The Revolt [Wolfslegende & vrthnkng]

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    • The Revolt [Wolfslegende & vrthnkng]

      Es war einst ein Land, dass sich vor dem Leid seiner Bewohner nicht mehr retten konnte und sich bloß um weitere Hungertode und über jene Bürger, die sich um die letzten Reserven bekämpften, beklagen konnte. In der bröckelnden Regierung gab es nur noch die Blutmagier, die sich mit ihren Mächten als die letzte Hoffnung der Bürger erwiesen und sich auch letztlich etliche Jahre als die einzigen Retter dieses Landes bewiesen. Die gesamte Blutlinie erschuf ein ganz neues Land und soweit das Volk von den neuen Erfolgsschlägen geblendet waren, hatten sich die Blutmagier gar noch weitere Macht angeeignet und erleiden schließlich einem Größenwahn, welches ihre Glanzleistungen in Brüche gingen ließ und ihre wirklichen Hintergründe zum Vorschrein brachte.
      Bevor es jedoch überhaupt gelang, ihre Absichten zu verstehen und ihre Vorhaben zu stoppen, schien sich bereits ein ganzes System durch ihrer Blutlinie erschaffen zu haben, dass nur noch schwer zu durchbrechen war. Ihre Magie war unbesiegbar, ihre Heiler unersetzbar und letztlich auch ihre Krieger so für den eigenen Willen instrumentalisiert, wodurch sich bloß ein Narr wagen würde, gar ein Wort gegen die hohen Mächte auszusprechen. Die abgelegten Schwüre und die Mauer die sich um die Regierung baute, konnte genügend Schutz bieten, um das Manipulieren und Schwächen ihrer eigenen Familie und Krieger gut genug vor den letzten Ahnungslosen zu verstecken, die mit dem neuen Licht auf die Blutmagier kaum noch aus ihrem erneuten Leid zu retten waren.
      Wo sich das Leid und die Hoffnung jedoch trafen, erschuf sich eine neue Prophezeiung für das leidende Volk und wie es die geschrieben Worte doch verlangten, konnten die Retter des Landes schon längst unter ihnen sein - stärker und weiser als es die hohen Mächte sein konnten und aus den unerwartetsten Ecken der Gesellschaft kommend, dass ihr Eintreffen gar in den nächsten Jahren nicht vorherzusehen war. Nur mussten sich die prophezeiten Helden selbst ihrer Macht bewusst sein und in einem Leben voller Unterdrückung, schienen selbst diese kaum mächtig genug, um sich von ihren eigenen Ketten lösen zu können.
      Man muss noch Chaos in sich haben,
      um einen tanzenden Stern gebären zu können.
    • Die Welt um ihn herum war erfüllt von einem glanzvollen, glamourösen Illusion. Es war der Tag, an dem die königliche Familie ein ganz besonderes, internes Fest hostete. Eines zudem nur ausgewählte Personen zutritt hatten. Es war keines der öffentlichen Feste um die Adligen bei Laune zu halten, obgleich die Welt abseits ihrer hübschen Blase immer mehr zerfiel.
      Nein, diese Festlichkeiten war nichts weiter als eine Versammlung der Familie, eine in der die Hauptfamilie ihre Überlegenheit auf ihre versteckte Weise zeigte, obgleich alles nur hinter der Fassade geschah man müsse Beziehungen knüpfen und Geschäftliches besprechen. Es war ein Spiel, dass man lernen musste zu Spielen, wenn man nicht in Schwierigkeiten geraten wollte.
      Ein Spiel, welches der Schwarzhaarige junge Mann nur zu gut kannte. In einem den Festlichkeiten angemessenen, eleganteren Kleidung gekleidet hielt er sich etwas am Rande der Veranstaltung auf, in aller Ruhe das Treiben beobachten. Seine nur etwa 3 Jahre jüngere Schwester unterhielt sich mit einigen anderen jungen Frauen in der Nähe über irgendwelche Themen, während seine Eltern mit einigen anderen Erwachsenen sprachen. Letzteres handelte sehr wahrscheinlich um irgendwelche Geschäftlichen Themen, auch wenn Lauris stark vermuten würde, dass seine Eltern 'stolz' von seinen Entwicklungen berichteten. Im eigentlichen Sinne war all dies nichts mehr, als eine Überprüfung, wie er sich verhielt, wie es um seine Kräfte stand und solche Dinge. Ob er endlich soweit wäre, dass man ihn an irgendjemanden vermählen könnte, ohne sich Sorgen zu machen, dass er die Familie hintergehen würde.
      Leicht missmutig starrte Lauris auf das Glas mit dem Wein in seiner Hand, als könnte ihn das vor den bevorstehenden, kommenden Ansprachen retten. Er war sich so gut wie sicher, dass er dieses Jahr auch an der Reihe wäre. Letztendlich waren sie alle nichts weiter als Schachfiguren in dem Spiel der Mächtigen, einen vorhergesehenen Weg folgen.
      //Sich in der Situation zu versuchen krampfhaft zu Betrinken werde ich vermutlich auf später verschieben müssen... Sonst ruiniere ich noch meinen großen Moment. Was soll den sonst die ehrenwerte Familie denken?//, dachte sich der junge Mann teils verzweifelt, teils belustig über seine Situation.
