The Demonking rise again [Chaoz&Caili]

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    • The Demonking rise again [Chaoz&Caili]


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      Seira Goldenheart

      Außer Atem, während das Adrenalin durch ihre Venen pumpte, rannte Seira durch die Hallen und Korridore des Dämonenschlosses, welches ihr wie ein kompliziertes Labyrinth vor kam. Ein Monster nach dem anderen fiel ihrer großen Axt zum opfer, während sie sich zu ihrem Ziel hindurch kämpfte: dem Thronsaal des Dämonenkönigs selbst, das Ende ihrer Reise und das Ziel, auf welches sie ihr gesamtes Leben lang hingearbeitet hatte, seit dem Moment, als sie beschlossen hatte Abenteurerin zu werden, nein, zur Heldin.
      Schmerzhaft erinnerte sie sich an das Versprechen aus Kindheitstagen, diesen Weg einst mit ihrem besten Freund zu bestreiten, doch war er heute nicht hier, um diesen Moment mit ihr zu erleben, diesen Kampf mit ihr zu erleben.
      Seira fragte sich, ob er sie in diesem Moment sehen konnte, wenn er denn tatsächlich tot war? Oder ob er wohl von ihrem Sieg hören und sich für sie freuen würde? Sie vielleicht aufsuchen würde? Aber noch war nichts gewonnen und, auch wenn sie wusste, wie töricht und übermütig das war, hatte sie ihre Gruppe von Freunden und Abenteurern alleine gelassen, um diesen Kampf auf eigene Faust bestehen zu können.
      Sie hatte einfach das Gefühl, dass es etwas war, dass sie alleine machen musste. Seira wollte nicht, dass noch jemand starb, der ihr am Herzen lag und sie wusste, wie hart dieser Kampf werden würde.
      Vor einem massiven Tor, welches keine Zweifel zu ließ, dass hinter diesen Türen der Dämonenkönig auf sie wartete – ob er wohl bereits wusste, dass sie hier war? Wahrscheinlich – blieb sie für einige Momente stehen, um wieder zu Atem zu kommen und sich mental auf den Endkampf vorzubereiten.
      Das war es also nun. Hinter diesen Toren wartete das schlimmste Monster dieser Welt und mit seinem Tod könnte Seira der Menschheit einen großen Gefallen tun. Auch wenn es die Toten nicht zurückbrachte, so würde es weitere Opfer verhindern, da war sie sich sicher, denn noch wusste sie nicht, wie naiv diese Sichtweise war, mit welcher sie aufgewachsen war.
      Mit dem Gedanken, wie unfair es doch war, dass sie sich hier hatte durchkämpfen müssen, während der Dämonenkönig sicherlich ausgeruht und bei vollen Kräften auf seinem Thron hatte warten können, bis sie zu ihm fand oder vorher starb, war sie in Begriff das Tor zu öffnen, welches jedoch begann sich selber zu bewegen, kaum hatte sie das kalte Eisen berührt.
      Ihre Hände fest um den Griff ihrer Axt, welche halb so groß war wie sie selbst, verziert mit Gold und magischen Edelsteinen, und einem selbstsicheren und entschlossenen Ausdruck in den Augen, auf eine Falle gefasst, trat sie über die Schwelle und es dauerte nicht lange, bis sie ihren Gegner ausmachte.
      Doch zu ihrer Verwunderung war es kein schrecklicher gehörnter Dämon, welchen sie auf dem Thron vor sich erblickte. Keine Haut so schwarz wie die Sünden, welche sich die Dämonen aufgehalst hatten, wie es in den Geschichten aus ihrer Kindheit beschrieben worden war, keine schrecklich zugerichtete Fratze, nein. Er sah aus... wie ein Mensch.
      Seira war die Verwunderung deutlich anzusehen, während sie in den Saal hinein ging und je näher sie der Gestalt auf dem Thron kam, desto... bekannter kam sie ihr, aber das konnte doch nicht sein, oder?
      „... Cassius...?“, gab sie unbedacht dieses Wort von sich, da sie in den Zügen des auf dem Thron sitzenden Mannes die Züge ihres Kindheitsfreundes zu erkennen glaubte, auch wenn das kindliche Lächeln einem kalten, ausdruckslosen Ausdruck gewichen war, wie sie schmerzhaft feststellen musste.
      Doch mit einem Mal wich die Verblüffung in ihrem Gesicht und stattdessen biss sie vor Wut die Zähne zusammen und die Knöchel ihrer Hände färbten sich weiß, so fest hielt sie den Griff ihrer Waffe fest. Was für eine schreckliche Falle war das? Eine Illusion? Aber woher...?!
      „Lass deine elenden Tricks, du Monster und zeig mir deine wahre Gestalt!“, schrie ich ihn wütend an, beachtete dabei die Frau neben ihm nicht, war aber darauf gefasst, sollte sie sich in diesen Kampf einmischen.
