The Soldier of my Heart [Kolenta09 & Attari]

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    • The Soldier of my Heart [Kolenta09 & Attari]

      @Kolenta09

      Spät Sommer. Der Himmel war wolkenlos. Ein Meer über den Köpfen der Menschen, sich schier endlos in sämtliche Himmelsrichtungen erstreckend. Dominiert wurde es von einer in ihrem Zenit stehenden Sonne. Unbarmherzig brannte jene schon seid Stunden herab. Am höchsten Punkte stehend und den Tag in gefühlt endlose Längen ziehend, ließ sie die Temperaturen gern einmal unangenehme 30 °C und heißer werden.
      Ein Sommerwind jagte über die meroylischen Wüsten. Er war stark genug die obersten Sandschichten mit sich zu tragen und tauchte die Gegend in eine matte Wolke ein. Nichts als endloses goldbraun in Licht und Schatten der Dünen war vom Auge gesehen. In dieser Gegend gab es keine Sträucher, das einzige, was das Meer hier unten zerbrach, war der Gebäudekomplex der Vastita Academy. Tief im Herzen der Wüste von Meroyl errichtet…
      Eine Gruppe von Jünglingen von etwa 15 bis 16 Jahren wurde gerade über den Hof geführt. Noch waren sie keine einheitliche Gruppe. Jeder trug noch seine private Kleidung, welche etwas über Herkunft und Status verriet. Heimliche Blicke der Truppe wanderten über ihre neue Umgebung. Obwohl man sie angehalten hatte ein starres Gesicht zu wahren, konnte keiner sich die Neugierde gänzlich verkneifen.
      Auch Aramis Serafin haderte mit sich. Bisher hatten nur Geschichten und Bilder von diesem Ort seine Sinne erreicht. Ehemalige erzählten von den hohen Mauern, den rustikalen Gebäuden… Von einer Luft, in welcher man die Anspannung und Bereitschaft jedes einzelnen zu spüren vermochte!
      Im Gegensatz zu seinen Genossen, welche die Köpfe hin und her warfen, hielt der Silberhaarige still und schritt Stumpf ihrer Führung nach. Während sein Äußeres absolute Ruhe zeigte, sprang ihn ihm der kleine Junge im Viereck. Seid Jahren hatte er sich diesen Moment ausgemalt… Die Aufnahmefeier an der Vastita Academy!
      So rollte manch Unglücklichem schon jetzt der Schweiß über die Stirn, während sie in eine große Halle schritten. Die Durchlässigkeit der oberen Fenster ließ Licht die Halle durchfluten. In mitten des Raumes war ein etwas hilfsbedürftiges Podest aufgebaut worden. Kein Stuhl war zu sehen, weder für die Instruktoren, die vorn standen, noch für die Neuzugänge für dieses Jahr.
      Nun konnte Aramis sich doch einen Blick nicht verkneifen. Er blickte die Personen an, welche dort standen. Jeder einzelne ein Soldier und mit dem Blick eines solchen versehen. Ein brennender und kompromissloser Blick - Jenee duldete kein Zeichen von Schwäche, auch am ersten Tag nicht!
      Diese Jungs sollten sie immerhin eines Tages ablösen und die Tradition der Soldiers auf Adoria weiterführen. Wie könnten es die Soldier von heute also dulden die nächste Generation nicht so hart ranzunehmen, wie man es auch bei ihnen einst getan hatte?
      Die Gruppe kam zum stehen. In formloser Traube standen sie vor dem Podest und blickten auf den leeren Platz, welches dieses in den Raum stellte. Aramis nahm instinktiv unter dem urteilenden Blick Haltung an. Er wusste, dass jeder Eindruck zählte und je mehr von ihm überzeugt waren, desto höher war die Wahrscheinlichkeit nach dem Abschluss an der A. S. C. aufgenommen zu werden!
      Ein hochgewachsener Mann mit rabenschwarzem Haar trat hervor. Gefühlt jeder Muskel in seinem Körper war angespannt, während er einen Blick über die Anwesenden schweifen ließ. Er erhob seine Stimme. Das tiefe Bariton und die Worte seiner Begrüßungsrede füllten den gesamten Saal aus und rissen jeden Anwesenden in ihren Bann.
      Vor ihnen stand er in voller Gestalt…
      Ein Soldier mit dem Rang S. Ein Mann, dessen Erfahrung bei der A. S. C. für sich sprach. Nur die besten unter den Soldiers bekamen jemals die Ehre eines solch hohen Ranges. Der Traum eines jeden, der in die Vastita Academy eintrat und die harten Lehrjahre bis zur finalen Prüfung überstand, musste von einer solchen Position träumen!
      Das nicht jeder freiwillig herkam, hatte Aramis am eigenen Leib erfahren…
      Dunkel verhängt von schweren Wolken war der Himmel über den Dächern von Wingston. Aramis blickte auf durch das verglaste Dach des Flughafens. Seine Reisezeit betrug zu diesem Punkt schon fast 22 Stunden und nun hatte er das erste Etappenziel erreicht: den Stadtstaat Wingston! Hier sammelten sich die Neuzugänge der Vastita Academy innerhalb des nächsten Tages, um gemeinsam weiter zu reisen.
      Leicht gähnte der Junge in schwarzer Uniform, ehe er seine Tasche schulterte und Richtung Ausgang trottete. Im Moment war es ihm gleich, ob jemand seine Müdigkeit bemerkte. Jeder Knochen in seinem Körper schrie danach endlich auf ein Bett fallen zu können und nicht auf einem harten Sitz verzweifelt nach Ruhe suchen zu müssen… Der frische Wind vor den Türen kam ihm äußerst genehm. Sein Blick wanderte über die in der Ferne zu sehenden Wolkenkratzer von Wingston zur Anzeigetafel. Der Shuttlebus zur Unterkunft wäre das letzte Gefährt, dass er heute besteigen müsste.
      „ Haltestelle drei…“, murmelte er, nachdem er die Schriftzeichen auf der Tafel entziffert hatte. Seine CL war ein wenig eingerostet, gerade da sich das Schriftsystem gänzlich von dem seiner Heimat unterschied. Er setzte sich in Bewegung und trat in den schon an Haltestelle drei stehenden Bus ein. Dem etwas unfreundlich wirkendem Fahrer zeigte er lediglich seine Fahrbescheinigung vor.
      Mit knorriger Hand griff der Busfahrer nachdem Dokument, welches die VA ausgestellt hatte. Er kontrollierte alles in einem Äußerst langsamen Tempo, ehe er nickte und Aramis bis zu den Sitzplätzen durchging. Die Fahrt zur Unterkunft dauerte keine 30 Minuten. Dort angekommen musste der Junge erstmals bemerken, dass seine Beine endgültig nicht mehr wollten. Sich von dem Sitz des Busses zu erheben viel ihm unheimlich schwer und immer mehr stieg die Hoffnung gleich einfach in ein Bett fallen zu können.
      Doch sein Eintritt in den Empfangsraum der Unterkunft belehrte ihn etwas besseren. Sogleich kam ein uniformierter Mann auf ihn zu. Mit willkommener Stimme stellte er sich mit Namen und Aufgabe vor und offenbarte Aramis, dass er sich nochmals durch einen kleinen Papierberg kämpfen müsste.
