Life after Death [Michiyo & Sohira]

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    • Life after Death [Michiyo & Sohira]

      @Michiyo

      Der sachte Wind, welcher durch Kenji's Haare fuhr, fühlte sich wirklich angenehm und frei an. So frei, dass er fast schon dachte wieder am Leben zu sein. Selbst die Kirschblüten, welche auch im Winter beim Ministerium blühten, flogen wie kleine freie Vögel durch die Luft.....vom Wind getrieben ohne zu wissen wohin der Weg führte. Kenji dachte oft darüber nach wie es wohl sein würde selbst einer dieser Kirschblüten zu sein und einfach wegzufliegen ohne zu wissen wohin es gehen würde. Würde er denn jemals frei sein können? Es war ja nicht so gewesen, dass er das Leben als Shinigami hasste. Nein! Ganz im Gegenteil. Es war sogar sowas wie eine Erlösung gewesen, denn so konnte er wenigstens wieder das gut machen was in seinem wahren Leben falsch gelaufen war. "Wenn du weiter hier rumliegst, wirst du dich noch verkühlen" sprach eine junge Stimme, welche sich ihm näherte und als Kenji seinen Blick in die Richtung wandte, erkannte er Hiroshi, der mit einem Tablett in den Händen, zwei Tassen und einer Teekanne zu ihm trat. "So kalt ist es nicht, daher brauchst du dir keine Sorgen machen" mit einem Ruck setzte sich Kenji auch schon auf, während sich Hiroshi zu ihm setzte und den Tee in einer der Tassen schenkte bevor ihm diese überreicht wurde. "Das nicht aber man sollte es auch nicht rausprovozieren" versuchte er ihm ein sanftes Lächeln zu schenken. Hiroshi und Kenji kannten sich schon seit dem Eintritt von Hiroshi. Kenji war zwar schon länger als er ein Shinigami aber dennoch wirkte der andere viel Erwachsener und selbstbewusster was das Leben und die Arbeit betraf. Hiroshi war fast schon sowas wie ein großer Bruder für ihn gewesen, was Kenji auch sehr schätzte. "Also was führt dich zu mir?" wollte er wissen während er einen Schluck vom Tee machte, welcher wirklich hervorragend schmeckte. "Der Boss will uns sehen. Wir haben in 5min eine Besprechung bezüglich eines neuen Falls. Den sollst du übernehmen" überreichte er ihm die Nachricht was den braunhaarigen einen fragendenen Blick aufsetzen ließ. "Und was ist mit meinem neuen Partner? Gibt es hierzu schon eine Information?" fragte er nach, da es beim letzten Fall schon geheißen hatte, dass er jemanden zugeteilt bekam. "Der Boss wird dir dann alles erklären aber soweit ich gehört habe, wirst du ihn dann in der Stadt antreffen" mit diesen Worten stand Hiroshi auf, nahm die Tassen und die Kanne wieder mit nachdem auch Kenji austrank und begab sich mit ihm anschließend zurück ins Ministerium wo die beiden sich im Konferenzraum versammelten und die Besprechung kurz darauf auch schon losging.
      "4 Frauen und 4 Morde, welche komplett gleich liefen" begann Hiroshi schon zu erklären, während am Monitor die Bilder der Leichen erschienen. "Und was hat das mit uns zu tun? Ist das nicht die Aufgabe der Polizei die Morde zu klären?" wandte Kenji schon ein, der mit verschränkten Armen am Stuhl saß und sein Blick auf die Bilder geworfen hatte. Es sah ganz natürlich aus , so als wäre ein wahnsinnige Täter durch die Straßen gelaufen um diese umzubringen. "Da stimme ich dir zu, Kenji, aber da gibt es zwei Dinge, welche dann doch wieder für uns sind. Erstens gibt es keine offensichtliche Todesursache und soweit man herausgefunden hat, würde Gift als Ursache ausgeschlossen. Das Zweite was uns angeht ist, dass die 4 Frauen bereits vor Jahren schon ums Leben kamen...."..."heißt somit, dass die Personen erst gar nicht mehr am Leben hätten sein dürfen" beendete Kenji mit einem ernsten Blick dessen Satz woraufhin Hiroshi nur mehr zustimmend nickte. Es war nicht der erste Fall gewesen, welchen er betreute in den Menschen vorkamen die ums Leben kamen aber auch allgemein nicht mehr am Leben hätten sein dürfen. Es war fast so wie damals, dass es jemanden gab der die Leben der Personen so wie Marionetten benutzte. Leicht biss er sich auf die Unterlippe als die Wut etwas in ihm aufstieg, atmete aber schnell tief durch um sich selbst damit zu beruhigen. "Mister Asato? Begeben Sie sich umgehend nach Shibuya und finden Sie heraus wer hinter all den Morden steckt. Desweiteren werden Sie auch bei Ihren Ermittlungen Ihren neuen Partner antreffen"..."Verstanden, Sir" befahl ihm sein Boss als er sich dann schon auf den Weg zum Ausgang sowie auch gleich auf den Weg zur anderen Seite aufmachte.
      Die Menschen Welt war wirklich immer mehr und mehr ein Rätsel für den braunhaarigen geworden. Klar, er lebte selbst gute 26 Jahre lang auf dieser Kugel aber dennoch hatte er nie verstanden warum man andere Menschen umbringen musste. War es eine reine Selbstbefriedigung gewesen oder trieb den Menschen etwas an diesen Weg einzuschlagen? Ein leichter Seufzer entglitt seinen Lippen als er im Park, dem Ort des letzten Mordes, ankam und die Leute hier beobachtete. Ein paar spielten mit den Kindern im Rasen, die anderen waren mit einem Hund unterwegs gewesen, andere wiederrum hörten Musik und lagen einfach so in der Wiese herum oder unterhielten sich wobei sie auch hier und da mal lachten. Alle wirkten so sorglos und irgendwie war es auch beruhigend gewesen, auch diese Seite wieder mal zu sehen. Vielleicht sah er ja immer alles so hart? Als er sich weiter umsah, bemerkte er auch einen kleinen Eisstand, woraufhin er auch schon im nächsten Moment zusteuerte. Eine Kugel konnte doch nicht schaden, während er warten musste, oder? Nachdem er eine geholt hatte, ging er wieder ein paar Schritte durch den Park, als plötzlich ein Geschrei von einer Frau zu hören war. Ohne lange zu zögern, ließ er das Eis in der Hand fallen und machte sich auch schon auf den Weg zu dem Ort wo es zu hören war. War etwa noch jemanden umgebracht worden?


      "Live your Life......you only have this one chance !"
    • Immer wieder spielte sich ein und dasselbe Bild vor Koseis Augen ab. Die leuchtend rote Farbe der heißen Flammen glühten in seinen smaragdgrünen Augen. Nässe, Kälte und doch diese unangenehme Hitze, daran erinnerte er sich. Regungslos am Boden, in einer Pfütze lag er da. Ein stechender Schmerz im Schlüsselbein zog sich durch seinen ganzen Körper. Trotz seiner schmalen Statur fühlte sich sein Leib so schwer an wie nie zuvor. Jeder Atemzug war ein Messer in seiner Kehle, während sich seine Lunge mit Rauch füllte. Mit ruhigem Blick beobachtete er das beinahe in Zeitlupe tanzenden Feuer bis seine Sicht durch Tränen verschwamm. "Wieso jetzt? Es ist zu früh. Ich kann sie nicht alleine lassen, sie brauchen mich!" schrie der 24 jährige gedanklich dem Himmel empor doch um ihn herum nur diese Stille, einzig das knistern der Flammen umgab ihn. Ein Bild nach dem anderen schoss ihm vor Augen. Der feuchte Regen, der sich auf seinem Gesicht mit den salzigen Tränen vermischte, gefolgt vom wachsendem Feuer, dessen Hitze von Minute zu Minute unerträglicher wurde, zuletzt die Rauchdecke, die dem jungen Mann in den Augäpfeln brannte und alles in einen grauen Schleier versetzte. Ein lauter schmerzverzogener Schrei beendete seine Erinnerung und er war wieder bei Sinnen.

