Familienchaos [Ama x Cailemia]

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Willkommen zurück!
    Wir freuen uns riesig wieder online zu sein. :) Leider kam es bei der Aktualisierung einiger Komponenten zu größeren Inkompatibilitäten, welche in Handarbeit einzeln behoben werden mussten.
    Damit hat sich für die Nutzung des Forum folgendes verändert:
    Bisherige Links zu Beiträgen sind nicht mehr gültig, da sich die Link-Struktur geändert hat. Wir arbeiten daran, dass auch alte Links wieder funktionieren, können aber noch nichts versprechen.

    Liebe Grüße
    Euer ARC-Team

    Hinweis: Solltet ihr Probleme haben Seiten im Forum aufzurufen (Fehler 404 z.B.), aktualisiert die Seite! Ihr habt noch die alte Version zwischengespeichert.

    • Familienchaos [Ama x Cailemia]

      >>Vorstellung<<

      @Cailemia

      Einführung:

      Es war der Tag, an dem sich endlich alles verändern sollte. Die beiden Brüder sollten zum ersten Mal ihre neue Schwester kennenlernen. Sie hatten sie zwar bereits auf der Hochzeit kurz gesehen, aber das war es dann auch schon. Sie hatten bisher nicht mit ihr geredet - gucken nicht anfassen war die Devise.
      Beide saßen im Flugzeug.
      Charlie starrte aus dem Fenster und löcherte seinen Bruder mit Fragen. Jason jedoch war komplett in seinem Buch versunken und antwortete ihm nur halbherzig, aber er antwortete ihm.
      "Glaubst du sie passt zu uns? Meinst du, dass sie uns mögen wird?", fragte Charles dann. Jason seufzte ein wenig und schloss sein Buch, ehe er zu ihm sah und kurz überlegte.
      "Sie kennt uns doch gar nicht... und wir kennen sie nicht, das bedeutet, dass ich das noch genau so wenig einschätzen kann, wie du", erklärte er und widmete sich dann kurz dem Plan. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass sie schon bald landen würden. Sein Vater hatte bereits alles Wichtige mit einem Umzugsunternehmen zum neuen Haus bringen lassen.

      Es dauerte auch tatsächlich nicht mehr lange, da setzten sie zur Landung an. Ein neues Land, neue Leute und vorallem eine neue Schwester. Charlie strahlte die Freude aus, während Jason die Ruhe selbst blieb. Mit einem Taxi fuhren sie vom Flughafen los. Immer hibbeliger und mehr Fragen stellend ging Charlie seinem Bruder auf die Nerven, aber das war er bereits gewohnt. Die neuen Leute, die ganzen neuen Eindrücke - all das wurde ihm langsam zu viel, sodass er irgendwann endlich einschlief und Jason seine Ruhe hatte. So konnte er immerhin noch sein Buch beenden, bevor sie bei dem neuen Heim ankamen. Kaum hielt das Taxi an, wurde Charlie wieder wach. Sofort sprintete er hinaus, während Jason die Koffer aus dem Kofferraum holte und den Taxifahrer bezahlte.
      "Soooo cool!", schrie er und tanzte förmlich umher.
      "jetzt beruhige dich doch endlich..."


