Seduce me? You're just a pet [Attari&Caili]

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    • Seduce me? You're just a pet [Attari&Caili]

      Seduce me? You're just a pet

      Vorstellung
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      Callisto Garian van Ainsworth
      Es war ein ruhiger Nachmittag, an dem Callisto einem älteren Herrn gegenüber saß, welcher angestrengt überlegend über das Schachbrett zwischen ihnen grübelte, während sich der junge Mann gelangweilt an seine Stuhllehne lehnte, mit dem Ellenbogen auf dem Stuhlrücken, den Kopf gegen die Faust gelehnt und die Beine zur Seite blickend, als würde er jeden Moment aufstehen und das Spiel damit beenden wollen. Nicht, dass es nötig gewesen wäre.
      Endlich wurde die nächste Figur von dem alten Mann bewegt, ein Denker und Philosoph, extra für Callisto eingeschifft, damit dieser ihm eine interessante Partie hätte bieten können, doch vergebens. Er langweilte sich hier zu Tode.
      Der junge Mann seufzte, ehe er sich nach vorne beugte um die Königin zu bewegen und damit den König seines Gegners Schachmatt zu setzten, kein unerwartetes Ergebnis, zumindest nicht für ihn.
      Ungläubig und erstaunte starrte der fremde Mann das Schachbrett an, als könnte er nicht verstehen, was geschehen war, doch ehe Callisto sich nach vorne lehnen und es dem Philosophen erklären konnte – denn er machte nichts lieber als anderen zu zeigen, wie dumm sie eigentlich waren – störten ein Klopfen an der Tür den jungen Mann, der Diener wurde jedoch hereingelassen und teilte dem jungen Erben mit, dass Gäste für ihn eingetroffen waren.
      Callisto waren keine Emotionen auf dem Gesicht abzulesen, während er überlegte, wer ihm um diese Zeit einen Besuch abstatten würde, ohne sich vorher anzumelden, oder zu welchem Zweck.
      Es musste also etwas dringendes sein oder jemand versuchte wieder, die Gunst des jungen Mannes für sich zu gewinnen.
      Er hoffte nur, dass nicht wieder jemand war, der ihm seine Tochter vorstellen wollte.
      Der junge Mann hatte jedoch keine Eile, somit beugte er sich nach vorne und rekonstruierte einen Moment des Spiels, in dem der Philosoph die ganze Partie noch hätte für sich entscheiden können, wenn er eine andere Entscheidung getroffen hätte, aber nein, sein Handicap wurde ignoriert und Callisto hatte sich den Sieg ohne große Mühe holen können.
      „Wieso studieren sie das Brett nicht genauer, bis ich wieder komme?“, schlug er dem alten Mann vor, ehe er sich erhob und den Raum verließ.
      Ob der Philosoph noch da sein würde, wenn er wieder kam, oder nicht, war ihm dabei recht egal, vielleicht sollte er sich auf dem Rückweg ein zweites Brett besorgen und gegen sich selbst spielen, während der alte Mann überlegte.

      Callisto folgte dem Diener, welcher ihn in einen der gemütlich eingerichteten Salons führte, wo ein älterer Herr bereits seine Tasse Tee genoss.
      Er erkannte den Mann als einen Freund seines Vaters, Marquis Woolton, doch die Gestalt, die nicht weit von ihm stand, war ihm vollkommen fremd.
      Der Erbe des Hauses Ainsworth blieb vor den beiden stehen und musterte den Fremden, dessen Gesicht er nicht recht sehen konnte, da er ihn nicht ansah, doch der Kontrast von seiner bleichen Haut zum schwarzen Haar faszinierte Callisto.
      Selbstverständlich war ihm schon längst aufgefallen, dass es sich bei der fremden Gestalt um einen Sklaven handelte und endlich wandte er das Wort an den Freund seines Vaters.
      „Was bringt euch zu mir, Marquis Woolton? Vater ist in der Hauptstadt und kümmert sich um interne, politische Angelegenheiten, brauchen sie etwas von ihm?“, legte er fragend den Kopf schief, auch wenn er wusste, dass es das nicht war.
      Selbstverständlich wusste der Marquis, dass sein Vater nicht hier war.
      „Aber nicht doch, junger Ainsworth, ich bin hier, weil ich mich mit ihnen unterhalten wollte.“, verkündete dieser und erhob sich von seinem Platz um dem Jungen seine Hand reichen zu können, welche aus Freundlichkeit geschüttelt wurde.
      „Ich war gerade auf dem Heimweg zu meinem Landsitz, als mir etwas wahrlich interessantes in die Hände gefallen war und ich hatte gehofft, ihr würdet Verwendung dafür finden.“
      Aha. Ein Geschenk also. Natürlich.
      Mit einer Geste zog der Marquis seine Aufmerksamkeit auf den in Ketten gelegten jungen Mann und dieser Zwang ihn dazu Callisto direkt in die Augen zu sehen, was dem Erben ein kleines Lächeln auf die Lippen zauberte. Er war wahrlich schön anzusehen, da war dem Marquis wirklich etwas Interessantes in die Hände gefallen.
      „Wie ist dein Name?“, wollte er von dem Sklaven direkt wissen, auch, um zu sehen, ob er denn seine Sprache beherrschte, doch das hätte er sich wahrscheinlich sparen können, denn der Marquis mischte sich in das Gespräch ein.
      „Ich fürchte er wird ihre Frage nicht beantworten können, junger Ainsworth.“, lag ein entschuldigender Gesichtsausdruck auf seinen Zügen und für einen Moment lies Callisto sich ansehen, dass es ihm überhaupt nicht gefiel, dass der Marquis ihn unterbrach. Hatte er ihn gefragt? Nein. Sein neues Spielzeug hätte ihm genauso weiß machen können, dass er ihn nicht verstanden, also wieso musste er sich einmischen?
      „Woher kommt er denn?“, gab Callisto uninteressiert und monoton von sich, stellte diese Frage aus reiner Höflichkeit, musste er doch gute Beziehungen zum anderen Adel dieses Landes halten, auch wenn es ihn ermüdete und nervte. Der Marquis dagegen strahlte fast, wahrscheinlich glaubte er, dass dem jungen Adeligen sein Geschenk gefiel und er sich dadurch die Gunst des zukünftigen Erben der Ainsworth hatte kaufen können und dieser war nicht bereit dazu ihm zu eröffnen, dass er sich irrte.
      „Sie haben doch sicherlich die Neuigkeiten über den Sieg gegen Urden gehört, nicht wahr? Man hat mir erzählt dieser junge Mann soll auf dem Hof des Königs aufgelesen worden sein, offenbar gehört er einer reichen, mächtigen Familie an... nun, hat einer angehört, versteht sich. Nun gehört er ganz ihnen.“, lächelte der Marquis selbstzufrieden.
      „Und? Der Name?“ - „Er soll wohl Sapphire Celano sein, so hat man mir zumindest gesagt. Oh! Und er ist jünger als sie, 16, um genau zu sein.“
      Callisto wusste nicht recht, warum der Marquis dieses Detail hinzufügte, aber es konnte ihm nicht egaler sein.
