Vielleicht in einem anderen Leben (Jeana x Alicees)

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    • Vielleicht in einem anderen Leben (Jeana x Alicees)

      >>>Vorstellung<<<

      Roku / Zero

      Ein Tag, wie jeder andere auch. Lucy war mal wieder shoppen und verprasste das Geld ihres Vaters. Sie tat dies sehr oft, aber genau das waren die Momente, in denen Roku endlich seine Ruhe hatte und sich mit sich selbst beschäftigen konnte. Die Verlobung zwischen ihm und Lucy wurde vor einer Woche bekanntgegeben und schon jetzt schwillt der Briefkasten über. Alles Anträge auf Interviews. Natürlich durfte er diese nicht ablehnen, da es schlecht fürs Geschäft wäre, aber wirklich mögen tat er das nicht. Interviews liefen alle immer gleich ab. Alle wollten wissen wie es dazu kam und wie die Beziehung sei. Langsam fühlte es sich an, als könnte man ein Tonband abspielen, denn im Endeffekt waren all diese Antworten geskriptet. Die Agentur schrieb vor, was man zu sagen hatte und die ganzen Reporter merkten nicht einmal, dass es Lügen waren.
      Seufzend starrte er auf den Ring, den er nun am Finger trug. Es fühlte sich irgendwie falsch an.
      Kopfschüttelnd richtete er sich auf und machte sich fertig, ehe er sein Frühstück zu sich nahm. Während er sein Sandwich aß, starrte er an die Wand. Immer wieder tauchte diese Maid in seinen Träumen auf. Warum fühlte sich der Traum immer so real an?
      In seinem Traum war er ein Prinz, der einer Prinzessin versprochen war. Irgendwie kahm dieser Traum der Realität sehr nah, doch gab es in seinem Leben keine Maid, die er lieben könnte.
      Sein Handy riss ihn aus seinem Tagtraum, als der Vater von Lucy anrief. Klar... ein neues Interview. Was auch sonst. Allerdings sollte dieses noch heute stattfinden, was bedeutete, dass Lucy ihre Shoppingtour nicht beenden konnte. Sie würde bestimmt wieder traurig sein...
      Schnell aß er auf und schnappte seine Jacke, ehe er in die Limousine stieg, welche gerade vor fuhr und ihn zur Mall bringen würde. Dort steig Lucy ebenfalls ein und die Fahrt ging weiter zum Büro der Agentur.
      "Ich wollte eigentlich noch das Kleid kaufen..", seufzte Lucy und lehnte sich an Rokus Brust. Dieser legte die Hand um sie. Sie roch schon wieder nach diesem ekelhaften Rosenparfüm...
      "Keine Sorge mein Schatz, wir werden es dir nach dem Interview kaufen, okay?", schlug Roku sanft vor und sofort hellte sich Lucys Stimmung auf. Die Fahrt zur Agentur dauerte nicht lang, aber es fühlte sich einfach nicht richtig an. Hand in Hand betraten Lucy und Roku das Büro. Paparazzi standen schließlich überall, so auch ständig vor dem Gebäude der Agentur.

      @Alicees

      Kunst ist es, aus dem größten Pech noch ein kleines Glück zu machen.
    • Ivy

      Ivys Wecker klingelte heute ungewöhnlich spät. Heute stand nicht viel an. Eigentlich nur Emails checken und einen Bericht über die Tendenzen der Charts schreiben. Nichts ungewöhnliches also. Sie öffnete langsam die Augen und seufzte. Er war heute wieder da gewesen. Dieser Mann von dem sie ständig träumte. Ein Prinz. Und sie eine einfache Maid. Etwas verloren grinste sie, während sie sich verschlafen streckte. Dann griff sie direkt zu ihrem Handy und öffnete ihre E-Mail. Erschrocken riss sie die Augen auf, als sie eine Interviewbestätigung las. Eine Bestätigung unter der Voraussetzung, dass das Gespräch heute noch statt fand. Ivy erinnerte sich nicht daran, wann sie das letzte mal so schnell aus dem Bett draußen war. Vermutlich hätte sie mit der wenigen Zeit die sie zum duschen, anziehen, schminken und einem schnellen Frühstück heute brauchte. "Shit, shit!", fluchte sie vor sich hin, während sie ihre Schuhe anzog, ihren Rucksack, indem all ihre wichtigen Sachen waren, und ihre Jacke von der Garderobe riss und ihre Wohnung verlies.
      Dann saß sie auch schon in ihrem Auto und fuhr auf direktem Weg zu der Agentur. Ein Interview mit Zero und One. Das dürfte sicher interessant werden. Eine Verlobung innerhalb zwei beliebten und bekannten Musikern war immer eine große Sache, vor allem, wenn sie einer Band angehörten. Die junge Frau parkte ihren Wagen etwas abseits, um sich vor ihrer Arbeit noch einmal die Füße vertreten konnte. Dann betrat sie das große Gebäude schließlich und meldete sich an der Rezeption an. "Genau, ich habe per E-Mail eine Zusage für ein Interview mit Zero und One bekommen.", erklärte Ivy der Dame und zeigte ihr dabei die E-Mail. "Ganz schön spontan", kommentierte die Dame mit einem Lächeln und händigte ihr schließlich einen Presseausweis aus. "Sie müssen in den dritten Stock, in Raum 0304. Viel Spaß." "Vielen dank!", bedankte sich Ivy bei ihr und machte sich dann auf den Weg nach oben. Es war ziemlich viel los, jedoch schaffte sie es in den Raum 0304. Wie üblich war sie vor ihren Interviewpartnern da, so hatte sie noch einige Minuten Zeit sich vorzubereiten. So holte die Reporterin aus ihrem Rucksack ihren Block und einige Stifte. Sie war ein Fan davon sich handschriftlich Notizen zu machen. So hatte sie später beim Tippen eine bessere Erinnerung und eine Verbindung zu jedem Interview. Einige Fragen hatte sie bereits notiert, auch die, die sie aus ihren online Umfragen von den Fans aus stellen würde. Als sie mit ihrem vorbereiteten Platz zufrieden war atmete sie noch einmal tief durch und wartete stehend auf das verlobte Paar.
      Man muss noch Chaos in sich haben,
      um einen tanzenden Stern gebären zu können.
    • Roku/Zero

