Der Polizist ihres Vertrauens (Jeana & Uki)

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    • Der Polizist ihres Vertrauens (Jeana & Uki)

      Vorstellungen

      @Jeana

      Eigentlich sollte Sayumi in der Schule sein. Der vorletzte Jahr hatte vor einigen Wochen angefangen und dies kurz vor diesem Schuljahr waren sie hier her gezogen. Sayumi mochte es nicht, hatte keine Freunde hier und wollte auch keine. Stattdessen hatte sie, nachdem sie sich die letzte Woche in der Schule angetan hatte, beschlossen, dass sie heute nicht hingehen würde. Es würde eh nur bald die Phase anfangen in der sie langweiligen Unterricht haben würden und nebenbei sich um die Berufswahlen kümmern sollten. Es brachte doch alles nichts. Dieses Leben war scheiße und so was wie einen Traumjob gab es auch nicht. Es brachte alles rein gar nichts und würde eh früher oder später im Unglück enden, so zumindest war ihre nicht grade positive Weltanschauung.
      Nun in der Stadt machte sie sich erstmal einen seitlichen Pferdeschwanz um die Haare aus dem Gesicht zu bekommen, ehe sie die nächste Spielhalle ansteuerte. Seitdem sie hier lebten in der Kleinstadt hatte sie viel mehr Zeit in der Spielhalle verbracht als in der Schule oder gar Zuhause. Da sie bis jetzt in der Großstadt gelebt hatte war sie es gewohnt, dass es einfach keinen interessierte was man so trieb als Highschoolschülerin. Sie stand grade an um ihr Geld in Spielmünzen zu tauschen während ihr Blick durch die Mengen der vorbei strömenden Menschen glitt. Sie schienen alle nicht zu wissen wie mies das Leben sein konnte.
      Wie kann man nur so hirnlos sein?



    • Shuji hatte heute mal einen Tag frei, was unter der Woche recht selten vorkam, aber das bedeutete auch, dass er am Wochenende arbeiten müsste. Der Morgen lief dennoch so ab, wie immer. Recht früh stand der junge Polizist auf und ging eine Runde im Park joggen, welcher sich hinter dem Wohnblock befand, in welchem er lebte. Von seiner Wohnung bis in die Innenstadt brauchte er etwa zehn Minuten zu Fuß.
      Nach dem Joggen duschte er und zog sich um. Heute sollte es schön werden, weshalb er nach einem weißen T-Shirt und einer Jeans griff. Nun folgte Frühstück und wie immer die morgentlichen Nachrichten nebenbei. Er wollte eben immer auf dem neusten Stand bleiben.
      Da man aber nie wirklich frei hatte, überprüfte er sein Handy und steckte seine Marke ein, ehe er die Wohnung verließ, um Einkäufe zu erledigen.
      Shuji wurde von einigen älteren Damen begrüßt, die ihn kannten. Gewissenhaft erledigte er seine Einkäufe und war gerade auf dem Heimweg, als er eine junge Dame erblickte. Sie sah zwar recht reif aus für ihr Alter, aber irgendwie wurde er stutzig. Er konnte es einfach nicht lassen, also ging er auf die Dame zu.
      "Schönen guten Tag, junge Dame.", begrüßte er sie freundlich, wie immer.
      "Verzeiht, wenn ich so forsch bin, aber... müssten Sie nicht in der Schule sein?", fragte er geradeheraus.

      Kunst ist es, aus dem größten Pech noch ein kleines Glück zu machen.
    • Noch während Sayumi überlegte wie viele Münzen sie heute wohl benötigen würde um den Tag rum zu bekommen sah sie einen recht gut aussehenden Kerl, der durch die Menge ging. Es schien fast als würde er sie ansehen und auf sie zukommen, doch dies war wirklich Schwachsinn. Sie rollte kurz mit den Augen über ihre eigene Art und wandte sich mit Absicht ab und wieder der Tafel mit den Preisen zu bis sie eine Stimme neben sich vernahm, die nett und dennoch bestimmend klang. Sie sah hoch und erkannte auch sogleich den gut aussehenden Kerl von eben, den sie anlächelte. Verwirrt blinzelte sie einige Male bis sie verstand was er grade gesagt hatte und ihr Lächeln schwand. "Ich... ich wüsste echt nicht was Sie das angeht. Ist echt nicht ihr Ding und sie können gerne wieder abschieben." Schmollend wand sie den Blick ab und verschränkte die Arme vor ihrem Brustkorb. "Pff... spielt sich hier auf als sei er mein Vater oder ein Bulle.", murmelte sie zu sich selbst, da sie dachte, dass er schon weitergegangen war, da er sicher nur ein Aufreißer war, der eine Schülerin abschleppen wollte. Sie schüttelte sich bei dem Gedanken, denn sie fand solche Kerle widerlich und hatte sie in der großen Stadt oft genug erlebt, wie sie versucht hatten sie in der Bahn zu befummeln.
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    • Shuji blieb noch einen Moment stehen. Seine Vermutung war also richtig. Seufzend kramte er seine Marke heraus.
      "Hören Sie... Was Sie hier tun ist nicht sonderlich vorbildlich. Sie verbauen sich damit eine wunderbare Zukunft und noch dazu ist Bulle eine Beleidigung gegenüber Polizisten, sind Sie sich dessen bewusst?", fragte er noch. Er sah auf seine Marke. Seine Stimme blieb noch immer freundlich.
      "Sie können froh sein, dass ich nicht im Dienst bin und solche Kleinigkeiten kein Notfall sind... Dennoch... Gehen Sie unverzüglich zurück in die Schule. Ich weiß, dass Schule im Moment keinen Spaß macht und man das schöne Wetter lieber anders nutzen möchte. Ohne eine vernünftige Schulbildung werden Sie niemals in der Lage sein, eigenes Geld zu verdienen oder sich selbständig zu machen. Es ist ein gut gemeinter Rat... Und sollte ich Sie hier nochmal erwischen und dabei im Dienst sein, werde ich Sie zur Schule bringen und ihre Eltern informieren"
      Shuji zeigte ihr nebenbei seine Marke. Er war kein Freund davon lange Reden zu schwingen, aber das sollte genug Eindruck hinterlassen haben. Der junge Polizist wollte gehen, da hielt er noch einen Moment inne und belehrte den Besitzer. Es war immerhin nicht verantwortungsvoll junge Leute wie diese Dame von der Schule abzuhalten und ihnen nebenbei noch das Geld aus der Tasche zu ziehen.

