Tayama High School Time [ Taru & Veronika ]

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    • Tayama High School Time [ Taru & Veronika ]

      Tayama High School Time

      1. April - erster Schultag
      Haru Hasegawa

      Die ersten Tage waren abgesehen vom Stress mit dem Umzug, der Bahnfahrt, das Um und Anmelden und das Beziehen der Wohnung eines der Wohnheime, recht ruhig verlaufen. Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, konnte Haru sich die letzten fünf Tage nur um sich und die Wohnung kümmern. Geschaft hat er nichts, aber es wirkte schon viel wohnlicher. Die ersten Staubflusen hatten auch schon angefangen unterm Bett und in den Ecken zu campen. Er hatte zwar einmal den Besen geschwungen, aber die letzten Tage wenig Lust dazu gehabt. Hier und da lagen schmutzige Klamotten, und Chipskrümel inklusive angebrochener Tüte und zwei leeren Dosen boten ein sonderbaren Anblick auf dem Tisch.
      Das Wohnzimmer war gemütlich. Die Wohnheime unterschieden sich zwar etwas, aber im Großen und Ganzen waren die Zimmer fast alle gleich aufgeteilt. Eine kleine Trennzeile trennte den Küchen und Kochbereich vom Wohnzimmer ab. Eine Kühl-Gefrierkombi, Herd, Ofnen und natürlich die Microwelle waren vorhanden. Schränke für Geschirr und Putzmittel sowie weiteren Utensilien und Lebensmittellagerung. Er konnte also jederzeit selbst Essen für sich zubereiten, oder auf die Mensa vertrauen, oder die Kombinis abklappern, gar eine dieser Suppenbuden in der Stadt aufsuchen. Hier gabs ja schließlich auch alles was es sonst wo gab. Nur etwas spärlicher und weiter verteilt. Im Eingangsbereich der Wohnheime gab es noch Automaten mit allerlei Krams.
      Ein TV bot Information und Möglichkeiten für faule Film Abende auf dem Sofa. Es gab sogar einen kleinen Balkon, wo man auch Wäsche aufhängen konnte. Waschamschine und Trockner fanden sich samt Dusche und Badewanne im Bad. Und dann gab es noch das Schlafzimmer, wo es auch einen Schreibtisch gab für Schularbeiten daheim. Fast wie zuhause im Elternhaus wo die Kinder in ihmen Zimmer saßen und lernten. Nur das er hier allein war - der Herr im Haus. Und hier herrschte bereits Männerwirtschaft. Und so würde es bleiben. Besuch erwartete er eh nicht, und der könnte gern aus bleiben. Sollte es nötig sein, konnte er ja jemanden aufsuchen.
      Er hatte auch nur wenige Worte mit anderen Schülern gewechselt. Viele waren auch noch gar nicht da gewesen und sind erst am Vorabend eingetrudelt, oder würden noch heute Früh vor Schulbeginn ihren Schlüssel holen.
      Was ihm gleich aufgefallen war, das die Schulheime kaum Trennungen von Mädchen und Jungen machten. Wenn dann eher Hausseiten, wo nur die Mädchen wohnten oder nur die Jungen. Jedes Wohnheim schien unterschiedliche Stockwerke zu haben. Mal zwei, mal drei. Einen Hausmeister pro Haus gab es nicht. Einer schien sich um alle Belange zu kümmern, den Rest mussten die Bewohner regeln, dazu gehörte auch das Sauberhalten und Aufräumen. Jungs und Mädchen wechselten pro Woche den Putzdienst. Naja, das würde er schon überleben. freiwilliges Bodenwischen. Das war einfach.
      Ein paar Runden hatte er auch schon in der nahen Gegend abgelaufen, den Weg zur Schule und auch die nötigsten Gebäude, die er mal zur Verpflegung anlaufen müsste.

