Albions Schatten [Cirdan & Daisy]

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    • Albions Schatten [Cirdan & Daisy]

      Albions Schatten
      Steampunk, Abenteuer, Freundschaft, Romanze, Dystopie || P16



      Vorgeschichte:
      Albion ist eine atemberaubend florierende Stadt gewesen. Sie war der Mittelpunkt des Erfindergeistes und vereinte in sich das moderne Leben. Dampflokomotiven und automatisiert betriebene Apparaturen, sollten die Lebensqualität verbessern. Die Industrielle Revolution ist wahrlich ein prophetischer Name für diese Ära. In rasanter Geschwindigkeit wurde Entdeckung über Entdeckung gemacht. Das Alte wurde blitzschnell erneuert und das Neue war die Woche zuvor noch undenkbar gewesen und die Woche darauf beinahe veraltet. Die Menschen sahen sich auf dem Höhepunkt ihrer geistigen Entwicklung. Es war beinahe, als hätten sie gespürt, was auf sie zukam und wie abhängig sie von ihren Maschinen werden würden...
      Es begann schleichend. Die Tage wurden kürzer. Die Sonne ging spät auf, allerdings früh wieder unter. Der Himmel verschmolz mit den grauen Abgaswolken der Fabriken und klärte nach einer Weile schließlich nicht mehr auf. Die Welt wie die Menschheit sie kannte fand sich in einem schrecklichen Zustand wieder; Ihnen wurde das Sonnenlicht genommen. Binnen kürzester Zeit sanken die Temperaturen. Getreide und Pflanzen gingen ein. Bald gab es kaum noch genug Ernte für die halbe Bevölkerung. Das Vieh starb reihenweise an Unterernährung. Es war eine wahrhaftig grauenvolle Zeit. Doch die klugen Köpfe Albions ließen sich nicht beirren. Sie bauten eine Kuppel, imitierten das Tageslicht und schufen künstlich die besten Bedingungen für ein Fortbestehen ihrer Bürger. Sie verbesserten die erneut die Lebensqualität durch frischere, nahrhaftere Lebensmittel. Die Ernte war kein Glücksspiel mehr, sondern war garantiert. Die Lebensgrundlage der Albioner war gerettet und wieder einmal erblühte die Stadt wie niemals zuvor. Sie bezeichneten sich zurecht als die Krönung der Schöpfung.
      Und während Albion wuchs und gedieh unter den künstlichen Strahlen ihrer selbst erschaffenen Sonne, verdorrte um die Kuppel herum die Welt. Nach einer Weile setzten Angriffe von Außerhalb ein. Den Umständen entspringende hungrige Bestien gierten nach den Gaben der Stadt. Dies geschah durch grausig entwickelte Tiere, aber auch durch verwahrloste, verhungernde Menschen. Nach einer Weile wurde klar, dass Albion sich diesen Umständen nicht mehr aussetzen wollte. Also taten sich die klügsten und erfindungsreichsten Menschen zusammen und schließlich gelang ihnen, was kein Mensch für möglich erachtet hat. Sie hoben ihre Stadt hinauf in den Himmel. Mit Hilfe eines neuen Antriebes gelang es ihnen ihre Wurzeln und gewisser Weiße auch ihre Menschlichkeit zurückzulassen. Sie fühlten sich wie Götter, als sie auf die sterbende Erde herabblickten. Sie waren überzeugt davon die einzigen Menschen zu sein, die in der Lage waren zu überleben.

