Let me wander under your gaze [Xenovia & Daisy]

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    • Let me wander under your gaze [Xenovia & Daisy]

      Let me wander under your gaze
      Studentadministration
      Ophelia
      Ein Körper, würdig dafür niederzuknien. Augen, groß und bereit die Welt zu erblicken. Ein Lachen, das jede Melodie übertönen könnte, weil es die Ohren anzieht wie ein verspieltes Glockenspiel. Lippen, die einen dazu bewegen es ihnen gleich zu machen, wenn sie sich zu einem Lächeln heben. Das alles und noch vieles mehr sollten die Menschen denken, wenn sie Ophelia sahen. Sie wollte bewundert werden. Ihre Seele sehnte sich nach verstohlenen Blicken, die in ihre Richtung wanderten, wenn sie in der Nähe gewesen ist. Tagtäglich versucht sie ihr Bestes um genau das zu erreichen. Es war ihr großes Ziel, die Erfüllung ihrer Träume. Ist das Schicksal nicht ein wenig grausam zu ihr ausgerechnet genau das in Ophelia selbst auszulösen? Wie tragisch für eine Darstellerin, die lediglich Platz in der Audienz hatte. Doch wie sollte sie ihre Augen nur von diesem Geschöpf abwenden? Ihr Lächeln, das Funkeln in ihren Augen, wenn sie etwas sah, dass sie amüsierte. Ihre Finger, die gelegentlich einige entflohenen Haarsträhnen zurückdrängten, bevor sie in ihr schönes Gesicht fallen konnten. Sie war ein wandelndes Gedicht. In Ophelias Augen war sie ein Kunstwerk und die Welt war ihr Rahmen. Schon bald hatte sie sich damit abgefunden wohl niemals müde zu werden sie zu betrachten.
      "Hey Philie!" Erschrocken zuckte das junge Mädchen zusammen, als sie von einer Freundin angesprochen wurde. "H-Hi, ich..." Sie räusperte sich schnell und blickte beinahe ein wenig ertappt wieder zu der Studentin an dem anderen Tisch und schnell wieder zurück zu der schwarz-haarigen in dem Versuch abzuschätzen ob sie Ophelia erwischt hatte oder nicht. "Was machst du denn hier...? Ich dachte du hättest heute keine Vorlesungen mehr." Elena seufzte schwer und leidig. "Ja, das ist ein sehr schöner Traum, ich habe sogar ganz kurz daran geglaubt." Sie ließ sich auf den Platz neben ihrer Freundin fallen und schmiss sich regelrecht gegen sie, um sich an Ophelia zu lehnen. Ihre Augen wanderten noch für einen Moment fort, in die Ferne, zu dem Mädchen ihrer blanken Bewunderung. Nicht dass sie herüber sah... also sie könnte ja... theoretisch könnte man ja etwas komisches denken und... Schnell schaute sie wieder zurück zu Elena, bevor sie sich endgültig lächerlich machte mit dieser viel zu lang anhaltenden Schwärmerei, die ihr tagsüber ihre Gedanken und nachts den Schlaf raubte. "Ich hab Politik verdrängt..." Ophelia lächelte mitfühlend. "Oh? Das klingt aber nicht nach sehr guten Einstiegskriterien für den Enthüllungsjournalismus. Hat der nicht überwiegend mit Politik zu tun?" Die schwarz-haarige schnaufte und funkelte ihre Freundin vorwurfsvoll an. "Aktuelle Politik! Ja! Was interessiert mich was Busch irgendwann mal gemacht hat?" Naja wer die Fehler der Geschichte kannte, wusste was in der Zukunft passieren wird. Durch das studieren vorheriger Ereignisse konnte man aktuelle überhaupt erst begreifen, geisterte es Ophelia direkt in den Sinn. Doch sie biss sich auf die Zunge. Ihre Freunde wollten keine schlaue Philie. Das war nicht passend für ihren Charakter.
