» Find your way to hope [_Mizuki x Unlimited]

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    • » Find your way to hope [_Mizuki x Unlimited]

      » Find your way to hope
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      @_Mizuki




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      » Eine Geschichte über das Leben junger, angehender Ärzte....


      Während das reale Leben voller Abenteuer und Lebensfreude stecken kann, so spielen eine Hand voll Menschen über Leben und Tod anderer... Ein Spiel, welches Sie nicht bestimmt haben aber durchaus beeinflussen können. Ein Spiel, wo der Kreislauf seinen ständigen Lauf nimmt.


      Es sind die Ärzte, die dir am Ende sagen was richtig oder falsch ist. Ob du krank bist oder einen Unfall hattest, der Arzt wird am Ende derjenige sein, der dich wieder aufbaut und zusammenflickt. Doch bevor sich ein Arzt an einen realen Patienten so richtig ran wagen darf, benötigt er eine besonders intensive Ausbildung in Verbindung mit einem Studium. Was sich hinter den Kulissen abspielt ist mehr als nur ein einfaches Studium und dann der Werdegang zum Arzt. Es ist ein regelrechter Wettkampf zwischen den einzelnen Studierenden, angehenden Ärzten und den Krankenhäusern. Es herrscht Mangel an professionellen, jungen neuen Ärzten in so gut jedem Krankenhaus. Die Leitenden Personen der jeweiligen Krankenhäuser bemühen sich Jahr für Jahr die besten angehenden Ärzte herauszufiltern, sodass Ihr Krankenhaus stets mit dem besten Personal ausgestattet ist.... Wofür der ganze Aufwand? Die Krankenhäuser liefern sich einen nie Endenden Wettkampf um den ersten Platz im sogenannten Score-Ranking des Landes. Erreicht man ein relativ hohes Scoring und somit ein gutes Ranking, so erhält das entsprechende Krankenhaus vom Staat eine gesonderte finanzielle Spende. Diese Spende umfasst eine besonders große Geldmengen, sodass dies am Ende für beinahe jedem Personal nicht nur eine Gehaltserhöhung bedeutet, sondern auch oftmals mit Beförderungen verbunden ist.

      Eine Vielzahl an Faktoren fließen in der Bewertung mit ein, wer als guter oder durchschnittlicher Arzt am Ende hinausgehen wird. Wie werden sich X und Y in einem der angesehensten Universitäten für Allgemeinmedizin in New York machen? Werden einer der Top 10 Krankenhäuser sich wieder auf die Suche in Universitäten für frischen Nachwuchs begeben? Fragen, worauf wir wohl bald eine Antwort finden werden….

      X, ein junger angehender Arzt im Studium, trifft in der selben Universität auf Y. Beide sind in der selben Universität, der sogenannten University of Medical and Research. Diese Universität belegt derzeit den ersten Platz an medizinischen Universitäten, die das Land zu bieten hat. Ein nicht nur hartes und lehrreiches Studium erwartet X und Y auf Ihrem Weg zu angehenden Ärzten.. es erwartet meist auf ein beinahe komplett neues Leben auf all jene, welche hier Ihren Abschluss absolvieren.



      Characters:

      Emma & Jack

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    • Jack Andrè
      Montgomery
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      Das Leben mag schneller an einem vorbeiziehen als man glaubt. Man bekommt nicht alle Zeit der Welt geschenkt, um immer über richtig oder falsch entscheiden zu können... manchmal benötigt es glück und manchmal Intuition, um sein Ziel auf seiner ganz eigenen Art und Weise zu erreichen. Das Jack Andrè Montgomery sich eines Tages an einer der heiß begehrtesten Universität für Medizin bewerben würde und auch noch einen Platz bekam, davon hätten seine Freunde nie mit gerechnet und er selbst noch weniger.