      „Sapphire Celano?“, erhob der junge Mann seine Stimme und wartete auf eine Reaktion seines neuen Sklaven, um zu bestätigen, dass es tatsächlich sein Name war. Callisto gehörte nicht zu jenen, die ihren Sklaven gerne neue Namen gaben, wozu sich die Mühe machen, wenn sie schon welche hatten? Lange würde er ihn sowieso nicht unterhalten können.
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      @Attari
    • „ Welten zerfallen, was man nicht selbst hat kreiert, besitzt keinen Wert für dich… Ganz gleich, wie du es auch zu lieben glaubst…“, sprach einst eine Stimme voller Gunst und Güte. Ein Buch verdeckte des Lesenden Gesicht, während weiße Finger sein über dem Schoße verteiltes Haar zu streichen begannen.
      „ Das ergibt keinen Sinn… Ich liebe, was du mir gibst… Es ist, was ich will…“, lachte eine unbehelligte Stimme mit säuselnder Süße in sich.
      Sapphire Celanos Hände lagen in Ketten. Von seinem Schicksal gezerrt und jenes in Kette gelegt. Jene rostigen Ringe waren mit solchen aus Gold und Silber ersetzt worden. Ein Erzeugnis feinster Ingenieurskunst. Arbeit eines überbezahlten Handwerks, welcher seinem Herrn das perfekte Werkzeug schaffen sollte, damit er seinen Sklaven kontrollieren könnte. Eine handliche Annehmlichkeit für die Haltung im Hause, perfekt für jede Aktivität. Doch fühlte er sich noch immer wie die Kuh des simplen Bauern, der dieses Spiel des Adels nicht verstehen könnte…
      Und auch Gold und Silber war letztlich ein Metall, welches kalt auf seiner Haut lag und die vorgescheuerten Wunden in unbekannte Tiefen reib. Die schmalen Knöchel und Handgelenke waren noch niemals in derart desolaten Zustand gewesen… Der Transport war kein angenehmer Prozess gewesen, obwohl Sapphire sich erstaunlich kooperativ gegenüber den Händlern und ihren Gehilfen verhielt. Selbst der Marquis war erstaunt, als er von dem guten Benehmen unterrichtet wurde. Doch er schloss wohl darauf, dass ein Sohn aus feinem Hause sich zu Edel war sich mit solch niederen Männern zu unterhalten.
      Marquis Woolton war jedoch erstaunlich unglücklich über die Wunden unter den Ringen, welche man dem Jungen schon gegeben hatte. In letzter Instanz wurden jene mit breiteren, wesentlich elaboriertere getauscht. Sie verdeckten gänzlich das Werk jener rostigen Ringe und zierten die blasse Haut mit ihrem eleganten Ton.
      Wie irgendein Künstler jene Fesseln in wahre Werke seines Geschicks verwandelte, so tobten sich auch die Leute aus, welche Sapphire herrichteten. Wie für ein Fest heraus geputzt, als sei er der kleine Junge, welchen sein Vater der hohen Gesellschaft zu präsentieren gedachte. Gekleidet in zartes Blau und Gold, die strumgrauen Augen brannten im Spiegel. Anwidern taten ihn die vielen Rüschen an Hals und Hand. Sie umschmeichelten die Kälte der Ringe auf eine unbekannte Art, die einen Schauder auf seinen Rücken jagte…
      Er blieb brav, der Peitsche des Marquis gekonnt weichend. In mehr als einem Moment musste jener seinen Plan den neuen Sklaven als Mitbringsel fortzugeben überdacht haben. Die Kutschfahrt über hielt er einen Arm um die schmale Schulter gelegt und prahlte mit den Errungenschaften seiner Ländereien. Direkt in ein lächelndes und nickendes Gesicht, welches den Nerv des Bestätigung Suchenden traf!
      Er konnte kaum ablassen, als sie ihr Ziel erreichten und die Zeit der Trennung sich nährte. Und schon bald schien etwas wichtiger, als jene Sehnsüchte. Ein Ausdruck schleimiger Art und Widerwärtigkeit zeichnete unterschwellig die Augen der Mannes, welcher den Jungen „Ainsworth“ begrüßte. Ein Junge, sicherlich die Volljährigkeit noch längst nicht erreicht und mir derart monotonem Ausdruck versehen, dass es schwer wäre seine Langeweile nicht zu übersehen. Doch der Marquis überspielte jene und machte ihm den Sklaven zum Geschenk.
      Ihr Reden hielt inne, als Marquis Woolton den Peitschenstock hob und unter das gesenkte Kinn des Jungen legte, welcher seinen Kopf gesenkt hielt. Mit sanftem Druck und einem schnalzen zwang er ihn auf zu blicken, nur um das verdiente Lächeln auf den Lippen seines Gegenübers zu finden.
      Ein weiterer Wortwechsel folgte, von welchem Sapphire nur wenig verstand.
      Sapphire Celano?
      Die Worte jener trocken drein blickenden Jugend brannten sich in den Kopf des Schwarzhaarigen. Unter dem kalkulierenden Blick, welcher wohl jede mögliche Reaktion schon im Kopfe erfasst hatte und anhand jener den Wert des neuen Besitzes bemaß, senkte Benannter den Kopf leicht ab. Ein Zeichen der Berührungen, den adligen Namen aus dem Munde seines Herrn zu hören. Empörung oder gar Peinlichkeit über die Niederlage der Heimat, welche ihm diese Situation bescherte.
      Er wollte sich dem unangenehmen Druck unter seinem Kinn entziehen und weiter den unnahbaren und stolzen Burschen spielen…
    • Callisto Garian van Ainsworth

      Der Marquis schien nicht erfreut darüber zu sein, dass der Sklave seinen Blick wieder senkte, statt mit einem nicken oder ähnlichem zu antworten, als man seinen Namen nannte. Aber die Tatsache, dass er überhaupt auf diese Worte reagiert hatte, wo ihm doch alle anderen fremd sein mussten, reichte Callisto vollkommen. Er würde schon darauf zu hören wissen und wenn nicht, würde er einfach dafür sorgen müssen.
      „Ich verstehe das nicht. Ich versichere euch, bisher war ein unglaublich braver Junge...“, versuchte Marquis Woltoon dem jungen Adeligen zu versichern, glaubte wohl, ihm damit imponieren zu können, ihm einen gehorsamen, hübschen Jungen zu bringen.
      „Er muss wohl einfach nur müde von der Reise sein, genau, genau, das muss es sein!“, schüttelte sich der Marquis eine Ausrede aus den Ärmeln und Callisto war es müde mit dem alten Mann zu reden.
