It´s nothing like it seems ⚤ (Nat/Hase)

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    • It´s nothing like it seems ⚤ (Nat/Hase)

      ⚣ It´s nothig like it seems! ⚤




      A, B, X und Y sind als Kinder die besten Freunde. Sie lernen sich im Kindergarten kennen als X und Y alleine im Sandkasten spielen, weil sie niemanden haben außer sich. Dabei sieht X jedoch aus wie ein Mädchen, ist er doch eigentlich ein Junge und Y genau anders herum wie ein Junge dabei ist sie ein Mädchen. Alle verstehen sich sehr gut, doch gerade als sie alle das erste Jahr der Grundschule geschafft haben ziehen A und B plötzlich weg und sie sehen sich eine ganze Weile nicht wieder.
      Die Jahre vergehen und endlich haben es A und B geschafft wieder zurück in die Kleinstadt zu kommen. Natürlich suchen sie ihre ehemaligen Freunde, sie finden sich einander schnell doch bei X und Y wird es schwierig, denn heute sehen sie völlig anders aus als damals. X sieht endlich aus wie ein Junge und Y wie ein Mädchen, nicht so wie früher doch als A und B das heraus finden sitzt der Schock tief und die Frage ist, wie es weiter geht.


    • Der Himmel war klar, kaum eine Wolke trübte den Blick in das helle blau und Ethan genoss den Ausblick als der Himmel ein weiteres mal verzerrt wurde, der Zug bewegte sich weiter und raste mit schneller Geschwindigkeit zur nächsen Haltestelle.
      Bald würde er in seiner Stadt ankommen, dort wo er als Kind gelebt hatte, wo er so viel Zeit verbrachte und wo er seine Liebe für Astronomie gefunden hatte und nun kam er zurück um genau das zu studieren.
      Seine Gedanken schweiften als er an früher dachte, früher als er seine besten Freunde kennen gelernt hatte...

      "Ethan?...Ethan!" Der Junge auf der Bank hob den Kopf, seine Lehrerin hatte ihn gerufen. Sie lächelte warm, es war eine junge Frau und Sie beugte sich ein Stück zu ihm herunter "Ethan, möchtest du nicht mit den anderen Kindern spielen? Du möchtest doch nicht den ganzen Tag alleine auf dieser Bank sitzen und malen, oder?" es war für Ethan unverständlich, natürlich wollte er genau das, deswegen saß er hier auf der kleinen Bank unter der großen Eiche und malte Sterne, den Himmel eine Rakete und noch vieles mehr. "Komm schon Ethan, versuch wenigstens dich mit jemandem anzufreunden, glaub mir es wird dir gefallen" der blauhaarige Junge seufzte und legte die malsachen zur Seite.
      Er stand auf, sah sich um und erblickte zwei Kinder die an der Schaukel standen, das eine schaukelte, das andere stand daneben mit verschrenkten Armen und sah sich um, vielleicht würden sie ihn wieder weg schicken und dann hatte er es versucht und würde weiter malen können.
      Er ging zu ihnen rüber und grüßte den rothaarigen Jungen als erstes "Hallo, ich bin Ethan, wollen wir zusammen spielen?" der rothaarige Junge beäugte den blauhaarigen misstrauisch, das Mädchen auf der Schaukel stupste ihn kurz, darauf hin seufzte er "ich heiße Alex, das ist Jaimy" das Mädchen winkte schüchtern und sofort lächelte Ethan freundlich "sollen wir verstecken spielen?"...

      Die guten, alten Zeiten, so hatte alles angefangen, sie hatten sich in der Grundschule kennen gelernt und waren die besten Freunde, sie gingen sogar zusammen auf ein Collage doch dann musste Ethan weg ziehen und er verlor den Kontakt, aber er hatte sich selbst geschworen zurück zu kommen um sie alle wieder zu sehen.
      Er fragte sich, ob er sie erkennen würde, Alex müsste ja mittlerweile erwachsen sein, so wie Jaimy und Sharandi war hoffentlich nicht im Gefängnis gelandet, er war schon immer ein Rowdy gewesen.
      Kurz musste Ethan in sich hinein lachen, er freute sich sie zu sehen, er konnte es nicht erwarten doch als erstes musste er seine Wohnung beziehen. Der Zug hielt endlich an seiner Haltestelle und der blauhaarige stieg mit samt seines Koffers und dem großen Rucksack aus, er verließ den winzigen Banhof und atmete die frische Luft ein, Sie war gemischt mit dem Duft von frühling und frischen Feldern.
      Kurz darauf suchte er sich ein Taxi und stieg hinein um sich von diesen durch die kleine Stadt und zu seiner Wohnung fahren zu lassen, er würde erst etwas ausräumen, danach würde er sich sein neues Collage ansehen und etwas umhören ob er seine alten Freunde wieder fand.

      *********************

      "Clair, warum spielen wir nicht mit den anderen Kindern?" das rothaarige Mädchen sah ihren Bruder an "weil wir das nicht brauchen, wir spielen lieber nur miteinander" eigentlich machten sie sich über Jaimy lustig, er sah aus wie ein Mädchen und verhielt sich auch so aber das war ihr egal, er war ihr Bruder aber Sie wollte nicht, dass er traurig wurde also sorgte sie dafür, dass sich die anderen fern hielten.
      Sie nahm lächelnd seine Hand und ging mit ihm rüber zur Schaukel "komm, du liebst es zu schaukeln, las uns das machen!" ohne seine Antwort ab zu warten zog Sie ihn mit, schob ihn auf den Sitz und stieß ihn leicht an.
      Sie stand daneben und sah zu wie er lächelte, das ließ auch Sie lächeln und Sie war zufrieden doch dann wanderte ihr Blick zu jemandem rüber, er hatte Jaimy auch mal ausgelacht, er wusste nicht, dass Jaimy eigentlich ein Junge war, er machte sich einfach so über ihn lustig.
      Sharandi, ein gemeiner Junge...
      Sie verschränkte die Arme und sah ihn böse an während er mit seinen Freunden Fußball spielte doch sogleich wurde Sie aus ihren Gedanken gerissen, ein anderer Junge stellte sich vor.
      Ihr Blick schnellte zu der Stimme und Sie erblickte einen blauhaarigen Jungen, er stellte sich als Ethan vor und eigentlich wollte Sie ihn gerade abweisen doch Jaimy stupste sie an und sie musste seufzten, er wollte so unbedingt auch mit anderen spielen also stellte Sie sich Zähneknirschend vor "mein Name ist Alex, das ist Jaimy" er musste ja nicht ihren ersten Namen wissen, er würde sowieso bald wieder aufhören mit ihnen zu spielen...

      Es war ein Wunder, dass sie trotzdem befreundet waren, sogar mit Sharandi hatten sie sich angefreundet und waren plötzlich sogar die besten Freunde. Sharandi beschützte plötzlich ebenso Jaimy und irgendwie wirkte er so stark dabei, dass Clair glaubte er meinte es wirklich ernst und sie vertrauten sich alle vier.
      Clair machte ihre Haare zusammen als sie lächelnd das Bild der vier Kinder betrachtete was am Spiegel hing, kurz bevor diese Gruppe auseinander gebrochen war. Erst war Ethan verschwunden und dann Sharandi, sie hatten versprochen sich zu melden doch der Kontakt brach ab, es war so schade aber das Leben ging weiter und Clair hatte neue Freunde gefunden auch wenn es nicht wie damals war.
      Sie strich mit den Händen ihren Rock glatt und ihre Haare nach hinten bevor sie auf die Uhr sah, oh mist.
      Sie kam zu spät zu dem Treffen mit ihren Freunden, sie musste sich beeilen also lief sie schnell aus dem Zimmer, rief im vorbei gehen in Jaimys Zimmer, dass sie jetzt weg wäre und schloss dann nur die Tür des kleinen Häuschens hinter sich.
      Als sie alt genug waren, hatten sie sich zusammen ein kleines Häusschen gesucht in dem sie wohnen konnten, so kamen sie am besten klar und konnten sich helfen.
      Clair würde in ein paar Tagen ihr Studium anfangen und sie war schon aufgeregt, ihre Freunde studierten zwar nicht das gleiche doch es gab in dieser Stadt nur eine Uni die gleich mehrere Bereiche abdeckte, so konnten sie sich trotzdem jeder Zeit sehen.
      Endlich kam sie an dem Cafe an und begrüßte die Anderen als sie sich setzte, jetzt würde sie die Zeit noch genießen, bis zum Studienanfang.


    • Das sich vier Außenseiter zusammenschlossen, war doch eigentlich nichts neues mehr, jedoch war es schön dass aus den Außenseitern, Freunde wurden, die sich durch die Schulzeit brachten. Damals waren sie noch Kinder gewesen und deswegen hatte nie jemand eine Geschlechtliche frage gestellt. Es war egal ob er ein Er war oder sie eine Sie. Es war unwichtig, denn solang man miteinander war, war alles in Ordnung. Jeder hatte seine Rolle in dieser Gruppe aufgenommen. Die neutralste Person, hatte Jaimy's Schwester Clair, verkörpert. Sie war immer irgendwie alles gewesen. Der Beschützer der Gruppe, wenn Ungerechtigkeit drohte, war irgendwann man widerwillig Sharandi gewesen, der ja so oder so gerne rebelliert hatte. Der junge mit den blauen Haaren war eher der Ruhepol gewesen und Jaimy selbst war die optimistische Seele von allen und so konnte er auch etwas dazu beitragen.

