Avatar: Legend of Ursa - The Lost Mother [Unravel & Michiyo]

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    • Avatar: Legend of Ursa - The Lost Mother [Unravel & Michiyo]

      Vorstellung: Avatar: Legend of Ursa - The Lost Mother [Unravel & Michiyo]

      Am Tag des Kometen will Feuerlord Ozai mit einer Flotte von Luftschiffen das gesamte Erdkönigreich niederbrennen doch das Team Avatar stellt sich ihm in den Weg und es gelingt ihnen durch die Unterstützung des Avatar den Feuerlord endgültig zu stürzen. Damit ist der Krieg beendet und Prinz Zuko wird der neue Herrscher der Feuernation. Dieser gelobte, die Welt wieder aufzubauen und mit den anderen Nationen in Frieden zu leben.

      Ozai ist besiegt und befindet sich, seiner Bändigerfähigkeiten beraubt in Kriegsgefangenschaft. Zuko, der widmet sich eine ganze sich dem widerhergestellten des Friedens und begibt sich auf die Suche nach seiner vor Jahren verschwundenen Mutter. Obwohl die vier Nationen wieder in Freiheit und Harmonie leben sollten, kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Feuer- und anderen Bändigern, da einige immer noch der Meinung waren, die überlegenere Nation zu sein. Aber auch die anderen Nationen sahen ihre Chance im Sturz des Tyrannen Ozais. Aus allen vier Elementen zeigen sich vereinzelnd Bändiger, die sich an der Feuernation für ihre Jahre lange Folter rächen wollen. Auf der Suche nach Spuren seiner Mutter begegnete der Feuerlord verschiedenen Personen, die ihn auf seiner Reise begleiten aber auch einige, die für Ärger sorgten.
      Würden die vier Nationen tatsächlich in Frieden leben können? Würde der Sohn des Tyrannen als Feuerlords akzeptiert werden? Was hatte es mit dem verschwinden von Zukos Mutter Ursa auf sich? War sie tatsächlich noch am Leben? Würde es Zuko und seinen neuen Freunden gelingen sie zu finden?
      Zuko: @unravel
      Yukari:
      @Michiyo
      A heart's a heavy burden.

    • Es war nun einige Zeit vergangen, Zosins Komet zog vorbei, der neue Feuerlord wurde gekrönt und allmählich kehrte Frieden im Land ein. Die letzten Besatzungen der Feuernation rückten ab, lediglich die Kolonien sollten weiterhin bestehen bleiben. In all dem Trubel und Aufwind sah sich Yukari endlich dazu bereit, den nördlichen Wasserstamm zu verlassen. Sie wollte nicht nur ihre Hilfe den Kriegsopfern anbieten, sondern auch ihren Wissenschatz erweitern. Tief im inneren jedoch, wollte die junge Frau einfach den Soldaten finden, der ihre gesamte Familie auslöschte und sie somit als Waisenkind zurück ließ. Die weißhaarige war Arnook und seiner Familie unendlich dankbar für alles was sie ihr gegeben hatten, den Halt und die Liebe, nie das Gefühl eine außenseitige zu sein. Trotzdem wurde sie diese Leere in ihrem Herzen nie los, zu groß war der Wunsch nach der eigenen Familie. Blut war eben doch dicker als Wasser und nicht zu wissen wieso und durch wen sie ihr Leben ließen, gab der siebzehn jährigen keine Ruhe. So machte sie sich nach reichlicher Vorbereitung und Recherche auf den Weg in die Feuernation. Auch wenn sie nicht wusste wer ihre gesuchte Person war, wusste sie zumindest welcher Nation und welcher Flotte dieser angehörte. Vielleicht war das ganze auch schon viel zu lang her und sie würde nie antworten finden doch sie wollte es zumindest versucht haben. Ihren treuen Begleiter und besten Freund Fuyu, den kleinen Polarfuchs konnte sie nur bis zur Nationsgrenze des Wasserstamms mitnehmen. Zu groß war ihre Sorge, dass er die Hitze in der Feuernation nicht gewachsen wäre. Nachdem der Teenager nicht nur ihre Eltern, sondern auch noch ihre beste Freundin Yue verlor, konnte sie das Risiko Fuyu auch noch zu verlieren nicht eingehen.
      Mit ausreichend Nahrung für die erste Zeit und leichterer Bekleidung im Gepäck machten die beiden sich gemeinsam auf den Weg.

      An der Grenze angekommen galt es Abschied zunehmen, nicht nur von ihrem Fuchs sondern auch von Arnook, der dort bereits mit einem der Bootsfahrer sprach. "Was machst du hier" lächelte sie ihren Ziehvater an. Natürlich wusste sie die Antwort bereits, niemals hätte der Anführer des nördlichen Wasserstammes seine einzig verbliebene Tochter ohne einen angemessenen Abschied gehen lassen. Mit einer innigen Umarmung fielen die beiden sich in die Arme und verweilten einen Moment lang in dieser Position. Obwohl der Krieg beendet war, gab es immer noch Rebellen und andere Kriminelle, die ihr auf ihrer Reise begegnen konnten. Besorgt schaute der braunhaarige Mann, an dessen Wurzeln schon einige graue Strähnen zu vernehmen waren seine Tochter an. "Schick einen Falken wenn du kannst, halte dich von Ärger fern auch wenn du die beste Bändigerin in unserem Stamm bist - du weißt nicht was in den Köpfen der Leute nach dem Krieg vorgeht." Überflutete er sie mit den letzten Ratschlägen die ihm in den Sinn kamen. Nickend erwiderte sie den Blick ihres Stammesoberhaupts ehe sie sich wieder in seine Arme drückte. "Ich danke euch...für alles!" mit diesen Worten verabschiedete die Wasserbändigerin sich mit feuchten Augen und ging an Deck des Schiffes, welches sie in die Feuernation befördern sollte. Die Überfahrt dauerte eine ganze Weile und gab ihr die Zeit, sich auf dem Schiff umzusehen. Viele verschiedene Nationen trafen hier aufeinander und es herrschte ein lautes Durcheinander. Seufzend suchte sie sich ein ruhiges Plätzchen, an dem sie sich zurückziehen konnte. In der Hauptstadt der Feuernation angekommen musste sie sich Gedanken über ihre nächsten Schritte machen. Wo sollte es für sie als erstes hingehen?
      A heart's a heavy burden.

    • "Und du bist dir sicher, dass du nach deiner Mutter suchen willst?" Irohs Worte schwirrten immer noch im Kopf des neugekrönten Feuerlords herum. Ein gut gemeinter Rat – vielleicht wusste Iroh auch mehr, als er vorzugeben wagte, vielleicht wusste er, was mit Ursa geschehen war und versuchte, den jungen Mann davon abzuhalten, nach seiner Mutter zu suchen.
