Shared Fate [Lucy-chan & Sohira]

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    • Shared Fate [Lucy-chan & Sohira]

      @Lucy-chan


      Damian Collier

      "Ist das jetzt wirklich dein Ernst? Das kann doch wirklich nicht wahr sein?" war Damian's Chef total schockiert von dessen Kündigung gewesen.
      Es lag nun ein paar Stunden zurück als sein Kollege und Partner Michael Morrington bei einem Autounfall ums Leben kam. Für den brünetthaarigen gab es, in seinen Augen, keinen anderen Partner mit dem er zusammenarbeiten wollte. Auch wenn die Abteilungen oben schon welche zusammensammelten um einen der neuen Polizisten Damian zuzuschieben und bevor dies passiert, würde er lieber seinen Job aufgeben. Michael war sowas wie ein Ersatzvater für ihn gewesen. Er selbst hatte keine gute Beziehung zu seinen Eltern gehabt nach allem was passiert ist, weshalb sowas wie elternhafte Liebe, Vertrauen und was ein Kind nicht noch alles bekam, wie Fremdwörter in seinen Ohren klang. Doch er zeigte Damian, dass es doch möglich war solch einem Menschen zu begegnen. In der ganzen Sache gab es jedoch nur einen Hacken: Er war der Verantwortliche dafür gewesen, dass Michael Morrington überhaupt sein Leben verlor. Natürlich war er klug genug um seine Spuren zu verwischen. Es war ja nicht so gewesen als wäre sein Partner der Erste, dem er das Leben nahm. Nein! Eigentlich gehörte es sozusagen schon zu seinem Job.
      "Tut mir leid aber ich sehe da keine andere Option mehr" log er seinen Boss an. Ehrlich gesagt war ihm hier der ganze Posten sowas von egal gewesen. Er hatte sein eigenes Leben und dafür brauchte er mit den Leuten da draußen nicht Räuber und Schadam spielen. Wenn andere damit ihr Leben verschwenden wollten, von mir aus, dachte er sich, aber dann ohne mich.
      "Kann ich dich wirklich nicht umstimmen? Es gibt hier doch andere Möglichkeiten was du machen kannst?" versuchte sein Chef ihn immernoch zu überreden was ihm langsam auf die Nerven ging. "Nein, kannst du nicht" kam es kurz und direkt heraus. Seinen Boss zu dutzen kam eigentlich so gut wie gar nicht in diesen Beruf vor aber beide kannten sich schon ziemlich lange und Damian gehörte eigentlich zu einer der Besten, weshalb es auch so schwer war ihn gehen zu lassen. "Also gut, wenn dich wirklich hier nichts mehr hält, dann...." er beendete den Satz nicht, sondern nahm das Kündigungsschreiben vor sich, unterschrieb es und hielt es dem jungen Mann vor sich hin, was auch schnell genommen wurde. "Danke für Alles" mit einer kurzen Verbeugung, wandte er sich von seinem Boss ab, verließ das Büro und begab sich Richtung Aufzug der nach unten zu seiner Etage führte wo er noch auf seinen Platz alle Sachen packen musste. Einige Kollegen waren zwar darüber erleichtert gewesen, dass er endlich ging, da sie sowieso nicht gut miteinander auskamen aber andere dafür waren wiederrum bedrückt. "Wurde schon die Familie von Michael benachrichtigt?" hörte er das Gespräch an einem anderen Bürotisch zwischen zwei Kollegen als er sich daran erinnerte, dass Michael Damian mal von einer Tochter und einer Frau erzählte. Die Tochter, soweit er wusste hieß sie Olivia Morrington, war ihm sehr bekannt gewesen, da diese schließlich ebenfalls auf seiner Liste stand aber an die Frau hatte er ehrlich gesagt, komplett vergessen gehabt. Soweit er wusste war sie nicht bekannt gegeben worden, die Frage war daher, warum nicht? "Nein, aber ich werde mich gleich darum kümmern" sprach der andere Kollege aus, welcher sich daraufhin zu seinem Platz begab, die Dokumenten von Michael Morrington rausholte, dabei bemerkte, dass es nur eine Nummer von dessen Tochter gab, das Telefon in die Hand nahm und anfing deren Nummer einzutippen. "Hallo? Miss Morrington?" begann er ruhig zu sprechen und versuchte dabei seine Stimme ruhig zu halten "Hier spricht das Polizeipräsidium von Detroit, Detective Edgerton" sprach er weiter während er sich mit der Hand durch die Haare fuhr. Damian wusste genau, wenn er das tat, dann um nach den richtigen Worten zu finden. Jemanden mitzuteilen, dass ein Angehöriger gestorben ist, war noch nie für jemanden einfach gewesen. "Es geht um Ihren Vater, Michael Morrington. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass er heute Morgen bei einem Autounfall ums Leben kam" kurz hielt er selbst inne, da auch er ziemlich angeschlagen war noch von der Neuigkeit. Michael war wirklich beliebt hier gewesen. "Wäre es möglich, dass Sie und Ihre Mutter vielleicht vorbeikommen? Es gibt da noch einige Dinge zu besprechen" nach diesen Worten packte Damian seinen Karton, in dem alles reingelegt wurde, und machte sich wieder auf den Weg zum Aufzug um den Rufknopf zu drücken. "Willst du dich nicht von den anderen verabschieden?" kam Steve auf ihn zu "Wozu? Dass alle feiern können, dass ich gehe?" kam es sarkastisch aus ihm heraus als er sich Steve zuwandte. "Du weißt, dass nicht jeder von uns so über dich denkt"..."stimmt und dennoch ist es großteils der Kollegschaft" kam er diesen entgegen als das 'Ding' des Aufzugs erklang "also, man sieht sich" mit diesen Worten stieg er hinein, drückte den Knopf für das Ergeschoss, sodass die Türen zügigen und fuhr runter.


      "Live your Life......you only have this one chance !"
    • Olivia Morrington

      "Guten Morgen Mister Lockhart!", ihr Lächeln im Gesicht war heute wirklich ehrlich, denn die Schwarzhaarige konnte zugeben, dass sie wirklich gut drauf war. Es war Donnerstag, am Montag hatte sie mit ihrem Vater telefoniert und auch, wenn sie vielleicht schon ein wenig zu alt war, um sich wie ein kleines Kind zu freuen war sie wirklich aufgeregt über die Tatsache ihn vielleicht am Wochenende zu sehen. Ein großer Teil von ihr war sich sicher, dass er wieder einmal absagen wird, dass ihm etwas einfallen wird, um sie wieder zu enttäuschen und hängen zu lassen, doch Livi würde lügen, wenn sie nicht zugeben würde ihm wahnsinnig zu vermissen. Es war schon ein wenig länger her, seit dem sie sich das letzte Mal gesehen haben, auch wenn sie hier und da mal miteinander telefonierten. Es war hart ohne einen Vater die Hälfte des Lebens aufwachsen zu müssen, niemanden am Vater-Tochter-Tag zu haben, immer darüber zu schweigen, warum sie mit ihrer Mutter alleine lebte und wo ihr Vater war. Ihre Mutter gab sich seit immer schon eine große Mühe die junge Frau glücklich zu machen, sie den Vater gar nicht vermissen zu lassen, aber ihr neuer Partner brachte sie irgendwann von diesen Willen auch wieder ab.
      "Sie können schon in die eins durch gehen, ich komme gleich nach", wies Olivia an und holte die Karte des älteren Mannes heraus, um das Datum für die heutige Sitzung einzutragen. Ihr Job machte ihr wirklich Spaß, es war abwechslungsreich und vor allem auch jeden Tag aufs Neue verschieden. Ihre Patienten und Kunden waren unterschiedlich wie Tag und Nacht, nicht nur im Alter, auch im Charakter und in ihren Diagnosen, sie durfte sich vieles anhören, durfte die Menschen von einer anderen Seite kennen lernen und durfte gewann eine ganz andere Sorte an Freunden an Menschen, die sie gern hatten. Doch ihr Ziel war damit noch nicht erreicht, sie wollte eigentlich eine ganz eigene Praxis eröffnen, wollte nicht mehr nur angestellt sein, auch wenn sie hier wirklich freie Hand hatte.
      Livi blickte kurz auf ihr Handy, welches unter dem Tresen lag, sie gab dem älteren Herren den Moment, um sich obenrum frei zu machen, um anzukommen. Ihr Handy klingelte in dem Moment, in welchem sie es wieder ablegen wollte. Die Nummer kam ihr nicht bekannt vor, es war eine Vorwahl aus Detroit, ihr Vater etwa? Rief er von der Arbeit an? Merkwürdig. "Morrington", ging sie dran, ähnlich ihres Vaters. Sie hatte recht, es war seine Arbeit, aber es war nicht seine Stimme, die sie am Telefon hörte. "... dass er heute Morgen bei einem Autounfall ums Leben kam..". Es war nicht viel, was zur ihr durch drang, aber es waren Worte, die sie niemals vergessen wird.

