Sunkissed [Katsuki & Michiyo]

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    • Sunkissed [Katsuki & Michiyo]

      Vorstellung: Sunkissed [Katsuki & Michiyo]

      Vor hunderten von Jahren lebte ein Volk unter den Menschen, das die Sonne anbetete, erhielten sie aus ihr ihre Lebenskraft.
      Vom Stein der Sonne berührt, entfalteten sich ihre übernatürlichen Kräfte. Von den meisten Menschen geliebt, lebten die Sonnenmenschen in Frieden, doch mit der Zeit schien der Frieden zu brechen, wollten die selbst erklärten Gottheiten nicht länger des Menschens Freund und Helfer sein. Um ihre Macht zu demonstrieren erklärte das Sonnenvolk den Menschen den Krieg und alles änderte sich. Während die Sonnenanbeter körperlich und hinsichtlich ihrer Fähigkeiten überlegen waren, gelang es durch den technischen Fortschritt und die Unterstützung von Waffen den Menschen das Volk zu besiegen und komplett auszulöschen.

      Die Menschen lebten wieder in Frieden und radierten diese Tragödie aus ihren Geschichtsbüchern. Während einer Museumsausstellung der Völker der vergangenen Zeiten, wird der Sonnenstein als Attraktion ausgestellt mit dem Mythos, die Kräfte der von der Sonne abstammenden zu aktivieren.
      Bei einem Schulausflug entdeckt die Klasse von Shiori Fujiwara besagten Stein und stürzen sich auf diesen um durch eine einfache Berührung festzustellen ob sie dem Volk der Sonne abstammten, doch nichts geschah. Als die Schüler sich weiter zu den Relikten der nächsten Völker machten, versuchte auch Shiori ihr Glück und verspürt ein heißes Brennen auf ihrer Handfläche. Eine Hieroglyphe zierte fortan diese und ihre Kräfte wurden aktiviert. Auf der Suche nach Antworten stößt sie auf Ray Nakahara, den Anführer der verbliebenen Abkommen der Sonne...

      Ray Nakahara: @Katsuki Bakugou
      Shiori Fujiwara: @Michiyo
      A heart's a heavy burden.