      Sharandi verließ wieder seine Zelle und nach draußen. Heute wurde gearbeitet. Als was er arbeitete? Nun als Mechaniker. Genau, er hatte im Knast seine Leidenschaft für Autos gefunden und somit hatte er eine Lehre begonnen, da er nach der Schule ziemlich schnell abgesprungen und ins Drogenmilieu abgetaucht war um das große Geld zu scheffeln. Irgendwann hatte ihn jemand eingelassen und somit war der junge Mann für 5 Jahre verurteilt und musste immer noch 2 Jahre absitzen. Das hatte man davon wenn man mit illegalen Sachen ans schnelle Geld wollte. Oftmals fragte er sich, was aus seinen drei Kumpels geworden war für die er sich damals als Kind entschieden hatte. Man kannte diese Momente in denen man über Menschen nachdachte mit denen man schon lange nichts mehr zu tun hatte, aber irgendwann waren sie wieder im Kopf und kamen hervor und dann musste man darüber nachdenken. Gerade war er auf der Arbeit angekommen und war bereit seinem 8 Stunden Tag nachzugehen. Motorräder, Autos alles mögliche ging bei der Werkstadt ein und aus und das war auch gut so. So konnte er lernen und irgendwann ein Leben anfangen was seiner würdig war. Seine Lehrstelle befand sich direkt neben einer Universität und er konnte zusehen, wie die snops, oder auch die Studenten ein und auswanderten.

      Jaimy selbst hatte ebenso angefangen auf die Universität neben dem Mechanikerschuppen zu gehen. Er begann mit Sportwissenschaften, denn später wollte der junge Mann mal in den Sport einwechseln. Auch wenn er aussah wie ein Mädchen, war er doch ein junger Mann der sich hohe Ziele gesteckt hatte. Er wollte auch seiner Schwester beweisen, dass wenn er klein zu zerbrechlich war immernoch ein junge war. Ein junger Mann der großes erreichen konnte, aber hatte er dies nicht schon gezeigt? Er hatte sich Freizeitmäßig sehr stark verplant und war im Tennisclub der Käpten geworden. Immer wieder bestritten sie tourniere und wurden im fernsehen gezeigt. Für ihn war es ein Hobby, aber vielleicht würde er mal Tennisspieler werden, mehr wusste er noch nicht. Am Wochenende half Jaimy im Cafe aus indem seine Schwester arbeitete und etwas Geld für sein Studium und das Haus zu verdienen. Klar brachte auch sein Sporthobby geld, aber hin und wieder waren die Reserven aufgebraucht.

      Das sich die drei Freunde ganz in der Nähe von einander befanden wusste keiner von ihnen wirklich. Jaimy kam etwas später in das Cafe um ebenso zu arbeiten. "Hallo Alex!" rief er seiner Schwester liebevoll winkend zu und schon versprühte seine Ausstrahlung sonnenschein. "Da bin ich, was kann ich machen?" immer wieder wurde Jaimy von einigen Menschen hier beäugt und manchmal sogar geschmachtet. Er bekam relativ viel Trinkgeld, aber andererseits war es auch eine Bürde, wenn man niedlich war aber es gar nicht sein wollte. Man wurde nicht immer ernst genommen.. das merkte Jaimy oft. In der Mittagspause verschlug es auch mal Sharandi hierher, der ja seine Lehre hier neu begonnen hatte und hier nun mit ein paar Mechanikerkollegen Pause machte..
    • Kaum dass Clair am Café ankam, begrüßten sie die anderen Mädchen bereits und besprachen den heutigen Tag, sprachen über aktuelle, heiße Aussichten und wieder einmal hörte Clair nur lächelnd zu. Für sie waren die Typen uninteressant, sie musste unbedingt ihr Studium anfangen und sich darauf konzentrieren, außerdem war niemand interessantes dabei, der sie reizen könnte.
      Kurz darauf ging sie nach hinten und schnappte sich eine Umhängeschürze, in der ein kleiner Block sowie ein Stift steckten und das Portemonnaie zum abrechnen.
      Sie ging wieder nach vorne und machte sich bereit für die Arbeit als Jaimy rein kam. Sofort musste Clair lächeln und sagte lachend "Hey Jaimy, wir haben viel zu tun, also wenn du möchtest kannst du dich an die Kuchentheke stellen und schon mal die warmen Kuchen in die Auslage stellen. Wenn sie bestellt werden kannst du sie dann schon mal aus geben" .
      Clair strich sich eine Strähne hinter ihr Ohr und sah sich um, es wurden plötzlich noch mehr.
      Entweder sie starrten Clair wegen ihrer natürlichen roten Haare an oder aber ihren Bruder Jaimy, weil er so überaus niedlich war, dabei glaubten sie alle er wäre ein Mädchen.
      Einen kurzen Moment seufzte sie bevor sie sich sammelte und im Akord die Bestellungen ab arbeitete.
      Es kamen immer wieder Neue dazu und Clair war sichtlich geschafft als sie die letzten Kunden des Nachmittags bediente.
      Ein weiterer kam herein, er hatte ein seltsames Tattoo und setzte sich an einen Einzeltisch, sogleich ging Clair zu ihm und lächelte warm "Hallo, was möchten Sie bestellen?" Sie nahm seine Bestellung auf doch sie hörte hinter sich Geflüster, sie seufzte innerlich ein weiteres Mal und betrachtete den jungen Mann vor sich.
      Er war mit Motoröl verschmiert, also arbeitete er mit den Händen, interessant, das Tattoo sah beeindruckend aus, es wandt sich um seinen linken Arm doch sein Gesicht konnte sie nicht richtig sehen. Oberflächlich gesehen sah er gut aus doch mehr interessierte sie nicht.
      Sie nahm seine Bestellung schnell auf und ging nach hinten um sie zu bearbeiten, sofort kamen die anderen Mädchen dazu und schwärmten von ihm, fragten Clair aus und wirkten wie kleine Mädchen die völlig kopflos nach jemandem verrückt waren.
      Das rothaarige Mädchen machte in der Zeit die Bestellung des besagten jungen Mannes fertig. Aus irgendeinem Grund hatte sie bei ihm ein komisches Gefühl, vielleicht bildete sie sich das auch nur ein, denn immerhin würde bald ihr Studium anfangen, sie sollte einfach ihren Kopf frei bekommen.

      ***************

      Endlich war Ethan fertig, er hatte seine Taschen verstaut und konnte sich etwas umsehen also verließ er die kleine Wohnung und sah sich in der Stadt um.
      Er kam an der Universität an und war erstaunt, sie wirkte beeindruckend groß und elegant. Im Inneren wirkte sie sogar noch imposanter, überall hing großartige Kunst, Auszeichnungen oder Infoblätter und in den Gängen hing der Duft von Büchern und verschiedenen Räumen.
      Ein wenig genoss Ethan die Umgebung, es wirkte alles diszipliniert und freundlich, nicht wie in einem College, er freute sich schon wahnsinnig darauf hier zu studieren.
      Schließlich verließ er die Uni wieder und schlenderte die Straßen entlang, er kam an diversen alten und neuen Geschäften entlang, blickte zwischendurch hinein bis er an einem Cafe ankam.
      Dort trat er durch die Glastür und setzte sich unauffällig an einen Tisch am Fenster, er sah hinaus und bemerkte wie dunkel es gerade wurde, es würde sicher gleich regnen.


    • Das die restlichen Angestellten Jaimy sehr mochten, bemerkte man daran, wie sie mit ihm umsprangen. "Jaimy, komm mal her ich hab eine süße Idee wie du uns noch mehr Geld einbringen könntest.." Jaimy war viel zu gutmütig um Fragen zu stellen, deswegen ließ er einfach machen. Natürlich hatte sich Sharandi die Hände vorher noch gewaschen, jedoch der Rest sah ziemlich unordentlich aus und als die Kellnerin ihn im Cafe ansprach, hob der hübsche Mann kurz seinen stechenden Blick ehe sich ihre Blicke kurz trafen. Sharandi blinzelte verwundert, denn er schien gerade irgendwie ein Deja-Vu zu erleben, oder kam ihm das nur so vor. "Ne Cola und n Brötchen.." kam über seine Lippen. Ohne bitte, ohne Danke, einfach so. Für ihn war es schon eine Verbesserung, denn er war ihr nicht an die Gurgel gegangen. Doch immer wieder sah er kurz hinter ihr her ehe einer seiner Arbeitskollegen aufmerksam wurde. "Scheint dir wohl zu gefallen?" dabei grinste er und wippte lustig mit den Augenbrauen ehe der andere Kollege lachen musste, wie auch er selbst. Sharandi selbst blieb ruhig. "Hässlich ist was anderes... aber um das ging es nicht wirklich.." gab er zu ehe er sich angestrengt über den Nacken strich. "Wie lange musst du denn noch sitzen?" fragten sie. "Ab heute sind es noch 2 volle Jahre.. vielleicht komme ich bei guter Führung früher raus.." dabei zuckte er mit den Achseln.

      Damals hatte es auch so einen Moment in seinem Leben gegeben, so sich die Blicke von einem rothaarigen und von ihm getroffen hatten, jedoch war es damals noch voller Misstrauen gewesen und der unterschied war gewesen, dass es ein kleiner junge gewesen war. Jetzt wusste er an wen ihn die junge Frau erinnerte, an seinen alten Freund Alex mit dem er sich immer in der Wolle gehabt hatte. Er war oftmals richtig zickig gewesen und da hatte es dann auch noch so ein kleines Mädchen gegeben, die immer versucht hatte zu schlichten. Kurz strich er sich mit dem Handballen über die Stirn ehe er nun hochsah und ein junges Mädchen an sich vorbeilaufen sah dass aussah wie das Mädchen, dass früher eine einer Freunde gewesen war. Etwas überrascht blinzelnd lehnte er sich zurück. "Was ist?" fragte ein Kollege besorgt. "Ich glaube ich muss heute früher ins Bett.." meinte er nur leicht genervt.

