Battle for Magic (Nicolas x Ayona)

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    • Battle for Magic (Nicolas x Ayona)

      Aurelia:

      Es war Kalt, die Umgebung war in dichtes Weiß gehüllt und kleine Schneeflocken fielen vom Himmel als die Junge Frau inmitten dieses Weiß aufwachte. Ihre Lippen waren Blau von der Kälte und ihr Körper schmerzte. Lediglich ihre Feuermagie hatte sie am Leben gehalten, ohne diese wäre sie hier armseelich erfroren. Mit einem leisen stöhnen richtete sich die Dunkelhaarige junge Frau auf. Verwirrt blickte sie sich um. Sie kannte diesen Ort nicht, wusste nicht wo sie hier gelandet war und warum. Ein mulmiges Gefühl breitete sich in ihrer Magengegend aus. Nachdem sie sich umgeschaut hatte fiel ihr Blick auf ihre Hände, an denen Blut klebte. Auch ihre Kleidung, die wie schien als wäre es weiße, schlichte Krankenhaus kleidung war mit roten Tropfen gespränkelt. Übelekeit überkam sie und so sehr sie versuchte sich daran zu erinnern, was passiert war, desto verzweiflter wurde ihr Gesichts ausdruck. Sie konnte sich beim Besten willen nicht erinnern. Wie war sie hier hergekommen. Wem gehörte dieses Blut und wer zur Hölle war sie? Langsam erhob sie sich. Kalter Wind peitschte ihr ins Gesicht. Nun galt es erstmal einen Unterschlupf zu finden. Irgendetwas wo sie sich aufwärmen konnte, denn würde sie länger in dieser Kälte bleiben, wäre die ihr Tot. Ohne zu wissen wo sie hin sollte stapfte sie durch den Schnee in der Hoffung bald etwas zu finden.
      Sie war schon eine ganze Weile mit ihren Nackte Füßen durch den Schnee geirrt, als sie eine Höhle entdeckte. In dieser würde sie vorerst von dem Kalten Weiß geschützt sein, soweil sie es schaffte ein Feuer zu erzeugen, denn selbst von ihren Magischen Kräften schien sein keine Ahnung zu haben. Die Höhle schien leer zu sein, zu ihrem Glück. Generell schien dieser Wald, durch den sie geirrt war völlig still und leer von Lebewesen zu sein. Mit bebenden Lippen suchte sie sich Feuerholz zusammen ehe sie in die Höhle trat. Ihre Hände waren schon fast taub und es fiel ihr schwer die Äste aufzuheben.
      Sie ließ die Äste in der Höhle auf den Boden fallen und trat sie mit ihren Füßen zurecht. Zwei Äste nahm sie und versuchte damit Feuer zu machen, doch es gelang ihr nicht. "Versuch es doch einfach mit deiner Magie" ertönte eine weibliche Stimme. Sie klang amüsiert über ihren kläglichen Versuch. "Wer ist da" rief Aurelia und sah sich erschrocken um, doch niemand war zu sehen. "Ich will dir doch nur helfen.. versuch es.." hallte die Stimme durch ihren Kopf. "aber wie.? fragte sie die Stimme, die ihr so vertraut schien. "Schau auf die Äste und erzeuge Feuer.. du musst es wollen." Sie musste es nur wollen? Unsicher starrte sie auf die Äste. Sie konzentrierte sich darauf was sie wollte, dass ihr kalt war und das Feuer sie in diesem Moment wären würde, Plötzlich fing ihre Hand an zu brennen. Er schrocken taumelte sie nach hinten, sie wollte schon panisch anfangen zu schreien ehe die Stimme wieder das Wort ergriff. "Halte deine Hand dort hinein" leitete sie die verunsicherte Frau an und sie tat genau das, was die Stimme ihr Auftrug.

      @NicolasDarkwood
    • Jacop:

      Man sagt, ein menschliches Herz blutet nur einmal aus.
      Wenn Jacop die Menge an Blut in den Trümmern der Klinik betrachtete, kamen ihm leise Zweifel an dieser Theorie. Als er an die Trümmer trat, betrachtete er den Leichenberg beinahe staunend. Die Körper schienen verbrannt, geradezu verkokelt, als habe eine Urgewalt an Feuer durch die Gänge des Krankenhauses gewalzt. Jacop spürte seinen Herzschlag, als er einen verbrannten Stein berührte. Magie ging von ihm aus.
      Voll des Ekels riss er seine Hand zurück und starrte sie wie einen Fremdkörper an. Ein Polizist in schwarzer Uniform und Blechhelm trat an ihn heran. Jacop kannte ihn. Den Schnauzbart, die hässliche Fratze darüber und die leeren, schwarzen Augen, die einem in die Seele zu starren schienen. Williamson, Vorname unbekannt und nicht zu kennen gewünscht. Mitte vierzig, hoch gewachsen, aber immer noch eine ganzen Kopf kleiner als der hagere Jacop. Das adrett frisierte Haar offenbarte sich, als er den Helm vom Kopf riss.
      "Freak!", trompetete er. "Wer hat dich an den Tatort gerufen? Denke nicht, dass du hier Deinesgleichen aufknüpfen kannst."
      Jacop versuchte ein neutrales Lächeln. Es wurde zu einer Fratze, die den Polizisten zurückweichen ließen.
      "Tun Sie mir den Gefallen, Williamson, und schweigen Sie. Sie beleidigen die Intelligenz des Pflastersteins durch bloßes Reden."

      Ein weiterer Behördenmitarbeiter winkte Jacop heran.
      Er trug einen schweren Mantel und einen breitkrempigen Hut. Collinsworth, soweit er wusste. Chief der Police. Jacop ging an dem erstarrten Polizisten (was mochte er gesehen haben? Der arme Mann...) vorbei und begrüßte Collinsworth mit einem Nicken. Dieser setzte ihn kurz ins Bilde (obgleich er genügend sah). Ein zertrümmertes Krankenhaus, wie von einer Urgewalt zerrissen, mindestens 200 verkohlte Leichen. Kaum jemand konnte identifiziert werden. Die Leichen wurden - scheinbar durch eine Explosion - durch die Gegend geschleudert und hatten ihre Spuren - und Teile - überall hinterlassen, wo man es sich vorstellen konnte. Dankenswerterweise hatte die Polizei bereits die Körper zusammengelegt. Auch wenn es nun mehr denn je nach einem Massengrab aussah. Und Schnee, der nicht dazu passte und die rote Färbung des Bodens nur hervorhob.

      "Wir vermuten Magie", schloss Collinsworth seine Erläuterungen. Der Mann sah selbst zerknirscht aus. Offenbar mochte er Jacops Gegenwart nicht. Nun, mit seinem schwarzen Kutschermantel, dem wirren Haar mit der grauen Strähne und der schiefen Brille wirkte er mehr wie ein zerstreuter Professor als Englands wirksamster Jäger. "Und deswegen sind Sie hier, Mr Gryn. Aus der Belegungsliste ergibt sich ein Name, den wir bisher nicht auffinden konnten. Es fehlt eine Leiche, daher vermuten wir, dass diese Patientin die Täterin ist. Sie ist selbst Magierin, den Kenntnissen nach, und heißt Aurelia Dayton."
      "Und was springt für mich raus?", fragte Jacop, während sein Blick über die Trümmer glitt. Er spürte Magie wie ein Zittern in den Adern. Eine gewaltige Menge Magie, die ihn grinsen ließ. Endlich eine Gegnerin? Eine Freude...
      "20.000 Pfund Sterling."
      Einen Moment lang hielt er inne. Das war ein Vermögen. Nicht einmal ein Aristokrat oder ein Kaufmann erhielt so viel Einkommen in der Stadt. Jacop richtete seine Brille und atmete durch. Es war zu viel Geld, um abzulehnen. Er musste annehmen, damit das Waisenhaus...
      "Gut. Ich nehme an."
      "Sie werden Hilfe brauchen, wir..."
      "Ich arbeite allein, Sir. Das wissen Sie und das ändert sich nicht. Ich finde diese... Ausreißerin... Und jetzt: Lassen Sie mich allein, damit ich arbeiten kann."

