ExplosionsKill

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    • ExplosionsKill

      Angehaucht an einer Fanfiktion, die ich angefangen habe zu lesen~


      Bakugõ ist nicht gerade der beliebteste Schüler der Yuei Heldenschule. Das ist bekannt und so akzeptiert. Doch was ist, wenn die 'Einschulung' einer neuen Schülerin in die Heldenklasse genau das neu formt? Wenn aus dem sonstigen Einzelgänger plötzlich doch ein netter Zeitgenosse wird, da er jemand findet, der ihn einfach versteht wie er war. Wenn auch durch Hilfe ihrer eigenen Quirk, denn: Diese neue Schülerin kann durch ihre Quirk Gefühle manipulieren und dementsprechend auch fühlen. Und auch wenn sie nicht bewusst die Gefühle ihrer Freunde manipuliert, ist der alleinige Fakt, dass sie immer weiß wie es Bakugõ geht, der Fakt, der die beiden letztendlich zusammenschweißt.

      @'Katsuki Bakugou'
      In another life
      I would make you stay
      'Cause every night I lie in bed
      The brightest colours fill my head
      A million dreams are keeping me awake

    • Heute war der Tag, an dem sich die junge Mya schon seit Tagen und Wochen freute: Ihr erster Schultag an der Yuei und somit auch der erste Schultag in der offiziellen Heldenklasse.
      Als Besitzerin einer psychischen Quirk war ihr dieser Weg nicht einfach gewesen. Wie viele andere auch, hatte sich auch Mya einst für die Aufnahmeprüfung beworben. Während sie die theoretische Prüfung mit Bravour bestand, flog sie im hohen Bogen aus der Praktischen. Kein Wunder, Roboter besaßen keine Emotionen, mit denen sie diese hätte besiegen können und auch wenn sie ihre Manipulation an einem der Mitprüflingen genutzt hätte, wäre der Verdienst immer noch der des Schülers und nicht ihr eigener gewesen - somit wäre sie mit genau der gleichen Zahl wie nun aus der Prüfung gegangen; 0.

      Nun aber war alles anders. Exzellente Noten, sowie ein Praktikum bei einem Helden, in welchem sie eigentlich nur als Sekretärin agierte, doch in welchem ihre Quirk gefunden und anerkannt wurde, führten zur Förderung ihres Traumes und somit dazu, dass sich Uwabami-san für sie eingesetzt hatte.
      Ihr wurde schriftlich mitgeteilt, dass zum kommenden Jahreswechsel ihre Reise an der Yuei fortgeführt werden würde, und das sich um alles Formelle schon gekümmert wurde.

      Sie musste zugeben, anfangs hatte sie dem Schreiben nicht geglaubt. Es klang nicht nur abwegig, es war auch ein derart großer Zufall, dass sie die Erfüllung ihres Traumes auch einfach nicht glauben wollte. Doch selbst nach Tagen, in denen sie immer und immer wieder die Richtigkeit des Briefes überprüft hatte, musste sie feststellen, dass es doch wahr werden würde. Sie würde wirklich in die neue Schule dürfen mit neuen Schülern und einer neuen Klasse - ein Held werden!

      Nun aber musste sie sich langsam beeilen.
      Noch fand sie sich vor dem Spiegel ihres Zimmers vor, wie sie sich skeptisch musterte in der neuen Uniform. Es war nicht so, dass ihre vorherige Schule keine Uniform hatte - so gewöhnlich es hier in Japan war, wäre es ungewöhnlich keine vorher gehabt zu haben. Doch auch an dieser Uniform versuchte sie krampfhaft seit einigen Minuten den Scherz ihrer Einschulung auszulesen - auch nicht möglich.
      Entschieden, nach zwei weiteren Augenblicken, schnappte sie sich dann ihre Sachen und verließ die eigenen Räumlichkeiten um nun zum pünktlich Klassenraum zu gehen.
      Generell legte Mya immer wert darauf pünktlich und respektvoll zu sein, denn durch ihre Quirk spürte sie Auren und die von wütenden, oder enttäuschten Personen waren bislang die schlimmsten und unangenehmsten, die sie gespürt hatte. Natürlich konnte sie sich vorstellen, dass Sadismus und Blutdurst schlimmer wären, vor allem für sie zu ertragen, doch da sie bisher keine Berührungspunkte mit solchen Auren hatte konnte sie das getrost als 'irrelevant' vermarken.

      Ein tiefer Atemzug und kein Luftzug später konnte sie nun die Tür zum Klassenzimmer öffnen und mit dieser eintreten. Neugierig musterte sie den Klassenraum und die spärlich darin vorhandenen Schüler - kein Wunder, sie war überpünktlich und die anderen würden wohl noch erst nach und nach kommen. Doch konnte sie sich so an die langsam eintretenden Schüler und deren Auren gewöhnen - denn auch wenn ihre Quirk so erstmal mächtig und schön klang; ganz so toll war sie dann doch nicht, betrachtete man die Nebenwirkungen. Kontrollieren, wessen Aura sie wann spürte, konnte Mya nur begrenzt - oder eher fast garnicht. Sie nahm unentwegt immer die ihrer Mitmenschen auf, ohne Pause. Das einzige, dass ihr manchmal ein wenig Abhilfe schaffte war, wenn sie eine ruhige Aura in ihrer Nähe hatte, auf die sie sich Konzentrieren konnte. Dadurch konnte sie hin und wieder dann von den anderen, die meist eher aufwühlender waren, runterkommen. Doch nun, vor allem da sie niemanden kannte, blieb ihr erstmals nur übrig die eigene Aura ruhig zu halten, damit sie sich auf diese Konzentrieren konnte. Sollte nach und nach die Aufregung im Klassenraum eintrudeln, würde diese Aura immerhin das sein, dass sie vor einem Zusammenbruch schützte - den wollte sie nun wirklich nicht erneut haben.

      Derweil setzte sie sich schonmal an einem der Tische, die ganz hinten standen. Wohl einer, der extra für sie eingetragen wurde, da auch die neuen Schulbücher darauf bereitlagen.
      Sie richtete sich somit an diesem Tisch ein, während sie neugierig die Bücher musterte.
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    • Und wieder eine neue Woche, dachte sich Bakugou träge als er die Knöpfe seines Hemdes schloss, ehe er sich das Jackett der Schuluniform schnappte und überwarf. Der Winter hatte bereits begonnen. Der Blonde hasste diese Jahreszeit.
      Nicht nur das es kalt und regnerisch war. Nein. Es hatte für seinen Quirk auch einen riesengroßen Nachteil. Den im Winter brauchte er viel länger bis er sich aufgewärmt hatte.

      Während ihm im Sommer das schwitzen verhalf, stärkere und größere Explosionen zu erschaffen, hatte der Winter den genauen Gegenteiligen Effekt. Hier musste er sich doppelt so anstrengen Explosionen zu erschaffen, die er nur aufgrund seines Schweißes bilden konnte. Den immerhin waren Quirks auch nur Körperfunktionen.

      Schnell noch in seine Schuhe geschlüpft, verließ er auch schon das Wohnheim und machte sich auf den Weg in die Schule.
      Während seine Füße sich schlürfend über den Asphalt hinweg bewegten dachte er an das bevorstehende Interchip nach.
      Er hatte noch immer keine Ahnung wo er genau hingehen sollte. Natürlich hätte er zu Best Jeannist gekonnt, aber wollte er das?
      Es gab nicht viel das der Pro Hero ihm beibringen konnte. Und nicht wenig, das ihn dort entsetzlich genervt hatte. Mal von seinem Modegeschmack und dieser schrecklichen Frisur abgesehen, hatte er auch sonst nur ständig etwas an dem Blonden auszusetzen.
      Er erinnerte sich daran wie der Held ihm angeboten hatte bei seinem zweiten Interchip zurück zu kommen, doch Bakugou wollte sich einfach noch nicht festlegen. Welcher Held konnte ihm denn schon etwas beibringen was er noch nicht konnte?
      Der einzige Held bei dem er wirklich gerne etwas gelernt hätte, wäre All Might gewesen. All Might zu seinen best Zeiten.

      Mit diesen Gedanken betrat er das Schulgebäude, als sich auch schon ein Arm um seinen Nacken herum schlang und ein Blonder Schopf neben ihm auftauchte.
      "Oii Kacchan! Naa! Gut geschlafen?", trällerte Kaminari ihm direkt lautstark ins Ohr.

      Konnte er nicht einmal Morgens seine beschissene Ruhe haben? Sie kannten ihn doch! Warum mussten sie ihm dann jedes mal auf die Nüsse gehen! Gerade als er genervt unter seinem Arm weg schlüpfen wollte, schlang sich ein zweiter Arm um seine Schulter. Diesmal war es die Kackfrisur Eijiro.
      Zähneknirschend wandte er sein Gesicht dem Rothaarigen zu.

      "Was!?", knurrte er ihn an, da er schon fast mit einem Spruch seinerseits rechnete.
      "Habt ihr es schon gehört? Wir kriegen heute eine neue Mitschülerin!" , erzählte er freudestrahlend.

      Aha, wen interessiert es, dachte sich der Blonde nur grimmig und bückte sich blitzschnell um sich aus der Berührung der zweien zu Befreien. Nicht nur das er nicht auf Kuschel Kurs war, er hasste unnötigen Körperkontakt absolut!
      "Neue Mitschülerin?", hörte er Dunceface hinter sich.
      "Ja! Das hatte uns doch Sensei Aizawa letzte Woche mitgeteilt"

      Ohne großartig auf das Gespräch der beiden einzugehen betrat er den Klassenraum. Wie eigentlich immer wenn er die Klasse betrat, schenkte er dem Gerede seiner Mitschüler nicht viel Aufmerksamkeit, weshalb er die neue Schülerin erst gar nicht bemerkte.
      Mit grimmiger Miene nahm er auf seinen gewohnten Stuhl platz und rutschte ein wenig im Stuhl herunter, während er seine Hände in die Hosentasche schob.

      "In den Fluren wird nicht gerannt!! Bitte nicht rennen!!", ertönte lautstark die Stimme des Klassensprechers.
      "Ahhhh wo ist sieeee!", quitschte Mina als sie die Klasse betrat.
      "Ich sagte es wird nicht gerannt!!", wiederholte Tenya sich abermals.
      "Weg da! Alle weg da!! Wenn sie ein Mädchen ist...gehört sie mir!!", mischte sich die Stimme des Lustmolchs Mineta ein.

      Nun konnte auch Bakugou nicht mehr weghören als er das Getratsche rund um die neue Schülerin hörte. Da er allerdings relativ weit vorne saß, und die neue Mitschülerin sich noch hinter Momo befand, konnte er sie nicht sofort entdecken.

      Sorry, but I don’t trust anything that bleeds for five days and doesn’t die
      .......
    • Es war unangenehm, wenn durchweg über die eigene Person gesprochen wurde. Und noch unangenehmer, wenn dies geschah ohne dass man wusste, dass die Person ebenfalls da war. Nun gut, eine geringe Präsenz hatte sie schon immer, was auch mitunter an ihrer ruhigen Art lag und dem Fakt, dass die Aufmerksamkeit ein Knackpunkt ihrer Quirk war, der ebenfalls eher zu vermeiden war. Und diesen Knackpunkt merkte sie auch jetzt wieder.

      Während anfangs nur drei weitere Schüler im Raum waren, welche sie anfangs neugierig gemustert hatten, dann aber mit einer kleinen Begrüßung und Vorstellung wieder in Ruhe gelassen hatten, dadurch aber auch entspannte, freundliche Auren ausstrahlten, war alles was jetzt gerade kam nur noch der pure Stress für die Emphatikerin. Eine Aura, tobender als die andere, kam mit dem Geschrei immer näher an sie ran. Es wurde mehr und mehr schwer für sie sich wirklich auf sich selbst zu konzentrieren. Kein Wunder, ihre Aura passte sich langsam dem Tumult an und wurde ebenfalls turbulent.

      Seufzend legte sie ihren Kopf auf den Tisch. Durch fehlende Sicht wurde zwar ihr Gehör nur umso mehr verstärkt, doch war ihr das gerade rechter als noch mehr Reize aufzunehmen. Versteckt hinter Momo fühlte sie sich ohnehin beinahe schon ein wenig sicherer, beinahe.
      Spätestens als jemand den Besitz über sie ergreifen wollte, vorausgesetzt sie war ein Mädchen, ließ sie langsam wieder aufblicken. Was war das denn für eine primitive Aussage? schoss es ihr beinahe augenblicklich in den Kopf. Gedanklich bereitete sich die Aurenversteherin auf einen Prolet vor, der mit seinem Kolgatelächeln die Mädchenherzen umwarb doch - was sie dann sah ließ sie schon beinahe auflachen.
      Okay nein, es ließ sie auflachen. Verdeckt hinter einer Hand und dadurch leider vollends die Aufmerksamkeit des Gnom's auf sich ziehend.

      Anders als sie es sich vorgestellt hatte stand nicht ein großbewachsener, braungebrannter Colgate-Surferboy mit einer hammermäßigen Quirk vor ihr - es war ein kleiner, lilaköpfiger perverser, dessen Blick nur so aussprach, wie unbeliebt er war. Wie konnte jemand mit dem Status nur solch eine Aufgeschlossenheit den Frauen gegenüber haben? Sollte er nicht merken, wie lächerlich er wirkte?

