Das Schwert und die Krone [Wolfslegende feat Azenia]

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    • Das Schwert und die Krone [Wolfslegende feat Azenia]

      Das Schwert und die Krone

      Ein Königreich ohne Erbe droht in Chaos zu versinken. Als der König von Altena schwer krank wurde ist die Nachfolge der Krone noch immer ungeklärt. Während die Adligen des Königreich bereits um den Thronn buhlen, taucht ein geheimer Brief der ersten Königin auf. Diese unscheinbaren Zeilen offenbaren das ware Schicksal des einzigen Königskindes von Altena. Welches nach seiner Geburt als verschollen galt. Entgegen aller Erwartungen, weit weg, verborgen von allen Intriegen und Zwängen des Hofes lebt es noch immer, unschuldig und unwissend. Mit diesen Wissen blüht der König scheinbar zu neuen Leben erwacht wieder auf. Er beauftragt eine ruhmreiche Söldnergruppe damit sein einziges Kind zu finden und es zu ihm zu bringen um das Königreich in die Hände des Wahren Erben zu übergeben. Was er jedoch nicht ahnt ist, dass sein Erbe eigentlich eine Erbin ist.


      Orion gilt als beste Mietklinge seiner Söldnergilde 'Seelenklinge' und wird daher mit dieser ertragreichen Aufgabe beauftragt. Er staunt allerdings nicht schlecht als sich ein nicht gerade königlich erzogenes Bauernmädchen als Erbein von Atlenas Krone herausstellt. An Stines Herkunft besteht allerdings kein Zweifel immerhin trägt sie das königliche Mal sichtbar auf ihrer Körper. Sie selbst glaubt dieser wirren Geschichte kein Wort und hat auch sonst völlig andere Pläne als in wenigen Monaten auf den Königsthron zu sitzen. Da Orion bis zur Krönung der frechen Göre keinen einzigen Taler sieht bleibt ihn nichts anderes übrig, als mit ihr durchs Land zu ziehen und auf sie aufzupassen. Leichter gesagt als getan. Denn während Stine den Söldner schon genug auf Trapp hält und viel über die Welt fern ab ihres Bauernhofes lernen muss, trachten ihr einige Missetäter nach den Leben. Es bedarf nicht umsonst ein scharfes Schwert um die Kronprinzessin zurück auf den Thron zu bringen.

      Rollen
      - Orion, das scharfe Schwert @Wolfslegende
      - Stine, die Erbin der Krone @Azenia





      “If you were happy every day of your life, you wouldn’t be a human. You’d be a game show host.”
    • Der Wind schob die einzelnen Quellwolken über den Himmel, einige Sonnenstrahlen brachen hinter ihnen hervor und beleuchtete eine friedliche Landschaft. Es war eine kleine aber feine Lichtung mit Holunderbüschen und Blumen aller Art, in jeden Farben. Hummeln und Bienen summten um die gelben Blüten der Sonnenröschen, Fliegen zuckten, Falter taumelten, einzig die kaltroten Mohnblüten standen still, dicke kleine Köpfe, die der Wind umschmeichelte. Umringt war dieses Paradies von Obstbäumen verschiedener Art und mitten darin lag eine junge Frau die in der Sonne döste. Die Arme hinter den Kopf verschränkt, ins Gras gekuschlt lag sie da, lauschte den Summen der Insekten und den Gesang der Vögel. Sie wusste genau was heute für ein Tag war, wahrscheinlich wollte sie deshalb einfach nicht nach Hause.

      Warum musste eine Bauernmagd wie sie denn bitte das Sticken erlernen? Reichte es denn nicht einfach zu wissen wie man nähte? Was war daran so wichtig Blümchen oder andere Bildchen auf den Stoff stechen zu können? Nein nein, da lag sie lieber hier im duftenden Gras und ließ sich von den Sonnenstrahlen kitzeln. Für die Schwarzhaarige war es viel wichtiger zu wissen welche Pflanzen man essen konnte und welche nicht oder welche Wirkung sie hatten, wie man mit freche Burschen fertig wurde sollten sie zu aufmüpfig werden oder wie man mit einen Messer schnitzte. Ein zwarter Seufzer striff über die vollen roten Lippen während die junge Frau sich zur Seite drehte. Sie hatte mittlerweile genug gelernt um irgendwann einmal eine gute Ehefrau und Mutter zu sein. Damit war dieser Pflicht genüge getan. Dennoch betsanden die Menschen vom Aranel Hof darauf das sie dies und das mehr lernte. Sticken war eines dieser Fähigkeiten. Dabei konnte sie doch auch schon lesen, schreiben und rechnen. Das war über alle Maßen ungewöhnlich selbst für Jemand der zu einen großen Gutshof gehörte.

