Just a Dream? [Sheireen&Caili]

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    • Just a Dream? [Sheireen&Caili]

      Haruka Meiji

      Genüsslich ließ sie den Rauch wieder aus ihren Lungen entweichen und genoss den Moment, es war doch immer wieder schön sich ein bisschen Zeit für sich nehmen zu können und das Gefühl des Nikotins in ihren Lugen zu spüren. Ihr war deutlich bewusst, welche Auswirkungen das Rauchen auf ihre Gesundheit hatte, aber es war ihr schlicht und einfach egal, nein, vielleicht genoss sie es sogar etwas verbotenes zu tun? Ja, das musste es sein, denn sonst lebte sie ja nur in dieser eingeengten, von ihren Eltern beherrschten Welt, in der sich nichts zu sagen hatte. Und wenn sie sich doch mal wehrte, wurde gleich nach ihr getreten, wenn auch nur emotional.
      Deswegen waren ihr die Momente mit ihren Freunden am liebsten.
      „Ich kann es immernoch nicht glauben... ein Verlobter? In welchem Jahrhundert glaubt der Scheißkerl denn bitteschön, dass wir leben? Ich kann es wirklich kaum erwarten bis er und die alte Schrulle abkratzen. Oh und weißt du, wann er es mir erzählt hat?
      Eine Stunde, bevor der Fremde zum Abendessen gekommen ist, damit ich hübsch mache für einen Kerl, den ich mal heiraten soll ohne ihn zu kennen. Ich hatte ja schon viele beschissene Momente im Leben, aber das wirklich der schlimmste. Ich hätte am liebsten an Ort und Stelle geheult.“, ließ sie sich bei ihrer besten Freundin aus, während die beiden auf einer Bank im Park chilllten und darauf warteten das Keigo die Getränke brachte, wofür er sich freiwillig gemeldet hatte.
      Wahrscheinlich wollte er mit seiner Großzügigkeit Aki imponieren, aber Haruka sollte es recht sein, wenn sie damit ein paar Minuten mit ihrer besten Freundin alleine bekam.
      Manchmal malte sie sich aus, wie es wäre, wenn die beiden wirklich zusammen kämen, aber so viel darüber nachdenken wollte sie auch nicht, aus Angst, dass damit keiner mehr Zeit für sie haben würde und alleine würde sie dieses Leben ganz sicher nicht mehr aushalten.
      „Oh, sorry. Jetzt hab ich schon wieder nur über mich geredet... wie war denn dein Wochenende, Aki?“, drückte sie den Zigarettenstummel aus um ihn in dem danebenstehenden Mülleineimer zu entsorgen.
      Sie durfte später bloß nicht vergessen ihr Parfüm aufzutragen um den Zigarettengeruch zu übertönen.

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      @Sheireen

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    • Akihito Kayaba

      Akihito war gerade in ihren eigenen Gedanken vertieft, als das Wort Verlobter an ihre Ohren drang. Erschrocken blickte sie ihre beste Freundin an, welche soeben davon erzählte, dass ihr ein Mann aufgezwungen wurde. Vor Schreck verschluckte sie sich an ihrem Apfelsaft, welchen sie mit einem Strohhalm aus einem kleinen Tetrapack trank. Nachdem sie wieder einigermaßen Luft bekam wiederholte sie das Wort, nur um sicherzugehen, dass sie sich nicht verhört hatte.
      "V..Verlobter?" Mit ungläubigem Blick schaute sie Haruka an. Wie konnten ihre Eltern ihr nur so etwas antun? Das es so etwas im 21. Jahrhundert noch gab...
      Sie wusste nicht wirklich, was sie zu der Erzählung erwidern sollte, weswegen sie einfach nur dasaß, während ihre Gedanken dahin rasten. Würde Haruka sich diesmal wehren und ihren Eltern nicht immer alles Recht machen? Würde sie sich in den Mann vielleicht doch verlieben und mit ihm glücklich werden? Würde sie Akihito dann nicht mehr brauchen und keine Zeit mehr mit ihr verbringen?
      "Wie.. wie lief das Essen?", fragte sie stattdessen. In ihrer Brust breitet sich ein wohlbekannter Schmerz aus, wenn sie daran dachte, dass ein anderer ihre beste Freundin in den Armen halten und Zeit mit ihr verbringen würde. Was das anging wurde sie sehr schnell eifersüchtig, ließ sich jedoch nichts anmerken.

      „Oh, sorry. Jetzt hab ich schon wieder nur über mich geredet... wie war denn dein Wochenende, Aki?“, wollte Haruka wissen. Akihito zuckte mit den Schultern und nahm einen Schluck aus ihrem Trinkpäkchen.
      "Langweilig, wie immer. Du kennst doch meinen Vater, er ist immer viel zu übervorsichtig. Ich hatte dir doch von der JuJutsu Schnupperstunde erzählt, zu der ich gehen wollte..." Sie machte kurz eine Pause um zu seufzen. "Er ist total ausgerastet, dass ein Mädchen keinen solchen Sport ausüben sollte. Das ich mich nur verletzen werde. Dabei möchte ich doch nur lernen mich zu verteidigen." Das war allerdings nur die halbe Wahrheit. Aki hatte ihr Ballettraining schon immer gehasst und schwänzt seit einer Weile, ohne das ihr Vater davon Wind bekommen hat. Sie möchte viel lieber etwas ... männlicheres machen. Boxen, zum Beispiel. Jemanden verprügeln. Ihre Gefühle rauslassen, ohne jemandem davon erzählen zu müssen. Das wäre schön.
      "Naja, so ist er eben. Immer beschützend." Sie lächelte ihre schlechten Gedanken weg.
      "Nun sag, wann stellst du mir deinen neuen vor?", scherzte sie.
    • Haruka Meiji
      „Das Essen? Beschissen natürlich. Es ging nur darum, wie toll der Kerl doch ist und was er schon alles in seinem Leben erreicht hat, bla bla bla. Hin und wieder haben Vater und Mutter damit geprahlt, wie schön doch mein Klavierspiel klingt und was weiß ich was, so genau hab ich gar nicht zugehört und Hunger hatte ich in der Situation auch keinen. Ich wollte da einfach nur wieder weg.“, erklärte sie ihrer Freundin und seufzte dabei resigniert.
      Haruka war sich nicht sicher, ob sie ihrer Freundin auch noch erzählen sollte, dass der Kerl ganze sechs... sechs Jahre älter war als sie. Welcher anständige Kerl ist denn bitteschön damit einverstanden eine Minderjährige zu heiraten?!
      Eigentlich sah der Kerl sogar richtig anständig aus, viel zu gut für jemanden, der sich mit ihren Eltern abgab, aber Haruka redete sich fest ein, dass er irgendso ein Pedo war.
      Jemanden, den sie zu heiraten zu gezwungen werden würde, wollte sie gar nicht erst mögen.

      „Dein Dad scheint wohl auch noch nicht so richtig im 21. Jahrhundert angekommen zu sein.“, lächelte sie amüsiert und Haruka war froh, dass Aki sie in dieser Hinsicht wenigstens ein wenig verstehen konnte.
      „Ha?! Hey, das klingt ja, als hätte ich ständig irgendeinen neuen Kerl!“, beschwerte sich das Mädchen scherzhaft.
      Dabei hatte sie in Wirklichkeit noch nie einen Freund gehabt, nicht einmal einen Crush, für sowas war ihr einfach nie die Zeit geblieben und sie war mit ihren Gedanken immerzu woanders. Zwar hatte Haruka als Kind die Märchen von Aschenputtel und ähnlichen Figuren geliebt, aber schnell verstanden, dass kein Prinz kommen würde um sie zu retten. Dafür hätte sie wohl arm sein müssen.
      „Ich hab mit ihm nicht mal ein Wort gewechselt und ich weiß auch gar nicht, ob ich ihm dich vorstellen will. Am Ende magst du ihn noch. Oh, außerdem ist der Kerl 23, ich habs gegoogelt. Nicht mal das sagen mir meine Eltern.“
      Wenige Minuten später war auch schon Keigo zurück, mit einer Getränkedose für jeden von uns und während er sie mir schlicht und einfach normal übergab, reichte er Aki ihre schüchtern und schien nicht recht zu wissen, wo er hinsehen sollte. Manchmal fragte sich Haruka wie es ihr noch nicht aufgefallen sein konnte, oder vielleicht war es das ja auch, aber sie wollte einfach nix von ihm? Aber das hätte sie ihr doch gesagt, oder?