      Doch eher er seine Lippen an das Glas setzen konnte, kündigte ein Sprecher auch schon die ersten Redner an. Angesichts des genannten Namens mache die Masse langsam Platz für das Familienoberhaupt der Zweigfamile, Helion Celen Resanium. Die leicht gelockten Wallnussbraunen, welches mit mehren Grauen Haaren durchzogen, Haare, von Lauris Großonkel väterlicherseits tauchten in der Mitte der Versammelten auf, als er sich augenblicklich begann einen Weg zu dem Podest zu bahnen um die Rede zu beginnen. Jedes Jahr schien es um das gleiche zu handeln, Nachrichten versteckt zwischen den Zeilen, unverständlich für die Außenstehende. Es schien so als würde sein Großonkel nur davon sprechen, wie vielen Menschen dieses Jahr ihre Dienste in Anspruch genommen hatten, wie viele Medikamente man hatte herstellen können, welche neuen Kräuter über den Handel und Kreuzungen hatten erworben werden können, welche neue Mittel entstanden sind und so weiter. Man erwähnte einige Fälle in denen man auch auf das Elixier zurückgegriffen hatte. Es klang für die Ohren der nicht eingeweihten so als wäre das Elixier nur etwas erwähnt worden, nicht genau, aber die, welche mit dem Code vertraut waren konnte genaustens zwischen den Aussagen des Oberhaupts der Resanium lesen, wie er berichtete in welchen Mengen das Elixier produziert wurde und in welchen Wirkungsgraden. Letzteres war ein weiteres unbekanntes Wissen für die Bevölkerung, denn je nach dem Grad, wie mächtig die Magie in einer Person war, desto mächtiger könnte in der Theorie auch das Elixier sein. Doch da die mächtigen in der Hauptfamilie waren, wäre nur wenig Informationen zu dieser Theorie möglich zu sammeln. Nichtsdestotrotz bot diese Theorie die Möglichkeit herauszufinden, wie mächtig eventuell ein Mitglied der Familie war oder werden könnte. Eine solche Entwicklung, um nicht mehr abwarten zu müssen, bis ein Kind die markanten Roten Augen oder andere Fähigkeiten der Blutmagie zeigte, könnte den Prozess der Findung guter Kandidaten für die Hauptfamilie und welche sie im Auge behalten sollten erleichtern.
      Für einige mochte dies interessante Neuigkeiten sein, doch Lauris selbst hörte kaum zu. Er wollte nicht wissen, wie weit sie waren um das Leben von Kindern noch früher zur Hölle machen zu können...
      Das nächste Thema danach waren die Geburten innerhalb der Familie, neue Nachkommen für ihre ach so werte Blutline. Glückwünsche und Lächeln wurden ausgetauscht, obgleich einem bei dem Gedanken daran schlecht werden könnte, welches Schicksal diese Kinder noch erwarten würde. Man würde sie mit der Ideologie dieser Familie großziehen und formen, damit sie den Erwartungen gerecht werden würden, in diesem goldenen Käfig.
      Der Schwarzhaarige mit den grünen Augen hob zum Gruß für die frischgebackenen Eltern sein Glas mit einem falschen lächeln auf den Lippen, welches täuschend echt wirkte. Eines hatte es schon sein Leben hier zu verbringen... Man selbst wurde zu einem begnadeten Lügner, der lernte zu erahnen, wann anderer Lügen.
      //Was sind wir alle nicht für großartige Heuchler, die uns vollkommen unseren Illusionen hingeben...//, dachte er sich, ehe er erneut sein Weinglas hob, dieses Mal aber um es an seine Lippen zu führen.
      Eine weile lang führte Helion seine Rede fort und Lauris glaubte allmählich schon er hatte ein weiteres Jahr Schonfrist erhalten, als feierlich das Oberhaupt lächelnd sich noch ein letztes Mal an die Masse wendete. "Und zu guter Letzt verkündige ich mit großer Freude die anstehende Vermählung und Heirat meines Großneffens Laurent Kaede Resanium mit der der Liebreizenden Nichte unseres Königs, Mariam Solea Sangius!"
      Lauris, welche nur halb zugehört hatte, erstarrte und lies vor schreck einfach nur das Weinglas zu Boden fallen, wo es klirrend zersplitterte. Seine Vermählung und Hochzeit war zwar nichts, von dem er gedacht hätte, dass er sie auf ewig umgehen würde, aber auch nichts, was er jetzt ganz am Schluss noch erwartet hatte. Zumal er auch noch jemanden von der Hauptfamilie, eine offizielle SANGIUS heiraten sollte. Er war niemand, der außergewöhnliche Magie gezeigt hatte, dass er es wert wäre die Nichte zweiten Grades des Königs zu heiraten!
      //Was tust du da?! Reiß dich zusammen!//, schallte er sich selbst dafür einen Moment lang seine Fassung verloren zu haben. Alle Gesichter hatten sich neugierig aber auch musternd zu ihm umgedreht. Es war an sich eine sehr große Ehre in die Hauptfamilie aufgenommen zu werden, den Namen Sangius richtig tragen zu dürfen. Eine Ehre, um die ihn, die, die völlig in der Sicht der Familie gefangen waren, beneideten. Er erwiderte den Blick und zwang sich zu einem Lächeln. Zum Teufel mit ihnen allen.
      "Endschuldigt, diese Ehre hat mich... überrascht.", sprach der Schwarzhaarige. Weitere lächelnde Gesichter wurden ihm nach diesen Worten geschenkt.
      "Haha, wäre ich in deinem Alter und hätte die Chance eine solch wunderschöne junge Frau zu heiraten wäre ich auch überrascht, Laurent.", erwiderte Helios laut. "Du kannst dich wahrlich glücklich schätzen."
