The gifted and ungifted [Midori x Nash]

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    • The gifted and ungifted [Midori x Nash]



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      Genre: Romanze, Drama, Fantasie
      Rollen:
      Ungifted (Amaya) - @Nash
      Gifted (Ichirou) - @Midori
      Vorstellung
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      Die ersten richtigen Wagen rollen über die Straße, während man am Rande der Straße Kinder spielen sah. Einfache Bürger, die der Fähigkeit Magie anzuwenden, nicht mächtig sind. Anders als die Adeligen. Den Begriff benutzt man zu solcher Zeit nicht mehr, dennoch werden sie als solche angesehen. Große und mächtige Familie, die dazu fähig sind verschiedene Fähigkeiten einsetzen zu können. Unter ihnen lebt Amaya, die Älteste von ihren Geschwistern. Doch obwohl sie die Älteste ist, wird sie schlechter behandelt als die Diener in ihren Anwesen. Grund hierfür ist ihre Inkompetenz ihre Fähigkeit manifestieren lassen zu können. So herrscht das Gerücht, dass ihre Mutter ihr Vater mit einem einfachen Mann betrogen hatte. Ihre jüngere Schwester dagegen zeigte großes Potential und der Jüngste unter ihnen, der einzige Junge, war noch zu jung für die magische Welt. All die Hoffnung der Familie liegt nun auf die manipulativen jüngeren Mädchen.
      Eines Tages jedoch trudelte eine Bitte aus einer mächtigen militärischen Familie eines der Töchter heiraten zu dürfen. Aufgrund seinen Ichirous schlechten Ruf - er sei kalt, sämtliche Ehepartner haben von ihm scheiden lassen und seine gefährliche Fähigkeit, die ein Leben mit einem Wimpernschlag enden kann - wollten sie die Jüngere nicht hinschicken und so wurde entschieden, dass die Älteste dorthin geht.
      Wie wird er reagieren, wenn er erfährt sie hat keine Fähigkeiten? Würde auch sie sich von ihm scheiden lassen? Um friedlich zusammen leben zu können, ist vielleicht ein Vertrag nötig?
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    • A M A Y A