      Keiner seiner Freunde unterstützte den Gedanken, dass Jack sich an einer Universität einschreiben lies, welche auch noch dutzende Kilometer von seinem Heimatort entfernt liegt. Sie unterstützten seine Handlungen und Gedanken diesbezüglich nicht, weil sie es ihm nicht gönnten... sie unterstützten ihn nicht, da der Gedanke von Bindungen an jahrelanger Freundschaft schmerzen würde, wenn dies so einfach hinter sich gelassen wird. Tatsächlich würde Jack alles hinter sich lassen... seinen Heimatort, seine Freunde... es wurde Zeit de eigenen Weg zu finden und einzugehen, eigene Fehler zu machen und daraus zu lernen. "Willst du uns wirklich verlassen? Du kannst auch hier Medizin studieren und eine Karriere als Arzt starten, wieso ausgerechnet dort?"... seine Gedanken waren beinahe Real... allerdings auch nur beinahe. Jack, welcher aktuell noch vor sich hin träumte, erinnerte sich manchmal gern an die alten Zeiten und manchmal verfolgen ihn unerwünschte Erinnerungen. Diese Erinnerungen wurden schnell zerschlagen, als der lautstarke Ton seines Weckers ihn am Ende doch zu Verstand zog. Ein Blick auf die Uhr verriet, dass es Jack's Notfallswecker war, der ihn wach bekam... die anderen davor scheint er wohl überhört zu haben, nichts neues. Nun musste es schnell gehen, denn heute war es der erst Tag an der Universität und somit auch die offizielle Anmeldung sowie Willkommensrede des Dekans. Wer es nicht pünktlich zur Identifizierung der angenommenen Neu-Bewerber schaffte, wurde schnell aussortiert...

      Jack sprang förmlich aus seinem eher schlicht gehaltenen Bett und verschwand so schnell er aufsprang auch schon in's Badezimmer. Er hatte sich die Monate mit einem Aushilfsjob übers Wasser halten können, bis das Studium offiziell losging. Die Uni bot auch für Wohnheime für studierende an, welche direkt in der Nähe der Universität liegen... zu einem sehr geringen Mietpreis, allerdings galt dies erst als offizieller Student. Frisch geduscht, die Zähne geputzt und in die Klamotten geschlüpft, verließ der angehende Arzt auch schon seine Wohnung und eilte zur Bushaltestelle. Der Bus selbst hatte ca. 2 Minuten Verspätung, was Jack zur Gute kam. "Puh, hier stehen noch welche... ich habe ihn wohl noch nicht verpasst...", murmelte er etwas schwer atmend vor sich hin und blickte in die Richtung, wo der Bus seine Richtung her nahm. Der heutige Tag ist für Jack ein neues Kapitel seiner Laufbahn als Mensch und seiner Karriere. Ihm war es bewusst, dass "gut" zu sein nicht ausreichen würde. In dieser Universität ging es nicht nur darum, seine Prüfungen zu bestehen und sich am Ende Doktor nennen zu dürfen, es ging vielmehr darum, welche der bekanntesten und renommiertesten Krankenhäuser dich auswählen würden. Das machte am Ende das Prestige über einen jene Studenten hier aus. Von den Besten der Besten zu lernen ist eines jeden angehenden Arztes wohl Wunsch... Inzwischen sammelte sich die große Halle der Universität mit aktuellen studierenden, Professoren sowie dem Dekan. Die Neuen würden bald kommen und die heißt es, wie jedes Jahr, herzlich willkommen zu heißen. Es war auch eine Art „Klarmachung", dass das Leben hier kein Zuckerschlecken sein wird. Was einem aber nicht erzählt wird ist, dass manche Geschäfte auch hinter den Kulissen abgeschlossen werden. Der ein oder andere wird wohl leider, wie es die Welt so bestimmt, einen Vorteil auf eine gewisse Art und Weise erhalten... da die Eltern wohl an Reichtum besitzen oder äußerst einflussreiche Menschen sind. Solche Personen ruinieren in Augen von Jack jeden guten, angehenden Arzt seine Möglichkeiten... wie die Universität wohl sein wird? Ob Jack hier neue Freundschaften schließt oder sich als unbeliebter Außenseiter etabliert? Ein regelrechter Wettkampf würde ab dem heutigen Tage beginnen und dieser Kampf wäre wohl eine nie endende Schlacht...


