Incubus - Demons of passion and greed [Azy&Heavy]

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    • Incubus - Demons of passion and greed [Azy&Heavy]

      Incubus - Demons of passion and greed

      Zur Vorstellung
      @Azenia auf ein verrücktes und witziges RPG meine Süße <3


      Alastor Crowley
      Laute Musik in verlockendem Rhythmus tönte lauthals durch die großen Räumlichkeiten. Keineswegs die einfachen, elektronischen Beats. Jene Töne waren durchaus melodischer, verführerisch und die rauchige Stimme der Sängerin verdrehte nicht nur einem Mann an diesem Abend den Kopf. Ihr weiblicher Körper stand auf einer erhöhten Empore, welche durch einige Scheinwerfer in violettes Licht getaucht wurde. Sie ließ ihre erotischen Worte über die unter ihr liegende Tanzfläche schweben, stachelte die Meute an sich ihren tanzenden Bewegungen anzupassen und ihrem erhitzten Rhythmus zu folgen, der ihr langes, schwarzes Haar um ihren Körper tänzeln ließ. Unter ihr drängten sich die tanzenden Körper vieler Gäste eng aneinander, wogen ihre Hüften in den Schlägen der Musik und ließen ihre Arme über sich oder ihren Tanzpartner gleiten. Aufreizend, ohne den Gedanken daran zu verschwenden, was sie taten. Der Geruch von Schweiß und Alkohol mischte sich in der Luft, wurde unterstrichen von den stechenden Düften vieler Parfüms und der feinen Note erkalteten Zigarettenrauches. Die farbige Beleuchtung tauchte alles in violette und rote Töne, unterstrich die Leidenschaft der tanzenden Meute. Die Leidenschaft der singenden Stimme und die Erregung in den Körpern der Sterblichen, welche sich dem anderen oder gar gleichen Geschlecht zuwandten. Sie alle waren begierig auf ein sündhaftes Abenteuer ohne Grenzen, ohne Moral und ohne Zurückhaltung. Der Alkohol löste die Gemüter, lockerte die Zungen und die steifen Muskeln und begrub die Hemmung unter sich. Tänzerinnen und Tänzer, welche ihre galanten Bewegung auf der Bühne oder gar den dafür vorgesehenen Stangen demonstrierten, sorgten für die Unterhaltung der trägeren Gesellschaft, welche sich von der Tanzfläche fernhielten und lieber ihre Drinks im Sitzen genossen. Ihre aufreizenden Bewegungen animierten die Zuschauer dazu, sich über die trockenen Lippen zu lecken und mit gierigen Augen jeder verlockenden Geste zu folgen. Kellnerinnen und Kellner in aufreizenden Kostümen kümmerten sich mit lasziven und frechen Lächeln um die gastronomischen Begehren, verlockten dazu, sich einem Cocktail mehr hinzugeben oder sich gar den hochprozentigen Shots zuzuwenden.

