akihi. (Attari & Akira)

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    • akihi. (Attari & Akira)


      "the selfish blood runs through my veins,
      I gave up everything for fame,
      I am the lie that you adore."


      19X0. Menschen sind grauenhafte Kreaturen. Genau diese Erfahrung macht Angel in seiner Kindheit. Seine Mutter starb ein paar Jahre nach seiner Geburt und sein hart arbeitender Vater erkrankte vor einigen Monat plötzlich schwer, verlor seine Arbeit und hat damit kaum Geld sich oder sein Kind zu ernähren, geschweige denn sich das notwendige Geld für seine Medikamente zu leisten. Verwandte gab es keine, die den beiden helfen wollten und auch Außenstehende wandten sich von ihnen ab, nur um nicht mit der Situation belastet zu werden. Der Glaube, die Welt sei ein grauer Fleck, an welchem jeder nur an seinen eigenen Vorteil dachte, war kein falscher. Angel hingegen, erfüllt von kindlicher Naivität, beginnt die Schule zu schwänzen und sich nach Arbeit in der Nachbarschaft zu erkundigen, um sich die Medikamente für seinen Vater irgendwie leisten zu können - egal wie klein der Betrag, Angel lässt sich darauf ein, beschwert sich kein einziges Mal darüber und verrät seinem Vater nichts davon. Dennoch reicht das Geld einfach nicht aus, um irgendetwas damit zu kaufen, weswegen Angel den Kopf in den Sand stecken möchte. Unverhofft landet der Junge, fehlgeleitet vom Trubel der Stadt, in der Apotheke von Farrenhayt, die ihm zuvor noch nie aufgefallen war. In dieser angekommen wird er von gefühlt abertausenden Schränken begrüßt und einem Mann, der inmitten dieses Schränke und Pflanzen an einem Tisch sitzt und lästigen Papierkram erledigt, während zu seiner linken eine Zigarette in einem Aschenbecher niederbrennt und zu seiner rechten ein Räucherstäbchen vor sich hin dampft. Kaum erhascht Farrenhayt einen Blick auf Angel, bittet er den Jungen näher an sich heranzutreten und fragt ihn darüber aus, was genau ihn an einen solchen Ort führt und womit er ihm helfen könne. Angel, verzweifelt und in kindlichem Eifer, erzählt dem Fremden all das, was ihm bis jetzt widerfahren sei. Mehr braucht es anscheinend auch nicht, denn der sonst so grimmig dreinblickende Apotheker entscheidet sich dazu, dem Jungen zu helfen - er schenkt ihm die Medizin, die sein Vater benötigt, wenn er eine Woche für den Apotheker arbeitet. Angel willigt ein, der Meinung es sei leichter gesagt als getan, aber aus den abertausenden Schränken die richtige Medizin zu holen, stellt sich als eine schwierigere Arbeit heraus, als ursprünglich gedacht. Kaum neigt sich die Woche dem Ende zu, macht Farrenhayt Angel nicht nur ein Geschenk, sondern gleich zwei: die Medizin, die er ihm versprach und die Fähigkeit, zu wissen, wo und in welchem Raum sich welche Gegenstände befinden, sobald er diesen betritt. Angel verlässt die Apotheke daraufhin ein letztes Mal und scheint nicht imstande zu sein, diese wiederzufinden.

      El ist mittlerweile Ende zwanzig. Sein Vater hat die Krankheit überlebt und arbeitet wieder. Er hat, nachdem das Schlimmste überstanden war, einen bravourösen Schulabschluss hinter sich gebracht, an einer der besten Universitäten des Landes studiert und befände sich am besten Wege, erfolgreich zu werden und die Karriereleiter hochzuklettern, wäre da nicht das Abschiedsgeschenk von Farrenhayt. Egal was passiert, wohin sich ein Objekt bewegt, das jemand verlegt hat, oder anderes - El weiß genau, wo sich dieses befindet. Das einzige Problem daran ist, dass es El schwer fällt, darüber still zu sein - und ihm keiner glaubt, dass es Intuition zu sein scheint. Immer wieder wird er gefeuert, weil man ihn für fehlende Dinge ankreidet und behauptet, er würde diese stehlen oder verstecken, nur, weil er weiß wo sich diese befinden. Verzweifelt über seine aktuelle Lage, auf der Suche nach einem neuen Job, wandert er durch die Stadt, um herauszufinden, wie er schnellstmöglich einen bekommt - ohne es zu realisieren zündet er sich eine Stresszigarette an, lehnt sich an eine fremde Hauswand und verflucht die Welt und ihre Bewohner. Laut genug scheint El dabei zu sein, denn Farrenhayt streckt seinen Kopf zur Tür heraus - sofort zeichnet sich ein schelmisches Grinsen auf den Lippen des Mannes ab, der kaum gealtert zu sein schient. El erkennt seinen alten "Freund" sofort wieder, bevor er realisiert, dass er ausgerechnet vor dessen Apotheke gelandet war, die nach all den Jahren noch immer gleich aussieht - so wie deren Besitzer. Ein kurzer Austausch, mehr braucht es nicht, damit Farrenhayt El in seinen Laden einlädt, ihm Tee serviert und erneut seinem Werdegang lauscht. Kurzerhand bietet er El eine Stelle als sein Assistent in der Apotheke an, immerhin hat er eine ziemlich nützliche Fähigkeit, die ihm verrät, in welchem Schrank sich was befindet. El, der bereits in der Schuld des Anderen steht, willigt eher unfreiwillig ein, während er sich selbst einredet, er würde nur so lange hier arbeiten, bis er wieder einen richtigen Job findet. Das einzige Problem daran scheint zu sein, dass Farrenhayt gar nicht vor hat, seinen neuen Assistenten gehen zu lassen, denn wer die Apotheke einmal betritt, gehört schon zum festen Inventar dieser - selbst dann, wenn nur als unförmiger Geist.

      Farrenhayt Raggin = @Attari
      Angel "El" Zhang = @Akira

      Vorstellung.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Grundsätzlich war es falsch, sich selbst zu verteufeln und das wusste El - er kannte die Aspekte seines eigenen Lebens viel zu gut, aber konnte sich auch nicht dabei helfen, wenn er wieder Dinge sah, die gar nicht dort waren, oder von dessen Existenz er gar nicht wissen sollte. Ein eidetisches Gedächtnis, auf nationaler Ebene, oder zumindest auf dem seiner ehemaligen Kollegen. Nur, weil er wusste, wo Dinge sich befanden, hieß das noch lange nicht, dass er sie absichtlich versteckt hatte, oder an Orten herumgeschnüffelt hatte, an denen er nicht zu sein hatte - und hochkant entließ man ihm aus dem nächsten, langweiligen Bürojob in einem faden, grauen Gebäude. Die Hoffnung, vielleicht doch noch etwas aus seinem Leben zu machen, hatte eine schwindende Tendenz - und all das brannte sich in seinen Schädel, der offensichtlich schon bessere Tage hinter sich hatte. Wohin mit ihm und was war es, wonach er sich selbst rühmte? Eigentlich hatten solche Fragen keine Existenzberechtigung, nach ein paar gescheiterten Bewerbungen würde er das Richtige finden, etwas, das ihn ein paar Monate beschäftigen würde und vielleicht sollte er sich nebenbei die Fähigkeit beibringen, die eigene Klappe zu halten - sein loses Mundwerk und seine Hilfsbereitschaft waren es doch, die ihn nicht nur aus dem Konzept brachten, sondern ihm auch allerhand Arbeitsplätze beraubten, die er eigentlich für viele Jahre sein eigen nennen könnte, würde er sich darum bemühen. All das lag allerdings in einer Realität, in der er nicht war, wer er war und in der er, vermutlich, noch beide Eltern hatte und nie die Hilfe eines Apothekers annahm.