      Verträumt schüttelte Kosei seinen Kopf in der Hoffnung diese Szenen für immer von sich zu treiben, natürlich vergeblich.
      Er war nun einige Tage in seinem neuen Leben angekommen, doch immer wieder verfolgte ihn sein Ableben. Mit einem hilflosen Seufzer blicke er auf seine Hände hinab. Blass und trocken mit rissigen Stellen, jedoch ohne jegliche Spuren der Flammen.
      Die Ankunft erschien ihm wie ein schlechter Traum. "Du bist ein Shinigami" ringte es ihm im Ohr "dein erster Auftrag wird es sein mit deinem Partner die Morde in Shibuya aufzudecken." erinnerte er sich an den muskulösen Mann, dessen Namen er in all der Verwirrung sich nicht gemerkt hatte. Als wäre all dies ein schlechter Scherz, wollte Kosei sein Schicksal nicht wahr haben. Mehrere Ideen flogen ihm in den Sinn, um aus dieser Situation zu erwachen. Verweigerung? Ein Zwick in die Haut? Vielleicht sogar Selbstmord? Doch diese Denkweise brachte ihn nicht weiter. Die Zeit verging schließlich und nichts änderte sich an seinem Zustand und so beschloss er den Worten des Unbekannten, Taten folgen zu lassen.

      Shibuya war eine gut gefüllte Stadt, mit verschiedensten Personen, die sich unterhielten, lachten und ihr Leben sorglos genossen. Es erinnerte ihn ein klein wenig an seine Heimat, jedoch mit geringeren Grünflächen. Beim Anblick der blühenden Kirschblüten im Park drifteten die Gedanken des jungen Mannes wieder ab und gerade als er sich in diesen verlieren wollte, war es wieder ein greller Schrei, der ihn im Moment lies, doch diesmal handelte es sich nicht um seinen eigenen Todesschrei, sondern um den einer Frau. Geistesanwesend nahm er die Beine in die Hand und rannte der Geräuschquelle entgegen, schlang sich an angesammelten Passanten vorbei und blieb schließlich stehen. Eine Traube von Menschen umgab den Ort, doch von all den Gesichtern blieb Koseis Aufmerksamkeit nur auf einem. Ein definierter Mann mit kastanienbraunem Haar schien als erster am Tatort angelangt zu sein. Einige Strähnen schmiegten sich sanft um die Kanten des Fremden und verdeckten Kosei somit die volle Sicht auf diesen. Um einen besseren Einblick der Gegebenheiten und auf den mysteriösen Mann zu gewinnen, trat er näher und stellte sich etwas entfernt neben ihn. Er würde die Situation erst einmal beobachten bevor er sich einmischen würde.
      A heart's a heavy burden.

    • Kenji Asato

      Es dauerte nicht mehr lange bis er schließlich 'Tatort' eintraf. Zum Übersehen war dieser wenig möglich, da sich schon einige Menschen um eine Person versammelt hatten und als er sich an diese vorbeischleuste war nur leise flüstern zu hören "oh mein gott, ist sie tot?"...."Wer kann das gewesen sein?"...."läuft hier etwa ein Mörder frei herum?"....."man sollte die Polizei rufen"....und weitere Dinge, welche für die Lebenden vollkommen normal war. Als Kenji an die Leiche antrat und nach einem Puls suchte, war jedoch keiner mehr vorhanden gewesen. Genau wie er es sich schon gedacht hatte. Auch als er sich die Frau etwas genauer ansah, dessen Haare stechend rot über die Schulter lagen, ihr Outfit eher etwas aufgereizt war mit einem engen Top und einem Minirock, sowie passende Schuhe, musste der braunhaarige zugeben, dass es hier keinerlei Spuren von einem Biss oder sonst was gab.....genau wie es schon bei den anderen 4 Leichen war. Nicht einmal Blutflecken oder sonst was, waren zu sehen. Daher suchte er gleich nach einem Flüssigkeitsbehälter, da Gift für ihn ebenfalls nicht auszuschließen war, doch zu seinem Pech musste er zugeben nicht einmal sowas zu finden. //Verdammt//, fluchte er gedanklich vor sich her und wandte seine Augen wieder zurück auf die Menschen, welche immernoch mit einem geschockten Blick um ihn bzw. um die Leiche herumstanden. "Machen Sie sich keine Sorgen. Ich bin von der Polizei, daher bitte ich Sie Abstand zu halten und sich in der Kirche dort zu sammeln. Es werden Ihnen noch nachträglich ein paar Fragen gestellt" versuchte er erstmal die Menschenmasse loszuwerden und vielleicht hatte ja doch noch jemand etwas gesehen? Kenji würde zwar keine Befragungen machen, da dies so gar nicht in seinem Aufgabengebiet vorhanden ist aber welche Möglichkeit hätte er denn sonst gehabt sie alle erstmal loszuwerden? Wie befohlen, machten sich die Menschen auch schon auf den Weg zur Kirche als ihm ein junger Mann, definitiv jünger als er, mit smaragdgrünen Augen auffiel, der bis jetzt keinerlei Reaktion darauf abgegeben hatte. Eigentlich war dies ja sehr ungewöhnlich aber vermutlich war dieser doch nur etwas traumatisiert, weshalb er an den jungen Mann antrat und seine Hand auf dessen Schulter legte. "Du solltest ebenfalls von hier verschwinden. Das ist nicht gerade ein Ort für einen jungen Mann wie dich" sprach er mit einem sanften Lächeln auf den Lippen aus als er sich nachträglich wieder der Leiche zuwandte und nach einem Ausweis suchte.
      Zum Glück hatte die Frau einen in ihrer Handtasche gehabt und eigentlich war es ja auch gar nicht Kenji's Art gewesen sowas zu durchsuchen aber als er dann ihren Namen laß und diesen den Kollegen im Ministerium schickte, dauerte es nicht mehr lange bis er schon eine Antwort zurückbekam. "Dachte ich es mir doch" kam es leise murmelnd aus ihm heraus als er sah, dass die Frau eigentlich seit 2 Jahren bereits tot sein sollte. Ein Autounfall nahm ihr das Leben als der Wagen am Unfallort abbrannte und es keinerlei Chancen gab mehr sie zu befreien. Es gab genügend Todesursachen aber bei lebendigen Leibe verbrannt zu werden war nicht gerade die angenehmste Art und Weise gewesen. "Es ist wirklich schade, wenn Menschen in solch einen jungen Alter sterben müssen" war plötzlich eine unbekannte Stimme zu hören, welche sich ihnen näherte. Kenji wandte seinen Blick auf den Mann, welcher in etwa seiner Größe war, eine Brille trug, sowie einen langen weißen Mantel und einen eher traurigen Blick zeigte. Ob dies nun wirklich Mitgefühl oder doch nur gespielt war, war wirklich schwer einzuschätzen. "Tut mir leid aber das hier ist ein Tatort. Ich bitte Sie Abstand zu halten" agierte Kenji gleich, doch schenkte ihm der Unbekannte ein sanftes Lächeln und hob zur Verteidigung seine Hand. "Schon gut, ich bin Arzt. Wenn Sie erlauben würde ich mir gerne die Leiche selbst kurz ansehen" und noch ohne irgendwie auf eine Bewilligung zu warten, hockte er sich auf den Boden neben der Leiche um diese besser anzusehen. Währenddessen machte Kenji ein paar Schritte zurück um die Person etwas besser im Auge zu behalten. Er wusste nicht wieso aber aus irgendwelchen Gründen kam ihm diese doch etwas ungewöhnlich vor. War er wirklich ein Arzt gewesen? "Äußerliche Verletzungen sind nicht zu sehen aber das haben Sie sicher schon selbst festgestellt" wandte er seinen Blick lächelnd zu Kenji zurück "Gift würde ich genauso ausschließen"...."und wieso?" wollte der braunhaarige wissen. "Weil es keinerlei Anzeichen gibt dafür. Oder haben Sie bei Ihren Mund irgendetwas davon gesehen?" wenn er genau darüber nachdachte, fiel ihm davon wirklich nichts auf. "Sieht eher so aus als würde jemand mit diesen hübschen Wesen spielen wollen" sprach der Arzt weiter während er sachte mit seiner Hand über dessen Wange strich und die Haarsträhne aus dem Gesicht wischte.