      „Selbstverständlich. Immerhin würdet ihr mich niemals anlügen, nicht war, Marquis Woltoon? Verzeiht, wenn es euch unhöflich erscheint, aber gehe ich recht in der Annahme, dass ihr noch rechtzeitig zur diesjährigen Saison in der Hauptstadt sein wollte? Wenn dem so ist, solltet ihr lieber bald wieder aufbrechen. Ich habe von Stürmen gehört, die aufziehen sollen und würde nur ungerne von einem Unglück hören. Aber seien sie sich versichert, dass ich ihnen dankbar für ihr wundervolles Geschenk bin. Ich weiß es sicherlich gut zu nutzen.“, versuchte der junge Adelige den Marquis auf höfliche Art und Weise wieder los zu werden, er hatte beim besten Willen besseres vor, und die Verwunderung aus dem Gesicht seines Gegenübers wich schnell einem zufriedenen Lächeln, da man ihm weis machte, dass er sein Ziel erreicht hatte. War es nicht fast schon zu einfach?
      „Ah! Selbstverständlich, selbstverständlich. Werde ich euch diese Saison in der Hauptstadt sehen, junger Marquis?“, schüttelte er zum Abschied die ausgestreckte Hand des jungen Mannes.
      „Nun, das steht wohl in den Sternen.“, war sich Callisto unsicher. Bälle und andere Feierlichkeiten hatten ihn nie besonders interessiert, auch wenn er sich hin und wieder hatte blicken lassen müssen.
      Er begleitete den Marquis noch bis zu seiner Kutsche, wie es die Etikette gebot, hielt dabei die Kette seines neuen Spielzeuges in der Hand, damit dieser ihm folgte und winkte der Kutsche seines Besuchs, ehe dieser außer Sicht war.
      Irrte sich Callisto oder fand er für einen Augenblick in den Augen des Marquis Zweifel oder gar Enttäuschung? Nun, ob er es sich einbildete oder nicht, konnte ihm auch egal sein.
      Ihn interessierte nur, ob ihn der Sklave auch wirklich unterhalten konnte oder nicht. Noch einmal musterte er den jungen Mann von Kopf bis Fuß, während sie im freien standen und zumindest an seiner Schönheit konnte er sich erfreuen, auch wenn ihm die ausgewählten Kleider des Marquis doch etwas übertrieben vor kamen. Dadurch schien kaum seine natürliche Schönheit zur Geltung zu kommen.
      „Achja... der Philosoph.“, erinnerte sich der junge Adelige wie nebenbei an den alten Mann, welcher wohl noch über dem Schachbrett brütete. Wie lange er ihn wohl hatte warten lassen? Ob er den richtigen Zug wohl endlich erkannt hatte?
      „Komm.“, befahl er Sapphire, ohne darauf zu warten, ob er verstand, was er von ihm wollte, und kehrte in sein Arbeitszimmer zurück.
    • „ Welch Schönheit…“, dürre Finger glitten die entblößte Wirbelsäule hinab. Die Schnauze des Tieres am knochigen Schlüsselbein in die weiße Haut gegraben. Gierig sog der Marquis den frischen Duft seiner Eigentums ein. Ein süßliches Spiel der Verlockung umgarnte seinen Geist und für einen Moment verlor er jeden Sinn der Vernunft. Verfallen einem solchen, den er zu kontrollieren glaubte. Es bräuchte keine Worte einander zu verstehen… Berührungen und Taten genügten in solch klaren Momenten.
      Verrückt hatte er ihn gemacht. Triumph erfahren über den alten Mann, dem ein paar Goldstücke nicht zu schade waren sie für den Jungen auf den Tisch zu legen… Genügend, als das ein einfacher Mann isch hätte ein gutes Haus kaufen können, neue Schuhe und seiner Frau ein schönes Kleid. Welch ekelerregenden Ausdruck Marquis Woltoon pflegte, wussten wohl nur seine Spielzeuge. Jene aus den verbotenen Fantasien, die niemals ein Wort darüber verlieren würden, was der alte und geachtete Mann hinter verschlossenen Türen zu tun gedachte.
      In solcher Art redete er auch gut von seinen Jungen. Stets wohl trainiert und der besonders gefügigen Natur. Zwar verstand Sapphire nicht, was er sagte. Aber die Beschwichtigung in seinem Ton ließ ihn ahnen, für welch mieses Verhalten er sich gerade entschuldigte. Beschwichtigen tat er immer… Seine Frau, seinen Sohn… Jeden!
      Die Augen des Jungen wanderten heimlich hinauf. Erhaschten einen Eindruck durch schwarzen Vorhang auf den neuen Herrn, unbeeindruckt in seiner Art. Der Gast gelockte nicht darin den Jüngling wohlgesonnen zu stimmen.
      Letztlich führte ihr Wortwechsel allerdings zur Abreise des Marquis. Den Abschied realisierend, trafen die Augen der ehemaligen Partner auf einander. Einer dürstend nach der schon endenden Zeit, der andere wartend, dass auch der letzte Fleck dieser beschmähenden Nächte endlich verschwand!
      Mit leisem Knarren und aufgeregtem wiehern der Pferde, als die Peitsche durch die Luft schnallte, zog er von dannen. Marquis Woltoon, 61 Jahre alt, Ehemann und Vater. Aus irgendeinem Grund reimte Sapphire sich einen mitreißende Grabrede im Kopf zusammen. Worte formten den wahren Charakter dieses Mannes. Im tiefsten Moment seiner liebsten offenbarend, welch dreckige Seele er doch tatsächlich war!
      Seine Aufmerksamkeit fand jedoch bald anderen Grund der Sorge. Einmal mehr musterte man ihn ausgiebig. Dieses Mal allerdings waren es die gestümen Augen des Edeljungen vor sich. Bei dem Anblick des Gegenübers kam ihm ein Geistesblitz und schon bald zog er wieder an der Kette des Jungen, fordernde Worte an ihn richtend. Stummen Schrittes, eines heimlichen Blickes Zaghaftigkeit entfernt, folgte berüschte Gestalt seinem Herrn. Keine Wahl über die zu tätigen Schritte, entlang der Flure über reichen Marmor und roten Teppich.
      Bald schon erkannte er, wie sehr sich dieses Haus von Jene, des Marquis unterscheiden sollte. Überall prägten Antike Schönheiten die freien Einlassungen in der Wand. Zur simplen Zierde degradiert, würde ein Besucher hier vorbei kommen… In dem Zimmer, welches sie betraten, wartete ein Mann auf den Edeljungen. Er grüßte herzlich und neigte begünstigend den Kopf tief. Als hätte er einen Fehler begangen….
      Sapphire betrachtete das Brett mit wachem Auge. Schach? Selbst er wüsste die Figuren zu bewegen… Dieses Spiel war überall das gleiche! Doch er hielt sich dumm, süß drein blickend im Hintergrund.
    • Callisto Garian van Ainsworth

      „Nun?“, wollte der junge Adelige von dem älteren Herrn wissen, während er es sich wieder auf seinem Platz ihm gegenüber bequem machte, wobei ihm das Desinteresse deutlich anzusehen war. Der Philosoph schenkte dem Neuzugang ein paar scheue, interessierte Blicke, als hätte er Angst, von dem Brett abzusehen, ehe er sich wieder darauf konzentrierte, wobei es Callisto eher so vor kam, als würde er ihm das nachdenken vorspielen.