      "Eines muss man deinem Alten sagen..", ihre Mutter schüttelte den Kopf. "Er schafft es jedes Mal nicht zu kommen". Sie zuckte mit den Schultern, als Livi stirnrunzelnd in ihre Richtung blickte, es war jetzt nicht die beste Zeit, um solche Bemerkung zu machen. Wie sie wirklich noch gearbeitet hatte wusste sie selbst nicht mehr ganz, die Nachricht über den Tod ihres Vaters hatte sie sehr mitgenommen, ihr den Boden unter den Füßen gerissen. "Ich werde den nächsten Flieger dahin nehmen", merkte die Schwarzhaarige an und blickte in die Tasse mit einem Tee, welche sie in der Hand hielt. Ihre Mutter schnibbelte gerade etwas Gemüse. "Du willst doch nicht dahin fliegen, oder?", sie runzelte die Stirn und hörte kurz auf. "Warum nicht?", es war doch ihr Vater. "Livi.. Er hat sich die letzten Wochen, Monate.. Jahre teilweise überhaupt nicht gemeldet, er war nie da, warum sollst du es tun?". "Mom, er ist mein Vater.. Und jemand muss das tun, er hat sonst niemanden".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Damian Collier

      Im Aufzug hatte Damian das erste Mal die Möglichkeit gehabt, tief ein sowie auch gleich wieder aus zu atmen. Er mochte seinen Job, von lieben war eher weniger die Rede gewesen, aber den Druck welchen er darin verspürrte, hatte er manchmal das Gefühl gehabt als würden ihm alle die Luft abschneiden. Einer der Gründe warum er auch am Liebsten alleine arbeitete. Klar, es machte Spaß mit Michael einige Fälle zu bearbeiten aber so richtig das Wahre war es für ihn definitiv nicht gewesen. Damian liebte eher mehr die Freiheit, welche ihm geboten wurde, weshalb er da meistens jeglichen Augenblick genoss. Hätte er noch lange in diesen Büro gearbeitet, hätte selbst er nicht gewusst wie es geendet hätte. Seit Kurzem wurde er von jemanden kontaktiert, der ihm ein neues Jobangebot unterbreitete. Der Handel war zwar nicht ganz einfach gewesen aber am Ende ging Damian dann doch als Sieger hervor, weshalb er er es angenommen hatte. Wirklich viel tun musste er dafür nicht aber dennoch konnte er nicht bestreiten, dass ihm das alles gab was er wollte. Warum also hätte er es ablehnen sollen? Keiner zwang ihn zu etwas und solange er brauchte sein Ziel zu erledigen, solange dauerte es dann nun mal. Sein Boss wusste, dass er seine Aufgaben erledigte...es blieb also daher ganz alleine ihm übrig wie lange er sich dafür die Zeit nahm.
      Im Erdgeschoss angekommen, verließ er mit seinem Karton den Aufzug und begab sich schon rüber zum Personalraum um dort seine Marke, seinen Ausweis sowie die Waffe abzugeben, welche man ganz am Anfang des Jobantritts bekam. "Willst du uns echt verlassen?" fragte Sarah nach, welche selbst sehr betroffen von dessen Ausstieg war. Hier und da mal gingen beide gemeinsam zu Mittag essen und verstanden sich gleich auf Anhieb sehr gut, weshalb es sie gerade so sehr schmerzte solch eine nette Person gehen sehen zu müssen. Das Kündigungsschreiben mailte der Chef von ihm bereits runter und kündigte an, dass Damian in den nächsten Minuten bei ihnen aufschlagen würde. "Ja, ich muss leider" schenkte er ihr ein gespielte Lächeln, wie sonst auch zu was sie ein wenig aufbaute. Er war einer der Wenigstens der immer freundlich ihr gegenüber blieb. "Und was ist mit dem Fall von Michael? Willst du den nicht wenigstens abschließen? Ich weiß doch wie nahe ihr euch"...."gerade, weil wir uns so nahe standen ist es besser für alle" beendete er ihren Satz. Damian wusste schon wie Sarah es meinte aber er wollte hier mit niemanden mehr etwas zu tun haben. Er lebte nun 2 Leben und es war besser endlich eines abzuschließen und das andere zu 100% durchzuführen. Soweit er wusste, hatte sein Kollege vorher die Familie von Michael kontaktiert, somit dürfte es sicher nicht mehr lange dauern bis seine Tochter und Frau hier erscheinen. Olivia Morrington.....der Name seines nächsten Ziels. Warum sie es ausgerechnet auf diese Familie abgesehen hatten, wusste Damian nicht aber ehrlich gesagt war ihm das auch relativ egal gewesen. Er machte seine Arbeit, würde dafür bezahlt und fertig. Umso weniger er wusste, umso besser war es sogar. "Also, vielleicht sieht man sich ja wieder" verabschiedete er sich von ihr, nahm den Rest des Kartons mit sich und verließ schon das Gebäude Richtung Wagen der auf der anderen Seite des Gebäudes stand. Eines musste er zugeben: Es kostete ihm zwar etwas aber andererseits war endlich frei. Frei von jeglichen Befehlen...frei von jeglichen Druck und endlich frei von gezwungener Arbeit. Er konnte endlich das tun was er wollte, wann er es wollte und wie er es wollte. "Keine Vorschriften" murmelte er leise vor sich her. Nun konnte er sich ganz auf seine nächste Aufgabe kümmern: Die Ausschaltung von Michael's Tochter: Olivia.


      "Live your Life......you only have this one chance !"
    • Olivia Morrington

      Mehrere Stunden hatte der Flug gedauert, bis sie quer durch das Land gereist war, um wieder zurück nach Detroit zu kommen. Sie reiste alleine, denn ihre Mutter ließ sich nicht davon überzeugen mitzukommen, um die letzten Sachen ihres Exmannes zu holen und sich um seine Beerdigung zu kümmern. Sie war damit beschäftigt ihre zweite Hochzeit zu planen, ihrem zweiten möglichen Mann das Ja-Wort zu geben und ihr Leben weiterhin zu leben, natürlich ohne die alten Lasten. Olivia sah es ganz anders, sie konnte sich kaum wirklich zusammen reißen, kaum wirklich verdauen, dass sie ihren Vater nicht mehr sehen wird. Vielleicht war es auch ihre Schuld, dass er jedes Mal absagte, dass er vor allem es nicht schaffte in den dämlichen Flieger zu steigen, um zu ihr zu kommen, weil die Arbeit natürlich immer Vorrang hatte. 'Es tut mir leid, aber hier gibt es einen Fall, der nicht warten kann..'. 'Livi, ich muss hier bleiben, weil die Arbeit ...'. 'Ich verspreche dir, sobald die Arbeit etwas ruhiger ist, werde ich kommen...'.
      Es waren nur einige der Sätze, die sie seit einigen Jahren immer und immer wieder hörte. Olivia wollte oft genug selbst in den Flieger steigen und zu ihm hin fliegen, was sie auch wirklich in den ersten Jahren getan hat, das Problem lag dort aber darin, dass ihr Vater seine Arbeit nicht nieder legte nur, weil seine Tochter die Woche bei ihm verbrachte. Er nahm sich nie Urlaub, er nahm sich nie frei, er schaffte es nicht einmal keine vierundzwanzig Stunden an seine Arbeit zu denken, aber gleichzeitig hatte er so viele andere tolle Seiten an sich, die Livi leider vermisste. Sie wollte gerne seine letzten Sachen holen, sie wollte vielleicht etwas für sich finden, um eine Erinnerung an ihn zu haben, sie wollte verstehen, warum er tot war in so frühen Jahren. Klar, der Job, den er gewählt hatte war nicht gerade der leichteste und sicherste, aber es war doch nicht zu viel verlangt, was sich seine Tochter von ihm wünschte, oder?

