Who will surrender first? [Sirath&Caili~]

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    • Who will surrender first? [Sirath&Caili~]

      *Vorstellung*
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      Astrap de Ygitis

      Gehüllt in einem dunklen Umhang, seine Gestalt versteckend, hatte Astrap sich auf das Schlachtfeld geschlichen, wo sich Engel und Dämonen bekämpften, seit er denken konnte, vielleicht sogar schon vor seiner Geburt, so genau wusste er das nicht. Vielleicht wusste es auch niemand, außer Luzifer persönlich, er konnte sich jedoch genauso gut vorstellen, dass sich die beiden Völker bereits bekriegt hatten, bevor der Herrscher der Hölle das zerstreute Volk der Dämonen unter sich versammelt hatte, aber das war eine Zeit lange vor ihm, von der nur Geschichten und Legenden zurückgeblieben waren.
      Astrap hätte nie im Leben erwartet, dass der Teufel ihm einst diese Worte entgegen bringen würde. „Gehe und entführe einen Engel“, hatte er gesagt.
      „Er könnte nützlich sein.“, hatte Luzifer persönlich ihm versichert und doch hatte er geglaubt sich verhört zu haben. Das Wesen, welches den größten Hass diesen Wesen gegenüber hatte, wollte, dass eines von dem Federvieh zu ihm gebracht wurde? Lebend? Möglichst ohne Verletzungen? Er konnte es immernoch nicht glauben, nicht begreifen, aber es stand ihm auch nicht zu, seine Worte zu hinterfragen. Es war Luzifer. Auch wenn Astrap noch nicht verstand welchen, würde dieser schon einen Plan haben.
      Leise, vorsichtig und darauf bedacht nicht vom Feind erkannt zu werden, hatte er sich auf die feindliche Seite innerhalb dieses Zwischenraums, eine andere Welt zwischen dem Reich des Himmels und der Hölle, geschlichen und beobachtete im Schutz einer dichten Baumreihe das Geschehen vor ihm, seine Augen über die Gegend streifend, auf der Suche nach seinem Ziel, ehe er ihm ins Auge fiel.
      Ein triumphierendes Lächeln breitete sich auf seinen Lippen aus, als ihm bewusst wurde, dass der Engel ein Stück weit von seinen Kameraden entfernt war, während dieser einen weiteren Engel heilte und sich um diesen kümmerte.
      Ohne einen Laut von sich zu geben, schlich er sich weiter voran im Schutz von allem, was er finden konnte, um dem Engel unbemerkt näher zu kommen und wartete versteckt, während dieser seiner Aufgabe nach ging. Astrap konnte bereits die Schweißperlen auf der Stirn des Engels erkennen, welcher zu seiner Verwunderung nicht ganz in weiß oder hellen Farben gekleidet war wie seine Gefährten, und somit ließ er sich noch etwas Zeit, bis sein Ziel seine Arbeit beendet haben und erschöpft sein würde.
      Seine Aufgabe war schneller und einfacher, als er erwartet hatte.

      Als das helle Licht der Heilung zu schwinden begann, verließ der große Dämon und packte den Engel von hinten an seinem Kragen, um ihm keine Chance zu geben seine Flügel auszudehnen und fort zu fliegen.
      „Schrei und du hast sein Leben umsonst gerettet.“, gab Astrap von sich und richtete bereits seinen Speer gegen die Brust des verletzten Engels, welchem vielleicht gerade noch das Leben gerettet worden war.
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      @Sirath

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    • Raziel

      Die ganze Zeit schon hatte er ein ungutes Gefühl gehabt. Etwas war anders, als an den anderen Tagen, an denen sie- einige Heiler und er selbst- die Krieger begleitet hatten, um sie zu unterstützen. Die meisten seiner Kameraden hassten die Schlacht, doch Raziel fand es faszinierend, den Kriegern zuzusehen. Sie zeigten nie Angst, keine Anzeichen von Schwäche waren zu erkennen. Auch, wenn Raphael, der sich schon seit langem um ihn kümmerte, Raziels Einstellung nicht mochte- ebenso wenig, wie er seinen doch recht untypischen Kleidungsstil schätzte-, akzeptierte er ihn. Raphael wusste, dass Michael sein großes Vorbild war und Raziel lieber kämpfen statt heilen wollte, doch der große Heiler hatte resigniert.