      Ihre Finger waren ineinander verschränkt, während sie den Boden anstarrte, auf den sie auf den Knien saß. Wie lange sie hier wohl gesessen hat? Das wusste sie nicht genau, denn eine Uhr besaß sie nicht. Bisher hatte sie auch keinen Grund gehabt solches zu tragen, nicht dass sie eines besaß. Doch es fühlte für sich wie Stunden an, die Zeit schlechte elend langsam an ihr vorbei, während sie den leisesten Geräuschen nach horchte, um zu wissen, ob jemand ihr nähern würde oder nicht. Im Normalfall gab es nie ein Grund seitens ihrer Familie, die sie als solches sah, trotz der schlechten Behandlung, sie hierher zu holen und mit ihr Worte zu wechseln, doch heute sollte ein besonderer Tag sein. Auch wenn keiner mit ihr redete, besaß sie trotzdem Ohren, mit denen sie das Getuschel der Bediensteten zuhören konnte. Amaya mag zwar nicht über jedes Detail kennen, doch sie wusste genug, um zu wissen, dass heute der letzte Tag war in ihr Zuhause. Es wurde getuschelt, dass sie jemanden heiraten würde, anstatt ihre Schwester. Dass man sie nicht gefragt und sie keine Wahl hatte, kam ihr nicht überraschend vor. Obwohl sie froh darüber sein sollte endlich aus diesem Anwesen herauskommen zu können, beschäftigte sie eine weitere Sache. Die Gerüchte über ihren zukünftigen Verlobten. Amaya hatte nur wenige Worte über den unbekannten Mann gehört, doch das, was sie gehört hatte, hatte sie keineswegs beruhigt. Wohl eher das Gegenteil. Brutal, kalt, aggressiv und verlassen solle er sein. Nicht anders, als wie sie hier behandelt wurde. Doch auch wenn sie verunsichert, gar verängstigt war, trug sie einen kleinen Hoffnungsschimmer in sich. Wenn sie sich richtig anstellte, konnte sie aus den Augen ihres Verlobten in Frieden leben. Ihr Leben dort würde nicht viel anders aussehen, wie hier, doch sie sah dort den Ort als friedlicher an. Auch erhoffte sie, dass die Gerüchte eben das waren. Gerüchte. Doch was war, wenn er herausfand, dass er eine Verlobte bekam, die keinerlei Fähigkeiten besaß? Das war eine weitere Besorgnis, die sich langsam in ihr Gemüt schlich. Doch weitere Gedanken konnte sie sich nicht machen, da die Schiebetür zu diesem Raum zur Seite geschoben wurde und die ganze Familie erschien. Ihr Vater, ein großer und ernst reinschauender Mann mit schwarzen Haaren - das komplette Gegenteil zu ihrer Haarfarbe - betrat zuerst das Zimmer. Gefolgt von ihrer jüngeren Schwester, mit ebenso schwarzen Haaren und hellblaue Augen, die sie von deren Mutter geerbt hatte. Hinter ihr kam die zweite Frau ihres Vater, eine Braunhaarige mit ebenso braunen Augen. Sie versammelten sich vor Amaya, jeder ein enttäuschten und leicht angeekelten Blick in ihren Augen. Ihre Schwester, weil sie sich schämte solch eine nutzlose Schwester zu haben, ihr Vater, weil der Anblick von Amaya ihn daran erinnerte, dass ihre Mutter ihn angeblich betrogen hatte und zuletzt die zweite Frau. Wieso sie Amaya ebenso hasste, wie der Rest der Familie, wusste sie nicht. „Du wirst heute zu der Matsuzaki Familie gebracht, um dort den Erstgeborenen zu heiraten“, meldete sich ihr Vater und verschränkte seine Arme vor seiner Brust. „Du verstehst das doch sicherlich. Auch wenn ich die beste Wahl für ihn bin, denn wer will schon solch ein Abschaum und Gekrüppelte wie dich heiraten, kann ich doch meine Blütezeit doch nicht bei einem solch kalten Mann bleiben. Sicherlich wird er mir gegenüber gewalttätig. Als große Schwester ist es doch deine Aufgabe, mich davor zu schützen, nicht?“, sagte ihre Schwester Yulia mit einer süßen Stimme, klimperte mit ihren Wimpern, bedachte Amaya doch mit einem fiesen Blick. Amaya konnte nichts dagegen sagen. Wie konnte sie auch? Sie hatte sonst keinen Nutzen in der Familie und hatte auch keine Wahl. Sie zwang sich zu einem Lächeln und sie spürte, wie ihr Mundwinkel sich nur minimal nach oben bewegten. „Natürlich“, murmelte die Weißhaarige, ohne Yulia dabei anzusehen. „Es ist eine Ehre mit solch einer Familie verheiratet zu werden. Bring bloß keine Schande in die Familie“, meldete sich nun die Stiefmutter. Eine Ehre? Vielleicht, doch auf welche Kosten? Amaya biss sich auf ihre Zähne und ballte ihre Hände, die sie auf ihren Schoß gelegt hatte. Mit nach vorn geneigtem Kopf, blieb Amaya weiterhin still. „Was eine tolle Schwester ich doch habe. Nur zu schade, dass du nutzlos und talentlos bist“, lachte Yulia und seufzte am Ende gespielt wehleidig. „Nur weil du mit ihm verheiraten wirst, heißt es nicht, dass du eine gewisse Position eingenommen hast, vergiss das nicht. Wehe du kommst nach Hause. Sei wenigstens einmal nützlich für uns und bleibe als seine Frau.“ Es war eine Drohung ihres Vaters gewesen. Amaya wollte sich nicht ausmalen, welch Konsequenz auf sie warten wird, wenn sie es nicht schaffte Matsuzaki Frau zu bleiben. „Ich werde euch nicht enttäuschen“, verbeugte sie sich nach vorn. „Ich erwarte sowieso nicht viel von dir“, hörte Amaya ihre Stiefmutter reden. Amaya presste ihre Lippen aufeinander, um sich zurückzuhalten, denn Tränen wollte sie von ihnen nicht vergießen.
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    • Ichirou
      Mit einem lieblos scheinenden Blick saß der aschblonde junge Mann mit geradem Rücken am Tisch, zusammen mit seinen Eltern und seinen beiden jüngeren Geschwistern. Sein Vater, ein mit dunklen Augen finster dreinschauender und furchteinflößender Mann, saß am Ende des Tisches, so wie es sich für das Familienoberhaupt gehörte. Seine Ehefrau saß zu seiner rechten Seite, Ichirou zu seiner Linken. Seine beiden Geschwister hatten ihren Platz neben Ichirou. So saßen sie immer am Tisch, um gemeinsam zu essen. So gehörte es sich nämlich als Familie. Auch wenn all das Gerede über Familie und Liebe für Ichirou in diesem Haus eine einzige Lüge war.
      Seinen Blick ließ er einen Moment lang über den Tisch schweifen. Er und sein Vater teilten denselben kalten Gesichtsausdruck, sonst jedoch nichts. Ichirou kam nämlich ganz nach seiner Mutter. Er hatte sowohl seine intensiv blau-grün gefärbten Augen von ihr, wie auch sein helles, aschblondes Haar. Seine beiden Geschwister hatten dieselbe dunkelbraune Haarfarbe wie ihr Vater, doch nur die Jüngste von ihnen hatte denselben giftigen Grünton in ihren Augen wie ihr Vater, doch die beiden jüngeren Geschwister wurden eher unter die Fittiche ihrer Mutter genommen. Schließlich hatte sein Vater bereits das, was er wollte. Einen absolut gehorsamen, gefürchteten und ehrvollen Nachfolger. Dementsprechend fokussierte er sich nicht wirklich auf die beiden Jüngeren. Doch auch sie hatten ihren Anteil zu leisten, mussten in der Öffentlichkeit glänzen und hatten ihre Fähigkeit zu trainieren, selbst wenn sie das Level ihres älteren Bruders nie erreichen würden.
      Wie sonst auch saßen sie so ziemlich still am Tisch und aßen, bis ihr Vater das Schweigen brach. "Die Sato-Familie hat unserer Bitte neulich zugestimmt, Ichirou. Sie schicken uns ihre älteste Tochter, damit du sie zur Frau nehmen kannst. Sie ist ungefähr so alt wie du und ihr Name ist Amaya" dröhnte seine tiefe Stimme in den Ohren des Blonden, der den Kopf hob, um den Blick seines Vaters zu erwidern. Er nickte ihm zu, äußerte sich jedoch nicht dazu. "Amaya ist ein wirklich schöner Name. Sicherlich ist sie eine bezaubernde Frau, sie kommt ja auch aus gutem Haus" warf seine Mutter mit liebreizender Stimme ein, woraufhin sein Vater schnaubte. "Schön oder bezaubernd hin oder her, sie braucht auch Charakterstärke, um ein wirklicher Teil der Familie Matsuzaki zu werden und um uns keine Schande zu bringen, so wie die letzten drei Ehefrauen, die Ichirou hatte." meinte er schnaubend, wobei sein Blick von seiner Ehefrau hinüber zu seinem Erstgeborenen wanderte.
      Seine giftgrünen Augen schienen sich in ihn zu bohren, was Ichirou innerlich kochen ließ. In seinem Inneren war jede menge Hass vergraben, den er für seinen Vater empfand, doch Ichirou trug diesen nie offen nach außen. Er war absoluten Gehorsam gewohnt und wagte es nicht, sich gegen seinen Vater zu stellen, auch wenn er diesem überlegen war und ihm mit Leichtigkeit sämtliche Knochen brechen konnte, wenn er das wollte, doch er befand sich in einem innerlichen Zwiespalt was das anging, weshalb er alles über sich hatte ergehen lassen. So ließ er sich auch von seinen Eltern verheiraten - schließlich machte er sich nichts aus dem Begriff der Liebe.
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    • Amaya