    • Emma Shires

      Es fühlte sich an wie eine halbe Ewigkeit, dabei war es gerade mal ein paar Tage her, dass Emma ihre Heimatstadt verließ und in die Großstadt zog. Vor zwei Wochen war ihre Abschiedsfeier. Alle ihre Freunde und ihre Familie veranstalteten eine Überraschungsparty, auch wenn die junge Frau sowas eigentlich nicht wollte. Sie war ziemlich nah am Wasser gebaut und ohne Tränen verlief die Feier dann doch nicht. Doch mit dieser Party, realisierte sie, dass sie es geschafft hatte. Sie wurde an der besten Universität des Landes angenommen. Sie würde Ärztin werden und im besten Fall auch noch in der Kardiologie. Das alles fühlte sich noch an wie ein Traum. Doch es war keiner..

      Normalerweise war die junge Frau eine absolute Langschläferin, doch heute, am ersten Tag ihres Studiums, bekam sie einfach kein Auge zu. Schlussendlich gab sie nach vergeblichen fünf Stunden des hin und her Wälzens auf und machte sich einen Kaffee. Der Fernseher murmelte die Nachrichten vom heutigen Tag, die Emma nur unterschwellig mit bekam. Stattdessen huschte sie von Zimmer zu Zimmer, um sich die passende Kleidung rauszulegen. Alles musste bei ihr perfekt sein und alles hatte seinen eigenen Platz.
      Ihr Perfektionismus war auch der Grund, weshalb sie auf keinen Fall im Studentenwohnheim untergebracht werden wollte. Sie brauchte einfach ihren Freiraum, da wäre eine Mitbewohnerin wohl absolut kontra produktiv. Die dunkelhaarige war einfach froh, dass ihr Kellnerjob ihr genug Geld einbrachte, um sich dieses kleine aber feine Apartment leisten zu können. Es war einfach perfekt für sie. Eine kleine weiß-graue Wohnküche, ein Schlafzimmer und natürlich ein Bad mit Badewanne. Ohne diese hätte sie wahrscheinlich noch weitere Wohnungen angeschaut. Emma liebte es einfach nach einem stressigen Tag ein heißes Bad zu nehmen, manchmal auch mit einem Gläschen Wein.
      Nachdem die Studentin ihren Kaffee gemütlich getrunken hatte, räumte sie säuberlich ihre Tasse in die Geschirrspülmaschine und holte ihre Kleidung aus dem Schlafzimmer. Danach ging es unter die Dusche. Mit geschlossenen Augen, summte die 20 jährige eine sanfte Melodie, während sie sich fertig machte. Frisch geduscht, föhnte und glättete sie sich die Haare und zog sich an. Mit einem Blick in den Spiegel nickte sie ihr Outfit ab und ging zurück ins Wohnzimmer. Obwohl sie gestern Abend schon kontrollierte, ob sie alles dabei hatte, konnte sie es sich nicht verkneifen es erneut zu tun. "Block, Mäppchen mit Stiften, Kosmetiktäschchen, Post-its, Sticker..", murmelte Emma und nickte zufrieden, nachdem alles in der Tasche war. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, dass sie noch Zeit hatte sich einen Kaffee für unterwegs zu kochen, während sie schon mal ihre Overknee Stiefel anzog.
      Mit ihrem To Go Becher in der Hand verließ sie ihre Wohnung und machte sich auf den Weg zur Universität. Es fühlte sich nach wie vor irgendwie surreal an, dass sie heute ihren ersten Tag hatte. Wahrscheinlich würde sie es erst wirklich glauben, wenn sie dort war. Die Bahnfahrt dauerte nicht lange, glücklicherweise fuhr sie von sich aus nur fünf Haltestellen.