      Seit dem Anruf war sie ziemlich mitgenommen, doch sie nahm sich ein Taxi und ließ sich zu dem Department fahren, in welchem ihr Vater arbeitete. Sie war schon einmal vor einigen Jahren, als sie noch mit ihrer Mutter hier gewohnt hatte, hier gewesen, hatte ihren Vater bei der Arbeit besucht, aber es war auch schon einige Jahre her. Es änderte sich trotzdem nur sehr wenig, wie die Frau fest stellte, kaum stand sie vor dem Gebäude. Erinnerungen wollten hoch kommen, sie wollten ihren Kopf einnehmen und sich dort einpflanzen, was die Frau jedoch verhinderte, indem sie das Gebäude betrat. Es sah von Innen noch immer so aus, wie es vor Jahren der Fall schon war, Livvi wusste sogar, wo sie hin abbiegen musste, um sich anzumelden. Sie nahm ihren Ausweis raus, hielt diesen der Frau hin und sprach gleichzeitig davon, dass sie die Sachen ihres Vaters abholen wollte. Die Augen der Polizistin an der Anmeldung wurden groß, als sie den Nachnamen las, der auf dem Ausweis zu sehen war. Doch auf ein Gespräch hatte die Schwarzhaarige keine Lust, sie sollte sich setzen und warten, bis jemand ihr die Sachen bringen wird, die ihrem Vater gehörten. Seine Adresse wusste sie noch, würde sie jedenfalls irgendwie zusammen bekommen, aber das war es auch schon.
      Einige, die in der Uniform an ihr vorbei gingen schauten sie bemitleidend an, als hätte sich die Nachricht, sie würde hier sein, um die Sachen ihres Vaters mitzunehmen, rasant ausgebreitet haben. Ob sie ihren Vater alle kannten? Ob sie für ihn da waren? Gute Kollegen waren? Wer würde ihr die Sachen bringen? Einige der Kollegen hatte sie schon damals kennen gelernt, ob jemand davon noch da war? Ob sie jemand erkennen wird? Sie wusste keine Antwort, aber sie wartete, bis es die Sachen geben wird.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Damian Collier

      Psychopath....genau. Das war das Wort gewesen, welches man ihn an den Kopf werfen würde, wenn man herausfand, dass Erstens er für den Tod von Michael verantwortlich war und Zweitens wenn die Leiche von Olivia Morrington als Nächstes auf den Autopsietisch landete. Es gab Menschen, die aus reinem Vergnügen töteten und dann gab es noch Damian: Seine Gründe dahinter waren berechtigt gewesen. Jemanden das Leben aus dem Körper aus Vergnügen zu ziehen war nicht gerade seine Leidenschaft gewesen. Warum Ziele aussuchen wenn es jedes Beliebige sein hätte können? Wenn er es wirklich aus Spaß machen würde, würde er doch nicht solange warten? Nein! Damian's Absichten waren komplett anders gewesen weshalb es wichtig war, dass richtige Ziel auszusuchen und in diesen Fall traf es nun mal die Familie von Michael. Soweit er wusste, stand jedoch seine Frau noch nicht auf der Abschussliste aber es würde sicher auch nicht lange dauern bis auch sie drauf stand. Immer wieder fragte er die Verbrecher beim Verhör, was es für ein Gefühl war jemand anderes zu töten und immer wieder bekamen sie die selbe Antwort: 'Und was fühlen Sie, wenn sie das Leben von uns Mörder auslöschen? Ist es Genugtuung die Menschheit beschützt zu haben oder ist es für Sie nur ein Spiel?', wenn sie gewettet hätten wie oft diese Frage Ihnen gestellt wurde, wäre Damian heute definitiv reich gewesen und müsste nicht mal den jetzigen Job machen. Eigentlich hätte er schon längst unter einem Schirm auf einer Liege in Los Angeles, Hawaii oder sonst wo liegen, einen Cocktail trinken und das Leben genießen können.
      Stattdessen war er immernoch hier in dieser kalten Stadt gewesen und spielte noch vor kurzem guter Bulle, böser Bulle. Bei seinem Wagen angekommen, sperrte diesen auf, stellte den Karton mit seinen Sachen auf den Beifahrersitz, während er auf der Fahrerseite seinen Platz fand, startete den Motor als plötzlich eine Nachricht auf sein Handy kam. "Gut gemacht, es läuft alles nach Plan. Der erste Betrag wird in den nächsten Stunden da sein. Du weißt nun was als Nächstes zu tun ist" las er sich den Satz durch bevor das Handy zurück in der Hosentasche landete. Welches Leben er auslöschen musste, war ihm sichtlich eigentlich komplett egal gewesen solange nur das Geld stimme. Warum das Leben als Bulle weiterführen wenn es doch soviel anderes gab mit dem man noch mehr verdienen konnte?


      "Miss Morrington?" begrüßte Detective Edgerton die junge Dame als ihm gezeigt wurde, wo er sie finden konnte und den Karton ihres Vaters mit all seinen Sachen darin, in der Hand hielt. Natürlich gab es gute als auch schlechte Dinge im Beruf eines Polizisten was man sich vorstellen konnte aber wenn man ihm eine Frage stellte, was er besonders hasste daran dann, dass man den Bürotisch eines Kollegen räumen musste der beim Einsatz ums Leben kam. Klar, Michael wurde nicht erschossen oder Opfer eines Verbrechens aber selbst ein Autounfall war schon im Stande einen Menschen aus dem Leben der anderen zu reißen. "Ich bin Detective Edgerton, ich weiß nicht ob Sie sich noch an mich erinnern können" versuchte er ihr ein sanftes Lächeln zu schenken während er neben ihr auf dem freien Stuhl Platz nahm. Er und sein Vater verstanden sich in den ganzen Jahren ziemlich gut und hier und da hatte er auch manchmal die Möglichkeit gehabt mit Olivia ein paar Worte zu tauschen bevor er dann aber wieder an die Arbeit musste. "Mein herzliches Beileid zum Verlust von Ihrem Vater" war seine Stimme dann doch etwas mitfühlend gewesen. "Wenn Sie irgendwie Hilfe brauchen, egal bei was....", was anderes wüsste er einfach nicht zu sagen. Es war nicht das erste Mal gewesen, dass er jemanden eine schlechte Nachricht übermittelte aber im Unterschied zu jetzt, kannte er die meisten Opfer nicht. Hier war es erstens ein Freund als auch zweitens ein Kollege gewesen. "Hier" dabei hielt er ihr den Karton hin wobi ganz oben ein Bild von ihr lag "auch wenn er vielleicht nicht immer die Zeit hatte für Sie da zu sein.....lag ihm doch sehr viel an Ihnen" es war keine Entschuldigung gewesen für das, dass er kaum für sie hatte aber Edgerton wusste ganz genau, dass er sich dennoch immer mehr Zeit mit ihr gewünscht hatte.


