A story about misbelief and devotion [Weisser_Hase & Attari]

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    • A story about misbelief and devotion [Weisser_Hase & Attari]

      @Weisser_Hase @Attari

      Wie viel Pech vermag einer Seele wohl an einem Tage widerfahren?
      Für A liegt dieses Pech in der Tatsache von seinem heimlichen Geliebten B abserviert zu werden. Ohne weitere Begründung bittet er die geheimen Treffen und ihre Zweisamkeit zu beenden und das A ihn vergessen möge…
      In Wut und Herzensleiden versunken macht er sich auf seine Emotionen zu betäuben. In einem Hostel glaubt er passenden Geleit für die Reise des Vergessens zu finden. Doch X ist nur wenig angetan von dem Gast, welcher sich als ‚schwarzer Magier‘ entpuppt und weigert sich dessen Verlangen nachzukommen. Ein weiteres Mal angelehnt, richtet A seine Wut gegen X und verflucht ihn, bevor er verschwindet.
      X verlässt seine Heimat und macht sich auf in die Hauptstadt. Er will A finden und den Fluch aufheben. Auf seiner Reise erfährt er von einer freien Position als Butler im Haushalt von Y. Er bewirbt sich im Hause, in der Hoffnung über die Verbindungen von Y in die Welt der Adligen an A heran kommen zu können.

      Vorstellung
    • Adrik


      Die Sonne schien durch die feuchten Straßen und ließ sie glitzern, Adrik nahm sich die Brille mit den schwarzen Gläsern und setzte sie auf, so könnte er seine Umgebung besser erkennen.
      Sein Weg führte ihn über eine Hauptstraße, dort polterten Kutschen über die Kopfsteinpflaster und drohten alles mit zu reißen, was sich ihnen in den Weg stellte.
      Als Adrik die Straße hinter sich gelassen hatte, bog er in eine Seitenstraße ein und ein paar Ecken weiter kam er in das rote Viertel, hier war jeder anonym, hier bezahlte man für andere Dinge, Dinge die in der Öffentlichkeit verwerflich wären und Adrik konnte nicht fassen, dass er hier gelandet war doch er hatte Frust und dieser musste raus also versuchte er ihn irgendwie anders los zu werden.
      Sein Weg führte ihn zu einem Gebäude, was von innen hell leuchtete, mit jeder Sekunde in der die Sonne unterging ein bisschen mehr.
      Man hörte bereits Gelächter, klirrende Gläser und Musik.
      Es dauerte nicht lange und Adrik trat über die Türschwelle hinein, drinnen kam ihm der Geruch von Rauch entgegen, vermischt mit einer süße die in der Luft lag, vermutlich Pfeifen.
      Ein Mann trat an ihn heran und sogleich sah er etwas nervös aus "ein Dunkelalb..." natürlich, Alben zählten zu den Urgöttern, die Dunkelalben zu der Schattenseite dieser Götter, sie beherrschten die dunkle Magie, meist sehr selten, fristeten sie ihr beinah endloses Leben alleine, denn so gut wie niemand lebte so lange wie sie, Menschen schon gar nicht.
      Adrik seufzte und nahm in einem Handgriff seine Sonnenbrille ab "ich will einen Jungen, irgendeinen, mir egal" der Mann nickte zögerlich und führte Adrik in einen Raum.
      In dem Raum war ein rotes Samtsofa, davor ein weißer Tisch, ein paar Pflanzen und ein Plattenspieler, gegenüber dem Sofa war ein Kamin in dem das Feuer sanft flackerte.
      Der schwarzhaarige setzte sich auf das Sofa und überschlug die Beine, er legte seine Arme auf die lehne und besah seinen seinen Raben, er ließ sich auf dem Sims des Kamins nieder und krächzte einmal.
      Er mochte Marian, jetzt aber saß Adrik hier und versuchte sich von der Tatsache ab zu lenken, dass es jemand gewagt hatte ihn abzulehnen.
      Es gab nicht viele Dunkelalben, sie wurden hoch angesehen und oft als Söldner gekauft, denn man wusste um ihre Macht und ihre Gleichgültigkeit doch es gab so manches, was auch sie nicht kalt ließ und Marian war eines dieser wenigen Dinge gewesen.
      Adrik war in seinem Stolz verletzt, denn er bildete sich etwas darauf ein, dass er ein Dunkelalb war, er wusste um seine Seltenheit und seinen Ruhm, er genoss das Leben der Adeligen verbunden mit der Freiheit eines Gesetzlosen und dennoch...hätte er zu gerne Marian als Zeitvertreib genutzt aber genug von ihm, Adrik wollte nicht mehr daran denken.
      ***************

      ***************
      Lucius


      In diesem viel zu großen Haus verlief die Zeit anders, für Lucius verlief die Zeit anders, er fürchtete sie würde stehen, immer wenn die Angst zu groß wurde, flüchtete er sich in das Glashaus, was im Garten seines riesigen Anwesens stand.
      Dort stoppte die Zeit nicht, sie verlief unaufhörlich, denn die Pflanzen die er einst gesät hatte wuchsen schnell und schön, manche bunt und fragil, andere grün und imposant. Vieles aus der Menschenwelt, manches aus seiner Heimat.
      Auch heute lief Lucius entspannt durch sein Gewächshaus und nahm seine Lieblinge in Augenschein, er lächelte als er die Blätter eines kleinen Baumes berührte "schon bald wirst du groß und stark sein, dann setze ich dich nach draußen zu den anderen Bäumen in meinem Garten!" seine Stimme klang sanft, nicht von dieser Welt und man könnte meinen die Pflanzen verstanden ihn, reckten sich seinen feinen Fingern entgegen und wollten ihn nicht mehr los lassen.
      Diese entspannte Atmosphäre zerriss ein Bediensteter nur ungern doch er konnte nicht anders, denn er musste seinen Herrn informieren, dass sein Couseng eingetroffen war "gut, bitte zeige ihm ein Zimmer, das ihm gefällt und sorge dafür, dass er sich wohl fühlt" für Lucius stand die Familie an erster Stelle auch wenn sie nur entfernt verwandt waren, dennoch teilten sie das selbe Blut, wenn sie auch nicht die selbe Rasse waren.
      Der Elf kümmerte sich weiter um seine Pflanzen und begutachtete die Schmetterlingsrose, wunderschön, nicht aus dieser Welt und furchtbar gefährlich, ihre Blütenblätter so schön wie die Flügel eines Schmetterlings und ihr Duft betörend doch kam man mit dem Gift ihrer Blätter in Berührung, würde man erst ohnmächtig, danach würde das Herz anhalten.
      Es war Lucius Liebling, diese Schönheit und doch die stetige Gefahr, zu gerne sah er sie an und betrachtete sie einfach nur.
      Als er nun fertig war, trat er den Rückweg in sein Anwesen an, denn er wollte seinen Couseng nicht zu lange warten lassen.