      Keigo Sakashimi
      Zu gerne hätte der Junge Aki gesagt, wie hübsch sie heute war, nun, eigentlich war sie immer hübsch wenn er ehrlich war, aber er traute sich nicht so recht und murmelte stattdessen ein kurzers „Hier...“ während er ihr die Dose übergab.
      Er erwischte sich dabei wie er hoffte ihre Fingerspitzen würden sich dabei streifen, was ihn nur noch schüchterner machte.
      Er war nun schon... wie lange? 4 Jahre? 6? in Aki verliebte, traute sich aber noch immer nicht es ihr zu gestehen. So einfach war es einfach nicht, fand er.
      „Wo-worüber habt ihr denn ohne mich geredet? Schon wieder irgendwelche Geheimnisse?“, erkundigte er sich, während er seine Dose mit Eiskaffee öffnete. Ihm war bewusst, dass Aki und Haruka nun einmal die besten Freunde waren, da gab es einfach Dinge, die ihn nix angingen. Sicher spielte auch die Tatsache mit, dass er ein Junge und die beiden Mädchen waren, aber trotzdem fühlte er sich manchmal etwas einsam, wenn die beiden mit einem Mal verstummten, wenn er sich zu ihnen gesellte.
      Aber lange darauf herumreiten wollte er auch nicht.
    • Akihito Kayaba

      Das Mädchen lachte herzhaft, als Haruka sich über ihren Scherz spielerisch aufregte. Natürlich meinte Akihito damit nicht, dass ihre Freundin dauernd neue anschleppt. Sie wollte lediglich die beschissene Situation etwas auflockern.
      "Weißt du denn, ob er es freiwillig macht, oder ob er auch gezwungen wurde?", wollte Akihito wissen, während sie den letzten Rest aus ihrem Trinkpäckchen sog. Sie hoffte, dass Keigo bald zurück kam. Heute war es für ihr Empfinden viel zu warm, weswegen sie laufend durstig war. Leise seufzend überreichte sie das Päckchen Haruka, damit sie es in den Mülleimer werfen konnte.
      "WIE ALT?!", fragte Akihito ungläubig. Das konnte ihr Vater nicht ernsthaft von ihr verlangen. War so etwas überhaupt legal?! "Ihgitt!", entfuhr es ihr, während sie sich schüttelte. Alleine bei dem Gedanken, dass so ein alter Typ sie auch nur begehrend anschaut... nein danke! Was das anging hatte sie sowieso einen anderen Geschmack. Kurz dachte sie darüber nach, ihrer Freundin ihre Gefühle mitzuteilen, aber genau in dem Moment kam Keigo wieder. Vor ihm wollte sie lieber nicht erzählen, dass sie mit ihrem Körper sehr unzufrieden ist. Mehr noch, als nur ein Ich bin zu dick unzufrieden. Eher ein Ich bin im falschen Körper unzufrieden. Warum genau sie noch keinem davon erzählt hat ist ihr nicht ganz klar. Vielleicht fürchtet sie sich vor der Reaktion von Haruka. Obwohl sie schon so lange befreundet sind, kann sie sich nicht vorstellen, wie das Mädchen es aufnehmen würde. Im schlimmsten Fall wäre ihre Freundschaft beendet. Alleine dieser Gedanke lässt Adrenalin der Angst durch Akihitos Körper fließen. Schnell versucht sie sich zu beruhigen, damit niemand was merkt. Während Akihito in ihre Gedanken versunken ist nimmt sie nur unbewusst war, dass Keigo ihr eine Dose hinhält. Erst als sie das kalte Metall in ihrer Hand spürt kehren ihre Gedanken in die Wirklichkeit zurück. "Danke..", murmelte sie und starrte auf die Dose. Sie fühlte sich wundervoll kühlend an. Genau das, was sie jetzt brauchte. Schnell öffnete sie sie und trank einen kräftigen Schluck.
      "Natürlich, wir haben doch nur Geheimnisse vor dir", gab Akihito kichernd zur Antwort. Natürlich meinte sie dies als Scherz, da Keigo genauso wie Haruka ihr bester Freund ist, dem sie fast alles erzählt.
      "Wir sprachen darüber, dass Haruka's Vater mal wieder total durchdreht und ihr jetzt auch noch einen Mann vor die Nase gesetzt hat, der VIEL älter ist als sie! Total eklige Vorstellung." Sie machte eine kurze Pause, damit Haruka ihm die Neuigkeiten selbst mitteilen konnte. Währenddessen holte Akihito eine Picknickdecke aus ihrer mitgebrachten Tasche und breitete sie auf dem Rasen aus. Anschließend holte sie selbst gemachte Brownies und Muffins raus.
      "Kommt ihr?", wollte sie von den anderen wissen. Irgendwie war es zur Gewohnheit geworden, nach der Schule noch im Park zu sitzen und sich zu unterhalten. Manchmal nahm Akihito auch ein Frisbee mit, um sich ein wenig zu bewegen.
      "Ich habe darüber nachgedacht, meinem Vater nicht zu gehorchen und trotzdem zu dem Kampfsport Training zu gehen. Nur... wenn er das rausbekommt..." Sie stockte kurz. Obwohl ihr Vater ein sehr liebevoller Mensch war und nur das gute für seine Tochter wollte, waren seine Bestrafungsmethoden ... veraltet. Sie erinnert sich noch daran, als er rausfand, dass sie von Haruka eine Zigarette bekam. Das Mädchen konnte eine Woche nicht richtig sitzen.
      "Was meint ihr dazu?", wollte sie von ihren Freunden wissen.
    • Haruka Meiji
      Ob er es freiwillig machte? Darüber hatte Haruka noch gar nicht nachgedacht, eher war sie gar nicht erst auf den Gedanken gekommen, dass dies der Fall sein könnte, wieso auch? Soweit sie wusste war der Kerl erwachsen, frei, was sollte ihn also dazu zwingen können ein minderjähriges Mädchen zu heiraten? Zumindest sie träumte davon ihr Elternhaus zu verlassen, sobald sie 18 war. Weg von dem ganzen Scheiß. Aber wenn er sie genauso wenig heiraten wollte wie sie ihn, wäre das perfekt für sie.

      Keigo Sakashimi
      „Wie jetzt? Haruka hat nen Freund?“, verstand er den Umfang der Angelegenheit nicht ganz, ehe Haruka ihn mit einem „EinenVerlobten.“, verbesserte, was alles andere als glücklich klang und ihm kurz schilderte, was sie Aki erzählt hatte und Keigo verschluckte sich kurz an seinem Getränk.
      „Ist das legal?“, erkundigte er sich, nachdem er sich wieder beruhigt hatte.
      „Das hat Aki auch schon gefragt, keine Ahnung, aber wenn ich damit meine Eltern verklagen kann, mach ich das natürlich gerne.“
      Einen Verlobten... was? Keigo konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen sich zu verloben, immerhin waren die drei gerade mal 16, wer verlobte sich in diesem Alter heutzutage schon? Selbst wenn Aki ihm eine Verlobung vorschlagen würde, er würde sie viel lieber erst einmal normal daten, sich besser kennen lernen und so. Er wollte nicht wie seine Eltern enden, die sich ständig wegen jeder Kleinigkeit zu streiten schienen. Wenn seine kleine Schwester nicht wäre, hätten sich die beiden sicher schon längst getrennt.
      Akis Stimme riss den jungen Mann aus seinen Gedanken und er und Haruka schauten sich zuerst kurz an, als müssten sie tatsächlich überlegen, ehe sie sich erhoben und die drei es sich auf der Picknick decke bequem machten.
      „Er darf es doch einfach nicht raus bekommen, oder? Sag doch einfach du wärst bei Haruka oder dass wir zu dritt unterwegs sind. Überprüfen kann er das doch sowieso nicht.“

      Haruka Meiji
      „... und wenn doch? Wenn er es doch herausfindet? Eltern können echt gruselig sein, wenn sie wütend sind... also ich an deiner Stelle würde es nicht riskieren.“, gab Haruka nach kurzem überlegen von sich. Ihr gefiel der Gedanke überhaupt nicht, etwas hinter dem Rücken ihrer Eltern zu machen. Klar, sie rauchte unerlaubt und sie fürchtete sich auch immer vor dem Tag, an dem ihre Eltern das irgendwie mitbekommen würden, aber sie war auch wirklich unglaublich vorsichtig damit und versuchte auch auf gar keinen Fall abhängig von dem Zeug zu werden, aus Angst ihre Eltern würden es sonst merken.
      Ne Zigarette zu verstecken war eine Sache, aber Training?
      „Du bist doch bloß ein Feigling, Haruka. Eltern muss man sich schon erziehen, irgendwann lernen die dann schon, dass du dir nicht alles gefallen lässt.“
      „Das kannst du doch nur sagen, weil es deinen einfach egal ist, was du machst.“
      „Wie gesagt, man muss sie sich eben erziehen.“, zuckte Keigo mit den Schultern während Haruka genervt die Augen verdrehte.
      „Versuch doch mal meine Eltern zu erziehen, dann können wir weiter reden.“
      Ich solldeine Eltern erziehen?! Die lassen mich doch nicht mal ins Haus! Ich kann mich noch gut an dieses eine Gespräch mit deinem Dad erinnern... nie wieder.“, schauderte es Keigo ganz offensichtlich und Haruka konnte sich nur zu gut vorstellen, was er ihm erzählt hatte.
      Auch wenn es um Freundschaften zwischen Junge und Mädchen ging, waren ihre Eltern viel zu altmodisch.
      „Siehst du?“, glaubte Haruka das Argument gewonnen zu haben und Keigo trank in Ruhe einen weiteren Schluck von seinem Kaffee, ehe er nach einem Brownie griff, bevor er ihr antwortete.
      „Also fändest du es besser nen alten Kerl zu heiraten, den du gar nicht magst?“
      Und mit diesen Worten hatte er wohl gewonne.

