DNA 2.0 (Anexis & Uki)

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    • DNA 2.0 (Anexis & Uki)

      Vorstellung

      Erst einige Wochen waren vergangen seitdem Sam an der Schule in Milton war und doch hatte er sich schon recht gut eingefunden. Für jeden normalen Jungen wäre dies schon Erfolg genug gewesen und damit das ganze Thema zu Ende, doch für Sam galt was anderes. Es interessierte ihn eigentlich nicht beliebt zu sein oder viele Freunde zu haben. Dies hier war nur eine Zwischenstation, ein Übergang, bevor es weitergehen würde. Natürlich im besten Fall mit Amber, doch das Mädchen wusste noch nicht was und wer sie war und scheinbar waren bei ihre die Fähigkeiten noch nicht erwacht ganz wie bei ihm noch vor einiger Zeit. Noch war ihr Leben normal und der Blonde bedauerte fast, dass er ihr eben dies nehmen würde, doch er musste. Zu gerne hätte er auch sein altes Leben wieder, doch es gab nun mal kein zurück mehr und wenn bei ihr es so weit war, dann würde sie auch nicht mehr zurück können. Immerhin wäre sie nicht alleine, sondern hätte ihn an ihrer Seite, zumindest wenn sie es zuließ.
      Sam fuhr sich durch die blonden Locken und starrte noch immer vor sich hin als er nun die Klingel vernahm, die ihn aus seinen Gedanken riss und aufsehen ließ. Scheinbar war die Stunde und damit auch die Schule für heute um und er hätte ohne die Klingel es glatt über seine Gedanken hin vergessen. Langsam stand er auf und fing an seine Tasche zu packen, jedoch nie ohne Amber aus den Augen zu lassen. Seitdem er an der Schule war behielt er sie im Auge und doch hatten sie noch nicht wirklich miteinander geredet. Er wollte sich ja nicht aufdrängen und gleich mit der Tür ins Haus fallen. Doch heute Abend würde er es wagen sich zumindest mal mit ihr zu unterhalten. Immerhin war da eine Party auf die der ganze Jahrgang gehen würde oder zumindest alle mit einem gewissen Stand. Der perfekte Zeitpunkt um sich zu unterhalten. Schnell verließ er die Klasse, jedoch nicht ohne hier und da von einigen seiner Teamkameraden auf heute Abend angesprochen zu werden und noch mal zu bestätigen, dass er dabei sein würde.

      @Alicees
      Wie kann man nur so hirnlos sein?



    • Amber tippte nervös mit dem Ende ihres Stiftes auf ihrem Block vor sich herum. Sie starrte ihre Notizen an und kaute auf ihrer Unterlippe. Mathe. Wie üblich einer ihrer schlimmsten Alpträume. Immer wieder setzte sie ihre Stift an, als ob sie endlich ein Ergebnis aufs Blatt schreiben würde. Doch nie kam etwas dabei rum. Neben der Aufgabenstellung waren viele kleine Punkte zu sehen, an denen man deutlich erkannte, wo sie ihren Stift auf das Papier gesetzt hatte. Vorallem hier in der Schule hatte sie mit diesem Zeug die größten Probleme. In den letzten Monaten hatte sie herausgefunden, dass sie im Wald ihren Kopf klar genug bekam, um ihre Aufgaben oft ohne größere Probleme zu überwältigen. Ein etwas verzweifeltes Lächeln zeichnete sich in ihren Gesicht ab. Die Chance, dass sie irgendeine Prüfung im Wald schreiben würde lagen irgendwo im Negativbereich. Sie hob ihren Blick um auf die Uhr zu sehen, genau in dem Augenblick klingelte es endlich. Als ob ein Stein von ihrem Herzen fiel seufzte sie und schloss den Block, welchen sie sofort in ihrem Rucksack verschwinden ließ. Kurz sah sie sich in der Klasse um. Ihr Blick blieb kurz an dem neuen Mitschüler hängen, welcher mal wieder in ihre Richtung zu gucken schien. Schnell