      "Stine!" Drang der Klang ihres Namens aus weiter Ferne an ihr Ohr. Mit einen Male war das friedliche Faulenzen vorbei, Stine schreckte hoch. So schnell wie sie konnte sprang sie auf. Hastig klopfte sie sich den groben Schmutz von ihren Rock, die Grasflecken oder die Disteln die an ihn hangen war ihr dabei aber egal. Die großen grauen Augen blickten sich um. Es klang so als wäre sie nicht mehr lange allein hier. Flink wie sie war ergriff sie den Ast eines nahen Kirschbaumes und zog sich daran hoch. "Stine!! Stine du bist hier doch irgendwo." Ein leises Kichern konnte sich Stine nicht verkneifen. Wenn sie weiter nach oben kletterte wurde sie vielleicht nicht bemerkt. Kaum darüber nachgedacht stieg sie weiter nach oben ohne dabei auf Verluste zu achten. Dreckige oder kaputte Gewänder, einen Kratzer, blaue Flecken oder auch eine verfangene Haarsträhne die man erst los schneiden musste, waren nebensächlich solang sie weiter ihre Ruhe in der Natur genießen konnte statt sich bei Sticken die Finger wund zu stechen.

      Bald schon konnten die grauen Augen den blonden Schopf von Alfred, einen Knecht von dem Aranel Hof erkennen. So leise wie möglich umschloss Stines zarte, aber geschundene Hand eine der reifen Kirschen nur um sie behutsam vom Baum zu zupfen. Anschließend schob sie sich diese in den Mund um an den Kern zu gelangen. Als dieser freigelegt war musste sie nur noch zielen. "Hey!" erschrack der Knecht lautstark als der Kern von seinen Hinterkopf abprallte. Belustigt kichernd wiederholte sie den Vorgang. "Ah! Stine hör auf!" Nach den dritten Male hatte Alfred sie aber ausmachen können. "Lass das." Murrte der Blonde als er sich zu den Baum auf machte. "Hab ich dich!" So langsam wurde das Kichern zu einen Lachen. Alfreds Blick war einfach zu gut gewesen. Noch ein letztes Mal wanderte eine Kirsche in ihren Mund. Alfred schob grimmig die Augenbraun zusammen. "Hör bitte endlich mit diesen Spielchen auf und komm da runter." Die Schwarzhaarige atmete tief aus, ehe sie mit zwei Fingern den letzten Kern aus ihren Mund hervorholte. "Schon gut. Ich hab ja verstanden. Runter komme ich trotzdem nicht, da musst du mich schon holen kommen!" Stine grinste ehe sie etwas neckisch die Zunge herausstreckte. "Stine bitte, es reicht jetzt wirklich. Man schickt mich nicht ohne Grund dich zu holen. Wir haben Besuch, du wirst erwartet. Nun komm endlich." Noch immer sah Alfred hoffnungsvoll zu ihr herauf. Die Magd hingegen griff nach den nächsten Ast um einfach davon zu klettern. "Vielleicht bin ich ja nicht in der Stimmung jemanden zu empfangen. Wer ist es denn dieses Mal? La Verne die mir Sticken beibringen soll? Oder jemand der mich freien möchte?" Der Blonde senkte seufzend das Haupt. "Ich bete für die arme Seele des Mannes, der dich als Weib haushalten muss. Aber das ist ein anderes Thema." Natürlich drückte sich die Göre wieder vor allen Maße der Verantwortung.Diese Spielerrei hatte er erwartet, dennoch war es von Zeit zu Zeit wirklich anstrengend mit den hübschen aber auch überaus frechen Mädchen. "Weder noch. Aber ich weiß nicht viel." Gab er schließlich eine ungenaue Antwort auf ihren Quell der Fragen. Nun hatte er es geschafft, neugierig blickte Stine zu ihn herunter. "Du weißt nicht wer es ist? Oder was er will?" Der Knecht schüttelte den Kopf. Es verstrichen wenige Minuten bis sie tatsächlich vom Baum herunter kam. "Den Göttern sei Dank! Na endlich." Die junge Dame gluckste noch immer. "Was bist du denn so erleichtert Alfred? Nur weil ich runter gekommen bin heißt es doch lange nicht, dass ich mit dir gehe. Haha, fang mich doch!"