    • Es war ein warmer Sommermorgen als der Wecker der dreiundzwanzig jährigen früher klingelte als gewöhnlich. Die ersten Sonnenstrahlen kämpften sich bereits durch die Blätter der vor ihrem Fenster stehenden Bäumen und warfen einen leichten gelben Schimmer in ihr Zimmer. Normalerweise startete sie nicht mit dem Sonnenaufgang in den Tag aber da sie eine Exkursion mit ihrem Unikurs hatte, musste sie etwas früher aus den Federn. Mit einem seichten Gähner auf den Lippen streckte sie ihre Gliedmaßen in die Lüfte ehe sie sich noch etwas verschlafen die Augen rieb. Schwungvoll sprang sie auf beide Beine und machte sich fertig. Sie war keine dieser Frauen, die Ewigkeiten brauchten um sich zurecht zu machen, ganz im Gegenteil, dafür hatte sie Morgens gar keine Zeit weil sie diese wertvollen Minuten lieber länger schlief. Ihre natürliche Schönheit kam ihr da zu gute. Nachdem sie ihre Klamotten, einen luftigen Faltenrock und ein leichtes weißes Shirt, über geworden hatte, wandte sie sich ihrer blonden Mähne zu. Mit einer Bürste bearbeitete Shiori ihr langes Haar, nahm sich einige Strähnen, die ihr für gewöhnlich ins Gesicht fielen und fixierte diese mit einigen unauffälligen Klammern an ihrem Hinterkopf. Behutsam öffnete sie die Tür ihres Zimmers und streckte ihren Kopf in den Flur des Obergeschosses. Ihre Eltern schliefen noch. Leise schlich sie zum Badezimmer und setzte dabei einen Schritt vor den anderen in der Hoffnung, dass der hölzerne Boden unter ihren Füßen nicht zu laut knackte. Ihre Hand wanderte endlich mit dem letzten Satz zur Klinke als ihr ein lautes, klagendes Mauzen einen Schauer über den Rücken jagte. Erschrocken musste sie feststellen, dass sie auf den Schwanz des Katers ihrer Mutter gestampft war. Sie wollte sich bei dem kleinen Lebewesen entschuldigen doch dieser machte sich bereits traumatisiert über alle Berge. //Na toll, das hat mir gerade noch gefehlt// dachte sie sich als sie schließlich ins Bad eintrat. Der Kater war vor einigen Jahren aus dem Tierheim zu ihnen gezogen und hatte seine Schwierigkeiten mit menschlicher Nähe, besonders mit Shioris Nähe. Auch wenn zwischen ihnen nichts vorgefallen war hegte der Kater einen groll gegen die junge Frau, ließ sich von ihr nur ungerne berühren und machte meist einen Bogen um sie. Dass sie ihm ausgerechnet in der morgentlichen Dämmerung im Halbschlaf auf den Schwanz trat hieß für ihre Beziehung keine Besserung.
      Mit einem Kopfschütteln hakte sie das Thema ab und widmete sich ihrer Morgenroutine. Kaltes Wasser sprenkelte ihr Gesicht ehe sie sich das Handtuch auf die Wangen legte und die Feuchte abtupfte. Als nächstes folgten eine Gesichtscreme mit Sonnenschutzfaktor, Mascara für ihre Wimpern und zu guter letzt ein Balsam für die Lippen, der diesen einen leichten Glanz verlieh. Startklar schlich sie die Treppe herunter ins Erdgeschoss, schnapte sich eine Flasche Wasser und ihre Bentobox, die sie am Abend zuvor vorbereitet hatte, klemmte sich eine dünne Jacke unter den Arm, hiefte den Rucksack über ihre Schulter und machte sich mit den Autoschlüsseln im Mund auf den Weg zu ihrem Wagen. Vor diesem angekommen, musste sie mal wieder feststellen, dass sie viel zu bepackt war um das Fahrzeug aufzuschließen. /Keyless Go schön wärs!// rollte sie die Augen und stellte ihre Flasche auf dem Dach des mini SUVs ab. Alles auf den Beifahrersitz werfend nahm sie Platz und vergas dieses Mal nicht ihr Getränk vom Dach zu nehmen. Zu oft fuhr sie los mit Dingen auf ihrem Auto, die freudig kurz darauf auf dem Boden klirrend zersprangen. Nach einer kurzen Fahrt war sie endlich am Museum angekommen. Die Parkplatzsuche gestaltete sich Augrund der Uhrzeit recht angenehm. Die Jacke mittlerweile über die Schultern geworfen, ging sie ihren Komilitonen entgegen, welche sie bereits mit müden Augen erwarteten. "Guten Morgen" strahlte sie ihre Freunde an ehe sie diese in einer herzlichen Umarmung an sich presste. "Wie kann man nur so früh am Morgen so gute Laune haben?" waren die ersten Worte, die ihr bester Freund ihr zur Begrüßung mit einem Schmunzeln auf den Lippen zusprach. Gemeinsam betraten sie das Gebäude und folgten ihrem Professor. Die Ausstellung war altertümlichen Völkergruppen gewidmet und