      "Live your Life......you only have this one chance !"
    • Olivia Morrington

      Während ihre Augen auf den Boden vor ihr starrten und Livi auf jemanden wartete, der ihr die Sachen ihres Vaters überreichen würde überkamen die Frau Erinnerungen, an die sie sich am liebsten gar nicht erinnern wollte. Das sollte hier kein melancholischer Besuch des Departments sein, sie wollte auch sicherlich nicht in Erinnerungen schweben, aber es war nur schwer sich dagegen wehren zu können. Ihr wollten die Tränen hoch kommen, sie wollte sich am liebsten in ihrem Bett zusammen kauern und hoffen, dass alles nur ein sehr, sehr schlechter Scherz war, doch leider wird es auch am nächsten Morgen nicht besser aussehen. Sie bereute es, nicht einfach vorher her gekommen zu sein, nicht einfach vor der Tür ihres Vaters aufgetaucht zu sein, um ihn wenigstens ein Mal in den Arm zu nehmen, trotz der Tatsache, wie oft er sie wirklich versetzt hatte, doch die letzten Jahre lief sie lieber ihrer Wut und Enttäuschung hinterher. Es war im Nachhinein immer einfacher zu sagen, was man hätte besser machen können, aber sie Zeit war leider such nicht mehr zurück zu drehen, Livi musste mit dem Tod ihres Vaters leben, auch wenn sie sich noch nicht vorstellen konnte, wie sie es machen sollte. Ihr Vater war nicht sehr präsent in ihrem Leben, er nahm keine große Rolle mehr ein, weil er sich nicht einbringen wollte, aber die Schwarzhaarige sehnte sich noch immer nach der Liebe und Anerkennung ihres Vaters, wie ein kleines Mädchen. Ob es zu viel verlangt war?
      "Miss Morrington?". Die Stimme brachte sie aus ihren Gedanken heraus und ließ sie aufsehen. Das Gesicht des Mannes vor ihr kam ihr bekannt vor, doch sie erinnerte sich nicht, warum es so war. Statt sich jedoch damit zu beschäftigen stand sie auf, erhob sich, um auf die Kiste zu blicken, die ihr gebracht wurde. Edgerton.. Dieser Name kam ihr auch bekannt vor und mit dem Namen nickte sie gleich auch, langsam dämmerte es auch bei ihr. Livi war dankbar für das kleine Lächeln, konnte jedoch ihre Lippen nicht dazu bewegen die Geste zu erwidern, stattdessen setzte sie sich wieder auf den Stuhl, auf welchem sie gerade noch gesessen hatte. Der Mann neben ihr war ein guter Kollege ihres Vaters, so langsam wurden die Erinnerungen an diesen Mann auch klarer, auch wenn es einige Zeit her war. Einige lange.. "Danke", bedankte sich Livi für die Beileidsbekundungen und die angebotene Hilfe. "Weiß ich sehr zu schätzen". Doch ihre Aufmerksamkeit widmete sich dem Karton, der ihr gereicht wurde. Ob sie wirklich dort hinein sehen wollte? Dessen war sie sich nicht sicher.. Ihre Augen musterten jedoch das Bild, welches oben drauf zu sehen war. Olivia seufzte. "Ich weiß.. Ich weiß..", tief in ihrem Herzen wusste sie es wirklich, dass ihr Vater sie lieb hatte. "Ich danke Ihnen sehr dafür", sie deuteteauf den Karton und erhob sich wieder langsam, irgendwie wurde ihre Stimmung und die Trauer nur noch schlimmer, vielleicht auch durch die Erinnerungen, die immer mehr Platz in ihrem Kopf bekamen. "Ich.. Lasse Sie gerne wissen, wann die Beisetzung statt finden wird", darum musste sie sich ja auch noch kümmern..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Damian Collier

      Warum musste es ausgerechnet ihren Vater treffen? Nicht, dass sich Edgerton jemand anderen gewünscht hätte aber selbst als Polizist sah man einige Dinge anders als die normalen Menschen wie Olivia. Warum war es ausgerechnet ein bannaler Autounfall gewesen? Er hatte schon einige Kollegen verloren gehabt und die Meisten starben bei einem Fall, wurden erschossen, gefoltert oder sonst was und ausgerechnet ihn erwischte ein anderer Wagen. "Was für eine Ironie" entglitt es seinen Lippen als er noch hier mit dessen Tochter da saß und über diesen sprach bzw. auch sein Beileid ihr gegenüber erwähnte. Er und Michael verstanden sich seit dem ersten Tag gleich gut und hatten auch schon einiges erlebt gehabt miteinander aber jeder wusste, der diesen Job machte, dass es jeden Tag soweit sein konnte und Michael traf es leider früher als was sich alle haben vorstellen können. Selbst Damian hatte heute Morgen nach der ganzen Sache das Büro einfach verlassen. Wie es ihm wohl ging? Schließlich war er doch live dabei gewesen als all dies passierte. Sollte er ihn vielleicht anrufen? Nein! Wahrscheinlich war das keine gute Idee gewesen. Er und Damian waren nicht gerade die besten Kollegen...man konnte sogar sagen, dass die beiden so gut wie das Gegenteil waren gegenüber von Michael und ihm. Aus den Gedanken gerissen, horchte er wieder den Worten von Olivia, welche sich nochmals bedankte und wusste was ihr Vater für sie empfand. Das Schicksal konnte doch oft so grausam sein. Die beiden hatten sich so gern gehabt und dennoch blieb ihnen meistens keine Zeit für ein Wiedersehen. Er wusste von den Umständen und, dass sich ihr Vater mehr in die Arbeit stürzte als sich um die eigene Familie zu kümmern. Ob er es nun bereute?
      "Vielen Dank" bedankte auch er sich dafür, dass Olivia ihn kontaktieren würde bezüglich der Beerdigung. Ob sie das alleine auch schaffte? Was war mit ihrer Mutter? Irgendwie tat ihm das Mädchen doch leid dies alles gerade alleine durchstehen zu müssen. Ob sie jemanden hatte den sie kontaktieren konnte? "Hier" dabei holte er noch eine Karte mit seinen Kontkaktdaten raus als beide aufgestanden waren "Wenn doch was sein sollte, Fragen haben oder Sie einfach jemanden zum Reden brauchen, rufen Sie mich an" bot er ihr freundlich an. Er hatte keinerlei Hintergedanken gehabt, sondern war schon immer ein hilfsbereiter Mensch gewesen. "Ich wünsche Ihnen trotz der momentanen Umstände alles Gute" dabei schenkte er ihr wieder ein Lächeln, legte sanft seine Hand auf ihre Schulter, da sie mit beiden Händen den Karton ihres Vaters hielt, verabschiedete sich damit und begab sich zurück zum Aufzug wo er ihr nochmals zuwinkte. So gern er ihr helfen sie geschweige denn nicht alleine lassen wollte, so musste er doch wieder zurück an die Arbeit.


      Es dauerte eine Weile bis Damian bei sich zu Hause ankam. Die Straßen waren gesteckt voll gewesen was aber nicht gerade was Neues für ihn war. Schließlich wohnte er auf der anderen Seite der Stadt und dies war einer der klassischen Routen, welche tausende von Fahrer ebenfalls täglich auf sich nahmen. Egal um welche Uhrzeit er hier entlang fuhr, immer wieder war ein Stau gewesen. Ob jemals der Tag kommen würde an dem er einfach mal durchfahren konnte? Vermutlich nicht. Aber dies machte ihn auch nichts aus. Die langen Fahrten nutzte er immer dafür seine Gedanken neu zu ordnen und den Tagesablauf nochmals durchzuspielen. Michael war bei einem Autounfall ums Leben gekommen, woraufhin schwere Beweise gegen ihn kaum zu finden sein durften. Es war nicht der erste Mord gewesen für den Damian Collier verantwortlich war, weshalb er schon genau wusste auf was er achten musste. Die Kündigung seines Jobs kam damit genau gelegen, woraufhin er auch die Chance nutzte. Somit konnte er sich jetzt voll und ganz auf seinen wahren Job kümmern, welcher fürs Leben komplett ausreichte. Jedoch wusste er aber auch, dass eines Tages der Moment kommen würde an dem er dran war den Löffel abzugeben. Natürlich hatte er nicht vorgehabt, dass es so schnell passierte aber jeder musste irgendwann mal sterben, oder?
      Den Wagen in der Garage geparkt und in seiner Wohnung eingetroffen, schloss er hinter sich die Türe, zog die Schuhe aus und stellte seinen Karton mit all den Bürozeug auf den Esstisch um sich weiter ins Badezimmer zu begeben, die Kontaktlinsen rauszunehmen bevor er sich eine warme Dusche gönnte. Das Wasser auf seiner Haut spürte sich wirklich entspannt an, woraufhin er für ein paar Minuten einfach nur drunter stand und es auf sich wirken ließ bis er sich schließlich doch einshampoonierte und sich fertig machte um anschließend mit frischen Klamotten zurück ins Wohnzimmer zu kommen, sich ein Glas Whiskey einschenkte und einen Vorhang von der Wand wegzog auf dem alle seine Ziele und Opfer zu sehen waren. Dabei nahm er einen roten Stift in die Hand und strich das Gesicht von Michael Morrington durch um als Nächstes das von Olivia Morrington einzukreisen. Warum sie es ausgerechnet auf diese Familie abgesehen hatten, wusste er nicht und ehrlich gesagt interessierte es ihn auch nicht. Sein Motto war schon immer: Umso weniger man wusste, umso besser ging es einem.


