The Demonking rise again [Cirdan&Caili]

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Willkommen zurück!
    Wir freuen uns riesig wieder online zu sein. :) Leider kam es bei der Aktualisierung einiger Komponenten zu größeren Inkompatibilitäten, welche in Handarbeit einzeln behoben werden mussten.
    Damit hat sich für die Nutzung des Forum folgendes verändert:
    Bisherige Links zu Beiträgen sind nicht mehr gültig, da sich die Link-Struktur geändert hat. Wir arbeiten daran, dass auch alte Links wieder funktionieren, können aber noch nichts versprechen.

    Liebe Grüße
    Euer ARC-Team

    Hinweis: Solltet ihr Probleme haben Seiten im Forum aufzurufen (Fehler 404 z.B.), aktualisiert die Seite! Ihr habt noch die alte Version zwischengespeichert.

    • The Demonking rise again [Cirdan&Caili]


      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
      Aisha Goldenheart

      Außer Atem, während das Adrenalin durch ihre Venen pumpte, rannte Aisha durch die Hallen und Korridore des Dämonenschlosses, welches ihr wie ein kompliziertes Labyrinth vor kam. Ein Monster nach dem anderen fiel ihrer großen Axt zum opfer, während sie sich zu ihrem Ziel hindurch kämpfte: dem Thronsaal des Dämonenkönigs selbst, das Ende ihrer Reise und das Ziel, auf welches sie ihr gesamtes Leben lang hingearbeitet hatte, seit dem Moment, als sie beschlossen hatte Abenteurerin zu werden, nein, zur Heldin.
      Schmerzhaft erinnerte sie sich an das Versprechen aus Kindheitstagen, diesen Weg einst mit ihrem besten Freund zu besteigen, doch war er heute nicht hier, um diesen Moment mit ihr zu erleben, diesen Kampf mit ihr zu bestreiten.
      Aisha fragte sich, ob er sie in diesem Moment sehen konnte, wenn er denn tatsächlich tot war? Oder ob er wohl von ihrem Sieg hören und sich für sie freuen würde? Sie vielleicht aufsuchen würde? Aber noch war nichts gewonnen und, auch wenn sie wusste, wie töricht und übermütig das war, hatte sie ihre Gruppe von Freunden und Abenteurern alleine gelassen, um diesen Kampf auf eigene Faust bestehen zu können.
      Sie hatte einfach das Gefühl, dass es etwas war, dass sie alleine machen musste. Aisha wollte nicht, dass noch jemand starb, der ihr am Herzen lag und sie wusste, wie hart dieser Kampf werden würde.
      Vor einem massiven Tor, welches keine Zweifel zu ließ, dass hinter diesen Türen der Dämonenkönig auf sie wartete – ob er wohl bereits wusste, dass sie hier war? Wahrscheinlich – blieb sie für einige Momente stehen, um wieder zu Atem zu kommen und sich mental auf den Endkampf vorzubereiten.
      Das war es also nun. Hinter diesen Toren wartete das schlimmste Monster dieser Welt und mit seinem Tod könnte Aisha der Menschheit einen großen Gefallen tun. Auch wenn es die Toten nicht zurückbrachte, so würde es weitere Opfer verhindern, da war sie sich sicher, denn noch wusste sie nicht, wie naiv diese Sichtweise war, mit welcher sie aufgewachsen war.
      Mit dem Gedanken, wie unfair es doch war, dass sie sich hier hatte durchkämpfen müssen, während der Dämonenkönig sicherlich ausgeruht und bei vollen Kräften auf seinem Thron hatte warten können, bis sie zu ihm fand oder vorher starb, war sie in Begriff das Tor zu öffnen, welches jedoch begann sich selber zu bewegen, kaum hatte sie das kalte Eisen berührt.
      Ihre Hände fest um den Griff ihrer Axt, welche halb so groß war wie sie selbst, verziert mit Gold und magischen Edelsteinen, und einem selbstsicheren und entschlossenen Ausdruck in den Augen, auf eine Falle gefasst, trat sie über die Schwelle und es dauerte nicht lange, bis sie ihren Gegner ausmachte.
      Die Macht, welche das Wesen vor ihr ausstrahlte, war fast schon erdrückend, selbst für eine starke Abenteurerin wie sie, aber nicht genug, um sie in die Knie zu zwingen. Sonst hätte sie es nie im Leben hierher geschafft. Es gab also keinerlei Zweifel, dass musste er sein. Der Dämonenkönig.