      Ein Seufzen verließ seine Lippen, kaum schlenderte er durch die Stadt - vielleicht gab es doch auch die Möglichkeit, dass man ihm dieses unerwünschte, dritte Auge wieder nahm? Angel bezweifelte es, wusste er doch sogleich, dass er schon so oft nach der hiesigen Apotheke gesucht hatte, in der er ein paar Tage, die sich wie eine halbe Ewigkeit anfühlten, verbracht hatte - er hatte sie nie wieder gefunden, egal wie sehr er nach ihr gesucht hatte, sie schien vom Erdboden verschluckt. Das, was vermutlich viel schlimmer daran war, schien jedoch, dass jede Person, die sich in der eigentlichen, unmittelbaren Nähe besagter Apotheke befanden, noch nie von ihr oder dem krummen Gebäude gehört hatten, nach dem der Schwarzhaarige seit Jahren so eifrig suchte. Einen Glimmstängel klemmte er sich zwischen die spröden Lippen, ehe er ihm mit einem mehr schlecht als recht funktionierenden Feuerzeug eine Flamme gab, ansog und das Feuerzeug, bei nächster Gelegenheit, in einem der beinahe schon überquellenden Mülleimern entsorgte. Wo zum Teufel war er hier gelandet? Wirklich ausmalen konnte Angel es sich nicht, weswegen er sich dazu entschied, sich gegen die nächstbeste Hauswand zu lehnen, ohne wirklich einen Blick oder Gedanke zu verschwenden, wo er gerade stand - und sich schlussendlich durch das lockige Haar fuhr, um mit seinen Fingern ein paar der unbändigen Strähnen loszuwerden. Währenddessen wanderte sein Blick, seine Gedanken taten es auch und irgendetwas verleitete ihn dazu, lauthals herumzufluchen - in der Hoffnung, nicht wirklich gehört zu werden. Tatsächlich schien er sich allerdings auf die falsche Hoffnung verlassen zu haben, als die Tür zu seiner Rechten sich öffnete, El sich umwandte und schon ein "Es tut mir leid" anstimmen wollte, bevor sich seine Iriden vermutlich verkleinerten, als er den Blick auf ein altbekanntes Gesicht erhaschte. "Was zum-? Fa-? WAS?" Spielte das Schicksal gerade mit ihm? War der Typ keinen Tag gealtert? Was zum Teufel!?
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    • Eine Stimme ruhiger Natur erklang, alte Worte einer fremden sprach aus einem Buch entnehmend. Sie erfüllte den Hauptraum des Aurum mit gedichteten Worten, deren Bedeutung sich niemand allzu sicher sein konnte.
      Am Fenster saß in eleganter Silhouette der Apotheker, von den Strahlen der Spätsommersonne angestrahlt und einen langen Schatten in die endlichen Weiten des Raumes werfend. Er saß auf einem der dunklen Sessel vor der verschmutzen Schauscheibe des Ladens. Ihm gegenüber stand ein weiterer Sessel, dessen Sitzfläche allerdings leer war. Seine Augen blickten über die vor dem Fenster liegenden Straßen, folgten den vorbei ziehenden Menschen. Jeder von ihnen folgte dem nimmer endenden Trott des eigenen Lebens, ohne auch nur einen Blick auf die Seiten des zu verfolgenden Pfades zu richten. Doch so war es nun einmal: Ein menschliches Auge würde erst finden, wenn der Zeitpunkt dafür reif war… Ihre Natur schien sie vom erkennen abzuhalten…
      Seine Augen hellten erst plötzlich auf, als direkt hinter der schattigen Scheibe eine Bewegung zu vernehmen war. Ein Schmetterling tänzelte zwischen den auf der Scheibe stehenden Buchstaben auf und ab. Ein weißes Geschöpf, dessen empfindliche Flügel zu leuchten schienen…
      Das melodische Gedicht aus dem Hintergrund wurde mit einem Mal von geräuschvollen Schritten überdeckt und kam schließlich zu einem abrupten Ende. Ein Hund kam in das ruhige Zimmer gestürmt, in welchem der Apotheker saß. Die plötzlichen Geräusche ließen ihn seinen Blick von den Menschen abnehmen. Das bellen klang zu jenem Zeitpunkt zwar schon derart nah, aber damit nur ein massives Fellbündel im Blick zu haben, rechnete er nicht.
      Er erfasste die Situation - Die Hündin war ins Zimmer gestürmt und in aller Freude auf ihn eingefallen…
      „ Chienne...", gab er völlig überrumpelt von sich, als er sich unter dem Hund wiederfand. Einen Moment verharrte er und bemusterte das Bild, welches Cheinne über ihm abgab. Der Hund war kräftig und besaß ein Schultermaß von über 60 cm. Mit grauen und silbernem Fell überzogen, funkelten seine dunklen Augen abwartend. Er hatte sie einst mit einer Hand halten können, heute versuchte er es nicht einmal seine Hände schmutzig zu machen. Mit schwerem Seufzer ergriff eine unsichtbare Macht den Körper der Hündin und verfrachtete ihn zurück auf den Boden.
      Der Apotheker ließ sich in den Sessel zurückfallen und ließ seinen Blick von dem enttäuscht wirkenden Fellbündel in Richtung der Theke wandern.
      „ Aurifer…“, jammerte er. „… Wieso gehorcht Sie nach…“ er hielt inne und überlegte. „… nach was weiß ich wie vielen Jahren immer noch nicht ?!“
      Ein trockenes Lachen folgte als Antwort. Ein Buch fiel aus dem Regal und gab den Blick auf die dort residierende goldene Statue frei, welche mit leicht verzogenem Gesicht des Apothekers Blick erwiderte. „ Du bist eben mies darin jemandem etwas beizubringen! Sie es endlich ein und gib auf, der Köter wird niemals auf das hören, was du sagst!“, ein Geräusch des Triumphes entfloh dem Goldenen. „ Du bist eben auch ein mieser Verlierer! Willst dir nicht eingestehen, dass ich die Wette gewonnen habe!“, hing er in neckischer Miene an.