      Was Jaimy für eine Aufgabe bekommen hatte? Kurz lief er zu Clair. "Guck mal Schwesterherz!" er lächelte leicht und es war schon schockierend, was er da für einen Fummel trug. Es war eine Arbeitskleidung für die Mädchen hier, dass einem Maidkostüm ähnelte. "Er sieht unglaublich süß aus darin.." und ja, das tat er wirklich. "Wir haben ihm gesagt, dass er so mehr Kunden auf der Straße anwerben sollte.. weil er mit seiner Niedlichkeit sicher mehr Leute in seinen Bann ziehen könnte.." Jaimy lächelte nur glücklich und sofort schien das ganze Cafe bezaubert zu sein. Sharandi wirkte etwas verwirrt von der Aura die von dem Mädchen oder was das auch immer war ausging. Er war sich sicher, dass die beiden sich kannten und schon sollte er nach draußen gehen, jedoch stolperte er und fiel zu Boden und das genau vor den Füßen und dem Tisch eines Blauhaarigen Gastes. Etwas unsicher rieb er sich die Arme und sah nun unschuldig zu diesem hoch. Das ganze Cafe starrte auf die zwei und auch Sharandi. Er erkannte ihn an seiner Tollpatschigkeit. Es war wirklich Jaimy? Das Mädchen aus seiner Vergangenheit! Sofort erhob er sich und ging zur rothaarigen Kellnerin hin. "Heißt das Mädel zufällig Jai..." dabei trafen sich wieder ihre Blicke. "..woa!" er wich etwas zurück. "Alex?!" er sah etwas misstrauisch an ihr hinunter. Warum hatte Alex den Brüste und noch dazu so große?! Jaimy selbst lächelte leicht verlegen zu dem jungen Mann mit den blauen Haare hoch. "Entschuldigung.. ich bin zu verzaubert von dem Kuchenduft hier der ist einfach umwerfend" Sharandi war nun wirklich perplex als sich das Mädchen im Maidkostüm aufrichtete und ihn lächelnd ansprach. "Sharandi!" sie fiel ihm um den Hals. ~ Was gehtn jetzt? ~ irgendwie rauchte dem jungen Mann gerade gehörig der Kopf...

    • Gerade als Clair die Bestellungen fertig hatte, ging sie nach draußen, dort kam ihr gleich Jaimy entgegen, er hatte ein Maidkostüm an, so eines trugen die Mädchen hier wenn es einen Anlass gab, sie musste zugeben, dass es ihm wirklich perfekt stand, sie selbst hatte immer das Problem, dass es entweder zu kurz oder zu eng war, die Männer standen drauf aber ihr war das definitiv zu viel also beließ sie es meistens bei einem Rock und einer Bluse.
      Trotzdem schien ihr Bruder davon sehr überzeugt also musste sie ebenfalls lächeln "du siehst sehr süß aus Jaimy aber renn nicht zu weit weg" sie ging zu den Tischen um jedem seine Bestellung zu geben, als sie wieder an dem Tisch mit dem Typ ankam, bei dem sie so ein komisches Gefühl hatte.
      Kaum war sie bei ihm angekommen war es still, man hörte nichts mehr und ihr Blick wirbelte herum, Jaimy war gestolpert, sofort stockte sie und wartete ab ob sie von hier aus erkennen konnte ob er verletzt war doch dem schien nicht so, sofort war sie erleichtert und drehte ihren Kopf wieder zurück.
      Augenblicklich stand der junge Mann, der bis eben noch gesessen hatte vor ihr, er war ein Stück größer als sie und sie musste den Kopf etwas nach oben bewegen um ihm direkt in die Augen sehen zu können und kaum hatte sie das getan, hatte sie wieder dieses seltsam vertraute Gefühl das sie nicht zuordnen konnte.
      Ihr gegenüber schien verwirrt, er wollte gerade etwas fragen als er sie mit ihrem Zweitnamen ansprach, mehr noch, mit ihrem Spitznamen den sie aber schon lange nicht mehr von jemand anderem außer Jaimy gehört hatte.
      Sie starrte den Typ ihr gegenüber an und langsam dämmerte ihr, wer ihr da gegenüber stand und sie einmal vom Kopf bis Fuß anstarrte...

      "lass ihn in Ruhe!" Dieser kleine Junge war ein absoluter Unruhestifter, dennoch, als Alex ihm auf die Nase gehauen hatte, schien er seinen Meister gefunden zu haben, jemand hatte keine Angst vor ihm, war ihm ebenbürtig und plötzlich schien der Unruhestifter so etwas wie Sympathie zu entwickeln. Zwar ärgerte er immer noch doch die 4 wurden Freunde, er verteidigte sie wenn es ernst wurde und zögerte nicht, er stand ihnen bei und trotz das er ein Freigeist war, konnten sich Alex und Jaimy auf ihn verlassen. Schon damals wusste Alex, dass er stark war, er wusste was er wollte und schien keine Angst zu kennen, Alex war davon beeindruckt, sie selbst wollte ebenso keine Angst haben und sah zu Sharandi auf, sie mochte es beinah wenn sie sich so stritten und zankten, denn so konnte sie ihm beweisen, dass sie nicht kleinbei gab, im Gegenteil, sie hatte das Gefühl genau so stark zu sein wie er, wie sie es wollte um Jaimy vor den Menschen zu beschützen, die ihn nur ausnutzten.


      Clair blinzelte und bekam erst kein Wort heraus, dann aber fand sie ihre Stimme wieder und hob die Hand um ihn vielleicht zu berühren doch plötzlich war Jaimy schneller, er warf sich Sharandi um den Hals, umarmte ihn und grüßte ihn, tatsächlich, er musste es sein, der alte Freund aus Kindertagen.

      Ethan starrte aus dem Fenster, als jemand vor seinem Tisch stolperte, der Tisch wackelte einen Moment und erschreckte ihn ein wenig, er sah an der Platte vorbei und stand auf um dem Mädchen zu helfen, sogleich hielt er ihr die Hand hin und lächelte warm doch dazu kam es nicht, das Mädchen sprang auf, als sie jemand anderen erblickte und diesem um den Hals fiel, moment, Jaimy? Sharandi? Alex? Er kannte diese Namen nur zu gut und sofort ging er auf die Personen zu, augenblicklich lächelte er verlegen und sagte witzelnd "Gott, seid ihr alle alt geworden und...ihr seht alle so anders aus!".

      Clair erkannte Ethan und lächelte warm "Ethan! Das du auch hier bist!" sie umarmte ihn einmal und bemerkte, dass sie nun etwa gleich groß waren, sehr interessant, er musste wohl nicht sehr viel gewachsen sein.
      Schnell fragte Clair nach einer Pause für sich und Jaimy, dann zog sie die beiden Jungs nach hinten und in den Hof, dort konnten sie ungestört reden, denn es gab viele Fragen die geklärt werden mussten.
      Die erste als sie alle vier draußen standen war "na schön, kann mir mal einer erklären warum ihr plötzlich hier seid? " Ethan ergriff als erster das Wort "ich erinnere mich an meine alten, besten Freunde, wenn auch nicht daran, dass Alex, naja, ein Mädchen ist aber ich hab versprochen zurück zu kommen also habe ich mir hier eine Wohnung gemietet als ich das Collage fertig hatte und studiere jetzt hier" nun sah Alex Sharandi an, auf seine Antwort war sie am meisten gespannt, denn er war verschwunden ohne einen Ton, einfach so, keine Nachrichten, keine Briefe, nichts und sie hatte schon geglaubt er würde sie nun doch hassen und wollte nichts mehr mit ihnen zutun haben, eine schmerzhafte Erinnerung daran, dass nun auch dieser Freund verschwunden war.