      Doch da irrten sie sich. Die Menschen, die auf dem Boden zurückblieben, entpuppten sich als zäh. Zwar hatten sie nicht die Möglichkeit, der Albioner, doch mit dem Müll, den sie zurückließen, einer Menge Geduld und Anpassungsfähigkeit, gelang es den Menschen kleine, zivilisierte Gruppen zu bilden. Sie halfen einander, bildeten regelrecht Clan-ähnliche Zusammenschlüsse und überstanden so, was auch immer man ihnen zumutete, um sie in die Knie zu zwingen. Sie lebten in ihren selbst zusammen gebastelten Häusern, zogen los und erbeuteten durch die Jagd Fleisch und lernten mit den wenigen verbliebenen Pflanzen umzugehen. Eine Entwicklung, die die Albioner mit Interesse verfolgten. Sie benannten den Boden unter ihnen als „den Schatten" und nach einer Weile wurde den glorreichen und wohlhabenden Menschen in ihrer Wolkenstadt ein wenig langweilig. Müßiggang kehrte ein in ihre Welt voller Luxus und so entschieden sie Kontakt aufzunehmen mit diesen sonderbaren Wesen aus dem Schatten.
      Sie übersandten ihnen Nahrungsmittel, fütterten sie an, wie wilde Tiere und machten sich schließlich einen Spaß aus ihrer misslichen Lage. Sie erbauten Videokameras, die mit einem Propeller über dem Boden flogen und forderten die Schattenbewohner dazu auf sie zu unterhalten. Ähnlich, wie die Römer es in ihren Amphitheatern taten, stachelten sie die armen Gestalten dazu auf sich gegenseitig zu bekämpfen und es entstand ein wunderbarer Sport, an dem die Albioner sich erfreuen konnten. Sie gingen hinab, erbauten eine Arena für ihre Zwecke und verkündeten den Schattenbewohnern die frohe Kunde; Wenn sie nur interessant genug gewesen sind, und bereit waren jedem Befehl zu gehorchen, so sollen sie die Möglichkeit bekommen von den gütigen Albionern erworben zu werden. Sie sollten für ihre Herren kämpfen und weitere Wünsche erfüllen. Die Videoapparate sollten alles zu ihrer Belustigung aufzeichnen und wenn sie zufriedenstellende Leistungen erbrachten, würde ihr Herr auch persönlich für sie sorgen, ihnen Essen, Materialen und Medizin im Überfluss zur Verfügung stellen. Es sollte ihnen an nichts mangeln, solange sie artig und interessant blieben.
      So wurde schließlich eine grausame Tradition ins Leben gerufen. Familien brachten ihren Söhnen von klein auf die Brutalität bei, die ihnen die Chance gab sich in der Arena zu behaupten. Die Versprechungen und auch die Demonstration des Wohlstandes anderer, die einen Sohn in der Arena hatten, nährten schnell den Neid. Ein Menschenleben wurde weniger und weniger wert, solange man selbst dafür überleben konnte. Nichts anderes, war mehr wichtig.


      Handlungsgeschichte:
      X lebt gemeinsam mit ihrem Großvater im Schatten. Die kleine Familie hat nicht viel, doch hält sie sich über Wasser. Gemeinsam mit anderen Menschen, die keine Möglichkeit auf die Arenakämpfe genossen, halfen sie sich Jahr für Jahr durch die rauen Zeiten. Und X kann nicht behaupten unglücklich zu sein. Sie ist eine leidenschaftliche Bastlerin und hat sich zu einer hervorragenden Jägerin entwickelt. Mit ihren sonderbaren Erfindungen und Apparaturen hat sie schon manch einem vor den Kopf gestoßen, doch die Resultate sprachen für sich. Sie schaffte es einst die Bestie zu erlegen, die ihr kleines Dorf einen ganzen Sommer lang terrorisiert hat. Seither genießt die kleine Familie eine angenehme Achtung. Doch das half alles nichts, bei den Gebrechen ihres Großvaters. Seine Gesundheit ließ mehr und mehr zu wünschen übrig, bis er schließlich krank genug wurde, dass X um sein Leben fürchten muss. In blanker Panik bricht sie auf zur Arena. Frauen sind bei den Kämpfen theoretisch nicht verboten. Es melden sich schlichtweg keine in Anbetracht der sonstigen Gegner. Ganze Familien hungerten und gaben ihre Rationen einem auserkorenen Sohn, dass dieser wohlgenährt und stark wurde. Das schreckte die Frauen ab und sie zogen sich zurück. Doch X hatte keine andere Wahl. Sie kannte den Charakter der Albioner und wusste, sie würde nur weiterkommen, wenn sie eine Show machte. Wild entschlossen und nicht zuletzt vielleicht auch ein bisschen lebensmüde, schlich sie sich in einen beginnenden Kampf und bot eine Vorstellung sondergleichen. Unter den Augen der anwesenden Schattenbewohnern und den umherfliegenden Kameras überlistete sie die beiden bulligen Männer im Alleingang und stellte sich selbst in den Dienst der Albioner.

