αρσкαℓуρѕє ❦ Der Nebel ❦ [Bucky & Saki]

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    • αρσкαℓуρѕє ❦ Der Nebel ❦ [Bucky & Saki]

      Der Nebel
      @xBucky




      8f184a142f0db2dbdcde2fa44efe5d44.jpgWie lange war er nun schon hier? 3 Tage? Vielleicht sogar 4? Er wusste es nicht mehr genau. Allerdings war es auch egal, denn ohne seinen Wagen würde er so schnell nirgends mehr hinkommen, das war klar. So stand er auch heute am frühen Morgen vor der Garage, lehnte sich an die Motorhaube des dunkelblauen Ford Mustang und zog an seinem Zigarettenstummel, der in seinem Mundwinkel verweilte. Die Arme vor der Brust verschränkt und seinen Blick über die verlassene Straße schweifen lassend. Hier hatte schon lange niemand mehr gewohnt, geschweige denn war hier jemand entlang gekommen. Noch immer fragte er sich, wieso das alles damals passiert war. Wieso alles zum Tod so vieler führen musste. Doch egal wie oft er sich diese Fragen stellte, er würde doch nie eine Antwort darauf bekommen. Mit einem tiefen Seufzen warf er den Zigarettenstummel auf den Boden und trat ihn aus, bevor er sich von der Motorhaube abstieß und sich umdrehte. Die bis dato noch offene Haube ließ er nach unten fallen, nachdem er die Stange gelöst hatte, während das dreckige Tuch seinen Platz über seiner Schulter fand. Er würde den Wagen schon bald wieder zum Laufen bekommen, da war er sich sicher.

      Seine beinahe schon schweren Schritte führten ihn in das verlassene, halb zerstörte Haus hinein, bevor seine rehbraunen Augen zu den beiden Mädchen wanderten, welche auf dem recht verwahrlosten Sofa Ruhe gefunden hatte. Vor zwei Tagen waren sie hier her gekommen. Hatten versucht ihn umzubringen, um seinen Wagen zu stehlen und davon zu fahren. Und doch waren es doch nur zwei Mädchen, die ebenso wie er auf sich allein gestellt und auf der Flucht waren. Eine Welt wie diese hier, in welcher sie nun lebten, verlangte zu viel von den damaligen Kindern, welche heute zu jungen Erwachsenen herangewachsen waren. Und noch immer war ein ruhiges Leben unmöglich. Nicht nur, weil sie keinen Platz mehr hatten, an dem sie leben konnten. Sondern auch, weil noch immer all die Erwachsenen und das Militär Jagd auf sie machten, um auch den Rest von ihnen umzubringen. Um die Monster auszurotten, die vor 10 Jahren entstanden waren.

      Für einen Moment schloss Kyle die Augen, schüttelte den Kopf ein wenig und fuhr sich durch das dunkle Haar, ehe er zu den beiden Frauen heran trat. Er würde die beiden hier sicherlich nicht alleine mit seinem Wagen lassen, doch war es nötig neue Vorräte zu suchen. So stieß er die Schwarzhaarige mit den blonden Strähnen im Haar etwas an, bevor er dessen Schwester weckte. Ein Grummeln war die Folge des unsanften Weckens, gefolgt von einem eiskalten Blick. "Wir müssen los." sprach er und deutete mit einer kurzen Kopfbewegung in Richtung der Tür. "Außer ihr wollt verhungern."

      Ein Schnauben der Biestigeren war Antwort genug für ihn, bevor sie mit ihrer Schwester auf die Beine kam. "Miu bleibt hier." kam es knapp von der Dunkelhaarigen, während sie ihre Hand auf dem Kopf ihrer Schwester hatte. Diese war recht blass. Den Blick zu Boden gerichtet, weswegen Kyle leise seufzte. Wenn irgendetwas war, dann würde sie in diesem Zustand sicherlich nicht schnell genug weg kommen. Sie war schon kurz vor dem Zusammenbruch, als die beiden hier aufgetaucht waren. "Von mir aus." stimmte er mit einem kurzen Nicken zu, ehe er sich mit Zaya auf den Weg machte. In der Nähe war ein kleiner Laden und mit etwas Glück würden sie dort noch ein paar Dosen finden, die sogar noch genießbar waren.
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      ...ωαηт тσ ∂єѕтяσу єνєяутнιηg.
      тσωηѕ... нσυѕєѕ... ρєσρℓє... єνєутнιηg!"