    • Kiryuu Sakamura

      Eines meiner zahlreichen Plüschtiere umarmend, einen schwarzen Bären mit viereckigen Ohren, mit blau und gelben Quadraten auf der Wange, einem X als Auge, während das andere einen gelben Knopf darstellte und einigen Blitzen in den selben Farben auf dem Körper, biss ich mir nervös und genervt in den Nagel meines Daumens. Eine Angewohnheit, welche ich mir eigentlich seit einem Jahr abgewöhnt hatte, aber an einem Tag wie diesem, ging es einfach nicht anders.
      Ich war noch immer stinksauer auf meine Mam, dass sie einfach einen neuen Mann heiraten konnte – und nicht einfach irgendeinen, es war auch noch der Kollege ihres Vaters! - ohne sie überhaupt gefragt zu haben und ich war mir sicher, dass ich ihr das niemals verzeihen könnte.
      Aber das war natürlich nicht das schlimmste, nein, heute würde dieser Mann mit ihren neuen Geschwistern –ich hatte mir fest vorgenommen, diese als solche niemals zu akzeptieren – in dem gemeinsamen Haus einziehen, in welchem seit Jahren nur ich und meine Mutter gelebt hatten.
      Zugegeben, es war etwas groß für zwei Personen, aber das bedeutete noch lange nicht, dass hier einfach neue Leute einziehen mussten!
      Vielleicht steigerte ich mich in das ganze zu sehr rein, aber es ging mir nun einmal direkt an die Nieren, immerhin hatte ich den Tod meines geliebten Vaters noch immer nicht ganz akzeptieren können und nun verlangte meine Mutter von mir, dass ich eine neue Familie akzeptierte.
      Interessierte hier denn überhaupt irgend jemanden, wie es mir bei der ganzen Sache ging?!
      Letztendlich hörte ich meine Mutter nach mir rufen und für einen Moment überlegte ich, ob ich mich einfach in mein Zimmer einschließen sollte.
      Auf der anderen Seite beschloss ich, dass es wohl besser war, meinen neuen Feinden von Angesicht zu Angesicht begegnen, damit ich wenigstens wusste, wie sie aussahen und von wem ich mich in Zukunft fernzuhalten hatte.
      Außerdem war es besser, wenn ich ihnen gleich klar machte, dass mein Zimmer tabu war. Ich wollte gar nicht erst wissen, wie peinlich es wäre, wenn sie von meiner Kuscheltiersammlung – welche ausschließlich aus ungewöhnlichen Designs bestand, wenn man von dem einen pinken Häschen absah - erfuhren, obwohl ich doch schon lange erwachsen war.
      Egal wie lange ich darüber nachgedacht hatte – und das hatte ich oft genug, seitdem ich erfahren hatte, dass der Kerl auch noch Kinder hatte – konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das Leben mit denen funktionieren sollte.
      Ein weiteres Mal hörte ich die Stimme meiner Mutter, da war ich wohl in Gedanken versunken, ehe ich letztendlich ein „Ich komm ja schon!“ von mir gab und mich erhob, um die Treppe hinunter zu steigen, vorher sicher mein Zimmer schließend, damit ja keiner auf die Idee kam da einfach rein zu gehen. Ich wollte sicherstellen, dass wenigstens das mein eigenes Heiligtum bleiben würde.
      Unten angekommen begegnete ich nun zum ersten Mal meiner neuen Familie, welche ich alles andere als freundlich musterte, wie sie von meiner Mutter freundlich willkommen geheißen wurden, auch wenn sie etwas nervös wirkte.
      Offensichtlich fürchtete sie, dass das ganze nicht gut ausgehen würde, da sie schon seit Jahren nicht in der Lage war, zu mir durchzudringen, aber daran dachte ich gar nicht erst. Hier ging es um mein Leben, nicht ihres.
      Der neue Ehemann meiner Mutter begrüßte mich freundlich und versuchte ein Gespräch mit mir anzufangen, wie er es schon das ein oder andere Mal versucht hatte, aber ich ignorierte ihn geflissentlich und setzte mich stattdessen auf das Sofa, ein Kissen vor mich hin haltend, als wäre es mein Schild gegen die ganzen Fremden, beschloss ich erst mal die Situation zu beobachten, wobei mein grummeliger Blick an den beiden Jungs hing, welche mir neu waren.
      „Wie- wieso seht ihr euch nicht eure neuen Zimmer an, Jungs?“, versuchte meine Mutter die sich anbahnende Stille zu durchbrechen und ich schnaubte nur.
    • Charlie