      Aber nichts und niemand könnte Zuko heute noch davon abhalten, nach seiner Mutter zu suchen. Er war nun ein beständiger Mann, der sich von niemandem etwas vorschreiben lassen musste - er war der verdammte Feuerlord, auch wenn er diesen Ruf eigentlich nicht haben wollte. Bald schon würde er hoffentlich dafür sorgen, dass die Nationen wieder vereint waren. Er würde aus dem Namen Feuerlord mit Leichtigkeit das Wort Lord machen. Er wollte nicht so sein wir sein Vater. Noch nie. Und doch hatte er jahrelang nach der Aufmerksamkeit geeifert, die er ihm nie und nimmer hätte geben können.
      "Ja", hatte Zuko fest entschlossen geantwortet. "Ich werde auf meinen Zügen durch die verschiedenen Städte und Stämme dafür sorgen, dass ich sie finde." Und an dem Vorhaben hatte ihn so gut wie niemand abhalten können. Auch nicht sein geliebter Onkel Iroh, der über die Jahre die Aufgabe eines Vaters übernommen hatte, weil sein Bruder kläglich daran gescheitert war.

      Iroh hatte darauf bestanden, dass Zuko jemanden mitnehmen sollte, dem er vertrauen konnte. Aber Zuko war zu eigensinnig, als dass er andere in diese Angelegenheiten ziehen wollte. Zwei, drei Wachen begleiteten ihn, wenn er sich um diplomatische Sachen kümmerte, damit ihm nichts geschah. Die Menschen reagierten immer noch gehässig auf ihn, auch wenn er nichts für die schrecklichen Taten seines Vaters konnte.
      Aber wenn er auf der Suche nach Ursa war, war er zumeist nachts und alleine unterwegs.
      Und irgendwann wurde ihm das Diplomatische zu viel, sodass er seine Wachen nach Hause in die Feuernation schickte und auf eigene Faust ermittelte. Er ließ mitteilen, dass er sich für einige Wochen in Auszeit befinden würde; überließ seinem engsten Vertrauten Iroh und Aang alles andere. Er hatte ohnehin keinen Kopf dafür, ständig wieder an die Gräueltaten seines Vaters erinnert zu werden. Er hatte sie doch am eigenen Leibe erfahren müssen.

      Mit gesenktem Kopf saß er in einem kleinen Teehaus in der Nähe des Hafens der Hauptstadt. Er wusste, dass er aufpassen musste, nicht sofort erkannt zu werden. Aber er saß hier, fast jeden Abend, und wartete.
      Darauf, dass Ursa vielleicht irgendwann aus einem der Schiffe auf den Boden der Feuernation steigen würde. Ihre Verbannung hatte er aufgehoben. Und er betete jeden Tag, dass sie irgendwann auftauchen würde. Ob sie ihn erkennen würde? Ob er sie erkennen würde?
      Mit einer dampfenden Tasse Tee in den Händen blickte er zum Schiff, das frisch anlegte, wartete, und hoffte ein weiteres Mal.
      Wahrscheinlich vergebens.
      夢を諦めて死んでくれ。新兵たちを地獄に導け。
      GIVE UP ON YOUR DREAMS AND DIE.
    • In ihren Karten der Feuernation stöbernd verging die Überfahrt schneller als Yukari es erwartet hatte. Als der Gong ertönte und das Anlegen im Hafen den Gästen verkündete, stopfte sie ihre Dokumente in ihren Sack und erhob sich von ihrem Platz. Sich streckend verlieh sie ihrem Körper Bewegung und machte sich nach einem Gähner auf den Weg. Die anderen machten es ihr gleich und schon bald ging das Gedrängel an den Ausgängen los. Als das Schiff endlich anlegte und die Passagiere nacheinander an Land gehen konnten, ging alles schneller als erwartet und die junge Frau war endlich in der ihr unbekannten Nation. Eine Hektik herrschte an dem Hafen, die der siebzehn jährigen in ihrem Stamm nur selten begegnete. Händler, Soldaten und Passanten tummelten sich um die Bucht und Yukari hatte Mühe sich in dem Trubel zurecht zu finden. Mit einigen hastigen Schritten zwängte sie sich durch das Getümmel, wich einem Verkaufsstand an dem Kohl verkauft wurde aus und schaute sich am Straßenrand um. Die neuen Eindrücke überwältigten sie, die Sonne, die Wärme, all der Lärm. Alles ganz anders als im nördlichen Wasserstamm. In die Ecke gedrängt befreite sie sich erst einmal von ihrem Mantel, den sie auf der Überfahrt zwar schon aufgeknüpft hatte aber noch nicht auszog. Im Top fühlte sie sich schon um einiges wohler, erhielt aber trotzdem nicht die Abkühlung, die sie sich ersehnte. Den Mantel um den Gurt ihres Sacks werfend, schaute die weißhaarige auf die angrenzenden Läden. Diese glichen keineswegs den Lokalen aus ihrer Heimat, trotzdem versprühten einige ihren ganz eigenen Charme.
      Noch ein Mal wandte sie sich zu ihrer Umhängetasche und zog einen Zettel aus dieser, nur um kurz drauf einige Bändiger anzusprechen. "Entschuldigen Sie..." begann sie die Konversation zu einem Mann, der nicht stehen blieb um das Mädchen anzuhören. "Ich bin auf der Suche..." drehte sie sich mit ausgestrecktem Papier zur nächsten Person, die sie passierte aber auch nur ignorierte. Man sah ihr an, dass sie nicht zur Feuernation gehörte. Allein ihr leuchtend helles Haar unterschied sie von den meist dunkelhaarigen Feuerbändigern. Ihre Klamotten unterstrichen ihre Herkunft und machte ihre Nicht-Zugehörigkeit nur noch deutlicher. Ihr war bewusst, dass sie auffallen würde und nicht unbedingt auf Unterstützung stoßen würde, doch komplett ignoriert zu werden hatte sie nicht erwartet. Genervt sah sie erneut zu den Läden. Vielleicht würde ihr dort jemand helfen. Zumindest konnten sich die Leute dort nicht so schnell aus der Affäre ziehen, nur entsprach dies nicht ihrer Art. Der Wunsch Antworten zu finden war groß, doch würde sie nicht die Menschen stören, die nur versuchten ihre Erledigungen zu tätigen oder für einen Moment zu entspannen. Seufzend erblickte die junge Frau ein Teestübchen. Es war klein und sah von allen Geschäften am einladensten aus. In der Hoffnung dort ein kühlendes Glas statt eines Heißgetränks zu finden machte sie sich auf den Weg und betrat die Stube. Es war ein kleines Lokal, mit hellem Holzmobiliar und bräunlichen Stickereien als Platzdeckchen. Einen kurzen Blick in den Raum werfend, erspähte sie einen freien Tisch in einer ruhigen Ecke und stapfte auf diesen zu. Den Kleidersack ließ sie auf die Bank neben sich fallen. Der Laden war gut besucht aber nicht überfüllt. Sie verschaffte sich einen Überblick und scannte die Besucher nur um an dem markantem Gesicht eines jungen Mannes hängen zu bleiben. Eine Welle von Mitgefühl überkam sie bei dessen Anblick und verlegen wandte Yukari den Blick so schnell sie konnte ab. In ihren Gedanken vertieft wurde sie das Gefühl nicht los, diesen Mann irgendwo schon einmal gesehen zu haben. Während sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf die anderen Gäste richtete, fiel ihr auf, dass sie nicht die einzige war, die diesen Mann bemerkte. Viele der anwesenden schauten immer wieder zu diesem rüber, tuschelten vereinzelt etwas. Nachdenklich schaute sie auf ihre Finger nieder. Der Mann tat ihr Leid, schaute ihn keiner an weil er ein so hübscher, attraktiver Mann war - denn genau das war er, sondern viel eher weil dieser eine auffällige Narbe ums Auge trug oder gab es dafür doch einen anderen Grund? Das junge Mädchen aus ihren Gedanken reißend, erschien eine junge Brünette mit einer Schürze um ihren Hüften und fragte Yukari nach ihrem Wunsch. "Einen kalten Tee bitte" lächelte diese ihrer Bedienung entgegen woraufhin sie nur ein verwirrten Blick als Antwort bekam. "Aber gerne doch" nickte ihr Gegenüber schließlich und verschwand genau so schnell wie sie aufgetaucht war.