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    • Kosei Katayama

      Seinen Blick auf die junge Frau gerichtet stand er regungslos da. Es war die erste Leiche seit dem Ableben seines Vaters, die im zu Gesicht kam. Ein kalter, lebloser Körper, dessen Brustkorb sich nicht länger im Rhythmus der Atmung erhob. Zu viele Gedanken schwirrten unkontrolliert dem jungen Mann im Kopf umher und sorgten für Chaos. Das Klopfen in seinem Ohr wurde immer lauter, es war sein Herzschlag, der immer schneller zu hämmern schien und ihm allmählich einen Kloß in den Hals trieb. Eine anbahnende Panikattacke? Nein dafür war weder Zeit noch der Ort und gerade als Kosei sich bemühen wollte seine Gefühle in den Griff zu bekommen riss ihn eine Berührung an der Schulter aus seinem Karussell. Der Mann mit dem kastanienbraunen Haar, dem er sich Momente zuvor vorsichtig genähert hatte, legte seine Hand auf die Schulter des 24 jährigen. Sofort wandte sich sein Augenmerk auf diesen, bis sich ihre beiden Blicke trafen. Hitze breitete sich auf seinen Wangen aus und umschmeichelte seine Kanten in einem leichten Rosa. Er hatte gar nicht realisiert wie absurd sein Auftreten für Außenstehende ausgesehen haben musste. //Du solltest verschwinden// wiederholte er gedanklich die sanften Worte des Unbekannten, der ihm kurz darauf ein Lächeln schenkte, bevor sich dieser wieder der Leiche zuwandte und anfing diese zu durchsuchen. "Ich.." schlich es ihm leise über die Lippen, bevor ihm der Kloß im Hals wieder einen Strich durch die Rechnung zog. So entschloss er seinem Körper ein wenig Geduld zu entgegnen und dem vor ihm hockenden schweigend zuzuschauen und von seiner Vorgehensweise zu lernen. Sich zu verziehen kam für ihn nicht in Frage, schließlich sollte dies nun sein Alltag sein. //Ausweis, die Person identifizieren - macht Sinn// kommentierte er jeden Schritt des Fremden in sich hinein. Noch bevor er den letzten Gedanken ausformulieren konnte erklang eine tiefe Stimme hinter den beiden, woraufhin Kosei sich in einem Dreh dieser zuwandte. Behutsam ließ er sein Augenmerk über den großen Mann auf und ab wandern bis er an dessen schwarz glänzenden Brillengestell, die einen starken Kontrast zum leuchtend weißen Mantel bildete, hingen blieb. Der Klang der Stimme ertönte wieder und verkündete sein Mitleid, was dem jungen Mann aber nicht aufrichtig, sondern in Kombination mit dessen unerschütterten Stimmlage eher fragwürdig erschien. Während sich die suspekte Person näherte, reagierte der braunhaarige souverän und bat diesen Abstand zu halten. Mit ernster Miene verzogen sich Koseis Augen zu schmalen Schlitzen nachdem der Fremde verkündete, Arzt zu sein und sich den Leichnam näher ansehen zu wollen. //Hier stimmt doch etwas nicht// alarmierte ihn sein Gewissen und ließ ihn einen Schritt näher treten um dem weißbekleideten zu folgen um ihn nicht aus den Augen zu lassen. Die beiden größeren Männer nahmen sich der Todesursache an und tauschten sich über Sachen aus, die der vierundzwanzigjährige nur aus Krimis kannte. "Es gibt doch auch Gifte, die nicht so einfach im Körper nachgewiesen werden können" hauchte er undeutlich, mehr als das er es tatsächlich aussprach. Dem leisen Flüstern folgte keine Reaktion, vermutlich hatte man sein murmeln gar nicht gehört doch als der Arzt dem Mädchen mit dem widerlichen Spruch über die Wange strich, wollte er nicht länger ungehört bleiben. "Was fällt Ihnen ein?!" brauste es nun lauter als er es erwartet hatte aus ihm heraus. Mit einem Satz fand er sich genau neben dem Brillenträger wieder und stieß ihn von der am Boden regungslosen Person. Seine Hände zu Fäusten geballt kochte eine lodernde Flamme der Wut in ihm. Arzt oder nicht so konnte er nicht mit einer Toten umgehen, sie war doch schließlich ein Mensch und keine Puppe. Verkopft raste es in seinen Gedanken. //Hatte man mich auch so geschmacklos berührt und über mich gesprochen?// Der Ausdruck in seinem Gesicht wurde eisern und fixierte den Mann in weiß. Angewidert mit hochkochenden Gefühlen machte er einen Schritt auf diesen zu.
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    • Kenji Asato