      Sofort stürmte ich auf das neue Haus zu und umarmte meine neue Mutter, wie man es von einem Sohn erwarten würde, auch wenn ich sie garantiert nicht als "meine" Mutter akzeptieren würde. Sie war sehr freundlich und ich konnte verstehen, warum mein Vater sich für sie entschieden hatte. Etwas suspekt war es zwar schon, aber nicht abwegig. Ich wollte auch auf meine neue Schwester losgehen und sie umarmen, aber Jason hielt mich ein wenig zurück. Ja gut... sie schien nicht sehr begeistert zu sein und versteckte sich hinter einem Kissen auf der Couch. Ich musste einen Moment lang überlegen und Stille kehrte ein. Die neue Mutter brach die Stille, indem sie vorschlug, dass wir uns die Zimmer ansahen. Herausfordernd blickte ich zu Jason, doch dieser schien nicht in Stimmung für ein Wettrennen zu sein - gut... er kannte die Mutter und Schwester kaum, also konnte ich das verstehen.
      "Ich gucke mir die Zimmer an, nachdem... nein! Bis später Jason! Ich suche mir das beste Zimmer aus!", rief ich nur und eilte die Treppen nach oben. Ich hörte noch meinen Vater lachen und etwas sagen wie: "Ja das ist Charles, wie ich ihn kenne... aufgeweckt und fröhlich."
      Oben angekommen sah ich mich ein wenig um, ehe ich eine Tür nach der anderen öffnete. Nur eine war seltsamer Weise verschlossen. Das machte das Zimmer gleich spannender, aber direkt links und rechts neben der geheimnisvollen Tür befanden sich unsere Zimmer. Meines war eindeutig zu erkennen! Die bunten Bilder, die Gitarre von Mama und der viel zu große Schreibtisch mit all meinen Zeichenutensilien. Definitiv mein Zimmer! Kaum war es einmal inspiziert, eilte ich wieder nach unten.


      Jason

      Charlie war mal wieder der Wirbelwind schlechthin, niemand konnte ihn aufhalten. Naja das war gelogen. Ich konnte es, als er versuchte auf unsere neue Schwester zuzustürmen. Diese schien aber keine Lust auf uns zu haben, doch Charlie war das Egal... er hatte sich ja schon so lange eine Schwester gewünscht... Die neue Mutter war jedoch sehr freundlich und zuvorkommend, doch etwas an ihr zeigte ihre Nervosität. Stimmte etwas nicht? Wir gingen in ein Wohnzimmer und Stille kehrte ein. Als die Neue uns vorschlug, die Zimmer anzusehen, war Charles Feuer und Flamme, doch ich schüttelte sanft den Kopf. Kurz darauf war er dennoch schon unterwegs.
      "Ja das ist Charles, wie ich ihn kenne... aufgeweckt und fröhlich.", begann mein Vater dann.
      "Das hier ist Jason... er ist der Ruhepol von den beiden. Klug, analytisch und stets einen kühlen Kopf bewahrend", stellte er dann mich vor. Ich nickte meiner Schwester kurz zu und wandte dann den Blick zur neuen Mutter.
      "Ich hätte gern etwas Tee... wäre das möglich?", fragte ich höflich. Ich hörte, wie Charlie oben ein Zimmer nach dem nächsten abklapperte. Es würde nicht lange dauern, dann wäre er wieder unten.
      "Und für Charlie bitte mit zwei Stücken Zucker...", fügte ich hinzu. Ich setzte mich auf eine andere Couch, sodass meine neue Schwester eine für sich ganz alleine hatte, während meine neue Mutter und mein Vater sich um den Tee kümmerten.
    • Kiryuu Sakamura
      Er wirkt wie ein Idiot, dachte ich, während ich dem aufgeweckten und fröhlichen Jungen aus dem Augenwinkel hinterher sah, wie er die Treppe hinauf zu den anderen Räumen rannte. Währenddessen war ich froh, fast schon ein bisschen stolz auf mich, dass ich mein Zimmer abgeschlossen hatte.
      Dann wandte ich meinen Blick auf den deutlich ruhigeren Jungen, welcher auch etwas älter wirkte. Wie alt er wohl war? Ob er älter war als ich? Für den Moment jedoch weigerte ich mich strickt mit einem von ihnen zu reden.
      Ich beobachtete die drei, wie der neue Junge um Tee bat und damit meine Mutter und ihr neue Ehemann in der Küche verschwanden, ehe ich meinen Blick wieder auf - Jason war sein Name, nicht wahr? - wandte.
      Wieder setzte stille ein und wir starrten uns eine Zeit lang nur gegenseitig an, während ich überlegte, was meine ersten Worte gegenüber meinem neuen Bruder sein sollten. Ich wollte auf gar keinen Fall etwas dummes sagen, ich wette das würde ich mir sonst jeden Tag anhören müssen.
      „Wie alt bist du?“, stellte ich letztendlich doch die Frage, die mir auf der Zunge lag.
      Ich hoffte nur, dass ich bald wieder auf mein Zimmer verschwenden konnte, wobei zu meinem Pech meines ja unbedingt in der Mitte der Zimmer der beiden sein musste. Wieso hatte ich in letzter Zeit nur so viel Pech?
    • Jason

