zufrieden nickte der Dämon und würde hier oder da sicherlich ein schönes Plätzchen für sich finden. Insbesondere so, dass ihn niemand stören würde.

      Bald darauf kamen die Beiden vor Anastasias Zimmer an. Die spitzen Ohren des Dämonen winkelten sich an und sein Schwanz wedelte kaum. Neugierig musterte er die Türe. Er nickte stumm und wand den Blick von der Tür auf Anastasia ab. Diese wollte etwas Grundsätzliches von ihm wissen. Der Dämon biß sich gespielt grübelnd auf die Unterlippe und strich sich übers Kinn. "Ich müsste so ... am Tag auf meine 2-3 Menschen zu fressen kommen", überlegte er laut, "sonst werde ich recht mürrisch." Der Dämon ließ von seiner Lippe ab und sah zu Anastasia, hob die Augenbraue leicht und wartete kurz. "Das wäre natürlich schön - aber nicht realistisch. Leider hast du ja keine Mitbewohner. Daher werde ich mir eine andere Nahrungsquelle suchen. Andernfalls würde es an deine Substanz gehen", meinte der Dämon und musterte sie weiter, ehe er ihre Augen fixierte. Sie sah verwirrt aus, sodass Aamon leicht ausatmete und dann erklärte: "Da ich nicht aus dieser Welt stamme, brauche ich etwas, um ihn dieser Welt zu existieren. Denn ich bin im Grunde genommen nicht tot und nicht lebendig. Das heißt ich muss von lebenden Dingen zehren. Dies kann ich steuern, es kann aber auch automatisch passieren." Aamon sah sie an und wartete ab bis sie verstehend nickte.
      "Nun, wenn ich hier lebe ohne von etwas Lebendem zu zehren, zehre ich dich auf. Bis ...", meinte der Dämon mit einer dramatischen Pause, "bis du stirbst, weil du keine Lebenskraft mehr hast. Das ist jedoch nicht mein Ziel - zumindest solange Du mir nicht in die Quere kommst. Vielmehr werde ich mich schon, um meine 'Ernährung' kümmern. Leben ist ein sehr weiter Begriff. Auch Fleisch und Knochen sind unter Umständen Teil von Lebensenergie." Mit dem Gedanken fuhr ich mir über den Magen und schaute dann zu ihr. "Du kannst dich natürlich jederzeit zur Blutspende bereit erklären. Dr. Aamon nimmt dir gerne etwas Blut ab", grinste der Dämon und leckte sich mit der langen Schlangenzunge über die Lippen.

      "Ansonsten, Anastasia, bin ich recht pflegeleicht. Ich weiß mich schon selbst zu beschäftigen." Der Dämon schaute anschließend um sich und spürte die beobachtenden Blicke auf sich. Genervt raunte er und ging ein paar Schritte des Weges in den Flur zurück. Dort blieb der Dämon vor einer Wand stehen. "Bist du gläubig?", fragte er Anastasia als sie zu ihm in den Flur kam. Aamon starrte auf ein Kruzifix, das im Flur hing. Der Dämon legte den Kopf etwas zur Seite. "Dieses Kreuz hing dort vorhin noch nicht, bilde ich mir ein", meinte der Dämon zu Anastasia. "Ich hätte es gespürt. So wie jedes Kreuz in meiner direkten Nähe", meinte der Dämon überlegend und sah es wieder an. Kurz darauf wackelte es leicht, ehe es sich umdrehte, sodass der lange Teil des Kreuzes nach oben zeigte und der kurze nach unten. "Schon besser, du widerspenstiges kleines Ding." Der Dämon starrte das Kreuz noch kurzzeitig an, ehe er Anastasia Blicke spürte. "Irgendetwas stimmt mit diesem Haus nicht", sinnierte der Dämon laut und wusste, dass dieses Kreuz entweder vorhin dort nicht hing oder vorher nicht dieselbe Aura ausstrahle. Aamon wusste nicht, was ihm lieber war. Er spürte schon seit seiner Ankunft hier eine dunkle, böse Energie. Ob das Kreuz damit zusammenhing?