schon sie ihren Blick zu ihrer Freundin rüber und starrte erst sie, dann huschten ihre Augen ganz kurz in die Richtung wo er saß, dann wieder zu ihr. Sarah verstand schon und grinste breit. Mit ihrer Tasche kam sie zu Amber. "What is love? Baby don't hurt me... Don't hurt me...", sang sie mit einem frechen grinsen im Gesicht und umarmte Amber schließlich. Amber umarmte sie ebenfalls. "Sei bloß ruhig.", flüsterte sie Sarah zu. "Ich hab noch nie wirklich mit ihm geredet und... Wenn ich mir das nur einbilde das er mich laufend anstarrt kannst du mich gerne einweisen. Falls es aber doch so sein sollte dann..." Dann was? Amber zog die Schultern hoch. "Keine Ahnung. Seltsamer Typ einfach. Bisschen gruselig." Sarah lachte, als Amber den Satze beendet hatte. Sie war der festen Überzeugung, dass Amber zu viel laß und eventuell die ein oder andere Mörder Dokumentation doch etwas zu viel für sie war. "Du den denkst an heute Abend?" Amber nickte. "Klar, du erinnerst mich praktisch nach jeder Stunde dran." Gemeinsam gingen sie aus dem Klassenzimmer. Amber achtete dabei darauf Sam mehr oder weniger aus dem Weg zu gehen, weshalb sie mit ihrer Freundin durch den Hinterausgang gingen. Ein gewisses Unbehagen überkam Amber, wenn sie zu nah an Sam vorbei ging oder die Chance bestand, dass sie seinen Blick direkt mitbekommen könnte. Die beiden Freundinnen machten sich auf den Heimweg. Seit ihrer Kindheit lebten sie in der gleiche Straße, weshalb es kaum Tage gab, an denen eine von ihnen alleine unterwegs war. "Komm nachher rüber, wir machen uns zusammen fertig?", schlug Amber vor. Ihre Freundin nickte und verabschiedete sich schließlich. Bevor sie in das Haus indem sie lebte eintrat sah sie sich noch einmal um. Dann ging sie hinein. Sie gewohnt war sie alleine.
      Nachdem einige Stunden vergangen waren und Amber alle Aufgaben erledigt hatte und etwas gegessen hatte klingelte es an der Tür. Lächelnd öffnete Amber die Tür und sah Sarah an. Sie war schon umgezogen. Oft kam sie her um sich ihr Makeup mit Amber aufzutragen. Sie verschwanden ins Obergeschoss. "Fang schonmal an.", forderte die Schülerin ihre Freundin auf und zog sich dabei ihre Klamotten für heute Abend aus dem Schrank. Anders als Sarah hatte Amber sich gegen ein Kleid entschieden. Selten fühlte sie sich wohl darin. Sie zog eine schwarze Skinnyjeans an und ein einfarbiges Top dazu. Immerhin war das ganze kein Ball. Die Jeans war an einigen Stellen zerrissen, so wie die meisten Hosen die sie kaufte. Das ganze passte besser zu ihr als ein Püppchen im Kleid. Dann setzte sie sich neben Sarah, die ihr Gesicht inzwischen soweit bearbeitet hatte, dass sie fast fertig war und komplett anders aussah. Amber hielt sich da mehr zurück. Das meiste würde sich bei ihr sowieso im ganzen Gesicht verteilen. Als beide fertig waren warf sie sich ein rotes Holzfällerhemd als Jacke über und zog ein Beanie auf den Kopf. Dann gingen sie zu zweit los.
      Am Ort des geschehens angekommen verschwand der Sarah ziemlich schnell. Ihr Freund aus der Parallelklasse war natürlich auch da. Mit einer Hand in der Jackentasche, in die andere Hand hatte sie bereits einen Becher von einem Klassenkameraden gedrückt bekommen, lief sie langsam noch etwas abseits herum und genoss die noch vergleichbar ruhige Atmosphäre. Wer wusste schon was heute Abend noch passieren würde.
      Man muss noch Chaos in sich haben,
      um einen tanzenden Stern gebären zu können.