      Nun hieß es jedoch für Raziel; Krieger heilen. Und so kümmerte er sich um die teils tiefen Wunden der Kämpfenden. Raziel sah zu, wie einer der Geheilten ohne ein „Danke“ oder sonst ein Wort aufsprangen und sich wieder auf einen Dämon stürzte.

      Der junge Engel verzog das Gesicht. Dankbarkeit war wohl Luxus- zumindest für manche Krieger. Er sah einen weiteren Krieger auf sich zu taumeln, der vor ihm zusammenbrach.

      Raziel kniete sich neben ihn und konzentrierte sich. Ein warmes Licht erstrahlte, er bündelte seine Kraft und seine Hände glühten. Anders, als angenommen fühlten sich die Heilkräfte auf der Haut angenehm kühl an. Er war so in seine Arbeit vertieft, dass er den Dämon, der sich versteckt hielt, nicht bemerkte. Der Krieger stöhnte auf, da er noch kurze Schmerzen hatte, dann heilten die Wunden. Doch Raziel wurde nicht vollständig fertig, denn als er zu der letzten- und tiefsten- Wunde kam, schob sich ein Speer in sein Sichtfeld und richtete sich auf den Verwunderten. Im gleichen Moment wurde Raziel von hinten gepackt.

      Der junge Heiler erstarrte. Er wollte nicht das Leben des Kriegers gefährden, daher blieb er still. Unauffällig sah er sich nach eventueller Hilfe um. Der Gerettete knurrte hasserfüllt. „Was soll das? Er ist ein Heiler, spiel mit wem, der sich wehren kann!“
      Mit dem „Spielen“ war wohl eindeutig „Kämpfen“ gemeint- haha, dachte sich Raziel ironisch. Im selben Moment ging dem jungen Engel durch den Kopf, dass dieses „Ich-begebe-mich-in-Lebensgefahr“-Ding für Krieger typisch war. Kein Wunder, dass einige von ihnen nicht mehr gerettet werden konnte.

      Von Raziel konnte der Krieger im Moment keine Hilfe erwarten, denn der Heiler war mit seinen Kräften ziemlich am Ende. Warum kam denn keiner, um ihnen zu helfen? Sie hatten keine Chance, da der Krieger ebenso erschöpft war, wie Raziel selbst. Was sollten sie tun?
    • Astrap de Ygitis

      „Etwa mit dir?“, gab Astrap einen belustigten Laut von sich, als der Engel ihn zu provozieren versuchte und ohne zu zögern stieß er ihm seinen Speer in die Schulter, was ihn zu einem Aufschrei des Schmerzes veranlasste, welcher wohl kaum in dem Chaos des Krieges zu vernehmen sein würde, auch wenn er versuchte sich seinen Schmerz nicht ansehen zu lassen. Wie lächerlich. Er war verletzt, er hätte einfach seine verdammte Klappe halten sollen, aber wenn er mit ihm spielen wollte, würde er eben mit ihm spielen.
      Selbstverständlich war die Wunde nicht lebensbedrohlich, er konnte es sich in Feindessgebiet nicht erlauben, dass die Aufmerksamkeit auf ihn gezogen wurde, aber er hatte dem verletzten Engel zeigen wollen, wie lächerlich seine Aussage gewesen war, dass er sie bereuen möge.
      Kurzerhand hob er den Heiler hoch und warf ihn sich über die Schulter.
      „Ich spiele, mit wem ich will, Federvieh. Wenn du weder dein noch sein Leben riskieren willst, solltest du lieber wieder schlafen gehen.“, verabschiedete er sich mit diesen Worten und machte sich daran so schnell wie nur möglich wieder ins sichere Dickicht zu gelangen, „Und das gleiche gilt für dich...“, fügte er hinzu und legte den Zeigefinger an die Schläfe des entführten Engels, um ihm einen kleinen Stromschlag zu versetzten, welcher ihm das Bewusstsein nahm.