      Irgendwas stimmte hier nicht. Die Ausstrahlung, die Art, das ganze Verhalten dieses Arztes war selbst Kenji etwas zu skuriel gewesen. Er war nun seit über 70 Jahren ein Shinigami gewesen und hatte in seinen Jahren genügend Fälle bearbeitet sowie ist den merkwürdigen Leuten über den Weg gelaufen aber dieser Typ vor sich, war dann doch ein komplett anderes Thema gewesen. Ob dies aber nun gut oder schlecht für sie war, konnte er selbst noch nicht sagen.
      Schnell wurden seine Gedanken aber unterbrochen als der Arzt schließlich das Wort ergriff und erklärte, dass es weder eine äußerliche Wirkung geschweige denn Gift gewesen war, was die Person am Boden tötete. Dass es keine äußerliche Einwirkung war, konnte der braunhaarige selbst schon feststellen, aber kein Gift? Als er dazu die Erklärung bekam, war es irgendwie verständlich gewesen aber soweit er auch wusste gab es doch unterschiedliche Wirkungen an einem Gift zu sterben ohne, dass man etwas erkennt? Noch bevor Kenji jedoch eine Frage dazu stellen konnte, fiel ihm wieder der junge Mann auf, welchen er vorher gebeten hatte zu verschwinden, der sich dem Arzt näherte und mit wutentbrannter Stimme das Wort ergriff und den Typen wegstieß. "Hey" kam ihm Kenji entgegen und packte den jungen Mann von hinten um ihn aufzuhalten als er sich weiter dem am Boden liegenden Mann näherte. Die Aktion bei der Toten Frau fand Kenji zwar auch nicht gerade sehr passend aber dies war doch noch lange kein Grund wirklich so auszurasten? "Was ist dein Problem, Junge?" kam es dann selbst etwas ernster und kühler aus dem Arzt heraus als dieser seine Brille vom Boden aufhebte, da ihm durch den Stoß des anderen sie vom Gesicht runterfiel, wieder aufsetzte, aufstand und den Dreck vom Mantel abputzte. "Die Frau ist tot, da kann man nun mal nichts dagegen machen. Was jedoch die genauere Todesursache ist, kann man nur anhand einer Obduktion herausfinden. Wenn Sie wollen, kann ich diese sehr gerne übernehmen?" wandte der Arzt seine Aufmerksamkeit wieder auf Kenji zurück als sein Blick anschließend auf auf den Jungen ging, welcher von dem braunhaarigen festgehalten wurde. "Oder wäre der junge Mann nicht damit einverstanden?" dabei könnte er sich einen kleines sarkastischen Lächeln nicht verkneifen. "Ich mache den Job schon lange genug um zu wissen was ich tue.." mit diesen Worten näherte er sich dann dem Kleineren bevor er vor diesem zum stehen kam und sanft seine Hand auf sein Kinn legen wollte um dessen Gesicht etwas besser zu ihm nach oben heben zu können als ihm Kenji dazwischen kam und dessen Arm packte um die Bewegung zu stoppen. "vielleicht wäre es ja dann angebracht sich nicht in die Erwachsenenarbeit einzumischen. Sowas kann immer böse enden" sprach der Arzt seine Worte bedrohlich aus bevor er sich von Kenji's Griff mit einer Bewegung befreite. "Soweit ich weiß, ist es nicht die erste Leiche die unter solchen Umständen gestorben ist. Man sollte schnell handeln, wenn man weitere Morde verhindern will" für einen kleinen Augenblick wandte er nochmals seinen Blick auf Kenji, welcher doch etwas verwundert über dessen Aussage war. Was hatte das denn zu bedeuten? Wenn man die weitere Morde verhindern möchte? Weiß er etwa mehr als sie? Leicht hob er seine Hand zum Abschied als er sich von ihnen abwandte und die beiden alleine bei der Leiche stehen ließ bis er schließlich verschwand. Kenji's Blick war noch für einen Augenblick in dessen Richtung gewandt gewesen bevor er sich dazu entschloss den Jüngeren auszulassen. "Hab ich nicht vorher gesagt, dass du von hier verschwinden sollst?" war auch die Stimme von Kenji nicht gerade begeistert gewesen. Warum der Junge jedoch vorher so wütend geworden ist, interessierte ihn doch. Kannte er etwa die Frau?


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    • Kosei Katayama

      Den Blick nicht abwendend blieben seine Augen fest auf denen des Arztes, der seine vom Fall minimal verbogene Brille wieder aufsetzte. Auch nachdem der Junge den Griff des älteren auf seinem Körper vernahm, galt seine Aufmerksamkeit nur dem Unbekannten. Leicht hätte sich Kosei aus den Händen des braunhaarigen lösen können, denn was ihm an Masse fehlte machte er mit Geschick und Schnelligkeit wieder wett, doch er wehrte sich nicht. //Du bist mein Problem!// hätte er das offensichtliche gerne herausgepustet bevor sich die fragwürdige Figur ihm näherte und sogar seine Hand in Richtung seines Gesichts ausstreckte. Gerade als Kosei reagieren wollte kam ihm der andere unerwartet zuvor. Mit fragendem Ausdruck schaute er erst zu diesem bevor er sich den Händen der beiden zuwandte. Die Provokation ging nicht an ihm vorbei und die Miene des jungen Mannes verfinsterte sich erneut, den Kiefer fest zusammenbeißend. Bevor er in der Lage war dem in weißgekleideten etwas an den Kopf zu werfen, machte dieser auch schon kehrt und verabschiedete sich nach seinen Belehrungen. Zu zweit zurückgelassen standen sie da, mit der regungslosen Frau am Boden. Die Anspannung in Kosei legte sich ein wenig, brachte ihn dazu einen tiefen Atemzug zu nehmen ehe er die Luft mit einem Seufzer wieder heraus ließ. Mit ernsterem Ton wandte sich der ältere erneut an seine Wenigkeit und er war sich unsicher was er antworten sollte. "Ich!" war das erste Wort, dass dem Jungen über die Lippen kam, entschied sich jedoch kopfschüttelnd dagegen. Er nahm sich einen kurzen Moment um seine Gedanken zu ordnen und sich nicht von seinen Gefühlen übermannen zu lassen. "Es tut mir leid..." hauchte es weniger vorlaut aus ihm heraus. "Das alles hier ist mir neu. Ich weiß ich sollte nicht hier sein, ich kann es doch auch nicht erklären. Es hieß ich solle her kommen und meinen Partner treffen, dabei ergeben sich meiner Schlussfolgerung nach nur zwei Optionen. Entweder sind Sie eben dieser Partner oder..." mit einem Schlucken blickte er in die Richtung, in die der Unbekannte Doktor verschwand. Er hatte keine Ahnung auf welche Leute und Persönlichkeiten er stoßen sollte, war die ganze Shinigami-Rolle Neuland für ihn. "Wie dem auch sei..." setzte er erneut an um seinen Standpunkt zu festigen und seine Abneigung gegenüber dem verschwundenen Man zu verdeutlichen. "Ich habe ein sehr ungutes Gefühl bei dem und hoffe, dass Sie nicht ernsthaft in Erwägung ziehen ihm die Leiche als auch die Obduktion zu überlassen." Sein Blick richtete sich auf dem ihm gegenüberstehenden Mann und ermöglichte ihm das erste Mal eine richtige Aussicht auf dessen Gesichtszüge. Der Unbekannte sah nicht viel älter aus als er selbst, weswegen er sich fragte was sie mit //Erwachsenenarbeit// meinten. Die kastanienbraunen Haare waren ihm bereits aufgefallen doch viel interessanter als die sanft fallenden Strähnen, waren die violetten Augen, die sie schmiegten. Sie erinnerten ihn an die leckere Blaubeermarmelade, die er früher mit seinen Schwestern einkochte. Bevor er sich in diesem Anblick verlor und wieder in eine seiner Erinnerungen abdriftete fuhr er fort "Oder kommt es nur mir suspekt vor, dass ganz zufälliger Weise ein Arzt vor Ort ist und anbietet sich um die Leiche zu kümmern? Außerdem kann jeder behaupten Arzt zu sein." Leicht verlegen fiel Kosei plötzlich auf, dass er seinem Gegenüber ungefiltert all seine Gedanken mitteilte, ohne das dieser danach gefragt hatte, doch eine Frage brannte ihm noch auf der Zunge "Und was sollte diese Andeutung? Was weiß der Typ über diesen Mord?". Mit der letzten Frage verstummte er und kehrte sich vom älteren ab, blickte der Spur des Arztes hinterher um die anschleichende Hitze auf seinen Wangen seinem Gegenüber zu verbergen. "Ich bin übrigens Kosei..." murmelte er noch unsicher vor sich hin bevor er sich räusperte.
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    • Kenji Asato