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    • Eigentlich hatte Sayumi nun vorgehabt ihn einfach zu ignorieren und doch fing er nach einem Seufzen wieder an zu reden, wobei erst die weiteren Worte und seine Frage sie ihn wieder ansehen ließen und ihre Augen weiteten sich. So ein Scheiß. Wieso musste der Kerl auch ausgerechnet bei der Polizei sein und sie starrte erst nur seine Marke an, ehe sie zu ihm sah und er weitersprach. Verwundert blinzelte sie einige Male und war verwundert über seine Standpauke, die nun folgte. In Kyoto interessierte es absolut niemanden, wenn die Schüler die Schule schwänzten. Zumindest nicht in einem solchen Maße und Sayumi war es gar nicht mehr gewohnt, dass sich jemand für sie zu interessieren schien, wenn ja auch nur beruflich.„Als ob das Leben so einfach ist.“, murmelte sie zu sich selbst und hielt sich zurück noch mehr zu sagen. Am liebsten hätte sie ihm nun eine wirkliche Breitseite gegeben und doch wusste sie, dass es besser war zu schweigen bei seiner Drohung. Sie ließ den Kopf hängen und seufzte genervt, denn da er nun auch noch mit dem Besitzer sprach würde sie sich auch keine Hoffnungen machen müssen morgen wiederkommen zu können. Ohne wirklich eine andere Alternative blieb ihr nichts Anderes übrig als doch noch zum Unterricht zu gehen.

      Eine halbe Woche war das Ganze nun schon her und die letzten Tage der vergangenen Woche hatte Sayumi keine andere Wahl gehabt als brav in den Unterricht zu gehen. Noch einen Tag hatte sie es versucht, doch der Besitzer der Spielhalle hatte sie zum Teufel gejagt aus Angst wieder Ärger zu bekommen. Dieser Kerl hatte ihr einfach alles versaut. Sayumi stand an die Tischkante ihres Tisches am Fenster gelehnt und trank ihren Saft während sie aus dem Fenster sah. Heute sollte die Vorbereitung auf ihre Berufswahl stattfinden und dazu wurden sie in Gruppen eingeteilt und sollten dann mit Mitarbeitern aus den Berufen Sachen besprechen und sie auch mal auf der Arbeit besuchen und solche Sachen. Vollkommener Schwachsinn, denn niemand bekam in ihren Augen seinen Traumjob, außer man hatte Glück und Geld. Es klingelte und doch machte sie keine Anstalten sich zu bewegen, denn immerhin war es ihr egal und der Lehrer kam sowieso immer zu spät.
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    • Shuji ging seines Weges. In seinen Augen hatte er nur wieder eine gute Tat vollbracht und hoffte, dass er eine Schülerin auf den richtigen Pfad bringen konnte. Den Rest des Tages entspannte er und am Abend kontrollierte er noch seine Mails. In einer E-Mail stand, dass er zu einer Schule gehen und seinen Beruf vorstellen sollte. Das würde einiges an Vorbereitung benötigen. So beschäftigte er sich hauptsächlich mit der Vorbereitung und mit seinem Beruf. Er konnte ja nicht ahnen, dass er die junge Dame von neulich wiedersehen würde.