      Seine Aufgabe war erfüllt, wie von ihm erwartet kehrte er in den Thronsaal Luzifers zurück und warf diesem den Engel fast schon zu Füßen. Luzifer wirkte zufrieden, wie er von seinem aus schwarzem Stein gehauenen Thron auf den Engel hinunter blickte, ehe er sich erhob und die Treppe fast schon genüsslich hinunter ging, um den Engel an seinen Haaren hoch zu ziehen und sich sein Gesicht genauer anzusehen.
      „Ich hoffe doch, du bist der richtige, mein Lieber... sonst könnte das schlecht für dich enden.“, grinste er breit, ehe er ihn wieder unsanft los ließ.
      „Nimm ihn und folge mir.“, befahl Luzifer kurzangebunden und lief bereits auf das Tor zu, um den Saal zu verlassen, da er keine einzige Sekunde daran zweifelte, dass seinen Worten nicht folge geleistet werden würde und Astrap tat wie ihm geheißen, noch immer verwirrt, was er mit dem ungewöhnlichen Engel anstellen wollte.
      Er hatte ihn doch wohl nicht nur geschickt, um ihm ein neues Spielzeug zu besorgen, oder?
      In einem Kerker angekommen wurde ihm befohlen den Engel in Ketten zu legen und während der Dämon diesem Befehl folgte, begann Luzifer ihn endlich in seine Pläne einzuweihen.
      Kurz hielt Astrap inne, als der Herrscher der Hölle ihm berichtete, dass der Engel es geschafft haben soll einen der seinen wieder zum leben zu erwecken... dieser kleine Engel? Der Dämon konnte es kaum glauben, wann hatten die Reihen des Himmels das letzte Mal eine solche Macht besessen? Er wusste es nicht.
      „... und deswegen werden wir ihn auf unsere Seite ziehen.“, beendete der Mann, der sich offensichtlich gerne reden hörte, seine Erklärung und Astrap nickte. So war das also.
      „Und wie genau wollt ihr das anstellen?“, erhob sich der Dämon wieder, nachdem er seine Aufgabe erledigt hatte.
      „Ich?“, gab Luzifer überrascht von sich und legte dabei die Hand auf seine Brust, was Astrap fragend die Augenbraue heben ließ. Hatte er was verpasst?
      Doch im nächsten Moment legte sich wieder ein hinterlistiges Lächeln auf die Lippen des Teufels, offenbar wollte er den jungen Dämon nur etwas aufziehen.
      „Wieso überlassen wir diese Aufgabe nicht dir, Astrap?“
      „Mir?“, wurde die Verwunderung und Verwirrung des Dämons nur größer.
      „Das ist doch deine Chance, oder nicht? Bring diesen Engel auf unsere Seite, wie auch immer du das anstellen willst soll ganz dir überlassen sein, und streich die Lorbeeren dafür ein. Damit würdest du mir nicht nur einen großen Dienst erweisen, sondern könntest mir beweisen, dass du für den Thron geeignet bist, meinst du nicht?“, erklärte der Teufel seine Hintergründe und zunächst konnte Astrap nicht glauben, was er da hörte, so direkt hatte er noch nie über die Erbschaft des Thrones mit ihm gesprochen, doch es war seine Chance.
      Wenn Luzifer ihn nicht anlog, verstand sich.
      „Lasst mich nur machen, ich werde diesen Engel schon irgendwie brechen.“, lächelte Astrap triumphierend und legte die Hand auf die Brust, ehe er sich leicht vor dem Höllenherrscher verbeugte.
      „Nicht so steif, mein Junge.“, stieß dieser ihm mit dem Ellenbogen in die Seiten, „Ich erwarte großes von dir.“
      Mit diesen Worten verließ der Teufel den Kerker und ließ Dämon und Engel alleine zurück.

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    • Raziel

      Der junge Heiler wollte den Dämon mit einer Schimpftriade „bewerfen“, ehe er durch den Stromschlag das Bewusstsein verlor…
      Kurz, bevor er jedoch in diese Ohnmacht glitt, erinnerte sich- warum auch immer- an seine Vergangenheit… an den Tag, der alles verändern sollte.

      ~Kälte. Alles, was er wahrnahm war diese furchtbare Kälte. Zitternd öffneten sich seine Augen. Sie waren nicht wie die von anderen Kindern. Sie waren voller Trauer, Wut und Unverständnis. Raziel wusste nicht, warum er nun alleine war. Er zog die Arme um sich, schleppte sich kraftlos weiter. Wozu er noch um sein Leben kämpfte, wusste er nicht. Der kleine Engel wurde von den wenigen Engel, die an ihm vorbeikamen, missmutig gemustert. Ihm war klar, wie er aussah; ein kleiner, magerer Junge, der dreckige, zerrissene Kleidung trug. Sein Blick senkte sich, er taumelte weiter, dann- WUMM. Er fiel hart auf den kalten Boden. „Pass doch auf, du-“ Stille. Der große, schlanke Engel, in den Raziel gestolpert war, verstummte. Vorsichtig blickte dieser auf, und dann sah er es- etwas, dass er nicht kannte; Mitleid. Ihm wurde eine Hand hingehalten. „Komm, steh auf. Dann bekommst du was zu essen und neue Kleidung.“ Die Stimme des Fremden war sanft, mitfühlend.

