bridal sacrifice [Wolfslegende x Nash]

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    • bridal sacrifice [Wolfslegende x Nash]




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      Genre: Fantasie, Romanze Drama
      Rollen:
      Vampir - @Wolfslegende
      Opfer - @Nash
      Vorstellung

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      Die Existenz der Vampire ist schon lange kein Geheimnis mehr. Sie leben nicht mehr nur in den Büchern und Filmen, sondern man kann sie in der heutigen Gesellschaft antreffen. Wenn sie dies jedoch wollen. Es mag einen vielleicht überraschen, doch die Menschen und Vampiren existieren miteinander, ohne jeden Tag auf Kriegsfuß zu sein. Dies ist jedoch nur aufgrund eines Abkommens zwischen den Menschen und Vampiren vor hunderte von Jahren möglich. Die Menschen werden nicht von den Vampiren angegriffen, solange sie alle paar Jahre Opfer bringen. Menschliche Opfer, sei es nun Mädchen oder Junge. Mittlerweile hatte sich eine Lösung in Form einer Ziehung durchgesetzt. Alle paar Jahre, an einem Vollmond, werden Zettel, worauf alle Namen von Mädchen und Jungen im Alter von 18 bis 22 vereinzelt geschrieben sind, aus einer Kiste gezogen. Diejenigen, deren Namen gezogen worden sind, müssen umgehend ihre Koffer packen und werden zum Wald gebracht. Dort, wo die Vampire ihr Anwesen haben.
      Unter den diesjährigen Verlosung war nun auch Athanasia. Keine andere Wahl zu haben, als den Regeln zu folgen, wird sie vor dem Wald ausgeliefert. Der Eingang ihres neues Zuhause, aus dem sie nie wieder entfliehen kann. Nicht nur scheint sie sich vor Vampiren schützen zu müssen, sondern vor anderen Menschen. Athanasia muss kämpfen, um bei den Vampiren einen festen Platz und Zuhause ergattern zu können.



      Athanasia


      Sie wurde mit der Zeit unruhig. Der dunkelblaue, fast schwarze, Band hatte sich seit einiger Zeit über den Himmel gelegt und legte sich seit einer geraumen Zeit schwer über die Menschen des kleinen Dorfes, welches einige Kilometer von der Hauptstadt lag. Es war ein friedliches Dorf gewesen, wenn man von der allgemeinen Stimmung ausging. Wie in jedem Dorf, aber auch Stadt, kam es zu Unstimmigkeiten, kleine Streitereien oder ausgestoßene Individuen. Unter den Letzteren befand sich Athanasia, die aufgrund ihrer hellen Augenfarben gehänselt und ausgeschlossen wird. Die Hexenverbrennung selbst hatte sie noch nie erlebt, da es vor ihrer Zeit passiert war, doch es war nicht allzu lange her, dass man Frauen verbrannte, die minimale Besonderheiten aufwiesen. Und obwohl dies seit geraumer Zeit aufgehört hatte und man solche Absurditäten nicht mehr verfolgte, waren solche Gedankenstränge in manchen noch verankert und gaben solche an andere weiter. Und somit hatte Athanasia mehrmals das Wort „Hexe“ gegen den Kopf geworfen bekommen, da sie hell grüne Augen besaß, nicht hier noch nie gesehen worden sind . Schon von klein auf musste sie mit solchen Beleidigungen und Vernachlässigungen auskommen und schon früh hatte sie gelernt sich zu wehren. Sie kam dort ganz nach ihrer Mutter, so sagte es ihr Vater immer, der nun neben ihr stand und ihre Mutter still in seinem Herzen behielt. Ihre feurige und leicht aggressive Art, die sie gegen jeden anlegte, der ihr Schaden, sei es nun physisch oder psychisch, antun wollte, hatte sie bis zu diesem Zeitpunkt behalten. Auch jetzt hegten einige ein Groll gegen sie, was Athanasia nicht verstehen konnte. Wenn man sie in Ruhe ließ, tat sie keiner Fliege etwas, doch es waren immer die anderen, die sie angriffen. Es kam Athanasia nicht einmal in den Sinn solch eine Behandlung über sich gehen zu lassen. Wieso auch, wenn sie nichts verbrochen hatte?
      Zusammen mit ihrem Vater stand sie in der Dorfmitte, so wie alle anderen Dorfbewohner. Der Grund dieser Versammlung war die Namensziehung von jungen Leute hier, die zu den Vampiren geschickt werden sollten. Sie mögen zwar ein Dorf sein, doch hier lebten einige junge Seelen und Athanasia war der Meinung, dass es jedes Jahr mehr wurden. Wie auch dieses Jahr bangte sie um ihre Sicherheit. Ihr Vater hatte das Glück nicht gezogen werden können, doch nun musste er sich um seine Tochter Sorgen machen. Es dauerte eine Weile bis der Dorfälteste
      zu ihnen stieß, der die Aufgabe hatte an dieser Vollmondnacht drei Namen zu ziehen. Der alte Mann kam der Kugel näher, die vor der Feuerstelle stand, und sah die Dorfbewohner ernst an. „Wir alle weißen, aus welchem Grund wir hier stehen. So wie jedes Jahr, doch Dank den Opfern können wir in Frieden leben. Es ist daher eine Ehre von den Vampiren aufgenommen zu werden.“ Athanasia schnaubte verächtlich. Ehre? Wenn er es als solches sah, dann sollte er sich selbst opfern, dachte sie sich bitter, woraufhin ihr Vater kurz ihre Schulter drückte. Ein sanftes Lächeln umspielte seine Lippen, doch Athanasia sah die Besorgnis in seinen Augen. „Alles wird gut“, flüsterte sie ihm zu und drückte seine Hand. Wie sehr sie sich doch irrte, doch das würde sie später herausfinden.
      Als wäre die Ziehung eine Art Ritual, hob der Mann seine Hände Richtung Vollmond und verbeugte sich. Athanasia kam nicht drumherum ihre Augen zu verdrehen. Wieso musste er es so spannend machen und uns damit quälen, fragte sie sich im Stillen und seufzte erleichtert, als der Mann endlich gerade aufstand und die Hand in die Kugel gleiten ließ. Ein paar Sekunden vergingen und er nahm drei Fetzen Papier aus der Kugel. Diese öffnet er und betrachtete die Namen eingehen, ehe er den Blick hob und sich räusperte. Athanasias Herz hämmerte wild in ihrem Rippenkäfig und betete innerlich, auch wenn sie nicht gläubig war, dass ihr Namen sich nicht unter ihnen befand. „Kiel“. Die Reaktion der anderen nahm sie nicht wahr, viel mehr war sie zu beschäftigt dazu den Mann einhergehend anzustarren und vorzuahnen, wer als Nächstes erwähnt wird. „Alexandra.“ Weinen im Hintergrund. Athanasias Puls dröhnte in ihrem Ohr. „Athanasia.“ Ihre Welt schien stehen zu bleiben und mit einem Mal schien sie fast ihre Sinne verloren zu haben. Schockiert starrte sie den Mann an. Das musste ein Fehler sein. Sie konnte nicht ausgewählt werden. Ihr Vater hatte schon seine Frau verloren, und nun seine Tochter? Athanasia traute sich nicht ihren Vater anzusehen, doch sie bemerkte anhand seines Griffs, dass Athanasia sich nicht eingebildeter hatte ihren Namen gehört zu haben. „Packt eure Sachen und begebt euch in Richtung Wald.“ Der Wald, den Athanasia immer mied, sich jedoch nicht zurückhalten konnte ein Blick hinein zu werfen. „Vater“, kam ihre Stimme brüchig heraus und drehte sich schlussendlich zu ihm herum. Ihr Vater sah sie mit tränengefüllten Augen an und der Anblick zerbrach ihr Herz. Diese zog sich zusammen und es fühlte sich an, als würde man ihr Herz zusammen drücken. Da sie den anderen nicht die Genugtuung geben wollte, ihn so schwach zu zeigen aber auch ihre eigene Schwäche, nahm sie seine Hand und führte ihn in ihr Haus.
      Athanasia befand sich beinahe in einer Trance, als sie durch die Tür trat. Sie holte ein Beutel und packte still ihre Sachen ein, während ihr Vater sie stumm beobachtete. Da sie ohnehin nicht viel besaß, war sie mit dem Packen schnell fertig. Nun stand sie vor ihrem Vater und sie starrten sich beide an. Als wäre der Bann gebrochen, gingen sie aufeinander zu um weinten. Weinten um die verlorene Mutter und nun die Tochter, die weggeschickt werden musste. Zu Wesen, die Herr Hott selbst nicht wusste. Athanasia gab es ungern zu, doch sie hatte Angst. Angst um ihren Vater, aber auch Angst um sich. Was würde sie erwarten? Welches Ende wird sie treffen? Die festenUmarmung ihre Vater versuchte sie in ihr Gehirn einzugravieren. „Ich komme zurück. Ich komme zurück“, murmelte sie vor sich hin und versprach sich selbst, ihr bestes zu tun, um ihr Vater wieder sehen zu dürfen. Ob ihr dies gelingen wird, wusste sie selbst nicht. Viel zu schnell kam ihre Zweisamkeit an ihr Ende, denn es wurde an ihrer Tür geklopft und gerufen, dass Athanasia aufbrechen musste. Ihr Vater wollte sie noch die letzten Schritte begleiten. Die Braunhaarige wischte sich die Tränen weg und atmete tief ein. Zusammen verließen sie das Haus und begaben sich zu den kleinen Schilden am Wald, die die Bewohner daran erinnerten, was sich im Wald befand. Vor den Schildern drehte sich Athanasia zu ihr Vater herum. Keil und Alexandra waren ebenso hier. Zwei Menschen, die Athanasia nicht leiden konnte und mit denen sie sich ebenso gestritten hatte. Doch in diesem Moment spielte dies keine Rolle für sie. „Du musst überleben. Egal wo du bist, solange du lebst, bin ich beruhigt.“ Athanasia wusste was seine Worte bedeuteten, worauf sie bestimmend nickte. „Mit all meiner Macht“, flüsterte sie zurück und umarmte ihn zum Abschied. Ihre Kehle war wie zugeschnürt und fühlte sie unangenehm trocken an, dennoch musste sie ihren Beutel nehmen und weg von ihrem Vater treten. Mit einem Lächeln sagte sie ihm, wie sehr sie ihn lieb hatte und sie ihm für dankbar war. Mit diesen Worten drehte sie sich um und überquerte die verdorrte Grasfläche zwischen dem Wald und den Schildern. Mit Abstand neben ihr, laufen auch Kiel und Alexandra in Richtung Wald. Man hatte ihr nicht gesagt in welche Richtung sie gehen sollten, doch es war bekannt, dass man, egal welche Richtung man einschlug, an das Anwesen der Vampire ankommen wird. Mit einem Schritt betrat sie den Wald und augenblicklich überzog die Gänsehaut ihre Arme. Sie fühlte sich unwohl. Kalt, trostlos und still. Ihre Sinne waren auf Alarmbereitschaft. Jede Kleinigkeit wollte sie aufnehmen, denn sie fühlte sich nicht sicher. Der Mond schenkte ihnen wenig Licht, doch genug damit die Menschen ihren Weg finden konnten. Nach einigen Minuten stillem Laufen, blieb Athanasia stehen. Sie wusste nicht wieso, doch mit einem Mal fühlte sie sich beobachtet. Panisch und verunsichert blickte sie um sich selbst, doch sie konnte nichts erkennen. Auch die anderen schienen sich unwohl zu fühlen, denn Kiel fing an etwas vor sich zu flüstern und Alexandra fing leise an zu weinen. Der Anblick der zwei erinnerte Athanasia noch einmal daran was sie sich vorgenommen hatte. Wenn sie hier ihre Nerven verlor, wie würde sie dann bei den Vampiren überleben. Sie ballte ihre Hände, versuchte ihre Angst runter zu schlucken und setzte ihren Weg fort. Dennoch spürte sie die Augen auf sich und bildete sie ein irgendwo in der Nähe ein Ast knacken zu hören.
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    • Die Nacht, welche sie Umfing war kühl und Angenehm im Mitten der sonst so warmen, spätsommerlichen Monate. Der Welt, der die Menschen umgab war ungewöhnlich Still, fast schon unnatürlich Still. Keine Eule stieß ihren Nächtlichen Ruf aus, keine Maus raschelte im Unterholz. Es wirkte fast schon so, als würde auch der ganze Wald den Atem anhalten, gespannt beobachten was sich unter dem ominösen, hellen Vollmond abspielen würde.
      Dennoch spürten sie alle fremde, unheilvolle Blicke aus ihren Körpern brennen. Sie spürten genaustens, wie sie in der Position der Beute befanden, fast in den Klauen eines Jägers, der irgendwo in den Schatten lauerte. Doch der Jäger fiel sie in seiner hungrigen Gier nicht an, viel eher spielte er mit ihr.
      Es gab einige Vampire die aus dem Verborgenen heraus die Neuankömmlinge beobachteten und sie einzuschätzen begannen. Für die verschiedenen Vampire Clans, welche sich in dem gewaltigen Gebäudekomplex in der Mitte des Waldes versammelt, waren diese 'Spiele' eine Tradition. Alle paar Jahre wurden junge Menschen in den Wald geschickt um ihrem unausweichlichen Schicksal entgegen zu treten, während die höheren Vampire dabei ihre Favoriten aussuchen durften. Menschen konnten so unberechenbar sein, dass es immer wieder vom neuen, die Interesse der Clans an diesen Spielen weckte.
      Dieses Jahr war es erneut soweit gewesen. Fast schon ungeduldig erwarteten die verschiedenen Vampire, die ihre Clans führten, die diesjährige 'Auslese'. Jeder von ihnen hoffte aus unterschiedlichsten Gründen auf einen Menschen, der ihren Wünschen entsprach. Sei es nur zu eigenen Belustigung oder auf Grund der Qualität des Blutes.
      Doch im Moment waren sie alle noch nahe des Randes des Waldes und so weit Entfernt von dem Ort, an dem sich alles Hauptsächlich abspielen würde. Erst als die letzten Menschen aus den umliegenden Dörfern endlich das Waldstück betreten hatten, würden auch schon die Spiele beginnen.