    • Zertrümmerte Regale sind Meter weit zu sehen. Auf dem Boden liegen längst abgelaufene Lebensmittel. Der zentrale Weg zwischen den Gängen war durch die teilweise um geschupsten Regale kaum mehr erkennen. In mitten des ehemaligen Supermarkts steht ein gähnendes Mädchen mit zwei langen Zöpfen und einigen Piercings an den Ohren. Ihr Blick fällt auf das Regal vor ihr. Es ist eines von wenigen, dass noch nicht am Boden lag. Doch die Ausbeute war gering. Die meisten Fächer waren leer. Nur die unterste Reihe war voll mit Backmischungen, die leider weder genießbar noch haltbar waren. Ihr Blick wendete sich auf die anderen Regale, während sie anfing sich ihren Weg zwischen den am Boden liegenden Hindernissen zu bahnen. "Wir finden hier doch nie was.", meckerte das Mädchen lautstark herum. Einige Meter weiter entdeckte sie ein weiteres intaktes Regal. Hier lagen einige Zeitschriften und Rätselbücher. Sie hockte sich hin, um eine der Zeitschriften aus dem unteren Regal herauszuziehen. Es war ein Klatschblatt. Auf dem Cover war ein berühmter Schauspieler zu sehen und die Schlagzeile: "Geht er wirklich fremd?" Ihr Blick fuhr über das Heft und ein wenig musste sie grinsen.

      "Sowas meinte ich nicht mit Proviant.", scherzte eine männliche Stimme direkt neben ihr. Leicht erschrocken blickt das junge Mädchen hoch und erkennt den kaum älteren Jungen vor sich. Mit seinem weißen Hoodie und seiner Kapuze über dem Kopf blickte er auf sie hinab. In einer Hand hielt er seinen Rucksack und deutete auf die Beute darin. Es waren einige Konserven mit Suppe und Nudeln und eine Packung Zwieback in seinem Rucksack. "Ein bisschen was hab ich gefunden. Aber leider kein Wasser.", gab der Junge von sich, während die kleine Diva die Zeitschrift loslässt und sich wieder aufstellt.

      Die beiden kannten sich zwar nicht lange, dennoch genossen es beide mal wieder mit einem anderen Menschen zu sprechen. Erst heute Mittag wachte das Mädchen mit dem auffälligen Haar auf und erblickte zum ersten Mal das Gesicht ihrer aktuellen Begleitung. Nach einigen Tagen ohne Nahrung und Wasser war sie auf der Straße zusammengebrochen. Als sie aufwachte, gab ihr Felix, so hieß der junge Mann eine Mahlzeit und Wasser. Eine Freundlichkeit, die ihr selten zu Teil wurde. Zum Ausgleich für seine Fürsorge, hatte das Mädchen vorgeschlagen ihm die Nahrung zu ersetzen.

      Eine Weile lang suchten die beiden weiter nach Wasser und anderen Nahrungsmitteln. Doch der Supermarkt wurde schon einige Male geplündert und steht bereits seit Jahren leer. Nach längerer Suche hatte das freche Mädchen keine Lust mehr. Als sich die beiden gerade aufmachen wollten, entdeckte Felix einige gestalten draußen. Sie waren noch ein gutes Stück entfernt. Es waren ebenfalls ein Junge und ein Mädchen. Wohl auch in ihrem Alter.