      Ihren eigenen, gedanklichen Gossip unterbrechend wandte sie sich dem Zwerg zu, als jener mit einer mehr als nur eindeutigen Geste auf sie zuschritt. Eins musste sie aber zugeben: Seine Aura, die mehr als nur eindeutig war, zog sie aus dem turbulenten Sturm raus - auch wenn ihr eine ruhige Aura lieber gewesen wäre.
      "Welch wunderschönes Geschöpf" entkam es ihm schwärmend, wobei seine Handbewegungen, als aber auch der Blick eindeutig auf ihren Busen lag. Etwas, was sie sogleich unwohl werden ließ. Wie konnte man so offen pervers sein?
      Gestört über jene Worte verschränkte Mya die Arme vor der Brust, während sie den Kopf ein wenig neigte. Ungeachtet ihrer eigenen, mehr als nur negativen Gedanken dem Gnom gegenüber, war sie dennoch eine freundliche Person.
      "Kann man dir helfen?" entkam es ihr somit, wissend dass die einzige Hilfe entweder ein Lehrer war, der ihn Maßregeln würde, oder ein Psychologe der ihm eine Therapie verschreiben würde. Dennoch, so unwohl sie sich fühlte, er war schon ein Stückweit lustig.

      "Mein Name ist Minoru Mineta" er räusperte sich und schwoll die Brust, als wenn er sich als Erlöser der Welt weiter vorstellen wollte.
      Doch ehe er zum sprechen ansetzen konnte, schritt das Mädchen vor der Neuen ein.
      "Und du solltest dich lieber schnell hinsetzen, ehe Aizawa-sensei kommt" diplomatisch, und.. ruhig ! Sofort legte sich der Blick von der Emphatikerin auf das schwarzhaarige Mädchen vor ihr. Nur am Rande bekam sie noch mit, wie Mineta ein "Aber Momo!" von sich gab. Empört, als wenn ihm gerade das Pausengeld geklaut worden wäre. Die Aura genau vor ihr, war genau die, die sie gerade zur Entspannung brauchte. Nun gut, nicht ganz. Denn auch in ihrem inneren waren Turbulenzen. Wohl auf Abscheu dem Zwerg gegenüber, aber auch ein wenig Verlegenheit. Doch im großen und ganzen würde diese Aura ihr wohl helfen durch den ersten Tag zu kommen - zumindest solange sie im Unterricht hinter ihr saß.
      Super!

      Zufrieden grinste sie, ehe sie zu dem Gnom sah.
      Nichtsahnend, wie lang sie eigentlich gestarrt hatte, war jener schon wieder an seinem Platz. Hu? Und sogar der Lehrer stand vorne!
      Ohwei, verplant sollte ihr erster Eindruck nicht werden, doch scheinbar war ihr Timing passend gewesen, denn gerade stellte er sie der Klasse vor.
      Entsprechend stand sie auf, als er es ihr deutete, und mit einer kurzen Verbeugung stellte sie sich vor:
      "Mein Name ist Mya Karanaki, freut mich"
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    • "Mein Name ist Mya Karanaki, freut mich"

      Es war genau dieser Satz und die seltsam vertrauliche Stimmlage die sie besaß, die den Blonden doch hatten Neugierig werden lassen.
      Er würde sie ja so oder so noch zu sehen kriegen, wieso sollte er sich jetzt also darum reißen ihr Gesicht zu sehen zu kriegen.

      Tch.. die tun ja so als hätten sie noch nie nen Mädchen gesehen

      Augenverdrehend schaute er aus dem Fenster während sich die nächste nervige Stimme hinter ihm breit machte.

      "Hi. Freut mich dich kennenzulernen. M-mein Name ist...eh...Deku...also ...eh ei.. eigentlich Izuku Midoriya...aber du kannst mich auch Deku nennen...hehe."

      Schnaubend verkniff sich der Blonde einen Kommentar. Das Gestotter des Nerds war ja kaum auszuhalten. So sehr sein Selbstbewusstsein in den letzten Monaten auch gestiegen sein mochte, was der Umgang mit den Mädchen betraf war er immer noch der selbe Nerd wie damals.

      "Früher hat mich nur Kacchan Deku genannt aber mittlerweile ist es mein Heldenname...oh und wenn du Fragen hast oder Hilfe brauchst dann kannst du gerne fragen...", hörte er den Nerd wieder nervös murmeln.

      Allmählich bildete sich eine kleine Zornesfalte auf der Stirn des Blonden. Konnte er nicht einfach mal seine Klappe halten? Vielleicht hatte sie auch gar kein Bock darauf an geschwafelt zu werden! Außerdem würde der Unterricht gleich anfangen, und wenn sie alle ein wenig ihren Grips benutzen würden, dann wüssten sie das der Sensei sie mit Sicherheit vorstellen würde. Doch der Nerd hinter ihm hörte und hörte mit dem Geschwafel nicht auf. Wütend und zähneknirschend erhob sich der Blonde langsam von seinem Stuhl, während allmählich ein Blonder Kopf hinter dem Gesicht des Grünhaarigen auftauchte.

      "Wenn du in den nächsten drei Sekunden nicht mit diesem scheiß Gemurmel aufhörst....STOPF ICH DIR DEIN MAUL!!!", fuhr er ihn wütend an und zerrte ihn an der Schulter zu sich. In diesen einem Moment jedoch erhaschte er einen Blick auf das Mädchen. Und nur für den Bruchteil einer Sekunde, hatte er kurz vergessen was er gerade tun wollte. Jedoch war dieser Moment so unbeschreiblich kurz dass es den meisten seiner Mitschüler wahrscheinlich gar nicht auffiel. Doch bevor er seinen nächsten Schritt machen konnte, ertönte auch schon die Stimme seines Klassenlehrers. "Hmpf..",schnaubend ließ er von seinem Rivalen ab, ehe er der neuen nochmals einen Blick zu warf und sich dann wieder auf seinen Platz setzte.

      "Ruhe! Und alle hinsetzten!", kam es nur ehrfürchtig von seinem Lehrer als dieser zum Pult ging.

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      .......
    • Das gestammel des Grünhaarigen, dessen Frisur ihn ein wenig an ein Brokkoli erinnerte, ließ sie kurz leise seufzen. Er wirkte wirklich nett, aber seine Aura war derart durcheinander, dass sie wirklich Mühe hatte sich auf seine Worte zu konzentrieren. Wie konnte ein Mensch binnen 3 Sekunden 5 Gefühle durchleben? War es, weil er von dem Held-sein sprach? Sein Heldenname schien zumindest was hervorzurufen - Euphorie wenn sie es richtig zuordnete, aber auch Ehrfurcht. Davor aber der Name, Kacchan wenn sie richtig verstanden hatte? er löste nicht nur Angst, sondern auch Motivation und ein wenig Nostalgie in ihm hervor. Komische Mischung. Es klang wie ein Spitzname, gleichermaßen aber waren seine Emotionen derart Wirr, als wenn er er über einen Schurkenrivalen sprach. Komische Sache..

      Doch weiter über die Emotionen konnte sie nicht nachdenken, da hatte ihn schon ein Blondschopf gepackt. Ohnehin war das wohl gut, sollte er sie nämlich irgendwas gefragt haben, hätte sie niemals drauf antworten können.
      Nun aber zuckte sie zusammen und sah erst recht zu dem Blondhaarigen, welcher mehr oder minder den grünhaarigen Drohte - und erneut war diese Aura da, wie zuvor auch schon bei dem Namen. War er dieser 'Kacchan'?

      Ihre volle Aufmerksamkeit legte sich auf den explosiven Jungen. Und, auch wenn er sehr Laut und Bedrohlich war, zeigte seine Aura ganz das Gegenteil. Zumindest, wenn man die oberflächliche Wut beiseite lag. Umso länger sie ihn beobachtete und seine Aura spürte, umso mehr spürte sie seine ruhige Aura. Verwundert blinzelte sie daraufhin. Bei dem Auftritt hatte sie nicht damit gerechnet - eher mit einer genauso Turbulenten, wie der grünhaarige hatte.
      Sie wollte mehr forschen, immerhin war dieser Kontrast zwischen seinen Emotionen, die eindeutig Wut und Genervt-sein waren, zu seinem Verhalten - ebenfalls Laut und Wütend, dann aber auch zu der Aura, die ruhig und beinahe schon sanft war, mehr als nur faszinierend.

      Einmal mehr bekam die junge Emphatikerin mit, wie wichtig es für ihre Quirk war von Emotionen und Auren zu unterscheiden. Ein Unterschied, den sie sonst nur beim aktiven nutzen ihrer Quirk benötigte. Denn, anders als bei Emotionen, konnte sie Auren nicht manipulieren. Das waren Energiefelder eines Menschen, die nur sie selbst kontrollieren konnten. Für die Quirknutzerin waren es viel mehr sogar Farben, die einjeder besaß - doch anders als die Aura selbst musste sie für die Farben die jeweilige Person genauer beobachten und sich auf jener Konzentrieren. Etwas, was sie selten tat. Aber zeitgleich half es ihr die Leute nach den Farben zu kategorisieren - so hatte jede der Farben ihre eigene Wirkung auf die junge Heranwachsende und damit hatten Leute mit einer bestimmten Farbe auch Charakterzüge, die die jungen Dame als eher angenehm betrachtete.

      Nun aber, während kurz für den Bruchteil einer Sekunde ihr nachdenklicher, beinahe schon konzentrierter Blick dem des blondhaarigen kreuzte, war ihr mit einem mal so als wenn ein Schlag sie durchkam. Der Blick von ihm passte genauso wenig zu seinen Gefühlen, wie die Emotionen. Sie passten ebenfalls eher zu der Aura, als zu dem Rest.

      Ein lächeln überkam sie. Komischer Junge~

      Kurz darauf, ehe noch ein anderer sie anreden konnte, kam ein rothaariger auf sie zu und boxte ihr Kumpelhaft gegen die Schulter, was sie verwundert erst zu ihm zur Seite, dann auf ihre eigene Schulter blicken ließ. So eine Begrüßung hatte sie auch noch nicht bekommen
      "Hoi! Mein Name ist Eijiro Kirishima. Du hast hier einen ziemlichen Auftritt hingelegt!" er lachte leise, was sie verlegen werden ließ. Aufmerksamkeit war eben doch nicht ihr Ding. "Wir werden sicherlich eine männliche Zeit zusammen haben!" mit den Worten ließ er sie verwirrt am Platz zurück. Männlich?

      Eins hatte sie nun auf jedenfall bemerkt: Die Zeit hier würde nicht langweilig werden.
      Zumindest nicht mit den Schülern. Was die Lehrer hingegen betraf.. ihr augenscheinlicher Klassenlehrer war mehr als nur langweilig. Eine langweilige Aura, langweilige Emotionen, ein langweiliges, schwarzes aussehen. Sie mochte schwarz nicht, das betrübte. Genauso wie der Lehrer, als sie ihn betrachtete. Hatten sie viel Unterricht bei ihm?

      Die Vorstellung von Aizawa-sensei, wie er sich dann vorstellte, geschah schnell. Nichts anderes hatte sie bei seiner Aura erwartet.
      Dann ging es auch schon an den Unterricht.
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    • Der Unterricht begann und er setzte sich wieder an seinen Platz. Natürlich war er jemand dessen Blut schnell in Wallung geriet, doch vieles davon war auch nur Schein. Es gab nicht oft Momente und nicht viele Menschen die hinter seiner Maskerade Blicken durften. Einer dieser Momente hatte er damals mit Deku gehabt. Es war kurz nachdem All Might seinen letzten Kampf in Kamino hatte und die Jungs ihn zur Rettung geeilt waren.

      Das war etwas, was der Blonde wohl nie vergessen würde. Etwas das sich so sehr in sein Gedächtnis gebrannt hatte wie eine Tätowierung, oder ein Brandzeichen. Keiner außer er wusste besser worin seine Schwächen und worin seine Stärken lagen. Doch dieser Tag... dieser eine beschissene Tag an dem er im Trainingscamp entführt wurde, setzte ihn so sehr zu wie kein anderer.
      Noch immer dachte er sich, dass wenn er nicht gewesen wäre, es All Might womöglich nicht all seine Kraft gekostet hätte.
      Auch wenn er nun die Wahrheit über One for All wusste.
      Nichts konnte diesem Jungen das Gewissen erleichtern das er auf seinen Schultern trug. Und niemand hatte bis zu diesem Tag gewusst wie es in ihm ausgesehen hatte. Bis es aus ihm heraus gebrochen war.
      Bis er sich Deku gegenüber geöffnet hatte.

      Und mit all diesem Wut, und dem Selbsthass auf sich und seine Umwelt, hatte er sich direkt ins nächste verderben gestürzt. Oder viel mehr den nächsten Kampf mit seinem Kindheitsfreund Deku.

      Und während er so da saß und in Gedanken schwelgte, hörte er dennoch mit halben Ohr den Unterricht zu.
      Auch wenn seine mündliche Mitarbeit nie die beste war, sprachen seine Klausuren und Noten bände. Er mochte nicht der Klassenbeste sein, aber er gehörte definitiv zu den schlauen Köpfen in der Klasse.
      Seine Schnelle Auffassungsgabe verhalf ihm nicht nur im Unterricht, sondern hatte ihn auch schon oft während eines Kampfes weiter gebracht.

      Die ersten zwei Stunden vergingen wie im Fluge und ehe er sich versah, klingelte es auch schon zur ersten Pause. Während alle anderen die Pause dazu nutzen um die neue Mitschülerin in empfang zu nehmen, schnappte Bakugou sich seine Sachen und verschwand direkt als erster nach draußen.

      An ihrer Stelle wäre ich jetzt schon genervt...

      Mit diesen Gedanken machte er sich auf den weg in die Cafeteria. Ihre Pause betrug nur 20 Minuten, weshalb er sich lediglich etwas zutrinken holte. Zu seiner Verwunderung folgten ihm Shitty hair und die Blonde Dumpfbacke auch nicht. Anscheinend lag das Augenmerk aller wohl auf der Neuen. Kurz rief er sich ihr Gesicht nochmal vor Augen. Er konnte nicht genau sagen was es gewesen war, dass ihn so fasziniert hatte. Aber für den Bruchteil einer Sekunde hatte sie es kurz geschafft gehabt.