      A heart's a heavy burden.

    • Die Blicke der anderen entgingen dem jungen Feuerlord nicht. Nein, er spürte sie auf seiner Haut, als wären es eigentlich Hände, die ihre Finger nach ihm ausstreckten und ihn berührten. Er hasste es, dass man ihn ansah - aber was hatte er denn für eine andere Wahl, wenn er das Sagen über die ganze Nation hatte? Wenn sein Vater mit Schandtaten ein schlechtes Licht auf die ganze Familie geworfen und es seinem Thronfolger so schwer gemacht hatte?
      Zuko vertiefte sich tief in seinen Tee, umfasste die Tasse fest mit beiden Händen und genoss den Dampf, der aus der Brühe in seine Nase emporstieg. Sollten sie doch starren. An seiner Herkunft und seiner Aufgabe änderte das nichts - vor allem änderte es aber nichts daran, dass er nach seiner Mutter Ausschau hielt und versuchte, jene um jeden Preis zu finden.
      Doch seine Aufmerksamkeit wurde ein wenig von einer jungen Frau angezogen, die den Teeladen betrat. So schneeweiß, wie ihr Haar es war, konnte sie unmöglich von der Feuernation stammen. Und die Tatsache, dass sie einen viel zu dicken Mantel dabei hatte, der für die Temperaturen hier auf dem Festland nicht geeignet war, ließ den jungen Mann auch darauf schließen, dass sie aus kälteren Temperaturen hergereist sein musste. Frisch angekommen. Vielleicht hatte sie ja auf dem Schiff jemanden gesehen? Aber dann wiederum ... wie sollte er denn fragen? Was sollte er fragen? Ein altes Foto von seiner Mutter hatte er, aber was, wenn Ursa nicht mehr so aussah, sondern sich verändert hatte? So viele Zweifel, die mit einem Mal in ihm hochkrochen...
      Für den Bruchteil einer Sekunde trafen sich ihre Blick, doch sie wandte ihren schnell beschämt ab. Schämte sie sich etwa? Funkelte da so etwas wie Mitleid in ihren Augen auf, weil sie seine Narbe sah? Erkannte sie denn nicht, wer er war? Wusste sie rein gar nichts über den Feuerlord - über den neuen Feuerlord und seine tragische Kindheitsgeschichte?
      Zuko schüttelte kaum merklich den Kopf, wandte den Blick ab und starrte auf den dampfenden Tee. Die Kellnerin ging an den Tisch der Weißhaarigen und nahm eine Bestellung auf, die seine spitzen Ohren erreichte. Einer seiner Mundwinkel zuckte nach oben, als er sich erhob und sich erlaubte, sich einfach zu ihr an den Tisch zu setzen. Die Menschen, die die ganze Zeit über zu ihm gesehen hatten, steckten ihre Köpfe zusammen und begonnen, wie wild zu tuscheln.
      "Ich weiß, es klingt absurd", sagte er, als er seinen Tee auf dem Tisch abließ und den Blick in ihre strahlenden Augen wandte, "aber wenn man heißen Tee trinkt, kommt man mit der Hitze besser klar. Dann kühlt dein Körper ganz automatisch ab. Damit solltest du es mal probieren."
      夢を諦めて死んでくれ。新兵たちを地獄に導け。
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    • Überrumpelt weiteten sich die Augen der jungen Wasserbändigerin als der Mann, den sie eben noch beobachtet hatte, sich plötzlich zu ihr an den Tisch setzte. Mit verwirrtem Blickt lauschte sie seinem Rat und wandte ihre Aufmerksamkeit daraufhin auf den dampfenden kleinen Becher, den er vor sich zwischen den Händen hielt. Das Getuschel der anderen Kunden vermehrte sich und das Augenmerk lag nun auf ihrem Tisch. Im Mittelpunkt zu stehen gefiel Yukari nie, trotzdem war sie es mittlerweile gewohnt als Prinzessin des nördlichen Wasserstammes fiel sie in ihrem Dorf ständig auf. Etwas unsicher hob sie ihre Miene und schaute ihm ins Gesicht, musterte dies für einen Hauch eines Moments. Ein wahrhaftig schöner Mann mit sanften Kanten und einer schmalen Nase. Die rötliche Haut um sein Lid, hielt für das Mädchen den Schmerz fest, den er erlebt haben musste. Schmunzelnd gab sie schließlich eine Antwort. "Man lernt wohl nie aus. Da wo ich herkomme trinkt man warme Getränke für gewöhnlich um sich zu wärmen." Kichernd wandte sich ihre Aufmerksamkeit von ihrem Gegenüber auf die Bedienung, die ihr gerade ihren gekühlten Tee brachte. Mit einem Nicken bedankte sich die junge Frau nachdem ihr Getränk serviert wurde und blickte erneut zum Feuerlord. "Ich nehme an Sie können mir hiermit behilflich sein" stupste sie ihre Tasse mit einem Finger zu diesem. Sie konnte nicht wissen ob dieser ein Bändiger war und ihr den Tee erhitzen könnte oder nicht, doch ihre Intuition sagte ihr, dass er einer sein musste. Diese Narbe sah ihrer Meinung nach, nach einem Kampf zwischen Feuerbändigern aus. Hoffte sie inständig, dass er diese nicht als wehrloser Nicht-Bändiger entgegennehmen musste. Solch eine Verletzung zu erleiden schien ihr unabhängig der Umstände als eine grausame Tat, doch einen wehrlosen Menschen zu attackieren, setzte da noch einen drauf.