      Der junge Mann wusste aber genau was es bedeute. Man würde ihn strenger überwachen, man würde kein unangebrachtes verhalten dulden. Er sollte darauf achten, was er als nächstes tun würde.

      Nach einigen Momenten nahm der Abend auch schon wieder seinen gewohnten lauf. Ein Diener räumte die von ihm verursachten Scherben weg, während einige Personen ihn nun auf offiziell aufsuchten um ihm in Person zu gratulieren. Auch seine Eltern kamen mit seiner Schwester zu ihm, allesamt überglücklich über die Ehre die ihm zuteil wurde. Eine Ehre die er nicht wollte und welche ihm nun viel mehr wie eine weitere Kette in seinem Leben erschien.

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    • Nachdem das Palast mit ihren unzähligen Arbeitern und Soldaten auf Hochtouren alles anfertigten und erneut ein spezielle Trainingseinheit durchführten, kam endlich der festliche Tag, an dem die Umgebung belebter und fröhlicher als sonst wirkte. Während die Diener umherhuschten, planten, dekorierten und kochten, hatten sich vor allem die Soldaten wieder auf die Präsentation ihrerseits eingestellt, ihr Auftreten geübt und auch ihre Positionen, die sich nach ihren Rängen orientierten. Allesamt waren sie mit dem Zusammentreffen der wichtigsten Familien in diesem Lande wie dressierte Hunde gewesen, die des Weiteren sich mit dem heutigen Tage auch wieder einem Elixier unterziehen durften, welches letztlich Hide, der die höheren Familienmitgliedern heute zu bewachen hatte, sehr an den Kräften zog. Seiner Aussage nach hatte er bereits sein Misstrauen ausgesprochen, dass das Elixier am heutigen Tage für ihn unvorteilhaft sein würde. Ein weiterer Tag ohne würde jedoch nur eine noch größere Katastrophe bedeuten, so sagte man ihm doch, dass er sich geschwind verlieren wird, sollte er nichts einnehmen. Er wäre noch schwächer als mit Tinktur, somit trank der Soldat es letztlich ohne weitere Rede.
      Was es jedoch wirklich für Auswirkungen auf ihn und seine Kräfte hatte, im hier und jetzt sich stehend und mit strengem Blick um die Sicherheit zu kümmern, hatte hoffentlich bisher nur er selbst erkannt. Sein Schwert hatte er vor sich gestellt, die Beine hüftbreit platziert und mit dem vorteilhaften Griff am Schwert vor sich, konnte er sich wenigstens genug stützen, um nicht mit der nächsten Bewegung umzuklappen. Hide war nicht ganz bei sich, versteckte es genügend in seiner strengen Mine und in seiner trotz dessen guter Führung, weil er in der Position war, mit der Ansprache verschiedener Menschen, ein anderes Zeichen mit ihrer Statur und ihrem Schwert zu setzen. Damit nutzte man auch indirekt die Krieger selbst, um die Macht und den Rang des jeweils Sprechenden zu zeigen und zu verdeutlichen, wie groß doch die Macht der Hauptfamilie ist. Hinterfragen tat er dies jedoch nicht sonderlich, schließlich wuchs er selbst mit der Erziehung von Macht und Respekt auf, da waren die Befehle die er umzusetzen hatte, schon sicherlich in irgendeiner Weise begründet.
      Während er selbst mit dem Elixier zu kämpfen hatte, kam auch der momentane Sprecher zu diesem für einen kurzen Moment zu sprechen, was er persönlich nur als weitere Warnung dafür nahm, jetzt bloß in seinem Auftreten aufzupassen. Damit hatte er die Arme wieder angespannt, den Kopf weiter gehoben und sich von seinem vorherigen inneren Chaos verabschieden wollen, wenn auch nur vergebens. Mit seinem Rang kannten nur die wenigstens wirklich viel von ihm Bescheid, diejenigen die sich jedoch bereits eine etliche Zeit hier im Palast befanden und dieses schützten, kannten die Wirkung des Elixiers auf den alleinstehenden Krieger sehr gut. Damit hatte man ihn auch mit dem eigenen Blick auf sich aufmerksam machen wollen, ihn warnen oder ihn indirekt fragen wollen, ob er sich noch ordentlich führen konnte. Es brauchte ein wenig, bis Hide einen seiner engsten Freunde hier erkannte und diesem mit zwei Wimpernschlägen zeigte, ihm ginge es gut, zumindest so gut, dass er hier im Fest nicht selbst die Aufmerksamkeit auf sich zog und damit eine hohe Strafe kassierte.