      Also lachte sie stattdessen. "Vielleicht bringt man dir das bei, damit du irgendwann irgendjemanden verführen kannst für eine Information? Irgendein alter reicher Fanatiker des kalten Krieges?", sagte sie frech und Elena begann ebenfalls zu lachen. "Stimmt! So hatte ich es noch gar nicht betrachtet!" Ophelia atmete unauffällig erleichtert auf. Das schien eine Antwort zu sein, mit der das schnell gelangweilte Mädchen leben konnte. Langsam rutschte Ophelia ein bisschen weg von dem anderen Mädchen und linste beiläufig zu dem anderen Tisch... Doch da war sie schon weg. Was sicherlich sogar gut so gewesen ist. Endlich lief etwas besser in ihrem Leben und sie fühlte sich meistens wohl in ihrem Körper und sie musste sich direkt in das nächste unerreichbare verlieben. Irgendein Mädchen von der Uni, die ihr nicht mehr aus dem Kopf ging. Sie wusste nicht einmal ob sie auf Frauen stand. Himmel zuvor hatte sie ja über sich selbst keine Ahnung, dass Frauen in Frage kamen. Es frustrierte sie ungemein, weswegen sie auch versuchte so wenig daran zu denken wie möglich. Sie konzentrierte sich voll und ganz auf Elena und darauf zu lächeln. Niemand musste von ihren komplizierten Umständen wissen... Oh nein bloß nicht.
      Sie verbrachte den Tag weiterhin mit ihren Freunden. Wenn nicht Elena, dann fand sich schnell jemand anderes. Es war wirklich unglaublich wie viel Zeit es in Anspruch nahm beliebt zu sein. Ophelia störte sich nicht daran, doch als sie dann am frühen Abend die Tür ihrer winzigen Ein-Zimmer-Wohnung hinter sich ins Schloss warf, kam ihr ihr Kämmerchen so unnatürlich still vor. Fast zu still. Ophelia war heute nicht danach dazusitzen, ihr war nicht nach lesen, ihr war aber auch nicht nach ihren Freunden. Ihr war nach etwas, wofür sie in die große Stadt gekommen war; fremd sein. Nicht auf Schritt und Tritt erkannt und bewertet zu werden. Sie machte sich kurzerhand frisch und zog sich etwas hübscheres über und schlüpfte im Anschluss in ihre High Heels. Sie wollte fremd und sie wollte groß sein, mit erhobenem Haupt durch die Straßen wandern und Menschen an sich vorbei ziehen lassen, Blicke auf sich lenken und dass vielleicht jemand darüber nachdachte sie anzusprechen. Sie wollte sich in eine Bar setzen und alleine sein, bis jemand sie ansprechen würde und ihr einen Drink spendiert. Erst diese Momente gaben ihr tatsächlich das Gefühl es geschafft zu haben und nicht mehr das schüchterne Mädchen aus der Schule zu sein. Sie brauchte die Aufmerksamkeit von Fremden, die ihr bestätigten, dass sie schön gewesen ist. Und so trat sie wie so oft ihren Gang über ihren persönlichen Laufsteg an. Ophelia achtete auf ihre Bewegungen. Sie sollten elegant, doch nicht gezwungen sein. Ihr blondes Haar trug sie offen und hatte es nach hinten gekämmt, dass ihr Gesicht gut sichtbar gewesen ist. Es war nicht schwer eine Bar zu finden in der sie zuvor noch nicht gewesen ist. Sie ging an einem Mann vorbei, der rauchte und lächelte ihn geschmeichelt an, als er ihr schnell die Tür aufhielt.
      Ihr Auftritt war perfekt. Sie schaute sich einen Moment in dem Etablissement um, ließ es auf sich wirken und umgekehrt, ehe sie zielstrebig und selbstsicher auf die Bar zusteuerte. Eine Blondine stand mit dem Rücken zu ihr, drehte sich aber herum, als Ophelia auf sie zu stolzierte und... es war das Mädchen ihrer Träume... Mit einem Schlag verging all die Selbstsicherheit und ihre Augen wurden groß. Wie versteinert hielt sie in der Bewegung inne und schaute beinahe verschreckt in das Gesicht, das sie noch nie so nah vor sich bewundern durfte und wusste nicht, ob sie nicht vielleicht rückwärts wieder rausgehen sollte.