      Wie sie ihn betrachtete wurde sie das Gefühl nicht los ihn bereits zu kennen, kam er ihr so bekannt vor. Wo hatte sie ihn bereits gesehen oder von ihm gehört? Vertieft in Gedanken glitt ihre Aufmerksamkeit zum ihrem Stamm, viel mehr noch zur heiligen Quelle der Geisteroase. Yue, die dort ihr Leben für das des Geist des Mondes Tui hergab, erzählte ihr dass das Wasser der Quelle über besondere Fähigkeiten verfügte. Wäre es möglich gewesen die Narbe des Fremden mit dem Wasser zu heilen? Vielleicht wollte er gar nicht von dem Brandmal befreit werden.
      Zurück aus dem Gedankenchaos trafen sich die Blicke der beiden erneut und Yukari musste sich erneut ein kleines Lächeln in den Mundwinkeln verkneifen. In ihrer Heimat hätte sich keiner getraut sich so einfach zu ihr zu setzen und das Gespräch zu beginnen. Die Etikette des Stammes hätte dies nicht zugelassen. Auch sie selbst dürfte nicht einfach den Kontakt zu einem fremden Mann suchen, doch dort in dem Moment schien es ihr so leicht zu fallen. "Prinzessin Yukari vom nördlichen Wasserstamm." flüsterte sie den Teil mit Prinzessin, sah sie sich selbst schließlich nie als eine da sie nicht das Blut der Stammesanführer. Arnook hingegen sah sie als Eigenfleisch und Blut an, da er sie von Kindheit an aufzog. Nicht einmal die Erinnerung an ihre wahren Eltern blieben dem Mädchen, immer wenn sie zurück dachte waren dort nur Arnook, seine Frau und Yue. Sie waren ihre Familie seit dem sie denken konnte, trotzdem konnte sie sich nie mit diesem Titel anfreunden. In der Hoffnung, dass er das Wort vielleicht überhören würde stellte sie sich mit ihrem Titel vor, so wie sie es als Kind gelernt hatte. Lächelnd wartete sie auf die Antwort des jungen Mannes und hoffte dass sie ihn nicht mit der förmlichen Begrüßung verschreckt hatte. "Ich bin auf der Suche nach...meinen Eltern." erklärte sie Zuko ihren Grund für die Anreise in die Feuernation und verheimlichte ihm vorerst ihre Rachepläne an deren Mörder.
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    • Stumm beobachtete er sie. Und ihm fiel auf, dass sie ein unfassbar schönes Mädchen war. Die Haare standen im Kontrast zu ihrer dunklen Haut, was kein Wunder war. Wenn sie wirklich aus einem Wasserstamm stammte, dann würde die Sonne durch den Schnee nur dafür sorgen, dass sie stets gebräunt war. Selbst Zuko wirkte neben ihr blass, aber das war auch nicht wirklich verwunderlich, wenn man bedachte, wie viel Stress der Feuerlord in den letzten Monaten und Wochen gehabt hatte. Die Tees, die er hier trank, um Ausschau nach seiner Mutter zu halten, waren wahrscheinlich der einzige Moment, in dem er ein wenig zur Ruhe kommen konnte. Und mit anderen redete er auch nicht sonderlich oft, also war er mehr als nur froh, dass er jetzt zumindest eine Gesprächspartnerin gefunden hatte. Noch dazu eine ziemlich hübsche.
      Als sie ihm die Tasse in seine Richtung schob, hob er eine seiner Augenbrauen an. Er wusste, was sie von ihm wollte, nur fragte er sich gerade, ob sie wusste, wer er war und dass er bändigen konnte, oder ob sie es ihm einfach nur ansah? Spielte es überhaupt eine Rolle? Er stellte seine eigene Tasse ab, umfasste ihre mit beiden Händen und ließ die Hitze in seine Hände fahren. Sekunden später dampfte der Tee, sodass er ihr diesen sanft zurückschob.
      "Gut geraten", sagte er mit einem schwachen Schmunzeln, doch das Schmunzeln verschwand in dem Moment, in dem sie ihn wissen ließ, dass sie die Prinzessin des nördlichen Wasserstamms war. Sein Mund öffnete sich, schloss sich wieder. Verwirrung zeichnete sich in seinem Gesicht ab. Iroh hatte ihm erzählt, was damals am Wasserstamm passiert war; dass das Gleichgewicht der Welt beinahe zerstört worden war, wegen eines Feuerbändigers.
      Doch es wurde noch sehr viel verrückter, als sie sagte, dass sie nach ihren Eltern suchte. Zuko räusperte sich leise.
      "Ihr im Wasserstamm lebt sehr abgeschottet, hm? Ich kann es euch nicht verübeln, seit das mit Prinzessin Yue passiert ist." Seine Stimme senkte sich ein wenig. "Du hast noch nicht ganz begriffen, wer vor dir sitzt, oder?" Er beschloss, mit offenen Karten zu spielen - alles andere würde ihm sonst früher oder später noch einen Strich durch die Rechnung machen.
      "Zuko", sagte er dann, versuchte, abzuwägen, ob der Name ihr endlich zeigte, wer vor ihr saß. "Der neue Feuerlord. Und ... ich würde mich im Namen der Feuernation gerne dafür entschuldigen, was deiner Familie damals widerfahren ist."