      "Live your Life......you only have this one chance !"
    • Olivia Morrington

      "Wie kommst du voran, Liebling?". Eine sehr gute Frage, die Livi kaum beantworten konnte. Seit dem sie heute früh aufgestanden war widmete sich die Schwarzhaarige der unaufgeräumten Wohnung ihres Vaters, seinen Unterlagen und den Sachen, die er ihr hinterließ. Es herrschte um sie herum das pure Chaos aus Unterlagen, Erinnerungen und Dokumenten, dem Dreck hatte sie nämlich schon weg geräumt und auch das Geschirr gesäubert und den Müll raus gebracht. Es war eine gemietete Wohnung, die sie kündigen musste, am Ende musste sie sowieso sauber und ordentlich zurück gegeben werden, da konnte sich Olivia gut in ihre schlechten Gefühle stürzen und aufräumen, um sich etwas abzulenken.
      "Es geht", antwortete sie ihrer Mutter ehrlich und schüttelte mit dem Kopf. "Vater hat solch einen Chaos... Die Akten, Unterlagen.. Seine Dokumente.. Es gibt eine Lebensversicherung, auf mich ausgeschrieben.. Ich blicke nicht ganz durch, welche Versicherungen gekündigt sind und welche ich kündigen muss.. Keine Ahnung, wie Dad hiermit klar kam". Es war mühsam, aber es würde genug Geld für seine Beisetzung geben, es würde vor allem aber Zeit in Anspruch nehmen. "Das ist dein Vater, wieso wunderst du dich darüber? ", fragte ihre Mutter belustigt, während sie scheinbar in der Küche gerade etwas machte. "Weiß du nicht, ob es einen Überblick gibt? Oder Dad sich damit irgendwann auseinander gesetzt hatte?", Livi versuchte einfach alles, um irgendwie voran zu kommen. Ihre Mutter seufzte. "Liebes, ich bin seit acht Jahren von seinem Vater getrennt, ich habe keinen blassen Schimmer von ihm und seinen Unterlagen, geschweige denn Versicherungen". Ja, das stimmte wohl auch, aber man versuchte einfach alles. "Ja, tut mir leid". "Livi, dir muss nichts leid tun.. Ich kann dir leider nicht helfen, aber wir können nachher weiter telefonieren, wenn du magst.. Ich kriege einen Anruf aus der Firma, ich hab dich lieb!".
      Damit blieb die junge Frau alleine zurück, mit diesem riesigen Chaos an Unterlagen. Sie seufzte, erhob sich von ihrem Bett, um sich zum Kühlschrank zu bewegen. Ihr Vater hatte nicht viel da, aber Wasser stand noch genügend gekühlt da, eine Flasche ergriff sich Olivia auch, ehe sie den Kühlschrank auch wieder zu machte. Ein Zettel fiel ihr dabei auf, der ihr bisher nicht aufgefallen war. Es war eine kleine To-Do-Liste, mit der Handschrift ihres Vaters.
      '-Reinigung besuchen
      -Damian anrufen
      -Livi am Wochenende überraschen'

      Livi am Wochenende überraschen? Tränen wollten ihr hoch kommen, wollte ihr Vater sie am Wochenende wirklich besuchen? Doch bevor sie sich wieder in ihre Trauer hinein stürzen konnte fiel ihr der andere Name noch einmal ein. Damian.. Das hat sie in den Unterlagen schon mal gelesen, den kannte sie nur noch nicht. Ein Kollege? Ihr Vater hatte so gut wie keine Freunde.. Ein Arbeitskollege? Ein wenig verwirrt blickte die junge Frau zurück zu den Unterlagen, die sich auf dem Boden befanden, sie blickte in die Akten, die ihr Vater zuhause hatte und suchte nach dem Namen, den sie schon mal gesehen hatte. Lange suchte Olivia nicht, da wurde sie fündig. Damian Collier... Gefunden.. Wer war dieser Mann? Wieso kam er so oft vor? Livi suchte weiter, er tauchte in den Akten auf, hatte ihr Vater einen Partner? Warum wusste sie nichts von? Warum erzählte er nichts von? Eine Nummer.. Sie fand eine Nummer.. Wenn er aber mit ihrem Vater zusammen arbeitete, warum hatte sie ihn gestern nicht gesehen, oder kennen gelernt? Livi griff nach ihrem Handy, sie öffnete die SMS Chats und tippte die Nummer auf dem Zettel ein. Sollte sie vielleicht direkt anrufen? Nein, vielleicht nicht, sie war sich noch nicht sicher, was sie überhaupt sagen wollte. Aber sie hatte Fragen , einige viele Fragen..
      Sie tippte eine Nachricht ein, um sie gleich abzuschicken.

      Guten Tag.. Mein Name ist Olivia Morrington, ich bin die Tochter von Detective Morrington.. Ich fand Ihren Namen und die Nummer in seinen Unterlagen und habe einige Fragen, die Sie mir vielleicht beantworten könnten.
      Melden Sie sich bitte, wenn Sie ein wenig Zeit für mich hätten.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Damian Collier

      Nachdem er sich noch ein paar Details aufschrieb was die Tochter von Michael betraf, seinen Whiskey austrank um sich danach gleich ins Bett zu legen, da es schon spät war, verlief die Nacht ziemlich ruhig. Weder sein Telefon läutete, wegen eines neuen Falls noch war es die Polizeistelle gewesen um noch an weitere Informationen über den Tod seines Partners zu kommen. Eigentlich war es schon ungewohnt, dass er eine Nacht wieder durchschlafen konnte, aber so munter wie am nächsten Morgen war er schon lange nicht mehr gewesen. Für ihn war es stets was Positives gewesen bei den Dingen die heute sowieso am Plan standen. Mit einem Ruck setzte er sich auf, streckte sich erstmal bevor sein weiterer Weg schon in die Küche zur Kaffeemaschine führte um diese einzuschalten, sich eine Tasse aus dem Regal holte, diese mit 2 Zuckerwürfel fühlte und die Milch währenddessen aus dem Kühlschrank auf den Tisch stellte. Heute würde er sich auf den Weg zu Michael's Wohnung aufmachen um den Standort seiner Familie herauszufinden. Michael sprach zwar immer davon, dass sie in einer anderen Stadt lebten aber erwähnte nie den Ort. Es war in der Polizeibranche sowie auch unter Kollegen ganz normal gewesen, dass man nicht alle Informationen über die Familie preis gab, sollte man ein Fall außer Kontrolle geraten oder selbst ums Leben kommen um diese zu gefährden. Es war nicht gerade selten gewesen, dass diese dann ins Visier eines Täters geraten. Und auch Michael lebte nach diesem Kodex. Er sprach zwar oft von Olivia und, dass er gerne mit ihr mehr Zeit verbringen wollen würde, erwähnte aber niemals wo sie lebte. "Zu blöd, dass du mich unter deine Fittiche genommen hast" murmelte er mit einem kalten Lächeln vor sich her als er den Startknopf für eine große Tasse drückte und die Maschine zum brodeln anfing. Michael hatte Damian alles beigebracht was er als Polizist und Ermittler wusste. Daher würde es ein Kinderspiel werden seine Familie auszumachen, sollte er sie nicht selbst an einem geheimen Ort untergebracht haben, was er aber eher weniger vermutete.
      Plötzlich fing sein Handy zu klingeln an als eine Nachricht eintraf, was ihn schnell aus den Gedanken holte. Wer schrieb ihm bitte eine SMS? Ein neuer Auftrag konnte es nicht sein, da sein Chef wusste, dass er noch hinter Olivia her war und Freunde sowie Familie besaß er keine mehr, welche sich bei ihm melden könnten. Also wer schrieb ihm? Lange ließ er die Frage nicht unbeantwortet, als er sich rüber zum Esstisch bewegte, wo er gestern den Karton mit seinem Zeug inklusive Waffe und Handy hingestellt hatte, das kleine Gerät in die Hände nahm und sah, dass eine unbekannte Nummer ihm etwas sendete. Die Telefonnummer sagte ihm gar nicht, weshalb er diese öffnete und laß, dass es Olivia Morrington persönlich war die ihm geschrieben hatte. Dass sein Name in Michael's Unterlagen erschien mit seiner Nummer wunderte ihn eher weniger, schließlich arbeiteten die beiden über Jahre zusammen und hatten genügend Fälle bearbeitet. Dass sie sich selbst bei ihm meldete, machte die Suche definitiv umso leichter für Damian. Sein Name in dessen Unterlagen gefunden bedeutete nur, dass sie vermutlich in seiner Wohnung sein musste. "Leichter geht es echt nicht mehr" kam es mit einem kalten aber amüsanten Lächeln aus ihm heraus. Wenn es soweiter ging, würde der Auftrag, sie auszuschalten, noch schneller erledigt sein als Michal aus dem Leben zu reißen. Bald würden sich die beiden im Himmel wiedersehen. Da er nicht gerade der große SMS Schreiber war, kopierte er ihre Nummer aus der Nachricht raus, ging in die Telefonliste rein, fügte diese dort ein und drückte anschließend au den grünen Knopf sodass es im nächsten Moment schon zu piepen anfing. "Miss Morrington?" begann er zu sprechen als er merkte, dass auf der anderen Leitung abgehoben wurde "Hier spricht Damian Collier. Ich melde mich bezüglich Ihrer Nachricht. Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?" blieb er freundlich. Olivia gleich darum zu bitten sich wo zu treffen würde wohl direkt gewesen sein, weshalb er darauf warten würde bis sie es ihm anbot. Schließlich wollte Olivia ja ein paar Antworten haben....und somit würde sie auch direkt in seine Hände fallen. //wenn das nicht schon zu einfach ist//, schoss es ihm erneut durch den Kopf.