    • In welchen Verhältnissen Sharandi aufgewachsen war, erklärte auch warum er abgedriftet war. Nicht jeder ging diesen Weg, jedoch war der junge Mann als Junge einfach unglücklich gewesen, was er aber nie wirklich gezeigt hatte, denn er hatte mit Drogen, Alkohol und Sex kompensiert und dann ging es ihm einiger Maßen wieder gut. So war das eben und der Spruch 'Das leben ist hart' traf bei ihm eigentlich ganz gut zu. Als Jaimy, den jungem Häftling um den Hals fiel, torkelte er leicht zurück und sah dann etwas verwundert an sich hinunter. Da hing doch glatt seine alte Freundin an ihm und das sich hier plötzlich alle trafen war irgendwie doch Schicksal oder? Jaimy ließ von Sharandi ab und dieser richtete sich seine Kleidung ehe er einem süßen Mädchen ins Gesicht sah. ~ Die ist ja immernoch so süß wie eh und je.. ~ brummte er leicht genervt in sich hinein ehe er kurz nochmal Alex musterte. ~ .. und er ist plötzlich eine Sie? Hat er sich um operieren lassen.. die stechen einem ja glatt die Augen aus.. ~ dachte er nur weiterhin ehe sein Blick kurz zu Ethan wanderte. Er war größer und auch älter geworden, aber ihn, wie auch Jaimy hätte er locker auf der offenen Straße erkannt. Als Ethan meinte er würde sich nicht daran erinnern, dass Alex ein Mädchen war, verschränkte Sharandi die Arme vor der Brust. "Die Dinger sind mir auch neu.." - Jaimy schüttelte nur leicht verlegen lächelnd den Kopf ehe die Arbeitskollegen leicht lachten. "Al Sabah.. so notgeil wie eh und je.." - "Was hat denn das bitte mit notgeil zu tun?" fragte er nun mit zuckender Augenbraue nach zu den beiden. "Es ist doch klar, dass man etwas verwirrt ist, wenn einem alten Kindheitsfreund plötzlich Melonen von der Staude wachsen!" Jaimy lief hochrot an. "Me..melonen.. von der Staude.." - "Jetzt stell dich doch nicht dumm Mädchen!" wandte er sich zu Jaimy die nun verlegen lächelte und beschämt, mit leicht rosigen Wangen zus Seite blickte. "Was denn nun wieder?!" fragte der große, hübsche Mann die kleine leicht genervt. "Ich..bin ein Mann.." da fiel dem ganzen Café das natürlich dieses lustige Szenario mit Leidenschaft verfolgte die Kinnlade runter. Sharandi begann nun sein Auge zu zucken. "Das ist jetzt ein Witz oder?" Er schien einem Nervenzusammenbruch nahe zu sein. Er seufzte lange und laut durch ehe er sich die Schlefen rieb. "So.. Alex hat plötzlich Brüste, meine kleine süße ist plötzlich ein kleiner süßer.." dann wandte er sich mit müden Gesichtsausdruck zu Ethan und musterte ihn. "Und was bist du? N Schaf?"
    • Es war eine lange Zeit her, dass sie sich alle gesehen hatten doch Sharandi war so charmant wie früher.
      Ein wenig wurde Clair rot als er sich so frei über ihre plötzlichen Brüste aus ließ, gerade wollte sie etwas sagen doch Jaimy nahm ihr diesen Moment, als er Sharandi darüber informierte, dass seine kleine süße plötzlich ein Mann war.
      Er schien deutlich verwirrt, anscheinend hatte er es wohl damals wirklich nie bemerkt aber es war doch klar oder nicht? Ein wenig verletzte es Clair, er hatte sie also all die Jahre für einen Jungen gehalten...
      Gerade als Ethan mit einem lachenden "keine Sorge, ich bin immer noch der alte, Naja fast, nur etwas älter eben" geantwortet hatte sah Clair Sharandi stechend an "erstens ist er nicht dein süßer, zweitens finde ich es lustig, dass du dich kein bisschen verändert hast obwohl du aus heiterem Himmel verschwunden bist und drittens du..." sie zögerte und sah in seine Augen "vergiss es!" ihr Blick wanderte an Sharandi vorbei zu Ethan, sofort lächelte sie warm und nahm Zettel und Stift um ihre Adresse auf zu schreiben "hier, du musst uns unbedingt besuchen kommen, dann erzählst du uns wie es so war wo du her kommst, ja?" Ethan nickte lächelnd und nahm den Zettel entgegen "na klar, und ihr beide müsst mir unbedingt erzählen, was so alles passiert ist!" Clair nickte ebenso lächelnd "tun wir, aber jetzt müssen wir weiter arbeiten, wir haben aber in knapp 1 Stunde Feierabend, wenn du magst, kannst du dann vorbei kommen, ich koche" von Ethan ging Clairs Blick kurz zu Sharandi doch ihn sah sie nur genervt, beinah säuerlich an bevor sie schon die nächsten Kunden bediente.
      Vielleicht waren gerade die Pferde mit ihr durch gegangen doch als Sharandi eben so frei erzählt hatte was ihm durch den Kopf ging, wurde ihr klar, dass er sie all die Jahre als Jungen gesehen hatte, niemals als Mädchen, dazu kam, dass er einfach verschwunden war ohne ein Wort, nicht wie Ethan, er hatte sich wenigstens verabschiedet.

      Ethan sah Clair nach und betrachtete dann Jaimy, er musste zugeben, dass er auch nicht damit gerechnet hatte, dass Jaimy ein Junge war.
      Er war immer so niedlich gewesen, dass Ethan sofort rot war, wenn Jaimy auch nur ein bisschen in seine Nähe kam.
      Kaum waren beide weg, musste Ethan etwas lachen und legte Sharandi eine Hand auf die Schulter "scheint als wenn du da eine Dame verärgert hast, tja, das Universum ist eben doch gerecht!"
      Er sah gut aus, er war sicher beliebt in der Frauenwelt aber nun hatte er ein Problem mit eben einer Frau und Ethan fand es auf eine gewisse Weise amüsant "also, ich weiß ja nicht was du vor hast, aber ich werde unseren alten Freunden definitiv einen Besuch abstatten" damit setzte sich der blauhaarige wieder und genoss den Kuchen sowie den Tee mit Milch und Honig.

      Als die Geschwister endlich Feierabend hatten, zogen sie sich schnell um bevor Clair Jaimy bereits nach Hause schickte "geh schon mal, ich kaufe noch eben für das Essen ein, danach komme ich auch nach Hause" ihre Wege trennten sich und sofort ging Clair die Straße entlang zum nächsten Supermarkt.
      Wer weiß ob Ethan gleich kam, wer weiß ob Sharandi mit kam doch sie musste ihrem Ärger Luft machen und nur aus diesem Grund war es aus ihr heraus geplatz, vermutlich dachte er darüber eh nicht nach, so war er eben, er nahm kaum etwas ernst und machte sich über vieles lustig.


    • Die beiden Arbeitskollegen sahen nun zu Sharandi und kümmerten sich nicht weiter darum, denn man hatte nur kurz Mittag. Jaimy selbst fand es nicht in Ordnung wie Sharandi sprach, jedoch war er immer schon so gewesen, da konnte man wohl kaum noch was ändern, jedoch fand auch er es nicht in Ordnung, dass Clair einfach nur Ethan einlud, obwohl auch Sharandi einer ihrer angeblichen Freunde gewesen war und das nur weil er einen Fehler gemacht hatte. Der junge Ausländer dachte eigentlich generell immer nach, jedoch hatte er immer gelernt seine Gefühle gut zu verbergen und das rauszulassen, wenn er eigentlich ziemlich alleine war, wenn überhaupt. Er hatte gelernt, dass man Schlucken musste. Natürlich hatte er durch seine große Klappe schon erkannt dass er ein Eigentor geschossen hatte. Als ihm dann Alex auch noch eine Ansage machte und nicht weiter sprach, wusste er genau auf was sie hinauswollte und linste kurz zu seinem Bein hinunter. Warum er damals verschwunden war? Nun er hatte in einem Milieu zu tun, das für andere nicht gut war schon gar nicht für seine Freunde und deren Leben zu gefährden war für ihn nicht drin und irgendwann hatten sie ihn geschnappt und wie einen Mörder festgenommen und abgeführt. Wenn man Nachrichten gucken würde, hätte man dies damals mitverfolgen können, aber wichtig war das nun nicht mehr. Kontakt zur Außenwelt gab es für einen Dealer kaum und er musste sich alles erarbeiten. Sein Handy, einen Computer und jeden Tag musste er sich durchfilzen lassen. Wenn er rausging und wenn er wieder rein kam. Nach ihrer Ansage verzog er keine Miene. Innerlich war er zutiefst beleidigt auch als Ethan meinte das das Universum doch gerecht war. Er verstand den Zusammenhang ja kaum ganz, aber es traf mitten ins Herz. Jedoch wurde jeder Stich gekonnt weggedrängt und weggesperrt. Auf die Aussage von Ethan machte er nur abwertend. "Tzes.." jedoch ging es dann um den Besuch, doch Sharandi schnappte sich nur seine Jacke und sah dann kurz zu Ethan hinüber. "Ich hab was anderes vor.." dabei sah er noch zu Jaimy hinunter der ihn noch etwas traurig ansah ehe ihm von Sharandi durch die Haare gewuschelt wurde. Er nickte ihm nur leicht zu ehe er kurz einen Mundwinkel leicht zu einem schiefen, etwas traurig Schmunzeln hochzog und nun das Cafe verließ. Jaimy sah ihm besorgt hinterher. War er der einzige der gerade bemerkt hatte, dass Sharandi verletzt war? Verletzt genug um wieder in der Versenkung zu verschwinden? Vielleicht würde Jaimy dieses Thema wieder ansprechen, wenn Ethan heute zu ihnen kam. Doch jetzt musste er erstmals Kuche verkaufen.

      Jaimy nickte und lief schon mal nach hause los. Er öffnete die Tür des Hauses um schon mal anzufangen, Salat zu waschen und die zutaten dafür zu schneiden. Immer zu musste er an Sharandi denken. Ob es ihm wohl gut ging? Dem jungen Mann ging es mittlerweile besser. Er war in seinem Zimmer und schien am Computer zu sitzen und ein paar Mails zu Checken.
    • Es hatte gefühlt ewig gedauert, bis Clair alles zusammen hatte, sie bezahlte schnell und machte sich auf den Weg nach Hause.
      Das ganze heute im Café ließ sie nicht los, eigentlich war sie glücklich ihre alten Freunde wieder zu sehen doch es war zu viel auf einmal, erst ging Ethan und dann war Sharandi weg, sie hatte sich in einem Loch vergraben und wollte nie wieder raus kommen. Ihr Zimmer war ihre Höhle in der sie sich verstecken konnte doch dann hatte sie es geschafft sich zu verändern und neu anzufangen.
      Sie hatte geglaubt sie würde keine Freunde finden, sie war anfangs lange alleine gewesen doch als sie sich äußerlich veränderte, änderte sich auch das und es ging bergauf.
      Eigentlich war es schön ihn wieder zu sehen, sie hätte gerne mehr mit ihm gesprochen, sie hoffte, dass es nicht das letzte Mal war.

