Die Diamantenprinzessin [Michiyo & Nat]

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    • Eine leichte Briese zog durch die mittlerweile leer gefegte Handelsstraße und zerstäubte die ohne hin schon zerzausten, blaugrünen Haare des Söldners, der sich durch die Gassen schleppte. Die Nacht brach zu dieser Jahreszeit schneller und dunkler heran als sie es in den vergangenen, warmen Sommertagen tat, ganz zur Freude des jungen Mannes. Er liebte es in der Dunkelheit seine nächtlichen Rundgänge zu machen bevor er sich im Gasthaus ein kühles Bier genehmigen würde. Wenn es dem jungen Herren danach gelüstete, würde er statt der Schenke das Badehaus aufsuchen, wobei der attraktive Söldner selten Probleme hatte im Gasthaus hübsche Mädchen für den Beischlaf zu gewinnen. Gespickt von einigen kleineren Blessuren, die Makkuro den Tag über in der Verrichtung seiner Pflicht gesammelt hatte, hielt der Krieger am Stadttor inne. Zwei schwerbekleidete Ritter standen wie immer Wache, nicht nur um die Mauern der Stadt zu bewachen, sondern auch um die Wegzolle einzutreiben. "Makkuro Kisame ein bisschen spät dran, müsstest du nicht schon in der Herberge ein kühles Nass genießen und die Weiber umgarnen?" rief ihm einer der Beiden zu während der andere ihm respektvoll zunickte. Mit einem schelmischen Lächeln begrüßte der Söldner seine Kollegen. Durch seinen Beruf und der dafür brennende Leidenschaft erlangte der dreiundzwanzig jährige schnell an Ansehen und sein Name machte die Runde, war häufig Inhalt des Getuschels der niederen Bevölkerung. Unter den Kriegern kannte man sich, doch pflegte Kisame nur selten Kontakt zu seinen Kollegen, arbeitete er lieber im Alleingang. Doch auch der Einzelgänger musste sich hier und da eingestehen, einige Aufträge nicht alleine bewältigen zu können wenn es darum ging eine größere Legion zu bezwingen. Häufig stürzte dieser sich jedoch auch in Auseinandersetzungen in denen er gegen eine Handvoll Männer antrat. "Gerade auf dem Weg dorthin und ihr?" Erwiderte er ihnen und stapfte vorbei, blickte nochmal über seine Schulter zu ihnen zurück um auf eine Antwort zu warten. Seine gelbgoldfarbigen Augen ähnelten dem Blick einer bedrohlichen Raubkatze, mit einer mandelförmigen Pupille. "Wir sollten gleich abgelöst werden und schließen uns gerne an." Gemeinsam machten sich die Kämpfer auf den Weg zur Lokalität und setzen sich dort an einen der freien Tische. Schon beim Betreten ruhten alle Blicke auf den dreien. Die Gaststätte war nicht sonderlich gefüllt, waren die meisten Bürger schon im Bett und das Nachtleben breitete sich aus. Neben den Kriegern verteilten sich Feudalherren und einige angesehene Männer im Lokal, während die Bediensteten um diese herum schwirrten. Viele von diesen, junge Frauen mit Ehrfurcht und rosa gezierten Wangen. Sich erschöpft auf den hölzernen Stuhl senkend, entwich dem Söldner ein kurzes Seufzen. Er verrichtete seine Aufgaben gerne, war ein flinker und sehr guter Kämpfer aber fehlte ihm in letzter Zeit die Herausforderung. Überschüttet in Geld und Reichtum langte es ihm nach mehr, einem größeren Schatz, einem neuen Ziel welches seine Leidenschaft erneut entfachen konnte. Als eine junge Frau an den Tisch trat um die Wünsche der Männer entgegen zu nehmen, orderten sie sich ihre alkoholischen Getränke und Makkuro ließ seinen