      Sein Gegenüber musste seine Müdigkeit allerdings bemerkt haben, weshalb er sagte: „ Dafür können wir uns allerdings auch setzen!“ Er deutete mit der Hand einladend auf einen der hier stehenden Tische. Aramis nickte und folgte jener. Die Tasche ließ er mit einem Plumps auf dem Boden aufkommen, ehe er sich selbst setzte. Auch der Mann setzte sich und eröffnete, was genau er wollte.
      Der Junge blickte ihn einen Moment etwas überfordert an, ehe er sämtliche geforderten Papiere und Dokumente über den Tisch reichte. Darunter sowohl esmalische, als auch adorianische Dokumente. Aramis fragte sich, ob sein Gegenüber irgendein Wort auf den esmalischen Dokumenten lesen konnte. Immerhin weigerte sich sein Heimatland irgendein Dokument in CL auszustellen…
      Doch das Ganze stellte sich als wesentlich leichter heraus, als die Grenzüberschreitung seines Heimatlandes… Aramis war darüber sichtlich erleichtert. Der Mann begann letztlich ihm die weiteren Schritte zu erklären, als ein lauter Krach hinter ihnen Aramis aus seiner Müdigkeit riss. Sein Kopf schoss instinktiv in Richtung des Geräusches, welchem sogleich ein Gejammer folgte. Am anderen Ende des Raumes in einer kleinen Gruppe von Menschen war scheinbar ein Streit ausgebrochen. Leicht interessiert legte er den Kopf schief und betrachtete die Beteiligten. Ein Junge in seinem Alter, zwei Leute, die nach seinen Eltern aussahen und eine Frau, welche die selbe Uniform wie sein Gegenüber trug. Als Quelle des lauten Geräusches machte er eine nun auf dem Boden liegende Flasche Wasser aus, deren Inhalt sich in einer riesigen Pfütze über den Boden verteilt hatte. Der Junge musste sie herab gefegt haben, als er aufgesprungen war. Schwer atmend und den Tränen nah erhob er seine Stimme.
      „ Ich will nicht!“, fauchte er die feinen Leute neben sich an, welche Aramis für seine Eltern hielt. „ Wie könnt ihr nur immer über meinen Kopf hinweg entscheiden?! Reichen meine älteren Geschwister nicht, um die Tradition weiter zu führen?! …“
      Der Junge aus Esmal würde hellhörig. Tradition?
      Ein lächerliches Konstrukt der AA Mitgliedstaaten. Solche Familien, welche über Generationen Soldier wurden, konnte es eigentlich nur dort geben! Er hatte davon gelesen… Wage schlich sich der Name XY Takumi (Großvater von Rev) in seinen Kopf. Ein hochangesehener Soldier, dessen Sohn auch ein Soldier sein soll… Für solche Familien musste es also alles bedeuteten den Nachwuchs auch zu Soldiern zu erziehen. Immerhin war es wohl die Tradition…
      Aramis lachte innerlich und wandte sich zu seinem noch immer wartenden Gegenüber zurück. Jener räusperte sich entschuldigend. „ Leider kein seltener Anblick!“, kommentierte er. „ Es kommt immer wieder vor, dass Neuzugänge ihre Anmeldung ablehnen und aus familiärem Zwang an die VA kommen…“ Er grinste leicht. „… die meisten von ihnen von ihnen sind nicht mit ganzem Herzen dabei!“
      Aramis erwiderte das Grinsen leicht. „ Umso leichter also für die, die aus freien Stücken die Anmeldung abgeschickt haben…“ Sein Gegenüber nickte, ehe er mit seinen Erklärungen fortfuhr und Aramis letztlich seinen Schlüssel für das Zimmer gab.
      Formgerecht verabschiedete der Müde sich und erhob sich… Müde verzog er sich auf sein Zimmer.
      Der Soldier vom S Rang beendete seine nicht sonderlich einladende Begrüßungsrede und verließ das Podest. Der Platz wurde von einer weiteren Person eingenommen. Jene stellte sich als die Leitung der ganzen Einrichtung vor und begann mit dem organisatorischen Informationen. Die Verteilung der Zimmer und Ähnliche Dinge.
      Der silberhaarige saugte die Informationen förmlich auf und versuchte sich jede Einzelheit zu merken. Letztlich wurden sie entlassen. Mit dem Rest des Tages frei, um sich etwas einzurichten und kennen zu lernen…
      Aramis verließ die Halle recht spät. Da er Teil der letzten Gruppe war, welche hier angekommen war, musste er erst zurück zum Transporter gehen und seine Tasche holen. Viele Habseligkeiten hatte er nicht mit gebracht, da die Uniformen und Kleidung von der VA gestellt wurde und er jene nur noch abzuholen bräuchte. Doch wollte er zunächst sein Zimmer beziehen…
      Während die meisten sich in Richtung Unterkünfte aufmachten, folgte ein paar wenige Aramis nach. Der Hof war schon wieder leer, als auch die letzten sich auf den Weg zu den Unterkünften machten. In der Vorhalle entdeckte man sogleich die breite Treppe. Die Neuzugänge waren ganz oben untergebracht, während die höheren Jahrgänge absteigend immer eine Etage darunter waren. Natürlich extra so angelegt, dass die Neuzugänge gar nicht erst in den Genuss von etwas Ruhe kämen. Die Fahrstühle dürften sie auch nicht benutzen. Während so mancher beim Anblick der Treppen zu stöhnen begann, stapfte Aramis sie gleichgültig hinauf. Es hatte keinen Sinn sich über die Regeln zu beklagen! Wer nicht hier sein wollte, sollte einfach gehen!
      „… Glück gibt es hier nicht! Hier zählen nur eure Fähigkeiten und Disziplin für die Sache!...“ wiederholte er in seinem Kopf die Worte des S- Rang Soldiers. Er warf einen Blick auf sein sich in der Scheibe spiegelndes Bild. Das silberne Haar hing ihm zottelig im Gesicht, welches einen monotonen Ausdruck zeigte. Ihm war schon aufgefallen, dass seine Kleidung ein wenig herausstach. Die schwarze Uniform aus Esmal trug jeder, der in einem offiziellen Auftrag das Land verließ. Für Aramis stimmte dies zwar weniger, aber seine Regierung hatte darauf beharrt, dass er nur in dieser Kluft reisen dürfte.
      Bevor er die Tür zur Stube aufstieß und herein trat, warf er einen Blick auf das Schild. Es standen nur zwei Namen und Schülernummern in dem Feld. Seine eigene und wohl die seines Genossen. Ein wenig freute er sich darüber sein Zimmer nicht mit allzu vielen Menschen teilen zu müssen! Mit je weniger Menschen er klarkommen musste, desto besser!
      „ Serafin… Takumi…“, murmelte er die Namen von dem Schild. Letztlich öffnete er die Türe und trat ein. Ein Junge mit schwarzem Haar stand in dem Zimmer.