      Der Apotheker verzog sein Gesicht und wandte den Blick mit Schwung ab. „ Von den 10 Jahren sind noch 3 Wochen übrig…“, entgegnete er grummelnd.
      Aurifer lachte einmal mehr auf. „ Ja sicher! In 3 Wochen wirst du dem Hund noch etwas mehr beibringen…“ Unter dem Lachen des Goldenen wandte die menschliche Gestalt den Blick auf die Hündin, welche ihren Kopf mit einem fragenden Geräusch in eine schiefe Haltung legte.
      „ Hmmm…“, grummelte der schwarzhaarige und legte seine Hände auf die Wangen des Tieres unter die Ohren. Er zog den Kopf des Tieres mit einem Ruck näher und blickte ihr intensiv in die ahnungslosen Augen. „ Du wirst schon noch was…“, sagte er dann und setzte ein leichtes Grinsen auf seine Lippen. „ Wir können doch nicht gegen Aurifer verlieren! —"
      „ HEY!“
      Der Goldene grölte plötzlich mit lauter Stimme, sodass der Apotheker hochschreckte und wütend in dessen Richtung blickte. „ Zerstör nicht meinen Moment…“
      „ Post…“, entgegnete Aurifer nur laut. Die menschliche Gestalt nickte nur, drehte sich um und blickte aus dem Fenster. Ein Schmetterling saß dort an der Scheibe, die weiße Kreatur, welche er zuvor schon gesehen hatte. Er schoss in die Höhe und ließ von dem grauen Hund ab, an welchem er sich mit schnellem Schritt vorbei schob und zur Türe stürzte. Jene stieß er mit Schwung auf. Die dumpfen Klänge, welche von draußen erklangen, hatte er bisher ignoriert. Sie verstummten jedoch plötzlich, als der Apotheker der offensichtlichen Quelle jener Geräusche in die Augen blickte. Ein Mann, Mitte bis Ende 20 lehnte an der ockerfarbenen Fassade des Aurum, direkt neben der schwarz angestrichenen Türe, welche soeben zurück in den Rahmen fallen wollte, doch an dem Ladenbesitzer nicht vorbei kam.
      Der Ladenbesitzer blieb ein wenig verdutzt stehen, während der andere eine Reihe von Emotionen zu durchlaufen schien. Erst eine dumpfe Miene, die Seine Frustration zum Ausdruck brachte und dabei war sich aufzuhellen und eine halbwegs freundliche Entschuldigung von sich geben wollte und dann ein Ausdruck puren Schocks und letztlich Verstehens. Ein wenig verwirrt blickte der Apotheker zurück, zog allerdings die Schultern nur zu einem Zucken hoch. Er trat aus der Tür und stürzte sich vor die Scheibe. Mit beiden Händen, welche sich zu einer Kugel formten, packte er den weißen Schmetterling.
      „ Hab dich!“, grinste er und erhob sich wieder in Richtung Türe. Das starre Gesicht blickte ihn noch immer an und gab nun ein paar gestotterte Worte von sich.
      Der Apotheker legte den Kopf ein wenig schief und trat zurück zur Tür, durch welche er gerade gekommen war. „ Ich nehme an Sie haben einen Grund für derart unhöfliches langes anstarren!“, entgegnete er, als er bei dem Mann stand.
    • Was hatte er erwartet? Eigentlich glaubte er, dass die sonderbare Apotheke und jedwede Geschehnisse in dieser nicht mehr als ein Traum waren, etwas das gar nicht interessierte und das er sich ersponnen und erlogen hatte, um sich seine übernatürlichen Fähigkeiten erklären zu können, die im Erwachsenenalter mehr einer Bürde als einem Geschenk glichen. Vermutlich hatte sein ohnehin gealtertes Gehirn allerdings erwartet, den familiär wirkenden Fremden ebenfalls in einer der Zeit angepassten Aufmachung zu sehen - aber nein, El war sich durchaus sicher, dass Farrenhayt keinen Tag älter wirkte, als er es damals getan hatte - vielleicht etwas müder, aber die wenigen Details über bis zum Mond reichende Augenringe hatten sich nicht gerade in das verwirrte Köpfchen des existenzhassenden Mannes gebrannt, der sich selbst nicht mehr als Jungspund bezeichnen würde, obwohl er die Schwelle zu dreißig gar nicht erst erreicht hatte. Momentan starrte er einfach nur den Apotheker an, als würde er nach einem Detail suchen, an das er sich erinnern konnte, nach etwas, das sich geändert hatte, aber nicht an seiner Kleidung, oder aber seinem Benehmen - Angel war, im wahrsten Sinne des Wortes, verblüfft und schockiert zu gleich, so sehr, dass er obgleich des blaugrauen Rauchs in seinen Atemwegen husten musste und den sich langsam aber sicher in Asche auflösenden Glimmstängel beäugte, den er noch immer zwischen Zeige- und Mittelfinger geklemmt hatte, ehe sein von Verwirrung durchzogener Blick wieder zu Farrenhayt wanderte, der sich geradewegs nach etwas streckte, auf das er selbst keinen guten Blick erhaschen konnte. Zumal, was interessierte ihn das auch?

      Lieber hätte er mit dem Wissen gelebt, der werte Herr, der sich in all seiner lebenden Exzellenz vor ihm rekelte, war nicht mehr als ein Ausgeburt seiner blühenden, kindlichen Fantasie, aber selbst der gewaltige Flashback, der ihn an diesem Punkt durchzuckte, kaum wandte er sich zu der gläsernen, beinahe schon familiären Scheibe um, ließ ihn wissen, dass er gefunden hatte, wonach er all die Jahre unterschwellig gesucht hatte - und es ließ seinen Schädel schmerzen, kaum erreichte sein Blick erneut die Augen des Apothekers, die er ihm vermutlich noch aus dem Schädel pflücken würde, starrte er sie weiter so eindringlich an. "Ich, äh ... Entschuldigung!", gab er sofort zurück und wandte den Blick ab, als man ihm auf den Schlips stieg, ihn auf frischer Tat erwischte und ihm aufzeigte, dass es vielleicht nicht sein drittes Auge war, das ihm all diese zwischenmenschlichen Probleme bereitete, sondern eher sein eigenes, durchaus unfreundliches Auftreten, das sich in andere Leute Köpfe schlug, als wären sie Nägel, die Holz malträtierten. "Grundsätzlich ja?", entkam es ihm schlussendlich, als er einen Schritt nach vorne, zur Tür, machte und den noch brennenden Glimmstängel zu Boden fallen ließ, ihn unter seinen Schuhen zerdrückte und Farrenhayt erneut anstarrte. "Ich würde einen Gefallen von d- Ihnen brauchen. Ich möchte etwas loswerden und es hat mich fast zwei Jahrzehnte gekostet, diese verdammte Apotheke wiederzufinden", erläuterte er dem nun Fremden mit einem schweren Seufzen. Die anfängliche Vertraulichkeit, die diese Situation versprühte, schien im Wind zerstoben und das beinahe schon schmerzhaft pochende Herz in seiner Brust, das vor lauter Aufregung über seine eigene, bevorstehende Befreiung vollkommen durchdrehte, half ihm in diesem Aspekt nicht. "Mir wurde ein Geschenk gemacht, das ich gerne an den Besitzer - also Sie - retournieren will. Aber ich habe dummerweise keine Ahnung wie, das Geschenk existiert nicht auf physischer Ebene."