      Vielleicht war es naiv von ihr gewesen zu glauben, sie könnte ihm alleine entgegen treten und dass er es genauso tun würde, aber nun war sie hier und würde ohne einen Kampf auch nicht mehr gehen. Seira bezweifelte sowieso, dass man das zulassen würde.

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      @Chaoz
    • Cassius Vorgelgold

      "Junger Mann, ihr scheint einen gesunden Appetit zu besitzen. Kommt doch mal her, vielleicht hab ich da etwas für euch!"
      Ein schmieriger älterer Herr mit Halbglatze und einem aufgesetzten Lächeln, rieb sich verschmitzt die Hände. Cassius, der derweil einen Beutel voller frisch gebackener, noch dampfende Nussbrötchen an seiner Brust trug und mit dem linken Arm ummantelte, sah während er von dem Brötchen in seiner rechten Hand abbiss zu der Gestalt hinüber. "Kommt! Kommt!" Der Mann streckte seine Arme nach vorne und schob seine zum Himmel gerichteten Finger zu sich um ihn dem Weg zu seinen Waren zu deuten. Zwar wurden die Augen schmaler, doch begab sich der Schwarzhaarige vorerst widerwillig in Richtung des Mannes, zwischen den wenigen Leuten umherstreifend die ihren Weg durch die Einkaufspassage suchten. "Schaut hier! Ihr seid gewiss ein Mann mit feinem Geschmack, dass sehe Ich anhand eurer vorzüglichen Auswahl an Schmuck!"
      Die wenigen Ringe an den Fingern Cassius, die für die Unterdrückung seiner Kräfte sorgten, sprach er an. Ausdruckslos fanden sich die Blicke der beiden für einen kurzen Moment, doch während der Händler noch immer seine Hände ineinander rieb und nickte, wandte sich der Blick des Dämonenkönigs hinab zu den angesammelten Ramsch. "Sieht mir nicht nach Nahrung aus, alter Mann..."
      "Alter Mann?! Ich muss doch wohl bitten! Meine Wenigkeit ist gerade mal in seinem 4.Lebensjahrzehnt angelangt!"
      Cassius Blick musterte noch einmal kurz die zu klein geratene Kreatur, bevor er ein schlichtes. "Mhm..", von sich gab und weiter die Waren begutachtete. Eine entnervte Stresspustel bildete sich am Hinterkopf des Händlers und das falsche Lächeln nahm an Härte zu, bevor seine Lippen einen erneuten Satz von sich gaben. "Und, gefällt ihnen etwas?"
      Auch die Stimme des Mannes schien nun nicht mehr der Freundlichkeit zu entsprechen die dem König vorerst entgegengebracht wurde. Für einen kurzen Moment weiteten sich die goldenen Augen, als sie eine Kette erblickten die alte Erinnerungen in ihn hervorriefen. "Abenteurer wollten wir werden, hm? Ich schätze du brauchtest wohl das Silber für die ersten Schritte, obwohl sie dir so am Herzen lag." Ein Schmerz entpuppte sich im Herzen des Mannes, während die strengen Miene des Schwarzhaarigen ungewohnt sanfte Züge annahmen. "Hoho~ hat diese Kette etwa ihr Interesse geweckt? Ein Schmuckstück nicht wahr? Und ich hab sie für so wenig Silber erworb-"
      Noch bevor der Händler seinen Satz vollenden konnte, umfasste Cassius den Kragen des Mannes während die Sänfte seines Ausdrucks der Kälte wich. "J-Junger Mann?", entwich es dem Händler der vor Schreck seine Hände nach oben hielt und plötzlich stark zu schwitzen begann. "Findet ihr Gefallen daran, Menschen auszunutzen die ihrem Träumen hinterherjagen? Bereitet es euch Freude andere aufgrund eurer Gier nach Gold zu berauben, ihre Hilflosigkeit auszunutzen und euch daran zu bereichern? Wollt ihr, dass euch dasselbe geschieht, hm?"
      Die goldenen Augen hatten jeglichen Glanz verloren, während die Gesichter sich bedrohlich nah kamen und Cassius so vermied das der Händler sein Haupt zur Seite abwenden konnte. "Antwortet! Ansonsten werde Ich-"
      Eine sanfte, zierliche Hand lehnte sich auf die Schulter des Mannes, bevor ein gähnen aus den Lippen hinter ihm ertönte und sein Gesicht sich leicht zur Seite neigte damit er aus den Augenwinkeln heraus nach hinten schauen konnte. "Rim?"
      "Hier bist du also, du Idiot... Ist die bewusst das derzeit das Schloss angegriffen wird? Abmarsch!"
      "Hm..", entwich es schlicht bevor der ausdruckslose Gesichtsausdruck wieder einkehrte und der Griff des Schwarzhaarigen sich lockerte. Seine Finger ummantelten die Kette auf dem Tisch und führten sie in die eigene Hosentasche. "Hey, dafür müssen sie beza-"
      Erneut wandten sich die goldenen Augen zum Händler und strahlten eine unbändige Mordlust aus. "Hiiiiek"
      Als der Händler seine Arme vor sich warf und vor Schreck seine Augen schloss, ertönten die letzten Worte des jungen Mannes bevor vor ihm ein schwarzes Portal erschien. "Bessere dich, Mensch! Ansonsten werden die Dämonen euch holen."