teilte sich in viele verschiedene Räume, in denen die jeweiligen Exponate untergebracht waren, auf. Während die Zeit nicht zu vergehen schien klapperte der Kurs ein Volk nach dem anderen ab bis eine Zurschaustellung die Aufmerksamkeit der jungerwachsenen gewann. Ein großer gelb leuchtender Stein stand in der Mitte des Raumes, sein Glanz reflektierte sich in den grünen Augen der jungen Frau. Ungeduldig rangelten die Männer sich den Stein zu berühren. Einer Legende nach sollte eine einfache Berührung mit diesem nächlich die Abstammung des Volkes der Sonne offenbaren und die Kräfte eines diesen erwecken. Nachdem eine Hand nach der anderen das Exponat berührte und nichts geschah verließen die Menschen nach und nach den Raum und suchten die anderen Völker auf. Vertieft in den anderen Ausstellungsstücken des Raumes des Sonnenvolkes, bemerkte Shiori nicht wie sie plötzlich alleine in dem Zimmer stand. Mit einigen Schritten näherte sie sich dem Gesteinsstück bis sie letzlich vor diesem stand. Vorsichtig näherte die Blondine ihre Fingerspitzen dem Fels ehe sie ihre Hand komplett darauf ruhte. Sie erwartetet die Kälte unter ihren Fingern zu spüren, doch stattdessen fühlte es sich warm und wohlich an, fast schon als hatte es ein eigenes Leben, einen Plus, einen Herzschlag. Die Wärme breitete sich in ihr aus, ließ ihre Augen für einen kurzen Moment golden aufleuchten bevor sie wieder ihre smaragdgrüne Farbe annahmen und mit einem vom Schmerz überraschten Zucken löste sie den Kontakt. Die Fläche, die zuvor auf dem Ausstellungsobjekt lag, war rot vernarbt als hätte sie sich an etwas verbrannt. Zitternd betrachtete sie die Wunde, verstand nicht was geschehen war. Eine Art Hieroglyphe zierte ihre Handfläche und verschwand auch nicht nachdem sie hecktisch darüber wischte, in der Hoffnung es entfernen zu können. "Wo bleibst du denn" ertönte es aus dem Munde ihres besten Freundes, der gerade seinen Kopf durch den Türrahmen streckte um nach ihr zu sehen. Kopfschüttelnd versteckte sie ihre Arme hinter ihrem Rücken und antwortete ihrem Begleiter. "Vertieft in den Details. Komme schon!" lachte sie nervös und rannte aus dem Raum. Die Exkursion nahm ihren Lauf und Shiori starrte immer wieder auf das Brandmal welches sieh unter dem Ärmel ihrer Jacke versteckte. "Was starrst du denn die ganze Zeit auf den Boden?" flüsterte er neben ihr und lehnte sich ihr um zu sehen worauf ihr Blick fiel. Als sich die Schultern der beiden berührten zuckte der junge mit einem leisen fluchen von ihr weg. "Alter bist du elektrisch aufgeladen, hast du mir einen Wisch gegeben!" rieb er sich mit ernstem Blick die besagte Stelle und hielt Abstand. Verwirrt schaute das Mädchen ihm in die Augen, sah aber keinerlei Verbindung zu den vorherigen Geschehnissen. Ihre Kameraden meidend überstand sie den Tag ohne weitere Vorkomnisse und flüchtete auf direktem Wege nach Hause. Dort angekommen stolzierte sie in die Küche und suchte nach dem Verbandskasten, aus dem sie sich das Zeug nahm um ihre Verbrennung zu verdecken. Auf dem Weg zu ihrem Zimmer begegnete sie dem Kater, den sie am Morgen in die Flucht geschlagen hatte und kniete sich vor diesen. "Hallo kleiner Teufel, tut mir leid wegen heute morgen" murmelte sie dem Tier entgegen und kraulte ihm über seine kleine Narbe, an der kein Fell mehr wuchs, über dem Kopf. Laut fauchend sprang dieser auf als sich bei ihrer Berührung weitere kleine Schriftzeichen auf der nackten Haut des Katers abzeichneten. Erneut suchte das Tier panisch das Weite und ließ die junge Frau in ihrer Verwirrung allein. Mit schnellen Schritten rannte sie die Treppe hinauf und sprang in ihr Schlafzimmer und klappte den Laptop auf. Überfordert mit der Situation wusste Shiori nicht wonach sie suchen sollte, fing an einzelne zusammenhangslose Worte in die Suchmaschine zu tippen. Wort für Wort war sie erfolglos. //Wie war denn nochmal der Name dieses Volkes?// fragte sie sich ungeduldig bis sie endlich auf die Antwort kam und diese eingab. Ihre Eingabe brachte sie auf eine weniger professionell wirkende Website. Dabei wusste die Blondine nicht, dass sie mit dem Aufrufen der Seite einen Alarm in der Unterkunft der verbliebenen des Stammes auslöste.
      A heart's a heavy burden.