      Sorin van Uhmeria, ein vielversprechender Spross des Uhmeria Clans hatte schon mehrere dieser Spiele mit angesehen und wusste so genau wie sie ablaufen würde. Damit der Uhmeria Clan aber eine gute Chance darauf hätte für sich selbst vielversprechende Menschen vor den anderen Clans zu finden und für sich zu beanspruchen, wurden einige von ihnen in die Gebiete geschickt, in denen die Menschen den Wald betreten würden. Auch Sorin war nicht davon ausgeschlossen und verbarg sich so still in der Dunkelheit, welche sie umgab. Dieses Dorf hatte drei junge Menschen in den Wald geschickt, einen Jungen und zwei Mädchen wie es schien. Sie spürten vermutlich das irgendetwas sie beobachtete, auf Grund ihrer Reaktion, doch es wäre wohl nicht Sorins Blicke, die sie so verstörten. Ganz in ihrer Nähe schlichen niedrigere Vampire umher, welche sich nach ihrem Blut verzerrten, aber sie auf Grund der Befehle der höheren Vampiren nicht anfallen würden. Noch war es nicht so weit dafür...

      Ein plötzliches Zischen verriet sofort, dass es los ging. Die letzten Menschen mussten irgendwo den Wald betreten haben, so das die eigentliche 'Jagd' beginnen konnte. Deren Ziel war einfach nur die Menschen in die Mitte, zum Ort des Geschehens zu treiben und die Schwächsten Glieder sofort auszusortieren. Wer nicht die Kraft hätte dieses Rennen zu überstehen, der wäre die weiteren Spiele es wohl kaum wert.
      Schon schob sich einer der Niederen Vampire in Sichtfeld der jungen Menschen...
    • Athanasia


      Athanasia wusste nicht, ob sie sich es nur einbildete, beobachtet zu werden, da sie reichlich Vampirgeschichten in ihrem Dorf gehört hatte, doch schlussendlich konnte sie sagen, dass ihr die Umgebung missfiel. Auch wenn der Wald riesig zu sein schien, kam er ihr in diesem Moment so eingeengt vor und als würden die knorrigen Äste, die in der Nacht schwarz wie der Abgrund aussahen, nach ihr greifen und an ihr Leib zehren wollen. Das Mädchen wusste, dass es nur eine reine Einbildung war und dass Bäume unmöglich lebendig werden konnten, doch aufgrund ihrer jetzigen Situation kam sie nicht drumherum ihr Gehirn erlauben zu lassen an ihr Streiche zu spielen. Sie biss sich die Zähne zusammen und schritt ihren Weg fort, versuchte die Geräusche der anderen zwei auszublenden. Sie wusste, dass sie sich von ihrer Panik schnell mitreißen lassen würde, würde sie auf Kiel oder Alexandra Acht geben. Und genau das konnte sie sich nicht erlauben, viel zu sehr klammerte sie sich an ihr Versprechen, welches sie ihrem Vater gegeben hatte. Sie würde überleben und zu ihm zurückkehren, und wenn sie schon hier scheiterte, dann würde sie sterben. Eine bittere und angsteinflößende Realität. Doch was geschehe war, war nun geschehen. Man mag über sie den Kopf schütteln, doch Athanasia versuchte optimistisch und positiv zu bleiben. Einerseits, um ihre Mentalität stabil zu halten, andererseits auch um sich selbst zu motivieren niemals aufzugeben. So preschte sie weiter voran und versuchte so schnell wie möglich ihr Ziel zu erreichen.
      Dies geschah allerdings nicht, da sie im Augenwinkel eine Gestalt erkennen konnte. Nein, keine Einbildung oder ein verzerrter Schatten eines Baumes, sondern eine wahre Gestalt. Beim näheren Hinsehen, erblickte Athanasia weitere Gestalten, die jedoch noch leicht verdeckt blieben. Ihr stockte der Atem und sie schien wie auf der Stelle fest gefroren zu sein. Ihr Atem wurde dann langsam schwer und ihr Herz klopfte schneller in ihrer Brust. Verdammt, dachte sie sich schockiert. Man musste nicht lange nachdenken, um darauf zu kommen, dass diese Gestalten keine Menschen waren, sondern Vampire. Wieso empfing man sie hier schon. Weit und breit konnte Athanasia kein Anwesen erblicken. Würden sie Jagd auf sie machen? Wenn nicht das, wieso sonst sollten sie hier sein? Sie erweckten nicht den Anschein, als wollten sie sie herzlich begrüßen. Was Athanasia beunruhigte, sind die gefährlich aufblitzende Augen, die sie anstarrten. Auch die anderen schienen die Vampire bemerkt zu haben. Übersehen konnte man sie wohl kaum, da sie direkt ins Sichtfeld kamen. Alexandra schrie kurz auf und Kiel fluchte. Athanasia wollt beides tun, doch sie biss sich auf die Lippen. Ihr Griff um den Beutel verstärkte sich und sie ging leicht in die Knie. Ihr Gehirn schien langsam an zu rattern und als ein Vampir ihnen viel zu schnell näher kam, fing die Braunhaarige an zu rennen. Vielleicht lag es daran, dass sie in die Position einer Gejagten geraten ist, oder weil ihr Überlebensinstinkt gemeldet hatte, doch sie rannte um ihr Leben. Zwar hatte man ihnen nicht gesagt, dass man sie angreifen würde, doch ihr Körper hatte ihr gesagt, dass sie von dort verschwinden musste.
      Das Rennen stellte sich als problematischer dar, als sie gedacht hatte. Äste, Baumstämme und Baumstümpfe lagen ihr im Weg und in aller Eile scheinen die Äste wahrlich nach ihr greifen zu wollen. Sie achtete nicht mehr auf die anderen, viel mehr war sie darauf fokussiert nicht zu stolpern. Nach einer kurzen Weile traute sie sich nach hinten zu schauen, und erblickte Kiel, der sie aufholte. Er kam ihr gefährlich nahe und ehe sie reagieren konnte, stieß er sie zur Seite. Es kam so plötzlich, dass sie kein Halt finden konnte und schmerzhaft gegen ein Baum aufprallte. „Du Bastard“, schrie sie ihm hinterher und musste sich den Arm reiben. Nicht viel weiter weg, sah sie, wie Alexandra über einen Baumstamm stolperte und nicht den Anschein erweckte, als wolle sie aufstehen. „Was machst du da? Steht auf“, schrie auch sie sie an und ihre Beine schienen die Macht über ihren Körper übernommen zu haben, denn ehe sie sich versah, war sie bei Alexandra und riss sie in die Höhe. Der Vampir kam für Athanasias Geschmack ihnen zu nahe, und auch wenn es nicht das Schlauste war, warf sie ihren Beutel nach dem Vampir, welcher den Beutel problemlos ausweichen konnte. Doch dieser kurze Moment ermöglichte den beiden Mädchen mehr Distanz zwischen ihnen zu bringen. Athanasia mochte Alexandra nicht, doch sie hasste sie nicht genug, um sie sterben zu lassen. Sie ließ Alexandras Arm los und nahm Tempo zu, während ihr Herz schmerzvoll gegen ihr Brustkorb hämmerte. Wenn Alexandra nun weiterhin stolpern würde, würde Athanasia sich nicht mehr die Mühe machen ihr zu helfen, dafür war ihr Leben zu wertvoll, wie grausam es sich anhören mag. Ihre Kehle brannte, ihr Atem wurde zu schnell und sie bekam Seitenstechen, die sie dazu veranlasste ihre Zähne zusammen zu beißen.
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    • Aufmerksam folgten die Augen dem geschehen, wie die Menschen mit Panik und Angst, allein von ihrem Instinkt getrieben, los rannten. Wie die Beute vor einem Jäger versuchte zu entkommen.
      Manche von ihnen genossen dieses Spiel in vollen Zügen, liesen es sich nicht nehmen leise untereinander kleine Wetten abzuschließen wer von den drei Anwesenden sich am besten Schlagen würde. Wenn man genau darauf achtete konnte man sogar ein zufriedenes leises Lachen ausmachen, als sie vergnügt feststellten wie der junge Mann bewusst das eine Mädchen zur Seite stieß.

      "Ein kluger Schachzug, meinst du nicht Uhmeria?", flüsterte ein Vampire von der Seite des Schwarzhaarigen mit den zweifarbigen Augen. "Mehr mögliche Beute um den Jäger von sich selbst abzulenken. Ruchlos, ja, aber nicht ohne Sinn." Der junge Mann mit dem vergleichsweise hellerem, dunkelblonden Haar und den blutroten Augen schmunzelte vergnügt.
      Sorin wusste nur zu gut, dass der Spross des Someris Clans an seiner Seite jemand war mit dem man es sich besser nicht verscherzen sollte.
      "Ja, er versucht sein eigenes Überleben zu sichern, aber er bewirkt dies mit einem nicht ehrwürdigen Verhalten.", erwiderte Sorin ruhig. Menschen die in solchen Situationen befanden zeigten oft ihr wahres selbst. Und der junge Mann, dessen Verhalten, waren beweis genug, dass er keinen Stolz besaß. Er würde jeden freiwillig opfern, so lange er sein eigenes Überleben sichern konnte.
      "Mag sein, dass es kein Stolz besitzt, aber am ende zählt so etwas sowieso nicht. Nur das Ergebnis zählt. Und so wie ich es sehe, wird sein Verhalten zumindest mit seinem Überleben bisher belohnt. Dies kann man so sicher nur noch nicht von den Menschenmädchen behaupten."
      Leicht kicherte der jung anmutende Vampir.

      Sorin folgte weiterhin aus den Schatten das Geschehen und wie sich die verzweifelten Menschen weiter durch den Wald in die Richtung bewegten, in welche sie getrieben wurden. Dabei lies er seine Augen nicht von der jungen Frau, welche ihr eigenes Leben riskiert hatte, um das Leben der anderen zu retten. Ihr Mut und ihr Verhalten hatten sein Interesse geweckt. Etwas das bei den bisherigen Spielen noch nie in diesem Ausmaß passiert war. Sie schien nicht so, als würde sie dem anderen Mädchen nahe stehen, was ihr Verhalten sonst begründet hätte. Auch schien sie nun kaum mehr auf sie zu achten...
      Wieso also hatte sie ihr eigenes Leben riskiert?
      Die meisten Vampire würden sich mehr für den jungen Mann an der Spitze interessieren, wegen deines Verhaltens.