    • „ Verschwinde endlich! Wir hatten beide unseren Spaß mit diesem kleinen Techtelmechtel… Aber es reicht!“
      Den Rücken in Richtung der Dunkelheit gewandt, hatte der Faerie die Tiefe Trauer in seinem Gesicht vor den Augen von denen er nicht wollte, dass sie seinen schwächsten Moment erblickten, verborgen. Tränen wollten seine Augen einnehmen, bereit sich auf die Reise über die weißen Wangen zu begeben. Doch Standhaftigkeit und Durchhaltevermögen waren in jenem Augenblick gefragt gewesen.
      Endlich allein zurück gelassen worden, brach Marian in sich zusammen. In schwerem Schluchzen sackte er auf dem Boden zusammen. Jeder Versuch sich selbst einzureden, dass der Dunkelalb niemals mehr als ein Spielzeug in ihm gesehen hatte war erfolglos. Die Zuneigung im Herzen des Faerie war real und der Verlust des Objektes seiner Begierde raubte ihm scheinbar den letzten Atem!
      Marian blieb hocken, fasste sich an die Brust, wo er die Hände in dem feinen Hemd verkrampfte. Die Wirbelsäule krümmte sich unter dem unsichtbaren Gewicht seiner Gefühle. Ein stummer, von ihm selbst erstickterem Schrei verließ seinen Mund…
      Welch schöne Lügen das Herz einem doch aufzutischen vermochte. Die Flügel der Hoffnung einen durch eine Welt der Träume trugen, die niemals der Wahrheit entsprechen könnten…
      Marian war auf den Boden gesackt. Schon vor Stunden verstummt lag er einzig noch dort auf dem Boden und betrachtete die Stelle, an welcher sein heimlicher Geliebter gestanden haben musste, als er ihn von sich stieß. Immer wieder malte er sich aus, was auf dessen Gesicht zu sehen gewesen sein musste, als er den Raum verlassen hatte…?
      Angst…? Trauer…? Ein Verlangen zu bleiben…? Oder doch nur Gefühlskälte…?
      Langsam schloss er seine Augen und tat so, als würde er ein letztes Mal ausatmen… Der Trance verfallen bemerkte er nicht, wie Bedienstete herein gestürzte kamen und ihren Herrn mit rot unterlaufenen Augen vor sich auf dem Boden fanden. Stimmen, deren Klänge sich vermischten und Worte, die im tobender Hektik die Bedeutung verloren…
      Der Faerie öffnete seine Augen und schnappte nach Luft. Im selben Moment fuhr er hoch und blickte sich um. Die Menschen standen um ihn herum, blickten ihn an und schienen erleichtert, dass er von selbst zurück gelehrt war.
      Vor ihm kniete noch immer der Butler des Hauses.
      „ Es ist an der Zeit aufzubrechen, Lord Marian!“, sagte er. „ Die Kutsche steht schon bereit.“
      Der Faerie nickte kaum merklich und verbarg sein Ärgernis über den Grund aus dem er letztlich beschlossen hatte Adrik nicht mehr zu treffen - Die Familie beorderte ihn in die Hauptstadt. Das schwächliche Kind, welches sie einst aus dem Hauptsitz verbannt hatten, sollte nun heimkehren.
      Er erhob sich, gewappnet eine lange Fahrt mit der Kutsche zu genießen…
      Die Landschaft flog am Fenster vorbei. Felder und Wälder, in der Ferne untermalt von den industriellen Dämpfen der Fabriken, welche die Sicht auf den Horizont versperrten. Marians Blick gewann kein Interesse, auch nicht als sie in die Stadt kamen und sich ein schönes Haus an das nächste reihte. Doch noch kein Vergleich zu den elaborierten Bildern, welche die Stadtvillen der Adligen abgaben!
      Vor einer solchen hielten sie an. Man empfing den jungen Lord mit großer Aufmarsch und nahm sich seiner an. Marian blickte den verschiedenen Anwesenden nur einmal ins Gesicht, ehe er den fahlen Blick von ihnen nahm und sich ins Innere der Villa geleiten ließ. Kein Vergleich zu dem Landsitz, auf welchem er bis vor kurzem residiert hatte. Alles war viel ausgeschmückter und voll gestopft mit Prunk und Kunst.
      Der faerie ließ sich letztlich bereitwillig zu einem Zimmer führen, welches er aufgrund seiner Müdigkeit verlangt hatte. Den Rest ließ er hinter sich… Adrik würde ihm hier her nicht folgen können. Nicht in diese Welt…
      Ein trauriges Lächeln säumte sein Gesicht, als er die fahle Gestalt im Spiegel betrachtete, bevor er sich auf das Bett fallen ließ. Marian Saint-Rivage bliebe nur als Erinnerung zurück. Ab heute wäre er Marian Delvuka…
      —————
      Ein ungewünschter Gast betrat das Lokal. Ganz gleich, welche Verdienste er sich auch zu rügen wagte, keiner wollte den Raum der Lust mit einem Dunkelalben teilen! So huschte ein schwer zu überhörendes Tönen durch die Reihen und in jeder Ecke begann man so gleich zu tuscheln und zu wispern.
      Winston blickte den Gast nur kurz an, ehe er sich wieder der Kundschaft widmete, welche ihm gerade ihre Abscheu für diese undenkbare Kreatur auszudrücken versuchte. Doch ihr Vokabular beschränkte sich auf „abscheulich“ und „unerhört“.
      Wie ein gekonnter Host gab Winston sich interessiert an ihrem Geschwätz, stellte fragen und schenkte der Dame den Wein nach. Das man im Hintergrund versuchte dem Wunsch des Alben nach zu kommen, bemerkte er nicht. Erst als sich ein dürrer Mann von hinter der Theke an ihn wandte und vorsichtig aus der Umarmung der Dame wank, wurde sein Interesse geweckt. Er blickte seine Kundin an.
      „ Verzeih mir, Liebste! Ich befürchte, man verlangt anderswo nach mir…“, er machte einen traurigen Ausdruck auf seinem Gesicht, ehe er der Dame einen leichten Kuss auf die Lippen hauchte und sich erhob. Sie blieb zurück, während er dem Mann folgte, welcher die schwitzigen Hände reibend erklärte, wozu man ihn auserkoren hatte.
      „ Eben kam ein besonders wichtiger Gast zu uns und er verlangte nach einem Jungen! Da du unserer bester bist, möchte der Boss dich hinein schicken!…“ Winston wusste sofort, dass es um den Alb ging. Welcher andere Gast wäre in einer Mittelklasse Spelunke wie dieser derart wichtig, dass man ihm einfach jeden Wunsch erfüllte. Nun, hier fürchtete man wohl eher gleich den ganzen Kopf zu verlieren!
      Winston seufzte schwer und nickte. „ Keine Sorge, ich kümmere mich darum!“, sprach er mit entnervter Stimme. An der Bar holte er sich etwas Alkohol, mit welchem er den Gast hoffentlich zu Frieden stimmen könnte, ehe er sich ins Hinterzimmer aufmachte. Er klopfte ein paar mal an die hölzerne Türe, bevor er eintrat und sich mit einem freundlichen Lächeln für die Wartezeit entschuldigte.
      „… Mein Name ist Winston.“, beendete er seine Rede. „… Wie kann ich Ihnen denn den Abend angenehmer Gestalten, mein Herr?“
    • Ein leises knurren war zu hören und der Rabe, welcher noch immer auf dem Kaminsims saß begutachtete seinen Meister.
      Adrik wusste um die Missgunst der Gäste hier doch es interessierte ihn als Alb schlicht nicht.
      Alben war es möglich ganze Spezies zu erschaffen und sie ebenso mit einem Blinzeln zu vernichten, sie hielten sich nicht mit belanglosen Dingen auf, es war sinnlos doch dieses eine Mal bereute Adrik es fast, dass er ein Alb war, dass er nicht mehr Interesse gezeigt hatte, selbst wenn sie nur geheuchelt wäre, nun saß er hier und musste sich ablenken.
      Die Tür ging auf und ein junger Mann kam herein, sein Haar braun, die Statur schlank.
      Er betrachtete den jungen und dachte nach, sagte nichts und eine Stille überfiel die Leere.
      Dann aber sprach Adrik mit tiefer Stimme "zieh dich aus!"
      Es war mehr ein Befehl als eine Bitte, der schwarzhaarige fackelte nicht lange und wartete ab bis es der Junge tun würde.
      Wusste er wer Adrik war? Was er war? Sicherlich, kaum jemand würde es nicht erkennen, schließlich waren die Augen markant, das rote sowie das grüne, das eine Licht, das andere der Schatten.
      Der Rabe aus schwarzem Nebel, dessen Augen rot leuchteten und seine Aura die so stark war, dass selbst ein Mensch sie zu spüren vermochte.
      Dieser Junge würde es nicht wagen, einen Ton zu erwidern, sich Adrik entgegen zu setzen und dieser wartete entspannt darauf, dass seinem Befehl folge geleistet wurde.
      ***************
      Raven, seine neuste Errungenschaft kam in das Arbeitszimmer des Elfs herein.
      Sein wildes Haar war tief schwarz und etwas zerzaust, seine tief grünen Augen leuchteten beinah und seine bräunliche Haut gab ihm einen exotische Note, ein Kobold und dazu noch so schön anzusehen "Meister, Euer Couseng, er ist auf seinem Zimmer. Er möchte schlafen. Er sieht sehr müde und sehr kraftlos aus, Meister" Lucius zog eine nachdenkliche Miene, etwas musste passiert sein, was Marian so sehr mit genommen hatte, dass er nun so wirkte, von der Schmach zurück zu kehren ab gesehen.
      Zu Marians Glück konnte Lucius das ganze so drehen, dass Marian in seinem eigenen Anwesen residierte und nicht in dem des Familienoberhaupts "Raven, ich möchte, dass du dich um Marian kümmerst ja? Lass das große Bad ein, ich werde ihn aus seinem schlaf wecken"
      Fröhlich flötend lief er den Gang entlang und suchte sogleich Marians Zimmer auf, davor blieb er stehen und klopfte kurz, allerdings war keine Antwort zu hören, also trat er einfach ein und sah die zierliche Person, die noch kleiner war als er selbst auf dem riesigen Bett liegen.
      Er legte sich daneben und besah die kleine Figur als eine Träne über die beinah weiße Wange lief "es scheint als würden deine Träume ruhelos sein" meinte Lucius leise und hob einen seiner schmalen Finger, er strich damit eine Strähne aus Marians Haar und die Stelle leuchtete kurz, dann sprach er mit sanfter Stimme "Träume einen ruhigen Traum, einen Traum der dir Frieden bringt, der dich verweilen lässt und deine Seele beruhigt" danach stand Lucius leise auf, er hinterließ einen Zettel mit einer Info : Raven, mein Butler wartet vor der Tür auf dich um dich in das große Bad zu bringen. Dort kannst du dich entspannen. Zögere nicht ihn um etwas zu bitten, ich habe ihn dir zu gewiesen, damit du dich wohl fühlst".
      Damit verließ Lucius das Zimmer und ging nun selbst in das große Bad.
      Es war nur für die Familie, nur die Delvuka durften darin baden, es war groß genug für 10 Menschen, so groß wie ein kleines Schwimmbecken und gefüllt mit warmen Quellwasser, verschieben Ölen und Kräutern.
      Balsam für Seele und Körper.
      In dem Bad angekommen half ihm eine Elfendame aus seinem Gewand, sie öffnete seine Haare und verbeugte sich mit seiner Kleidung in der Hand um kurz darauf das Bad zu verlassen.
      Der Elf trat in das Becken und ließ sich in die Wärme sinken als er ein entspanntes Seufzen von sich gab, er liebte diese entspannende Wärme so sehr.