      „ Hallo!“, sagte Aramis zunächst, ehe er die Tür hinter sich verschloss und herein kam. Er musterte seinen Zimmergenossen kurz, ehe er an ihm vorbei trat und seine Tasche auf eines der bette warf. Er drehte sich noch einmal mit voller Aufmerksamkeit zu dem anderen Jungen und streckte ihm seine Hand hin.
      „ Mein Name ist Serafin!“, stellte er sich vor und lächelte leicht dabei.
    • Unruhe herschte im Anwesen, alle liefen wild durcheinander und trugen einige Taschen zur Kutsche. Rev stand vor seinem Spiegel, indem er sich vollkommen betrachten konnte. Eine Anzugshose und ein Hemd mit dem Wappen seiner Familie, welches er sich in die Hose gesteckt hatte. Die Sonne srahlte durch das Fenster und spiegelte sich auf der glatten Oberfläche, sodass Rev geblendet wurde. Wirklich stören tat es den dunkelhaarigen nicht, da ihm sein Anblick sowieso nicht sonderlich gefiel. Einmal noch drehte er sich zur Seite und versuchte zumindest etwas Stolz auszusehen. Sein seufzen brachte aber die letzte Hoffnung aus ihm heraus. Diese Tradition wäre das erste was er abschaffen würde, wäre er das Oberhaupt der Familie, wenn er vorher nicht in irgendeiner Schlacht sterben würde. Ein Klopfen an der hohen hölzernen Tür brachte ihn aus seinen Gedanken und er drehte sich zu der Person, die gerade den Raum betrat. Seine Mutter war gerade dabei auf ihn zu zukommen und legte behutsam eine Hand auf seine Schultern. Ihr Lächeln war fast schon entschuldigend. Rev wusste natürlcih das sie am wenigsten dafür konnte, sie hatte nur hinein geheiratet und hatte neben Rev's sturen Vater sowieso nichts zu sagen. Ihre Blicke waren Unterhaltung genug gewesen, weshalb sich der Junge stillschweigend auf den Weg nach unten zur Kutsche machte. Diese würde ihn zum Flughafen bringen, von wo sein Abenteuer beginnt.
      Er selbst hatte nur eine Tasche und seinen Mantel bei sich.
      Nicht einaml der Himmel wollte für ihn weinen und blieb komplett trocken. Noch war es früh am Morgen, ein Bett würde er erst heute Abend wieder sehen. Der Weg war steinig und sehr uneben, solche Fahrten war der Junge aber bereits gewohnt, sodass er entspannt die Aussicht genießen konnte. Circa vierzig Minuten brauchten sie, biss das Gefährt zum stehen blieb. Rev trug weiterhin ein monotonen und eher traurigen Blick, welcher sich beim anblick des Flughafens nicht verbesserte. Wiederwillig trugen ihn seine Beine aus der Kutsche richtung Terminal, von dem sein Flug ging. Die Tasche hatte er geschultert und den Mantel hatte er sich zuvor übergezogen. Er wusste genau, dass er in ein Wüstengebiet kam, doch sein Vater bestand darauf, dass er diesen trug. Schließlich präsentierte nur das gesammte Outfit seine Familie, dabei durfte kein einziges Teil fehlen. "Soldiers lassen sich sowas nicht anmerken" wären nun die Worte, die sein alter Herr wählen würde.
      Der Flug dauerte eine Stunde, war jedoch ruhig. Es gab keine lauten Kinder ohne andere nervige Passagiere. Alleine beim aussteigen fühlte es sich an, als würde er gegen eine Wand laufen. Eine Wand aus heißer Luft. Schon bereits nach wenigen Sekunden liefen ihm schweißperlen über das Gesicht. So wie Rev jedoch war wollte und durfte er sich nichts anmerken lassen, auch wenn er innerlich schrie und einfach nur nach Hause wollte. Als Heimweh würde er es nicht betiteln, auch wenn dies wahrscheinlich etwas mit schwang. Er wusste einfach das er fast sein gesamtes Leben etwas machen musste, auf das er absolut keine Lust hatte und vorallem was ihn umbringen könnte. Am Flughafen fand er bereits ein paar Jungen, die das selbe Schicksal erlitten haben wie er selbst, wobei diese sich darauf zu freuen schienen. Für Rev das unverständlichste.

      Auch Rev musste die selben Szenarien durchleben, wie seine Nachgänger. Es gab wohl drei Gruppen. Einerseits wären alle zusammen einfach zu viele und außerdem hatten einige unterschiedliche Ankunfszeiten. Er wurde der ersten Gruppe zugeteilt und folgte den anderen in ein kleines Gebäude vor den großen Hallen. Die Vastita Academy war schon atemberaubend, dass musste er sich eingestehen. Sie hatte etwas von einem Schloss und einer Fabrik zugleich. Neben dem Hauptgebäude gab es noch einige große Hallen- dabei handelte es sich um die Sport- und empfangshallen, sowie die Sanitätsräume und GYM's. Alles war gut durch organisiert, jeder musste allerhöchstens fünf Minuten warten bis er an der Reihe war. So kam dann auch Rev recht schnell an die Reihe, auch wenn es für ihn wohl etwas zu schnell war. Er setzte sich an einen der Tische, auf dessen anderen Seite ein uniformierter Mann saß und ihn freundlich anlächelte. "Willkommen! bitte fülle diese Formulare aus und gibt deine Daten an" Ohne ein Wort kam er dieser Bitte nach. WIederworte würde er hier nicht leisten, immerhin wusste er, dass auch sein Vater hier sein unwesen trieb. Er hatte einen hohen Rang dadurch würden sie nicht aufeinander treffen. Hochrangige wie sein Vater hatten wenig mit der Ausbildung neuer Schüler zu tun. Seinen Sohn jedoch zu bestrafen, für Verweigerung würde sich sein alter Herr nicht nehmen lassen. Gerade als er seine letzte Unterschrift setzte ertönte Musik durch einige Lautsprecher, die auf dem gesammten Gelände verteilt waren. Sie spielten eine Art Willkommensmusik ab. Durch die Fenster des gebäudes konnte er sehen, wie ein Trupp Soldiers zu den Empfangshallen maschierten. Sie gingen in einen Takt und machten keinen Fehler. Diese perfekte Harmonie würde ihnen hier ebenfalls eingetrichtert werden. Er schob nun die Dokumente zurück an seinen Absender und stand auf Befehl hin auf, um dem nächsten Platz zu machen. Vor dem Ausgang sammelten sich alle, die fertig mit dem Ausfüllen waren und warteten gemeinsam darauf, dass alle losgehen konnten.
      Dies war nach zehn Minuten bereits der Fall und sie wurden von einem "Wächter" - so wie die Aufseher der Schüler genannt wurden - zur Halle geführt. Den Schlüssel, welchen er erhalten hatte umgriff er fest um ihn bloß nicht zu verlieren.