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    • Da die Jungs aus dem Football-Team ihn aufhielten schaffte er es nicht Amber zu folgen und sie im Auge zu behalten. Sie war ihm entwischt als er sich nun umdrehte nachdem er es endlich geschafft hatte die Jungs abzuwimmeln. Leise seufzte er und wuschelte sich durch seine blonden Locken. So viel dazu, dass er sie im Auge behalten wollte. Es blieb ihm wohl nichts anderes übrig als bis zum Abend zu warten, denn vor ihrem Haus oder dem ihrer besten Freundin würde er oder auch sein Wagen schon auffallen, denn immerhin war dies eine Kleinstadt und man achtete hier noch auf seine Nachbarn. Sam begab sich zu seinem Wagen und machte sich auf den Weg zu der kleinen Wohnung, die er gemietet hatte solange er hier war und begab sich an seinen Laptop um auf Nummer sicher zu gehen, dass man ihn oder Amber noch nicht gefunden hatte. Es war zwar auch gefährlich seinen Gegner auszuspionieren, doch er hatte wenig andere Wahl. Wenn sie ihn fanden musste er hier weg und wenn er bis dahin Amber nicht überzeugt hatte mitzukommen, dann würde sie sicher in einem Labor enden oder sonst was. Mit diesen Dingen verbrachte er seinen Nachmittag, ehe er kurz bevor die Party losgehen sollte duschen ging und sich was Frisches anzog. Wenig später betrat er dann das Gelände auf dem die Feier steigen sollte und einige waren schon da. Viele schienen es aber nicht so eilig zu haben und wollten eben nicht die Ersten sein. Der Blonde begab sich sogleich zu den Getränken und sah aus dem Augenwinkel raus Amber. Sie war hier und es ging ihr gut. Beruhigt nahm er sich nun einen Limo und ging zu ihr rüber. Heute hieß es Alles oder Nichts. "Hi. Ich bin Sam, was du sicher weißt. Und du bist Amber oder? Ich hab immerhin mehr neue Namen zu lernen." Er lächelte sie an. Wenn ihre Kräfte schon da waren, dann würde er es wohl spüren, aber da war noch nichts. Sicher ein gutes Zeichen solange sie ihm nicht vertraute.
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    • Amber nippte an ihrem Becher, während sie die eintreffenden Leute beobachtete. Einigen winkte sie. Die meisten ihrer Freunde waren wenig überrascht darüber, das Amber sich nicht direkt in die Menge stürzte. Einem guten Freund von ihr warf sie eine Grimasse zu, welcher ihr natürlich eine zurück warf. Beide lachten. Dann verschwanden die meisten ihrer Freunde direkt im Getümmel. /Typisch/, dachte Amber mit einem grinsen. Etwas in Gedanken versunken lehnte Amber sich schließlich an dem Baum an dem sie stand und nahm erneut einen Schluck Limo. Sie zuckte etwas zusammen, als der Neue sie ansprach. Amber hatte nicht wirklich registriert, dass er da war, geschweige denn das er zu ihr gekommen war. "Oh hey.", brachte sie schließlich mit einem zögerndem Lächeln heraus und nickte. "Amber Hiller.", stellte sie sich dann vollständig vor. Spontan wünschte sie sich Sarah zu ihr, während sie sich nun das erste Mal wagte Sam so wirklich anzusehen. "Du... Bist im Footballteam oder?", fragte sie vorsichtig, ohne zu merken, dass ihr Lächeln mit jeder verstrichenen Sekunde lockerer wurde und sie fast schon vergaß, dass Sam der Junge war, der sie so oft irgendwie seltsam an starrte, als ob er darauf wartete das etwas passierte. "Wie gefällts dir so bei uns?", wollte Amber schließlich wissen. Sie wusste, dass er innerhalb von der kurzen Zeit nen recht guten Stand auf der Schule hatte. Viele redeten über ihn, ob es nun wegen Football war oder geschwärme von anderen. Das einzige seltsame was man über ihn hörte war, dass er angeblich alleine lebte, ohne seins Eltern. Genauso hatte Amber schon gehört, dass sie wohl tot seien. Doch wer wusste schon, ob das stimmte. Vielleicht hatte nur irgendjemand der Angst um sein Aufsehen hatte so etwas in die Welt gesetzt.