      Wer jedoch eher die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollte, war mit der Ansprache einer Vermählung sein alter Bekannter, wessen Weg er schon im Kindesalter immer wieder kreuzte. Laurent hatte wohl nicht mit der Vermählung gerechnet und verlor auch schon den Griff seines Weinglases, auf welches die Soldaten mit dem Erheben ihres Schwertes reagierten. Nicht, weil sie den Heiler damit als Bedrohung ansahen, doch eher zur Schaustellung ihrer Aufmerksamkeit, die mögliche Angreifer auf die Hauptfamilie einschüchtern soll. Die violetten Augen hatten sich bloß langsam wieder auf den zukünftigen Vermählten gerichtet, musterten diesen mit seiner Überraschung, ehe er selbst schon auf seine zukünftige Frau blickte, die er mit der überraschenden Feierlichkeit zu beschützen hatte. Zu sehen bekam Hide jedoch nur ihren Schopf, der selbst zu dem jungen Mann blickte, der sich gerade herauszureden versuchte. Die Ansprache Laurents genügte dem Soldaten selbst das Schwert wieder zu seiner Ursprungsposition zu bringen, die anwesenden Krieger taten es ihm gleich. Lange brauchte es jedoch nicht, um die Krieger letztlich auch zum Ausschwärmen zu bringen, schließlich war es mit der Absprache zur Feierlichkeit gekommen. Sofort war Hide an der Seite der Nichte des Königs, ihre Mimik konnte er jedoch nur wenig genug deuten, als das auch ihre Meinung zur Vermählung offenbart wurde. Das Schwert befand sich wieder an der Hüfte, dafür waren jedoch die Augen wieder wachsam genug, um die nähere Umgebung der Nichte zu beobachten und diese zu koordinieren, war ihm eines der Ecken des riesigen Saales zu befüllt. Ihr Weg leitete sie hingegen zu Laurent selbst, begründen musste sie es jedoch nicht, schließlich kannte er ihre Situation und wusste auch von damaligen Szenarien, was demnächst folgen konnte.
      Als Hide jedoch mit der jungen Frau vor Laurent stand, der immer wieder Gratulationen entgegennahm, stellte er sich ein wenig abseits mittig zu ihnen auf, um beide zu schützen, und verbeugte sich zum Gruß. Das ihn jedoch die Verbeugung noch fast dazu gebracht hätte, mit dem nächsten Zentimeter nach vorne zu kippen, hatte er genauso wenig kommen sehen wie die eigene Kraft, die ihn genau davor bewahrt hatte. Nur langsam kam er wieder aus seiner Verbeugung heraus und sprach sogleich ihre Vermählung an, schließlich würde er als einer der erfahrensten Krieger solch Ereignis nicht ignorieren können. " Ich beglückwünsche ihnen beiden herzlichst zu ihrer Vermählung. ", sprach Hide, um letztlich den beiden ihr Gespräch zu lassen, welches er versuchte so gut mit der vorherigen Schwäche zu folgen wie er konnte. Sein Blick schien für wenige Sekunden in die Leere zu gehen, wenn er sich auch immer wieder versuchte auf neue Dinge zu fokussieren und vor allem auch den beiden Vermählten zu signalisieren, dass er ihnen wirklich aufmerksam zuhörte und kein Desinteresse an ihren Worten zeigte. Letztlich hatte er es wieder in den Griff habt, als er mit einem Kopfnicken einen der Krieger zeigte, er müsste sich an einen anderen Platz bewegen. Da er die Reaktion seines Körpers auf das Elixier jedoch bereits gut genug beobachten konnte, hatte er sich kein großes Leid mehr zugesprochen, dafür waren die einzelnen Reaktionen immer weiter verstreut und konnten sich schnell wieder beruhigen, sodass er wohl wenigstens äußerlich kräftig genug aussehen konnte, als das man es ihm wirklich ansehen konnte.
      Man muss noch Chaos in sich haben,
      um einen tanzenden Stern gebären zu können.
    • Mehr und mehr Verwandte strömten in seine Richtung, wie ein nicht enden wollender Fluss, um ihn zu gratulieren. Manche wollten nur einen genaueren Blick auf ihn werfen, da sie sich bisher nicht wirklich groß um ihn gescherrt hatten, andere hingegen kannten ihn und wollten einen bessern Blick auf seine Reaktion und Gedanken dazu erhaschen. Aber Lauris behielt seine Gedanken nun mehr für sich, zeigte nichts mehr davon was er davon hielt. Stattdessen lächelte er nur, bedankte sich und wechselte hier und da ein paar Worte. Auf die Fragen, die natürlich folgten, wie genau er es geschafft hatte, dass die Hauptfamilie ihn mitbekommen hat und ob er seine Verlobte schon kannte, wich er elegant aus. Er ahnte wieso man ihn auserwählt hatte, selbst wenn es nicht aus den besten Gründen geschehen sein musste. Dennoch behauptete er, er wüsste es nicht und war daher so glücklich überrascht.
      Bezüglich seiner Verlobten war aber eine ganz andere Geschichte.
      Als Cousine des Königs, gehörte sie noch zur näheren Familie, auch wenn sie dann wieder weit genug entfernt war um vermutlich nie einen wirklich bedeutenden Platz in der Thronfolge erhalten würde. Dadurch konnte sie auch ohne größere Schwierigkeiten und ohne das er unbedingt jemand war, der mit mächtiger Magie geboren war, mit ihm vermählt werden.
      Ob sie selbst aber Einfluss auf die Vermählung gehabt hatte oder eher andere dies entschieden hatten, konnte Lauris aber nicht sagen.

      Gerade gelang es dem Schwarzhaarigen seine Eltern und Schwester zu entziehen, welche wohl nicht stolzer sein könnten, als auch schon ein Krieger und seine vermeintliche Verlobte sich ihm nährten. Die anwesenden, welche dies auch bemerkte, begannen sich etwas von ihm zu entfernen um den beiden, die ja nun einander versprochen waren etwas Freiraum zu geben. Dennoch blieben viele bewusst in Hörreichweite. Lauris war sich sicher, dass sie versuchen würden zu lauschen.