      Tch... Bestimmt noch so ein Statist wie die anderen...

      Doch er konnte nicht leugnen das es nicht auch ihn interessierte welchen Quirk sie wohl hatte.

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      .......
    • Den Unterricht lang verfolgte sie neugierig, doch auch sie war mündlich eher schwach. Ebenfalls das Problem mit ihrer Quirk und der Aufmerksamkeit. Doch stören tat sie das nicht - sie holte meistens alles mit der schriftlichen Note wieder raus.
      Dennoch war es wohl manchmal gut etwas zu sagen - nur halt nicht ganz zu Anfang.
      Entsprechend machte sie sich heute nur Notizen und verhielt sich sonst ruhig

      Als es zur Pause kam, begann es sogleich wieder Turbulent zu werden. Sie wurde nicht nur von einigen Schülern umringt, sondern auch die verschiedensten Dinge gefragt. Woher kam sie, welche Quirk besaß sie, ob sie schon ein Heldennamen hat. All solche Sachen und allmählich wurde es ihr tatsächlich ein wenig zu viel. Sie wurde nicht genervt oder sauer - die neugierigen Auren waren mehr als nur aussagekräftig genug, wieso sie gerade so umringt wurde. Dennoch war ihr höchst unwohl und darum verließ sie die Menge, mit einer einfachen Ausrede
      "ich such mir dann mal die Toilette, wir sehen uns!"

      und mit den Worten, ehe auch nur einer sagen konnte er würde sie dorthin führen, flüchtete sie schnell aus dem Klassenzimmer. Dabei zog sie einmal tief die Luft ein um sich selbst von den Turbulenzen wieder zu beruhigen. Zu viel..
      Ihr Weg machte sich auf zur Cafeteria, denn auch sie bekam allmählich Hunger.

      Dort angekommen fand sie auch den Blondhaarigen von heute mittag vor, wie er sich wohl auch gerade essen schnappte. Entsprechend tat sie es ihm gleich und ging dann auf ihn zu.
      "Guten Morgen~" sprach sie ihn somit an, lächelte gar ein wenig. Erneut hatte er diese vollkommen ruhige Aura. Dieses mal viel ruhiger als vorher. Angenehm. "Ich glaub wir gehen in eine Klasse, oder? Würde es dich stören, wenn ich mich zum essen zu dir setze?"
      Bei ihm wäre sie in einer ruhigen Umgebung, frei von den Emotionsstürmen. Es wäre also wirklich eine Pause.
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    • Nachdem er sich eine Flasche Wasser genommen hatte, steuerte er auch schon einen der abgelegeneren Tische an und setzte sich.
      Er war nicht traurig darum das sein die zwei Klassenkameraden ihm nicht gefolgt waren.
      Viel mehr genoss er die Ruhe die ihre Abwesenheit mit sich brachte.
      Es war schon komisch wie sehr man sich ändern konnte. Während er damals stets umringt von Anhängern und Gefolgsleuten war, die alle mit ihm befreundet sein wollten und ihn überall hin begleitet hatten, genoss er es jetzt viel mehr wenn er seine Ruhe hatte und alleine sein konnte.
      Natürlich gab es auch Momente in denen er - auch wenn er dies niemals den anderen Gegenüber zugeben würde - die Zeit mit ihnen genoss. Aber oftmals waren sie auch einfach nur anstrengend und laut.

      Es mochte albern klingen, wenn er behaupten würde das andere ihm zu laut waren. War er immerhin selbst jemand der oft und gerne laut mit anderen sprach. Aber vielleicht war es auch aus genau diesem Grund. Bereits in seinem Elternhaus kannte er es nicht anders als das die alte Hexe auch Mutter genannt, ständig mit ihm herum brüllte.
      Natürlich war er kein einfaches Kind gewesen - das würde er auch nie abstreiten - aber dennoch herrschte ständig eine gewisse Lautstärke um ihn herum.

      Es gab sogar Momente in denen er es genoss Zeit alleine mit den Nerds zu verbringen. Und sei es auch bloß Eijiro Nachhilfe zu geben oder mit Deku und All Might zu trainieren. Sogar bei diesem albernen Schulfestival hatte er Spaß gehabt. Und dass obwohl er sich anfangs so sehr dagegen gesträubt hatte in dieser bescheuerten Band teilzunehmen.
      Doch seine Klassenkameraden wussten mittlerweile nur zu gut wie sie ihn aus der Reserve locken konnten.
      Denn wenn man ihn mit etwas packen konnte, dann war es sein Ehrgeiz.

      Gerade als er die Wasserflasche aufdrehte um einen Schluck zu nehmen, wurde er plötzlich angesprochen.
      Da war sie wieder. Diese unendlich sanfte und melodische Stimme. Es war das erste mal dass er sich nicht automatisch genervt fühlte, als man ihn ansprach. War das vielleicht ihr Quirk? Besaß sie so etwas wie einen Sympathie Quirk?
      Er hatte die Flasche gerade schon zur Hälfte angesetzt als Mya ihn ansprach, und er in seiner Bewegung verharrte.
      Augenblicklich schossen seine Augen nach vorne und rubinrote, leuchtende Iriden starrten sie an. Seine Augen verengten sich kaum merklich als sie ihn ansprach. Die Hand mit der er die Wasserflasche vor seine Lippenhielt, verharrte noch immer in der Luft.

      "Tu was du nicht lassen kannst", murmelte er leicht brummig ehe er die Flasche ansetzte und einen Schluck daraus nahm.

      Hätte sie ihn vor ein paar Monaten das gefragt, hätte er sie vermutlich giftig angefaucht das sie sich gefälligst einen anderen Platz suchen sollte.

      Warum auch nicht... solange sie mir nicht auf die Nerven geht

      Was nun der genaue Grund dafür war, das er ihr gegenüber so glimpflich reagierte, würde er wohl erst in naher Zukunft heraus finden.
      Den sein erster Eindruck von ihr, war bis her kein schlechter. Und noch dazu konnte er nicht leugnen das er sie attraktiv fand. Doch war dies nichts womit er sich stundenlang befasste wie es der Blitzableiter oder der Lustmolch taten.

      Seufzend neigte er seinen Kopf zur Seite und beobachtete ein paar Mitschüler die sich Abseits der Cafetaria einen Manga zeigten, und sich angeregt darüber unterhielten. Kurz fragte er sich wieso sie sich wohl ausgerechnet zu ihn gesetzt hatte, und nicht lieber einen Platz mit den anderen bevorzugte. Von Eijiro und Denki war er es ja bereits gewohnt das diese seine Nähe suchten. Doch von den anderen - abgesehen von Deku - war er es gewohnt gemieden zu werden.

      Ohne dass er es eigentlich wollte huschte sein Blick erneut zu ihr rüber. Diesmal starrte er sie länger als nötig an.
      Nein er beobachtete sie förmlich dabei wie sie aß. Und auch wenn es ziemlich unhöflich von ihm sein mochte so zu starren, so konnte er einfach nicht weg sehen. Was zur Hölle..!?



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      .......
    • Ihre beinahe schwarzen, im Licht aber gern auch mal leicht blau-leuchtenden Augen der jungen Dame spiegelten die leichte Freude wieder, die sie empfand, als sie die mehr oder wenigere Einladung zum sitzen vom ihm bekam. Sogleich setzte sie sich auf dem Stuhl ihm gegenüber und ebenso fand ihr Tablett mit der Pekin-Suppe platz auf dem Tisch. Anders als er trank sie Tomatensaft - etwas, wofür sie in der alten Klasse oft mal dumm beäugt wurde. Denn, anders als viele die diesen Trank hassten, war sie wahrlich ein Fan von Tomaten.

      Nun aber geschah genau das, was sie sich auch erhofft hatte als sie sich zu ihm gesetzt hatte: Ruhe und Frieden. Sie konnte durchatmen und auch wenn in der Cafeteria mindestens genauso Turbulenzen waren wie im Klassenraum, die Anwesenheit von dem Blondhaarigen schafften ihr genug Raum um dennoch ruhig zu bleiben. Es war ein Glücksfall, dass sie ihn in der Klasse hatte. Ein Glücksfall, der sie sogleich lächeln ließ.

      Nach kurzem umherblicken entschied sie sich nun aber zu essen, ehe ihre Suppe kalt werden würde. Dass sie dabei von dem Explosionsnutzer gemustert wurde bemerkte sie zwar allein durch seine Aura, doch beachten tat sie es nicht sonderlich. Sie war es schon von der alten Schule gewohnt, in welche sie allein durch das Wissen ihrer Quirk sie immer und immer wieder damit bedrängten und sie förmlich in den Mittelpunkt zwangen.

      Was ihr aber auffiel: Die Suppe hier war sehr lecker. Augenblicklich schwang sich ein lächeln auf ihre Lippen. Darauf würde sie sich in den Pausen nun auf jedenfall freuen.
      Dennoch überkam sie nun etwas.

      "Du wurdest beim Sportfest erster, oder?"

      Sie hatte es nicht aktiv verfolgt, viel mehr ihre Eltern aber. Sie schauten jedes Jahr das Sportfest der Yuei, achteten auf vor allem die Erstklässler um zu wissen, ob guter Nachwuchs auf dem Weg waren. So war vor allem Mirio vor zwei Jahren jemand, der die beiden umgehauen hatten. Doch auch dieses Jahr fielen ihnen einige, vor allem Jungs, auf. Drei vor allem, doch da sie wie erwähnt nicht sonderlich aktiv beim Zuschauen dabei war, hatte sie es nur am Rande mitbekommen und generell war sie weniger hinterher.

      "Herzlichen Glückwunsch"

      Sie sah nun endlich auf und traf erneut seine Augen. Irgendwas an ihnen zog sie in den Bann, wodurch auch sie es dieses mal nicht schaffte wegzusehen. War es erneut diese Faszination zwischen seiner Aura und Emotionen? Bestimmt. Wobei gerade jetzt bewies er, dass auch etwas ruhiges in ihm schlummerte. Wohl waren es die Menge, oder auch die einzelnen Personen, die diesen Sturm aus ihm herausbrachten.
      In another life
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    • Noch während er sie beobachtete, bemerkte er das kleine Lächeln um ihre Lippe als sie anfing ihre Suppe zu essen.

      Was hat sie denn?

      Er hatte natürlich keine Ahnung das sie nur lächelte weil die Suppe so schmeckte. Viel mehr dachte er sofort das sie lächelte weil irgendetwas komisches passiert war, was ihm entgangen war. Weshalb er sofort seinen Blick löste und sich unauffällig umschaute.

      Ach..was interessierts mich...

      Es interessierte ihn doch sonst nie wenn es bei anderen einen Grund zum Lächeln oder gar zum Lachen gab. Warum also sollte er sich um dieses Lächeln scheren?
      Um den äußeren Schein seines Desinteresse zu bewahren, spielte er gelangweilt am Deckel der Wasserflasche herum, als sie ihn erneut ansprach und er aufblickte.

      Sie hatte sich das Sportfest also angesehen? Das würde wiederum bedeuten das sie ihn auf dem Podest gesehen hatte.

      Auf dem Podest, wo er angekettet wurde wie ein Hund! Noch heute würde er ihnen dafür am liebsten den Hals umdrehen.
      Unterschwellig loderte kurz die Wut in ihm auf wenn er daran zurück dachte. Wut und gleichzeitig auch der Scham.
      Nicht nur das er den Sieg nicht auf fairerweise gewonnen hatte - und diesen bis heute nicht akzeptierte - Nein, sie hatten ihn wie ein Schwerverbrecher in Ketten gelegt! Natürlich war pissig gewesen wie er gewonnen hatte! Wer täte es denn nicht! Wie sollte er rausfinden ob er der stärkste war, wenn sein Gegner nicht ebenfalls 100 Prozent im Kampf gab. Und genau das war der beschissene Punkt!
      Der Halbe Halbe Bastard hatte sich zurück gehalten. Selbst als Prinz Suko wenige Tage später auf ihn zu kam und ihm nochmals erklärte das er sich bereits im Kampf gegen Deku verausgabt hatte, glaubte der Blondschopf ihn nicht. Es kotze ihn einfach an das er nicht von vorne rein alles gegeben hatte.

      Allmählich zogen sich seine Augenbrauen frustriert zusammen, ehe er ihr einen kühlen Blick zuwarf.

      "Tche... der Sieg bedeutet mir nichts", murrte er und wandte den Blick zur Seite hin ab.

      Ist ja nicht so das ich auf fairerweise gewonnen hätte, fügte er in Gedanken grimmig hinzu.

      "Aber dann weißt du ja mit wem du es zu tun hast", sagte er dann in einem relativ neutralen Tonfall während er beiläufig noch einen Schluck Wasser aus seiner Flasche trank.

      Es sollte keine Warnung oder eine Drohung darstellen. Es stellte lediglich eine Frage durch die Blume da. Immerhin, wenn sie das Sportfestival wirklich gesehen hatte, wusste sie über seinen Quirk bescheid. Und ebenso über seine Ansprache, die im Nachhinein immer noch keiner wirklich toll fand. Was er absolut nicht verstehen konnte. Dabei hatte er doch bloß Fakten ausgesprochen, was war schon dabei?


      Langsam drehte er seine Wasserflasche zu und stellte sie auf den Tisch ab, ehe er seine Unterarme auf den Tisch ablegte und sein Gesicht mit einer Faust abstützte.

      "Also Schneewittchen..., spuck's schon aus. Was ist dein Quirk!" Woher ihm dieser Spitzname wieder einfiel, konnte er sich nicht erklären. Er sah die Leute an, und keine Sekunde später hatten sie auch schon ihren Persönlichen Spitznamen von ihm.
      Abwartend ruhten seine Augen auf ihr während er auf ihre Antwort wartete.