      Raziel zögerte ein paar Sekunden. Aus den Sekunden wurden Minuten und dennoch…sein „Retter“ blieb stehen und bot ihm immer noch die Hand an. Schließlich nahm Raziel die Hilfe an und wurde auf die Beine gezogen. Seine Augen weiteten sich, als ein Engel, den er nicht kannte, den Großen beim Namen rief; Raphael. Raziels Augen weiteten sich. Raphael…DER Raphael? Der große Heiler? Raphael registrierte Raziels erstaunten Blick, doch er verstieß ihn immer noch nicht, im Gegenteil. Er lächelte freundlich. „Komm schon, wir gehen ins Warme. Du siehst ja ganz erfroren aus, du Armer.“

      Kurz darauf befanden sich Raphael und Raziel in einem großen Anwesen. In den Händen des immer noch schüchternen Raziel ruhte eine warme Tasse Tee. Während Raziel das Getränk mit seinen Blicken fixierte, kümmerte sich Raphael um die kalte Haut. Er brachte ihm eine warme Decke, legte sie dem Kleineren um die Schulter.~

      Das war der Beginn.

      Es vergingen bestimmt einige Stunden, ehe Raziel aufwachte. Als der junge Heiler zu sich kam, blinzelte er und öffnete dann die Augen. Er wollte die Arme bewegen, was jedoch nicht wirklich gelang. Erst langsam kamen die Erinnerungen hoch. Der Dämon! Er sah sich hektisch um, bemerkte nun, dass er in Ketten lag. Fluchend versuchte er sich zu befreien, doch vergebens. Sein Blick fiel auf seinen Entführer. „Du mieser-“ begann er hasserfüllt. „Was soll das? Lass mich hier raus, wenn du dich traust.“ Er war wieder ganz der Alte- provokant, frech und herausfordernd. Er war oft genug mit Michael zusammen- da er ja mit Raphael verbündet war-, um zu wissen, dass man vor Feinden keine Angst zeigen durfte. Auf keinen Fall, egal was geschah. Nur keine Schwäche preis geben.
    • Astrap de Ygitis

      „Wenn ich mich traue? Hältst du mich für blöd? Wieso sollte ich so einen Schwachsinn machen? Willst du nicht lieber um dein Leben flehen?“, gab der Dämon belustigt von der aggressiven Haltung des Engels von sich.
      Selbst wenn er ihn los machen würde, der Kleine war ein Heiler und kein Krieger, es war ja nicht so, als könnte er Astrap einfach überwältigen.
      „Wieso verrätst du mir nicht lieber deinen Namen, Engel?“, verschränkte er die Arme vor der Brust und lehnte sich gegen eine der kalten Wände.
      Nun hatte er Luzifer gegenüber große Töne gespuckt, aber wie genau sollte er das jetzt eigentlich anstellen? Er war nicht der Typ von Dämon, der einem süße Lügen auftischen konnte, um einen auf seine Seite zu ziehen.
      Aber erstmal würde er versuchen alles mögliche an Informationen von dem Engel zu bekommen.
    • Raziel

      "Ja, halte ich!" grinste Raziel frech. Der junge Engel riss erneut an den Ketten. "Du willst meinen Namen wissen? Nun...man stellt sich normalerweise selbst zuerst vor. Ist höflicher." Obwohl er in dieser gefährlichen Situation war, konnte er seine freche Klappe nicht zügeln. Er versuchte weiterhin die Ketten los zu werden. Er war nun wieder genug bei Kräften, um seine Flügel zu verbergen. Sie störten ihn in seiner jetzigen Lage. Raziel überlegte hektisch, wie er am Besten fliehen konnte. Zunächst musste er hier raus. Doch wie?
      Die Ketten scheuerten seine Handgelenke auf, doch darauf achtete Raziel nicht. Natürlich, er könnte sich heilen, doch im Moment war es nicht nötig. Er musste sich seine Kräfte einteilen, da er keine Ahnung hatte, was noch auf ihn zukam. Er traute es dem Dämon zu, dass dieser ihn einfach so angriff. Von Dämonen erwartete Raziel keine Ehre und keinen Stolz. Seiner Meinung nach waren sie hinterhältig- die Entführung bestärkte ihn darin nur noch. Erst jetzt bemerkte er, wie groß sein Gegenüber war. Klar, er selbst war recht klein, doch trotzdem fand er die Größe des Dämons beeindruckend.
      Er riss sich aus den Gedanken und wartete mit einem herausfordernden Blick. Ob der Dämon darauf eingehen würde und ihm seinen Namen verriet?
    • Astrap de Ygitis