      Mit zufriedenem Lächeln stand er über alldem. Der Club war in zwei Etagen geteilt, welche über geschwungene Treppen miteinander verbunden waren. Die Obere war lediglich durch ein Geländer abgegrenzt und bot den Blick nach unten auf die zuckenden Lichter, der Bar und natürlich den unzähligen Sitzgruppen, Bühnen und Tanzflächen. Und an eben jenem Geländer aus dunkel lackiertem Eschenholz lehnte er. Seine sinnlichen Lippen zu einem zufriedenen Grinsen verzogen ließ er seine stechend grünen Augen über die Menschen wandern. Er konnte es förmlich spüren. Die Vibrationen in der Luft. Die euphorische Ekstase, die Sehnsucht und die brennende Lust in diesen gebrechlichen Körpern. Genüsslich atmete er tief ein. Er liebte es. Er liebte die Erregung, welche diese Clubs den sonst so anständigen Bürgern entlockten. Liebte die knappen Bekleidungen seiner weiblichen Gäste, die gestylten Haare beider Geschlechter und der Versuch, sich als reizvoll darzustellen. Und das waren sie zweifellos. Ein jeder Mensch war es in seinen Augen, gleich welche körperlichen Makel er vielleicht besitzen mochte. Solange der Puls schneller ging, das Blut durch die Adern rauschte und der Atem vor Aufregung zitterte war es der Reiz, der diesen Wesen einen Sinn gaben. Der Reiz von dem er sich ernährte, von dem er lebte. Die Leidenschaft, die Lust- all das waren seine Sünden und seine lebensnotwendige Essenz. Seine langen Finger tippten leicht im Rhythmus der Musik auf das Holz, während die andere Hand den Tumbler seines Whisky umfasst hielt. Die bernsteinfarbene Flüssigkeit leicht schwenkend ließ er die Iriden in den tiefen Farben eines Smaragdes wandern, sah nach dem Rechten und der Zufriedenheit. Immerhin war dies sein Reich, seine Lokalität und sein eigener, persönlicher Sündenpfuhl. In der modernen Zeit fühlte er sich bedeutend wohler. Die Menschen waren nicht länger zugeknöpft, nicht länger keusch oder an die Gesetze der leidigen Christlichkeit gebunden. Nicht, dass er etwas dagegen hatte einem eigentlich prüden Menschen das Verlangen in sein Herz zu pflanzen. Allerdings waren diese Zeiten der Offenheit und der freien Sexualität weitaus interessanter für ihn. Er liebte es förmlich, liebte wie diese verlorenen Kinder sich ihren Begierden freizügig hingaben und neue Praktiken suchten, um sich noch intensiver in die Sphären der Ekstase zu bringen. Es imponierte ihm, sehr sogar.
      Aufmerksam kamen die grünen Wälder auf einer jungen Frau zum erliegen. Sie passte nicht in das Bild seiner Zufriedenheit. Neugierig legte er leicht den Kopf schief, dass eine lange Strähne seines blonden, nahezu goldenen Haares kess in seine Stirn fiel. Er liebte die Mode der halblangen Haare der Männer, sie war spielerisch und es war köstlich, wenn sich die weibliche Bevölkerung in den langen Strähnen krallten, wenn sie seinen Namen stöhnten. Der hochgewachsene Mann war dieses gedimmte Licht gewohnt, seine Augen deutlich schärfer als die der Menschen, unter denen er wandelte. Demnach fiel ihm der verschreckte, nahezu schüchterne Blick der Kleinen auf. Sie umklammerte ihren Cocktail mit beiden Händen und hatte sich regelrecht an den Tresen gepresst. Sein Grinsen wurde eine Spur breiter. Armes Ding. Sie war eine der zurückhaltenden Sorte. Vielleicht sogar ihr erster Clubbesuch, zu dem sie irgendjemand gedrängt hatte, der sie bereits alleine zurückgelassen hatte. Wahrscheinlich eine sogenannte beste Freundin oder dergleichen. Es war meistens dieselbe altbekannte Leier. Und dennoch… was wäre er für ein Unternehmer, wenn er zulassen würde, dass sich ein Gast seines eigenen Vergnügen beraubt? Galant stieß er sich von dem Geländer ab, richtete den dunkelblauen Blazer und spazierte mit sanfter Gelassenheit die Stufen hinab. Sein cremefarbenes Hemd leuchtete in dem bunten Licht der unzähligen Scheinwerfer. Der blonde Schönling spürte, wie einige Frauen seine Schritte verfolgten. Die Lippen leckend oder die zehrende Sehnsucht in ihren verhangenen Augen, wenn sie den Blick auf die helle Haut erhaschten, stand sein Hemd zu einem Teil doch offen. Er hasste diese gezwungene, adrette Ordnung wenn es um diese Modeauswahl ging. Die obersten Knöpfe hielt er offen, auch Dank der anherrschenden Wärme. Ihm war es recht, dass man den Ansatz seines fein definierten Oberkörpers sehen konnte. Damit erzielte er den gewünschten Effekt bei seinen reizenden Gästen des edlen Etablissements. Dennoch wich er mit einem entschuldigendem Lächeln den ausgestreckten Fingern und verführerischen Worten gekonnt aus. Er würde sich ihrer später annehmen, zunächst musste er einem kleinen Mauerblümchen einen nötigen Stoß versetzen.