      Kenji's Tonfall war auch nicht gerade der Netteste gewesen weshalb er selbst für einen kleinen Moment tief durchatmete um sich zu beruhigen. Der Junge konnte doch für all dies hier nichts und wenn man eine tote Frau so behandelte wie es der Arzt es tat, hätte genauso er irgendwie wütend darüber werden können. Jeder Mensch hatte es verdient gehabt den Respekt zur Ruhe zu bekommen. "Schon gut" lächelte er sanft den anderen an als sich dieser entschuldigte. Richtig sauer konnte er auf den anderen nicht sein. Das wäre nicht fair gewesen doch dauerte es auch nicht lange bis er sich weiter erklärte und meinte, dass all dies Neu für ihn sei und angeblich auf seinen Partner hier treffen solle. //sein neuer Partner?//, schoss es ihm durch den Kopf. Soll das etwa bedeuten, dass der junge Mann etwa sein neuer Partner sei von dem der Boss und Hiroshi erzählten und sagten, dass er ihn hier in Shibuya antrifft? "Na klasse, ein Neuling" seufzte er leise vor sich her als sich Kenji mit der Hand durch die Haare fuhr. Gerade das hatte ihm noch gefehlt aber andererseits war es immernoch besser gewesen als weiterhin alleine zu arbeiten. Schließlich arbeiteten Shinigami's immer zu zweit....das war die oberste Regel.
      Als der Neuling weiter sprach und wieder von dem Arzt anfing und was das Angebot mit der Obduktion betraf, konnte sich Kenji ein sanften Lacher nicht verkneifen. "Keine Sorge, auf solch eine dumme Idee komme ich ganz sicher nicht" meinte er vergnügt wobei ihm selbst bei dem Typen ein ungutes Gefühl aufkam. Daher musste er ihm auch zustimmen als der Jüngere weiterhin davon sprach, dass es ihm doch etwas suspekt vorkam, dass ausgerechnet in der Nähe eines Tatort's ein Arzt unterwegs ist und auch noch ganz zufällig erwähnte, dass er ruhig die Arbeit erledigen könnte. Wie kam er überhaupt auf die Idee, dass Kenji zustimmen würde? "Vielleicht weiß er ja mehr über all diese Vorfälle als was wir glauben?" kam es etwas gedankenverloren aus ihm heraus als sich der andere von ihm abwandte und sich anschließend vorstellte. Wieder glitt ein sanftes Lächeln über seine Lippen und hielt ihm die Hand zum Vorstellen hin "Ich heiße Kenji, freut mich deine Bekanntschaft zu machen" begrüßte er ihn diesen, zog aber die Hand wieder zurück um seinen Blick der Frau zu widmen, welche immernoch regungslos am Boden lag. Kenji konnte nur hoffen, dass sie diesem Arzt nicht weiter über den Weg laufen würden aber andererseits ließ ihm einfach der Gedanke nicht los, dass es nicht die erste Begegnung mit ihm war. Ganz im Gegenteil. Eher glaubte er daran, dass dieser Typ eine größere Rolle spielen wird als was den beiden lieb war. "Die Andeutung, welche er gemacht hat, würde ich wieder vergessen. Vermutlich wollte er uns damit nur einen Schreck einjagen. Solche Typen werden dir immer wieder über den Weg laufen" versuchte er den anderen aufzubauen. Es war gerade als Neuling schwer gewesen solch einen Job zu machen aber umso länger man dabei war, umso mehr lernte man damit umzugehen geschweige denn sich solche Sachen einfach nicht zu Herzen zu nehmen. "Na komm, als Erstes sollten wir mal die Frau von hier wegbringen sonst haben wir noch mehr Zuschauer" lächelte er wieder, zog sich seinen Mantel aus und legte diese über die tote Frau bevor er sie hochhob und losging bis beide von der Menschenmassen verschwunden waren und in einer alten kleinen Gasse halt machten. Kenji schloss für einen kleinen Moment die Augen als er seine Hand gegen die Mauer legte und sich ein kleiner Durchgang darin öffnete wo daraufhin im nächsten Moment auf der anderen Seite das Ministerium erschien und er auch schon durchging sodass man im nächsten Augenblick auch schon in der Shinigami Welt zurück war. Als beide durch waren, schloss sich hinter ihnen wieder der Weg und Kenji steuerte direkt auf das Gebäude zu woraufhin schon Hiroshi ihnen entgegen kam. "Was zum...? Was ist passiert?" wollte dieser wissen als er sah was Kenji mit sich hatte "Es wurde eine weitere Frau umgebracht, welche bereits tot sein sollte, jedoch wissen wir noch nicht von wem geschweige denn wie. Wir dachten, dass vielleicht eine Obduktion was herausfindet"...."Wir?" wiederholte Hiroshi als sein Blick auf den Jüngeren ging "Ah, verstehe. Dann habt ihr euch beide ja endlich kennengelernt" lächelte er und begab sich mit in die Obduktion. "Ihr solltet euch ausruhen, bis neue Informationen vorhanden sind" meinte er noch woraufhin Kenji aber nachdenklich den Kopf schüttelte. "Ich werde mir nochmals die anderen Berichte ansehen und auch das System mal durchstöbern" //irgendwie geht mir der Typ nicht aus dem Kopf//, schoss es ihm nachträglich durch den Kopf bevor er seinen Blick auf Kosei wandte. "Wenn du willst, kannst du gerne mitkommen. So kann ich dir gleich ein paar Sachen zeigen" lächelte er diesem zu. Desweiteren wollte er auch noch mehr über seinen neuen Partner erfahren. Wie er gestorben ist, warum er eigentlich vorher so sauer geworden ist und so weiter. Gerade wenn man zu zweit war, konnte man doch mehr über jemanden erfahren, oder?