      @Xenovia
      I want to be a flower in your garden.
      The prettiest of them all. A sight for your sore eyes.

    • Zoey
      Unbekannt, als wäre man ein Niemand. Handlungen und das eigene Ansehen schienen irrelevant in den Augen der Mitmenschen. Zoey Hargrave war für die meisten Personen in ihrem Umfeld lediglich ein unscheinbarer und unbedeutender Name, hinter dem sich ein Gesicht verbarg, welches absolut kein Interesse weckte. So wie es war konnte es allerdings auch gerne für die Studentin bleiben, denn so blieb sie lieber für sich und widmete sich ihren kleinen Interessen, anstatt in großen Gruppen herumzulaufen und zeitraubende Kontakte zu pflegen, welche man wahrscheinlich im späteren Verlauf des Lebens sowieso nicht mehr antreffen würde. Da investierte die Blondine lieber Zeit in das Lernen ihres Studienmaterials, zeichnete einige Designs in der Nacht und trat ihren Nebenjob als Barkeeperin an, damit immer genug Geld für sich selbst vorhanden war.
      Mit dem Blick auf ihre Unterlagen gerichtet saß sie gefühlt den gesamten Tag auf dem gleichen Stuhl in einer Vorlesung an der Universität, wobei nur unbekannte Gesichter um sie herum Platz nahmen und sie mit niemandem ein Wort wechselte. Konnte man sich so ein Leben als Schatten vorstellen? Zumindest konnte sie von sich selbst behaupten ein relativ glücklicher Schatten zu sein, da sie kein Leben im Rampenlicht führen wollte, sondern es vorzog sich zurückzuziehen und ihr eigenes Ding zu machen. Mit einem schwarzen Kugelschreiber in ihrer rechten Hand notierte sie sich so einiges was der Dozent dort vorne sprach, bis sie sich seit geraumer Zeit beobachtet gefühlt hat. Starrte man sie an, oder hatte sie etwas im Haar? Trug sie ihren Pullover falsch herum, was bereits einige Male vorgekommen ist und durch Übermüdung geschuldet war? Vorsichtig begann sie ihren Kopf zu drehen, damit sie hoffentlich unbemerkt über ihre Schulter blicken konnte. Dort... für einen kurzen Augenblick trafen ihre Blicke aufeinander, woraufhin Zoey abrupt wieder auf ihre Unterlagen starrte. Warum hatte sie überhaupt hinter sich blicken müssen, wenn sie wusste, dass es wahrscheinlich unangenehm enden würde. Zu allem Übel handelte es sich bei der Person der sie gerade in die Augen geblickt hatte um Ophelia Delice Ward. Und ja, Zoey kannte allem Anschein nach von jeder wunderschönen Frau den gesamten Namen die sich auf dieser Universität herumtrieb, egal welchen Bekanntheitsgrad diese besaß. Die Vorlesung würde Gott sei Dank zu ihrem Vorteil sowieso gleich ein Ende nehmen, weswegen sie schnell ihre Sachen zusammenpackte und den Raum verließ. Auch wenn sie überwiegend in solchen Momenten die Ruhe bewahrt und vollkommen gelassen bleibt, traf leider heute die Ausnahme ein, welche das Resultat der Flucht mit sich brachte.