      Y hingegen war ein junger Mann, der in der Wonne New Albions lebte, wie sie die Wolkenstadt damals benannten. Seine Eltern ermöglichen ihm das beste Leben, wenn er auch seine eigenen Kämpfe austragen muss. Die Gesellschaft ist streng und verzeiht keine Fehler. Wer kein Patriot ist, wird verpönt. Er fühlt sich mehr und mehr fehl am Platz zwischen seinen Altersgenossen in der Universität. Der allgemein herrschende Götterkomplex setzt ihm zu. Doch er behält seine Bedenken tief in sich verborgen. Zu seinem Geburtstag zwingt sein Vater ihn zu einer unangenehmen Entscheidung. Der junge Mann hat nämlich bisher selbst nie an den Arenakämpfen mitgewirkt. Er ist in dem Gentlemansclub, in dem jede Woche die Ausstrahlungen übertragen werden, das verstand sich von selbst. Doch er hat nie einen Versuch daran gewagt einen der Schattenmenschen zu erwerben. Niemals hat er Anstalten gemacht Sponsor werden zu wollen, sein Geld wie seine Mitschüler zu verwetten oder gar Obszönitäten von den Kämpfern zu verlangen. Doch nun sollte Schluss sein. Y erhält von seinem Vater eine Summe und wenn er mit derselben Summe heimkehrt, ohne einen der Schattenkämpfer erworben zu haben, wirft er ihm harte Konsequenzen vor. Nun sitz er im Club und folgt gelangweilt der Übertragung. Die Kämpfer werden in Nummern aufgeteilt und in seinen Augen wurde soeben ein x-beliebiger Kampf einer Nummer Acht und einer Nummer Zwölf angekündigt, als plötzlich etwas Unvorhergesehenes passierte. Eine junge Frau tritt in die Arena. Sie schrie ihren Namen in den Himmel herauf, streckte die Arme aus und forderte die Albioner heraus. Ihre Art zu kämpfen war anders, komplett neu, zeugte von taktischem Verständnis und einer klaren Strategie. Sie hat noch keine Nummer zugewiesen bekommen, da erhob er sich und deklarierte diese Kämpferin bereits für sich. Wenn er schon an dieser lächerlichen Farce teilnehmen sollte, dann mit diesem Geschöpf.

      Y - @Cirdan
      X - Daisy

      Steckbriefvorlage:
      Allgemeines
      Name | Alter | Größe

      Charakterliches
      Vorgeschichte | Besondere Fähigkeiten | Sonstige Informationen

      Aussehen
      Bild | Nicht erkennbare Ergänzungen (z.B. Narben o. dergleichen)
      I want to be a flower in your garden.
      The prettiest of them all. A sight for your sore eyes.

    • Delores, das Mädchen aus dem Schatten
      23 Jahre alt | 1,72 m

      Vorgeschichte:
      Das Leben im Schatten ist kein einfaches. Gerade Delores Familie ist eine von sehr vielen, die ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Ihre Mutter überstand nicht sonderlich gut die Strapazen der Geburt. Die dadurch entstandenen Wunden heilten nicht gut und rafften sie dann an einem Fieber dahin. Lange ist auch unklar gewesen, ob das Kind überhaupt seinen ersten Winter überstehen würde. Allerdings hat sich Delores als zähe Kämpfernatur herausgestellt. Sie überstand die Bedingungen und entwickelte sich zu einem schrecklich neugierigen Kind. Dummerweise schien es mit ihrer Besserung ihrem Vater stetig schlechter zu gehen. Man scheut sich davon zu sprechen sein gebrochenes Herz sei schuld gewesen, doch der Mann zog sich immer mehr zurück. Irgendwann fing er davon an zu sprechen, dass er von der Sonne und dem Licht träumen würde. Nach einer ganzen Weile, in der es stetig auf und ab ging mit ihm, wurde er dann wahnhaft und setzte sich in den Kopf, dass er wisse, wo die Sonne noch die Erde erreichte. Und so zog er los, trotz bitten und fluchen seiner Familie. Inzwischen spricht man davon er sei verrückt geworden. Darüber was mit ihm passiert sein könnte gibt es viele Gerüchte. Doch sie alle enden sehr zielstrebig in seinem Tod.
      So blieben nur noch die kleine Delores und ihr Großvater übrig. Die Kleine wuchs schnell und entwickelte einen sehr ausgeprägten Sammel- und Basteltrieb. Sie schnappte sich alles, was sie finden konnte. Anfangs reagierte sie noch wie eine Elster und riss alles an sich was funkelte. Inzwischen hatte sie ein besseres Verständnis von Nutzen. Andauernd tüftelt sie an etwas Neuem. Sie hat es sogar geschafft sich damit einen Namen in ihrer Siedlung zu machen. Man kommt öfter mit Wünschen und Ideen zu ihr. Meistens um sich die Langeweile zu vertreiben, selten aber auch um etwas bei ihr zu erwerben. Kurz nach Anbruch ihres siebzehnten Lebensjahres wurde aber auch ihr Großvater krank. Was mit einem gelegentlichen Husten begann, endete immer häufig mit ganzen Tagen, in denen er bewegungsunfähig verharren muss. Mal plagt ihn das Fieber, mal eine schreckliche Übelkeit. Delores kennt sich nicht mit Menschen oder Medizin aus. Daher fürchtet sie bei jedem Anfall entsetzlich um sein Leben.