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    • Kosei Katayama

      Gerade als Kenji sich der Leiche annahm und diese hochhob machte Kosei einen Schritt auf diesen zu um ihm zu helfen, hielt aber direkt darauf inne. Er wollte die Frau nicht anfassen, zu groß war seine Scheu vor dem Leichnam. Zu sehr erinnerte es ihn an seinen Vater, den er vor einigen Jahren tot in dessen Schlafzimmer auffand. Zu viele Fragen löste es in dem jungen Mann aus. //Wie hat man mich wohl entsorgt? Gab es überhaupt Überreste die man entsorgen konnte? Haben sie von mir Abschied nehmen können oder blieb ihnen nichts als ein leerer Sarg?// tränen reicherten sich ihm vor Augen an. Würde er die Schuldgefühle für seinen eigenen Tod jemals überwinden oder würde er sich für den Rest seines Daseins fragen was aus den zarten Wesen wurde, die er zurück ließ. Seufzend verabschiedete er sich wieder von seinem Gedankenkarussell, während ein Tropfen über sein Gesicht fiel. Seinen Blick aufrichtend merkte er wie weit er hinter Kenji bereits zurückgefallen war. Mit strammem Schritt holte er auf und begleitete den älteren in eine abgelegene Seitengasse. Die Architektur unterschied sich nicht sonderlich von den umgebenden Bauten. Es handelte sich um den Zwischenraum zweier Blockrandbebauungen aus Klinker Mauerwerk. Obwohl Kosei seinem Partner ohne zu zögern folgte, fragte er sich schon wohin sie gingen. Mit dem leblosen Körper einer jungen Frau in eine verlassene Sackgasse zu stiefeln kam ihm dann doch etwas merkwürdig vor, wobei ihm seit seinem Ablesen so ziemlich alles merkwürdig vorkam. Als sein Vordermann auch noch abrupt stehen blieb um seine Handfläche auf einen der vermutlich kalten Steine der Mauer zu legen und seine Augen schloss, schaute er diesen verwundert an. Nachdem sich ein Durchgang öffnete und Kenji wie selbstverständlich darin verschwand blieb dem vierundzwanzig jährigen die Spucke weg. Diese Welt hörte nicht auf ihn immer wieder zu überraschen und ihm ein neues Rätsel aufzutischen. Stumm sprang er dem braunhaarigen hinterher und folgte diesem an den Haken. Ohne ihn würde er sich bestimmt verlaufen und in irgendeinen Ärger geraten. Vor ihm erstreckte sich erneut ein prachtvolles Bauwerk, welches ihn an eine Schule oder doch eher ein Rathaus erinnerte. Bevor er das Gebäude weiter untersuchen konnte bemerkte er einen Mann, der den beiden entgegen kam und ansprach. Als dieser Kosei hinter der muskulösen Statur seines Partners bemerkte, nickte er diesem nur verlegen mit unsicherem Lächeln zu. Als Kenji anbot gemeinsam die Berichte zu durchstöbern und ihm einige Sachen zu zeigen, nickte der junge mit einem zarten Lachen. Er freute sich eine Aufgabe zu haben und sich mit etwas anderem als seinen Gedanken und Fragen beschäftigen zu können. Zielstrebig machten die beiden sich gemeinsam auf den Weg durch das Gebäude bis sie schließlich vor einer Tür stehen blieben und in ein kleines Büro traten. Während sich die Frage in ihm breit machte ob dies ihr Raum sei oder doch nur der des braunhaarigen, scannte er seine Umgebung. Es handelte sich um ein schlicht eingerichtetes Zimmer mit herumliegenden Kartons und Bergen an Zetteln. Er wusste nicht so ganz ob die Dokumente zu dem aktuellen Fall gehörten oder sich einfach Arbeit ansammelte, so oder so war hier jemand hart am arbeiten gewesen. In Angst davor die Ordnung der Papiere durcheinander zu bringen, stolperte Kosei an den Dokumenten vorbei auf einen Sessel zu. Froh darüber nichts umgestoßen zu haben nahm er platz, den Schreibtisch mit dem Drehstuhl überließ er damit seinem Partner. Er hätte sich unwohl dabei gefühlt einfach an einen fremden Tisch zu gehen, geschweige denn sich vor den bereits aufgeschlagenen Laptop zu setzen. Während der junge versuchte sich im Raum zu orientieren flog sein Blick über einige gelbliche Akten. Neugierig und nichts besseres mit sich anzufangen nahm er sich vorsichtig eine wobei ihm direkt einige Fotos unten aus der Mappe rutschten. Mit aufgerissenen Augen fummelte er aufgeregt umher um alles wieder aufzusammeln und studierte dabei ein Bild nach dem anderen. Das erste das er betrachtete war ein Foto einer jungen Frau mit dunklem Haar und einem freundlichen Lächeln, das zweite ein Abbild der selben Frau, ihre Augen geschlossen und ihre Haut blass wie Schnee. Erschrocken versuchte er den Kloß in seinem Hals herunter zu schlucken ehe er sich an seinen Partner wandte. "Ist das... eine der Opfer?"
      A heart's a heavy burden.

    • Kenji Asato

      Es war egal wie oft er zu dem Ministerium bzw. seinem neuen zu Hause zurückkehrte, es war immer wieder der selbe schöne Anblick gewesen. Das Gebäude wurde umzingelt von blühenden Sakurabäumen, dessen Blätter stets im sachte Wind durch die Lüfte flogen. Hiroshi meinte zwar, dass es in Gegensatz zur echten Welt unfair war, dass sie als Shinigami das ganze Jahr mit Kirschblüten beglückt würden aber für Kenji war es immer wieder ein beruhigender Anblick. Es war sozusagen das erste richtige zu Hause, welches der braunhaarige lernte wertzuschätzen. In seinem früheren Leben hatte er all dies nicht. Deswegen versuchte er hier auch stets sein Bestes zu geben. Die anderen sahen ihn schon als einer der besten Shinigami's aber er hatte vermutlich für diese Sichtweise einfach zu wenig Selbstvertrauen gehabt. Er wollte eher den Menschen helfen, welche in Gefahren waren, schauen, dass sich alle wohl fühlten, versuchen, dass ihn andere mochten und gut mit ihm auskamen. Was anderes zählte bei ihm als Shinigamidasein nicht mehr. Er hatte sein Leben gelebt. Aber warum ausgerechnet er als Shinigami eine zweite Chance erhielt, hatte er sowieso bis heute nicht verstanden gehabt aber wenn er ehrlich war, hatte sich Kenji noch nicht einmal die Mühe selbst gemacht und in den Dokumenten nachgesehen. Nein! Es gab sicher einen bestimmten Grund warum man ausgerechnet ihn auserwählt hat und dies reichte für ihn alleine schon. Der Gedanke, dass er gebraucht wurde.
      Nachdem Hiroshi ihnen die tote Frau abnahm um diese zur Obduktion zu bringen, schlug Kenji vor erstmal ein paar Dokumente durchzustehen während sie auf das Ergebnis warteten, weshalb er seine Aufmerksamkeit auf seinen neuen Partner wandte und ihm vorschlug ihm alles hier zu zeigen. Es war wichtig, dass sich auch Kosei gut auskannte und wusste wie der Job funktionierte, sollte Kenji mal aus irgendwelchen Gründen nicht zur Verfügung stehen und da die beiden nun ab heute zusammenarbeiteten, war es andererseits auch sozusagen seine Aufgabe ihm gegenüber gewesen. Daher dauerte es nicht lange als sich beide gemeinsam schon auf den Weg zum Büro machten, Kenji die Türe zu dem besagten Zimmer öffnete und eintrat. Überall waren entweder Dokumente verstreut gewesen oder Berge davon vorhanden, welche bis am heutigen Tage nicht abgeschlossen waren. Jede Abteilung hatte dementsprechend auch ihre Leute gehabt aber selbst für die Kollegen hier war es manchmal schon zuviel gewesen. Meistens kamen mehr Fälle rein als was am Tag bearbeitet werden konnte, weshalb die Kollegen mit der Arbeit so hinten nach waren. Ohne sich jedoch weitere Gedanken darüber zu machen, begab sich Kenji an den Arbeitsplatz, an welchem sich auch schon Kosei begeben hatte, nahm am Drehstuhl Platz und fing an schon ein paar Daten in den Laptop zu tippen während sein Partner eine der Akten in die Hand nahm und diese durchblätterte. Die Dokumente waren jeweils in unterschiedliche Farben unterteilt gewesen. Die Gelben waren die aktuellen und wichtigsten Fälle, die Blauen waren Fälle, welche schon seit längerem offen waren und die roten, welche seit bereits Jahren zurücklagen. So wusste man wenigstens immer wo man als Erstes nachsehen konnte, wenn man Informationen bzw. die Akte zu dem jeweiligen Fall benötigte. Als Kenji Koseis's Frage horchte und er selbst kurz einen Blick in die Akte warf um das Bild zu betrachten, erkannte er die Frau gleich woraufhin der braunhaarige für einen kurzen Moment die Augen schloss bevor er diese wieder öffnete. "Yuki Kuroshima....sie war das erste Opfer von unserem Serienmörder. Wir fanden ihren leblosen Körper vor 2 Wochen ebenfalls in Shibuya. Zuerst gingen wir von einem ganz natürlichen Tod aus aber nachdem wir sie untersuchen ließen und kurz darauf schon das zweite Opfer mit den selben Symptomen gefunden wurde, war es für uns kein Zufall mehr gewesen. Seitdem häufen sich die Fälle. Die Frau, welche heute ums Leben kam, ist bereits unser 4tes Opfer und wir haben bisher keine Anhaltspunkte auf den Mörder" brachte er so gleich den jungen Mann neben sich auf den aktuellen Stand. Schließlich kam dieser ja mitten in den Ermittlungen zu ihnen und hatte daher noch keine Ahnung wie weit sie mit ihrer Arbeit waren, oder hatte Hiroshi ihn bereits alles erzählt gehabt bevor er zur Stadt aufbrach? "Sag mal, warum bist du vorher eigentlich dem Arzt gegenüber so sauer geworden?" wollte er gleich wissen, wenn sie schon irgendwie beim Thema waren. Einen passenderen Zeitpunkt hatte der braunhaarige wohl in nächster Zeit eher weniger um ihm diese Frage zu stellen.