      Der niedere Vampire trieb die Menschen weiter an. Als sie allmählich das riesige, hoch aufragende Anwesen in der Ferne, vom hellen Schein des Mondlichts erhellt näher kommen sahen, wurde auch der Vampir hinter ihnen unruhiger. Er wusste genau, dass er, sollten sie einen gewissen Radius von dem Gebäude erreichen, seine Jagd abbrechen müsste, ohne auch nur einen Tropfen des kostbaren Bluts erhalten zu haben. Die Versuchung und die Gier brannte in dem Vampire, als er genaustens merkte, wie nahe sie der 'Ziellinie' kamen. Zwar sollte er sich an die regeln halten und nur die ganz Schwachen herausfiltern, aber... das kostbare Blut.
    • Athanasia


      Wie lange sie wohl lief? Ein paar Sekunden nur, die sich wie Minuten anfühlten, oder ein paar Minuten, die ihr wie Stunden vorkam? Sie wusste es nicht und so genau wollte sie dies auch nicht herausfinden, viel wichtiger war es ihr an ihrem Ziel anzukommen, wo auch immer dieser sich befinden mag. Würden sie überhaupt das Ziel finden, oder würde man sie schon vorher umbringen? Es kreisten viel zu viele Fragen in ihrem Kopf herum, die sie womöglich von der Konzentration für dem Rennen ablenken konnten. Als sie beinahe stolperte, schüttelte sie den Kopf. Sie musste sich konzentrieren, denn ehe sie sich versah, würde sie als Trinkbeutel benutzt und auf der Stelle sterben. Athanasia wusste nicht, wie Vampire ihre Beute tranken und wie sie mit ihnen umging, doch es schwebten ihr düstere und grausamere Bilder im Kopf, als das Gegenteil. Obgleich sie sich auf ihre Atmung und die Hindernisse achtete, merkte sie, wie die Kraft an sich zerrte. Ihre Seiten brannten, als hätten sie Feuer gefangen und der Klos in ihrem Hals schien zu wachsen und beinahe ihre Kehle zum Explodieren bringen. Ihr Herz fühlte sich an, als würde es ihr sogleich aus dem Mund springen und ihre Beine zitterten. Athanasia würde sich selbst als sportlich sehen - jedenfalls sportlicher als die Mädchen in ihrem Dorf - doch noch nie musste sie so lange anziehe Grenze gehen. Mit jede Sekunde, die an ihr erbarmungslos vorbei strich, wurde sie verzweifelte und verlor langsam die Hoffnung. Schon lange hatte sie sich nich mehr getaut nach hinten zu sehen, viel zu sehr Angst hatte sie dem Tod in die Augen zu blicken. „Komm schon, du schaffst das“, flüsterte sie sich ihre Motivation selbst zu und biss sich weiter auf die Lippe, um sich vom Schmerz mehr antreiben zu lassen. Ihr war es gleich, dass man ihr die Anstrengung ansehen konnte und wie sie an ihre Grenze kam, denn alles was nun für sie zählte, war ihr Überleben. Sie konnte unmöglich ihren Vater alleine zurücklassen, nachdem er alles verloren hatte.
      Nach einer halben Ewigkeit, die ihr so vorkam, schien sie etwas in der Ferne erkennen zu können. Spielte das Mondlicht ihr einen Streich, oder sah sie dort Gestein und kleine Türme, die in den Himmel ragten? Als Athanasia ihre Laufbahn etwas schief legte, stellte sie fest, dass sie es sich nicht einbildete. Sie würde bald ankommen, wenn sie ihr Tempo beibehielt. Hoffnung stieg in ihr auf und sie redete sich immer wieder ein, dass sie nur noch ein bisschen durchhalten musste.
      Doch ihre Freude kam zu früh, denn unglücklicherweise stolperte sie und fiel hin. Sie konnte sich noch auf ihre Händen retten, doch beim Sturz gruben sich ihre Zähne zu sehr in ihre Unterlippe und augenblicklich schmeckte sie Blut in ihrem Mund. Der leicht metallische Geschmack breitete sich in ihrer Mundhöhle auf. Athanasia wimmerte leise auf, als der Schmerz einsetzte und ihr stiegen fast die Tränen in die Augen. Sie gab ihr Bestes sich aufzurappeln, doch ganz aufstehen konnte sie nicht, denn sobald sie stand, knickten ihr die Beine weg. Oh Gott bitte nicht, dachte sie sich panisch und versuchte erneut aufzustehen, doch vergebens. Das Anwesen war doch kurz vor ihrer Nase und nun würde sie gleich sterben? Mit ihren letzten Kräften krabbelte sie nach vorne, saugte an ihrer Unterlippe, um das Blut die Vampire nicht anzulocken. Doch hinter ihr hörte sie das Knistern der Blätter und sie drehte sich um. Erschrocken riss sie ihre Augen auf, als sie ein Vampir sah, der ihr näher zu kommen schien. Hektisch krabbelte sie weiter nach hinten, sie kam an dem letzten Baum vorbei und steuerte viel langsamer als beim Rennen auf Dias Tor des Anwesens zu.


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    • Aufmerksam beobachteten die versammelten Vampire weiter das Treiben. Nun da sie so nah an dem Anwesen waren, lagen weitere Augen auf den Neuankömmlinge, musterten sie abschätzen.
      Das die junge Frau, welche Worin im Blick hatte dabei weniger glanzvoll kurz vor Ziel stolperte schien einige zu belustigen. Sie wirkte unterhaltsam, aber in den Augen vieler nicht als würdig genug, groß länger ihr Interesse zu wecken. Sie war Verletzt und kaum einer wollte sich groß die Mühe machen sich um so etwas zu kümmern. Zumal es genug stärkere Kandidaten gab.
      So wendete man sich von ihr ab, ignorierte oder beobachtete ihre Verzweiflung. Der sich ihr schnell nährende niedere Vampire, der ihre Schwäche sah und so damit rechnete ein leichtes Spiel zu haben, war kaum der Rede wert.
      Selbst wenn jener die Grenzen seiner Befugnis angesichts der Regeln überschritt.
      Gerade setzte der Vampir zum Spring an, um sich auf sie zu Stürzen, als wie aus dem Nichts etwas sich um seine Kehle legte, wie eine Leine und ihn daran grob zurück riss.
      Mit einem Mal kehrten die Augen wieder zurück zu der schwer Atmende jungen Frau, von der man geglaubt hätte sie würde dem Vampir schon zu Opfer gefallen sein. Stattdessen hatte jemand die Bühne betreten, der unter den meisten Umständen dies nicht getan hätte. Die Macht die Schatten nach seinem Willen zu befehligen gehörten nur zu einer Blutlinie.
      Langsam trat der junge Mann mit den rabenschwarzen Haar an den Rand des Waldes, neben den Recht verdutzt wirkenden, wenn auch etwas panischen niederen Vampir. "Du kennst die Regeln.", sprach der junge Halbvampir ruhig. "Und man bricht diese Regeln nicht."
      Etwas eingeschüchtert von der Macht des Schwarzhaarigen, die Macht die nur den reinen Vampiren ermöglicht war, nickte der niedere Vampir schnell. Trotzdem ließ er es sich nicht nehmen seine Handlungen zu versuchen zu rechtfertigen vor dem Halbblut. "Sie muss den Wald verlassen und das hat sie nicht.", zischte er.
      Doch Worin schüttelte seinen Kopf. "Sie hat den Wald verlassen. Sieh selbst, sie hat den letzten Baum unter sich gelassen."
      Als die erkenntnis langsam einsetzte, verzog sich das Gesicht des Vampires neben Sorin noch mehr. Er ahnte das es keine guten Konsequenzen haben würde sich gegen die Regeln gestellt zu haben, welche die höheren Vampire festgelegt haben. Das würde nicht gut für ihn enden.

      Sorin hingegen wendete sich von dem Unglücklichen ab, der vermutlich nichts mehr riskieren würde, in der Hoffnung, noch irgendetwas retten zu können. Stattdessen warf er noch einen längeren Blick auf die junge Frau dessen Leben er mit seinem Eingreifen vorerst wohl gerettet hatte. Doch noch war sie nicht in Sicherheit. Die Spiele hätten gerade erst begonnen.
    • Athanasia


      Athanasia machte sich auf den Sprung und tödlichen Biss des Vampires gefasst. Sie kam nicht drumherum stärker an ihrer Lippe zu saugen, vor Angst, dass er es riechen konnte und ihn mehr um den Verstand brachte, und ihre Finger krallten sich in die schmutzige Erde, die bis zu ihren Fingernägel hineindrang. Ihr Blick war fest auf den Vampir gerichtet, registrierte jede auch kleinste Bewegung, damit sie sich gefasst machen konnte, auf das, was gleich passieren würde. Doch nichts passierte. Nun, nicht ganz. Um genauer zu sein, passiere ihr nichts, doch dem Vampir. Athanasia hatte sich sicherlich nicht eingebildet, wie er sie anspringen wollte wie ein hungriger Wolf, doch ehe er bei ihr landen konnte, hielt ihn etwas zurück. Irritiert, doch froh zugleich, blickte sie hinter dem Vampir, doch sie konnte nichts erkennen. Was war passiert? Es war nicht so, als würde ein Barriere existieren, da Magie seit langem nicht mehr existierte, doch wie kam es dazu, dass er aus dem nichts nach hinten gezogen wurde? Andere Vampire haben den letzten Baum passiert, was diesen vor ihr auch nicht dazu hintern sollte Athanasias Blut zu verzehren. Ihre Verwundern löste jedoch nicht auf, als eine weitere Gestalt erschien, viel mehr erschienen weitere Fragen in ihrem Kopf. Ein dunkelhaariger Vampir, mit verschiedenfarbigen Augen erschien hinter dem Vampir und sprach von Regeln. Es schien so, als könnten die Vampire die Menschen nicht angreifen, wenn sie den Wald verlassen hatte. Und da Athanasia während dem Krabbeln den letzten Baum des Waldes passiert hatte, war er somit nicht gestattet sich an ihr zu ernähren. Egal wie sehr sie dieser Regeln dankbar war, fragte sie sich dennoch wieso solch eine Regel existierte? War die Jagd nur eine Belustigung für die Vampire gewesen? Athanasia wurde das Gefühl nicht los, dass dies der Fall war. Stumm verfolgte sie das kleine Schauspiel vor ihr und notierte sich gedanklich, dass sie hier streng an die Regeln halten musste. Es hieß also, dass es von Vorteil war diese zu kennen, damit diese ihr womöglich die Haut retten konnte, so wie jetzt. Als der Mann, der womöglich etwas mit dem Ziehen zu tun hatte, sie für ihren Geschmack anstarrte, erwiderte sie nur hartnäckig den Blick. Das Anstarren machte ihr nichts aus, da sie daran gewohnt war, da man dies oft im Dorf getan hatte, doch diesmal verspürte sie Wut und Ekel zugleich. Auch wenn sie ihm mehr oder weniger dankbar sein sollte, dass er ihr Leben gerettet hatte - auch wenn es nur die Regeln waren - war sie zu stolz als zu akzeptieren, dass diese Kreatur sie gerettet hatte und sie ihm somit etwas schuldig war. Athanasia wusste nicht, ob jemand anderes eingeschritten wäre, wenn nicht er. Sie bezweifelte es, doch dankbar wollte sie ihm trotz allem nicht sein. Er war ein Vampir, und allein das reichte für sie aus gegenüber ihm Hass und Verachtung zu spüren.
      Athanasia wusste, dass es für sie nicht von Vorteil war, doch ihr Starren besaß einen wütenden und verachtenden Unterton, was wohl kaum zu übersehen war, da Athanasia nie wirklich jemand war, der zurückhielt. Es mag ihr den Kopf später kosten, doch sie konnte ihr Gesichtsausdruck nicht beherrschen. Nach einem tiefen Ausatmen, rappelte sie sich auf und rieb sich die Hände aneinander, um den Dreck loszuwerden. Ihr Körper schrie sie ein eine Pause zu nehmen, doch weiterhin am Boden zu sitzen und zu dem Vampir hoch zu sehen, war ihr nicht wohl. Als ihre schmerzende Lippe sich meldete, ließ sie diese los und spürte ein starkes Pochen. Doch soweit sie es beurteilen konnte, floss kein Blut. Als sie hinter sich ein lautes Geräusch hörte, wandte sie schließlich ihren Blick von ihm ab und sah nach hinten. Die Toren öffneten sie langsam. Alexandra sah Athanasia ebenfalls, keuchend auf ihre Knie und Kiel schwer atmend. Bisher hatte sie ihm es noch nicht verzeiht, dass er sie zur Seite geschubst hatte. Sie wusste, dass er sie hasste, doch nicht soweit, dass er sie in den Tod schicken wollte. Sie musste unbedingt auf ihn Acht geben, denn sie traute ihm zu, dass er es abermals versuchen wird. Eigentlich war es ihr lieber, dass sie zusammen hielten, auch wenn sie sich gegenseitig hassten, da sie alle den Vampiren gegenüber standen, doch Athanasia wusste sofort, dass es niemals dazu kommen wird. Alexandra konnte sie dagegen nicht gut genug einschätzen.
      Einige Vampire erschienen und andere traten durch das Tor. Erst jetzt nahm sich Athanasia Zeit das Anwesen von außen zu betrachten und sie musste kurz staunen. Das Anwesen nahm eine beachtliche Größe ein, strömte eine gruselige und unangenehme Atmosphäre von sich und sah dennoch zugleich edel aus. Wie lange das Anwesen hier wohl stand? Und wie es den Anschein machte, mussten sich alle auf den Weg nach Innen machen. Leider hatte Athanasia ihren Beutel verloren und für einen Moment bereute sie dies.