    • Wachen Blickes musterte Winston den Mann, welcher auf der roten Chaos saß, als wäre jene sein Thron und der kleine Raum voller rustikalem Charme sein dazugehöriger Saal. Jeder der ein und aus ging wäre sein treuer Untertan und würde dem König alles erfüllen…
      Bei Alben war es schwer das Alter zu schätzen. Wie Elfen und Faerie alterten sie kaum über die Spanne ihres Lebens und selbst kurz vor ihrem tot trugen sie kaum Anzeichen dafür, dass jener sich nährte. Sein Gegenüber könnte also in seinem Alter sein, oder schon Jahrzehnte alt! Nicht das dies hier etwas zur Sache betrug. Alb blieb Alb, ganz gleich in welchem Alter er sich befand…
      Im Moment fiel das schwarze Haar des Kunden so, dass sie direkten Blickkontakt hatten. Ein grünes und ein rotes Auge… beide strotzten vor Selbstsicherheit und der Gefälligkeit, dass man seinem Wunsch umgehend nachgekommen war. Winston glaubte einen Anflug von Vorfreude in seiner Miene zu entdecken, kurz bevor er die Worte sprach. Der Mann auf seinem Thron musste sich mächtig vorkommen und kannte es nicht auf Widerstand zu stoßen… Doch…
      Pures Entsetzen nahm das Gesicht des jungen Mannes ein, welcher sich auf einen etwas gequälten Aufenthalt in diesem Raum schon längst vorbereitet hatte. Das Verlangen des Alben hätte er gern belacht, doch die schiere Entrüstung über diese Tatsache ließ ihn mit nicht mehr als einen schnauben für den Moment antworten.
      „ Wie kommt Ihr darauf, dass ich mich für Euch entkleide?!“, fragte er letztlich mit lauter Stimme. „ Sie könnten nicht genug bezahlen, damit ich Ihnen mit Freude das Bett warmhalte!“
      Winston winkte ab und schüttelte seinen Kopf. Niemals würde er sich für einen solchen Mann entkleiden!! Sollte der Mann doch in ein dafür angemessenes Lokal gehen. Hier kostete eine Nacht und jeder Host besaß das Recht abzulehnen, wenn ihm der Gast oder Preis nicht recht war!
      ——————
      Marian hatte sich auf dem Bett zusammen gerollt und war eingeschlafen. Das plagende Gefühl der Trennung und das Unbehagen über die Herbeorderung des Familienoberhauptes bereiteten ihm unerträgliche Schmerzen. Nur die Sicherheit, dass er im Hause seines Cousins war, half ihm einzig ein wenig Ruhe zu finden.
      „ Adrik…?“
      Der Faerie fuhr herum. Ihn umgaben schwere Nebelschwaden. Sie umschlangen die dürren Bäume, welche ihre langen Äste nach dem jungen Mann auszustrecken schienen. Sich ergötzend an dessen Furcht kicherten sie mit dem Wind, welcher das Haar Marians wie eine Spieluhr tanzen ließ…
      „ Wo bist du…?“
      Er nahm ängstlich die Hände höher und blickte sich weiter um. Doch nichts als Finsternis, der Bäume hallendes Gespött und eine tiefe Stimme aus dem Walde zu ihm dringend:
      „ Leanan Sidhe… Fee der Macht und des Reichtums…“
      Marian quälte sich. Seine Atmung verschnellerte sich. Er warf seinen gekrümmten Körper auf den Rücken und stöhnte leise. Seine Lieder auf einander gepresst, öffnete er den Mund. Ganz als wollte er einmal mehr um Hilfe rufen.
      Er fühlte die beruhigend Berührung der Hand seines Cousins. Zärtlich über seine Wange streichend. In Form eines Lichtes durchtrennte er den dichten Nebel und ließ die Bäume zu beruhigenden Weiden werden, welche sich im sanften Wind am Ufer eines ruhigen Sees wogen. Marian sank nieder, im Bett und Gras…
      Er war wieder allein im Raum, als er die Augen öffnete und sich aufrichtete. Zum ersten Mal schlug sein Herz nicht, als wäre er dem Tode nah. Er stand langsam auf und ging zum Spiegel. Seine Gestalt war ein jämmerlicher Anblick aus fahler Haut und steifem Haar. Dunkle Ringe unter seinen geröteten Augen zeigten sich besonders gut auf der weißen Haut.
      Er schüttelte seinen Kopf. Das wollte er nicht sehen!
      Marian bemerkte den Zettel. Während er die Zeilen las, verengten sich seine Augen ein wenig.
      Er schritt zur Tür und öffnete jene mit Schwung. Tatsächlich stand ihm gegenüber ein Kobold. Ein wenig größer als er und von außergewöhnlich wohlgeformter Gestalt für eine solche Kreatur. Der Faerie zog eine Augenbraue hoch.
      „ Du sollst mich zum Bad bringen!“, befahl er mit ruhiger und kontrollierter Stimme. „ Und lege bitte auch ein Nachthemd zurecht, ich gedenke mich heute früh zur Ruhe zu legen…“
      Marian ließ sich zum Bad bringen, wo man ihm aus den Kleidern half, ehe er das private Bad der Delvuka betrat. Hier fand er tatsächlich auch seinen Cousin vor, welchen er eigentlich erst erwartet hatte am nächsten morgen zu sehen…
      Marian lächelte kaum merklich, ehe er an den Rand des Beckens schritt und sich hinkniete.
      „ Guten Abend, Lucius…“
    • Der erwartende Blick haftete auf dem Jungen, wartend darauf, dass sich dieser nun endlich seiner Kleidung entledigt, doch anders als erwartet gab dieser Widerworte.
      Er weigerte sich und wurde sogar frech, ein kurzes zucken, das für manche einem grinsen gleich kam zuckte knapp über Adriks Lippen, doch so schnell es gekommen war, war es wieder gegangen.
      Noch einen Moment schwieg der Alb, dann aber stand er auf, er richtete seinen schwarzen Mantel und fixierte den Jungen mit seinen verschiedenen Augen.
      Mit jedem Schritt, den er auf den Jungen zu tat, wuchs sein eigener Schatten, bis dieser den des Jungen gefangen hatte und fest hielt "ich habe die Vermutung du weißt nicht, wer ich bin. Außerdem habe ich mit keinem Wort erwähnt, dass ich das Bett mit dir teilen möchte, Ich habe lediglich gesagt, du sollst dich ausziehen" Adrik hob die Hand und richtete sie auf sein Gegenüber.
      Ohne den Anderen zu berühren füllte sich der Raum mit Schwärze "es scheint du bist dir zu selbstsicher, dafür, dass du ein Mensch bist. Vielleicht sollte sich deine Gestalt deinem Verhalten anpassen".
      Adrik lies die Hand sinken und drehte sich um, er ging Richtung Tür und griff nach dem Knauf. Noch einmal kurz sah er den Jungen an während dieser weiterhin in der Dunkelheit stand, Adrik schnipste und sogleich war der Raum wieder so Licht durchflutet wie vorher "diese Gestalt steht dir, gewöhn dich besser an sie" damit drehte er sich um, sein Rabe landete auf seiner Schulter und zusammen verließen sie den Club.
      Das würde ihm eine Lehre sein, es war allgemein bekannt, dass man sich gegen einen Dunkelalben nicht auflehnte und wer es doch tat, würde es zu spüren bekommen.
      Dabei machte sich Adrik eigentlich nicht viel daraus doch jetzt grade hatte er Frust, denn Marian hatte ihn einfach fallen gelassen, also war er empfindlich und dieser Junge musste dafür bezahlen.
      **************
      Leise plätschert das warme Wasser aus einer Statue in das große Becken, Lucius legte den Kopf in den Nacken und schloss die Augen um zu genießen.
      Selbst als man eine Tür hörte öffnete der Elf die Augen nicht, er wartete ab und hörte dann aber eine zaghafte Stimme.
      Nun öffnete er doch die Augen und sah hinüber zu seinem Couseng "du siehst furchtbar aus. Du solltest dich eindeutig etwas entspannen, lass mich dir helfen!" Lucius hob seine Hand und sah zu Raven, er machte eine Handbewegung und der Kobold nickte, kurz darauf verschwand er aus dem Bad "gefällt er dir? Raven, er ist ein Mischling aus Mensch und Kobold, er war bis vor kurzem auf dem Schwarzmarkt, nun ist er hier und dient mir. Gleich lernst du auch meine drei Nymphen kennen, du wirst sie lieben!" kaum ausgesprochen kamen mit Raven drei junge Damen herein, gehüllt in dünnen, weißen Stoff, alle hatten sie hellbraune Haare und sahen sich ähnlich wie Zwillinge.
      Lucius sah sie an und lächelte warm als er auf Marian zeigte "bitte kümmert euch um ihn, ja?" sie nickten und sogleich widmeten sie sich ihm "genieß es einfach" sofort legte er den Kopf wieder in den Nacken und schloss die Augen.
      Eine Nymphe positionierte sich hinter Marian, die anderen beiden links und rechts von ihm im Wasser.
      Sie lächelten warm und summten im Einklang ein beruhigendes Lied, ihre Fingerspitzen wanderten über Marians Haut, sie glitzerte etwas und erhielt ein juendliches strahlen.
      Die Nymphe hinter Marian positionierte seinen Kopf auf ihrem Schoß und strich sanft sein Kinn entlang, auch sie lächelte sanft und streichelte seine Haut während auch dort die Haut strahlend aussah.
      Nun nahmen sich die Nymphen zu Marians linker und rechter Seite Schwämme und wuschen ihn sanft.
      Als sie fertig waren, verabschiedeten sie sich und verließen das Bad wieder.
      Lucius hob den Kopf und besah Marian "du siehst schon viel besser aus, jung und frisch wie der Frühling, sehr schön" der Elf erhob sich und Raven reichte ihm ein Handtuch "sag mir bescheid, wenn ich dir heute Nacht einen weiteren Traum schenken soll, vielleicht schläfst du dann besser!".