      Nur wenige Schritte von der schwarzen Bar entfernt beäugte er das junge Ding noch einmal ausgiebig. Sie hatte versucht ihr rundliches Gesicht ein wenig mit Schminke zu verfeinern, obwohl man nicht sagen könnte, dass sie von Natur aus unansehnlich war. Im Gegenteil. Die großen, unsicheren Augen, die kleine Nase und das mausbraune Haar, welches sie in halben Locken über ihre Schulter fielen ließ waren hübsch. Doch war sie selbst sich dem wohl nicht bewusst. Sie nestelte nervös an dem Saum eines einfachen schwarzen Kleides, welches über ihre Knie ging. Definitiv eine der keuschen Sorte. Es würde den Blondhaarigen nicht einmal wundern, wenn dieses Mädchen noch nicht einmal in den Genuss männlicher Hände gekommen war. Aber das würde er heute Abend ändern. Nicht persönlich. Für ihn waren Jungfrauen so schrecklich anstrengend. Man musste Geduld und Feingefühl beweisen und heute stand es ihm eher nach einem leidenschaftlichen Gefecht. Aber er würde ihr den Antrieb schenken, welchen sie brauchte um sich in die Menge zu stürzen.

      “Ganz allein und einsam an der Bar, Kleines?”, erhob der Clubbesitzer seine Stimme, die an dunkles Karamell erinnerte. Die Angesprochene zuckte merklich zusammen und sah aus großen, braunen Augen zu ihm auf. Sichtlich verschreckt, dass sie jemandem aufgefallen war.
      “I-Ich… Ich bin mit jemanden hier.”, stotterte sie eine verlegene Antwort. Ihre Seelenspiegel fuhren nahezu hektisch über seine Gestalt und verweilte einen Moment länger an der hellen Haut, die unter seinem Hemd hervor blitzte. Schamesröte bildete sich auf ihren Wangen und verlegen nippte sie an ihrem farbenfrohen Cocktail. Die Lippen des Mannes verzogen sich zu einem breiten Lächeln der charmanten Sorte.
      “Und deine Freundin hat dich hier zurückgelassen, um sich zu amüsieren. Armes Rehlein, lass mich dir ein wenig Gesellschaft leisten.” Sie blinzelte mehrere Male und schien erst einige Momente später seine Worte zu erfassen. Schließlich nickte sie sichtlich zögernd, ihr linker Fuß wippte dabei nervös auf und ab in den für sie wohl viel zu hohen Schuhen. Die Lippen waren zusammengepresst und ihr Blick huschte zur Tanzbühne, offenbar eine Frau ins Auge fassend. Er hatte demnach also ins Schwarze getroffen.
      “Alastor, sehr erfreut.”, stellte er sich sanft vor und deutete eine leichte Verbeugung an. Eine altertümliche Geste und doch strahlte sie in seiner Ausführung eher sinnliche Eleganz aus.
      “A-Annabelle…”, kam es schüchtern von ihr zurück. Herrje, sie tat sich wirklich schwer damit, ein Gespräch mit einem Fremden zu führen. Zum Gruße erhob Alastor seinen Tumbler und stieß sachte mit ihr an. Er selbst leerte es in einem Zug und etwas erschrocken blickte sie ihm dabei zu. Auffordernd grinste der Blonde ihr zu und nickte zu ihrem eigenen Cocktail.
      “Nur zu, Annabelle.”, kostete er ihren altmodischen Namen aus. Sie stockte, schien zu zögern doch unter dem intensiven Blick ihres Gegenübers gab sie letztlich klein bei und leerte ihr Glas mit großen Schlucken. Sie atmete schwer aus und sah etwas unsicher zu ihm, ob sie es gut gemacht hätte.
      “Braves Rehlein.”, lobte er sie mit breiter werdendem Grinsen. Gut, sehr gut. Sie war gehorsam, das dürfte einigen Männern hier mit Sicherheit gefallen. Er gab seiner Barkeeperin ein Zeichen, dass sie zwei neue Drinks zurechtmachte.