      Vorsichtig wie er war, zog Felix seine Begleitung am Arm zur Seite. Ein ramponierter Zigarettenautomat und eine alte verstaubte Kasse mit einem Fließband boten ihnen Deckung.
      "Hey, was soll das?", beschwerte sich das Mädchen direkt. "Ich dachte wir wollten gehen?", fügte sie fragend hinzu. Dennoch lies sie sich mitziehen. Felix antwortete nicht. Nur ein "Schhhhhhh", zeigte dem Mädchen, dass sie still sein soll. Hinter der Kasse hockten sich die beiden hin. Während er die beiden Fremden beobachtet, sitzt sie nur neben ihm nur, schmollt und betrachtet ihre buntlackierten Fingernägel. "So ein Arsch.", murmelte sie dabei leise mit der Intention, dass Felix es hört.
    • Mit schweren Schritten, die durch die schweren Militärstiefel an seinen Füßen noch deutlich verstärkt wurden, betrat Kyle den kleinen Laden. Seinen Blick ließ er durch die umgestoßenen Regale und den vermoderten Verkaufsraum wandern, während seine Hand auf dem Griff seiner Pistole ruhte, welche er an seinem Gürtel befestigt hatte. Zwar hatte er sich vorgenommen wirklich nur damit zu schießen, sollten welche von ihnen auftauchen und es um Leben oder Tod gehen, doch zur Abschreckung tat es allein der Anblick der Handfeuerwaffe. "Sei vorsichtig und vor allem ruhig." flüsterte der Dunkelhaarige zu seiner Begleitung. Hatte er die Schuhabdrücke im Schutt bemerkt. Ob diese frisch waren oder nicht konnte er allerdings nicht ausmachen. Sie mussten ruhig sein. Und vor allem schnell. Doch so wie es auf den ersten Blick aussah, würden sie hier eher mit leeren Händen zurück kehren.

      Man konnte Zaya deutlich ansehen, dass der herrische Ton des Älteren ihr nicht gefiel, doch im Moment hatte sie wohl keine andere Wahl als still zu sein und mit zu spielen. Besonders solange es ihrer Schwester so ging wie im Moment. So unterdrückte die Schwarzhaarige einen bissigen Kommentar auf die Worte Kyle's hin, dass sie sich ruhig verhalten sollte. Doch in ihrem Kopf sprach sie bereits etliche Flüche aus, die an den Älteren gerichtet waren. So schnaubte sie lediglich leise, vergrub ihre freie Hand in der Tasche des Hoodies und trat über die umgefallenen Regale, während ihre Augen nach brauchbarem Ausschau hielten. Dosen wären selbst etliche Jahre nach dem Ablaufdatum noch genießbar, solange diese komplett geschlossen waren. Doch auch sie hatte nicht das Gefühl, dass sie all zu viel hier finden würden. "Hier war schon wer." sprach sie, weniger leiser als es ihr aufgetragen wurde, was mit einem kurzen Zungenschnalzen resigniert wurde.

      Doch auch Kyle teilte die Erkenntnis, dass hier jemand schon gewesen war und fuhr sich mit den Fingern durch das schwarze Haar, bevor er in seiner Bewegung inne hielt und ein leises Murmeln vernahm. Seine rehbraunen Augen wanderten zu einer der staubigen und nicht mehr funktionierenden Kassen, während seine Finger sich dichter um den Griff seiner Pistole wandten und diese schließlich aus dem Halfter zogen. Leise und doch tief atmete er die staubige und abgestandene Luft in seine Lungen, die Kasse nicht aus den Augen lassend, während die Asiatin sich zu ihm drehte und eine ihrer Augenbrauen sichtlich überrascht und verwirrt zugleich in die Höhe schießen ließ.

      "Angst vor einer Spinne?" fragte sie belustigt und mit einem seichten Grinsen unter ihrer Maske, bevor sie jedoch den Ernst in Kyle's Blick sah und das Grinsen ebenso schnell verschwand, wie es gekommen war. Ihre Augen folgten seinem Blick, während sie langsam ein paar Schritte zurück machte. Ihren Schläger, welchen sie bis dato an ihrer Schulter gelehnt bei sich trug umgriff sie mit der freien Hand dabei und ließ das dickere Ende gen Boden sinken, bevor sie sich neben dem Älteren wiederfand. Sie würde auf keinen Fall zögern einem dieser Soldatenschweinen oder gar dieser Missgeburten den Schädel einzuschlagen. So viel stand fest.