      Kaum hatten sie es geschafft, die Räumlichkeiten zu betreten, kam eine Mitarbeiterin auf die Beiden zu.
      "Im Raum 0304 wartet die Reporterin", teilte sie uns mit einem Lächeln mit, ehe sie uns dorthin führte.
      "Unglaublich! Endlich sind wir verlobt und die ganze Welt kann daran teilhaben!", schwärmte Lucy. Sie liebte es sich bereits jetzt die Hochzeit auszumalen. Natürlich sollte es an diesem großen Tag nur um sie gehen und nicht um irgendeinen anderen. Nichteinmal bei der Torte sollte Roku ein Mitspracherecht haben. Lucy hatte bereits entschieden, dass es eine große Schokotorte werden sollte. Diese durfte Roku nichteinmal backen, wobei dies immer sein Traum war. Roku liebte Süßigkeiten und stellt diese auch gern her. Lucy hingegen mochte es eigentlich eher salzig und bestand immer auf ihre Salzstangen und Chips hinter der Bühne. Für Roku standen immer ein paar Bonbons parat.
      Im Fahrstuhl richtete sich Lucy noch einmal ihre Haare und zog ihren Lippenstift nach. Während sie dies tat musste Roku wieder an die Maid denken, die er seit einiger Zeit immer wieder sah. Er kannte ihren Namen nicht, aber er wusste, dass sie die Natur ebenso liebte wie er selbst. Ein leichtes Lächeln schlich sich auf seine Lippen und Lucy bezog dieses natürlich wieder nur auf sich.
      "Du bist so ein Süßer! Immer wieder siehst du mich mit diesem verträumten Lächeln an.... Bestimmt stellst du dir mich im Brautkleid vor"
      "Natürlich..", bestätigte er eher widerwillig. Er wusste nicht, wie sie reagieren würde, wenn er ihr die Wahrheit sagte, denn diese Maid sah nicht auswie sie sondern.... ....
      Kurz stockte ihm der Atem, als er mit Lucy den Raum 0304 betrat. Das war sie! Das war die Maid aus seinem Traum! Sie hatte dieselben Augen, die selbe Statur... konnte das wahr sein?
      Freundlich begrüßte Lucy als erste die Reporterin und wie es üblich war mit einem Händedruck. Alles war vorgegeben. Also ging auch Roku auf die Reporterin zu und reichte ihr die Hand.
      "Schön, eure Bekanntschaft zu machen", meinte er mit einer ruhigen und sanften Stimme, welche zusätzlich eine leichte Verlegenheit mit sich brachte. Lucy sah ein wenig verwirrt in seine Richtung, da sie seine Stimme noch nie auf diese Art und Weise gehört hatte.

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    • Ivy

      Die junge Frau sah sich gerade in dem Raum um. Betrachtete die Bilder, welche an der Wand hingen. Vermutlich war das hier ein Raum, der extra für solche Interviews genutzt wurde. Er trotze nur so vor Prestige. Neben Fotografien hingen Artikel und einige Auszeichnungen von unterschiedlichen Künstlern an den Wänden. Wäre sie solche Aufmachungen nicht schon ein wenig gewöhnt würde Ivy vermutlich vor Ehrfurcht aus den Latschen kippen. Unweigerlich musste sie an ihr erstes eigenständiges Interview denken und grinste. Da war das aus dem Latschen kippen tatsächlich fast passiert. Doch sie wuchs mit jedem Job etwas mehr und befand sich inzwischen in einer Position, auf die so manch einer eventuell neidisch war. Als sich die Tür schließlich öffnete sah sie sofort zu dem Paar.
      Ihre Aufmerksamkeit lag sofort auf der sehr präsenten Lucy, welche mit ihrer Persönlichkeit gefühlt den ganzen Raum auf einmal füllte. Das Ivy und Roku noch atmen konnten war gerade so alles. Freundlich und mit dem nötigen Respekt begrüßte Ivy die Frau. Auch nach tausend Interviews würde Ivy wohl immer genügend Respekt vor den schillernden Persönlichkeiten die sie in ihrem Beruf so traf haben. Dann sah sie zu Roku. So nah war sie den beiden tatsächlich noch nie gekommen. Seine Augen erinnerten Ivy an jemanden. Jemanden den sie kannte, aber gleichzeitig noch nie gesehen hatte. Das Gefühl verwirrte sie und sie konnte nicht behaupten, dass ihr das schon einmal passiert war. Nicht so. "Schön eure Bekanntschaft...", wiederholte sie den Satz leise und da traf es sie. Diesen Satz hörte sie oft! Jedes Mal, wenn sie diese Träume hatte und den Prinzen vor sich hatte den die Maid so liebte. Auch wenn der Prinz und die Maid kannten, so viel dieser Satz mindestens einmal, um den Schein zu wahren. Ivy öffnete den Mund, jedoch brauchte es einige Momente, bis sie eine Antwort fand. "Die Freude liegt ganz meinerseits, Zero.", antwortete sie schließlich, während sie ihm die Hand gab und nutzte dabei bewusst seinen Künstlernamen. Dann räusperte sie sich etwas peinlich berührt, während sie versuchte ihre Verwirrung abzuschütteln und ihr entspanntes Lächeln auf ihre Lippen zwang. Wenn sie etwas gelernt hatte, dann war es vermutlich einen entspannten Gesichtsausdruck zu erzwingen. "Schön, dass das heute so spontan geklappt hat. Ich hoffe, ich habe euch von nichts wichtigem abgehalten." Ivy setzte sich auf den für sie vorgesehenen Stuhl und sah auf ihren Block zu ihren Notizen. Zu gerne hätte sie dem Sänger noch einmal direkt in die Augen gesehen, jedoch wollte sie nicht zu aufdringlich sein oder es sich mit One verscherzen.
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    • Roku/Zero

      Die Reporterin schien ein wenig verdutzt, doch erwiderte sie seine Begrüßung doch recht gekonnt und nannte ihm beim Künstlernamen. Als sie dann ihre Hand in seine legte, war er erstaunt, wie sanft die ihre doch war. Roku hatte schon vielen Leuten die Hand gegeben, doch bei ihr fühlte es sich so anders an. Er konnte die Gefühle nicht richtig zuordnen, doch musste er sich jetzt konzentrieren und dieser Reporterin wieder dieselbe Geschichte auftischen, wie es jeder andere auch vor ihr bekam. Er rückte Lucy den Stuhl zurecht und gab ihr einen sanften Kuss auf die Wange, ehe auch er gegenüber der Reporterin Platz nahm.
      "Ach Quatsch! Sie haben uns von nichts abgehalten!", begann Lucy und sah verliebt in Rokus Richtung. Dieser sah noch immer leicht verträumt auf die Reporterin, ehe eine sanfte Berührung von Lucy mit dem Fuß ihn wieder in die Realität holte.
      "Genau. Solange wir zusammen sein können, wäre uns jeder Termin recht gewesen", fügte er ruhig hinzu.
      "Ist er nicht bezaubernd?", meinte Lucy daraufhin und schmiegte sich leicht an Roku. Der Schwarzhaarige setzte sein Lächeln auf, welches man ihm antrainiert hatte. Es wirkte zufrieden und warm, doch jeder, der ihn kannte, würde merken, dass es aufgesetzt war.
      "Stellt uns ruhig alle Fragen, die Sie haben! Wir werden jede einzelne beantworten, außer jene, die das Schlafzimmer betreffen, wenn sie verstehen was ich meine" Lucy zwinkerte der Reporterin zu, als sie das sagte. Die Blondine war eine geborene Schauspielerin. Gerade wollte sie noch in Tränen ausbrechen, weil man sie von ihrer liebsten Beschäftigung abhielt... doch jetzt strahlt sie frisch verliebt über beide Ohren.