      "Live your Life......you only have this one chance !"
    • Kosei Katayama

      Neugierung und auch etwas angewidert von der Vorstellung einen Serienmörder zu suchen, lauschte der junge seinem Partner als ihm dieser die Randdaten des aktuellen Falls erläuterte. Grobe Informationen hatte er bereits bei seiner Ankunft erhalten, hatte aber vor Überforderung nur mit einem Ohr zugehört und den Großteil nicht verarbeitet. Umso mehr versuchte er die neu gewonnenen Angaben einzuordnen und aufzusaugen. Nachdenklich mit gesenktem Blick vertiefte Kosei sich auf eines der Bilder in der Akte. Bereits vier junge Frauen mussten ihr Leben wegen diesem Mörder lassen. Schweigend saß er da, in Gedanken verloren mit einem rauchendem Kopf. In seinem bisherigen Alltag begegneten ihm keine Leichen, besonders keine Mordopfer. Sein Vater war die einzige tote Person, die er je gesehen hatte und nun sollte er sich all diese Fotos von Verstorbenen ansehen und auch noch ihren Mord aufdecken. Nicht wissend was er tun sollte versuchte er sich an alle Filme, Serien und andere Quellen zu erinnern, in denen Delikte behandelt wurden. Er wollte einen Weg finden sich einzubringen, zu helfen, das war das einzige was ihn antrieb. Es war schon immer seine Hilfsbereitschaft, die ihn motivierte und vorantrieb. Nur diese Eigenschaft ließ ihn den Verlust seines Vorbildes, seines Fels in der Brandung überwinden indem er sich in Arbeit stürzte, seinen Mitmenschen half und alles dafür gab ihnen ein schönes Leben zu ermöglichen. Genau dieser Antrieb war was ihn in diese Welt brachte, ihm den Weg ins Jenseits verwehrte und zum Shinigami machte. Angestrengt starrte er auf den Papierkram um sich herum. So viel war zu tun, so viele Fragen zu beantworten. Als der ältere sich an ihn wandte um zu erfahren was es mit seiner Reaktion auf den Arzt auf sich hatte erwiderte Kosei zwar den Blick von Kenji gab ihm jedoch vorerst keine Antwort und versuchte das Thema zu wechseln.
      "Ich denke wir können mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit auf einen männlichen Täter schließen, da alle Opfer Frauen sind. Gibt es Infos darüber ob es sich um Sexualdelikte handelt?" fragte er stattdessen und blätterte mit seinen schmalen Fingern durch die Dokumente als versuchte er die Antwort auf seine Frage darin zu finden. Es wäre das einzige was für ihn Sinn ergab schließlich hatten rund fünfundsiebzig Prozent der Serienmorde ein sexuelles Motiv, was auch seine These bezüglich des Geschlechtes des Mörders bestätigt hätte. Wenn er recht hatte, wären sie zumindest eine Spur weiter, doch so einfach stellte sich der junge Mann es sich nicht vor. Wäre die Lösung so offensichtlich gewesen, hatte schon jemand anderes auf die Idee kommen müssen. Trotzdem war er sich sicher, dass sie irgendwo etwas finden mussten. Ein Serienmörder entstand nicht über Nacht, häufig wurden sie bereits in jungen Jahren auffällig durch kleine Vergehen wie der Tierquälerei oder Brandstiftung. Irgendeinen Anhaltspunkt musste es geben, nur wo? Seufzend lehnte er sich in den Sessel und ließ seinen Kopf in das weiche Leder fallen. Noch einmal erinnerte er sich an die junge Frau die nun in der Obduktion lag. Sie zeigte keine Anzeichen von äußerer Gewalteinwirkung und auch die Möglichkeit einer Vergiftung schmetterte der Doktor vorerst ab. All dies sprach gegen einen Sexualmörder. Wenn es wirklich eine Vergiftung mit einer nicht nachweisbaren Substanz gewesen war ließe es eher auf einen Beziehungsmörder schließen, da diese vorzugsweise mit Gift handelten. Diese Schlussfolgerung hatte zur Folge, dass der jüngere sich nochmal aufrappelte und erneut den Rat Kenjis aufsuchte. "Stehen die Opfer irgendwie miteinander zusammen? Gleicher Kindergarten, eine Begegnung im Laden irgendwas?" für diese Kategorie mussten die Frauen irgendetwas gemeinsam gehabt haben, im selben Umfeld stehen abgesehen vom Ort Shibuya. Verzweifelt schloss er die Augen und atmete tief ein. So ungeduldig und nervös an die Sache heranzugehen, hatte ihn nicht weiter gebracht sondern nur für mehr Chaos in seinem Kopf gesorgt. Sich die Stirn reibend schaute er sein Gegenüber angestrengt an ehe er wehleidig ausatmete. "Ich sollte einfach nicht hier sein..." begann er leise vor sich hin zu murmeln und senkte den Blick. "Ich...ich bin tot...ich hab sie in Stich gelassen und jetzt sitze ich hier und soll irgendwelche Morde aufklären." leicht zitternd merkte Kosei wie ihm die Tränen in den Augen stiegen. Bevor er die nächsten Worte aussprach schluckte er und schloss seine Augen. "Ich verstehe es nicht...ich..bin am lebendigem Leibe verbrannt..es war die Hölle..dieser Schmerz, dieser Gestank..." er hatte seine Tränenflüssigkeit nicht länger im Griff und einige Kugeln fingen an aus seinen immer noch geschlossenen Augen über sein Gesicht zu kullern. Lachend schaute er auf seine Hände, suchte nach den Anzeichen für alles was er in der Nacht seines Todes durchlebt hatte aber fand nichts. "Man würde denken in Flammen zu stehen wäre ein unerträgliche Hitze aber mir war einfach nur kalt als es mir die Haut zerfetzte." Mit beiden Händen fuhr er sich durchs Gesicht, wischte sich die Nässe von den Wangen. "Diese Bilder, sie lassen mich nicht los. Jedes mal wenn ich meine Augen schließe sehe ich es wieder vor mir, sehe meine Familie wie sie ohne mich zurückbleibt. Ich verstehe nicht warum ich nach all dem noch hier bin und als ich den Arzt so sah, wie geschmacklos er den leblosen Körper der armen Frau berührte da...Ich konnte nicht anders...Ich konnte das nicht tatenlos mit ansehen." flüchtig suchte er den Blick des älteren ehe er ihn dann doch rasch abwandte. "Tut mir leid, dass du mit einer nutzlosen Heulsuse festhängst, ich bin normalerweise nicht so nah am Wasser gebaut. Das letzte mal hab ich geweint als mein Vater starb." beendete er seinen viel zu langen Vortrag über sich selbst und sah beschämt zu Boden. //Was bist du nur für ein Schwächling// beschimpfte er sich selbst.
      A heart's a heavy burden.