      Ruhe und Frieden.
      Er kniete sich vor die Leichen und atmete den Geruch verbrannten Fleisches ein. Seine Lunge rebellierte gegen den Gestank und seine Augen begannen zu tränen. Aber dennoch spürte er die Magie wie glühende Drähte in seinen Adern.
      "Take-Over. 15 Prozent", murmelte er und öffnete seine Augen.
      Das linke blickte starr auf die Leichen während das Rechte mit einer goldenen Iris erstrahlte. Rund um die Augenhöhe bildeten sich hellblaue Risse, die saphirgleich funkelten, wenn sein Herz schlug. Er spürte die Macht, die sich in ihm ausbreitete und gleichsam wurden die Spuren der Magie sichtbar. Wie eine Spur, die sich durch die Luft zog. Und sie führte fort vom Krankenhaus, über das Meer hinaus.
      Sie war nicht frisch, vielleicht hatte Aurelia Dayton ein paar Stunden Vorsprung. Aber das machte nichts. Er hatte Zeit. Und bisher wurde noch Jeder durch seine Hand zur Rechenschaft gezogen.
      Spitze Eckzähne offenbarten sich, als er lächelte ob der Aussicht, erneut einen dieser vermaledeiten Zauberer zur Strecke zu bringen. Es würde ihm eine Freude sein, ihre Eingeweide auf dem Boden zu verteilen.
      Bitte wehre dich, dachte er und setzte sich lächelnd in Bewegung.

      Als er Williamson begegnete, zuckte dieser zusammen.
      "Was ist los, Dummkopf?", fragte Jacop und blickte ihm in die Seele. Sollte er doch seinen eigenen Tod sehen, es war ihm gleich. "Hast du einen Geist gesehen?"

      @Ayona-Chan
      Zutiefst verletzt, zutiefst entsetzt.
      So stark vernetzt und doch allein.
      Zutiefst verwandt, zutiefst gebannt.
      So sehr entbrannt, doch ohne Schein.

      Zutiefst bewegt, zutiefst erregt
      Und ein selbst auferlegtes Joch,
      Zutiefst verstört und unerhört.
      Zutiefst ergeben.
      Immer noch.
    • Aurelia

      draußen pfeifte noch immer der Wind und es kleir Beinahe so als würde sich ein kleiner Schneesturm ausbreiten. Es war sogleich faszinierend als auch beängstigend, denn Auriela hatte ihr halbes Leben in Gefangenschaft gelebt. Es wurde ihr nie gestattet nach draußen zu gehen. Bis auf die kahlen weißen Wände und die ein oder anderen Menschen bekam sie nichts zu sehen, doch sie erinnerte sich weder an diesen Ort, noch an sost irgendetwas Es schien beinahe so, als würde sie gar nicht Existieren.
      Die Äste vor ihr begannen zu brennen und erschrocken wisch Aurielia ein paar Zentimeter vom Feuer. Wie war das nur Möglich.
      "Keine Angst" sagte sie Stimme sanft so als würde sie ihre Seele streicheln. Diese Stimme war Angsteinflößend, aber doch hatte sie etwas beruhigendes, etwas, dass Aurelia dieser Vertrauen schenkte.
      Die junge Frau nickte nur kurz, das braune noch nasse Haar fiel ihr in das dürre Gesicht. Unwillkürlich strich sie sich über die Handgelenke, erst in diesem Moment bemerkte sie, dass sie weh taten. Sie hatte den Schmerz durch die Kälte gar nicht wahrgenommen, da alles taub zu sein schien. Bei genaueren Begutachten ihrer Handgelenke stellte sie fest, dass diese Wund und aufgeratscht waren.
      Sie haben dich angegettet, damit du nicht fliehen kannst" erklärte die seltsame Stimme und Aurelias Stirn legte sich in Falten. Von wo hätte sie denn fliehen sollten. Erneut versuchte sie sich zu Erinnern, doch ihr Verstand stand still und verweigerte jegliche Gegenwehr. "Es ist gut, wenn du es nicht weiß.. du würdest daran zerbrechen" Erneut blickte sich die Frau nach der Suche der Stimme um. "Wer bist du" Ihre Stimme war nicht viel mehr als einen leises hauchen. Voller Unsicherheit und Zweifel. Umhüllt von Angst. "Ein Freund" kam die Antwort.
      Es gab soviele Fragen, doch die Antworten schienen ungreifbar. Diese Stimme, die sich scheinbar nur in ihrem Kopf befand der einzigste Hinweis. Wollte sie überhaupt erfahren was geschehen war? Wollte sie sich von der Wahrheit zerstören lassen? Es würde sie verändern. Erinnerungsfetzen kämpften sich an die Oberfläche.

      Ein kleines Mädchen, welches inmitten von Flammen stand. Schreie die in ihr Ohrdrangen. Eine warme Hand die sanft ihre Schulter packten. "Wir müssen ihr Weg." rief die Stimme. Es war ein Mann mit wunderschön sanften Augen. Er hob das Mädchen hoch und rannte zu einer Frau, die am Ende des Feuers wartete. Auch ihre Augen waren sanft aber auch Angst spiegelten sich in ihren Augen wieder. NIcht die Angst vor diesem Kind, sondern Angst vor den Konsequenzen, die dies hier mit sich ziehen würde. "Wir müssen hier weg mein Schatz" rief die Frau dem Mädchen zu und lief dann los. Sie war eingeschlossen in der warmen Umarmung des Mannes, welcher der Frau hinterher lief. "keine Angst meine kleine, wir beschützen dich" hauchte er in ihr Ohr.

      Und damit endete auch schon die Erinnerung. Eine weit entfehrnte Erinnerung. Dies schienen ihre Eltern gewesen zu sein, doch wo waren sie nun? "Sie sind tot" unterbrach die Stimme ihren Gedanken gang. "Sie sind tot" wiederholte Aurelia verunsichert. Doch die Stimme schwieg eine ganze Weile und gerade als es so schien als würde nichts mehr kommen ertönte sie erneut. Verhasst. "Diese Männer in den weißen Kitteln haben sie umgebracht"
      Aurelia schaute an sich herunter. Sie war auch völlig in weiß, war sie an dem Tot schuld gewesen? Hatte sie damit zu tun gehabt. Unwillkürlich rutschte sie näher ans Feuer, denn ein kalter Schauer überzog sie. Ihre Lippen hatten wieder eine normale Farbe angenommen und Sie spürte ihre Hände wieder. Sie traute sich keine Weiteren Fragen mehr zu stellen.
    • Jacop:

      Jacop glaubte nicht an Götter, demnach dankte er auch Niemandem für seine Kräfte. Er erinnerte sich an die Worte seines Bruders. 'Niemals mehr als 89 Prozent, hörst du? Mehr und du verlierst dich im Take-Over'.
      Aber die Macht war so wundervoll.
      Selbst jetzt, als er mit großer Geschwindigkeit über die Weiten des Antlantiks (bei "nur" 18 Prozent Take-Over) flog, fühlte sich die Macht so gut an. Jacops Haut hatte sich blau verfärbt und seine Augen erschienen in einem beinahe grässlich schönen Gold. Aus seinem Rücken hatten sich goldene Schlingen geschlagen, die zunächst wild umherwucherten, einem Spinnennetz gleich. Als er sie in eine feste Form zwang, verschlangen sie sich immer mehr, ehe sie engelsgleiche Lichtschwingen bildeten, die ihm das Fliegen ermöglichten.
      Feen waren wundersame Geschöpfe. Er erinnerte sich, dass er als Kind von ihnen fasziniert war. Aber diese Faszination war dem praktischen Nutzen der Fähigkeiten gewichen.
      Als er schwerfällig auf dem harten Uferboden eines Waldes aufschlug (denn Landungen waren nicht seine Stärke), ächzte er lautstark. Ein Blick umher zeigte ihm einen dichten, schneebedeckten Wald. Der Schnee lag hoch. Sofern es hier Spuren gab, hatte der beginnende Sturm diese bereits verweht.
      "Verfluchter Bockmist...", zischte er und rieb sich die Arme. Er frierte.
      Der Wind bäumte sich einem bockigem Pferd gleich auf und verwandelte sich mehr und mehr in einen ausgewachsenen Schneesturm.
      Jacop schloss die Augen für einen Moment.
      Mittels seiner Fähigkeit war es ihm möglich, ein Suchraster anzulegen, das er abzufliegen gedachte. Doch hierzu musste es Spuren geben. Als er die Augen wieder aufschlug, hatten sich die blauen Risse auf beide Augen ausgedehnt. Die Welt vor ihm erstrahlte in einem hässlichen Gold-Ton, wohingehend die magischen Reminiszenzen in einem tiefen Rot aufleuchteten. Doch hier war nichts. Wieso war hier nichts?
      Sofern diese Aurelia über das Meer geflohen war, musste sie hier herausgekommen sein. Wie konnte die Spur hier einfach enden?
      Wütend ob seiner Unfähigkeit bemerkte er nicht den Eber, der sich sachte an ihn heran gepirscht hatte.
      Mit einem grunzenden Kreischen schnaubte das gewaltige Tier einmal kräftig und bahnte sich nach kurzem Zögern seinen Weg durch das Unterholz. Strauch um Strauch gab unter dem Gewicht des Ungetüms nach, während Jacop sich innerlich noch immer ärgerte. Dieses verdammte Gör war einfach fort. Einfach weg!
      Er bemerkte den Keiler erst, als dieser mit einem fürchterlichen Schrei aus dem Unterholz brach.
      Schnee wirbelte auf, ein Schrei durchriss die Nacht, ehe dieser abrupt abbrach.

      Ein schwerer Körper fiel zu Boden und begann nach dem Aufprall zu dampfen, als er in zwei Hälften brach. Jacop selbst stand im Kampfeshaltung vor ihm, ein schimmerndes Schwer aus goldenen Fäden in Händen. Leicht war es durch das Schwein gefahren, einem heißen Messer durch Butter gleich. Immerhin hatte er Nahrung beschafft, dachte er sich und grinste verhalten. Sein Vater wäre stolz...
      Nein wäre er nicht, dachte er. Dein Vater wäre alles andere als stolz. Er würde dich schlagen, dafür, dass du ein Tier Gottes getötet hast.
      Jacop zuckte die Achseln und beschloss, sich einen Platz für die Nacht zu suchen. Der Sturm würde nicht besser werden und hungrig gewann man keine Jagd. Er ergriff den Hauer des toten Keilers und schleifte ihn hinter sich her, auf der Suche nach einer Höhle oder dergleichen.
      Zutiefst verletzt, zutiefst entsetzt.
      So stark vernetzt und doch allein.
      Zutiefst verwandt, zutiefst gebannt.
      So sehr entbrannt, doch ohne Schein.

      Zutiefst bewegt, zutiefst erregt
      Und ein selbst auferlegtes Joch,
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      Zutiefst ergeben.
      Immer noch.
    • Aurelia

      Eine leise Melodie kam von ihren Lippen. Eine Ihr Unbekannte, aber dennoch so unheimlich vertraut klingende. Und immer wenn sie versuchte sich an etwas zu erinnern. Wie zum Beispiel woher diese Melodie stammte, so war da nichts als finsternis, tiefe unendliche Finsternis in der sie sich verlor. Gefangen, mit Haut und Haaren geschluckt. Diese Stille, die nur von ihrer Meldoie unterbrochen wurde fühlte sich wie eine erstickende Enge an. Müde rutschte sie weiter zu Wand. Es fiel ihr schwer die Augen offen zu halten, sich weiterhin abzlenken. Doch die Angst, die Augen zu schließen war mehr als nur Präsent. Doch sie fielen ihr zu ohne, dass sie etwas tun konnte. Die Erschöpfung hatte sie schnell eingeholt.

      >>"Ich kann nicht mehr" weinte ein kleines Mädchen mit dunklen Haaren. Ihr Gesicht war Blutig, ihre Handgelenke aufgeratscht. Ihre Beine zitterten, sie würden vermutlich bald ihren Dienst versagen. "Bitte lasst mich hier raus" Verzweiflung, die einem Beinahe das Herz zeriss lag in ihrer Stimme. Während unaufhörlich Kugeln auf sie abgeschoßen wurden. Sie baute eine Mauer aus Erde vor sich auf um von diesen nicht getroffen wurde. Sie trug ein ein Halsband, welches immer wieder Stromschläge von sich gab. Dennoch versuchte dieses kleine Mädchen mit aller Kraft ihr Schutzschild aufrecht zu erhalten. Aber die Steine begannen zu bröckeln und einzustürzen, nachdem ein heftiger Stromschlag sie durchzuckte. Eine Kugel steuerte gerade Wechs auf das Mädchen zu und streifte ihren Arm. Das Mädchen fiel nach hinten. Blut sickerte aus der Wunde. Ihr Atem war zittrig, Ungleichmäßig hebte und senkte sich ihr Brustkorb während die heißen Tränen über ihr Gesicht lief "Warum tut ihr das" keuchte sie schwach. Sie hatte keine Kraft mehr um sich aufzurichten, weshalb sie einfach auf dem Boden liegen Blieb. "Das reicht jetzt" hallte es durch lautsprecher durch den Raum. Die Stimme war Dunkel, einprägend. Man erkannte in ihr das befriedigende Grinsen. Und sogleich wurden die Schüsse eingestellt. Die Männer verließen den Raum und mit einem lauten Rumpeln wurde die Türe hinter ihnen verschlossen.<<

      Schweißgebadet erwachte die junge Frau aus ihrem Traum. Schmerz durchzog ihren Körper und sie betastete sich auf Verlezungen. Panik brach in ihre aus während sie sich umschaute. Doch niemand war zu sehen. Sie war alleine. Als sie sich ins Gesicht fasste bemerkte sie, dass dieses feucht war. Sie hatte geweint. Ihr Körper bebte noch und sie zog ihre Beine dichter ansich. "Es war nur ein Traum.." hauchte sie sich immer und immer wieder zu, bis sie es glaubte. Sie blickte auf das Feuer, welches schon fasst erloschen war und musste sich unweigerlich Fragen wie lange sie geschlafen hatte. Draußen war es immer noch am Schneien, die Nacht war heran gebrochen und bis auf Dunkelheit war kaum etwas zu erkennen.
    • Jacop:

      Ächzend zog der Jäger seine Beute durch den Schnee und hinterließ eine blutige Spur des Vergessens.
      Die Kälte schnitt ihm schlimmer als jeder Stahl ins Fleisch und ließ ihn ertauben. Er warf mit einer schwundvollen Bewegung sein Haar nach hinten, um halbwegs freie Sicht zu haben.
      Doch nichts trat in sein Sichtfeld, sodass er den Manafluss beenden musste. Keine Spur, Eiseskälte und kein schützendes Dach über dem Kopf. Er fühlte sich zynisch grinsend an seine frühen Teenagerjahre zurückerinnert und schlurfte weiter. Irgendwann musste er unnötigen Ballast abwerfen. Man konnte eine so schwere Schweinehälfte nicht ewig herum tragen.