      Eine Rede folgte der nächsten. Unerwarteter Weise waren alle still und hörten dem Soldier vorne aufmersam zu. Draußen hatte er mitbekommen, dass sich schienbar ein paar Schüler bereits kannten. Das machte das ganze hier etwas angenehmer und Rev musste zugeben: er war etwas neidisch. Einige Schüler waren wie gefesselt von der Rede und der Junge musste schon angst haben, dass sie gleich anfingen zu sabbern. Darüber konnte er nur den Kopf schütteln und die Augen verdrehen. Das Gähnen verkniff er sich dann doch lieber, um nicht direkt am ersten tag eins auf den Deckel zu bekommen. Seine Konzentration schwand immer mehr und alles mitbekommen tat er wirklich nicht mehr. Notfalls musste er später einen Schulkammeraden fragen, was wichtiges gesagt wurde. Aufmerksam wurde er erst wieder, als sie abtreten konnten und dem Wächter zu den Zimmern folgen durften. Diese Aufmerksamkeit reichte aber auch nur, um sich den Weg zu merken und um seine Beine zu koordinieren. Netterweise bekamen sie alle ine Karte vom Gelände damit sie sich besser zurecht fanden und vor allem nicht zu spät kamen. Punkt 19:00 Uhr war Abendessen, werd dort zu spät kam hatte Pech - so die Worte des Wächters. Bis dahin hatte er aber noch etwas Zeit und würde diese zum Ausruhen und auspacken nutzen.
      Er erklomm die Treppe zu den Gemächern und atmete erleichtert aus, als er das Klacken des Schlosses hörte, als sich die Tür öffnete und nachgab. Er hatte es geschafft! Endlich war ihm etwas ruhe vergönnt. Seine erste Amtshandlung war es den Mantel auszuziehen und seine Tasche abzulegen. So wie es schien war er der erste gewesen. Draußen auf dem Schild hatte er noch einen Namen lesen können, wohl der seines Mitbewohners. Dagegen hatte er aber wirklich nichts und würde die Ruhe nutzen, wer wusst wann das mal wieder vorkam. Einen Moment lag er im Bett, bis es aufstand und seine Klamotten in den vorgesehenden Schrank legte. Seinen Koffer würde er wahrscheinlich unter sein Bett schieben.
      Gerade strich er das letzte Shirt nochmal Glatt, als die Tür aufging. Nun war die Ruhe offizell vorbei. Natürlich sah Rev auf und betrachtete den jungen Mann, der das Zimmer betrat. Dieser legte sene Sachen ab, und drehte sich dann direkt zu ihm um und stellte sich vor. Der dunkelhaarige zögerte kurz nahm aber dann die ausgestreckte Hand in seine "Takumi,...Rev Takumi. Freut mich" sagte er ruhig und ließ die Hand danach sofort wieder los. Er vermied soviel Körperkontakt mit anderen wie nur möglich. Wie geplant schob er seinen Koffer unter das Bett, auf dass er bereits gelegen hatte. Eine Weile hielt er inne, bis er etwas Mut zusammen nahm "kommst du von weit weg?" fragte er dann und drehte sich langsam zu seinen Zimmergenossen. Es wäre wohl vom Vorteil, wenn sie sich zumindest etwas verstehen würden. Aus diesem Grund sprang er etwas über seinen Schatten und brach etwas die Stille. Eine richtige Konversation wollte er aber auch nicht führen.
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3
    • Das Innere seines neuen Heimes war unheimlich simpel aufgebaut, geradezu pragmatisch. Der Vergleich mit dem Inneren einer Gefängniszelle kam im Kopfe des Jungen auf, der mit einem schnellen Blick alles was die Stube zu bieten hatte betrachtete. Der kleine Raum war in der Mitte durch einen etwa 2 Meter breiten Leerraum geteilt, welcher an der wand mit einem Fenster endete und mit der Türe, durch welche er gekommen war begann. Zur linken und rechten Seite standen je ein Schreibtisch, ein großer Schrank und ein mit sandfarbener Decke versehenes Bett.
      Aramis wusste nicht recht, ob er mehr erwartet hatte oder ob er noch immer zu müde und eingenommen von der Reise und seiner Ankunft an diesem Ort war. - Aber die erschreckende Ähnlichkeit zu jener Einrichtung, welche er zuvor besucht hatte, ließ ihn für einen Moment an der Tatsache zweifeln, dass er Esmal verlassen hatte. Er stellte seine Sachen an und auf das noch unberührte Bett, ehe er sich wieder umdrehte und seinen Zimmergenossen begrüßte. Ein Junge in seinem Alter, wie all die anderen in ihrem Jahrgang es auch waren.
      Die ausgestreckte Hand Aramis‘ erfreute sich nur eines kurzen und zögerlichen Drucks - definitiv nicht der Händedruck eines Soldiers! Doch beließ der Junge aus Esmal es schlicht dabei. Ihm war nicht danach einem Genossen und sich Ärger zu machen, wegen eines müden Händedrucks. Wer wusste schon, wie viele Stunden sein gegenüber unterwegs gewesen war und - seine Gedanken stoppten zu zirkeln und nahmen eine gerade Richtung an, als er den Namen vernahm.
      Takumi…
      Sicher. Die Namen auf dem Schild zuvor nur vor sich hin gemurmelt. Mehr als Sicherheit das eigene Zimmer zu finden, als als tatsächlich Überprüfung, wer sein Genosse sein würde, überkam ihn auf einmal die Erkenntnis, wen er hier vor sich hatte. Ein Symptom einer solchen Familie, die das Soldierleben zu ihrer Tradition erklärt hatten. Einen Spross der Familie Takumi um präzise zu sein. Ein mattes Amüsement kletterte über das Gesicht des Jungen, welcher die kümmerlich geschüttelte Hand nutzte, um die Schnallen am Kragen seiner Jacke zu öffnen. Die schwarze Uniform Aramis‘ schaffte es zur selben Zeit unheimlich intrigant als auch schlicht zu wirken. Gegeben der Tatsache, dass jeder Staatsbürger seines Landes dazu verpflichtet wurde diese Kleidung zu tragen, ganz gleich zu welchem Anlass man sie hinaus schickte, war ein wenig politische Note in dem Outfit wohl kaum zu vermeiden. Er seufzte leise, als sein Blick auf seine Taschen wanderte und er von den Schnallen abließ, welche mit einem leisen Klirren hinab fielen.
      Seinen Zimmergenossen ließ er in der Weilen unbeachtet. Ein Spross der Takumi-Familie und dann ein solcher Händedruck? Müdigkeit konnte wohl kaum eine Ausrede sein, oder? Rev musste man doch von klein auf auf diesen Tag vorbereitet haben. Mit jeder Wette hatte er eines dieser hochmodernen Institute besucht, von denen viele Traditionsgetriebene her kamen.
      " Kommst du von weit weg?"
      Die Frage riss Aramis aus seinem Konzept. Er hob den Kopf und wandte sich um, dabei zog er eine Augenbraue hoch. Sichtlich verwirrt, immerhin trug er seine Herkunft offen durch die Gegend. Aber wer wusste es schon? Politik interessierte? Leute die sich für ein abgeschottetes Land faszinierten?