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    • Ein Glück schien Amber kein Snob zu sein und ihm komplett zu ignorieren. Dass hätte das Ganze doch schon sehr schwierig werden lassen. Sie aber schauen nett zu sein, zumindest nett genug um sich mit dem Neuling zu unterhalten. Alles in allem war es eh eine nette kleine Stadt, die er sehr mochte. Wenn sein Leben nicht so ein Chaos wäre, dann hätte er sich Zeit auch ein Leben vorstellen können. Ein schmerzhafter Gedanke, doch da eben diese dauerhafte Flucht es war, die ihm überhaupt eine Chance auf ein Leben ließ hatte er keine Wahl. Glücklicherweise wusste er, dass seine Gedanken ihm nie ins Gesicht geschrieben standen und die Dunkelhaarige nichts von ihnen mitbekommen würde, denn sonst wäre sie nun schon verschreckt. Es wirkte aber eher wie das Gegenteil und Der Blonde lächelte sie nun an. „Sam Goldberg und ja, ich bin im Footballteam. Hatte wenig Wahl, wenn man bedenkt, dass mein Vater früher auch selbst gespielt hat. Du weißt sicher wie so was ist.“ Die kurze Erwähnung seines Vaters versetzte ihm einen Stich ins Herz, doch gab er dem Gefühl nicht nach. „Bis jetzt kann ich mich nicht beklagen. Alle hier sind ziemlich nett, dafür, dass ich der Neue bin und es diese ganzen Gerüchte über mich gibt.“ Leise lachte er, denn auch ihm waren schon so einige Dinge zu Ohren gekommen, doch hielt er es nicht für nötig damit reinen Tisch zu machen. So etwas würde eh nur zu noch mehr Gerede führen. „Und sonst? Hab ich was wichtiges verpasst? Was ist das Geheimnis dieser Stadt?“ Er trank nun einen Schluck und entspannte sich. Sie war wirklich nett und er mochte sie nun schon gerne leiden, was ihn nur noch mehr bestärkte in seinem Wunsch ihr zu helfen.
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    • "Aaah, Familienehre also mit dem Football.", stellte Amber mit einem Lächeln fest. Dann nickte sie leicht. "Stimmt. Hier muss einiges passieren, bis man nicht mehr ganz so freundlich behandelt wird. Unsere Schule ist da ziemlich human. Ein paar Orte weiter ist ne Schule, die im Vergleich zu hier wohl die Hölle sein soll." Amber zog die Schultern hoch. Sie selbst war nie auf dieser anderen Schule gewesen. Doch natürlich wusste sie, was man über diese erzählte und schätze ihren Platz hier umso mehr. "Das Geheimnis dieser Stadt?", wiederholte sie die Frage und überlegte für einen Moment. Keine einfache Frage für jemanden der schon sein ganzes Leben hier wohnte. Für den es hier keine Geheimnisse mehr gab. "Naja.. außer das die Leute hier extrem nett sind wird erzählt, dass es im Wald eine Quelle gibt, aus der einmal im Jahr Elfen trinken. Deswegen soll das Quellwasser hier besonders gesund sein und zu einem längerem Leben helfen. Aber.. was soll ich sagen." Amber lachte leise. "Ist halt nur so ne Legende. Keine Ahnung, ob es hier wirkliche Geheimnis gibt. Das einzige Geheimnisvolle sind vielleicht manche Leute hier in der Stadt. Ansonsten... sind wir einfach nur ein kleines gemütliches Städtchen." Sie trank einen Schluck Limo und ließ den Neuling dabei nicht aus den Augen. "Mh, nächste Woche ist ein Jahrmarkt auf der Festwiese. Die fangen langsam an aufzubauen.", erzählte sie, als sie über die Frage nachdachte, ob er was verpasst hätte. Das er selbst die Gerüchte über ihn ansprach, oder somit zumindest preisgab, dass er über sie bescheid wusste, wunderte sie etwas. Doch Amber ließ das unkommentiert. Wie er damit umging und ob er reinen Tisch machen wollte war sein Ding.
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    • Die Frage nach den Geheimnissen der Stadt war eher dazu gedacht gewesen um weiter mit ihr zu reden und nicht um wirklich mehr über die Stadt zu hören, die er und wohl auch Amber bald sicher verlassen müssten. Dennoch hörte er ihr zu und musste schmunzeln bei den Dingen, die hier News waren. Diese Stadt war seiner alten Heimat nicht unüblich, besonders bei dem Jahrmarkt fiel ihm dies ein und seine alten Freunde. Wenn sie noch genug Zeit haben würden, dann würde er es gerne versuchen dort hinzugehen und zumindest für einige Zeit seine Sorgen und das Chaos zu vergessen. Doch bis dahin lag noch ein weiter Weg vor ihm. "So, so.... so was ist also der neuste Tratsch der Gegend, aber der Jahrmarkt klingt doch nice. Ich zumindest finde es immer ganz cool dahin zu gehen mit einigen Freunden, findest du nicht?" Er musterte sie kurz und ließ ihr keine Zeit zum wirklichen Nachdenken und Antworten, stattdessen stellte er ihr noch mehr Fragen: "Aber sonst gibt es hier nichts? Finde ich ganz toll, dass es hier so ruhig ist und deshalb bin ich mal auch nett und verrate dir ein Geheimnis: Meine Eltern sind nicht tot und ich bin auch nicht hier, weil ich frisch aus dem Jugendknast raus bin. Meine Eltern sind ganz coole Menschen, aber aus gesundheitlichen Gründen mussten sie in eine andere Gegend und da haben sie mich hier her geschickt. Also: Nichts wildes... und was ist dein Geheimnis?", fragte er nun lachend.