      “If you were happy every day of your life, you wouldn’t be a human. You’d be a game show host.”
    • Es waren einige Wochen vergangen, seitdem die Söldnertruppe, welche den Namen 'Seelenklinge' trug, sich auf den Weg gemachte hatte.
      Ihr aktueller und außergewöhnlich ertragreicher Auftrag besaß eine unerwartete große Bedeutung für die Geschehnisse ihrer Welt. Sie kam von niemanden geringeren als dem amtierenden Königshaus des Landes, welches sie beauftragt hatte, den einzigen Erben ausfindig zu machen und wohlbehalten zurück zum Schloss zu befördern.
      An sich klang dies nicht wirklich schwierig, bedachte man sogar, dass der Aufenthaltsort des Erbens bekannt war. Mit anderen Worten, in den Augen der kleinen Truppe war dies recht leicht verdientes Geld.
      Nun, schien ihr Ziel in greifbarer Nähe. Die kleine Waldstraße, welche sie auf ihrem bisherigen Weg zu Pferd beschritten hatten, endete für sie geradewegs nahe einem kleinen und friedlich wirkenden Hof. Schon aus der Entfernung erkannte man das geschäftliche, muntere Treiben, das sich auf dem Hof abspielte und welches den von der langen Reise etwas erschöpften Söldnern fast schon wie ein willkommenes Paradies erschien.
      Vor diesem Auftrag hatten sie in den letzten Monaten viele, beachtlich anstrengendere Aufträge meistern müssen. Oft endeten jene in aufreibenden Kämpfen. Im Vergleich dazu war dieser Auftrag ein Segen.

      Die Anführerin der Gruppe, welche auf dem Rücken eines kleiner, aber äußerst robust gebauten Pferdes saß, welches vermutlich die meisten Menschen als ein Pony bezeichnet hätten, grinste zufrieden. Ihre Dunkle, wellten Haare waren von kunstvollen Zöpfen zusammengebunden und eine markante Narbe zeichnete ihr Kinn, während die Zwergin leicht lächelte. So weit so gut.
      "Scheint so als hätten wir das Geld schon bald in der Tasche.", sprach sie zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Auftrages.
      "Vanyra, meinst du, wir können nach diesem Auftrag für eine Weile uns wieder etwas Ruhe gönnen?", erkundigte sich der junge, rothaarige Mann, der auf den Namen Silias hörte. "Ich glaube ich könnte eine Ruhephase mal wieder gut gebrauchen..."
      Die Zwergin begann zu Lachen. "Wenn es nach dir gehen würde, würden wir fast das ganze Jahr nur eine Pause machen. Nimm dir lieber mal ein Vorbild an Orion. Er jammert immerhin nicht bei jedem zweiten Auftrag."

      Leicht wichen die Züge des jungen Burschen nach unten, ehe er sich an seinen stillerne Kollegen wendete. "Komm schon Orion, du willst doch sicherlich auch mal wieder etwas Ruhe haben von der Arbeit nach diesem Auftrag, nicht wahr? ich bin doch sicherlich nicht der Einzige hier, der so denkt!"
      Der Halb-elf, dessen Antlitz unter seinem dunklen Mantel verborgen war, warf einen knappen, bedeutsamen Blick auf den rothaarigen Söldner. "Wir werden so bald Vanyra es beschließt eine Ruhepause machen."
      Etwas hoffend warf so der Kitsune einen Blick auf die Anführerin ihrer kleinen gruppe, welche immer noch grinste.
      "Nach diesem Auftrag sollten wir genug zusammen haben, um eine Pause für einige Wochen einzulegen. Zum Teufel, eventuell auch einige Monate. Aber lasst uns erst einmal diesen Auftrag abschließen. Bisher war er mir fast schon etwas zu einfach für meinen Geschmack."
      Mit diesen Worten war ihr Gespräch vorerst beendet und die erfahrene Söldnergruppe ritt gemächlich das letzte Stück des Weges zu dem Hof.