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    • Mit Freunde nahm sie ihren gewärmten Becher entgegen und nahm einen vorsichtigen Schluck von der heißen Brühe. Bevor sie den nächsten Schluck nahm pustete sie behutsam den Dampf von ihrer Tasse. Den feinen Geschmack des Tees genießend, ließ sie die Noten der Kamille auf ihrer Zunge zergehen. Gerade als sie die Flüssigkeit in ihrem Mund herunterspülen wollte verschluckte sie sich an den Worten des Feuerlords. Wie hatte sie den jungen Mann nicht erkennen können? Auch wenn sie ihm zuvor noch nie begegnet war, kannte sie ihn doch aus Erzählungen. Selbst am nördlichen Wasserstamm war er gewesen und ist dort für die Entführung des Avatars bekannt geworden. Dass die Tyrannei des Feuerlords Ozai vorrüber war und dessen Sohn das Thronerbe antrat hatte sie ebenfalls mitbekommen, nur hatte sie tatsächlich vergessen dass dieser der Träger dieser markanten Narbe war. Hustend und räuspernd rankte sie für einen Moment nach Luft während sich auf ihrem Gesicht rote Farbe vor Scham abzeichnete. Sofort bereute sie den entspannten Tonfall mit ihm geführt zu haben als sie feststellen musste, dass er nicht nur ein Mann von hohem Rang war, sondern ausgerechnet einen höheren Rang als sie selbst hielt. Arnook wäre im Boden versunken, hätte er gesehen wie sich seine Ziehtochter mit dem Feuerlord anstellte. "Ich bitte vielmals um Verzeihung." murmelte sie mit gebrochener Stimme als sie den Tee endlich ansatzweise aus ihrer Kehle befreien konnte. Mit gesenktem Blick und heißen Wangen starrte sie auf ihr Heißgetränk, bei dessen Anblick sie nur noch mehr errötete. //Ich hab ihm einfach so respektlos meine Tasse zugeschoben, ausgerechnet dem neuen Feuerlord. Das hast du wieder ganz toll angestellt Ari!// schimpfte sie innerlich mit sich selbst. In Gedanken verschollen erinnerte sie sich an all die Begegnungen mit Männern von wohlhabenden Familien, doch keiner von ihnen war von ihrem Rang, auch wenn sie sich selbst diesen nie richtig zusprach. Dort in diesem Teestübchen, gerade in der Feuernation angekommen, einer ersten Person begegnend, traf sie ausgerechnet den Feuerlord, einem wunderschönen jungen Mann, der auch noch so freundlich war ihr mit ihrer Hitze und der Getränkewahl zu helfen. "Ich hätte nicht damit gerechnet dem Feuerlord in einer so bodenständigen Lokalität zu begegnen." entgegnete sie ihrem Gegenüber in gedämpfter Stimme, da sie schon wieder alle Blicke auf sich gerichtet spürte. Rasch erhob sie ihren Blick und warf ihm ein vorsichtiges, schon fast schüchternes Lächeln zu. Noch nie zuvor war die Prinzessin so von der Präsenz ihres Gegenübers überrumpelt wurden, war sie sonst immer sehr selbstsicher, gar dickköpfig. Mit Erleichterung im Herzen, empfand sie ihre Lüge als die richtige Wahl. Wie wäre es wohl rüber gekommen, hätte sie dem neu herrschenden Feuerlord, der ein Zeitalter des Friedens versprach ihre Rachepläne offengelegen. "Ihre Entschuldigung halte ich in Ehre an die gefallenen Krieger und Zivilisten doch..." verstummte sie kurz um wieder auf ihre Hände zu schauen, die sich um den Becher klammerten. Strähnen ihrer hellen Haarpracht fielen ihr ins Gesicht. Die Mähne hinter ihrem Ohr klemmend, erwiderte sie seinen Blick und räusperte sich. "Doch die Taten ihres Vaters, sind nicht die Ihre!" zu oft stand sie unter dem Druck der Stammesfamilie, im Schatten von der perfekten Prinzessin Yue, die ihr Leben für ihre Nation gab. Sie wusste genau wie es sich anfühlte sich selbst für alles verantwortlich zu fühlen. Wäre sie am liebsten selbst als Opfer für den Mondgeist eingestanden. Eindringlich blickte sie dem Feuerbändiger in die Augen, als würde sie ihr Spiegelbild betrachten und diese Worte ein stückweit an sich selbst wenden. "Im Namen des nördlichen Wasserstammes verzeihe ich Ihnen die vergangenen Taten auf dass sich diese Zeiten nie wiederholen." Mit einem sanften Lachen auf den Lippen versuchte sie die plötzlich entstandene Anspannung in der Luft zu lösen. "Also was führt den Feuerlord in ein so unscheinbares Teehaus oder ist das hier etwa eine Geheimtipp?"
      A heart's a heavy burden.

    • Er konnte ihr förmlich ansehen, wie unwohl sie sich mit einem Mal fühlte, auch wenn das in keinster Weise irgendwie sein Vorhaben gewesen war. Es brachte ihn irgendwie zum Schmunzeln, wie sie reagierte. Wahrscheinlich war es eine ganz natürliche Reaktion. Er hatte ja auch verdutzt reagiert, als sie ihm gesagt hatte, dass sie die Prinzessin des nördlichen Wasserstamms war. Aber das hatte wohl einfach etwas damit zu tun, dass es ihn dann wunderte, wieso sie nach ihren Eltern suchte. Zuko hatte die Konstellationen nicht ganz verstanden, vor allem nicht, weil er sich irgendwann von Diplomatie ferngehalten hatte, weil er den Avatar so zwanghaft gesucht hatte. Jetzt war er ein ganz anderer Mensch und rutschte erst wieder zurück in alle diplomatischen Sachen, die er bis heute wirklich verabscheute.
      "Nicht dafür", sagte er schnell, als sie sich entschuldigte. Wie sie den Blick senkte, rot anlief und ihre Haare hinter ihr Ohr klemmte war irgendwie unfassbar süß. Er konnte sich das Lächeln nicht ganz verkneifen, aber das musste er auch nicht. Wenn Zuko eines gelernt hatte, dann die Tatsache, dass er sich eigentlich für rein gar nichts zu schämen hatte. Erst recht nicht, seit er das Sagen über das Gebiet hatte, in dem sie sich befanden.
      Die nächsten Worte, die die Jüngere von sich gab, berührten sogar sein fast schon kalt wirkendes Herz und erleichterten ihn ungemein. Was damals geschehen war, war kopf- und sinnlos gewesen. Dass sie ihm - oder eher ihrem Vater - solche Missetaten verzeihen konnte, zeigte von enormer Größe, die selbst er nicht wirklich an den Tag legen konnte. Immerhin würde er Ozai niemals verzeihen können, was er seinem Sohn und auch seiner Frau angetan hatte, als er sie damals verbannt und den Kindern eine Mutter geraubt hatte.
      "Ich danke dir vielmals. Und, bitte, du brauchst mich nicht so förmlich anzusprechen. Ich bin immer noch ein ganz normaler Mann und es gibt genug Leute, die mich so höflich ansprechen. Da ist mir die Ablenkung wirklich sehr lieb." Er versuchte, damit die Stimmung ein wenig aufzulockern. Immerhin wirkte sie ganz nett - und vor allem hatte sie sein Interesse gänzlich geweckt. Es war schön, dass er auch solchen Leuten heute noch begegnete, denn genau das hatte er befürchtet: dass er nach seiner Krönung nicht mehr auch der normale, junge Mann sein konnte, der sonst immer war.
      "Nun, tatsächlich hat man hier eine sehr gute Aussicht auf den Hafen", sagte er und schaute aus dem Fenster, ehe er einen tiefen Schluck aus dem Tee nahm und anschließend leise seufzte. Da die Blicke der anderen auf ihnen lagen, lehnte er sich leicht zu ihr. Der süße Duft, den sie an sich trug, erreichte ihn und erfüllte seine Brust mit einem erstaunlichen, aber wohlig warmen Gefühl. "Ich bin auf der Suche meiner Mutter. Seit ich den Platz als Feuerlord eingenommen habe, hoffe ich, dass sie zurückkehrt." Er zuckte mit den Schultern, als wäre es nichts Großes.