      Kurz überlegte er, ob er seinen Gegenüber noch eine Weile quälen sollte, ihn über das Brett brüten lassen sollte, während er sich mit ein paar Dokumenten auf seinem Schreibtisch oder gar einem zweiten Brett beschäftigen sollte, würde ihm deutlich mehr Freude bereiten, als diese freudlose Partie, stattdessen jedoch seufzte der junge Mann und erhob sich, um eine Figur seines Gegenübers zu bewegen, welche ihm noch eine Chance auf den Sieg der vorangegangenen Partie gegeben hätte. Eine Chance, verstand sich, Callisto bezweifelte stark, dass er gewonnen hätte, selbst, wenn er diesen Zug bemerkt hätte. Stattdessen war der Philosoph und Denker – wobei er sich in den Augen des jungen Adeligen nicht so nennen dürfte – fast schon blindlings in die Falle gelaufen, welche Callisto ihm gestellt hatte und hatte damit bereits in wenigen Zügen seinen Sieg besiegelt.
      Eine wahre Enttäuschung.
      „Sehen sie es nun? Wie konnten sie diesen Zug nur übersehen? Stattdessen lassen sie ihren Läufer grundlos vor meine Königin laufen, dessen Verlust ihnen nicht einmal etwas bringt, geschweige den diese in eine Art Falle laufen lässt. Ich habe gehört, sie haben ein Buch über ihre grandiosen Taktiken im Schach geschrieben, sie sollten es verbrennen lassen. Sie haben mich nicht einmal gefordert. Wie ermüdend.“, seufzte Callisto und setzte sich wieder auf seinen Platz.
      Dabei hatte er die Kette seines neuen Sklaven schon längst los gelassen, was brachte es ihm auch, diese ununterbrochen in der Hand zu halten? Er dachte gar nicht erst daran, dass er es wagen könnte sich zu entfernen.
      Der Philosoph dagegen schien Mühe zu haben seine Wut in Schach zu halten, immerhin wurden gerade die größten Erfolge seines Lebens klein geredet und ausgerechnet ein Junge, welcher nicht einmal das Mannesalter erreicht hatte, hatte ihn in einem Spiel besiegt, das er bisher meist zu gewinnen pflegte. Callisto dagegen schien dieser Anblick zu erfreuen und er erlaubte sich ein kleines Lächeln, ehe er seinen Gegenüber anwies das Anwesen zu verlassen und ihm erst unter die Augen zu treten, wenn er ihn wenigstens amüsieren konnte. Ein zweites Mal würde er ihn nicht einfach so gehen lassen, betonte der junge Adelige, ohne mit der Wimper zu zucken.
      „Oh, und...“, meldete sich Callisto, als der Philosoph gerade an der Tür war, in Begriff zu gehen, da er die Macht der Ainsworth fürchtete, wagte er es jedoch nicht einen weiteren Schritt zu tun – auch wenn man ihm ansehen konnte, dass er nichts lieber als das tun würde – und blieb stattdessen stehen, ohne sich jedoch zu dem jungen Mann umzudrehen, „... sie sollten es nicht mehr wagen sich als Denker zu bezeichnen. Was könnte schon aus ihrem Verstand gutes heraus kommen?“
      Während seiner Worte spielte Callisto mit einer der schwarzen Figuren, welcher seine Gegner genutzt hatten, bis diese umfiel und der Philosoph glaubte, dass der Adelige mit ihm fertig war und verschwand letztendlich.
      Somit konnte sich Callisto mit interessanteren Dingen beschäftigen.
      Er lehnte sich in seinen Stuhl zurück und warf einen Blick auf sein neues Spielzeug, ehe er ihn mit einer Geste anwies sich ihm gegenüber zu setzten.
      „Rede.“, verlangte der junge Mann, während er dabei war, die Figuren wieder anständig anzuordnen. Kurz blickte er verwundert auf, als sein Gegenüber ihm nicht nachkommen zu wollen schien, ob er ihn nicht verstanden hatte?
      „Du sollst reden. Irgendwas. Ich will deine Stimme hören. Ich hoffe wenigstens deine Sprache hört sich schön an. Reden, hab ich gesagt.“, versuchte er seinem Gegenüber mit Gesten weis zu machen, was er von ihm wollte.
      Wenigstens das erschien ihm recht interessant. Als würde er versuchen einem Haustier das reden beizubringen, höchst amüsant.
    • Ob Sapphire die Berührungen des alten Mannes gemocht hatte?
      Sein Körper hatte reagiert… Wenn sein knorriger Finger über seinen Rücken glitt und ihm das Mark erschüttern ließ… Wenn er dessen feuchten Atem in seinem Nacken fühlte… Wenn dessen Finger sich langsam unter das berüschte Hemd gruben, um unentdeckte Stelle zu ertasten… Groß waren seine Augen geworden, weit und erwartend auf das was folgen sollte. Rasseln taten die Ketten, als der Alte ihn packte und auf den Tisch hob. Gierig die Augen, die mehr sehen wollten, als nur die verdeckten Züge seines Körpers…
      Ob Sapphire diese Blicke mochte?
      Er wusste es nicht. Doch wann immer jemandes Augen ihn derart begehrten und jeder Sinn und verstand aus dem Körper wich, wurde es heiß in seiner Brust. Die Aufregung wuchs und wie von allein begab er sich daran diesen Männern zu geben, von dem sie selbst nicht einmal wussten, dass sie es begehrten.
      Wer seinen Sklaven derart begehrte hatte schon verloren…
      Als würde man seinen Besitz vergöttern und jenen auch verlieren können. Marquis Woltoon erfuhr nichts anderes, als er Sapphire im Hause Ainsworth zurück ließ… Sein Blick, das Zucken in den Fingern, jenes geliebte Eigentum zurück zu fordern.
      Der Neue Kontakt, welchem Sapphire gegenüber stand, blickte zaghaft und scheu von dem Brett auf dem Tisch hinauf. Immer wieder zu dem Edeljungen und seinem Sklaven.
      Ein Gespräch begann sich zwischen dem Jungen und dem alten Mann abzuspielen, dessen Inhalt Sapphire zwar nicht verstehen konnte, aber die Gesichter, welche der Mann als Antwort auf die durchaus monotone Stimme des Edeljungen zog, sprachen reichlich genug. Verwirrung… Empörung und Gar Wut… Interessiert und heimlich beobachtete der Sklave das Geschehen dort vor sich, bis der Mann letztlich mit stampfendem Gang abzog. Ein erhöhter Hauch der Wut und Empörung fuhr in ihn, als er sich mit Schwung durch die Türe entfernte. Das dunkle Holz fiel zurück in seinen Rahmen, gedämpft und beachtlich trotz aller Kraft, die der alte hinein gelegt hatte.