      Der Dämon gab einen genervten Laut von sich und seine Augenbrauen zogen sich wütend zusammen, nachdem der Engel ihm bestätigte, dass er ihn für blöd hielt. War er sich seiner Lage denn nicht bewusst?
      „Du erwartest doch nicht etwa Höflichkeit von einem Dämon, oder?“, raunte Astraps Stimme gefährlich, während er dem Engel näher kam und sich vor ihm in die Hocke setzte.
      Und dennoch konnte er noch immer auf ihn hinabsehen, was für ein kleiner Engel er doch war.
      Er legte ihm die Hand auf die Wange und zunächst wirkte es so, als würde er einfach sein Gesicht mustern, ehe er ihm seinen spitzen Nagel in die Wange rammte und an dieser eine Linie zog, einen Kratzer, um ihm Schmerzen zu bereiten.
      „Fühl dich geehrt, Federvieh, dass du meinen Namen auch nur zu hören bekommst. Astrap de Ygitis. Und nun bist du dran, oder willst du unhöflich sein?“
    • Raziel

      "Scheinbar gibt es doch höfliche Dämonen." stellte Raziel kühl fest. Er zuckte ein wenig unter Schmerzen zusammen, gab jedoch keinen Laut von sich. Keine Schwäche zeigen, schärfte er sich selbst ein.
      "Raziel." fügte er schließlich hinzu. "Mein Name ist Raziel." Er ballte die Händen zu Fäusten, funkelte Astrap voller Hass an. Er würde sich am liebsten verteidigen, etwas Abstand zwischen sie bringen. Ihm gefiel es gar nicht, dem Größeren so hilflos ausgeliefert zu sein. Der Dämon könnte alles- und zwar wirklich alles- mit ihm machen. Diese Ketten waren stärker, als Raziel gedacht hätte. Zudem war er ein Engel, ihn schwächte die Hölle. Seine Gedanken schweiften unwillkürlich ab. Zu den anderen Heilern, den anderen Engel. Ob sie von seiner Entführung wussten? Bestimmt; fraglich war nur, wie sie reagieren würden...
      Raziel nahm nicht an, dass sie ihn retten würden. Außer Raphael- und vielleicht Michael?- würde ihn keiner zurück haben wollen. Zumindest dachte er das. Er richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf Astrap.
    • Astrap de Ygitis

      „Raziel? Ihr Engel habt wirklich komisch Namen. Hört sich doch alles gleich an.“, stellte Astrap fest und beobachtete den Engel dabei. Der Hass in seinen Augen belustigte ihn sogar und ein Grinsen machte sich auf seinen Zügen breit. Wie Schade, dass sie den Engel noch brauchten.
      „Sag, was hältst du von diesem Krieg? Was hat dich dazu bewegt in diesem als Heiler zu fungieren? Was treibt dich an, kleiner Engel? Hast du ein Lieblingsessen?“, wollte er ihn mit Fragen dazu bringen mehr über ihn zu erzählen. Wenn er wusste, welche Art von Person dieser Engel war, würde es ihm deutlich einfacher fallen, ihn auf seine Seite zu ziehen.
      Doch er musste schon sagen... ein hübsches Gesicht hatte der Engel durchaus, dachte sich der Dämon, während er weiterhin mit dem Daumen über seine Wange fuhr und ihn musterte, Raziel dabei unbehaglich nahe war.
    • Raziel