      Nun war der Tag gekommen. Er würde ihm zu seiner Arbeitszeit angerechnet werden und aus diesem Grund trug Shuji auch seine Uniform. Er mochte es zwar nicht sonderlich, im Mittelpunkt zu stehen, aber wenn er ein paar Schüler wachrütteln konnte, zählte er den Tag als gelungen. Mit einem freudigen Lächeln ging er ins Lehrerzimmer, wo auch ein paar andere Leute waren, die ihren Beruf vorstellen wollten. Unter ihnen war ein guter Bekannter von der Feuerwehr. Hin und wieder hatten sie miteinander zu tun. Dementsprechend freundlich lief die Begrüßung und kurz darauf kam der zuständige Klassenlehrer auf sie zu. Alle, die ihren Beruf vorstellen wollten, folgten ihm nach dem Klingeln in den Klassenraum. Wie besprochen, stellten sie sich in einer Reihe hinter ihm auf und begrüßten die Klasse.
      Als der junge Polizist das Mädchen von damals erblickte, musste er leicht lächeln, da seine Worte Früchte getragen hatten.

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    • Die Klingel ertönte und Sayumi wusste, dass nun die Langeweile wieder anfangen würde. Noch immer sah sie in dem Ganzen hier keinen Sinn und wollte ihr Leben lieber genießen ehe es vorbei war. Dies ging nun mal einfach zu schnell, sie hatte es ja bei ihrem Vater gesehen. Noch immer an ihrem Saft schlürfend ließ sie sich einfach auf ihren Stuhl fallen und sah gelangweilt in die Richtung ihres Klassenlehrers, der nun mit den Leuten im Schlepptau antanzte. Sicher waren es eh nur solche vollkommenen Standardberufe und sie hatte es eh nicht so mit Höflichkeit. Gelangweilt wanderte ihr Blick über die Leute bis sie eben jenen Polizisten sah, der für ihre Misere hier verantwortlich war und sogleich verschluckte sie sich als sie sein, in ihren Augen, dummes Lächeln sah. Nun laut hustend versuchte sie sich eigentlich zu verstecken, auch wenn es eh zu spät war und nun auch noch die ganze Klasse zu ihr sah. Hier und da fing auch schon das Gelächter an und ihre Wangen wurden leicht rot. Noch nie, selbst nicht an ihrer alten Schule, hatte sie sich so sehr ein Mauseloch gewünscht zum reinkriechen. „Himenaki, es reicht. Das kommt davon, dass du im Unterricht trinkst.“ Schlagartig beruhigte sie sich und funkelte ihn böse an. „Hime-NO. Himeno, Sayumi. Langsam sollten Sie sich meinen Namen aber auch mal merken können.“ Sofort war Stille, auch wenn man sah, dass es einigen Schülern schwer fiel nun nicht auch wieder zu lachen, gefiel ihnen doch, dass der Lehrer eine Abreibung bekam. „Kein benehmen mehr, die Jugend.“, sagte er nun etwas verschmitzt zu den Gästen und Sayumi schnaufte, ehe sie ihren Blick wieder abwandte und der Lehrer nun die Liste vorlas wer mit wem zusammenarbeiten würde. Da Sayumi kein Interesse angegeben hatte kam sie wohl in irgendeine Gruppe und hoffte nur, dass es nicht bei ihm sein würde, doch leider hatte sie scheinbar heute gar kein Glück. Sie und noch einige andere Klassenkameraden wurden Shuji zugeteilt, der mit ihnen in diesem Raum bleiben durfte, denn immerhin waren sie eine der kleinsten Gruppen. Nach und nach leerte sich der Raum und nun war Shuji an der Reihe.
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    • Shuji wurde einer kleinen Gruppe zugeteilt und wartete entspannt ab, wer denn in seiner Gruppe war. Als er sah, dass es die junge Dame von der Spielhalle war, lächelte er noch mehr. So konnte sie einen Einblick bekommen, was für Möglichkeiten vor ihr lagen.
      Als sie dann allein waren, ging er auf seine Gruppe zu.
      "Nett euch kennenzulernen. Mein Name ist Shuji Juzu. Ich bin 24 Jahre jung und soll euch über meinen Beruf aufklären", begann er. Es war immer gut, sich erstmal vorzustellen und dadurch, dass er nicht viel älter war, als die Schüler, konnte er vielleicht eine leichtere Verbindung zu ihnen aufbauen.
      "Ich bin Polizist. Polizisten seht ihr ja immer wieder mal. Sie kümmern sich um alle möglichen Verbrechen, aber... ich denke das wisst ihr schon.", fuhr er mit einem Lächeln fort.
      "Wisst ihr... Jeder kann Polizist werden, wenn man die Voraussetzungen erfüllt. Wichtig sind gewisse Fitness, Größe und Verstand. Es gibt immer erst ein paar Tests, die man bestehen muss. Als ich 17 war... Ich mochte Polizisten nicht. Sie sollten mir immer den Spaß verderben, den ich hatte. Aber... Als ich ein Praktikum bei der Polizei machte, merkte ich, wie schwer sie es haben. Nicht jeder Polizist hat eine weiße Weste, wisst ihr"
      Er zwinkerte ein wenig zu der Gruppe und holte dann aus einer Tasche ein paar Papiere hervor. Darauf standen ein paar Fragen an die Gruppe und ein kleines Fallbeispiel.

