Lichtblick im Dunkeln (Cailemia x RPG-Fan2020)

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    • Lichtblick im Dunkeln (Cailemia x RPG-Fan2020)

      Mikoto

      Ein Tag wie jeder andere, wieder ein Schultag, die schlimmsten Tage von allen.
      Ich ließ ein Seufzen verlauten, während ich zur nächsten Seite eines Mangas blätterte, wieso konnte Mutter mir nicht einfach erlauben Zuhause zu bleiben? Was schadete denn schon ein Tag mehr? Der Schulstoff war sowieso so einfach, dass ich nur das Textbuch zu lesen brauchte, um gute Noten in den Prüfungen zu erhalten. Meine Mutter und ein paar nette Tanten nannten mich manchmal ein kleines Genie, für die meisten war ich jedoch nichts weiter als ein Freak.
      Gerade wollte ich weiter blättern um das nächste Kapitel meines Mangas anzufangen, als es mit einem Mal aus meinem Blickfeld verschwand und nachdem ich aufsah wurde mir auch bewusst wieso: Sakamura, der coolste Typ der Schule, und mein ewiger Erzfeind stand direkt vor meinem Tisch, ein fettes, hässliches Grinsen auf seinen Lippen, das ich ihm am liebsten aus dem Gesicht wischen würde und das schlimmste von allem: er hielt meinen Manga empor, nur an der Seite, so dass ich mir sorgen machte, dass er es zerknitterte oder gar schlimmer: die Seiten rissen.
      „Gib... gib mir das...“, murmelte ich vor mich hin und wollte ihn dazu bewegen mir den Manga wieder zu geben, während ich frustriert auf die Platte meine Tisches starrte, da mir bewusst war, dass ich keine Chance gegen diesen Typen hatte, doch bevor ich den Satz auch nur beenden konnte, wurde mir direkt ins Wort gefallen.
      „Haaaa~h?! Was murmelt der Freak da vor sich hin? Ist ja gruselig!“, gab ein Mädchen mit viel zu viel Make-Up im Gesicht von sich, ein ebenso hässliches Grinsen im Gesicht, der Groupie von Sakamura und die Hexe der Verdammnis, gefolgt von dem ewigen Handlanger Satoru... natürlich nannte ich die beiden nur in meinen Gedanken und meinem Buch so. Wenn ich diese Gedanken aussprechen würde, würde das nur zahlreiche blaue Flecken für mich bedeuten und darauf hatte ich ganz bestimmt keine Lust.
      Frustriert biss ich die Zähne zusammen, in der Klemme steckend, nicht wissend, wie ich mich dagegen wehren könnte, hoffen das einer meiner Helden auftauchen und die drei mit einem einfachen Schwerthieb in zwei Teile teilen würde, doch natürlich geschah nichts davon.
      Das hier war die Realität. Die beschissene Realität.
      In der Hoffnung die drei würden es nicht bemerken, blickte ich zur Seite, hoffend der Lehrer würde jeden Moment durch diese Türe treten, dann hätte ich wenigstens wieder Ruhe von den dreien, doch auch diese Held schien mich im Stich zu lassen.
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      @RGP-Fan2o2o
    • Hikari

      Ich beobachtete die Situation von Mikoto schon eine Weile. Wieder mussten Sakamura und seine Leute jemanden schickanieren, um ihr Ego aufzupuschen, was Besseres hatten die wohl nicht zu tun. Mikoto tat mir richtig leid! Dabei war er so ein toller Kerl, der viel Potential in sich trug und das Herz am rechten Fleck hatte. Wenn er doch nur seinen Mund aufmachen und sich wehren könnte! Länger konnte ich mir das nicht mitansehen, ging zu den drei hin und stellte mich mit den Händen an den Hüften hinter ihnen. "Gibt ihm seinen Manga zurück!" verlangte ich mit fester Stimme. Die Drei drehten sich zu mir um. "Ohhh, die Schülersprecherin!" sagte Sakamura und grinste noch breiter. "Was, wenn ich das nicht tue?" Ich verschränkte meine Arme und hob meinen Kopf leicht nach oben. "Du weißt, dass sowas hier nicht gerne gesehen wird! Wenn du dich mir wiedersprichst, werde ich es der Schule melden und du fliegst hier raus, ganz einfach!" Sakamura zögerte, "Na gut, da hast du das Ding!", und warf mir den Manga grob entgegen. "Wir gehen!" sagte er zu den anderen beiden, nicht ohne mir einen langen düsteren Blick zu zuwerfen, und ging. Ich schaute den drei noch hinterher, widmete mich dann Mikoto, lächelte ihn an und legte den Manga vor ihm auf den Tisch. "Dieser Manga ist ziemlich gut, den habe ich mir vor kurzem erst durchgelesen. Alles in Ordnung mit dir?"
    • Mikoto