      Er nahm eine lockerere Haltung an, hob erneut die Hand und öffnete den Reißverschluss seiner Jacke, ehe er sich auf das Bett neben die Tasche fallen ließ. Mit leichtem Grinsen und durchaus interessierten Blick überschlug er die Beine. „ Ich komme aus Esmal… Das ist etwa 15500 Kilometer entfernt von hier, falls du etwas als Referenz brauchst.“, sagte er, als er sich auf das obere Knie stützte. Er machte sich nicht die Mühe seine genaue Heimat zu definieren. Abgesehen von der Hauptstadt kannten die meisten vermutlich keine weitere Stadt in seinem Heimatland. „ Und, wo kommst du her?“
    • Aramis also, er würde versuchen sich diesen Namen einzu prägen. Schließlich müsste er eine Weile mit diesem jungen auskommen. Durch seine ruhige Art beobachtete Rev seine Mitmenschen viel. Auch bei aramis fiel ihm etwas auf. War es Enttäuschung? Verachtung oder etwas anderes? Da Rev diesen Blick kannte wusste er wohl, woher dieser Gesichtsausdruck kam. Jeder kannte seinen Nachnamen und ihre vorherigen Träger. So wohl auch dieser junge. Er schien sich etwas anderes unter diesen Namen vorgestellt zu haben. Verübeln konnte Rev ihm das ganz und gar nicht, er war es gewohnt eine Enttäuschung für andere zu sein. Der dunkelhaarige holte seine Uniform heraus, die sorgfältig im Schrank zur Verfügung stand. Diese müsste er von nun an tragen, wenn er dieses Zimmer verließ. Es war in keinster Weise ein schönes Gefühl für ihn. Behutsam legte er sie auf sein Bett und sah zu der Uhr, die über der Tür platziert war. Etwas Zeit hatten sie noch, bis sie zum Essen mussten. Seine Frage schien ebenfalls weniger gut anzukommen, aber daran störte sich der groß gewachsene nicht. Sein Gegenüber gab eine recht präzise Beschreibung ab, mit der er wirklich etwas anfangen konnte. Selbstverständlich wurde die Frage zurück geworfen "Zander...südlich der palastberge von norem" erklärte er ruhig. Sein Reich grenzte an norem, einen der mächtigsten Länder. Es war sehr kühl und bewachsen dort. Angenehmer als in dieser steppe hier. "Tatsächlich war ich schon einmal in esmal" sprach er ruhig und eher nachdenklich. Sein Vater hatte ihn einmal dorthin mitgenommen. Daher kam ihm wohl diese Tracht bekannt vor.
      "Ah...wir müssen bald los" merkte er schließlich an und zog sein Shirt über den Kopf. Auch die Hose zog er ohne zu zögern aus. Er hatte keinerlei Probleme mit sowas. Da er seine Hose als erstes Anzug blieb sein vernarbter Rücken eine Weile frei. Man sah einige lange Male auf ihm. Sein Vater hatte nunmehr seine Methoden um andere zu bestrafen, da machte er vor seinem eigenen Sohn auch nicht Halt. Es war ein Gemisch aus peitschhieben, schnittwunden und brandnarben. Irgendwann hatte er sich an diesen Anblick gewöhnt. Sein Körper war nicht unbedingt schmächtig. Es waren einige Muskeln zu sehen und untrainiert war er keineswegs. Es gab aber mit Abstand stärkere Typen hier. Nun streifte er sich das dunkle Shirt über und steckte den unteren Teil in seine Hose. Es gab gewisse Regeln, auch bei der Kleidung. Das Shirt musste in der Hose sein, die Hosenbeine durften maximal zweimal umgekrempelt werden und die Haare mussten gepflegt aussehen. Das äußere erscheinungsbild war hier enorm wichtig. Nun schloss Rev seine Hose und trat vor den Spiegel im Schrank. Es war ungewohnt sich so zu sehen und seinem Vater nun noch mehr zu ähneln. "Hoffentlich können wir danach endlich schlafen sprach er eher zu sich selbst als zu seinem zimmergenossen. Die schranktür machte er wieder zu und sah wieder zu aramis hinüber. "Wollen wir zusammen zum Essen?' Fragte er nun etwas unsicher. Viellwar Der andere schon jetzt von ihm genervt und wollte einfach seine Ruhe.
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
      <3
    • Rev Takumi musste diesen Ausdruck kennen. Ein hochmotiviert Blick aus den Augen, Enttäuschung auf den Lippen, wann immer sein edler Name die Ohren erreichte. Die Menschen hatten ein Bild im Kopf, welches direkt vor das Innere Auge sprang, wann immer der Name `Takumi` ihre Ohren erreichte. Ein hochgewachsener und kräftiger Mann, der mit starren Augen seine Umgebung betrachtete. Unberührt von den Ereignissen der Welt blieb und alles mit kühler Miene durchblickte. Einen ähnlich bekannten Ausdruck trug der Esmali in den dunklen Augen. Eine süffisant anmutende Haltung gegenüber Rev. Er war nicht sonderlich enttäuscht, mehr hätte er einfach etwas anderes erwartet. Gerade wo der Name Takumi doch eigentlich mit solchen Männern wie Revs Großvater und Vater assoziiert wurde. Denen Rev, nach Aramis Wissen, zwar durchaus ähnlich sah, aber deren Aura er aber keinesfalls besaß.
      Aramis beendete seinen Gedankengang mit einem matten Seufzer. Seine Augen verdrehten sich kaum merklich, als der dunkelhaarige Junge seinem Schrank den ersten Satz Uniform entnahm und jenem feinsäuberlich gefalteten Stapel auf sein Bett legte. Das tragen einer Uniform stellte für manche ein unvorstellbares Hindernis im Kopf dar. Auch Rev wirkte wenig erfreut darüber seine Kleidung im Schrank vor zu finden und am folgenden Morgen weitere Sätze dieser Gage abholen zu dürfen. In einigen Ländern erkannte man aufkommendes Streben nach mehr Freiheit und das damit einhergehende strickte ablehnen einer Uniform oder Ähnlichen Einheit schaffenden Faktoren. Für Aramis wäre diese Kleidung nicht mehr als ein neuer Satz Kleidung. Seine Lebenssituationen verlangten derart oft von ihm eine Uniform zu tragen, dass ein konstanter Faktor seiner selbst war und er gar nicht wusste, was er privat tragen könnte.
      Die Antwort auf die Frage, aus welchem Land er kam wurde ebenso knapp, wie pragmatisch beantwortet. Zander, ein Nachbarstaat von Norem, wo sich der Sitz der AA befand. Eine äußerst stimmig wirkende Herkunft für eine Familie wie die Takumis. Viele Fakten kannte er nicht über das Land genau, mehr über die allgemeine Anballung von reichen Ländern in jener Gegend. Die Information, das er schob einmal in Esmal war, ließ ihn hellhörig werden. Wesentlich interessierter betrachtete er Rev erneut. Die Wahrscheinlichkeit, dass sein Vater als unabhängiger Soldier ihn mitgeschleiften hatte, war hoch. Sein Land war immerhin nicht für Gastfreundschaft und Herzlichkeit bekannt. Wenn Esmal eines war, dann konsequent in seiner Politik!