      "Was soll das werden? Smalltalk?" knurrte Raziel. Er versuchte, Astraps Griff zu entkommen. Nein, er mochte das Ganze gar nicht. Auch, wenn die Berührung dieses Mal...sanft war. Anders als zuvor. Raziel wurde aus dem Dämon nicht schlau. Er zögerte, dann antwortete er auf eine der Fragen- die anderen ignorierte er. "Ich habe kein Lieblingsessen. Bin da nicht wählerisch." Es gelang ihm, der Berührung zu entziehen, indem er einen Schritt zurücktrat. Die Ketten klirrten leise, als sie sich erneut spannten. Sonderlich viel Bewegungsfreiheit hatte er ja nicht. Raziel grummelte unzufrieden. In dem Moment knurrte sein Magen verräterisch. Er errötete ein wenig. Es war ihm peinlich, dass er dieses Geräusch nicht übertönen konnte. Es stimmte, er hatte schon länger nichts gegessen. Das letzte Mal vor der Schlacht. Dabei fiel ihm auf, dass er keinerlei Ahnung hatte, wie spät es war, oder wie viel Zeit vergangen war, seit er entführt worden war. Er konnte nur hoffen, dass Raphael Erfolg hatte und einige Engel davon überzeugen konnte, ihn zu suchen.
    • Astrap de Ygitis

      Nicht doch, ich versuche nur etwas zu finden, dass ich gegen dich verwenden kann, dachte sich der Dämon, aber das konnte er selbstverständlich nicht laut aussprechen. Im Gegensatz zu dem, was der Engel glaubte, war er weder ein Einfaltspinsel, noch ein Idiot.
      Wieder lächelte er belustigt, selbstverständlich hat er die einfachste Frage gewählt. Sein Lächeln wurde noch breiter, nachdem er das Knurren seines Magens vernahm.
      „Wieso beantwortest du mir nicht eine der anderen Fragen um im Gegenzug bringe ich dir etwas zu essen, Raziel?“, bot er dem Engel freundlicherweise an.
    • Raziel

      Raziel haderte mit sich selbst. Er überlegte, dann drehte er den Kopf stur zur Seite. Er wusste, dass er sich leicht verraten konnte, ahnte, dass der Dämon klug war und nur nach einem Schwachpunkt suchte. "Nein. Ich lasse mich auf keine Deals mit Dämonen ein. Lieber verhungere ich." Ob Astrap ihn wirklich hungern ließ? Raziel hatte keine Ahnung, warum er hier war, doch der Fakt allein, dass er noch am Leben und nicht im Magen eines anderen Dämons lag, ließ ihn daran zweifeln, dass der Große ihn töten wollte- zumindest noch nicht. Doch der junge Engel fürchtete nicht um sein Leben. Viel mehr hatte er Angst, die Engel irgendwie durch eine seiner Aussagen zu gefährden. Und um das zu verhindern, durfte er so wenig wie möglich verraten.
    • Astrap de Ygitis

      „Deine Entscheidung, kleiner Engel.“, gab er sich unbeeindruckt und zuckte mit den Schultern, „Dabei kann ein Deal mit einem Dämon durchaus seine Vorteile haben, aber wenn du lieber hungern möchtest...“
      Selbstverständlich würde Astrap ihn nicht verhungern lassen, aber das brauchte der Engel ja nicht zu wissen. Noch war er in der Lage seine Flügel zu verstecken, also musste es ihm noch mehr als gut genug gehen, ein wenig Hungern um ihn gefügiger zu mache, würde wohl kaum Schaden.
      „Was ist deine Lieblingsfarbe?“, lenkte er ihn stattdessen mit weiteren, banalen Fragen ab und hoffte, dass er sich dadurch gewöhnen würde ihm Fragen zu beantworten und seine Vorsicht Stück für Stück ablegen würde.

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    • Raziel

      Misstrauisch neigte er den Kopf ein wenig. "Blau." antwortete er gedehnt. Was sollte das? Diese Frage war albern, er konnte dadurch niemanden gefährden.
      "Dunkelblau, wenn du es genau wissen willst." Raziel bemerkte, dass er doch nicht allzu fit war. Das Heilen der Krieger hatte ihm scheinbar mehr Kraft gekostet, als er sich eingestehen wollte.
      Doch nachgeben war keine Option. Raziel senkte den Blick. Er war einfach zu schwach. Inzwischen lief Blut über seine Handgelenke, tropfte fast schon lautlos zu Boden.
      Die Wunden schienen tiefer, als gedacht. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als... Kurz entschlossen konzentrierte sich Raziel und begann, seine Wunden zu heilen.
    • Astrap de Ygitis