      Der erste Schultag begann mit einem defekten Wecker, der sich erst nach zwei Minuten abschalten ließ. Immerhin war Haru dadurch vollständig wach geworden. Ein gutes Omen den ersten Schultag mit Flüchen zu beginnen war es sicherlich nicht. Er brauchte einen neuen Wecker. Heute nachmittag würde er ein entsprechendes Geschäft suchen.
      Er zog seine Uniform an, trank etwas Saft und machte sich danach auf den Weg.
      Die Schule begann um 8 Uhr rum. Er seufzte. Er hatte das verdammte Glück 45 Minuten Fußweg zur Schule zu haben. Und das Wohnheim wirkte auch eher sanierungsbedürftig, schien ansonsten aber nicht anders zu sein. Vielleicht lag es daran, das es abgelegen lag von der Schule.
      Zum Glück gab es eine Busverbindung, die 30 Minuten vor Schulbeginn extra einen Schulbus hier entlangfahren ließ. Er sah auf seine Uhr.
      "Hmmm?" Sein Blick verriet es. Der Wecker ....... er war tatsächlich defekt, und er ging auch noch nach. 7:40 Uhr. Der Bus fuhr vor 10 Minuten ab. In 20 Minuten beginnt der Unterricht. Im normalen Gang braucht man gute 45 Minuten zu Fuß.
      "Ist nicht wahr, versammter Mist! Ich komm am ersten Tag zu spät ...", fluchte er und rannte wie von einer Wespe gestochen los. Wenn er durchhielt - gut das er schon vorgeübt war - konnte er es noch rechtzeitig schaffen. Aber er musste min. 20 Minuten das doppelte Gehtempo halten. Also joggen. Dann sollte das schnelle Laufen aufjedenfall passen.
      Waren ja nur gute zwei Kilometer Wegstrecke. Fünf Runden um den Sportplatz. Er würde außer Atem sein ....

      Wenig später erreichte er mit letzter Kraft das Schulgelände. Hier tummelten sich schon weitere Schüler, die gerade noch rechtzeitig zu Schulbeginn eintrafen. Er war zum Glück nicht Letzter geworden. Aber frisch sah er jetzt auch nicht mehr aus. Keine Zeit um sich irgendwo noch schnell den Kopf zu waschen, schnell das Deo raus und eindieseln, damit er nicht so verschwitzt müffelte.
      Er hatte das Deo vergessen. "Klasse. Sonst noch was?", murrte er.
      Zwei Mädels kamen vorbei, und rümpften die Nase. Sie sagten irgendetwas von muss nen Neuling sein. Die riechen immer so komisch. Ob das der schlampige Typ da ist?
      Haru sah an sich runter. Das Hemd hing raus, die Jacke schief, das Haar sicher nass. Beim Abstellen der Tasche ging sie auch noch auf und der Inhalt verteilte sich. "Verdammt ..."
      Und dann lag er auch auf dem Boden. Einige Schüler lachten. Demoralisiert rappelte er sich auf, räumte alle schnell ein, ordnete sein Auftreten und dann ging es ab in die Schule.
    • Tayama High School Time

      1. April - erster Schultag
      Ayumi Akiyama
      Nachdem Ayumi die meiste Zeit der Ferien bei ihren Eltern verbracht hatte, war sie die letzten drei Tage zu Hause gewesen. Auch wenn sie sich wirklich hätte sparen können, zu sehen, wie immer mehr neue Schüler*innen eintrudelten und planlos sowie verwirrt hin und her trudelten, war sie glücklich, wieder in ihrem eigenen bekannten Bett zu schlafen. Das war wohl auch der Grund, warum sie die meiste Zeit in der Natur verbrachte, dort wo eben keine Menschen waren. Sie war nicht so, dass sie etwas gegen Menschen hatte, Ayumi hatte nur ganz schnell immer das Bedürfnis, verlorenen Schüler*innen zu helfen und nach einer Zeit wurde dies nun mal anstrengend und Kraft raubend. Ihr tat aber die Zeit unter Ästen und Blättern gut, nachdem sie nur Hochhäuser und Straßen bei ihren Eltern gesehen hatte. Diese bedrückenden Gebäude, welche mit jedem Tag dichter und dichter wirkten, hatten Ayumi ihre ganze Kreativität genommen. Die Bergluft fühlte sich wie Medizin für ihren Geist und ihre Seele an.