      "Ah...wir müssen bald los"
      Der Blick Aramis wanderte zur Uhr über der Tür. Sekunden lang starrte er auf die sich änderte Sekundenanzeige und konzentrierte sich auf das Ticken. Selbst die Zahlen auf dem Zifferblatt waren andere, als die in seiner Heimat. Er schwang sich schließlich hoch, wobei seine Augen sich wieder auf Rev richteten, welcher ihm die gesamte Pracht seines Körpers offenbarte. Allerlei Narben zogen sich über die von Muskeln unterspielte Haut. Brandmale, Schnitte … manche älter und andere frischer. Seine Augen verengten sich beim Anblick jener Pracht, ehe er seinen Blick mit einem schnauben abwandte.
      Der Esmali öffnete seinen eigenen Schrank und zog mit einer Hand den Stapel an Kleidung hinaus, welchen man für ihn bereit gelegt hatte. Mehr achtlos warf er jene aufs Bett und begann sich selbst aus zu ziehen. Auch sein Körper erzählte an Hand von Narben und Malen eine Geschichte. Jedoch eine grundlegend andere als die von Rev. Die sichtbaren Narben Aramis waren leicht an zwei Händen ab zählbar. Über seinen Torso zogen sich lange, künstlich anmutende Narben. Kontrollierte Schnitte einer gewählten Hand. Am Oberarm prangte eine Brandnarbe ihren Platz und die Hüfte zierte eine Schussnarbe. Die feinen Schnitte an seinen Fingern und Unterarmen waren kaum noch zu erkennen. Er hing die Jacke seiner heimischen Tracht an einen der Hacken im Schrank, ehe er jenen verschloss, um sich auch der Hose zu entledigen. Er zog die Uniform der VA an und richtete sie ebenso her, wie er es aus der Heimat kannte. Darin unterscheid sich kaum ein Ort. Offizielle Kleidung hatte man stets den Regeln nach zu tragen, immer ordentlich!
      Als letzten Schritt strich er sein Haar zurück und versteckte den Anhänger seiner Kette unter dem Kragen, sodass man sie nicht mehr entdecken könnte. Die unsichere Frage seines Zimmergenossen kommentierte er mit wortloser Enttäuschung über die Tatsache, dass seiner Stimme jegliches Volumen fehlte. Jedoch grinste er danach. „ Du siehst genau aus wie dein Vater in diesem Magazin, dass ich in Wingston gesehen habe!“, kommentierte er. „ Aber dir fehlt es in jeglicher Hinsicht an Präsenz!“ Er lachte ein wenig auf und stieß Rev in die Schulter. „ Sei wenigstens mir gegenüber so lieb und lass dieses unversicherte sein! Wir müssen die nächsten Jahre miteinander auskommen!“
    • rev schloss gerade den Knopf seiner Hose als er das Aufkommen der Kleidung auf das Bett hörte. Im Gegensatz zu rev ging sein zimmergenosse weniger sorgfältig mit den Klamotten um. Da sein Blick eh in diese Richtung gerichtet war konnte er sich einen Blick auf den Körper des Jungen nicht verkneifen. Sein eigener Körper war wahrlos zugerichtet worden, ohne einen Hintergedanken. Die Verletzungen auf aramis Körper schienen gezielt gesetzt und nicht ohne Grund hinterlassen worden sein. Die schusswunde brachte ihn kurz aus dem Konzept. Bis auf diese Wunde waren sie alle gleich. Wie er wohl zu diesen Narben gekommen war? Diese Frage stellte sich rev nun wirklich, er war interessiert.
      Er wandte den Blick schließlich ab um nicht weiter zu starren. Es war unhöflich und das wusste er. Auf seine Frage hin kam keine begeisterte Antwort, hätte er sich aber auch denken können. Dennoch reagierte aramis nun anders als gedacht und lachte kurz. Beim Schlag auf die Schulter sah rev ihn irritiert an. Diese Reaktion hatte er nicht kommen sehen. Auch seine Aussage brachte ihn komplett aus der Fassung "wie mein Vater?" Fragte er ungläubig. Er wusste nicht ob es eine beleidigung oder ein Kompliment war. Wahrscheinlich war es eher eine Tatsache oder einfache Aussage von aramis gewesen. Aramis hatte recht, aber das wusste er doch bereits. Doch irgendwas ließen diese Worte in ihm aufbrodeln...es war wie eine Herausforderung für ihn. Sein Blick wurde kalt und fest entschlossen bevor er nickte "versprochen " Sagte er ernsthaft.
      Plötzlich klopfte es an der Tür und rev sah auf. Sie wurde ohne Vorwarnung geöffnet und zwei Männer in Uniform traten ein. Auf jeden Fall älter als sie. Ihre Uniform verriet, dass sie einen Rang über sie waren. Aus diesem Grund stellte sich rev gerade hin und spannte seinen gesamten Körper an, vor älteren musste man Respekt zeigen. Einer der beiden grinste breit "chill, wir sind noch nicht auf dem Schlachtfeld! Ich bin morto! Wir sind eure paten und holen euch zu Essen ab, um euch den Weg zu zeigen." Er hatte eine nette und gleichzeitig autoritäre Ausstrahlung. 'Du bist aramis richtig? Ich bin dein Pate und absofort für dich zuständig " erklärte er weiter. Rev sah ihn ruhig an. Sie waren für sie also zuständig? Sie würden ihnen also die Schule und das Gelände zeigen. Rev hatte gehört das sie dafür morgen früh Zeit haben würden. Auch um ihre Paten näher kennenzulernen.
      Er war froh sie aber jetzt schon zu treffen. "Du musst dann rev sein richtig!? Für dich ist mein Kollege hier zuständig. Wir sind beide eine Stufe über euch."
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    • Aramis Hand ruhte für einen Moment auf seiner Brust, genau dort wo der Anhänger seiner Kette unter dem Stoff des Shirts lag. Der Wert dieser Kette für den Jungen war unvorstellbar, wobei auch ihr materieller Wert nicht niedrig war. Den langen Blick Revs über seinen Körper ließ er unbeachtet. Er hatte nichts zu verbergen!
      Und es galt als Akt mit wenigstens ein paar Narben in die Vastita Academy einzutreten. Wer ohne käme, würde schon noch schnell genug ein paar bekommen.
      Wobei Rev sichtlich genug dieser Sorte mit sich trug. Sein Rücken könnte einem zu oft geflicktem Boxsack gleichen - als sei er das Ventil für jemand Anderes Ärger gewesen. Oder es war die verkrümmte Art, wie ein Traditionssoldier seinen Sohn zu Gehorsam zwang. Auf die alte Art mit Peitsche und Prügel. Aramis schauderte der Gedanke daran tagtäglich von seinen Eltern verprügelt worden zu sein, um eine lächerliche Tradition weiter zu führen. Man sollte es Rev wohl nicht übel nehmen, dass er sich nicht wie ein Soldier verhielt, wo er doch immerhin nicht einmal einer sein wollte.