      Bevor sie die Grenzen des Gehöfts erreichten, erblickten sie auch schon die ersten Personen, welche auf dem Hof tätig waren. Eine gruppe von Söldnern, voll ausgerüstet wie sie, sah man in dieser friedlichen Gegend vermutlich so gut wie nie. So war es kein Wunder, das ein kleiner Tulmult entstand und dich die Kunde ihrer Ankunft wie ein Feuer verbreitete.
      Auf dem Gelände des Hofes angekommen, zügelte die Zwergin ihr Pferd und stieg in einer fließenden, schwungvollen Bewegung vom Rücken ihres treuen Tieres. "Guten Tag!", rief sie mit ihrer kräftigen Stimme zufrieden. Manch einer auf dem Hof wirkte etwas verunsichert angesichts der bewaffneten Truppe, welche sich nun auf dem Hof befand. Die Zwergin wusste dies nur gut genug.
      "Keine Sorge, wir sind keine Gauner, wir sind Söldner." sprach Vanyra so weiter, um die anwesende Bevölkerung zu beruhigen. Um ihre Worte weiter zu unterstreichen, zog sie ein Abzeichen aus einer der beiden Satteltaschen ihres Pferdes, welches jede Söldnergruppe bei sich trug, um zeigen zu können, dass ihre Worte der Wahrheit entsprachen. "Wir sind auf Grunde eines wichtigen Auftrages hier. Deswegen müssen wir bitte mit der Person sprechen, welche hier das Sagen hat. Wir klären mit jener alles weitere dann."
    • Fern ab der frechen Göre und ihren versteckten Idyll lag das Königreich Altena, welches über die Jahre hinweg an Stolz, Ruhm und Größe gewachsen war. In diesen Land fanden viele Wesen und Sterbliche eine Heimat die von strenger aber gerechter Hand des Königs geführt wurde. Mitten dort in Valsena, der Hauptstadt des Königreiches stand der prunkvolle Palast. Das Herz des Königreiches. Dort lebte und regierte wie es zu erwarten war der König. Wobei man von Leben nur noch schwer sprechen konnte. Er war ein gescheiter und lebensfroher Mann gewesen, nicht alt aber auch nicht mehr jung und doch waren seine besten Jahre vorbei. Seine stahlgrauen Augen waren mit den letzten Jahren immer trüber geworden und auch sein Lebenswille war langsam verblasst. Leider schwand mit ihm auch die Ordnung und die Hoffnung des Königreichs dahin. Das war den König wohl bewusst, was nicht gerade zu seinen Genesungsprozess mit bei trug. Vor einigen Monden jedoch, hatte der einst stolze Herrscher wieder zu neuer Lebenskraft gefunden. Beflügelt von den Gedanken ein Königskind in diese Welt gesetzt zu haben, welches nach seiner Zeit regieren konnte war der gebrächliche Mann wieder erblüht. Da seine Verfassung aber nicht gut genug war um sich auf eine so weite Reise zu begeben und die Abwesenheit seiner Majestät das Königreich nur noch mehr ins Chaos rutschen ließ, beautragte er höchst persönlich eine alte Freundin und ihre Gefolgschaft mit den überaus wichtigen Auftrag. Jene Zwergin welche mit ihren Söldnertruppe durch die hiesigen Wälder streifte.