    • Es war Sommer. Und Sommer bedeutete, dass die Leute unterwegs waren. Sie kauften ein, gingen spazieren, trafen sich mit Freunden, saßen draußen in Cafés und tranken Wasser und verwässertes Bier. Man sollte doch wirklich meinen dass ein junger Mann im strammen Alter von 26 Jahren an einem so wunderbaren Tag etwas besseres zu tun hatte, als in einem geschlossenen Raum mit künstlichen Tageslicht auf einen tropfenden Wasserhahn zu starren.

      Ray hatte keine Ahnung wie lange er nun schon auf diesen Wasserhahn starrte. Völlig gelangweilt rutschte er mit seinem Hintern tiefer in den Bürostuhl, während er seine Füße über Kreuz auf den Schreibtisch abstellte.
      Ein erneuter Blick auf den PC Bildschirm vor ihm, verriet ihm das sich seid den letzten 93 Sekunden - in dem er auf den Bildschirm geschaut hatte - nichts geändert hatte. Wieso hatte er Kenzo doch gleich nochmal versprochen das er das hier für ihn tun würde?
      Achja, man nannte es auch 'Ein Gefallen'. Hätte sein älterer Kumpel nicht ganz dringend etwas in der Stadt zu erledigen gehabt, hätte er dieses Angebot dankend abgelehnt. Denn es gab nichts langweiligeres als in diesem Büro zu sitzen und den Bildschirm zu bewachen.

      Sein Blick glitt zurück zu dem Wasserhahn, aus dem noch immer unaufhörlich Wasser heraus tropfte. Seufzend hob er seine Hand und spreizte seine Finger. Wie jedes mal wenn er seine Kräfte aktivierte, fing sein gesamter Körper an zu kribbeln. Dieses kribbeln bündelte sich dann und schoss wie eine Rakete durch seinen Arm, bis hin zu seiner Hand, die kurz darauf anfing zu leuchten. Ein warmes Licht -wie von einer untergehenden Sonne- umhüllte seine komplette linke Hand. Er konzentrierte sich auf den Wasserhahn. Manifestierte in seinen Gedanken einen Zeitpunkt zu dem er den Wasserhahn zurück drehen wollte. Zurück zu einem Zeitpunkt, an dem er noch keinen Mangel aufwies und undicht wurde. Dabei fing er an ganz langsam seine Hand zu drehen, so als wenn er einen Ball in der Hand besäße den er herum drehte um ihn sich anzusehen. Optisch mochte man am Wasserhahn nicht viel bemerken, außer das der ein oder andere Kratzer an der Armatur verschwand, doch schon nach kürzester Zeit, hörte das tropfen auf.

      Na geht doch, grinsend und zufrieden blickte er zu dem Wasserhahn der nun endlich Ruhe gab.

      Natürlich hätte er ihn auch einfach reparieren können, wie jeder andere es wohl auch getan hätte. Aber dazu war er gerade schlichtweg zu faul gewesen. Seufzend ließ er seine Hand wieder sinken. Er wollte gerade aufstehen um sich etwas zu trinken zu holen, als plötzlich ein Rotes Licht im Raum blinkte und der Alarm los ging. Völlig perplex da er damit so gar nicht gerechnet hatte schoss sein Kopf zu dem PC Bildschirm herum. Ein kleines Grinsen zeichnete sich auf seinen Lippen ab als er mit dem Bürostuhl etwas näher an den Schreibtisch rutschte. "Na das ist ja mal was neues...", murmelte er zu sich selber. Es war wirklich lange her das der Alarm das letzte mal los gegangen war. Umso besser das er nun die Ehre hatte sich darum zu kümmern.

      Ein Passwort und Drei Klicks später, wurde ihm auch schon der genaue Standort der Person mitgeteilt die die Homepage aufgerufen hatte. Schnell notierte er sich die Straße als auch die Hausnummer, ehe er den kleinen Zettel abriss und den Alarm ausschaltete.
      "So dann wollen wir doch mal sehen..." Hoch motiviert und mit neuer guter Laune, stieß er den Stuhl nach hinten und erhob sich.
      Bei den letzten Malen, war Kenzo immer mit dabei gewesen wenn sie jemand neues gefunden hatten. Vielleicht war es diesmal ganz gut das sein älterer Freund keine Zeit hatte. Es wurde mal Zeit das er auch alleine solche Dinge regeln konnte.

