My Angel, the Bodyguard [Alicees & Sohira]

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    • My Angel, the Bodyguard [Alicees & Sohira]

      @Alicees


      22.45 Uhr.
      Wie lange war es eigentlich her gewesen, dass Atticus das letzte Mal früher als 2 Uhr Morgens in seine Wohnung zurückkehrte? Wenn er ehrlich war wusste er das selbst nicht einmal mehr. Und auch heute würde dies nicht passieren als er weitere Fälle von verschwundenen Menschen in der Stadt in seinen Computer eintippte. Es war zwar nach seinem Beruf nicht gerade die erste Wahl gewesen aber zumindest war es immernoch besser als irgendwelche Morde aufzuklären. Früher machte ihn das gar nichts aus und wenn Atticus ehrlich sein soll, dann liebte er seinen Beruf auch und würde diesen gegen nichts anderes eintauschen wollen aber seitdem sein letzter Fall komplett daneben ging und auch seine schwangere Frau mit dem Leben bezahlen musste, zog er sich in erster Linie zurück. Nicht, weil er aufgegeben hatte. Nein! Wenn man eines über den braunhaarigen wissen musste dann, dass dieser niemals aufgeben würde. Ganz im Gegenteil! Er zog sich mit Absicht zurück um verdeckt weiter daran zu ermitteln auch wenn es sein Boss nicht gerne sehen würde. Aber jeder Agent wusste, dass es verboten war an einem Fall weiter zu arbeiten wenn dieser zu persönlich wurde und zu seinem Pech hin wurde das auch Atticus gegenüber. Was also hätte er sonst machen sollen? Däumchen drehen und darauf hoffen, dass andere seinen Fall bearbeiteten um den Mitkerl in die Finger zu bekommen? Diesen Triumph wollte er nun wirklich niemanden gönnen außer sich selber.
      "Wird wohl wieder einer dieser Nachtschicht werden, was?" sprach Sonja mit sanfter Stimme welche ihm anschließend einen Kaffeebecher auf den Tisch stellte und dem braunhaarigen ein sanftes Lächeln schenkte. Sonja war einer der wenigsten Kollegen und vertrauten Menschen in Atticus Umfeld gewesen die die Wahrheit über seine Versetzung und den Tod seiner Frau wussten. Alle anderen meinten, dass er damit einen Fehler begehe, da er zu einen der besten Special Agent's der CIA gehörte und den Posten aufgab um Vermisstenanzeigen aufzunehmen aber da war er anderer Meinung gewesen. "Ja anscheinend" gab er kurz dazu und nickte ihr dankend zu für den Kaffee. Sonja seufzte etwas, nahm einen der freien Stühle, setzte sich drauf und schlug ein Bein über das andere während sie leicht an ihrem Becher nippte "Du weißt, dass du so nicht weitermachen kannst, oder?" war plötzlich ihre Stimme ernster geworden worauf Atticus schon wusste was sie damit sagen wollte. "Und was soll ich an deiner Stelle machen? Du weißt ganz genau was die oberste Regel ist" war seine Stimme dann doch etwas gereizte geworden. Es war nicht das erste Mal gewesen, dass die beiden dieses Gespräch führten und Atticus musste auch zugeben nicht weit gekommen zu sein was den Fall betrifft seitdem er die Abteilung gewechselt hatte. Wenn er ehrlich war, gab es seither gar keinen Anhaltspunkt der ihn weiterbrachte. Die Spurensicherung hatte zwar seine gesamte Wohnung durchsucht und auch bei seiner Frau wurde eine Obduktion durchgeführt aber wirklich gefunden wurde nichts. Und wenn, dann führte dies auch ins Leere geschweige denn war es kein richtiger Beweis um den Täter ausfindig zu machen. Atticus könnte sich die Haare ausreißen bei dem Gedanken aber es half alles nichts. Er versuchte danach zwar als Special Agent weiter zu machen aber wusste, dass es so nicht weitergehen konnte. Sonja konnte seine Sichtweise ja darauf verstehen aber andererseits kannte sie Atticus auch komplett anders. Sie vermisste den verbissenenen zielstrebig Agenten der niemals Ruhe gab solange der Fall nicht abgeschlossen war. Selbst bei den obersten Chef's hatte er bereits Aufsehen erregt aber seit einem Jahr versteckte er sich nur hinter einem Computer und nahm Anzeigen auf. Sie konnte sich schlecht vorstellen, dass ihm dies wirklich Freude bereitete. "Schon gut, schon gut. Ich habe es ja nur gut gemeint" hob sie gleich zum Schutz ihre Hände, musste aber gleich wieder lächeln als er ihr einen genervten Blick zuwarf. Atticus sprach nicht gerne über sowas aber Sonja musste ihn einfach hier und da mal an seine Aufgabe erinnern. Dass er im Hintergrund weiter ermittelte war ebenfalls für sie klar gewesen und sie bot ihm auch an jederzeit zu helfen wenn er diese benötigte. Atticus bedankte sich zwar dafür aber sie wusste, dass er niemals die Hilfe annehmen würde. In der Hinsicht war er ein Einzelkämpfer gewesen und wollte nie jemanden in seine privaten Angelegenheiten mitreinziehen. Dies bereute er auch mit seiner Frau. Er gab sich bis am heutigen Tage die Schuld an ihrem Tod. "Atticus? Miss Rogens ist am Telefon und will mit dir reden" rief Brian ihm 3 Tische weiter zu was Atticus nur einen weiteren Seufzer über die Lippen brachte. Wann gab die Frau endlich auf? Sie rief mittlerweile jeden Tag an und wollte wissen ob es schon was Neues zum Verschwinden ihres Mannes gab aber solange sie keine neuen Daten oder Anhaltspunkte fanden, konnte er nur immer wieder das selbe sagen: Dass er sich melden würde, wenn es was Neues gibt. Und auch in den letzten 24h hat sich nichts daran geändert. "Die Frau gibt auch nie auf" kam es genervt aus ihm heraus als er aufstand und sich zu Brian rüberbewegte um ihm das Telefon abzunehmen. "Sie will nur ihren Mann zurück" versuchte Brian ihm dies zu erklären //Ja und ich meine Frau//, schoss es dem braunhaarigen durch den Kopf bevor er anfing Miss Rogens zu erklären, dass es immernoch nichts Neues gab und er sich melden würde. Sie flehte ihn an ihren Mann zu finden. Atticus sprach gute 15 Minuten mit der Frau bis er endlich die Chance hatte aufzulegen. "Solange man keine Leiche findet, besteht die Hoffnung, dass er noch lebt" sprach Sonja plötzlich als er zurück auf seinen Platz kam. "Wenn er nicht bereits tot ist" beendete Atticus den Satz und wandte sich der nächsten Vermisstenanzeige zu.