    • Kenji Asato

      Es war vielleicht eine zu persönliche Frage gewesen, welche Kenji seinem neuen Partner da gestellt hatte weshalb er es auch verstand, dass dieser im ersten Moment gar nicht darauf antwortete geschweige denn sogar dann noch das Thema wieder zurück auf die toten Frauen brachte. "Nein, das war einer der ersten Dinge die wir ausschließen konnten" und gerade das machte selbst den braunhaarigen Shinigami etwas stutzig an der ganzen Sache. Er machte seinen Job schon lange genug um zu wissen, dass die meisten Fälle von um gebrachten Frauen etwas mit einem sexuellen Eingriff zu tun gehabt hatten aber diesmal war es hier nicht der Fall. Sie fanden weder Spuren von Blutergüße noch Spermaspuren des Täters. Somit konnten sie damit ausschließen, dass sie gewaltsam festgehalten wurden aber die andere Frage war dann wiederrum, was er davon hatte sie umzubringen? Was reizte ihn die Frauen zu vergiften wenn er vorher sie gar nicht misshandelte oder dergleichen? Machte es ihn einfach nur Spaß diese als Marionetten zu benutzen? Auch wenn ihm gesagt wurde, dass Kenji einer der besten Mitarbeiter des Ministeriums war, so musste er leider diesmal selbst zugeben nicht wirklich voran zu kommen. Ohne jeglichen Spuren auf den Mörder konnten sie nur Mutmaßungen machen und selbst das war des Öfteren nicht gerade der richtige Weg gewesen. Nein! Stattdessen konnte es sogar passieren, dass sie den falschen Typen schnappen.
      Ein leichter Seufzer entglitt ihm bei diesen Gedanken von den Lippen bevor Kosei ihm auch schon die nächste Frage stellte ob es irgendwelche Zusammenhänge zwischen den 4 ermorderten Frauen bestand. "Naja das Einzige was wir erstmal herausgefunden haben ist, dass sie alle in der selben Stadt hier wohnten. Aber weitere Informationen haben wir bisher noch nicht rausgefunden" musste er ihm offen gestehen weshalb er sich dabei Verlegen mit der Hand am Kopf kratzte. Wie hätte er denn bitte auch mehr herausfinden sollen? Kenji führte den Fall bisher so gut wie alleine. Klar, am Anfang hatte ihm Hiroshi dabei geholfen aber lange hatte es der Typ mit ihm auch nicht ausgehalten weshalb er schnell beim Boss einen anderen Posten beantragte. Seitdem war er sozusagen der Stellvertreter vom obersten Boss und ließ Kenji mit all den Dokumenten und Informationen weiter alleine ermitteln. Natürlich hatte er deswegen ein schlechtes Gewissen gehabt aber er hatte seine Gründe die Zusammenarbeit zu beenden und wollte daher Schlimmeres verhindern. Kenji nahm es einerseits ziemlich locker, da er es einfach gewohnt war, dass Leute kamen und gingen aber andererseits tat es ihm auch irrsinnig weh zu hören, dass Hiroshi nicht mehr mit ihm arbeiten wollte. Sie waren damals sowas wie Brüder gewesen aber seither hatte sich die Beziehung etwas verschärft. Hiroshi versuchte zwar immer für ihn da zu sein, ging aber andererseits wieder auf Abstand. Auch wenn Kenji immer wieder all diese Dinge und ihre gemeinsame Zeit durch den Kopf durchging, so fand er jedoch keinen Punkt an dem er vielleicht etwas falsch gemacht hätte. Sollte er ihn vielleicht mal darauf ansprechen und herausfinden was falsch lief? Nein! Wenn Kenji dies tat würde es nur erbärmlich und vielleicht mitleidend rüber kommen und so wollte er niemals in Erscheinung treten.
      Schnell verdrängte er all diese Gedanken wieder um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und eigentlich hatte er eher damit gerechnet gehabt vielleicht eine Standpauke seines neuen Partner's zu erhalten wieso sie noch nicht weiter waren oder genauere Daten herausgefunden hatten, aber stattdessen schien er wohl auf seine Frage von vorhin einzugehen warum er dem Arzt gegenüber so sauer geworden war weshalb dieser Kenji's vollkommene Aufmerksamkeit erhielt. Er sollte gar nicht hier sein? Lange blieb ihm diese Frage nicht im Kopf hängen als Kosei weiter von dem schrecklichen Ereignis erzählte. Lebendig zu verbrennen war wirklich ein tragischer Tod gewesen und sowas wünschte man nun wirklich niemanden. Dass er dies alles nicht so einfach vergessen konnte, konnte Kenji sehr gut verstehen. Schließlich war es noch nicht lange her gewesen und sowas würde man auch das ganze Leben lang niemals loswerden. Es würde nur leichter werden damit umzugehen. Es war so in etwa wie beim Tod. Wenn man jemanden verlor, vergaß man diese Person bis ans Lebensende niemals...man lernte einfach in all den Jahren damit zu leben, dass diese niemals zurückkehren würde. Doch sie als Shinigami waren in der Hinsicht komplett anders gewesen. Kosei hatte sie ja nicht komplett alleine gelassen. Eigentlich hatte er sogar die Möglichkeit gehabt ihnen einen Besuch abzustatten aber andererseits war dies wieder eine große Gefahr für ihre Existenz weshalb es auch verboten war dorthin zurückzukehren wo man lebte. Das war einer der obersten Regel, welche man als Shinigami einhalten musste. Wer diese brach, wurde hingerichtet. "Immernoch besser als alles runter zu schlucken" versuchte er seinen Partner etwas aufzubauen. Sanft legte er dabei seine Hand auf dessen Schulter und schenkte ihm ein sanftes Lächeln "Du musst dich dafür nicht schämen für das was passiert war oder, dass es dich immernoch so mitnimmt. Du bist nicht der erste Shinigami, welcher all diese Dinge nicht versteht geschweige denn auch nicht weiß warum er hier ist. Aber mit der Zeit wirst du schon den ganzen Zusammenhang dahinter verstehen" versuchte er ihm zu erklären wobei ihm selbst bei den Gedanken etwas übel wurde. Kosei ist selbst verbrannt und soll nun Morde aufdecken. Da ist es doch klar, dass ihm all dies mitnahm! Aber wie kam es überhaupt dazu? War es ein Unfall gewesen oder verbrannte er sich selbst? Am Liebsten hätte Kenji gleich weiter nachgefragt aber wenn er ehrlich war, traute er sich nicht. Es war schon schmerzvoll genug für den Jüngeren gewesen ihn davon zu erzählen und der braunhaarige war nun wirklich niemand der gerne noch weiter in einer offenen Wunde stach. "Wenn du möchtest, kannst du dich für heute ausruhen und ich gehe weiter die Dokumente durch" bot er ihm an, da er wusste wie anstrengend der erste Tag hier sein konnte. Aber andererseits würde er es auch verstehen, wenn Kosei hier bleiben wollte um vielleicht sich erstmal auf andere Dinge zu konzentrieren. Die Arbeit konnte oft dabei helfen auf andere Gedanken zu kommen.


      "Live your Life......you only have this one chance !"