      Er beschloss die anderen Gäste der Festlichkeiten erst einmal zu ignorieren und stattdessen sein Blick auf auf die Neuankömmlinge zu setzen. Beide standen zu einem kaum zu übersehenden Kontrast.
      Der Krieger mit den dunklen Haaren überragte die junge Dame an seiner Seite um mindestens einen Kopf. Seine Augen zeigte die Charakteristische Lilane Färbung und seine Rüstung war unscheinbarer und eleganter als die eines gewöhnlichen Kriegers im Einsatz. Ein eindeutiges Zeichen dafür, das es sich bei jenem um einen der bekannten Elitekrieger der Königlichen Familie handelte. Als Lauris in musterte, entging ihm nicht, dass dessen Gesicht ihm irgendwie etwas bekannt vorkamen. Vermutlich hatte er irgendwann in der Vergangenheit mit jenem mal zu tun gehabt, sehr wahrscheinlich als er noch ein Heiler Lehrling in Ausbildung war und sein Können an Krieger in der Ausbildung, welche sich verletzt hatte einsetzen musste. Die erfahrenen Augen des Heilers glaubten auch eine Spur von Erschöpfung ausmachen zu können, aber der Krieger schien dies bewusste verbergen zu wollen. Offenbar wollte er nicht das es auffiel und Lauris selbst hatte auch nicht die Zeit und Nerven in dem Moment sich mit einem erschöpften Krieger anzunehmen, einfach weil der Heiler in ihm jemanden helfen sollte. Zudem, obwohl er ihm bekannt vorkam, konnte sich Lauris nicht erinnern wer genau jener war oder gar wie dessen Name lautete. Ob er sich an ihn auch erinnern konnte, entzog sich dem Wissen des jungen Mannes mit den grünen Augen ebenfalls.

      An der Seite des Krieger in kleiner und zierlicher Statur, befand sich eine junge Frau mit dunkelbonden Haaren und Roten Augen. Ihr rotes, schmuckvolle, traditionelle gemusterte, lange Kleidung betonte vorteilhafter ihre körperlichen Züge, welches ihr in vielen Festen den ein oder anderen Blick eingefangen hatten. Es war keinesfalls zu leugnen, dass Mariam Solea Sangius eine außergewöhnliche Schönheit war. Viele hätten sich geehrt Gefühl solch eine schöne Frau heiraten zu dürfen, doch Lauris konnte nur die Ketten sehen, welche man ihm mit dieser Vermählung und Hochzeit auferlegen würde. Zudem kannten sie einander so gut wie gar nicht, das letzte Mal hatten sie vermutlich wirklich miteinander gesprochen, als sie noch sehr junge Kinder gewesen waren. In den Jahren, die seit dem vergangen waren, war vieles geschehen. Sie waren einander Fremde, die nichts wussten.
      Etwas, welches Mariam vermutlich versuchte zu verändern, ganz offensichtlich. Immerhin hatte sie ihn bewusst nun nach dieser Ankündigung aufgesucht.

      Auf die Worte ihres Begleiters, der ihnen beiden nun gratulierte, lächelte sie sanft und nickte. "Ich danke dir.", sprach sie elegant, während Lauris ihrem Beispiel auch folge. "Vielen Dank.", sprach der Schwarzhaarige so zu dem Krieger.
      Danach wendeten sie sich auch schon ab von jenem, denn Mariam lies ihre roten Augen noch einmal von nahem scheinbar ganz beiläufig über ihn gleiten, ehe sie ihren Mund öffnete. "Ich hoffe diese Ankündigung kam nicht zu überraschend.", sprach sie schmunzelte. Offenbar war ihr die Aktion von vorhin nicht entgangen. "Verzeih, wenn euch niemand vor dem Fest von den Plänen unserer Familien berichtet hatte."
      Lauris erwiderte das Lächeln. "Macht euch keine Sorgen, ich war freudig über die Kunde überrascht.", sprach er, obgleich dies eine glatte Lüge war. Die roten Augen seiner gegenüber musterte ihn noch mal, fast so als versuche sie festzustellen ob er die Wahrheit sprach, verrieten aber nicht ob sie irgendetwas fand. Den folgenden freundlich wirkenden beiläufigen Smalltalk welchen sie dazu führten, diente an sich nichts weiter um den gegenüber einzuschätzen. Herauszufinden, in welchen Bereichen und wie jener lügete und wie sich der andere jeweils vor der geschlossenen Öffentlichkeit in der sie sich befanden gab zeigte. Wie ein Tanz nur mit Worten vollführten sie unter der Maske des Anscheins des belanglosen.
      Nach einer Weile die wohl gut und gerne mehr als eine viertel Stunde gedauert hatte, schien Miriam recht zufrieden zu sein mit dem Ergebnis. "Laurent, findet ihr nicht es ist hier etwas zu laut? Lasst uns lieber den Balkon aufsuchen und hier unser Gespräch in einer etwas ruhigeren Atmosphäre fortsetzen. Ich würde gerne mehr über euch erfahren."
      Lauris wünschte sich innerlich nichts mehr sehnlicher als diesem gefährlichen und trügerischem Feste und dem geheuchelten Spiel, welches er spielen musste zu entrinnen, lächelte etwas und nickte. Zwar wollte er der Aufmerksamkeit und dem Lärm entrinnen doch er fürchtete, dass ein Gespräch mit Miriam auf dem Balkon ihm nicht die erhoffte Entspannung schenken würde, die er sich ersehnte.