      Vor dem großen Gebäude, legte sich ein breites Grinsen auf ihre Lippen. Sie war wirklich hier. Mit einer Hand umfasste sie den Griff ihrer Tasche, während sie in der anderen den Kaffee hielt. "Dann mal los..", murmelte sie sich selbst zu, während sie die große Halle betrat, in der die Neulinge alle Begrüßt werden sollten. Es tummelten sich bereits viele Studierende hier. Ein wenig nervös wurde die 20 jährige dann doch, während sie so alleine in der Menge stand, wohingegen andere sich schon unterhielten. Gerade wollte sie zu einer kleinen Gruppe Studenten, als sie ruckartig gegen jemandem stieß. Oh Gott, ein mittelgroßer Kaffeefleck zierte nun die Hose des jungen Mannes. "Es tut mir so leid..", entschuldigte sich Emma schnell und sah den großen dunkelhaarigen an.
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    • Jack Andrè Montgomery
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      Es dauerte nicht lange, da kam der Bus schon an Jack's Ziel an... die Universität. Es sah von außen noch gewaltiger aus, als man es von Bildern kannte. Hier haben wohl einige der heut bekanntesten Ärzte des Landes studiert, wie aufregend das doch für den ein oder anderen sein mag. Jack nahm den direkten Weg zum Gebäude mit dem großen Eingang. Während seines Weges blickte der Dunkelhaarige einige Male zur Seite, wo man immer wieder Gruppen von junge Studierende erkennen konnte. Er war schon äußerst neugierig zu wissen, welche Art von Menschen er begegnen würde. Es war allerdings der falsche Zeitpunkt darüber nachzudenken, immerhin musste Jack die Begrüßung beiwohnen. Sein Gang den Treppenstufen hinauf war eher eilig als normal, weshalb er auch beim Hinaufgehen jede 2. Stufe nahm, statt jede einzeln. Am Eingang angekommen, war es nicht sonderlich schwer zu erkennen, wo die große Halle sich befand. Die deutlich, beinahe schon übertriebenen Markierungen an gefühlt jeder Ecke und Wand zeigten den Weg, welcher der Dunkelhaarige auch brav nachging. "Die Wissenschaft der Medizin" , "Prüfungsraum 1" ~ Tür zu Tür las er Markierungen, bis er angekommen war. Eher hastig versuchte sich Jack in der Masse unterzustellen und stieß anscheinend dabei gegen eine weitere Person, was er vorerst kaum bis gar nicht wahrgenommen hatte... wäre da nicht das Gefühl von Nässe und Hitze gewesen. Etwas erschrocken schaute der Dunkelhaarige hinunter und bemerkte die junge Frau und den wohl nicht mehr halbleeren Kaffeebecher... das übrige Rest hatte er wohl nun an sich. Er rieb sein Ärmel an der Stelle und blickte erneut zu der jungen Frau. Mit ihrem Outfit hat sie sicherlich den ein oder anderen Blick schon auf sich gezogen, wenn man die Durchschnittsstudentinnen sonst so betrachten würde. "Kannst du nicht aufpassen, wo du hinläufst?", antwortete Jack im eher ruhigeren Ton, lies jedoch kein Anzeichen aufkommen, dass er wütend oder verärgert war. Er sagte meist das, was ihm gerad in den Sinn kam und legte nicht großen Wert darauf, einen Blatt vor dem Mund zu nehmen. "Ich werde es wohl versuchen hier in der Uni waschen zu lassen..." murmelte er anschließend vor sich hin.