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    • Ivy

      Für einen Moment sah sie auf ihre Hand, welche gerade noch in Rokus gelegen hatte. Warum gab es hier gerade so viele Parallelen zu ihren Träumen? Ausgerechnet hier und so Real? So eine Ironie des Schicksals. Sie nahm ihren Stift in die Hand und sah die beiden mit einem Lächeln an. Während sie den beiden zuhörte beobachtete sie sie aufmerksam. Natürlich blieb ihr Blick an Roku hängen. Sie versuchte es so beiläufig wie möglich aussehen zu lassen, wenn sie den Sänger betrachtete. "Ich schätze ihr beiden seid zurecht das Top Thema bei meinen Lesern und Leserinnen. Ich habe sogar einige Nachrichten bekommen in denen steht, dass sie irgendwann auf ihre persönliche One oder ihren persönlichen Zero zu treffen. Ziemlich verständlich wie ich euch so sehe." Ivy lachte leise. "Keine Sorge. Fragen die das Schlafzimmer betreffen habe ich natürlich aussortiert. Und das waren erschreckend viele. Sie wissen vermutlich, dass ich für 'Yonpon' hier bin. Die meisten Fragen die ich dabei habe sind von Fans gestellt, seit den neusten Geschehnissen konnte ich mich vor Fragen zu euch kam noch retten.", erklärte sie kurz. "Ein heißes Thema ist natürlich eure Verlobung. Einige Fans haben gefragt, wie der Antrag war und wer die Frage aller Fragen gestellt hat." Aufmerksam sah sie erst Lucy, dann Roku an. Als Ivy merkte, dass ihr Blick erneut an dem Mann hängen blieb und sie dabei war sein Gesucht und seine Mimik genau zu mustern gab sie sich größte Mühe schnell zu Lucy zu gucken und ihr mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Schließlich hatte sie hier einen Job zu erledigen, auch wenn ihr diese Ähnlichkeiten zu dem Prinzen fast schon eine gewisse Angst einjagten. Vermutlich war das alles nur ein unglücklicher Zufall. Mit einem sehr unangenehmen Timing und allgemein nicht den besten Rahmenbedingungen. Was sollte es auch sonst sein?
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    • Roku/Zero

      Natürlich entfielen weder Roku noch Lucy die Blicke der Reporterin nicht. Aber diese Dame schein immerhin ein wenig Humor zu besitzen und noch dazu schmeichelte sie Lucy sehr. Selbstverständlich bedeutete dies auch einen enormen Schub ihres Egos. Wie geplant würde Lucy die meisten Fragen beantworten, da es sich hier immerhin hauptsächlich um sie drehen soll, obwohl Roku derjenige war, der es so weit brachte. Lucy lachte leicht verlegen und sah zur Reporterin, während Roku seinen Blick zu der Blondine wandte, um sie verliebt anzusehen, dabei war er sich nicht so sicher, bei dieser Liebe. Es war zwar das Richtige, wenn es um die Karriere ging, aber doch fühlte es sich einfach falsch an.
      "Uh! Yonpon habe ich immer geliebt! Mit dieser Zeitschrift bleibt man immer auf dem Laufenden, was die Stars und Sternchen betrifft! Ich hätte ja nicht ahnen können, dass so eine hübsche Frau hinter den Artikeln der Musikern sitzt!", schmeichelte Lucy der Reporterin und lachte etwas, ehe sie sich der eigentlichen Frage zuwandte.
      "Naja die Frage hat er natürlich gestellt, wie man es von einem Romantiker wie ihm erwartet hätte. Er hat mich vollkommen überrascht! Erst lag ein Kleid auf meinem Bett und dabei ein Brief, der mich in eines der edelsten Restaurants einlud. Er hatte einen Tisch reserviert und mit Rosen und Kerzen vorbereiten lassen. Der Abend lief so Perfekt und dann kniete er sich nach dem Hauptgang vor mich. Ich war hin und weg!", erklärte sie. Natürlich war auch der Antrag gestellt gewesen. Eigentlich hatte ihr Vater alles organisiert und Roku erst später eingeweiht. Er hatte ihm die Verlobung schmackhaft geredet und so spielte er eigentlich nur mit. Wenn es nach Roku ginge, so hätte er das alles anders gemacht, wie der Prinz im Traum seiner Maid die Liebe gestand. Im Garten unter einem blühenden Kischbaum. Er hätte seiner Geliebten genau wie der Prinz einfach verwöhnt, mit ihr ein Picknick gehabt, fern aller Blicke. Dann, bei Sonnenuntergang, hätte er ihr die Liebe gestanden, oder den Antrag gemacht. Roku realisierte die Parallelen zum Traum. Lucy war die Prinzessin, welcher der Prinz versprochen war. Roku selbst war der Prinz. Auch im Traum war es immer der König des anderen Landes, der die Verlobung organisierte. Es war erschreckend. Doch Roku wusste, dass die Maid im Traum die eigentlich Liebe war, die der Prinz suchte. Die Maid war sein Schlüssel zum Glück. Leider traf er seine Maid noch nicht, so glaubte er. Allerdings wirkte diese Reporterin wie diese Maid.
      "Und als der Abend vorbei war, haben wir den Abend natürlich noch liebevoll ausklingen lassen"
      Verdammt! Roku hatte nicht zugehört. Er sah zwar wie geplant nur Lucy an, doch schweiften seine Gedanken ab. Er kannte die Geschichte zwar, aber Lucy dichtete immer irgendetwas hinzu, damit man in jeder Zeitschrift ein anderes Detail fand.
      "Und ich bin froh, ihr den Antrag gemacht zu haben. Immerhin ist sie die...", er stockte einen Moment. Sein Blick fiel wieder auf die Reporterin.
      "Ich bin die Liebe seines Lebens!", beendete Lucy den Satz voller Enthusiasmus.
      "Ehm.. ja genau", bestätigte Roku sie.

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    • Ivy

      Die junge Reporterin kicherte geschmeichelt und wurde etwas rot im Gesicht bei dem Kompliment. "Vielen Dank für das Lob!", erwiderte sie kurz und knapp. Schließlich sollte es bei dem Gespräch nicht um sie sondern um die beiden Künstler gehen. Als Lucy schließlich anfing zu erzählen ließ Ivy die Spitze ihres Kugelschreibers rausspringen und schrieb so vollständig wie möglich mit. Dabei lächelte sie selbst verträumt. Tatsächlich hatte sie selbst sich nie mit so einem Thema beschäftigt. Das Thema Liebe hatte bei ihr noch nie wirklich Platz gehabt. Jedoch war genau das vielleicht das was ihr fehlte. Als sie den letzten Punkt setzte sah sie schließlich wieder auf. "Wirklich? Das klingt so... unbeschreiblich schön und romantisch", bestätigte sie Lucy, auch wenn es für die Reporterin vermutlich nichts gewesen wäre. Stattdessen dachte sie bei dem Gedanken an ein Picknick unter einem blühendem Baum, ganz ohne viel Trubel. Als Roku sich schließlich zu Wort meldete sah Ivy zu ihm. Ihre Blicke trafen sich. Er beendete seinen Satz nicht. Warum? Dies übernahm dann schließlich Lucy für ihn. Für eine kleine Sekunde verschwand das Lächeln von Ivys Lippen. Es machte sich Verwirrung breit. Doch nach einem Wimpernschlag lächelte sie wieder. Die Bestätigung die Roku ihr gab klang wenig überzeugend. Ivy holte tief Luft und schob diesen seltsamen Augenblick auf einen Streit den die beiden eventuell vor dem Termin hier gehabt hatten. Der jungen Frau war schließlich bewusst, dass zu Interviews nie mit 100% ehrlichen Karten gespielt wurde. "Das beschriebene passt total zu euch. Einige Leser haben euch als Prinz und Prinzessin beschrieben.", Ivy schluckte, als sie diesen Satz so aussprach. "Da passt so ein Antrag nur zu gut." Ivys Blick ging wieder kurz auf ihren Block. "Dürfte ich später ein Bild von euren Händen mit den Ringen machen?", fragte sie schließlich schon einmal, um die Frage aus dem Weg zu haben. Ihre Kamera war in ihrem Rucksack verstaut.
      "Euer neuster Song der vor ein paar Tagen veröffentlicht wurde hat einen sehr emotionalen Text und schlägt irgendwie eine andere Richtung ein. Ich finde ihn sehr schön und um ehrlich zu sein hat er mich so mitgenommen, dass ich weinen musste. Schreibt ihr eure Texte gemeinsam? Und woran habt ihr beim schreiben gedacht?", schmiss Ivy schließlich die nächste Frage in den Raum.
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    • Roku/Zero