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    • Die helle Fassade des Aurum wurde einzig durch die dunklen Rahmen von Tür und Fenster durchbrochen. Die in die vermutlich aus schwarzem Ebenholz bestehenden Rahmen fassten dreckige Scheiben ein. Auf dem großen Schaufenster des Ladens stand in geschwungenen goldenen Buchstaben die Worte „Aurum“ und darunter eine herzlose Werbung für die Leistungen, welche der kleine Laden anbot: „ Medizin aller Art, Schicksalszauber und Weiteres“ . Nur ein aufmerksamer Geist würde allerdings erkenne, das sich die Sprache stets änderte und sich an die gewohnten Worte des Kunden anpasste, sodass jeder sie zu stehen vermochte.
      Ein Blick durch die Scheibe war ebenso Inhaltslos wie die wöchentlichen Horoskope der Zeitungen. Mehr als die eigene Reflexion gelang es nicht zu erkennen. Das Glas wirkte zu jeder Zeit des Jahres so wie ein Spiegel.
      In diesem Moment spiegelte sich der Schatten des Apothekers darin. Eine schlanke Gestalt in altertümlich anmutender Kleidung. Ein halb aufgeknöpftes Wams auf schwarzem Stoff, der bei genauerem hinsehen feine Musterungen offenbarte. Darunter ein weißes Hemd, dessen Kragen über einer lose gebundenen Krawatte lag und von einer kleinen Kette an den Zipfeln verbunden wurde. Für einen Moment schien jenes Bildnis zu erbeben und offenbarte eine gehörnte, pechschwarze Silhouette.
      Der Apotheker verließ die gefensterte Front und trat zurück an die Türe, noch immer unter dem Blick des Frappierten. Sein neutraler Ausdruck wich einem durchaus Entrüsteten, während er den Menschen vor sich auf dessen Unhöflichkeit aufmerksam machte. Mit Misstrauen betrachtete er den Menschen, welcher sich nun entschuldigte. Die Augen des Apothekers folgte für einen Moment der zu Boden fallenden Zigarette, ehe sie wieder hinauf zischten und den Menschen fixierten. Aurifer beschrieb den eindringlichen Blick des Apothekers stets als unangenehm, da seine Augen angeblich bei zu langem hinsehen einen kaleidoscopeartigen Effekt entwickelten und Übelkeit verursachten. Der Mensch erwiderte den Blick noch, er war so vor die Türe getreten, dass der Ladenbetreiber ihm unangenehm nahe treten müsste, um sich durch die schmale Lücke zu quetschen, welche blieb.
      "Grundsätzlich ja?"
      War es über die Lippen des Mannes gewichen, von welchem niemand in dieser Situation eine Antwort erwartet hätte. Er erregte des Apothekers Aufmerksamkeit, sodass jener eine bequemere Haltung annahm und den Worten seines Gegenübers lauschte. Einen Gefallen wollte er also? Der erste Versuch eines abgebrochenen „Du“ wurde sogleich durch ein höfliches „Sie“ ersetzt, als es dem Sprecher auffiel. Trotzdem blieb der Rest des gesagten in einem eher unfreundlichen Terrain. Fast zwei Dekaden hatte er das Aurum gesucht? Und das um etwas los zu werden?
      Der Apotheker zog eine Augenbraue hoch und bekam sogleich auch schon die Spezifizierung, die er brauchte. Ein Geschenk? Das nicht existierte auf physischer Ebene? Er schüttelte mit einem leichten prusten seinen Kopf.
      „ Das Aurum findet man nicht, wenn man es sucht… Nur wenn man es braucht!“, begann er. Der Apotheker tätigte einen kräftigen Schritt auf den Mann zu und blickte einmal mehr intensiv in dessen Augen. Ein zwielichtiges Lächeln zeichnete seine Lippen, als er fortfuhr. „ Ich fürchte leider, dass sie sich irren! Ich habe noch nie in meinem Leben ein Geschenk gemacht, noch habe ich es in Zukunft vor… Und ebenso wenig nehmen wir bereits erworbene Ware wieder zurück, heute nicht und in Zukunft auf nicht!“ Er deutete auf das Schild in seiner Tür, auf welchem Klein seine Worte bestätigt standen.
      „ Keine Rücknahme und Rückerstattung!“
      Der Apotheker nickte ein weiteres Mal zur Türe und fuhr fort: „ Sie versperren meine Tür, werter Herr! Ich bitte sie zurück zu treten!“
      Er stufte seinen Gegenüber als belanglos ein. Sein Verhalten ergab in seinen Augen keinen großen Sinn, beachtete man die Tatsachen und Regeln des Aurum. Von Zeit zu Zeit kam es allerdings vor, dass einem unbeteiligten der Laden auffiel und es zu seltsamen Vorfällen kam. Die meisten erinnerten sich ein paar Minuten später nicht einmal mehr an die Interaktionen mit dem Ladenbetreiber… Das hier war sicherlich nichts anderes. Er behielt sein Lächeln auf und wartete, dass der Fremde die Tür freigab und er eintreten könnte. Die Post in seinen Händen wollte immerhin gelesen werden…
    • Einen sogenannten Wiedererkennungswert wies Angel nicht auf, das wusste er selbst gut genug - die wenigen Kinderfotos, die existierten, waren immerhin etwas, das er nicht oft mit sich herumschleppte und wenn doch eine neugierige Person hinterfragte, wer der werte Herr in seiner Kindheit war, dann erkannte man ihn nicht als solches, als hätte sich nicht nur sein Charakter komplett verdreht, sondern auch sein Gesicht, was obgleich der menschlichen Beständigkeit dieser Welt keinen Sinn ergab. Viele von ihnen würden daran zweifeln, dass es überhaupt eine Art Zwischenwelt oder ähnliches gab und so tat auch er es grundsätzlich, gäbe es da nicht die kleine aber feine Reißlinie, an der man zu ziehen hatte, um seinen Kopf mit Gedanken und Wissen zu füllen, nachdem er nie gefragt hatte. Deutete er die zuvor erworbene Fähigkeit als ein Geschenk, dann war es nicht mehr als Pech, das man auf seinen Kopf träufeln hatte lassen, eine Dornenkrone, die - so missraten sie auch war - erst im Alter zu klein wurde und sich jetzt, sehr offensichtlich, in seine Schädeldecke grub. El war, wenn auch der Wahrheit größter Freund, beinahe schon wie davon besessen, diese übernatürliche, abseits der Norm befindliche Fähigkeit loszuwerden, irgendwie, und dabei konnte ihm nur eine Person helfen - und diese Person schien entweder das Wissen über ihn abzulehnen, oder aber viel eher daran interessiert, sich seinen grundsätzlichen Aufgaben zu widmen. Die Apotheke, das Aurum, wie auch immer es sich nannte, hatte sich äußerlich kaum verändert, gleich wenig wie dessen Besitzer - bandelte er wirklich nicht mit der Welt der Träume an, war er wirklich wach und hatte er wirklich gefunden, wonach er suchte? "Deswegen suche ich schon so lange danach. Vielleicht bin ich endlich verzweifelt genug, um es zu brauchen", greinte er unzufrieden - das hier war kein Zufall, vielleicht war es doch eher Schicksal.