      Zwar war es auch wichtig gewesen, die ein oder andere Bekanntschaft und Freundschaft hier zu schließen, doch das war nicht sein primäres Ziel. Hier ging es darum, sein Studium zu absolvieren. Jack hatte nun keine Zeit mehr, sich um den Fleck an seinen Klamotten drum zu kümmern... die Rede fing an und der Dekan eröffnete diese, wie man es erwartet hatte. Ab heute war er Student und die ersten Vorlesungen würden direkt schon in 4 Tagen beginnen... eine sehr kurze Zeit, um sich komplett neu zu sortieren und ggf. beim Umzug die Möbel zu transportieren... doch alles zu seiner Zeit. Für Jack war es jedenfalls schon fest, dass dieser in einer der Wohnheime für Studenten unterkommen wollte. Dafür musste er sich gleich im Sekretariat der Uni ein Bescheid abholen um zu wissen, welche Wohnung er bekam und mit wie vielen Leuten er diese teilen würde...


      Innerlich überlegte er inzwischen, ob er sich bei der jungen Frau wohl doch hätte entschuldigen sollen... für sein Verhalten ihr gegenüber. Sicherlich war es keine Absicht gewesen, weshalb keiner was für konnte. Der Dunkelhaarige entschloss sich jedoch, es dabei beruhen zu lassen. Es war zwar nur eine Frage der Zeit, bis man sich in der Uni wieder sehen würde, doch bei der Anzahl an Studenten dann doch eher nicht relevant... einer von vielen.


    • Emma Shires
      Seine Stimme klang ruhig, doch gleichzeitig war seine Aussage so klar. "Tut mir lei..", setzte die dunkelhaarige erneut an, doch der junge Mann schenkte ihr keine Beachtung mehr. Ein toller Einstieg. Emma umklammerte ihren fast leeren Becher mit beiden Händen und stellte sich in eine der letzten Reihen als die Rede begann. Es war weniger spektakulär als sie es sich vorgestellt hatte und irgendwie versuchte sie den jungen Mann von eben ausfindig zu machen, doch bei der Anzahl von Studierenden war es wohl eher unwahrscheinlich ihn zu finden. Geduldig hörte sie wie alle anderen der Rede zu. Es wurden sogar Führungen durch die Universität angeboten, auch wurden verschiedene Zusatzmodule vorgestellt. Es waren so viele Informationen, die die junge Frau verarbeiten musste; doch im Vergleich zum Vorlesungsstoff, war das wohl nichts.
      Nachdem der Dekan seine Begrüßung beendet hatte, gab es einen sanften Applaus und die Studierenden verließen nach und nach die Halle, fanden sich in kleinen Gruppen ein und trugen sich für die Führungen ein. Auch Emma begab sich in eine der Reihen. Vielleicht würde der Typ von vorhin auch teilnehmen. Wieso dachte sie denn so krampfhaft an ihn? Er schien ja nicht ein mal wirklich sauer gewesen zu sein. Doch irgendwie widerstrebte es der 20 jährigen, dass sie ihn ohne eine richtige Entschuldigung gehen ließ. Vielleicht würde sie ihm einfach anbieten die Hose zur Reinigung zu bringen oder diese zu bezahlen, eines von beidem.

      Nachdem sich eine Senior Studentin um die Neulinge kümmerte und eine kleine Gruppe von ihnen herumführte, zu denen auch Emma zählte, schien die Zeit einfach nicht zu vergehen. Sie gingen alle gemeinsam über den großen Campus. Ein gigantisches Außengelände bot viele Möglichkeiten sich einfach auf die Wiese zu setzen und zu lernen oder mit seinen Freunden zu entspannen. Auch gab es ein kleines Café, dass der Studentin ziemlich überlaufen erschien. Trotzdem schnappte sie auf, dass es dort wohl den besten Kaffee des ganzen Campus gab, die verdünnte Brühe aus der Cafeteria war wohl eher ein Gaumengrauß. Schade eigentlich, sie hatte gehofft sich zwischen den Vorlesungen schnell einen Kaffee holen zu können, aber bei der Schlange würde sie wohl den Anfang der Vorlesung verpassen und das würde Emma auf keinen Fall wollen.
      Danach ging es weiter zur Cafeteria. Sie erinnerte die dunkelhaarige ein wenig an ein Krankenhaus, vielleicht etwas größer. Nur hier hatten sie eine recht große Auswahl an Speisen. Getränke bekam man an der ganzen Uni aus etlichen Automaten, die auf den Gängen standen. Und dann kam endlich der spannende Teil. Die Universität hatte eine eigene gigantische Bücherei. Ein sanftes Lächeln legte sich auf Emmas Lippen, als sie den Geruch alter und neuer Bücher vernahm. Das Ausleihsystem wurde erklärt und jeder bekam einen Bogen für einen Studierendenausweis, den müsste man nur im Sekretariat ausgefüllt abgeben. Wahrscheinlich würde Emma das noch heute erledigen, dann wäre das nämlich abgehakt.
      Allmählich ging die Führung dem Ende gegen, denn zum Schluss folgte das Wohnheim, der wohl uninteressanteste Teil für die junge Frau. Da sie sowieso niemanden kannte, zog sie sich vorsichtig aus der Gruppe zurück und schlenderte den ganzen Weg zurück zu diesem keinen Café. Hier würde sie einfach den Bogen ausfüllen, sich einen Kaffee gönnen und dann das Formular abgeben gehen. Alles vorausgeplant.
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    • Jack Andrè Montgomery
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      Als die kurz und knappe Rede vor den neuen studierenden auch schon zu Ende ging, teilten sich alle in kleine Gruppen auf, welche von bereits Senior Studenten geführt wurden. Man zeigte regelecht die wichtigsten Orte sowie Gemeinschaftsräume der Universität. Für Jack eigentlich nicht besonders wichtig, auch wenn er eher der Typ Mensch ist, die zur Neugier neigen. Seine Neugier beschränkte sich vielmehr auf die einzelnen Vorlesungen. Das wichtigste vorab war allerdings der Studentenausweis... was bringt es einem, Vorlesungen zu besuchen aber nicht mal einen Studentenausweis vorlegen zu können. Hinzu kam das mit dem Wohnheim, was wohl zusätzlich Papierarbeit für den jungen Dunkelhaarigen bedeutete. Ein kleines seufzen konnte er sich daher nicht verkneifen, als er dann alle nötigen Papiere in der Hand hielt. Er spielte mit der Option, sich gemütlich einen Platz in der Caféteria zu suchen, um den Papierkram mit einem Kaffee und Snack abzuhacken... allerdings war das weder ein Ort der Entspannung, noch hatte man hier wirklich seine Ruhe, bei dem ganzen Gerede von dutzenden Studenten. In der Nähe müsste es sicherlich etwas ruhigeres geben.