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      .......
    • Da war sie, eine Mine auf die sie getreten war.

      Kaum hatte sie den Sieg des Sportfest angesprochen, bemerkte sie die Wandlung seiner Emotionen. Kühl.. Ihre Bewegung verharrte entsprechend und entgegen der Suppe wandte ihre Aufmerksamkeit nun voll und ganz auf dem Blondhaarigen. Unmut, wenn sie es richtig deutete, konnte aber auch Frust sein, machte sich in seinen Emotionen breit. Aber deutete sie es richtig? Irgendwas zwischen den beiden Emotionen war es, doch konnte sie nicht ganz differenzieren was. Doch sicherlich würde es ihr leichter fallen, wenn sie etwas länger mit dem Jungen zutun hatte.

      Doch eins passte dieses mal gut; ein Blick zu seinen Gefühlen. Und auch wenn sie eigentlich vor solchen Gefühlen floh, war weiterhin die Aura des Jungen das, was sie es unbeschwert aushalten ließ. Beinahe, als wenn diese Emotionen garnicht um ihn rum wären. Komisch..
      Doch womit hing es zusammen, dass er so erbost darauf reagierte? Am liebsten würde sie nachfragen, doch wenn der Sieg schon diese Reaktion hervorrief, wollte sie lieber vorsichtig sein es noch weiter mit dem Thema zur treiben. Vielleicht entschied er sich ja selbst darüber zu erzählen, wenn es ihm gut mit dem Thema ging? Ein Gedanke war es Wert.

      Dann aber wandte sie ihren Blick verlegen ab. Nun gut, ihre Aussage ließ es vermuten dass sie nun wisse womit, oder eher mit wem sie es zu tun hatte. Und auch wenn sie sonst das Sportfest ungern verfolgte, hatte sie jetzt gerade doch sich in den Hintern beißen können dass sie es dieses Jahr nicht gesehen hatte.

      "Nicht ganz" gestand sie somit während ihre Wangen sich leicht rosa färbten.
      "Meine Eltern schauen sich das Fest gern an, ich hab es nur nebenbei mitbekommen." Doch ungeachtet seiner Emotionen, ganz konnte sie sich dann eine Sache nicht verkneifen. Eine, die sie doch tatsächlich mitbekommen hatte und sogar von ihrer Familie heiß diskutiert wurde. Sei es wegen dem Selbstbewusstsein, oder weil das Selbstbewusstsein, oder eher die Ansage, dann sogar noch positiv Beantwortet wurde.
      "Zumindest weiß ich, dass ich es mit der Nummer Eins zu tun habe" ein belustigtes lächeln schwang mit diesen Worten mit. Keinesfalls bösartig oder verhöhnend, aber dennoch amüsiert.

      Sie weiß noch ganz genau wie ihre Eltern sie aus der Küche, als sie sich was zu essen gemacht hatte, gerufen hatten, nur damit sie ihnen sagen konnte ob der Junge es ernst gemeint hatte. Doch, obwohl ihre Eltern es besser wissen sollten, konnte sie ihre Quirk durch Videoaufnahmen nicht anwenden. Die Gefühle erreichten sie dann nicht. Was aber auch gut so war. Ein Horrorfilm unter diesen Umständen würde sie sonst wohl umbringen. Auch wenn sie so schon ungern welche sah - sie war ein Angsthase.
      Ebenso wusste sie aber auch, was sie dabei gespürt hatte. Sie wusste nicht ganz wieso, aber als sie diese Worte damals gehört hatte, dachte sie nicht an das Sportfest. Na gut, sie wusste auch nicht, dass ihre Eltern eben jenes sahen. Sie dachte eher, dass wäre ein Versprechen an die Zukunft und eine klare Kampfansage an All Might. Woher diese Vermutung kam? Absolut keine Ahnung..

      Dann aber legte sie ihren Kopf verwirrt schief. Schneewittchen?
      Sie schnappte sich wieder den Löffel, den sie zuvor bei seinem Emotionswechsel abgelegt hatte, und begann nun wieder die Suppe zu löffeln. Ihre Quirk.. Ein Thema über das sie zwar liebte zu reden, gleichermaßen es aber auch hasste.
      Sie war schön und angenehm, tückenhaft und schmerzhaft aber ebenfalls. Gleichermaßen wie sie manchmal, vor allem wenn sie über Auren sprach, kaum noch zu bremsen war. Ihr Lieblingsteil an der Quirk, vor allem wenn es um die 'Persönlichkeitsfarben' ging, wie sie es gern nannte.
      "Aurenmanipulation, auch wenn das nicht so ganz stimmte" begann sie dann dem Blondhaarigen zu erklären. Dabei sah sie wieder auf die Suppe.

      Es gab genau zwei Reaktionen, wenn sie darüber sprach. Jene, die es unterschätzten und sie verhöhnten, was noch die angenehme Variante waren, oder die, die überreagierten und sofort davon ausgingen, dass in keinem Gespräch mehr die eigenen Emotionen stattfanden. Als wenn sie ein Monster wäre, dass über den eigenen Willen bestimmte..

      "Auren selbst kann ich nicht wirklich manipulieren, auch wenn das der schöne Teil an der Quirk ist" erneut entkam ihr ein sanftes lächeln als sie an eben jenen Auren dachte.
      "viel mehr sind es die Emotionen, die ich manipulieren kann und dadurch passiv die Aura.. Also.. ist ein wenig schwer zu erklären wo da der Unterschied ist" sie lachte leise und kratzte sich unsicher am Kopf. Ein wenig geflunkert war es schon - eigentlich war es ziemlich einfach den Unterschied zu erklären, doch war es großspurig und sie wollte ihm ein Klotz an die Wange reden.
      "Ich spüre wie es den Leuten geht, und welche Aura sie haben. Unentwegt" dabei hob sie einmal den Finger und zeigte im Raum um sich herum, kurz darauf visierte sie einzelne Schüler an "Dabei ist es egal ob man traurig wegen einer Note ist" der erste Finger deutete auf einen betrübten Jungen, der vor einem Zettel saß. "jemand euphorisch über sein Lieblingsthema sprach" ihr Finger ging nun zu die Manga-Gruppe "oder jemand verliebt ist" nun glitt ihr Finger, unbeabsichtigt jemanden zu entlarven, auf eine ihrer Klassenkameradinnen, Ochako.
      "Entsprechend wie es ihnen geht, und wie es mir geht, kann ich dann deren Emotionen ihnen wegnehmen, oder ihnen meine eigene geben. Kontrollieren halt."

      Unsicher wie er nun darüber dachte, begann sie wieder die Suppe zu Löffeln. Gehörte er zu den Leuten, die nun Angst besaßen, dass sie ihn vollends Kontrollieren würde? Dabei würde sie sowas niemals bei Freunden machen..

      "Auren ist dabei aber der deutlich schönere Teil~" sie lächelte wieder. Auch wenn es eine Wiederholung war, was sie nicht bemerkt hatte, es war einfach das Thema worin sie richtig aufblühte.

      "nun musst du mir aber etwas über dich erzählen!"
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    • Noch immer hielt er seinen stechenden Blick auf sie gerichtet. Ob er sich nun darüber freuen sollte oder nicht, wusste er nicht so ganz. Ach, eigentlich konnte es ihm doch auch egal sein. Immerhin interessierte ihn die Meinung anderer nicht. So oder so, er war hier um ein Held zu werden. Er würde dir unangefochtene Nummer eins werden. Sein Ziel war es, besser noch als All might zu werden.

      Und natürlich hatte er sich damit ein hohes Ziel gesetzt. Das war ihm durchaus bewusst. Immerhin hatte er bereits am eigenen Leib die Kraft der ehemaligen Nummer eins spüren dürfen. Doch so war er einfach. Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, und dieses erreichen wollte. Gab es nichts und niemanden der ihn davon abhalten konnte. Und daran änderte sich auch nichts, dass Deku All Mights Kraft bekommen hatte.

      Als sie dann den Satz mit der Nummer eins verlauten ließ, traf sie bei ihm natürlich genau den richtigen Punkt. Sätze die sein Selbstwertgefühl pushten, oder ihn in seiner Person bestätigen, waren etwas was ihn positiv bestärkten. Und er würde lügen wenn er sagen würde, dass es ihm nicht gefiel.
      Weshalb auch aus diesem Grund, einer seiner Mundwinkel sofort hochging als er diesen Satz von ihr hörte. Ein kleines selbstsicheres Grinsen Stahl sich auf sein Gesicht. Etwas was man so früh am Tage eigentlich weniger von ihm zu sehen bekam. Ausser etwa, man verkündete gute Nachrichten. Ihr amüsiertes Lächeln jedoch, entging ihm keinesfalls.

      Tja, wenn sie sich gerade versucht einzuschleimen... Dann hat Schneewittchen damit schon mal ein Volltreffer gelandet.

      Als sie dann weiter sprach und anfing ihren Quirk zu erklären, verschwand sein Grinsen jedoch ziemlich schnell wieder. Nicht etwa weil es ihn schockiert was sie ihm erzählte, oder gar aufregte. Nein, er hörte ihr einfach mit aufrichtigen Interesse zu. Sein Gesichts Ausdruck war neutral, es ließ von außen nicht wirklich durchscheinen was er gerade fühlte oder dachte. Das allein würde wohl nur sie wissen, die dazu genau in der Lage war es zu spüren. Und während er ihr zuhörte, bildete er sich zeitgleich schon eine Meinung dazu. So wie er es bei jeden Menschen tat den er kennenlernte. Niemals würde er behaupten das er sie kannte, immerhin sprachen sie gerade mal zwei Sätze miteinander. Zur Hölle nein, aber es war einfach sein erster Eindruck darauf wie sie auf ihn wirkte. Das erste was er sich dachte war, wie sie diesen quirk später im Kampf einsetzten wollte und wie genau ihr Quirk dazu diente die Stadt von Schurken zu befreien. Es war eine berechtigte Frage, immerhin gingen sie in die Superheldenabteilung. Und wenn jemand bereits Schurkenerfahrung hatte, dann ja wohl er.

      Der zweite Gedanke der ihn beschlich als er ihrem Blick folgte, als sie auf die verschiedenen Personen deutete, war warum in Gottes Namen sie sich mit diesem Wissen und mit diesem Quirk dann genau zu ihm gesetzt hatte? Spürte sie nicht das er genervt von alles und jedem war? Musste es sie selbst nicht auch nerven? War er nicht genau der falsche den sie aufsuchen sollte.
      Doch zu seiner Verwunderung stellte er fest, dass er gerade in diesem Moment, oder viel mehr während dieser Unterhaltung mit ihr, völlig ruhig war. Er war nicht genervt wie er es sonst war wenn ihm einer der Hohlbirnen auf die Nerven gingen oder ihn Ansprachen.

      Aurenmanipulation? Emotionskontrolle? Eine ganz kleine Furche bildete sich zwischen seinen Augenbrauen, wie jedes Mal wenn er konzentriert war und nachdachte. Er wollte erst selber darauf kommen was den Unterschied ausmachte bevor er ein zweites Mal Nachfragen würde. Alles was er zu dem Thema wusste rief er sich ins Gedächtnis. Auren und Emotionen. Das würde ja wiederum bedeuten, dass sie in der Lage war zu erkennen ob ein Mensch von Grund auf einen guten oder auch einen schlechten Kern hatten oder nicht?
      "Heißt dass, du siehst es.. Oder spürst es wenn jemand böse ist?“, fragte er dann gerade heraus. Das sie Gefühle war nehmen konnte das hatte er bereits verstanden und dass sie diese auch kontrollieren konnte. Doch das Thema mit der Aura hatte er noch nicht ganz so verstanden, doch es interessierte ihn.

      Als sie ihm erklärte das sie in der Lage war ihm auch die Gefühle zu nehmen, verspürte er wie auch schon bei Shinsou Hitoshi, keinerlei Angst. Wovor denn auch? Sie alle kannten ihn und sein Temperament. Sollten Sie es sich auch nur einmal wagen an seinem Kopf rum zu spielen oder gar an seinen Gefühlen, würde er ihn den Arsch weg pusten.

      Noch immer das Gesicht mit der Faust unterm Kinn stützend, blickte er sie an wie sie wieder ihre Suppe weiter aß.
      Er bemerkte nicht einmal das ein paar wenige seiner Mitschüler, sich in ihre Reichweite gesetzt hatten und mit verblüfften Augen leise darüber tuschelten das die beiden sich doch tatsächlich unterhielten. Immerhin war Katsuki eigentlich dafür bekannt das er kein Mann grosser Worte war, geschweige denn Wert auf Small Talk legte. Doch irgendetwas an ihr strahlte solch eine positive Ruhe aus, das er ihre Anwesenheit förmlich genoss.
      Es war das erste Mal, dass er sich so lange so ruhig mit einem Mädchen unterhalten hatte, ohne dass er dabei völlig ausflippte.

      Bei ihrer Aufforderung jedoch etwas über sich zu erzählen verfiel der Blondschopf wieder in seine übliche Manier. Schnaubend löste er seine Arme vom Tisch und lehnte sich nach hinten an die Rückenlehne an ehe er seine Hände in die Hosentasche schon. Warum interessierte sie das? Schoss es ihm als erstes durch den Kopf.

      "Da gibt es nicht viel zu erzählen", brummte er bloß. Und das war die Untertreibung seines Lebens. Denn es gab vieles was er ihr hätte erzählen können. Vieles was niemand außer vielleicht der ein oder andere über ihn wusste. Vieles was auch nur Deku oder Eijiro über ihn wussten. Und wiederum einiges was er niemanden erzählte. Was er jeden Tag mit sich rum trug und es in seinem innersten verschloss. Doch warum verdammt sollte er das alles einer Person erzählen die er gerade mal wenige Minuten kannte? Aber eines stand bereits fest.