      Sein Herr stoppte sein Spiel mit der hilflosen Figur des Schachspiels, welche sich mit einem klacken zurück in ihre aufrechte Position begab. Sapphires Blick wanderte von der Türe zurück zu seinem Herrn, nur um dessen Augen zu treffen. Mit einer Handbewegung deutete er Sapphire an sich zu setzen. Jener antwortete mit einem zaghaften Blick auf den Platz des Alten, ehe er der Aufforderung nachkam und sich vorsichtig seinem Herrn gegenüber platzierte. Obwohl jede Gliedmaße mit einem verzierten Ring versehen war, hing nur an seiner Hand eine Kette, welche bei seiner Bewegung über der Lehne endete. Die einzelnen Ringe waren nicht miteinander verbunden, was ihm viel Bewegungsfreiheit gab.
      Sein Herr sagte etwas, in einem befehlerischen Ton. Sapphire legte ein wenig scheu und entsetzt drein blickend den Kopf schief, während er beobachtete, dass sein Herr das Schachbrett wieder anordnete, als wolle er die nächste Partie spielen.
      Sekunden verstrichen. Nur das leise klacken der Figuren erfüllte den Raum, bis sein Herr doch erbost darüber Schein und hochfuhr, von de, Brett ablassend. Er wiederholte sich, das zuvor genutzte Wort besonders betonend und weitere anhängend. Sapphire verstand ihn nicht, kein Stück. Natürlicherweise zuckte er zurück und machte sich klein, eingeschüchtert durch die Situation und beginnenden Gesten. Erst als sein Herr eine Art ausschweifende Bewegung von seiner Hand vor seinem Mund immer wiederholte, begann er zu verstehen.
      Leise erhob er die Stimme und begann etwas zu sagen.
      „ យ៧៧៥៧៩ឪឆ…“
      Seine Stimme war zwar zaghafter Natur, doch ließ sich eine wohlklingende Melodie heraushören. Kein stolpern über die eigene Zunge, als er den himmlischen Ton von sich gab.
      Wie er begonnen hatte, endete Sapphire auch wieder und sah in die Augen seines Herrn.
    • Callisto Garian van Ainsworth

      Der junge Adelige hielt in seiner Bewegung inne, die Figur, welche er gerade wieder auf die richtige Stelle gestellt hatte, noch immer zwischen Daumen und Zeigefinger haltend, blickte er wieder zu seinem neuen Spielzeug auf, welches er mit einer Spur von Verwunderung anblickte, ehe sich ein breites, wenn auch schiefes Lächeln auf seinen sonst so monotonen Gesichtszügen zeigte. Es war offensichtlich, dass ihm gefiel, was er gehört hatte.
      „Du könntest glatt eines meiner Singvögel sein. Lächerlich genug gekleidet bist du jedenfalls.“, gab Callisto spöttisch von sich, auch wenn er wusste, dass sein Gegenüber wohl kaum ein Wort verstand. Wirklich interessieren tat es ihn auch nicht.
      „Wieso hat der Marquis nicht erwähnt, was für eine angenehme Stimme du hast? Oder liegt es womöglich an der melodischen Art deiner Sprache? Fast schon Schade, dass sie wahrscheinlich aussterben wird...“, murmelte der Adelige, während er sich wieder daran machte, die verbliebenen Figuren wieder an ihre Stelle zu packen.
      Rede. Mach weiter.“, glaubte Callisto daran, dass er dieses Mal schon schneller verstehen würde.
      Sobald er mit dem aufräumen der Figuren fertig war, setzte er die erste Figur mit weiß. Er glaubte nicht daran, dass sein neues Spielzeug, welche nicht einmal seine Sprache verstand, Schach spielen konnte und wenn, dann wäre er ihm wohl kaum gewachsen.
      Stattdessen begann Callisto eine komplizierte Partie gegen sich selbst zu spielen, da er seinen Intellekt heute noch wenigstens ein bisschen fordern wollte, während er der Stimme seines Gegenübers lauschte und sich parallel dazu überlegte, wie er ihn noch amüsieren konnte. Man musste das beste aus seinen Spielzeugen holen, solange sie noch interessant waren.
      Ob er versuchen sollte, ihm seine Sprache beizubringen? Callisto hatte noch nie zuvor versucht, jemandem etwas beizubringen und der Gedanke schien ihn zu reizen. Es könnte eine interessante Erfahrung werden und wenn es ihn zu langweilen begann, konnte er genauso gut aufhören. Nicht, dass sich sein Spielzeug beschweren könnte.
      Wann immer sein Gegenüber zu verstimmen begann, blickte der junge Adelige fordernd vom Brett auf, damit dieser weiter sprach und so vergingen einige Stunden, als es an der Tür klopfte und der Butler des Hauses ihn wissen ließ, dass das Abendessen angerichtet war.
      „Bring mir einen Teller ins Zimmer. Vergiss den Tee nicht. Oh...“; fiel ihm gerade wieder ein, dass Sapphire auch zugegen war und ein Wesen war, welches Nahrung benötigte. Fast hätte er es vergessen.
      „... mach zwei draus.“, fügte er kurzerhand hinzu. Er hatte ihn mit seiner Stimme unterhalten, also sollte er auch eine Belohnung bekommen und von den gleichen Gerichten zu speisen wie seine Familie sollte ihm eine Ehre sein.
      Callisto konnte auch großzügig sein, nun, wenn etwas dafür für ihn raus sprang, verstand sich. Er hatte einmal in einem Buch gelesen, dass man einen Hund mit Belohnungen in Form von Essen dressieren konnte, wieso sollte das hier nicht funktionieren?
      Sapphire war Callistos erster Sklave, er hatte schlicht und einfach nie Interesse an diesen Gepflogenheiten gehabt. Die einzige Haustiere, für die er sich interessierte, waren Vögel. Doch da er ein Freund der Schönheit war und Sapphire tatsächlich seinen Standards genügte, hatte er das Geschenk des Marquis tatsächlich angenommen.

      Es dauerte nicht lange, bis das Essen von einem Dienstmädchen gebracht wurde, welches einen Teller samt Tee auf den Schreibtisch des jungen Herrn stellte, welchen sie zunächst etwas aufräumen hatte müssen, da die Dokumente in chaotischen Zustand die gesamte Tischfläche eingenommen hatten, während sie die Portion für den Sklaven – nach Geheiß von Callisto, verstand sich - auf einen etwas kleineren Tisch packte, welcher neben den großen Bücherregalen in einer Ecke des Raumes stand, diagonal zu dem runden Tisch mit dem Schachbrett, welches direkt neben dem mittig gelegenen Fenster lag.
      Die Dienstdame verschwand wieder und der junge Adelige erhob sich von seinem Platz.
      Statt sich jedoch an seinen Schreibtisch zu setzten und zu essen zu beginnen, lehnte er sich gegen die Vorderseite von diesem, mit vor der Brust verschränkten Armen Sapphire beobachtend.
      Iss.“, wies er diesen an, als er keine Anstalten zu machen schien sich zu erheben und wies mit einer Hand auf den kleinen Tisch, welcher sonst immer mit Büchern voll gestapelt war. Ein Glück hatte man diesen erst vor kurzem aufgeräumt.