      Bis zum Abend hin verbrachte sie ihre Zeit alleine in ihrer Wohnung. Wenn sie nicht unbedingt gerade an einem neuen Design arbeitete, welches ihr durch den Kopf ging, beschäftigte sie sich damit aufzuräumen und eines ihrer neuesten Bücher zu lesen. Viel Freizeit stand ihr allerdings nicht mehr zur Verfügung, da der Nebenjob rief. Ihr Haar blieb wie zuvor zu einem Dutt gebunden und die Alltagskleidung wurde durch eine schwarze Jeans, sowie durch eine weiße Bluse ersetzt. Schwarze Stiefeletten durften zu ihrem Outfit des heutigen Abends nicht fehlen, weshalb sie geschwind in diese hineinschlüpfte und sich auf den Weg zur Arbeit machte. Mit dem la bonne nuit suchte sie sich einen richtig schönen Ort zum Arbeiten aus, denn dort verirrten sich selten bekannte Gestalten aus der Universität. Dem freundlichen Mitarbeiter am Eingang schenkte sie ein Lächeln, sowie eine Begrüßung, ehe sie sich hinter die Bar begab und alles für die später eintreffende Kundschaft vorbereitete. Jedes kleinste Detail musste stimmen, sei es der polierte Tresen, oder die strahlenden Gläser hinter ihr im Regal. Die Zeit verging und bereits einige Kunden hatte Zoey heute schon bedient. Gerade die benutzen Gläser am abwaschen hörte sie hinter sich die Eingangstür aufgehen und wie eine Frau, womöglich mit High Heels, die Bar betrat. "Willkommen im la bonne nuit. Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen guten Abend." Diese Worte kamen aus ihrem Mund wie ein einstudiertes Gedicht, als sie sich zu der Blondine umdrehte und erst nachdem sie ihren Satz beendete bemerkte, wer überhaupt als neuer Gast hier eintraf. Professionalität stand nun an oberster Stelle. Kein Funken von Nervosität, oder zu langes Starren durfte hier seitens der Barkeeperin getätigt werden. "Möchten Sie die Karte, oder haben Sie bereits einen bestimmten Wunsch, was Sie gerne haben möchten?" Das Handtuch in ihren Händen legte sie prompt beiseite, ehe sich ein charmantes Lächeln auf ihren Lippen breitmachte. In dieser Situation musste sie nun unter Beweis stellen, dass sie sich nicht von ihren inneren Gefühlen leiten lässt. Es ist doch nur eine gutaussehende Frau, welche ihr den Atem raubt - so dachte sie.
      “Never be afraid to be kicked in the teeth. Let the blood and the bruises define your legacy.”
    • Ophelia
      Die ganze Welt schien für einen Moment stillzustehen. Und wenn Ophelia das so sagen durfte; es war kein schöner Moment. Das blonde Mädchen schien gänzlich unbekümmert, was man von dem neuen Gast wirklich nicht behaupten konnte. "Möchten Sie die Karte, oder haben Sie bereits einen bestimmten Wunsch, was Sie gerne haben möchten?", sprach sie sie an und das Mädchen bekam sofort eine Gänsehaut bis rauf in ihren Nacken. Wie oft hatte sie sich ausgemalt wie die beiden sich mal unterhalten würden. Immer mal wieder huschten ihr Dinge durch den Kopf, die sie gerne zu ihr sagen wollten. Die meisten hatten mit Ophelias Bewunderung zu tun. Doch in keinem Szenario, das sie sich ausgebaut hatte war sowas in der Richtung passiert. Die junge Studentin nickte unbeholfen und realisierte einen Augenblick später, dass das eine dumme Reaktion gewesen ist, mit der nichts anzufangen gewesen ist. "Ja, nein, ich...", fing sie stolpernd an und zwang sich regelrecht dazu die letzten wenigen Schritte zur Bar zu überbrücken und setzte sich langsam auf einen der Barhocker. Sie räusperte sich verlegen. "Die... die Karte bitte." Der Ellbogen auf dem Tresen fuhr Philie sich mit einer Hand in den Nacken und behielt ihren Blick regelrecht zwanghaft auf die Getränkekarte gesenkt, die man ihr gereicht hatte. Alles war gut, alles in Ordnung. Eben noch ist sie das Selbstbewusstsein in Person gewesen. Dahin musste sie unbedingt wieder zurück. Das war ihre Chance einen guten ersten Eindruck zu machen. Den konnte sie sich nicht entgehen lassen! Sie würde sicherlich nicht als schüchternes, stotterndes Häufchen Elend verweilen. Dafür würde sie sich für den Rest ihrer Tage hassen.