      Am letzten Ferientag hatte sie sich die Zeit genommen, ihre Wohnung auszumisten. Wie viel man doch immer herum liegen hatte, was man nie benutzte. Ob es nun die CD`s, für die man keinen CD-Player hatte, oder die Nähmaschine, bei der man sich nicht sicher war, wie sie funktionierte, der Hammer, welcher beim nächsten Schlag kaputt gehen würde oder der Akkubohrschrauber, der keine Batterien besaß, waren, alles war irgendwie da, was man irgendwann vielleicht mal gebrauchen konnte, aber nicht zwingend musste. Staubfänger fiel Ayumi dazu nur ein. Sich von Gegenständen zu trennen, empfand sie dann doch aber meist schwerer, als sie es sich wünschte. Aber sich daran erinnern, wann sie irgendwas davon mal genutzt hatte, konnte sie sich nicht. Es waren wirklich nur Staubfänger, die Platz einnahmen und somit Platz wegnahmen. Man stellte sich Ausmisten immer als etwas Leichtes und Schnelles vor, aber meistens war alles einfach nur unordentlicher als zuvor. Nun hatte sie die Sachen auch aussortiert, aber, wohin sie die nun bringen sollte, war ihr auch nicht bewusst. So landeten alle zuvor mit bedacht und gestreube aussortierten Gegenstände aus dem Schrank in eine Kiste. Erfolgreich würde man das wohl nicht unbedingt nennen, aber für das Gewissen, dass man etwas getan hatte, reichte es noch aus. Vielleicht war es aber auch nur das Zirpen der Grillen am Abend, die Ayumi zufrieden atmen ließen.

      Zufrieden mit dem Ende ihrer im Nachhinein kurzen Ferien ging sie ins Bett. Um 6 Uhr wurde sie von ihrem lieblichen Wecker geweckt. Oder eher wurde sie um 6 Uhr aus ihrem lieblichen Traum von ihrem schon fast tyrannisierenden
      Weckerton gerissen. Auch wenn sie fast jeden Morgen so früh aufstand, um Disziplin zu wahren, wie ihre Mutter ihr immer ans Herz legte, konnte sie sich einfach nicht dran gewöhnen. Sie war kein Morgenmensch, aber sie liebte den Morgen. Das Wissen, dass so gut wie alles um sie schläft. Nur einzelne Vögel hörte man miteinander kommunizieren. Als wenn die Welt stillstehen würde. Nachdem Ayumi rund 5 Minuten in ihrem Bett saß, stand sie auf, setzte Wasser zum Warmwerden auf und begann sich leicht zu stretchen. Weiter tapste sie dann ins Badezimmer und machte sich dort soweit fertig. Als der Wasserkocher mit dem Erhitzen fertig war, bediente sie sich auch gleich am warmen Wasser, indem sie sich einen Tee machte. Während ihr Tee in Ruhe zog, wusch sie Reis und schnitt Gemüse. Ayumi war wohl nicht besser als der Durschnitt im Kochen, aber sie fand es wichtig, anständig zu essen, weshalb sie sich am Morgen auch die Zeit nahm, Essen zu machen. Es war 6:47 Uhr als das Mädchen mit allem fertig war. Die Reste packte sie sich in eine Bentobox für die Schule später ein. Sie hatte das verdammte Glück, 45 Minuten von der Schule entfernt zu wohnen, deshalb schaute sie immer zweimal nach, ob sie alle Schulsachen mitgenommen hatte. Hefte, Federtasche, Essen, Trinken, Geld, Kopfhörer und Handy. Alles hatte sie dabei. Ayumi machte die Tür auf und fast wäre die Tür auch schon hinter ihr zu gefallen, da war ihr gerade noch eingefallen, dass ihr Schlüssel fehlte, Glück gehabt. Auch dieser verschwand in ihrer Tasche. Um 7:04 Uhr war sie dann wirklich fertig und machte sich auf den Weg zur Schule. Anstelle den Bus zu nehmen, was deutlich schneller gehen würde, entschied sie sich fast immer zu Fuß zu gehen. Ihr kam es sonst so vor, dass ihr Alltag nur aus Lernen, Schlafen und dem Bestehen bestand. Außerdem ging man ihrer Meinung nach durch die schönsten Abschnitte von Tayama auf ihrem Schulweg. Vor allem die Blätter der Bäume ließen sie ihre Entscheidung nie bereuen.