      "Ich schätze, so sehr unterscheiden wir beide uns also gar nicht. Wenn du also Lust hast... können wir den Spuren gemeinsam auf den Grund gehen."
      Zuko machte sich keine Gedanken, ob das so schlau war. Er wusste nur, dass er den Weg nicht alleine beschreiten wollte, und mit Wachen noch sehr viel weniger...
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    • "Macht der Gewohnheit." winkte sie nervös seine Bitte, nicht solch eine förmlichen Ton an den Tag zu legen ab. Sie kannte das Gefühl sich zu wünschen einfach ungezwungen und befreit mit jemandem reden zu können, behandelten die meisten in ihrem Stamm sie als müsste man sie mit Samthandschuhen anfassen. Mit dem Feuerlord ihr gegenüber konnte sie einfach nicht anders und rutschte in ihre antrainierte Etikette. Als Zuko sich der Fensterfront zuwandte, leistete die weißhaarige dem Folge. Es war wirklich eine schöne Aussicht auf den Hafen und die sichelförmige Bucht, die diesen beherbergte. Einige kleine aber auch größere Schiffe legten an diesem an und der Frachter, der die junge Frau in die warme Nation gebracht hatte war gerade dabei die Insel wieder zu verlassen. Mit Schwung brachen die Wellen an dessen Bug und die Vogel umkreisten die Masten. Die Aufmerksamkeit wieder auf den Mann gerichtet beobachtete sie etwas überrascht wie dieser sich ihr näherte. Ihre Gesichter waren nur wenige Zentimeter voneinander entfernt, ermöglichte der Frau die holzige Duftnote des Feuerbändigers wahrzunehmen. Der maskuline Hauch von Zeder umschmeichelte ihre zarte Nase und ließ ihren Puls ein wenig in die Höhe steigen. Die Worte brachten sie jedoch wieder auf den Boden der Tatsachen. Er war also ebenfalls auf der Suche nach seinen Wurzeln. Als er ihr auch noch anbot gemeinsam zu reisen wusste sie nicht wie ihr geschah und rangte um Worte. Sie hatte ihn um ihre wahren Motive belogen, wie sollte sie ihm das erklären? Doch daran dachte sie nicht vorrangig. Durch den Kontakt zum Feuerlord sollte es ihr möglich sein Informationen über die südlichen Räuber zu sammeln, der Kriegstruppe, die an der Ermordung ihrer Eltern maßgeblich beteiligt war. "Sehr gerne!" willigte sie nickend ein und schenkte ihm darauf ein Lächeln. Den halbausgetrunkenen Becher vor sich schob sie erneut ein Stück von sich und zog die Tasse des Feuerbändigers näher heran. Beide Tees standen nebeneinander und mit einem verschmitzten Lächeln blickte sie erst zu ihrem Gegenüber und richtete ihre Aufmerksamkeit dann auf den Tresen des Stübchens. Einige Kannen standen dort bereit um serviert zu werden und den Gästen einzuschenken. Die Hand vor sich ausstreckend, fingen ihre Finger an zu tanzen ehe sie eine heranziehende Geste machte. Der heiße Tee in eine der Kannen setzte sich durch den Hals des Gefäßes in Bewegung und näherte sich ihrem Tisch in einem festen Seil. Mit einer senkenden Bewegung ihrer Handfläche ergoss sich die Flüssigkeit in die nebeneinander stehenden Tassen und füllte diese bis an den Rand. Kichernd legte sie den Kopf zur Seite und hoffte nicht all zu viel Ärger für diese freche Aktion zu bekommen, schließlich saß sie mit dem Feuerlord an einem Tisch. "Ich hoffe das war nicht zu unhöflich, ich dachte nur du verdienst es auch zu wissen ob ich eine Bändigerin bin oder nicht." grinste sie den jungen Mann etwas verlegen an. "Ich werde den Tee natürlich bezahlen!" rief sie der schockierten Bedienung entgegen und versuchte diese mit den Worten zu beschwichtigen.
      "Nun gut, wohin führt dich denn deine Spur? Hast du schon einen Plan?" fragte sie ihn nun wieder etwas ernster. Vorerst würde sie sich nach ihm orientieren, da sie selbst keinerlei Anhaltspunkte für ihre Suche hatte. Lediglich die Nation und der Name der Truppe waren ihr bekannt, damit war sie schon so gut wie an die Grenze ihrer Informationen gestoßen. Wie sich ihr Weg in der Feuernation gestalten sollte, konnte sie ohne weiteres Wissen nicht voraussagen. Es kam ihr also sehr gelegen, sich Zuko anzuschließen.
      A heart's a heavy burden.

    • Irgendwie wurde er mit einem Mal so nervös, unschlüssig, ob er wirklich die richtige Entscheidung getroffen hatte, sie zu fragen, ihn zu begleiten. Dann wiederum verpufften alle Sorgen wieder. Was hatte er denn schon zu verlieren? Er ging nicht davon aus, dass eine Frau wie sie, die so wirkte, als hätte sie eine unfassbar zarte Seele, ihm auch nur ein Haar krümmen würde. Und wenn doch, wäre Zuko sicher in der Lage, sich gegen sie zu wehren. Er hatte schon den ein oder anderen Kampf, der ihn genauso gut das Leben hätte kosten können, überlebt, also würde er auch das überleben.
      Aber er wollte den Teufel gar nicht an die Wand malen, und er war sich mehr als nur sicher, dass er das auch gar nicht musste. Denn mit einem Mal machte seine neue Begleitung etwas so beruhigendes, dass er alle seine Sorgen zu vergessen schien. Wie das Wasser aus dem Kannen zwischen den Menschen her schwebte und schlussendlich in den Tassen landete, brachte den Feuerbändiger dazu, von einem Ohr bis zum anderen zu grinsen.
      "Irgendwie erinnerst du mich an eine Freundin von mir", murmelte er, dachte dabei an Katara, die Aang auf seinen Reisen begleitete und inzwischen in einer glücklichen Beziehung mit ihm steckte. Er hatte Katara immer unfassbar gemocht, aber zum Glück nicht auf diese Weise. Aber vielleicht war Yukari ihm auch genau deshalb so unfassbar sympathisch?