      Keigo Sakashima
      „Ich bleib dabei, du solltest es machen.“, gab der junge Schüler mit vollem Mund von sich und blickte damit erwartungsvoll zu Aki, während Haruka noch etwas mit sich zu kämpfen schien.
      „Nun... wenn du es machst, kannst du mich gerne als Alibi benutzen. Aber wirklich wohl ist mir dabei nicht, wenn ich ehrlich bin...“, war es nun an Keigo mit den Augen zu rollen.
      „Feigling.“, murmelte er und kassierte damit einen Schlag gegen die Schulter.
    • Akihito Kayaba

      Grübelnd lauschte sie der Diskussion ihrer Freunde. Beide hatten einen Punkt, aber auf wen sollte sie hören? Nachdenklich blickte sie auf ihre Hände. Wenn Aki dem Kurs beitritt wird sie bestimmt die ein oder andere Verletzung nach Hause bringen. Was für eine glaubhafte Ausrede konnte sie dafür benutzen? Dass sie sich geprügelt hat? Eher würde ihr Vater glauben, dass seine Tochter Lotto gespielt und mehrere Millionen gewonnen hatte.
      "Ich tu's", hörte sie sich selbst sagen, bevor sie überhaupt einen Entschluss gefasst hatte. Überrascht schaute Aki ihre Freunde an und lachte.
      "Anscheinend hat mein Unterbewusstsein grade für mich entschieden", schmunzelte sie.
      "Ich schätze, dass "Ich lerne bei Keigo" am meisten Sinn macht, da er einfach Haruka's Eltern anrufen und nachfragen kann, ob ich wirklich da bin. Deine Eltern kennt er noch nicht."
      Seufzend nahm sie sich einen Brownie und begann zu Essen. "Selbst wenn er es rausfindet, dann muss er damit eben klarkommen. Er kann mich nicht für immer einsperren." Aki war überrascht über ihr plötzliches Selbstbewusstsein und die Sorglosigkeit, die sie auf einmal überkam. Keigo hatte Recht, manchmal mussten die Kinder ihre Eltern erziehen. Immerhin waren sie auch nur Menschen und machten nicht immer alles richtig, auch wenn sie nur das Beste für ihre Kinder wollten.
      "Theoreeeetiiisch..." sprach sie, nachdem sie ihren Brownie aufgegessen hatte, "könntet ihr mich zum Training begleiten. Dann ist es keine Lüge, sondern ich lerne wirklich mit euch. Nur eben nicht das, was mein Vater sich dann vorstellt."

      Daichi Munai

      Wie so oft spazierte der junge Mann durch den städtischen Park. Dabei hatte er Zeit für sich und seine Gedanken, was ansonsten in seinem Alltag eher keinen Platz fand. Zudem war er hier, bis auf seine Leibwächter, welche ihn inkognito verfolgten, alleine. Er musste keine Erwartungen erfüllen, keine Ettikette wahren und nicht aufpassen, welche Worte aus seinem Mund kamen. Hier konnte er entspannen.
      Daichi setzte sich auf eine Bank am Rande des See's. Dabei betrachtete er wie Familien die Enten fütterten und Leute in den See sprangen um zu schwimmen. Gerne würde er auch in das nasse Kalt springen um sich etwas abzukühlen, aber er hatte weder Badesachen dabei noch wollte er wirklich in dem dreckigen, ekligen See schwimmen gehen. Viel lieber würde er warten bis er wieder Zuhause war und in den Pool seiner Eltern springen. Achja, seine Eltern ... Sie kamen gestern Mittag plötzlich zu ihm und meinten, er solle sich für abends schick anziehen, da wir eine Verabredung mit seiner Verlobten hatten. Verlobten. Im ersten Moment war Daichi so geschockt, dass er nicht einmal ein "Ja, Mutter", hervorbringen konnte. Stattdessen starrte er sie einfach nur an und musste die Informaionen erst einmal verarbeiten. Als er endlich ein "wieso" hervorbrachte erntete er strenge Blicke seiner Eltern. Natürlich um die Ehre der Familie zu mehren. Es käme nicht infrage, einfach irgendeine dahergelaufene Frau zu heiraten. Es muss eine Frau aus wohlhabender Familie, am Besten mit einem Adelstitel sein.
      So etwas altmodisches. Sind Zwangshochzeiten überhaupt legal in der heutigen Zeit? Daichi wurde nicht einmal gefragt, ob er überhaupt bereit dazu ist jemanden zu seiner Frau zu nehmen und den Rest seines Lebens mit dieser Person zu verbringen. Er weiß ja noch nicht einmal, was er mit dem Rest seines Lebens überhaupt anfangen will. Wie soll er da seine Zukunft mit seiner Partnerin planen?
      Wut kam in ihm auf. Vielleicht mochte er das Mädchen, welche er gestern kennen gelernt hatte, ja gar nicht. Immerhin sprachen sie kaum miteinander und würden sich auch erst nach der Hochzeit richtig kennen lernen. Was, wenn sie ihn gar nicht leiden konnte oder umgekehrt? Dann wäre er in einer toxischen Beziehung gefangen, aus der er nicht mehr herauskommen würde. Nein, diesmal würde er nicht nach dem Willen seiner Eltern spielen. Diesmal würde es nach seinen Regeln laufen. Bevor überhaupt an Hochzeit gedacht werden kann, lädt er sie ein paar mal zum Essen ein, in irgendeinem schicken Restaurant. Ohne seine Eltern, um sie privat kennen zu lernen. Danach kann über Hochzeit gesprochen werden. Genau. So wird er es machen.
      Total in seine Gedanken versunken bemerkt er erst recht spät, dass ein paar Meter weiter am Ufer drei Personen saßen, von der eine ihm sehr bekannt vorkam. Sie saß so, dass sie ihn sehen würde, würde sie in seine Richtung blicken. Unentschlossen, ob er zu ihr gehen und sich evtl. für gestern entschuldigen sollte, ruhte sein Blick auf ihr. Wie er mitbekommen hatte wurde sie von der Planung ihrer beiden Eltern auch überrumpelt.
    • Haruka Meiji
      „Hah? Wir sollen mitkommen? Selbst wenn meine Eltern es erlauben würden, bezweifle ich, dass mir neben der Nachhilfe und den Klavierstunden überhaupt die Zeit dafür bleibt... abgesehen davon, dass ich nicht gerade die sportlichste bin, auch wenn es echt schön wäre noch mehr Zeit mit dir zu verbringen, Aki.“, seufzte Haruka bedauernd. Abgesehen davon, wenn es ihre Eltern erlauben würden, würde das gleichzeitig bedeuten, dass sie von ihr absolute Perfektion verlangen würden und den Stress wollte sie sich bei bestem Willen nicht machen, dafür hatte sie schon mehr als genug. Haruka dachte gar nicht erst an die Möglichkeit, es hinter dem Rücken ihrer Eltern zu machen, wie es Aki vor hatte.

      Keigo Sakashima
      „Dann hab ich Aki wohl mal ganz für mich alleine.“, grinste Keigo breit und triumphierend in Harukas Richtung, ehe ihm bewusst wurde, was er da gerade von sich gegeben hatte und sein Grinsen verfiel in einen schüchternen Gesichtsausdruck mit geröteten Wangen, was Haruka dazu brachte forschend zu Aki zu blicken, doch wieder mal schien sie Keigos Gefühle nicht einmal zu erahnen.
      „A-also natürlich nur, wenn das okay für dich wäre, Aki. Also... also ich wäre dabei...“, stolperte er noch etwas über seine eigenen Worte und schien nicht recht zu wissen wo er hinsehen sollte, weshalb er nach einem weiteren Brownie griff, um seine Verlegenheit zu überspielen.

      Haruka Meiji
      Lächelnd lehnte sich Haruka zurück und beobachtete ihre beiden Freunde, als sie das Gefühl bekam beobachtete zu werden um ihren Blick kurz über den Park schweifen ließ, doch dies war gar nicht nötig, da sie bereits einem Paar Augen begegnete, sobald sie von ihren Freunden absah und in ihrem Gesicht war pure Überraschung zu lesen.
      Sie erinnerte sich noch gerade rechtzeitig daran ihren Gesichtsausdruck nicht in Ekel oder Panik verfallen zu lassen, auch wenn das die Gefühle waren, die in ihr aufkamen.
      Was um alles in der Welt machte der denn hier? Gerade jetzt, wo sie sich so schön mit ihren Freunden unterhielt?
      Zumindest konnte sich Haruka sicher sein, dass er das Gespräch nicht mitbekommen hatte. Er war etwas zu weit weg um die drei belauscht haben zu können... oder? Moment, seit war der hier? Er hatte sie doch nicht etwa rauchen gesehen, oder?! Wenn ihre Eltern das herausfanden, war sie tot!
      Wie auch immer, Haruka musste sich überlegen, wie sie mit dieser Situation umgehen sollte und beschloss einfach zu lächeln und Daichi zu winken, in der Hoffnung das wäre freundlich und höflich genug und er würde sie dann einfach in Ruhe lassen.
      Da sie ihn nicht einfach fragen konnte, ob er sie mit der Zigarette gesehen hatte, konnte sie nur das beste hoffen.
    • Akihito Kayaba

      Aki setzte einen Schmollmund auf, während ihre beste Freundin ihr einen Korb erteilte.
      "Bitte bitte?", versuchte sie es noch einmal. "Außerdem würden deine Eltern es dir bestimmt auch so erlauben, wenn du ihnen sagst, dass du gerne Kampfsport machen möchtest. Die sind da ja nicht so ... engstirnig. Oder?" Grinsend schaute sie Haruka an, in der Hoffnung, sie doch noch überzeugen zu können.