      Auf dem Weg hörte sie immer Musik, bis sie dann auf Klassenkamerad*innen traf und ihre Kopfhörer von ihren Ohren um ihren Hals rutschten. Oft wäre es Ayumi lieber, wenn sie einfach zur Schule kommen könnte, aber auch schätzte sie es, mit anderen Schüler*innen zu sprechen. Sie verstand sich selbst oft nicht. Jedes Mal stellte sie fest, dass man für den Weg nur rund 37 Minuten brauchte. Also war es 7:41 Uhr, als sie ankam, wodurch sie noch die Ruhe hatte, im Klassenzimmer den Unterrichtsstoff aus dem letzten Schuljahr zu wiederholen. Nur durch die langsam lauter werdende Lautstärke nahm sie wahr, wie der Klassenraum sich mit Schüler*innen füllte. Ayumit schlug ihr Buch zu und blickte sich einmal um. Bei jeder Person überlegte sie, ob sie schon mal etwas miteinander zu tun hatte. Immerhin wurden die Klassen neu gemischt, sodass sie viele Mitschüler*innen nur vom zufälligen Begegnen auf dem Gang kannte und mit vielen auch schonmal in einer Klasse war. Schnell bettete sie sich in ein Gespräch von zwei ihrer Sitznachbarinnen, mit denen sie letztes Schuljahr in eine Klasse ging, ein. Es war ein belangloses, ein sinnloses Gespräch. So war es auch nicht tragisch, als der Lehrer, den sie nun als Klassenlehrer haben werden, alle Unterhaltungen nur mit seiner puren Anwesenheit unterbrach. Wie eine Vorzeigeschülerin, die Ayumi nun mal in den Augen vieler war, saß sie mit ihren Augen nach Vorne gerichtet und hörte aufmerksam zu. Der Lehrer gab die Informationen für das Schuljahr bekannt.
    • Haru

      Der Unterricht hatte begonnen und er musste sich auf der Toilette noch schnell etwas frisch machen, hielt den Kopf unter einen Wasserhahn und wuselte die Haare durch. Dabei nutzte er zusätzlich Handseife, weil er keine Deo hatte, und so zumindestens etwas Frische verteilte. Der Handlüfter diente danach als provisorischer Föhn und kurz darauf sah er wieder pfleglich aus. Die Klamotten gerichtet und die Schuhe nochmals mit einem Papiertuch abgerubbelt, war er nun bereit, in seine Klasse zu gehen. Er wusste schon wo sie war. Der Papierkram und die erste Besichtigung. Den Rest würde er nach und nach erkunden.
      Verfluchte 10 Minuten zu spät. Er klopfte an und der Lehrer rief herein. Alle Blicke richteten sich zur Tür und Haru trat ein.
      "Verzeihung für meine Verspätung. Defekter Wecker und den Bus verpasst. Haru Hasegawa.", stellte er sich schnell und knapp vor.
      Der Lehrer sah auf die Klassenliste und machte einige Eintragungen. "Ah ja, dann wären wir ja jetzt alle vollzähling. Ähm, dein Platz ist dahinten."
      Haru nickte und begab sich zu seinen Tisch. Ganz hinten links am Fenster. Zum Glück musste er sich nun nicht allen Blicken ausgesetzt fühlen, wobei eh kaum einer das zu spät kommen groß mit Interesse verfolgte. Er hörte jedoch Getuschel. Der schlampige muffige Typ vom Schultor. Ah, die beiden Damen von der Tankstelle, dachte Haru. Naja, sie mussten ihn während des Unterrichtes weder sehen noch riechen. Und morgen war die Sache eh vergessen. Auf dem Rückweg gleich Deo im Supermarkt besorgen. Eine Dose würde er gleich am nächsten Tag hier verstauen. Nur für alle Fälle. Und den Wecker nicht vergessen.
      Die erste Stunde begann quasi erneut und der Lehrer erzählte noch ein wenig, auch für jene, die in diesem Jahr neu an die Schule kamen. Für Haru schien es wie eine gewöhnliche Schule zu sein, nur das diese für einige fernab der Familie statt fand und irgendwo von Bergen und Wäldern umzingelt recht abgelegen war. Zum Glück eine kleine Stadt, und kein Provinsnest mit vier Bauern und zwei Kühen. Und Dialekt hatte hier auch keiner. Jeder verstand sich ganz normal.