      Das Mädchen stellte sich nun hinter Cassius und schob ihn in Richtung des Portals, welches sich schloss nachdem die beiden es durchquert hatten. Währenddessen fiel der Händler vor Schreck auf seinen Allerwertesten und die verbliebenen Dorfbewohner blickten verdutzt aus der Wäsche. "Hast du nicht ein bisschen zu dick aufgetragen? Nicht das es mich stört, aber du solltest eventuell sorgfältiger mit deinen Worten umgehen, Cas.."
      Die Schritte des Mannes trugen ihm zum Thron, auf welchem er sich niederließ während der Radau außerhalb schwer unhörbar, näher rückte. "Hab meine Fassung verloren, Verzeihung."
      Die Augenbrauen der Aschfarbenhaarigen Frau zogen sich zusammen, bevor sie mit einem schlichten Schulterzucken ihr Blick in Richtung des Tores wandte. "Na wenn es weiter nichts ist. Willst du nicht die Siegel lösen und mit voller Kraft kämpfen?"
      Seine Beine überschlagen, den rechten Ellenbogen auf dem Thronrand gestützt und das Kinn auf die Handfläche gebettet, erwiederte der Mann den Worten der Frau mit einem schlichten abwinken, bevor er in seine Tasche griff und die Kette begutachtete. "Tch.. Weshalb mach ich mir überhaupt die Mühe?" Mit einer Handbewegung wies das Mädchen den Dämonen an das große Tor zu öffnen. Die Kette hielt er dabei vor sich, in Richtung des Eindringlings, der sich seinen Weg durch die Scharren der Dämonen bahnte, bis eine bekannte Stimme einen Namen ausrief der ihn sehr bekannt vorkam. "Cassius? Rim, weshalb nennst du mich bei meinen Namen?"
      "Das war ich nicht.", entwich es ihren Lippen während die die Gestalt Seiras erkannte und verblüfft wahrnahm zu welcher Frau sie herangewachsen war.
      Cassius ließ die Kette in seiner Tasche verschwinden und stützte sich auf um vom Thron emporzusteigen. Seine Augen weiteten sich als er das Mädchen aus seiner fernen Vergangenheit erblickte, jenes Mädchen mit dem er sich ein Versprechen gab das er nicht erfüllen konnte. "Seira.. Bist du übergeschnappt?! Was machst du hier? Verschwinde! Du kannst, nein du darfst an einen Ort wie diesen nicht dein Leben verlieren!"
      Trotz dem wütenden Unterton in seinen Worten, vermochte es der junge König nicht einen gleichwertigen Gesichtsausdruck zu finden, doch bahnten sich Tränen ihren Weg aus den Augen des Mannes. "Cas?"
      "Was?", entwich es den Schwarzhaarigen während er sich zu Rim wandte, die auf seine Augen wies. Stürmisch lehnten sich die Finger des Mannes an seine Augenlider, bevor er vernahm wie eine Flüssigkeit aus ihnen tropfte. "Hm? Was ist das?"
      "Ein König bist du vielleicht... So, was jetzt? Waffenstillstand, oder wie?"
      Mit seiner Hand die goldenen Augen verdeckend, entwich den König der Dämonen lediglich ein schlichtes Schütteln seines Kopfes, bevor er sich wieder fing. "Heldin Seira Goldenheart, dir ist es gelungen in das Schloss einzudringen, meinen Glückwunsch dafür. Ich, der Dämonenkönig Valfaris überlasse dir dafür die Wahl Hier und Jetzt dein Leben zu geben oder zu fliehen und nie wieder einen Fuß in die Länder der Dämonen zu setzen!"
    • Seira Goldenheart

      „... hä?“, verstand die junge Heldin nicht, wieso der auf dem Thron sitzende Mann ihr diese Worte entgegen brachte und starrte diesen ungläubig an. Statt sich von ihren Worten provozieren zu lassen und die Illusion aufzugeben... wollte er, dass sie verschwindet? Nicht nur das, sondern schien er auch ihren Namen zu wissen, ohne, dass sie diesen vorher hatte nennen müssen.
      War es dann doch... Cassius? Der Junge, der einst ihr bester Freund war, bevor er verschwunden war? Aber wieso... wieso traf sie ihn ausgerechnet hier? Und wieso saß er auf dem Thron des Dämonenkönigs?!
      Gebannt beobachtete Seira, wie der Mann vor ihr begann Tränen zu vergießen und mit einem Mal war sie sich nicht mehr so sicher, ob es sich hierbei wirklich um eine Illusion handelte. Es wirkte so... echt. Wenn es eine Falle wäre, wäre sie doch schon längst angegriffen worden.... oder?