Charm spielen. Mit wenigen Worten, seinem frechen Lächeln und einem Ausdruck in den Augen, die vor Hunger und Gier strotzten umgarnte er diese bis sie sich verlegen mit einem leisen Kichern davon machte. "Jung und gut aussehend müsste man sein!" lachte ihn sein Kollege an, beneidete die Leichtigkeit, die der Türkishaarige mit dem weiblichen Geschlecht an den Tag legte. Damit hatte dieser gar nicht mal so unrecht. Kisame war sehr jung beachtete man seinen Ruf. Kaum einer in seinem Alter hatte so viele Erfolge auf dem Schlachtfeld zu verzeichnen. Seine Erfolgsrate lag bei neunundneunzig Prozent und war dafür bekannt sich noch so schweren Herausforderungen anzunehmen. "Eine Kleinigkeit." winkte er nur ab und wollte nicht über seine Talente prahlen. Dabei gab es nicht mal ein großes Geheimnis wie er es anstellte, war er lediglich weniger widerwertig im Umgang mit dem zarten Geschlecht. Der junge Mann wusste, dass sie nicht wie gebärfreudige Objekte behandelt werden wollten. Ein freundliches und trotzdem bestimmtes Auftreten reichte bereits um seinem Gegenüber zu signalisieren, dass er lediglich Erleichterung wollte statt sich den Frauen aufzuzwingen und sie mit Gewalt zu seinen Gunsten brachte. Als das erfrischende Getränk serviert wurde, stießen die drei an und nahmen alle samt einen großen Schluck. Der Abend nahm seinen Lauf, mehr und mehr Bier floss die Kehlen der Männer herab, während einige mit Weibern im Schlepptau aus der Gaststätte taumelten. "Und wann machst du dich auf die Suche nach der Lady Kagayaki?" hickste der eine schon deutlich angesäuselt, während der nur auf fragende Blicke als Antwort stieß. "Lady Kagayaki Kuria!" widerholte dieser immer noch lallend. "Sag mir nicht du hast noch nicht von der Geschichte gehört?" stieg der andere ins Gespräch ein, schauten sie ihn beide nun verwundert an. Auch wenn es als gesund galt den Alkohol im Rausch zu konsumieren war Kisame kein Fan davon sich bis in die Entscheidungsunfähigkeit zu betrinken. Als Schweigen die einzige Antwort war, die die beiden erhielten begannen diese dem jungen Mann von einer Legende zu erzählen. Schon einige Zeit kursierte das Gerücht über eine junge Frau, dessen Haut so zart und blass wie eine Schneeflocke im Winter war. Sie allein sollte einen Schatz beherbergen, der alle Kostbarkeiten der Welt übertraf - einen riesigen, glasklaren Diamanten, den sie in ihrem Herzen trug. Geziert mit diesem Reichtum leuchteten ihre Haare, Augen und sogar ihre Wimpern in den schönsten regenbogenfarben, die das menschliche Auge erblicken konnte. Allein reiste sie durch die Städte und galt mit ihrer Schönheit und einem äußert gebärfreudigem Becken als ein wahrer Männerschwarm. Mit großen lüsternem Blick begannen die Augen des jungen Söldners regelrecht an zu strahlen als könnte er den Diamanten genau vor seiner Nase sehen. Da war sie, seine Leidenschaft, die neue Herausforderung die er sich ersehnte. Lady Kagayaki Kuria, die Diamantenprinzessin sollte sein neuer Auftrag sein. Am nächsten Morgen würde er sich daran setzten so viele Informationen über die Frau zu sammeln und sich auf die Suche zu begeben doch vorerst genoss er noch sein Bier bis ein rötlicher Schimmer seine Wangen zierte und es für ihn Zeit wurde das Lokal mit einem zarten Blümchen zu verlassen.
      A heart's a heavy burden.