      Das chaotische Durcheinander war vergleichbar mit einen wirren aber doch sehr emsigen Armeisenhaufen. Eigentlich hatte jeder noch so kleine Knecht und jede noch so junge Magd eine feste Aufgabe der sie gewissenhaft nachgingen. Der Hof war ihr Heim. Hier gab es Essen, ein Dach über den Kopf und liebe Mitmenschen. Alfred und Roberta hatten dieses Stück Land wahrlich zu einen Paradies für Jene werden lassen, die tüchtig mit anpackten und denen etwas an ehrlicher Arbeit lag. So war es kaum verwunderlich, dass die Menschen hektisch auf die Neuankömmlinge wirkten. Nachdem die ersten ratlosen Geschäftigten nichts mit den Söldner anzufangen wussten, trat ein großgeratener Mann aus den Reihen der Bürgerlichen hervor. Es war Barbos, der Holzfäller. Ein wirklich passender Beruf immerhin war seine Statur die einer kräftigen Eiche. "Wir haben nichts mit Euch Mietklingen zu schaffen." knurrte er etwas grimmig, wohlwissend das er damit keinen der Fremden Kämpfer verunsichern konnte. Es war einfach seine Art und Fremde mochte er auch nicht besonders. "Der Herr und die Herrin haben bereits Besuch empfangen. Kommt später wieder." Ironischer Weise war auch dieser andere Besuch zum Aranel Hof gekommen um das Königskind zu sehen.

      Von all dem hatte das besagte Königskind keine Ahnung. Dafür war sie viel zu beschäftigt ihren Schabernack mit den Leuten um sich herum zu treiben oder die Natur zu genießen. Wie konnte sie denn auch ahnen, dass all dies nun für immer vorbei war. "Hahaha, du kriegst mich nicht! Du kriegst mich nicht!" Noch immer war Alfred damit beschäftigt der frechen Magd hinterher zu laufen. Jedoch hatte er sie schon zurück zum Hof treiben können. Mit viel Schwung hopste sie über das Gatter der Weidekühe, rannte um die Tiere herum oder nutze sie als eine Art Schutzschild um für noch mehr Distanz zu sorgen. "Muuuh, dieser junge Bursche benimmt sich ja wie ein alter Esel." Begann sie lachend und mit verstellter Stimme ihren Fänger zusätzlich zu provozieren. Dann eilte sie flink hinter die nächste Kuh und antwortete "Muuuhuuhu selbst ihm wird er nicht gerecht. Aber er schwitzt so viel. Bald stinkt er mehr als die Schweine." , wieder unterbrach ein belustigtes Kichern das Schauspiel. Dann schwang sie über das nächste Gatter und stand nun direkt am Haupteingang des Hofes. "Sti .....Sti....Stineeee. Das reicht jetzt!" Japste der Knecht mit hoch roten Kopf. Die junge Dame wollte gerade umdrehen und sich davon machen als zwei Hände nach ihr griffen. "Na endlich." Stine blickte auf. Es war Roberta. Die Bäuerin welche alles andere als erfreut schien. "Gut, das mit dem Schweinen nehme ich zurück Alfred." Murrte die Magd kleinlaut. Robertas Griff wurde fester. "Wie siehst du nur schon wieder aus? Die Kleider und dein Körper sind über und über mit Dreck beschmutzt, alles schon wieder zerissen, die Haare wild zerzaust und was schon wieder alles an dir hängen gebleiben ist... begreife es doch endlich - die Zeiten wo du sorglos durch die Wälder getollt bist und Streiche gespielt hast sind längst vorbei! ....Oh, so können wir dich doch nie vor den Besuch lassen. Was muss die Dame nur von uns denken?" Sie seufzte und schob die Magd vor sich her ins Haus während selbige versuchte sich fuchtelnd zu befreien. "Dame? Es ist also eine Sie?" Nach ihrer Hausleherin hörte es sich nicht an und auch sonst fiel ihr nicht ein wer da für sie in Haus gescheit sein könnte. Gerade holte das Mädchen Luft, verstummte aber als sie eine Fremde aus den Augenwinkel mit den Bauern in der Stube sitzen sah. August der Bauer sahs stolz auf seinen Stuhl, die Arme verschränkt, seine Pfeife rauchend und nachdenklich nickend. Die Fremde konnte sie kaum begutachten schob sie Roberta doch so schnell vorbei. "Roberta, Liebes. Schon gut, kommt nur her." Die Bäuerin blieb stehen. "Aber-" dann seufzte sie. "Sie würde sich ja eh nicht lang von der besten Seite zeigen." Dann zog sie die Schwarzhaarige zurück in die Stube. Auf den Stuhl sahs eine Frau in merkwürdigen Gewändern. Die edeln Stoffe verbargen beinah alles an ihr, kein Stück von Haut oder Haar war zu sehen. Lediglich die zarte Statur und die erhabene aber liebevolle Austrahlung ließen auf eine Frau schließen. "Das ist sie Mylady." Murrte der Bauer. Stine wusste es nicht genau, wurde aber das Gefühl nicht los von oben bis unten betrachtet zu werden. "Und jetzt sagt mir was eine wandernde Pristerin hier macht." Ließ der Hofherr verlauten, musste aber im selben Moment feststellen das noch jemand in die Stube stürmte. Lainie, eine Magd. Sie wollte eigentlich nur die Kunde über die Söldnergruppe verbreiten, musste aber zunächst nach Luft ringen. Verwundert blickten sich die Leute vom Hof gegenseitg an. Dabei entging ihnen aber, dass ihr erster Besuch sich in diesen Moment still und heimlich davon stahl.