      Seira wusste nicht recht, was sie glauben sollte.
      Doch eine ihrer Fragen wurde beantwortet, als der Mann vor ihm sich Dämonenkönig Valfaris nannte, doch die anderen Worte, die er von sich gab, versetzte ihr einen Stich ins Herz.
      Glaubte er wirklich, dass sie einfach so wieder verschwinden können würde? Geschweige denn freiwillig ihr Leben geben würde? Allein die Tatsache, dass es sich tatsächlich um Cassius handeln könnte und dieser bereit war ihr das Leben zu nehmen, schmerzte.
      „... glaubst du wirklich, dass ich mich auf dein Angebot einlassen würde? Cassius, du bist es doch... oder? Wieso nennst du dich Dämonenkönig? Wieso bist du einfach verschwunden? Was... ich verstehe nicht, was hier passiert.“, schüttelte die Heldin den Kopf im Versuch einen klaren Verstand zu behalten.
      Sie erinnerte sich zurück an die Zeit, in welcher sie Tage lang im Wald umher gerannt war, in der Hoffnung, Cassius hatte sich nur im Wald verirrt und fand den Weg zurück nach Hause nicht mehr, bis sie sich selber verirrt hatte und gesucht werden musste.
      Nie hatte sie die Hoffnung aufgegeben, ihn eines Tages wieder zu sehen... aber doch nicht so! Doch nicht hier!
      „Ich verlange eine Erklärung!“, schrie sie laut und in ihren Augen war deutlich zu sehen, dass sie nicht bereit war sich auch nur einen Millimeter zu rühren.
      Dennoch verließ sie ihre Kampfhaltung nicht und hielt ihre Waffe weiterhin fest in ihren Händen. Man konnte ihr ansehen, dass sie sich davor fürchtete, dass er doch einen Kampf beginnen würde. Aber nicht, weil es der Dämonenkönig war. Sie hatte keine Angst davor zu sterben, sie hatte sich mit dieser Möglichkeit schon längst abgefunden, während sie mit ihren Freunden durch das Reich der Dämonen gewandert war, nein.
      Es machte ihr Angst gegen Cassius kämpfen zu müssen. Gegen jenen, welcher eigentlich heute auf ihrer Seite hätte stehen müssen, wenn alles nach den kindlichen Träumen gegangen wäre.
      Was war nur schief gelaufen? Seira verstand es nicht.
    • "Du verlangst eine Erklärung?!"
      Cassius Beine fingen an sich zu bewegen, die Treppen hinab in Richtung der Frau die ihre Waffe fest vor sich hielt in der Erwartung einen Kampf ausfechten zu müssen. "Du, von allen Menschen die mir am meisten bedeuteten. Du, die Einzige im Dorf die mich nicht mit diesem Blick anschaute, verlangst von mir eine Erklärung?" Der Schwarzhaarige erhob keinen Finger und lief regelrecht an Seira vorbei in Richtung des Tores um sich zu den niedergemetzelten Dämonen hinabzubeugen und ihre vor Pain geweiteten Augen zu schließen. "Sein Name war Phelisto. Er trat in meinen Dienst um seinen Sohn Halep ein gutes Vorbild zu sein, gar um ihn vor den Abenteurern zu schützen die ihre Heimat verwüsteten. Fällt es dir derweil genauso leicht, lebendige Wesen zu töten? Sag, wie geht es deinem Vater, hm?"
      Cassius erhob sich aus seiner Hockstellung und wandte seinen goldenen, leer wirkenden Augen zu der jungen Frau, die er einst kannte. Er war felsenfest davon überzeugt, dass auch sie nur wegsah als seiner Mutter und Ihm Unrecht getan wurde. "Wirkte sein Blick betrübt nachdem ich fort war? Bereute er es, mit seinen bloßen Händen meiner Mutter die Luft abgedrückt zu haben? Sah er es als eine Art Pflicht an, einen Jungen den Arm zu brechen, ihn mit einer Meute von wütenden Leuten zu verfolgen? Helden wollten wir werden, Seira. In die Fußstapfen des Helden der Tausend Schwerter wollten wir treten, seine Aufgabe übernehmen um die Menschen zu retten und Frieden in dieser verkorksten Welt zu etablieren. Und nun sieh, was aus uns geworden ist. Sag mir, Seira..."
      Die flache rechte Hand Cassius deutete zur Seite und warf ein Bild auf die Taten die Seira vollbracht hatte, die unzähligen Leben die sie genommen hatte. "Sie atmeten, sie liebten, sie hatten Wünsche und Träume die sie zu erfüllen vermochten. Spielt all dies keine Rolle, nur weil sie anders aussehen? Willst du mir sagen, wer hier wirklich die Helden und die Monster sind?"
      Ein Portal öffnete sich vor dem Schwarzhaarigen und eine Hand erschien die dem König eine Backpfeife erteilte. Auch wenn der Kopf für einen kurzen Moment zur Seite schnellte, wanderte der Blick des Schwarzhaarigen zu der Frau mit Aschfarbenen Haar die ihre Arme vor der Brust verschränkte. "Reiß dich mal ein bisschen zusammen. Sie ist immer noch deine Kindheitsfreundin und du lässt sie kaum zu Wort kommen!"