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    • Irgendwelche andere Vampire nahmen sich dem niederen Vampire an, den er davon abgehalten hatte die junge Frau anzufallen. Die Folgen seines eigenmächtigen Handelns wäre sicherlich nicht wirklich erfreulich für den Vampir, aber damit hätte er rechnen sollen, als er sich von seiner Gier kontrollieren lies.
      Was auch immer mit ihm nun geschah, wäre nichts, dass Sorin groß noch länger anging. Viel eher hing sein Interesse an der jungen Frau, die stur, fast schon trotzig seinen Blick erwiderte aus ihren ungewöhnlich grünen Augen. Es war beinah so, als wollte sie seine Hilfe überhaupt nicht. Als hätte sie alles wunderbar selbst unter Kontrolle gehabt oder hätte zumindest seine Hilfe nicht gewollt. Selbst wenn sie wusste das sie wohl ohne sein Eingreifen niemanden gegeben hätte der es groß getan hätte, war sie wohl zu Stolz um dies zu zugeben.
      Ein seltenes, leichtes Schmunzeln zog sich angesichts ihres Verhalten und Blicks über seine Lippen.
      Verachtung, Hass, Angst und Abscheu waren bekannte Gefühle, die Menschen für Vampire übrig hatten. Sie sah ihn sehr wahrscheinlich genau so. Immerhin war es ihre Tradition und ihre Forderungen, die überhaupt dazu geführt hatten, dass sie an diesen Ort musste. Das sie so um ihr Überleben kämpfen musste, trotz ihrer ungewissen Zukunft.
      Eine bekannte Gestalt in der Form einer Vampirin gesellte sich an seine Seite, es war niemand anderes als jemand aus seinem Clan. Sie warf einen etwas zweifelnden Blick auf die junge Menschenfrau, welches sich schon auf den Weg zu dem Anwesend machte, ehe die Vampirin sich leise an den Schwarzhaarigen wendete. "Ein recht respektloses Menschlein... Was interessiert dich so sehr an ihr?", sprach sie leise, forschend. Es war mehr als ungewöhnlich das Sorin so sehr nach seinem eigenen Willen aktiv wie eben handelte. Meistens agierte er eher als einfacher Beobachtet oder wenn es sich jemand der höher rangigen Vampire in ihrem Clan etwas von ihm wünschten.
      "Was meinst du damit Marian? Der Vampir hatte einfach die Regeln gebrochen und hätte einen Menschen angefallen, hätte ich nichts getan. Und sie hat die Schwäche der anderen nicht zu ihrem eigenen Vorteil ausgenutzt.", erwiderte Sorin ruhig. Er sah nicht wirklich was daran komisch war. Sie hatte nun einmal Potenzial, sie besaß den Mut und gab nicht einfach so auf.
      Etwas genervt seufzte die Vampirin. "Erhoffe dir nicht zu viel. Die Spiele haben erst begonnen und sie hat schon Schwäche gezeigt. Selbst wenn der Sturz sie nicht verletzt hat... Vermutlich wird sie es nicht weit schaffen.", warf Marian ein, ehe sie ihm bedeutet mit zu kommen. Es wurde Zeit ihrem Anführer zu berichten wie sich die beobachteten Menschen geschlagen hatten, während man letzteren wohl eine kurze Pause gönnen würde. Nach dem Verhalten mancher Menschen gegenüber ihrer Mitmenschen zu urteilen könnte dies hier und da noch zu hübschen Konflikten untereinander führen. Viele von ihnen kannten einander nicht und würden so instinktiv eher die Nähe zu den ihnen bekannten Menschen suchen oder sich von dem Rest abspalten. So oder so würde dies noch mehr über die neuen Ankömmlinge in dem gewaltigen Schloss verraten.

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    • Athanasia


      Keiner schien ein Wort darüber zu verlieren, doch auch der Rest bahnte sich einen Weg in das Innere des großen Gebäude. Athanasia musste sich selbst gestehen, dass sie bisher noch nie solch eine Größe eines Anwesens gesehen hatte. Ihr Dorf besaß nur kleine Häuser oder Hütten, die überschaubar waren und deren Größe einen nicht erschlug. Auch wenn das Mädchen das Aussehen des Anwesens als beachtlich anerkannte, schien ihr Körper sich zu wehren dem näher zu kommen. Würde sie dort ein Fuß reinsetzen, würde sie wohl niemals diesen Ort verlassen können. So kam es ihr vor, während sie hoch zu den Spitzen der kleinen Türmen sah. Doch ob sie nun wollte oder nicht, spiele keine Rolle, denn sie war dazu gezwungen durch das große Tor zu passieren. So, wie die anderen Vampire und Menschen. Ein tiefes Einatmen und dann ein rasches Ausatmen. Gegen ihren Willen setzte sie einen Fuß nach dem anderen vor sich und ehe sie sich versah, hatte sie das Tor im Rücken.
      Sie kamen alle in einer riesigen Eingangshalle, die ihr viel zu prachtvoll erschien, als dass man es von außen hätte erahnen können. Nie zuvor hatte sie so viele Lichter gesehen und geschwungene Verzierungen. Athanasia traute sich nicht etwas in diesem Raum anzufassen, oder gar zu lange in die Lichter zu schauen. Auch wollte sie sich nicht unbeholfen umhersehen, denn sie konnte sich vorstellen wie lächerlich und niedrig es für die Vampire aussehen mag. Athanasia wollte verhindern in ihr Blickfeld zu geraten und zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sei es positiv oder negativ. Sie konnte es sich nicht leisten mehr Ärger auf sich zu ziehen, erst recht nicht, wenn dieser von einem Vampir auskam. Sie musste mit allen Mitteln hier überleben und sicherstellen, dass sie die kleinste Chance ergriff von hier aus zu verschwinden. Doch was genau hier auf sie warten wird, wusste sie nicht und innerlich hoffte sie sich, dass man sie über ihre Situation aufklärte.
      Zu Athanasias Überraschung sah sie, wie weitere Gruppen von Menschen von der Seite zu ihnen stießen. Sie waren also nicht die Einzigen gewesen, die hier ankamen. Es war besorgniserregend wie viele Menschen sich hier gesammelt haben und nun fragte sich Athanasia mit einem mulmigen Bauch, was man mit ihnen allen anstellen wollte. Würden sie alle nun als Spielzeuge und Blutbeutel fungieren? Diese Ungewissheit nagte an sie und ihre Hände suchten nach eine kleine, bis sie endlich dazu entschloss ihre Hände schlichtweg zu ballen. Auch jetzt machte sie sich eine mentale Notiz: so wenig Öffnungen und Schwäche zeigen, denn sie konnte sich durchaus vorstellen, wie man aufgrund dessen sie aus der Menge ziehen wird.
      Mir vorsichtigen Schritten drang sie weiter ins Innere des Gebäude, bis sie an zwei Wendeltreppen ankamen, die sich an die jeweilige Wand schlingen und ins höhere Obergeschoss führte. Doch weiter kamen sie nicht, da alle anhielten. Überraschend stand dort plötzlich ein Herr, ganz in schwarz gekleidet, und strahlte solch eine Autorität aus, die nicht einmal Athanasia entging, obwohl sie so etwas gern überschaute. Sie konnte es sich nicht gänzlich erklären, doch sie wusste instinktiv, dass man sich nicht mit ihm anlegen sollte. Ohne irgendeine Information über ihn zu kennen, wusste sie, dass sie nicht lange überleben wird, wenn sie ihn verärgerte oder ein Fehler beging. Er verunsicherte Athanasia mehr, als der vorherige Vampirund das beunruhigte sie zutiefst. Ein kaltes Lächeln umspielte sachte seine Lippen und mit erhobenen Stimme, schallte seine kräftige Stimme bis zu den letzten Anwesenden. „Ich heiße euch herzlich willkommen in mein, unser, Zuhause.“ Er hob leicht beidem Satz die Arme und für einen Moment stellte sich Athanasia vor, wie die Lichter um ihn flackerten, um damit noch mehr Dramatik zu verleihen. Doch nichts dergleichen geschah, viel mehr redete er weiter, während er seinen strengen Blick über die Menge gleiten ließ. „Auch dieses Jahr scheinen wir reichlich Geschenke bekommen zu haben, was mich durchaus erfreut stimmt. Ich hoffe, dass auch dieses Jahr es ein großartiges Schauspiel geben wird.“ Auch wenn der Mann die Menschen nicht direkt ansprach, wusste Athanasia sofort, dass es um sie ging. Um diese Menschen, die hier eingetrudelt sind. Sie schien nicht die Einzige zu sein, die den gleichen Gedanken zu haben schien, denn im Augenwinkel konnte sie beobachten, wie verknäuelte Menschen sich unruhige verhielten. „Doch alles nach dem anderen. Zwar haben wir bei der Jagd eine handvolle Menschen verloren, doch das sollte diese feierliche Stimmung nicht abdämpfen. Die Nacht ist jung und das Schauspiel an ihr Anfang. Doch auch wie jedes Bühnenstück, brauchen die Schauspieler ihre Pausen. Lassen wir sie ausruhen, bis wir eine neuen Akt eröffnen.“ Am Ende seiner Rede, klatschten die Vampire und erfreute Stimmen erhoben sich. Athanasia wurde es schlecht und sie ahnte, welch grausame Zeit auf sie warten wird. „Folgt“, sagte er noch zum Schluss, zeigte auf einen weiteren Mann, der an der Spitze der Gruppe vor ihnen stand und verschwand selbst. Für einen Moment war Athanasia verwirrt, doch schnell verstand sie, dass es die Menschen waren, die ihm folgen sollten. Ihnen wurde eine Pause gewährt. Auch wenn Athanasia erleichtert darüber war, dass man sie nicht sofort wieder über den ganzen Wald flitzen lassen wollte, beruhigte sie diese Pause nicht viel mehr.
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    • Aufmerksam lauschten die Vampire den Worten des Sprechers, einer der Clananführer, der auf diese Weise die Tradition ehrte und so einen gewissen Respekt für die Menschen zeigte. Eins mochte dies vermutlich die Gründe dafür gewesen sein, doch heute war es kaum mehr als eine Tradition, in welcher man den Menschen den klaren Eindruck vermittelte, mit welcher Macht sie es hier zu tun hatten. Sie waren nichts weiter als Spielfiguren in einem uralten Spiel, eine angenehme Belustigung für die mächtigen Clans.
      Und während man den Menschen gnädiger weise eine Pause gönnte, so konnten diejenigen, welche sie in der ersten Runde beobachtet hatten, an ihre Clan Anführer ihre Beobachtungen weitergeben. So könnte jeder Clan seine eigenen Favoriten heraussuchen und entscheiden welche Menschen sie bevorzugen würden. Am Ende waren die Menschen kaum mehr als etwas, dass man Besitzen konnte, eine Belustigung oder bloße Nahrung für die meisten Vampire. Sie selbst sahen sich als etwas größeres an, etwas weiterentwickeltes.