      “Zwei Aphrodisiakum.”, befahl er und die tiefroten Shots wurden ihnen hingestellt. Etwas überrascht zog Annabelle ihre Brauen hoch und sah etwas skeptisch zu der Flüssigkeit, welche einen süßen Geruch verströmte. Ein Likör der süßeren Sorte, dem man die Drehzahl nicht anmerkte.
      “Auf einen angenehmen Abend. Ich bin sicher, er wird eine wundervolle Erfahrung für dich.”, drückte er ihr den kleinen Stamper in die Hand. Die Brünette wirkte noch immer etwas verwirrt, doch merkte er, wie ihr vorheriger Cocktail langsam zu wirken begann. Sie schien keinen Alkohol gewohnt zu sein. Diesmal brauchte es keine Aufforderung und sie schluckte den Drink hinunter, der ihr gereicht wurde. Kurz kniff sie ihre Augen leicht zusammen und leckte sich über die benetzten Lippen.
      “Was..ist das? Es schmeckt gut…”, stellte sie erstaunt fest. Sie war auf dem Geschmack gekommen. Mit einem Blick seitens Alastor wurde ihr Stamper erneut gefüllt und dankbar schlich sich ein Lächeln auf ihr gerötetes Gesicht. Alastor nutzte die Gelegenheit und ging noch einen weiteren Schritt auf sie zu, griff nach einer dunklen Locke ihres Haares und führte diese an seine Lippen.
      “Na siehst du… Du musst lediglich etwas entspannen. Dieser Ort ist nicht für Zweifel geschaffen.” Annabelle sah überrascht zu ihm auf und ihre braunen Seen lagen einen langen Moment auf seinen lächelnden Lippen, welche kurz darauf sich ihrem Blickfeld entzogen und neben ihrem Ohr verblieben.
      “Warum amüsierst du dich nicht, Annabelle? Lass für heute dein langweiliges Leben hinter dir. Tanze, feire und gebe dich der Euphorie hin. Du schaffst das, ich weiß es, mein kleines Reh.”, raunte er mit verführerischen Stimme in ihr Ohr und ließ seinen warmen Atem über ihre Haut fahren. Er spürte wie sie erzitterte und nach Luft schnappte. Und das, obwohl er sie nicht einmal berührte. Das war auch gar nicht sein Ziel, sie sollte sich nicht auf ihn konzentrieren.
      “A-aber...Ich…”, begann sie im halbherzigen Versuch, der Verlockung zu widerstehen.
      “Willst du dich nicht im Takt der Musik bewegen? Deinen Körper die Eleganz einer Königin schenken und dafür begehrt werden? Lass los, gebe dich dem Verlangen hin. Ich kann deinen Neid deiner Freundin gegenüber spüren. Zeige ihr, dass du dich ebenso amüsieren kannst und dies sogar besser.” Seine Stimme hüllte sie in die süße Versuchung, welche sein wahres Wesen darstellte. Er konnte ihr rasendes Herz spüren. Konnte hören wie ihr Blut schneller durch ihre Venen rauschte und ihre Atmung stockend und beinahe keuchend ging. Genießend nahm er dies in sich auf, hob ihr Kinn mit zwei Fingern an und sah mit seinen Smaragden tief in ihr Inneres.
      “Das Abenteuer wartet, Annabelle. Jetzt geh!”, befahl er sanft. Ihre Pupillen waren geweitet, als er ihre verborgenen Gelüste erweckte. Sie keuchte leise ein “Ja.” und zufrieden damit ließ Alastor von ihr ab. Er sah dabei zu wie sie den neuen Shot hinunter kippte und sich endlich von dem Barhocker löste, auf welchem sie wie festgewachsen gesessen hatte. Sie strich mit bebenden Händen ihr Kleid glatt und mit glasigem Ausdruck führten sie ihre Schritte direkt auf die Tanzfläche.
      “Na also… Braves Mädchen.”, grinste Alastor in sich hinein und wandte sich von der Kleinen ab, welche begann sich im Takt zu wiegen. Es stand außer Frage, dass sich ihr bald ein lüsterner Mann nähern würde. Es würde definitiv ein unvergesslicher Abend für sie werden, dessen war sich Alastor sicher.