      Es war wieder eine unangenehme Stille eingekehrt, aber man merkte, dass es auch meiner Schwester unangenehm war. Sie überlegte einen Moment, ehe die Frage nach meinem Alter kam. Ihre Stimme, welche ich jetzt zum ersten Mal hörte, war unglaublich niedlich. Das hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet.
      "24... Charlie ist 22", antwortete ich ihr dann.
      "und du?", stellte ich die Gegenfrage. Kurz darauf hörte ich nur, wie Charlie die Treppen wieder hinunter stolperte. Er lächelte breit und sah mich an. Scheinbar hatte er wieder irgendetwas vor, von dem ich noch keine Ahnung hatte.
      "Charlie! Wie wäre es, wenn du dich mal unserer neuen Schwester vorstellst?", meinte ich dann, um ihn in jeder möglichen Aktion zu unterbrechen. Das funktionierte immer.

      Charlie

      Ich kam hinunter und sah die beiden alleine im Wohnzimmer sitzen. Ich hatte eine geniale Idee! Man könnte ja einen großen Wettkampf veranstalten, um sich kennenzulernen! JA! Mein Lächeln war garantiert so breit, dass man froh sein konnte, dass ich Ohren hatte. Sonst würde ich im Kreis lächeln.
      Mich vorstellen?
      Die Idee ist besser!
      "Also! Ich bin Charles, aber alle nennen mich Charlie! Ich bin 22 und gelernter Florist. Mein Bruder und mein vater sind mein ein und Alles! Oh! Und ich liebe es zu backen! Magst du Kekse? Vielleicht backe ich Kekse.. oder - ups!"
      Jason zog mich auf die Couch und schenkte mir einen Blick, der mir immer sagte, dass ich mich beruhigen sollte. Ich nickte und sah dann mit einem Lächeln zu meiner neuen Schwester.
      "Tut mir leid... ich überfalle dich hier bestimmt. Ich bin nur so aufgeregt...", entschuldigte ich mich. Meine Stimme war nun auch etwas ruhiger.
    • Kiryuu Sakamura

      Somit waren sie beide also älter als ich? Irgendwie nervte mich diese Tatsache, obwohl ich nicht wusste, ob es mir lieber wäre, wenn sie jünger wären. Wahrscheinlich war es am Ende eh egal, ich würde diese beiden Eindringlingen sowieso nicht mögen.
      Ich überlegte kurz, ob ich ihm mein Alter überhaupt verraten sollte, als der andere bereits wieder die Treppe hinunter rannte und stattdessen das Gespräch auf sich zog. Der Kerl redete ja ohne Kommer und Punk, war er immer so? Hoffentlich ließ er mich in Ruhe, denn er wirkte ziemlich anstrengend.
      Außerdem fiel es mir irgendwie schwer zu glauben, dass Charlie älter war als ich. Dabei wirkte er so kindisch.
      „Ich bin 20. Und glaub ja nicht, dass ich euch und euren Vater jemals als Familie akzeptieren werden.“, hatte ich mich letztendlich dazu entschieden, den beiden klar zu machen, wie das hier laufen würde.
      „Am besten lässt ihr mich einfach in Ruhe, dann lass ich euch auch in Ruhe.“
    • Charlie

      Sie… würde uns nicht akzeptieren? Wir konnte sie so etwas nur sagen? Wir kannten sie doch gar nicht und sie uns nicht. Hatte ich etwas falsches getan? Fragend blickte ich zu meinem Bruder, welcher sich erhob und nach dem Tee sehen wollte. Er ließ mich also einfach allein mit jemandem, der so misstrauisch war?
      Ich seufzte leise.
      „Vielleicht hatten wir einen falschen Start… ehm… Gib uns wenigstens eine Chance, dass du uns kennenlernen kannst. Ich finde dich nämlich echt hübsch und habe mir schon immer eine Schwester gewünscht. Klar… einen Bruder wie Jason zu haben ist cool, immerhin hat er studiert, ist verdammt schlau und noch dazu ein guter Zuhörer, wenn man ihn nicht gerade nervt…“, erklärte ich ihr. Vielleicht redete ich ihr einfach auch zu viel, aber ich konnte das nicht einfach auf mir sitzen lassen.