      "Live your Life......you only have this one chance !"
    • Es war ein langer Abend gewesen. Die Zeit war nurso davon geflogen. Heute hatte Ahri Überstunden geschoben und das nicht zu knapp. Wann lief denn auch irgendetwas nach Plan? Als Mitarbeiterin eines Modelabels musste man mehr ausbaden als man erwarten würde. Heute stand ein großer und wichtiger Termin an. Von dem niemand etwas wusste. Weder die Designer noch die Models noch das Studio wussten davon, nur zwei Bosse. "Aber wir haben Ihnen doch letzte Woche schon Bescheid gesagt", rasselte ihr die Stimme ihres Chefs durch den Kopf. "Schon klar.", redere die junge Frau angesäuert vor sich hin und schlug ihr Bein gegen den vor ihr hängenden Boxsack. "Deswegen wusste auch keiner Bescheid." Es knallte. Ein neuer Tritt für den Boxsack. Im Grunde wäre es nicht schlimm gewesen, wenn der Termin untergegangen wäre, wenn es nicht zufällig um eine der einflussreichsten Marken gehandelt hätte. Und so war es an Ahri als Abteilungsleitung hängen geblieben alles schnell und am besten innerhalb von einem Wimpernschlages alles zu organisieren. "Nah? Heute wieder nen guten Tag gehabt?", fragte eine Stimme von der Seite. Ahri zuckte zusammen und verlor das Gleichgewicht, weshalb sie zur Seute weg stolperte. Dann zog sie ihre Kopfhörer aus dem Ohr. "Ryan! Ich habs dir schonmal gesagt, schleich dich nich immer so an.", giftete sie den Mann an. Ryan war einer der wenigen Menschen die Ahri etwas besser kannten. Er wusste mit ihr umzugehen und sie einzuschätzen. Seitdem Ahri hier lebte trainierten sie gemeinsam in dieser Halle. Ahri seufzte. "Frag nich... Irgendwann werde ich den Leuten auf der Chefetage noch weh tun.", antwortete sie schließlich. Dann schielte sie an Ryan vorbei und sah auf die Uhr, die hinter ihm hing. 22:15 Uhr. "Scheiße man... Ich muss los, ich bin schon wieder viel zu lange hier. Lust auf ein 1 gegen 1 die Tage?", während sie redete schnappte sie sich ihre zwei Sachen die auf dem Boden herumlagen. Eine Flasche und ihr Handy. Ryan nickte mit einem grinsen. "Klar. Wenn du dich traust.", antwortete er provokant. Ahri zog eine Augenbraue hoch und boxte ihm zur Verabschiedung gegen die Schulter. Dann ging sie aus der Halle, sprang schnell unter die Dusche und machte sich schließlich so schnell wie möglich fertig.
      Sie steckte sich ihre Kopfhörer wieder in die Ohren und zog ihre Maske über die Nasenspitze. Mit dem Beanie auf dem Kopf fühlte sie sich wohl genug um aus der Halle zu gehen und sich auf den Weg nach Hause zu machen. In ihrem Rucksack hatte sie ihre wichtigen Sachen dabei. Sie blickte auf ihre Uhr am Handgelenk. 22.40 Uhr. Genervt seufzte sie erneut und legte einen Gang zu. Dann bog sie in eine Gasse ein um schneller an ihr Ziel zu kommen. Angst hatte sie vor solchen Gassen nie gehabt. In Gassen fühlte sie sich eigentlich sogar sicherer als auf breiten Straßen. Und diese Strecke kannte sie wie ihre Hosentasche. Sie ging um eine Ecke und blieb abrupt stehen. Ihre Augen weiteten sich. Was passierte da gerade? Hatte da gerade ein Mann ein Messer aus einem anderen Mann heraus gezogen? Auf einem Mal wurde ihr schlecht und schwindlig gleichzeitig, ihr Kopf rauschte und sie fühlte sich wie gelähmt, als er der Blick von dem Mann mit dem Messer zu ihr schweifte. "Scheiße." Als sie dieses Wort hörte schien der Mann direkt auf sie zu zu kommen. "Scheiße.", wiederholte sie und als ob ein Fluch von ihr genommen wurde schaffte sie es sich umzudrehen und weg zu rennen. Wohin? Egal! Hauptsache weg von diesem Menschen. Und sofort kamen ihr die breiten Straßen in den Sinn, die sie sonst so meidete. Ihr Beine taten weh von dem Training das schon wieder viel zu lange ging. Doch das Adrenalin zwang sie dazu das zu ignorieren und weiter zu rennen. So rannte sie sich um Kopf und Kragen auf leeren Straßen, in Seitengassen, versteckte sich unter Treppen, hinter Mülltonnen und schließlich hinter ihrer verschlossenen Wohnungstür, als sie ihn angehängt hatte. Was war das eben? Zitternd ließ sie den Rucksack fallen, zog ihre Mütze, die Maske, die Jacke und die Schuhe aus und prüfte ob alle Türen und Fenster fest verriegelt waren. Um keine Aufmerksamkeit zu erregen lies sie so leise wie möglich die Rollläden der Fenster herunter. Dann rannte sie ins Bad um sich zu übergeben. Hatte sie sich das eingebildet? Wie hoch war die Wahrscheinlichkeit einen Mord einfach do auf dem Weg nach Hause mitzubekommen? Es dauerte einige Zeit bis sie ihre Gedanken fassen konnte. Dann fische sie ihr Handy aus ihrem Rucksack. Immernoch unter Schock und Zitternd wählte sie die Nummer der Polizei. "Ha... Hallo? Hier ist...", durch ihre Anspannung bekam sie keinen vollständigen Satz über die Lippen. "Ahri Park? Ich... Da war... Auf dem Weg nach Hause in einer Gasse. Ein Mann hat einen anderen Mann erstochen?", presste sie schließlich hervor und war kurz davor sich bei der Vorstellung erneut zu übergeben. "Nahe der Lauret-avenue... Eine kleine Gasse die sich lange Zieht und... Und ich hab Angst?" Ihre Informationen waren ziemlich durcheinander. "Er hat mich gesehen und... Mich verfolgt und ich weiß nicht wie weit er mich verfolgt hat und ob er weiß wo ich bin und bitte sagen Sie mir was ich machen soll.", flehte sie fast schon den Menschen am anderen Ende der Leitung an. Sie merkte wie ihr Tränen in die Augen stiegen. Aus Angst, aus Anspannung und aus der ungewissenheit was nun passieren würde. Sie schaltete alle Lichter in ihrer Wohnung aus während des Telefonates. Wer hätte gedacht, dass sie trotz des Kickboxens so sehr Angst vor einer möglich körperlichen Auseinandersetzung hatte? Sie schnappte sich ihren Baseballschläger und verkrochen sich in einem sicheren Eck ihrer Wohnung. Falls die hier jemand angreifen würde könnte das nur frontal passieren. "Ich wohne in der 23rd-Street, gleich an der Ecke... Unter dem Namen Park.", erklärte sie noch. Sie merkte, wie sie immernoch zitterte. Gerade war ihr nur zum heulen zumute. Sie überlegte ob sie Ryan anrufen sollte das er her kam, allerdings würde sie ihn ebenfalls potentiell in Gefahr begeben, weshalb sie den Gedanken wieder verwarf.