      “Sir.” Einer der Security Mitarbeitern nickte ihm respektvoll zu. Er drehte seine übliche Runde um nach dem Rechten zu sehen. Er gehörte seiner Rasse an. Der Gattung der Dämonen, auch wenn der dunkelhäutige Mann keineswegs zu Alastors Gleichen gehörte. Nein, er war ein niederer Vertreter eines Dämons und kein Incubus, wie Alastor es war. Der blonde Schönling gehörte zu jenen infernalen Rassenvertretern, welche ihre Kraft und ihre Energie aus der Lust zogen. Und Menschen, nein dieser ganze Club war einfach eine hervorragende Quelle dieser. Es war mühselig, jedes Mal in die Träume einzudringen und jene Opfer in ihnen mit ihrer eigenen Leidenschaft zu quälen und letztendlich zu erlösen. Mittlerweile war diese Fähigkeit lediglich ein Zeitvertreib für ihn. Immerhin reichte die gesammelte Ekstase in seinen Hallen um ihn mit Macht zu versorgen. Das einfließende Geld war dabei ein hübscher Nebengewinn, der ihm ein Leben im angenehmen Luxus ermöglichte. Er als Incubus war mittlerweile zu der neuen Art der Energiegewinnung übergegangen. Clubs, gerade in dieser Größe und Vielfalt ließen die vielen Ebenen erzittern. Es war nicht zwingend notwendig, sich einer oder eines Sterblichen anzunehmen. Wenngleich er sich diesbezüglich nicht zurücknahm und sich holte, was er begehrte. Seine Sünde lebte er nur zu gerne aus in jeder erdenklichen Art. Allerdings verzichtete er gerne auf das Töten während des Vergnügens, wie der Rest seiner Sippe es handhabte. Nein, die Zeiten waren vorüber und er konnte sich ganz auf den Genuss konzentrieren. Apropos, er sollte sich vielleicht auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin machen, die ihm den Abend versüßen konnte. Oder nahm er zwei? Die Möglichkeiten waren grenzenlos. Seine Augen suchten nach für ihn heute reizvollen Material, mit dem er sich vergnügen wollte. Es war Samstag, demnach gab es mehr als genug Auswahl und Zeit, eine Wahl zu treffen.
      "Noch einen Whiskey, du weißt welchen, nehme ich an?", wandte er sich an die Barkeeperin mit einem ebenso charmanten Lächeln wie zu der kleinen Annabelle. Die junge Mitarbeiterin war hübsch, keine Frage. Und Alastor gehörte nicht zu den Geschäftsmännern, die auf ihre Angestellten herabschauten. Noch weniger wenn sie ein so schönes Gesicht besaßen wie die junge Dame hinter dem Tresen. Sie dürfte wissen, was er trank immerhin war dies kein Geheimnis in seinen Etablissements, wenngleich er speziell diesen Club die letzten Monate etwas weniger aufgesucht hatte, da sein größtes Casino seiner Aufmerksamkeit bedurfte.