      Gerade, als Jack den Haupteingang nutzen wollte, um nach draußen zu gehen, wurde er von einer anderen Person aufgehalten. "Hallo, einen Moment!", rief eine Person, welche anscheinend etwas von ihm selbst wollte. Der Dunkelhaarige blieb daraufhin stehen und musterte die Person. "Du bist sicherlich einer von den neuen oder?", "Damit du auch direkt am Anfang den richtigen Weg in der Uni findest, mein Name ist John - letztes Semester!". Die Person war recht munter und voller Lebenskraft. "Jack, freut mich", entgegnete der Dunkelhaarige und wartete ab, was die Person eigentlich von ihm wollte. "Hier in der Uni gibt es die ein oder andere... ich sage mal Gruppierung oder gar Organisation, ich für mein Teil habe mich den Sentinels anschlossen. Eine Gruppe von Jungs aus der Uni, welche sich auf den Sport fokussiert hat als zusätzlicher Zeitvertreib oder gar Hobby. Genauer gesagt sind wir eine Schwimmgruppe und treten sogar in richtigen Wettkämpfen in Namen unserer Universität gegen andere Universitäten Weltweit an!". Das was der Junge von sich gab, klang zumindest soviel vielversprechend, dass es das Zuhören wert war. Jack hatte davon gehört, dass es an Universitäten die verschiedensten Gruppen gab, die auch sich untereinander aktiv beschäftigen... sein Körperbau war es wohl zu danken, weshalb er Interesse bei den Sentinels aufzeigte. Der erste Eindruck war immerhin in vielen Ansichten wichtig, somit wohl auch bei der Auswahl potenzieller, neuer Studenten für die jeweiligen Universitäts-Gruppen. "Das klingt spannend, ich werde es mir überlegen", antwortete Jack darauf und lief daraufhin seinen ursprünglichen Weg weiter, ohne sich zu verabschieden oder nach der Nummer der Person zu fragen, falls man doch interessiert war. John, der mit einer positiven Antwort gerechnet hatte, wurde gnadenlos an Ort und Stelle stehengelassen. Er brauchte einigen Sekunden um zu realisieren, dass er gerade versetzt wurde. Das ist ihm wohl in all den Jahren und Semester noch nicht passiert. Seine kürzlich freundliche und aktive Art hat sich schnell in einem eiskalten Blick verwandelt. Jack wusste wohl nicht, dass es hier nur so alle auf ihn warten würden und ebenfalls wusste er nicht, dass die Plätze an solchen Universitäts-Gruppen in der Regel heiß begehrt waren... von über 4.000 Studierenden belegten gerade mal ca. 10-15 Leute solch einer Gruppierung... ob sich das noch rechen würde oder nicht, würde Jack wohl dann noch erfahren, falls er doch Interesse bei den Sentinels haben sollte. Eine gemeinschaftliche Aktivität mit gleichaltrigen war in jeglicher Hinsicht ein positiver Faktor.