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    • Atticus Campbell

      Atticus war nicht immer so ein negativer Mensch gewesen. Eigentlich versuchte er stets die ganze Sache etwas lockerer zu sehen denn hier hatte er definitiv mehr Freiraum gehabt. Aber auch wenn er hier die Vermisstenanzeigen durchging, so wusste er aber auch umso mehr Zeit verstrich die Person zu finden umso weniger wurde auch die Hoffnung diese lebendig zu finden. Soweit er wusste waren die letzten Anzeigen nicht besonders gut ausgegangen. Die Spürhunde hatten bereits 5 Leichen gefunden. Ob Männer, Frauen oder Kinder. Desweiteren, was den braunhaarigen besonders verwunderte war, dass all diese 5 Personen vermutlich von einem anderen Täter ermordet wurden. Es gab keinerlei Anhaltspunkte was diese miteinander verband sowie waren es auch immer andere Methoden gewesen wie sie ums Leben kamen. Einer wurde erschossen, der andere ertränkt, eine Frau misshandelt und vergewaltigt, das Kind erwürgt und die letzte Frau, welche man im Wald fand, wurde erhängt. Irgendwie passte das Ganze doch gar nicht zusammen? Oder hatte es der Mörder absichtlich gemacht um so seine Spuren zu verwischen? Zusätzlich, was ihm ebenfalls komisch vorkam, dass alle in unterschiedlichen Abständen vom Zeitraum her gefunden wurden. Auszuschließen war all dies definitiv nicht aber solange sie auch keine Beweise hatten, kamen sie selbst hier nicht weiter. Manchmal fragte er sich schon was einfacher war. Hier in der Vermisstenabteilung zu arbeiten oder als Special Agent draußen aktiv zu sein?
      Leicht lehnte er sich in den Stuhl zurück, strich sich mit der Hand durch die Haare als er sich gerade dachte vielleicht für heute Schluss zu machen, da es keinen Sinn machte hier weiter zu sitzen und sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Damit würden die verschwundenen Menschen auch nicht einfach so wieder auf der Bildfläche erscheinen. Gerade als er dabei war die letzte Akte im Computer einzutippen um Morgen damit weiter zu verfahren, aufstand, seine Sachen wie Schlüssel, Handy und Ausweis einpackte und den Bildschirm abdrehte hörte er "Hey, warte Atticus" Brian seinen Namen rufen woraufhin er ihm seine Aufmerksamkeit schenkte. "Was gibt es noch?" hatte er etwa leicht was vergessen gehabt oder rief wieder Miss Rogens an? Auszuschließen war es nicht als Brian auf sein Telefon deutete und, dass er herkommen soll. Ohne den anderen lange warten zu lassen begab er sich zu ihm rüber "Also was willst du?" wollte er nochmals wissen als der andere auf die erste Frage noch nicht eingegangen war "Das musst du dir anhören" und schon drückte Brian auf einen Knopf am Telefon wobei eine junge Stimme einer Frau zu hören war, welche erstmal ihren Namen erwähnte aber auch gleich im nächsten Moment von einem Mord erzählte der sich in einer Gasse in der Nähe von Lauret-Avenue abspielte. Fragwürdig sahen sich beide Männer für einen kurzen Augenblick an als Atticus anschließend sich einen Block und Stift schnappte um sich den Namen der Frau, sowie die Adresse des Mordes als auch ihre Hausadresse aufschrieb. Dass sie in diesen Moment überhaupt darüber nachdachte all diese Dinge der Polizei zu übermitteln war doch etwas beeindruckt gewesen. Die Meisten die solch einen Tat mit eigenen Augen miterlebten, vergaßen die meisten Informationen doch sie war da anders, was Atticus auch ein wenig stutzig machte. Entweder hatte sie ein unglaublich gutes Gedächtnis gehabt oder es steckte irgendwas anderes dahinter. Jedoch war die verängstigte Stimme, welche sie ebenfalls hatte, nicht zu überhören gewesen. Wer hätte in diesen Augenblick denn keine? Für die Polizei bzw. für die Kriminalabteilung war ein Mord schon was ganz normales gewesen aber für einen Menschen der mit dem so gut wie nie was zu tun hat, war es ein komplett anderes Erlebnis gewesen. "Wann kam der Anruf?" wollte der braunhaarige gleich wissen "Vor ca. 5 Minuten. Die zentrale hat uns das weitergeleitet, weil anscheinend in den oberen Abteilungen niemand mehr zu erreichen war" sprach Brian weiter was Atticus nur wieder einen Seufzer brachte. Er verstand noch nie wie es sein konnte, dass mitten in der Nacht von der Kriminalabteilung niemand mehr zu erreichen war. Als er oben nach tätig war, gab es sowas nicht. Wahrscheinlich war er damals auch zum leitenden Agent ernannt worden bis er den Posten schmiss. "Und was nun?" kam nun auch Sonja zu den beiden gestoßen als sie das Telefonat von der Ferne aus mithörte. "Ich werde es nach oben weiterleiten und die sollen sich darum kümmern" gab Atticus kurz bei woraufhin sich Sonja und Brian sich einen Blick zuwarfen. "Willst du dich nicht darum kümmern?" sprach Sonja aus was sich die beiden vermutlich im selben Moment gedacht hatten. "Ich bin dafür nicht mehr zuständig"...."Das nicht aber so kommst du mal vom Computer weg" versuchte sie ihm aufzubauen. Atticus hasste die Büroarbeit. Das mochte er alleine schon als Special Agent nicht als sie Berichte oder jegliche Sachen machen mussten. Mit einem hatte sie Recht: So kam er mal weg von dem viereckigen Gerät aber andererseits konnte er sich nicht einfach so einmischen. "Mister Campbell" hörte man plötzlich von der Ferne seinen Namen rufen woraufhin alle drei ihre Augen in die selbe Richtung warfen und den Chef erblickten der gerade in die Abteilung stapfte. "Mister Richards" begrüßte er diesen sowie auch die anderen beiden. "Was führt Sie hierher?" wollte er weiter wissen wobei Mister Richards aber wusste, wie diese gemeint war. Es kam nicht oft vor, dass man ausgerechnet ihn hier unten sah. "Ich brauche Sie draußen im Einsatz" bei diesen Worten war der braunhaarige doch etwas verwundert gewesen. Was solle er denn bitte dort machen? "Ich denke, der Anruf von einer jungen Dame stieß bereits zu Ihnen vor?" wandte er seine Frage an Brian, welcher erklärte, dass sie sich den bereits angehört hatten. "Gut, da alle Agenten momentan im Einsatz sind, sind Sie der Einzige der sich diesen Fall annehmen wird. Ihre Ausrüstung haben Sie ja noch" mit diesen Worten und ohne auf irgendeine Reaktion von Atticus zu warten, wandte sich Mister Richards wieder dem Ausgang zu und ließ die drei alleine zurück. War das jetzt wirklich sein Ernst? "Na großartig" murmelte er leise vor sich her, sah nochmals zum Block wo er sich alles aufgeschrieben hatte, rieß das Stück Papier runter und winkte den anderen zum Abschied bevor er sich selbst schon auf den Weg aus dem Büro und Richtung 23rd-Street aufmachte. Zuerst sollte er lieber nach der jungen Frau sehen bevor er selbst zum Tatort blicken würde.
      Es dauerte gut 20 Minuten bis er schließlich in der besagten Straße ankam und vor einem Wohnblock anhielt. Von außen hin sah es gar nicht mal so übel aus aber der äußere Eindruck konnte ja oft trügen. Unterwegs hatte er bereits ein paar Kollegen über den Fall informiert und welche zur Gasse geschickt wo der Mord stattgefunden hatte. Vielleicht fand man ja noch ein paar Spuren zum Mörder? Den Motor ausgestellt, den Wagen abgesperrt, begab er sich rüber zur Einganstüre und suchte nach den Namen 'Park' um deren Nummer zu drücken und darauf zu warten bis sich jemand darauf meldete. Es dauerte nicht lange bis schon die Stimme der Dame, welche auch im Polizeipräsidium anrief, zu hören war "Hallo, Miss Park. Hier ist Agent Campbell von der CIA. Ich bin hier wegen ihres Anrufs" erklärte er kurz und wartete, dass die Sperre der Einganstüre gelöst wurde sodass er sich gleich auf den Weg nach oben zu ihrer Hausnummer machen konnte. "Guten Abend" begrüßte er diese als er die junge Frau erblickte.