      Die Dame räusperte sich noch einmal und strich sich die Haare aus dem Gesicht, ehe sie den Blick zu der Barkeeperin hob. "Ich würde die Empfehlung des Hauses nehmen... wenn du sie ebenfalls empfiehlst." Das war gut, das war smooth oder? Gut, vielleicht hätte sie weniger unsicher klingen müssen, aber es war schon nicht schlecht oder? "Wir gehen auf die selbe Uni, oder?", fuhr sie fort, ihre Gelegenheit beim Schopfe packend. "Ich bin Ophelia." Und genau das ist der Moment gewesen, als ihr einfiel, dass sie wahrscheinlich alle beide zu jung für diesen Ort gewesen sind. Trinken, ebenso wie Getränke ausgeben war immerhin erst ab einundzwanzig legal. Nicht, dass die Blondine wegen Ophelia in Schwierigkeiten geraten würde. "D-den Drink, ich würde ihn als virgin nehmen! Also... Alkoholfrei... versteht sich. Nicht i-..." Mitten in ihrem Gestammel verschloss sie einfach ihre Lippen und senkte die Augen. Ihre Wangen glühten, sie war eine Katastrophe.
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    • Zoey
      Unbekannte Gewässer wurden betreten, wobei Zoey nicht unbedingt wusste, ob sie in diesen ertrinken würde oder es tatsächlich machbar wäre sich über Wasser zu halten. Auch wenn sie sehr gelassen wirkte so ließen ihre kreisenden Gedanken sie kaum für eine Sekunde in Ruhe. Allerdings musste sie sich bereits im nächsten Moment ein Schmunzeln verkneifen, welches der anscheinend unbeholfene Gast ihr auf die Lippen zauberte. Ihr Blick schien für keine Sekunde von der Blondine zu weichen, bis sich ihr Gegenüber dazu aufraffte sich an die Bar zu setzen und nach der Karte zu fragen. "Dann sei es die Karte.", sprach sie mit einem Lächeln auf den Lippen, ehe sie ihr die Karte überreichte und beinahe schon jede einzelne Bewegung musterte. Gott verdammt, Zoey hör auf so zu starren.
      Immerhin wollte sie nicht wie irgendeine komische Fremde wirken, die ihre Augen nicht von einem lassen konnte. Gerade als sich der Blondschopf umdrehen wollte, um noch einige Gläser zu polieren, fragte Ophelia sie nach der Empfehlung des Hauses. Die Blicke der beiden trafen plötzlich aufeinander, was bei ihr zu einer leichten Errötung der Wangen führte und weswegen sie für eine Sekunde zur Seite sah. "Falls du etwas Fruchtiges bevorzugst, dann schlage ich einen Baileys Colada vor. Ansonsten, wenn es etwas Stärkeres sein soll, was aber dennoch schmeckt, dann würde ich einen Electric Icetea empfehlen." So gut wie möglich versuchte sie sich von ihrer professionellen Seite zu zeigen, auch wenn dies sich in ihr eher wie ein innerer Kampf anfühlte, obwohl sie zu sich selbst sagte, dass man hier gar keinen Kampf führen sollte. "Ja, wir gehen auf dieselbe Uni und freut mich dich kennenzulernen Ophelia. Ich bin Zoey.", gab sie mit einem kurzen, aber strahlenden Lächeln zurück. Normalerweise sollte jeder der auch auf der Universität der beiden ging zumindest schon einmal etwas von Ophelia gehört haben und wenn dem nicht so war, dann lebte diese Person wahrscheinlich hinter dem Mond. "Keine Sorge, wir drücken beide Augen zu, oder möchtest du wirklich lieber einen alkoholfreien Drink?" Weswegen schien ihr Gegenüber so nervös zu sein? Verhielt sie sich zu steif, oder einschüchternd? Kurz runzelte sie nachdenklich die Stirn, ehe sie sich behutsam zu ihrem Gast nach vorne beugte und etwa dreißig Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt war. Zwar war dies nicht unbedingt die beste Art jemanden die nachfolgende Frage zu stellen, wenn man sich tatsächlich in der Gegenwart einer Person unwohl fühlte, aber irgendwie schien das sie passende Herangehensweise für Zoey zu sein. "Alles in Ordnung? Ich hoffe, dass ich mich nicht unpassend verhalten habe." Nach diesen Worten lächelte sie leicht und nahm wieder etwas Abstand zu Ophelia. Irgendwie zog sie diese Situation und die Frau vor sich an, weshalb sie sich prompt umdrehte und nach zwei geeigneten Gläsern griff. Viel lieber sollte sie sich darauf konzentrieren ihre Arbeit zu erledigen, anstatt sich ihren verwirrten Gedanken zu widmen.