      Er konnte dieses seltsame Gefühl von Vertrautheit die sie mit sich brachte nicht ignorieren.

      "Katsuki Bakugou", sagte er dann völlig unerwartet, als ihm einfiel das er sich ja gar nicht mit seinem Namen vorgestellt hatte.
      "So heiße ich...", murmelte er mürrisch ehe er den Blick zur Seite abwandte und gerade noch den neugierigen Blick seiner Klassenkameraden entdeckte. Wütend verrengte er die Augen. Sprachen diese Pisser gerade über ihn? Zähneknirschend warf er ihnen einen genervten Blick zu. Hatten sie nichts anderes zu tun als sie zu belauschen?!

      Seufzend richtete er seinem Blick wieder auf Mya, die er beim Essen beobachtete.

      "Die große Brillenschlange ist übrigens unser Klassensprecher, wenn du fragen hast wende dich an ihn...", erklärte ihr beiläufig.

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Katsuki Bakugou ()

    • Die Gegenfrage von dem Blondhaarigen ließ sogleich ihr ganzes Gemüt erhellen.
      "Beides!" begann sie somit euphorisch, doch keinerlei lauter werdend. Beinahe, als wenn sie mit dem größeren über ein Geheimnis sprach, dass nur für die beiden bestimmt war, behielt sie trotz ihrer nun innerlichen Aufregung die Tonlage bei, die sie schon ganze Zeit für die Unterhaltung genutzt hatten. Eine angenehme Gesprächslautstärke nun einmal.

      "Im Prinzip spüre ich die Auren und Emotionen in erster Linie. Der Spürsinn ist generell der Sinn, der bei sowas am empfänglichsten ist" begann sie somit zu erzählen, ließ dabei wieder den Löffel auf den Teller sinken. Die Suppe war beinahe vollends in Vergessenheit geraten - und das soll schon etwas heißen. Denn eigentlich war sie ein Vielfraß - ungeachtet ihres eigentlich schmalen Körpers.

      "Wenn ich mich aber auf jemanden konzentriere und mich ein wenig anstrenge, dann kann ich die Aura einer Person sehen. Jeder hat sie, umgibt sie~"

      Wobei jeder war falsch. Auf ihrer alten Schule waren durchaus die ein oder anderen Ausnahmefälle bekannt - jedoch allesamt psychische Quirknutzer, oder sogar ein Roboter. Doch da gerade letzterer keine Emotionen und Auren besaß und die vorherigen jene wohl mit ihrer eigenen Quirk eher unterdrückten oder für sie unkenntlich machten, als dass diese nicht existent war, hielt sie es auch für eher irrelevant.
      Vor allem, da das drei Vorfälle in ihrem gesamten Leben waren, entsprechend selten.

      "Gefühle können sie indirekte in wenig beeinflussen, aber im Grundkonstrukt bleibt eine Aura immer nahe der Persönlichkeit gleich. Sie kann Wärme ausstrahlen, aber auch Kälte. Kann stark strahlen, oder schwach vor sich hin vegetieren"

      Während erstgenanntes sich auf die Grundpersönlichkeit bezog, inwiefern man gutes im Gemüt hatte, schloss sie bei letzteres eindeutig auf den Lebenswillen einer Person. Umso weniger jener vorhanden war, umso kleiner und verkümmerter wurde auch die Aura. Als wenn sie sich auf den Tod vorbereitete und sich entsprechend, wie eine Kerze, selbst schwächte zum beenden der Lebensspanne. Ein Gedanke, der sie immer wieder mal traurig stimmte. Ebenso aber auch war das einer der Gründe, wieso sie Krankenhäuser vollends mied - auch wenn sie selbst krank war. So schwache Auren, oder auch hyperemotionale Menschen die entweder vollends traurig und wütend über eine schlechte, oder glücklich über eine gute Nachricht waren, waren einfach derart große Laster für sie dass sie es lieber mied.

      "Und sie haben Farben"

      Ihr absoluter Lieblingsteil. Hiermit beschäftigte sie sich auch am liebsten und wäre es nicht sehr anstrengend die Farben zu sehen und die Aurenfelder aufrechtzuerhalten dafür, würde sie wohl immer herumlaufen und sich die Farben ansehen. Wie bei ihrem persönlichen Farbenspiel. Doch machte es sie auf einer langen Sicht gesehen Müde zu lange diese Felder aufrecht zu lassen und entsprechend selten machte sie es. Vor allem aber nicht bei Fremden - auch wenn es ihr deutlich Helfen würde bei wem sie Persönlich besser passte und bei wem nicht.

      Sie unterbrach sich im Farbengerede aber schneller selbst, als sie überhaupt beginnen konnte.
      Kehrte somit aber auch zu seiner Ursprungsfrage zurück.

      "wenn jemand böse ist, strahlt er meist eine ungeheure Kälte aus.. manchmal sogar so sehr, dass ich selbst im Sommer ein Gefrieratem kriegen könnte"

      erneut eines ihrer kleinen, leisen Lacher. Denn sie fand es lustig, wie stark ihre Quirk sie doch affektieren konnte und wie viel eigentlich im Leben durch eben diese Quirk geleitet und beeinflusst wurde. Eigentlich so gut wie ihr ganzes Leben.

      "Geschweige denn von den Emotionen, die die Person mit sich trägt. Es ist natürlich nicht immer für jede so Oberflächlich zu reden.. aber in der Regel sind Schurken ziemlich.. bedrückend wenn es um ihre Emotionen ging"

      Wut, Hass, Angst, Trauer, aber auch Einsamkeit. Alles mögliche konnte man in Schurken wiederfinden. Vieles, was das Mitleid der jungen Emphatikerin aufleben ließ. Sie würde diesem Geschuldet niemals ein Schurken entkommen lassen, sondern stehts immer der Polizei übergeben, doch der Fakt des Gefühlt der Verbundenheit war hin und wieder da und entsprechend Verstand sie auch den ein oder anderen Fiesling. Auch wenn sie mit wirklich bösen Schurken noch nichts zu tun hatte und dem herausgehend sie noch nicht wissen konnte, ob sie bei ihnen genauso Emphatisch wäre oder dann doch die Opferzahl überwog.

      "Katsuki Bakugõ?" wiederholte sie dann seinen Namen, während sie die Emotionsregung von ihm beobachtete. Sie folgte seinem Blick zur Seite und fand ebenfalls ein paar Mitschüler wieder, die mehr als nur offensichtlich verwirrt und aufgeregt über die Szenerie waren. Kurz wurde sie nachdenklich. Heute morgen, als er mit zwei Schülern den Klassenraum betrat, gab es nicht diese Umruhe um den Blondhaarigen dass er mit jemanden sprach. Oder hatte sie es einfach nicht mitbekommen?

      Dann aber richtete sich ihr Blick wieder auf ihre Tischbegleitung. Nun machte sich Verwunderung in ihr breit. Die Brillenschlange war der Klassensprecher?

      "ich hab tatsächlich gedacht dieser.. Deku? .. wäre der Klassensprecher, so viel wie er Gesprochen hatte" - oder eher vor sich hin geblubbert hatte. Und es hatte nicht aufgehört, egal wie weit und lang es ging. Entsprechend froh war sie gewesen, als Katsuki dort eingeschritten war.

      "Du warst es, der ihm damals den Namen gegeben hatte, oder?" ihr fiel die Aura des Brokkolis wieder ein. Je als sie diese gespürt hatte als er einfach über den Namen gesprochen hatte, aber auch als Katsuki plötzlich hinter ihm stand.

      "Kacchan.." murmelte sie dann leise während sie nun sogar nachdenklich ein Finger an das Kinn legte. Die beiden hatten füreinander Spitznamen, ebenso wie Katsuki ihr mit Schneewittchen schon einen verpasst hatte. Kurz glitt ihr Blick wieder auf den Jungen vor ihr. Einige Sachen schwammen ihr im Kopf umher, als sie ihn sah, doch nichts was wirklich ein passender Spitzname wäre.

      "Ich werde bestimmt ein noch cooleren Spitznamen für dich finden" grinste sie ihn dann an.
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    • Anders als erwartet, schien sie die Frage nicht zu nerven. Viel mehr bekam er das Gefühl das sie sich sogar...freute?
      Ohne sie auch nur ein einziges Mal zu unterbrechen, hörte er ihr aufmerksam zu.
      Man merkte ihr an dass sie sich bemühte ihren Quirk möglichst verständlich zu erklären. und in Gegensatz zu Deku, verfiel sie dabei nicht in solch einem Gemurmel darüber.

      Kurz fragte er sich, welche Farbe seine Aura wohl haben würde? Hatte sie ihren Quirk bereits an ihm angewendet? Hatte sie sich deshalb zu ihm gesetzt? Doch bevor er auch noch einen weiteren Gedanken daran verschwenden konnte, fuhr sie auch schon mit ihren Erzählungen fort. Ein kurzer Blick auf ihre Suppe, verriet ihm, dass diese doch bereits längst kalt sein müsste. Flüchtig huschte sein Blick in der Cafetaria umher, wo er auch schon feststellte das diese sich zunehmend leerte.

      Wie spät ist es überhaupt?

      Er hatte völlig die Zeit außer Augen gelassen. Doch es war ihre melodische Stimme die ihn zurück zum Thema holte.
      Die Erläuterung ihres Quirks ließ er jedoch weiterhin unkommentiert. Er bevorzugte es, sich seine eigenen Gedanken dazu zu machen, als sie mit ihr zu teilen.
      Als sie dann seinen Namen wiederholte, zog er eine Augenbraue leicht hoch und sah sie an.
      Ihr dunkles Haar und ihre fast schon porzellanartige Alabasterhaut erinnerten ihn einfach zu sehr an die Märchen Prinzessin von denen die alte Hexe ihm als Kind immer vorgelesen hatte.

      Als er dann hörte dass sie dachte das Deku Klassensprecher war, grinste der Blonde erneut.

      "Tatsächlich war der Spinner auch für kurze Zeit mal Klassensprecher...", erwähnte er beiläufig. "Doch er hat dann freiwillig abgedankt", fügte er Schultern zuckend hinzu. Das sie jedoch sofort darauf kam, dass er ihm damals den Namen gegeben hatte, wunderte ihn.
      Überraschung zeichnete sich in seinem Gesicht ab, ehe sie sich in Genervtheit umwandelte. Hatte Deku etwa wieder hinter seinem Rücken geschwätzt?

      "Ja...den Namen hat er von mir", sagte er kurz angebunden und schnappte sich seine Trinkflasche und leerte sie dann gänzlich.

      Er wollte ihr gerade sagen das sie ihr essen jetzt auch vergessen konnte, da die Pause sich dem Ende zu neigte, als er das mit dem Spitznamen vernahm. Explosiv wie eh und je, bretterte die leere Wasserflasche auf den Tisch und stützte sich beiden Händen auf der Tischplatte ab. Seinen Oberkörper beugte er zu ihr herüber während seine Augen sich zu schmalen Schlitzen bildeten.

      "Das kannst du getrost vergessen....Schneewittchen", ihren Spitznamen betonte er dabei extra. "Und jetzt sieh zu das du fertig bist... wir sind spät dran", noch ehe sie etwas darauf erwidern konnte, hatte er sich seine Flasche geschnappt und war verschwunden. Unterwegs warf er noch die leere Flasche in den Mülleimer und schlenderte dann auch schon zurück zu den Umkleidekabinen.

      Für ihre nächste Schulstunde sollten sie sich alle ihre Trainingskleidung anziehen und in der Sporthalle wiederfinden.
      Ein Blick an die Wand, an der sich die Uhrzeit befand, verriet ihm das er bereits viel später als sonst dran war.
      Auf dem weg zu den Umkleidekabinen dachte er jedoch zurück an ihr Gespräch.

      An sich war es ein relativ unbeschwertes Gespräch gewesen. Wenn nicht sogar fast schon Nett. Und das sollte schon etwas heißen, für allem für die Neue. Doch wusste er genau das er sich gleich in der Umkleidekabine auf die dummen Sprüche seiner Kameraden gefasst machen konnte. Innerlich malte er sich bereits aus wie er sie alle nach der Reihe in die Luft jagen würde wenn sie ihn damit nerven würden.

      Mit einer Miene wie sieben Tage regen Wetter, betrat er dann schließlich die Umkleide. Zu seinem bedauern war er diesmal tatsächlich der letzte der die Kabine betrat. Während alle anderen sich bereits umzogen und ihre blauen Trainingsanzüge anzogen, marschierte er mit sturer Miene auf seinen spinnt zu und öffnete diesen.

      "Nein! Frag du ihn doch... ich kriege nur wieder ärger wenn ich Frage!", kam es nicht gerade leise flüsternd von der Roten Kackfrise.
      "Du kennst ihn doch am besten...looos jetzt frag Eijiro!", drängte Denki ihn weiter während sie sich umzogen.

      Zähneknirschend verfolgte der Blonde das Gespräch. Was dachten sich diese Idioten eigentlich!? Das er sie nicht hörte!?

      "Stimmt doch gar nicht.. Izuku kennt ihn viel besser", flüsterte Eijiro lautstark zurück. Die Schläfe des Blonden begann bereits zu pochen als er sich sein Hemd auszog und es auf den Bügel in den Spind hängte.

      "Na du hast es doch aber auch gesehen! Die haben die ganze Pause lang geredet!"
      "Ja na und...?"
      "Haaah!? Wie und!?!? Bist du gar nicht neugierig??"
      "Nicht so neugierig wie du anscheinend"

      WRUMMS!!!

      Mit einem laut Knall und einer explosion gefolgt, bretterte Katsuki den Spind zu und drehte sich zu den zwei Schwachmaten herum.