      Mit verschränkten Armen und zur Seite gelehntem Kopf beobachtete der Dämon Raziel, wie dieser seine Wunden heilte, welche er sich selber zugefügt hatte. Er war wohl doch nicht so dumm, wie er schien, wenn auch unglaublich stur, trotz seiner Situation.
      Astrap verstand es nicht recht, was es nicht deutlich einfacher für ihn, ihm einfach seine Fragen zu beantworten? Auf seine Angebote einzugehen? War sich nicht letztendlich jeder selber der nächste?
      Auch der Kratzer in seinem Gesicht verschwand schnell wieder, weshalb der Dämon ihm wieder näher rückte und ein weiteres Mal sein hübsches Gesicht mit seinem Nagel verunstaltete.
      „Hast du Angst vor Schmerzen?“
    • Raziel

      Als Astrap ihn erneut verletzte, zuckte Raziel dieses Mal nicht zurück. "Angst?" Er lachte verächtlich. "Nein..." Ich bin es nicht anders gewohnt..., dachte er sich. Was kaum einer wusste war, dass es Schmerzen für den Heiler bedeutete, der die Verletzten behandelte. Je nachdem, wie schwer die Wunden waren, die sie heilten, waren auch die Schmerzen, die sie empfanden.
      Zudem war da noch die Zeit, bevor Raziel ein Heiler wurde. Bevor er weiter darüber nachdenken konnte, glitten ihm einige verräterische Worte über die Lippen. "Ich bin Schmerzen gewohnt." Er biss sich sofort strafend auf die Unterlippe. Das wollte er nicht, er wollte dem Dämon so wenig wie möglich verraten.
    • Astrap de Ygitis

      Mit überraschtem Blick starrte der Dämon Raziel an. Er war Schmerzen gewohnt? Was sollte das heißen?
      „Ihr Engel seit wohl auch nicht das, was ihr sein sollt, oder?“, hielt er ihm Daumen und Zeigefinger unter das Kinn, um Raziel dazu zu zwingen ihm in die Augen zu sehen, „Wer würde einem kleinen hübschen Engel wie dir denn weh tun? Wieso verrätst du es mir nicht?“
      Astrap unterdrückte ein Grinsen, denn er sah darin die Chance, den Engel auf seine Seite zu ziehen.
    • Raziel

      Er wehrte sich schwach gegen den Griff. "Geht dich nichts an." Ich habe ohnehin schon zu viel verraten...
      Der Engel befreite seinen Kopf und drehte ihn weg. "Zudem- warte." unterbrach er sich selbst. "Wie hast du mich genannt?" kleiner, hübscher Engel?
      Nein, wieder ein Trick, eine Falle. Er wollte ihn nur verwirren- und es gelang ihm. Raziel wusste nicht, was Astrap vorhatte. Bestimmt hatte er einen hinterhältigen Plan.
    • Astrap de Ygitis

      „Geht mich nichts an? Wieso nicht? Willst du dich denn nicht rächen?“, lächelte Astrap und lehnte sich mit dieser Aussage zwar weit aus dem Fenster, aber was hatte er denn schon zu verlieren, selbst, wenn er falsch lag? Nichts.
      „Kleiner, hübscher Engel? Hörst du das bei euch etwa nicht oft, Raziel?“, wiederholte er seine Worte schlicht und einfach, bedeutete das, er war offen für Komplimente?
      Wieder zwang er ihn dazu in seine Richtung zu sehen und dieses Mal fuhr er ihm sanft mit dem Daumen über die Wange, „Wieso sollte ich lügen?“
    • Raziel

      "Nein, wieso sollte ich mich rächen wollen?" An Rache hatte Raziel noch nie gedacht. "Und du hast Recht, ich wurde noch nie als "hübsch" bezeichnet."
      Der kleine Engel verspannte sich, als sein Gesicht zurück gedreht wurde. Verwirrt stellte er fest, dass Astrap ihm scheinbar nicht erneut wehtun wollte, sondern stattdessen über seine Wange strich.
      Raziel fragte sich, ob Dämonen auch andere Gesichter hatten. Früher dachte er immer, sie wären grausam. NEIN! Er durfte sich nicht einwickeln lassen. Der junge Engel wehrte sich wieder. "Glaub nicht, dass du mich verwirren kannst. Ich werde dir nichts verraten, wenn du darauf aus bist."