      Gerade als Ethan das Café verließ, las er sich die Adresse noch mal durch, gut, er wusste wohin er musste.
      Sofort führte ihn sein Weg dorthin, er kam an einem kleinen Haus an und klingelte sofort.
      Jaimy öffnete, allerdings nicht im Maidkleid sondern in normaler Kleidung, trotzdem änderte es nichts daran, dass sein Erscheinungsbild bezaubernd war.
      Kurz grüßte Ethan ihn, bevor ihn dieser herein bat, es war eigenartig, sie waren eigentlich die besten Freunde, dennoch war es plötzlich befremdlich, beinah anders wenn er jetzt hier war.
      Er zog die Schuhe aus und folgte Jaimy in die Küche, dort fragte er sofort ob er helfen konnte, denn er hatte die Befürchtung, dass er verkrampft da sitzen würde und es wäre sicherlich unhöflich.

      Die Taschen waren schwer doch Clair war stark genug sie den langen Weg nach hause zu tragen, etwas anderes lenkte sie dabei viel mehr ab und sie musste zugeben, dass es sie schockierte.
      Sie hatte gehofft, sie würde Sharandi über das Internet ausfindig machen können, er sah aus als würde er in einer Werkstatt arbeiten doch sie hatte etwas völlig anderes gefunden.
      Sie las einen Artikel der von Sharandi handelte, er wurde wegen Drogenbesitzes und Handels verhaftet und zu 5 Jahren verurteilt, er saß im örtlichen Gefängnis und der Artikel war datiert auf ein Datum kurz nachdem Sharandi verschwunden war!
      Sofort blieb Clair stehen, er hatte mit Drogen gehandelt, während sie befreundet waren, sie sollte wütend deswegen sein, weil er mit Drogen dealte aber das war es nicht, sie war wütend, aber nur deswegen, weil er es seinen Freunden nicht erzählt hatte, weil er das ganze für sich behalten wollte.
      Nun brannte in Clair ein Drang mit Sharandi zu reden, sie wollte nicht wieder warten bis er zu ihnen kam, sie wollte es wissen und das so schnell wie möglich.
      Schnell lief sie nach Hause und kam herein, sie stellte die Taschen in die Küche und sah bereits Jaimy und Ethan.
      Sollte sie ihnen davon erzählen? Vielleicht noch nicht sofort, sie wollte erst mehr wissen, aus Sharandis Mund "fangt schon mal an zu kochen und zu essen, ich muss noch schnell was erledigen aber ich beeil mich!" so schnell wie sie gekommen war, war sie auch wieder aus dem Haus verschwunden.
      Sie nahm einen Bus der sie zu dem Gefängnis brachte, in dem Sharandi saß und betrat es ohne zu zögern.
      Natürlich wurde sie dort von Werten in Empfang genommen und nannte die Person die sie besuchen wollte.
      Eigentlich war es keine Überraschung doch trotzdem war es ein komisches Gefühl, dass sie wussten, wen sie meinte und das Sharandi wirklich in diesem Gefängnis war.
      Ein Werter forderte sie auf, ihre Taschen zu leeren, sie tat was er sagte und wurde anschließend in einen Raum geführt der unglaublich kalt wirkte.
      Sie sollte auf einem knarzenden Stuhl an einem alten Tisch Platz nehmen und musste dann warten.
      Was sollte sie sagen? Nun saß sie hier, weil sie es wissen musste, weil sie wissen musste, warum er das alles für sich behalten hatte.
      Die schwere Eisentür ging auf und tatsächlich wurde Sharandi wie ein Schwerverbrecher in Ketten hinein geführt, erst als der Werter die Tür geschlossen hatte, löste er Sharandis Ketten und setzte sich etwas abseits auf einen Stuhl.
      Clair blieb still, sie hatte die Arme verschränkt und versuchte das Chaos in ihrem Kopf zu ordnen, heraus zu finden was sie jetzt sagen sollte doch sie war sich unsicher "weißt du, ich habe mich gefreut dich wieder zu sehen" Clair lächelte warm "es ist lange her, dass wir uns gesehen haben und erst habe ich nicht verstanden, warum du plötzlich weg warst aber jetzt weiß ich es" ihr Lächeln verschwand etwas und wieder kam dieses unzufriedene Gefühl hoch "ich habe den Artikel im Internet gefunden, wo steht was du getan hast und wieso du hier gelandet bist. Wieso hast du uns nichts davon erzählt? Ich dachte wir wären so gute Freunde, wieso also erzählst du uns sowas nicht, vor allem hattest du das ganze wirklich so nötig? Wir hätten dir doch alle helfen können!" wieder verstummte Clair, sie atmete tief ein um ihr innerstes zu beruhigen" wir haben dich vermisst, weißt du? Du warst...du bist uns schließlich wichtig, du kannst nicht einfach so verschwinden! ".
      Es war schwierig für sie heraus zu finden, was sie denken oder fühlen sollte, einerseits fühlte sie sich verletzt, weil Sharandi nichts erzählt hatte, andererseits hätte sie ihn gerne so freudig begrüßt, wie es Jaimy getan hatte.


    • Jaimy vernahm das Klingeln der Tür und war nun irgendwie doch sehr aufgeregt. Er war mehr als aufgeregt, denn lange hatte er Ethan nicht mehr gesehen und eigentlich hatten sie sich immer gut verstanden. Vielleicht sogar zu gut. Vielleicht hatte sich Jaimy das nur eingebildet, aber als Ethan noch glaubte dass er ein Mädchen sei suchte er schon im Kindesalter seine Nähe. Stimmbruch bekam der zierliche Kerl kaum, weswegen seine Stimme auch relativ hoch war und somit wurde ihm auch kein ' Ich bin kein Mädchen' abgenommen. Wohl nicht mal von Ethan. Etwas unsicher öffnete der junge Mann die Tür und bat Ethan herein. "Es ist wirklich ein Zufall, dass wir alle so aus heiterem Himmel und hier wieder sehen.." sagte dieser nun als er gerade dabei den Salat weiter zuzubereiten. "Du.. bist ja wirklich erwachsen geworden.. " sprach er nun verlegen ehe er kurz seufzte und die Augen schloss. Als seine Schwester Clair einfach so bei der Tür reindüste, schnell sprach und wieder verschwand, war er mehr als verwirrt, aber zuckte nur etwas unsicher mit den Schultern ehe er den Salat fertig stellte.

      Wie Sharandi damals abgeführt worden war, war nicht schön. Man hatte ihn einfach festgenommen und schon wurde er gefragt ob er mit Drogen gehandelt hatte. Da der junge Mann kein Lügner war, gestand er und wurde somit zu 5 Jahren Haft verurteilt. Er hatte damals Geld gebraucht, jedoch hatte er den Polizisten keine Namen genannt von den Leuten, die mit ihm Dealten, bzw. die ihm das Zeug verschafft hatten. Es war viel zu gefährlich für ihn, für seine Freunde und Familie und auch für die Polizei selbst. Das Sharandi den Kick in seinem leben brauchte und diesen immer gesucht hatte, sich immer mit anderen eine Reibung zu gönnen war eigentlich sein täglich Brot.

      In seiner Zelle dachte der junge Mann endlich mal etwas runter zu kommen von seinem hitzigen Gemüt, jedoch wurde plötzlich diese aufgesperrt. "Besuch Al Sabah.." der junge Mann rieb wurde wieder an Händen und Füßen an Ketten gefesselt und schon in den Raum wo sich die Besucher mit den Eingesessen treffen konnte geführt. Als er den Raum betrat, wirkte er alles andere als armselig oder gar hilflos. Jedoch hatte Sharandi auch als Kind eine sehr imposante und betörende Ausstrahlung. Hatte auch etwas mit seiner Herkunft zu tun. Wenn man wusste wie und wo der Junge aufgewachsen war, hatte das auch seine Vorteile. Auch jetzt hatte der junge Mann solch eine Ausstrahlung als er sich etwas weiter weg von Clair hinsetzte und schon von ihr zu gequasselt wurde.

      "Schön, dass du es auch mal weißt.." brummte er nur und verschränkte die Arme vor der Brust. Er war immer noch verletzt von ihrer Haltung gegenüber ihm, da vorher im Café. Was man nicht oft sah war, dass der junge Mann durchaus Gefühle und auch verletzliche Seiten hatte, die kaum einer kannte. Selten hatte er sie gezeigt und auch schon als Kind hatte er diese gut verschleiern können. Als sie das alles ansprach, dass sie ihm doch hätten helfen können, wurde er etwas ungehaltener. "Nein!" er hätte nicht zugelassen, dass seine Freunde in das ganze mit reingezogen wurden. "Das Thema geht niemanden etwas an! Es ist gegessen!" sprach er kühl und schien sein Gemüt wieder runter zu fahren.
    • Sharandi sagte nichts, er unterbrach Clair nicht sondern ließ sie aussprechen. Erst als sie fertig war, fand er scheinbar seine Stimme wieder und einen Moment wirbelte es in Clair doch plötzlich zuckte sie zusammen, als er auf ihre Hilfe ein so bestimmtes und enerrgisches Nein aussprach.
      Sie musste einen Klos herunter schlucken und sah auf den Tisch vor sich, sie spürte die Kälte die von ihm ausging.
      Also hatte er damals wirklich nicht mehr als einen Jungen in ihr gesehen?
      Wieder musste sie ihre Gedanken sortieren, erneut sah sie auf und in seine Augen, mit einer Ernsthaftigkeit die sie nicht oft hatte "woher hätte ich es wissen sollen? Du hast uns-...Du hast mir nie etwas davon erzählt,
      ich hätte dir so gerne geholfen aber dann warst du plötzlich weg. Ich hatte zwar noch Jaimy aber ich musste für ihn stark sein, du warst wie ein Anker für mich und plötzlich warst du weg. Ich musste bei 0 anfangen, weißt du wie schwer ich es hatte? Und du denkst nur an dich, daran dass du alles alleine regeln musst, weil dir niemand helfen kann aber du kannst nicht sagen, dass dir niemand helfen will, denn wir alle hätten dir geholfen, egal was es gekostet hätte aber daran denkst du nicht!"
      Langsam fing Clair an zu bereuen her gekommen zu sein, vielleicht hätte sie nicht herkommen sollen, es war ein Fehler, es war nicht mehr wie früher, es würde nie wieder wie früher sein, wo sie so unbeschwert miteinander gelacht hatten.
      Einmal musste Clair tief ein atmen und sah sich um "du hast Jaimy so warm begrüßt, hast gesagt er wäre dein süßes Mädchen, aber ich..." Clair schloss einmal kurz die Augen und sah zurück zu Sharandi.
      Sie sammelte sich, sie wollte nicht verletzlich sein und genau in diesem Moment fühlte sie sich verletzter als an dem Tag an dem Sharandi verschwunden war, denn zu diesem Zeitpunkt redete sie sich Entschuldigungen ein die passten, jetzt aber traf sie die harte Realität.
      Sie stand ohne ein Wort auf und sah Sharandi kühl an "Ich glaube ich gehe jetzt" einen kurzen Moment sah sie in seine Augen, suchte etwas, vielleicht doch Wärme doch sie hatte das Gefühl, dass dort nichts für sie war also schob sie dme Stuhl ran und drehte sich zum gehen in Richtung der schweren Metalltür.