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    • Sayumi beschloss auf ihrem Platz sitzen zu bleiben, wie die Anderen auch und sie alle sahen brav nach vorne. Während nun die Anderen, alles Jungs, Shuji gut zuhörten beobachtete Sayumi ihn lieber. Er sah wirklich gut aus und war gar nicht so viel älter als sie. Ihre Augen wanderten über die Uniform und noch nie hatte sie daran gedacht, dass so etwas gut aussehen würde, aber ihm stand sie wirklich sehr gut. Ihr kam wieder in den Sinn wie er sie dumm angemacht hatte, dass sie zur Schule sollte und sogleich setzte sie ein saures Gesicht auf und zog einen Schmollmund. Man sah ihr dies zu gut an und schließlich wurden die Zettel verteilt wovon sie sich einen nahm und sich dann meldete und sogleich sich selbst dran nahm. "Polizisten machen zwar schon einen harten und guten Job... oder so was in der Art, wie auch immer... aber echt jetzt? Sie meinen also: Bu... Polizist zu sein ist die Erleuchtung gewesen, weil Sie sahen wie schwer die es haben? Sorry, dümmste Begründung ever. Und hat man als Bulle nie frei? Läuft man immer durch die Gegend und muss arme und unschuldige Leute anmachen, weil sie nicht das machen was ihr wollt? Außerdem: Was bringt es? Die Welt ist doch eh Müll und am Ende." Noch beim ersten Mal hatte sie sich korrigiert und nicht wieder Bullen gesagt, doch beim zweiten Mal hatte sie es nicht mehr bedacht und während sie sprach kam sie immer mehr in Rage. Es war nicht so, dass sie ihn hasste. Sie hasste die Welt und dachte, dass es nichts Gutes mehr gab und da war er und schien bester Dinge zu sein, zu denken sein Job veränderte die Welt und er tat was Gutes.
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    • Shuji seufzte etwas und fasste sich an den Hinterkopf.
      "Ich habe gesagt, dass das Praktikum mir gezeigt hat, wie schwer sie es haben. Das war nicht direkt der Grund, warum ich da angefangen habe...", begann er dann und lehnte sich an die Tafel.
      "Du bezeichnest die Welt aber als Müll... Du hasst nicht die Polizisten... Du hasst die Welt, kann das sein?", fragte er direkt, gab ihr aber keine Zeit zum Antworten.
      "Polizisten haben frei. Sie können auch in den Urlaub. Oft sind Polizisten aber auf Bereitschaft. Die Welt ist wirklich nicht die schönste, aber wir können sie zu einem besseren Ort machen", setzte er fort.
      Shuji hatte genug Erfahrung gesammelt und schon früh gelernt, dass man nicht immer das sagt, was man auch denkt. Dieses Mädchen musste wahrscheinlich viel durchmachen oder aber man hat ihr die Freude am Leben geraubt. So etwas in der Art musste es sein. Irgendwas in dieser Art und Weise ging in ihr vor.
      "Bitte füllt die Blätter einfach aus. Danach nehme ich euch mit. Ich habe eine Erlaubnis der Schule. Wir gehen auf die Wache. Natürlich werdet ihr keine krassen Fälle erleben, aber ihr seht, was wir den ganzen Tag machen müssen. Außerdem... huh"
      Er unterbrach, da eine Durchsage durch das Walkietalkie kam, welches an seinem Gürtel befestigt war. Es klang für andere wie seltsame Buchstaben und Zahlenkombinationen, doch Shuji wusste genau, was gemeint war.
      "Ich kann heute nicht. Schickt bitte Kaito dort hin", gab er durch.
      Er wandte sich wieder zu der Gruppe.
      "Wo war ich... achja. Außerdem ist es auch hin und wieder so, dass wir ein Auge zudrücken. Aber das habt ihr nicht von mir"