      "Live your Life......you only have this one chance !"
    • Ahri Park

      Die junge Frau saß zusammengekauert in ihrer Ecke und ließ das Handy einfach neben sich auf den Boden liegen, als sie aufgelegt hatte. Ihre Informationen würden weiter geleitet werden und es würde sich jemand darum kümmern. Wann genau wurde ihr allerdings nicht verraten. Sie seufzte angespannt und sah sich in dem dunklen Raum um. Ihr war nicht einmal bewusst ob bei so einem Vorfall nur die Polizei oder ein anderer Dienst sich dem annahm, geschweige denn wie viel Zeit sich dabei gelassen werden würde. Vermutlich wäre es logisch zu denken das so schnell wie möglich jemand her kommen würde, doch für Logik hatte Ahri gerade keinen Platz in ihrem Kopf. Akribisch beobachtete sie jeden Zentimeter ihrer Wohnung den sie von hier aus sehen konnte. Ihr Atem wurde langsam, kaum merkbar ruhiger. Was sie allerdings aehr deutlich merkte waren die Schmerzen in ihren Beinen die sich langsam meldeten. Wer weiß ob und wie viel Zeit sie für Erholung hatte. Als sie über Erholung nachdachte sprang einer ihrer Gedanken zu ihrer Arbeit. So nahm sie ihr Handy wieder in ihre Hand, öffnete ihre Dienstapp und meldete sich bereits für die nächste zwei Tage auf der Arbeit ab. Sie verbuchte es unter 'Überstunden abhängen'. Dann legte sie das Handy wieder hin und raffte sich langsam auf. Ihre Beine wollten wieder weg knicken, allerdings zwang sie sich dazu stehen zu bleiben. Für einen Augenblick war Ahri über ihre konsequente Körperkontrolle froh. Ihren Baseballschläger ließ sie nicht aus den Händen, als sie ins Wohnzimmer schlich um sich da eine der Decken auf dem Sofa zu holen. Nun da sie nicht mehr rannte fing ihr Körper an abzukühlen. Mit der Decken über dem Arm ging sie auf Zehenspitzen zurück zu ihrem Versteck im Schlafzimmer. Sie kauerte sich in ihre Position zurück, warf die Decke über sich und klemmte ihr Handy zwischen ihrem Oberarm und Torso, sodass das Geräusch der Vibration gedämpft war und sie einen möglichen Anruf oder eine Nachricht trotzdem merken würde. Die Frau schloss die Augen und lehnte den Kopf für einen Moment an den Kleiderschrank neben dem sie kauerte. Wie gerne wäre sie besonders jetzt wieder in der sorglosen Zeit, in der sie mit Taeyang auf einem Dach saß und dort gemütlich was zum entspannen rauchte. Bei der Vorstellung schüttelte sie den Kopf. So schön das jetzt auch wäre, dahin wollte sie nicht wirklich zurück. Mit ihren Erlebnissen in Korea war sie fertig. Und so schön und traurig zugleich die Zeit war, so schmerzhaft der Abschied und so schwierig der Neuanfang, konnte sie stolz darauf sein wo sie jetzt war. Plötzlich dachte sie darüber nach wie es wäre wenn nun auf einmal ihrer Familie etwas passieren würde. Wann hatte sie sie das letzte Mal gesehen? Wann zuletzt ihre Mutter umarmt? Mit ihren kleinen Schwestern gelacht? Würde sie es überhaupt mitbekommen wenn ihnen etwas passieren würde? Sie wusste ja nicht einmal wo sie wohnten. Ahri ging stark davon aus, dass ihre Familie genauso wenig über sie oder ihren Wohnort wusste. Dann klingelte es plötzlich, was die immernoch unter Schock stehende Frau zusammen zucken ließ und der Griff um den Schläger fester werden ließ. Sie verzog etwas das Gesicht, als sie langsam aufstand und ging, den Baseballschläger immer vor sich haltend, auf Zehenspitzen zur Tür. Dort drückte sie einen Knopf und räusperte sich nur in die Anlage, sodass derjenige der geklingelt hat wusste, dass sie ihn hören konnte. Dann nickte sie, in dem Irrglauben, dass er das sehen konnte und entriegelte die Tür mit einem anderen Knopf. Ahri knipste das Licht im Flur an und öffnete die Tür ihrer Wohnung einen kleinen Spalt, sodass sie den Mann sehen konnte. Sie betrachtete ihn aufmerksam und schien sich erst etwas zu entspannen, als sie sich sicher war, dass seine Statur nicht zu der des Verfolgers passte. Doch wie sicher konnte sie sich durch der flüchtigen Erinnerung und unter Schock schon sein was das betraf? Als der Agent nah genug war öffnete sie die Tür weiter. "G... Guten Abend Agent Campbell", zwang sie hervor und deutete ihm rein zu kommen, um die Tür so schnell wie möglich wieder verschließen zu kommen. Sie fühlte sich unbeholfen mit der ganzen Situation und ihre zitternden Beine machten das nicht besser. Trotz der Anwesenheit eines Agents ließ sie ihren Schläger nicht los. Das Stück Holz war für sie mehr eine psychische statt physische Unterstützung. "Komm..en sie mit ich", sie atmete tief durch in der Hoffnung, dass sich ihre Stimme etwas beruhigen würde. "Muss mich setzen." Sie zwang ihre Beine dazu Richtung Wohnzimmer zu gehen. Wie gesund ihr gehen aussah oder wie normal sie gerade lief konnte sie nicht einschätzen. Sie berührte einen Knopf und ließ so das Licht im Wohnzimmer an gehen. Dann ging sie zu dem Sofa und setzte sich, wobei sie die Luft scharf einzog um zu überspielen das ihre Beine weh taten. Der lange Tag, das viel zu lange Kickboxen und nächtliche Sprint durch viel zu viele Straßen waren deutlich merkbar. Gerade war sie sehr froh, dass sie sich nach dem Training dazu entschlossen hatte ihre Sportsneaker anzuziehen, statt in ihre Highheels von der arbeit. "Setzen sie sich.", bot sie ihm schließlich an. Wer weiß, wie ihr Zustand dann wäre. Ahri zog die Beine auf das Sofa und setzte sich in den Schneidersitz, den Baseballschläger legte sie auf ihre Beine drauf. Dann fuhr sie sich mit beiden Händen über das Gesicht. "Ich... Weiß nicht was vorhin passiert ist und was jetzt passiert.", sagte sie erstaunlich emotionslos und starrte an eine Wand. Dann schloss sie für einen Moment die Augen, aus Erleichterung das nun jemand da war. Als sie die Augen wieder öffnete sah sie vorsichtig zu Agent Campbell. "Ich wollte nur nach Hause gehen und... Dann wurde vor meinen Augen ein Mann abgestochen. Einfach so.", ließ sie geschockt Revue passieren. Dann zeichneten sich Falten auf ihrer Stirn ab. "Er hatte mich verfolgt. Aber ich weiß nicht wo ich ihn abhängen konnte. Was wenn er jetzt weiß wo ich wohne?" Eine Hand legte sich wieder fest um den Griff des Schlägers. Machte sie sich zu verrückt mit der ganzen Sache? Erneut atmete sie tief durch. Konnte man sich zu verrückt machen wenn man von einem Mann verfolgt wurde der einen anderen Menschen vor seinen Augen abgestochen hatte? Sollte sie sich auf einen Umzug gefasst machen? Wie virk würde sich jetzt ändern?
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      Atticus Campbell