      Doch er fügte sich all dessen und ging mit ihr zusammen, natürlich gefolgt von zwei Kriegern in Richtung des Balkons.
      Die kühle, frische Luft umfing, sie kaum traten sie nach draußen, strich über ihre haare und ihre Haut. Man hätte fast so das Gefühl, als könnte man endlich tief durchatmen, doch der junge Mann mit den Schwarzen Haaren, zwang sich dazu seine Vorsicht nicht abzuschütteln.
      Miriam neben ihn schien weniger Besorgt darum zu zeigen, was in ihr vor ging, denn sie atmete tief ein und stieß die Luft mit einem Seufzer aus. "Ich bin froh der Aufmerksamkeit und den Gästen endlich etwas entkommen zu sein. Seit ihr das nicht auch Laurent?", sprach sie lächelnd, während sie einige Schritte zur Brüstung machte. Der angesprochene wollte ihr zunächst zustimmen, spürte aber das Misstrauen in seinem inneren nagen ob diese Frage nicht ein Test wäre um zu sehen, wie sehr er eigentlich gegen diese Hochzeit war, über die er vor wenigen Minuten noch 'freudig' gelogen hatte, wie sehr er sich doch freute.
      So antworte er nach einen Moment erst: "Nun, ich habe Glückwünsche bekommen, auch von Verwandten, die ich vorher nicht hatte benennen können. Ich wusste bisher nicht einmal das einen Großonkel zweiten grades habe."
      Miriam kicherte leicht. "Manchmal ist die Familie doch größer als gedacht. Aber ich bin froh das es so gekommen ist und mein Onkel nicht entschied mich mit jemanden zu vermählen, der 20 Jahre älter ist als ich.", sprach Miriam weiter und blickte hinauf zu dem sommerlich warmen, angenehmen Nachthimmel. "Aber ich möchte nicht, dass wir einander Heiraten ohne uns wirklich zu kennen. Darum würde ich gerne mehr über dich erfahren Laurent Was du gerne magst, was du hasst, wie deine Familie so ist... Einfach alles was uns in den Sinn kommt.", fuhr sie fort. "Oh und natürlich kannst du mir auch solche Fragen dann stellen. Wir sollten einander Nachrichten schicken um uns auf einen Tee zu treffen." Lauris nickte. Es wäre besser wenn sie sich einander etwas kennenlernen würden, wenn sie schon ihr ganzes Leben miteinander verbringen würden.
      Doch etwas seltsam erschien es ihm schon. Miriam mochte mit so etwas aufgewachsen sein, aber für ihn war es fremd, dass einem Krieger folgten. Natürlich waren sie dazu da, den Schutz der königlichen Familie zu gewährleisten, doch da er nun Verlobt war, bedeutete es, er würde ebenfalls solche Krieger immer in seiner Nähe haben, einfach nur damit sie ihn beschützen konnten?
      Unwillkürlich angesichts des Gedankens wendete Lauris seinen Blick zu den Kriegern und fragte vorsichtig Miriam: "Wird es immer so sein, dass ich auch einen Krieger zugeordnet bekommen, welcher dann ein Auge auf mich hat?"
      "Mhm?", erwiderte die junge Frau, welche sich zu Lauris und ihre Begleiter umdrehte. "Meistens schob, aber ich glaube im Moment steht dies noch nicht fest." Dann warf sie einen etwas nachdenklichen Blick auf die Wächter, ehe sie einen der beiden ansprach. "Ich könnte aber mit meinem Onkel sprechen einen der Krieger, die auf mich hin und wieder aufzupassen, dir zu zuordnen. Sie sind alle sehr fähig. Wie wäre es denn mit ihm hier?"
      Schon stellte sie sich lächelnd an die Seite des einen, dunkelhaarigen Kriegers, den Lauris glaube irgendwann mal gesehen zu haben.
      "Ich denke das könnte passen. Ihr habt doch sicherlich auch nichts dagegen, oder?"
      Lauris, der die Chance in diesem Moment sah, dass wenn er einen Krieger als seinen neuen Schatten bekommt, zumindest einen, denn er wohl irgendwann mal kannte und ihm so eventuell aus Dankbarkeit noch ein oder anderen gefallen schulden könnte, nickte fast sofort. "Wenn keiner eurer Familie etwas dagegen hat und es für euch in Ordnung ist, habe ich nichts dagegen einzuwenden."
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      Wenn ihm wohl eine Fähigkeit antrainiert wurde, dann war es wohl das indirekte Unsichtbarsein - Er war im hier und jetzt und war sich der ganzen Umgebung genau bewusst, doch so geräuschlos und zurückhaltend der junge Krieger zu agieren vermochte, war sich die Umgebung ihm nicht bewusst, schien für viele Anwesenden in diesem reichlich dekorierten Saal kaum existent, hatte man keine Gefahr im Auge. Selbst ein Schleier über den violetten Augen würde dem Hochrangingen kaum noch ein Nachteil verschaffen, nachdem man ihm unzählige Male bereits mit verbundenen Augen angriff und nur darauf wartete, bis er selbst mit den geringsten Windzügen eine Attacke vorhersehen konnte, oder zumindest bis er kaum noch aufrecht stehen konnte und somit wieder zu den Heilern gebracht werden musste, um vorherige Fortschritte bei dem einsamen Jungen nicht noch im geringen Heilungszeitraum zu verlieren. So gedrillt wie er war, hatte er auch schon genug gewusst, um nun mit seinen Glückwünschen nicht weiter im Geschehnis zwischen den frisch Vermählten einzugreifen, schließlich war ihm dies nur mit dem Gedanken ihrer Sicherheit und mit dem Gefühl von Gefahr erlaubt. Ihr Danken nahm er letztlich dadurch nur mit einem weiteren Verneigen entgegen, ehe er mit einem kleinen Schritt sich aus ihrem Gespräch fernhielt und lieber den anderen Gästen dabei zusah, wie sie nicht zwischendurch in ihrem Augenwinkel nach genau diesem Paar suchten, die er zu bewachen hatte. Sie waren interessiert an ihren Gefühlen, wollten die ersten Anzeichen in ihrer Körperhaltung filtern, um nicht aus solchen Gerüchte herzustellen, die entweder die Kinderanzahl oder den Zeitpunkt prophezeit, in welchen die gemeinsame Ehe in Brüche gehen würde. Wenn Hide etwas von dieser Familie sagen konnte, dann war es wohl, dass er sie allemal besonders fand, ob nun im guten oder im schlechten Namen.