      "Live your Life......you only have this one chance !"
    • Olivia Morrington

      Sie verstand es nicht, sie verstand dieses Chaos vor sich einfach nicht. Ihr Vater schien so ordentlich in seiner Arbeit zu sein, er schien nur noch von der Arbeit zu leben, dennoch herrschte in seiner eigenen Wohnung ein Chaos, in seinen Unterlagen und vor allem scheinbar auch in seinem Leben außerhalb der Arbeit. Die Unterlagen waren nicht sortiert, sie waren durcheinander, sie waren teilweise abgelaufen, nicht mehr wichtig, oder wirr, wie sollte Olivia jetzt damit klar kommen? Ob dieser Mann, der mehrmals in den Unterlagen vor kam etwas Licht hinter die ganze Sache bringen könnte? Vielleicht hatte ihre Mutter auch Recht und das alles hier war nur eine Ablenkung von der eigentlichen Tatsache: Livi hat ihren Vater verloren. Tränen wollten ihr wieder in die Augen steigen, sie wollten wieder über die Wangen entlang kullern und es der jungen Frau nur noch schwieriger machen, das alles hier zu bewältigen. Sie konnte jetzt nicht schon wieder weinen, sie konnte sich nicht schon wieder ihren Gefühlen hin geben, denn wenn ihr Vater sie so sehen würde, würde er schmunzelnd den Kopf schütteln und fest stellen, dass es gut war, dass sie nicht in seine Fußstapfen getreten ist. Livi war wirklich fast soweit, aber das Vibrieren ihres Telefons riss sie gerade im letzten Moment da raus, zwang sie dahin zu sehen. Eine ihr unbekannte Nummer rief sie an, da legte sie den Kopf etwas schief, bis sie fest stellte, dass ihr die Nummer bekannt vor kam. Moment, das war doch die Nummer des Mannes, dessen Name hier immer und immer wieder vor kam! Die Schwarzhaarige zog ihre Nase hoch, die anfangen wollte gleichzeitig mit den Tränen zu laufen und hob ab, um sich gleich zu melden. So weit kam sie nicht, da wurde sie schon gefragt, ob sie wirklich Morrington hieß. "Ja", bestätigte sie dem Mann und wunderte sich über die junge Stimme, die sie am Telefon zu hören bekam. Eigentlich hätte sie sich jemanden im Alter ihres Vaters vorgestellt, aber das war vielleicht auch nicht gerade wichtig.
      "Ich hätte nicht erwartet, dass Sie sich so schnell melden werden", gab Livi ehrlich am Telefon zu und blickte zu den Unterlagen, die sie vor sich ausgebreitet hatte. "Ich fand Ihre Nummer öfter in den Unterlagen meines Vaters.. Ich weiß nicht, ob es Ihnen bekannt ist.. Aber..", sie schluckte, es war schwer auch nur daran zu denken.. "Er ist leider verunglückt". Ob es dem Mann bekannt war oder nicht konnte Livi nicht wissen, auch wenn sie annahm, sie würden zusammen arbeiten, doch alles, was mit ihrem Vater zu tun hatte war immer sehr kompliziert. "Ich wollte wissen, wie Ihre Beziehung zu meinem Vater ist.. Sie kommen in seinen Berichten vor, am Kühlschrank hängt Ihr Name, in seinem Handy sind Sie fast die einzige Nummer, die er wählte.. Ich würde fast schon annehmen, dass Sie miteinander gearbeitet haben?". Freunde.. So etwas besaß ihr Vater fast schon nicht. Schon sehr lange nicht mehr. "Vor allem auch, wann Sie wirklich zuletzt mit ihm Kontakt hatten.. Ob Sie ihn die letzten Tage gesehen haben".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Damian Collier

      Damian war, was seine Aufträge betraf, noch nie wirklich skeptisch gewesen geschweige denn glaubte er an Schicksale, Zufälle oder sonst was aber das hier.....das konnte definitiv nicht kein Zufall gewesen sein, dass sich die Tochter seines letzten Auftrages so schnell bei ihm meldete. Eigentlich dachte er, dass es schwer werden würde an sie ran zu kommen aber so wie das Schicksal gut mit ihm meinte servierte es sie ihm direkt auf einem Silbertablet, indem sie sich bei ihm per SMS meldete. Lange ließ er genauso wenig auf sich warten weshalb er kurz darauf ihre Nummer ins Telefon eintippte und anrief. Warum warten wenn es schnell auch ging? Umso schneller er seine Aufträge erledigte umso besser. Denn so würde das Geld nur auf sein Konto fließen und die nächsten Opfer würden auch schon auf ihn warten. Dass sie auch kurz darauf schon an ihr Telefon ranging, überraschte ihn eher weniger weshalb er nach ihren Namen fragte, welcher kurz darauf bestätigt wurde. Also war es wirklich seine Tochter gewesen. Als er sich als Damian Collier bekannt gab und nachfragte wie er ihr wohl helfen konnte, begann sie schon zu erklären wie sie überhaupt auf ihn kam. Dass Damian in dessen Unterlagen des Öfteren vorkam, war genauso wenig überraschend gewesen. Schließlich arbeiteten die beiden eine Zeit lang zusammen und hatten einige Fälle bearbeitet gehabt. Da war es normal, dass dort die Namen der Agenten auftauchten. Für einen kurzen Moment wurde es ruhig am Telefon als sie versuchte ihm zu erzählen, dass dieser verunglückt war. Ob ihm dies bekannt war? Er war für den Unfall verantwortlich gewesen. Ihm war dies mehr als nur bekannt gewesen. Und du wirst das selbe Schicksal wie er in kurzer Zeit erleiden, rief er sich in den Kopf wobei auch ein kaltes Lächeln auf den Lippen erschien bevor er dies wieder verschwinden ließ. Fröhlich in diesen Moment zu wirken, wäre falsch. "Es ist mir bekannt" spielte er eine bedrückte Stimmung auf "Mein herzliches Beileid" sprach er noch gespielt traurig aus. Es musste alles so echt wie möglich klingen. Dass die Tochter bezweifelte, dass es sich hier wirklich um einen Unfall handelte, glaubte er kaum. Die Beweise waren dafür handfest gewesen. Nirgendwo würden sie irgendwas finden können als es als Mord ansehen zu können. Dafür war Damian's Arbeit viel zu direkt gewesen. Er wusste genau als Polizist auf welche Details er achten musste und genau dies tat er auch.
      Lange dauerte es nicht als erneut ihre Stimme übers Telefon durchkam und sie anfing ihm all diese Fragen zu stellen. Einerseits war er darüber etwas verwundert gewesen zu hören, dass sein Name am Kühlschrank hing und er fast die einzige Nummer war in dessen Handy er eingespeichert war aber andererseits auch wieder nicht, denn er wusste, dass Michael nicht besonders viele Freunde oder wenn sogar so gut wie gar keine besaß. Er lebte für seine Arbeit. Wann also hätte er noch Zeit gehabt für sein privates Leben mit Freunde usw.? Dass auch seine Tochter dadurch zu kurz kam, war nicht zu übersehen. "Für jemanden, die gerade ihren Vater verloren hat, stellen Sie wirklich viele Fragen, junge Dame" kam es ruhig aus ihm heraus "Wieso besprechen wir nicht alles bei einer Tasse Kaffee anstatt über das Telefon? Wäre persönlich doch einfacher, finden Sie nicht auch?" für Damian wäre es die Gelegenheit das Mädchen persönlich kennen zu lernen um sich auch noch zusätzlich ein Bild zu seinem nächsten Opfer machen zu können. Michael sprach zwar sehr viel über sie aber wie diese aussah, konnte er selbst nicht sagen. "Wie wäre es in einer Stunde in der Astoria Pastry Bäckerei, fall Sie diese kennen?" schlug er ihr noch vor. Sie lag in etwa im Zentrum der Stadt und mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln war diese recht gut zu erreichen.