      "Bleib hinter mir." murmelte der Ältere seiner Begleitung zu, die Waffe nun angehoben und mit beiden Händen stabilisiert, bevor er mit vorsichtigen und langsamen Schritten voran ging. Wäre es heute der erste Tag, an dem er Schüsse verschwenden musste? Doch diese Frage verschwand schnell wieder aus seinen Gedanken, konzentrierte er sich darauf keine hektischen Bewegungen zu machen, bis er am Kassenband angekommen war. Vor diesem stehen bleibend verfestigte sich sein Griff um die Pistole, sein Herz schlug ihm bis zum Hals, ehe er mit einem Satz auf das Kassenband sprang und den Lauf der Pistole geradewegs auf die beiden Personen richtete, die hinter der Kasse Schutz gesucht hatten.
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    • Mit neugierigem Blick beobachtete Felix die beiden ungeladenen Gäste beim Betreten des Gebäudes. Das Aussehen der beiden lies ihn auf ihr Alter schließen. Auch wenn die Maske des Mädchens eine genaue Beurteilung erschwerte. Da sie ebenfalls in seinem Alter zu sein scheinen, vermutete dass sie über Kräfte verfügen könnten. Eine schwierige Situation für ihn. In einem so engen Raum, konnte er sich kaum zur wehr setzen. Sein Gewehr würde nicht so viel bringen. Mit nur einem Schuss wäre es ihm kaum möglich beide aufzuhalten. Und das Nachladen würde seinen Tod bedeuten. Zumindest wenn es zu einem Kampf kommt. Sein Blick geht runter zu seiner schmollenden Begleitung. Nach einer Kämpferin sah sie nicht gerade aus. Ausharren und warten war nun also der Plan.

      Doch anders als er, machte sich das Mädchen neben ihm weniger Gedanken. "Lass uns doch einfach gehen, wenn dir die nicht passen?", gab die Dame von sich und setze zum Aufstehen an. Doch der Junge legte seine Hand auf ihre Schulter und hielt sie unten. "Wenn das so einfach wär..", erwiderte der Junge seufzend. Er hatte schon einige Sorten von Menschen gesehen. Nicht nur die Netten, die einem helfen, sondern auch jede die einen ausraubten nur um selbst zu überleben. "Wir sollten..", wollte der Junge fortfahren, als Rebecca, die junge Rebellin ihn unterbrach. "Hör mal auf so n Spießer zu sein.", entgegnete sie ihm. Ihre Miene verzog sich. Ihre Langeweile war mittlerweile auf dem Zenit und die Gelegenheit neue Menschen zu treffen, wollte sich Rebecca auch nicht verbieten lassen.

      Kaum waren die Worte gesprochen, kam eine kurze Stille auf, die von einem lauten Auftreten unterbrochen wurde. Das Kassenband vibrierte und den Beiden war bewusst, dass sie entdeckt wurden. Mit ihrem leicht genervten Blick schaut Rebecca hoch und erblickt den jungen Mann. "Peace", sagte sie leise und streckte ihm das allseits bekannte Peacezeichen entgegen. Felix hingegen saß nur da und akzeptierte die Situation. Einem Gespräch konnte man wohl nicht mehr aus dem Weg gehen.
      Sowohl Felix als auch Rebecca standen auf. Ruhig, ohne eine Gefahr darzustellen. Während Rebecca sich noch den Staub von ihrem Rock klopft, beobachtet Felix das Mädchen weiter hinten.

      "Na was geht bei euch so? Hätte nicht gedacht so viele Leute an einem Tag zu treffen.", merkte Rebecca neugierig an. Sie machte einen Schritt vor, blickte hinauf und mustere den Jungen mit der Pistole. "Bist wohl ein ganz Wilder, was?", fragte sie spaßig, während ihre Aufmerksamkeit zur Pistole wanderte. Es schien so als wäre Angst ein Fremdwort für Rebecca, jedoch zeugte es nur von reinem Selbstvertrauen. Sie wusste lediglich, dass sie, sollte es ernst werden, die Situation dank ihrer Kräfte ohne durchlöchert zu werden überstehen konnte.
    • Fest haftete der Blick Kyle's auf den beiden Gestalten hinter der Kasse, während er jede Bewegung der beiden genaustens verfolgte. Die Pistole hatte er weiterhin fest in beiden Händen, als sie sich erhoben und die Jüngere zu sprechen begann. Es gab keine Anzeichen, dass die beiden von dieser Sorte wären. Hätten sie gänzlich anders reagiert, wenn dies der Fall gewesen wäre. Hatten diese Bestien doch keinerlei Kontrolle mehr über sich selbst und griffen alles und jeden an, gleich ob Mensch oder Tier. So ließ er die Waffe langsam sinken, ehe er diese zurück in das Halfter steckte und vom Kassenband zurück auf den Boden sprang. "Wenn ihr euch versteckt, dann solltet ihr leiser sein. Man hört euch selbst draußen bei starkem Wind noch." merkte der Schwarzhaarige an, ehe ein leises, kaum hörbares Seufzen aus seiner Kehle entwich.