      „Dann hab ich Aki wohl mal ganz für mich alleine", kam es von ihrer Linken.
      "Das stimmt wohl", erwiderte das Mädchen und nahm sich noch einen der leckeren Brownies. Sie sollte das Rezept wirklich öfter benutzen, da die Brownies sehr schokoladig und saftig sind.
      "Ja natürlich ist das okey für mich, deshalb hatte ich euch doch eingeladen gehabt." Ein wenig wundertete sich die junge Dame über die stammelnden Worte ihres Freundes, bevor sie sich schulterzuckend den restlichen Brownie in den Mund schob und glücklich mampfte. In letzter Zeit stotterte Keigo sehr viel, aber meistens nur, wenn er mit ihr redete. Hatte sie irgendetwas falsch gemacht? Des Öfteren hatte sie überlegt ihn darauf anzusprechen, sich jedoch nie getraut. Vielleicht stottert er ja auch bei anderen, es ist ihr nur bisher nicht aufgefallen. Vielleicht schämt er sich ja auch für seine Behinderung und möchte nicht darüber sprechen, weswegen Aki beschloss, es einfach sein zu lassen.

      Gedanklich abwesend merkte sie deshalb erst etwas verzögert, dass Haruka anscheinend etwas entdeckt hatte, das ihr nicht so sehr gefiel.
      "Was ist los?", fragte sie, bevor sie über ihre Schulter blickte.


      Daichi Munai

      Oh nein, sie hatte ihn bemerkt. Allerdings war das auch nicht unwahrscheinlich, da er genau in ihrem Blickfeld saß und sie anschaute. Zu seiner Überraschung lächelte sie und winkte ihm, was er als Aufforderung verstand, zu ihr zu gehen. Verwundert stand er auf und ging langsamen Schrittes in Richtung der drei Freunde.
      Bei ihnen angekommen stand er ein paar Schritt abseits und schaute Haruka an.
      "Guten Tag, liebe Haruka. Ich hätte nicht erwartet, Dich hier anzutreffen." Verlegen biss er sich auf die Lippe und schaute kurz über den See, bevor er wieder Blickkontakt mit ihr suchte.
      "Ich wollte Dir nur mitteilen, dass ich gestern ebenfalls von dem Dinner überrascht wurde. Du wirktest, als sei dir die Situation unangenehm. Daher wollte ich dich wissen lassen, das ich ebenfalls so empfand. Vielleicht können wir uns ungestört unterhalten, um darüber zu reden. Hättest Du morgen gegen 17-hundert Zeit?" Unsicher blickte er das junge Mädchen an. Wie alt war sie noch gleich? Ihm fiel ein, dass er noch gar nicht danach gefragt hatte. Nunja, bei einem richtigen Date würde ihm dafür genug Zeit bleiben.
      Allerdings schätzte er sie auf höchstens 19, was für ihn noch in Ordnung wäre.
    • Haruka Meiji

      „Ich... überlege es mir.“, seufzte Haruka letztendlich, welcher es nur sehr schwer viel einen Wunsch ihrer besten Freundin abzuschlagen. Nun, zumindest konnte sie diesen Vorschlag ihren Eltern unterbreiten, wenn sie Glück hatte schlossen sie es sowieso von vornherein aus und dann musste sie sich nicht mehr mit der Frage befassen, ob sie es nun machte oder nicht, da sie sich unsicher war.
      Auch ob sie Aki und Keigo alleine lassen sollte, war sie sich unsicher. Was würde wohl passieren, wenn sich die beiden wirklich näher kamen? Aber sollte sie sich wirklich in die Liebe ihres besten Freundes einmischen?

      „Mein Verlobter.“, murmelte sie in Akis Richtung, bevor ihr bewusst wurde, dass dieser doch beschlossen hatte zu den Dreien herüber zu schlendern und das junge Mädchen wusste beim besten Willen nicht, wie sie damit umgehen sollte.
      Was wollte er von ihr? Hätte er sie nicht einfach mit ihren Freunden alleine lassen können? Sie mochte es nicht, wenn sich die Angelegenheiten ihrer Eltern in ihre Privatsphäre einmischten, erinnerte sich selbst jedoch daran, dass sie freundlich bleiben sollte.
      Die Reaktionen ihres Gegenübers verwunderten sie dann doch, da sie sich ein ganz anderes Bild von Daichi Munai gemacht hatte. Sie hatte sich ihn als kalten, geschäftigen und selbstsicheren Mann ausgemalt, ganz so wie es ihr Vater war, welche Art von Mann sollte er denn sonst als gut genug für sein einziges Kind ansehen?
      Stattdessen wirkte er mit einem Mal verlegen und fast hätte Haruka deswegen gelacht. Immerhin war ein sehr viel älterer Mann gegenüber einer 16 jährigen Verlegen und das fand sie doch irgendwie recht amüsant. Müsste sie nicht eigentlich in seinen Augen noch wie ein Kind wirken?
      Doch die Tatsache, dass auch er von seinen Eltern überrumpelt worden war, überraschte sie nur noch mehr. Also hatte Aki letztendlich recht gehabt und er hatte mit den selben Problemen zu kämpfen wie sie?
      Für einen Moment überlegte Haruka, ob sie auf sein Angebot eingehen sollte. Sie war sich unsicher, ob sie offen mit ihm reden könnte, könnte er doch noch immer jedes ihrer Worte an ihre Eltern weiter leiten. Was das anging, war Haruka unglaublich paranoid, doch waren ihre Sorgen begründeter Natur.
      Sie erinnerte sich noch an dieses eine Mädchen aus dem Kindergarten, dessen Eltern dafür bezahlt wurden, dass sie sich mit mir anfreundete und alles meinen Eltern berichtete. Sie hatte es erst herausgefunden, nachdem ihre Eltern die Katze, welche sie unerlaubt aufgelesen und in ihrem Zimmer versteckt hatte, entfernt und sie darauf angesprochen hatten. Und dieses Mädchen war die einzige gewesen, welcher sie davon berichtet hatte.
      Es abzulehnen wäre aber sicherlich auch nicht gut, hatte sie hier denn überhaupt eine Wahl?
      Es verkniff sich ein seufzen und nickte letztendlich.
      „Meine Eltern werden sicher nichts dagegen haben, wenn dafür die Klavierstunden etwas kürzer ausfallen als sonst.“, stimmte Haruka dem letztendlich zu.
    • Akihito Kayaba

      Aki verschluckte sich fast an dem letzten Bissen von ihrem Brownie, als Haruka ihr mitteilte, dass ihr Zwangsverlobter hier war. Stalkte er sie etwa? Wenn ja, dann könnte erwas erleben.. zur Not würde sie einfach die Polizei rufen und ihn für pedophiles Verhalten anzeigen lassen. Immerhin war ihre beste Freundin noch Minderjährig!
      „Sag mal, Haru ...“, murmelte sie leise in ihre Richtung, sodass ihr Verlobter es unmöglich mitbekommen könnte. „Weiß er eigentlich, wie alt dubist?“, wollte sie von ihr wissen. Falls nein kann er sich gleich auf eine große Überraschung gefasst machen.
      Nervös setzte das Mädchen sich schnell anders hin, bevor er bei ihnen angekommen war. Sie versuchte ihn nicht allzu angewidert anzuschauen, weswegen sie sich dafürentschied, einfach mit einem Haargummie in ihren Händen zu spielen. Sie war sowieso nicht an dem Gespräch beteiligt, deshalb war sie auch nicht gezwungen ihm ins Gesicht zu blicken.
      Bei seinem Angebot Haruka auf ein Date einzuladen blickte sie ihre beste Freundin eindringlich an und versuchte so unauffällig wie möglich mit dem Kopf zu schütteln.Leider blieben ihre Versuche ohne Erfolg, denn sie hörte schließlich Haruka dem Date zusagen. Innerlich kochte Aki vor Wut. Nicht nur, dass ein dahergelaufener, fast DREISIG Jahre alter Trottel ankam und ihr ihreHaruka wegnahm. Nein, er hatte auch noch die Dreistigkeit es direkt vor ihren Augen zu tun. Vielleicht musste sie wirklich demnächst ihre Gefühle beichten, bevor sie sich in diesen ... diesen Typen verliebte undes für sie zu spät war.
      Aki versuchte sehr ihre Gefühle zu kontrollieren und keinen Wutanfall zu bekommen. Allerdings brachte sie der Gesichtsausdruck des Mannes fast zum Würgen. Er wirkte zufriedenund gelassen.
      „Weißt du eigentlich, wie alt Haruka ist?“, platzte Aki einfach heraus. Ihr Tonfall war herausfordernd und anhand ihrer Mimik konnte der junge Mann erkennen, wiewütend sie war.