      Wer sein Herz nicht auf der Zunge trug, der hatte ohnehin schon verloren - das wusste sogar Angel, der lieber den Mund halten sollte, wenn er sich nicht gerade damit befasste, die Geheimnisse seiner Mitmenschen und der kleinen, aber feinen Bürowelt, in der er sich verstrickte, für sich zu empfangen und unabsichtlich heraus zu posaunen, ohne vorher darüber nachzudenken. "Geschenk, Fluch, was auch immer - ich verlange keine Rückerstattung", erwiderte er, als er auf das Schild sah, das wahrhaft schon die ganze Zeit dort hing. "Ich will einfach nur aufhören, Dinge zu sehen und zu wissen, die mich nichts angehen. Das passt nicht zu meinem losen Mundwerk", erläuterte El weiter, als würde er gerade nicht wissen, wie er sich nicht wie ein Irrer aufführen konnte - vermutlich glaubte Farrenhayt, er hatte keinen Schrank für seine Tassen und jonglierte diese nun, bis eine zu Boden fiel, zerbrach und er sich an den Scherben schnitt. Was sollte er auch großartig tun? Würde er jetzt aufgeben, so glaubte er, er würde das Aurum nicht mehr brauchen, es nicht wiederfinden - egal was es war, er würde sich vermutlich an dem zweischneidigen Schwert schneiden, das er gerade - metaphorisch - in den Händen hielt und dem Apotheker den letzten Nerv rauben. "In Ordnung, aber ... ach, verdammt. Ein Apotheker kennt vermutlich viel zu viele Leute, als dass du mich wiedererkennen würdest", fing er an und plapperte los, ohne wirklich Rücksicht darauf zu nehmen, dass er ohnehin schon als verrückt abgestempelt werden musste. "Ich weiß, dass du Farrenhayt heißt und ich weiß, dass diese Apotheke auftaucht, wenn ich sie brauche und nicht, wenn ich sie suche - das wird mir jetzt klar. Auf alle Fälle habe ich, seitdem ich in meiner Kindheit eine Woche in dieser Apotheke verbracht habe, die Fähigkeit, Dinge zu finden, von dessen Existenz ich gar nicht weiß - egal was, ich finde es auf Anhieb, selbst wenn keiner danach sucht, oder der Suchende es in meiner Nähe gar nicht erwähnt. Auf alle Fälle ist dieses Geschenk, das du mir offensichtlich nie gemacht hast, mehr wie ein Fluch den ich auf Teufel komm raus nicht loswerden kann. Also, Hilfe - bitte?" Angel machte vermutlich keine Anstalten, Farrenhayt wirklich aus dem Weg zu gehen, weswegen er schluckte, bevor er anheftete. "Irgendwie, ich nehme jede Hilfe, die du mir geben kannst - ansonsten verliere ich wirklich den Verstand, Farrenhayt."
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    • Die Fremde Nervensäge schien unglücklich über die abweisenden Worte des Apothekers, welcher nichts mehr als seine Ruhe zurück haben wollte. Seine Augenlider begannen zu zucken, als einmal mehr des Mannes Stimme in seine Ohren drang. Verzweiflung soll ihn zum Aurum geführt haben?
      „ Werter Herr, das ist unwahrscheinlich! Eine verzweifelte Seele führt Sie sicherlich nicht vor meine Tür!“, entgegnete der Apotheker mit gezwungener Freundlichkeit. Eigentlich mochte er die Verzweifelten am liebsten… Gerade jene die die Grenze ihrer Möglichkeiten schon lange überschritten hatten und bereit waren alles zu tun und zu geben, um ihren Willen noch zu erreichen. Jene Seelen waren verloren, sobald sie einen Fuß in die Räumlichkeiten des Aurums setzten, welches fähig war ihnen jeden Wunsch zu erfüllen.
      Das erzwungene Lächeln der menschlichen Form verschwand, als der Fremde weiter sprach und den Hinweis missachtete, dass sie ebenfalls nichts zurücknahmen, was einmal über den Tresen hinweg verkauft worden war!
      Ein unbedeutender Mensch mehr, an welchen der Apotheker gerade die letzten Reste seiner guten Laune verlor… Bevor sein Schatten die unmenschliche Natur des Mannes offenbarte, begann neben seinen Augenlidern nun auch noch sein Mund zu Zucken, als er sich wieder in das Lächeln zwingen wollte, und die schwarzen Nägel seiner Hand gruben sich in den Stoff des Handschuhes an seiner linken Hand. Es gab einst andere Menschen wie diesen Fremden heute, die dachten es sei klug den Apotheker des Aurum mit belanglosen Dingen zu nerven. Einst wandelten sie über die Straßen ihrer Stadt, bis zum unglücklichen Treffen… Er hasste eine derartige Zeitverschwendung! Stimmte die Laune, nahm er sich des Problems kurzerhand an: Seine Wut an einem Menschen auszulassen kam von Zeit zu Zeit sehr gelegen. Immerhin besser als sein Eigentum zu demolieren und sich um Ersatz sorgen zu müssen…
      „ Was ein Irrer…“, schoss es ihm durch den Kopf. „ Ob die Welt ihn wohl vermissen würde?“
      Er versuchte sich einzureden, dass es nicht anständig war einen Menschen zu entführen und als Stressabbauer zu nutzen… Doch auf der anderen Seite dachte er daran, dass er kein Mensch war. Welchen Grund hätte er sich an menschliche Regeln und moralische Vorstellungen zu halten? Gab es so etwas überhaupt für ihn?
      Seine Gedanken kreiselten, während der Fremde zu plappern begann. Die Augen des Apothekers kniffen sich langsam über der sich verdunkelnden Sklera zusammen. Sein Schatten begann zu Zucken, offenbarte die gehörte Seite des Mannes, welcher sich anstrengte ruhig zu bleiben und seine Natur zu verbergen.
      Wenn dieser Mensch erschreckt, hast du nur einen weiteren Grund ihn mitzunehmen… Sind überhaupt noch Gräber frei?“
      „… Also, Hilfe - bitte?" Das aufgezwungene Lächeln wurde breiter, als der ignorierte Wortschwall zu einem Ende kam und die Türe noch immer versperrt wurde. Das schlucken ließ die zusammen gekniffenen Augen des nicht amüsierten Apothekers zucken, denn es folgte eine weitere Rede. Wesentlich kürzer und auch langsamer gesprochen allerdings.