      Nach einiger Zeit stapfte er an eine Anhöhe heran.
      Vermutlich hätte selbst ein tauber Greis seine Schritte gehört, aber es war ihm gleich. Wenn es eine Stärke gab, die Jacop ausmachte, dann die Tatsache, dass er eine klare Einschätzung treffen konnte. Zumeist konnte er klar abschätzen, ob er einem Gegner überlegen war oder nicht.
      Und hier spürte er nichts, was ihm beikommen wollte.
      Doch...Was war das?
      War das Licht?
      Schwach nur, vielleicht nicht einmal mehr als ein Schimmer, aber eine Ecke der Höhle, die er in einiger Entfernung über seinem Kopf ausmachen konnte, schien leicht erhellt.
      "Hab ich dich...", flüsterte er und hielt das Licht im Fokus. Und selbst wenn er sich irrte...Nein, er irrte nicht. Es konnte nichts anderes sein.

      Mit einem kurzen Wink seines Verstandes aktivierte er den Take-Over erneut und beinahe umgehend bildeten sich goldschimmernde Flügel auf seinem Rücken. Eine weitere Sekunde verging, ehe er mit zwei kräftigen Schwüngen in die Luft stieg und sich abstieß.
      Pfeilgleich schoss er nach oben und bleib beinahe ebenso abrupt in der Luft stehen.
      Seine Knochen ächzten ob des Drucks, der auf ihm lastete, aber hielten stand.
      In der Höhe befand sich eine junge Frau.
      Verdreckt, unterkühlt und schwach. Seine Augen zeigten ihm einen regelmäßigen Fluss von Mana. Die weiße Kleidung wirkte mitgenommen und einige VErletzungen zeigten sich auf ihrer Haut.
      Jacop rückte seine Brille gerade.
      Sie musste es sein. Aber etwas stimmte nicht...Irgendetwas war anders an dieser Person. Von ihr ging nicht diese fürchterliche Gewalt aus, die das Krankenhaus in Fetzen gerissen hatte. Sie wirkte...beinahe kindlich, verängstigt und scheu. Er blickte sie an und überlegte seine nächsten Schritte.
      Zutiefst verletzt, zutiefst entsetzt.
      So stark vernetzt und doch allein.
      Zutiefst verwandt, zutiefst gebannt.
      So sehr entbrannt, doch ohne Schein.

      Zutiefst bewegt, zutiefst erregt
      Und ein selbst auferlegtes Joch,
      Zutiefst verstört und unerhört.
      Zutiefst ergeben.
      Immer noch.
    • Aurelia

      Es war die Vergangenheit die sie zeichnete und die Vergangenheit die sie vergessen hatte. Es füllte sich so an, als wäre sie eine leere Hülle. Nicht mehr als ein Geist, der ohne Ziel umher wanderte. Wenn sie wenigstens ein Ziel hätte und wüsste wohin sie gehörte.. Doch da war nichts. Sie legte für einen Moment ihren Kopf aus die Knie. Viele wollten vergessen, doch wüssten sie, wie unglaublich leer diese Unwissenheit war, würden sie es nicht mehr wollen.
      Sie schloss noch einmal die Augen. Augen die keine Sünde kannten. Reine Blaue Augen. Sie lauschte den Geräuschen ihrer Umgebung, den Wind, der durch die Blätter pfiff. Doch dann war da etwas was sie mehr aufhorchen ließ. Ein Flügel schlagen. Welches Tier flog im Winter umher. Sie öffnete ihren Augen wieder und hob den Kopf. Sie war besorgt, Unruhig, zersträubt. Sie zog sich an der Wand hinauf und trat einen Schritt zurück. Es könnte auch nur eine Eule auf der Jagd sein oder sie hatte es sich eingebildet. Doch ihr Bauchgefühl warnte sie vor Gefahr. Sie konnte es sich nicht erklären, doch dieses Gefühl war so Präsent, dass sie noch einen Schritt zurück wisch. Sie spürte den kalten Boden unter ihren nackten Füßen, kleine Steinchen, die sich in ihr Fleisch bohrten. Ihr Atmen verschnellerte sich und ließ beim Ausatmen kleine Wölkchen zurück. Nervös biss sie sich auf die Unterlippe. Sie versuchte was in der Dunkelheit zu erkennen, doch es herrschte da draußen nur Schwärze. Lediglich die kleine Flamme, welche kurz vorm Ausgehen war flackert immer wieder mal auf.
      "Ist da jemand"
      rief sie mit ihrer klaren, herzzereißenden Stimme zögerlich . Ihr Körper bebte leicht vor Kälte. Sie wirkte so zerbrechlich, nicht wie eine Massenmörderin, nicht wie ein schlechter Mensch. Als keine Antwort kam Trat sie wieder nach vorne und fasste neuen Mut.
      "Hallo... ist da jemand"
      kam es erneut von ihren Lippen. Sie blinzelte einige Male in der Hoffnung mehr erkennen zu können. Und trotz der Stille, die nun eingetroffen war, spürte sie die Anwesenheit.
    • Jacop:

      Jacop seufzte.
      Sollte das wirklich schon alles sein? Die Gewalt, die er gespürt hatte. Die Angst, die Grausamkeit. All das regte die Wut in ihm an, sich zu manifestieren udn erneut zu hoffen, dass sein Leben ein baldiges Ende fände. Vielleicht sogar einen Gegner, der seiner würdig war. Langsam und mit zwei schweren Schwüngen ließ er sich zu Boden gleiten und neigte leicht den Kopf, um die niedrige Höhle zu betreten. Gleichzeitig huschten drei goldene Kugeln mit kleinen Flügelchen aus seinem Mantel und setzten sich in die Ecken der Höhle. Sacht gaben sie ein sanftes, goldenes Licht ab; viel wärmer, als man es den kalten Augen des Jägers entnehmen konnte.

      Er rückte seine Brille gerade und strich sich die nervende graue Strähne aus dem Gesicht. Als er sich umsah, entdeckte er nichts an Waffen. Nur eine verdreckte junge Frau, die mit ihrem fehlenden Schuhwerk mehr denn je verloren wirkte. Das dunkle Haar der Frau wirkte wirr und ungepflegt. Sie musste eine Weile ohne Wäsche ausgekommen sein. Ihr Körper wirkte beinahe durchsichtig, als er sich des Umstandes besah.
      "Wer bist du?"
      Seine Stimme klang rauer, als sie sollte. Er hatte schon immer eine tiefe Stimme gehabt, aber durch die Zugluft des Fluges erschien sie beinahe monströs.

      Er verfluchte sich erneut, dass er keine Beschreibung vom Polizisten angefordert hatte. Verdammter Stolz, verdammtes Ego. Kopfschüttelnd richtete er sich auf und blickte auf das Feuer.
      Er setzte sich daran und tat so, als wolte er sich wärmen. In Wirklichkeit verbarg er durch die kauernde Haltung seine Wut, die ihn beinahe dazu brachte, dieses arme Mädchen umzubringen. Dummkopf, Dummkopf, Dummkopf!
      "Bist du eine Überlebende aus dem Krankenhaus?"
      Zutiefst verletzt, zutiefst entsetzt.
      So stark vernetzt und doch allein.
      Zutiefst verwandt, zutiefst gebannt.
      So sehr entbrannt, doch ohne Schein.