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    • Amber lächelte fast schon aufgeregt, als er den Jahrmarkt ansprach und nickte aufgeregt. Gerade wollte sie zu einer Antwort ansetzen, da sprach der blonde direkt weiter. Kurz überlegte sie und schüttelte den Kopf. "Ich glaube nicht... Naja, vielleicht fällt mir hier auch nur nichts seltsames mehr auf.", erklärte sie, ein wenig verwirrt darüber, dass er so genau wissen wollte, was es hier ungewöhnliches geben sollte, oder was ihr Geheimnis war. "Ich habe von den Gerüchten gehört. Aber...", sie zog ihre Schultern etwas hoch. "Ich glaube das man soetwas nicht viel Glauben schenken sollte. Was tut mir leid, wenn es deinen Eltern nicht gut geht. Mein Geheimnis?", Amber lachte etwas verlegen. "Ich weiß nicht... Vielleicht das ich noch nie so wirklich verliebt war? Oder das ich manchmal Selbstgespräche führe? Auch nichts wildes. Wo hast du gewohnt, bevor du hierher gekommen bist?", fragte sie schließlich. Irgendwie fühlte sie den Drang auf einmal alles mögliche über den Jungen erfahren zu wollen.
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    • Sicherlich stellte Sam in ihren Augen sehr seltsame Fragen und dies merkte er doch selbst, aber seitdem er seine Heimat hatte verlassen müssen war er ein wenig paranoid. Er hatte einfach zu große Angst, dass man ihn aufspüren würde und er als Versuchsobjekt enden würde. So war er nun aber froh, dass trotz dem Anflug eines Stutzens ihm normal antwortete und noch schien wirklich alles normal hier zu sein. Vielleicht blieb ihnen ja doch noch etwas Zeit und er musste nicht so mit der Tür ins Haus fallen. So hörte er ihr nun aufmerksam zu und nickte verständnisvoll. „Also wirklich der ruhige und verschlafene Ort für den ich das hier halte. Klingt aber dennoch sehr angenehm… auch deine Geheimnisse, auch wenn ich sie eher Macken nennen würde. Solche Sachen machen einen Menschen doch erst liebenswert.“ Er grinste kurz, ehe er nun beschloss endlich auf ihre Frage zu antworten. „Ich komme eigentlich aus einer kleinen Stadt wie dieser aus Pennsylvania. Schon nicht leicht meine Eltern und meine Freunde zu verlassen, aber ey… sie sind ja nicht ganz weg und immerhin würden wir ja eh bald alle auf Colleges gehen, nicht?“ Er trank schnell einen Schluck und sah an den Himmel. Sie war nicht weggelaufen und redete sogar normal mit ihm. Ein positives Zeichen.
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    • Die junge Frau betrachtete ihr Gegenüber, während sie ihm zuhörte und strich eine Haarsträhne hinter ihr Ohr. Ein Lächeln war in ihrem Gesicht zu finden. "Gibt ja noch genug Wege mit ihnen in Kontakt zu bleiben, auch wenn man sich seltener sieht. Ich kann es mir trotzdem kaum vorstellen einige Leute nicht mehr zu sehen.. Oder so von einem Eltern getrennt zu sein." Dann stutzt sie kurz. "Was... haben deine Eltern, wenn ich fragen darf?" Irgendwie kam es ihr seltsam vor, dass sie aus gesundheitlichen Gründen weg mussten und sie ihren Sohn woanders hin schickten. Vielleicht kam es ihr auch nur seltsam vor, weil so ein Szenario in ihrer Familie unvorstellbar war. Auch wenn ihre Eltern viel arbeiteten und Amber sich schnell daran gewöhnen musste die Stille in ihrem Haus zu ertragen, oder für sich zu sorgen, so würden sich ihre Eltern nicht freiwillig dazu entscheiden sie woanders hin zu schicken. Eher würde sie bei ihrer Tante, welche ein paar Straßen weiter wohnte, unterkommen. Auch wenn das Gespräch ein vielleicht seltsames Thema hatte, hatte Amber das Gefühl, dass Sam ihr irgendetwas erzählen konnte und sie trotzdem gerne zuhören würde. Schon seltsam, heute Vormittag war er noch der seltsame Typ der sie zu beobachten schien und jetzt, wo das Eis am brechen war, war dieses seltsame Gefühl verschwunden.