      Sorin folgte Marian zu den Stühlen, welche sich auf einem höher gelegenen Balkoon befanden, der es ihnen ermöglichte aus der ferne einen Blick auf die ankommenden Menschen zu werfen, ehe sie sich ihre Pause in einem ruhigeren, etwas 'privaten' Bereichen gönnen durften. Die Halle die dafür vorgesehen war, gab einige Sitzmöglichkeiten mit einigen Tischen auf denen sich recht kunstvolle Gläsern und etwas Wasser in ebenso hergerichteten Krügen befand. Vampire sahen Menschen nicht als ebenbürtig oder gar sonderlich wertvoll an, aber dank der Tradition würden sie die Menschen auch nicht als minderwertiger als Vieh behandeln. Sie würden sie so behandeln, wie man Geschenke nun einmal zu behandeln hatte. Mit einem gewissen Respekt.
      Auch wenn es viel mehr wohl kaum wäre.
      Einige weitere Gestallten versammelten sich auf dem Balkon und berichtete leise nacheinander dem hoch angesehen Vampir in der Mitte von ihren Beobachtungen. Die Dunklen Haare, die Roten Augen und die anmutige, dunkle, aber verzierte, regelrecht edle Kleidung verriet nur zu gut, welchen Rank er bekleidete. Das Oberhaupt des Uhmeria Clans war ein aufmerksamer und gerissener alter Fuchs. Seine Erfahrung und Alter hatten ihn vieles über die Jahrhunderte gelehrt und jeder wusste das er die Führung seines Clans fest im Griff hatte. Obgleich er selten in den größeren Streitigkeiten der Clans verwickelt war, war er kein Vampir, der Schwäche zeigte. Er besaß seinen Stolz als solcher und einen seltener gesehenen Sinn für Gerechtigkeit für einen so alten Vampir wie ihn. Dennoch konnte er auch ein sturer alter Mann sein, der nicht von bekannten und gewohnten Traditionen einfach so abweichen würde.
      "Sorin.", richtete sein eine Stimme auf den zu ihm vergleichsweise sehr jungen Halbvampir, nachdem er Marians Bericht gelauscht hatte. "Wie ich hörte hat ein Menschenmädchen dein Interesse geweckt."
      Der Schwarzhaarige mit den zweifarbigen Augen spürte augenblicklich den Blick des alten Vampires auf sich brennen. Schweigend nickte er und niete sich hin, um dem älteren Respekt zu zollen. Er kannte den Oberhaupt seines Clans nur zu gut. Dacian van Uhmeria war derjenige, der ihn vor all den Jahren aufspüren lies und hier her brachte allein aus den Gründen, dass Sorin der Sohn seines Bruders war. Offiziell war nach wie vor nicht bekannt, welcher Vampir genau sein Vater war, waren seine Kräfte bekannt. Dies nützte seinem Clan sehr, denn es war eine annehmbare Entschuldigung gewesen dafür das junge Halbblut aufzunehmen in ihre Reihen.
      "Ja, mein Lord.", sprach Sorin nach einem Augenblick.
      Der alte Vampir musterte ihn genaustens, angesichts der ungewöhnlichen Wendung. Er hatte auch davon gehört gehabt, dass Sorin soweit ging einen der niederen Vampire davon abzuhalten sie anzufallen. Es sagte zwar, dass es gegen die Regeln wäre und deswegen gehandelt hatte, aber dies schloss nicht aus, dass er auch aus seiner Interesse heraus gehandelt hatte um ihren recht sinnlosen Tod zu verhindern. "Erzähl mir mehr über das Mädchen.", forderte so das Oberhaupt.
      Und Sorin gehorchte. Bereitwillig berichtete er von seinen Beobachtungen über ihr Verhalten und ihre wie sie bis kurz vor ende sich gut geschlagen hatte.
      "Ihre Persönlichkeit könnte so wohl nützlich, als auch problematisch sein.", gab Lord Dacian nachdenklich zu. Menschen mit einem sturen und starken Willen waren eine Herausforderung. Sie neigten oft dazu früher oder später für Schwierigkeiten zu sorgen, um ihre eigenen Überzeugungen geltend zu machen. Sie hatte jetzt schon Tendenzen gezeigt. Genau so gut, könnte diese Eigenschaften aber auch ihr Vorteil sein. Ein schweigen erfüllte für den Moment die kleine Versammlung, während man darauf wartete welche Entscheidungen ihr Herr als nächstes fällen würde.
      Sorin hoffte das sein Bericht auch die Aufmerksamkeit seines Onkels erweckt hätte, da es vermutlich sonst kaum irgendwelche Vampir Clans tun würde. Und Menschen, die nicht in den engeren Kreis der ausgewählten für einen Clan gezogen wurden, würden es sichtlich schwerer in den folgenden Kämpfen haben.
      Letztlich beendete ihr Lord die Stille und gab den Versammelten Vampiren bekannt welche Menschen sie weiter beobachten sollten und somit, welche in den näheren Kreis gezogen wurden. Auch die junge Frau die Sorin erwähnt hatte, war unter ihnen. Doch ein Moment der Freude war dies nicht zwingend. Viel eher hielt Darius van Uhmeria ihn noch etwas zurück, während er die anderen höheren Mitglieder seines Clans schon entließ, um ihre Entscheidungen an die diesjährige Leitung der Feierlichkeiten weiter zu geben. Die Menschen, die in die nähere Auswahl kamen würden noch ein Zeichen erhalten, etwas mit dem sie für alle anderen Clans erkennbar waren und von den anderen Menschen unterschieden werden konnten. Dieses Zeichen könnte ihnen aber jeder Zeit auch wieder genommen werden, falls sie den Erwartungen nicht mehr entsprachen. Gleichermaßen sollte es auch den Konflikt und Stress untereinander schüren, ein weitere Faktor, der die Spiele für die Vampire interessanter gestalten sollte.
      Früh genug würden die Menschen schon erfahren, was es bedeutete eine besondere Aufmerksamkeit zu erhalten und was es bedeute keine solche zu bekommen.

      Nachdem in dem Raum nur noch Marian und Sorin mit dem Lord waren, bedeute letztere den Burschen mit den zweifarbigen Augen näher zu kommen. "Denke daran Sorin. Tue nichts dummes und beachte die Regeln, selbst wenn sie das nächste mal sterben sollte. Ich will nicht das du für Probleme sorgst."
      Der Schwarzhaarige Vampire nickte, sehr gut verstehend, welche Drohung damit schwang. Er hatte sein Handeln mit dem Regelbruch des anderen Vampirs begründet, doch dadurch das er so offen die Aufmerksamkeit an der jungen frau gezeigt hatte, könnte er dem Ruf seiner Familie und Clans schaden. Er würde sein Verhalten besser kontrollieren müssen.
      "Natürlich, mein Lord.", sprach er, worauf hin das Oberhaupt ihn noch einmal intensiv an sah, eher er ihn auch erlaubte zu gehen. "Marian, hab ein Auge auf ihn, wenn ihr beide das Menschenmädchen weiter beobachtet.", gab er nur den Befehl an die Vampirin an, welche ergeben nickte und danach sofort Sorin hinaus folgte, damit sie sich ebenfalls für die nächste Runde der Spiele vorbereiten konnten.
    • Athanasia


      Mit mulmigen Gefühl im Bauch, folgte sie den anderen Menschen weiterhin bis tief ins Innere des Gebäude, bis sie in einer Halle ankamen mit Tischen und Stühlen. Eigentlich hatte Athanasia mehr darüber gehofft, dass man sie in Schlafkammern bringen würde, wo sie sich dort ausgiebig erholen könnten. Eine Portion Schlaf würde Athanasia durchaus gut tun. Es war spät Abend, man hatte sie durch den Wald rennen lassen und diese Anspannung und Angst zerrte an ihre Muskeln. Ob man ihnen Essen geben würde? Doch auf den Tischen standen nur Gläser und ein Krug Wasser. Nun, immerhin etwas. Zu sehen, wie andere ihre Beutel hielten, während sie leer herumlief, ließ sie so…leer aussehen und das machte sie unwohl. Sie versuchte ihr Bestes das Gefühl wegzuschieben, doch es funktionierte nicht so gut, wie es sie sich gewünscht hatte. Athanasia kannte nur zwei Menschen hier, die anderen waren ihr völlig fremd. Deren Gesichter hatte sie noch nie gesehen, daher wusste sie nicht, wie die anderen auf sie reagieren würde. Ob sie ebenso engstirnig und vorurteilsbehaftet waren, wie Kiel und Alexandra? Doch, spielte das hier nun eine Rolle, nachdem sie alle hier in der Höhle der Vampire angekommen waren und sie alle nun wussten, dass die Biester nicht vorhatten sie ebenbürtig zu behandeln? Zwar wusste Athanasia noch nicht mit Gewissheit was mit ihnen angestellt wird und was der Zweck von all dem hier war, doch sie ahnte etwas unerfreuliches. Es war auch nichts anderes bei Vampiren zu erwarten, doch der kleine Hoffnungsschimmer, dass es nicht so sehr grausam enden wird, wie sie es sich erhoffte, ließ sich nicht erlöschen. Manchmal verfluchte Athanasia ihr Optimismus.
      Nicht so recht wissend, was sie tun sollte, setzte sie sich an einen freien Tisch. So war es ihr lieber einen leeren Tisch zu besetzen, da sich die anderen zu ihr setzen würde und nicht anders herum. Denn mit dem Hinzusetzen hatte sie bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht und ein weiterer mentale Angriff wollte sie momentan nicht ertragen. Mit einem Seufzer setzte sie sich hin und streckte ihre Beine aus. Sie musste sich so schnell wie möglich ausruhen, da sie nicht wusste, was als Nächstes geschehen wird. Und da sie nicht in ihr Schlafkammern gebracht hatte, nahm Athanasia an, dass man etwas für sie vorbereitet hatte. Innerlich hoffte sie, dass es sich um etwas Kleines handelte, denn sie wusste nicht, ob sie genug Kraft für etwas Großes hatte. Ohne groß zu zögern, schnappte sie sich ein Glas und schenkte sich ein. Zwar gab es die Überlegung, dass es womöglich vergiftet worden ist, doch das wäre keine sonderlich schlaue Idee, da wohl alle Menschen hier etwas trinken wollten nach all dem Rennen. Somit würden sie wohl alle sterben. Natürlich konnte sich Athanasia täuschen und mit einem Schluck würde sie tot umfallen, doch das Risiko nahm sie an, viel zu sehr hatte sie Durst. Sie seufzte erleichtert, als sie die kühle Flüssigkeit ihren Hals runtergleiten spürte. Noch eine Kleinigkeit zum Essen und Athanasia war rundum zufrieden für heute. Sie war am Leben, sie war satt und sie konnte sich ausruhen. Doch wie sehr sie sich auch wünschte sich ausgiebig ausruhen zu wollen, wusste sie, dass sie nicht nachlassen durfte, schließlich stand ihr Leben auf dem Spiel und sie schätzte die Vampire verrückt genug ein, dass sie etwas Unerwartetes vollbringen werden.
      Nach und nach kamen mehr Menschen herein und es setzten sich auch Menschen an ihren Tisch. Die eine sah unverletzt aus, zwei andere wiederum etwas zugenommener und erschöpfter. Athanasia fragte sich nach welchem Erscheinungsbild sie wohl nachkam. Keiner an ihrem Tisch redete, anders als an so manch andere Tische. Athanasia traute sich nicht völlig frei zu reden, denn sie wusste bereits, dass die Vampire erhöhte Sinne besaßen und die Menschen somit hören könnten. Zudem nahm Athanasia an, dass andere genauso wenig wussten wie sie und mit Geschichten, die sie gehört hatte, konnte Athanasia nichts anstellen. Als das eine Mädchen zu Athanasia blickt, nickte die Braunhaarige ihr stumm zu, als Begrüßung, die sie wiederum erwiderte. Sie schien vernünftiger zu sein als Kiel, nach dem Athanasia sich nicht umsah. Sie hatte mit ihm noch eine Rechnung offen und das würde sie ihm heimzahlen, denn sie wusste, dass er sie mit Absicht gerammt hatte, damit sie den Vampire zum Fraß fiel. Bis jetzt war Athanasie sauer darüber, doch sie wusste selbst nicht, ob sie es sich über das Herz bringen konnte ihn selbst umzubringen, viel mehr wollte sie auf ihn einschlagen.
      So verging die Zeit und Athanasia konnte sich erholen. Ihre Seite tat ihr nicht mehr weh, ihre Lippe pulsierte dennoch weiter unangenehm vor sich hin und ihre Schürfwunde an ihrem Arm brannte nicht mehr. Athanasia blickte hoch, als sie hörte, wie mehr Menschen anfingen zu tuscheln. Schnell erkannte sie auch warum: Vampire verteilten etwas, aber nicht an jeden Menschen. Verwirrt zog sie ihre Augenbrauen Zusammenkunft beobachtete die Vampire, die bestimmt zu vereinzelten Menschen gingen. Beim genaueren Hinsehen, handelte es sich um ein Zeichen. Auch die anderen schienen nicht ganz zu wissen, was sie zu bedeuten hatte. Athanasia fiel auf, dass nicht jedes Zeichen gleich aussah, sondern immer andere Symbole oder Buchstaben beinhalteten. Zu ihrer Überraschung kam ein Vampir auf ihr Tisch zugesteuert und überreichte Athanasia ein Zeichen. Überrascht betrachtete sie diesen. Komplett schwarz mit roten Linien an den Rand und in der Mitte zwei Schattensäulen, die sich gegenseitig verschlingen. Ein eigenartiges Zeichen und es schien so, als müsse sie diesen tragen. Verunsichert brachte sie diesen an sich und konnte nicht anders, als sich die Frage zu stellen, was das Zeichen auf sich hatte. Auch wenn das Zeichen sie auf eine gewissen Weise faszinierte, fühlte sie sich nicht sonderlich wohl dabei das Zeichen zu tragen. Was bedeutete es? Etwas positives oder negatives? Athanasia hatte vornherein sich entschieden nicht allzu große Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, da sie dies als sicherer empfand, doch jetzt wo sie das Zeichen hatte, hatte man ihr Plan zunichte gemacht. Ob man ihnen erklären wird was das Zeichen auf sich hatte? Wenn Athanasia darüber nachdachte, was sie bisher geleistet hatte, konnte sie sich vorstellen, dass das Zeichen nichts Gutes hieß. Diese es als Zeichen dafür, dass sie als Mensch nicht gut genug war und die Vampire sie nun erst recht attackieren werden? Es beunruhigte sie.