      Daichi Munai

      Verblüfft betrachtete Daichi das Mädchen mit den pinken Haaren. Er konnte sich nicht erklären, woher ihre Wut rührte, vermutete allerdings, dass es etwas mitihm zu tun haben musste. Wieso wollte sie wissen, ob er Harukas Alter wusste? War es nicht offensichtlich, dass sie über 18 sein musste, da er sonst gegen das Gesetz handeln würde?
      „Nein, aber ich schätze sie auf ungefähr 20. Wieso interessiert dich das?“ Nun wirkte das Mädchen erschüttert. Lag er mit seiner Vermutung etwa nichtrichtig?
      „SIE IST SECHZEHN DU PERVERSLING! SECHZEHN! MINDERJÄHRIG! VERSCHWINDE!“, kam er plötzlich von ihr. Überrascht von der Lautstärke taumelte er etwaszurück und sah sich erschrocken in der Gegend um, ob jemand ihr Gesagtes falsch verstehen und die Polizei rufen würde.
      Es dauerte einen kurzen Moment, bevor Daichi wieder sprechen konnte.
      „Im Ernst?“, fragte er nur, woraufhin er ein Nicken der Dame mit den rosanen Haaren erhielt. Sichtlich erschrocken ging er noch ein paar Schritte zurück und schautewieder Haruka an.
      „Das wusste ich nicht. Ich werde mit meinen und deinen Eltern reden, dass die ganze Situation höchst unangemessen ist und zwei Jahre in die Zukunft verschoben werdensollte. Einen schönen Tag noch.“ Ohne sich zum Abschied zu verbeugen machte der Mann auf der stelle kehrt und ging zügigen Schrittes davon. Was dachten sich seine Eltern dabei, ihn mit einer Minderjährigenverkuppeln zu wollen? Natürlich ist ein Altersunterschied von zehn Jahren im späteren Alter nicht sonderlich dramatisch, aber zwischen ihm und ihr liegen aktuell noch Welten an Lebenserfahrung. Kopfschüttelndzog er sein Handy aus der Hosentasche und wählte eine Nummer.


      Akihito Kayaba

      Sichtlich zufrieden blickte sie dem fliehenden Mann hinterher. Sie hatte die Situation gewonnen. Wenn er anders reagiert hätte, zum Beispiel mit einem Schulterzucken, dann hättesie auf jeden Fall die Polizei gerufen.
      „Ich schätze, damit hat sich dein Problem in Luft aufgelöst, Haru“, sprach sie und wand ihren Blick ihrer besten Freundin zu.
    • Haruka Meiji

      Diese Frage konnte sie ihrer besten Freundin nicht beantworten. Sie war davon ausgegangen, dass Daichi im Bilde war, aber offenbar hatte sie sich dabei geirrt. Doch bevor sie selber ihn darauf ansprechen konnte, mischte sich Aki ein und das auf eine nicht gerade höfliche und freundliche Art und Weise, was Haruka etwas verwunderte.
      Was sie aber noch mehr verwunderte, war der Schock im Gesicht ihres Verlobten, hatte er es wirklich nicht gewusst? Hatte man es ihm etwa absichtlich verschwiegen?
      Auch wenn es ihr nicht direkt anzusehen war, war Haruka doch recht erleichtert, als ihr bewusst wurde, wie einfach es doch gewesen war, ihren von ihren Eltern aufgezwungenen Verlobten wieder los zu werden, wenn auch nur für zwei Jahre. In zwei Jahren war sie sowieso erwachsen und würde tun und lassen können, was sie wollte. Zumindest hatte sie sich das erwachsenen Leben oftmals so ausgemalt.
      „Du bist die größte.“, grinste sie breit und umarmte ihre beste Freundin sogleich, wobei sie etwas zu viel Schwung aufgenommen hatte und die beiden auf der Picknick decke umfielen.
      „Oh man, habt ihr sein Gesicht gesehen?“, lachte Keigo noch immer, welcher sofort in Gelächter ausgebrochen war, als er die Reaktion des Fremden mitbekommen hatte.
      „Ich wusste zwar, dass du erwachsener wirkst als die anderen in unsere Klasse, aber 20?“, gab der Junge verschmitzt von sich, ehe er wieder von seinem Getränkt trank.
      „Ja, nicht wahr? Wenn ich gewusst hätte, dass es so einfach gewesen wäre, hätte ich ihm auch schon längst mein Alter ins Gesicht geworfen. Naja... wenn auch nicht so aggressiv wie Aki.“, grinste Haruka breit.
    • Akihito Kayaba

      Akihito grinste von einem Ohr bis zum anderen, als Haruka sie lobte. „Stehts zu deinen Diensten“, scherzte die junge Damen und deutete eine Verbeugung an. Noch bevor sieirgendwie reagieren konnte wurde sie von ihrer besten Freundin umarmt. Durch die Überraschung verlor sie das Gleichgewicht und konnte nicht mehr reagieren, bevor beide umfielen. Allerdings hatte sie noch so viel ZeitHaruka in den Arm zu nehmen und sich so zu drehen, dass sie den Sturz vollkommen abfangen und Haru sich nicht wehtun würde. Aki war ihr nun so nah, dass sie deutlich ihren Geruch wahrnahm. Sie duftete hinreisend. Sofortröteten sich Aki’s Wangen und sie drehte verlegen ihren Kopf zur Seite, damit Haru nichts mitbekam.
      Es verging eine gefühlte Ewigkeit, bevor die beiden wieder aufrecht saßen. Das Gespräch der beiden bekam das Mädchen nur zum Teil mit, da sie noch immer in ihreGedanken um Haruka versunken war. Erst bei ihrem Namen schreckte sie auf.
      „Hä, was ist mit mir?“, fragte sie verwirrt. „Naja... jetzt hast du Zeit dir einen Partner in deinem Alter zu suchen“, warf sie in den Raum, nachdem siesich noch einen Brownie genehmigte. Ihr Herz pochte wie verrückt und sie konnte ihre Gefühle nicht kontrollieren, deshalb versuchte sie so gut es ging sie zu verstecken. Ob ihr das gelang konnte sie nicht sagen,aber noch hatte sie keiner darauf angesprochen.
      Mit ihrer Aussage wollte sie darauf hindeuten, dass sie sich wünschte diese Person zu sein. Allerdings hätte sie sich niemals getraut es laut auszusprechen, nicht in der Öffentlichkeitund vor allem nicht vor Keigo. Nichts gegen ihn, aber in Herzensangelegenheiten konnte er nicht wirklich mitreden. Bisher hatte er noch keine Freundin und soweit Aki wusste hatte er aktuell auch keine, auf die er stand. Oderkeinen, ihr war das wirklich egal. Sie hatte nur Augen für ihre Haruka.
      „Sollen wir uns langsam auf den Weg machen?“, warf Aki in die Runde, nachdem sie auf ihrem Handy die Zeit gelesen hatte. Es wurde langsam spät und vermutlich hatte Harukanoch Termine am Abend, die sie lieber nicht verpassen sollte.
      „Ich habe mich übrigens entschieden. Ich werde in den Kurs gehen und es vor meinem Vater verheimlichen. Er muss auch nicht alles wissen, oder?“ Schulterzuckend packtesie den Müll und die Tupperdosen in ihre Tasche, damit sie demnächst den Park verlassen konnten. In ihr brodelten immer noch Gefühle, die sie nicht einmal beim Namen nennen konnte. Sollte sie Haru endlich dieWahrheit sagen und damit riskieren, sie zu verlieren? Sollte sie es ihr durch die Blume sagen in der Hoffnung, dass sie es verstand und genauso fühlte wie sie?
      Schon wieder war Aki in ihren Gedanken versunken und bekam nicht wirklich mit, worüber die anderen sich unterhielten. Allerdings hatte Aki einen Entschluss gefasst. Sie würdedas Thema langsam ansprechen um erst einmal herauszufinden, ob Haru sich überhaupt vorstellen konnte, etwas mit einer Frau zu haben. Danach würde sie dann weiter schauen, je nachdem, wie die Antwort aussieht.
      „Du, Haru?“, fragte Aki als sie auf dem Weg nach Hause waren. „Hast du Lust demnächst bei mir zu übernachten?“
    • Keigo Sakashimi

      Wieder einmal war Keigo der einzige, der die plötzliche Veränderung in Aki bemerkte. Es war nicht das erste Mal und würde sicherlich auch nicht das letzte Mal sein, dass das sonst so fröhliche Mädchen schüchtern und leise wurde, wirkte als wäre sie mit ihren Gedanken ganz wo anders und nicht zum ersten Mal fragte sich Keigo, was Aki so aus der Bahn geworfen hatte, dass sie für einen Moment nicht einmal Teil des Gesprächs zwischen den Freunden war, aber sie zu fragen traute er sich auch nicht.
      Er hatte einmal mit einem guten Freund aus Kindheitstagen darüber geredet und dieser hatte die Theorie aufgestellt, dass Aki womöglich in Haruka verliebt war, da solche Situationen immer nur aufzutauchen schienen, wenn es etwas mit Haruka zu tun hatte. Aber das konnte nicht sein... oder? Wenn Aki auf Frauen stand, hätte er das doch sicherlich irgendwie bemerkt, oder sie hätte etwas gesagt... oder? Immerhin waren die Drei unglaublich gute Freunde.
      Nein, in Wahrheit fürchtete sich Keigo davor, dass dies tatsächlich der Wahrheit entsprechen könnte, denn das würde bedeuten, dass seine heimliche Liebe niemals erblühen könnte und auch wenn ihm der Mut fehlte Aki deswegen anzusprechen, so wollte er diese Liebe nicht einfach aufgeben, das konnte er nicht, aber er würde es wohl müssen, wenn sich die Theorie seines Freundes bewahrheitete.
      „Sag ich doch. Dein Vater muss einfach akzeptieren, dass du erwachsen wirst.“, warf ich zu ihrem Entschluss, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, ein. Keigo würde Lügen zu behaupten er erhoffte sich nicht durch die extra Zeit mit Aki ihr näher zu kommen, immerhin hatte auch er zugestimmt den Kampfkurs zu besuchen und er hoffte innerlich, dass Haruka bei ihrem Entschluss blieb und die beiden mal alleine sein könnten. Auch wenn er sich dafür ein bisschen schuldig fühlte, aber im Krieg und in der Liebe war doch alles erlaubt, nicht wahr?