      Die Weißhaarige, dessen Haarfarbe sie von ihrer Großmutter geerbt hatte, starrte leer aus ihrem Zimmer. Man hatte ihr Zeit gegeben um ihre Sachen zu packen. Wären da bloß Kleider und Gegenstände, die zu packen waren. Und das wusste jeder hier. Womöglich hatte man ihr das gesagt, um ihr noch einmal zu verdeutlichen dass sie trotz der Heirat hier keine Macht erhalten hatte und wie wenig sie hier bedeutete. Das Einzige was sie bei sich hatte, war ein Kimono, welches schon alt war und aufgrund ihres Wachstumsschub ihr etwas kurz geraten ist und ein Haarkamm. Der kleine Beutel mit Tabletten drinnen, hatte sie fest in der Hand. Auch bis jetzt wusste sie nicht recht, was sie über die ganze Situation denken sollte. Bisher waren ihr die Umstände ihres zukünftigen Verlobten nicht bekannt, weswegen sie ihn nicht sonderlich genau einschätzen konnte, doch die wenige Adjektive, die über ihn gefallen sind, hatte ihr einen bitteren Beigeschmack im Mund hinterlassen. Amaya musste sich etwas überlegen, um ihre Lebensumstände zu verbessern. Da sie nun die Möglichkeit hatte endlich aus ihrer persönlichen Höller hier rauszukommen, dann wollte sie wenigstens eine kleine Änderung im Leben vornehmen. Oder zumindest es versuchen, damit sie, nicht wie hier, schikaniert und misshandelt wurde. Wenn sie dort ihre Aufgaben mit Perfektion erfüllte und aus dem Sichtfeld ihres Verlobten lebte, konnte sie womöglich in Frieden leben, nicht? Doch ihre Schwester hatte etwas angesprochen, welches sie zu Bedanken gab. Dass er sie womöglich schlagen würde. War das war? Es wäre nicht viel anders als hier am Ende, doch sie erhoffte sich, dass es nicht so oft passierte und nicht in dem Ausmaß, an dem sie gewöhnt war. Auch wenn sie sich oft gefragt hatte, wieso man sie bestrafte, hatte sich immer dieser eine Satz sich in ihrem Kopf verfestigt. Es ist meine Schuld. Auch wenn Amaya nicht immer wusste wieso, die Schuld schon sie auf sich selbst, denn aus welchem Grund sonst würde man sie bestrafen? Ab und an hatte sie über Rache nachgedacht, doch was sollte eine Gekrüppelte wie sie gegen Menschen mit Fähigkeiten anstellen? Nichts. Sie war, wie ihre Familie es ihr immer gesagt hatte, nutzlos. Es frustrierte sie, machte sie über sich selbst wütend und schlussendlich dann ein wenig sauer auf ihre Mutter. Manchmal stellte sie sich die Frage, ob es tatsächlich der Wahrheit entsprach, dass sie ihren Vater betrogen hatte. Doch dann erinnerte sie sich noch an das Bild ihrer Mutter, an welches sie sich noch erinnern konnte, und konnte sich nicht vorstellen, dass ihre Mutter jemals solch eine Tat vollbracht hatte. Keine wusste die Wahrheit als ihre Mutter selbst. Auch wenn es sich herausstellte, dass ihre Mutter keinen betrogen hatte, machte es die Tatsache nicht weg, dass sie keine Fähigkeiten hatte. Mit einem Blick auf den Beutel, erinnerte sie sich noch an die Worte ihrer Mutter. Sie solle die Medizin jeden zweiten Tag nehmen und es niemals vergessen. Ein Arzt würde mich immer besuchen und ihr neue Tabletten bringen. Amaya wusste nicht mehr genau wieso sie dies tun sollte, doch aufgrund der Nervosität, Intensität und Verzweiflung, die in der Stimme von Amayas Mutter herauszuhören hat, war Grund genug dafür, dass sie bisher noch weiter ihre Bitte nachging.
      Es klopfte an der Tür und eine Bedienstete gab ihr Bescheid, dass es Zeit für sie war aufzubrechen. Kurz sah sich Amaya im Zimmer um. Dunkel, abgelegen und spärlich ausgestattet. Doch auch wenn der Anblick einen verstören mag, war dies ihr Rückzugsort. Mit einem kleinen Seufzer stand sie dann auf, nahm ihre Sachen zu sich und verließ dann das Zimmer. Still folgte sie der Bedienstete, die sie zum Eingang begleitete und ihr sagte, dass sie ins Auto steigen solle. Ihre Familie verabschiedeten sich nicht von ihr, denn sie waren hier nicht anwesend. Hatte Amaya sich zu viel erhofft? Mit einem bitteren Lächeln blickte sie das Anwesen ein letztes Mal an - so hoffte sie, dass es das letzte Mal sein wird - und stieg ins Auto ein, das man ihr geschickt hatte, um sie zu der Matsuzaki Familie zu bringen. Auf den Weg dorthin betete Amaya, dass die Gerüchte nicht der Wahrheit entsprachen und dass sie dort ein besseres Leben führen konnte.