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    • Erwachsene logen immer nur oder wichen Fragen aus, die sie nicht mochten. Sie waren falsch und oberflächlich und dumm. So zumindest hatte Sayumi es bis jetzt gelernt und doch war hier ein Erwachsener, der nicht so war. Statt sie einfach zu ignorieren oder wegen ihrer unangenehmen Fragen eine Standpauke zu geben antwortete er ihr ruhig. Ihre Augen weiteten sich und sie wurde leicht rot während einige der Jungs sich freuten und herum alberten. Sie hatte eben keine Freunde hier. Je länger er sprach, desto dunkler wurde das Rot in ihrem Gesicht und sie zupfte an ihren Haaren rum in dem Versuch es damit zu verdecken. Dieser Mann konnte nach so kurzer Zeit schon mehr in sie hineinsehen als alle anderen und sogar mehr als ihre Mutter mit der sie nicht mal mehr wirklich sprach.
      Als sein Funkgerät ansprach zuckte sie kurz zusammen und erinnerte sich an den Abend an dem ihr Leben sich verändert hatte. Sie mochte das Geräusch nicht und es machte ihr seitdem immer wieder Angst, doch sie versuchte es zu unterdrücken, denn eine Panik hier in der klasse würde sie nur noch mehr zum Freak machen. "Das möchte ich auch mal erleben.", flüsterte sie leise als er meinte, dass er auch mal ein Auge zudrücken würde. Sie wollte sich nicht reinsteigern in irgendwas hier. Stattdessen sah sie sich um und alle waren schon fleißig an dem Ausfüllen der Blätter womit sie schließlich auch anfing. Müde kritzelte sie drauf los und doch gab sie sich mehr Mühe als sonst, was vielleicht auch daran lag, dass sie ihn nicht mehr so unsympathisch fand. So einer war bestimmt der Knaller bei den Frauen und sie wunderte sich wieso sie so sehr über ihn nachdachte und solche seltsamen Dinge, dabei hatte sie doch vor keinen mehr an sich ranzulassen und wichtig werden zu lassen.
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    • Als alle begannen die Zettel auszufüllen, warf Shuji einen Blick auf die Uhr. Sie sollten zunächst genug Zeit bekommen, alles auszufüllen. dann würde er alles einsammeln. Er drückte sich von der Wand ab und sah bei jedem mal über die Schulter.
      "Was war das eigentlich gerade für eine Durchsage?", fragte einer der Jungs. Shuji wollte gerade zu Sayumi, hielt jedoch inne und drehte sich zu demjenigen um, der die Frage gestellt hatte.
      "Achso... Naja die Buchstaben und Zahlen lassen sich alle entschlüsseln. Die müssen wir im Kopf haben. Das gerade war ein Ladendiebstahl in der Innenstadt. Der Täter wurde vom Detektiv festgesetzt. Das wurde durchgesagt. Meine Aufgabe wäre es jetzt gewesen, den Täter mit aufs Revier zu nehmen und dort zu befragen. Außerdem hätten wir eine Anzeige gegen ihn stellen müssen", erklärte er dann ruhig. Die Jungs waren sichtlich beeindruckt, dass man aus diesem Salat an Buchstaben und Zahlen all das wissen konnte.
      Nun ging Shuji doch auf Sayumi zu und schaute kurz auf ihre Antworten.
      Die ersten Fragen waren neutral... sowas wie Name, Alter und Herkunft. In den weiteren Fragen ging es dann um die Moral und die Wertvorstellungen. Die letzte Frage war ein Fallbeispiel, bei dem es um Fahrerflucht ging. Die Schüler sollten sich vorstellen, dass sie Augenzeugen waren und ihr Vorgehen beschreiben.
      "Freut mich, dass du dir meinen Rat zu Herzen genommen hast", meinte er leise, sodass die anderen es nicht mitbekamen und legte Sayumi die Hand auf die Schulter. Sanft lächelte er sie an, ehe er wieder nach vorn ging, um weiterhin ein wachsames Auge auf die anderen haben zu können

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    • Sie gab sich die beste Mühe den Test zu bestehen, denn auch wenn sie große Töne spuckte, so hatte sie doch eine ziemlich große Wertvorstellung. Auch wollte sie irgendwie nicht dumm dastehen vor dem Polizisten, der nun die Runde machte und schon längst alle Jungs um den Finger gewickelt hatte, sie jedoch auch. Als er langsam in ihre Richtung kam versteifte sie sich und wurde ganz nervös, doch dann bekam er eine Frage und bleib stehen. Sayumi wog sich in Sicherheit und deshalb überraschte es sie noch mehr als er nun über ihre Schulter sah und auch noch seine Hand auf diese legte. Sie zuckte etwas zusammen und ein Schauer lief durch ihren Körper, der auch nicht weniger wurde als sie seine Stimme so dicht an ihrem Ohr hörte. Auch wenn sie sich es im Kopf noch nicht eingestand, so hatte sie schon einen kleinen Crush auf den jungen Polizisten. Zaghaft erwiderte sie sein Lächeln, ehe er leider wieder ging. Erst da redet sie sich ein, dass sie im nächsten Moment ihm einen Standpauke gehalten hätte, dass ihr ja auch keine Wahl blieb als hier zu sein. Sayumi verstand heute nicht wirklich was mit ihr los war und beendete die letzte Frage, nur um sich schnell zu melden und wieder mit ihm reden zu können. „Wann gehen wir denn nun zur Wache? Ich habe nämlich sicher einige Fragen dort.“, fragte sie sogleich, worauf sie einige seltsame Blicke ihrer Klassenkameraden erntete, schwieg sie sonst doch fast immer nur.
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    • Shuji sah in Sayumis Richtung, als sie sich meldete und nachfragte, wann sie zur Wache gehen würden. Kurz warf er einen Blick auf die Uhr und dann wieder zu ihr.
      "Meine Idee war, dass ihr erstmal alle diesen kleinen Test ausfüllt. Den sammle ich ein und werde ihn bewerten. Keine Sorge. Ihr bekommt keine Note, aber eine Einschätzung. Bewerten werde ich ihn aber daheim. Das bedeutet, dass wir los gehen, sobald alle die Tests ausgefüllt haben", antwortete er ihr mit einem Lächeln. Er hatte die seltsamen Blicke der anderen bemerkt, doch wollte er ihre Motivation nun darauf lenken, den Test fertig zu bekommen, sodass sie dann gehen konnten. Niemand konnte einen guten Einblick in den Beruf bekommen, wenn sie nur im Klassenraum saßen.
      Als alle fertig waren, sammelte er die Tests ein.
      "Gut! Dann nehmt eure Sachen mit. Wir gehen zur Wache!", meinte er dann voller Motivation und die Taschen waren tatsächlich schneller gepackt, als erwartet. Shuji führte die Gruppe dann ersteinmal raus und Richtung Wache. Unterwegs stellten ihm die Jungs auch einige Fragen. So fragten sie zum Beispiel, ob man jeden Kollegen kannte oder genau wusste, wer wo wohnte.
      "Ich kenne nur die Kollegen, mit denen ich zusammen arbeite und nein, wir wissen nicht, wo ihr alle wohnt. Wir können es aber herausfinden. Wenn wir zum Beispiel eine Fahndung haben oder ihr bei etwas als Augenzeugen gesichtet wurdet, dann können wir auf die Datenbank zugreifen und euren Wohnort bestimmen."