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    • Keiner der Vampire verriet wofür das Zeichen genau war. Zumindest noch nicht. Die Menschen sollten selbst versuchen einen Sinn auf die erhaltenen Symbole zu finden. Zumindest war dies Anfangs ein weiterer kleiner nebensächlichen Teil um die Menschen zu verunsichern und sich über ihre Reaktionen zu belustigen.
      Nachdem alle Symbole verteilt worden waren, zogen sich die Vampire wieder zurück, die nächsten Spiele vorbereiten.
      Auf den ersten Blick wirkte es, als würden sie verschiedene Boxen auf den Tischen verteilen. Manche mochten denken, dass in den Boxen endlich das Essen für die Menschen enthalten war, doch dem war nicht so.

      Amüsiert beobachtete von den in den Schatten verbogenen Balkon verschiedenste Vampire, wie die Menschen langsam nacheinander unwissend ihre Boxen auf ihren Tischen erhielten. Es waren jeweils 5, passend zu der Anzahl an Menschen die an den jeweiligen Tischen saßen.
      "Ich liebe diesen Teil.", flüsterte Marian an Soris Seite. "All die Menschen die durch ihren Enkel und Abscheu verlieren werden."
      Es war ein Spiel das eigentlich nicht so anders war von der Tatsache wie sich manche frisch verwandelte Vampire verhandelten, wenn sie das erste Mal sich nähren sollten. Nicht jeder konnte so bereit willig sich plötzlich von Blut ernähren. Dieses Spiel zeigt gut wie sie miteinander umgehen und wie sie sich angesichts einer solchen Situation verhielten.
      "Meinst du das Mädchen wird das wirklich schaffen. Die schließen hier ja meistens schlechter ab...", gab die Vampirin zu bedenken, ihre roten Augen auf den Tisch legen, wo die Auserwählte saß, welche sie und Sorin beobachten sollten.
      "Sie wird es schon schaffen.", antwortete er. Der Halbvampir war sich sicher bei ihrem Stolz und Mut, dass sie ihren Ekel überwinden würde.

      In diesem Moment trat langsam ein höhere Vampir auf ein erhöhtes Podest und lenkte so die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf sich. "Nun, es wird Zeit. Lasst uns mit der nächsten Teil beginnen. In den Boxen vor euch findet ihr Schlüssel um eine weitere Ebene in der Box zu öffnen. Wenn ihr jenes innerhalb des Zeitlimits schafft werdet ihr Belohnt. Jene die es nicht schaffen werden eine Strafe erhalten.", sprach der Vampir mit klarer Stimme. "Ihr habt Zeit, bis der Klang der Glocke erklingt."
      Viel mehr schien er zu dem kleinen Spiel nicht sagen zu wollen oder es als nötig für die Menschen anzusehen. Sie würden den Rest schon früh genug selbst heraus finden.

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    • Athanasia


      Irritiert betrachtete sie die breite braune Box, die fünf Fächer zu haben scheint. Fünf Ebenen für fünf Menschen, es hieß wohl, dass jeder eine Ebene vornehmen sollte. Wir sollten jede Ebene nach einem Schlüssel forschen. Da die Box noch nicht geöffnet wurde, wusste Athanasia nicht was sich in der Box befand. Doch wohl kaum würden Süßspeisen oder kuschelige Gegenstände sich dort befinden. Waren es dann Tiere? Gegenstände, an denen man sich verletzen konnte? Das Geheimnis sollte sogleich gelüftet werden, denn ein Vampir hob die Hand und als er diesen niederstreckte, öffnete jeder die Box. Die erste Ebene handelte es sich um Kakerlaken, die wild in der Box umher krabbelten. Der Anblick war ekelerregend und da Athanasia solche Krabbeltiere nicht ausstehen konnte, war sie froh, dass die Box nicht auf ihre Seite stand, sondern bei einem Jungen an diesem Tisch. Athanasia hasste Kakerlaken und dann noch ihre Finger durch die Kakerlaken gleiten zu lassen, ließ eine unangenehme Gänsehaut über ihre Arme gleiten. Angespannt sah sie ihm zu, wie er in die Box mit einer Grimasse griff. In dieser Hinsicht waren Jungs im Normalfall mehr abgehärtet. Ein Blick zur Seite ließ Athanasia wissen, dass nicht jeder die gleiche Box hatten und andere andere Ebenen bekamen. Wenn Athanasia es richtig erkennen konnte, konnte sie an einem Tisch kleine heiße Kohl Stücke erkennen. Sicherlich würde sich jemand daran verbrennen. Athanasia hoffte inständig, dass sie solch eine Ebene nicht bei sich haben, denn sich zu überwinden in heiße Kohle zu greifen, war nicht immer möglich. Ob sie das selbst schaffen würde, wusste sie nicht, doch Athanasia wollte sich nicht ausmalen wie die Strafe für diejenigen aussehen wird, die nicht innerhalb des Zeitlimits die Ebenen öffnen konnten.
      Nach einer Weile wurde der Junge etwas hilflos. „Was ist?“, fragte die Braunhaarige den Jungen drängend. „Ich kann den Schlüssel nicht finden.“ Mit zusammen gezogenen Augenbrauen sah sie zu den Kakerlaken. „Hast du an den Seiten geschaut, vielleicht gibt es eine Art Geheimfach?“ Er schüttelte den Kopf. Auch die anderen schienen nicht weiter zu wissen. Auf einmal kam Athanasia eine Idee, die sich vermutlich verrückt anhörte. „Vielleicht ist der Schlüssel in ein der Kakerlaken“, sprach sie ihre Gedanken aus. „Das Schlüsselloch ist zu groß, als dass es sich um ein großen Schüssel handeln kann, der von einer Kakerlake verschluckt werden konnte. Vielleicht haben sie es in ein Totes reingestopft?“, überlegte sie laut, ehe sie ihre Schulter zuckte. Weiter wusste sie auch nicht. „Ein Versuch ist es wert“, meldete sich das Mädchen, welches Athanasia zugenickt hatte vorhin. Mit einem Nicken bewegten die Hände des Jungen in der Box umher. „Eine tote Kakerlake hier zu finden, ist auch nicht gerade einfach.“ Athanasia musste ihm Recht geben, doch „Beeil dich trotzdem. Ich habe keine Lust herauszufinden, wie die Strafe aussehen wird.“ Die anderen stimmten ihr stumm zu, das konnte sie in ihren Augen erkennen. Nach einer Weile, schien er endlich den Schlüssel gefunden zu haben und da sie alle nicht wussten, wie viel Zeit noch übrig war, wurde die Box zur Seite geschoben. Der nächste öffnete die Ebene und Würmer kamen zum Vorschein. Auch jetzt musste Athanasia ekelerregend feststellen, dass die Ebene nicht besser wurden. Sie wollte nicht hinschauen, als er in der Box herumwühlte.
      Die nächste Ebene war gefüllt von Pflanzen, die Athanasia nicht kannte. Sie sah aber später, dass diese Pflanzen Ausschlag und Brenenn verursachte.
      Auch er fand den Schlüssel, deutlich schneller als zuvor. Und schob die Box zu Athanasia. Mit angehaltenem Atem öffnete sie ihre Ebene und musste bei dem Geruch, der ihr entgegen stieg, fast übergeben. Sie konnte sich nicht zurückhalten den Anschein zu erwecken sich gleich übergeben zu müssen. Sie verzog ihre Mundwinkel und widerwillig fasste sie in die Box. Organe waren in der Box zu finden. Einige noch in ihre Gänze, andere wiederum fast in Brühe gestampft. Der Geruch war jedoch das Schlimmste und Athanasia war kurz davor ihre Hände herauszuziehen. Nach einer Weile musste sie zur Seite blicken, ihre Nase gegen ihren Oberarm drücken und zur Seite schielen. Doch ein Schlüssel fand sie nicht und da versuchte sie das, was der erste Junge vollbracht hatte: zu öffnen. So riss sie die Organe auseinander und so passierte, dass sie Blut ins Gesicht gespritzt bekommt. Auch hier regelte ihr Magen und sie übergab sich beinahe. „Das ist so widerlich“, keuchte sie angeekelt. Irgendwann hatte sie ein Herz in der Hand und als sie diesen auseinander riss, erkannte sie den Schlüssel darin. Eilig öffnete sie die nächste Ebene und schob ihn zur Seite. Ihre Hände nicht abwaschen zu können, irritierte Athanasia und würde es am liebsten an ihre Kleider abschmieren, doch sie hielt sich davon ab, als der Gedanke kam, dass es wohl ihre einzige Kleidung sein wird.
      Als Athanasia zur dem Mädchen blickte, die als nächste die Box bekommen hatte, sog sie scharf die Luft ein. Die Ebene war gefüllt mit Glasscherben. Es war keine Frage, dass sie sich verletzen wird und besorgniserregend blickte sie das Mädchen an, welches bleich wurde. War sie immer so blass gewesen? Wieso wurde sie bei dem Anblick von Glas blass? Doch Athanasia fand schnell heraus wieso: Das Mädchen konnte kein Blut sehen. Ihre Hände zitterten extrem, als sie in die Ebene griff und übergab sich fast, als sie sich schnitt. Die Zeit drängte, das sah Athanasia, als sie zu den anderen Tischen sah, wie sie fast fertig waren. Wenn das Mädchen weiterhin so langsam arbeitete, würde sie es nicht schaffen. Die anderen scheinen nicht den Anschein zu machen etwas unternehmen zu wollen. Mit zusammengebissenen Zähnen starrte sie das Mädchen und betete innerlich, dass sie schnell den Schlüssel finden kann, doch sie gab auf. „Ich kann das nicht“, meinte sie außer Atem. Keiner rührte sich. Jeder hatte hier seine Ebene vollendet und wollte keine weitere übernehmen, erst recht nicht, wenn es sich um Glas handelte. Doch Athanasia wollte auf keinen Fall eine Strafe erteilt bekommen. Sie hatte vorhin im Wald gesehen wie nah sie dem Tod entkommen war und diesmal würde sie dem wieder entgegenstehen, wenn sie sich nicht beeilten. „Verdammt“, zischte sie, riss sich die Box an sich und griff selbst in die Gläser rein. Sie spürte sofort den Schmerz, doch aufgrund ihrer vorherigen Ebene wusste sie nicht mehr welches ihr Blut war und welches nicht. Athanasia presste ihre Lippen aufeinander und versuchte so gut wie es ging den Schmerz zu ignorieren. „Ah“, schnappte sie Luft, als sie spürte, wie sie sich geschnitten hatte. Doch vor Angst, was auf sie zukommen wird, suchte sie weiter nach dem Schlüssel. Langsam kamen ihr die Tränen in die Augen und ihr Herz zog sich schmerzvoll zusammen. Warum musste sie es tun? Warum hatte keiner hier am Tisch den Mumm gehabt zu helfen? Sie ärgerte sich abermals. Über die Vampire, über das absurde Spiel und die Scherben.
      Die ersten Tische wurden fertig und Athanasia wurde hektisch und somit unvorsichtiger. Während ihr Herz lauter in ihre Ohren zu dröhnen schien, glitten ihre Hände in allen Ecken bis sie endlich etwas Metallisches in ihren Händen spürte. Sofort riss sie ihre Hände aus der Ebene und schloss die andere Ebene auf. Genau in dem Moment, wo sie den Schlüssel zur Seite gedreht hatte und ein Fach hervor kam, ertönte ein Glockengeräusch. Athanasias Hände zitterten und das Mädchen war kurz davor ihn Ohnmacht zu fallen. Einige kleine Scherben waren in ihr Fleisch gekommen, welche sie mit zittrigen Händen herauszog. Aufgrund ihre rotgefärbten Hände konnte sie die kleinere Scheiben nicht erkennen und aus welchen Stellen sie blutete. Mental erschöpft ließ sie sich auf den Stuhl nach hinten fallen und schloss für einen Moment ihre Augen. Verfluchte Vampire, dachte sie sich verärgert.
      .
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    • Angeekelt und teilweiße würgen kämpften sich die Menschen durch die ihnen gestellte Aufgabe.
      All dies geschah unter den interessierten und aufmerksamen Blicken einiger Vampire, denen es Spaß machte die Menschen so zu sehen.
      Auch Marian genoss den Anblick und amüsierte sich wie einige der Auserwählten es nicht ertragen könnten und ihre Hände zurück zogen oder es gar nicht Mal schafften hinein zu greifen. Manche könnten auch ihren Mageninhalt nicht mehr in ihrem Inneren halten und ließen ihn sich so noch einmal für den Kopf gehen. So kam es das jene unglücklichen mit einigen Geräuschen sich schnell neben den Tisch beugten und sich auf den bisher sauberen, glatten Steinboden übergaben.
      "Uhh... Das wird denen wohl kaum Pluspunkte geben.", warf schmunzelnd die Vampirin ein, worauf hin Sorin ihr nur zustimmen konnte. Sie beschmutzten so unnötig einen Teil des Anwesens und dies kam gewiss nicht gut an.
      Der Tisch mit der jungen Frau die sie im Blick behalten sollten schlug sich bisher akzeptabel.
      Sie waren gut im Rennen während sie nacheinander ihre Ebenen nach den Schlüsseln Absichten und diese fanden.
      Als das Menschenmädchen dran war, hatte sie die Box mit den Organen und schien mit sich zu kämpfen. Am Ende gelang es ihr aber dich sich nicht zu Übergeben und den Schlüssel zu finden. Dies hieß nur noch eine am Tisch wäre an der Reihe. "Bisher sieht es nicht schlecht aus.", meinte der Schwarzhaarige, dich bereute die Aussage. Denn der letzte Mensch am Tisch, ein Mädchen, gelang es kaum in ihre Ebene, die Letzte, zu greifen. Beide Vampire die die Situation beobachteten wussten genauestens das sich ihr Zeitfenster bald schließen würde.
      Doch bevor dies geschah griff die junge Frau sprichwörtlich ein und übernahm den Part ebenfalls.
      Es war mutig und brachte der Gruppe am Ende den Sieg, doch es war ein knapper.
      "Ich kann nicht sagen ob sie töricht oder mutig ist.", flüsterte die Vampirin. Sorin wusste genau was sie damit meinte. Die Schweren hatten ihre Hand blutig geschnitten und ermöglichte es so den Flüssigkeiten und Stücken der Organe ihre Wunden zu verunreinigen. Die Jahrhunderte hatten ihn Wissen ermöglicht zu sammeln , welches den Menschen schon wieder verloren gegangen war oder noch nicht wirklich bekannt war. Sich solche Wunden zu zuziehen und sie nicht zu reinigen könnte tödlich enden.
      "Ich bin sicher, sie muss bescheuert sein, so etwas zu tun, selbst wenn das Ergebnis sie weiter gebracht hat.",
      zischte Marian, unzufrieden mit dieser Entwicklung. Es war eine Verschwendung, wenn sie nur wegen ihrer eigenen Dummheit ihr Leben riskierte.
      "Behalte sie weiter im Auge, ich werde dem Lord eine Meldung geben." Mit diesen Worten wendete sich die Vampirin immer noch verärgert ab und verschwand wieder. Sie musste sehen ob man ihnen zumindest erlaubte ihr in diesen Fall zu helfen und so schlimmes zu verhindern. Nach wie vor war dies möglich in den Spielen.