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    • Ichirou


      Unbeeindruckt von der Nachricht, dass er wieder verheiratet werden würde, hatte Ichirou nach einer ungefähren halben Stunde seine Mahlzeit beendet. Als sein Vater jedoch hinzufügte, dass sie seine zukünftige Verlobte heute herbringen lassen würden, hob der Blonde interessiert den Kopf und erwiderte den Blick seines Vaters. „Sie wird in ein paar Stunden da sein und du wirst sie ordnungsgemäß empfangen. Verstanden?“ meinte er mit eindringlicher Stimmlage, woraufhin Ichirou mehrfach nickte. „Ja, das werde ich, Vater.“ gab er zurück und schob seinen Stuhl nach hinten. „Ich bin fertig mit dem Essen und ziehe mich jetzt erstmal zurück. Dankeschön.“ meinte er an seine Eltern und seine Geschwister gewandt, bevor er sich erhob, den Stuhl zurück an den Tisch schob und den Speisesaal verließ. Schnaubend spazierte er den langen Gang hinunter, wobei er aus den Fenstern blickte, die er dabei passierte. Einerseits machte es ihn ein wenig neugierig, dass seine Verlobte hierher kommen würde, auf der anderen Seite jedoch stellte er keinerlei Erwartungen an die ihm noch unbekannte Frau. Wahrscheinlich würde auch diese Ehe genauso kläglich scheitern wie seine letzten drei Ehen davor auch, die nur wenige Monate gehalten hatten. Seine letzte Ehefrau, eine wirklich hübsche junge Frau mit schulterlangem schwarzem Haar und großen, braunen Augen, hatte ihn bisher am längsten aushalten können. Und zwar für ein halbes Jahr. Auch wenn die Frauen in eine der einflussreichsten Familien einheirateten, so war ihnen der Preis doch nicht genug wert. Lieber würden sie einen armen Bauern heiraten, der sie gut behandelt, als einen reichen, einflussreichen Mann, der ihnen keine Liebe schenken konnte und ein instabiles, unvorhersehbares Gemüt mit sich brachte – zusammen mit einer absolut tödlichen Fähigkeit. Wirklich zu interessieren schien es ihn allerdings nicht. Wie sollte es denn auch? Alles, was er von zwischenmenschlichen Beziehungen gelernt hatte war, dass er enttäuscht, entwürdigt und verletzt werden würde – sowohl seelisch, als auch körperlich. Da brauchte es niemanden wundern, dass er sich nicht wirklich darauf freuen konnte, wie es wohl andere Männer in seinem Alter tun würden. Natürlich heirateten die Einflussreichen auch nicht unbedingt aus Liebe, sondern um ihre Position sichern zu können, doch die meisten Partner fanden Gefallen aneinander und konnten so die Zeit miteinander genießen. Genau das würde ihm selbst verwehrt bleiben, weil sich wohl keine Frau seiner kaputten Seele annehmen würde. Doch darüber dachte er auch nicht wirklich nach, zumindest nicht bewusst. Für ihn gab es nur Verpflichtungen und Dienste, die er zu erfüllen hatte, ebenso wie hohe Erwartungen, die an ihn gestellt wurden. Wie er sich damit fühlte, war den anderen vollkommen egal. Ichirou diente als Musterbeispiel eines Herrschersohns und Nachfolgers, der große Macht besaß. Er war das Vorzeigemodell und kein Kind, das durch Liebe gezeugt wurde.
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    • Amaya