      Ethan gab sich die größte Mühe das Gemüse zu schneiden und zeigte es Jaimy doch es war immer zu groß oder zu klein, Ethan seufzte niedergeschlagen "es tut mir leid, ich...bin kein sehr guter Koch, bis vor kurzem hat meine Mutter noch für mich gekocht, um ehrlich zu sein habe ich keine Ahnung was ich tun muss" er lachte nervös und Schnitt die Karotten klein.
      Nicht nur, dass er absolut unbrauchbar in der Küche war, er war unfassbar nervös wegen Jaimy dabei war Jaimy ein Junge und kein Mädchen also was um Himmels Willen war los mit ihm?!
      Er konnte keinen klaren Gedanken fassen und plötzlich zuckte er mit einer Hand, er hatte einen winzigen Schnitt im Finger.
      Er schluckte kurz und sah sofort zum Waschbecken, augenblicklich drehte er das Wasser an und hielt den Finger darunter ohne hin zu sehen.
      Ihm wurde bei Blut sofort schlecht, nur Sekunden später würde er Kreide bleich und würde dann irgendwann um kippen doch jetzt ging es nochmal gut auch wenn ihm schon jetzt bereits schwindelig war.
      Er musste zugeben, er war wirklich ein absolutes weichei, bei seinem Glück hatte es Jaimy auch noch mit bekommen, er wollte und konnte gar nicht nach sehen.


    • "Hilfe..brauchte ich nicht.." dabei machte er eine komische Kopfbewegung die sich an Clair richtete und etwas unauffällig zum Gefängniswärter ging. Danach ging er wieder zu der Position zurück, die er vorher gehabt hatte. Er hatte sie also damals verletzt. Hier drinnen den sensiblen raushängen zu lassen war keine gute Idee, aber davon hatte die junge Frau keine Ahnung. Wenn man her nur einmal wich wurde oder Schwäche zeigte ging man unter und er musste noch zwei Jahre hier verbringen. Natürlich schätzte Sharandi es sehr, dass er Freunde hatte die ihm geholfen hätten, jedoch sie mit in den Untergrund zu reißen, hätte er auch nicht getan wenn Clair ein junge gewesen wäre. Es war schon komisch, dass solch eine hübsche Frau nun aus seinem Freund geworden war. Jetzt konnte er sich auch ihre zickige Ader besser erklären. Als der junge Mann die Anschuldigungen hörte und die leichte Eifersucht bei Clair wohl hochkam blinzelte Sharandi verwundert. Das hatte er jetzt überhaupt nicht erwartet, dass diese junge Frau, die er lang für einen Typ gehalten hatte Interesse an ihm haben könnte. Er hatte doch gerade erst mitbekommen dass sie eine sie war! Zumindest konnte er sich diese eigenartige Anziehung in jüngeren Jahren jetzt besser erklären. Er hatte sich immer für Bisexuell gehalten seit diesem Tag und war gerade ziemlich froh, dass es nicht so war. "Das es ein süßer kleiner Kerl ist, konnte ich ja nicht wissen.." gab Sharandi nun auch zurück und musterte die junge Frau nochmal kurz ehe er leicht zur Seite blickte.

      Die beiden waren jetzt schon wie ein altes Ehepaar. Sie verstanden sich kaum und verletzten sich viel aber konnte von einander nicht wirklich ablassen. Zumindest Clair von ihm nicht. Sharandi selbst erhob sich, als die junge Frau nun meinte, sie würde gehen. Dabei nickte er nur leicht und folgte ihr zur Tür ehe er seine Arme von hinten um sie legte. Eine Zeit lang verharrten die beiden so. Der Kopf des jungen Mannes legte sich auf ihre Schulter. Leise flüsterte er ihr ins Ohr. "Nicht hier.." er hoffte nur dass das keiner der Werter mitgehört hatte, denn die Wände hatten hier Ohren und viel drang nach außen, was eigentlich nicht nach draußen sollte. Deswegen war es immer sicherer so etwas ohne fremde Leute zu besprechen. Dabei ergriff der Mann mit dem Drachen auf dem Arm ihre Hand ehe er einen Ring an ihren Finger steckte. Es war ein Ring den der junge Mann selbst getragen hatte. Es war ein ganz seltener Ring ein Drache der sich in Ringform um den Finger schlängelte. "Wir sehen uns.." erklang die Stimme plötzlich sanft ehe er sich von ihr abwandte und schon wurden dem jungen Mann die Beine und Hände wieder mit schellen gefesselt ehe er abgeführt wurde.


      Jaimy lachte. Das Lachen war hell und freundlich. "Ach, das ist doch halb so schlimm! Man lernt es schon" gab er zu. Früher hatte er immer alleine gekocht. Als sich Ethan dann in den Finger schnitt weitete der junge Mann nervös die Augen und folgte ihm mit seinem Blick. "Ohweia!" rief er aus ehe er aus dem Zimmer stürmte und nach einigen Sekunden wieder kam mit einem Pflaster. "Du siehst nicht gut aus.. du solltest dich lieber setzen." als Ethan dies getan hatte konnte er ihn auch endlich richtig verarzten. Ein komischer Moment, zumindest fühlte es sich für den jungen Mann komisch an. Irgendwie wurde ihm flau in der Magengegend, als er das Pflaster vorsichtig um den Finger des anderen wickelte. Es war doch ein etwas intimer Moment. Danach brachte Jaimy ihm sofort ein Glas Wasser und fuhr nun mit dem klein schneiden des Fleisches fort als der Salat fertig war. Es fehlte nur mehr die Marinade. "Mir ist früher gar nie aufgefallen, dass... ahm.." dabei musste er kurz tief durchatmen und sein Herz beruhigen. "... dass du so hübsch bist" dabei grinste er nun leicht Verlegen. Seine Verlegenheit zu verstecken machte er nie. Er zeigte es offen. "Sorry, das musste jetzt einfach mal gesagt werden. Du hattest sicher viele Freundinnen" nun dachte Jaimy an sein Leben, wie es vielleicht anders verlaufen wäre, wenn er nicht Homosexuell geborgen worden wäre. "Ich.. ähm.. hab mich seit meiner Geburt wohl entschieden dass ich .. nur Jungen mag.." er lachte verlegen und etwas traurig. "Das ist gar nicht mal so einfach.. du wirst oft ..als widerlich empfunden..und deswegen hatte ich auch noch keinen Freund.. aber lieber sterbe ich alleine als mich zu verstellen.." gab er nun sehr selbstbewusst preis. "Ich bin jetzt Käpten des Tennisclubs.. glaubt man kaum was?" er musste leicht lachen und sah Ethan dabei an.
    • Es war eigenartig, in Clair tosten die Gedanken, gleichzeitig konnte sie aber keinen klaren fassen und wollte nun einfach nur noch verschwinden, gehen und sich am liebsten wieder vergraben für die nächsten Jahre, hoffen dass sie Sharandi nicht sah. Plötzlich surrte es und die Tür wurde geöffnet doch bevor Clair den Raum verlassen konnte hielt sie etwas auf, eher gesagt jemand, es war Sharandi.
      Überrascht verkrampfte sich Clair einen Moment, denn sie hatte erst nicht daran gedacht, dass er es sein könnte doch als sie seine Stimme hörte, entspannte sie sich etwas.
      Sie spürte deutlich seine Wärme die von seinem Körper ausging, seine Stimme kitzelte am ihrem Ohr und sie musste sich zusammen reißen um nicht rot zu werden, seine Worte nahm sie dabei nur halb auf. Was meinte er mit nicht hier?
      Er ließ von ihr ab, sie drehte sich um um ihn anzusehen doch bevor sie etwas sagen konnte, nahm Sharandi einen Ring und steckte ihn ihr an den Finger.
      Hatte sie diesen schon mal gesehen? Sie war sich nicht sicher doch wieso steckte er ihr den Ring an den Finger als wollte er ihr einen Heiratsantrag machen.
      Sie hatte keine Zeit zu fragen, denn Sharandi verabschiedete sich nur knapp und wurde bereits ab geführt.