      Er machte eine Bewegung, als hielte er einen Löffel in der Hand und würde damit etwas essen, als ihm einfiel, dass es auch vorhin mit der Geste funktioniert hatte und beobachtete sein Spielzeug, ob es denn damit verstanden hatte.
    • Das Lächeln des Edeljungen war wirkliches eines der unschicklichen Natur. Ein schiefes Grinsen, welches auch leicht als aufgezwungen erkannt werden könnte. Wie die schmalen Lippen sich kräuselten und diesen grässlichen Ausdruck formen, kam Sapphire zu der simplen Meinung, dass er seines neuen Herrn neutrales Gesicht bevorzugte. Jenes beherbergte wesentlich weniger beunruhigende Züge einer unnatürlichen Art, welche regelrecht Balladen darüber sang, wie wenig diese Junge lächelte.
      Auf der anderen Seite aber zeigte es doch tatsächlich eine ehrliche Freude auf dem eigentlich trockenen Gesicht. Ihm musste gefallen was er sah und hörte…!
      Marquis Woltoon war offener und wilder mit seiner Freude gewesen. Nachdem auch er sich in die Stimme des Sklaven verliebt hatte, wollte er mehr hören. Süße Worte, die er nicht verstand und zartes Stöhnen, die seine gierenden Ohren befriedigen sollten. Sapphire hielt er gern fest, wann immer er hart mit ihm war. Stunden lang später noch hielt er dessen schmalen und gezerrten Körper, ließ seine Hände über die bebende Brust gleiten und bat ihn zu sprechen.
      Warum Sapphire die Befehle der beiden nicht identifizieren konnte, obwohl sie doch das selbe von ihm wünschten? Marquis Woltoon nutzte andere Worte, als der Edeljunge. Sobald Sapphire wusste, was sie bedeuteten, könnte er ihnen auch folge leisten. Ein ‚Rede‘ bedeutete also er solle den Mund aufmachen und reden, ebenso wie ‚erzähl mir was‘ wohl das selbe bedeutete.
      „ Rede! Mach weiter!“
      Kam es klar und deutlich über die Lippen des Jungen, der seine Aufmerksamkeit wieder dem Schachbrett widmete und einen wenig irritierten Sapphire von seinem Blick erlöste. Jener erhob die Stimme erneut, ein wenig ratlos darüber, was er sagen sollte, begann er einfach zu erzählen. Geschichte für Geschichte verließ seinen Mund, immer wieder durch seinen Herrn aufgefordert weiter zu machen.
      „ យ៦៥តមនបងហសឆ២តរងដងេនហឋ“
      Sapphire verfolgte die Partie, welche er mit sich selbst zu spielen begann. Aufmerksam, sei seine Hände weiße und schwarze Figuren abwechselnd bewegten. Er verstand die komplizierten Strategien hinter Schach nicht, bei welcher jeder Zug von Anfang bis Ende bedacht wurde und man jede mögliche Situation durch kalkulierte. Schach war ihm mehr Unterhaltung als Gehirnsport gewesen. Ein Weg einen Abend mit Wein und einem lockeren Gespräch enden lassen zu können.
      Die Zeit zog sich langsam dahin. Die Partie wiederholte sich und einst aufgestellte Figuren bekamen einen neuen Platz, als wolle er neue Probleme durch spielen. Langsam nahm das Volumen der Stimme Sapphires ab, welcher noch immer Geschichten erzählte. Inzwischen historische Fakten und seltsame Legenden um Volkshelden aus seinem Land.
      Er war sich sicher, dass sein Herr kein Wort verstand. Er musste die Stimme und Melodie des Sklaven mögen und São war es nicht mehr, als Musik in seinen Ohren, deren Bedeutung er nicht kannte.
      „ យតរងេហកល៩៤៦ឪសឆ…“
      Er stoppte, als ein wohlgekleideter Mann nach einem klopfen eintrat und ein Wortwechsel begann. Stumm senkte er den Blick ab und betrachtete einmal mehr heimlich das Geschehen.
      Der Mann ging wieder und stille kehrte ein, welche Sapphire einmal mehr nach Aufforderung füllen sollte. So begann er einmal mehr zu erzählen…

      Letztlich kehrte eine Dame mit einem kleinen Wagen zurück. Sie trug das, was Sapphire als die Uniform eines Dienstmädchens identifizierte. Jene besaß einen eleganten und dem Hause gerechten Styl. Wesentlich passender als seine eigene Kleidung! Sie begann den Schreibtisch ein wenig aufzuräumen, ehe sie dort das Essen abstellte und essbar herrichtete. Die zweite Portion fand sich auf einem Tisch in einer dunklen Ecke wieder. Eingegraben zwischen Bücherregalen und der Wand. Alles betrachtete Sapphire stumm mit wachsamen Blick. Er wusste, wo er hingehörte und das es unter seiner Würde wäre dort zu essen!
      Die Dame ging wieder und der Herr erhob sich, ohne das Sein Sklave sich regte. Er folgte jenem nur mit seinem Blick, auf eine neue Anweisung wartend. Statt selbst sein Mahl zu beginnen, lehnte er sich an den massiven Tisch und forderte Sapphire auf zu ‚Iss‘. Seine Antwort war ein verwirrter Blick, dem auch die Bewegung nicht weiter zu helfen schien. Sapphire legte seinen Kopf Schiefer, stumm musternd, bis die Bewegung stoppte.
      Zögerlich erhob er sich letztlich und trat von dem Sessel zur Seite. Sein Blick wanderte auf das Essen auf dem Schreibtisch und schließlich zu jenem in der Ferne. Zaghaft hob er die Hand, ahmte die Bewegung des Edeljungen nach und weiß mit seinem Finger und fragenden Ausdruck auf das Essen in der Ecke, Ungläubigkeit in den Augen, als wolle er sagen: „ Ich lasst mir eure Großzügigkeit zu Teil werden und mich essen, mein Herr?“
    • Callisto Garian van Ainsworth

      Der junge Mann begann bereits sein neues Spielzeug als beschränkt, wenn nicht sogar als schlicht und einfach dumm, zu halten, als sich dieser letztendlich endlich regte und sich erhob, statt Callisto mit diesem dümmlichen Gesichtsausdruck anzustarren.
      Er beobachtete, wie Sapphire langsam zu verstehen schien, was der Adelige von ihm wollte und dieser starrte ihn für einen Moment an, endlich schien er zu verstehen, ehe er nickte und eine wegwerfende Handbewegung in die Richtung seines Essen machte, als wollte er ihn dorthin verscheuchen.
      „Nun mach schon. Bevor es kalt wird. Bevor ich es mir anders überlege und dir hartes Brot bringen lasse.“, begann Callisto seine ohnehin schon kurze Geduld zu verlieren.
      Während er beobachtete, wie der Junge endlich tat, was der Adelige von ihm wollte, betrachtete er Sapphire sein Kinn mit der Hand stützend und schien über etwas zu grübeln, ehe er eine Glocke auf seinem Schreibtisch hob und diese lustlos läuten ließ.