    • Erwartungen füllten den Raum. Schwere Aussichten auf die Forderungen des dunklen Alben bezogen. Vor ihm den von Dunkelheit unbefleckten Körper zu entblößen und ihn unter das Auge der Finsternis zu führen, wurde verlangt!
      Doch anstelle von Gehorsam bot die arrogante Gestalt in menschlicher Hülle ihm Widerworte und Abscheu an. Ein angeekelter Ausdruck für den Alb. Weder dessen Augen, schon gar dessen Finger würden diesen Körper berühren. Wäre der andere ein schöner Elf gewesen, eine sanfte und natürliche Gestalt, hätte Winston wohl mit allem Maße getan,was in seinen Fähigkeiten lag, um den imaginären Kunden zu Frieden zu stellen!
      Doch vor ihm saß keine Form des Lichts, nur personifizierte Finsternis…
      Ein Grinsen huschte kaum merklich über die Lippen des Alben und ein niederschmetternder Blick fixierte die noch aufrecht stehende Gestalt vor sich. Empörung musste die Gestalt kennen, oder? Das Gefühl von Ablehnung und Anwiderung der Menschen in seiner Umgebung. Kannte er es? Selbst wenn schien er es sich nicht sonderlich zu Herzen zu nehmen…
      Stille fand Einzug in den Raum und erschwerte die Luft ein weiteres Mal. Die Aura von Macht drückte förmlich die Wände des Raumes auseinander. Wie ein wildes Tier in einem viel zu kleinen Käfig, dass sobald es frei wäre unbesiegbar werden würde… Dieses Gefühl machte sich in Winston breit, während er seinen Blick auf den Mann richtete.
      Die Schatten wuchsen, umschlangen einander und raubten das Licht im Raume. Gefangen!
      Durch die Finger der zwischen ihnen schwebenden Hand betrachtete Winston den Dunkelalben vor sich. Seine Worte verloren sich irgendwo in dem Schatten und der steigenden Schwere auf den Schultern des Menschen.
      „ Zu selbstsicher für einen Menschen bist du!…“
      Winston begann zu zittern, als er fühlte, wie die Dunkelheit ihre Hände nach ihm ausstreckte. Die Stellen wurden kalt, ehe es sich so anfühlte, als würde ihm jemand die Haut vom Leibe reißen, nur dass diese von neuer zugedeckt werden könnte.
      Licht durchflutete den Raum und offenbarte dem blick ein schauerliches Bild. Die Hände waren nicht mehr als Pranken von seltsamer Gestalt. Entsetzt wandte er jene herum, blickte immer wieder auf die dunkle Haut und die mit Krallen besetzten Finger.
      Winston sackte zusammen, faste sich an jede Stelle, an welcher er die Veränderung bemerkte…
      Er zahlte den Preis für die Taten eines anderen…
      Das der Leanan Sidhe den dunklen Alben von sich gestoßen hatte und das ihm liebe Spiel der Zuneigung und Balz verwehrte, musste Winston nun ausbaden. Und das obwohl er gar nicht wusste, warum…
      **************
      Er gab sich dem beruhigenden Klang des Wassers hin, welches die Fallspanne von einem Meter mit einem feinen Plätschern in das Becken abschloss. Marian tauchte seine Beine in das erfrischende nass ein und betrachtete stumm die Wellen, mit welchen er die feine Oberfläche störte.
      Die Bemerkung seines Cousins über sein Aussehen kommentierte er mit einem schnauben. Wie würde er aussehen, wenn er für die verhasste Familie die einzige Person aus dem eigenen Leben verbannte, die ihm vielleicht tatsächlich etwas bedeutet hatte?
      Bei dem Gedanken an Adrik schmerzte das Herz des Faerie einmal mehr. Wie konnte er sich nur jemals in diesen Dunkelalben verliebt haben? Die Tage des Anfangs waren nicht mehr als ein lockeres Spiel gewesen. Sie täuschten einander die Zuneigung vor und zollten unbehelligt hineinander herum. Marian erinnerte sich gern an diese Tage zurück. Doch mit wachsendem Kontakt wuchsen die Gefühle in seinem Herzen heran und keimten letztlich… Marian hätte sich sicherlich ewig in diesem Traum aufhalten können. Doch stets erinnerte sein Objekt der Begierde ihn daran, dass es für ihn nicht mehr war als nur ein Spiel und jeder Zeit hätte vorbei sein können. Doch solange sie die Zeit miteinander leiten, redete Marian sich ein, dass alles gut sein würde. Nur noch einen Tag wolle er auf sein Herz hören und es Morgen beenden. So ging es Tag um Tag…
      Erst der Ruf des Familienoberhaupts ließ ihn erwachen und gab ihm den letzten Stoß über die Grenze, dieses Theater zu beenden. Marians Herz würde schmerzen, ob nun er den Cut setzte oder Adrik es eines Tages täte. Er nahm die Chance in die Stadt zu gehen als Chance Distanz zwischen sich und den Ort voller Erinnerungen zu setzten.
      Es ist gut, mein Herz. Eines Tages wird der Schmerz vergehen… Du hast es selbst so entschieden, so ist es besser!
      Marian blickte erstaunt auf, als Lucius zu ihm sprach. Er sah seinen Cousin an und erinnerte sich an dessen seltsame Vorliebe für exotische Dinge. Ein wenig verzog er das Gesicht bei dem Gedanken an ihr erstes Treffen. Als man Lucius sagte, dass sein Cousin ein Leanan Sidhe war, drehte er fast durch und wollte alles wissen. Als Kind fand Marian das irgendwie niedlich, heute etwas befremdlich.
      Nymphen? Ein wenig entsetzt zog er die Augenbraue hoch. Doch bevor er ablehnen könnte und erklären wollte, dass er das ganze nicht nötig hatte, kehrten auch schon drei junge Damen gemeinsam mit Raven in den Raum zurück. Sie alle sahen einander ähnlich und Marian hätte sie wohl nicht von einander unterscheiden können. Die dünnen Stoffe zeigten ihre feine Haut und über die rosigen Wagen breitete sich ein Lächeln aus.
      Sie umringten Marian, welcher ein wenig zusammen zuckte, als er die kühlen Hände der Frauen auf seiner Haut spürte. Im ersten Moment verflog allerdings jegliches Gefühl des Unbehagen. Ihre Berührungen fühlten sich gut an, gar ihn zurück in die Trance versetztend, welche auch Adriks Anwesenheit bei ihm ausgelöst hätte.
      Marian ließ es geschehen, schloss die gequälten Augen. Ruhe und Frieden durchströmten seinen Körper. Ganz so als würde er sich am Ufer eines Flusses im Feenreich befinden…
      Die Nymphen trugen den Zauber jener Welt in sich und waren fähig ihn auf andere Wesen zu projizieren. Nicht umsonst war es allgemeine Praxis im Adel ein paar Nymphen parat zu haben. Neben Werwölfen als Wächter waren sie wohl das beliebteste Gut.
      Die Nymphen nahmen sich des Leanan Sidhe gänzlich an, bis jeder Funke von Trauer aus seinem Geist verschwunden zu sein schien. Erst als sie gingen, öffnete er die Augen wieder und blickte seinen Cousin an.
      „ Der Frühling?“, er musste amüsiert über die Bemerkung lachen. „ Sicher, ich komme auf dein Angebot zurück!“
    • Kaum raus aus dem Club, atmete er die Luft der kühlen Nacht ein. Ob ihn der Mensch leid tat? Keines Wegs, zumindest nicht in diesem Sinne, ihm tat es leid, dass der Junge überhaupt an sowas wie Auflehnung gedacht hatte, doch er hatte es nicht anders verdient.
      Wie eine schwarze Katze streifte der Albe durch die Straßen, wie ein Schatten wandt er sich um die Ecken und folgte seinem Weg zu einem imposanten Anwesen.
      Es hatte einen großen Vorgarten in dem Raben auf den großen Bäumen saßen. Sie krächzten im Einklang, sobald jemand durch das Tor kam und verrieten damit den Wölfen, dass sie vielleicht ein neues Beutetier fanden doch dieses mal stoppten sie einen Meter entfernt vor ihrem Meister, sie zeigten sich Reudig und traten nur langsam an ihn heran.
      Adrik besah seine schwarzen Wölfe und streichelte über das glänzend schwarze Fell, es waren seine liebsten Tiere, wunderschön, gehorsam und stark. Würde es ein Fremder wagen auf sein Anwesen zu kommen, würden ihn die Wölfe fressen ohne auch nur ein Haar zu hinterlassen.
      Der Alb wendete sich von den Wölfen ab und ging weiter zu dem großen Haus, es hatte eine weiße Fassade die mit den Jahren ergraut war, das Holz zierten kleine Efeuadern die bis in den ersten Stock gekommen waren und dann aufgegeben hatten.
      Drinnen wurde er bereits empfangen, einzig seine Bediensteten hatten keine Angst vor ihm. Zumeist waren es Elfen oder ähnliches, denn so musste er nicht oft neue suchen, sie lebten länger und es ging ihnen hier gut.
      Das Anwesen bestand aus 3 Gebäuden, dem Haupthaus in dem Adrik einen Saal hatte, der für Feiern und dergleichen gedacht war, ein Haus für seine Bediensteten, in dem sie leben durften, sogar mit ihren Familien und Adrik Haus in seinem Wald. Dort waren seine Gemächer, dort hin zog er sich zurück um für sich zu sein, dort wohnten seine Wölfe.
      Auf dem Gelände selbst gab es noch einen Garten in dem die Bediensteten Obst, Gemüse und allerlei andere Dinge anbauten für ihren Herrn und sich selbst, einen Rosengarten den sie mit liebevoller Hingabe bestellten, denn sie wussten wie sehr ihr Meister die blauen Rosen liebte sowie eine heiße Quelle die ebenso für Adrik wie für seine Diener war.
      Man konnte über den Dunkelalb sagen was man wollte, doch er war niemals ungerecht ohne einen triftigen Grund, er kümmerte sich um seine Bediensteten und sorgte für ihre Zufriedenheit, denn auch wenn er der Schatten der Alben war, so steckte der Schöpfer auch in ihm und ein Schöpfer ließ seine Schöpfung nur ungern sterben.
      Ohne weiteren Gedanken führte Adriks Weg in sein kleines Haus, dass zwischen den Bäumen des eigens angelegten Wald des Anwesens stand.
      Er nahm ein Bad in seiner Krallenbadewanne und genoss die Ruhe während er einen Moment aus dem Fenster sah, der Mond ging bereits auf und man konnte draußen die Wölfe heulen hören.
      Eine junge Elfe brachte Adrik ein Glas mit purpurnem Wein an sein Bad und verschwand gleich wieder, denn auch sie wusste, dass ihr Herr die Ruhe liebte, vor allem jetzt, da Marian fort war, das einzige Wesen, was ihrem Herrn so viel bedeutet hatte.
      ******************
      Das Lachen erfüllte Lucius mit Freude.
      Sollte ein Wesen in seinem Anwesen leben, musste es Maekellos sein, es musste sein Interesse wecken, sonst würde es ihn langweilen und dann würde er es verkaufen, wenn er denn konnte doch bevor das passierte, würde er selbst dafür sorgen, dass es seinen Ansprüchen genügte.
      Der Elf trocknete sich ab und ließ sich dann von Raven ein Gewand gaben, was er sogleich anzog, kurz darauf sah er Marian wieder an "sehr schön, sag mir bescheid und...achte auf dich, du bist so ein wunderschönes Wesen, lass dein Antlitz nicht durch solche Belanglosen Dinge wie Trauer trüben" Lucius lächelte warm und verließ das Bad.
      Er ging zurück in sein Arbeitszimmer und setzte sich dort auf den mit Leder bezogen Stuhl, er stand an einem großen Schreibtisch aus dunklem Holz.
      Auf diesem Tisch lagen Briefe doch in ihnen standen keine freundlichen Worte, es waren trockene Fragen und beinah unverschämte Anweisungen, sie konnten nur von Lucius Großvater sein.
      Er musste immer im Bilde sein und jetzt gerade wollte er wissen, wie sich Marian machte, ob es Probleme gab und der Elf schrieb ihm lediglich, dass alles in bester Ordnung wäre und seine Angelegenheiten in der Hauptstadt zur vollsten Zufriedenheit erledigt wurden, mehr noch, er schrieb, er habe einen Koboldmischling gefunden und wie überaus entzückt er darüber war.
      Er verschlossen den Brief mit seinem Wachssiegel und reichte es Raven "bring diesen Brief morgen zur Post ja?" der junge Mann nickte und nahm den Brief, als wäre er ein wertvoller Schatz an sich.
      Sogleich drehte sich der Stuhl zum Fenster hinter sich und die türkisen Augen des Elfen wanderten über das große Gelände, von hier aus konnte er sein Gewächshaus sehen, aber auch seinen eigenen Zoo, in dem die unterschiedlichsten Wesen lebten.
      Es waren alle die, die mehr einem Tier als einem Menschen ähnelten.
      Die mit denen man reden konnte und die Anweisungen befolgen konnten arbeiteten für Lucius und er war stolz auf seinen Zoo in dem er jederzeit seine Errungenschaften betrachten konnte.