      Die Hand Aramis sank von seiner Brust ab. Kurz betrachtete er die mitgenommenen Finger, die er mit Sicherheit häufiger gebrochen hatte, als er sich erinnern konnte. Mit jener schlug er letztlich auch gegen die Schulter seines Genossen. Mehr ein leichter Knuff, als ernst gemeinte Verletzung. Rev blickte sichtlich irritiert zurück in die dunklen Augen, ehe sein Ausdruck sich veränderte und ernst wurde. Er versprach sich zu ändern?
      Der Esmali zog seine Hand zurück und blickte ein wenig verdutzt zurück, ehe er mit den Schultern zuckte und das ganze als erledigt ab tat. Rev war schon ein seltsamer Vogel, das wusste er schon nach den wenigen Minuten, die sie sich kannten. Mit Sicherheit würde er Klassenbester werden und nachdem Abschluss am liebsten nie wieder etwas von den Soldiers hören.
      Letztlich riss ein Klopfen und das folgende auffliegen der Tür beider Jungen Aufmerksamkeit in jene Richtung. Zwei ältere Jungen standen in der Türe. Vielleicht ein oder zwei Jahre älter als sie selbst. Der eine von ihnen wirkte Energie geladen, während ein zweiter sich zurück hielt und mit genervter Miene einen Seufzer von sich gab. Rev nahm umgehend Haltung an, während Aramis beide skeptisch musterte und ruhig blieb.
      Den Zweck dieses Überfalls bekamen beide schnell zu hören. Bei den Jungs handelte es sich um ihre Paten, welche sie zum Essen holen wollten.
      Der Energiegeladene stellte sich als Morto vor und offenbarte Aramis Pate zu sein. Der Andere ließ einen kühlen und versierten Blick über den Körper des Esmali flackern, ehe er zu Rev blickte. Im Gegensatz zu seinem Genossen hatte er keine Haltung angenommen und den Eindringenden einen feindlichen Blick zu geworfen. Wo es Aramis mangelte, machte Rev es allerdings wett. In perfekter Haltung stand er da, stramm wie ein Baum im Sturm.
      „ Ich weiß nicht, wem von euch ich mehr kreditierten soll… Dem Jungen, der uns stumm als seinen Vorgesetzten erkennt oder den Jenigen, der uns aufgrund unseres Eintretens für Feinde hält…“
      Er schüttelte seinen Kopf und blickte seinen Kollegen an. „ Du lernst wirklich nie, dass man an fremde Türen zu klopfen hat!“, schnaubte er entblößt, ehe er sich an Rev wandte.
      „ Mein Name Leland Ainsworth und Ich bin den Pate, Rev Takumi!“, stellte er sich vor. Er lächelte ein wenig entschuldigend für das Verhalten seines Partners.
      Aramis hatte die Arme vor der Brust verschränkt und musterte Leland und Morto ausgiebig. Erster war unheimlich schlank für seine Größe. Sein dunkelblondes Haar trug er wie erwartet kurz, sodass man kaum etwas über die Textur hätte sagen können. Er blickte seinen eignen Paten an und musterte ihn…
      Im Gegensatz zu Leland, welchen er ebenfalls für einen Soldier aus Tradition hielt, konnte er das von Morto kaum behaupten. Der Kerl war wesentlich schwerer einzusortieren.
    • Das klopfen hatte wohl auch aramis herausgerissen, denn auch dieser schaute direkt zur Türe. Im Gegensatz zu rev blieb aramis eher angespannt und war darauf gefasst zuzuschlagen. Sie hatten eindeutig andere Erfahrung gemacht, die sie in solchen Momenten prägten. Beide Verhaltensweise pachten ein Ergebnis hervor, welches sinnvoller war darüber ließ sich streiten.
      Aufmerksamkeit hörte er zu, was die beiden wollten und nach und nach lockerte sich die haltung von revs Körper.
      Die beiden schienen sich zu kennen. Sie gingen eher freundschaftlich miteinander um und fauchten sich gegenseitig an. Während leland aramis Paten zurechtwies grinste dieser nur breit "Ach komm! Ich habe geklopft, ich habe nur nicht das 'herein' abgewartet." Rechtfertigte er sich sofort, weiterhin mit einem dicken Lächeln.
      Nun stellte sich leland auch vor und rev war über das lächeln welches er bot überrascht. Er hatte ihn eher als kühlen und grimmig dreinblickenden Menschen einstuft, so sehr konnte man sich immer wieder täuschen.

      Morto stand noch immer grinsend Weise, mit seinen Händen in der Hüfte gestüzt dort und wartete darauf, dass auch sein Kollege sich vorgestellt hatte. Danach fuhr er mit seiner kleinen Erklärung fort "Wir sind jederzeit für euch da, wenn ihr Fragen habt oder ein Anliegen an einen höherrangigen habt. Leland und ich leben ebenfalls zusammen, unser Zimmer zeigen wir euch auch noch! Aber genug davon...lasst uns schaufeln gehen ich habe einen mächtigen Hunger. Wir haben heute schon zwei Missionen hinter uns" brummte er zum Schluss. Ohne abzuwarten drehte er sich auf der hacke um und ging zurück in den Flur
      Rev folgte erst, als sein Paten ebenfalls den Raum verlassen hatte. Natürlich war auch die Kantine ganz unten und er sah sich schon die Treppen hinauf klettern, um in sein Zimmer zu kommen. Aber das Essen trieb ihn vorran und der Geruch wurde immer stärker. Sein Magen hatte sich schon vor einer Stunde zu Wort gemeldet.
      Sie kamen in einen riesigen Raum. Fast alle Tische waren besetzt und erst jetzt wurde rev bewusst, wie viele soldiers sich hier auf diesem Gelände befanden. Dabei waren dies nur die erst bis drittklässler. Also nur knapp die Hälfte aller anwesenden. "Willkommen auf eurem ersten Schlachtfeld. Heute habt ihr Glück mit uns zu essen und somit einen Platz zu bekommen. Ab morgen solltet ihr frühzeitig los gehen. Die Tische sind schnell voll, aber ihr werdet eh lernen auf dem Boden zu essen. Ältere haben natürlich Vorrang und ihr müsst euch erstmal behaupten, wäre ja auch langweilig " lachte Morto. Rev gefiel es hier nicht wirklich, aber er wollte gerade nur essen. Sie gingen zum Rand des Raumes und nahmen sich jeweils ein Tablett. Nun konnte man sich ein Menü aus zweien aussuchen, sowie einen Nachtisch, wenn man denn einen bekam. "Nehmt bloß nicht die Suppe! Man weiß nie genau was dort drinnen ist" riet Morto uns noch leise bevor er mit seinem Tablett auf einen Tisch zu ging. Er hatte sich einige jüngere Schüler ausgesucht und Scheuchte sie nicht gerade freundlich davon. Die freundliche miene die er die ganze Zeit gezeigt hatte verschwand. Vor rev und aramis stand jemand, der seinen Rang kannte und bewusst einsetzte. Er war streng und ließ keine wiederworte zu. "Gut das wäre geklärt jetzt können wir uns setzen" kam es nun wieder lächelnd von Morto der sich direkt auf einen der nun freien Plätze setzte. Rev schluckte kurz und ihm wurde bewusst das er hier nun wirklich unter mehreren solcher Menschen war. Es war, als hätte morto zwei Persönlichkeiten gehabt. Welche Spezialisierung sie wohl beide gewählt hatten.