      "SAGT MAL KÖNNT IHR BEIDEN NICHT DIE FRESSE HALTEN!!", brüllte er sie jähzornig an. Alle Aufmerksamkeit lag nun mal wieder bei ihm.

      "Kacchan...ganz ruhig", mischte sich Deku ein, und bekam daraufhin nur einen wütenden Blick zugeworfen.

      "Okay Okay...ich spreche aus was wir alle denken", kam es nun viel zu selbstbewusst von dem kleinen Schleimscheißer Minoru.

      "Wir alle haben dich und die neue in der Mensa sitzen gesehen...und wie wir alle wissen, bist du durch und durch ein Neandertaler was Gefühle angeht! Also... erzähl uns was da lief!" forderte der kleine Lilahaarige Gnom.

      Wie hat er mich da gerade genannt???

      Tobend vor Wut machte Katsuki einen Satz nach vorne, er wollte sich gerade auf den kleinen Wicht stürzen als ihn auch schon Deku und Eijiro an den Oberarmen zurück hielten.

      "Hey Mann. Ganz ruhig okay? Ich glaube was Minoru sagen wollte ist... wir sind einfach nur neugierig worüber ihr gesprochen habt", erklärte es ihm Eijiro nochmal ruhig ehe er Minoru ebenfalls einen bösen Blick zuwarf "Nicht sehr Männlich deine Worte Bro",warf er diesem zu.

      Knurrend riss er sich von den beiden los. "Fasst mich nicht an!", zischte er ihnen zu ehe er die Jacke seines Trainingsanzug hochzog.

      "Das geht euch 'nen verdammten Scheiß an worüber wir geredet haben!"

      Und mit diesen Worten stampfte der Blonde auch schon aus der Kabine in Richtung Sporthalle. Wütend grub er tief seine glühenden Fäuste in die Hosentasche.

      Elendiger Gnom. Das nächste mal mach ich ihn fertig. Mal sehen ob er dann immer noch so ne dicke Fresse hat. Und was heißt hier bitte Gefühle wie ein Neandertaler!?

      Durch einen flüchtigen Blick nach vorne, erkannte er bereits das einige der Mädchen bereits bei Herrn Aizawa auf den Trainingsmatten standen. Vor ihnen auf den Matten befanden sich ebenso Dummy puppen.

      Aha, was kommt jetzt?

      Flüchtig ließ er seinen Blick durch die Halle gleiten als er Mya auch schon mit ein paar der anderen kommen sah.
      Sofort wandte er seinen Blick wieder ab. Er hatte keinen Bock das er sich gleich noch weitere Sprüche anhören durfte.
      Nachdem alle versammelt waren, erklärte ihr Sensei ihnen auch schon direkt worum es in der folgenden Stunde gehen würde.

      Er erklärte ihnen wie wichtig es war, neben dem bekämpfen von Schurken und dem retten von Bürgern, ebenso Kenntnisse in Widerbelebung zu besitzen. Weswegen die heutige Stunde sich allein darum drehen würde, dass sie versuchen mussten die Dummys zu reanimieren. Und noch dazu wurde das ganze in 2er Teams eingeteilt. Da sie aber nun eine ungerade Zahl in der Klasse waren, musste es ein 3er Team geben. Zu seinem bedauern war es genau Eijiro der in das Team von Denki und Kyoka gezogen wurde.

      "Bakugou, ich würde dich bitten mit Karanaki in einem Team zu gehen", wies ihn sein Sensei an. Kommentarlos nickte er lediglich ehe er ihr einen kurzen Blick zuwarf und sich dann zu der erst besten Matte begab auf der bereits eine Dummypuppe lag.

      Nach einer 20 Minuten Aufklärung darüber, wie genau diese Reanimierung auszusehen hatte, gab ihr Lehrer ihnen die Anweisung dies nun umzusetzen und für den Rest der Stunde zu üben.

      Mit einem noch immer genervten Blick stützte der Blonde einen Fuß auf die Brust der Puppe ab.

      Auf so ein Scheiß hab ich gar kein Bock... ich würd viel lieber unsere Spezialtechnicken trainieren...
      Und überhaupt...wozu soll das gut sein? Als ob ich irgendjemanden eine Mund zu Mund Beatmung geben würde...Ich will Schurken ein auf die Fresse hauen und keine bescheuerten Leute beatmen!

      Gelangweilt drückte er den Brustkorb mit seinem Fuß immer wieder ein als er eine Bewegung neben sich merkte und Mya sah.

      Sorry, but I don’t trust anything that bleeds for five days and doesn’t die
      .......
    • Freiwillig abgedankt?
      Sie kannte bisher niemanden, der solch ein Amt freiwillig abgegeben hatte. Doch so wie er mit ihr heute morgen gesprochen hatte, war er wohlmöglich auch einfach schüchtern und deshalb nicht der Typ der Klassensprecher sein sollte.

      Zu der Bestätigung, dass er wirklich den Namen von ihm hatte, begann sie zu lächeln. Ihre Intuition hatte sie also nicht verlassen und wenigstens auf die konnte sie sich bei dem ganzen Tumult hier verlassen - wenigstens etwas.
      Doch änderte es nichts daran, dass sie tatsächlich ein wenig neugierig war. Wieso Deku? Solange wie sie sich scheinbar kannten, zumindest nach dem Brokkoli, waren sie keine Freunde?
      Vielleicht war irgendwann mal etwas vorgefallen. Doch so sehr es sie auch interessierte... so sehr Er sie interessierte, das zu fragen wäre zu früh. Leider.

      Nach ihren Willen könnte er gern mehr über sich erzählen. Seine Stimme war etwas kratzig, aber überaus angenehm. Ein ziemlicher Kontrast zu ihrer eigenen, wenn sie es so mal erwähnen durfte. Aber keineswegs unangenehm für sie, oder gar beängstigend. Eigentlich fühlte sie sich sogar in der Anwesenheit von Katsuki ziemlich wohl - nicht zuletzt wohl, weil er eine eindeutige Selbstsicherheit ausstrahlte, die einen einfach nur beruhigen konnte.

      Dann aber schreckte sie doch ein wenig zusammen. Verwundert sah sie ihn zu, wie er aufstand, und das nicht gerade leise oder ruhig, und fortging. Hatte sie ihn verärgert? Verwirrt blinzelte sie einige male, ehe sie zurück auf ihre Suppe aß. Irgendwie ironisch. Da hatte sie eine Quirk, extra auf Emotionen bedacht, und dennoch war sie nun genau von eben diesen Verwirrt. Doch so schnell wie Katsuki weg war konnte sie auch kaum durchschauen, was gerade in ihm los ging. Dafür verschwand er zu schnell hinter den Auren der anderen.

      Doch recht hatte er, es war tatsächlich ziemlich spät und sie sollte sich beeilen nicht zu spät zu kommen. Sonst würde sie gleich einen schlechten Eindruck am ersten Tag von sich geben - etwas dass sie getrost vermeiden wollte.

      Entsprechend stand sie nun auf und nahm das Tablett mit der noch halb vollen Suppe. Kurz sah sie verbittert auf eben jene. Sie war so lecker gewesen und wegen ihrem Redeschwall müsste sie die nun wegbringen bevor sie ganz in ihrem Magen gelandet war; was für eine Schande..
      Doch war dies nun nicht zu ändern. So packte sie das Tablett in den dazugehörigen Wagen, schnappte sich ihre Sachen und ging los.. oder eher taumelte los, denn sie hatte absolut keine Ahnung wohin sie musste und ging dementsprechend wirr die Gänge entlang.

      Es brauchte einige Minuten, ehe sie jemanden fand der sie wohl zu erkennen schien.
      "Karanaki-san!" eine ruhige Stimme rief sie und sogleich drehte sie sich zu der ihr bereits bekannten Aura um. Es war Momo, welche im Klassenraum vor ihr saß. Erleichtert darüber jemanden gefunden zu haben, den sie nicht nur kannte sondern auch wusste wo sie nun hinmussten, schloss sie sich ihr, sowie einem jungen mit weiß-rotem Haar an. Shoto Todoroki, wie er sich später bei dem Laut zur Umkleidekabine der Sporthalle vorstellte. Ebenfalls wie Momo war er ein eher ruhigerer Zeitgenosse, keineswegs unangenehm wie sie empfand und definitiv eine Ruhe, die sie sich zurücksehnte als sie an der Umkleidekabine angekommen war.

      Denn, noch ehe sie auch nur ein Fuß in die Räumlichkeiten gehen konnte, schnappten sich schon zwei Mädchen - eine mit rosaner Haut, die andere mit langen Ohren die an Köpfhörer-Stecker erinnerten - sie in die Umkleide hinein während sie verschwörerisch grinsten. Es konnte nicht gut gehen, sie spürte genau an den Auren wie sie sich etwas zusammengesponnen hatten. Sie spürte, wie beide verschmilzt grinsen ohne dass sie auch nur die Gesichter eben jener sehen musste. Was war los?

      Stumm ließ sie sich somit mitziehen, ehe sie sich erneut im Zentrum der Aufmerksamkeit wiederfand. Ein Ort, den sie so schnell wie möglich nur wieder verlassen wollte. Weder kam sie nun zu den Spinden um sich zu retten, noch aus dem Raum flüchten konnte sie. Selbst das Froschmädchen mit der langen Zunge, welche sich gerade für das Wohl der Neuen einzusetzen versuchte:

      "Denkt ihr, wir sollten sie wirklich so bedrängen? Quiro"

      wurde vollends ignoriert. Beinahe schon übergangen. Viel mehr drängte sich gerade die mit der rosa Haut, welche sich als Mina Aishido vorstellte, an die Seite der Emphatikerin und begann sie vielsagend anzugrinsen. Als wenn sie gerade den Heist des Jahres planen würden und nun nur noch auf die Bestätigung des Erfolges wartete. Doch sagte sie nichts, nur das Grinsen war als Einladung des Gespräches da. Und ohne zu Wissen was sie nun los stieß, erhob sie die Stimme:

      "ist.. etwas?"

      Es brauchte keine zwei Sekunden um zu wissen, dass diese Frage ihr verderben war. Es stürzten Fragen auf sie herab.


      Wie hatte sie es geschafft mit Bakugõ zu reden?
      Wieso war er nicht genervt von ihr oder hatte sie angeschrien?
      Wieso durfte sie an seinem Platz sitzen?
      War sie eine geheime Freundin von ihm?
      Kannten sie sich?
      Worüber hatten sie gesprochen?
      Kannte sie nun Gossip über ihn?

      Blackmailing-Material, womit die Mädchen ihm Fallen stellen konnten?
      Irgendwelche peinlichen Stories?

      Viel zu viele Fragen stürzten auf sie ein. Weder Sortieren, gar beantworten konnte sie diese.
      Mehr und mehr wurde es ihr unangenehm, da sie einfach sich eingeengt und vor allem auch bedrängt fühlte. Immer mehr pochten sie auf die Beantwortung dieser Fragen und die Auren wurden immer angespannter und turbulenter. Sie wollte hier raus..
      Die Überreize begannen ihren Körper zu beeinflussen und mehr und mehr begann sie zu zittern. Etwas, was Ochako als erste sah. Und ungeachtet dessen, dass Mya dies nun nicht mehr wirklich bemerkte aufgrund der Reizüberflutung, war sie es, die sie aus diesem Tumult zog.

      Böse war sie den Mädchen nicht. Sie kannten ihre Quirk nicht und wussten nicht, wie sehr ihnen so eine Überflutung schadete und wie sehr es sie mitnahm. Doch Anstrengend war es trotzdem - unglaublich anstrengend sogar. Und nicht nur das, sie war tatsächlich nun soweit, dass sie am liebsten den Weg ins Bett wieder anstrebte. Doch war sie hier um genau solche Grenzen zu überschreiten. Immerhin musste sie, wenn sie jemals ein Held war, sowas auch ertragen können ohne Probleme zu bekommen.

      "Es tut mir leid, wenn wir dich bedrängt haben" entkam es dann reuevoll von Mina. Sie merkte deutlich an der Aura dass sie es auch ernst meinte. Dennoch zog sowas dermaßen an ihren Kräften, dass sie nicht mehr als ein verständnisvolles Lächeln über sich herbrachte.

      Entsprechend brauchte es nun aber keine vielen Minuten mehr, ehe sie sich in Ruhe wieder umziehen konnte. In Ruhe und Frieden..
      Doch was hatte sie erwartet? Sie war die neue und als solche war der erste Tag meistens ziemlich aufregend. Man war der Fremdling, den es zu erkunden gab. Ein Stück weit auch Konkurrenz in einer Klasse, in der jeder ein Held werden wollte. Oder eher der Nummer eins Held.

      Doch wollte sie es? Eher nicht. Sie wollte eine Heldin werden. Doch durch ihre psychische Quirk war es ihr unmöglich am Kampfgeschehen aktiv teil zu haben. Prävention und Preoperationen waren eher ihr Spezialgebiet. Als Sidekick oder Support-Held war sie entsprechend besser aufgehoben. Ein Weg, den sie auch anstrebte. Sie brauchte keinen großen Ruhm, solange sie irgendwann das machen konnte was sie wollte. Ebenfalls konnte sie so die Aufmerksamkeit der Medien meiden, solange sie nur ein Supportive-Held war. Ein Grund mehr für sie also diesen Weg einzuschneiden.

      Nun aber konnte sie endlich, zusammen mit Ochako und Momo, den Weg zur Sporthalle einschlagen. Seit dem Fragensturm eben haben sich die Mädchen ein wenig zurückgehalten. Wohl, weil sie weiterhin noch ein wenig zittrig neben den Mädchen war und die Mädchen sicherlich befürchteten sie sonst gleich zu Recovery Lady schicken zu können. Doch umso besser, wenn so die Ruhe wieder eingekehrt war.