      Sorin hingegen beobachtete wie der Vampir fast schon feierlich zurück auf das Podest trat und die Gewinner und die Verlierer hervor hob. Man ermöglichte ihnen nun auch den Gewinnern in Wasserschalen ihre Hände zu waschen die man herum reichte, kümmerte sich aber nicht weiter um ihre Verletzungen. Stattdessen wurden die Boxen wieder eingesammelt und eine neue Box aufgeteilt. Diese verströmten aber einen angenehmeren Geruch. Es war nichts anderes als Essen für die Menschen, welche man nur öffnen konnte, sobald man den Schlüssel aus der letzten Ebene erhalten hatte. Dies war so Wohl Strafe, als auch Belohnung für die Gruppen an Menschen.

    • Athanasia


      Athanasia war heilfroh ihre Hände in eine Schüssel von Wasser tunken zu können. Zwar spürte sie an verschiedenen Wunden ein unangenehmes Brennen, doch gleichzeitig beruhigte sie es, denn somit konnte sie nun endlich den ekelhaften Gestank von sich waschen. Nun, zu einem gewissen Grad jedenfalls und sie konnte genau sehen, wo sie sich geschnitten hatte oder nicht. Auch konnte sie sehen, wo sich kleine Glasscherben sich in ihrer Haut gebohrt hatten. Ob sie nun auch die kleinsten entfernen konnte, war ihr nicht bewusst, doch soweit schien sie alle sichtbare Scherben entfernt zu haben. Doch nachdem sie ihre Hände aus der Schüssel nahm und diese an ihre Kleider trocken abwischte, fing ihre Hände trotzdem an zu bluten. Manch Wunden stärker als andere, doch man gab ihr keine Pflaster oder dergleichen. Äußerst ärgerlich, doch solange sie nicht daran starb, war es ihr recht. Sie hoffte nur, dass ihre Wunden sich problemlos heilen würde und sie sich keine Infektion holte, wobei sie nicht einmal wusste ob es sich als solches handeln würde. Mir Gesundheit und Krankheiten kannte sie sich nicht aus. Was sie bis heute nur bekommen hatte, war ein mildes Fieber, welches zu ihrem Glück nicht ausgeartete hatte, da sie mitbekommen hatte, wie so manche Kinder selbst am mildes Fieber gestorben waren.
      Ihr Magen schien laut zu knurren, als sie von irgendeiner Richtung einen leckeren Geruch wahrnehmen konnte. Rasch huschte ihr Blick umher und schnell erkannte sie, woher der Geruch stammte. Die kleine Boxen, die die Vampire in den Saal trugen, gaben diesen leckeren Geruch von sich. Abwartend verfolgte sie die Vampire mit ihren Blick bis einer bei ihnen stand und ihnen die Boxen hinstellten. Da sie im Zeitlimit die Ebenen geöffnet hatten und somit einen Schlüssel besaßen, war es ihnen gestattet das Essen zu verzehren. Obwohl Athanasia ungeduldig war, wartete sie still bis jeder den Schlüssel hatte, bis sie diesen in der Hand hielt und ihre eigene Box öffnete. Das Gericht sah simpel aus, doch es reichte vollkommen aus Athanasias Magen zu befriedigen. Das Besteck, welches man ihnen hingelegt hatte, nahm sie ehrfürchtig in die Hände und fing an zu essen. So gern wollte sie sich in das Essen hineinstürzen, doch sie wusste nicht, wann ihre weitere Mahlzeit stattfinden wird, weswegen sie sich mit dem Kauen Zeit nahm. Sie wollte es auskosten und es genießen. Athanasia schätzte sich so oder so als glücklich überhaupt etwas in Magen bekommen zu dürfen, denn sie würde es den Vampiren durchaus zutrauen ihnen nur im Notfall zu füttern. Nach einer Weile, da sie das Essen abgelenkt hatte, drangen die Schmerzen und das Brennen sich in den Vordergrund. Sie hatte zwar vorhin ihre Hände gewaschen, doch sie wurden wieder dreckig. Sicherlich würde sie ihre Hände nicht an ihre Kleider abwischen.
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    • Einigen Tischen war es möglich ihr Essen in den Boxen zu öffnen, anderen Tischen, die es nicht geschafft hatten, war es nicht möglich. Man könnte regelrecht den Missmutigen Ausdruck Spüren, die sich die Verlierer zuwarten, während einige sogar so weit gingen einander leise zu beschuldigen. So gesehen schien die Lage teils angespannt, teils entspannter.
      Sorin blieb weiterhin anwesend und beobachtete einfach nur. Mit dem Essen waren für die meisten Vampire zwar die Verlierer Tische und deren Gemütszustand am interessantesten, gleichermaßen wie die Blutgerüche der Verletzten.
      Anders als niedere Vampire beherrschten die höheren Vampire genug Kontrolle um nicht gierig etwas unvernünftig es zu tun. Auch wenn manche einer schon jetzt gewisse Gerüche des Blutes bevorzugte als andere. Vielen Vampire hatten mit der Zeit aufgegeben sich groß von gewöhnlichen Nahrungsmittel zum Teil zu ernähren wie Menschen es täten. Es brachte auf Dauer einfach nicht den gleichen Effekt wie bei den Menschen und war daher als eher eine Sinnloses Verhalten angesehen.
      Sorin als Halbblut könnte sich in der Theorie eine Zeitlang davon ernähren, doch seit er regelmäßiger Blut zu sich nahm, war auch sein Körper davon abhängig. So reizte auch ihn der gewisse Blutgerüche den von der jungen Frau ausging etwas. Doch die Regeln blieben Regeln und es wäre besser sich an jene zu halten.