      Obwohl sie sich darüber Gedanken machte, wie ihr Leben zukünftig aussehen wird, faszinierte die an ihr vorbeischweifende Landschaft sie so sehr, dass sie ihre Sorgen beinahe vergaß. Sie kannte die Gegend nicht. Wie auch, wenn sie nicht erlaubt war aus dem Anwesen zu treten? Doch einige Dinge kamen ihr dennoch bekannt vor. Das hing womöglich mit ihren verbliebenen Erinnerungen aus ihrer Kindheit zusammen. Eine Zeit, in der sie in Sorgelosigkeit gelebt hatte und in Liebe badete. Ob sie sich wünschte die Zeit zurückdrehen zu können? Nein, denn sie musste all die harsche Zeit bis hierher erneut erleben und sie war sich nicht sicher, ob ihre Seele daran zerbrechen würde. Um sich ein wenig aufzuheitern, presste sie ihre Hände gegen das Fenster, welches unter ihrer Handfläche vibrierte und sie leicht kitzelte, und starrte mit geweiteten Augen aus dem Fenster. Erwachsene mit ihren Kindern zogen an ihr vorbei, in den verschiedensten Kleidungen und Läden, die ihre Ware prachtvoll präsentierten. Sie war neugierig und am liebsten würde sie aus dem Auto steigen und die neue Welt erkunden, doch ihr war es nicht möglich. Vielleicht später? Sie verschränkte die Hände ineinander und betete in ihrem Gedanken, dass sie irgendwann die Möglichkeit haben wird die Straße, wie jeder andere auch, besuchen zu können.
      Amaya wusste nicht wie lange sie gefahren hatte, womöglich seit einer geraumen Zeit, denn sie blinzelte mehrmals überraschend, als das Auto stehen blieb. Ihr kam die Fahrt viel zu kurz vor. Sie wollte länger die weite Welt erkunden. Es stimmte sie traurig, doch sie hatte keine andere Wahl als auszusteigen, da der Fahrer ihr die Tür aufhielt. Mit einem kaum hörbaren Seufzer, stieg sie aus und trug den kleinen Beutel bei sich. Mehr hatte sie auch nicht bei sich. Amaya ließ ihren Blick nach unten schweifen. Ob ihr Anblick ihm missfallen wird? Amaya war dünn, dass konnte sie nicht leugnen, denn viel Essen hatte sie nicht bekommen. Viel mehr hatte sie sich an die Überreste der Mahlzeiten ihrer Familie satt gegessen. Man hatte ihr nicht einmal ein schönes Kleid zum Abschied gegeben, um sich wenigstens ein wenig passabel zum Anlass kleiden zu können. Amaya konnte nur hoffen, dass man sie nicht darauf ansprechen würde oder sie dafür hier schikanierte.
      Man hatte wohl schon auf sie gewartet, denn ein Herr stand neben dem Tor und mit einer einladenden Handbewegung zeigte er auf den Weg zum Anwesen. "Bitte folgt mir. Der Herr erwartet sie." Er meinte wohl ihr Verlobter. Amaya stärkte ihren Griff um den Beutel und mit einem Nicken gab sie ihm zu verstehen, dass sie ihn verstanden hatte. Mit einem leichten Lächeln tritt er voran, Amaya hinter ihm.

      Der Weg zum Anwesend war schön. Links und recht neben dem Weg befanden sich Beete oder Büsche, die ihre Pracht zeigten. Es
      kam ihr beinahe einladend vor. Doch sie durfte sich nicht blenden und ihre Hoffnung steigen lassen. Also riss sie ihren Blick von den Blumen weg und fokussierte sich auf ihre Füße. Eins nach dem anderen, bloß nicht stolpern und sich lächerlich machen, redete sie sich immer wieder ein. Am Rande ihres Blickfeldes sah sie dann, wie der Angestellt zu einem Halt kam. Diesmal hob Amaya ihren Kopf und erblickte eine Tür. Ob er sich hinter dieser Tür befand? Die Weißhaarige spürte in ihrer Brust, wie ihr Herz angefangen hatte schneller zu schlagen. Immer schneller und schneller, bis es ihr schon weh tat. Mit zusammengebissenen Zähnen sah sie zu, wie der Bedienstete die Tür öffnete. Keiner. "Er würde sich gleich zu Ihnen gesellen." Immerhin schien der Angestellte nett zu sein. Doch da fragte sich Amaya wie lange dies wohl andauern würde. Womöglich solange, bis man herausfand, dass sie komplett nutzlos war.
      Mit einem Nicken ihrerseits, betrat sie den schönen Raum. Ob es ein Empfangszimmer war? Vorsichtig, damit sie ja nichts beschädigte oder beschmutzte, trat sie ein Fuß nach dem anderen nach vorn bis sie an einem Stuhl ankam. Konnte sie sich hier hinsetzen? Oder war es besser auf den Boden zu sitzen? Doch ehe sie sich entscheiden konnte, zeiget der Angestellte auf den Stuhl neben ihr. "Setzen Sie sich. Ich bringe Ihnen gleich Tee." Es war ihr so befremdlich, dass man derartig mit ihr kommunizierte. Sie war viel mehr an harte Stimmen, herablassende Blicke und scharfem Ton gewohnt. Amaya empfand die Höflichkeit des Angestellten sogar als nett.
      Nervös und nicht wissend was auf sie zukommen wird, setzte sie sich am Rande des Stuhles hin, legte den kleinen Beutel in ihr Schoß und richtete ihren Blick auf ihr Schoß. Doch nachdem man sie allein ließ und Amaya der Meinung war, dass keiner in nächster Zeit hierher kommen wird, traute sie sich den Kopf zu heben und die Eleganz des Zimmers zu bestaunen. Sie verlor sich ein wenig bei der Betrachtung, dass sie erschrocken zusammenzuckte und die Augen überraschend aufriss, als die Tür erneut geöffnet wurde.
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    • Ichirou