      Jason

      Wie zu erwarten war… Sie akzeptiert uns nicht. Ich schüttelte sanft den Kopf und erhob mich dann.
      „Ich schaue mal, wo der Tee bleibt“, waren meine Worte, ehe ich den Weg in die Küche suchte. Meine neue Mutter und mein Vater unterhielten sich, worüber war mir aber egal. Ich sah, dass der Tee schon längst fertig war und nahm mir meine Tasse. Ich ging gar nicht erst ins Wohnzimmer zurück. Sie wollte ihre Ruhe? Sollte sie haben. Ich kannte das nur zu gut.
      Stattdessen suchte ich mein Zimmer auf und setzte mich an meinen Schreibtisch. Ich konnte hinaus auf die Straße blicken und beobachtete die Menschen, die an dem Haus vorbei zogen.
    • Kiryuu Sakamura

      „Hmpf. Ihr taucht hier einfach auf, mischt euch in mein friedliches Leben ein und und du willst eine Chance?“, schnaubte ich genervt von seinen Worten. Mag sein, dass zu harsch zu den beiden Brüdern war, aber ich weigerte mich strickt, das zuzugeben. Die drei waren vollkommene Fremden in diesem neuen Haus, ich würde mich hier nie wieder wirklich sicher fühlen. In meinen Augen waren sie Schuld an all dem, wieso sollte ich also so nett sein ihnen eine Chance zu geben? Nun, groß eine andere Wahl, als die drei kennen zu lernen, hatte ich aber auch nicht. Immerhin lebten wir nun hier zusammen und mir kam das ganze Haus jetzt schon viel kleiner vor. Zu klein.
      „Ich hab gesagt, was ich sagen wollte. Und richte auch deinem Bruder aus, dass ihr euch von meinem Zimmer fern halten sollt.“, beendete ich das Gespräch damit und eilte wieder die Treppe hinauf, als die beiden Erwachsenen gerade das Wohnzimmer mit Charlies Tee betraten und einen wissenden, nervösen Blick austauschten, bei der Szene, die sich ihnen auftat.
      „Mach dir keine Gedanken, Charlie. Ich bin mir sicher, sie braucht nur noch etwas Zeit, um das alles zu akzeptieren.“, hörte ich noch meine Mutter zu ihm sagen und ihre Stimme selber klang, als würde sie es hoffen.
      Im nächsten Moment war zu hören, wie ich die Tür hinter mich zuknallte, was ihre Worte nicht gerade glaubwürdiger erschienen ließen.
      Ich machte es mir wieder in der Ecke meines Bettes bequem, umgab mich mit jenen, denen ich vertrauen konnte – meinen Kuscheltieren – und ein paar Tränen rannen meine Wangen hinunter, als ich mir wünschte, dass mein Dad doch noch hier wäre. Dann wäre mein Leben nicht mit einem Mal so... chaotisch.
      Ich hörte, wie etwas gegen meine Tür kratze und es brauchte einige Momente, bis ich begriff, dass Milli wahrscheinlich hinein wollte. Ob sie hier war, um mich zu trösten? Vielleicht wollte sie sich auch nur vor den Fremden versteckte? Wobei ich wusste, was für eine Verräterin die Katze sein konnte. Den neuen Ehemann meiner Mutter hatte sie fast schon sofort in ihr kleines Herz geschlossen, als dieser zum ersten Mal hier zu Besuch gewesen war und das, obwohl mein Vater sie mir geschenkt hatte.
      Jedenfalls stand ich auf und öffnete die Tür, um sie rein zu lassen.
    • Jason

      Es dauerte nicht lange, da hörte ich, wie jeder in sein Zimmer ging. Tja... das könnte noch schwer werden. Ich fragte mich, ob das alles noch eine Wendung nehmen würde, oder ob wir verdammt waren, gehasst zu werden.
      Als ich keine Lust mehr hatte, die Menschen zu beobachten, ging ich zu Charlie, um mit ihm das Haus zu erkunden. er war natürlich sofort dabei.
      Nachdem wir jeden Raum, außer dem unserer Schwester kannten, setzten wir uns an die Treppe, wo eine Katze an uns vorbei lief.