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    • Da Sayumi sich extra Mühe gegeben hatte und schnell los wollte war sie schon fertig und nun hieß es warten. Ungeduldig saß sie da und beobachtete alle. Es machte sie irgendwie nervös, dass er ihre Antworten lesen und bewerten würde und auch machte es sie ganz kribbelig wie oft sich ihre Blicke durch Zufall trafen. Sicher war es nur Einbildung und doch machte es sie irgendwie glücklich. Es kam ihr vor als würde sie nach all der Zeit in der sie sich unsichtbar vorgekommen war, endlich wieder gesehen werden. Nachdem nun auch der Letzte fertig war sprang sie förmlich auf und hatte, ebenso wie die Anderen, ihre Tasche schnell gepackt. Alle schienen Feuer und Flamme zu sein für die Besichtigung einer Polizeiwache, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Sayumi lief nun der Gruppe eher hinterher, hatten doch die Jungs Shuji in Beschlag genommen und sie war etwas traurig darüber, dass sie nicht so locker mit ihm reden konnte. Entweder zickte sie ihn an oder aber sie wurde so seltsam nervös. Ein Seufzen entwich ihr und doch hörte sie etwas zu was gesagt wurde. „Schon irgendwie creepy, dass somit ein Polizist einen nur an Hand seines Namens stalken könnte. Gibt doch sicher welche, die es ausnutzen oder?“, redete sie mal wieder einfach drauf los ohne genau nachzudenken und auch zu bemerken, dass sie es laut genug gesagt hatte und alle es hatten hören können.
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    • Als er hörte, wie Sayumi über Polizisten dachte, blieb er einen Moment stehen und ließ sich auf ihre Höhe zurückfallen.
      "Auf einer Seite hast du recht... Es ist unheimlich, dass das so einfach geht. Andererseits... Wenn wir das ausnutzen würden, würden wir uns strafbar machen!", erklärte er. Die Wache war nicht mehr weit entfernt.
      "Auch wenn wir Polizisten sind, sind wir nicht dazu berechtigt zu tun, was wir wollen. Wir werden auch überwacht. Immerhin wäre es eine Schande, wenn ein Polizist sich strafbar machen würde. Wir würden den Respekt der Bevölkerung verlieren. Natürlich können wir jederzeit andere auf ihre Fehler hinweisen, auch wenn wir nicht im Dienst sind. Ohne einen Befehl zu handeln, wäre jedoch strafbar. Wir müssen Fälle ebenso melden, wie es jeder normale Bürger tun kann. Der einzige Vorteil ist, dass wir schneller handeln können. Versteht ihr, worauf ich hinaus will?", meinte er nur mit einem Lächeln. Die Jungs nickten ganz eifrig. Zufrieden sah er dann zu Sayumi.
      "Wir sind keine Menschen, die anderen das Leben schwer machen wollen. Wir unterstützen und schützen. Aber genug davon! Willkommen in der Wache!", meinte er mit einer fröhlichen Mine, als er die Tür zum Eingangsbereich öffnete.
      Am Empfang saß ein etwas älterer Herr, welcher sofort freundlich grüßte.
      "Ahh Shuji! Das sind also die Schüler, die du heute betreust?"
      "Sehr wohl! Also Leute.... Dieser Bereich ist für alle Leute frei zugänglich. Hier könnt ihr etwas melden oder aber Hilfe anfordern."
      "Das ist korrekt", meinte der ältere Herr. "Aber ihr habt dank unser Nachwuchstalent Shuji alle die Erlaubnis auch hinter die Kulissen zu sehen. Stört aber bitte niemanden bei der Arbeit" Er holte unterm Tresen ein paar Karten hervor. Es waren Besucherausweise.
      Shuji verteilte sie an jeden und öffnete mit seinem Schlüssel die Tür, die in den Hinteren Bereich führte.
      "Schaut euch um und stellt auch den anderen gern ein paar Fragen"