      Seine zukünftige Verlobte wurde mit einem Wagen abgeholt und würde in wenigen Stunden hier eintreffen. Sich an diesen Gedanken zu gewöhnen, fiel Ichirou leicht. Es war schließlich nicht das erste mal, dass er eine zukünftige Gemahlin in Empfang nehmen würde. Auch, wenn es nervig war, immer wieder alles von vorn durchlaufen zu müssen, so machte er sich doch nicht wirklich Gedanken darüber. Schnaubend war er jedoch für eine Zeit nach draußen verschwunden, nachdem er aus der Lebensmittelkammer etwas zu essen geholt hatte. Mit behutsamen Schritten achtete der Blonde darauf, dass man ihm nicht folgte, als er aus dem Anwesen trat und durch die Gärten strich. An einer ruhigen, unauffälligen Stelle verschwand er vom Anwesen und begab sich an den Straßenrand, verborgen hinter Gewächsen und Bäumen, wo er oft einige Straßenhunde fütterte.
      Da sie Essen im Übermaß hatten und es seiner Familie an nichts fehlte, war es bisher nie aufgefallen, dass er diese Hunde fütterte. Das sollte auch niemand herausfinden - sonst würden sie ihm auch das zunichte machen wollen. Als einige Streuner auf ihn zu getrottet kamen, mit wedelndem Schwanz und vor Freude glänzenden Augen, setzte er sich auf den Boden und verteilte das Essen gleichmäßig an die Tiere, wobei sein Blick weich wurde - auch wenn er das nicht spüren konnte. Diese Tiere gaben ihm ein leichtes Gefühl von Wärme in seinem Brustkorb, welches er seit seiner frühen Kindheit schon nicht mehr spüren durfte und konnte. Zufrieden glitten seine Hände über das zerzauste Fell der Tiere, während er so eine Zeit lang verweilte. Diese Hunde waren die einzigen Geschöpfe, die ihm ohne etwas zu Verlangen Freundlichkeit entgegenbrachten. Sie kannten seine Herkunft und seine Geschichte nicht und würden nicht über ihn urteilen - sie nahmen ihn einfach an. Aus diesem Grund genoss er auch die Arbeit mit den Hunden, welche fürs Militär ausgebildet wurden. Dazu gehörte unter anderem Alistair. Ein anatolischer Hirtenhund, oder auch Kangal genannt, den er im Welpenalter auf der Straße gefunden hatte, aufgenommen hatte und schließlich auch ausgebildet hatte. Der Rüde lebt mit ihm im Anwesen und folgt ihm meist überall hin und wenn man es genau nahm lag Ichirou an diesem Hund mehr, als an den meisten Menschen, die er kannte.
      Seufzend schüttelte der Blonde schließlich den Kopf, raffte sich auf und begab sich wieder zurück zum Anwesen. Immerhin musste er den Anweisungen seines Vaters Folge leisten und hatte seine zukünftige Ehefrau in Empfang zu nehmen.
      Als er also wieder da war, trat ihm schon einer ihrer Angestellten entgegen und berichtete ihm, dass seine Frau angekommen sei und unten im Foyer auf ihn wartete. Ichirou nickte knapp und schritt mit harten Schritten und eiskalten, blau-grünen Augen los.
      Unten angekommen öffnete er schließlich die Tür zu dem offenen Raum, in dem Amaya saß. Da Ichirou aufgrund des Militärs und seines Vaters darauf "trainiert" war, auf Details zu achten, fiel ihm gleich auf, dass sie zusammenzuckte, als er die Tür öffnete. Entweder hatte sie aufgrund seines schlechten Rufes, der ihm vorauseilte, Angst, oder sie war einfach in Gedanken vertieft gewesen. Naja, vielleicht lag es auch an beidem?
      Mit schweren Schritten trat er jedoch auf die junge Frau zu und suchte sogleich ihren Augenkontakt. "Hallo, Amaya. Ich bin Ichirou. Erstgeborener der Matsuzaki-Familie und wohl dein zukünftiger Gemahl" begrüßte er sie mit seiner tiefen Stimme und einem musternden Blick, der versuchte alles aus ihrer Körpersprache zu lesen, was er nur konnte. Währenddessen seine Körpersprache kaum etwas preisgeben würde. Wohl ein weiterer Grund, weshalb man ihn kalt nannte. Er schien eben unberechenbar zu sein.
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    • Amaya