      Es vergingen einige Minuten, bis der Butler ein weiteres Mal den Raum betrat und sich mit einer eleganten Verbeugung in seiner Richtung danach erkundigte, was der junge Herr denn wünsche und die beiden unterhielten sich für eine kurze Weile, ehe der Butler zu verstehen schien und sich verbeugte, um den Worten von Callisto folge zu leisten, welcher einen weiteren Blick auf Sapphire warf.
      Eigentlich war dem jungen Adeligen nicht nach Essen zu mute, viel mehr war es für ihn ein lästiges Muss, dennoch entschied er, dass es für diesen Moment sowieso nicht besseres zu tun gab und setzte sich letztendlich an seinen Schreibtisch um sich seinem eigenen Mahl zuzuwenden. Jedoch nicht ohne eines von den auf dem Tisch liegenden Büchern aufzuheben und dieses nebenbei zu lesen.
    • Des Edeljungen Befehls folgen, begab er sich letztlich in die Ecke. Dessen Geduld hatte er für den Moment wohl strapaziert, jedoch nicht in einem Maße, dass Sapphire selbst beunruhigte. Sein neuer Herr erschien ihn im bisherigen Eindruck wie ein Kind, dass die Welt langweilte, weil er glaubte sie verstanden zu haben und alles nötige Wissen zu besitzen. Immerhin triumphierte er über einen reichen Denker im Schach, dessen ganze Ausstrahlung ‚Intelligenz‘ schrie.
      Lachhaft, wie Sapphire fand. Es wäre sicherlich ein leichtes Unterfangen auch diesen Jungen sabbern zu lassen. Über seinem entkleideten Körper hängend und dürstend nach mehr von Zärtlichkeit und Süße!
      Stumm und ohne aufzusehen, begann er zu essen. Langsam, denn der Geschmack in seinem Munde war ungewohnt, zu heiß und salzig. Doch wählerisch sein konnte er sich nicht erlauben, immerhin wusste er nicht, wann ihm das nächste mal diese Gnade zu Teil werden würde.
      Das Glöckchen ertönte und der Butler kam herein. Während deren Wortwechsel beendete Sapphire sein Mahl und legte Messer und Gabel ab. Der Butler ging wieder und der Edeljunge blieb alleine lesend zurück. Welch trauriger Anblick verglichen mit dem Marquis Woltoon. Eben jener ließ sich umgarnen von seinen Jungen, bettete seinen Kopf auf einem ihrer Schöße und ließ sich vorlesen, während seine dreckigen Hände ihre Wanderung begannen.
      Sapphire war allerdings auch glücklich seinen Körper einmal für sich zu haben. Eine Phase der Ruhe und Enthaltsamkeit tat jedem einmal gut. Und obwohl er es sich kaum eingestehen würde, bräuchte auch er sie von Zeit zu Zeit…
      Er betrachtete den Edeljungen stumm bei seiner Nahrungsaufnahme. Seine Gedanken kreisten sich um den ihm noch fremden Namen des Jungen. Aus den Schwall an Worten hatte er nichts einer solchen Struktur, dass auf seinen gegenüber zutraf heraus filtern können. Für den Moment würde wohl ‚Verwöhnter Bengel‘ es tun…
    • Callisto Garian van Ainsworth

      Nachdem der junge Adelige sein Mahl beendet hatte, blieb er noch für eine Weile an seinem Buch hängen, Sapphire keines Blickes würdigen, bis es an der Tür klopfte und er den Butler ein weiteres Mal herein ließ. Dieser richtete ihm aus, dass alles bereit war, ehe Callisto sein Buch schloss und sich aus seinem Stuhl erhob, auf seinen Sklaven zugehend.
      Er griff nach der Kette, welche zu seinem Halsband führte, welches ihn als Sklaven auszeichnete und schenkte ihm die Worte „Gehen wir.“, bevor er diesen folgte und Sapphire aus seinem Arbeitszimmer hinaus führte.
      In einem Salon warteten bereits eine Gruppe von Leuten, welche allesamt ein breites Lächeln auf den Lippen trugen und sehr geschäftig wirkten und anhand ihrer Kleidung als Schneider und Näher erkannten werden konnten.
      „Werdet diese lächerlichen Kleider los. Ich will etwas, dass seine Schönheit betont und ihn nicht in Rüschen ertrinken lässt und das so schnell wie möglich. Und sucht ihm für den Moment ein einfaches Hemd und eine Hose raus.“, befahl er den Leuten in diesem Raum, nachdem er sich auf einen der prachtvollen Sessel gesetzt hatte und die Anwesenden machte sich sofort an die Arbeit, nachdem sie sich noch einmal vorbeugt hatten. Eine lästige Tradition, aber Callisto hatte sich schon längst daran gewöhnt.
      Man begann Sapphire zu entkleiden und mit einem Maßband seine Maße zu nehmen, während sich der junge Adelige mit einer Angestellten über mögliche Muster, Farben und Stoffe unterhielt. Er wollte nichts extravagantes, im Gegenteil, aber es sollte die Schönheit seines neuen Spielzeuges betonen, da er bisher nicht mehr zu bieten schien. Abgesehen von seiner Stimme, verstand sich.
      Nachdem die Maße genommen worden waren, besprachen sich zwei der Anwesenden darüber, welche der mitgebrachten Kleidungsstücke ihm am besten passen würden, ehe sie sich für ein schlichtes, weißes Hemd und eine schwarze Hose entschieden hatten. Begleitet von einem schwarzen Stück Stoff, welches ihm in einer eleganten Schleife um den Hals gebunden worden war.
    • Der Edeljunge bat den Butler herein. Einen kauzigen Mann in seinen frühen Sechzigern, wie Sapphire vermutete. Sein silberiges Haar war wohl nach hinten gestylt und unterstrich seinen professionellen Look. Erblickte er ihn und den Herrn zur selben Zeit, war Sapphire sich sicher, dass sie zu einander gehörten. Die strenge und geordnete Aura des Butlers einigte sich perfekt mit jener monotonen des Edeljungen.
      Ein paar Worte rannten über die Lippen, ehe der Junge sich erhob er auf seinen Sklaven zu kam. Jener rührte sich nicht, ohne einen direkten Befehl wäre dies im besten Fall eine Tat, die seinem Herrn nur missfiel und im schlimmsten Fall das Urteil für ihn weiter gegeben zu werden. Niemand wollte einen Sklaven, der nicht gehorchte!
      Seine elegante Hand ergriff die Goldene Kette, welche vom Halsband Sapphires hinab baumelte. Er hatte sie schon fast ausgeblendet gehabt, bis er einen Ruck in jener spürte. Gerade noch schnell genug erhob er sich, dem Zug entgegen, und entfloh damit der potenziellen Würgung.