      Die Aufgabe war simpel. Einfaches Erste-Hilfe-Training, dass jeder Held regelmäßig durchlaufen sollte. Erste-Hilfe Maßnahmen waren wichtig und vor allem etwas, dass auch die junge Dame mit ihrer Quirk machen konnte. Entsprechend hatte sie sich darauf auch schon vorbereitet und ein stückweit war sie dankbar, heute nicht sofort mit einem Kampftraining starten zu müssen. Nezu-prinzipal hatte ihr zwar schon vorher dazu geraten zumindest Hand-zu-Hand Combat zu lernen damit sie sich ein wenig verteidigen konnte. Doch wirklich ankommen im Kampf gegen physische Nutzer würde dennoch mehr als nur schwer werden. Sie hatte höchsten die Chance durch ihre Quirk ihre Gegner des Kampfes zu behindern - beispielsweise durch Mitleid oder Angst ihr Weh zu tun, dass sie sie nicht mehr angriffen und sie somit mit Hebelgriffen sie besiegen konnten. Doch viel mehr war ihr derzeit nicht möglich. Etwas, woran sie mehr als nur Arbeiten musste.

      Nun aber ging sie zu ihrem Partner, der Katsuki wohl war. Etwas, was sie mit gemischten Gefühlen entgegen trat. Sie war froh bei ihm zu sein. Immerhin war seine Aura nach dem Erlebnis eben Genau das, was sie nun ein wenig beruhigen würde. Doch gleichermaßen hatte sie ein wenig Sorge, dass er einen Alleingang machte. Immerhin scheint er der Einzelkämpfer schlechthin der Klasse zu sein.

      Entsprechend fand sich ihr Weg nun zu der Matte, über welcher Katsuki schon stand, ehe sie sah wie er ihren Dummy behandelte.
      Ein wenig verzog sie das Gesicht zu einem mitfühlenden schmunzeln dem Dummy gegenüber. Dann hockte sie sich neben dem Kopf des Dummys und musterte das Ding. Sie musste zugeben, einladend für Reanimationsübungen sah er nicht wirklich aus. Viel eher einer, den man ungeachtet in ein Feuer werfen würde für eine Katastrophenrettung.
      "wenn du mich jemals Wiederbeleben musst.. sei bitte ein wenig sanfter zu mir als zu dem Dummy" auch wenn sie noch ein wenig blass um die Nase war, entkam ihr nun wieder ein etwas befreiteres lachen. Dann aber stupste sie mit den Finger die Gummy-Wange des Dummys an. Ein wenig verzog sie wieder das Gesicht zu Ekel. Innerlich begann sie abzuwägen, ob das Verprügelt werden bei einem Kampftraining nicht doch besser gewesen wäre als dieses Ding hier..
      "Ich möchte nicht wissen, wie lange es diese Gummi-Gesichter schon gibt.."
      In another life
      I would make you stay
      'Cause every night I lie in bed
      The brightest colours fill my head
      A million dreams are keeping me awake

    • Ungeachtet dessen, dass er bis eben noch schlechte Laune hatte, aufgrund der Situation in der Kabine, schaffte es Mya relativ schnell dem explosiven Jungen ein Grinsen ins Gesicht zu zaubern.

      "Dann wollen wir mal hoffen das es nie dazu kommt", schmunzelte er während er den Fuß von der Puppe herunter nahm und sich zu der puppe am Boden setzte.

      "Aus genau diesem Grund pack ich das teil nicht an...", angewidert schnalzte der Blonde die Zunge während er die Arme vor der Brust verschränkte.

      "Viel spaß", grinste er neckisch während er sie abwartend anblickte. Er würde den Teufel tun und diesen Dummy knutschen. Lieber würde er sich dann Ärger von Aizawa-Sensei einhandeln als das Teil zu berühren. Sowieso sah er in dieser ganzen Übung keinen Sinn. Er wollte Held werden und kein Rettungs Sanitäter, auch wenn ihm klar war dass dies nunmal das Spektrum Superheld mit abdeckte.

      Während er sie jedoch ansah, fiel ihm etwas auf.

      Ist sie blasser geworden?

      Auch wenn es nur eine minimale Veränderung ihres Hauttons sein mochte, fiel es ihm direkt auf. Sie machte auf ihn ein etwas blassen Eindruck. Dabei hatte sie in der Cafeteria noch einen frischen Teint und rosige Wangen gehabt. Ohne bedenklichen Grund fragte er sich ob es ihr gut ging. Seine Augenbrauen zogen sich etwas zusammen während er sie beobachtete.

      "Gehts dir gut?", kam es plötzlich unerwartet ruhig und leise von ihm.

      Was war nur mit ihm los? Es juckte ihn doch sonst nie wenn es anderen schlecht ging. Dann war sie eben blass, na und? Frauen hatten doch ständig ihre Weh Wechen. Oder setzte sie womöglich gerade ihren Quirk bei ihm ein das er so ruhig war? Lag es womöglich doch daran?
      Unsicher kaute er auf die Innenseite seiner Backentasche.
      Er musste schnell vom Thema ablenken, sonst würde sie ihn nachher womöglich noch für Sensibel halten.

      "Also ich glaube der Bürger ist mittlerweile abgekratzt", murmelte er und stieß die Puppe erneut mit dem Fuße an.

      Sorry, but I don’t trust anything that bleeds for five days and doesn’t die
      .......
    • Auch wenn er ziemlich schnell wieder ausgelassen wurde, hatte sie beim eintreffen an der Matte die unruhige Aura von Katsuki gespürt. Er schein wohl verärgert gewesen zu sein. Wahrscheinlich, zumindest konnte sie es sich denken, hatte er keine sonderlich andere Situation als sie in der Umkleide gehabt - nur halt das männliche Equivalent dazu. Doch sicher war sie sich nicht. Dafür kannte sie die Klasse zu wenig; ebenso wie Katsuki.

      Hastig nickte sie dann. Auf Reanimation angewiesen zu sein war definitiv eines der Sachen, die sie weniger wollte. Viel mehr sogar eher niemals erleben sollte. Davon ab, dass sie mal gelesen hatte, dass bei einer Reanimation gern mal Rippen brachen und das sicherlich schmerzen waren, die sie mehrere Wochen begleiten würden, wäre es genauso peinlich eine Mund zu Mund-Beatmung von jemanden bekommen zu müssen. Wobei.. über 'peinlich' dachte man wohl weniger nach, wenn das Leben von einer Aktion abhing.

      "Zumindest muss man sich dann keine Gedanken machen, dass die Reanimation zu weich ist" gluckste sie amüsiert. Ein Fakt, der gerade bei Mädchen öfters mal zutraf. Gerade wegen der fehlenden Kraft von eben jenen war es nicht selten, dass die Kraft des Drückens das Herz nicht erreichte.

      Dann aber sah sie wieder Katsuki an. Einer von beiden musste die Mund zu Mund Beatmung übernehmen und sie wollte es wohl genauso wenig wie Katsuki. Entgegen ihm, war sie jedoch vorsichtiger dabei ärger zu bekommen. Gerade als neue sollte sie sich wohl ein wenig in acht vor sowas nehmen. Doch.. ein Blick auf der Puppe genügte, um erneut ihr Gesicht verziehen zu lassen. Sie war so ekelhaft und sie musste Nichtmals wirklich nahe ran gehen um das Gemisch von Desinfektion und Gummi zu riechen, welches beinahe ihre Pekkin-Suppe wieder aufstoßen ließ.

      "A-ach.. für mich sieht dieser Dummy nach einer hübschen, kleinen Dame aus die lieber von dir, als von mir geknutscht werden würde" begann sie dann schmunzelnd, leicht neckisch, zu erwidern. Dabei stupste sie ihn ein wenig an.
      "Vielleicht gibt sie dir ja nach der Rettung ihre Nummer" Der Gedanke es wäre ein echter Mensch sollte ihr selbst helfen die Puppe weniger ekelhaft zu finden. Doch wirklich klappen wollte es nicht. Viel mehr aber amüsierte die Situation und gab ihr viel mehr Grund den Unterricht zur vergessen als wirklich auszuführen.

      Gleichermaßen spürte sie genau, wie wenig Lust auch Katsuki auf diese Puppe hatte. Er schien sie wohl genauso ekelhaft zu finden, wie sie es tat. Kein Wunder, Schulpuppen waren nicht gerade dafür bekannt unbedingt neu zu sein, oder sonderlich ungeknutscht über die Jahre hinweg. Doch gleichermaßen waren die Puppen sicherlich besser, als wenn die Schüler an sich gegenseitig zu üben hatten. Wobei, bei manchen Konstellationen würde sich sicherlich die ein oder anderen Pärchen bilden.

      "Oder wir wechseln uns ab.. geteiltes Leid ist halbes leid, oder?"

      Dann aber seufzte sie. Die Frage, ob es ihr gut ginge, kam ein wenig überraschend für sie. Gleichermaßen wie unvorbereitet aber auch ein wenig Stimmungskillend. Gerade, wenn sie zurückdachte was in der Umkleide los war.
      Kurz ring sie hierbei nun mit sich selbst. Bürdete sie ihn mit den Gesprächen eine Last auf, oder spielte sie es einfach über? Nerven wollte sie ihn eigentlich nicht damit, da es aber auch um ihn ginge war es zumindest angebracht ihm davon zu erzählen, oder?
      Sie war sich unsicher, entschied sich aber dennoch fürs Gespräch.

      "Ich bekam eben in der Umkleide eine kleine Reizüberflutung.. eine Kehrseite meiner Quirk." begann sie ihm somit zu erklären, wieso si nun so blass war.
      "Wir wurden wohl in der Cafeteria von ein paar der Mädchen gesehen und.. ich weiß nicht unbedingt wieso, begannen sie daraus ein großes Thema zu machen und haben mich versucht auszufragen was da los war, ob wir uns kennen und sowas.." unbeholfen kratzet sie sich eine wenig an der Wange, ehe sie wieder das Gesicht des Dummys anstupste. Sie hatte sich selbst dafür entschieden ihm davon zu berichten, doch irgendwie war es ihr dennoch ein wenig unangenehm.
      "Die Gefühle und Auren waren so.. durcheinander.." brummte sie dann unzufrieden und ein wenig verloren in sich selbst. Den Blick dabei weiterhin auf dem Dummy gelegt. "Da war einfach keine Ruhe, an die ich mich klammern konnte.. Da ist wohl mein Kopf einfach ein wenig durchgebrannt" zuletzt versuchte sie ein beruhigendes, aufmunterndes Lächeln wieder aufzusetzen. Praktisch als wenn sie es runterspielen wollte um ihn nicht den Eindruck zu vermitteln, dass sie ein hoffnungsloser Fall war.

      "Aber sonst gehts mir besser als diesem Freund hier~" und mit den Worten glitt auch ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Dummy.

      "Wenn er tot ist, brauchen wir auch keine Reanimation mehr.."
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    • Es war ihr amüsiertes Lachen das ihn erneut aufblicken ließ während er weiterhin vor der Puppe hockte.
      Auf ihre nächsten Worte hin guckte er sie nur zweifelnd an.

      Dafür das Schneewittchen recht blass um die Nase schien, war sie aber dennoch zum Scherzen aufgelegt.
      "Tja... ich steh nun mal aber nicht auf künstliche Mädchen, die nur Plastik in der Fresse haben...und schon gar keine die so Gelb sind wie die..." Damit beschrieb er lediglich das Aussehen des Dummys, um auf ihren Scherz drauf einzugehen.

      "Also kann sie sich ihre Nummer sonst wo hinstecken...sie ist doch eh schon tot" Wie um seinen Worten Gewicht zu verleihen drückte er die Beine des Dummys mit seinem Fuß weg. "Mause Tod", murrte er leise ehe er seinen Mitschülern einen Blick zu warf. Die anderen hatten bereits mit der Übungseinheit angefangen und reanimierten fleißig die Dummypuppe.

      Solche Schwachköpfe..., dachte sich er Blonde nur ehe seine Aufmerksamkeit zurück zu Mya glitt. Auf ihren Vorschlag sich Abzuwechseln fing sie sich einen grimmigen Blick seinerseits ein. Er würde einen Scheiß tun sich abzuwechseln! Das einzige wozu er sich höchstens bereit erklären würde, wäre dem Ding die Brust einzudrücken.

      Als sie ihm dann jedoch erklärte was genau der Auslöser dafür ist dass sie so blass war, wurde er wieder ganz ruhig.
      Zumindest solange, bis erneut die Wut in ihm aufkeimte. Denn zur Hölle damit! Was verdammt nochmal interessierte es die anderen mit wem er sprach und mit wem nicht!? Wieso waren sie so verflucht Neugierig? Und wenn er mit dem fucking Präsidenten sprach !
      Katsuki biss die Zähne so feste aufeinander das es bereits in seinem Hinterkopf knackte.
      Am liebsten wäre er aufgestanden und hätte seiner Wut freien lauf gelassen. Unweigerlich spürte er wie seine Hände zu kribbeln begannen. Wie jedesmal wenn ihn der Zorn packte. Nicht nur das sie ihn in der Kabine völlig auf die Eier gegangen waren. Anscheinend galt das gleiche auch für sie. Nur das - so klang es für ihn zumindest- es für sie deutlich schlimmer war, aufgrund ihres Quirks.

      "Also ist das quasi die Kehrseite deines Quirks... du erträgst es nicht wenn zu viele Emotionen auf einmal um dich herum sind" Es war keine Frage, sondern viel mehr eine Feststellung die er äußerte. Kurzweilig fragte er sich wie sie sich wohl in großen Menschenansammlungen fühlte. Ob sie es aushielt auf einer Beerdigung zu sein? Oder wie war es mit Krankenhäusern?

      "Dieses Problem solltest du dringend angehend wenn du ein Held werden willst", entfuhr es ihm dann. Den Blick hatte er auf den Dummy gerichtet.