      Doch mit einem Mal stockte sie, blieb stehen und konnte, nein, wollteihren Augen nicht trauen. Spielten ihre Augen ihr Streiche? Hatte sie zu oft an ihn gedacht, während sie sich durch das Schloss gekämpft hatte? Oder....?
      Mit einem Mal wurde ihr ungläubiger Gesichtsausdruck wütend und sie zog ihre Augenbrauen zusammen, den Griff ihrer Waffe nur noch fester fassend.
      „Soll das ein Trick sein?“, brachte sie unter zusammengebissenen Zähnen hervor, denn die Züge, welche sie auf dem Gesicht des Dämonenkönigs zu erkennen glaubte, je näher sie ihm gekommen war, erinnerten sie schmerzhaft an einen Jungen, welchen sie nie hatte vergessen können.
      Ihren besten Freund aus Kindestagen, Ethan Redwood.
      Wie absurd dieser Gedanke doch war.

      ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
      @Cirdan
    • Arnach

      Angespannt marschierte der Dämon in seinem Thronsaal auf und ab. Wie konnte es sein, dass diese Menschen so weit eindringen konnten? Er spürte, wie ein Leben nach dem anderen in den Gängen erlosch, ohne dass die Eindringlinge aufgehalten wurden. Hätte er doch nur nicht auf Alanis gehört! "Überlasst diese Emporkömmlinge uns, mein König. Ihr müsst euch nicht mit ihrem Blut beflecken." Hatte sie noch zu ihm gesagt, bevor sie und die anderen den Raum verlassen hatten, um sich der Gefahr entgegenzustellen.
      Zu dem Zeitpunkt hatte er sich noch nichts dabei gedacht, es war schließlich nichts neues, dass Abenteurer versuchten ihn und sein Volk anzugreifen, auch wenn sie noch nie so weit vorgedrungen waren. Er konnte sich noch nicht einmal erklären, wie sie unbemerkt bis zu seinem Schloss gelangt waren. Dennoch hatte er eingewilligt und seinen Untergebenen den Wunsch gewährt sich selbst um das Problem zu kümmern. Ein Fehler wie es schien. Wäre er doch bloß selbst losgezogen! Wenigstens sah es so aus, als ob bis jetzt keinem seiner Freunde etwas zugestoßen war. Die einzigen Tode, die er am Rande seiner Wahrnehmung bemerken konnte, waren die Monster und tierhaften Kreaturen, welche den Großteil der Wächter und Soldaten seines Reiches ausmachten. Einer der Gründe, warum seinem Volk ein derart übler Ruf nachhing. Nicht dass die meisten höheren Dämonen den Menschen gegenüber weniger gnadenlose Wesen waren, aber immerhin konnte man auf normale Art und Weise mit ihnen umgehen. Arnach wusste nicht, ob er es sonst durchgestanden hätte plötzlich in diese Welt gestoßen zu werden. Ein Gedanke, der ihn unerwartet an sein früheres Ich erinnerte. Wenn alles anders gekommen wäre, wenn er nicht das wäre, was er nun einmal war, wären die Rollen dann vertauscht gewesen? Er an der Seite von... wie war ihr Name?... Aisha, Rücken an Rücken gegen Horden von Monstern kämpfend? Das war ihr Traum gewesen. Der König schnaubte und schüttelte den Kopf. Eine geradezu absurde Vorstellung. Dabei war er nun genau dieser Feind, den sie damals so gerne bekämpft hätten.
      "Genug davon..." knurrte er. Was war schon die Vergangenheit. Das hier und jetzt war wichtig, er konnte sich doch nicht die ganze Zeit in diesem verfluchten Thronsaal verstecken, während andere ihr Leben für ihn in Gefahr brachten. Kaum, dass er den Gedanken gefasst hatte, ebenfalls in den Kampf zu ziehen, hielt er inne. In den Fluren um ihn herum war es leise geworden, zu leise...
      Waren sie etwas schon hier? Das konnte nicht sein, denn würde ja bedeuten, dass alle anderen besiegte worden waren. Eine Möglichkeit, die er gar nicht erst in Betracht ziehen wollte und abgesehen davon, hätte er es gemerkt, wenn seinen Vertrauten etwas zugestoßen wäre. Aber so oder so, er musste es wissen.