    • Der nächste Tag war der Tag aller Tage. Wiedermal war es soweit und die Diamantenprinzessin sollte heute Nacht das kleine Dorf Agarnitat besuchen. "Taro!" rief eine junge Frau mit langen, dunkelbraunem Haar aus dem Fenster. Sie lehnte sich schon fast raus. "Jetzt beeil dich doch mal bitte! Ich brauche noch Garn!" - "Ja!" rief ein junger, schwarzhaariger Mann zurück der gerade den Schweinen das Futter in den Trog goss ehe er sich mit seinem Arm die Stirn vom Schweiß befreite. Mit einem breiten Schmunzeln auf den Lippen sah er in die Morgensonne und seufzte. Nach so vieler Zeit würde er seine Freundin endlich wieder sehen. Kuria kam Taro und seine beiden Schwestern Maya und Kaya öfter mal besuchen und dies war natürlich nicht gerade ungefährlich, weswegen sich Taro auch immer etwas Sorgen machte bis sie schließlich hier war. Die drei Geschwister führten ein einfaches Landleben und man konnte bei ihnen oftmals Unterschlupf bekommen, denn sie hatten genug Platz. Maya war nun das zuständige Familienoberhaupt und eigentlich hätte sie schon längst einen guten Mann finden und heiraten sollen, doch leider vermochte das Schicksal andere Wege mit ihr zu haben. Ihre Eltern starben hatte sie sich ihrer Geschwister angenommen und ihr eigenes Glück zurückgestellt.

      Natürlich hatte es Interessenten gegeben, jedoch wollte Maya ihre beiden Geschwister nie alleine lassen und da die Männer kein Verständnis zeigten wurden sie abgelehnt. Gerade saß die junge Frau im Nähzimmer des großen Bauernhauses und nähte einen Ärmel an ein Kleid, dass sie gerade für die Besucherin fertig stellte. Sie wusste nicht was dieses Mädchen an sich hatte, dass sie immer wenn sie kam eine Hose trug, aber es war doch wichtig seine weibliche Seite zeigen zu können. Jetzt wollte die junge Frau sie damit überraschen. Kaya selbst, die jüngste im Bunde war dabei die Kühe zu füttern um sich danach mit ihren Freundinnen aus dem Dorf treffen zu können. Schule stand natürlich an erster Stelle. Der junge Mann mit der sonnengebräunten Haut stand nun in der Kuhstalltür und lehnte sich leicht an diese ehe er seine Schwester musterte, wie sie mit der Mistgabel das frische Gras in den Trögen der Kühe verteilte und diese zulangten, als hätten sie schon seit Jahren nichts mehr gegessen. "Anstatt in der Tür zu stehen und auf Macho zu machen, könntest du mir zur Hand gehen!!" erklang schroff von der kleinen. Hochrot lief Taro an ehe er sie ansah und sofort in den geraden Stand über ging. "Wa..hab ich doch gar nicht!" erwiderte er nun peinlich berührt ehe er sich seine Mistgabel schnappte und seiner kleinen Schwester zur Hand ging. Sie selbst musste nur lachen. Ja es war ein idyllisches Familienbild, aber das war nicht immer so. Als die Arbeit geschafft war und alle Tiere versorgt waren sah Taro zu Maya hinunter und diese erwiderte seinen Blick als die beiden ins Haus gingen. "Du weißt dass sie heute kommen sollte ja?" - "Ja doch.. ich bin doch nicht doof" das Glück der drei war gewesen, dass sie Lesen und Schreiben konnten, was unüblich war für Bauerskinder. Eigentlich war es unter deren Rang jedoch somit hatten sie sich schon mal mehr Ansehen erarbeitet. Somit gingen die beiden nun hinunter ins Dorf während Kaya zuhause blieb und schon mal das Essen vorbereitete. Es war immer so, dass der junge Mann mit seiner Schwester am Marktplatz erschien, doch heute kaufte er mehr ein als normalerweise und sofort wurde er von ein paar Leuten besonders alten Frauen angesprochen.

      "Oh Taro, habt ihr einen Gast?" - "Ah.. noch nicht" kam verlegen lächelnd von ihm. "Oh hast du eine Freundin?" - "Ehehe.. nein" Maya selbst verabschiedete sich beim Marktplatz immer denn es wurde Zeit in die Schule zu gehen. Als Taro dann weiterging fingen immer viele an zu munkeln und manche tuschelten sogar richtig. "Ich wette sie ist es wieder.." flüsterte eine und die andere nickte. "Du meinst das Regenbogenmädchen?" - "hmhm.." hier in Agarnitat hörte man viel, aber es drang selten nach draußen. Doch diese Information über Kuria war schon lange bekannt, dass sie einen Freund hätte den sie immer wieder mal besuchen würde...