      Haruka Meiji

      „Verletzt euch nur nicht, ich will meine besten Freunde nicht im Krankenhaus besuchen müssen.“, gab die junge Schülerin teils scherzend von sich, meinte es jedoch auch teilweise ernst, denn das wollte sie wirklich nicht.
      Keigo und Haruka begannen sich über die aufkommende Mathe Klausur zu unterhalten, als dieser sich erkundigte, ob die anderen beiden denn schon gelernt hätten, als Aki sie von der Seite ansprach und diese nun ihre volle Aufmerksamkeit ihrer Freundin zuwandt.
      „Hm? Übernachten?“, war Haruka zunächst etwas verwundert, da dieses Angebot wie aus dem Nichts kam, ehe sie jedoch lächelte und mit einem „Sehr gerne! Wann hast du denn Zeit?“ zustimmte und sich bereits auf diesen Abend freute.
      Was als nächstes geschah, konnte sich keiner wirklich erklären. Ob die Gruppe von Freunden nicht richtig aufgepasst hatte oder das Auto viel zu schnell gerast war, als Aki und Haru über einen Zebrastreifen auf die andere Seite der Straße gehen wollten, hörten sie nur noch Keigos Stimme die Namen der beiden rufen.
      Haruka bemerkte kaum, wie sich zwei Arme um sie schlossen und sich schützend um sie legten, als sie einen stechenden Schmerz im Kopf spürte und mit einem Mal alles schwarz wurde.
    • Akihito Kayaba

      Aki versicherte Haruka gut auf Keigo aufzupassen während dem Kampfkurs, damit er sich nicht verletzte. Dabei zwinkerte sie Keigo verschmitzt zu. Sie freute sich sehr endlich Selbstverteidigung zu lernen und dabei ihre Emotionen rauslassen zu können, indem sie andere Leute vermöbeln durfte. Schon viel zu lange unterdrückte sie ihre Gefühle und hatte keine Möglichkeit, sichirgendwem mitzuteilen oder sie herauszulassen. Umso fröhlicher war sie allerdings, dass sie nicht alleine zu dem Kurs gehen musste, sondern ihr bester Freund, der wie ein Bruder für sie war, sie begleitete.
      „Ich hab eigentlich immer Zeit Haru, das weißt du doch“, gab sie dem Mädchen zur Antwort. Im Gegensatz zu ihr hatte Aki nicht so viele Termine, zu denen siegehen musste.
      In Gedanken über die bevorstehende Übernachtung und die Art, wie sie am Besten fragen konnte ob Haru sich etwas mit einem Mädchen vorstellen konnte, achtete Aki nichtauf ihre Umwelt. Daher bemerkte sie das Auto erst, als es bereits zu spät war. Instinktiv schlang sie ihre Arme um Haruka und drehte sie beide so, dass Aki den meisten Schaden abfing. Bereits als das Auto sie berührtespürte sie, wie sie das Bewusstsein verlor, kämpfte jedoch noch einen Moment dagegen an, um Haru weiterhin fest zu halten. Weit entfernt vernahm sie eine vertraute Stimme ihren Namen rufen, bevor sie auf den Bodenaufschlug und mir Haruka einige Meter rollte, bevor sie zum Stillstand kamen. Erst jetzt erlaubte Aki sich ihre beste Freundin loszulassen und in die Schwärze der Bewusstlosigkeit abzudriften.

      Kurayami

      Benommen versuchte ich meine Augen zu öffnen, kniff sie jedoch sofort wieder zusammen, da es mir Schmerzen bereitete. Mein Kopf pochte unangenehm als ich es endlich schaffte,meine Augen zu öffnen und mich umzuschauen. Ich befand mich in einem Raum ohne Fenster, der spärlich ausgestattet war. Ich lag in einem einfachem Bett aus Stroh, neben mir befand sich ein kleiner Tisch mit einer Kerze, ein paar Pergamenten, einer Schreibfeder, Tinte und einem einfachem Hocker davor. Gegenüber an der Wand war ein kleines Regal mit einigen Kleidungsstücken befestigt. An der rechten Wand befand sich eine geöffnete Holztür, in welcher ein junger Mann stand, welchen ich nicht kannte.
      Ich versuchte mich daran zu erinnern, was passiert war, aber in meinem Kopf befand sich nur Leere. Mit meinen Händen fasste ich mir an den schmerzenden Kopf, während ichmich in meinem Bett aufrichtete und den Fremden anstarrte.

      „Wer bist du? ... Wo bin ich?“, wollte ich von ihm wissen. Mir vielen auf Anhieb noch viel mehr Fragen ein, aber das musste fürs erste reichen. Was passiert warwürde mir der junge Mann sicherlich noch mitteilen, auch ohne, dass ich danach fragen musste. Mich interessierte erst einmal viel mehr, wo ich mich befand. Auch wenn ich gerne wissen würde, warum ich mich an nichts erinnern konnte.
    • Barutus Ciliegia

      Mit großen, ungläubigen Augen starrte ich Kurayami an, welcher endlich nach vielen Tagen wieder zu Bewusstsein gekommen war. So schlimm, wie es um ihn gestanden hatte, hatte ich schon befürchtet, dass er schon bald das zeitliche sehnen würde, umso erleichterter war ich, dass dem nicht so war.
      „Ku-!“, wollte ich meiner Freude Ausdruck verleihen, als er begann Fragen zu stellen. Und diese verwirrten mich deutlich.... war das ein dummer Scherz? Nein, nein, nein, Kurayami hatte nicht diese Art von Humor, sonst würde ich das als sein bester Freund doch wissen.
      Dann... „Erinnerst du dich nicht, Kurayami? Du bist in einem Zimmer der Gilde. Bei deinem letzten Auftrag wurdest du von einer Klinge erwischt. Es war zwar nur ein Kratzer, aber die Klinge war getränkt in Gift... ich hatte schon befürchtet, du würdest es nicht mehr schaffen. Aber an deinen besten Freund musst du dich doch erinnern, oder? Barutus. Barutus Ciliegia, der Mann, dem du vor drei Jahren das Leben gerettet hast.“, stellte ich das Glas mit Wasser auf seiner Kommode ab, welches ich ihm eigentlich verabreichen wollte, damit er in seinem Zustand nicht verdurstete, aber nun konnte er es ja selbstständig trinken und wies mit dem Finger auf mich, als ich mich vorstellte.
      Während meiner Erklärung wandte ich meinen Blick nicht von Kurayami ab und versuchte in seinem Gesicht zu lesen, dass er mich erkannte, aber zu meiner Enttäuschung schien dies nicht der Fall zu sein.

      Celestia Stellaria

      Das erste, was ich bemerkte, war das weiche Kissen, in welchem mein Kopf gebettet war, ehe ich langsam im Halbschlaf die Augen öffnete. Ich fühlte mich ein wenig fehl am Platz und konnte im ersten Moment auch nicht sagen, wo ich war, geschweige denn wer ich war, als ich etwas an meiner Wange spürte. Ich versuchte zu erkennen, was mich dort aus dem Schlaf wecken wollte, als ich eine kleine Eidechse erblickte, welche sich an mein Gesicht zu schmiegen schien.
      Nein, keine Eidechse. Dieses Ding hatte Flügel und ich runzelte die Stirn, da ich das Gefühl hatte, dass das so nicht stimmte, aber ich hatte keine Zeit diesem Gedanken nachzugehen, denn eine Stimme weckte mich vollständig aus dem Schlaf.
      „Sie ist wach! Sieh doch Mei, Celestia ist wach!“, gab eine fröhliche und aufgeweckte Stimme von sich, in welcher ich die Erleichterung und Freude deutlich hören konnte und nachdem ich mich aufgesetzt hatte, fand ich mich mit einem Mal in der Umarmung eines großen Mannes wieder und der Anblick des Schweifes, welcher fröhlich hin und her wedelte, verwirrte mich, weshalb ich mich nicht sofort von der Umarmung löste.
      „Was...? Was ist hier los? Wer bist du?“, fragte ich den Katzenmenschen direkt und drückte ihn dann sachte von mir weg, nachdem mir aufgefallen war, dass er ein Fremder war. Ich sollte keinen Fremden so einfach vertrauen.
      Sofort legten sich seine Katzenohren zur Seite und man konnte ihm direkt die Trauer ansehen.
      „Wie...? Du erinnerst dich nicht...? Ich bins doch, Maoru! Tut dir was weh, Celestia?“, blitzten Tränen in seinen Augenwinkeln und ich war jetzt schon genervt von ihm.
      „Nein, ich erinnere mich nicht. Celestia, ist das mein Name?“, es klang zwar nicht wirklich richtig, aber da ich mich auch sonst an nichts erinnern konnte, war das wohl keine große Überraschung.
      Stattdessen ließ ich meinen Blick durch das Zimmer schweifen, welches mir sofort recht klein vor kam, ob ich größeres gewohnt war? Die Eidechse dagegen flog auf meinen Kopf, auch sie schien traurig um diesen Umstand zu sein, aber ihr wollte ich es nicht übelnehmen. Ob sie mein Haustier war? Oder war es doch ein er?