      Ein tiefes Seufzen ertönte aus den Lippen des Mannes bevor er seine Hände in den Hosentaschen versinken ließ. "In Ordnung, nimm die Waffe runter Seira. Ja, ich bin es Cassius und ja ich bin es der Dämonenkönig Valfaris. Lass mich deine Seite der Geschichte hören! Wusstest du von dem Vergehen deines Vaters und der Dorfbewohner? Wusstest du das sie mir eigentlich das Leben nehmen wollten und ich fliehen musste? Antworte mir und ich gebe dir eine zufriedenstellende Gegenantwort!"
    • Seira Goldenheart

      „Du bist einfach verschwunden!“, ließ sich Seira von seiner lauten Stimme beeinflussen und schrie auch ihm diese Worte entgegen, als Cassius sie mit erhobener Stimme fragte, ob sie eine Erklärung verlangte. Natürlich verlangte sie eine! Ihr bester Freund war von einem Tag auf den nächsten Verschwunden, ohne ein Wort, ohne einen Hinweis, wohin er gegangen sein könnte und niemand wollte ihr verraten, wo er war. Oder wieso. Die Erwachsenen hatten nicht einmal nach ihm suchen wollen, das Mädchen war die einzige, die sich dieser Aufgabe angenommen hatte und auch den anderen Kindern im Dorf war die ganze Sache nicht wirklich geheuer gewesen. Auch bis heute verstand Seira nicht wieso, aber wie es schien, wieso sie es heute verstehen.
      Eine Wahrheit, welche sie vielleicht lieber nicht gehört hätte.
      Seira war angespannt, befürchtete, dass Cassius auf sie zuging, um den Kampf zwischen Dämonenkönig und Held zu beginnen. War er wütend auf sie, weil sie eine Erklärung haben wollte? Aber das machte doch keinen Sinn!
      Doch zu ihrer Verwunderung ging dieser stattdessen an ihr vorbei und sie drehte sich halb in seine Richtung, um ihm mit ihrem Blick folgen zu können und was als nächstes folgte, konnte sie kaum glauben.
      Nie hatte sie auch nur einen Gedanken daran verschwendet, dass auch Dämonen und Monster ein Leben wie die Menschen haben konnten. Familie, Freunde, wieso auch? Von Geburt an wurde ihr beigebracht, dass diese Wesen böse waren, dass sie nur Verderben und Tod über diese Welt brachten und auch während ihrer Abenteurerlaufbahn hatte sie diese Worte nicht nur gehört, sondern auch selber miterleben müssen, wie Menschen durch die Hände dieser Wesen starben oder auf andere Art und Weise hatten leiden müssen. Genau deswegen war sie Abenteurerin geworden, um zukünftiges Leiden zu verhindern.
      Nie im Leben wäre sie auf die Idee gekommen, dass sie dafür Leid auf der anderen Seite hervorbrachte und obwohl sie sich immer noch nicht ganz sicher war, ob sie den Worten des Dämonenkönigs einfach Glauben schenken konnte, schämte sie sich etwas.
      Vielleicht hatte er recht, vielleicht war es ihr zu einfach geworden zu töten.
      Als Cassius sich nach ihrem Vater erkundigte, blickte sie verwundert auf. Was hatte er mit dieser ganzen Angelegenheit zu tun? Seine Stimme klang nicht, als würde er sich einfach nach einem alten Bekannten erkundigen und je mehr der Dämonenkönig von sich gab, desto verwunderter blickte Seira drein, doch jedes Mal, wenn sie etwas sagen wollte, begann Cassius erneut zu sprechen, ehe sich das Mädchen mit den aschfarbenem Haar einmischte und Seira wandte ihren Blick verwundert zu dieser.
      Vielleicht sollte sie sich nicht mehr wundern, diese gesamte Situation passte schlicht und einfach nicht zu einem Kampf zwischen Dämonenkönig und Held, aber dass sich die Fremde tatsächlich für sie einsetzte, verwunderte sie.
      Doch in diesem Moment wunderte sie sich nicht, woher die Fremde wusste, dass sie Kindheitsfreunde waren.
      Letztendes schenkte Cassius ihr die Möglichkeit sich gegen die Anschuldigungen gegen sie und ihr und Vater zu verteidigen, doch anstatt diesem sogleich einen Wall an Worten an den Kopf zu werfen, atmete sie erst einmal tief ein und aus, um sich zu beruhigen und ihre Gedanken zu ordnen, während sie ihre Waffe wieder dort ablegte, wo sie hin gehörte: auf ihren Rücken.
      Weiterhin an dem Glauben fest zu halten, dass dies eine Falle sein könnte, war viel zu absurd, selbst Seira musste das einsehen.