      Schnell steuerte er die Tür an und ließ das Büro hinter sich. Vor ihm erstreckte sich unendlich viele Gabelungen. Wenn man sich hier nicht auskannte, würde man sich wohl schnell verlaufen können. Die ganzen Gänge waren in einem schlichten weiß gehalten.
      Es waren weder Bilder noch Dekorationsartikel an ihnen wieder zu finden. An der Decke selbst waren bloß Tageslicht Strahler eingebaut, die dem Licht der Sonne am nächsten kamen. Es war nicht dieses kalte künstliche Neon Licht. Es war ein warmes angenehmes Licht, dass die sonst so kalten weißen Wände wenigstens etwas wärme gaben.
      Zügig bog er an der nächsten Gabelung links ab. Er musste noch schnell sein Handy aus seinem Zimmer holen, dann konnte er auch schon los gehen.

      An seinem Zimmer angekommen, hielt er seinen linken Armreif gegen einen Schalt Mechanismus, der die Tür öffnete. Jeder der hier lebte, besaß so eins. Nur das er das Privileg besaß mit unter das größte Zimmer zu haben. Nachdem die Tür auf war, trat er auch schon schnell ein und schnappte sich sein Handy vom Nachttisch.
      Noch während er sein Zimmer wieder verließ, gab er die gesuchte Adresse ein. Er lebte zwar schon sehr lange hier, aber alle Straßen kannte er nun auch nicht. Während er also auf sein Handy die Adresse eingab, lief er Gemeinschaftsraum, sowie dem Trainingsraum vorbei. Jeder der an ihm vorbei lief, grüßte ihn herzlichst oder winkte ihm zu.

      Es gab wirklich niemanden mit dem er sich nicht verstand. Und ebenfalls auch nur wenige die er nicht ausstehen konnte. Eigentlich, wenn er so darüber nachdachte, gab es niemanden. Selbst die wenigen unter ihnen die griesgrämig waren konnte er gut leiden.
      Er wusste einfach wie er sie zu nehmen hatte und akzeptierte ihren Standpunkt. Jeder hier vertrat seine Meinung und das war auch gut so. Ihm war einfach wichtig dass sie alle in Harmonie miteinander lebten. Immerhin zogen sie alle an einem Strang.
      Nachdem er auf seinem Handy alles soweit eingegeben hatte, steckte er es zurück in die Hosentasche.
      Das was er hier als 'Zuhause' bezeichnete, war in Wahrheit nichts anderes als ein auf 2 Etagen groß ausgebautes Unterirdisches System.
      Lange lange vor seiner Zeit schon, hatte man damals einen Bunker unter einer Kneipe gebaut gehabt. Dieser diente damals schon als Schutz für das Sonnenvolk. Angefangen mit fünf Leuten, hatten sie sich ziemlich schnell vergrößert. Ein paar der Ältesten die noch unter ihnen lebten, hatten dazu beigetragen dieses System zu errichten. Sie hatten Gänge gebaut und ihre Räumlichkeiten hergerichtet.
      Nach einigen Jahren waren dann weitere Leute des Sonnenvolkes zu ihnen gestoßen. Und so kam es das immer mehr davon erfuhren sie aufsuchten. Damals war es jedoch längst nicht so modern gebaut wie heute.

      Ein kleines schmunzeln bildete sich auf seinen Lippen als er daran zurück dachte. Das einzige das sich seid Jahren kaum verändert hatte, war die Kneipe, die als Versteck diente. Und durch genau jene Kneipe musste er nun durch gehen.
      Angekommen bei der schweren Eisentür, öffnete er diese ehe er die Treppen hoch stieg und dort eine Falltür öffnete die zum Keller der Kneipe führte. Ab hier, würde er nun vorsichtiger sein müssen. Auch wenn man es ihm nicht direkt ansah das er vom Sonnenvolk abstammte, so hatten die Jäger dieser Generation inzwischen Mittel und Wege gefunden sie aufzuspüren.

      Jäger. Der Abschaum dieser Welt. Genau das Gesindel, von dem man die Welt rein waschen müsste. Es gab Zeiten, da hatte er noch nicht so abfällig über diese Menschen gedacht. Doch seid er mit seinen eigenen Augen mit ansehen musste, wie sein bester Freund von einem umgebracht wurde. Hatte sich seine Meinung schlagartig geändert.