      Lucy merkte, dass etwas mit Roku nicht stimmte. Noch nie hatte er ein Interview so... abwesend beigewohnt. Das ließ sie ein wenig stutzig werden, doch würde sie ihre Maske nicht fallen lassen. Sie genoss es viel mehr im Mittelpunkt zu stehen.
      Als die Reporterin dann von Prinz und Prinzessin sprach sah Roku nachdenklich zu Lucy.
      "Das haben wir noch nie gehört..", meinte er ruhig. Doch Lucy schien es sehr zu gefallen. Man sah sie an und konnte förmlich ihre Gedanken lesen. Lucy stellte sich gerade vor, wie sie mit Krone auf dem Kopf aussehen würde und wie beliebt sie doch erst als Prinzessin sein müsste.
      "Das Foto? Ja natürlich sehr gern! Zero hat keine Kosten gescheut. Seht euch den Ring doch nur mal an!", meinte Lucy und streckte der Reporterin ihre Hand entgegen, um den Ring zu präsentieren. Auch den hat Roku nicht selbst ausgesucht. Große Edelsteine gefielen ihm nicht. Er hätte eher an etwas kleines gedacht mit einem schönen Muster. Blumen vielleicht. Das Herz war einfach zu kitschig in seinen Augen und dann auch noch so groß.
      Als die Reporterin den Song ansprach, lächelte Roku sanft.
      "Ehrlich gesagt schreibe ich die Songs selbst.", begann er nun. Lucy sah zu ihm. Wenn es um die Songs ging, so waren die Fragen immer an Roku gerichtet. Sie hatte da nichts zu sagen, da sie nicht gut darin war. Sie bekam lediglich die Noten und spielte danach.
      "Der Song ist deshalb so anders weil... mir eine Muse im Traum erschien", begann er dann zu erklären und wurde leicht verlegen. Natürlich war es die Maid. Die Träume hatte er noch nicht lange, aber sie beeinflussten ihn schon.
      "Er hat von mir geträumt! Er ist so von mir verzaubert, dass er mich nicht einmal in seinen Träumen wegdenken kann!", schwärmte Lucy und sah zu Roku.
      "Wenn man sich den Text genau ansieht und versucht zwischen den Zeilen zu lesen... dann handelt der Song von einer Liebe die unerreichbar scheint", erklärte er. Selbstverständlich hatte er die Maid und den Prinzen beschrieben, doch Lucy interpretierte das Lied ganz anders.
      "Wer hätte denn ahnen können, dass ein junger Blumenhändler mal ein Star wird und mit mir zusammenkommt!", meinte Lucy. Sie war schon vor Roku bekannt, da sie bereits in einer anderen Band gespielt hatte. Außerdem hatte sie so die Möglichkeit der Reporterin zu verraten, dass Roku als einfacher Blumenhändler angefangen hatte. Dies würde jungen Leuten Hoffnung geben.

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    • Ivy

      Sie sah die beiden verwundert an, als Roku sagte, dass sie das noch nie gehört hatten. "Vielleicht ist das eine Art geheimer Spitzname für euch... ein Codename oder sowas?" Ivy grinste die beiden nun an und beugte sich schließlich etwas vor um den Ring zu betrachten, auch wenn er ihr so groß erschien, dass sie ihn vermutlich von ihrer Wohnung aus hätte sehen können. "Wow... der ist ja gigantisch... Das nächste mal wenn mich etwas unerklärliches irgendwo blendet ziehe ich den Ring als Ursache in Betracht.", sagte Ivy mit einem großen Grinsen im Gesicht. Wieder etwas, was absolut nicht ihr Fall wäre. Doch zu Lucy passte er. Als ob er für sie gemacht war.
      Sie setzte sich wieder ordentlich hin als Roku das Wort ergriff und machte ihre Notizen. "Eine Muse im Traum.", wiederholte sie leise während sie schrieb. Wie aus Gedanken gerissen sah sie zu Lucy auf, als sie sich schließlich einmischte. Abwechselnd sah sie zwischen den beiden hin und her, um beiden die Aufmerksamkeit zu geben. Es kam Ivy zugute, dass sie es praktisch perfektioniert hatte zu schreiben ohne auf das Blatt gucken zu müssen. Ihr Blick blieb allerdings an Zero kleben. Wie konnte es sein, dass er sowas beschrieb und dieser Traum so sehr passte? Ein Gefühl der Frustration keimte in ihr. Zu gerne würde sie ihm erzählen, dass sie ähnliche Träume hat. Doch das war unangemessen. Das hier war ein Job, er war ein Fremder, der verlobt war und ganz zufällig etwas sehr ähnliches träumte. Vielleicht würde sie nachher bei einem Kaffee mit einer Freundin darüber reden. Das wäre zwar nicht das selbe, allerdings könnte sie dann dem ganzen Platz schaffen. Ivy erinnerte sich daran zu lächeln "Blumenhändler?", griff sie schließlich auf und kreiste das Wort auf ihrem Blatt ein. "Das nenne ich mal einen Karrierewechsel! Ich habe ja von Leuten gehört die sich umorientieren aber das sind ja zwei komplett verschiedene Richtungen." Ivy lenkte ihre Aufmerksamkeit wieder auf Lucy, aus Angst zu lange über Roku und den Traum nachzudenken. "Sie waren allerdings schon immer im Musikgeschäft, richtig? Es muss schön sein seinen Lebenspartner auch auf der Bühne bei sich haben zu können."
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    • Roku/Zero