      "Oh, nein. Ich habe schon deutlich unhöflichere Sachen getan und gesehen. Mich kann nichts wirklich abschrecken – und sollte es doch irgendwann jemand schaffen, mich abzuschrecken, dann habe ich großen Respekt vor dieser Person." Er konnte nicht anders, als leise zu lachen, doch das Thema wurde wieder ernster. Um sich selbst ein wenig abzulenken, kramte er Geld aus seinem Beutel und legte jenes auf den Tisch. Damit bezahlte er sowohl ihren als auch seinen Tee. An Geld mangelte es dem jungen Feuerlord ganz offensichtlich nicht. Immerhin war er der Anführer einer ganzen Nation, in der Hoffnung, den schlechten Ruf des vorherigen Anführers endlich aus der Welt zu löschen.
      "Nun... ich bezweifle, dass sie sich in der Feuernation befindet", gab er ehrlich zu, gefolgt von einem schweren Seufzen. Das war wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. "Ich habe... na ja. Nach einigen Änderungen in der Feuernation habe ich gehofft, dass sie zurückkehren würde. Deshalb saß ich auch die letzten Tage stets hier und habe zugesehen, wie die Schiffe anlegen. Gehofft, dass sie aussteigen würde." Zuko hatte kein Interesse daran ihr zu sagen, dass seine Mutter einst verbannt worden war und er die Verbannung aufgehoben hatte. Vielleicht kannte sie seine dramatische Geschichte ja auch schon und es wäre ohnehin überflüssig gewesen, sie darüber zu unterrichten.
      "Aber so langsam beschleicht mich das Gefühl, dass sie nicht auftauchen wird." Ein schweres Seufzen kam über seine Lippen, als er nach dem Tee griff und einen nachdenklichen Zug aus diesem nahm. "Ich denke, es wäre daher nicht verkehrt, die Feuernation fürs Erste zu verlassen und woanders nach ihr zu suchen. Und was ist mit dir?" Er hob den Blick in ihr Gesicht. "Wenn du schon hier bist, wird dein Ziel wohl auch die Feuernation gewesen sein, hm?"
      夢を諦めて死んでくれ。新兵たちを地獄に導け。
      GIVE UP ON YOUR DREAMS AND DIE.
    • Dankbar beugte sie sich zu ihrem Gegenüber als dieser ihren Tee bezahlte. "Vielen Dank für die Einladung" strahlte sie den Feuerlord an. Sie hatte selbst ausreichend Geld zur Verfügung und hätte selbst gezahlt, doch wusste sie auch sich nicht aufzuspielen und zu diskutieren wenn ein Mann ihre Rechnung übernehmen wollte. Sie nahm sich vor den Gefallen auf ihrer gemeinsamen Reise einfach zu einem anderen Zeitpunkt zurück zu geben. Als Zuko eine Freundin erwähnte musste die junge Frau schmunzeln und versuchte angestrengt eine Idee zu finden wen er damit meinen konnte. Viele Wasserbändiger sollte er nicht zum Freund gehabt haben wenn man seine Vergangenheit betrachtete. Da er sich gemeinsam mit dem Avatar dem damaligen Feuerlord und seinen Untertanen stellte fiehl ihr nur Katara ein. Einem Gerücht, welches sich in ihrem Stamm ausbreitete, zu Folge hatten die beiden am Tag von Zosins Komet gemeinsam seine Schwester bezwungen. "Ich bitte dich wenn du Katara meinst, kennst du mich schlecht. Sie kam als blutige Anfängerin in Meister Pakkus Unterricht. Auch wenn sie schnell Fortschritte machte bezweifle ich, dass ihre Fähigkeiten meine übersteigen." kicherte sie und betonte ihre Aussage dabei bewusst mit einem Hauch von Ironie. Sie wusste, dass der Vergleich zu Katara ein großes Kompliment war, hatte sie selbst großes gefallen an der vom südlichen Wasserstamm abstammenden. Ihre Art mochte sie, die große Schwester, die stehts um das Wohl anderer besorgt war aber auch den Mut besaß gegen Ungerechtigkeiten und sogar gegen ihren Meister Pakku anzutreten. Bewundert hatte sie das junge Mädchen als sie ihren Stamm wieder verließ auch wenn sie nach Yukaris geschmack ein bisschen zu oft von ihrer Mutter sprach. Wobei sie es ihr natürlich nicht verübeln konnte, sie selbst kannte den Schmerz ein Familienmitglied an die Feuernation verloren zu haben, ihre ganze Reise beruhte auf diesem Schmerz, nur trug sie es nicht ganz so auf den Lippen wie die Freundin des Avatars. Sich aus den Gedanken reißend lauschte sie der tiefen Stimme Zukos und verlor sich ein wenig in dieser. Auch seinen Schmerz konnte sie heraushören, konnte sie seinen Wunsch auf ein Widersehen nachvollziehen. Als er ihr jedoch erklärte, dass seine Reise vermutlich aus der Feuernation herausführte begann ihr Plus sich zu heben und ihr Herz in ihrer Brust stärker zu schlagen. Der Feuerlord war ihre beste Chance auf die Antworten, die sie suchte. Wenn sich ihre Wege trennten stand sie erneut mit nichts als einem Zettel und dem Namen der Bande da. Andererseits wusste sie nicht mal ob sie die südlichen Räuber in der Feuernation auffinden würde. Unschlüssig kreisten sich ihre Gedanken, bangte mit der nächsten Entscheidung, wusste nicht was sie antworten sollte. Sie konnte schlecht ihre Lüge bereits aufdecken, zu groß war das Risiko, dass er sich von ihr abwandte. Einen großen Schluck vom mittlerweile lauwarmen Tee nehmend versuchte sie sich zu sammeln und schnell auf eine Lösung zu kommen. Erneut schaute sie hinauf, blickte in die goldbraunen Augen, die ihr gegenüber saßen. Sie wollte ihn nicht belügen, war sonst keine Lügnerin aber dem neugekrönten Feuerlord, der Frieden und Harmonie versprach, von ihrem persönlichen Rachefeldzug zu berichten kam ihr falsch vor. Wenn er wollte hätte er genug Macht um sie als Terroristin verhaften zu lassen. Ihr Status als Prinzessin hätte ihr aus der Situation auch nicht weiterhelfen können, schließlich überschritt sie die Landesgrenze um... Was genau hatte sie eigentlich vor? Was war der nächste Schritt wenn es ihr tatsächlich gelang die Mörder ihrer Familie aufzufinden? Würde sie selbst morden? Sie hatte keine Antwort, kam sich aufeinmal so klein und dumm vor. Hals über Kopf stürzte sie sich in dieses Abenteuer ohne wirklich zu wissen was der tiefere Sinn dahinter sein sollte. "Ich weiß es nicht..." murmelte sie verzweifelt als sie sich eingestand, dass sie wohl keine Antwort auf seine, als auch auf ihre eigenen Fragen finden würde. "Ich bin eigentlich nur her gekommen weil es der einzige Anhaltspunkt war den ich hatte." gestand sie ihm mit gesenktem Blick, musste mit dieser Aussage glücklicherweise nicht lügen. "Das du hier vergeblich auf deine Mutter wartest tut mir aufrichtig leid. Ich glaube ich kann deine Verzweiflung nachfühlen." ergänzte sie als sie ihren Kopf wieder aufrichtete und sich ihm zuwandte. "Hast du mehr Anhaltspunkte als ich? Vielleicht einen Freund oder Bekannten deiner Mutter? Ihr Heimatort bevor sie auf Ozai traf?" erkundigte sie sich mit einem leichten Schauer über ihrem Rücken als ihr der Name des Tyranns so einfach über die Lippen glitt.