      “If you were happy every day of your life, you wouldn’t be a human. You’d be a game show host.”
    • Aus der Masse von Bürgern, schob sich die große Statur des Holzfällers nach vorne zu den Neuankömmlingen. Sein Gesichtsausdruck allein sprach schon Bände davon, was er von der Gruppe hielt, ehe er auch nur den Mund geöffnet hatte. Erst vor Vanyra hielt er an und blickte auf sie hinunter. Der muskulöse, von seiner Arbeit gezeichnete Körper des Mannes überragte den der Zwergin ohne große mühe sicherlich um das Doppelte, vermutlich sogar mehr. Doch die unerschrockene Anführerin zeigte weder Angst noch schwäche. Stattdessen verschränkte sie nur ihre kräftigen Arme vor ihrer Brust und lauschte seinen knappen Worten. Deren Inhalt hatte sie sich sowieso schon von dem ersten Moment an zusammenreimen können.
      Es war nichts Ungewöhnliches für die Gruppe so behandelt zu werden, da sie nicht überall mit offenen Armen empfangen wurden. In vielen Fällen bedeuteten Söldner nun einmal Ärger. Ihre Anwesenheit allein reichte als Beweis das irgendjemand Mächtiges etwas von diesem kleinen Gehöft wollte. Und da es keine Sichtungen oder bekannte Probleme mit Biestern in der Umgebung gab, wäre dies auch nicht der Grund für ihr auftreten. Was auch immer anderes es sein mochte, es konnte kaum etwas gutes für den kleinen paradiesischen Hof bedeuten.
      „Nun, ich gebe zu. Im direkten Sinne haben wir nichts mit euch zu schaffen. Aber unser Auftraggeber wünscht sich etwas.“, sprach die Zwergin ruhig weiter. Sie glaubte kaum, selbst wenn die Situation gerade nicht sicherlich freundlich war, dass auch nur irgendjemand der anwesenden auf die Idee kommen würde einen richtigen Streit mit ihr und ihrer Gruppe anzufangen. Dafür wussten so wohl sie, als auch die Bewohner des Hofes nur zu gut, wie das ganze sonst wohl möglich enden könnte.
      Aber Vanyra selbst war niemand, die es unbedingt darauf anlegen wollte das eine solche Situation eskalierte.
      „Aber wir wollen keinen Schaden anrichten. Meine Gruppe eh etwas von dem langen Ritt geschafft, weshalb ich annehme, dass es euch nicht weiter stören sollte wenn wir in der Nahe unser Lager aufstellen um zu Rasten. Sobald euer Besuch wieder gegangen ist und ihr etwas Zeit für uns erübrigen könntet, wäre ich euch dankbar.“, sprach die Zwergin, ein versuch die Situation vorerst diplomatischer zu lösen und gleichermaßen einen Platz für eine kürzere Ruhepause für ihre Gruppe zu organisieren. „Welche Fläche wäre für den Moment frei, damit wir sie für unser Lager nutzen könnten?“