      Die Kreatur schlug die Augen auf, als sein Name ertönte. Zuvor hatte er sich keine Mühen gemacht jenen aus dem Wortfluss zu entnehmen.
      „ Ist also doch mehr an diesem Menschen dran?“
      Die Augen Farrenhayts waren inzwischen pechschwarz und sein Schatten von gehörnter Natur. „ Sie wollen meine Hilfe?“, fragte er mit einem Lächeln, welches seine spitzen Zähne offenbarte. „ Dann treten sie ein und sein mein Kunde!“
      Die schwarze Türe des Aurum schlug auf, ohne das auch nur ein Finger der Kreatur sie berührt hatte. Sie offenbarte den Anblick auf das Innere des Ladens - Einen großen Raum. Direkt gegenüber der Türe standen Regale und eine Hüft hohe Kommode, alles vollgestellt mit Fläschchen und kleinen Gläsern, sowie Kräutern und ein paar Utensilien. Zur rechten neben der Tür standen die Sessel und der kleine Tisch. Jenen gegenüber befand sich die Theke, dahinter eine Regalwand, größtenteils bestehend aus kleinen Schubladen. Einzig ein Segment war frei und mit einfachen Böden ausgelegt. Sie waren mit Büchern und der goldenen Statue gefüllt.
      Im selben Moment, in welchem die Tür aufgeflogen war, schob er auch den Fremden ein wenig beiseite und trat selbst in beschattete Innere seines Ladens ein, sich einmal umdrehen und den schwarzen Blick auf den Menschen richten.
    • Sich kurzzuhalten war für ein Plappermaul wie ihn weder ein leichtes, noch ein liebliches Unterfangen und doch schien es, als hätte er wortwörtlich einen Dämon heraufbeschworen, auch, wenn die bloße Annahme wohl ein Witz war, dem er selbst nicht gänzlich folgen konnte. Die Annahme, wer lebte, weil er es so wollte, war vermutlich keine Falsche, aber die Realisation, er wäre, wer er sein würde, wenn all das hier weiterhin vonstatten ging, war wohl etwas, das seinen Verstand, so wirr dieser auch war, offensichtlich benebelte. Fragmente seiner eigenen Existenz waren oft und einfach genug als nichts weiter abgestempelt als ein missglückter Versuch, sich in einer normalen, der Verrücktheit abgewandten Welt zurechtzufinden, die er bis zu eben jenem Zeitpunkt noch als sein Eigenheim ansah. Wieso auch ausgerechnet er? Er wollte seinen Vater heilen, nicht noch mehr in seiner kindlichen Eifer verlieren, als seine Mutter, die mehr einer gesichtslosen Statue in seinen Erinnerungen glich, als einer wahrhaft existierender Person, die ihn an irgendeinem Zeitpunkt seines bisherigen Lebens geliebt hatte - und alles, was er nebst dem bekam, war ein Geschenk des Teufels, vermutlich wortwörtlich, wenn El die Augen weiter aufreißen würde und die vor sich verändernde Mimik und Gestik als etwas unnatürliches ansehen würde - aber für den Moment schluckte er selbst den Kloß herunter, der sich in seinem Hals bildete, um sich nicht doch noch der Verzweiflung hinzugeben. "Vielleicht nicht, aber Zufall wird es auch nicht sein, oder?", bemerkte er, beinahe schon heiser - aber wäre es Zufall, dann würde nichts davon den vorangegangenen Worten entsprechen, die sie beide über ihre Lippen hatten wandern lassen. Verflucht, hatte er schon wieder zu viel geredet, oder wieso war ihm verdammt nochmal so mulmig zumute? Was auch immer der Grund, er fühlte sich nicht länger in einer Echokammer gefangen, die nur seine eigenen Worte an ihn zurückwarf - eine Veränderung.

      Hatte der Apotheker schon immer so ausgesehen? El war sich nicht sicher, aber all der Unmut, der sich urplötzlich in ihm ausbreitete, schien ihn nicht zu interessieren, nicht jetzt, wenn man sich endlich auf ihn und seine Probleme einließ. Hoffnung machte er sich selten, das wusste er, viel lieber ertränkte er sich selbst in Rauchschwaden und philosophierte über eine Existenz, die seiner nicht zur Gänze glich, aber doch einige Dinge von ihr abkupferte, nur um sie schöner zu machen. Ein bloßes Nicken folgte auf die Frage Farrenhayts, als hätte er eigentlich erwartet, endlich davongejagt zu werden, nochmals gesagt zu bekommen, er solle doch verschwinden und doch huschte der Apotheker an ihm vorbei, in das Innere seiner Behausung - und Angel wollte nicht länger hier draußen Wurzeln schlagen, darauf hoffen, dass ihm doch noch ein unwahrscheinliches Wunder widerfuhr, nein. Seine hageren Beine trugen ihn in das Innere des Aurums, einem Ort, der sich auch auf den ersten Blick nicht sonderlich verändert hatte - irgendwie fühlte es sich beinahe so an, als war ihm übel, sein Schädel pochte und sein Geruchssinn überhäuft mit Dingen, die er nicht mehr als einzelne Gerüche erkannte. Die pechschwarze Tür, die ihn vermutlich etwas zu sehr an die Augen, die ihn nun so eindringlich anstarrten, erinnerten, schloss er hinter sich, als hätte er ohnehin noch nicht den letzten Rest seiner Manieren abgelegt. Die Freude, die sonst in ihm aufköchelte, war zu einem Stillstand gebracht worden, während er dem bedrängenden Blick mit seinem eigenen entkommen wollte und eine Hand gegen seinen Nacken drückte, während sein Herz sich kontinuierlich aus dem üblichen Rhythmus bequemte. "Sieht zumindest noch immer gleich aus ...", murmelte er, bevor er seinen Blick wieder auf die Person vor sich richtete, die so offensichtlich nicht menschlichen Ursprungs war und noch offensichtlicher keinen Schabernack verstand. El rührte sich nicht vom Fleck, als hätte er Angst, dass ein weiterer Schritt dafür sorgen würde, dass er aus diesem Fiebertraum erwachte - stattdessen musterte er ein eher müdes Lächeln. "Wie gesagt, ich will diesen elenden Fluch loswerden, aber das scheint unmöglich", fasste er für sie beide zusammen, während er sich selbst unsicher war, ob er die Geheimnisse des Aurums wirklich aushielt - diese Kästen waren voll mit allerhand Dingen und nichts davon schien Sinn zu ergeben, zumindest nicht für ihn. "Was würdest du deinem Kunden vorschlagen? Du hast doch sicher irgendein Allheilmittel?", harkte er nach. Nun ja, der Tod wäre eine eher unfreundliche Option.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Eine Einladung des Apothekers ins Innere des Aurums. Der Hauptraum der Apotheke wirkte trotz seiner Größe klein. Zwischen den hohen Regalen aus ebenso dunklem Holze wie die Tür und der schummerigen Atmosphäre war es ein leichtes sich verloren zu fühlen. Das Heim der Kreatur besaß nur wenig Charme und kaum ein Mensch bei klarem Verstande würde diesen Ort behaglich oder wohnlich nennen. Welch ein Glück, dass die Kunden Farrenhayts sich entweder nicht um die Einrichtung scherten oder derart in Gedanken abgelenkt waren, dass sie keine Zeit besaßen sich darum zu kümmern.