      Charlie

      Ich glaube, dass ich etwas falsch gemacht hatte. Sie stapfte hinauf und knallte die Tür hinter sich zu. Ihre Mutter wollte mir noch gut zureden, aber das brachte nichts. Vielleicht tickte unsere Schwester auch einfach so wie Jason und benötigt Zeit zum Auftauen. Also ging ich auf mein Zimmer und lag ein wenig im Bett, bis es klopfte und Jason sich mit mir das Haus ansah.
      Nach der Erkundung saßen wir auf der Treppe. Ich wollte der Katze hinterher, doch das hätte sie nur verschreckt.

      Gespräch zwischen Jason und Charlie auf der Treppe:

      J: "Gib ihr ein wenig Zeit... ich kann sie verstehen. Wir brechen in ihr Haus ein und stellen einfach ihr Leben auf den Kopf"
      C: "Aber..."
      J: "Nein Charles... Ich weiß, dass du ein herzensguter Mensch bist, aber du musst auch akzeptieren, was andere wollen..."
      C: "Ja Jason... du hast wie immer Recht... Glaubst du wir können uns hier auch ein neues Leben aufbauen? Ich vermisse meine Freunde jetzt schon..."
      J: "Ich auch... aber Papa hat sich neu verliebt und ich werde ihm nicht im Weg stehen.."
      C: "Niemand ist aber so wie Mama... Ihre Kette habe ich immernoch... warum konnte dieser Idiot nicht aufpassen... warum musste Mama so früh..:"
      J: "Charlie... beruhig dich... Ich vermisse Mama auch, aber wir können nichts machen... es ist Papas Leben und seine Entscheidung..."
    • Kiryuu Sakamura

      „... ich kann sie verstehen. Wir brechen in ihr Haus ein und stellen einfach ihr Leben auf den Kopf .“
      , hörte ich mit einem Mal die Stimme eines der beiden Jungen, so genau konnte ich nicht sagen wessen, aber da sie still und emotionslos klang, tippte ich auf den, welcher Jason hieß und ich hielt inne, während ich dem Gespräch meiner neuen Brüder lauschte.
      Auch Millli schien sich nicht rühren zu wollen und blieb vor der Tür sitzen, mich fast schon erwartungsvoll anstarrend.
      Während ich der Unterhaltung der beiden zuhörte, kam ich mit einem Mal unglaublich kindisch vor, als mir bewusst wurde, dass es auch für die beiden nicht leicht sein musste. Im Gegenteil, ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen wie es sein musste seine Heimat, sein Zuhause und sein Freunde zurück zu lassen, nur, um seinem Elternteil in einen fremden Haushalt in eine fremde Stadt zu folgen. Ich wusste, wenn ich an ihrer Stelle gewesen wäre, hätte ich mich strickt geweigert dieses Haus zu verlassen, niemals hätte ich es zurück lassen können. In dieser Hinsicht schienen die beiden anderen deutlich erwachsener zu sein, denn sie stellten die Liebe ihres Vaters über ihre eigenen Wünsche.
      Und auch sie schienen ihre tote Mutter zu vermissen... genauso wie ich meinen toten Vater schlicht und einfach nicht vergessen konnte. Ich wusste ja nicht einmal, dass die Mutter der beiden tot war.
      Ich war eine wirklich schreckliche Schwester. Vielleicht hatten die beiden ja wirklich wenigstens eine Chance verdient... was konnte schon schief gehen? Am Ende könnte ich mich immer noch in meinem einsperren, wenn sie sich als Idioten herausstellten.
      „Nah geh schon, du kleine Verräterin.“, kniete ich mich zu meiner Katze hinab und kraulte sie unterm Kinn und ihr Schnurren kam mir so vor, als würde sie War doch gar nicht so schwer, oder?Sagen wollen, ehe ich von ihr abließ und sie zur Treppe rannte, um sich an Charlie zu schmiegen, welcher wirkte, als würde er fast anfangen zu weinen, jedoch blieb auch Jason von ihrem Tröstversuch nicht erspart.
      Ich lächelte bei dem Anblick, Tiere waren wirklich etwas anderes, ehe ich schnell wieder im Zimmer verschwand und die Tür hinter mir schloss, damit sie mich nicht doch bemerkten. Ich wollte nicht, dass sie glaubten, dass ich sie belauschte oder so.
    • Charlie