      Bei dem kleinen Witz musste Roku kurz schmunzeln, schenkte dem jedoch wenig Beachtung, weil er von seinem Text reden wollte. Doch immer wieder mischte sich Lucy ein. Roku war es zwar mittlerweile gewohnt, aber er konnte nie jemandem von dem Traum erzählen. Lucy lenkte immer vom Thema ab.
      "Ja, Blumenhändler", bestätigte Roku die Information, doch dann galt Lucy wieder die Aufmerksamkeit, welche sie sichtlich genoss. Roku störte es zwar nicht, nicht im Mittelpunkt zu stehen, aber er wollte unbedingt jemandem von seinem Traum erzählen und gerade weil diese Person der Maid so ähnelte, wollte er ihr alles mitteilen. Der Prinz hatte auch keine Geheimnisse vor der Maid. Im Traum wusste die Maid mehr über den Prinzen als dessen Verlobte.
      "Ja, durchaus. Ich liebe die Musik über alles und dieses Hobby mit meinem Verlobten zu teilen ist traumhaft! Ich wünschte er wäre immer bei mir, aber das geht natürlich nicht. Hin und wieder haben wir auch getrennte Gespräche mit dem Chef der Agentur.", erklärte Lucy in aller Ruhe.
      "Der Chef gibt uns immer Einzelgespräche, um sich auf jeden einzelnen zu konzentrieren. Jeder von uns bekommt individuelle Tipps.", erklärte sie weiter. Roku nickte das ab. Er würde zwar nicht aufgeben, ihr von dem Traum zu erzählen, aber hatte er einen Plan. Die E-Mail-Adresse der Reporterin musste sich ja auch auf seinem Rechner befinden, da die Anfragen meist der Einfachheit halber weitergeleitet werden. Vielleicht würde er ihr eine Mail schreiben... Wie er sie formulieren würde, das wusste er noch nicht, aber vielleicht konnte sie ja endlich die Wahrheit ans Licht bringen.
      "Erst vor kurzem bekam ich einen Hinweis, dass ich mehr schwarz tragen soll", meinte Zero.
      "Und ich dafür mehr weiß! Wie bei einer Hochzeit! Ich kann es kaum erwarten!!!" Lucy quietschte fast vor Freude und Roku legte seine Hand beruhigend auf ihre.
      "Immer mit der Ruhe Süße... der erste Schritt in die Richtung ist getan", meinte er dazu. Jetzt wo er den Entschluss gefasst hatte, der Reporterin noch eine Mail zu schreiben, verhielt er sich wieder so, wie man es erwartet hatte. Das bedeutete aber nicht, dass ihn nicht einzelne Fragen aus der Bahn werfen könnten. Darauf mussten die beiden immer gefasst sein...

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    • Ivy

      Gespannt schrieb die Reporterin das Gespräch weiter mit. Dabei achtete sie genau darauf ihr Lächeln zu wahren. Über den Hintergrund wie es zwischen Musikern und Bossen lief lies sich ebenfalls immer gut schreiben. Und das sie außer bei den Einzelgesprächen wohl alles gemeinsam machten und keinen Fuß irgendwo alleine hinsetzten nahm der Reporterin die Hoffnung, doch noch mit Zero näher über die Träume zu reden. Und der Gedanke mehr über die Träume herauszufinden indem sie sich Fragen ausdachte fand sie absolut daneben. Wer weiß wie seine Verlobte darauf reagieren würde. "Wir dürfen uns also darauf einstellen mehr Bilder die auf die kommende Hochzeit anspielen zu sehen? Aufregend!" Ivy beobachtete die fast schon aufgedrehte Lucy vor sich. Sie wirkte mit so viel Energie gefüllt, dass sie vor lauter übersprudelnder Freude fast zu platzen schien. In diesem Moment wirkten Zero und One so unterschiedliche Personen zu sein. Würde Ivy es nicht selbst sehen würde sie jeden, der das behaupten würde strak hinterfragen. "Wenn es soweit ist mit der Hochzeit... Habt ihr euch Gedanken dazu gemacht ob es eine Art Video oder etwas in der Form für die Fans geben wird? Oder ist es geplant die Veranstaltung eher privat zu halten? Schließlich ist das ein wichtiger Moment für euch und ich denke nicht, dass ihr für eure Arbeit heiratet?", fragte sie schließlich wieder eine Fanfrage, welche ihr oft geschickt wurde. Kurz sah sie auf ihren Block. Das war bereits eine der letzten Fragen gewesen. Tatsächlich machte sie dieses Interview nur für ihre Leser und die meisten Fragen hatten sich wiederholt, weshalb die Auswahl sehr überschaubar geworden war, als sie die Fragen sortierte.
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    • Roku/Zero

      Als die Hochzeit angesprochen wurde, merkte man genau, dass Lucy im Mittelpunkt stehen wollte. Am liebsten hätte sie alles herausposaunt, aber sie hielt sich erstaunlicher Weise zurück.
      "Wir können noch nicht viel verraten, aber es wird eine Möglichkeit geben, die Hochzeit Live zu verfolgen.... Und ein Musikvideo ist auch mit dem Hochzeitsthema geplant. Natürlich heiraten wir nicht wegen der Arbeit, sondern aus Liebe. Aber wir lieben auch unsere Fans, die uns stets unterstützt haben", meinte sie dann mit einer vielversprechenden Stimme. Das Musikvideo war der absolute Geheimtipp, denn das bedeutete einen Song, der vermutlich bald auf jeder Hochzeit laufen würde.
      Roku sah zu ihr, als er merkte, dass Lucy sich aufrichten wollte. Also erhob er sich, um ihr den Stuhl zurückzuziehen.
      "Aber viel mehr wollen wir auch nicht verraten... Und das kann ich auch nicht. Es wird noch einiges geplant und mein Kleid muss ich auch noch aussuchen. Da kann mein geliebter natürlich nicht dabei sein...", meinte sie schon fast wehleidig und hackte sich bei ihm ein.
      "Aber unsere Zeit ist auch schon vorbei... Wir haben noch einiges zu erledigen", wimmelte Lucy die Reporterin ab. Die Verabschiedung erfolgte noch einmal freundlich. Auch Zero reichte der Reporterin ein letztes Mal die Hand. Er wollte erst das geplante sagen, doch entschied er sich anders. Es gab eine Zeile im Song, die auch der Prinz häufig zur Maid sagte...
      "Auch wenn wir uns jetzt verabschieden müssen, so werden wir uns stets in deinen Träumen treffen", er musste ein wenig Lächeln. Es fühlte sich richtig an, ihr das zu sagen.
      "Er lebt für die Arbeit! Merken Sie das! Selbst jetzt zitiert er seinen Song", meinte Lucy, um die Situation noch irgendwie zu biegen.
      Roku löste seine Hand wieder von der, der Reporterin, ehe er von Lucy aus dem Büro geführt wurde.
      "Packen Sie noch in Ruhe zusammen!", meinte die Blondine noch schwungvoll. Im Fahrstuhl angekommen sah sie zu Roku.
      "Warum hast du das gemacht?! Das war nicht der Plan!", fing sie an.
      "War es nicht gut? Ich habe den letzten Song zitiert...", verteidigte er sich.
      "Wenn dieses dumme hässliche Entlein das falsch interpretiert dann können wir uns vor Gerüchten nicht retten! Bete, dass das kein Nachspiel hat"
      Roku kam nicht dazu sich zu verteidigen. Der Fahrstuhl kam unten an und die Türen öffneten sich. Nun wurde wieder harmonisch gespielt, in die Limousine gestiegen und Lucy wieder zum Shoppen gebracht.