    • Seine Miene trübte sich, als Lucius ihn „wunderschönes Wesen“ nannte. Eine oberflächliche Beschreibung seiner Beschaffenheit. Marian bemerkte oft, dass der Adel dazu neigte ihn auf das zu reduzieren, was sie sahen.
      Für Leanan Sidhe war es nicht ungewöhnlich besonders schön und anziehend zu wirken. Darauf basierte immerhin ihre Kraft, für die Liebe eines Wesen und dessen Blut gaben sie ihre größte Macht preis - ein jeder Mann, dessen Blut ihre Kehle hinab glitt, sollte ertrinken in Reichtümern und an unendlicher Macht gewinnen.
      In Marians speziellen Fall spielte das Elfenblut in seinen Adern maßgeblich zu seinem Aussehen bei. Eine schlanke wohl anzusehende Silhouette. Weiche Gesichtszüge, welche unachtsames Auge dazu verleiten könnten zu glauben dass er eine Frau sei. Rein weiße Haut und blasse, liebliche Augen.
      Er selbst kannte nur wenige andere Faerie. Im Gegensatz zu den mit ihnen verwandten Elfen, hielten die Naturgeister nicht viel von der menschlichen Welt und verließen die Heimat nur selten. Doch einen Faerie schmückte für gewöhnlich ein wesentlich natürlicheres Antlitz in den Farben der Heimat…
      Auch Adrik war einst dem Charme seines Körper verfallen. Aus kaum einem anderen Grund hatte der Alb sich wohl sonst an jenem Tag zu Marian an das Ufer des Flusses gesetzt und die Szenerie kommentiert…
      Marian verließ das Bad eine ganze Weile nach Lucius.
      Raven war zurück gekommen und wartete mit frischen Kleidern auf den Faerie. Der Kobold blieb auch beim Anblick des entblößten Körpers völlig ruhig. Lucius musste ihn wohl ermahnt haben die Schönheit einer solchen Kreatur nicht allzu sehr zu bewundern, nicht dass er ihr verfallen würde. Marian ließ sich einkleiden. Ein beigefarbenes langes Hemd, welches an den Ärmeln und am Kragen mit Rüschen verziert worden war. Darüber legte Raven behutsam einen dunkelroten Schal aus grober Wolle. Dem Cousin seines Herrn sollte es schließlich nicht nach frieren zu mute sein!
      Der Kobold begleitete Marian wieder zu seinem Zimmer, wo jener ihn sogleich hinaus schickte und verkündete, dass er sich ausruhen wollte.
      Erneut allein in dem Raum, streifte er zunächst den schweren Schal von seinen Schultern und ließ ihn unachtsam auf den Boden fallen. Marian tapste auf flinken Füßen zum Bett und warf sich darauf. Langsam ließ der Effekt der Nymphen nach und sein Herz schmerzte einmal mehr. Sehnsüchte nach Berührungen und lieblichen in sein Ohr gewisperten Worten wuchs in ihm heran. Er legte seine Hände gefaltet auf die Brust und seufzte leise.
      „ Wie weit hätten wir dieses sinnliche Spiel wohl getrieben, Adrik?“, er lächelte leicht bei dem Gedanken. „ Hätten wir uns gänzlich im Traume verloren? Und hättest du meine Gefühle vielleicht eines Tages doch akzeptieren und erwidern können?“
      Er lachte Sekunden später über diesen Gedanken. Niemals würde ein Alb etwas anderes als hier empfinden können… es bleib ein Spiel!
    • Den restlichen Abend hatte Adrik damit verbracht sein Bett zu genießen, er hatte sich eines aus den hunderten von Büchern aus seiner eigenen Bibliothek genommen und es in den Saidenlaken gelesen.
      Irgendwann wurde er dann aber zu müde und löschte das Licht um zu ruhen.
      Am nächsten Morgen hatte dann aber einer seiner Bediensteten geklopft und Adrik aus seinem Schlaf geweckt, er brachte dem Alben das Frühstück und einen Brief ans Bett, diesen las Adrik sofort und eine Augenbraue schnellte nach oben, Delvuka? War das nicht auch Marians zweiter Nachname? Vielleicht würde Marian auch da sein, es könnte interessant sein.
      Adrik legte den Brief zur Seite und nippte an dem noch heißen Tee, er roch leicht süßlich und war pure Sinnlichkeit für seine Geschmacksknospen.
      Als er fertig gekleidet war, ging er schnellen Schrittes in sein Haupthaus und wies seine Hausdame an ihm etwas festliches für diesen Anlass zu besorgen.
      Sogleich machte sie sich mit ein paar Damen auf den Weg in die Stadt.
      Das Fest wäre schon in ein paar Tagen also musste etwas gefunden werden und sie waren immer verlässlich was ihren Geschmack an ging.
      Adrik selbst machte sich nach ein wenig Schreibkram ebenfalls auf den Weg in die Stadt um eine Angelegenheit mit einem Kunden zu regeln, schließlich arbeitete er aus der Langeweile heraus ab und zu als Söldner, sofern sich dieser Adrik leisten konnte.
      In der Kutsche wanderte der Blick des Alben nach draußen, was wenn er Marian begegnen würde? Adrik würde sich nicht entschuldigen, der Faerie hatte ihn fort geschickt, er hatte es gewagt einen Dunkelalben zum Teufel zu schicken und er könnte sicher nichts mehr von ihm erwarten. Es ärgerte Adrik beinah, doch soweit reichte es dann doch nicht. Er wollte sehen, wie es Marian erging, sehen ob dieser nun glücklich war mit seiner Entscheidung, so musste es sein, denn Adrik hätte alles für ihn tun können, jeder andere hätte liebend gerne die Position gehabt die Marian besaß doch er wollte sie nicht, er wies den Dunkelalben ab und dafür musste es einen guten Grund geben, diesen wollte Adrik nur zu gerne erfahren.
      In der Stadt angekommen hielt die Kutsche bei einem kleinen Gasthaus, der Besitzer war wohlhabend und besaß vieler derartiger Häuser, aus diesem Grund bezahlte er gut für Adriks Dienste.
      Dieser wiederum leistete nur diesen Dienst, weil es Abwechslung war, so konnte er seine Zeit interessant gestalten, auf das Geld war er nicht angewiesen, er besaß mehr als genug, es war rein das Vergnügen des Chaos was die Menschen untereinander säten, was ihn dazu brachte, zu tun was ein einfacher Mensch wollte.
      Der Mann erwartete den Schwarzhaarigen bereits mit einem großen Grinsen und reibenden Händen "Master Adrik, endlich seid ihr hier, habt ihr was ich brauche?" dieser nickte und hob seine Hand. Auf dem Boden tauchte eine Armee aus Mäusen auf, alle samt aus dem Schatten, den Adrik selbst warf "sie werden ausschwärmen, sie werden Speis und Trank in den Spelunken dieser Stadt vergiften und sie ungenießbar machen. Die Geschäfte werden als bald schließen und die Menschen werden sie nie vergessen, sie werden zu euch kommen doch gebt acht, solltet ihr mich verraten, werde ich auch euch diese Mäuse schicken also seid vorsichtig!" der Mann nickte eifrig und gab Adrik einen Beutel voll Geld, kurz darauf schnipste dieser und die Mäuse rannten wie verfolgt los um ihr Werk zu tun.
      Damit verschwand Adrik wortlos und entschied sich, sich die Stadt etwas an zu sehen.
      **********
      Gerade half eine Dame, eine der Nymphen Lucius beim Ankleiden als Raven herein kam "Meister, ich habe eure Einladungen verteilt, wie verlangt!" Lucius lächelte und nickte, sein Großvater hatte einen Brief geschickt der noch heute Nacht ankam, nicht ungewöhnlich, wenn er eine Idee hatte, teilte er sie auf der Stelle mit, so war noch heute Nacht ein Kurier gekommen. Erst hatte sich Lucius darüber geärgert, dass sein Großvater jetzt ein Fest verlangte doch er konnte sich nicht widersetzen also musste er alles in die Wege leiten, es tat ihm leid um Marian doch sie mussten ausharren bis der alte bereit war ab zu treten, dann könnte er nichts mehr verlangen.
      Der Elf hatte auf der Stelle Einladungen verschickt und dafür gesorgt, dass jeder sie noch am nächsten Morgen bereit liegen hatte, denn das Fest wäre schon in ein paar Tagen.
      Lucius selbst war heute damit beschäftigt, alles zu planen, er musste auch Marian einkleiden lassen und dafür sorgen, dass alles glatt lief.
      Als der Elf fertig war, ging er in den Speisesaal um zu frühstücken, dabei gab er Raven Bescheid, dass dieser Marian wecken sollte, er musste mit ihm sprechen, außerdem hatte er veranlasst, dass noch weitere Hilfskräfte eingestellt wurden, sie würden Hilfe brauchen um das alles innerhalb der nächsten Tage auf die Beine zu stellen.


    • Reinlichkeit umsäumte die zarte Gestalt, welche vergraben unter Decken in ein Kissen gekuschelt die letzten Züge der nächtlichen Ruhe genoss…
      Das Trugbild des Morgens fing ihn ein, sobald er die Augen öffnete. Eine traumhafte Illusion, dass neben der kleinen Person eine größere lag. Dicht an den Partner des vorangegangenen Abends gekuschelt die Schlafstätte teilend. Müde Augen ließen die Ereignisse der Abendstunden Revue passieren und erinnerten sich an jeden Moment. Jede zärtliche Berührung, jedes gesprochenen Wort… Mit einem Lächeln voller Glück und Wohlwollen, betrachtete das Paar Augen die noch ruhende Gestalt… Mit einem Lächeln voller Enttäuschung musste der Traum letztlich enden…
      Schon brach die Sonne ein. Durch die schmalen Spalten zwischen den schweren Vorhängen bahnte sie sich einen Weg in den Raum und tauchte feine sich über Mobiliar und Boden ziehende Streifen in ein goldenes Licht.
      Marian verabscheute die Morgene. Wenn die strenge Stimme eines Butlers ihn weckte, man ihn aus der Behaglichkeit des Bettes zwang, mit kaltem Wasser zu wecken versuchte und die Lästigkeit der gehobenen Kleidung einmal mehr seinen Tag schmausen würde…!
      Heute war das Signal des kommenden Unheils ein Klopfen an seiner Türe. Und die ihm bekannte Stimme Ravens.
      „ Lord Marian, seid Ihr wach?“
      Der Bewohner des Zimmers antwortete mit eisernem schweigen auf die Frage, was den Butler dazu veranlasste nach einem weiteren Klopfen das Zimmer zu betreten. Raven Schritt zu den Vorhängen und zog jene mit Schwung auf, sodass die Sonne nun gänzlich den Raum durchflutete. Er wandte sich herum und betrachtete einen Moment die vergrabene Silhouette eines Körpers, welcher ein unstimmiges Brummen von sich gab.
      Behutsam bückte er sich nach dem Schal und erwartete, dass Marian sich erheben würde. „ Euer Cousin verlangt beim Frühstück nach Euch! Dieses steht schon bereit!“ Nun kam doch Regung in den Körper und leise erhob sich eine Gestalt mit zerzaustem Haar. Verstimmt blickte der Faerie den Butler an, welcher an das Bett trat und ihm den Schal umlegte.
      „ Ihr werdet erwartet!“
      In seiner Miene lag Druck und Eile. Er wollte Lucius offensichtlich nicht allzu lange warten lassen, was Marian zum Willen des Butlers akzeptierte. Er erhob sich und nickte nur.
      „ Führt mich zum Speisesaal!“
      Sie durchquerten die Flure bis hin zu einer großen Türe, welche Raven behutsam öffnete und Marian herein ließ. Anstelle einer langen Tafel, welche das sprechen mit den anderen Teilnehmern kaum erlaubte, fand der Faerie einen kleineren, sehr überschaubaren Tisch vor, an welchem Lucius saß. Er grüßte jenen artig, ehe er an den Tisch heran schritt und sich setzte. Es war reich gedeckt worden! Brote, Eier und verschiedenste andere Dinge für das perfekte Frühstück eines Adligen…
      Marian sah sich um, nahm sich allerdings für den Moment nichts. Er blickte wieder auf, war sich sicher, dass Lucius ihm etwas sagen wollte.

      Winstons gonna take a while… Er würde nicht direkt zur Frühstückszeit vor der Türe stehen xD
    • Es dauerte ein wenig, bis sein geschätzter Couseng mit seiner Anwesenheit glänzte doch endlich saß er Lucius gegenüber, er wirkte verschlafen, als hätte man ihn förmlich aus dem Bett geworfen. Lucius sah Raven an "du hättest ihm auch durchaus beim ankleiden helfen können, aber das ist nicht so wild. Er gibt dennoch ein liebliches Bild ab" Lucius lachte glockenhell und nahm sich nun endlich ein Brötchen, sie dufteten frisch gebacken. Dazu ein Tee und schweigte eine Weile bis er wieder in Marians Richtung sah "ich habe heute große Pläne für dich! Heute kommt ein Schneider, er wird dir ein wunderschönes Gewand herstellen, anlässlich der Feier die in den nächsten Tagen statt findet, nur zu deinen Ehren. Unser Großvater möchte durch dich die Bande verschiedener Wesen und Familien stärken, also werden sie kommen und dir ihr Blut dar bieten. Du hast Glück, es sind viele verschiedene, Elfen, Nymphen, Dunkelalben, Werwölfe, selbst die Vampire sind interessiert und sie sind alle nur wegen deiner Gunst auf diesem Fest" Lucius lächelte warm, er sprach mit einer sanften Stimme und widmete sich kurz darauf wieder seinem Frühstück "ich werde heute damit beschäftigt sein den Ballsaal herzurichten, schließlich soll alles perfekt aussehen, Großvater wird schließlich auch kommen!" Es gefiel Lucius nicht den Alten in seinem Haus zu haben doch er konnte leider nichts dagegen sagen, er war das Oberhaupt in dieser Welt und Lucius musste seine Drecksarbeit erledigen, ob er wollte oder nicht, zu viele Geheimnisse kannte der Alte über ihn.
      Kaum war er mit dem Frühstück fertig nahm er sich seinen Tee und atmete den köstlichen Geruch ein, er blieb sitzen, bis auch Marian fertig war, er genoss den Anblick und die angenehme Ruhe des Moments.