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      Olivia Morrington

      Sie erhoffte sich viel von diesem Telefonat, vor allem vielleicht Antworten, die sie selbst für sich so nicht finden konnte. Es war alles wirr, die Unterlagen waren wirr, die Sachen in der Wohnung, ihre Gedanken, ihre Gefühle, die Welt... Eigentlich alles mögliche, die Frage war nur, wie man damit jetzt klar kommen sollte. Vielleicht sollte sich Livi eine professionelle Hilfe suchen, oder mit allem hier abschließen und wieder Heim fahren. Sie vermisste ihren Vater...
      Sie wurde über die Tatsache belehrt, dass sie viele Fragen stellte dafür, dass sie gerade ihren Vater verloren hatte, was sie schon ein wenig ärgerte und gleichzeitig die Bezeichnung, als junge Frau... Der Mann war ihr unsympathisch, am liebsten würde sie sich wieder zurück ziehen und auflegen, sie brauchte seine Hilfe nicht, es war überhaupt eine dumme Idee diese Nummer hier zu wählen... Es war ihre Sache, ob sie Fragen stellte, wie viele Fragen sie stellte und was sie alles wissen wollte und da konnte keiner etwas gegen entscheiden, ach wenn sie ihren Vater verloren hat! Doch sie wurde für einen Kaffee eingeladen, statt am Telefon zu sprechen und Olivia holte tief Luft, um sich zu beruhigen und nicht gleich unhöflich zu wirken. Sie war jetzt schon von diesen zwei Minuten genervt, aber letztendlich wollte sie Antworten haben und wollte sich vor allem erkundigen, wie die letzten Tage ihres Vaters aussahen, da kam vermutlich nur dieser Mann in Frage.
      Ihre Augen blickten zu der Uhr, die an ihrem Handgelenk zu finden war, in einer Stunde.. Das würde sie nicht packen, sie war nicht einmal ansatzweise bereit raus zu kommen und sie musste noch die Unterlagen, die benötigt waren zum Bestattungsunternehmen bringen. "Ich schaffe das nicht in einer Stunde..", gab sie ehrlich zu, aber es war besser es heute hinter sich zu haben. "Aber in zwei wäre ich da.. Ich kenne den Ort nicht, aber das kriege ich schon hin", dafür hatte sie immerhin ein Handy und Internet. "Wo möchten Sie sich dort treffen?". Immerhin wusste sie nicht einmal ansatzweise, wie der Mann aussah, auf wen sie gleich stoßen wird, auch wenn die Stimme relativ jung klang.
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      Damian Collier

      Ob seine Bemerkung auf all ihre Fragen unhöflich rüber kam oder nicht, war Damian sichtlich egal gewesen. Er sagte seine Meinung und entweder man kam klar damit oder nicht. Dass er für andere nicht gerade der symphatischste Mann war, würde ihm schon oft genug bewiesen aber man lernte mit der Zeit damit umzugehen. Selbst im Büro war er nicht der beliebteste Kollege gewesen weshalb es ihn umso mehr überrascht hatte, dass Michael es lange mit ihm aushielt. Die Meisten warfen die Zusammenarbeit ja schon nach gut ein paar Monaten mit ihm hin aber sein letzter Partner war in der Hinsicht komplett anders gewesen. Dieser war wirklich geduldig und am Ende hatte es sich für Damian auch bezahlt gemacht. Sein Vertrauen gegen dessen Leben. Besser hätte es nicht laufen können. Und nun stand seine Tochter fast vor seiner eigenen Türe indem sie sich auf eine Tasse Kaffee mit ihm einließ. "In 2 Stunden" kam er mit seinen Gedanken wieder zurück zum Gespräch als sie meinte es in einer Stunde nicht zu schaffen. "Ja, das lässt sich einrichten" gab er ihr bekannt. Jetzt einen Rückzieher zu machen nur, weil sie erst eine Stunde später konnte als was er ihr vorschlug, war doch komplett bescheuert gewesen. Ob es nun gleich passierte oder etwas später, war in seinen Augen kein großes Thema gewesen. Er wartete nun seit gestern Morgen schon auf die junge Frau, daher sollten die weiteren 120 Minuten kein Unterschied machen. "Ich werde direkt vor der Bäckerei auf Sie warten" meinte er dann noch dazu wo sich die beiden treffen würden. So war es einfacher für beide auch wenn er anhand eines Bildes schon wusste wie die Tochter von Michael aussah. Unattraktiv sah diese Olivia Morrington keineswegs aus. Lange dunkelbraune Haare, braune Augen und eine schlanke Figur noch dazu. Nein! Sie passte sogar in das Beuteschema rein, welches Damian bevorzugte. Umso mehr war es eine Vergeudung sie ebenfalls unter die Erde zu bringen aber umso schneller der Job erledigt war, umso schneller kam er an seinen Nächsten und konnte die Sache hier abhacken. "Also dann, wir sehen uns später" mit diesen Worten beendete Damian das Gespräch. Da seine Tochter nun wohl hier in der Stadt war und somit vermutlich auch die Wohnung von Michael benutzte, war ein Besuch dorthin unwahrscheinlich gewesen. Aber das machte nichts. Sie würde sich mit ihm treffen.

      Damian schlug die nächsten 2 Stunden, bis zum Treffen mit Olivia Morrington mit anderen Arbeiten, tot bis er sich schließlich auf den Weg zur besagten Bäckerei aufmachte. Der Verkehr war für die Morgenstunden ziemlich dicht gewesen aber dennoch kam er gut voran, sodass er 5min zu früh ankam. Einen Parkplatz zu finden war gar nicht so schwer, da genau als er ankam, direkt einer davor wegfuhr, welchen er sich gleich holte und einparkte. Der blondhaarige hatte sich schon Gedanken darüber gemacht wie er das Vertrauen der jungen Dame erhaschen konnte, was eine Menge Arbeit heißen würde aber dies würde er definitiv in Kauf nehmen um ihr am Ende das Leben aus dem Körper zu ziehen. Es gleich zu beenden wäre wirklich öde gewesen, daher würde er sich mit ihr ein kleines Spielchen ausdenken. Zu seinem Gunste wird es aber definitiv kein Lusitges für sie werden. Bei dem Gedanken was sie für Schmerzen durchleiden wird, konnte sich Damian ein kaltes Lächeln nicht verkneifen bis er sich dazu entschloss aus dem Wagen zu steigen und sich kurz umzusehen ob Olivia vielleicht schon hier war. Doch anscheinend war er der Erste weshalb er sich, wie besprochen, vor dem Eingang der Bäckerei stellte um auf sie zu warten.