      Kunst ist es, aus dem größten Pech noch ein kleines Glück zu machen.
    • Ivy

      Schnell schieb sie alles mit um ja nichts zu verpassen. "Live verfolgen? Und ein Musikvideo? Da kommt was auf uns zu! Da kann man nur gespannt sein!" Ivy beobachtete die beiden erneut. "Ich bin gespannt für was für ein Kleid Sie sich entscheiden. Ihnen steht wahrscheinlich alles.", schmierte sie der Gitarristin etwas Honig um den Mund, während sie aufstand. Ivy nickte und legte den Stift weg. "Dann.. vielen Dank, dass sie sich die Zeit genommen haben! Ihre Fans werden es ihnen danken.", mit den Worten schüttelte sie sanft Lucys Hand.
      Schließlich musste sie sich auch von Roku verabschieden. Sie legte seine Hand in seine und sah ihn fast schon erschrocken an, als seine Worte fielen. Ihre Lippen formten die Worte "Bis wir uns wieder sehen", die die Maid so oft zu 'ihrem' Prinzen sagte, ohne ein Wort tatsächlich auszusprechen. Sie zog die Luft scharf ein, legte schnell ein Lächeln auf und sah zu Lucy. "Es seint so! Es war mir eine Ehre hier sein zu dürfen.", verabschiedete sie sich schließlich auch von Roku und lies sich auf ihren Stuhl fallen, als die Tür zu fiel. Was war hier gerade passiert? Ivy schüttelte den Kopf und lies den Kopf in den Nacken hängen. Sie schloss ihre Augen und atmete einige Male tief durch. Verbissen redete sie sich ein, dass das ganze ein Zufall war. Vielleicht hatten sie zufällig das gleiche Buch gelesen, aus dem sich zufällig irgendwie ähnliche Träume entwickelten? Ivy konnte es sich nicht erklären. Nichts klang jetzt noch logisch. Die Reporterin packte ihre Sachen zusammen und grummelte leise, als sie feststellte, dass sie vergessen hatte ein Bild von den Ringen zu machen. Stattdessen nahm sie sich also ihren Stift und skizzierte ihn schnell. Vielleicht lies sich daraus noch etwas machen. Dann packte sie ihre Sachen zusammen, begab sich ins Erdgeschoss und gab dort ihren Presseausweis ab. "Vielen dank.", verabschiedete sie sich knapp und ging dann aus dem Gebäude. Die frische Luft tat ihr gut und sie genoss es den Weg zu ihrem Auto zu laufen. Die wenigen Minuten zu Fuß nutze sie, um abzuschalten. Erst im Auto würde sie sich Gedanken darüber machen, we ihr Arbeitstag und der Rest des Tages noch weiter gehen würde.
      Man muss noch Chaos in sich haben,
      um einen tanzenden Stern gebären zu können.
    • Roku/Zero

      Als Lucy endlich die Limousine verlassen hatte, atmete Roku durch. Er hätte nie gedacht, dass er eine falsche Entscheidung treffen könnte, doch jetzt... Diese Reporterin lies die ganze Geschichte mit der Verlobung so falsch erscheinen. Er ging das ganze Interview noch einmal im Kopf durch. Erst als er bei der Verabschiedung ankam, bemerkte er, dass sie etwas sagen wollte, aber keinen Ton herausbrachte. Roku versuchte ihre Mundbewegungen zu kopieren. Was wollte sie sagen? Bis wir uns wieder sehen? Das konnte nicht sein, oder? Er schüttelte den Gedanken ab.
      "Wohin darf ich Sie fahren Sir?", fragte der Fahrer und Roku musste einen Moment überlegen.
      "Fahren Sie einen kleinen Umweg nach Hause und lassen Sie sich Zeit", meinte er zu ihm und die Limousine fuhr los.
      Im Wagen holte er sein Handy hervor und ging durch die Mails. Meist markierte er sie nur als gelesen, doch jetzt brauchte er eine ganz bestimmte Mail. Eine Reporterin von Yonpon.... Da! Kaum hatte er die Anfrage gefunden kopierte er die Adresse der zuständigen Reporterin. Die Arbeitsmail konnte er wohl kaum nutzen, also verwendete er eine alte Adresse, die keiner kannte. Diese Adresse nutzte er nur für seine Hobbies, doch jetzt war sie von großer Relevanz. Er wollte nicht lange zögern und schrieb los.


      Betreff: Der Traum hinter dem neusten Song
      Absender: Roku Shizuka

      Sehr geehrte Dame,

      Ich muss Ihnen noch unbedingt ein paar Infos zu dem Traum geben, der mich dazu inspirierte, den neusten Hit zu schreiben. One und ich sind nicht konsequent beisammen und ich habe sehr viel Freizeit. Ich bin jeden Mittwoch Abend in einem kleinen Skatepark. Die Adresse gebe ich gern durch. Es würde mich freuen, wenn Sie auftauchen könnten, meine holde Maid.

      Aufrichtige Grüße,
      Zero


      Bei dem Part mit der Maid, war er sich nicht sicher, aber es fühlte sich richtig an. Nun hoffte er nur darauf, dass die Reporterin dort nächste Woche auftauchen würde. Er atmete tief durch und sah aus dem Fenster. Die Bäume zogen an ihm vorbei. Seine Hände zitterten ein wenig. Wenn jemand den Traum wüsste, könnte seine Karriere vorbei sein, aber dieses Risiko wollte er eingehen. Wenn es wirklich die Maid aus dem Traum war, so würde sie wissen, was zu tun war.

      Kunst ist es, aus dem größten Pech noch ein kleines Glück zu machen.
    • Ivy

      Auch wenn das Interview relativ kurz gewesen war fühlte Ivy sich wie ausgelaugt. Alles, was ihr nebenbei durch den Kopf ging zog ungewöhnlich intensiv an ihr. Sie ließ sich auf den Fahrersitz fallen und stellte den Rucksack in den Fußraum der Beifahrerseite. Sie machte das Fenster auf ihrer Seite etwas runter und fuhr dann zum Büro von Yonpon. Das fahren kam ihr anstrengender als sonst vor. Ihre Konzentration hatte sich fast komplett verabschiedet. Dort angekommen nahm sie ihren Rucksack und ging in das Gebäude, direkt in ihren eigenen kleinen Büroraum. Es war kaum jemand da, erst recht niemand, mit dem sie sich gerade unterhalten wollte. Sie fuhr ihren PC hoch und öffnete mit einem seufzen ihre E-Mails und öffnete die neuste.
      Einige Minuten starrte sie ungläubig auf den Text der ihr Bildschirm anzeigte. Als sie hörte das ihre Tür geöffnet wurde schloss sie die E-Mail schnell und schaute erschrocken auf. "Hey Ivy. Ich wollt dir nur nen Kaffee bringen. Wie liefs heute? Hab mitbekommen das du spontan ein Interview halten konntest." Kozu stand in der Tür und stellte seiner Arbeitskollegin die Tasse auf den Schreibtisch. "Hey. Ja war... war interessant.", erwiderte sie knapp. "Danke dir... Aber ich hab nicht wirklich Zeit zum quatschen ich muss... ehm.. das schnell schreiben bevor ichs vergesse, weißt du? Ich konnte nicht alles genau mitschreiben" Ivy trank einen Schluck aus der Tasse und sah ihren Arbeitskollegen dankbar an, als er nickend wieder aus dem Raum verschwand. "Bis später dann, Frau Arbeitswütig.", verabschiedete er sich grinsend.
      Ivy öffnete die Nachricht wieder und starrte den Text wieder an. "Meine holde Maid...", flüsterte sie leise. Konnte es sein, dass das doch kein Zufall war? Aber wie sollte sowas überhaupt möglich sein? Konnte sowas überhaupt möglich sein?