      Es dauerte bis nach dem Essen, dass Marian zurück kam und ihm nach einen weiteren Blick auf das Menschenmädchen einen älteren Koffer in die Hand drückte. "Hier, wenn sie die Erlaubnis haben den Saal zu verlassen und ihre Schlafseele aufzusuchen zieh sie zur Seite. Ich will ehrlich gesagt nicht all den Menschen zu nahe kommen."
      Sorin wusste genau weshalb. Je näher man dem ganzen kam, desto nerviger wäre es auf Dauer all den Gerüchen nach Blut nicht nachzugeben. Und er war in ihren Augen nach wie vor ein Halbblut, dass sich gut im Griff hatte und am besten mit so einer Situation umgehen würde. "Verstehe.", Sagte so Sorin und nahm den Koffer an.
      Als passte dies perfekt, begannen auch schon ein Vampir wieder den Saal zu betreten. Die Menschen, denen es erlaubt gewesen war zu essen, hatten schon ihr Mahl beendet zum Großteil. Ihnen wurde nun die Möglichkeit gegeben sich in vorbereitete Räume zurück zu ziehen und schlafen zu gehen. So lange zumindest bis die Spiele wohl weitergehen würden.
      Auch sagte man ihnen wo genau sie sich aufhalten dürften, falls sie wollten, welches kaum mehr als eine Handvoll Räume waren.
      Die Schlafbereiche waren in der direkten Umgebung und so kaum zu übersehen.
      Dann zog der Vampir sich auch wieder zurück.

      Sorin wartete unterdessen darauf, dass er einen ruhigeren Moment ab passte mit wenigen Menschen in der Umgebung der jungen Frau.
    • Athanasia


      Es war so unglaublich schwer ihren Hunger in Schach zu halten und langsam zu essen. Das Essen war keineswegs schick hingerichtet und es handelte sich um gewöhnliche Zutaten und sie verspürte nicht einmal solch einen großen Hunger, doch nach all den Anstrengungen tat es ihre Seele gut etwas Warmes und Leckeres zu sich zu nehmen. Es beruhigte sie und erweckte den Anschein, als würde alles in Ordnung sein, auch wenn die bittere Realität das Gegenteil zeigte. Doch Athanasia wollte für einen Moment sich in eine Welt begehen, in der alles ihre Normalität hatte. Sie lebte noch bei ihrem Vater, schleifen in der gleichen Hätte und sie stritt sich mit den Nachbarskindern. Eine heile Welt und nicht dort, wo Vampire existierten und die Menschen durch absurde Aufgaben gezogen werden. Doch diese Welt zerplatze so schnell, wie sie erschienen ist. Ihre Box war leer, ihr Magen voll. Wann wohl die nächste Mahlzeit stattfinden wird? Sie hoffte inständig, dass dieser morgen stattfinden wird. Woher sonst soll sie ihre Energie herbekommen? Obwohl sie nicht an den nächsten Tag denken wollte, fragte sie sich trotzdem was auf sie zukommen wird. Mittlerweile war Athanasia sich sicher, dass Vampire skrupellos und eigenartig waren. Bisher kannte sie immer noch nicht den Sinn hinter all dem, was sie getan hatte. War es ein Test für etwas Größeres, oder ergötzten sie sich an dem Leid der Menschen? Keine Antwort wollte zu Athanasia eilen. Vielleicht war es beides? Athanasia wusste jedoch, dass es keinen großen Sinn ergab, länger sich darüber zu fragen, denn ob es nun das eine oder andere war, änderte nichts an der Tatsache, dass sie bisher unerhörte Situationen durchgegangen sind. Athanasia konnte sich gut vorstellen, dass es in den nächsten Tagen nicht besser sein wird. Im schlimmsten Fall sogar schlechter.
      Mit einem leicht mulmigen Gefühl hörte sie der Ansage zu, die man den Menschen gab. Sie hatten nun die Zeit sich schlafen zu gehen, sie würden wohl nicht allein schlafen, wohl ein Luxus. Das Mädchen hoffte, sie würden wenigstens angenehme Schlafflächen bekommen. Ein schlechter Schlaf würde ihr sicherlich nicht gut tun und ihr Tag sicherlich versauern. Missmutig stand sie und folgte denen, die sie folgen musste, um in den Bereich zu kommen, wo sie sich schlafen gehen konnte. Eine gute Portion Schlaf war etwas, was Athanasia nun gut gebrauchen könnte. Dass es Räume gab, die sie benutzen durften, überraschte sie ein wenig, doch sie wusste nicht, ob sie sich darüber erfreuen sollte oder nicht, denn ungern wollte sie weiter unter Beobachtung liegen und eventuelle einem Vampir begegnen. Es war schlimm genug den Spielen der Vampiren mitzuspielen, ihnen zusätzlich zu begegnen wollte sie zumindest verhindern, wenn es ihr möglich war.
      Auf den Weg zu den Schlafraum, erblickte Athanasia den dunkelhaarigen Mann, der sie wohl unbeabsichtigt das Leben gerettet hatte. Sie konnte sich aufgrund dessen sein Gesicht merken. Nun, so ganz nicht. Viel mehr waren es seine heterochromen Augen. Ihre Augen waren im Gegensatz zu seinen nicht so sonderbar, selbst wenn sie ihn vergessen wollte, könnte sie es nicht. Sein Vampir Sein spielte ebenso eine Rolle, aber wohl eine untergeordnete. Nicht viel später würde sie herausfinden, dass sie genau von ihm zur Seite genommen wird, was sie durchaus überraschte aber sehr misstrauisch stimmte.
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    • Seine Augen war ein einfaches Zeichen ihn unter den ganzen, schwarz gekleideten, Schwarzhaarigen Vampiren leicht wieder zu erkennen. Es war gut Möglich das dies mit unter mit seiner Abstammung zusammen hing, da es nicht viele Halbblütige Vampire in den Reihen der Vampire gab, die sich so frei bewegen könnten wir er selbst.
      Ihr Blick, kaum bemerkte sie, wie er ihr bedeute zu ihm zu kommen, war von Misstrauen erfüllt. Kein Wunder angesichts dessen wie die Vampire mit den Menschen umgingen und ihnen nichts genaueres erklärten.
      Einige Menschen sahen etwas verwundert, beschlossen aber sehr schnell sich nicht weiter einzumischen und stattdessen in den Schlafsäälen diesem Albtraum zu entkommen.
      Sorin, der die anderen einfach ignorierte, ließ seinen Blick kurz über sie gleiten. "Wie geht es dir?", fragte er, obgleich diese Worte etwas eigenartig und seltsam erscheinen. Natürlich ging es ihr nicht blendend. Sie war von Vampiren umgeben hatte vermutlich Schmerzen in ihrer Hand und musste heute schon um ihr Leben bangen. Dennoch war diese Frage eine ihm bekannte Floskel, die er von Menschen kannte. Selbst wenn die Antwort eigentlich Recht offensichtlich war. So etwas gab es nicht wirklich unter Vampiren.
      Ihr Blick wirkte schon so, angesichts des Vampires vor ihr, der ihr eine solche Frage stellte viel aussagend. Vermutlich wurde sie kaum schlau aus ihm. Daraufhin hielt er ihr Auffordern seine Hand hin und sprach weiter: "Deine Hand bitte." Damit meinte er keine Andere als ihre Verletzte. Sie würde wohl in dem Moment realisieren, dass ein blutsaugender Vampir nach ihrer verletzten und blutigen Hand fragte. Etwas, dass bei vielen Menschen wohl die Alarmglocken Leuten würde.
      Als würde Sorin genau dies realisieren, fügte er schnell hinzu: "Ich kümmere mich nur um die Wunden. Hier, das ist Medizin, die helfen wird."
      Damit zeigte er mit seiner freien Hand auf den von kleinen Koffer an seiner Seite, in dem die nötigen Materialien verstaut waren.
      Es wäre abzusehen ob sie freiwillig mitmachen würde. Er schätzte das sie ihm eventuell trauen würde, da er sowieso ihr schon Mal das Leben gerettet hatte.
    • Athanasia


      Athanasia kam nicht drumherum als ihre Augenbraue in die Höhe schießen zu lassen und ihm einen ungläubigen Blick zuzuwerfen. Wie man es schnell bemerkte, war Athanasia niemand, der sonderlich gut in manchen Momenten ihre Emotionen verstecken konnte. Doch wer würde nicht ebenso wie sie reagieren, wenn man die Frage von diesem Vampir hörte. Ob es ihr gut ging? Erweckte sie den Anschein, als würde es ihr gut gehen? Allein die blutende Hand sollte ihm Zeichen genug geben, dass es ihr nicht gut ging, doch sie sagte nichts und starrte ihn weiter perplex an. Es musste sich um eine rhetorische Frage handeln, anders konnte sie sich seine Frage nicht erklären. Doch Athanasia hatte erahnt, dass die Frage nicht ihrem ganzen Wohlergehen betraf, wohl viel mehr ihre Hand, die bei der eigenartige Prüfung Verletzungen zu sich gezogen hatte. Auch wenn sie nicht wirklich dem Vampir näher kommen wollte, hatte sie wohl keine andere Wahl als ihm ihre Hand zu geben, wenn sie ihre Hand verarzten bekommen wollte. Die Hilfe eines Vampirs zu erhalten war durchaus ein eigenartiges und befremdliches Gefühl, doch schlussendlich ging es um ihre Gesundheit. Dieses Unwohlsein konnte sie für einige Momente herunter schlucken.
      Vorsichtig streckte sie ihm ihre Hand hin und beäugte den Koffer, den er bei sich trug. Es sah ihr nicht wirklich nach einem Arznei Koffer aus, doch das würde sie wohl schnell erkennen, wenn er den Koffer öffnen würde. Auf eine große Behandlung stellte sie sich nicht ein. Desinfizieren und bandagieren war wohl das einzige was er machen würde, mehr bräuchte ihre Hand nicht. Sie bezweifelte, dass er nachsehen würde, ob sich weitere kleine Scherben, die sie übersehen hatte oder mit ihrem menschlichen Augen nicht wahrnehmen konnte, in ihre Hand befanden. Ob es gesundheitliche Folgen haben wird, wenn noch solche kleine Scherben existierten in ihrer Hand? Sie kannte sich in diesem Gebiet nicht aus, weswegen sie keine Antwort auf ihre eigen gestellte Frage hatte. Angespannt sah sie nun zu, wie er den Koffer öffnete und alles vorbereitete. Auch wenn sie wusste, dass der Vampir vor ihr um einiges stärker und schneller als sie war, würde sie ihre Hand augenblicklich wegziehen, wenn sie sah, dass er etwas suspektes veranstalten wollte.
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    • Der süßliche Geruch des Blutes stieg ihn in die Nase, als sie ihm ihre Hand reichte, doch er ließ es sich nicht anmerken. Stattdessen blickte er auf den Koffer welchen er öffnete und blickte dann wieder auf ihre Hand und musterte die Wunden. Es wäre schädlich würden sich Glassplitter in ihren Händen verbleiben und so bewirken, dass sich ihre Wunden weiter entzündeten. So war es wichtig zu sehen ob sich noch etwas in eine ihrer vielen Wunden befand. Dabei bemerkte er nur etwa fünf Stücke, welche er mit gezielten und wohl vergleichsweise sorgsamen mit einer Pinzette entfernt wurden, ehe er sich sicher war, dass es keine Scherben gab. Erst dann öffnete er eine Fläschchen und nahm ein sauberes Tuch, welches er mit der Flüssigkeit aus dem Fläschchen anfeuchten. "Das wird vermutlich gleich etwas brennen.", warnte er sie vor, obgleich sie ihm etwas misstrauisch Blicke zu warf. Mit der einen Hand hielt er ihr Handgelenk ruhig und mit dem anderen trug er nacheinander das Flüssigkeit in ihren Wunden auf. Wie angekündigt würde das Mittel brennen, welches dafür da wäre ihre Wunden zu desinfizieren. Dabei war sein Griff um ihr Handgelenk bereit fest genug zuzugreifen, falls sie während des Desinfizieren ihre Hand auf Grund des Brennend weg ziehen würde.
      Nacheinander wurden so ihre Wunden gesäubert und dann die Verbände aufgetragen. Die ganze Zeit sprach Sorin während seiner Arbeit kaum und stellte auch nichts anderes an, als dies war er zuvor gesagt hatte. Er war nicht hier um ihr zu Schaden. Sorin würde sich um ihre Wunden kümmern, trotz ihrer vermutlichen Verwirrung. Andere Menschen mit Verletzungen an den Händen erhielten ja nach dem gar keine Hilfe. Somit müsste dies wohl irgendetwas bedeuten.
      "Das sollte genug sein. In einigen Tagen, wenn nichts passiert, werde ich noch Mal nach dir sehen und gebenfalls den Verband wechseln.", erklärte Sorin ihr.
      Vermutlich hätte sie viele Fragen angesichts seines Verhaltens und der allgemeinen Situation.