      Langsam ging er in die Mitte des Saales und baute sich vor den hohen Toren auf. Der Raum war geziert von zahllosen Säulen und gänzlich in schwarzen, polierten Marmor gehalten, der von weißen Adern durchzogen war. Zehn Stufen führten an der hinteren Wand auf ein Podium, wo sich sein Thron befand. Ein übergroßes Gebilde aus funkelndem Silber und in rotem Stein gefassten dämonischen Runen. Das alles wurde von magischem Feuer erhellte, welches in Schalen an allen Wänden vor sich hin flackerte.
      Mit einer Handbewegung befahl er den Torflügeln sich zu öffnen. Nun würde er also sehen, ob es tatsächlich jemand wagte sich ihm entgegen zu stellen.
      Und tatsächlich trat eine einsame Gestalt durch die viel zu große Türöffnung. Zumindest eines musste Arnach der jungen Frau anerkennen zugestehen. Sie schien alles andere als eingeschüchtert zu sein und marschierte geradewegs auf ihn zu. Schon oft hatte er miterlebt, wie Menschen ganz alleine durch seine Anwesenheit und Aura zusammengebrochen waren, doch nicht so diese Abenteurerin. Aber das war nicht das einzige, was sie besonders machte. Der blick des Dämon wurde sofort auf die gigantische Axt gelenkt, welche sie in den Händen hielt. Ein wahres Meisterwerk der Handwerkskunst, welches unmöglich zu führen sein sollte, erst recht für diese zierlich wirkende Frau. "Willkommen in meinem Reich, Mensch." begrüßte er sie mit vor Sarkasmus triefender Stimme. "Es sind wohl Glückwünsche angebracht, dass du es so weit geschafft hast, aber hier endet dein..." Kalt rann es ihm den Rücken herunter und mitten im Satz stockte er. Erst jetzt hatte er einen genaueren Blick auf ihr Gesicht geworfen und was er sah, brachte ihn völlig aus dem Konzept. Es mochten viele Jahre vergangen und sie noch Kinder gewesen sein, doch es war ihm, als würde die Erinnerung an Aishas Gesicht plötzlich wieder glasklar hervorbrechen und direkt vor ihm stehen. Je näher ihm die Abenteurerin kam, umso mehr entdeckte er die Gesichtszüge seiner verlorenen Freundin an ihr. "Was bei allen Höllen..." murmelte er überrumpelt und machte einen Schritt nach hinten. Unmöglich, seine Augen mussten ihm einen Streich spielen. Sie konnte nicht hier sein, das war ausgeschlossen. Vielleicht wurde er nun auch nur endgültig verrückt. Er wäre nicht der erste Dämon der den Verstand verlor.
      Doch bevor er noch länger mit sich ringen konnte, wurde er aus seiner Überraschung gerissen. "Majestät! Sie... sind zu stark... zu viele... sie... Nein!" Erklang wie aus heiterem Himmel die schmerzverzerrte Stimme von Targas in seinem Kopf. Ein Dämon, der ihn von Anfang an unterstützt hatte und einer derjenigen gewesen war, die ihm am meisten dabei geholfen hatten sich einzugewöhnen. Targas war wie die anderen selbstverständlich auch zum Kampf geeilt und Arnach hatte die ganze Zeit nur darauf gewartet, dass ihn der Telepathie begabte Dämon auf diese Weise darüber informieren würde, dass alles vorbei war. Die Schmerzen, die nun stattdessen durch seinen Kopf fuhren, ehe die Verbindung abriss, waren das genaue Gegenteil davon.
      Vergessen war jedes Zögern und alle Zweifel. Die Verzweiflung in der Stimme seines Freundes hallte noch immer in seinem Schädel, als es in ihm einen Schalter umlegte und seine dämonischen Instinkte überhand nahmen. Wie konnten es diese Menschen wagen hier einzudringen, ihr Land zu zerstören und zu morden wie es ihnen gefiel?! Ein dunkles Grollen drang aus seiner Kehle, als die blutroten Adern, welche seinen Körper durchzogen zu pulsieren begannen und seinen Körper mit Magie fluteten. Es gab nur ein Ziel. Er musste so schnell wie möglich zu den anderen gelangen. Und dafür musste er diese Frau beseitigen, ganz egal an wen sie ihn erinnerte.
      Die Luft um ihn herum begann zu flimmern, das Gestein zu seinen Füßen bekam risse und mit einem Schrei katapultierte er sich mit flammenden Fäusten nach vorne.