      Sie gaben ihm genügend Hinweise darauf, warum er sich nicht weiter in ihrem Schutz sonnen sollte und eher gegen dieses grelle Licht, welches in der ganzen Gesellschaft im Lande scheint, zu stellen. Die Tinktur hatte ihm schon mehrmals brechen können, so oft, dass es ihm gar nicht mehr möglich war die Einzelfälle auszuzählen, wie ihn doch die anderweitig Angestellten nannten, weil man nur in ihm diese gigantischen Nebenwirkungen erkennen konnte. Die Tinktur an sich war schon Grund genug, um sein Amt nicht ablegen zu wollen, schließlich müsste etwas gewaltig nicht mit ihm stimmen, wenn er am meisten auf jene Flüssigkeit reagierte, die seine Fähigkeiten doch regenerieren sollte. Was war bloß, wenn er inmitten eines Gefechts seine Fähigkeiten verlor, weil die Tinktur bei ihm nicht wirken wollte, wenn man ihm durch die eigene Egozentrik unschuldige Tote anhängen konnte? Ob er nun wollte oder nicht, erfahren wird er es. Mit einem schwerwiegenden Schwur wie er ihn schon in frühen Jahren mit der Hauptfamilie austrug, war nur der eigene Tod seine Rettung gewesen und ob er schon so weit war, war mit seinem Kreislauf der Dinge schwer zu verfestigen.

      Die violetten Augen streiften wie so einige Male bereits wieder über die ganze Halle, waren bereit ungewöhnliche Tatsachen herauszufiltern und die Krieger durch diese auf neue Positionen anzuleiten. Wie aufgeregt die Familie jedoch über die Neuigkeiten waren, hätte man Ausreißer sofort erkennen können und solange es diese nicht gab, konnte Hide früh genug heraushören, dass seine eigenen Schützlinge sich aus den Augen der anderen entfliehen wollten. Ihre suchenden Augen hatten bereits den Austritt zum Balkon gefunden, wodurch sich der vertrauensvolle Krieger mit dem Winken einer bestimmten Richtung eines der Wächter abgriff, und diesen dadurch dazu brachte ihm sogleich zu folgen. Draußen hatte die beiden Krieger einen angenehm kühlen Luftzug begrüßt, die auch so langsam Hide wieder ein wenig Farbe ins Gesicht schenkte, wenn sich auch dieser weiterhin nicht wirklich anwesend fühlte, zumindest nicht zu jeder Sekunde. Mit einer gewissen Distanz hatten sich die beiden an dem Rand des Balkons positioniert, womit man einen guten Blick auf die Tür hatte und der Außenwelt, durch welche womöglich versteckt in den angebotenen Büschen und Bäumen auch eine Gefahr lauern konnte. So still wie es war, verriet auch die Natur mit dem Wind in den Büschen, dass in diesen keiner saß und lauschte. Dadurch hatte sich Hide wieder auf die Vermählten konzentriert, blickte dieser auch ein wenig von diesen weg, wodurch er mit einem tiefen Einatmen letztlich auch den fragenden Blick neben sich erkannte. Mit einer gehobenen Braue hatte er seinem Partner im Augenwinkel schon signalisiert, dass er das stehende Fragezeichen in seinem Gesicht nicht wirklich verstand und mit einem genaueren Blick auf die Vermählten erkannten die beiden auch schon, dass sie sich ungestört selbst kurz unterhalten konnten. " Was möchtest du? ", fragte Hide sogleich flüsternd, war er nicht wirklich gerne jemand, der Tatsachen so umschrieb, sodass sich die eigentliche Aussage in die Länge schiebt. " Du sahst gerade überhaupt nicht gut aus, willst du wirklich hier weiter rumquälen? ", fragte man ihn nicht lange später, bloß um ein entschiedenes Nicken des höheren Wächter zu bekommen. Überzeugend war er damit aber wohl nicht, hatte man noch ein Kommentar bei ihm hinterlassen: " Tausch dich mit den Kriegern unten aus, sollte es dir hier genügen. " Sich mit denjenigen, die sich im Saal befanden war schließlich nicht sonderlich einfallsreich, war er dafür unten deutlich ungesehener und konnte mit jemanden den Platz tauschen, der denselben Rang wie Hide selbst hatte. Die Familie hatten ihn jedoch immer gerne im Auge gehabt, ihn unter weiteren Kriegern haben wollen, die mit einem weiteren Ausreißer ihn wieder zu Boden holen konnten. Dadurch sprach er nicht mehr weiter mit dem Krieger neben sich, Kritik dieser Art konnte Hide so oder so nicht abhaben.