      Er kam bereits an der Hauptstraße an und es brauchte nicht lange, bis man das nahelegende Café von hier aus erblicken konnte. "Näher als gedacht...", murmelte er vor sich hin und blickte während dem Laufen auf seine Papiere, um sich schon im im Vorfeld eingelesen zu haben. Die Universität war in seiner Lage direkt an einer Hauptstraße, was dem Lärm natürlich auch zu hören gab. Mit einem kurzen Blick nach vorne erkannte der Junge den Zebrastreifen, wo auf der anderen Seite direkt das Café stand. Ein wohl perfekter Ort, um in Ruhe den Papierkram zu erledigen. Während der Dunkelhaarige die Straße überquerte, kam aus der nächstliegenden Straße von einer Ecke aus, ein Fahrzeug mit erhöhtem Tempo auf ihn zu. Jack war auf einem Zebrastreifen, noch auf dem Weg die Straße zu überqueren und den Regeln nach müsste jedes Fahrzeug bei solch einer Situation den Fußgänger nicht nur überqueren lassen, sondern auch generell wegen dem Zebrastreifen Rücksicht auf jegliche Situationen nehmen. Aus dem Fahrzeug selbst konnte man laute Musik hören.. es waren junge Studenten im Fahrzeug selbst, die mal die Runde drehten und das nicht gerade vorsichtig. "Achtung! Brems doch!!!", rief eine fast schon schreiende Person aus dem Fahrzeug wohl zum Fahrer, der es viel zu spät realisiert hatte, dass er geradewegs auf ein Zebrastreifen mit Person zusteuerte. "Fck!...", entgegnete dem Fahrer, welcher die Bremse voll durchdrückte und mit der Lenkung versuchte, auszuweichen. Erst als das Fahrzeug durch die Reifen Geräusche von sich gaben, blickte Jack sofort in die Richtung und sah unmittelbar vor sich ein Fahrzeug mit ca. 3 Insassen. Allesamt in seiner Altersklasse. Jack selber hatte keine Chance auszuweichen, dafür war der kurze Schock-Moment einfach zu nahe. Das Fahrzeug selbst bekam die Kurve und traf Jack nicht, jedoch fuhr es trotz Bremse in Richtung des Café's, wo es letztendlich mit gewaltigem Schwung in die Frontseite raste und abprallte. Der Aufschlag auf die Vorderseite des Café's war so enorm, dass die gesamte Motorhaube sich nach oben gewölbt hatte, der Motor sofort zum Qualmen anfing und die Frontscheibe des Fahrzeuges und des Café's zu Bruch gingen.... Jack, der noch kurz perplex an Ort und Stelle stand, versuchte die Situation so gut es ging aufzugreifen. In der kurzen Zeit hatten sich Passanten um den Unfallort gesammelt doch keiner so wirklich versuchte zu helfen. Die 3 Insassen des Fahrzeuges stiegen nicht aus und dem ganzen Qualm und der Optik des Fahrzeuges sowie der Wucht des Aufpralls zur Urteil, waren diese wohl nicht mehr Ansprechbar und in einer Notfallsituation. Jack lies ohne viel zu überlegen seine Papiere fallen und begab sich direkt auf dem Weg zum Fahrzeug... ob es klug war oder nicht war für ihn erstmal nebensächlich...