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    • Natürlich stellte sie Fragen zu seinen Eltern und er war sich nicht ganz sicher wie er diese beantworten sollte. Er konnte ja schlecht sagen: Meine Eltern mussten mich wegschicken, da man sie sonst gefoltert hätte um an mich zu kommen. Sicher hatte man sie auch so schon in die Mangel genommen und er wusste, dass sie sich Sorgen machten um ihn, doch nach all den Jahren, die sie sich gut um ihn gekümmert hatten war er ihnen es schuldig gewesen sie zu beschützen. "Es ist kompliziert und es gehört eine ziemlich lange Story dazu, aber sie haben auch geerbt in der Heimat meiner Großeltern und ich hatte echt keine Lust mein letztes Jahr auch noch in Europa zu verbringen. Sicher hätte ich auch alleine in meiner alten Heimat bleiben können, aber da gab es einige Probleme. Ich hatte da Stress mit einigen Idioten und so war es das Beste hier her zu kommen. Mein Dad ist nicht weit von hier groß geworden und so hab ich immer noch einen seiner Cousins hier in der Nähe. Viel Verwandtschaft haben wir eh nicht mehr." Er seufzte und zuckte mit den Schultern. So hatte er sie immerhin nicht wirklich angelogen und es war immer schwer für ihn über diese Dinge zu reden. Sicher dachten viele Jugendliche, dass ihre Eltern nervten, aber wenn sie diese nicht mehr hatten merkten sie erst was sie hatten. So war es wohl mit den meisten Dingen und er hasste es jetzt schon, dass er Amber dies antun musste, doch die Alternative war schlimmer. Sam nahm einen großen Schluck aus seinem Becher und überlegte. "Hattest du noch nie den Wunsch von hier weg zu gehen und irgendwo ganz neu anzufangen
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    • "In Europa? Wow!", wiederholte Amber und hörte weiter aufmerksam zu. "Stress mit Idioten? Sag bloß du bist einer von den Bösen, die sich mit allen anlegen?", stellte sie in den Raum, wobei die Theorie nur so halb ernst gemeint war. Irgendwie machte er nicht den Eindruck, als ob er zu diesen Leuten gehörte. Es war schlimm genug, dass er wegen irgendwelchen Trotteln weg musste, weg von seinem Zuhause, seinen Eltern und seinen Freunden. "Tut mir leid zu hören.", sagte Amber schließlich leise und hatte ein wenig Sorge, dass sie etwas falsches gefragt hatte oder zu viel wissen wollte. Warum sie diese Fragen stellte wusste sie sowieso nicht so genau. Sie kannten sich kaum und auch wenn die Antwort gelogen gewesen war wäre sie nicht böse geworden. Warum sollte er einer praktisch Fremden genaueres darüber erzählen? "Ich.. würde furchtbar gerne mal nach Italien. Vielleicht für ein Jahr oder zwei. Aber ganz weg von meiner Heimat, meinen Eltern, Cousinen und den Pferden..." Amber zog die Schultern etwas hoch und lächelte vor sich hin. "Keine Ahnung ob ich das schaffen würde. Wenn es einen wirklichen Grund gäbe zu gehen, dann vielleicht aber so aus dem nichts finde ich den Gedanken seltsam, einfach so wo anders neu anfangen. Ich habe hier alles was ich brauche. Zumindest im Moment." Amber merkte nicht, wie Nate sich auf den Weg zu den beiden machte. Ihr bester Freund hatte zwei Becher in der Hand. "Na ihr?" Ohne weiter zu fragen tauschte er Ambers inzwischen leeren Becher mit einem neuen Becher aus. Kurz roch Amber an dem neuen Getränk und grinste. "Du auch?", fragend hielt Nate Sam den zweiten Becher hin. "Macht ein bisschen lustiger als Limo.", sagte er knapp. Kurz wartete er auf Sams Entscheidung und machte sich auf den Weg zurück, als er gut hörbar gerufen wurde. "Cheers." Amber hob den Becher etwas hoch und nahm dann den ersten Schluck. "Sag mal... ich hab noch ne Frage." Sie räusperte sich kurz. Die rage war selbst für sie irgendwie unangenehm, aus der Angst, dass sie es sich doch nur eingebildet hatte. "Kann es sein, dass du mich in den Stunden öfter mal.. keine Ahnung.. beobachtest? Oder bilden ich und Sarah uns das nur ein?", fragte sie schließlich frei Schnauze. Was sollte schon schief gehen?