      Es tut weh fallen gelassen zu werden, ohne zu wissen warum. Aber letztendlich weiß man anschließend, was man jenen Personen überhaupt bedeutet hat.
    • Catherine"Cady" Colvin

      Ein markerschüttender Schrei ließ sie aufschrecken. Es war kein angenehmer Klang welcher in ihren Ohren nach hallte. Dieser Laut war entsetzend. Kalte Schweißperlen glitten langsam über die warme Haut der jungen Frau. Ihre Atmung war stockend, jeder Muskel war angespannt. Dier Schrei war nicht menschlich. Er klang so verzerrt, so schmerzerfüllt und gegen Ende hin war er nur noch eine bizarre Sinfonie aus grausigen Zischgeräuschen. Erschöpft hielt sie sich ihren Kopf. Es war nun schon anderhalb Wochen her. An diesen frühen Morgen strahlte die aufgehende Sonne hell über die Sykline der Stadt der Sünden. Gleichzeitig ließ sie die Stadt inmiiten der Wüste in den hellsten Fraben erblühen. Immer dann wenn einer ihrer Strahlen den verschieden farbigen Glasdächer der Clubs, Bars und Casionos aber auch der Theahter und Anzeigetafel küsste. Es war fast schon ein himmlicher Anblick an einen so verfluchten Ort wie diesem. Nach der langen Schicht hatte sich die Rothaarige schon auf ihr Bett, eine simple Matraze auf den Boden, gefreut. Auch das Mädchen welches sie begleitete schien sich auf weiche Federn zu freuen. Es war der gelungene erste Arbeitstag von Judith gewesen.

      Judith O'Kelly war ein jungen Ding von gerade einmal 19 Jahren. Sie hatte ihre Familie verlassen, durch die Wüste geflohen und versuchte sich nun in der Stadt zu verstecken. Nein, verstecken traf es nicht ganz. Es war vielmehr eine Art der Wiedergeburt. Sie nannte sich nun Stacy Miller, sie lachte viel ...aber nie mit ihren Augen. Auch ihr Herz blieb stumm, egal wie bezaubernd sich ihre neidlichen Lippen krümmten und wie schmeichelhaft die leisen Laute aus selbige hervordrangen. Aus Protest hatte sie die Blonden Haare pink gefärbt. Jeden Tag verbrauchte sie eine Stunde damit jede Strähne genüsslich um das heiße Eisen ihres Lockenstabes zu wickeln. Bedacht legte sie einen leichten Hauch von Farbe über ihre Augenlieder, betonte sie mit schimmernten oder Glitzernden Akzenten und umspielte ihre sinnlichen Lippen mit etwas Farbe und Gloss, so das sie fülliger schienen. Alles um dieser Stadt zu gefallen. Um nicht als das graue Mäuschen erkannt zu werden was sie war, um nicht unter zu gehen oder schlimmer ... nach Hause zurückkehren zu müssen. Eine Flucht vor der Vergangeheit und eine Flucht vor sich selbst. Jedes Mal aufs Neue. Die einzige, welche von ihren Geheimissen wusste was Cady. Das junge Mädchen hatte vor einigen Woche im "Eden" angefangen. Dieses Mal war es an Catherine dieses kleine Lämmchen in den Abgrund zu stoßen. In einen unaufhaltbaren Sog aus Sünden, welchen es nicht mehr entrinnen konnte. EIgentlich war es die Aufgabe eines Engels genau dies zu verhindern und das tat Cat immer einmal wieder auch, nicht ohne Grund hatte das junge Mädchen sich ihr allein anvertraut. Es war ihre himmliche Austrahlung, aber auch die liebevolle Art ihres Zuhörens welche die Zunge des Mädchens lockerten. Auch wenn Ju- Stacy um stillschweigen bat. Dann würde sie das Mädchen halt langsam und mit kleinen Schritten zurück auf den rechten Pfad weisen. Dennoch wenn sie ihren Auftrag erfüllen und nicht auffallen wollte musste sie behutsam vorgehen. Es wäre eine Lüge zu behaupten das es kein schönes Gefühl gewesen war. Das Wissen jemanden belehren zu können. Zu Lehren war ein Privileg, ein Privileg was ihr zu Teil wurde und zeigte, dass sie A nicht mehr die kleine Anfängerin von vor einigen Monaten war und B soweit in diesem Laden geschätzt wurde, dass man ihr die Verantwortung für den Neuling übertrug.