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    • Schon wieder hatte sie etwas vollkommen Peinliches und Sinnloses gesagt, dass sie nun erst ins Überlegen brachte, während er nun neben ihr ging. Ihr war vorher gar nicht aufgefallen wie viel größer er war, auch wenn sie selbst schon nicht grade die Kleinste war. Sie vermied direkten Augenkontakt. Zu genau wusste sie doch, dass Polizisten nichts Böses wollten und es da aber auch sicher schwarze Schafe gab wie in jedem Berufsstand. Dennoch war ihre Aussage unfair gewesen alle über einen Kampf zu scheren. Während die Jungs nun nickten sah traute sie sich ihn wieder anzusehen und da trafen sich ihre Blicke zum ersten Mal seit einiger Zeit wieder. "Ähm...", mehr schaffte sie nicht zu sagen und biss sich dann auf die Lippe.
      Froh nun endlich die Wache erreichend beschloss sie wieder in der Menge abzutauchen. Die Jungs hörten zu und witzelten. Wie unreif sie sich doch in ihren Augen benahmen und nachdem sie alle einen Besucherausweis bekommen hatten wusselten die Jungs durch die Tür, die Shuji ihnen nun geöffnet hatte um einigen Menschen Fragen zu stellen, denn immerhin hatten sie von der Schule auch einen Bogen an Fragen bekommen, die nachher ausgefüllt sein sollten. Sayumi schlich leise mit hinter allen her und blieb dann, während die Anderen loslegten, neben Shuji stehen. "Ähm...", setzte sie noch mal an und hoffte, dass keiner sie beobachtete und zuhörte. Nervös spielte sie mit einer Haarsträhne. "Es tut mir leid. Also das vorhin... ich meine nicht, dass Polizisten böse und Stalker sind... es ist nur so: Ihr könntet, wenn ihr wolltet und es gibt doch auch sicher einige schwarze Schafe. Das heißt nicht, dass du.. Sie einer sind." Vorsichtig hob sie den Blick endlich etwas an um ihm in die Augen sehen zu können, die Wangen leicht gerötet.
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    • Shuji beobachtete, wie die Jungs sich verteilten und mit wem sie sich unterhielten. Als Sayumi neben ihm stehen blieb und nervös an ihrem Haar spielte, sah er zu ihr hinab. Sie entschuldigte sich und sah ihm dann mit leicht geröteten Wangen in die Augen. Erst jetzt bemerkte er, wie schön sie doch war. Das leichte Rot auf ihren Wangen ließ sie nahezu unschuldig wirken. Ihre dunkelbraunen Augen glichen denen eines Rehkitzes. Sie meinte es nicht böse, das wusste er, aber sie jetzt so zu sehen... Verdammt! Sie war doch noch zu jung. Sie war noch eine Schülerin!
      Shuji versteckte dieses Gefühl zunächst hinter einem sanften Lächeln.
      "Ich weiß doch, dass es nicht böse gemeint war.", begann er. Er wendete den Blick kurz ab, um noch einmal zu kontrollieren, wo die anderen waren, ehe er wieder zu ihr sah.
      "Schwarze Schafe gibt es immer... auch hier. Aber sobald sie entdeckt werden, werden sie gnadenlos aussortiert. Aber sag mal... Willst du nicht auch deinen Fragebogen ausfüllen? Die Jungs sind dir schon ein paar Schritte voraus.", meinte er und deutete auf einen der Jungs, welcher seinen Bogen gerade ausfüllte.
      "Natürlich kann ich dir die Fragen auch beantworten... aber das wäre doch zu einfach, nicht wahr?"
      Shuji lachte ein wenig und erhob dann seine Stimme. Er sah in den Raum hinein, sodass alle Jungs ihn hörten und auch seine Kollegen mitbekamen, was er zu sagen hatte.
      "Ihr habt Zeit bis um 12! Wir treffen uns dann alle hier vorn! Befragt ruhig alle, die gerade Zeit haben und ihr antwortet den Schülern bitte auch. Vielleicht sind ja einige unter ihnen unsere neuen Kollegen.... Ich bin in meinem Büro, falls ihr mich sucht!", rief er allen zu und deutete auf eine Tür. Er war einer der wenigen, die ein eigenes Büro besaßen. Zwar war Shuji nicht der Kommissar, aber er war einer der wenigen, die einen Bereich der Stadt zugewiesen bekamen. Sein Bereich war nunmal die Innenstadt.
      Der junge Polizist sah wieder zu Sayumi und zwinkerte ihr zu.
      "Wenn du dennoch die leichte Route wählen willst, kannst du in mein Büro kommen. Ich hab eh nur ein bisschen Papierkram vor mir"
      Mit diesen Worten ging er in sein Büro. Dieses war wie erwartet sehr ordentlich und gut sortiert. Es war zwar klein, aber reichte für ihn vollkommen aus. Er nahm an seinem Schreibtisch Platz und fuhr seinen PC hoch.