      Vorsichtig lief er die Kellertreppe hoch, ehe er durch eine Tür hinweg durch die Taverne lief und sich nach draußen begab.
      Die Besitzer der Taverne wussten von dem Volk unter ihnen. Sie lebten bereits Generationen mit dem Sonnenvolk zusammen und hüteten ihr Geheimnis.

      Draußen angekommen zog er sich rasch die Kapuze seines Mantels tief ins Gesicht. Er wollte es einfach vermeiden erkannt zu werden.
      Erneut zog er sein Handy heraus und blickte auf die Map während er seinen Weg fortsetzte.
      Er hätte wirklich nicht gedacht das er so einen weiten Fußmarsch vor sich haben würde, als er den Weg zu Fuß angetreten ist.
      Doch 38 Minuten später, war er dann endlich am Ziel.

      Mal sehen wer hier auf mich wartet...

      Sorry, but I don’t trust anything that bleeds for five days and doesn’t die
      .......
    • Neu

      Mit dem Finger auf dem Scrollrad durchstöberte sie die Internetseite, auf der einige Informationen zum Sonnenvolk zu finden waren. Die meisten dieser Daten hatte sie bereits im Museum überflogen. Wie sie gelernt hatte, handelte es sich um eine Menschengruppe, die über besondere Fähigkeiten verfügten. Dabei gab es unterschiedliche Ausprägungen, während sich einige Kräfte von Geburt an offenbarten, gab es auch einige, die sich erst nach dem Kontakt mit dem Sonnenstein entwickelten. Selbst nach der Ausrottung des Klans, gibt es Truppen, die die Überreste des Sonnenvolks zerstören wollen, die Jäger. Obwohl sie nicht wirklich verstand was sie ließ, machte sich ein unwohles Gefühl in ihr breit und zog sich von ihrer Magengegend bis hin zu ihrer Brust. Das ist doch nur ein Ammenmärchen genau wie Vampire und Werwölfe! dachte sie sich kopfschüttelnd ehe sie auf ihre verbundene Handfläche niederblickte. "Vielleicht träume ich ja einfach..." murmelte sie leise vor sich hin und schaute dabei zu ihrem gemachten Bett. Ihre Eltern waren glücklicher Weise auf der Arbeit, niemals hätte sie ihnen erklären können was in ihr vorging. All die Recherche führte zu nichts und ihre Gedanken kreisten sich nur noch mehr als zuvor. Verzweifelt vergrub sie ihr Gesicht in beiden Händen, seufzte unzufrieden ehe sie den Blick wieder hob. So konnte es nicht weiter gehen. Sie packte sich ihr Handy, schob es sich in die Hosentasche und lief die Treppe hinunter aus der Tür heraus. Ein Spaziergang würde ihr gut tun. Vielleicht bildete sie sich das alles nur ein. Einen kleinen elektrisch geladenen Schlag zu bekommen, wenn man sich berührt, das kennt man doch, noch längst kein Grund zur Sorge.

      Draußen angekommen atmete das junge Mädchen tief ein und aus und setzte sich in Bewegung. Obwohl Shiori es liebte in der Stadt zu leben erfreute sie sich doch immer wieder daran, in der Nähe einen Wald zu haben. Häufiger spielte ihre Familie mit dem Gedanken sich einen Hund anzulegen doch mit dem grummligen Kater entschieden sie sich doch immer wieder dagegen. Nichtsdestotrotz wanderten sie immer wieder in dem Wald umher, genossen den kleinen Fleck Natur in der sonst so überfüllten City. Hier konnte das junge Mädchen ihre Ruhe finden, einfach mal abschalten und Abstand gewinnen. Für eine Weile folgte sie dem Trampelpfad, lauschte dem Rascheln der Bäume und den Blättern, unter ihren Füßen. Obwohl sie alleine unterwegs war, wurde sie das Gefühl nicht los beobachtet zu werden. Nervös schaute sie über ihre Schultern, doch sah weit und breit nichts. Du verlierst langsam den Verstand ermahnte sie sich selbst und veruschte sich zu beruhigen. Weiter streifte sie im Wald umher bis sie ihren Lieblingsplatz erreichte.