      Zutiefst bewegt, zutiefst erregt
      Und ein selbst auferlegtes Joch,
      Zutiefst verstört und unerhört.
      Zutiefst ergeben.
      Immer noch.
    • Aurelia

      Ein leises knacken war zu hören ehe ein Mann in die Höhle trat. Sie hatte seine Präsent gespürt und nun wo er vor ihr stand konnte sie diese auch zuordnen. Sein Haar war ein wenig zerzaust, die Wangen von der Kälte gerötet . Seine dunklen wilden Augen musterte sie eingehend, analysierten sie und ihr stockte der Atem. Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken. Konstante, überwältigende, zermalmende Angst, dass etwas furchtbares Geschehen wurde breitete sich in ihr aus. Unwillkürlich machte sie ein paar Schritte Rückwärts bis sie die kalte und harte Wand am Rücken spürte.
      Seine Stimme brachte sie erneut zum erschaudern, vielmehr jedoch Seine Frage. Ihre Augen weiteten sich. Aurelia öffnete den Mund leicht zum Antworten, schloss ihn aber sogleich wieder.
      Ja.. wer war sie. Wer zu Hölle. Sie wusste es nicht, konnte sich nicht daran erinnern. Hatte es einfach vergessen. Oder einfach nur Verdrängt? Die Fähigkeit zu verdrängen war ein essentielles Werkzeug zur Selbsterhaltung.
      "Traue ihm nicht.!" Das hatte sie nicht vor.
      Was suchte er hier an diesem Gott verlassenen Ort, in dieser Kälte?
      Auch die Frage über das Krankenhaus konnte sie ihm nicht beantworten. Sie wollte sich Erinnern, doch es ging nicht. Eine Gähnende leere. Sie war alleine in dem Schnee aufgewacht. Hilflos, leer.
      "Er will zu viel Wissen.. töte ihn."
      Ihn töten? Warum sollte sie das tun? Fragend blickte die junge Frau zu dem Fremden. So als könne er ihr eine Antwort auf die Frage ,in ihrem Kopf, geben. Als er sie Erwartungsvoll Anblickte fiel ihr ein, dass sie ihm noch keine Antwort auf seine Frage gegeben hatte. "Ich...weiß es nicht.." murmelte sie unbeholfen. Das war die Wahrheit.
      "Und wer seid ihr?"
      Erneut meldet sich die Stimme in ihrem Kopf zu Wort. "Töte ihn.. Schnell!"
      Aurelia schüttelte den Kopf. Sie wollte dem Fremden nichts tun, dazu gab es keinen Grund.
      "Los töte ihn!" Kam es nun laut und schrill.. fordernd und drängend. Schmerz breitete sich in ihren Schläfen aus und sie fasste sich an den Kopf während sie das Gesicht verzog.

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    • Jacop

      Er kauerte noch immer über den kläglichen Resten des Feuers und blickte sein Gegenüber fragend an.
      Er wurde aus dieser Frau nicht schlau. Sie wirkte jämmerlich, beinahe unirdisch durchsichtig, aber konnte sie hier draußen überleben, wenn man keinerlei Überlebensfähigkeiten hatte?
      Er setzte sich in den Schneidersitz und sah auf.
      "Du weißt es nicht, hm?", konstatierte Jacop. "Wer weiß schon, wer er ist, nicht wahr?"
      Schweigend wurden Holzreste durch die Asche geschoben, während er mit seiner Aura ihren schmächtigen Körper nach Hinweisen absuchte. Einen Funken einer Aura, bitte. Irgendetwas, das ihm half, seine Wut abzubauen und diese verfluchte Zauberin zum Teufel zu jagen.

      Doch dann fiel ihm wieder das Gesicht des alten Mannes ein. Der Rauschebart, das freundliche Grinsen und die Stimme, die ihm sagte: 'Sei nicht so wütend, kleiner Mann. Es geht vorbei!'. Aber weshalb auf eine Stimme hören, wenn man auch das Gegenteil tun konnte?

      "Ich heiße Jacop", sagte er schließlich und versuchte sich an einem freudlosen Lächeln. "Hast du eine Ahnung, wo wir sind?"
      Weshalb redete er so viel mit der Frau?
      Jacop blickte zu ihr, just in dem Moment, als sie ihren Kopf erfasste und das GEsicht verzog. Innerlich regte sich eine düstere Hoffnung, dass nun mehr ein Beweis erfolgte, dass sie die Gesuchte war. Er flehte darum, sein Leib lechzte nach der Befreiung als die finstere Stille urplötzlich durch ein gewaltiges, sublimes GRollen unterbrochen wurde.

      Erst nach einer Sekunde spürte er die Schwäche in seinem Körper und seufzte.
      "Bei Merlins Eiern, hab ich KOHLDAMPF!", rief er seine Wut mit aufgerissenen Augen hinaus.
      Zutiefst verletzt, zutiefst entsetzt.
      So stark vernetzt und doch allein.
      Zutiefst verwandt, zutiefst gebannt.
      So sehr entbrannt, doch ohne Schein.

      Zutiefst bewegt, zutiefst erregt
      Und ein selbst auferlegtes Joch,
      Zutiefst verstört und unerhört.
      Zutiefst ergeben.
      Immer noch.
    • Aurelia

      >> "Wir sollten die auf der Stelle töten, dieses Mädchen bringt nur Gefahr" sagte ein kleiner dicklicher Mann, seine Runde Brille saß auf der unförmigen Nase und rundete das ganze Bild ab. Der goß Gebaute, Breit schultrige Mann lachte nur. Über ein Auge war eine große lange Narbe gezogen. "Habt ihr etwa Angst vor einem kleinen Mädchen Dickson?" Seine Stimme war hart und nun spannte er sein markantes Gesicht an. So wirkte er ziemlich Selbstgerecht und Arrogant. Er trat auf das kleine Mädchen zu, welches benebelt und regungslos auf einer Pritsche lag. Er nahm ihr Gesicht mit seinem großen Händen und drehte dieses. Dabei begutachtete er ihre Blutergüsse und schrammen. Ein teuflisches grinsen bildete sich auf seinen Lippen, es schien ihm zu gefallen. "Ihre Magie und ihr Wille ist stark. Sie wird die ganzen Test überstehen und unsere Studien weiter voran bringen oder sowieso daran sterben."<<

      Ein Kurzer Erinnerungsfetzen blitzte in ihrem Kopf auf. Ihre Erinnerung? Das Mädchen schien ihr so vertraut, schien ihr so nahe zu sein und doch es unendlich weit entfehrnt. Unruhig strich die junge Frau sich eine Strähne aus dem Gesicht. Nestelte mit ihren Fingern ohne dabei den Fremden aus den Augen zu verlieren. "Jacop.." wiederholte sie seinen Namen hauchen. So als versuche sie sich daran zu Erinnern ob er ihr bekannt war.
      Bei seiner nächsten Frage blickte sie sich um. Wo sie waren? Alles was sie wusste, war, dass dies der Ort war, an dem ihre Erinnerung anfing. Es war beschämend.
      Aurelia schüttelte auf seine Fragen den Kopf und gerade als sie einen Schritt nach vorne machen wollte, wurde der Mann, dieser Fremde lauter. Sie zuckte zusammen. und blieb doch stehen.
      Erst nach wenigen Sekunde realisierte sie, was er gesagt hatte. Sie starrte hinunter auf ihren Bauch, in dem sich schon die ganze Zeit ein komisches Gefühl ausgebreitet hatte ,welches sie nicht eschreiben konnte. War es auch hunger gewesen? Lag das komische Gefühl gar nicht an diesem Mann, sondern daran, dass sie hunger verspürte?
      "Lass los.. Ich werde deinen Schmerz verschwinden lassen"
      Ertönte es nun sanft von der Stimme, Vertrauensvoll und verzaubernd.
      "Sei still" murmelte die Frau kaum hörbar. Ihre zierliche Stimme war Brüchig.
      "Wenn du ihn nicht tötet wird er dich töten" Wie kam sie darauf? Sie hatte Angst. Angst vor der Unwissenheit. Angst vor der Stimme.. Angst vor ihm..
      "Was willst du hier..?" Beschloss sie dann zu Fragen.
    • Jacop

      Der Hunger trieb ihn schlimmer um als einen Süchtigen. Er hasste das Gefühl. Hunger und Durst wurden seinerseits viel zu häufig erlitten, sodass das Gefühl schon wie ein alter Vertrauter war. Jagden waren nun einmal anstrengend und zeitintensiv. Es blieb nicht viel Zeit für ein Essen in warmen Gefilden, im Schutz von Häusern oder in der Gesellschaft geliebter Menschen.
      Was machte er sich vor?
      Es gab keine geliebten Menschen mehr.
      Seine Familie war fort, der alte Mann war fort und er hatte so viele Jahre auf Erden gelebt, dass Jacop das Leben selbst schmerzte.