    • Aisha Goldenheart

      Für einen Moment war die Abenteurerin verwirrt, unsicher, ob sie den Gesichtsausdruck des Dämons richtig deutete, als auch dieser mitten in seinem Satz zu stocken begann und sie anstarrte. Nein, was Aisha wirklich für einen Moment zweifeln ließ, war die Tatsache, dass er einen Schritt zurück ging. Der Dämonenkönig wich zurück, vor ihr?! Konnte es etwa sein, dass er wirklich...?
      Aber das war doch unmöglich!! Wie um alles in der Welt sollte ein Mensch zu einem Dämon werden können und dann auch noch ausgerechnet zum Dämonenkönig selbst, dem stärksten und schrecklichsten Wesen dieser Welt, das pure Böse, werden?! Nein, Ethan würde so etwas nie tun, niemals!!
      Aisha wusste nicht, wie lange sie in Gedanken versunken war und ihre verwirrenden Gedanken versuchten sich gegenseitig zu überrumpeln, war das doch bei weitem nicht das, was sie hier erwartete hatte, doch als hätte jemand einen Schalter betätigt, wurde die Atmosphäre wieder ernst, die Luft begann zu flimmernund sie erinnerte sich daran, dass sie für einen Kampf hergekommen war.
      Hätte sie nur einen Moment länger gezögert, wären das ihre letzten Momente gewesen, doch stattdessen stand sie fest mit den Füßen wo sie war und parierte eine Faust des Dämonenkönigs mit der Klinge ihrer Axt. Was jemand anderen die Hand gekostet hätte, schien ihrem Gegenüber kaum etwas auszumachen und Aisha rutschte wenige Millimeter zurück, ehe sie der anderen Faust ihres Gegners mit einem Schritt zurück wich und damit der Patt aufgehoben wurde.
      Konzerntrier dich Aisha! Deswegen bist du hier, schon vergessen?! Um den Dämonenkönig zu töten., erinnerte sie sich an ihr eigentliches vorhaben, schämte sich, so lange gezögert zu haben und beschloss, dass die Züge ihres ehemaligen besten Freundes, welche sie in dem Dämon zu erkennen glaubte, eine Illusion sein musste. Eine Falle, oder schlicht und einfach ein unglaublich dummer Zufall, welcher ihr fast zur Verhängnis geworden wäre.
      Ein runder, grüner in die Axt eingefasster Edelstein begann zu funkeln, ihre Waffe zu umgeben, als würde sich diese Aufladen, ehe sie mit einem großen Schwung und einer Umdrehung einen Tornado auf ihren Gegner schleuderte.
      Selbstverständlich erwartete sie nicht, dass dieser ihm großen Schaden zufügen würde, stattdessen nutze sie ihn als Ablenkung, rannte – verborgen hinter dem Windgetöse – hinter ihren Gegner, während sich ein weitere Edelstein an ihrer Waffe bereit machte, diese verstärkte und mit dem Element des Wassers speiste.
      Es war ein simpler Gedanke, wenn er mit Feuer angriff, würde sie es mit Wasser versuchen, aber ein Versuch ist es wert.
      „Wie kannst du es nur wagen...“, murmelte sie mehr zu sich selbst als zu ihrem Gegner, wütend die Zähne zusammen gebissen, um sich nicht ihrer Wut zu ergeben, ihr Temperament etwas zu zügeln, um sich auf den Kampf konzentrieren zu können.
      „... seine Züge zu tragen?!“, schrie sie und schleuderte dem Dämonenkönig somit all ihren Hass entgegen, während sie ihn mit ihrer verstärkten Waffe attackierte.
    • Arnach

      Das Gesicht der Frau war völlig vergessen und durch den roten Schleier der sich über seinen Blick gelegt hatte, konnte er dieses ohnehin kaum noch erkennen. Es galt nur eines. Diesen Eindringling zu vernichten, so schnell wie möglich. Gedanken an Vergangenes und Zweifel waren das letzte was ihm dabei half und so ließ er seinen Instinkten freien Lauf. Es wäre auch zu schön gewesen, wenn sein erster Angriff ausgereicht hätte, aber stattdessen bleckte er wütend die Zähne, als seine Faust wirkungslos an ihrer Waffe abprallte. Nein, einer der üblichen Möchtegernhelden stand hier definitiv nicht vor ihm.