      An jenen Morgen eines neuen Tages, in den bunten Licht verabschiedeten sich die beiden jungen Frauen. "Na siehst du. Das war doch gar nicht so schwer. Und du musstest dich nicht billger verkaufen als du eigentlich bist." Hatte die Rothaarige versucht einige aufmunternde Wort zu finden. "Keine Sorge, das Inventar ist ersetzbar - du aber nicht. Notfalls bezahle ich die paar verbrochenen Gläser von meinen Gehalt." Ironisch wenn man bedachte wie der Engel in seinen Anfängen mehr als ein bis drei Gläser zerbrochen hatte. Mitlerweile aber konnte Catherine sogar Wurfkunsstücke beim mixen von Drinks und einiges mehr. Um der Mut machenden Rede mehr Bedeutung zu verleihen strich sie den Mädchen über den Arm. Unwissend damit etwas hervozubeschwören was sie bis heute in ihren schlimmsten Träumen verfolgte. "...Ja, vielleicht hast du recht." Hörte sie das Mädchen nur noch am Rande ihrer Wahrnehmung. Ihr Innerstes bepann zu pulsieren immer stärker, bis es ihren Geist völlig einnahm, keinen anderen Gedanken mehr zuließ und sie auf die Knie zwang. Schmerzlich stöhnend glitt der Engel zu Boden. Ungeachtet von ihrer Kollegin welche sich vor einigen Augenblicken verabschiedt und auf den Heimweg gemacht hatte. Während sie eine Hand von der Straße abstützte, hielt die andere ihre linke Brust. Ihr Herz war von einen stechenden Schmerz durchdrungen. Und ein unglaublicher Druck wollte es daran hindern weiter zu schlagen. "W-was....was ist das?" Eine Vision, das war ihr bewusst doch so eine Vision hatte sie noch nie erhalten. Ihre Augenlieder fielen zu, für den Bruchteil einer Sekunden wurde sie von völliger Schwärze eingenommen. Dann aber zeichnete sich ein zunächst schwaches, dann immer klarer werdendes Bild vor ihren inneren Auge ab. Was dann erklang war dieser Schrei ....nein, dieser gruselige Laut der ein jeden in den Wahnsinnn zu treiben vermochte der ihn hören musste. Vor ihren waren zwei Silhouetten. Schwarze Gestalten in den neonfarbenen Lichtern der Nacht. Während der Klang dieses grausamen Lauts verstummte, sank die eine Gestalt zu Boden bereits jetzt konnte sie unter den pinkfarbenen Haaren die starren Gesichtzüge von Judith O'Kelly erkennen. Doch ihre Augen waren leer, leerer als sonst ...ja... schwarz wie die Nacht. Dumpf war der Aufprall ihres starren Körpers auf den nassen Aspahlt. Mit einen Male dämmerte es der Engeldame dieser Schmerz... das kam nicht von der Vision das war.... Judys Schmerz. Catherine schluckte und schlug genau in diesem Moment ihre Augen wieder auf. Die Aufgegenden Sonne blendeten ihren Augen. Es verstrichen noch einige Minuten ehe ihr wirklich bewusst wurde was sie da gesehen hatte, aber auch bis sie sich wieder im völlig wachen zustand als sie selbst im Hier und Jetzt wieder fand.