      Adrik ist still shopping, sonst bekomme ich die Zeit mit ihm nicht rum und schreibe nur mist XD


    • Wie könnte er den Schock überwunden haben?
      Seine Gestalt gänzlich entstellt. Von dunkler Haut überzogen, welche mit dunklen vor Furcht pulsierenden Adern versehen war. Gelbe Augen, weit aufgerissen blickten sich um, während die Gestalt taumelnd umherzog. Kein Ziel vor Augen. Ein Keuchen, langsam und nach Koordination suchend. Immer wieder drehte er mit entsetzendem Zittern die Hände herum, wann immer er stehen blieb. Den Blick in die verglasten Fenster wagte er nicht… die Abtastung seines Gesichtes genügte…
      Die Nacht verbrachte er vor den Toren der Stadt. Irgendwo unter einem Baum rollte er sich zusammen und ordnete in der Dunkelheit seine Gedanken, nachdem der Schock überwunden war.
      Winston überlegte. Ein Dunkelalb hatte ihn verflucht… nur weil er dessen Befehl nicht aufführen wollte!… Einen solchen Fluch konnte nur der Urheber brechen, sonst niemand! Das war Teil ihrer Magie.
      Den nächsten morgen ließ er ruhig einklingen. Viel zu ruhig eigentlich…
      Winston durchquerte die Tore in die Stadt und trotz fortgeschreitenden Stunden des Morgens lag ein feiner Nebel über den ihm unbekannten Straßen. Dichte graue Wolken verdeckten den Himmel heute. Hier war es ganz anders als auf dem Land. Wo hier einheitliche Häuser die Straßen des Stadtviertels schmückten und die Fassaden mit feinen Emblemen versehen waren, stand in dem kleinen Vorort aus welchem er gekommen war alles unter dem dörflichen Charm und versprühte das Gefühl ländlicher Idylle für jeden Besucher.
      Die einheitlich matten Farben seiner Umgebung und des Himmels nahmen die ebenso grauen Gestalt perfekt in sich auf. Schwankend bewegte er sich durch die Allee, den Blick gesenkt und keine der wenigen Personen eines Blickes würdigend Der Fellball tapste ein paar Meter vor seinem Herrchen über den Asphalt. Immer wieder blieb er stehen und reckte die Nase in die Luft. Er nahm nun völlig andere Dinge war, als er es als Mensch einst getan hatte…
      Gerüche, Geräusche… Ein wenig überkam ihn der Rausch. Es war erstaunlich!
      Ein wenig von dem neuen Gefühl benommen taumelte er durch die Straßen. Dank der beschmutzen Kleider und des wahnsinnigen Blickes mieden die Menschen ihn. Jeder heilt Abstand zu ihm, soweit er es konnte. Selbst als er sich bei einem Bäcker etwas zum Frühstück kaufte, war der Ladenbesitzer sehr erpicht darauf den seltsamen Gobelin direkt wieder los zu werden.
      Winston wusste nicht recht, was er denken sollte. Den menschlichen Charme eingebüßt, behandelte ihn fast jeder wie etwas, dass man übersehen könnte und das obwohl er doch Geld besaß. Rast fand er am Brunnen auf dem Marktplatz. Er wagte einen ersten Blick auf sein neues Gesicht. Das einst starke und noble Antlitz war nun fahl und eingefallen, turg Spuren seiner vergangenen Nacht an sich…
      Er seufzte leise. Sollte das jetzt sein Leben sein?! Das eines Minderwertigen der Gesellschaft, eines Gobelins? Man kannte sie eigentlich nur als kleine Kreaturen, welche in den Mienen nach der Kohle für die Fabriken schaufelten… Doch Winstons Gestalt war eindeutig zu groß dafür. Auch besaß sein Rücken keinen Buckel, wie er es sonst so oft sah…
      Er lehnte sich zurück und starrte in die Wolken. Ganz gleich! So wollte er sein Leben nicht fristen… er musste den Alben finden und ihn dazu bekommen den Fluch aufzuheben!
      Sein Weg führte ihn letztlich zum Anwesen des Jungen Lord der Delvuka Familie. Er hatte den Aushang gesehen, auf welchem sie kurzfristig einen erfahrenen Arbeiter suchten. Die perfekte Gelegenheit sich als Armee Tölpel in die Gesellschaft der Reichen einzuschleichen! Zwar nur als Bedingung, aber es war ein Anfang und so könnte er den Ale n ausfindig machen, der das ganze hier zu verantworten hatte!!
      Er klopfte am Dienstboteneingang und stellte sich einer jungen Maid als Bewerber vor, in der Hoffnung eingelassen zu werden!
      **********
      Erneut diese Worte, welche in Marians Kopf einen Gedanken des Missgunst auslösten und seinem Cousin einen leicht empörten Blick zu werfen ließ.
      „ liebliches Bild…“
      Wie Ihr Großvater klang er in solchen Momenten. Wenn des alten Hände auf den Schultern des Kindes lagen und seine aufgeregten Augen jedes unausgesprochene Wort in seinem Kopf für ihn aufzeigten. Im Äußeren Anschein allerdings hielt er sich bedeckt, lobte das Aussehen, ohne davon zu schwärmen, welch großartige Chance Marians Existenz für die Familie Delvuka bedeutete!
      Auch ihr Lachen klang so ähnlich… ein helles und klares Geräusch. Doch wo das Lachen von Lucius ehrlich und aufrichtig klang, schwang in dem des Alten der Klang des Profits mit. Er wollte nur die Macht der Familie sichern, ganz gleich zu welchem Preis! Am besten zum höchsten, Marians Fähigkeiten dem Meistbietenden zu übergeben und Lucius mit einer reichen Tochter vermählen… Den Faerie würde es nicht wundern, wenn solche Pläne schon lange im Hintergrund geschmiedet wurden.
      Für einen Moment nahm er die Ruhe zwischen ihnen hin. Während Lucius sein Frühstück bereitete, nahm Marian etwas von der warmen Milch. Hatte sein Cousin sich erinnert? Der Faerie trank nicht sonderlich gern Tee und zwang sich nur zu besonderen Anlässen zu einer Tasse. Lucius offenbarte er einst, dass er die warme Milch mit etwas Honig aus seiner Kindheit vermisste und am liebsten jeden Morgen eine haben wollte… Ein feines Lächeln huschte über seine zarten Lippen bei dem Gedanken an ihre Jugend, jenes verschwand allerdings wieder, als Lucius ihn in die Pläne für den Tag einweihte.
      Marians Augen weiteten sich, als die glückliche Rede in seine Ohren drang. Die noch an seinem Mund befindliche Tasse sackte langsam ab, ehe sich kippte und der übrige Inhalt auf den Faerie tropfte.
      Sobald schon wollte man ihn an irgendjemanden verkaufen?? Ihr Großvater kannte das genaue Ausmaß seiner Macht nicht… Marian hatte erst einmal das Blut einer Person zu sich genommen. Leanan Sidhe waren selten und wie vielen gleichzeitig sie ihre Macht geben könnten war unbekannt. Und ihr Großvater wollte schon alles daran legen vielleicht jeden wichtigen Mann in seine Gunst zu holen, in dem er ihn an der außergewöhnlichen Chance teilhaben ließ?!
      Elfen, Nymphen, Dunkelalben… Sein Herz stockte für einen Moment. Adrik… Ob Marian sein Blut getrunken hätte?
      Der Faerie blieb still, als Raven an Seine Seite stürzte und ihm mit einer Stoffservierte den Arm von der Milch befreite, direkt nachdem er ihm die Tasse aus der Hand genommen hatte.
      Marian lachte leicht. „ Der Alte kann es kaum erwarten…“, sagte er und warf den Kopf in den Nacken. Er blickte zu Raven und schenkte ihm ein Lächeln, ehe er ihn bat ihm doch eine neue Tasse aufzuwärmen. Der Kobald bejahte und verließ die beiden umgehend.
      Tief durchgeatmet und mit neuer Kraft bereichert, begann auch Marian mit dem Essen.
    • Das Frühstück neigte sich gen Ende, die Bediensteten räumten bereits ab und Lucius erhob sich elegant aus seinem Sitz, seine Augen trafen die des Faeire und er schenkte ihm ein sanftes Lächeln, eines das aufrichtig war und jeden in eine warme Atmosphäre hüllten "bitte erhol dich etwas und mach dir keine Sorgen über das Fest, ich kümmere mich um alles, genieß es lieber! Jetzt entschuldige mich" Lucius verließ den Essraum und wurde sogleich von einer Maid aufgehalten, sie verkündete ihm, dass sich jemand auf das Gesuch gemeldet hatte und sogleich war Lucius neugierig.
      Sie führte ihn in einen hellen Raum, dort standen auf glänzendem Marmorboden zwei Sofas in dunklem Leder, in den Ecken standen große Pflanzen und reckten sich nach dem Licht das durch die bodentiefen Fenster drang, in mitten dieses Raums saß eine Gestalt die kein Mensch war, es war etwas anderes mit dunkler Haut.
      Lucius betrat den Raum mit einem leichten Lächeln und setzte sich auf das gegenüberliegende Sofa, er überschlug die Beine und betrachtete den Bewerber.
      Fasznierend, er war offensichtlich ein Goblin, doch er war keinesfalls so klein und unförmig, im Gegenteil, es wirkte als würde er eine Hülle tragen die einen überaus wohlgeformten Körper versteckte. Seine Haut war dunkel und widerstandsfähig, an manchen Stellen mit Fell bedeckt, an anderen ledrig und Glatt.
      Was am meisten heraus stach waren seine gelben Augen, sie leuchteten beinah und erweckten den Anschein durch einen hindurch zu sehen "also mein Junge, du möchtest bei mir arbeiten, erzähl mir wo du her kommst, denn du bist sehr ungewöhnlich".
      Einen solchen Goblin besaß er noch nicht, eine solche Gestalt war wahrlich eine Bereicherung.
      ***************
      Den halben Tag lang hatte Adrik Erledigungen gemacht, denn er wollte seine Vorräte aufstocken, außerdem war er bei einem Barbier, er musste schließlich gut aussehen für die Feier.
      Kaum war er soweit setzte sich Adrik wieder in seine schwarze Kutsche und fuhr zurück in sein Anwesen, er wurde bereits mit einem lieblichen Duft von leckeren Speisen erwartet, wie wunderbar es roch, er bekam schon Appetit.
      Einer seiner Bediensteten räumte seine Einkäufe aus der Kutsche und gleich in sein Labor, er selbst begab sich in denn Essraum und sah dort eine reichlich gedeckte Tafel, er setzte sich und sofort wurde ihm das Essen gereicht.
      Sogleich probierte er und wieder einmal hatte sich sein Koch übertroffen, er aß es mit Freuden doch ihm fiel auf, dass es einsam war, in der letzten Zeit hatte ihm Marian Gesellschaft geleistet doch nun war es wieder so still und unangenehm.
      Er beendete schnell das Essen und verließ den Raum, er wollte wissen, ob seine Hausdame etwas schönes zum kleiden gefunden hatte.
      Adrik ließ sie rufen und sogleich kamen sie und ein paar Damen herein um Adrik an zu kleiden.
      Als er fertig war trug er eine schwarze Hose aus glattem Stoff, ein dunkelblaues Hemd aus Satin und ein ebenso schwarzes Sakko aus dem gleichen Stoff wie die Hose doch sie war verziert mit Ornamenten aus schwarzem samt und goldenen Stickereien.
      Als letztes hatte sie einen einfachen schwarzen Mantel besorgt der perfekt dazu passte.
      Adrik besah sich im Spiegel, er sah überaus gut aus, ja so würde es gehen, Marian würde schon sehen, was er einfach so weg gestoßen hatte.
      Adrik zog die Kleidung wieder aus und ging in sein Labor, dort machte er ein paar Dinge für ein paar Kunden fertig und wollte danach ein Vollbad nehmen.