      Kurz nach ihm verließ auch Clair das Gefängnis und starrte den Ring an, der jetzt an Ihrem steckte.
      Was war das? Was sollte das denn bedeuten bedeuten? In Ihrem Kopf ging sie das Gespräch nochmal durch und wurde rot, was hatte sie da nur gesagt, vor allem warum hatte sie das nur gesagt? Außerdem wie kam Sharandi plötzlich dazu sie so zu umarmen? Und der Ring, was war damit?
      Clair blieb stehen, sie atmete einmal tief ein und seufzte dann etwas lauter. Ihr Kopf drehte sich von den vielen Fragen und sie hatte auf keine eine Antwort, wollte sie Sharandi überhaupt nochmal sehen? Sie wollte am liebsten im Boden verschwinden.
      Trotzdem war sie der Meinung, daß Jaimy und Ethan das alles von ihm erfahren sollten, sie hielt sich bedeckt und würde erst einmal nichts erzählen.
      Somit sammelte sie ihre Gedanken und versuchte gefasst zu wirken als sie sich auf den Weg nach Hause machte.

      Das Wasser färbte sich rot als es an Ethans Finger vorbei lief, ihm wurde mulmig doch einen Moment später saß er bereits auf einem Stuhl am Esstisch der in der Küche stand.
      Er sah auf Jaimys Kopf der über Ethans Finger gebäugt war um ein Pflaster darum zu wickeln.
      Seine hellen Haare glänzten schön, er war auch etwas kleiner als Ethan und deutlich zierlicher.
      Als Jaimy fertig war, dachte Ethan gar nicht mehr an seinen Finger, irgendwie war das flaue Gefühl einem anderen gewichen, das Ethan nicht genau zu ordnen konnte.
      Noch immer etwas abwesend nahm er das Glas Wasser dankend an und trank einen großen Schluck daraus.
      Plötzlich sagte Jaimy etwas das Ethan dazu brachte sich zu verschlucken. Er hustete ein paar Mal und wischte sich schnell den Mund ab als er zu Jaimy sah, er meinte es ernst, zumindest schien es so, denn von hier aus konnte Ethan sehen, wie er beschämt lächelte.
      Auf seine weiteren Worte kratzte sich Ethan verlegen am Kopf und sah zur Seite "Naja, viele würde ich nicht sagen, eine, aber das war auch eher eine on off Beziehung bei der sie nie wirklich an mir interessiert war sondern nur daran, dass ich ihr Geschenke gemacht habe, außerdem brauchte sie die Aufmerksamkeit. Ich war damals wohl einfach zu nett um sie ab zu weisen".
      Ethan nahm einen weiteren Schluck aus dem Glas und atmete tief ein, was war das gerade?
      Seine Antwort bekam er schnell, denn Jaimy erzählte davon, dass er auf Männer stand, jetzt verstand er warum Jaimy ihn für hübsch hielt, er war sogar etwas geschmeichelt und er lächelte warm "also mich stört das nicht, ich finde jeder sollte lieben was immer er will!".
      Ethan stellte das Glas bei seite und ließ seine gedanken schweifen, war Jaimy also schon immer der Meinung, dass er auf Jungs stand, auch als sie noch Kinder waren? Hatte er dann vielleicht sogar schon auf Ethan gestanden? Wobei, gerade hatte er gesagt, ihm war noch nie auf gefallen, dass Ethan so gut aussieht, also vermutlich nicht.
      Ethan tat den Gedanken wieder ab und stand auf um Jaimy weiter zu helfen das Essen fertig zu machen.
      Gerade als alles angerichtet war, kam Clair rein, sie wirkte etwas neben der Spur und versteckte kurz unauffällig etwas in ihrer Tasche als sie ihre Jacke und ihre Schuhe an der Garderobe ließ.
      Sofort aßen sie zusammen, redeten über alte Tage und Ethan bemerkte, dass die Zeit früher wirklich schön war, schade das sie so rasch unterbrochen wurde aber um so mehr wollte er sie nach holen und er war zuversichtlich, dass er die Möglichkeit hatte.

      Kaum waren sie fertig mit dem Essen, half Ethan beim sauber machen und verabschiedete sich am Abend von den Geschwistern "wir sehen uns morgen!".

      Endlich war Ethan weg und es wurde ruhiger, so dass Clair nach oben in ihr Zimmer gehen konnte. Sie schloss die Tür und legte den Ring auf ihren Schreibtisch um ihn noch einmal an zu sehen doch sofort kamen ihr die Bilder wieder hoch, sie schüttelte den Kopf und ging lieber duschen, morgen würde ihr Studium anfangen und sie musste fit dafür sein.


    • Sharandi wusste genau dass seine Pflegefamilie gefährlich war und das obwohl sie nett wirkte, dass er jedoch in eine Banditenfamilie gekommen war, die in illegale Geschäfte verwickelt war und gefährlich werden konnte musste keiner seiner Freunde wissen. Noch dazu waren sie ja eben nicht mal seine richtige Familie. Die hatte er nie wirklich kennen gelernt. Sie existierten noch irgendwo hier auf der Welt, aber wo genau wusste er nicht. Hin und wieder dachte er an sie. Aber einiger Seits war es vielleicht auch gut, wenn er nicht so viel darüber nachdachte sondern mal in seiner Gegenwart lebte. Deswegen legte er sich nun auf das Bett in seiner Zelle und versuchte eine Runde zu schlafen. Schließlich musste er morgen wieder arbeiten.

      "Naja mich hatte es eine Zeit lange gestört..." gab Jaimy zu, denn er hatte doch so gerne eine Familie gewollt und auf naturlichen Wege war das jetzt nicht mehr möglich. Bald kam Clair wieder zu ihnen und da der junge Mann merkte, dass sie selbst wohl sehr angespannt war, fragte er nicht nach wo sie gewesen war, sondern beließ es einfach mal bei dem netten Abend mit dem netten Essen. Er hörte sich Ethans Geschichte an und dann erfuhr dieser etwas über die ehe es langsam daran ging in die Federn zu hopsen. Hin und wieder als die Teller abgewaschen wurden und Clair Ethan zur Tür brachte, dachte er noch über seine Geschichten nach und dann mal kurz über das alles erlebte. Als der Blauhaarige sich verabschiedet hatte, war es aber so weit dass Jaimy seine Schwester jedoch fragte. "Wo.. warst du denn?" dabei wurde sein Ton in der Stimme neugierig ehe er seinen Blick in die Spüle richtete, denn er wollte nicht so aufdringlich neugierig wirken. Vielleicht war sie ja bei Sharandi gewesen und hatte alles geklärt. "Sharandi?" fragte er nun vorsichtig nach und suchte in Clairs Gesicht nach einer Antwort. Das konnte er eigentlich immer sehr gut.

      Auch schon als Kind hatte Jaimy eine neugierde Ader, die ihm nicht immer nur Positives einrbachte. Oftmals hatte ihn Sharandi da beschützt und Schulden auf sich genommen. Er war irgendwie der Beschützer der ganzen Gruppe gewesen und genau deswegen war Jaimy etwas enttäuscht, dass er nicht bei ihnen gewesen war um mit ihnen zu Essen. Zu erwarten, dass es so wie früher wurde, durfte man nicht, denn das würde ein komplett falsches Licht auf die jetzige Situation werfen.
    • Das warme Wasser prasselte auf Clairs schlanken Körper und ihre tief roten Haare hinab, während ihr Geist den heutigen Tag noch einmal erlebte. Sharandi war im Café abweisend gewesen, im Gefängnis dann aber so warmherzig, beinah verletzlich, kam ihr sehr nah, viel zu nah und schenkte ihr einen Ring der mehr als wichtig aussah, aus welchem Grund?
      Die Antwort blieb ihr weiterhin verwehrt und sie musste unzufrieden feststellen, dass dies nicht das einzige war, was in ihrem Kopf herum spukte wie ein Gespenst.
      Sie klärte ihre Gedanken und stellte das Wasser ab, trocknete sich und zog sich Schlafkleidung an doch ihr weg führte sie noch nicht in ihr Zimmer, stattdessen trat sie leise die Treppe hinab in die Küche um sich noch etwas zu trinken zu besorgen doch anders als erwartet, stand Jaimy noch immer in der Küche und spülte. Bereits während dem Essen wusste Clair, dass ihr Bruder nach ihrem Verbleib fragen würde doch sie hatte gehofft, er würde es vergessen, allerdings war es reiner Irrglaube, denn kaum dass Jaimy sie sah, fragte er wo sie gewesen war.
      Sie druckste herum, ging an den Kühlschrank und öffnete die silberne Tür, nahm eine kleine, gläserne Flasche heraus und drehte sie auf als Jaimy den Namen Sharandi aussprach.
      Augenblicklich verschluckt sich Clair etwas und hustete das Wasser aus, sie sah Jaimy an und wurde dezent rot.
      Sie konnte ihm nicht so einfach erzählen was heute passiert war, doch jetzt wusste er mit Sicherheit, dass etwas nicht stimmte.
      Einen Augenblick atmete Clair tief ein um sich von dem Husten zu erholen, dann aber setzte sie zu einem Gespräch an "Sharandi ist im Gefängnis, er wurde verhaftet als er verschwand und ich musste einfach wissen was passiert ist. Er meinte, dass er uns nicht gefährden wollte aber er konnte mir nicht mehr erzählen, nicht im Gefängnis also wird er wohl bald zu uns kommen und mehr Preis geben" sie sah in Jaimys Augen und hoffte, er würde sich damit zufrieden geben doch noch bevor sie sich vergewissern konnte, dass es so war, verabschiedete sie sich knapp und ging schon wieder auf ihr Zimmer.
      Warum nur war es ihr so peinlich, Jaimy davon etwas zu erzählen?
      Um es genauer zu sagen, es war ihr generell peinlich doch sie rettete sich mit anderen Gedanken, lenkte sich ab im dem sie an ihrem Handy herum spielte. Doch kurz bevor sie ihr Handy weg legte und schlief nahm sie den Ring wieder und steckte ihn an den Finger, den Sharandi zuvor gewählt hatte, wieso sie das tat wusste sie selber nicht doch mit diesem Gefühl konnte sie besser schlafen.