      Wieviele Fälle hatte er bereits bearbeitet? Wieviele Mörder schon hinter Gitter gebracht? Atticus war immer schon der Meinung gewesen, dass man als Polizist auf die Welt kam. Freiwillig entschied man sich nicht für solch einen Job. Nein! Man kam auf die Welt und man wusste, dass man für diesen Beruf bestimmt war. Seine Großeltern verstanden sowieso nicht wie man dies jeden Tag machen konnte? Opfer befragen, Leichen sehen und sich mit Mördern auseinander setzen. Wenn er ehrlich war, stellte sich der braunhaarige diese Frage immer mehr und mehr. Wann würde der Zeitpunkt kommen an dem er beschloss alles hinzuschmeißen? Es war recht bekannt gewesen in seiner Abteilung, dass viele Agent's den Beruf aufgaben. Entweder waren sie dem Druck nicht mehr gewachsen, waren psychisch schon komplett im Keller oder taten es zum Wohl der Familie. Dass diese irgendwann mal in einem Fall mithineingezogen werden würde, war Atticus nur zu sehr vertraut gewesen. Er liebte seinen Job, keine Frage, aber dennoch musste er dafür einen sehr hohen Preis zahlen. Alll diese Gedanken schossen ihm durch den Kopf während er sich die Stufen nach oben arbeitete bis er endlich im Stockwerk ankam in dem eine Frau namens Park Ahri wohnte. Als diese die Türe öffnete, holte er gleich seinen Polizeiausweis aus der Jackentasche um damit zu zeigen, dass es sich hierbei um einen echten Cop handelte und nicht um den Mörder der vielleicht nur vor gab einer zu sein. Dies lernte man alleine schon in der Polizeischule: Wie beruhigt man ein Opfer. Nachdem die junge Frau, asiatischer Abstammung glaubte er, ihn hinein bat, nickte er dankend zu und zögerte nicht lange um auch in die kleine Wohnung einzutreten, welche wirklich schlicht aber dennoch stilvoll eingerichtet war. Die Blässe in ihrem Gesicht war kaum zu übersehen gewesen, als er sie für einen kleinen Moment genauer musterte sowie der Baseballschläger, welcher wohl eher als Verteidigung diente. In seinen Augen war es sogar eine ganz normale Reaktion darauf gewesen wenn man noch vor kurzer Zeit einen Mord mitansehen musste. Eher ungewöhnlich wäre es, wenn sie es leicht wegstecken würde. Atticus konnte sich noch sehr gut an seinen ersten Mordfall erinnern aber umso mehr man damit zu tun hat, umso mehr lernt man damit umzugehen. Nach dem 2ten oder 3ten Fall hatte endlich sein Magen sich auch damit angefreundet indem er sich nicht mehr umdrehte und Übelkeit hervorrief. Miss Park bat ihn mitzukommen woraufhin er ihr schon ins Wohnzimmer folgte und sich auf das Sofa setzte, nachdem sie es ihm erlaubt hatte. "Sie haben es hier wirklich schön" versuchte er das Gespräch ruhig anzugehen um ihr auch etwas die Angst zu nehmen. Noch bevor er jedoch Fragen konnte was genau passiert war, begann sie überraschend selbst davon zu berichten. Entweder war es ein gutes Zeichen über das Geschehnisse selbst zu reden oder eher schlecht. Genau konnte dies eigentlich nur ein Psychiater sagen und da Atticus dies nicht wahr, horchte er trotzdem bis zum Schluss zu. "Machen Sie sich erstmal keine Sorgen, Miss Park" sprach er wieder ruhig und schenkte ihr ein sanftes Lächeln. Auch wenn ihr vielleicht nicht gerade danach war, so musste er jegliche Schritte einleiten um das 'Opfer' ,wie man solche Personen gerne beschrieb, erstmal ein sicheres Gefühl zu geben. "Es war die richtige Entscheidung gewesen gleich die Polizei zu rufen. Ich werde mich der Sache annehmen und alles tun um die Person zu schnappen und hinter Gitter zu bringen" erklärte er weiter "Ich muss Ihnen dennoch ein paar unangenehme Fragen dazu stellen, wenn es in Ordnung ist" sprach er vorsichtig weiter und holte sich dazu schon einen kleinen Block und Stift raus um sich etwas notieren zu können. "Wenn es möglich wäre......könnten Sie den Mann, der sie verfolgt hat, beschreiben?", er hasste diese Frage. Welches Opfer wollte sich denn bitte freiwllig daran erinnern wie der Täter aussah? Dennoch war es schon immer hilfreich gewesen wenn sie sich an etwas erinnern konnten. Denn so schränkte sich die Suche auf jeden Fall mehr ein und somit bestand auch die Chance höher, dass man den richtigen Mann oder Frau schnappen konnte. "Und sind Sie sich sicher, dass es ein Messer war mit dem der andere erstochen wurde oder sah es doch nach was anderem aus?" fragte er weiter nach.