    • Man führte ihn in ein seltsames Zimmer für ein Bewerbungsgespräch.
      Ein von Licht durchfluteter Raum, welcher von exotischen Pflanzen und Ornamenten an den Wänden gesäumt wurde. In mitten der seltsamen Szenerie standen zwei Sofas sich gegenüber. Auf einem der feinen Sitzflächen bat man Winston Platz zu nehmen. Man bot ihm etwas Wasser an, was er jedoch simpel ablehnte. Er bekam mehr das Gefühl als Host anzuheuern, als tatsächlich als Bediensteter eines jungen Lords.
      Fasziniert ließ erneut einen ungläubigen Blick über die Wände schweifen.
      Der Adel war einfach eine völlig andere Welt! Mit ihrem Reichtum kauften sie sich einfach alles, bauten Häuser mit derart vielen Räumen, dass sie einen davon nur mit zwei Sofas und Pflanzen ausstatten könnten. Nicht einmal das feinste Zimmer des Etablissements in welchem er vorher angestellt gewesen war, hätte hiermit mithalten können!
      Letztlich betrat jemand den Raum.
      Ein Elf?
      Es dauerte, bis Winston sich absolut sicher war, dass nicht irgendein Aufseher ihn interviewte, sondern der Hausherr persönlich. Der junge Lord und das zukünftige Oberhaupt der Familie Delvuka!
      Der Mann war kleiner als Winston, aber nicht sonderlich schmaler als er in seiner neuen Gestalt. Fasziniert betrachtete er den Elfen, dessen bleiche Haut, die tiefen blauen Augen und die noblen Gesichtszüge. Er hatte geglaubt schon richtigen Adligen gegenüber gestanden zu haben, Leute die seine Dienste gefordert hatten. Aber eine solche Ausstrahlung hatte er noch niemals erlebt.
      Ein wenig eingeschüchtert senkte er den Blick ab, als de Mann sich direkt vor ihn setzte. Sie waren auf Augenhöhe. Keine physikalische Barriere trennte sie von einander und machte den Status der im Raum anwesenden klar. Winstons Hände begannen zu zittern. Dieser Mann roch wie der Abend, an welchem man ihn verflucht hatte. Nach Zauberei und mit einer süßlichen, gar betörenden Note versehen.
      Der Gobelin erinnerte sich an diesen Duft. Ob es einfach nur daran lag, dass sie magische Wesen waren, die der selben Familie entsprangen? Alben und Elfen waren angeblich immerhin einander sehr ähnlich.
      Winston zickte zusammen, als er „Junge“ genannt wurde. Er war offensichtlich kein Junge!! Oder? Wirkte er jung für einen Gobelin?
      Er drückte ein leichtes Lachen von sich.
      „ Ich komme aus dem Norden…“, log er dann. Winston beschloss, dass es unklug wäre zu erzählen, dass er ein verfluchter war, der Jagd auf den verdammten Alben machen wollte, der ihm das angetan hatte!
      ———————
      Der Kobold verblieb an seiner Seite, Lucius ließ Marian allein zurück.
      Genuss in einem Event finden, für welches man nicht mehr als Abscheu im Herzen empfand? Wie sollte er sich dazu durchringen können, nachdem er sein Leben weggeworfen hatte…? Alles, was ihm etwas hätte bedeuten können?
      Marian blickte stumm auf, über den reich gedeckten Tisch hinüber auf den von Lucius verlassenen Stuhl. Die Realität zeigte ihn als leer auf, während der Faerie sich dem verbotenen Liebhaber vorstellte. Mit leicht verschmitzten Lächeln auf den Lippen und einen wilden Funkeln in den Augen betrachtete die Illusion ihn. Immer wieder andeutend, was wohl in seinem Kopf vorging, was Marian mit nicht mehr als einem Blick beantwortete…
      Er schloss seine Augen.
      Wieso denke ich noch daran?! Adrik ist weg, fort… Selbst die schöne Illusion seiner Anwesenheit sollte ich meinem Herzen ersparen… Ich halte das nicht aus! Vergessen will ich diesen Schmerz!!
      Feine Tränen lösten sich aus seinen Augen, als er jene öffnete und nicht mehr als den leeren Stuhl erblickte. In Schnörkeln und Blättern aus weißem Holz verlor sich sein Blick letztlich in der verschwommenen Ferne. Raven kam angestürzt und beugte sich zu dem Faerie hinab. Ihm schien es Sorge und Angst zu machen, dass jener plötzlich weinte.
      „ Lord Marian, soll ich Eurem Cousin Bescheid sagen, dass…?“
      Der faerie blickte auf und schüttelte nur den Kopf, sodass sein goldenes Haar in Bewegung geriet. „ Nein! Ich möchte mich nur noch etwas hinlegen, bevor der Schneider kommt… Sie brauchen Lucius nicht zu erzählen, er würde sich nur Sorgen machen!“
      Er erhob sich und verließ den Raum, sich auf den Weg zu seinem Zimmer machen. Der Schneider würde erst in ein paar Stunden kommen. Bis dahin könnte er sich also ausruhen!
      Marian betrat sein Gemach. Der große Spiegel in dem Raum zog seine Aufmerksamkeit auf sich… oder mehr was er dort erblickte. Er schluckte leicht und trat näher heran, bevor er eine Hand auf die kalte Oberfläche legte und sachte die Kontur seines Gesichts nach zog.
      „ Was habe ich mir nur antun lassen?“
      Sein Haar war lang, fiel ihm über die Schultern auf den Rücken hinab. Adrik liebte es einst mit den Fingern hindurch zufahren, es zu packen, während sie einander küssten. Die Augen glasig und dunkel unterlaufen. Die weiße Haut strahlte kaum, war fahl und unerträglich anzublicken. Marian strich die Strähnen nach hinten und setzte ein Lächeln auf.
      „ Wie konnte ich mein Herz an jemanden verlieren, der es nicht zu schätzen wusste?“
      Erneut kletterten Tränen in seine Augen. Diese Fragen plagten ihn schon lange… Viel länger als er zugeben wollte. Die Lüge, dass alles gut werden würde gab es nun nicht mehr! Adrik war kein Teil mehr von seiner Welt. Der stolze Alb würde wohl auch kaum zurück kommen und sein Spielzeug fordern. Er würde sich ein neues suchen!
      „ Keine Sorge…“, murmelte er sich letztlich selbst zu und ließ die Hand langsam sinken. Er drehte sich um und schritt voller Entschlossenheit auf den Schreibtisch zu. Aus einer der Schubladen holte er den Brieföffner hervor. Marian hielt ihn in der schlanken Hand liegend hoch vor die Augen, sodass die Klinge im Sonnenlicht blitzte.
      Er drehte sich zurück zu dem Spiegel, griff sein Haar im Nacken zusammen und blickte sich ein letztes Mal an, ehe er die scharfe Klinge durch die Strähnen zog. Das blonde Haar fiel zu Boden. Marian betrachtete, wie die Strähnen auf dem Kopf zurück in ihre Position fielen und sein Gesicht umrahmten.
      Er war entsetzt von dem, was er nun sah.
      Er empfand Freude bei dem Anblick.
      Und letztlich Entschlossenheit.
      Marians Gesichtsausdruck verfestigte sich. „ Du bist Marian Delvuka! Und du hast eine Aufgabe!“

      Die Maid fand Marian zwei Stunden später schlafend auf dem Bett vor. Sie rief vor Entsetzen aus, als sie die goldenen Haare über den Boden verteilt vorfand. Kaum erhalte ihr Schrei über den Flur kam Raven als Lucius vertrauter Butler in den Raum gestürzt und musste die Szene mustern. Doch die anfängliche Sorge wich Erleichterung, als er Marian selbst anblickte, welcher seelenruhig schlief.
      „ Geh und ruf den Friseur her!“, fuhr er die junge Maid an. Diese nickte hastig und stürzte hinaus.
    • Der junge Goblin senkte das Haupt, er wirkte beinah nervös und ein wenig konnte Lucius nachfühlen, was dem Goblin durch den Kopf ging. Elfen waren in dieser Welt nicht oft gesehen, sie wurden als Sagengestalt dar gestellt doch endlich gab er Antwort auf Lucius Frage. Dieser dachte darüber nach "interessant, Ich wusste nicht das Goblins im Norden leben, ich dachte, dass sie immerzu das warme Klima bevorzugen aber seis drum." Lucius sah dem anderen wieder in die Augen und wurde etwas ernster "da du für mich arbeiten möchtest hast du ein paar Regeln zu befolgen an die du dich zu jeder Zeit halten musst!" die schlanke Gestalt stand auf und der samtige Stoff seiner Robe glitzerte im Sonnenlicht als er sich an eines der Fenster stellte um nach draußen zu blicken.
      Er bedeutete dem Goblin ihm zu folgen und zeigte mit dem Finger auf ein Gebäude was auf dem großen Gelände stand. Es sah aus wie ein riesiger Vogelkäfig der mit Glasfenstern bestückt war und leuchtete beinah in der Sonne "dort ist mein Zoo, er beherbergt die unterschiedlichsten Wesen. Wenn du ihn betreten musst, dann nur in Begleitung, denn das innere ist ein anderes als es von außen zu wirken scheint, außerdem sind die Wesen die es dort gibt überaus gefährlich und es ist nicht zu empfehlen sich ihnen einfach zu nähern" sein Finger wanderte weiter zu einem etwas kleineren Gebäude das man deutlich als Gewächshaus ausmachen konnte "falls du mich einmal suchst, werde ich dort sein, dort züchte ich exotische Pflanzen und auch dort solltest du die Warntafeln genau beachten, denn manche der Pflanzen stammen nicht aus dieser Welt" nun sah Lucius den Neuzugang an "verrate mir deinen Namen, dann werde ich meiner Hausdame bescheid geben, dass sie dich einkleiden soll, denn bald wird hier ein Fest statt finden und für diesen Anlass muss das ganze Haus geputzt werden. Man kann also sagen du kommst zur rechten Zeit!" der Elf trat vom Fenster weg.
      Es war so viel zu tun, der Zoo musste gesäubert werden, das Gewächshaus musste ebenso geschnitten werden, es musste für das Bankett eingekauft werden, außerdem musste für Musik gesorgt werden und das feierliche Spiel musste vorbereitet werden, wie gut, dass sie nun schon eine weitere Hilfe hatten doch das würde vermutlich nicht reichen, dennoch war Lucius dankbar für die Hilfe.
      Er erwartete eine Antwort doch schon kurz darauf kam eine Maid herein,
      sie lief schnellen Schrittes auf Lucius zu und flüsterte ihm etwas ins Ohr, sie berichtete was Marian getan hatte und augenblicklich fiel das sonst so warme Lächeln einen Augenblick, es war beinah als würde jegliche Wärme aus den Augen des Elfs verschwinden und die Maid zuckte zusammen. Kurz darauf kam diese aber sofort zurück und Lucius lächelte wieder wie der wärmste Sonnenschein "ich werde mich später darum kümmern, sorge nur dafür, dass es so weit es geht wieder in Ordnung gebracht wird" die Dame nickte schnell und war sogleich wieder verschwunden.
      ****************
      (Fahrstuhlmusik)
      Adrik wartet auf das Fest :D