      Er trat tiefer hinein. Mit festen Schritten auf die kleine Kommode zu, auf welcher allerlei Dinge standen. Das massive Möbelstück sah aus wie eine kleinere Ausgabe der hinter der Theke stehenden Regale. Sie bestand aus unzähligen kleinen Schubladen und dunklem Holz. Auf ihr standen Gläser, Bücher und seltsam anmutende Utensilien, welche Farrenhayt einst aus seiner Brauküche verbannt hatte. In eines jene Gläser entließ er den weißen Schmetterling, welche die letzten Minuten in seinen Händen gefristet hatte. Sobald das leuchtende Tier im Glas war, nahm er den passenden Decke und schraubte es zu. Trotz der schummerigen Art des Glases, war das leuchten des Schmetterlings leicht zu bemerken. Der Apotheker hob es hoch und musterte seine Post kurz, ehe er jene auf die Theke überfrachtete und sich seinem Kunden widmete.
      Dessen dunkles Haar glich dem der Kreatur bis auf die ebenso dunkle Farbe in keinem Stück. Die wirren Strähnen, die das noch immer ein wenig verwirrt wirkende Gesicht umrahmten passten Farrenhayts Meinung nach perfekt zu dem Menschen. Sie untermalten gut, wie er sich im Moment fühlen musste: Verzweifelt und überall mit dem Kopf, nur nicht dort, wo er mit seinen fast 30 Jahren wohl stehen wollte.
      Eine Weile starrten sie einander in Stille an. Der Apotheker fühlte den Blick Aurifers zunächst auf sich und dann auf dem neuen Kunden liegen. Doch der Goldene hielt still, sagte kein Wort und gab sich nicht als mehr als die Statue die er darstellte zu erkennen. Die Stille durchbrach eine offensichtliche Bemerkung, die Farrenhayt einmal mehr den Eindruck gab, dass der Mann schon einmal im Aurum gewesen sein musste. Doch antwortete der Apotheker auf diese Bemerkung nicht, in stummer nichts aussagender Haltung betrachtete er den Kunden einfach weiter.
      Der Fremde rührte sich nicht mehr vom Fleck, stand noch immer vor der schwarzen Eingangstür und drückte sich eine beruhigende Hand in den Nacken. Ein müdes Lächeln zeichnete sein Gesicht, ehe er erneut zum Wort ansetzte.
      Glaubt er tatsächlich verflucht zu sein?? Menschen sind doch schon amüsant mit ihren Annahmen über alles, was sie nicht verstehen…
      Seine Gedanken wurden nun doch unterbrochen, als Aurifers gehässiges Lachen ertönte. Die goldene Statue hatte ihre angestammte Position verlassen und krümmte sich auf dem Sockel nach vorn, als wolle er einen schmerzenden Bauch entspannen. „ Willkommen zurück, Menschling!“, bemerkte er mit seiner kratzigen Stimme nach den Lachschwällen. Der Goldene richtete sich auf und warf seine glimmenden Augen auf den Kunden, während der Apotheker seine Augenbrauen gegenüber seiner Begrüßung hochzog. „ Er war also tatsächlich schon einmal hier?“, fragte er die Statue hinter der Theke mit leicht genervter Miene.
      „ Sicher, Sicher!“, entgegnete der Goldene gelassen. „ Sag nicht, du erinnerst dich nicht…? Ist vielleicht 2 Dekaden her, aber auch nicht mehr…“, fügte er an. Farrenhayt erinnerte sich, dass sein Kunde eine ähnliche Zeitspanne erwähnt hatte.
      „ Also kein Neukunde…“, brummelte die Kreatur entnervt.
      „ Genau!“, bemerkte Aurifer gehässig. Die Situation machte mehr Sinn, wenn man sich die Art der Buchführung, welche der Apotheker nutzte oder auch nicht nutzte, vor Augen führte…
      Der Goldenen richtete sein Wort direkt an den bekannten Neuzugang im Laden. „ Setzt dich doch!“, sagte er und weiß mit der kleinen Hand auf die Sessel im Fenster. „ Nimm dir etwas Tee und Kekse, streichle unseren Hauseigenen Hund… Mach es dir bequem!“
      Farrenhayt verschwand hinter der Theke. Er zog ein dickes Buch unter den Utensilien hervor und blätterte es durch. Aurifer beschloss weiter seinen Schabernack zu treiben und dem Apotheker nicht zu verraten, dass sie dieses Werk erst vor 15 Jahren eingeführt hatten und sich der letzte Auftrag des Menschen in dem Vorgängerband befand!
    • Eine bestätigende Antwort aus irgendeiner Ecke des Sammelsuriums, das sich Aurum schimpfte, hätte ihm gereicht, gleich wie es eine abwertende Antwort getan hätte, die ihm weißgemacht hätte, dass es für seinen Fluch keinerlei Heilmittel gab, aber selbst diese bekam El nicht, stattdessen fand er sich wieder mit dem Blick des Apothekers konfrontiert, der sich von der einen Sekunde auf die Andere verändert hatte und ihn nicht nur verwirrte, sondern auch durchaus schwummrig werden ließ. Was war es wert, sich selbst all diesen Tatsachen gegenüber zu sehen, wenn es doch nicht mehr gab, als einen Moment, einen Augenblick, in dem er hätte handeln können? Farrenhayt machte keinen sonderlichen Anschein, ihn wiedererkennen zu können oder zu wollen, dafür schien Angel beinahe fasziniert davon zu sein, dass sich in all diesen Jahren so wenig geändert hatte - die Zeit in der Apotheke schien stillzustehen, so wie er es in diesem Moment tat und es dauerte nicht lange, bis er sich auf frischer Tat ertappt fühlte, kaum drang scheußlich lautes Gelächter an seine Ohren - kannte er diese Stimme? El war sich unsicher, sah für einen Moment nicht auf, aber auch, wenn er jedweden Erinnerungsfetzen zusammensetzen würde, dann entsinnte er sich vermutlich nur entfernt an die goldene Gestalt, die sich mehr Mühe zu machen schien, als ihr augenscheinlicher Besitzer. "Du kannst ... du lebst?", hinterfragte er, so als ob er gerade einen Geist sah - etwas, wofür El sich dann doch die müden Augen rieb, nur um sich sicher zu sein, dass sich die kleine, aber feine Statuette gerade wirklich, vor seinen Augen, bewegte und er nicht gerade träumte. All das hier war absurder, als er es in Erinnerung hatte.