      Arnach wollte sofort zum nächsten Angriff übergehen und ihr keine Verschnaufpause gönnen, doch sie kam ihm zuvor. Ein Stein ihrer Axt leuchtete auf und der Dämon hielt sich gerade noch zurück um nicht blindlings in den ihm unbekannten Angriff zu laufen.
      Dabei wäre das nicht einmal nötig gewesen. Es mochte vielleicht einschüchternd wirken, wie plötzlich kräftige Windböen an ihm rissen und ihm ein waschechter Tornado das Gesichtsfeld versperrte und auf ihn zu jagte. Doch der König hatte dafür nur ein verächtliches Schnauben übrig. "Netter Versuch..." Eine Armbewegung und kurze Konzentration seiner Kraft waren alles was ausreichte. Ein glühend heißer Windstoß riss den Wirbelwind in der Mitte auseinander und hätte dessen Verursacherin ebenso treffen sollen. Wenn sie noch immer an der selben Stelle gestanden hätte. Verdammt!
      Verdeckt durch den Sturm und benebelt durch seine eigene Wut, hatte Arnach gar nicht bemerkt, was sie getan hatte. Reflexartig wirbelte er herum, als ihn auch schon ihr Schlag traf. Diese Wucht hatte er nicht erwartet. Nicht von dieser jungen Frau. Zischend stiegen Dampfwolken von ihm auf, als er getroffen wurde und es kostete ihn einiges an Kraft nicht ins taumeln zu kommen. Sie hatte es nicht geschafft seine Haut zu durchdringen, aber das machte es nicht weniger unangenehm. Erst recht, als er das Wasser bemerkte, das an dieser Stelle versuchte sein inneres Feuer zu löschen. Gar nicht so dumm. Aber das würde nicht genügen. Bei weitem nicht.
      "Was faselst du da überhaupt, Menschenweib!?" Erwiderte Arnach ihren Schrei und der letzte Rest Wasser auf ihm verdampfte zu nichts, als die feurigen Linien auf ihm erneut aufloderten und seine Wut weiter anfachten. "Ich bin es nicht, der etwas trägt, und jetzt geh mir aus dem Weg!" Mit magisch verstärkter Wucht und Feuer trat er nach ihr. Vielleicht konnte er sie auch einfach nur zur Seite schleudern, um an ihr vorbeizukommen und Targas zu Hilfe zu kommen, denn auch wenn er es hoffte, er glaubte nicht, dass sie dieser Angriff ausschalten würde. Noch versuchte er sich zurückzuhalten. Zum einen wollte er die Kontrolle nicht völlig verlieren und vor allem wäre es mehr als schade um seinen Thronsaal, der am Ende noch über ihnen zusammenbrechen würde.
    • Aisha Goldenheart

      Kurz gönnte sich die Abenteurerin ein triumphierendes Lächeln, hatte sie den Dämonenkönig, das Monster aus den Märchen der Menschen, doch einen direkten Treffer versetzten können und das Wasser schien eine gewisse Wirkung zu zeigen.
      Aisha machte sich nicht die Mühe ihre Worte einem Fremden, schon gar nicht einem Dämon, zu erklären, auch wenn ihr diese Zeit sowieso nicht geblieben wäre, da der nächste Angriff nicht auf sich hatte warten lassen.
      Sie versuchte noch zurückzuweichen, sich nicht treffen zu lassen, würde sie ihre Axt doch niemals schnell genug erheben können, doch auch wenn es kein direkter Treffer gewesen war, so war sie doch für einen Moment zu spät gewesen und der Tritt traf ihren Körper.
      Die Wucht genügte, um die Abenteurerin gegen die nächste, tiefschwarze Säule zu schleudern, während sie ihr Gesicht mit erhobenen Armen zu schützen versuchte.
      Dort, wo ihr Körper einschlug, bildeten sich Risse und die Säule bröckelte, während sich Aisha, so schnell wie ihr nach diesem Treffer möglich war, wieder erhob und ihre Axt erhob, den nächsten Angriff direkt im Anschluss erwartend, doch zu ihrer Überraschung kam nichts.
      Stattdessen beobachtete sie, wie der Dämonenkönig an ihr vorbei in Richtung der Tore und hinaus aus der Halle rannte und sie verwirrt zurückließ, da sie sich beim besten Willen nicht vorstellen konnte, welchen Grund er haben könnte, zu fliehen.