      Zaya hingegen hatte den Baseballschläger bereits wieder an ihrer Schulter gebettet und beobachtete die Szenerie vor sich. Vor dem Kerl musste sie sich wirklich in Acht nehmen. Hatte sie nur durch die Stille bemerkt, dass er die Pistole zur Hand genommen hatte. Er könnte Miu und sie selbst mit Leichtigkeit im Schlaf erschießen. Doch daran wollte sie im Moment nicht denken, weswegen sich den beiden Gestalten widmete, welche sich hinter der Kasse nun hervor trauten. Und die Jüngere der beiden auch sogleich das Plappern begann. Den Kopf etwas schüttelnd machte Zaya ein paar Schritte, ließ das dicke Ende des Schlägers geräuschvoll auf den Boden fallen und behielt die Augen halb geöffnet. "Du redest mir jetzt schon zu viel." meinte sie im Monoton, konnte man aber deutlich sehen, dass sie ein wenig genervt zu sein schien. "Wär ich an seiner Stelle hätte ich dich schon zum Schweigen gebracht. Du ziehst ja alles an." meinte sie, ein kurzes Nicken in Richtung des Jungen.
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    • Die Situation schien sich zu entspannen. Felix atmete kurz durch, als der junge Mann seine Waffe wegpackte. Anscheinend waren es normale Überlebende, die scheinbar auch nicht feindselig gegenüber Fremden waren. Mit einem kurzen Blick rüber zu Rebecca, nahm Felix den Ratschlag des jungen Mannes an. Bei einer so ungeduldigen und dickköpfigen Begleitung konnte man sich in der Tat nicht einfach versteckt halten. Aber das sie sich so verhielt, hätte er nicht ahnen können.

      Die Provokation des Maskenmädchens traf einen gewissen Nerv bei der eben noch aufgeschlossenen Rebecca. Ihr Lächeln verzog sich recht schnell. Mit einigen Schritten näherte sie sich dem maskierten Mädchen. Flüchtig mustere sie ihre gefühllos wirkende Kontrahentin dabei, bis sie dann doch gut einen Meter vor ihr stehen blieb. "Ach ja, wer hat dich denn nach deiner Meinung gefragt? Wie wärs wenn du mal deine Maske abziehst, bevor du hier große Töne spuckst?", antwortete sie in einem genervten Ton und blickt ihr dabei streitsuchend in die Augen.