      “Never be afraid to be kicked in the teeth. Let the blood and the bruises define your legacy.”
    • Ophelia
      Hach ja. Die junge Frau ist wirklich maßlos überfordert gewesen mit dieser ganzen Situation. Innerlich schrie sie auf wie ein Fan im Fußballstadion. Endlich wusste sie ihren Namen. Zoey. Zoey! Zoey… Er hallte immer wieder durch ihren Kopf, während sie der Schönheit ins Gesicht blickte und anfing sich an diesen Namen für sie zu gewöhnen. Er passte zu ihr. Zoey war kurz, aber schön. Griffig, modern und doch konnte Ophelia sich gut vorstellen diesen Namen auszusprechen. Nach ihr zu rufen, sie anzureden, dieses Wort zu nutzen, um ihre Augen in Ophelias Richtung zu ziehen… Sie war kurz davor in Träumereien zu verfallen, als die Barkeeperin, sie freundlicherweise aus ihren Gedanken riss und ihr versicherte, dass sie beide für ein wenig Alkohol keinen Ärger bekommen würden. Das war gut! Wundervoll sogar. Denn Ophelia brauchte jetzt dringend etwas für ihre Nerven. „Oh… dann würde ich gerne den Electric Icetea nehmen. Der klingt gut und-…“ Ihr Atem stockte, als etwas unglaubliches passierte und Zoey sich an den Tresen stützte und ein sehr gutes Stück vorbeugte, um Ophelia bis in ihre Seele hinein zu sehen. Sie muss ausgesehen haben wie ein Reh, das beim Überqueren der Straße inne hielt und in die Scheinwerfer eines Autos blickte. Sie hatte das Gefühl ihr wird schwindelig. Was war denn nur los mit Philie? Gottverdammt! Das durfte doch nicht wahr sein! So viel hat sie gearbeitet an sich selbst. Sie war so weit gekommen! Inzwischen war sie schön und beliebt. Wieso verhielt sie sich wieder wie das kleine, dicke Mädchen, das verschüchtert den Blick senken musste, wenn jemand mit ihr sprach?
      Ophelia zog sogleich in einem Ausdruck, der etwas von einer flehenden Entschuldigung hatte. Da hat sie den Salat. Ihr scheußliches Verhalten sorgte dafür, dass Zoey dachte sie würde etwas falsch machen. Die Blondine wusste nicht wie sie damit umgehen sollte und presste hilflos ihre Lippen aufeinander, ehe sie schnell den Kopf schüttelte. „Nein, nein, du… bist toll. Also ich meine…“ Unbeholfen kreiste sie mit einer Hand über den Tresen und wusste selbst nicht was sie sagen wollte. „Hey Zoey!“, sprach ein Mann sie ein wenig weiter von ihr mit lauter, inbrünstiger Stimme an und bestellte noch etwas von seinem Üblichen. Ein wundervoller Moment für Ophelia sich kurz zu sammeln. Sie atmete beinahe japsend tief durch und redete gedanklich auf sich ein sie solle sich doch endlich beruhigen. Zoey war ein normaler Mensch. Ja, Ophelia schwärmte für sie. Und das nicht gerade wenig. Aber gerade das war der Grund warum sie sie auf keinen Fall behandeln sollte wie ein Alien!