    • Eine Lüge… Wäre sein Leben von diesem Tage an nicht mehr?
      Winston Keswick war ein Mensch. Beliebt unter jenen die Ablenkung auf ihrer Reise suchten oder dem schweren Alltag für einen Moment entsagen wollten…
      Doch jetzt war er ein Goblin, überzogen mit dunkler Haut und entstelltem Gesicht… Eine Illusion die ein Dunkelalb über seinen Körper hatte herein fallen lassen. Er wollte keinen Gedanken an diese Gestalt verschwenden, niemals würde er ein Rest seiner Tage in diesem Antlitz fristen!! Niemals…
      Er betrachtete wie der Elf sich bewegte. Die sanfte Robe passte zu seinen eleganten und gewählten Bewegungen. Der Stoff glitzerte Leichnam Antlitz der Sonne auf, gleich dem hellen Haar des Elfen. Der Goblin erhob sich leise und tapste dem Mann nach an das hohe Fenster. Für einen Moment blendete die Sonne ihn, weshalb er erst später erblickte, worauf sein neuer Herr verwies.
      Ein mächtiger Garten erstreckte sich hinter dem Haus. Gesäumt von Blumen und in Form gestutzt Hecken, welche sich an weißen Kieswegen entlang zogen. In mitten dieser Pracht stand besagter Zoo. Ein aus Stahl und Glas bestehender Käfig, der trotz seiner imposanten Bauweise in Winstons Brustbein stechen auslöste. Die Instinkte einer Kreatur waren stärker als die eines Menschen und seine neu gewonnen rieten ihm dieses Ort zu meiden!
      Sein Blick folgte dem Finger des Elfen auf ein weiteres Gebäude, welches gebettet in ein paar Bäume kaum zu erkennen war. Er blickte zurück auf den Elfen. Während seine Pupillen sich zusammen zogen, legte er die Ohren flach an den Kopf und nickte nur leicht.
      „ Ich heiße Win… Winny, Sir!“, sagte er dann. Es war kaum ratsam seinen echten Namen zu nutzen. Zwar entschlossen sich viele Wesen, die in die Welt der Menschen kamen dazu einen menschlichen Namen anzunehmen, aber kaum eines würde sich Winston Keswick nennen! Ein simpler Name für eine Kreatur mit eigentlich simplen und unterwürfigem Gemüt.
      Eine Maid kam herein gestürzt. Direkt auf den Hausherren zu. Wohl kaum für seine Ohren bestimmt, erreichten ihn doch ein paar Fetzen ihres leisen Gestammels.
      „ Lord Marian… Lord Marian, Er hat… völlig entstellt… Wie…“
      Winston zuckte kaum merklich, als er diese Worte zu Ohren bekam. Nicht weil ihn Diese schockten, sondern weil diese Worte dem Herrn offenbar nicht zusagten. Jegliche Wärme verschwand für ein paar Sekunden aus seinem Gesicht. Solch einen Ausdruck auf einem solchen Gesicht zu sehen würde jedem einen Schauder den Rücken hinab jagen. In Winstons Fall zeichnete sich jener ab - Seine Haar sträubten sich und ein leises grummeln verließ seine Kehle, als wollte er jeden davon abraten sich ihm zu nähren.
      Lucius fing sich wieder. Trug der verschreckten Maid auf, dass sie sich des Problems annehmen solle und für die Beseitigung verantwortlich war.
      Winston versuchte seinen nicht gehorchenden Körper zu entspannen. Die Haare wieder zu glätten und die warnende Haltung verschwinden zu lassen. Nur weil er wie ein Tier aussah, musste er sich nicht wie eines Verhalten!
    • Die ersten Sonnenstrahlen traten durch die dichten Vorhänge in das Zimmer des Elfen, er blinzelte und setzte sich müde auf, streckte sich einmal und sah sich um, seine vielen Kristalwindspiele glitzerten in der Sonne und ließen das Zimmer in Regenbogenfarben leuchten.
      Langsam stand er auf und ging zu einem der großen, bodentiefen Fenster, er sah raus und genoss die Aussicht während er die Wärme auf seiner nackten Haut spürte. Ihn störte es nicht, schließlich hatte er Bedienstete die ihn regelmäßig so sahen und er wusste um seinen Anblick.
      Plötzlich klopfte es und er drehte sich um, eine Nymphe kam herein und lächelte freundlich "Guten morgen, ich möchte euch helfen, euch für das Fest zu kleiden" Lucius nickte und ging kurz duschen bevor er zurück kam und auf einem Stuhl platz nahm.
      Die Nymphe trocknete seine langen, silbrigen Haare und steckte manche Strähnen etwas hoch doch ansonsten ließ sie diese glatt nach unten fallen.
      Als nächstes holte sie die helle Robe hervor, im Licht glitzerte sie Perlmut-farben und passte perfekt zu Lucius heller haut.
      Sogleich half sie beim Ankleiden und richtete sie etwas, sie war mit kleinen Mustern bestickt und wirkte edel, perfekt.
      Als er fertig war betrachtete er sich in einem Spiegel und war zufrieden, sehr schön.
      Lucius lächelte der Nymphe warm zu "es sieht sehr gut aus, vielen dank" sie verbeugte sich und sogleich verließ sie das Zimmer, kaum war die Tür zu sah Lucius in den Spiegel und das lächeln verschwand.
      Heute würde der Alte kommen und Lucius wusste genau was er wollte also würde er dafür sorgen, dass er es schnell bekäme und zufrieden war, der Elf konnte es gar nicht erwarten bis der Alte endlich abtrat.
      Nun verlies auch er sein Zimmer, grüßte jeden seiner Angestellten mit einem warmen Lächeln und besah das Haus, es sah bereits wunderbar aus, sie machten ihre Arbeit gut und die vielfallt seiner Angestellten stellte sich als Vorteil heraus, die kleinen Feen konnten die Dekoration aufhängen und die Dryaden kümmerten sich um den Garten, die Werwölfe würden für den Schutz des hohen Besuchs sorgen und so unglaublich es Klang aber der Zyklop in der Küche war der Chefkoch und konnte kochen wie kein Zweiter.
      Hier und da gab Lucius Verbesserungsvorschläge, wies die Werwölfe an niemanden in seinen Zoo und sein Gewächshaus zu lassen und probierte die Speisen die für die Gäste vorbereitet wurden aber alles in allem war er zufrieden.
      Er machte sich auf den Weg zu Marian und wollte wissen wie er aussah, denn als er seine Haare abgeschnitten hatte, war Lucius etwas verstimmt gewesen doch der Friseur hatte es soweit es ging hin bekommen und nun wollte er wissen, wie Marian aussah.

      ***************************

      Die Tage waren vergangen und der Tag des Festes war gekommen, gerade saß Adrik in seiner Löwenkrallenbadewanne und sah der Sonne beim aufgehen zu als eine Dame herein kam, sie kümmerte sich um ihn, wusch ihn sanft und trocknete ihn ab als er fertig war, dann machte sie seine Haare und endlich konnte er den Anzug anziehen der für ihn besorgt wurde.
      Er betrachtete sich und nickte es ab, sehr gut, es gefiel ihm, sollte Marian da sein würde er schon sehen, wass er weg gestoßen hatte.
      Schnell frühstückte Aidrik und erledigte noch ein paar Angelegenheiten bevor er sich bereit machte um sich auf den Weg in das Delvuka Anwesen zu machen.
      Die Kutsche fuhr vor und Adrik stieg in das schwarze Gefährt, sobald er die Tür geschlossen hatte, setzten sich die schwarzen Pferde in bewegung und fuhren in die Richtung des Delvuka Anwesens.
      Es würde etwas dauern, bis er dort ankam doch er würde vermutlich aufsehen erregen aber das war ihm egal, dann wüsste Marian wenigstens dass er da wäre.


    • „ Inspiration kommt in den seltsamsten Momenten zu einem…“
      Der talentierte Schneider, welchen man auf das Anwesen des Lord Lucius Delvukas gerufen hatte, den im Hause residierenden Leanan Sidhe einzukleiden, wurde Zeuge einer seltenen Szenerie. Vor der Pracht des Gartens standen Faerie und Elf, angestrahlt vom goldenen Licht der Sonne in einem Meer schweren roten und feinen weißen Vorhängen. Obwohl der Grund ihres Streites ersichtlich war, hatte der Künstler nur Augen für das Bild. Erfasst von jener Schönheit und Intensität in jenem Moment wollte er jene in seinem Gewand einfangen…
      Die Nymphe trug ein weißes Gewand auf dem Arm.
      Es war die Arbeit jenes Schneiders. Ein Gebilde den Gewändern auf den klassischen Gemälden der Elfen und ihrer Heimat nach empfunden und mit einem Touch der temporären Mode versehen.
      Marian betrachtete in staunen was die Hände eines Menschen zu tun zu vollbrachten, wenn man sie den richtigen Reizen aussetzte. Er blickte auf in den Spiegel vor sich. Wie die Nymphen im Hintergrund verschwammen, nahm er einzig sich selbst wahr…
      Eine blasse Gestalt, umgeben von feinster Seide und glänzendem Gold. Ein stolzer Blick, der das Antlitz bewunderte, eingekleidet in solch wundervolle Pracht, die einer Menge Personen Neid beibringen würde. Marian fuhr durch sein kurzes Haar. Ihm gefiel es, wie es ihn weniger wie einen Elfen aussehen ließ und mehr wie die Person, die er glaubte zu sein. Jemand freies, unbestimmt von der Vergangenheit und einer unwirklichen Liebe!
      Für einen Moment blitzte Adriks Gesicht auf im verschwommene Schatten der Nymphe. Marian sich erschrocken zurück von dem Spiegel. Für einen Moment stand er still, ehe sein Blick fester wurde, er zu den Damen herum fuhr und sie anfunkelte. „ Sucht mir Schmuck! Golden und wertvoll!“, befahl der sonst sanfte Leanan Sidhe den Nymphen.
      Er ließ sich auf den Hocker vor dem Tisch fallen und betrachtete sich einmal mehr voller Eitelkeit in den Augen.
      Ist das hier es? Was er wollte?
      Mit einem Finger umwickelte er die nun kurze Strähne des Ponys und spielte mit jener.
      Sein Ausdruck erhellte sich erstmals, als Lucius hinter ihm in der Spiegelung erschien. Selbst ebenfalls für die Feierlichkeiten eingekleidet worden, schwang der Faerie auf und blickte seinen Cousin an. Er nahm die Teile seines Rockes hoch und präsentierte sich, als wäre er die Braut, welche in aller Pracht dem Bräutigam gegenüber stand.
      „ Woe gefällt es dir?“, fragte er mit einem leichten Lächeln.
    • Neu

      Es dauerte einen Moment bis Lucius an Marians Gemach ankam, doch dann betrat er es mit einem kurzen klopfen.
      Er trat in den Raum und sah Marian direkt an "du siehst wunderbar aus!" er trat nah an Marian heran und besah die Kleidung "die Stoffe stehen dir wunderbar und schmeicheln deinem Körper, du wirst glänzen auf der Party".
      Lucius sah den Schneider an und lächelte "gut gemacht, ich bin beeindruckt, sie bekommen natürlich ihren Preis" der Schneider nickte eifreid und war froh, dass er der Familie Delvuka einen guten Dienst getan hatte.
      Nun drehte sich Lucius wieder um und ging zur Tür "Sehr schön, dann ist alles so gut wie bereit, in etwa einer Stunde kommen die ersten Gäste und wir werden sie persönlich begrüßen müssen also mach dich bitte bereit" Lucius verließ das Zimmer wieder und ging durch das Haus, er stellte sich an den Eingang seines Anwesens, eine riesige Treppe in seinem Rücken und an ihm vorbei links und rechts die Eingänge in den großen Saal.
      Eine seiner Nymphen kam zu ihm und richtete noch einmal seine Kleidung, ließ seine Haut strahlen und verbeugte sich um zu gehen.
      Es wäre bald soweit und die ersten würden kommen, Großvater wäre einer der letzten und Lucius konnte nicht erwarten das er wieder ging obwohl er noch nicht einmal dieses Haus betreten hatte.
      ***********
      Die Ländereien zogen an Adrik vorbei, langsam ging die Sonne unter und die schwarze Kutsche wurde unsichtbar in der Dunkelheit.
      Der Dunkelalb sah an diversen Häusern hoch die ebenfalls in der Dunkelheit standen und ließ seine Gedanken schweifen.
      Was wenn er Marian sah? Einerseits wollte er ihn sehen, damit er sah, ob sich dieser schlecht fühlte aber anderer seits sträubte er sich dagegen, er wollte nicht, dass Marian traurig war doch er war ebenso verletzt und er wollte ihn sehen.
      Nun langsam kam die Kutsche auf das Gelände der Delvuka an und von weitem sah Adrik das Haus was bereits jetzt hell erleuchtet war, jetzt gab es kein Zurück mehr.
      Er reihte sich in die Schlange der anderen Kutschen ein und wartete bis seine vor dem Eingang stehen würde, er war gespannt wie der Abend verlaufen würde.