      Betreff: Re: Der Traum hinter dem neuen Song
      Absender: Ivy Makura

      Mein Prinz

      Ivy entwich ein seufzen. Sie löschte den Anfang wieder.

      Herr Shizuka,


      gerne würde ich mehr darüber erfahren, was hinter dem Song steckt, der mich so berührt hat.
      Schicken sie mir die Adresse und eine Uhrzeit, ich werde es einrichten da zu sein.

      Bis wir uns wieder sehen.
      - Ivy Makura

      Ihre Hand zitterte etwas, als sie die E-Mail schließlich abschickte. Bestimmt war das alles nur ein riesiger, riesiger Zufall, ohne Zweifel. In der echten Welt gab es keine Märchen, oder Wunder oder sowas. Es gab nur Zufälle oder Missverständnisse. Zumindest glaubte sie das. Nach einem weiteren Schluck Kaffee öffnete Ivy ihr Schreibprogramm und fing an das Interview zu schreiben, wobei sie immer wieder auf den Block neben ihr schaute, auf dem ihre Notizen zu finden waren.
      Man muss noch Chaos in sich haben,
      um einen tanzenden Stern gebären zu können.
    • Roku/Zero

      Die Limousine fuhr letzten Endes doch noch vor dem Haus vor und Roku stieg aus.
      "Danke...", meinte er knapp, ehe er in das große leere Haus eintrat. Wegen seiner Karriere konnte er nicht mehr in seinem Dorf wohnen und musste zwangsweise umziehen. Hier war niemand, nur hin und wieder Lucy und ihr Vater. Seufzend hing er die Jacke an den Hacken und schloss die Tür hinter sich, da vibrierte sein Handy und informierte ihn über eine neue Mail. Zögerlich öffnete er diese. Die Reporterin bestätigte den Termin und... diese letzten Worte. Das konnte nicht wahr sein! Oder doch?
      Wieder musste er Lächeln. Nun kannte er auch den Namen der Frau und war sich sicher, was sie sagen wollte. Er überlegte eine Weile, ob er einen Versuch wagen sollte, doch nein. Es sollte bei diesem einem Treffen bleiben. Diese Frau sollte seine Karriere in den Händen halten.
      Schnell antwortete er mit der Adresse und schrieb noch die Uhrzeit dazu. 18 Uhr. Bis dahin ist noch ein wenig Zeit.
      Ein kurzer Blick auf die Uhr und er stellte sich in die Küche, um eine kleine Mahlzeit für sich zu kochen. Irgendwie hatte er heute Lust auf Reisbällchen mit süßer Füllung. Diese bereitete er dann auch selbst zu. Als er am Tisch saß und wiedermal allein seine Mahlzeit zu sich nahm, sah er auf den Bildschirm seines Handys. Er zögerte, doch dann griff er noch einmal danach. Roku konnte nicht anders.

      Betreff: Rezept für Reisbällchen
      Absender: Roku Shizuka

      Holde Maid,

      dies ist kein Rezept für Reisbällchen. Ich will allerdings sicher gehen, dass niemand diese Mail hier liest. Darum dieser verwirrende Titel. Dies mag vielleicht verwirrend klingen, aber...


      Roku zögerte. Sollte er? Nein lieber nicht. Oder doch? Einen Moment starrte er nur auf den Text. Er schloss die Augen und atmete tief durch. Es konnte einfach kein Zufall sein.

      ... Ihr habt mich berührt. Bitte... geht mit folgenden Informationen vorsichtig um. Ich möchte etwas herausfinden und dafür gebe ich Ihnen meine Nummer. Damit ist es einfacher in Kontakt zu bleiben, als über Mail.


      Roku lächelte leicht und fügte seine Nummer hinzu. Dann schrieb er weiter.

      Und Sie haben vergessen ein Foto zu machen. Keine Sorge, Lucy hat unzählige gemacht. Im Anhang finden Sie ein Bild, worauf sie unsere Hände sehen und die Ringe.

      Aufdass kein Mensch dieser Welt ein Wiedersehen verhindert,
      Prinz Roku

      Natürlich fügte er noch das versprochene Bild hinzu.

      Kunst ist es, aus dem größten Pech noch ein kleines Glück zu machen.
    • Ivy

      Das Arbeitstempo der Reporterin ließ zu wünschen übrig. Sobald sie die Worte auf dem Block las schweiften ihre Gedanken ab, in ihre eigene kleine Traumwelt, der sie jeden Abend so hingegen fieberte. Weil sie etwas hatte, was in ihrem echten Leben fehlte. Oder zumindest bis jetzt fehlte. Sie schloss das Programm wieder. Viel würde sich da über den Tag heute vermutlich eh nicht mehr tun. Bei ihren E-Mails tat sich allerdings so einiges. Sie tippte die Adresse und die Uhrzeit in ihr Handy ab, dann schloss sie zögernd ihr Postfach und fuhr den Computer runter. Den Block lies sie in ihrem Schrank verschwinden den sie abschloss, dann trank Ivy ihren Kaffee schnell aus. "Kozu? Ich mach schon Schluss für heute. AB is an, falls jemand anruft.", rief sie quer durch den großen Raum. "Jop, alles klar. Schönes Wochenende!", kam es zurück. "Danke dir auch!", rief Ivy nun aus der Küche. Dann sah sie zu, dass sie aus dem Gebäude raus kam.
      In ihrem Auto angekommen merkte sie, dass ihr Handy vibrierte. Vielleicht sollte sie ihre Arbeitsemail stumm schalten, sobald sie Feierabend hatte. Oder doch nicht? Sie öffnete die App und runzelte die Stirn, als sie den Betreff las. "Reisbällchen...?" Verwirrt öffnete sie die Nachricht und las sie. Den Anhang betrachtete sie nur kurz, immerhin hatte sie gerade Feierabend gemacht.

      Betreff: Re: Rezept für Reisbällchen
      Absender: Ivy Makura

      Mein Prinz...

      ...ich sollte mir etwas zu essen besorgen. Danke für die Erinnerung. Und vielen Dank für das Bild!

      Machen Sie sich keine Sorgen, ich gehe behutsam mit allen Informationen um
      .

      Diese Unterhaltung... Ich bin etwas verwirrt. Es gibt wirklich seltsame Zufälle, oder?