      Besondere Fähigkeiten:
      Neben dem allgemeinen Basteln und Werkeln, hat Delores auch wahnsinnig gute Augen und ein kluges Köpfchen. Sie nutzt Tücke und baut Fallen, um sich ihr Überleben zu sichern. Woran es ihr ganz klar mangelt, ist Muskelkraft und im Allgemeinen lässt ihre Ausdauer zu wünschen übrig. Etwas, was kaum jemand über die weiß ist, dass sie eine erstaunlich melodische und sanfte Singstimme hat. Ihr Großvater spricht oft davon, dass es ein Geschenk ihrer Mutter sein muss und hat ihr alte Lieder beigebracht. An Tagen, an denen ihr Großvater kaum bei Sinnen ist, fängt er an wie in Panik zu verfallen und den Namen ihrer Mutter zu rufen. In solchen Momenten singt sie für ihn, um ihm die Illusion seiner Tochter zu schenken, bis er sich beruhigt hat.

      Sonstige Informationen:
      - Sobald ihr Großvater aufgrund seiner Krankheit nicht mehr mit auf die Jagd gehen konnte, hat Delores deklariert, dass sie seinen Platz einnehmen würde. Ein Vorhaben, das nicht unbedingt auf viel Verständnis stieß, aufgrund der Statur der jungen Frau. Anfänglich war es auch wirklich ein Kampf mit ihr. Sie schaffte es nicht den Anweisungen der anderen Männer zu folgen und war sogar ein ums andere Mal der Grund, warum ihnen die Beute entwischt ist. Da sie auf herkömmliche Art nicht weiter kam, nahm sie sich vor auf ihre eigene Art zu helfen und konstruierte in diesem Zuge einige sonderbar aussehende Hilfsmittel. Zunächst belächelt, wurde sie allerdings schnell gefeiert, als sie es beinahe auf eigene Faust schaffte das „Biest“ zu erledigen, das bereits einige Male das Dorf terrorisiert hat.
      - Im Schatten ist es üblich sich nicht mehr als zwingend notwendig Körperkontakt auszusetzen. Allein schon aus hygienischen Gründen. Allerdings passt übermäßig zärtliches Untereinander auch nicht recht zu der Mentalität der Schattenbewohner. Doch Delores hat ein massives Problem damit andere Menschen anzufassen oder sich selbst berühren zu lassen. Körperkontakt ist ihr ein absoluter Graus wenn man nicht ihr uneingeschränktes Vertrauen oder auch einfach nur ihre vollkommene Sympathie genießt.
      - Sie versteht rein gar nichts von Pflanzenkunde. Weder kann sie im Anbau wirklich mithelfen, wenn man ihr nicht sehr kleinschrittige Anweisungen gibt, noch kann sie sonderlich gut Kräuter voneinander unterscheiden und das Desaster wird vollkommen, wenn man sie darum bittet etwas aus zum Beispiel medizinischen Gründen zu mischen. Zahnräder, Metalle, Bleche, Sprungfedern - das war bedeutend eher ihre Welt. Man könnte fast sagen eine Sprache, die sie begriff.
      - Eine kleine Elster ist sie noch immer. Sie liebt alles was glänzt oder funkelt. Die Sammlung mit kleinen Schätzen aus der Kindheit hat sie nie aufgegeben. Es kommen immer mal wieder neue Funde hinzu.