      Keigo Sakashimi

      Immer wieder hatte der junge Schüler ihren Namen gerufen, doch egal wie oft sie ihn sagte, das auf der Straße liegende Mädchen wollte ihre Augen nicht öffnen. Tränen rannen Keigo die Wangen hinunter, er verfiel in vollkommene Panik. Was wenn sie tot war? Atmete sie noch? Dennoch traute er sich nicht Aki zu berühren, aus Angst, sie wäre kalt und er floh lieber vor dem möglichen Tod, als sich zu vergewissern, ob sie noch lebte.
      Zum Glück der Schüler gab es Augenzeugen, welche deutlich besser auf die Situation reagierten und es dauerte nicht lange, bis ein Krankenwagen eingetroffen war und die beiden Mädchen zum Krankenhaus brachte, um sie schnellst möglichst zu behandeln. Als Freund und Schulkamerad durfte Keigo die beiden begleiten und erst jetzt fühlte er sich schuldig dafür, nicht auch an Haruka zu denken, aber wer konnte ihm das auch verübeln?
      Er konnte unmöglich mit dem Gedanken leben, dass das Mädchen, dass er liebte, starb, bevor er ihr seine Gefühle gestanden hatte. Er wollte sie auf gar keinen Fall verlieren, nein, er konnte sie nicht verlieren. Er schluchzte leise, während er im Krankenwagen saß und betete dafür, dass sie beide überlebten, obwohl er kein religiöser Mensch war.
    • Mei

      Erleichtert stieß ich meinen Atem aus, welchen ich unbemerkt angehalten hatte. Sie lebte, den Zwölfen sei Dank! "Celestia, wie gehts dir meine Liebe?", fragte ich sie, während ich ruhig neben ihrem Bett stand. Maoro war bereits auf ihrem Bett und ich wollte sie nicht mehr bedrängen als notwendig.
      Verwirrt runzelte ich die Stirn, als ich erfuhr, dass Cel sich an nichts erinnerte. "Merkwürdig", murmelte ich, darüber nachdenkend, welchen Zauber ich kannte, um Amnesie zu heilen. Auf die schnelle viel mir nur einer ein. Eigentlich war er um die Lücken zu füllen nach einer Nacht voller Alkohol, aber vielleicht würde er auch in diesem Fall helfen.
      Ich streckte meine Hände vor mir aus, welche augenblicklick anfingen in einem warmen, weißen Licht zu leuchten. Dabei murmelte ich einige unverständliche Worte, wodurch zwei weiß schimmernde Schmetterlinge aus meinen Händen auftauchten und direkt in Celestias Kopf flogen und darin verschwanden. Mit hochgezogenen Augenbrauen und leicht ungeduldig blickte ich meine beste und treuste Freundin an. "Erinnerst du dich jetzt wieder, liebe Cel?", fragte ich vorsichtig. Mit Amnesie hatte ich vorher nichts zu tun gehabt, allerdings hoffte ich sehr, dass sie bald ihre Erinnerungen wieder haben würde.
      "Du bist leider sehr unglücklich gestürzt und warst für einige Tage bewusstlos. Soll ich den Arzt holen?"


      Kurayami


      Die Reaktion des Fremden verunsicherte mich leicht. Ich sollte ihn also kennen? Bei seinen Worten runzelte ich die Stirn. Obwohl ich keiner Erinnerungen hatte kam es mir abwegig vor, dass ich in einer Gilde war und Aufträge erledigte. Mir gingen so viele Fragen durch den Kopf.
      "Nein, ich kenne dich nicht", antwortete ich stattdessen. Die Enttäuschung in seinem Gesicht versetzte mir ein Stich in mein Herz, allerdings konnte ich die Wahrheit auch nicht verheimlichen, da ich keine Ahnung hatte, wer dieser Barutus war. Ich beobachtete ihn, wie er das Glas neben mir abstellte. Dankbar nahm ich es an und trank es in einem Zug aus. Es schmeckte irgendwie anders, als ich Wasser in Erinnerung hatte. Ah, anscheinend kam bereits etwas davon zurück.
      "Kannst du mir vielleicht etwas auf die Sprünge helfen? In meinem Kopf herrscht absolute Dunkelheit. Von was für einer Gilde hattest du gesprochen?" Der Mann tat mir Leid. Falls meine Erinnerungen nicht mehr zurück kommen sollten, hatte er seinen besten Freund verloren.
      "Kurayami..." wiederholte ich leise den Namen, mit dem Barutus mich ansprach. "Ist das mein Name?", fragte ich mehr mich selbst als ihn, da er mich offensichtlich unter diesem namen kannte. Irgendwie fühlte sich der Name falsch an, als wäre das nicht mein richtiger Name. Aber da ich mich an nichts erinnern konnte musste ich wohl erstmal mit diesem Namen leben.
      "Ich habe dich gerettet?", wiederholte ich seine Aussage. Ich war im Augenblick sehr verwirrt, was sich durch die pochenden Kopfschmerzen nur verschlimmerte. Ohne groß darüber nachzudenken fragte ich ihn "Hast du eine Ibu? Mein Kopf platzt...", während ich mir mit beiden Händen den Kopf hielt und die Augen schloss.
    • Barutus Ciliegia

      „Eine Ibu? Was redest du da für einen Unsinn?“, blickte ich ihn verwirrt an, nicht wissend, wovon er da eigentlich redete. „Ist es das Gift? Bitte sag mir nicht, du bist verrückt geworden.“
      Ich seufzte enttäuscht, ehe ich mich auf den Hocker setzte, damit ich Kurayami gegenüber sitzen und mich mit ihm in Ruhe unterhalten konnte.
      „Genau, Kurayami ist dein Name und du bist Mitglied der Gilde Seikaku. Wir sind eine Assassinen Gilde und du bist eines unserer geschicktesten und stärksten Mitglieder. Was die Sache mit dem retten angeht, vergiss es erst mal. Wichtig ist nur, dass ich dein bester Freund bin und dir etwas Schulde, aber das wirst du mir in deinem Zustand wohl kaum glauben können, was? Was meinst du, willst du runter zu den anderen oder an die frische Luft? Vielleicht kommt dir dann etwas bekannt vor oder du erinnerst dich an etwas.“, schlug ich vor, während man in meinem Gesicht noch immer lesen konnte, wie verletzt ich über diesen Umstand war.
      Wenn er sich nicht einmal an seinen besten Freund erinnerte, woran dann? Ich wüsste nicht, dass Kurayami eine Geliebte oder Familie hätte.

      Celestia Stellaria

      Mit großen Augen starrte ich die beiden Schmetterlinge an und streckte langsam meine Hand nach ihnen aus, wollte eine von ihnen mit dem Finger berühren, doch bevor ich dazu kam, verschwanden sie mit einem Mal in meinem Kopf, was ein unglaublich eigenartiges Gefühl war, doch es passierte... nichts. Es kehrten keine Erinnerungen zurück und auch sonst schienen diese Schmetterlinge keinerlei Effekt zu haben.
      „... nein? Ich erinnere mich immer noch an nichts. Sollte ich?“, runzelte ich die Stirn, als auch nach wenigen Minuten noch immer nichts geschehen war und der Mann mit den Katzenohren blickte mich mit schräg gelegtem Kopf an, als würde etwas nicht stimmen.
      „Irgendwie... bist du so anders als sonst, Cel. Sicher, dass dir nichts weh tut?“
      „Sicher.“, nickte ich ihm zu und warf die Decke zur Seite, damit ich aus dem Bett aufstehen konnte und nach ein paar Dehnübungen war klar, dass es mir an nichts fehlte.
      „Den Arzt? Mir geht es gut. Ich muss ja wirklich eine tollpatschige Person sein, wenn ich einfach so stürzte und das Gedächtnis verliere.“, lächelte ich amüsiert schräg über diese Tatsache.
      „Wieso erzählt mir nicht etwas über mich, vielleicht erinnere ich mich dann ja wieder?“
    • Kurayami