      Wenn ich meine Augen schließe sehe ich euch.
      Maid Ivy

      Schickte sie schließlich ab und hörte im gleichen Moment ihren Magen knurren. Schnell speicherte sie seine Nummer ab und schickte ihm eine einfache SMS mit ihrem Namen, die er nach dem speichern schnell löschen konnte. Dann fuhr sie los in ein nahegelegenes Café. Dort angekommen wählte sie die Nummer ihrer besten Freundin, auch wenn sie bezweifelte, dass sie spontan um die Uhrzeit Zeit für einen Kaffee hatte.
      Man muss noch Chaos in sich haben,
      um einen tanzenden Stern gebären zu können.
    • Roku/Zero

      Er wartete einen Moment, ehe er sein Handy beiseite legte, um sich seinem Essen zu widmen. Als er aufgegessen hatte, klingelte es an der Tür. Er steckte sein Handy in die Hosentasche, ehe er zur Tür ging, um diese zu öffnen. Lucy war scheinbar mit dem Shopping fertig. Der Arme Typ... Sie hatte immerhin einen Mitarbeiter, der immer ihre Taschen schleppte und dieser tat Roku irgendwie leid.
      "Kannst du das glauben? Ich habe das Kleid nicht mehr bekommen!", regte sie sich auf. Dies schien sie vergessen zu haben, was er heute gesagt hatte.
      "Wirklich? Unerhört... hast du dafür wenigstens was anderes bekommen?", fragte er sie und nahm dem armen Mann ein paar Taschen ab, um diese in ihr Ankleidezimmer zu bringen.
      "Natürlich! Meinem Charme kann keiner Widerstehen... Außerdem haben die alle Angst vor schlechter Kritik"
      Roku rollte leicht mit den Augen und verstaute die Taschen zunächst, ehe er ihrer Stimme in die Küche folgte. Dort redete sie über ihre Shoppingtour und was für schreckliche Modefails sie gesehen hatte. Als sie die Reisbällchen kostete und direkt wieder ausspukte, blickte Roku schockiert zu ihr.
      "Wie kann man nur so ein süßes Zeug essen? Egal... Vater hat etwas organisiert. Wir müssen uns dringend heute Abend in der Innenstadt blicken lassen. Was hältst du von einem romantischen Date? Nur du und ich?"
      Wieder setzte sie diese verliebte Stimme auf und Roku konnte ihr nicht widerstehen. Manchmal war sie unausstehtlich, aber andere Male war sie so zärtlich und liebevoll... Er nickte dazu.
      "Wie wäre es mit einem Spaziergang im Park?"
      "Nein da sind zu wenig Leute... wobei... Doch das klingt gut!"
      Sie gab ihm einen Kuss und ging die Treppen hinauf. Es war zwar klar, dass sie einen Plan hatte, aber Roku würde ein kleiner Spaziergang wirklich gut tun. Nur selten darf er dieses Haus verlassen, um zu verhindern, dass er gesehen wird. Dennoch vermisste er die Zeit, in der er noch nciht beliebt war... ein einfacher Verkäufer von Blumen.
      Leise seufzte er, doch da vibrierte sein Handy wieder. Sie hatte reagiert. Schnell speicherte er ihre Nummer unter ´Maid` ab. Lucy wäre jetzt eine Weile im Bad, also konnte er schreiben.

      Ja, es gibt Zufälle, aber ich bezweifle, dass dies einer ist. Ich gebe Ihnen einen Geheimtipp. Heute Abend sind wir im Park in der Innenstadt. Vielleicht können Sie ein paar Fotos machen für einen Ihrer Artikel. Noch etwas... One wird etwas geplant haben, um im Mittelpunkt zu stehen. Ich plane mich dann einen Moment von ihr zu trennen, um etwas Ruhe zu genießen.

      Schnell sendete er die SMS, ehe er von Lucy gerufen wurde. Den Rest des Nachmittags würde er ihr helfen ein Outfit auszusuchen und sie sucht seins aus. Das würde dauern...

      Kunst ist es, aus dem größten Pech noch ein kleines Glück zu machen.
    • Ivy

      "Ja?", hörte Ivy schließlich eine vertraute Stimme durch ihr Handy reden. "Midori? Hast du Zeit? Ich weiß, ist spontan und die Uhrzeit echt unpassend... Ich muss reden und zwar jetzt sofort ansonsten platze ich wahrscheinlich einfach.", sprach Ivy einfach frei Schnauze. "Öööhm. Klar ich kann nen Abstecher machen. Am üblichen Café? Hätte ungefähr ne halbe Stunde Zeit... ist nich viel aber die Patienten können leider nich warten, weißt du ja." "Ich weiß... ich bestell für dich schon mit, bis gleich." Kaum hatte Ivy aufgelegt stieg sie schon aus und ging hinein. Dort bestellte sie zwei große Latte Macchiato und zwei Blaubeermuffins dazu. Sie setzte sich an ihren üblichen Tisch, direkt am Fenster des Cafés. Es dauerte keine fünf Minuten, da kam Midori auch schon angefahren und stürzte praktisch ins Café hinein, um so wenig Zeit wie möglich zu verlieren.
      Midori war Ivys beste Freudin seitdem sie denken konnte. Seit dem Kindergarten verbrachten sie gemeinsam Zeit und vertrauten sich alles an. Midori war die einzige, die von Ivys seltsamen Träumen wusste, sie war die einzige Person, mit der sie ernsthaft darüber reden konnte. Die beiden umarmten sich zur Begrüßung, dann fing Ivy auch schon an zu erzählen. Dabei achtete sie allerdings penibel darauf keinen tatsächlichen Namen zu nennen oder zuviel über die Person preiszugeben, sodass sie Zero auf keinen Fall ausversehen enttarnen würde. "Jedenfalls... habe ich vorhin nach dem Termin eine E-Mail bekommen und bei dem Gespräch kam mir alles schon so seltsam. Als Schlusssatz haben wir Zitate aus dem Traum von mir genommen als ob es das normalste der Welt wäre? Als ob da nichts seltsames dran wäre." Midori lauschte der Erzählung ihrer besten Freundin, während sie die Blaubeeren aus dem Muffin herauspickte. Eine seltsame Eigenart ihrerseits. "Wahnsinn... Und dieses Maid Prinz Ding kam auch in den Nachrichten vor? Kann man Träume neuerdings abhören oder sowas?" Ivy seufzte leise und trank einen Schluck. "Nicht das ich wüsste... Er hat gefragt, ob ich nächsten Mittwoch Zeit habe ihn zu treffen... und ich bin so verwirrt weil ich mir nicht erklären kann, wie das alles sein kann? Ich meine... Woher weiß er diese Sätze zum Abschied? Und das es um eine Maid und einen Prinz geht? Das MUSS doch einfach ein gewaltiger Zufall sein? Oder ich bin ein Experiment von irgendeinem Gehemdienst!" Midori schüttelte den Kopf. "Dreh jetzt bloß nicht durch. Pass auf. Du gehst da am Mittwoch einfach hin und schickst mir deinen Standort. Und wenn ich mir Sorgen machen muss, wenn du mir nen bestimmten Emoji schickst oder so, dann schicke ich die Polizei dahin. Okay?", schlug Midori vor. Abgesehen davon das sie wollte, dass ihre Freundin sich weniger Gedanken machen musste wollte sie selbst auch wissen, wie das ganze weiter gehen würde.
      Ivy zog ihr Handy aus der Hosentasche und las die Nachricht schweigend.

      Werde da sein.

      Mehr schaffte sie nicht zu schreiben. Aus Nervosität und wegen Midori, welche sich gerade wieder verabschiedete, um zu ihren nächsten Patienten zu fahren. Ivy starrte ihren Blaubeermuffin an, den sie bis jetzt nicht berührt hatte. Wirklichen Hunger hatte sie nicht, sie hatte eher das Gefühl, als ob sie alles was sie essen würde wieder hinaus befördern würde. Auf direktem Weg. Trotzdem aß sie den Muffin. Wer weiß, wann sie wieder daran denken würde etwas zu essen.
      Man muss noch Chaos in sich haben,
      um einen tanzenden Stern gebären zu können.