      Er sah nach seinem Ausbruch zu der jungen Frau. Das kaum hörbare "sei still" erreichte sein Ohr, aber er beschloss, nichts dazu zu sagen. Der Kleidung (sofern man dies Kleidung nennen konnte) der Frau zu urteilen war sie eine Überlebende des Massakers. Er schüttelte den Kopf und seufzte, ehe er seinen schweren, aber dennoch warmen Kutschermantel auszog und ihn ihr zuwarf. Zugegeben, er landete vor ihr, da er sie nicht verletzen wollte.
      "Nimm das. Du frierst. Deine Füße sind bestimmt schon taub und deine Lippen sind blau."
      Der Mann griff sodann nach dem Schwein, dessen Hälfte er am Rande der Höhle hatte liegen lassen. Das Fleisch war durch die Kälte mittlerweile selbst erkaltet und die Organe ließen sich gut entfernen. Er würde ein paar saftige Stücke Fleisch herausschneiden und essen, ehe er weiter suchte.
      Eine Hand zuckte kurz, als er sein Mana durchleitete und ein goldener Dolch setzte sich aus schimmernden Fäden zusammen, während die Hand selbst sich dunkelblau verfärbte und Licht durch die Adern zu pulsieren schien. Ein sanftes Licht ging von der Klinge aus, das sich zu einem Zischen wandelte, als er es im Fleisch versenkte und zu schneiden begann.

      "Wir brauchen Feuer", sagte er. "Könntest du es wieder entfachen?"
      Ihre letzte Frage erreichte ihn erst später.
      "Ich suche Jemanden."
      Zutiefst verletzt, zutiefst entsetzt.
      So stark vernetzt und doch allein.
      Zutiefst verwandt, zutiefst gebannt.
      So sehr entbrannt, doch ohne Schein.

      Zutiefst bewegt, zutiefst erregt
      Und ein selbst auferlegtes Joch,
      Zutiefst verstört und unerhört.
      Zutiefst ergeben.
      Immer noch.
    • Aurelia

      Es war furchtbar seine Fragen nicht beantworten zu können. Dort zu stehen und rein gar nichts zu wissen. Es war ihr unangenehm.
      Noch immer starrte sie diesen Fremden Mann an. Seine Präsenz war Dunkel und verdorben. Das fühlte sie, spürte sie in jeder Faser ihres Körpers. Aber er saß erstmal nur da, schaute das Feuer an und dann wieder sie. Entspannt und gleichzeitig genervt. Aurelia beobachtete ihn. Jede seiner Bewegungen, machte sich auf alles und wiederum auf nichts gefasst.
      Als er dann plötzlich seinen Mantel auszog stockte ihr der Atem, komischer Weise erwartete sie Waffen, mit denen er sie angreifen würde. Sie musste sich überlegen was sie dann tun wollte und ob was sie was tun könne, doch der Fremde warf ihr den Mantel nur zu. Warum tat er dass, warum wollte dieser Mysteriöse Fremde ihr mit seinem Mantel helfen?
      Auch wenn sie keine Erinnerung hatte, Verband sie mit Menschen nur Hass, Gier und Selbsliebe, keine Führsorge und Herzlichkeit. Zögerlich hob sie den Mantel auf, wartend, dass er es sich anders überlegte oder die Gelegenheit nutzen würde, aber er tat es nicht. Sie warf ihn über. Er war noch warm und roch leicht nach dem Rauch der verbrannten Krankenhaus Trümmer. Ein kurzes leichtes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen ehe ihr Blick in Begeisterung und sogleich Verwunderung fielen, als der Fremde einen Dolch erscheinen ließ, als er sich aus Fäden zusammen sponn.
      Ihre Augen waren auf den Dolch gerichtet. Es war faszinierend auch wenn es undenkbar schien.
      "Ein Feuer?" Wiederholte sie seine Worte nachdenklich.
      "Das ist eine Falle! Er will dich Testen, benutze nicht deine Magischen Fähigkeiten" warnte die Stimme, als die Junge Frau mit unsicheren Schritten an die Feuerstelle trat.
      Sie warf ein paar Äste auf den haufen und nahm zwei kleine in die Hand. Den einen legte sie ebenfalls auf die Feuerstelle und den anderen rieb sie in schnellen Bewegungen in ihren Händen um auf Primitive Art und Weise ein Feuer zu entfachen. Die Reibungshitze entzündete dann tatsächlich ein kleines Feuer und stolz spiegelte sich in ihrem Gesicht.
      "Ich habe auf meinen Weg niemanden gesehen, aber ich hoffe ihr findet den jenigen" Ihre Worte klangen Freundlich und so meinte sie es. Trotz ihrem Misstrauen war sie nicht der Meinung ihn direkt Umbringen zu müssen.
      Vielleicht war das auch Ein Fehler, doch das würde sich noch heraus stellen.
      "Danke für den Mantel" sagte sie nun. Sie war es nicht gewohnt sich für etwas zu bedanken, denn ihr wurde auch nie etwas gegeben.
    • Jacop

      Das Gefühl eines Verrats brannte sich durch Jacops Eingeweide wie ein glühendes Eisen.
      Eine plötzliche Woge unbekannter Intensität überkam ihn, als die junge Frau nach den Ästen griff. Weshalb glaubte er für einen kurzen Moment, sie würde eine Magie nutzen? Diese Frau konnte noch nicht einmal sich selbst versorgen. Wie sollte sie dann...
      Unsinn. Humbug.
      Er betrachtete sie aus dem Augenwinkel, während er große Fetzen aus der Schweinehälfte schnitt. Warum er ihr gedanklich das größere Stück sicherte, wusste er nicht, aber das lachende Gesicht des alten Mannes tauchte vor ihm auf. Dieses zahnlose Grinsen, den langen Rauschebart und die ebenso schütteren Haare. Aber seine Augen...
      Weshalb sah Jacop noch immer die Augen des alten Knackers vor sich. Gleißendes Blau, das sich in seine Seele brannte und ihn durchschaute. Ihn las wie ein Buch.
      Ein guter Mensch, huh?...

      Sie war geschickt mit dem Holz. Jacop hätte es nicht einmal ansatzweise zustande gebacht, Feuer aus dem Nichts zu machen. Er verließ sich immer wieder auf diese verfluchte Magie. Dieses "Licht" in ihm, wie der Alte sagte. 'Suche das Licht in dir, Junge'. Dass er nicht lachte. Licht gab es da schon lange nicht mehr.

      Auf ihr Bedanken hin, winkte er ab.
      "Nicht dafür. Frierende sollten gewärmt, Hungernde genährt werden", murmelte er und warf die Fleischfetzen in die Luft, um sie gleich daraufhin mit zwei Lichtspeeren wieder aufzuspießen und über das Feuer zu hängen. "Es dauert nicht lange."
      Jacop lehnte sich an die Felswand und zog die Knie an, um seine Arme darauf zu legen. Er fühlte sich fehl am Platze. Das dünne Hemd um seine drahtige Gestalt verlieh ihm ein zerbrechliches Aussehen, obgleich unter dem dünnen Stoff die Spuren von Tätowierungen blitzten. Er war der einzige Jäger, der diese trug.
      "Dein Weg muss beschwerlich gewesen sein", sagte er schließlich zur Frau gewandt. "Wie hast du es nur soweit geschafft?"
      Zutiefst verletzt, zutiefst entsetzt.
      So stark vernetzt und doch allein.
      Zutiefst verwandt, zutiefst gebannt.
      So sehr entbrannt, doch ohne Schein.