      „Ich verstehe immer noch nicht ganz, was hier los ist. Wie ein Mensch einfach Dämonenkönig werden könnte, wieso ich dir ausgerechnet hier begegnen musste... aber eins weiß ich. Mein Vater würde so etwas niemals tun. Du kennst ihn doch! Und er kennt dich! Ich kann mir nicht vorstellen, dass er dir oder deiner Mutter etwas hätte antun können. Auch er wirkte etwas betrübt, nachdem du plötzlich verschwunden warst, auch wenn...“, Seira blickte zur Seite und dachte darüber nach, wie sie ihre nächsten Worte am besten wählen sollte.
      Auch wenn sie damals ein Kind gewesen war, oder vielleicht genau deswegen, hatte sie das Gefühl gehabt, als ob die Erwachsenen ihnen nicht die gesamte Wahrheit erzählt hatten. Es würde Sinn ergeben, dass sie nicht nach dem Jungen und seiner Mutter gesucht hatte, weil sie diese eigenständig aus dem Dorf gejagt haben. Nein.... hatte sie das richtig verstanden? Seine Mutter war tot? Aber... wieso nur?
      „Es fällt mir schwer, dir das zu glauben, aber wenn es stimmt, was du sagst... glaub mir, ich habe nichts davon gewusst. Ich habe nach dir gesucht! Sowohl als Kind... als auch jetzt! Ich wollte nicht glauben, dass du einfach gestorben oder für immer verschwunden warst. Auch wenn ich dir gerne unter anderen Bedingungen begegnet wäre. Wie auch immer. Ich wusste nichts davon. Erklär es mir. Bitte.“, wurde ihre Stimme bis zum Ende hin fast schon flehend.
      Der Gedanke, dass die Bewohner des Dorfes ihrem besten Freund ein solches Unrecht angetan haben könnten, bereitete ihr Schmerzen und es war ihr anzusehen.
    • "Hm.", entwich es den Dämonenkönig nach der Erklärung der Frau und ihrer Rechtfertigung nichts von all dem gewusst zu haben. Dennoch veränderte es nichts an der Tatsache, dass sie zu ihnen gehörte, diejenigen die ihn verstießen, die ihn seiner Familie, seiner Heimat und seines Vertrauens beraubten. "Es gibt nichts zu erklären, Seira. Ich kannte meinen Vater nicht, doch schien er Wurzeln zum ehemaligen König der Dämonen zu besitzen. Mir ist unklar weshalb mein Vater nicht die Rolle einnahm, dem Anschein nach entfalteten sich die Kräfte des Königs jedoch erst mit meiner Generation und das obwohl kaum Dämonenblut in mir steckt." Die goldenen Augen richteten sich auf seine nach oben gerichtete Handfläche, während seine linke Hand weiterhin in seiner Hosentasche ruhte. "Mein Blut ist rot, im Kontrast zum schwarzen Blut der Dämonen. Meine Gestalt veränderte sich zusammen mit meinen Kräften, doch mitsamt meiner Siegel war es mir möglich meine menschliche Form aufrecht zu erhalten. Und obwohl ich mehr Menschlichkeit im Aussehen, als jeder andere unter den Dämonen besitze-" Die Hand legte sich auf seine Brust nieder, an jener Stelle wo sein Herz ruhen sollte. "-so besitze ich doch weniger Menschlichkeit im Herzen, als jeder Dämon. Nein, ich bin mir unsicher ob mein Herz überhaupt schon einmal schlug."
      Der Blick des Mannes erhob sich und vernahm die Verwirrung und den Kummer seiner Kindheitsfreundin, doch nicht eine Reaktion äußerte sich in den harten Gesichtszügen Cassius. "Seira...", entwich es ihm während der König der Dämonen seine Augen verschloss und seine Arme vor seiner Brust verschränkte, binnen weniger Sekunden jedoch wieder zu ihr blickte und seine Worte weiterführte. "Ich habe mein Ziel nicht aufgegeben die Wurzel allen Übels zu bekämpfen und ich werde meinen Wunsch weiterverfolgen um für Frieden unter den Völkern dieser Lande zu sorgen. Doch diese Wurzel des Übels bin nicht Ich, sondern Ihr die ihr euch für die Spitze der Nahrungskette haltet und andere Völker zu unterjochen versucht, die in ihrer Population oder Macht der euren übersteigen. Mein Wille ist es die Menschheit auf ein bestimmtes Maß zu dezimieren, um für eine Gleichheit unter den Reichen zu sorgen. Dieser Wunsch beruht nicht nur auf der Abscheu, die Ich euch gegenüber entwickelt habe, sondern zugleich der Notwendigkeit die Ungerechtigkeit zu beseitigen und eine Balance zu erschaffen. Der Dämonenkönig selbst ist ein Gesandter um für diese Balance zu sorgen, denn obgleich er sein Leben verliert, so verlieren die Menschen nicht den Willen sich die nächsten Feinde zu suchen und zu bekämpfen!"