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    • Sie bekam so verdammtes Herzklopfen wie sie es noch nie gehabt hatte, nun da sie mehr als nur einen Satz miteinander sprachen. Er war so freundlich und schien sich wirklich um die Menschen zu kümmern. Etwas, dass sie nicht gewohnt war und deshalb ihr Herz auf zwei Arten wärmte. Doch was er nun sagte und ihr damit Recht gab war wirklich besorgniserregend. Scheinbar hatte sie Recht und so wie er sich umsah schien es vielleicht auch hier welche dieser schwarzen Schafe zu geben. Er musste es nicht so leicht haben wie sie am Anfang gedacht hatte und sie schämte sich etwas, dass sie ihn so angegangen war.
      Doch als er nun den Fragebogen wieder erwähnte zuckte sie leicht zusammen. Es hatte so viel Spaß gemacht sich mit ihm zu unterhalten, dass sie es vollkommen vergessen hatte, aber diesmal war es ihr sehr wichtig. Sie wollte ihn stolz machen. Verwundert sah sie sich um, denn die Anderen waren wirklich schon ziemlich in der Arbeit aufgegangen und sie musterte die anderen Polizisten. Sie schienen nett und hilfsbereit zu sein, doch so wirkliche Lust hatte sie nicht, doch dann bot er ihr fast an, dass er ihr helfen konnte. Sie zuckte zusammen und sah ihn mit großen Augen an. Es klang fast so als würde er nichts dagegen haben oder ihr es fast sogar schon anbieten, auch wenn es anders ausgedrückt wurde von ihm. Er machte lauter die Ansage, dass sie bis 12 Uhr hatten und die Anderen nickten, ehe sie sich wieder an die Arbeit machten und ihr Blick folgte ihm nun während er nach einem Zwinkern in ihre Richtung in sein Büro ging. Ihr Herz hatte einen erneuten Salto hingelegt und sie blieb einen Moment wie angewurzelt stehen. Sie war unsicher, ob sie ihm folgen sollte.
      Sie wollte noch mehr Zeit mit ihm verbringen und doch kam sie sich immer so unglaublich dumm vor in seiner Nähe. Mit einem Seufzen holte sie den Fragebogen raus, straffte ihren Rücken und setzte ein Lächeln auf, ehe sie kurz an den Türrahmen klopfte und in sein Büro eintrat. "Das ist keine Frage von leicht oder nicht. Aber ich will mit einem der Besten reden und ich weiß, dass ich ihn hier vor mir habe.", meinte sie mit einem Lächeln. Sie hatte beschlossen ihn etwas näher kennenzulernen, war er ihr immerhin nicht egal. "Also.. bereit für Fragen? Viele Fragen zu deiner Arbeitszeit und ob man genug Freizeit hat und ob es deine Freundin stört, wenn du so wenig Zuhause bist." Vielleicht ging sie zu offensiv vor, aber sie war zu neugierig und hatte wirklich immer wieder ein Problem mit ihrer großen Klappe.
      Wie kann man nur so hirnlos sein?



    • Die anderen Polizisten waren zwar durchaus freundlich und hilfsbereit, aber Shuji traute nicht allen von ihnen. Seiner Truppe konnte er jedoch trauen, da er sie alle persönlich unter die Lupe genommen hatte. Als sein PC endlich hochgefahren war und er das Passwort eingab, klopfte es und er sah auf. Sayumi war wirklich zu ihm gekommen, um von ihm die Fragen beantwortet zu haben. Er überlegte einen Moment, ehe er einen Stuhl zu sich ran zog und auf diesen deutete. Sie konnte sich also neben ihn setzen und hatte so mehr Platz zum Schreiben. Außerdem hätte er so auch die Möglichkeit, ihr ein paar Programme am Computer zu zeigen.
      "Du meinst also, dass du den Besten vor dir hast? Da fühle ich mich geschmeichelt. Setz dich doch", bot er ihr an und lauschte ihren Fragen, als sie diese stellte.
      "Steht sowas wirklich auf dem Fragebogen?", erkundigte er sich stutzig, als die Frage zur Freundin kam, aber zuckte er mit den Schultern und gab ihr dann die Antworten, die sie brauchte.
      "Nunja... Wir arbeiten in einem Schichtsystem. Es gibt insgesamt drei Schichten. Früh, Spät und Nachtschicht. Allerdings sind wir auch viel in Bereitschaft aufgeteilt.", während er ihr das erklärte, öffnete er das Programm, auf dem die Zeiteinteilung zu sehen war.
      "Hier siehst du es. Ich bin heute in der Frühschicht. Sie geht von 5 bis 14 Uhr. Allerdings bedeutet das hier, dass ich von 14 bis 20 Uhr noch Bereitschaft habe. Sollte es zu einem Einsatz kommen, wird mir die Zeit angerechnet. Genug Freizeit habe ich natürlich auch!", bestätigte er und öffnete seinen Plan für diesen Monat.
      "Ich habe jedes zweite Wochenende frei, also auch ohne Bereitschaft. Die anderen Tage, die hier grün markiert sind, habe ich auch frei, allerdings siehst du dort wieder die Bemerkung für Bereitschaft. Die Wochenenden kann ich mir leisten, weil ich Leiter eines Bezirks bin. Wenn man in den Beruf einsteigt, ist die Verteilung der freien Tage noch willkürlich. Was die Frage mit der Freundin betrifft... Ich habe keine. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es sie bei meinem Plan nicht stören würde.", erklärte er ihr und sah in ihre Richtung. Natürlich hatte Shuji bemerkt, dass diese Frage nicht auf dem Bogen stand, doch hatte er kaum Geheimnisse was seine aktuellen Umstände betraf.

      Kunst ist es, aus dem größten Pech noch ein kleines Glück zu machen.