      Nach einer Weile richtete Zoey sich wieder an sie und direkt lächelte Ophelia sie mit einem entschuldigenden Lächeln an. „Sorry“, begann sie direkt und zog leicht die Brauen zusammen. „Wenn ich ehrlich bin, ich… habe nicht damit gerechnet heute noch jemanden zu treffen den ich kenne… Deswegen war ich etwas überrascht und ich habe vor allem nicht erwartet dich hier zu treffen… Deswegen bin ich wohl etwas… Ähm… überrascht?“ Klang das gut? Klang das plausibel? Oh Himmel, vielleicht sollte sie es für heute mit dem Sprechen einfach lassen.
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    • Zoey
      Der Anblick einer solch wunderschönen Frau war unglaublich faszinierend, zumal sie auch noch das Vergnügen hatte mit der Person vor sich einige Worte zu wechseln und Reaktionen zu erblicken, die sie zuvor noch nie in dieser Form sah. Contenance Zoey, es handelt sich dabei nur um eine gut aussehende Frau aus der Universität. Kein Grund sich anders zu verhalten, auch wenn dies leichter gedacht war, als getan. Wie sich Ophelia vor ihr gab empfand sie mehr als nur niedlich, weshalb sie versuchte sich keine weiteren Sorgen zu machen, ob sie etwas falsch gemacht haben könnte. „Sehr gut, dann bereite ich dir diesen gleich zu.“, meinte sie lächelnd und begutachtete verwundernd die nächste Reaktion ihres Gegenübers. Hatte sie gerade tatsächlich gesagt, dass sie toll sei? Leicht röteten sich die Wangen der Barkeeperin, ehe sie von einem anderen Gast gerufen wurde, da dieser eine erneute Bestellung aufgab. „Kommt sofort!“, rief zu zurück und schon hatte sie sich von Philie abgewandt. Toll? Wie kam sie nur darauf, dass sie toll sei und vor allem, was brachte sie dazu es so plötzlich zu sagen? Mit wenigen Handbewegungen zauberte sie dem Mann sein übliches Getränk und war so frei ihm dies an seinen Platz zu bringen. Einen dankenden Blick bekam sie zugeworfen, woraufhin sie diesen erwiderte und wieder auf den Weg hinter die Bar machte. Um ihren neuesten Gast nicht länger warten zu lassen, bereitete sie auch ihr gewünschtes Getränk zu und servierte es nach etwa einer Minute. Geschicklichkeit und Schnelligkeit waren bei diesem Job mit unter das A und O, was der Grund dafür war, warum Zoey eingestellt wurde. Neben einem leichten Drang die Arbeit stets perfekt zu erledigen, wies sie eben jene vorteilhaften Eigenschafen auf. „Bitte sehr, ich hoffe er schmeckt dir.“ Jedoch verwunderten die nächsten Worte von Ophelia sie erneut, was sie dazu brachte leise zu lachen und mitfühlend zu dem Blondschopf zu blicken. „Das ist nichts wofür du dich entschuldigen müsstest. Mach dir also keinen Kopf, meine Liebe. Ich bin selbst etwas überrascht dich hier anzutreffen, vor allem, weil noch allgemein niemand aus der Uni hier als Gast auftauchte.“ Mit ihren ruhigen Worten versuchte Zoey sie zu beruhigen, was hoffentlich klappte, da sie sonst wohl noch mehr Alkohol benötigen würde, als Ophelia in dieser Situation. Wie sollte sie denn auch reagieren? Ihre Gedanken kreisten ununterbrochen umher, den Blick konnte sie beinahe kaum abwenden und dennoch galt es sich auf die Arbeit zu konzentrieren. Ruhe bewahren und alles würde sich mit der Zeit legen, da Philie immerhin auch keinen Grund hatte sich mit so jemandem wie Zoey großartig unterhalten zu wollen. Oder? Mit dem Rücken stellte sie sich nach kurzer Zeit zu dem Tresen, um sich selbst nicht wieder beim Starren zu erwischen. Nun polierte sie die restlichen Gläser, in der Hoffnung diese nicht direkt zu zerbrechen, wenn sie noch einmal an die Frau hinter sich dachte.
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