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      Irgendwie war da eine Art Vertrautheit und Sam tat es sehr leid, dass er Amber anlügen musste, besonders, wenn er nun sah was für ein Gesicht sie machte. Sie kannten sich kaum, eigentlich redeten sie zum ersten Mal miteinander, und doch schien sie sich fast schon Sorgen zu machen. War es nur einfaches Mitleid, weil die Geschichte so traurig war, oder war es aufrichtig? Noch konnte er es nicht genau sagen. Erst, wenn sie sich besser kennen würden und er ihr die Wahrheit sagen würde, würde er es erfahren. Um ein Haar wäre ihm ein Seufzer entwichen als er sie reden hörte von Italien und ihrem Wunsch da hin zu gehen, doch Angst zu haben von allen getrennt zu sein, die man liebte. „Manchmal hat man eben keine andere Wahl.“, flüsterte er nur und wusste auch nicht mehr genau was er sagen sollte. Das Gespräch war für den Erstkontakt viel zu schnell, viel zu ernst geworden. Umso glücklicher war er, dass nun Nate auftauchte und ihr was zu trinken brachte. „Nein, danke. Ich nehme die Sache mit dem Sport ziemlich ernst.“, meinte er mit einem Lächeln und lehnte den Drink ab. Doch eigentlich war es nur leichter sich nicht in seinem Lügennetz zu verfangen, wenn man nüchtern war. Dennoch hob er seinen Becher mit Limo an und rief ebenfalls „Cheers!“. Er hörte sie etwas rumdrucksen und trank ruhig weiter bis eine Frage kam mit der er nicht gerechnet hatte und sie fast verschluckte. Seine Augen weiteten sich etwas, doch er fing sich auch recht schnell wieder und da war wieder das übliche Lächeln ihr gegenüber. „Fuck, ich wäre also kein guter Spion.“, meinte er mit einem Lächeln und hatte beschlossen in diesem Punkt einfach ehrlich zu sein. „Ich hätte nicht gedacht, dass es echt so offensichtlich ist, dass ich dich interessant finde.“ Wieder keine Lüge, denn immerhin war sie es wegen ihren Fähigkeiten und auch weil sie allgemein interessant war, wie er nun feststellte.
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      Amber lachte etwas. Irgendwie war ihr die Frage im Nachhinein ziemlich unangenehm. Doch nun war es sowieso zu spät. "Nein... Du wärst vermutlich nicht die erste Wahl des FBI wenn es um Spionage geht.", entgegnete sie ihm scherzhaft. Erneut nahm sie einen Schluck. Nate hatte es gut gemeint und den Becher fast bis zum Rand gefüllt. Irgendwie eskalierten Feiern mit Nate in diese Richtung. "Aaah... Interessant also.", wiederholte Amber mit einem grinsen. "Dann haben Sarah und ich uns das also doch nicht eingebildet. Ich hatte irgendwie Angst das ich... Paranoid oder sowas bin." Nervös lachte sie. Mit solchen Themen konnte sie nicht gut umgehen und war unbeholfen. Vielleicht lag Sarah mit ihrer Vermutung doch nicht so daneben. "Wenn du das nächste Mal jemanden interessant findest... Rede mit der Person. Ich fand dich bis vor diesem Gespräch nämlich echt ein wenig... Merkwürdig? Aber scheinbar scheinst du wirklich ganz nett zu sein. Und du hattest scheinbar ein aufregenderes Leben, als die meisten hier. Da sind bestimmt auch ein paar lustige Storys dabei, neben den ganzen... Eher unschönen Sachen."
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