      Ergänzungen zum Aussehen:
      - Ihre Hände sind voll mit kleinen Narben, Verbrennungen und Schrammen. Sie hat mit bloßen Händen gearbeitet, bis sie ihr erstes Paar Lederhandschuhe geschenkt bekommen hat. Seither ist es etwas besser geworden. Wenn sie sie bei zu kleiner Arbeit auch immer noch sehr oft abnimmt und vergisst wieder überzuziehen.
      - Sie hat eine schlanke, allerdings nicht mehr schlaksige Statur. Ihre Weiblichkeit ist schwer zu verstecken, was viele Bewohner ihrer Siedlung dazu verleitet sie als gewünschte Partnerin vieler Söhne zu betrachten. Dabei geht es überwiegend um die augenscheinlich gut Veranlagung Kinder zu bekommen. Allerdings schreckt ihr Charakter genug ab, dass man sie nach einiger Aufforderung doch in Ruhe lässt.
      - Delores besitzt kein Kleid und es würde ihr auch niemals einfallen eins zu tragen. Seit sie denken kann hat sie gejammert sie wolle Hosen tragen, da sie als Kind in Kleidern dauernd auf die Nase gefallen oder irgendwo hängen geblieben ist.

      Aussehen:
      I want to be a flower in your garden.
      The prettiest of them all. A sight for your sore eyes.

    • Evan Lyndon
      24 Jahre // 1,81 m


      ~Vorgeschichte~
      Als Kind Albions und vor allem einziges Kind seiner Eltern, musste er Dinge wie Hunger und Verzicht nie kennenlernen, geschweige denn sich den tödlichen Gefahren stellen, welchen die Schattenbewohner ausgesetzt sind. Auch innerhalb der Standards, welche in seiner Welt herrschten, ist seine Familie unter den besser gestellten. Ihre Linie reicht bis zu den Anfängen der Stadt zurück, ein Detail, das sein Vater nicht müde wird zu betonen.
      Evan wächst somit geschützt und in völliger Geborgenheit auf, zumindest was materielle Dinge betrifft. Denn das was eine Familie betraf, herrschte weit weniger angenehme Atmosphäre. Ein Kind zu bekommen war für seine Eltern mehr eine Pflicht gegenüber Albion gewesen, als ein Herzenswunsch und Akt der Liebe. Dekorum war alles für sie und sie sorgten sich mehr um ihre Arbeit und ihren Stand in der Gesellschaft, als um das seelische Wohlbefinden eines Kindes. Streiche und Unfug waren genauso wenig gern gesehen, wie das klettern auf Bäume und in einem der Parks schmutzig zu werden. Nicht dass derartige Vorschriften jemals Kinder, oder Jugendliche von genau dem abgehalten hätten, aber so lernte Evan schon früh sich zumindest nach außen hin zu fügen und sich seiner Stellung gemäß zu verhalten. Zeitgleich führte die Erziehung, welche ihm von seinen Eltern und indirekt Albions Gesellschaft aufgezwungen wurde nur dazu, dass er genau dieser immer überdrüssiger wurde. Nicht dass er es nicht genoss, sämtliche Annehmlichkeiten der Stadt frei zur Verfügung zu haben und sich von Dienstboten umsorgen zu lassen. Doch eine Mischung aus Langeweile und dem Druck den Anforderungen seiner Eltern entsprechen zu müssen, lässt in ihm immer stärker das Verlangen aufkeimen, sich in irgendeiner Form gegen die Fesseln seiner strickten Umgebung aufzulehnen. Wie er das tun sollte, wusste er nicht und es gab auch keinen Grund darüber nachzudenken, schließlich existierte keine andere Option, als genau den Weg zu gehen, der für ihn vorbereitet worden war. Was sollte er auch sonst tun? Albion verlassen? Niemand der noch bei Verstand war dachte überhaupt über so etwas nach. Alleine der Gedanke in den Schatten vor sich hin zu vegetieren, jagte ihm ein schaudern über den Rücken. Somit gab es nur eine Möglichkeit. Die Universität zu absolvieren, endlich auf eigenen Beinen zu stehen und seine Rolle in der Gesellschafft spielen. Denn werde nicht dem Ideal entsprach, der brauchte sich in den Kreisen, in denen er lebte und aufgewachsen war, gar nicht erst blicken lassen. Status war alles.
      ~Besondere Fähigkeiten~