      Amaya drehte ihren Kopf in die Richtung, in der die Tür aufgegangen war und erblickte einen aschblondhaarigen Jungen mit funkelnden blaugrüne Augen. Die Farbe faszinierte sie, weswegen sie ihm direkt ins Gesicht sah und ihn still mit ihrem Blick folgte, ohne dass sie das gänzlich mitbekam. Erst nachdem er seinen Mund öffnete und Amaya seine Stimme vibrieren hören konnte, riss sie sich aus den Gedanken. Und als ihr bewusst wurde, wie sie ihn angestarrt hatte, presste sie leicht peinlich berührt ihre Hände gegeneinander, die sie auf ihren Schoß gelegt hatte. Ob es ihm aufgefallen hatte, dass sie ihm zu lange direkt in die Augen geschaut hatte? Würde er sie darauf ansprechen und ihr sagen, dass es ihn abstieß, dass sie ihn so lange ins Gesicht geblickt hat? Doch nichts von dem kam von ihm. Er stellte sich höflich vor und stellte das Offensichtliche dar: er würde ihr zukünftiger Gemahl sein. Es hatte einen eigenartigen Bedeutung für sie. Amaya schien nicht vollkommenes realisiert zu haben, dass sie mit ihm verlobt sei und dass sie zukünftig bei ihm leben wird. Ob die Gerüchte ein Kern Wahrheit in sich tragen oder nicht, konnte sie nicht determinieren, da sie ihn bisher nur gesehen und beim Reden zugehört hatte. Doch bisher hatte er einen anständigen Eindruck hinterlassen, auch wenn dies sich schnell ändern konnte, je mehr Zeit sie miteinander verbringen würde. Aber auch wenn auch er abwesend zu ihr sein wird, war der Ort hier besser als bei ihr Zuhause. Selbst auf der Straße zu leben hörte sich für Amaya friedlicher an als eine Sekunde in ihr altes Anwesen zu sein. Damit sie nicht von hier fortgeschickt wird, hatte Amaya sich dazu entschieden sich nur von ihrer besten Seite zu zeigen. Sie wusste nicht ganz wie dies aussehen mag, da man sie früher für jede Kleinigkeit kritisiert hatte, doch sie würde sich eben an diese kritisierende Worte von ihrer Familie und Bedienstete erinnern, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Hauptsache man schickte sie nicht zurück.

      Also zwang sie sich zu einem Lächeln und neigte leicht ihr Kopf. „Es freut mich deine Bekanntschaft machen zu dürfen Ichirou“, begrüßte sie ihn zurück. Da er sich mit seinen Vornamen vorgestellt hatte, nahm sie an, dass es ihr gestatt war diesen auch auszusprechen. „Ich bin die Erstgeborene der Satō Familie. Ich hoffe…“ Ja was hoffte sie? Sie hoffte hier in Frieden leben zu dürfen, doch dies konnte sie ihm wohl nicht sagen, da er womöglich auf falsche Interpretationen kommen würde. „Dass wir uns gut verstehen werden“, beendete sie ihren Satz. Und das meinte sie auch. Sie hoffte wirklich, dass sie zu einem gewissen Grad eine gesunde und normale Beziehung zueinander führen konnte, auch wenn Amaya nicht genau wusste wie solch eine aussehen mag. Solange er sie nicht umbrachte oder sie fast zu ihrem Tod schlug, würde sie vieles aushalten können. Amaya war es nicht gewohnt so viel zu reden, doch sie musste mit all ihrer Kraft schaffen sich hier ein Platz zu ergattern. „Euer Anwesen ist wirklich sehr hübsch.“ Es mag für ihn nur leere Worte sein, doch auch jetzt sprach Amaya ihre Meinung, was sie nicht oft tat, doch in diesem Fall erachtete sie es als sicher diese äußern zu können.

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    • Ichirou

      Verwundert erwiderte der Aschblonde den direkten Augenkontakt zu Amaya. Er war es nicht gewohnt, dass man ihm so direkt in die Augen blickte, da die meisten ihn mieden und ihm lieber aus dem Weg gingen - so mieden sie selbst seinen Augenkontakt.
      Auf seine Worte hin fing die junge Frau an zu lächeln - ein höfliches Lächeln, das man anderen eben in den meisten Situationen entgegenbringen musste, zumindest wurde einem so etwas in jungen Jahren beigebracht, wenn man aus einem Haus mit Namen stammte.
      So wirkte auch ihr Lächeln in gewisser Weise falsch, auch wenn es freundlich zu sein schien. Doch genau das würde es wohl sein - Schein.
      Als Amaya jedoch meinte, dass sie sich freute, seine Bekanntschaft machen zu dürfen, wurde Ichirou aus seinen Gedanken gerissen.
      Sie erklärte zudem, dass sie ebenfalls die Erstgeborene ihrer Familie war und brach ihren angefangenen Satz einen Moment lang ab, ehe sie weitersprach.
      Es verwunderte ihn nicht, dass sie hoffte, dass sie sich gut verstehen würden. Mit Sicherheit hatte sie von seinem Ruf gehört. Schließlich hatte er ja auch schon drei Scheidungen hinter sich. Und das auch nicht ohne Grund. "Naja, das wünsche ich mir für dich ebenfalls. Aber mit Sicherheit hast du schon jede Menge über mich gehört. Wie könnte man auch nicht, nach mehreren Scheidungen?" entgegnete er ihr mit ruhiger Stimmlage und zog einen seiner Mundwinkel kaum merklich nach oben. Andere würde das wohl nicht amüsieren, doch was sollte er darüber noch wirklich denken? Er wurde sowieso nur verheiratet um das Familienerbe an Nachkommen weitergeben zu können. Und dazu war nun mal eine Frau notwendig.
      Doch ohne weiter darauf einzugehen, äußerte die junge Frau, dass ihr das Anwesen gefiel. "Schön, dass es dir gefällt. Schließlich wirst du hier viel Zeit verbringen müssen. Aber euer Anwesen ist mit Sicherheit auch ausgeschmückt und groß, nicht? Den Namen deiner Familie kennt man immerhin." Sonst wäre sie wohl nicht hier. Schließlich würden ihn seine Eltern nicht mit einer unbedeutenden Frau verheiraten wollen - damit würden sie ihren eigenen Namen wohl in den Dreck ziehen.
      Eigentlich interessierte ihn das ganze Drumherum ja auch nicht, doch es gehörte sich nun mal so und sein Vater hatte ihm das gelehrt - und zwar unter einer strengen Hand. Die Gedanken daran jagten ihm selbst heute noch einen kalten Schauer über den Rücken - selbst das penetrante Geräusch der Stiefel seines Vaters, die den Gang auf und ab gingen bewirkte etwas in Ichirou.
      "Nun gut, du hast ja bisher lediglich unsere Eingangshalle gesehen. Ich führe dich herum und stelle dich anschließend meinen Eltern vor." gab er schließlich den Ton an, wobei sein Blick stetig auf der jungen Frau lag. Sie war wirklich hübsch, das konnte er ihr lassen. Wenigstens hatten seine Eltern Geschmack, wenn sie schon eine Ehefrau für ihn auswählen würden.
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    • Amaya