      "Eine... ach nichts, vergiss es". Wieso wusste er nicht, was eine Ibu ist? Egal, ich hatte im Augenblick wichtigere Probleme. "Nein, natürlich ist es kein Gift." Kopfschüttelnd schlug ich den dünnen Stofffetzen, welcher meine Decke darstellen sollte, zur Seite und stellte meine Füße auf den Boden. Irgendwie sah mein Körper eigenartig aus. Stirnrunzelnd betrachtete ich meine Hände. Sie kamen mir überhaupt nicht vertraut vor, als wäre ich in einem anderen Körper. Träumte ich vielleicht nur? Nein, dafür schmerzte mein Kopf zu sehr.
      "Ja, frische Luft klingt gut", antwortete ich automatisch ohne darüber nachzudenken, da ich ihm nur halb zugehört hatte.
      Auf unserem Weg nach draußen schaute ich mich neurierig um. Wir mussten uns unter der Erde befinden, da nirgends ein Fenster zu sehen war, die Luft sehr nach Stein roch und es allgemein kalt war. Die Klamotten, welche angeblich meine waren, fühlten sich ebenfalls seltsam fremd an. Es waren schwarze Lederklamotten die perfekt für den Kampf zugeschnitten waren. Mit meinen Schuhen machte ich ohne mir die geringste Mühe zu geben überhaupt keinen Laut. Die Gänge waren verwinkelt und wir trafen auf viele Menschen, welche mich grüßten, die ich überhaupt nicht kannte. Alles hier wirkte fremd auf mich und ich begann mich sehr unwohl zu fühlen.
      Nach einer gefühlten Ewigkeit waren wir endlich unter dem nächtlichen Sternenhimmel. Die geheime Tür schloss sich lautlos hinter uns und es sah aus, als hätte es sie nie gegeben.
      "Woah", entfuhr es mir mit einem Blick auf die Sterne. "Ich habe noch nie so viele Sterne gesehen." Wieso konnte ich mich an so etwas banales erinnern, aber nicht an meinen eigenen Namen? Im Augenblick war mir das jedoch egal, da der Nachthimmel mich gänzlich in seinen Bann zog. "Das ist wunderschön". Ich hätte noch ewig hinaufschauen können, doch das war nicht der Sinn unseres Ausfluges. Erst jetzt blickte ich mich in unserer Umgebung um. Wir standen in einer Hintergasse einer Stadt, die ich als Mittelalter bezeichnen würde. Was das genau bedeutete konnte ich nicht sagen.
      "Nein, mir kommt hier nichts bekannt vor", ließ ich meinen Begleiter wissen. Auch in der nächsten und übernächsten Gasse kamen keine Erinnerungen hoch, sodass ich mich enttäuscht auf eine Sitzbank fallen lies.
      "Das funktioniert nicht. Hast du noch eine andere Idee?", wollte ich von ihm wissen. Der Schmerz in seinen Augen war nicht zu übersehen, nur leider konnte ich nichts dagegen machen. Ich hoffte, dass ich mich bald wieder an ihn erinnern würde.


      Mei

      Nachdenklich betrachtete ich Celestia. Zwar war ich mir nicht sicher gewesen, dass diese Magie funktionierte, aber wenigstens an etwas hätte sie sich erinnern können.
      "Naja, vielleicht kommen deine Erinnerungen ja demnächst wieder". Da ich beobachtete, wie sehr sie von meiner Zauberei fasziniert war, zauberte ich noch einen Schmetterling aus meinen Händen. Diesmal jedoch verschwand er nicht in Cel's Kopf, sondern flog um diesen herum und setzte sich anschließend auf ihre Hand.
      "Das hast du wohl auch vergessen", kicherte ich und lies den Schmetterling anschließend aus dem Fenster fliegen.
      "Maoru, nun lass sie doch erstmal wach werden! Sie wird schon wieder ganz die alte werden." Schimpfte ich kurz mit ihm. Manchmal brauchte er einfach einen etwas strengeren Ton, um nicht durchzudrehen.
      "Hmmm etwas über dich erzählen, mal sehen...". Ich legte einen Zeigefinger auf meinen Mund und dachte nach, was mich an Cel am Meisten bewunderte.
      "Du bist eine unglaublich talentierte Zauberin und immer sehr nett zu mir. Klingelt dabei schon etwas bei dir?"
    • Barutus Ciliegia

      Verwunderte blickte ich zuerst Kurayami an, ehe ich seinem Blick folgte und daraufhin die Stirn runzelte. Es war doch ein ganz gewöhnlicher Abend, wie jeder andere, wobei mir persönlich eine dunkle Nacht lieber war. Es war einfach deutlich besser für die Arbeit. Ob Kurayami sich schon immer für Sterne interessiert hatte?
      Ich beobachtete Kurayami dabei, wie er sich die Umgebung ansah und ich konnte ihm ansehen, dass er verwirrt war und ihm nichts bekannt vor kam. Es musste wirklich schlimm um ihn stehen, musste ich feststellen.
      „Eine andere Idee... was?“, gab ich murmelnd von mir und überlegte, doch ich wusste beim besten Willen nicht, was man mit Leuten machte, die ihre Erinnerungen verloren hatten.
      „Vielleicht... solltest du mit ein paar Leuten reden? Wobei es gefährlich werden könnte, wenn jemand herausfindet, dass du dein Gedächtnis verloren hast... oder wie wärs mit etwas Training? Du hast doch sicher nicht vergessen, wie du deine Waffe zu führen hast, nicht wahr? Vielleicht fällt dir dadurch ja was ein?“, brachte ich einfach alles mögliche in den Ring, was nützlich sein könnte.

      Celestia Stellaria

      Fasziniert beobachtete ich den neu erschienenen Schmetterling, welcher wirkte, als käme er aus einer anderen Welt, so unwirklich und fremd, fast wie ein Geist, doch die Tatsache, dass sich dieser tatsächlich auf meine Hand setzte, war Beweis genug, dass er tatsächlich existierte und blickte dem Schmetterling noch eine Weile nach, als dieser bereits aus dem Fenster geflogen war, ehe ich meine Aufmerksamkeit wieder den anderen im Raum schenkte.
      „Vergessen... ja, das habe ich wohl.“, musste ich ihr wohl oder übel zustimmen, wobei ich eher das Gefühl hatte, dass ich so etwas noch nie zuvor gesehen hatte. Eigenartig. Aber so war das wohl, wenn man das Gedächtnis verloren hatte, nicht wahr?
      Musste wirklich ein übler Sturz gewesen sein.
      Maoru zuckte zusammen, als mit diesem geschimpft wurde und er wirkte ein Stückchen trauriger, wenn sein Blick auch etwas entschuldigend war. Er war wirklich bemitleidenswert, fand ich, weshalb ich ihm wenigstens ein leichtes Lächeln schenkte.
      Ich wusste zwar weder, wer er war, noch wer ich für ihn war, aber ihm musste wohl etwas an mir liegen, wenn ihm mein Gedächtnisverlust so mitnahm, also konnte ich wohl wenigstens etwas freundlich zu ihm sein... oder?
      Dann wandte ich meine volle Aufmerksamkeit dem Mädchen mit dem weißen Haar zu, wobei ich das Gefühl hatte, dass sie mich an jemanden erinnerte. Ob meine Erinnerungen langsam zurückkehrten?
      „Eine Zauberin? Ich?!“, erkundigte ich mich ungläubig und fragte mich, ob ich auch solche Schmetterlinge erscheinen lassen konnte. Irgendwie gefiel mir dieser Gedanke, ich war ganz aufgeregt es selber auszuprobieren.
      „Wie mach ich das? Das mit den Schmetterlingen, mein ich. Oder was ist meine Magie? Feuer? Wasser? Eis?“, bombardierte ich Mei mit Fragen und konnte es kaum erwarten es selber auszuprobieren.
    • Kurayami


      Ich runzelte die Stirn, als Barutus mir sagte, dass es gefährlich wäre, wenn meine Amnesie bekannt werden würde. So ganz habe ich das Prinzip unserer Gilde noch nicht verstanden, aber es schien wohl etwas zu sein, wodurch man viele Feinde bekam. ".. oder wie wärs mit etwas Training? Du hast doch sicher nicht vergessen, wie du deine Waffe zu führen hast, nicht wahr?". Bei diesen Worten strahlten meine Augen ungewollt eine Begeisterung aus, die ich davor selbst nicht kannte. Irgendwie entfachte die Idee, mit Waffen zu kämpfen, ein Bedürfnis in mir, welches gestillt werden wollte. Ich wusste nicht ob es daran lag, dass ich anscheinend wusste wie man kämpfte und demnach mich danach sehnte, etwas zu tun was mir lag, oder ob ich allgemein das Bedürfnis hatte zu kämpfen.
      "Ich brauche wirklich dringend meine Erinnerungen zurück...", murmelte ich eher zu mir selbst, als zu meinem Begleiter. "Magst du mir vielleicht erstmal mehr über mich erzählen und wo wir hier eigentlich sind? Mir kommt wirklich nichts bekannt vor, nicht einmal der Bunker, aus dem wir vorhin kamen." Ich blickte erneut in den Sternenhimmel hoch und betrachtete die wunderschöne Konstellation der vielen kleinen Lichter. Wieso kam mir wirklich nichts davon bekannt vor, nicht einmal der Himmel? Es war wirklich, als wäre ich in einer anderen Welt und konnte mich an mein Leben davor nicht erinnern.
      "Vielleicht bin ich ja gestorben und hier gelandet", sagte ich plötzlich ohne es wirklich zu wollen. Zwar waren dies meine Gedanken, allerdings hatte ich nicht vor gehabt sie mit Barutus zu teilen, auch wenn wir angeblich beste Freunde waren. Ich kannte diese Person ebenso wenig wie mich selbst. Verlegen blickte ich auf meine Füße, während ich wartete, was Barutus sagen würde.

      Mei
      Ein wenig besorgt blickte ich meine Freundin an. Sie konnte sich wohl an überhaupt nichts mehr erinnern.
      "Nein, deine Magie befasst sich eher mit Sternen und Planeten. Wie genau du das gemacht hast weiß ich aber auch nicht, das hast du immer für dich behalten... wie wäre es, wenn wir in die Trainingshalle gehen und du probierst einfach etwas? Vielleicht kommen dadurch deine Erinnerungen wieder..". Vielleicht wäre es doch eine gute Idee sie zum Doktor zu bringen, da er sich in diesem Bereich viel besser auskannte als ich. Vielleicht weiß er eine Lösung um ihre Erinnerungen wieder zu bekommen...
      "Oder wir gehen morgen etwas spazieren und besuchen deine Lieblingsplätze, da sollten auf jeden Fall ein paar Erinnerungen wiederkommen. Was meinst du, Maoru, machen wir morgen einen kleinen Ausflug mit Celestia?"