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      Olivia Morrington


      Zwei Stunden waren schneller vorbei, als Olivia eigentlich gedacht hätte, aber sie schaffte es alles zu erledigen, was sie erledigt haben musste. Kaum hatte sie sich fertig gemacht und sich umgezogen hatte sie die Akten zusammen gesammelt, die sie fand und einige anderen Unterlagen, um ein wenig schneller beim Beerdigungsinstitut zu erscheinen, in der Hoffnung pünktlich beim Café aufzutauchen. Der Bestatter brauchte einige Unterlagen, wollte vor allem in Erfahrung bringen, ob sich ihr Vater darum gekümmert hatte Geld für solch einen Fall zur Seite zu legen, oder nicht, außerdem wollte das Institut etwas vorbereiten, was ihm gerecht werden würde, denn wenn die Schwarzhaarige ehrlich war kannte sie ihren Vater kaum noch. Sie haben sich sehr auseinander gelebt, er erzählte nicht mehr viel von sich, umso wichtiger war vielleicht auch die Begegnung mit seinem Freund, oder wie sie Damian auch immer einschätzen sollte. Ob er ihr vielleicht irgendetwas von ihrem Vater verraten könnte? Vielleicht könnte er ihr so helfen die Beerdigung zu planen, auch wenn da Olivia nicht wusste, wen sie überhaupt einladen sollte, wer überhaupt erscheinen würde..
      Sie war ein wenig im Stress, noch dazu blieb das Taxi, welches sie nehmen musste, um von einem Ende der Stadt zum anderen zu kommen, im Stau, was alles ein wenig schlechter gestaltete. Das Gespräch mit dem Bestatter hatte sich tatsächlich gezogen, weil die Kosten, die auf die Frau zukommen sollten, immens waren. Vielleicht war es doch keine gute Idee sich um die Beerdigung zu kümmern? Vielleicht war es besser nur das kleinste Paket zu nehmen? Auch wenn dieses schon teuer genug war..
      Livi stieg aus dem Taxi aus, obwohl sie nicht an dem Treffpunkt da war, doch es dauerte ihr ein wenig zu lange, auch wenn es nur noch zwei Straßen waren, die sie fahren mussten. Sie bezahlte den Mann, stieg aus und nahm ihre Handtasche raus, ebenfalls die Unterlagen, die sie mit hatte und auch von dem Bestatter mit bekam, um in Richtung der Bäckerei zu laufen, in welcher sie sich treffen wollten. Mit einem Blick auf die Armbanduhr hatte sie noch einen Moment, würde aber mit einer kleinen, wirklich kleinen Verspätung eintreffen, sie konnte jedoch für den Verkehr nichts.. Der Treffpunkt war nicht mehr weit von ihr zu erkennen, ein Mann großer Statur und mit dunklem Haar stand davor, war das etwa ihre Verabredung? Ein wenig nervös wurde sie innerlich schon, doch sie lief auf den Mann zu, war zwei Minuten zu spät dran, was sie innerlich schon ein wenig nervte, sie hasste Unpünktlichkeit..
      Olivia setzte ein freundliches Lächeln auf, um von ihrer eigenen schlechten Laune nichts zu zeigen, und sprach den Mann an, kaum war sie in seiner Reichweite. "Mister Collier?", fragte sie ihn, ehe sie vor ihm stehen blieb, mit ihren Schuhen war sie fast so groß, wie er es war. "Entschuldigen Sie bitte meine Verspätung, aber der Verkehr ist fürchterlich gerade".

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      Damian Collier

      Wenn eines seine Stärke war, dann definitiv Geduld zu haben...auch wenn er ständig auf die Uhr sah wie lange es noch bis zur besagten Stunde dauern würde. Er hasste es auf jemanden warten zu müssen, besonders dann wenn es bei der Person um sein nächstes Opfer handelte. Aber da es sich hier diesmal um jemand ganz besonderen handelte, nahm er das Warten gerne in Kauf. Damian dachte stets immer wieder darüber nach wie er am Besten vorgehen konnte. Ein Mädchen wie sie war vielleicht nicht leicht zu überzeugen oder ihr Vertrauen zu gewinnen aber er wusste ganz genau wie er vorgehen musste um dies zu bekommen. Und dann wenn sie es am Wenigsten erwarten würde, würde er zuschlagen. Seine Opfer leiden zu sehen wie sie an all dem zerbrechen war Damian's Lieblingsmethode gewesen es zu beenden. Warum denn mit einem Lächeln von der Erde gehen, wenn man es auch anders drehen kann? Nur derjenige der leidet wünscht sich doch nichts mehr als von diesem befreit zu werden, oder? Michael selbst zeigte der Außenwelt zwar immer ein zufriedenes Lächeln, doch innerlich wusste Damian selbst, dass dieser von Tag zu Tag immer mehr und mehr zerbrach. Er versuchte stets all dies in die Arbeit zu stecken aber derjenige der ihn doch etwas mehr kannte, wusste, dass dies alles nichts brachte. Er wollte dieses Leben so nicht weiterführen...er wollte mehr Kontakt zurück zu seiner Familie, brachte es aber einfach nichts übers Herz diesen Schritt zu gehen. Angst zu spät zu kommen....Angst abgewiesen zu werden. Und nun? Nun war es für ihn zu spät gekommen. "Kann man nur Pech sagen" murmelte er leise vor sich her als er erneut einen Blick auf seine Armbanduhr warf und bereits 2min nach vereinbarter Zeit vergangen war. Hat sich das junge Mädchen denn doch umentschieden und würde nicht kommen?
      Nein! Für so blöd hielt er sie nicht. Schließlich war sie es doch zuerst gewesen, welche sich bei ihm meldete? Warum also sollte sie im letzten Moment kneifen? Noch bevor er weiter darüber nachdenken konnte, bemerkte er eine junge Dame, welche ein Spur kleiner war als er, mit dunklen aber langen Haaren, welche sich auf ihn zubewegte. Soweit er vom Foto erkennen konnte, musste es sich hier um die besagte Olivia Morrington handeln. "Miss Morringotn?" erwiderte er das Wort und winkte schon mit der Hand ab als diese sich entschuldigte. "Schon gut, machen Sie sich deswegen keine Gedanken. Der Verkehr ist immer um diese frühe Stunde furchtbar. Da kann man wegfahren wann man will...es würde sich nicht ändern" setzte er ein gespielte Lächeln auf um ihr das schlechte Gewissen zu nehmen. Sie vor ihm live zu sein hatte doch mehr als sie nur vom Foto aus zu anzublicken. Sie sah noch attraktiver und besser aus als auf einem Stück Papier. "Gehen wir rein?" fragte er erneut freundlich nach und öffnete ihr schon die Türe um ihr anschließend nach innen zu folgen und deutete auf einen freien Tisch für zwei Personen auf welchen er auch zusteuerte und Platz nahm. "Guten Tag und Willkommen in der Astoria Pastry Bäckerei. Was darf ich Ihnen bringen?" wurden sie auch schon rasch von einer Bedienung begrüßt, was ihn eher weniger überraschte, denn so wie es momentan aussah waren nicht viele Leute hergekommen. "Ich bekomme bitte einen großen Cappuccino" bestellte sich Damian und wartete noch darauf, dass auch die junge Frau ihm gegenüber ihre Bestellung aufgab, welche sich die Mitarbeiterin aufschrieb um im nächsten Moment zurück zum Tracen ging um dort alles vorzubereiten. Währenddessen bemerkte er auch die Dokumente welche sie mit sich gehabt hatte. "Wie es aussieht, sind Sie schon voll am Werk, was?" lächelte er wieder freundlich. "Also, wozu brauchen Sie all die Informationen wann ich Ihren Vater zuletzt gesehen habe oder ob ich mit ihm wirklich in Kontakt stand?" Dass sie mehr über hn erfahren wollte, konnte er ja gut verstehen oder wie ihr Vater gewesen sei...bei den miesen Kontakt, welchen die beiden hatten, würde er es das auch wissen wollen aber warum wollte sie wissen ob er mit ihm in Kontakt stand geschweige denn wann er ihn zuletzt gesehen hatte. Glaubte sie etwa nicht daran, dass es sich um einen Unfall handelte?


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