      Zählte das Ausgeben von elterlichem Geld, als besondere Fähigkeit? Wohl eher kaum, dennoch war er wie alle andere seines Alters und Standes außerordentlich gut darin der Verschwendung zu frönen. Doch das war selbstverständlich nicht das einzige, wozu er imstande war. Zum Teil daran geschuldet, dass er seit jeher auf eine Universitätslaufbahn vorbereitet worden war, kommt findet er sich sehr gut zurecht, was die fortschrittliche Technik seiner Stadt betrifft. Immerhin wird es eines Tages seine Arbeit sein, sich mit den Antrieben Albions auseinanderzusetzen, neue Annehmlichkeiten zu entwerfen, oder die Exekutive durch neue Maschinen zu unterstützen. Dabei macht er sich jedoch keineswegs die Finger schmutzig, denn wofür gab es denn Arbeiter und Automatons, welche die schmutzigen Arbeiten erledigten. Er und seine Mitstudenten waren höchstens diejenigen, welche Pläne entwarfen, oder sich mit den Funktionsweisen und der Wissenschaft auseinandersetzten. Direkt selbst Hand angelegt wurde hier nicht.
      Nebenbei geht Evan noch der einzigen Kampfsportart nach, welche für besser gestellte Albioner akzeptabel war. Fechten. Alles andere, gröbere war verpönt und wurde den Wachen überlassen, die sich berufsbedingt in diese Richtung ausbilden lassen mussten. Gerne hätte er auch anderes getan, doch das grazile Klingenkreuzen war nun einmal so ziemlich das einzige, das für ihn möglich war. Immerhin hatte der Sport dafür gesorgt, dass er flink auf den Beinen und um einiges fitter, als die meisten seiner Bekannten war.
      ~Sonstige Informationen~
      - Sein Vater ist ein höher gestellter General der Garde, während seine Mutter als Wissenschaftlerin arbeitet. Sie ist auch diejenige, wegen der er das studiert, was er studiert. Wenn es nach seinem Vater gegangen wäre, dann hatte auch Evan eine militärische Laufbahn eingeschlagen, doch seine Mutter war von ihren Plänen für ihren Sohn nicht abzubringen gewesen.
      - Eigentlich ist er ein recht geselliger Zeitgenosse, wenn nur nicht die meisten Feiern und Zusammentreffen in seinen Kreisen ein ewig öder Kreislauf aus Klatsch, Tratsch und hohlem Smalltalk wären. Noch nicht einmal in dem Gentlemen’s club, um dessen Mitgliedschaft niemand umhin kam, ging es besser zu. Mit dem Unterschied, dass sich hier auch noch alles um die Arenakämpfe drehte, denen Evan noch nie viel abgewinnen konnte. Nicht unbedingt aus Mitleid, oder Empathie den Schattenbewohnern gegenüber, was kaum möglich gewesen wäre, so wie die Menschen Albions erzogen wurden, waren die zu ihren Füßen Lebenden, kaum mehr als Spielzeuge und halbe Tiere. Nein, er sah nur nicht ein, wo es unterhaltsam war, dabei zuzusehen, wie sich ein ums andere Mal Leute die Köpfe auf Befehl hineinschlugen. Auch die ganzen anderen Spielchen, die man mit den Schattenmenschen trieb, kamen ihm sinnlos vor. Menschen taten was man ihnen befahl und man bekam was man wollte, wo war da der Unterschied zu sonst? Es war doch nur wieder genau dasselbe, was er jeden Tag lebte, nur dass es weiter entfernt geschah. Nicht gerade das, was er Abwechslung nennen würde.
      - Auch für die Verhältnisse Albions war Evan einigermaßen weltfremd. Behütet und verhätschelt, wie er aufgewachsen war, kannte er keine körperlichen Strapazen, oder Anstrengungen, zu denen man aus Überlebenswillen gezwungen war. Er würde noch nicht einmal als Dienstbote in Albion über die Runden kommen, geschweige denn länger als ein paar Stunden allein im Schatten überleben.

      ~Aussehen~

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cirdan ()