      Zutiefst bewegt, zutiefst erregt
      Und ein selbst auferlegtes Joch,
      Zutiefst verstört und unerhört.
      Zutiefst ergeben.
      Immer noch.
    • Aurelia

      Sie Musste wirklich ziemlich mitgenommen aussehen, es war ein Wunder, dass sie überhaubt nur das kleinste bisschen Gesellschaftsfähig war, wenn man dies so nennen konnte. Je mehr sie redeten desto mehr hatte sie das Gefühl, dass von diesem Mann keine Gefahr mehr ausging. Noch immer hatte er dieses Unheimliche ansich, doch seine Gesichtszüge hatten sich ein wenig entspannt und ließen die Dunkelhaarige Frau durchatmen während sie sich wieder an das Feuer setzte und Jacops Schauspiel beobachtete. "Wie machst du das" Neugierde war in ihrer Stimme zu hören, während ihre Augen wie gebannt auf das Fleisch starrten.
      Und sie fragte sich, nachdem sie zuvor auch ohne Stöcke ein Feuer hinbekommen hatte ob sie so etwas auch konnte. Sie wandte den Blick von dem Fleisch ab und schaute auf ihre kalten Finger. Noch immer klebte getrocknetes Blut an diesen.
      "Wag es nicht" ermante die Stimme plötzlich und Aurelia zuckte zusammen, anschließend ließ sie die Hände doch wieder sinken. Es war richtig nichts preiszugeben, doch den Unterschied zwischen Richtung und falsch kannte die Brünette nicht. Die Stimme war sogleich Seegen und Fluch.
      Das Opfer was die junge Frau gebracht hatte.. nein bringen musste. War unwiederruflich. Sie wurde dazu gezwungen, sie hatte keine Wahl gehabt.
      Sie Richtete die Augen wieder auf seine, als er begann ihr erneut Fragen zu stellen. Sie verstand seine Frage nicht und Verwirrung zeichnete sich tief in ihr Gesicht. "Ich bin einfach bis zu dieser Höhle gelaufen.. Oder was meinst du?" fragte sie verunsichert. In jenem Moment hatte sie weder Schmerz noch Kälte gespürt. Sie hatte nicht darüber nachgedacht sondern war einfach vorwärts gegangen, denn wenn man kein Ziel hatte, dann war es auch egal welchen Weg man Einschlug. "Es war eigentlich ganz einfach" fügte sie noch hinzu und zog ihre Beine an ihren Körper. Sie musste wirklich wie eine armseelige, naive Gestalt aussehen, welche blind links im Begriff war mit einem Mörder zu speisen. Gewiss sie war auch eine, aber sie hatte nicht ihres gleiche getötet sonder lediglich ihre Peiniger. Sie war ihr eigenes Licht der Erettung gewesen, auch wenn ihr das nicht so ganz klar war.
    • Jacop

      Das Fleisch briet eine Weile knisternd und knackend über dem Feuer, ehe es eine bräunliche Farbe annahm. Sicherlich war es kein Festmahl oder gar ausgewogen, aber immerhin besser als nichts. Jacop zog die Lichtspieße aus dem Boden und reichte der jungen Frau das größere Stück.
      "Iss", sagte er. "Es ist gut für dich."
      Er selbst riss einen großen Bissen Fleisch aus der Keule und machte dabei selbst den Anschein eines wilden Tieres. Was sollte er auch tun. Er hatte keine Mutter gehabt, die ihm Tischmanieren beibrachte. Und der alte Knacker...Der konnte selbst nur essen wie eine Horde Schweine.
      "Was meinst du mit 'wie machst du das'? Kennst du keine Magie?", fragte er schließlich leicht verwundert.
      Sollte er noch einmal prüfen, ob sie nicht doch...
      Nein, Humbug. Sie war es nicht. Konnte es nicht sein. Auch wenn ihn das Blut an ihren Händen irritierte, beschloss er, nicht zu fragen. Die Päckchen anderer Menschen gingen ihn nichts an.

      Während er selbst an einem zähen Stück Fleisch nagte, dachte er über ihre Worte nach. Einfach dorthin gelaufen. Ganz einfach. Er hätte lachen können, wenn er zu solcherlei Gefühlen fähig wäre. Aber sie hatte schon Recht. Es war eine dumme Frage, die nicht im Ansatz den Kern erfasste, den er gerne angebrochen hätte.
      "Die Hauptsache ist, du hast es geschafft. Offenbar bist du eine Überlebende dieses Massakers und kannst dich glücklich schätzen, diesem Monster entkommen zu sein", murmelte er, obgleich er selbst nicht wusste, ob er nicht das größere Monster war. "Ich hoffe, du hast nichts dagegen, wenn ich die Nacht über auch in dieser Höhle bleibe. Morgen früh werde ich weiter ziehen. Wenn du möchtest, kann ich dich in die nächste Stadt mitnehmen."
      Zutiefst verletzt, zutiefst entsetzt.
      So stark vernetzt und doch allein.
      Zutiefst verwandt, zutiefst gebannt.
      So sehr entbrannt, doch ohne Schein.

      Zutiefst bewegt, zutiefst erregt
      Und ein selbst auferlegtes Joch,
      Zutiefst verstört und unerhört.
      Zutiefst ergeben.
      Immer noch.
    • Aurelia

      Sehr zögerlich griff sie nach dem Fleisch, sie drehte es in ihrer Hand während sie es mit Argwohn betrachtete. Als sie dann aber sah, dass ihr Gegenüber ein riesiges Stück abbiss tat sie es ihm gleich. Sie war auch nicht das, was man eine geschickte Esserin bezeichnen konnte. Sie schlang es beinahe herunter ohne überhaupt zu kauen. Dieser Geschmack auf ihrer Zunge war neu für sie. Mit dem Handrücken wischte sie sich immer wieder den Mund ab.
      Auf seine Worte hin schüttelte sie den Kopf. Sie hatte eine leichte Ahnung, da sie zuvor auch Feuer gemacht hatte, aber was es genau Bedeutete war ihr nicht Bewusst. Generell waren ihr die Alltäglichen Dinge des Lebens nicht geläufig.
      "Nein.. ich kenne keine Magie" Sagte sie nun auch noch bestätigend.
      "Ein wirklich entzückendes Spiel, was du da mit ihm treibs" mischte sich nun wieder die Stimme in ihrem Kopf ein, doch Aurelia versuchte sie zu ignorieren. Sie war su Dunkel und voller Hass. Es schien so als wolle diese Stimme sie in die Finsternis der Abgrundes lochen. Sie war gefangen im Labyrinth der Verderbheit, verloren und gebrochen. Wenn sie sich nur ein kleinen Wenig Erinnern könnte.. was würde dann mit ihrem zebrechlichen Körper passieren?
      "Glücklich schätzen" wiederholte sie seine Worte und kam sich beinahe schon vor wie ein Papagei. Unwissen lag in ihrer Stimme, denn dieses Gefühl von Glück konnte sie nicht zu Ordnen. Sie wusste nicht was sie in diesem Moment fühlte.
      "ja vielleicht.." Sie versuchte es sich ihre Unwissenheit nicht zu sehr anmerken zu lassen, doch selbst ein Blinder würde ihre Unbeholfenheit sofort sehen.
      Als er Weitersprach richtete sie sich leicht auf und setzte sich auf ihre Knie. "Was ist eine Stadt?" fragte sie und ihre Augen begannen vond er Neugierde zu leuchten.
      Die junge Frau legte ihren Kopf schief und sah den Fremden fragend an. Wartend darauf, dass er ihr eine Antwort geben würde. Seine Worte fesselten sie Komischerweise, aber vielleicht lag es auch daran, dass die Einsamkeit jede Gesellschaft für gut befand, so lange sie auch andauerte.
    • Jacop

      "Keine Magie?", fragte er. "Du Glückliche. Ein weiser Mann hat mir mal gesagt, dass es das wahre Glück sei, ohne jedwede Art von Zauberei auszukommen."
      Während Jacop ein Stück nach dem anderen von dem Knochen riss und dabei aussah wie ein mit Fleischsaft betränkter Kannibale, betrachtete er die junge Frau, deren Namen er nicht einmal kannte.
      Seine Menschenkenntnis verriet ihm, dass sie die Wahrheit sagte. Am Fluss ihrer Aura, die er die ganze Zeit beobachtete, bemerkte er nicht einen Ausschlag. Hin und wieder Unregelmäßigkeiten, aber das konnten auch Verzerrungen seiner Beobachtungen sein. Er gab nichts darauf.