      A heart's a heavy burden.

    • Eine seiner Augenbrauen schoss in die Höhe, als sie so hohe Töne von sich gab. Einen Moment lang war er sich nicht ganz sicher, ob sie die Worte so meinte oder ob sie nicht doch lieber scherzte, aber es konnte ihm ja auch egal sein. Er wusste eigentlich nur, dass Katara eine unfassbar talentierte Wasserbändigerin war, die vielerlei andere Talente übertroffen hatte, seit er sie damals kennengelernt hatte. Aus Hass war Freundschaft geworden, also war er ohnehin der letzte, der etwas Negatives über sie sagen konnte. Das konnte er über keinen seiner neugewonnenen Freunde heute noch meinen.
      "Ich bin mir sicher, auf unserer Reise wirst du mir noch beweisen können, ob du es mit Katara aufnehmen kannst oder nicht", sagte er fast schon neckend und konnte sich ein kurzes Augenzwinkern nicht wirklich verkneifen. Yukari war ein hübsches Mädchen und er war ein Mann, der es liebte, die Aufmerksamkeit von Frauen zu bekommen - auch, wenn er eher schüchtern wirkte und nur selten wirklich Erfolg darin hatte. Seit Mai hatte es in seinem Leben keine Frau mehr gegeben und die Trennung hatte ihm ordentlich zu schaffen gemacht. Aber was dachte er da nur? Darum ging es bei der ganzen Sache ja nicht. Es ging viel eher darum, dass sie Verbündete waren und einander halfen, ihre Familien und Antworten zu finden, richtig? Absurd, dass er da überhaupt so dachte.
      Und alle Gedanken in diese Richtung verpufften auch wieder, als mit einem Mal der Name seines Vaters fiel. Unwillkürlich zuckte Zuko zusammen, auch wenn er das gar nicht wollte. Verdammt, er verabscheute den Namen, aber bevor Yukari ein schlechtes Gewissen bekommen konnte, schenkte er ihr ein Lächeln und zeigte ihr damit, dass alles in Ordnung war und er die Tyrannei erfolgreich überwunden hatte. Nicht nur er, sondern eigentlich die ganze Welt.
      "Ich kam bisher nicht dazu, großartig zu reisen, aber ich habe einige Anhaltspunkte gefunden. Ihren Heimatort zum Beispiel, auch wenn ich nicht weiß, ob ich dort gerne gesehen bin." Er zuckte leicht mit den Schultern. "Ich kann mir aber auch vorstellen, dass sie vielleicht ins Erdkönigreich geflohen ist und sich dort Hilfe gesucht hat. Ich weiß es nicht." Ein schweres Seufzen.
      "Was ist das denn für ein Anhaltspunkt, den du meintest?", fragte er dann. "Du wirst ja wohl etwas gefunden haben, das mit der Feuernation zu tun hat." In seinem Inneren breitete sich ein ungutes Gefühl aus, aber er verbarg es schnell wieder, weil er genug andere Sorgen hatte.
      夢を諦めて死んでくれ。新兵たちを地獄に導け。
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    • Neu

      Als der Feuerlord erneut Nachfragen zu ihren Anhaltpunkten stellte erhob sich die junge Bändigerin von ihrem Stuhl und legte den Gurt ihrer Tasche auf ihre Schulter. "Lass uns erstmal deine Mutter finden, schließlich haben die Wünsche des Feuerlords priorität." nickte sie mit einem breiten Lächeln und hoffte damit seinen Fragen aus dem Weg gehen zu können. "Bis ich neue Hinweise finde ist meine Suche sowieso vorerst aufs Eis gelegt und vielleicht finde ich während deiner Mission ein paar Antworten auf meine nächsten Schritte." vorsichtig beugte sie sich vor um Zuko etwas zu flüstern. "Außerdem lerne ich Männer gern erst ein wenig kennen bevor ich Ihnen meine Lebensgeschichte anvertraue." mit einem Zwinkern lächelte sie ihren Gegenüber an, warf sich mit einer Hand die Haare vom Gesicht und begab sich zum Ausgang des kleinen Teestübchens.
      Freundlich verabschiedete sie die Kellnerin und verließ das Lokal. Die Straße um die Bucht des Hafens war ein wenig ruhiger als bei der Ankunft von Yukari. Die meisten Fähren hatten bereits abgelegt und somit legte sich der Trubel. Der Platz war überschaubar und wenn man sich hier auskannte war der Hafen bestimmt gar nicht so überwältigend wie die Wasserbändigerin ihn wahrnahm. "So was sagst du? Wo geht es als erstes für uns hin?" Ihre Hände in der Tasche vergrabend, wühlte sie nach ihrer Geldböre und bewegte sich einige Schritte weiter in Richtung der nächsten Läden.
      Sie hatte zwar ein wenig Proviant für die Überfahrt eingepackt, doch war davon nicht mehr viel übrig und da sie nicht wusste wie lang und wohin sie die nächste Station führen würde dachte sie es sei eine gute Idee noch etwas mitzunehmen. Ein kleiner Stand mit lokalen Köstlichkeiten fiel ihr dabei sofort in den Blick und freudig machte sie sich auf den Weg dorthin. Sie nahm gleich von allem etwas, natürlich doppelt, für sich und ihren neuen Begleiter, steckte es in ihren Beutel und zahlte den freundlichen Verkäufer.
      Als sie endlich alles zusammen hatte was sie für einige Tage brauchte wandt sie sich erneut an den Feuerbändiger und sah ihn lächelnd an. "Also ich hab alles. Wenn du nichts mehr brauchst können wir gerne aufbrechen oder zumindest einen Plan machen." murmelte sie zum Ende hin und schaute etwas nachdenklich. Irgendwie stürzte sie sich sehr voreilig in die ganze Sache oder sie hatte keine andere Wahl. Dem Feuerlord zu begegnen spielte ihr gut in die Karten, schließlich suchte sie nach angehörigen einer Spezialeinheit der Feuermarine, wer könnte ihr da mehr helfen als der Feuerlord persönlich? Doch erst wollte sie den hübschen jungen Mann kennenlernen, ihn auf ihrer Seite wissen bevor sie ihm von ihren Plänen erzählen würde.
      A heart's a heavy burden.