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      Ahri Park

      Für einen kurzen Moment wurde sie von den Thema abgelenkt, als der Agent ihre Wohnung kommentierte. Die junge Frau hatte das Gefühl, dass sie sich viel zu selten hier aufhielt um sich tatsächlich jemals Gedanken darüber gemacht zu haben wie ihr Zuhause auf andere wirkte. Für ein paar Wimpernschläge dachte sie über ihre Wohnung nach, dann überlegte sie ob es sich lohnen würde die Türen der Wohnung mit extra Schlösser auszustatten. Sie sah sich kurz um, dann sah sie wieder auf ihren Schläger hinab. Irgendwie ein unbehagliches Gefühl einen Agent hier sitzen zu haben der solche Fragen stellte, die sie in irgendwelche Gefühlstornados werfen könnte. Sie starte fast schon abwesend vor sich auf den Boden und dachte über die Frage wie der Mann aussah nach, dabei merkte Ahrie, wie ihr ein kalter Schauer herunter lief. Dann holte sie tief Luft. Sie war sich nicht sicher, wie sie das beantworten sollte, immerhin war sie mit wegrennen beschäftigt gewesen. "Er war größer als ich... Glaube ich. Und schlank... Vielleicht sportlich? Zumindest war es schwer ihn... Ihn... Abzuhängen?" Richtig, sie hatte ihn abgehängt? Oder? Unweigerlich sah sie hinter sich um hinaus zu gucken. Fast hatte sie vergessen, dass sie die Rollläden geschlossen hatte. Was wenn er in Sichtweite war und nur darauf wartete das sie die Fenster wieder öffnete? Sie legte die Stirn in falten und sah den Agent wieder an. Warum war sie eigentlich nicht stehen geblieben und hatte ihm die Beine weg getreten? Vielleicht wäre das nützlicher gewesen als weg zu rennen. "Ich konnte nicht viel erkennen... Er hatte eine Kappe auf", fing sie schließlich an, stockte dann doch. Eine Kappe, wie ihr Vater immer getragen hatte. Warum dachte sie ausgerechnet jetzt an ihn? Sie rieb sich mit einer Hand ihre linke Schläfe. "Ein Oberteil mit langen Ärmeln, eine lange Hose... Ich glaube seine Schuhe", sie machte eine Pause und versuchte sich zu sammeln. "Sie hatten eine andere Farbe als alles andere." Doch an welche genau konnte sie sich nicht erinnern. Sie hatte das Gefühl nicht mehr zu ihm sagen zu können. Zumindest jetzt nicht. Während sie über ihn nachdachte fing sie immer wieder an zu zittern. Von all dem Zeug was sie erlebt hatte war das mit Abstand das schwierigste. Als Mr Campbell dir zweite Frage stellte fühlte sie sich fast wie betäubt. Gerade an diese Situation sollte sie sich jetzt erinnern? Und eine hoffentlich so genaue Antwort wie möglich geben? Sie öffnete ihren Mund als wolle sie eine Antwort geben. Sie merkte allerdings nur wie in ihr die Übelkeit Aufstieg als sie genau an den Moment zurück dachte. Ahri entknotete ihre Beine, legte den Schläger neben sich ab, hob die Hand um dem Agenten zu signalisieren das er einen Moment warten solle und ging dann so schnell wie es ihre Beine erlaubten ins Bad, um sich erneut zu übergeben. Die Koreanerin kam sich gerade so unglaublich schwach vor, dass es ihr selbst gegen den Strich ging. Sie spülte sich den Mund aus und wusch sich das Gesicht. Dann dachte sie noch einmal über die Szene nach. Dann ging sie in die Küche. Sie nahm sich ein Essstäbchen aus einer Schublade und betrachtete das von der Seite. Dann nahm sie eines ihrer schärfsten Messer die für so etwas in Frage kamen und betrachtete dies von allen Seiten. Vom aussehen hätte es beides sein können, wenn man die Entfernung und die schlechten Lichtverhältnisse in Betracht zog. Sie nahm beides mit zurück ins Wohnzimmer. Wahrscheinlich hatte sie länger gebraucht wieder zu kommen, als sie einschätze. Ihre Beine machten ihr mehr zu schaffen als es ihr lieb war. "Er hat etwas dünnes benutzt.", sagte sie schließlich und ging ans andere Ende des Raumes. Dann hielt sie das Essstäbchen hoch. "Das kommt hin." Dann hob sie das Messer hoch, sodass man es nur schmal sehen konnte. "Das aber auch.", erklärte sie. Als sie die Sachen hoch hob konnte man deutlich ihr Zittern erkennen. Sie legte beides sichtbar in ein Fach des Regale das hinter ihr stand und ging zurück zum Sofa. Dieses Mal ließ sie die Füße am Boden und sah nun mit dem Abstand zu dem Essstäbchen und dem Messer. Wie seltsam, dass sowas eigentlich ungefährliches und ein Messer das so geschärft war das es Luft schneiden konnte nun in Frage kamen. Vielleicht war das mit dem Essstäbchen komplett absurd und für sie nur eine Option, weil sie täglich damit zutun hatte. Unbeholfen zog sie die Schultern hoch. Ahri hatte das Gefühl, dass sie gerade keine große Hilfe war.
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      Atticus Campbell