    • Emma Shires
      Emma las sich die Unterlagen genaustens durch, nachdem sie sich einen Caramel Macchiato bestellte hatte. Aus ihrer Tasche holte sie einen Kugelschreiber, ehe sie alle Daten eintrug und die Papiere ausfüllte. Etwas verträumt sah sie sich um. Es war schon irgendwie surreal und doch war sie eine der wenigen, die es bis hierher geschafft hatten. Natürlich konnte sie sich darauf nicht ausruhen, denn sie wusste auch genau wie die Quote war. Nur ein kleiner Bruchteil der Studierenden würden es wirklich schaffen. Die Chancen waren nicht sehr hoch, denn sicherlich waren alle hier gewillt am Ende als Ärzte raus zu gehen. Die Erkenntnis ließ sie seufzend in den Stuhl fallen. Nervös fing sie an mit dem Kugelschreiber zu spielen, so eine schlechte Angewohnheit.
      Emma sollte aufstehen, sie musste sich ablenken. Glücklicherweise bekam sie ihr Getränk in ihren eigenen To Go Becher, sodass sie ihre Unterlagen säuberlich in ihrer Tasche verstaute, den Stuhl an den Tisch schob und sich etwas die Beine vertreten ging. Bemerkenswert, nicht jedes Café bot sowas an. Hier würde sie öfter vorbeischauen.
      Die Universität lag wirklich fast mitten in der Stadt, nicht weit von einer Hauptstraße. Vielleicht sollte sie überlegen mit dem Fahrrad zu kommen, zumindest bei gutem Wetter. Generell wollte die junge Frau nun einiges anders machen. In ihrer Schulzeit hasste sie Sport doch tatsächlich, aber für so kurze Strecken würde vielleicht auch sie aufs Fahrrad steigen. Verträumt und vergnügt seufzend, entfernte sie sich langsam von dem schönen Café, als sie ein ziemlich schnell fahrendes Auto bemerkte.
      Ein wenig genervt schüttelte sie den Kopf. Es gab doch immer irgendwelche Idioten die mit ihren Autos protzen mussten. Doch das darauffolgende Geräusch ließ es ihr kalt den Rücken runterlaufen. Es klang wie ein Aufprall. Metall, welches zusammengepresst wurde wie eine Dose.
      Langsam drehte sich Emma um, in der Hoffnung sie irrte sich. Doch die Wahrheit sah ganz anders aus. Rauch stieg auf, Menschen rannten aus dem kleinen Lokal. Wie in Trance, blieb auch die dunkelhaarige regungslos stehen. Das konnte doch einfach nicht real sein? Wieso half keiner? Die Studentin atmete tief durch, zückte sofort ihr Handy und wählte den Notruf. Sie gab die Adresse durch und sah den Typen von vorhin. "Erste Hilfe wird soweit geleistet, bitte beeilen sich sich!", beendete sie den Notruf und rannte ebenfalls auf die Unfallstelle zu. Ihre Hände zitterten, in der ganzen Aufregung packte sie ihren Becher in ihre Tasche, wo er langsam allen Inhalt mit Kaffee durchtränkte. "Hey!", rief Emma laut und machte ihn auf sich aufmerksam.
      "Hast du gesehen wie viele im Auto waren? Ich hoffe du kannst erste Hilfe leisten, Krankenwagen sind schon unterwegs.", sagte sie gefasst. Es war nicht das erste Mal, dass die junge Frau in solche Situation geriet. Nun ja, vielleicht nicht in einen Unfall. Aber sie arbeitete ehrenamtlich lange Zeit in einem Heim, um Geld für das Studium zu sparen bevor sie zum Kellnern wechselte. Sie hatte also Erfahrung damit andere vor dem Tod zu bewahren.
      Ohne noch groß abzuwarten, versuchte sie durch den Rauch etwas zu erkennen und konnte tatsächlich im hinteren Bereich einen Arm erkennen. Sofort ging sie zum Fenster. Eine Frau, schwer verletzt. "Wir müssen sie da raus holen, ich glaube viel zeit bleibt nicht..", sagte Emma und signalisierte dem jungen Mann mit anzupacken. Sie konnten diese Menschen nicht hilflos im Auto lassen.

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