      Die ersten Stunden vergingen wie im Fluge. Haru hatte sich nur auf den Lehrer konzentriert und blieb nach Möglichkeit unentdeckt und ruhig. Selkbst wenn er was zu sagen hätte, schwieg er lieber. Die ersten Tage würde er so weiter machen. Irgendwann musste er so oder so mal eine Frage von einem Lehrer beantworten. Bis dahin schrieb er mit und machte sich seine Notizen.
      Dann kam die Mittagspause und Haru schlich durch die Gänge zur Mensa. Diese war leider wegen technischer Defekte an diesem Tag geschlossen. Also gab es nichts zu essen. Handwerker waren die einzigen die im Raum waren und überall hingen Kabel raus. Muss ja nen heftiger Defekt gewesen sein.
      Blieb am Ende nur der Automat, um das Magenknurren zu besänftigen. Mürrisch stand er vor dem Automaten, wobei es mehrere gab. Aber viel Auswahl gab es gerade nicht. Nur so ne Plürre mit wiederlichem Geschmack und eine Tütensuppe - extra Scharf. Der Ladenhühter wie es aussah. Wer war eigentlich für diesen Mist verantwortlich? Sollte nicht vor Schuljahres Beginn alles erledigt sein?
      Also einmal Nudelsüppchen mit viel Chilipulver und dazu eine Dose flüssigen Apfel-Schokoladenkuchen Geschmack. Was für eine Kombination. Entweder knurrt der Magen danach nie wieder, oder er würde in der nächsten Stunde aggressiv rumoren und den Unterricht stören. "Wer zum Teufel entwickelt so ein Mist eigentlich?"
      Wenig später saß er draußen auf einer Grünfläche an einen Baum angelehnt. Wenigstens gab es zu den Pausenzeite reichlich Rückzugsorte für Schüler. Viele lernten auch jetzt noch mit dem Bento auf dem Schoß, saßen alleine oder in kleinen Gruppen. Andere aßen, lachten und hatten Spaß, schalteten ihren Kopf kurzfristig ab.
      Haru hatte auch Spaß - mit seinem Mittagessen. Zuerst verbrannte er sich den Mund, weil es zu heiß war. Dann war es zu scharf. Und dann würgte er das flüssige Übel hinab, was dem Gehirn signalisierte, scheiss auf Chili, aber halt den Magen fest zusammen!
      Er mussste sich besser selber was daheim machen. Oder ein Fertigbento aus dem Kombini?
      "aaaahhrrr... ist das scharf ....", murrte er und zog sich die nächsten Nudeln schlürfend rein. Dabei spritzte etwas Chilisoße in sein Augen. "Waahhhhhh..."
      Ein Haufen Blicke in seine Richtung. Einige kicherten, andere grinsten einfach nur, dann kümmerte sich wieder jeder um sich selbst.