      Mit einem schlichten Nicken als er über die Sinnhaftigkeit seiner Aussage nachdachte, beendete der Schwarzhaarige Mann seinen Monolog und sah zu Rim hinauf, die jedoch ihren Daumen schlicht zur Seite richtete um seinen Auftritt als eine mittelmäßige Leistung zu bewerten. Ein simples Seufzen entwich Cassius Lippen, bevor er in seiner Hosentasche jene Halskette kramte die er zuvor vom Händler gestohlen hatte. Seine Schritte trugen ihn zu Seira, bevor er ihre Hand ergriff, den Gegenstand in dieser ablegte und mit seiner Hand ihre umschloss. "Verschwinde von Hier, Seira! Suche Zuflucht in einem Dorf der Elfen, sodass meine Untertanen dich nicht fälschlicherweise für den Feind halten. Dies ist kein Kampf, den du führen solltest und kein Kampf den du gewinnen kannst, denn obgleich Ich vor Ort mein Leben geben sollte, wird der Dämonenkönig wiedergeboren solange die Balance der Welt unbeständig bleibt."
    • Seira Goldenheart

      Es schmerzte Seira zu sehen, dass ihre Worten nur auf taube Ohren zu stoßen schienen und der Blick, mit welchem er sie musterte, gefiel ihr ganz und gar nicht. Hieß das, er glaubte er nicht? War sie für ihn etwa auch eine der Bösen? Nun, sie konnte nicht leugnen, dass sie hier auf gegenseitigen Seiten standen, aber sie bemühte sich, diese Tatsache für den Moment zu vergessen.
      „Du willst... tausende von Menschen töten?“, konnte die Abenteurerin nicht glauben, was sie da hörte und der Schreck war ihr deutlich anzusehen. Genau dies waren die Worte, die sie von einem Dämonenkönig erwartete hatte, doch diese ausgerechnet von Cassius zu hören, erschreckte sie mehr, als es eigentlich sollte.
      Verblüfft betrachtete sie die Kette in Cassius Hand, welche sie einst in der Hauptstadt verkauft hatte, als es ihr an Geldmitteln gemangelt hatte. Es war eine Kette mit einem kleinen Schwert daran, geschmiedet von ihrem eigenen Vater, etwas, dass sie in all den Jahren ohne ihren Kindheitsfreund ständig an ihren gemeinsamen Traum erinnert hatte, und nun gab ausgerechnet dieser ihr jene Kette zurück, mit den Worten zu fliehen? Sich zu verstecken? Und zuzulassen, dass er den Menschen das Leben nahm, ein Massaker veranstaltete?
      Seira gab einen amüsierten Laut von sich, musste diese Situation doch so unwirklich für sie wirken, dass sie fast schon lächerlich war.
      „Glaubst du wirklich, dass ich dir diesen Wunsch erfüllen könnte? Dass ich zulassen würde, dass du deinen Plan in die Tat umsetzt? Du sprichst von Balance, doch was ich höre, ist der Wille ein Massaker zu veranstalten. Willst du mir wirklich sagen, dass es keinen anderen Weg gibt? Soll ich dir das einfach so glauben? Meine Freunde und ich kämpfen seit Jahren für eine bessere Welt. Um weiteres sterben und Leid zu verhindern. Auch jetzt kämpfen sie noch gegen deine Leute, während ich mich hier... mit dem Dämonenkönig über richtig und falsch unterhalte. Und jetzt verlangst du von mir, dir einfach aus dem Weg zu gehen, damit du eben jenes Leid unter die Menschen bringen kannst? Was ist mit meinem Vater? All den Menschen, die ich auf meinen Abenteuern kennen lernen und lieben durfte? Soll ich dafür beten, dass sie deinem Unterfangen nicht zum opfern fallen? Oder soll ich sie alle bei den Elfen verstecken? Cassius, ich bin mir sicher, dass du nicht dumm genug bist zu glauben, dass das möglich ist. Ich kann dein Angebot nicht annehmen. Ich bin auch nicht von deiner Balance, wie du es nennst, überzeugt. Ich weiß zwar nicht, was du in all den Jahren erlebt hast, aber aus meiner Sicht der Dinge seid ihr es, die Leid über diese Welt bringen. Soll ich das alles einfach vergessen, all die Unschuldigen Menschen, die einfach nur friedlich leben wollten, ihr Leben gaben um Freunde und Familie zu beschützen... soll ich sie einfach alle vergessen und so tun, als wäre nie etwas gewesen? Es muss doch auch irgendeinen anderen Weg geben!“, schrie Seira ihm frustriert die letzten Worte entgegen und musste sich auf die Zunge beißen, um ihren schon so lange Monolog nicht weiter zu führen. Es gab so vieles, was sie ihm erzählen wollte, so vieles, was sie ihm gegen den Kopf werfen konnte, doch was sie am meisten frustrierte, war die Tatsache, dass sie zwar solche großen Töne spuckte, aber auch ihr fiel kein anderer Weg ein, diesen Konflikt zu lösen. Eine der beiden Seiten würde wohl sterben müssen. Ob es nun die Dämonen oder die Menschen waren.