      Die Frage, welche er ihr stellte, war noch nie für ein Opfer einfach gewesen. Selbst als man jemanden ins Polizeipräsidium einlud um eine Wahl zwischen 5 Männer zu treffen, die es vielleicht sein konnten, hatte er schon oft genug, dass selbst da die Nerven blank lagen und sie sich nicht trauten. Die Angst eine richtige Aussage zu treffen, dass dieser hinter Gitter kam und doch nach ein paar Jahren wieder frei um sie dann umzubringen, lag in jeder Frau sehr groß. Ihn würde es auch nicht wundern, wenn selbst die junge Frau vor sich diese Angst in sich tragen würde. Atticus hatte das große Glück gehabt schon in der Hinsicht ziemlich abgestumpft zu sein. Gefühlstechnisch brachte ihn nichts mehr so schnell aus der Bahn und richtig was zu verlieren hatte er genauso wenig mehr. Mit was also wollte man ihm drohen? Als er Ahri schließlich nach einer Beschreibung des Täters fragte und sie anfing sich daran zu erinnern, notierte er sich zwar alle Daten die sie ihm Preis gab aber wirklich hilfreich war das auch nicht gewesen. Das grenzt zwar die Auswahl etwas ein aber dennoch waren noch zick tausende Menschen davon betroffen. //Vielleicht bringen ja die Kameras in der Umgebung mehr Gewissheit//, schoss es ihm in diesen Moment durch den Kopf während er sich alles fertig aufschrieb und auch gleich darauf schon nach der Waffe fragte. Doch anstatt gleich eine Antwort zu bekommen, wie vorhin, schien sie es wohl durch ihren Kopf gehen zu lassen, hob eine Hand um sich für einen kurzen Augenblick zu entschuldigen und ging aus dem Zimmer wo gleich darauf auch schon ihre Übelkeit zu hören war. Sanft strich er sich durch die Haare während er einen Seufzer von sich ließ und wandte seine Augen auf die Notizen die er sich machte. Ihre Reaktion darauf war ziemlich berechtigt und weniger überraschend gewesen. Warum hatte ausgerechnet sein Chef ihn auf diesen Fall angesetzt? Es gab doch sicherlich irgendeinen Frischling da draußen der genauso die Aufgabe hier übernehmen konnte? Mehr als momentan eine Aussage von ihr zu hören wie was geschah und wie der Täter ausgesehen hat, hätte auch er oder sie zusammengebracht. Es dauerte nicht lange bis die junge Dame wieder zurückkam aber diesmal etwas mit sich hatte. Ein Messer und Essstäbchen? Was wollte sie denn damit? Auch da ließ sie ihn wieder nicht lange warten und versuchte damit auf seine zweite Frage einzugehen wie die Tatwaffe ausgesehen haben könnte. Es sah so aus wie ein Messer war aber dennoch so dünn wie Essstäbchen? Die Beschreibung war zwar gar nicht mal so schlecht gewesen aber dennoch grenzte dies nicht besonders viel ein. Das Zittern in ihren Händen war deutlich zu sehen gewesen was Atticus durchaus verstehen konnte.
      Und was nun? Hier bleiben konnte sie schon mal auf keinen Fall. Wenn der Täter sie wirklich verfolgt hat, wie sie sagte, und vielleicht nun auch wusste wo sie wohnte, war es für sie viel zu gefährlich gewesen alleine nach draußen zu gehen. Desweiteren war es auch viel zu Riskant und zu offensichtlich Wachen davor zu positionieren. Daher blieb dem braunhaarigen nur eine einzige Wahl, auch wenn ihm diese selbst nicht besonders gefiel. Aber welche Optionen hatte er denn noch? "Also gut" begann er wieder zu sprechen "Packen Sie alles ein, was sie für die nächsten Tagen brauchen. Hier können Sie nicht bleiben weshalb ich Sie mit zu mir nehmen werde" klärte er sie mit kurzen Worten auf. Atticus hatte nun wirklich keine Lust gehabt für eine junge Frau den Babysitter spielen zu müssen und eigentlich hatte er so gut wie gar keine Lust gehabt eine Frau in seiner Wohnung zu haben aber sein Chef würde vermutlich ein Nein auch nicht akzeptieren und sie ins Zeugenschutzprogramm zu bringen wäre viel zu übereilt gewesen. "Sie werden keinen Kontakt zu anderen Personen, Freunden, Familie oder zur Arbeit aufnehmen. Das Risiko diese ebenfalls in Gefahr zu bringen ist viel zu hoch und ich glaube kaum, dass Sie das auch so wollen, oder?" seine Frage war zwar hart aber gerecht gewesen. Ahri musste einfach zur gesamten Welt den Kontakt abbrechen solange die Polizei den Mörder nicht geschnappt hat. "Sie haben 5 Minuten" Atticus wollte keine Zeit verschwenden und so schnell es geht von hier verschwinden. Zu Hause würde er erstmal schauen ob sie schon eine Akte hatte und sich bei den Kollegen wegem dem Tatort informieren. Vielleicht haben sie ja bereits was gefunden? Nein, vermutlich nicht ansonsten hätten sie ihn bereits kontaktiert.


      "Live your Life......you only have this one chance !"
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      Ahri Park

      Sie starrte das Stäbchen und das Messer an und mit jeder verstrichener Sekunde kam ihr das mit den Essstäbchen immer absurder vor. Wenn sie allerdings aus Metall waren und gespritzt wurden... Sie verwarf den Gedanken wieder und erschrak fast schon, als der Agent etwas sagte. Als ihr der Inhalt bewusst wurde sah sie ihn mit weit geöffneten Augen an. "Was?", fragte sie schließlich, fast schon überfordert. "A-aber Ich muss mich abmelden im Büro und bei meinen Freunden?" Als sie merkte, dass Campbell die Aufforderung scheinbar sehr ernst meinte stand sie auf, verzog das Gesicht etwas und ging so zügig wie die konnte in ihr Schlafzimmer, wo sie ihre Reisetasche aus einem Schrank zog und dort wahllos Klamotten rein warf. Dann hastete sie ins Bad, um dort ebenfalls einige Sachen mitzunehmen. Im Wohnzimmer zog sie ein Buch aus dem Bücherregal und schmiss es ebenfalls mit in die Tasche. Wer weiß, ob Ahri überhaupt die Zeit oder den Kopf dazu haben würde zu lesen. Sie sah noch einmal zu dem Bücherregal und sah ihre Medaille an, die sie in einem Kickboxen Wettkampf ergattert hatte. Dann dachte sie an Ryan. Eigentlich wollten sie die nächsten Tage zusammen trainieren. Das konnte die junge Frau sich wohl ebenfalls abschminken. Sie ging zurück ins Schlafzimmer und hob das Handy auf, welches noch in der Ecke auf dem Boden lag, wo sie sich verkrochen hatte. Mit diesem ging sie zu dem Agent zurück. "Ich habe einem Freund versprochen mit ihm zu trainieren. Wenn ich ihm nicht absage wird er sich sorgen machen und hierher kommen um nachzusehen ob alles in Ordnung ist.", sagte sie, erstaunlich gefasst, nachdem sie den Reißverschluss der Tasche zu zog. Auf ihrer Arbeit konnte sie sich, ohne das der Agent es mitbekommen würde, abmelden. Und soweit sie wusste hatte sie dazu mehr als genug Überstunden, sodass es nicht auffallen würde. Da es praktisch kein Verhältnis zu ihrer Familie gab verschenkt Ahri nicht einen Gedanken daran irgendeinem ihrer Verwandten Bescheid zu sagen. Dafür sah sie keinen Grund. Begeistert war sie von der ganzen Idee nicht, aber es war bestimmt das sicherste und sinnvollste. Hier würde sie erst einmal sowieso nicht zur Ruhe kommen können. Der Gedanke bei einem fremden Mann für die nächsten Tage zu sein machte ihr zwar irgendwie Sorgen, jedoch gab es wohl einen guten Grund dafür, der über ihrer Erziehung stand.
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      Atticus Campbell