      "Nein... nein... nicht schon wieder!" Rief die Rothharige zu sich während sie beinah panisch durch ihre welligen Strähnen fuhr. Ihr Herz raste in ihrer Brust, diese Vision war in ihrer Erinnerung noch immer so mächtig wie damals. "Nein nein...das muss ich verhindern!" ermahnte sie sich selbst und versuchte ihre verbleibende Kraft zu nutzen um aus den Bett aufzustehen. Das 'Bett' was nach wie vor lediglich eine einfach Matraze auf den Zimmerboden war. Ihre Wohnung war klein aber sie genügte. Ein Bad mit einer Dusche und ein großes Zimmer mit einer kleine Küchenzeile. Mehr war sie nicht, mehr brauchte Cady jedoch kaum. Sie war erfinderisch genug um mit so wenig wie möglich auszukommen. Auch an ihrer Gadarobe konnte man dies erkennen. Sie hatte entweder einige teurere Stücke, welche man an einer Hand abzählten waren, umwelches sie ein ganzes Outfit baute - ein teueres Teil ließ ein schlichtes Outfit gleich viel hochwertiger erscheinen, alles andere machte sie mit ihren frechen Auftreten und ihren lieblichen Charisma wett, oder sie schneiderte ihre Gadarobe immer einmal um. So schien es als hätte sie wesentlich mehr verschiedene Sachen als sie eingentlich besahs. Nach dem Duschen machte sich die junge Dame die restlichen Nudeln war, die sie gestern auf den Weg nach Hause mitgenommen hatte. In der Microwelle verstand sich - sie wollte ja nicht noch einmal die Feuerwehr rufen müssen. Wirklich schminken tat sie sich nie. Sie verstand das Konzept von MakeUp nicht. Etwas zu sein was man nicht war .... was Gott nicht geschaffen hatte. Dennoch für ihre Maskarade trug sie etwas Eyeliner und Mascara auf. Machmal auch etwas Lipgloss. Das war aber auch das höchste der Gefühle. Nach dem Essen, der irgendwie gummiartigen Teiglinge in viel zu pampiger Soße, zog sie sich für die Arbeit um. Cady seufzre schwer als sie sich abschließend in den kleinen Spiegel betrachtete. Ein Engel in kurzen Shorts einen Croptop und High Heels, mit roten Haare, zwei Tattoos und meheren kleinen Percings ... das hatte doch niemand im Leben schon gesehen. "....Ich muss wirklich aufpassen nicht noch zum gefallenen Engel zu werden..." Ermante sie sich leise selbst. Und das war nicht mehr und nicht weniger als die Wahrheit. Problemetisch war, das ihr einige Dinge wie die gefärbten Haare durchaus gefielen, sie passten zu ihrer tempramenvollen, frech-spritzigen und doch etwas wilden Persönlichkeit. Es war eine perfekt Drahtseilwanderung von Eleganz und ....dem Stil von Las Vegaz - Verführung und Begierde. Dennoch an den Punkt wo sie bereits einige Succubi unter den Bartresen trinken konnte, war eindeutig das Zeichen wieder achtsamer zu leben.



      Kopfschüttelnd verließ sie das Zimmer. Sie musste sich sammeln um nicht schon wieder etwas zu vergessen. neulich war es ihr Schlüssel gewesen und sie hatte sich ausgesperrt. Ein Glück hatte das Tattoo- und Piercingstudio noch offen gehabt. Gus, der Besitzer war zeitgleich ihr Vermiter und besahs einen zweitschlüssel. "Das darf mir nicht noch einmal passieren." Deshalb packte der Rotschopf dieses Mal ihre Wohnungsschlüssel zuerst in ihre kleine Tasche, dazu kam ihr Portemonnaie, ihr Smartphone, eine Stange Kaugummis, Kopfhöher, der Mascara und der Eyliner zum nachziehen und einen Fahrschein. Für einen kurzen Moment überlegte Catherine ob sie alles beisammen hatte. Dann aber machte sie sich wirklich los. Es wäre nicht das erste Mal, dass sie pünktlich Zuhause los kam und die letzten Meter zur Arbeit hetzen musste... Gerade heute durfte sie nicht zu spät kommen. Vor der Öffnung des Clubs stand heute die Inventur an. Auch dies war ein Themengebiet welches man Cady mittlerweile übertrug. Heute wäre auch Judy dabei. Haach... es gab no0ch so viel was sie ihr zeigen konnte! Wie aufregend! Zu Lehren war einfach ein Privileg und der Engel genoss es immer wieder.


      “If you were happy every day of your life, you wouldn’t be a human. You’d be a game show host.”

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