      Den Austausch der beiden Gestalten, beide standfestes Inventar ihrer eigenen Behausung, verfolgte er eher mit den Ohren als mit den Augen - er wollte sich nicht in Dinge einmischen, mit denen er sich nicht auskannte und noch viel weniger wollte er mehr als die Bürde darstellen, die er ohnehin schon verkörperte. Als die goldene Gestalt, die ihm fahlen, beinahe modrigen Licht der Apotheke glänzte, seine Worte wieder an ihn wandte, schien er erneut wie versteinert, aber er wusste besser, als sich von all diesen Dingen aufhalten zu lassen. Ein mulmiges Gefühl machte sich in seinem Magen breit, noch breiter als vorher, bevor er die fremde Gestalt doch anstarrte. "J-Ja, danke!", erwiderte er ihm, bevor er das tat, was ihm aufgetragen wurde - er ließ sich auf einen der Sessel sinken, griff nach einer Teekanne, die beinahe schon zu offensichtlich und gut platziert dort stand und goss sich selbst Tee in eine Tasse, ehe er die herbale Brühe musterte, die man ihm andrehen wollte - sie roch zumindest nicht schlecht und farblich war sie passabel, weswegen er die Tasse an seine Lippen setzte, nachdem er ein paar Mal auf die warme Substanz geblasen hatte und einen kräftigen Schluck nahm. Hatte die Statuette denn nicht gerade etwas von einem Hund geredet? Selbst wenn, er war nicht hier, um seine nervenaufreibenden Erkenntnisse in einem zotteligen Tier zu ertränken, sondern viel eher um herauszufinden, wie er seine eigens gewählte Plage loswurde. Als er nun dort saß, ließ er seinen Blick durch die Räumlichkeiten schweifen, ehe er für eine Sekunde wieder an Farrenhayt und dann der unvertrauten Statue hängenblieb - welche Suppe hatte er sich nur eingebrockt?
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Aurifer betrachtete mit einem lachen in den Augen den Apotheker dabei, wie er Seite um Seite im Buch umschlug und letztlich immer größere Stapel jener nahm und durchwühlte. Ein Lachen musste sich die goldenen Statue allerdings verkneifen, immerhin wollte sie Farrenhayt nicht offenbaren, dass er sich eigentlich auf die Suche nach dem anderen Band machen müsste. Mit laut starkem Missmut stellte Jener letztlich aber selbst fest, dass das erste Datum im Buch weit nach dem angedeuteten Eintreffen des Jungen lag.
      Genervt schlug er das Buch zu und trippelte mit den Fingern auf dem speckigen braunen Einband herum. Der Apotheker überlegte, wo er die Vorgänger Bücher abgelegt hatte.
      „ Im Lager sind sie nicht… Das ist sicher…“
      Ohne den anderen Anwesenden ein Wort zu sagen, erhob er sich mit Schwung und warf einen wütenden Blick auf den goldenen Dämon, welcher nun doch ein kleines Kichern von sich gab. Für seine eigene Belustigung hatte er nichts gesagt… Mal wieder…
      Aurifer blickte nun direkt in das durchaus unglückliche Gesicht des Apothekers. Seine herabgezogenen Mundwinkel warfen tiefe Schatten auf seinem fahlen Gesicht und aus der Dunkelheit der Augenringe heraus schien sein eindringlicher Blick sich noch zu intensivieren. Der Goldene hatte sich leicht zurück geneigt und warf der Kreatur vor sich nur die offensichtlichen Tatsachen an den Kopf: „ Du machst die Buchführung und kümmerst dich um die Ordnung im Laden! Ich weiß nicht, wo du deine Sachen hinpackst…“ - Eigentlich wusste er es schon. Aber es Farrenhayt zu sagen kam ihm nicht in den Sinn. Mit einem breiten Grinsen betrachtete er nun also, wie eine wütende Kreatur durch den kleinen Durchgang hinter der Theke stapfte und in der Dunkelheit des dahinter liegenden Ganges verschwand. Als die schweren Schritte Farrenhayts verklungen waren, brach der kleine Goldene in Gelächter aus und krümmte sich einmal mehr unter dem Schwall seines Triumphs über den Apotheker.
      „ Das macht dann 4 zu 1 für mich…“, sagte er zu sich selbst und grinste weiter schelmisch. Er blickte wieder auf den Menschen, der scheinbar einmal mehr Kunde im Aurum sein wollte. Die 2 vergangenen Dekaden waren wohl nicht gnädig zu dem kleinen Kind gewesen, an welches der Goldene sich dunkel erinnerte. In seinen Erinnerungen existierte ein wesentlich kleinerer und auch schmächtigerer Junge, der mit rot unterlaufenden Augen dem Apotheker gegenüber gesessen hatte und ihm vor regnerischem Fenster seine Lebensgeschichte erzählte und anflehte ihm Medizin zu verkaufen, die seinen Vater heilen würde. Blöd nur, dass Farrenhayt kein gutes Herz besaß und nicht einmal einem Kind in größter Not ohne Gegenleistung helfen würde. Für eine Woche Arbeit im Aurum gab er das Mittel allerdings heraus… Wer hätte gedacht, dass ein kleiner Junge 20 Jahre später wieder vor der Türe stehen würde und erneut Kunde sein würde? Und so ein mitgenommener hinzu?
      „ Die Welt war wohl nicht gerade gnädig mit dir.“, stellte der Goldene fest. „ Ein Mensch muss schon echt verzweifelt sein sich nochmal auf einen Handel mit einem wie Farrenhayt einzulassen…“, er gab ein leichtes glucksen von sich, wobei er den Kopf ein wenig neigte und in einem freien Regalfach hinter dem Sessel die Hündin entdeckte. Seitdem sie einmal fast gefressen worden war, war sie misstrauischer geworden und versteckte sich vor neuen Kunden, insbesondere da Farrenhayt ihr nicht geholfen hatte. Aurifer schnalzte mit der Zunge. „ Keine Angst, Chienne! Der firsst dich in 1000 Jahren nicht!“ Vorsichtig kam zunächst nur der Kopf des Tieres hervor, ehe ihr struppiger Körper folgte. Sie umrundete den Sessel und setzte sich neben den anderen, um einen genauen Blick auf den Gast werfen zu können. Chienne drückte ihr Glück darüber, dass es sich um einen „normaler Kunde“ handelte mit einem aufgeregten bellen aus, ehe sie wie zuvor bei ihrem Besitzer über den Mann im Sessel herfiel. Mit Freude stemmte sie sich auf die Hinterbeine und stellte ihre Pfoten auf der Lehne ab.
      „ Sie sagt ‚Hallo, Freund!‘“, übersetzte Aurifer ihr letztes bellen in Worte, die der Kunde verstehen könnte.