      Eine gewisse Spannung lag unbestreitbar in der Luft. Doch diese gingen vorrangig von den Mädchen aus. Während diese mit sich beschäftigt waren, näherte sich Felix dem jungen Mann mit der Pistole. Ihm war sofort klar, dass er wohl der bessere Ansprechpartner war, um die Situation zu klären. "Also hier im Laden werdet ihr nicht mehr viel finden.", eröffnete er das Gespräch im ruhigen Ton. Ein Blick auf die umgefallenen und bereits gut geplünderten Regale untermauerte seine Aussage. "Wie viele seid ihr?", fragte er anschließend beiläufig, während er die weiße Kapuze seines Pullis vom Kopf zog.
    • Ein tiefes Seufzen entwich dem Dunkelhaarigen, als er die beiden Frauen ein wenig beobachtet hatte und diese sich sogleich in die Haare zu kriegen schienen. Leicht schüttelte er den Kopf darüber, schloss die Augen und fuhr sich durch das Haar, während seine freie Hand an seiner Hüfte ruhte. Und genau aus so einem Grund war er lieber alleine unterwegs. Er war schneller, er war bedeckter und vor allem hatte er die weiblichen Zickereien nicht zu ertragen, wie sie ihm gerade boten. Als er jedoch Schritte vernahm, die näher an ihn heran zu schreiten schienen, hob er den Blick und sah in das Gesicht des Jüngeren, ehe er die Arme vor der Brust verschränkte und mit leisem Seufzen nickte. Ja, hier würden sie sicherlich nichts mehr finden. Aber das hatte er sich beim Eintritt in den Laden schon gedacht. Aber so mussten sie eben weiter suchen und wenn nötig auch in die verlassenen Häuser hinein gelangen. Vielleicht fand sich dort noch etwas Haltbares. Auf die Frage hin, wie viele sie waren, überlegte Kyle für einen Moment, ob er antworten sollte. Er kannte ihn schließlich nicht, doch genau das gleiche konnte er von Zaya und Miu behaupten und doch sah er sich irgendwie verantwortlich für die beiden. "Wir sind insgesamt zu dritt. Ihre Schwester wartet ein paar Straßen weiter. Sie wollte sie nicht dabei haben." antwortete er. In ihrer Verfassung hätte sie es auch nicht sonderlich weit geschafft. Zumindest etwas Trinkbaren musste er finden, bevor Miu noch gänzlich zusammen klappen würde. "Und ihr seid zu zweit? Oder seid ihr nur ein Spähtrupp?" stellte Kyle nun die Gegenfrage. Hatte er doch schon öfter eine kleine Basis gekreuzt, in denen ein paar Überlebende zu finden waren. Zumindest für kurze Zeit.

      Zaya hingegen verzog keine Miene, als die Kleinere auf sie zu schritt. Lediglich ein verzogenes Lächeln bildete sich unter ihrer Maske, als ihre Gegenüber begann zu sprechen. "Nun, meine Maske schützt mich immerhin vor deinem Speichelfluss. Wer weiß, wo du dich schon überall herum getrieben hast... Püppi." sprach sie und wischte sich demonstrativ über die Wange, als wäre sie angespuckt worden. "Und was meine Meinung angeht: Denkst du wirklich ich frag dich, ob ich sie teilen darf? Da hast du dich aber gewaltig geschnitten." kam es schnippisch hinterher, bevor sie sich auf dem Absatz herum drehte und den Blick über die Regale wandern ließ. Doch nichts war zu sehen als Staub, Schutt und Dreck. Ein leises Brummen, oder eher schon ein Knurren entwich ihrer Kehle, bevor die Jüngere nun ausblendete und sich Kyle zuwandte, welcher mit dem anderen Jungen sprach. "Hey! Lass uns weiter, Großer. Sonst wird es noch dunkel. Und ich hab kein Bock meine Schwester so lang allein zu lassen."
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    • "Eigentlich sind wir eher einzeln unterwegs.", antwortete Felix dem Älteren. Doch sein Gespräch wurde schnell von einem der eben noch streitenden Mädchen unterbrochen. Während das fremde Mädchen sich zu ihnen gesellte, blickte Felix an ihr vorbei zu dem Mädchen mit den bunten Zöpfen. Und irgendwie ahnte er dabei schon nichts Gutes.

      Richtig angepisst von diesem sowohl kindischen, als auch nervenden Anschuldigungen begann die 19 Jährige zu Fluchen. "Für was hältst du dich du arrogante Kuh. Du denkst auch dir..", entgegnete sie dem Mädchen mit der Maske, doch diese wandte sich einfach von ihr ab. Eine kurze Stille trat bei Rebecca ein, doch einzelne Dosen, Verpackungen und auch Regale begannen am Boden zu vibrieren. Ein leises Klappern gefolgt von einigen herunter krachenden Töpfen und umfallenden Regalen gaben nun den Ton vor.
      Zwar waren die Geräusche lautstark zu hören und ließen jedes Gespräch verstummen, doch Rebecca selbst blendete alles aus. Auch die Luft um sie herum wirkte als wäre sie magnetisch aufgeladen. Rebeccas beiden langen Zöpfe standen leicht bedrohlich in der Luft. "Ignorier mich bloß nicht, du Schnepfe.", kam aus ihr heraus. Die noch heilen Fensterscheiben des Supermarktes zersprangen und erste Gegenstände flogen in Richtung des maskierten Mädchens.