      Der Abend war spät, die Sonne war bereits hinter dem Horizont verschwunden als Ethan die leeren Straßen entlang lief um seine kleine Wohnung auf zu suchen die noch nicht einmal fertig ein gerichtet war. Für heute Nacht würde es reichen doch morgen müsste er sich darum kümmern, dass sie ordentlicher wurde.
      Bald darauf war er an seinem Haus angekommen, in diesem gab es etwa 6 Wohnungen, sie alle waren klein aber es reichte aus um sich heimisch zu fühlen.
      Die kalten Treppen des Hausflures waren dunkel, erst musste Etahn mittels eines Knopfs das grelle Licht anschalten, dass seine Augen zu Schlitzen werden ließ. Er sah nicht viel und brauchte nicht lange um die Stufen hinter sich zu bringen bis er an seiner Wohnung ankam, zu kurz war die Zeit um sich an dieses helle Licht zu gewöhnen, denn hinter der Wohnungstür war es wieder dunkel.
      Auch dort stellte er das Licht an jedoch war es nicht so grell und sehr viel angenehmer, wärmer als das andere so dass Ethans Augen nicht schmerzten.
      Sogleich zog er seine Kleidung aus und warf sich in das Bett in seinem Schlafzimmer um einfach nur zu schlafen doch gingen ihm Jaimys Worte nicht mehr aus dem Kopf, was war denn bloß los mit ihm? wieso dachte er so intensiv darüber nach?
      Er brauchte eine Weile um zu schlafen doch dann endlich schaffte er es und fiel in einen sanften, traumlosen Schlaf.


    • Jaimy selbst hörte verwundert zu und war mehr als bestürzt als er vernahm dass sein Freund im Gefängnis saß. Er wusste immer das Sharandi eine eigenartige Familie hatte und nie war jemand bei ihnen zuhause gewesen, aber das auch aus guten Grund. Dafür durfte er seine Freunde so oft es ging wo anders treffen. Verstehen konnte das niemand der Freunde so richtig, aber irgendwie konnte Jaimy es erahnen. Hin und wieder hatte der Junge auch undefinierbare Flecken gehabt. Das Clair verlegen hustete ließ alles darauf schließen, dass sie sich mit ihm getroffen hatte. Früher hatte Saya sie geärgert, denn sie hatte ganz genau gemerkt, dass Alex, die sich jetzt als wundervolle Clair entpuppte schon immer etwas für Sharandi über hatte und er schien ja auch damals als Teenager nicht abgeneigt gewesen zu sein. Deswegen erlaubte sich Jaimy nun einen Scherz und brachte genauso taff hervor, wie Saya damals öfter hintereinander. "Nextes mal.. bring ich euch ein Kondom mit.." dabei musste er lachen und ging nun nach oben in sein Zimmer. Saya war damals eine alte Freundin gewesen von Alex die heimlich in Sharandi verliebt gewesen war sich aber nie getraut hatte ihm dies zugestehen. Vor allem weil sie wusste das Alex ihn auch gern hatte und sie dem nicht im Weg stehen wollte. Einmal da hatte Jaimy, Saya erwischt als sie gerade am weinen war jedoch wischte sie sich diese schnell weg, als sie den süßen Kerl bemerkte und machte auf Sonnenschein, jedoch war Jaimy immer empathisch genug gewesen, zu merken, wenn eine Emotion nicht stimmte und nicht der wirklichkeit entsprach.

      Komisch war es, dass auch Ethan sich irgendwie verändert hatte und es wirklich anstrengend war dass so genau zu sehen. Dabei fasste er sich an sein Herz ehe er sich sofort an den Pc setze. Irgendwie musste man doch diese Freundschaft wiederbeleben können. Sharandi würde wohl eher nicht mitkommen können, aber Ethan könnte man besser kennen lernen und Clair könnte sich endlich mal erholen. Sie arbeitete so hart.

      Der nächste Tag kam bald und der junge Mann war wirklich am Computer eingeschlafen, als er gestern nach etwas leistbarem suchte. Nun es würde sicher noch etwas dauern, bis sie sich das leisten konnten, aber somit konnten sie sich schon mal auf ein gemeinsames Ziel freuen. Er hatte einige Zettel ausgedruckt die an seiner Stirn klebten, als er nun aufwachte und schon legte er diese zur Seite. Das frühstück musste gemacht werden und da Clair noch schlief, übernahm er das nun. Was es heute gutes hab? Omlett mit Gemüse und dazu frisch gepressten Orangensaft. Das alles war gestern etwas viel gewesen. Für Jaimy wie auch für Clair.

      Der Nächste Tag bei Sharandi fing auch nicht besser an. Die Morgenroutine, war essen, duschen und dann ging es mit seinem Beutel den er sich über die Schulter schwang nach draußen. Es ging in die Arbeit und dort wurden wieder einige Autos repariert und auch ein Motorrad. Hin und wieder war der junge Mann abgelenkt und bekam somit kurzzeitig Motoröl ins Auge. "Ey,ey ! Vorsicht" lachte einer der Mitarbeiter der mit Sharandi arbeitete und schickte ihn zum Auswaschen ins Badezimmer.
    • Die Nacht war unruhig gewesen, Clair hatte komisches Zeug geträumt und war dementsprechend müde wach geworden als ihr Wecker geklingelt hatte. Sie gähnte verschlafen und schaltete ihr Handy ab, dann stand sie auf und ging ins Bad um sich fertig zu machen. Zurück in ihrem Zimmer kleidete sie sich anständig und schnappte sich ihre Tasche.
      Schließlich ging sie runter und machte bereits Frühstück für sie beide "Jaimy, komm schon, sonst kommen wir zu spät!" sie kochte sich schnell Tee und stellte alles auf den Esstisch, danach setzte sie sich und trank einen schluck Tee.
      Sie sah auf den Ring den sie trug, sie konnte nicht glauben, dass sie ihn gerade trug aber sie wollte ihn auf keinen Fall verlieren. Was meinte er bloß mit nicht hier? Ihre Gedanken kreisten um den gestrigen Tag und die Vergangenheit, er war also bereits die ganze Zeit in Schwierigkeiten, schließlich kam das nicht von heute auf morgen. Clair fühlte sich schlecht, sie hatte ihm niemals helfen können und nun saß er im Gefängnis.
      Völlig in Gedanken versunken seufzte sie etwas und trank von ihrem Tee. Wann sie ihn wohl das nächste Mal wiedersehen würde?
      ***
      Schon zwei mal hatte Ethan den Wecker aus gemacht, hatte einfach weiter geschlafen und war im Glauben, es wäre noch viel zu früh doch als sein Wecker nun ein drittes Mal klingelte, sah er auf sein Handy, er sah die Uhrzeit und setzte sich augenblicklich auf "verdammt!" er machte sich schnell fertig und schnappte sich nur schnell seine Tasche als er zum Bus rannte, er bekam ihn zum Glück und setzte sich völlig außer Atem hin. Um Himmels willen er war tot müde, er hätte einfach nicht wach bleiben sollen um den Meteoritenschauer zu sehen.
      Ein ausgiebiges Gähnen folgte seinem Gedanken und er lehnte seinen Kopf an die Scheibe während er nach draußen sah und der vorbei ziehenden Welt folgte.
      Wie sollte er diesen Tag nur überstehen?


    • Natürlich hatte Ethan gestern mit den beiden die Handynummer getauscht und sie hatten eine Gruppe gebildet in der Jaimy vorbildlich wie er als Gruppenführer eben war ein 'Guten Morgen Leute ich wünsche euch einen schönen Tag!' postete. Heute auf der Universität ging es wieder zur Sache. Man wurde gefordert und der junge Mann wurde heute wieder unter beweis stellen. Nachdem es alleine nach hause ging, dachte der zierliche Kerl über Ethan nach ehe er leicht verlegen lächeln musste. Er musste zugeben, dass er ihn vermisst hatte und sich das einzugestehen, war der erste Schritt in die richtige Richtung. "Überfall!" plötzlich hörte man ein Klicken und Jaimy sah von seinem Handy hoch in die Höhe und hatte direkt vor sich eine Pistole die auf ihn zielte. Die Augen des jungen Mannes wurden groß ehe sein Herz unweigerlich schneller zu schlagen begann. "Ähm.. ja.." kam nur verstört von Jaimy ehe er vor schock das Handy fallen ließ und schon ergriff er seine Brieftasche und diese wurde leer geräumt. "Was denn mehr hast du nicht dabei?" Jaimy schüttelte nur leicht mit den Kopf. Der Mann, der ihn überfallen hatte steckte die Pistole weg, jedoch war Vorsicht geboten. "Dann werden wir dich wohl mitnehmen müssen.." Jaimy weitete seine Augen und wollte gerade kehrt machen um davonzulaufen, jedoch wurde ihm sofort ein komisches Stofftuch vor den Mund gehalten und somit versagten seine Beine ehe dem jungen Mann die Lichter ausgingen...Wohin der Räuber ihn schleppte bekam er nicht mit. Fakt war, dass Jaimy in den Fängen eines gefährlichen Mannes war. Das einzige was liegen blieb, war das Handy von Jaimy.

      Sharandi selbst war gerade wieder dabei ein Auto zu begutachten, als er einen Anruf erhielt. Etwas verwundert sah er auf sein Display und erkannte sie Telefonnummer seines Vaters. Deswegen ignorierte es den Anruf gekonnt und widmete sich seiner Arbeit. Er war für seine Taten selbst verantwortlich, ja, aber sein Vater hatte viel dazu beigetragen, wie auch seine Mutter. Beide waren widerliche Wesen mit denen er nichts mehr zu tun haben wollte.