We could be Immortals [Attari feat. Pumi]

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    • We could be Immortals [Attari feat. Pumi]

      Vorstellung --> We could be Immortals [Attari feat. Pumi]







      Mailand, 1492

      Er ließ seine Finger sanft über den Stoff gleiten. Leo hatte wie immer eine gute Wahl getroffen.
      "Gefällt er dir?", fragte der Künstler mit einem zaghaften Lächeln.
      "Ja", gab er zurück.
      Leo fing sich wieder und erklärte ihm, wie er sich zu positionieren hatte. Er folgte den Anweisungen, dann hielt er still. Leo zeichnete schnell, erfasste Details in nur wenigen Augenblicken. Das hier war das dritte Mal, dass er ihn zeichnete. Sein nackter Körper war nichts neues für Leo und doch schien er jedesmal auf's Neue überwältigt von dem Anblick zu sein. Er nahm das als Kompliment. Nicht viele Dinge beeindruckten Leonardo da Vinci. Und obwohl er wusste, dass Leos Skizzen erst Jahrhunderte später richtige Anerkennung bekommen würden, saß er dem Künstler doch gern Modell. Es gab kein größeres Kompliment als von einem Künstler verewigt zu werden, sei es in Worten, Noten oder einfachen Anatomie-Skizzen. Und er ging sicher, den Künstler in dieser Nacht ordentlich für seine Arbeit zu entlohnen.


      London, England, Gegenwart

      Lächelnd beobachtete Fynn Sheridan wie sich die Sonne über den Horizont kämpfte. Auch nach all den Jahren, die er jetzt schon auf dem Buckel hatte, beeindruckte ihn dieses Spektakel immer wieder auf's Neue. Jetzt, wo er nicht wegrannte, wo er eine Pause hatte, da hatte er sich ein Apartment mit Aussicht gegönnt. Die Dachterrasse des Lofts hatte es ihm gleich angetan. Jetzt saß er hier und genoss den Sonnenaufgang.

      Morgende hatten immer ihre eigene Dynamik. Wenn die Welt erwachte. Es gab diejenigen, denen der Morgen nicht gut stand. Sie waren müde, schlecht gelaunt und unmotiviert. Und dann gab es diejenigen, die morgens am besten funktionierten. Sie lächelten freundlich, führten Gespräche und freuten sich auf den Tag. Fynn war heute letzteres, als er in das kleine Café trat. Er machte es sich zur Aufgabe, kleine, selbstständige Läden zu frequentieren. Starbucks überlebte auch ohne ihn gut. Aber die kleinen Läden hatten viel mehr Atmosphäre und waren meist freundlicher im Umgang mit den Kunden.
      "Hi", grüßte er den jungen Barista, "könnte ich bitte einen Latte Macciato bekommen? Einen ganz langweiligen?"
      Der Barista bestätigte lächelnd und eine Minute später saß Fynn schon mit seinem Kaffee an einem der Tische in der Sonne. Er hatte sich ein Buch mitgenommen, aber das lag unbeachtet neben der Tasse auf dem Tisch. Viel lieber beobachtete er die Menschen, die sich wie er gegen den Massenhandel mit Kaffee entschlossen hatten. Er beobachtete gern Menschen. Es gab so viele unterschiedliche Varianten von ihnen. Und hin und wieder fand er einen, der die Aussicht erheblich verbesserte...