      Jason hatte mich in den Arm genommen und etwas beruhigt, als ich die Katze wieder sah und wie diese sich an mich anschmiegte. Ich musste sofort leicht lächeln und begann die Katze zu kraulen. Doch auch Jason blieb von der Liebe der Katze nicht verschont.
      Nach einiger Zeit ging die Katze jedoch wieder hoch und sah erwartungsvoll zu uns. Ich beschloss ihr zu folgen, auch Jason kam mit.
      Gemeinsam gingen wir hoch und sie führte uns zum Zimmer unserer Schwester.
      "Und jetzt?", fragte ich die Katze, ehe diese an der Tür zu kratzen begann.
      "Ey! Das kannst du nicht machen! Wir sollen nicht da rein."

      Jason

      Die Katze munterte meinen Bruder schnell auf und auch ich sollte ihre Liebe bekommen. Gerne nahm ich diese an und krauelte die Katze dankend ein wenig. Dann folgten wir ihr bis zum Zimmer unserer Schwester.
      War das jetzt unser verkuppler? Ich musste leicht schmunzeln und sah zu Charlie, als dieser meinte, dass wir nicht hier rein konnten.
      "Und das respektieren wir einfach. Also ich geh wieder in mein Zimmer... und du Charles?"
    • Kiryuu Sakamura

      Ich war gerade an mein Handy gegangen und wollte mir die Zeit ein wenig damit vertreiben mich durch pinterest durchzuscrollen, als ich verwundert wieder das Kratzen an meiner Tür vernahm. Wie, hatte sie etwa doch genug von Fremden gestreichelt zu werden? Oder waren die beiden Brüder letztendlich keine Katzenfreunde? Bei letzterem würde ich mich ganz sicher nicht mit ihnen anfreunden können.
      Ich erhob mich aus meinem Bett und öffnete die Tür und bekam noch mit, wie Jason fragte, was Charles jetzt machen würde.
      Verwundert starrte ich die beiden an, während ich spürte wie Milli sich in das Zimmer quetschte und begann schnurrend um meine Beine herum zu wuseln. Ich warf ihr kurz einen weniger erfreuten Blick zu, da ich eigentlich nicht vor hatte meinen neu gefassten Entschluss heute noch in die Tat umzusetzen, als mir auffiel, dass die beiden wahrscheinlich in mein Zimmer blicken konnten und ich kurzerhand die Tür ein wenig weiter schloss, hoffend, dass sie meine Kuscheltier Sammlung nicht gesehen hatten.
      Auch wenn wir in Zukunft Geschwister sein würden, war mir das schlicht und einfach peinlich.
      Kurz machte sich eine peinliche Stille breit, in der wir uns gegenseitig nur anstarrten und Milli setzte sich letztendlich zwischen uns, von einem zum anderen blickend, als erwartete sie etwas, während ihr Schwanz geduldig hin und her wedelte und ich mir überlegte, was ich sagen könnte, dass nicht ganz so blöd klingen würde. Vor allem in Anbetracht meines vorherigen Verhaltens, welches mir mittlerweile ebenfalls peinlich war.
      „... wie sind die Zimmer so?“, entschied ich mich letztendlich etwas zu sagen und hatte sogleich im nächsten Moment das Gefühl, doch etwas dummes gesagt zu haben. Hoffentlich hielten die mich jetzt nicht für vollkommen bescheuert.