      Mit dem nächsten Blick auf diejenigen die er zu bewachen hatte, erkannte er selbst schon die Blicke die sich auf ihn richteten. Die strenge Mine sah beide fragend an, hatten dieselben Augen auch schon die Schritte der jungen Frau neben sich verfolgt, die sich fröhlich neben ihn stellte. Laurent war der ständigen Bewachung nicht gewohnt, doch mit der Gewöhnung der Frau hatte sie sich auch gut mit Hide verstanden, wenn dieser auch immer genug Distanz hielt und nicht selbst mit ihr spaßte, ihre Witzeleien jedoch dankend annahm. Sie stellte es sich vor, ihn auch für die Bewachung ihres Vermählten einzusetzen und mit dem annehmenden Blich Laurents fand dieser es auch nicht abwegig, Hide den eigenen Schutz anzuvertrauen. Dieser fragte schon, ob es auch nicht gegen sein eigenen Willen stand, ihn zu schützen. Mit der flachen Hand auf dem Platz seines Herzens, antwortete er den Wunsch der beiden.
      " Ich fühle mich geehrt darin, dass Sie mir ihren Schutz anvertrauen. Ich werde euer Angebot dankend annehmen, jedoch agiere ich nur im Namen des Palastes und solange dieses keine Bestätigung herausgibt, werde ich keine weiteren Schritte für Ihren Schutz beanspruchen können. ", beantwortete er ihr Angebot mit dem Hintergedanken an seinem Schwur, sich niemals gegen das Wort des Palastes zu stellen. Ihre abgelegten Schwüre waren wohl der Familie gut bewusst, hatte auch dieses vieles mit ihrem Schutz zutun. Mit einem Blick zur Dame neben sich schien es auch so, als würde er sich mit einem Verneigen bei dieser bedanken wollen, der eigentliche Grund seines Neigens war jedoch schlichtweg nur der Gedanke daran, ihre kleine Größe damit auszugleichen. " Sollten Sie es mit der Hoheit besprochen haben, lassen Sie es mich unbedingt wissen lassen. "
      Man muss noch Chaos in sich haben,
      um einen tanzenden Stern gebären zu können.
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      Auch Mariam Solea Sangius war es wohl bewusst, dass auch sie nicht die Entscheidungen des Herrschers, ihrem Onkel umgehen konnte. So lächelte sie stattdessen den Krieger an und meinte: "Natürlich, das ist mir ja auch bewusst."
      Sie wusste es genau, aber genau so gut schien der jungen Dame auch bewusst zu sein, dass sie sehr wahrscheinlich kaum Einwände gegen ihren Wunsch geben würde. So oder so müsste irgendwer sicherstellen das Lauris, ihrem zukünftigen, nichts passierte.
      "Lauris, ich werde sehen das ich einige Worte mit meinem Onkel wechseln kann, falls er dafür die Zeit erübrigen kann. Je eher wir eine guten, ergebenen Krieger für seinen Schutz dir geben können, desto besser."
      Mit diesen Worten und einem kurzen Wink mit der Hand das einer der anwesenden Krieger hier verweilen sollte, damit Lauris nicht allein wäre, begann sich die junge, hübsche Lady wieder ins innere des Gebäudes zu begeben.

      Lausi hingegen lächelt kurz noch ihr nach, ehe er auch schon begann sich zu fragen, wieso sie so versessen darauf war, dies sofort zu klären. Es war klar das man wollte das ein Krieger ihn beschützen würde, als ihrem Zukünftigen, aber wieso so schnell? Hing wohlmöglich mehr damit zusammen? Wollte man ihm jemanden zuweisen, der darauf achtet wie er sich verheilt, dass er nichts dummes anstellen würde oder brauchten sie jemanden der sein Verhalten so bald es ging überwachte und zurück an die königliche Familie meldete, sollte man etwas auffälliges finden?
      Dem jungen Mann mit den dunklen Haaren erschien dies voll und ganz nicht normal. Eventuell mochte er auch nur paranoid sein, aber der Heile glaube dennoch das etwas nicht stimmte. //Ich muss zu unvorsichtig gewesen sein...//, schoss es ihn durch den Kopf und leichter, kühler Schweiß bildete sich in seiner innerlich aufsteigenden Panik auf seiner Stirn. Kurz drehte er sich um, wissend dass er woanders hin sehen musste als vom Ballkoon aus ins innere, zu diesen verfluchten, so verdammt verdrehten Festlichkeiten. Stattdessen zwang er seinen Blick hinaus in die Nacht, sah erneut auf die Landschaft die sich ihm bot und versuchte den Krieger hinter sich zu ignorieren. Er musste sich nur fassen und seine Gedanken ordnen.

      Unterdessen würde Mariam sich im Inneren des Baalsaals durch die Massen bewegen, immer ein Lächeln auf den Lippen, welches hier nun einmal zu einer frisch Vermählten Dame gehörte, geradewegs in Richtung des Bereichs in dem sich die höheren des Hauptfamilie aushielten. Es wäre kein Schweres für sie, sich in solche Kreisen zu bewegen, angesichts ihrer Verwandtschaft. Und sicherlich würde ihr Lieblingsonkel nichts gegen ihre Vorschlag mit dem Krieger, der auf Lauris achten würden, haben. Sie wusste welche Worte sie wählen musste.