      Auf die Lichtung fiel der sanfte Sonnenschein der Mittagssonne. Diese genießend ließ sie sich für einen Moment auf das grüne Gras der Wiese nider. Am liebsten wäre sie dort liegen geblieben, hätte all ihre Sorgen und Gedanken verdrängt und eins mit der Natur geworden doch das ging nicht. Um zu sich zu kommen entschied sie ein wenig Sport zu machen. Yoga half ihr schon oft ihre Gedanken zu ordnen. Mit einem Satz drückte sie sich vom Boden und streckte sich zur Sonne. Schwungvoll wechselte sie die Pose, ließ ihre Arme im Gras versinken und schmiss ihre Beine in die Lüfte. Im Handstand verweilte sie für einige Sekunden, nahm erneut einen tiefen Atemzug und öffnete die Augen. Schokiert weitete sich ihr Blick als sie eine dunkle Gestalt im Wald sah, verlor das Gleichgewicht und fiel aus dem Handstand. Unweich landete sie auf ihrer Seite und schaute panisch um sich. Hatte sie sich wieder was eingebildet oder sah sie richtig?
      A heart's a heavy burden.

    • Neu

      Gut versteckt hatte er an einen Baum gelehnt gestanden während sein Blick sich auf das Haus richtete in dem seine Zielperson war. Der einzige Nachteil bei dieser Beschattung war es, dass es noch immer Tag war. Oftmals war es gar nicht so einfach die Zielperson ausfindig zu machen, vor allem dann wenn sie in einem Mehrfamilienhaus mit anderen zusammenlebten, oder kaum bis nie die Wohnung verließen.
      Er würde also Geduld brauchen bis sich die Person erkenntlich macht. Aber Geduld und Zeit war ja etwas, was er zu genüge hatte.
      Daran mangelte es ihm also nicht. Es war viel mehr die Langeweile die oftmals dabei aufkam. Vor allem wenn Zeit keinerlei Bedeutung hatte.

      Mit einer Hand griff er gemütlich in die Seitentasche seiner Jacke, um die dort gelagerten Lutschpastillen mit Minze Geschmack heraus zu fischen. Als er sie heraus geholt hatte, öffnete er die Packung und ließ 1 Pastille in seine andere freie Hand fallen, ehe er die Packung wieder weg steckte und sich das Minzbonbon in den Mund warf. Beiläufig zog er dann nochmal sein Handy heraus nur um die Uhrzeit zu prüfen ehe er seinen Blick wieder auf das Haus richtete. Und es dauerte auch gar nicht mal so lange, da öffnete sich unten auch schon die Haustür. Sein Blick fiel auf eine junge Frau mit aschblonden langen Haaren. Sie wirkte auf den ersten Moment sehr zierlich auf ihn, doch das wohl größte Merkmal von allen war ihre unbeschreibliche Schönheit. Das erste woran er denken musste, war eine griechische Gottheit.
      Stirnrunzelnd schüttelte er den Kopf über diesen Gedanken. // Jetzt spinnst du aber total// dachte sich Ray als ihm diese Gedanken überkamen. Doch abgesehen von ihrer äußerlichen Erscheinung, überkam ihn wie sonst auch der innere Instinkt der ihm verriet das er bei dieser Person am richtigen Ort war. Schnell zog er sich ein wenig mehr hinter den Bäumen zurück während sein Blick sie verfolgte.

      Mit großen Abstand und immer stets auf der Hut, um nicht nur von ihr entdeckt zu werden sondern auch um nicht von Passanten erwischt zu werden, folgte er ihr. Zwar hatte sein Gefühl ihn noch nie getäuscht in all den Jahren, doch sicher gehen konnte er sich erst wenn sich ihre Kräfte offenbarten. Es wäre alles viel einfacher wenn er sie einfach darauf ansprechen könnte und sie direkt fragen könnte. Doch leider kam es gerade in den letzten Jahren immer häufiger zu Überfällen von Jägern. Weshalb er einfach doppelt so vorsichtig sein musste.