      Sie waren gerade erst am Anfang ihres Kampfes, keiner von ihnen hatte schwere Verletzungen davon getragen, welche die Flucht von einem gerechtfertigt hätten und sie glaubte nicht, dass der Dämonenkönig jemand sein könnte, der vor einem ernsten Kampf floh.
      Erst jetzt kam ihr der Gedanke, dass sie ihn nicht aus den Augen lassen sollte, wer wusste schon, was dieser hinterlistige Kerl vor haben könnte?! Außerdem würde sie diesen Ort ganz sicher nicht verlassen, bevor sie ihr Ziel nicht erreicht hatte.
      Somit nahm sie die Beine in die Hand, hielt die Axt seitlich, nahe ihres Körpers, um sich besser und schneller bewegen zu können, jedoch bereit für jeden möglichen Angriff sein würde.
    • Arnach

      Kurz hielt der Dämon überrascht inne, als sein Angriff tatsächlich die gewünschte Wirkung zeigte. Arnach hatte schon fast erwartet, dass sie ihn erneut abblocken würde, aber sie war wohl doch nur ein Mensch. Selbstzufrieden grinsend sah er sie gegen die Säule prallen, blieb aber nicht einmal lange genug stehen um mitanzusehen wie sie auf den Boden prallte und sofort wieder aufsprang. Noch bevor sie etwas tun konnte, schüttelte er die letzten Nachwirkungen ihres lästigen Angriffs ab und ohne einen weiteren Blick auf die Frau zu verlieren rannte er los. Mit jedem Schritt beschleunigte er immer weiter, bis die Wucht den Boden aufspringen ließ und er mit übermenschlicher Geschwindigkeit aus der Halle raste. Beinahe wäre er gegen die Wand des Gangs geprallt, doch der Dämon konnte sich gerade noch fangen, ehe er sofort in die Richtung sprintete aus der er schwach die Auren seiner Kameraden verspürte. Sie mussten also noch am Leben sein, doch in welchem Zustand, das konnte er nicht herauslesen. Zu viele magische Interferenzen waberten durch seine Festung, was mit Sicherheit an dem Kampf lag der gefochten wurde. Aber dass er nichts mehr von Targas gehört hatte, beunruhigte ihn immer mehr. Dem Dämon wäre es ein Leichtes ihn erneut zu kontaktieren, wenn er in der Lage dazu war. So begabt sein Untergebener in Telepathie und anderer geistiger Magie war, so nutzlos war er in einem direkten Kampf. Er hätte sich doch einfach nur im Hintergrund halten müssen! Doch vielleicht hatten das die Feinde gar nicht erst zugelassen. Zähneknirschend ließ Arnach seinen Blick über die Zerstörung und die Überreste der Wächter streifen, die hier in den Gängen verstreut lag. War das etwa nur diese eine Abenteuerin gewesen? Erst recht ein Grund so schnell wie möglich sie und den Rest ihrer Truppe auszulöschen. Doch zuvor musste er wissen sie es um seine Freunde stand. Im Vorbeilaufen entzündete er ohne groß nachzudenken alle Überbleibsel der Leichen an denen er vorbeikam. Es war mehr ein Nebeneffekt der Hitze die er in seiner Wut ausstrahlte, als eine taktische Überlegung. Zu so etwas war der Dämon im Moment kaum noch fähig, auch wenn es seine Verfolgerin vielleicht wenigstens etwas hindern könnte, ehe sie ihn einholte.
      Je näher er seinem Ziel kam, umso stärker konnte er die Auren der anderen Dämonen spüren. Sie schienen erschöpft, aber noch lange nicht besiegt zu sein, auch wenn es ihm vorkam als könnte er einige Wunden spüren. Arnach wusste genau auf welchen Raum er sich zubewegte. So wie es aussah hatten sie die Abenteurer in der Eingangshalle seines Schlosses aufhalten können. Hoffentlich war nur diese verdammte Abenteurerin, die ihn so sehr an seine Kindheit erinnert hatte, entwischt. Das Ende des Flurs war zu sehen. Eine hohe, verzierte Türe, ähnlich wie die vor seinem Thronsaal, versperrte ihm den Blick in den Saal und nun schienen auch seine Gefolgsleute, obwohl sie durch den Kampf abgelenkt waren, zu bemerken dass er auf sie zuraste. Der Dämonenkönig fühlte, wie sie zurückwichen und sich möglichst weit von der Tür entfernten. Sie kannten ihren Herrscher nun einmal schon zu gut. Zurückzuweichen war genau das richtige gewesen. Mit einer lodernden Feuerwoge brach Arnach durch das dicke Holz, das ihm keine Sekunde Widerstand leisten konnte, und ein Schwall heiße Luft strömte in den Raum, als er endlich innehielt.