      Ich betrachtete die Szene die sich mit einem Mal vor mir entfaltete wie ein Zuschauer, als wäre ich gar nicht teil davon und ließ das mir fremde Mädchen einfach machen, ohne irgendetwas dazu zu sagen, warf ihr jedoch einen misstrauischen Blick zu, als ich meinen Manga wieder hatte und das Mädchen mit mir zu sprechen begann.
      Wieso sollte sie das tun? Mit mir reden? Mir helfen? Was hatte sie davon? Oder was erhoffte sie sich davon? Ich würde ganz sicher nicht ihre Hausaufgaben machen, wenn es das war, worauf sie abzielte. Trotz der Schikanen hatte ich mein kleines bisschen an Stolz nicht verloren.
      Gerade überprüfte ich den Zustand des Mangas und mir war deutlich anzusehen, dass ich über die Falten in den Seiten überhaupt nicht froh war, ich hätte keinen Manga mit in die Schule nehmen sollen, hatte ich den aus dem letzten Mal nichts gelernt? Aber ohne war es hier einfach sterbens langweilig.
      „Hm?“, realisierte ich erst jetzt wirklich, was das Mädchen zu mir gesagt hatte und ich starrte sie mit großen, ungläubigen Augen an. Sie hatte den Manga vor kurzem durchgelesen? Sie?
      „Du... du magst also... The Hero of Darkness?“, konnte ich es immernoch nicht glauben und das staunen wich misstrauen. Versuchte sie gerade sich einzuschleimen? Sie tat doch nicht nur so... oder?
      „... wie hat sich der Hero in Band 3 aus der Falle des Elfenkönigs befreit?“, wollte ich von ihr wissen. Wenn sie den Manga wirklich gelesen hatte, dann sollte sie eine so einfache Frage ganz einfach beantworten können, nicht wahr?
    • Er musste sich gerade bestimmt sämtliche falsche Vorurteile gegen mich ausgedacht haben. Ich lächelte gelassen, schließlich hatte ich ihn ja nicht angelogen! "Er hatte sich mit seiner neugewonnenen Fähigkeit mit den dunklen Sensen aus der Falle raus geschlitzt und konnte anschließend auf diese Weise auch den Elfenkönig bezwingen!" antwortete ich ihm, schwärmte dabei vom besagten Hero und schwelgte in Erinnerung an diese äußerst spannende Kampfszene. Dann schaute ich Mikoto lächelnd von der Seite an. "Du kennst wohl Wenige, die sich in deinem Alter noch für Manga interessieren, hm? Aber die gibt es noch, und eine davon steht genau vor dir.", sagte ich zu ihm und zwinkerte ihn dabei an. Dabei sah ich erst jetzt die Falten in den Seiten seines Mangas. "Oh, das sieht nicht so toll aus...", sagte ich mitfühlend. Dann kam mir eine gute Idee in den Sinn! "Hey, wie wär´s wenn wir mal zusammen in ein MangaConvention gehen?", schlug ich ihm vor mit großer Begeisterung in meiner Stimme. Dann könnte ich ihn besser auf andere Gedanken bringen, weg von Sakamuras Schikanen. Ob er dann mehr aus sich raus kommen würde? Ich würde zu gerne wissen, wie er hinter seinen Mangas und ausgezeichnete Schulleistungen wirklich ist!
    • Mikoto