      Dass sie seinen Vorschlag nicht mit Handkuss entgegen kam, wusste er gleich von Anfang an. Er ist noch nie jemanden begegnet, der sich für diese Aktion bedankte und happy darüber war sich von allem abzuschotten was man sich aufgebaut hat. Man müsste das komplette Leben hinter sich lassen ohne genau zu wissen für wie lange. Solche Dinge konnten auch oft komplett alles ändern und man würde nie wieder das Leben so zurückbekommen wie man es vorher verlassen hatte aber in Atticus Augen war es immernoch eine bessere Option gewesen als sich freiwillig zu stellen und hier zu sterben. "Sie müssen sich von allem abmelden" sprach er nochmals aus als er ihre Frage horchte bevor die junge Dame schon vom Wohnzimmer verschwand. Was genau sie nun trieb, ob sie die Tasche packte oder doch eher versuchte etwas zu finden um hier zu verschwinden, war ihm so gut wie regelrecht egal gewesen. Atticus hatte genügend selbst Sorgen gehabt als sich auch noch mit diesen Problem herumschlagen zu müssen aber andererseits war es immerhin noch besser als irgendwelche Vermisstenanzeigen zu bearbeiten oder sich mit Miss Rogens auseinander setzen zu müssen was das Verschwinden ihres Mannes betraf. Er konnte ihre Sorge ja verstehen aber mit ihrem täglichen Anruf machte sie es auch nicht gerade besser oder schneller.
      Während Ahri nicht vorhanden war, stand Atticus auf und begab sich rüber zum Fenster um sanft mit zwei Finger die Schalosien etwas auseinander zu drücken um besser nach außen blicken zu können um nachzusehen ob jemand von der Gasse gegenüber oder sonst wo versuchte ihre Wohnung ausfindig zu machen aber zu seinem Pech hin war nichts verdächtiges zu finden. Ob der Täter wirklich von ihrer Wohnung wusste oder Ahri einfach nur daran glaubte? Um das Risiko nicht einzugehen, dass es vielleicht wirklich so war, musste Atticus es leider eingehen und sie mit sich nehmen. Als das junge Mädchen zu ihm zurückkam und meinte ihren Freund zu kontaktieren, da sich dieser sonst Sorgen machen würde, seufzte der brünetthaarige etwas vor sich her. "Und was wollen Sie ihm sagen? Dass Sie einen Mord beobachtet haben, nun auf der Flucht sind und keinen Kontakt zu ihm oder sonst wem aufnehmen dürfen? Wenn er herkommt und sieht, dass alles Wichtige von Ihnen nicht da ist, wird er schon merken, dass Sie untergetaucht sind. Oder Sie bleiben hier und lassen sich umbringen. Entweder er findet eine leere Wohnung vor oder eine Leiche, es liegt ganz bei Ihnen" kam es sarkastisch aus ihm heraus während er sich dann schon Richtung Türe aufmachte. "Also kommen Sie nun oder wollen Sie es doch riskieren, dass der Mörder hier auftaucht und dem letzten Zeugen das Leben rausreißt?" stellte er ihr erneut die Frage. Atticus hatte erstens keine Lust mit ihr darüber zu diskutieren wie sie was machte geschweige denn auch keine Lust auf sie aufzupassen aber jeder der beiden musste nun was eingehen was dem anderen nicht gefiel. Zum anderen glaubte er auch nicht, dass sie hier bleiben wollte um zu sterben und wenn doch, würde er sie genauso wenig aufhalten. Warum jemanden nicht sterben lassen wenn das doch der größte Wunsch war? Er war selbst schon mal an diesen Punkt angekommen aber hatte sich mit Hilfe aufgerafft und lebte nun weiter. "Sobald wir den Kerl geschnappt haben, werden Sie wieder Ihr Leben aufnehmen können wir vorher nur bis dahin müssen Sie das tun was am Besten für Sie ist sowie für die Menschen die Ihnen nahe stehen" sprach er wieder ruhig aus und versuchte ihr klar zu machen was auf dem Spiel stand.


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      Ahri Park

      Der koreanischen Frau blieb bei seinen Worten die Spucke weg. Aber er hatte recht. Zumindest redete sie sich das ein, immerhin wusste ein Agent wahrscheinlich was in so einer Situation am sichersten war. Oder zumindest was sicherer war als an den Ort des Geschehens zu bleiben. Zögernd steckte sie ihr Handy weg, da stand der Agent bereits auf. Einen Moment atmete sie tief durch und versuchte jede Emotionswelle die in ihr aufkam zu ersticken. Sie hing sich ihre Reisetasche um, griff nach ihrem Rucksack der sie jeden Tag begleitete, indem die meisten wichtigen Unterlagen waren, ihre Jacke und schlüpfte in ihre Schuhe. Aus irgendeinem Grund kam sie nich drum herum sich die Redewendung 'jemanden das Leben heraus reißen' bildlich vorzustellen. Ein bitteres Lächeln überkam sie, während sie sich ihre Mütze auf den Kopf zog, wobei sie wieder deutlich ihre zitternden Hände zu spüren bekam. Kurz warf sie einen Blick zu ihrem Baseballschläger. Dann sah sie den Agent an und schlug den Gedanken aus den Kopf ihn mit zu nehmen. Im Ernstfall wäre er vielleicht mehr Hindernisse als Hilfe. Sie biss sich auf die Lippen und öffnete die Wohnungstür vorsichtig, unsicher ob jemand auf der anderen Seite stand. Als sie aus der Tür traten verschloss sie diese gründlich hinter sich. Während sie abschloss überlegte sie, wann sie wohl wieder hierher kommen würde. Sie konnte noch nicht einmal eine Antwort erahnnen. Und wann wäre es wohl soweit, dass sie ohne irgendwelchen Sorgen dieser Art hier sein würde? Darauf hatte sie noch viel weniger eine Antwort. Sie prüfte noch einmal, ob die Tür wirklich verriegelt war. Als Ahri sich wirklich sicher war sah die den Agent an und nickte kurz, um zu signalisieren, dass sie wohl oder übel bereit war. Sie vergrub ihre Hände in ihren Jackentaschen und folgte dem Agent, als sienden Flur entlang und schließlich zu dem Fahrzeug gingen mit dem er hierher gefahren war. Dabei achtete sie penibel genau darauf, dass sie einen gewissen Abstand von wahrte. Währenddessen überlegte sie, wie sie Ryan verklickern sollte, dass es kein Problem gab und er sich keine Sorgen machen müsste? Eine Email inder sie ihm klar machte, dass sie spontan für eine unbestimmte Zeit für ihren Job woanders hin müsste und ihr Handy vergessen wurde? Oder es geklaut wurde? Sollte sie die Sim Karte aus dem Gerät nehmen? Die Frau seufzte leise und drehte sich zum dem Haus um. Gezielt sah sie zu ihrer Wohnung hoch. "Sagen Sie...", Ahri sah den Agent an. "Passiert sowas oft? Also... Das sie Menschen bei sich aufnehmen müssen.", präzisierte sie ihre Frage. Die junge Frau konnte sich kaum vorstellen, dass das eine angenehme Aufgabe sei. Allgemein stellte sie es sich sehr unangenehm vor seinen Job zu haben. Sie zog die Hände aus ihren Jackentaschen und lud ihr Gepäck in das vorgesehene Auto ein. Eigentlich wollte sie mit der Frage nur wissen, ob das Zuhause dafür ausgestattet ist spontan einen Menschen aufzunehmen oder sie sich schon einmal darauf gefasst machen musste im schlimmsten Fall auf einer Luft Matratze, einer Isomatte oder direkt auf dem Boden schlafen zu müssen. Sie bildete sich ein, dass ein Agent darauf mehr oder weniger vorbereitet war, wenn es zu seinem Job gehörte solche Menschen regelmäßig aufzunehmen.