      Die junge Frau schien in den Wald hineinzugehen. Ein Vorteil für ihn war es, das er sich hier besser verstecken konnte.
      Sie ging solange weiter bis sie an einer Lichtung ankamen. Ray dachte eigentlich das sie weiter gehen würde, weshalb er sich nicht sofort hinter einen Baum versteckte, als sie plötzlich einen Handstand machte. // Shit...//

      Schnell machte er einen Satz hinter den Baum. Hatte sie ihn wohl gesehen? Es brachte alles nichts, er musste einen Blick wagen.
      Ohne zu zögern schloss er seine Augen und konzentrierte sich. Er fokussierte seine Kräfte allein auf die kleine Fläche der Lichtung. Mit ausgestrecktem Arm und gespreizter Hand hielt er die Zeit an. Ganz langsam - so als würde er einen kleinen Handball in der Hand zerquetschen- schloss er seine gespreizten Finger zusammen. Es war ein Gefühl, wie als würden eine Millionen Stromschläge durch seine Hand sausen - nur das sie längst nicht so schmerzhaft waren - jedoch kribbelte sein ganzer Arm dabei. Die Zeit anzuhalten, war mitunter eines der anstrengendsten Dinge für ihn. Vor allem wenn sich seine Kraft auf große Orte bezog. In einer vollen Innenstadt, wo Menschen Tiere und ständige Bewegung herrschte, würde ihn das deutlich mehr Kraft kosten als auf einer so ruhigen Lichtung. Diese kleine Bewegung die er ausführte, dauerte nicht länger als 10 Sekunden. Und schon stand die Zeit um ihn herum still. Jegliche Vögel, jegliche Tiere oder Partikel die dort umherflogen, standen still.

      Sofort trat er hinter dem Baum hervor und blickte sich rasch um. Der Blick der Jungen Frau war verwirrt zur Seite gerichtet. Sie lag am Boden. Anscheinend hatte sie ihn doch bemerkt gehabt. Langsam ging er auf sie zu. Er umkreiste sie einmal und beschaute sie sich ehe er sich vor sie zu Boden hockte. Nachdenklich legte er seine Stirn in falten während er ihr Gesicht betrachtete das völlig versteinert durch ihn hindurch zu blicken schien.

      "Mein Gefühl hat mich noch nie getäuscht..." murmelte er nachdenklich zu sich selbst während er den Kopf schief legte und sie weiter anblickte. "Hmm..." Nachdenklich hob er eine Hand. Er dachte gar nicht groß darüber nach. Es war vielmehr eine nachdenkliche Geste, als er seine Hand nach ihr ausstreckte, um ihr eine Strähne hinters Ohr zu streichen. Doch in genau diesem Moment. In der Sekunde als er ihre Wange mit seinem Finger berührte, durchfuhr ihn ein kurzer heftiger Schmerz. Nur für den Bruchteil einer Sekunde hatte er noch erkennen können wie etwas leuchtendes auf seinen Finger übergehen wollte, doch er hatte es nicht so schnell erkennen können.
      Durch den heftigen Schreck und der Kombination des Schmerzes, war er von der Hocke auf seinen Hintern gelandet und Zeitgleich löste sich die Zeitstarre. "Verdammt!" fluchte er lautstark als er auf seinen Hintern landete und sich den Finger dabei noch festhielt.

      Es gab genau zwei Dinge die eine Zeitstarre auflösten. Zum einen war da die Zeit selbst und zum anderen war es der Schmerz.
      Die fehlende Konzentration hatte in seinem Fall jetzt dazu geführt dass er sie abrupt auflöste. Unter anderen Umständen wäre die Lichtung weitere 5 Minuten erstarrt gewesen. Hierbei kommt es aber auch immer auf seine eigene Verfassung drauf an.

      Nachdem das brennen in seinem Finger langsam wieder nachließ, fiel seine Aufmerksamkeit auf das nächste Problem.
      Er saß genau vor ihr. Und für sie musste er ja aus dem nichts aufgetaucht sein.
      Fast schon Zeitlupenartig wanderte sein Blick vorsichtig an ihr hoch ehe er ihr in die Augen schaute und mit einem schiefes Grinsen ein verlegenes "Hehe...Hi" von sich gab.

      Sorry, but I don’t trust anything that bleeds for five days and doesn’t die
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