      Zu seiner Überraschung hatte sie vollkommen recht und Mikoto war die Freude deutlich anzusehen als er „Das war meine Lieblingsstelle!“ von sich gab, ehe er sich daran erinnerte sich zu zügeln und räusperte sich kurz verlegen. Aber sie schien den Manga doch zu kennen, dann würde sie sich wohl kaum über ihn lustig machen... oder?
      „Hah?!“, konnte er im nächsten Moment jedoch nicht glauben, was er da gehört hatte. Sie wollte auf eine Convention mit ihm gehen? Mit ihm?! Wieso?!
      „Geht das nicht etwas zu schnell? Ich weiß doch noch nicht mal wie du heißt oder wer du bist!“, wusste Mikoto nicht recht, wie er mit dieser Situation umgehen sollte. Er würde schon gerne, aber... wenn er ehrlich war fürchtete er sich vor großen Menschenmassen und war schon seit Ewigkeiten nicht mehr auf einer Con gewesen.
    • Hikari

      Hikari schaute ihn nach dieser Aussage verwundert an, schließlich war sie die Schülersprecherin der Klasse und dadurch durchaus bekannt. Andererseits hatte er recht, sie beide kannten sich zu wenig, um schon was zusammen zu unternehmen. Sie dachte kurz nach, dann breitete sich ein Lächeln auf ihr Gesicht. "Da hast du recht, wir kennen uns nicht all zu lange. Aber das ändert nichts daran, dass wir beide an Mangas interessiert sind und uns dadurch ein gemeinsames Hobby teilen, was mich auch eher zu diesem Vorschlag gebracht hatte. Aber es zwingt dich niemand dazu! Ich möchte dir diese Möglichkeit nur anbieten. Du kannst es dir in Ruhe überlegen und für dich selbst entscheiden. Falls du doch gerne hin möchtest, kannst du dich jederzeit bei mir melden.", sagte sie seelenruhig zu ihm. Die Schulglocke läutete die Unterrichtsstunde ein. Sie nickte ihm noch zu und machte sich auf dem Weg zu ihrem Sitzplatz.
    • Mikoto

      Der junge Schüler starrte sie nur die ganze Zeit verwirrt an, hörte sie ihm überhaupt zu? Mikoto wusste schlicht und einfach weder, dass sie in der selben Klasse waren - was eigentlich wohl recht offensichtlich war, da sie sich im selben Klassenzimmer befanden, aber diesen Schluss zog Mikoto erst später - noch, dass sie Schülersprecherin war. Wieso er etwas so offensichtliches nicht wusste? Das lag schlicht und einfach daran, dass Mikoto es vorzog den Unterricht so oft wie nur möglich zu schwänzen, vielleicht verständlich, wenn man an das Mobbing dachte, dass er durchmachen musste und der Tatsache, dass er sich nicht besonders für seine Mitschüler interessierte. Lieber steckte er seinen Kopf in einen Manga oder gar sein Lehrbuch und versuchte so wenig wo möglich aufzufallen, damit Sakamura ihn nicht wieder zum Ziel nahm, aber das gelang ihm nur selten.
      Mikoto blickte der Schülersprecherin nach, wusste er doch nicht, wie er mit dieser überschwänglichen Freundlichkeit umgehen sollte. Aber das musste er ja nicht, denn der Unterricht begann und Mikoto setzte das Lesen seines Mangas fort, versteckt hinter seinen Schulbüchern.
      Selbst wenn es dem Lehrer auffiel, so drückte er doch das ein oder andere Auge zu, da zumindest seine Noten gut waren und außerdem wollte er sich wohl kaum in seinen Mobbing fall einmischen, so war sich Mikoto sicher.
      Einst hatte er versucht seine Probleme einem Lehrer zu schildern, aber den einzigen Rat, den er bekommen hatte, war sich anzupassen, was Mikoto jedoch nur dazu gebracht hatte sich die Haare zu färben.

      Nachdem die Schulglocke ein weiteres Mal ertönte und den Start der Mittagspause somit einläutete, erhob sich Mikoto, noch bevor ihn jemand aufhalten konnte und machte sich auf den Weg in die Bibliothek, wo er wenigstens seine Ruhe hatte.