      Viel gehört hatte sie von ihm nicht, wie er es sich vielleicht vorstellte, woraufhin sie nur leicht den Kopf schüttelte. Sie wollte auch nichtgenajer darauf eingehen, denn sie befürchtete, dass sie ihm über ihre Umstände wissen lassen musste, da sie wenig über ihn gehört hatte und er sich womöglich fragte wieso. Amaya schämte sich für ihre eigene Inkompetenz, die dazu geführt hatte, dass sie von ihrer Familie derart behandelt wurde. So war sie auch der Meinung, dass ihr hier sas gleiche widerfahren wird, wenn sie ihm die komplette Wahrheit sagte. Und solange er sich wünschte, dass sie sich gut verstehen werden, war sie sich sicher, dass sie dies auch tun werden. Abgesehen von ihrer Inkompetenz, stand in ihren Augen nichts im Weg, daher war es für sie wichtig, dass sie ihre Umständen verheimlichte.
      Auf seine Frage hin, ob es bei ihr auch nichts so Zuhause aussah, musste sie sich gestehen, dass sie keine klare Antwort darauf hatte. Sie konnte nur ab und an kleine Blicke im Hauptanwesen erhaschen und sie hatte noch alte Bilder aus ihrer Kindheit noch im Kopf, daher nahm sie an, dass es bei ihr Zuhause es auch nicht viel anders aussehen würde. "Ja, da hast du recht ", stimmt sie ihm zu, wissend, dass sie hier wohl an log. Irgendwie. Als Ichirou dann noch sagte, dass sie seine Eltern kennen lernen würde, schluckte sie schwer. Das war wohl die nächste große Hürde. Bisher machte Ichirou einen passablen Eindruck und beide erhofften sich auch eine guten Zusammenarbeit, und nun musste sie sich seinen Eltern soweit beweisen, dass sie sie auch akzeptierten. Leider wusste Amaya nichts über seine Eltern und wusste daher nicht was auf sie zukommen wird. Waren sie streng? Gewalttätig? Oder gar lieb? Amaya hatte darauf keine Antwort und das beunruhigt sie. Andererseits traute sie sich nicht Ichirou das zu fragen. Also nickte sie nur. "Vielen Dank", bedankte sie sich wieso auch immer. Sie stand vorsichtig auf und verließ mit dem jungen Mann das Zimmer. Wieder draußen angekommen, nahm Amaya so gut wie es ging jede Kleinigkeit auf. Amaya folgte Ichirou mit eine kleine Distanz zwischen ihnen, und somit konnte sie mehr sein Rücken betrachten. Es war nervenaufreiben nicht zu wissen, wie man sich zu verhalten hatte. Sie wollte wahrlich ihr Bestes geben und sich keine Fehler erlauben, daher ahmte sie das Verhalten der Bediensteten mehr nach, da Amaya weniger gesehen hatte dass man sie für ihr Verhalten bestrafte. Vielleicht wollte Ichirou nicht, dass sie neben ihm herging und anstatt das Risiko einzugehen ihn gleich von Anfang an zu verärgern, stellte sie sich lieber hinten an. Auf der anderen Seite fragte sie sich, ob dieses Verhalten womöglich falsch aufgefasst werden könnte. Es machte sie verrückt und sie fühlte sich so, als würde sie ständig auf den Zehenspitzen stehen.
      Beide setzten den Weg fort und sie kamen an dem westlichen Teil des Anwesens an, wo sich viele Bediensteten aufhielten. Ob hier die Schlafgemächer der Familienmitglieder waren oder die der Angestellten?




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