      Aber wenn auch die Dämonen nicht das pure Böse waren, wenn auch sie nur Freunde und Familie beschützten.... wofür kämpfe sie dann hier überhaupt? War ihr gesamtes Leben eine einzige Lüge gewesen?
      „Die Menschen sind nicht so böse, wie du sie darstellen willst.“, fuhr Seira fort, „Auch sie haben Familie und Freunde, die sie beschützen wollen. Auch sie wollen nur in Ruhe leben und das funktioniert nicht, wenn Monster und Dämonen ihnen das Leben rauben. Bist du wirklich davon überzeugt, dass das, was du tust, richtig ist? Ich will auch nicht behaupten, dass ich in allem im richtigen bin. Wenn was du sagst stimmt, dann habe ich auch unzähliges Leben geraubt, Familien zerstört und Liebende auseinander gerissen, das sehe ich ein. Aber selbst, wenn dein Plan funktionieren sollte... eines Tages werden sich die Menschen wieder erheben und das ganze Spiel beginnt von vorne.“
    • "Zorn war es der deine Gruppe in mein Schloss trug und Hass war es der ihre Klingen durch die Leiber meiner Kameraden gleiten ließ. Doch zur gleichen Zeit versuchst du mich zu belehren, mir nahezulegen das die Dämonen an allem Schuld waren? Sieh, Seira..."
      Cassius ließ die Hand seiner Kindheitsfreundin los und trat einige Schritte zurück um seine Arme zur Seite auszubreiten. "Wärst du bereit die Strafe für deine Taten zu akzeptieren? Würde der Sohn dieses Dämons nun vor dir stehen, würde es ihn nicht nach Rache sinnen? Und du, die du so leichtfertig dieses Leben stahlst, wärst du bereit deines für seines zu geben um für deine Sünden einzustehen? Erzählst du, die du nun mehr als Dutzende von Lebewesen ermordet hast, dass es ungerecht wäre Dutzende von Leben zu nehmen um Tausenden von Lebenden den Frieden zu schenken? Ich bin bereit dafür!"
      Der Braunhaarige Mann ließ seine Arme fallen und ballte seine rechte Hand zur Faust, um sie schließlich gegen seinen Brustkorb zu drücken. "Ich bin kein einfacher Dämon und meine Zeit als Mensch gehört der fernsten Vergangenheit an. Meine Rolle ist die eines Königs, meine Taten werden ein ganzes Land bewegen und meine Fehlentscheidungen könnten ein ganzes Land zerstören. Ich habe eine Bürde zu tragen, die Bürde vieler Leben die allesamt auf meinen Schultern lasten. Eine strahlende Zukunft, ohne Krieg und Elend mit gerechten Regeln, geeinigt unter einem Herrscher allein ohne Furcht vor dem Zwist machthungriger, vernunftloser Herren, dies ist mein Ziel. Und wenn ich eine Einigkeit erreicht habe, für eine Ordnung gesorgt habe die keine Herrscher mehr benötigt, dann bin ich bereit all jenen Nachkommen entgegen zu treten deren Eltern, Geschwister und Geliebten Ich ihnen nahm um meine Strafe einzufordern. Sie können mich erstechen, mir die Finger nehmen, meiner Beine, meiner Organe und meiner Würde berauben, doch sie werden mir niemals nehmen was ich erreicht habe..."
      Die freie Hand des Mannes richtete sich zur Seite, während seine goldenen Augen einen kurzen Blick zum Leichenhaufen warfen und danach zurück zu Seira wanderten. "Einen Anblick wie diesen der Vergangenheit angehören zu lassen. Sei es bei den Dämonen, bei den Elfen bei den Menschen oder all den anderen Rassen die auf dieser Welt existieren. Worte werden niemals diesen Wahnsinn beenden lassen, also gebe ich den Menschen das wonach sie sich sehnten..."
      Cassius Schritte trugen ihn prompt an der Heldin vorbei, die Stufen hinauf in Richtung seines Thrones auf welchem er sich niederließ und die Haltung von vorhin wieder einnahm. "Einen Dämonenkönig, den größten Feind der Menschheit."
      Mit seiner freien Hand löste der Mann die Ringe von seinen Fingern. Je mehr er nahm, desto stärker veränderte sich seine Gestalt, färbten sein Haar schlohweiß und formten Hörner auf seinem Haupt, doch erschufen als markantestes Merkmal eine unheilvolle, erdrückende Aura ungleich aller Dämonen die Seira zuvor zu Gesicht bekam. "Was ist deine Rolle, hm? Wirst du weiterhin deinen blinden, rechtschaffenden Weg der Heldin und Massenmörderin folgen oder wirst du deine Augen öffnen und auf meine Bitte hören, um im Land der Elfen Unterschlupf zu suchen? Dies ist kein Ort für dich, du solltest deinen eigenen Platz auf dieser Welt finden."