      Der edeljunge zog den Berüschten hinter sich her, die Kette locker zwischen ihnen baumeln lassend. Sapphire ging allerdings weit genug hinter ihm, dass er einen respektvollen Abstand wahrte. Er wurde in einen Raum geführt, wo eine Ansammlung von Leuten die drei kommenden zu erwarten schien. Sapphire musterte Jene in einfache Kleidung Anwesenden. Sie sahen aus wie Schneider und Näher, hier ein Maßband um den Hals und dort ein Nadelkissen…
      Sein Blick verzog sich ein wenig. Ihm blühte böses in den Gedanken und ein neuer Satz berüschted Kleidung…
      Callisto ließ ihn in mitten jener Leute zurück und verzog sich selbst auf den einzigen Sessel in jenem Zimmer. Alle verbeugten sich im gesamten vor ihn, alle außer Sapphire, welcher sein Antlitz in einem der hängenden Spiegel betrachtete. So erkannte er auch die Leute, die kamen und begannen ihm die Kleider abzunehmen. Letztlich stand er in nichts mehr als dem Weißen aus Leinen gefertigten Unterhemd dort.
      Der Edeljunge besprach mit den Anwesenden ein paar Stoffe, welche ihm vorgehalten wurden oder auf Wunsch auch neben Sapphire. Jener wurde immer wieder von einer Dame umrundet, welche sich um sein widerspenstiges Haar kümmern wollte. Doch jede Bürste und jeder Kamm, der jenem zu nahe kam, tat nichts an dessen Form verändern. Sie löste auch die weiße Schleife in seinem Nacken, welche die längeren Teile zusammengehalten hatte. Jene vielen nun in ihrer unordentlichen Natur hinab und umschmiegten den weißen Hals Sapphires.
      Sapphire wurde letztlich wieder eingekleidet. Ein weißes Hemd aus Seide, je nachdem, wie seine Bewegungen den Stoff manipulierten, nahm es eine andere Intensität des Schimmern an. Dazu eine schwarze Hose, die hoch an seiner Taille schloss. Zu letzt kam jemand mit einer feinen Schleife, die wohl die Krawatte ersetzen sollte, welche eigentlich an jenen Platz um seinen Hals gehörte. Doch es schien fast überall ungeschriebenes Gesetz zu sein einem „Jungen“ nur eine Schleife um zu binden.
      Jeder Anwesende trat zur Seite und präsentierte das Werk dem Herrn.
    • Callisto Garian van Ainsworth

      Den Ellenbogen auf der Lehne gestützt, seine Wange auf seinen Handrücken gebettet, betrachtete er in einer Position, welche deutlich machte, das jegliche Autorität im Raum ihm gehörte, den jungen Sklaven und ließ sich damit einige Minuten Zeit, ehe sich ein leichtes Lächeln auf seinen Zügen breit machte, welches seine Selbstgefälligkeit zeigte.
      Er hatte Recht gehabt, im Clownskostüm ertrank seine natürliche Schönheit und die schlichten Kleider brachten dieses deutlich besser zur Geltung. Callisto war gar nicht aufgefallen, dass sein Haare am Nacken zusammengebunden worden waren und der junge Adelige erhob sich, trat mit jedem Schritt Sapphire näher und blieb vor diesem stehen. Schien zunächst sein Gesicht zu studieren, ehe sein Blick auf die über der Schulter hängenden Haare fiel und er eine Strähne in seine Hand nahm, um diese zu betrachten und zwischen Daumen und Zeigefinger zu spüren. Er musste ein Bad gehabt haben, bevor der Marquis mit ihm hier angereist worden war.
    • Man nahm den juckenden Stoff von seinem Halse fort, die unzähligen Lagen an rüschigen Hemden und Schleifen. Sapphire glaubte wieder Atmen zu können, dass das einzige, was jene noch einschränkte die Anwesenheit seines Jungen Meisters war. Jung und monotones Blickes thronte er förmlich auf seinem Sessel, alles genausten beobachtend. Wer bei diesem dominierenden Blick nicht den Halt verlor, der musste eine ähnliche Position wie dieser Junge besitzen!
      In seiner neuen, wesentlich schlichteren und auch bequemeren Kleidung, präsentierte man ihn. Das lockige Haar über den Schultern erregte jedoch die Aufmerksamkeit des Edeljungen. Und auch Unmut in seinem Gesicht?
      Sapphire wusste jenen sich kaum ändernden Ausdruck nicht zu deuten und ob er nun einfach nur nachdenklich war, oder empört über das nicht mehr hübsch hergerichtete Haar, vermochte er nicht zu sagen. Der Sklave zuckte kaum zurück, als Callisto an ihn heran trat und eine der längeren Strähnen ergriff. Mit seinen Fingern zwirbelte er die schwarze Strähne zwischen seinen Fingern hin und her. Er verhielt sich ähnliche, wie auch der Marquis ihm gegenüber. Das pechschwarze Haar hatte den alten fasziniert. Und obwohl er jenes offensichtlich liebte, befahl er einen Teil abzuschneiden… damit Sapphire eine für jungen „modische“ Frisur tragen könnte.
      Er erinnerte sich an die Stunden zurück, welche er in dem großen Bad verbracht hatte. Ebenfalls umringt von irgendwelchen Bediensteten und unter den lüsternen Augen des Marquis gewaschen wurde. Ob Callisto auch solch Gelüste verbarg? In seinem Alter waren doch alle Jungen an nur wenigen Dingen interessiert…
    • Neu

      Callisto Garian van Ainsworth

      „Bindet das Haar wieder zurecht. Das sieht ja ungepflegt aus.“, gab Callisto von sich und obwohl seine Stimme monoton blieb konnte man einen Funken von Unmut in seinen Gesichtszügen sehen. Wer hatte geglaubt, es würde ihm gefallen, wenn man sein Haar offen ließ? Wenn der junge Adelsmann das gewusst hätte, hätte er diese Person sicherlich feuern lassen, aber das herauszufinden war ihm zu anstrengend und die Mühe bei weitem nicht wehrt.
      Sofort wurde sich verbeugt und die Gruppe von Designern und Modeexperten berieten sich kurz, welches Band von den mitgebrachten sie denn benutzten sollten, ehe die Haare mit einem seidenem Band in einem edlen Rotton zusammengebunden wurden, da es dank des schwarzen Haares besonders hervorstand und ein hübscher Farbakzent zu den sonst gewöhnlichen Farben seiner Kleidung darstellte. Auch fühlte sich das Band wundervoll und weich an.
      Noch einmal betrachtete Callisto das Werk von seinem Thron aus, wirkte der Stuhl denn wie einer, selbst wenn es keiner war - wie erhaben er wohl auf einem echten Thron aussehen würde? - und er schien zufrieden damit zu sein, auch wenn ein Nicken reichen musste, um dies zu zeigen.
      Der Tag war lange genug gewesen und der junge Edelmann sehnte sich nach etwas schlaf, weshalb er seinen Butler anwies sein Geschenk auf das für ihn vorbereitete Zimmer zu führen, ehe er selber den Raum verließ, ohne noch einmal zurück zu blicken.
      Ob ihm sein blaues Vögelchen heute ein wundervolles Schlaflied singen würde?