      "Zumindest solltest du dich bis dato so weit im Griff haben dass dich solche Aktionen nicht mehr so umhauen denn..." Er machte eine kurze Pause und hob den Blick um sie anzusehen. " ...genau das könnte eines Tages dein Schwachpunkt werden.

      Ihre letzten Worte waren mal so dahingestellt. Ob es ihr nun wirklich gut ging, oder ob sie das ganze herab spielte und ein auf stark machte, das konnte er in diesem Moment nicht genau sagen.

      "Da bin ich mal ganz deiner Meinung", sagte er schmunzelnd während er ihr einen amüsierten Blick zuwarf.

      "Eyyy ihr zwei!! Ihr sollt üben und nicht flirten!", kam es plötzlich von Mineta der genau gegenüber mit Shoji auf einer Matte saß.

      Hah? Was hatte diese Promenadenmischung da gerade gesagt?

      Kaum waren die Worte zu dem Blonden Hitzkopf durchgedrungen sprang er auch schon wutentbrannt auf.

      "HAH!!!??? WAS SAGST DU DA!" bellte er ihm zähnefleschend entgegen. Minetas Worte lösten in ihm genau zwei Emotionen aus. Die erstere und auch deutlichste war Wut. Einfache schiere Wut. Und die zweite war Verlegenheit. Und genau weil es ihn Verlegen machte, wurde er umso wütender. Denn eigentlich hätte es ihm doch egal sein können was dieser kleine Perversling von sich gibt.
      Doch das tat es einfach nicht.

      Mit gespreitzten Handflächen marschierte er - wie auch schon in der Kabine- auf den Gnom zu. "Ich bring dich um!!!", knurrte er ihn an und wollte ihm gerade eine explosion um die Ohren hauen als nichts geschah.
      Verwirrt und gleichzeitig verärgert blickte er auf seine Hände ehe er sie nochmals streckte und seinen Quirk aktivierte. Doch wieder geschah nichts.

      "Bakugou!! Was sage ich jedes mal über die Nutzung der Spezialitäten auf dem Schulgelände?"

      Rot und eindeutig Wütend, glühten die Augen seines Lehrers als dieser ihn mit seinem Quirk ins Visier nahm. Katsuki hingehen wandte zähneknirschend den Blick zu Boden. Ja verdammt er wusste es doch... Natürlich wusste er es!

      "Sie sind verboten...", presste er zwischen den Zähnen hervor.

      "Für diese Stunde fliegst du raus! Los zieh dich um und geh raus!", schimpfte ihn sein Lehrer entgegen.

      "Hah!? Ist das ihr ernst!?" Fassungslos blickte er ihn an. Er hatte ihn noch nie vom Unterricht verwiesen. Das hier war gerade sein erstes mal.

      "Sehe ich für dich aus als wäre ich zum Scherzen aufgelegt? Los!"

      Wütend ballte er seine Hände zu Fäuste ehe er Minoru noch einen wütenden Blick zu warf und ein leises "Du bist sowas von fällig...", knurrte.

      Sorry, but I don’t trust anything that bleeds for five days and doesn’t die
      .......
    • Als Katsuki plötzlich davon erzählte, dass er auf die Puppe nicht stehen würde aufgrund einiger äußerliche Aspekte die diese mit sich brachte, wurde sie augenblicklich hellhörig. Eigentlich könnte es ihr egal sein. Nein, es sollte ihr egal sein, immerhin waren sie Klassenkameraden, die sich Positiverweise einfach am ersten Schultag schon verstanden. Doch sei es die weiterhin vorhandene Faszination zu dem Blondhaarigen, oder die Sympathie die sie zu ihm aufbaute, sie bekam einen ziemlichen Wissensdurst nach dem Jungen. Als wenn sie seinen Charakter durch und durch verstehen wollte in jeder Faser.

      Aber.. das wollte sie sicherlich nur wegen ihrer Quirk. Wieso auch sonst?

      "Sie würde bestimmt auf dich stehen.. wer würde immerhin nicht auf den strahlenden Nummer eins Helden stehen, der einen Rettet" und so ironisch es klang, oder eher so ironisch sie es versuchte klingen zu lassen, so ernst meinte sie es. Es geschah nicht selten dass man sich in den Helden verschoss; wie viele Frauen gaben in Interviews zu, nachdem All Might sie gerettet hatte, wie verliebt sie in ihm waren? Und Katsuki war zugegebener maßen auch kein Junge, der schlecht aussah. Im Gegenteil, er hatte ein überdurchschnittlich hübsches Gesicht, fesselnde Augen und-

      Sie Ohrfeigte sich selbst innerlich dafür, dass sie ernsthaft begann über das äußere eines Jungen zu philosophieren. Was war mit ihr los? Immerhin war die Puppe vor ihr tot, ein Stück Fabrikat, dass sich nicht in Katsuki verlieben konnte. Wieso also ging sie solche Gedanken im Kopf durch?
      Sie musste sich eindeutig heute den Kopf angeschlagen haben. Oder bei ihrem Reizüberfluss sind Neuronen beschädigt worden. Irgendwas lief in ihrem Kopf auf jedenfall nicht richtig.

      Oder es lag wirklich an ihrer Faszination. Doch überschritt diese dann Grenzen; gefährliche Grenzen.


      Auf Katsuki's Feststellung blieb sie dann stumm. Nur ein kleines Nicken überkam sie. Der Hitzkopf neben ihr war auf jedenfall nicht gerade dumm, viel eher sogar schlau, wie schnell er Sachen aus den Kontexten schlussfolgern konnte. Auch beim Sportfest - wenn man ihren Eltern glauben schenken durfte - schien er mit Taktiken zu glänzen; auch wenn manche davon anfangs sadistisch wirkten, wie der Kampf gegen Ochako. Doch im Enddefekt hatte er immer alles im Blick. Ein wenig Bewunderung machte sich in ihr breit, doch hielt sie nicht lang. Sein nächster Kommentar ließ sie ein wenig schmollend die Wangen aufplustern. Denn, auch wenn sie sonst eher neutral blieb, das war ein kleiner, wunder Punkt den er nun ansprach und der sie ein wenig eingeschnappt werden ließ.

      "ich arbeite daran.. es geht nunmal nicht von heute auf morgen" sie sah verlegen weg, bekam gar ein wenig rote Wangen. Sie mochte es absolut nicht schwach zu wirken - auch wenn sie das eigentlich war. Sie wollte es aber immer überspielen. So hatte sie in jungen Jahren schon gelernt, welchen Ausmaß Sorge bereiten konnte und diese wollte sie nicht nochmal erreichen.

      Es kam in ihrem Kindesalter oft vor, dass sie aufgrund ihrer Quirk Zusammenbrüche hatte. Gerade als Kind, wo man die Quirk noch entdecken musste und nicht so ganz weiß mit allem umzugehen war es für sie immer eine Qual zu Leuten zu gehen und überwiegend zog sie sich daher zurück. Wobei, nicht nur von sich aus geschah dies viel, auch von ihren Eltern aus. So oft wie sie sich im Krankenhaus aufgrund von Zusammenbrüchen befand - und wie schlimmer es dann da wurde aufgrund der durchgehend auf sie einprasselnden Auren, hatten ihre Eltern sie aus jeglichen Sozialen Umfelden geholt und entsprechend bekam sie früher auch viel privaten Unterricht. Nur das letzte Jahr der Mittelstufe hatte sie mit einer Begleitung an einer privaten Schule mit kleinen Klassen verbracht.
      Dennoch war sie nie groß einsam. Sie hatte Spieldates, welche einzeln zu ihr nach Hause kamen und mit denen sie Zeit verbringen konnte. Und so wurde auch ihr sozialer Kontakt binnen der Jahre langsam angehoben; zumindest bis zu einer Grenze die ihre Eltern festgelegt hatten, ab wo es dann stagnierte.

      Entsprechend gefiel es ihnen auch nicht, als Mya ihren Wunsch geäußert hatte an die Yuei zu wollen. An einer öffentlichen Schule mit vielen, großen Klassen und noch mehr sozialen Kontakten.
      Durchsetzen konnte sie sich nicht, doch kam sie zumindest an eine normale, private Schule mit mittelgroßen Klassen. Ein Anfang. Und durch das Praktikum dort letztendlich auch an die Yuei, was sie unendlich freute. Auch wenn die Überzeugungsarbeit echt ein Krampf war.

      "Ich möchte es eigentlich bis zum Ende des zweiten Jahres im Griff haben" ein ihrer Meinung nach realistisches Ziel. "aber selbst wenn nicht.. dann hoffe ich als Sidekick einen ProHelden an meiner Seite zu wissen, der mit mir in solchen Momenten umzugehen weiß" denn auch wenn ihre Quirk einen derartigen Nachteil hatte, sie war nützlich und das wollte sie auch ungeachtet ihrer selbst sein!


      Gerade als sie nun aber wieder dem Blondhaarigen was erwidern wollte, ertönte die Stimme des Gnom's. Sie verzog das Gesicht, und ungewollt spiegelte sich Katsuki's Aura auf sie ab, wodurch auch sie ein wenig Zorn verspürte. Kein Wunder, so sehr wie es gerade in ihm brannte, war es ein Kampfakt dagegen unberührt zu bleiben.
      Entsprechend verstand sie Katsuki's Reaktion beinahe vollends. Am liebsten würde sie ihm auch an die Gurgel springen doch- nein, das waren nicht ihre Gedanken.

      Sie wandte sich ab und sah fest auf den Dummy. Versuchte das geschehen mit Mineta und Katsuki auszublenden. Das waren Katsuki's Emotionen die sie aufgefangen hatte, nicht die ihrer eigenen Gedanken. Seine Wut, nicht ihre.. Entsprechend atmete sie mehrfach tief ein um sich wieder auf ihre neutrale Basis zu begeben. Ein Training, dass sie bisher am besten konnte. Zumindest solange, wie es nur wenige Auren waren die sie affektierten.

      Dann aber blickte sie, als sie sich beruhigt hatte, wieder auf. Katsuki würde ihn wohl wirklich umbringen, und auch wenn Aizawa-Sensei dazwischen ging, wollte sie lieber nicht um das Leben von Mineta wetten.
      Während Aizawa mit Katsuki beschäftigt war, ging sie zu dem Perversling hin. Jener dachte wohl, sie würde ihn umgarnen, denn er faltete betend die Hände zusammen und rief ein Stoßgebet in den Himmel
      Entgegen seiner Erwartung, packte sie ihn jedoch grob an beiden Wangen und knatschte sein Gesicht zusammen. Nun gut, vielleicht hatte sie sich doch nicht ganz beruhigt und ein wenig von Katsuki's Wut war doch noch übrig. Doch war ihr das gerade sogar ein wenig Recht, denn so konnte sie ihm nun wenigstens Ungeachtet ein Standpunkt klarmachen.

      "Ich bin echt nicht gern Unfreundlich, Chikan-baka." das 'Perversling' auf Japanisch betonte sie ein wenig schneidender als üblich
      "Aber wenn du in meiner Nähe noch einen anzüglichen Spruch drückst, dann werde ich all deine Emotionen nehmen und in einem schwarzen Loch packen, damit du nie wieder auch nur dran denken kannst einen hoch zu kriegen.."

      Tatsächlich war sie erstaunt über sich selbst. Sie wusste garnicht, dass sie derart drohen konnte. Es war ihr erstes mal, doch Katsuki's Emotionen waren wohl da gutes Feuerholz um Standpunkte klar zu machen.

      Doch kaum hatte Katsuki den Raum verlassen, bemerkte Aizawa das Schauspiel hier und fragte, was los war.
      Entsprechend lächelnd richtete sie sich an den Sensei, ließ die Wangen des Lilahaarigen los und stand wieder auf

      "ich hatte nur Mineta-san gesagt, wie fies sein Spruch war und dass er es bitte lassen soll"

      Unschuldig wie eh und je ging sie zurück zu ihrem Platz. Dabei dachte sie aber über die Emotion von Katsuki nach. Anders als heute morgen war diese Wut weniger Oberflächlich. Viel mehr, als wenn er im inneren sich selbst damit angreifen wollte. Die Wut verzerrte beinahe ihr eigenes Herz. Wieso er wohl so sauer war?


      Der restliche Unterricht verlief ruhig.
      Nachdem Katsuki leider weg war, bekam sie Ejiro als Partner zugesprochen damit wieder alle in Paaren die Aufgabe vollbringen konnten. Er übernahm auch, wenn auch ein wenig ungewollt, die Mund-zu-Mund Beatmung.

      Kaum war der Unterricht dann vorbei, sprang sie auf und ging zu den Umkleiden. Schnell zog sie sich um, da sie ein neues Ziel hatte: Katsuki finden. Entsprechend schritt sie die Gänge entlang bis sie ihn fand.
      Wieso sie ihn jetzt so unbedingt sehen wollte wusste sie nicht, vor allem, da sie erneute Wut prophezeite mit den Worten, die sie an ihm richten wollte. Doch irgendwas in ihrem inneren Schrie danach es ihm zu sagen.

      "oi!" rief sie ihm entsprechend zu als sie ihn sah. Kurz vor ihm blieb sie dann stehen, ehe sie ein wenig Luft holte. Sie hatte garnicht bemerkt, dass sie tatsächlich gerannt war. Dabei war sie sonst körperlich eher der Träge Typ der weniger rannte, als gemütlich Schritt.
      "Knallfrosch!" viel mehr kam nicht von ihr. Keine Erklärung, keine Ausführung. Nur dieses eine Wort, das kaum noch weniger zusammenhängen konnte. Doch es war eindeutig: das war der Spitzname, den sie für ihn sich überlegt hatte.
      In another life
      I would make you stay
      'Cause every night I lie in bed
      The brightest colours fill my head
      A million dreams are keeping me awake