      Auf ihre weitere Interaktion hin wurde ihm ihre Unwissenheit doch etwas suspekt. Sicherlich konnte man seinen Namen vergessen, aber die grundlegensten Pfeiler ihrer Gesellschaft?
      Er legte den Knochen beiseite und sah sie über das Flirren der Flammen hinweg an. Wie ein Raubtier legte er den Kopf schief und betrachtete sie nochmals oberflächlich. Sie erschien ihm bereits jenseits ihrer Teenagerjahre, demnach erwachsen. Ihre Wunden waren nicht besonders tief, weshalb das getrocknete Blut umso komischer war. Es mochte eine vernünftige GEschichte dahinter geben, aber er konnte sie sich nicht zusammen reimen.
      "Ich glaube...", begann er und stockte. Das war das erste Mal seit langem, dass er einem Menschen Hilfe anbot und 'das' benutzte. "Ich glaube, ich kann dir helfen. Meine Fähigkeiten erlauben mir die Manipulation von Licht", zum Beweis ließ er aus seinen Fingern schimmernde Fäden wachsen. "Daneben bin ich auch in der Lage, Licht zu wecken, wo Dunkelheit ist...Vielleicht kann ich deine Erinnerungen...naja...Auffrischen."
      Zutiefst verletzt, zutiefst entsetzt.
      So stark vernetzt und doch allein.
      Zutiefst verwandt, zutiefst gebannt.
      So sehr entbrannt, doch ohne Schein.

      Zutiefst bewegt, zutiefst erregt
      Und ein selbst auferlegtes Joch,
      Zutiefst verstört und unerhört.
      Zutiefst ergeben.
      Immer noch.
    • Aurelia

      Konnte sie darüber glücklich sein? Glücklich, dass sie so Machtlos war., während jeder Faser ihres Körpers ihr nahe legte, dass sie in Gefahr war? Sie war auf einem Scheideweg zwischen Wahrheit und Realität. Beides tief in ihr verankert, kratzte an der Oberfläche und wollte hinaus, doch immer wieder gab es da etwas, was es zurück hielt, es... ja.. schon beinahe wieder zurück zog.

      >>"Weißt du kleines, wir haben deine Eltern getötet. Wir haben sie gefoltert und sie dann getötet. Manchmal habe ich das Gefühl ihre schrei würden immer noch durch diese Räume hallen." Wieder dieses Boshafte grinsen auf den Lippen des großgebauten Mannes. Sie hätte ihn in seinem Schutzanzug kaum erkannt, doch er war. "Ein Wuterfüllter Schrei kam aus den Lippen des Mädchen. Eine riesige Feuerwand bildete sich vor dem Mann und drängte ihn nach hinten, bevor er diesen Druch die Luft an die gegenüberliegende Wand beförderte. Das Mädchen wollte auf ihn zu gehen. Doch ein Stromschlag durchzog ihren Körper. "Tss.. " lachte der Mann und erhob sich, langsam. "hast du den wirklich gar nichts gelernt Mädchen." Er hielt eine Fernbedieunung hoch und drückte noch einmal auf den Knopf. Das Braunhaarige Mädchen zuckte zusammen und ging auf die Knie. Sie hob die Hand und feuete eine große Ladung Feuerbälle auf ihn zu, doch er schien so eine Art Schild zu haben, an dem Sie alle abprallten. Er ging sicher auf sie zu. Vor ihr blieb er stehen. Drückte erneut auf den Knopf und schlug ihr das Schild ins Gesicht, so dass sie nach hinten viel. Blut floss aus ihrer Nase. " Das du immer noch so biestig bist, finde ich eigentlich ganz schön" ein grausames Lachen entsprang seiner Kehle. In der Hand hielt er eine Spritze, er öffnete den Decken während er sich Neben sie Kniete. Sie schüttelte den Kopf. "Was ist das? Ich will das nicht" Sie versuchte sich zu winden, doch ihr Körper zuckte noch von dem Strom. Grob packte er ihren Arm und injizierte die Lösung.
      Brennender, sie langsam durchziehender Schmerz breitete sich aus. Es fühlte sich so an, als würde sie innerlich verbrennen und am liebsten die Haut abreißen. Als würden ihre Organe verätzen. "Nur ein kleiner Test" hauchte er und erhob sich dann<<

      Kurze Hand sprang sie auf, als dieses Bild vor ihren Augen auftauchte, dieser Alptraum. Aber sie war doch in einem wachen Zustand.. Warum also?
      "Du hast es Absichtlich vergessen, lass dich nicht von ihm beeinflussen." Ertönte wieder die Stimme. Sie schien gegen die Hilfe des Mannes sein, doch dies war nicht verwunderlich schließlich wollte die Stimme ihn auch töten.
      "Ihm zu Vertrauen wird ein Fehler sein.. Lass mich das erledigen bevor du zerbricht."
      "Bevor ich zerbreche.." hauchte Aurelia leise. Hieß es, wenn sie sich erinnerte würde sie zerbrechen. Ihre blauen Augen glitten über den Mann, leere, nur ein kleiner Hauch Unsicherheit glänzte in ihnen, dann senkte sie wieder den Kopf. Ihre Haare fielen nach vorne.
      "Ich will nicht zerbrechen.." Ihre Stimme war noch immer leise, doch deutlicher als vorher. Es war eher an die Stimme gerichtet, doch da sie alleine an diesem Ort waren, schien es so, als meine sie damit den Fremden.
    • Jacop:

      Jacop erschrak, als sie plötzlich aufsprang und wie ein gehetzter Hund ins Leere starrte.
      Durch seine Ausbildung war er jedoch in der Lage, seine Fassung zu wahren und nicht einmal mit der Wimper zu zucken.
      Warum sollte sie zerbrechen?
      Einen Moment lang fragte er sich, was sie meinen konnte, ehe ihm eine Lektion des alten Mannes in den Sinn kam:

      >>Er steht vor ihm. Schütteres Haar, ein langer, buschiger Bart in schillernden weißen Farben und glasklare Blaue Augen. Er fixiert Jacop und lässt ihn knien, einen knochigen Stab in der Hand. Jacops Haut ist blau verfärbt und goldene Adern ziehen sich über seinen Körper. Sein Körper fühlt sich fremd an, die Augen des Jungen sind von einem goldenen Schimmer überlegt, die Zähne spitz wie die eines Raubtiers. Aus seinem Rücken sind Flügel gebrochen, sechs an der Zahl und bestehend aus goldenen Fäden. In den Händen hält er ein Schwert, das er auf den alten Mann richtet.
      "Siehst du?"; schreit er Jacop an. "Das passiert, wenn du dich hingibst und diese Fee übernehmen lässt! Konzentriere dich, damit du nicht zerbrichst und dieses Monster freigibst! Die Anderswelt darf NIEMALS..."<<

      Ein kurzes Kopfschütteln später erwachte er aus seinen Gedanken.
      "Wieso solltest du zerbrechen? Diese Magie dient dazu, Licht zu wecken, nicht dir zu schaden..."
      Zutiefst verletzt, zutiefst entsetzt.
      So stark vernetzt und doch allein.
      Zutiefst verwandt, zutiefst gebannt.
      So sehr entbrannt, doch ohne Schein.

      Zutiefst bewegt, zutiefst erregt
      Und ein selbst auferlegtes Joch,
      Zutiefst verstört und unerhört.
      Zutiefst ergeben.
      Immer noch.