: : Rise of the ancient : : [Sirath + Sachiko]

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    • : : Rise of the ancient : : [Sirath + Sachiko]

      ʀɪꜱᴇ ᴏꜰ ᴛʜᴇ ᴀɴᴄɪᴇɴᴛ

      @Sirath
      @Sachiko


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      Αριστέας

      Wie immer zu Beginn des Semesters waren die Gänge voll mit dem blühenden, jungen Leben. Aristeas war selbst nicht so alt, jedenfalls fühlte er sich nicht alt, aber im Gegensatz zu den Erstsemesters musste er wie ein Greis wirken. Dieses Jahr würde er zum ersten Mal in seiner Rolle als offizieller Dozent auftreten und auch wenn sich der Juniorprofessor den Sommer über auf ebendiese Tätigkeit vorbereitet hatte, wurde er langsam nervös. Der Vorlesungssaal war noch vollkommen leer, als er eintrat und sich zum Pult begab. Wahrscheinlich würden ihn die ersten Studenten für einen Spießer halten, wenn sie ankamen und feststellten, dass ihr Professor bereits anwesend war. Sei's drum, dachte er, Vorsicht war besser als Nachsicht und eine Erstvorlesung wollte pünktlich begonnen werden.
      Nachdenklich kramte er in der großen Ledertasche, die er vor sich abgelegt hatte, nach seinen Notizen. Eigentlich brauchte er keinen dieser Zettel, weil ihm sein Studienfach immer leicht gefallen war, aber es machte einen besseren Eindruck, man hatte Etwas, an dem man sich festhalten konnte, anstatt nur starr in der Gegend zu stehen und seinen Vortrag herunterzurasseln. Nach und nach trudelten nun junge Menschen ein, die sich gedacht haben mussten, dass das hier ein leichter Kurs werden könnte. Aristeas schmunzelte. Diesen Gedanken würden sie schnell wieder verwerfen, wenn sie einmal verstanden, wie komplex die griechische Mythologie war und vor allem was er ihnen alles abverlangen würde. Regelmäßige Hausarbeiten waren da noch das geringere Übel. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass es nur noch wenige Minuten waren, bis die Vorlesung begann. Die Reihen hatten sich gut gefüllt und nur wenige Plätze blieben bisher unbesetzt. Selbst die vorderen Sitze waren belegt, bis auf eine Ausnahme am Rand. Der junge Dozent nickte zufrieden und stapelte seine Unterlagen ordentlich übereinander. Als die große Flügeltür zum letzten Mal zuklappte und die Uhrzeiger Neun Uhr morgens anzeigten, trat er vor sein Pult. „Herzlich Willkommen an unserer schönen Universität. Ich freue mich, Sie alle in meinem Kurs begrüßen zu dürfen. Mein Name ist Professor Tsiopanas. Diejenigen, die sich für die griechische Antike interessieren, sind hier vollkommen richtig, wobei ich Sie warnen möchte: wer nur aufgrund des Filmes 'Herkules' hier ist, sollte sich besser warm anziehen. All jene, die aus Versehen im falschen Hörsaal gelandet sind, haben jetzt noch die Chance, die Flucht zu ergreifen.“ Er zeigte ein strahlendes Lächeln und ließ den Blick über die Gesichter der Studenten schweifen, die ihn erwartungsvoll ansahen. „Ansonsten lassen Sie mich mit einer Geschichte beginnen. Es ist die Geschichte des Olymps, dem angeblichen Sitz der Götter, der im alten Griechenland eine tragende Rolle spielte. Der Glaube an Götter war einer der Stützpfeiler der Gesellschaft, wobei man nicht unterschätzen darf, wie weit fortgeschritten auch die Wissenschaft damals bereits war. Nun, der Olymp liegt an der Ostküste Griechenlands und umfasst mehrere Gipfel, der höchste unter ihnen ist der Mytikas mit einer Höhe von 2918 Metern. Seit der ersten Hälfte des Jahrhunderts steht dessen einzigartige Flora und Fauna unter Naturschutz. Man stelle sich nun vor man sei einer der alten Griechen und sehe diesen Berg. Er ist keiner der unbesteigbaren Gipfel, die man im Himalaya findet oder in Afrika, sondern ein durchaus erklimmbarer Berg. Was also hat die Menschen so daran fasziniert, dass sie glaubten, die Götter lebten dort? Die Antwort ist schlichtweg, dass es sich nicht um den selben Berg handelt. Vielmehr war der Olymp ein Konzept der Menschen, so wie es für christliche Völker einen Himmel gibt, in dem Gott herrscht. Alleine ihr Glaube war es, der einem geografischen Ort eine derartige Bedeutung zugemessen hat.“ Die goldenen Augen des Professors wanderten durch die Menge seiner Zuhörer. Er liebte es, die Faszination in ihren Augen zu sehen. Gerade als er sich abwenden wollte, fiel ihm allerdings ein junger Mann besonders ins Auge. Sein braunes Haar fiel ihm in mittellangen Strähnen ins Gesicht, dessen helle Haut ebenmäßig aussah. Was für ein hübsches Wesen, dachte sich Aristeas. Irgendetwas hatte der Junge, das ihn nicht wieder losließ. Genau diese Art von Anziehung, das Gefühl, dass ihm Etwas im Leben fehlte, war es, das den Professor manchmal nicht schlafen ließ. Es war auch der Grund für seine Scheidung gewesen, zumindest sofern er sich richtig erinnerte, denn alles was vor dem letzten Sommer geschehen war, bildete in seinem Kopf nur noch eine undeutliche, graue Masse aus verworrenen Gedanken.