    • Aisha Goldenheart
      Die Abenteurerin folgte dem Dämonenkönig so schnell, wie ihre Füße sie tragen konnten, doch schien die Distanz zwischen den beiden immer größer zu werden, woraufhin sie wütend und genervt ihre Zähne zusammen biss. Wieso um alles in der Welt rannte er weg? Nein, weg rennen konnte sie es nicht wirklich nennen, den Anschein machte der Dämonenkönig nicht, doch was seine eigentliche Intention war, konnte sich Aisha beim besten Willen nicht erklären.
      Es würde wohl auch keinen großen Unterschied machen, hatte sie doch keine andere Wahl als ihrer Beute zu folgen, selbst wenn er sie in eine Falle locken sollte. Was war denn schon die Alternative? Dass sie ihn aus den Augen verlor, gehen ließ? Dafür war sie viel zu weit gekommen.
      Die Abenteurerin war fest entschlossen es hier und heute zu Ende zu bringen, selbst, wenn sie dabei selber ihr Leben verlieren sollte. Das, wofür sie kämpfte, war einfach mehr Wert, als sie selbst.
      Es machte es ihr nicht einfacher ihm zu folgen, als die Leichen der Monster, welche Aisha auf dem Weg hierher besiegt hatte, zu brennen begannen und auch die Temperatur in den Gängen schien zu steigen, so dass sie zu schwitzen begann.
      Aisha legte ihre Hand über eine Kette, welche einen weiteren magischen Kristall beinhaltete und murmelte ein paar Worte, welche ihr eine Freundin beigebracht hatte, um sich mit der Kraft des Wassers vor dem Feuer und der Temperatur zu schützen – sie hatte nicht umsonst den Feuerberg durchschritten – und mit der Macht von Wind ihre Schritte zu beflügeln, damit sie mit dem Dämonenkönig mithalten konnte, um ihn nicht aus den Augen zu verlieren.
      Aisha hatte den Glauben daran, dass er sie in eine Falle locken wollte, bereits verloren, machte es doch keinen Sinn, dass er nicht darauf achtete sie nicht zu verlieren.
      Letztendlich waren es die Leichen, die ihren Weg bestückten, durch welche sie darauf schloss, dass sie den gleichen Weg, wie sie gegangen war, wieder zurück gingen und sie war sich sicher, dass sie schon sehr bald auf die Eingangshalle treffen würden, wo sie ihre Freunde zurückgelassen hatte.
      Ihre Augen weiteten sich bei der Erkenntnis, vor Furcht. Hatte er es etwa auf ihre Freunde abgesehen?!

      Ryad Scintillarian
      Während die große Magierin Mirin in der Mitte der Eingangshalle ihren Posten verteidigte, indem sie eine große Barriere, verstärkt von zahlreichen Magiezirkeln, welche den Boden unter ihr schmückten, in einem Umkreis von ein oder zwei Metern mit ihr als Mittelpunkt errichtet hatte, unterstütze sie ihre Kameraden mit Zaubersprüchen und magischen Angriffen, für welche sie teilweise einige Zeit zur Vorbereitung benötigte. Diese Zeit schindete der Dieb Ryad, war er doch nun der einzige Frontkämpfer, nachdem Aisha die erste Chance, welche sich ihr gestellt hatte, genutzt hatte um sich alleine bis zum Endboss aufzumachen, etwas, worauf Ryad noch immer wütend war, was er mithilfe seiner zwei Dolche nun an den Dämonen und Monstern ausließ. Er hoffte doch inständig, dass sie lebend zurückkommen würde, damit er ihr eine Predigt halten konnte. Die drei einfach hier alleine zu lassen, was hatte sie sich nur dabei gedacht?!
      Dabei hatten sie doch sonst auch immer jeden Teil ihrer Reise gemeinsam hinter sich gebracht. Der Dieb konnte sich nur vorstellen, dass es ein unglaublich dummer Grund gewesen sein musste voran zu preschen und er gab einen genervten Laut von sich, als ihm bewusst wurde, dass die Zerstörung noch nicht reichte, um voran zu kommen. Bildete er sich das nur ein, oder wurden es immer mehr?