      Silias der wie der Rest dem Gespräch gelauscht hatte beugte sich etwas zur Seite zu Orion. „Glaubst du sie lassen uns wirklich noch heute mit ihrem Herrn und ihrer Herrin sprechen? Und eventuell bekommen wir endlich mal wieder Vernünftiges zu Essen auf den Teller?“, flüsterte der Kitsune, seine Augen über die Masse an Schaulustiger wandern. Sowohl er als auch Orion trugen Umhänge, mit Kapuzen, damit sie nicht zu sehr auffielen. Ein Kitsune kannte zwar sehr wahrscheinlich in solch einer abgelegenen Gegend eh niemand. Falls aber wer einen der seinen kannte, so sollte man nicht sofort sehen was er war, damit es nicht noch mehr Probleme mit ihren Aufträgen gäbe.
      Letztlich waren so wohl Silias, als auch Orion in ihrem Erscheinungsbild sehr auffällig.
      Der Halb-Elf beobachtete immer noch aufmerksam die Lage, warf aber dennoch einen kurzen Blick auf seinen Kollegen. „Mach dir keine all zu großen Hoffnungen Silias.“, erwiderte er nur.
    • Neu

      "Was ist heute bloß los?" Fragte sich Roberta während sie bemüht war, das störrische Gör am Arm bei sich zu halten. Wohlwissend, das Stine die Gelegenheit nutzen würde um sich der Situation zu entziehen. August der graue Riese zog nur stumm an seiner Pfeife. Langsam stieß er den Rauch mit einen ruhigen Atemzug aus. "...wer weiß." Sein Blick schweifte durch das Vorzimmer bis er bei seiner Frau und der Magd hängen blieb. "Bleibt im Haus, ich werde nachsehen." wieß er sie an, ehe er samt den Dienstmädchen zur Haustürschritt.

      Barbos zog eine Augenbraue an. Obwohl die Zwergin vor ihm eine Frau und noch dazu einer merkwürdigen Spezies entsprang, hatte er eine gewisse Art Respekt vor ihr. Ihr Blick war scharf und sprühte nur so vor Willensstärke. Das war kein Weib sondern eine Kriegerin. "Pff..." Ihre Gruppe sah sonderbar aus. Es war sichtlich eine Gruppe von fähigen Mietklingen jedoch schienen die Meisten von ihnen mehr für sich zu sein. Dennoch verhielten sie sich wie eine Gemeinschaft. Ähnlich, wie die Menschen die diese Wirtschaft bestellten. Zum Großteil betsand der Hof aus ein Haufen Waisen welche von dem Hofherren und der Hofherrin aufgenommen wurden. Sie alle waren eine Familie und doch grundverschieden. "Ich werde mich hüten euch eine Antwort zu geben. Ich kann euch weder abweisen, so lieb es mir auch wäre, noch euren Anliegen entgegen kommen." Barbos bliebt hart, es war nicht verwunderlich. Alles Fremde lehnte er ab. Auch zu der seltsamen Pristerin war er unglaublich kühl, wenn nicht sogar unfreundlich. Wieder schien das lebendige Treiben hinter den Holzfäller in eine Art leichtes Chaos auszuarten. Aus all dem trat der Besitzer des Hofes hervor. Bestimmten Schrittes kam er auf die Gruppe zu. Stumm legte er seine Hand auf Barbos Schulter und stieß erneut einen Schwall Rauch aus. "Was ist hier los?" Sein Knecht wollte den Fremden nicht den Rücken zu kehren und sah daher nur leicht über seine Schulter. "Die Mietklingen wollen hier rasten." Kam eine kurze Antwort. "Hmmm..." brummte der alte Reise und rieb sich sacht den Bart während er nachdacht. Die Sonne hing schon am Horrizont. Lang würde dieser Tag nicht mehr anhalten. "Heute ist viel passiert. Belassen wir es dabei." Dann bedachte er mit einen ruhigen Blick die Söldner, ehe er bei der Anführerin hängen blieb. "So viele hungrige Mäuler können wir nicht stopfen aber... auf der alten Kuhweide dort vorn könnt ihr rasten. Wir werden sehen was wir essbares herbei schaffen können. Morgen besprechen wir alles Weitere. ....Tut meinen Leuten jedoch den Gefallen und bleibt unter eures Gleichen." Hieß August die Mietklingen auf seinen Land willkommen. Barbos verstand dies vielleicht nicht, doch dem Gutshofbesitzer war wohl bewusst, das dieser besuch zu dieser Zeit kein Zufall war. Es ging um das königliche Blut. Es war etwas weitaus Größeres, etwas das Barbos und wahrscheinlich auch seinen klugen Geist überstieg.


      “If you were happy every day of your life, you wouldn’t be a human. You’d be a game show host.”