      Kaleidos dagegen, der Heiler der Gruppe, gab sein bestes Ryad mit seiner Magie zu unterstützen, während auch er von einer Barriere von Mirin geschützt wurde.
      Jedoch stand er etwas weiter vorne als sie, damit seine Magie den Dieb besser erreichen konnte.
      Ryad kam gar nicht erst auf den Gedanken, dass es gar nicht nötig sein könnte, sich durch seine Feinde zu kämpfen, um endlich voran und damit Aisha hinterher zu kommen, weshalb es ihn umso mehr verwirrte, als die Dämonen und Monster sich mit einem Mal zurück zu ziehen schien. Ihm fiel nicht auf, dass sie sich eigentlich nur von der Tür entfernten, dennoch meldete sich sein schlechtes Gefühl.
      „Zurück!“, schrie die Magierin mit einem Mal und unterbrach damit die sich anbahnende Stille, hatte sie mit einem Mal eine unglaubliche Menge an magischer Energie auf die Eingangshalle zukommen gespürt, doch ihre Worte kamen zu spät, als dass der Dieb hätte reagieren können.
      Das große Tor brach auf, nein, es war wohl besser zu sagen, dass es sofort verbrannte, schmolz oder wie auch immer es verschwand, aber der Hitze schien es nicht standhalten zu können, von welcher es direkt getroffen wurde.
      Ein starker, heißer Wind zog mit einem Mal durch die Eingangshalle und alle drei Abenteurer versuchte ihre Gesichter zu schützen, indem sie ihren Arm vor dieses hielten.
      Ryad, welcher der Tür am nächsten Stand, wurde einige Zentimeter nach hinten gedrückt, von der stärke des Windes und er merkte, wie seine Ärmel zu brennen begannen.
      Schnell löschte er diese, indem er seine Ärmel schüttelte und wandte seinen Blick auf das, was einen solch eindrucksvollen Eintritt an den Tag gelegt hatte, doch noch bevor er seinen Blick ganz heben hatte können, spürte er die Furcht.
      Eine immense, schreckliche Furcht, welche das Wesen vor ihm in ihm auslöste, als hätte sein Körper instinktiv erkannt, das ein wahres Monster vor ihm stand und er musste sich schwer zurückhalten nicht in die Knie zu gehen.
      Stattdessen ging er einige Schritte zurück, blickte sich um und erkannte nicht nur, dass die Dämonen und Monster diesem Wesen aus dem Weg gingen, nein, sich sogar vor ihm verbeugten und das es auch seinen Teamkameraden nicht anders erging als ihm.
      Kaleidos war sogar auf seine Knie gesungen, starrte das von Feuer umgebene Wesen mit großen, von Angst beseelten Augen an und hielt sich an seinem Stab fest, als könnte dieser ihm halt bieten.
      Ryad könnte sogar schwören, dass er die Lippen des Priester sich bewegen sah, ob er betete?
      Wie auch immer, der Dieb legte sich ein schiefes Grinsen auf die Züge, im Versuch damit seine Angst zu verscheuchen und zückte seine Dolche, hielt diese so fest, dass seine Knöchel sich weiß färbten. Dafür waren sie hier. Wenn das nicht der Dämonenkönig war, konnte er getrost darauf verzichten, ihn kennen zu lernen, als ihn mit einem Mal eine erschütternde Erkenntnis traf: wenn er hier war... bedeutete das, Aisha hatte verloren? Das sie gestorben war?
      Doch wie auf Stichwort glaubte er ihren roten Schopf hinter dem Monster gesehen zu haben.

      Aisha Goldenheart
      Es dauerte nicht besonders lange, vielleicht einige Momente, vielleicht waren es aber auch Minute, - wer konnte das schon sagen? Aisha kam es so vor, als würde die Zeit unglaublich schnell voran gehen – bis nach Eintreffen des Dämonenkönigs auch die Heldin die Bühne betrat.
      Auch wenn es vielleicht als feige angesehen werden könnte, griff sie ein weiteres Mal mit ihrer Axt an, mit einem großen Schwung von oben, aus Angst er könnte ihren Freunden etwas tun, wenn sie ihn nicht schnell ablenkte.
      „Hör auf weg zu laufen! Kämpfe mit mir, Feigling!!“, versuchte sie ihn zu provozieren, damit der Dämonenkönig seine Aufmerksamkeit wieder auf sie lenkte, weg von ihrer Gruppe.