      Rev setzte sich und hatte wie von morto empfohlen das zweite Gericht gewählt, da das andere eine Suppe war. Es war etwas Fleisch, eine Masse die wohl Kartoffelbrei sein sollte und etwas Gemüse.
      Er aß eine Weile bis er aussah und leland ansah. Ein wenig Angst durchzogen ihn doch noch, auch wenn leland nett auf ihn gewirkt hatte "ehm...welche Spezialisierung hast du eigentlich gewählt? Wir müssen und ja bis Ende der Woche eingetragen haben" Fragte er seinen Paten dann direkt.
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    • Aramis Blick bleib lange Zeit an seinem eigenen Paten kleben und untermalte gut die Gedanken im Kopf des Jungen, der sich nicht allzu viel Klarheit über die wahre Natur des Jungen machen konnte. Wie jemand aus gutem Hause verheilt er sich nicht und auch dem Aussehen nach war es schwer ihm einem Kontinent zu zuordnen.
      Leland hatte beide gemustert und gleich mit den Informationen, welche er über die beiden Jungs besaß verbunden. Ihre Verhaltensweisen spiegelten ihre Vergangenheit wieder, oder zumindest die Vergangenheit, die er sich in seinem Kopfe für jeden zurecht gelegt hatte. Ein Jüngling aus gute, Hause, der im ganzen Leben nicht hatte mehr tun sollen als zu gehorchen und der Tradition zu folgen. Und ein Junge aus einem zerrütteten Land, der mit jeder Wette den Krieg und die Aufstände in seiner Heimat hautnah mit erlebt hatte. Derart ähnlich hatte Leland auch einst seinen Zimmergenossen eingestuft. Morto war für ihn jemand, dem er sein Leben blind anvertrauen würde. Der Junge hatte unheimliche Standhaftigkeit und tatsächliche Qualitäten, blickte man über die schroffe und unangemessene Art seines Verhaltens hinaus. Der Pate Mortos schien gemischte Gefühle ihm gegenüber zu hegen…
      Morto erklärte in grober Art ihren Job und auch das sie eine helfende und weisende Hand in bestimmten Situationen bieten könnten.
      Sie verließen letztlich im Kollektiv das Zimmer der beiden Neulinge. Leland ließ einen letzten Blick über das Türschild wandern, welches die Namen der Jungen zeigte. Serafin und Takumi… Wüsste er nicht, dass die Zimmer ausgelost wurden, so hätte er vermutet, dass irgendwer sich ein böses Spiel erlaubte die beiden in einen kleinen Raum zusammen wohnen zu lassen. Ebenso wie bei Morto und sich selbst könnten die Welten der Jungen nicht unterschiedlicher sein.
      Aramis Schritte waren fester Natur. Er ging dicht neben Takumi her und folgte den versetzt laufenden Paten durch die Flure der Akademie. Ihr Weg führte sie in einen unheimlich großen Saal, dessen hohe Decke von künstlichem Licht untermalt wurde. Lampen zogen sich über dicke Metallträger, welche ein teils gläsernes Dach trugen und einen Blick auf den von Sternen versäumten Himmel erlaubte. Es war längst dunkel hier …
      Die Beschreibung eines Schlachtfeldes traf das, was Aramis hier entdeckte sehr gut!
      Überall verscheuchten ältere Schüler die jüngeren und Neulinge. Sie tummelten sich auf dem Boden an den außen Wänden. Man schubste und drängelte in der schLange bei der Ausgabe und wartete darauf das Essen auf das Tablett zu bekommen. Der Esmali reihte sich hinter Morto und vor Leland und Rev in die Schlange ein, nur um sich ein graues Tablett zu nehmen und seinen Blick über die undefinierbare Kost wandern zu lassen. Scheu oder Ekel empfand er nicht. Er hatte schon schlimmeres gesehen und zu sich genommen. Das Schild mit dem Namen ihres Mahls half nicht sonderlich dabei die gelbliche Masse und das braune Fleischartige Stück zu unterscheiden.
      Als Aramis trotz der Empfehlung seines Paten nach der Suppe zusätzlich zu dem anderen fragte, klatschte man ihm mit Freude eine Portion entgegen, als hätte sie ohnehin noch zu viel von dem Gebräu.
      Aramis bemusterte die Kost, während er und die beiden anderen beobachten konnten, wie Morto ihnen einen Tisch verschaffte. Er scheuchte auf äußerst prägnante Art eine Gruppe von anderen Neulingen fort.
      Sie setzten ich an den freien Tisch und begann mit dem Essen. Aramis und Rev Leland und Morto gegenüber.
      Wie stets begann Leland damit sein Essen zu sortieren. Er verschmähte die kleinen Gemüse Stückchen, welche die Küche mit wachsender Begeisterung in ihre undefinierbaren Pampen mischte. Man lernte irgendwann, dass man dem Aushang, welcher preis gab, welches Essen es heute geben würde, nicht trauen konnte und im Endeffekt doch alles gleich schmeckte. Lediglich in der Konsistenz sorgte man in der Küche für ausreichend Varianten.
      Leland sah bei der Frage und Bemerkung Revs auf. Er sprach die Befristete Zeit an, welche ihm noch blieb eine Spezialisierung zu wählen und gab ebenfalls preis, dass er sich wohl noch nicht gänzlich auf eine festgesetzt hatte. Er stoppte die Gabel in der Luft, den Ellenbogen auf den Tisch gestützt und den Blick von seinem eigenen Paten zu Aramis wandern lassend, welcher ohne irgendeine scheu die Pampe in sich hinein schaufelte. Er hatte beider Jungen Akten gelesen. Zumindest die den Paten zur Verfügung gestellte zensierte Variante. Laut jenen Daten besaß Aramis schon längst eine medizinische Ausbildung, welche er an einem esmalischen Institut absolviert hatte. Zu dem war führ ihn diese Route auch an der VA schon vorgemerkt gewesen, als hätte er entweder keine Wahl gehabt, oder schon bei der langwierigen Anmeldung seine Präferenz preisgeben. Leland konnte sich nur schwer ausmalen, welchen widrigen Weg Aramis zurück gelegt hatte, um heute an der VA angekommen zu sein. Denn selbst ein nach Esmal einreisender Soldier wurde trotz aller Neutralität der ASC eingehend geprüft und nicht ohne weiteres ins Land gelassen. Ganz abgesehen davon, dass sie angeblich im Land auch nicht frei reisen durften. Immerhin gab es Dinge, welche das Regime verstecken wollte… so munkelte man zumindest.
      Er blickte zurück auf seinen Paten, welcher aus einem wesentlich angeseheneren Land stammte. Eines in dem Leland tatsächlich schon einmal gewesen war. Ein Lächeln kletterte auf seine Lippen, als er die Frage beantwortete: „ Ich bin auf Vermittlung spezialisiert, speziell die Regionen von Oluni!“
      Rev hatte sich wohl noch nicht entschieden. Sein Hintergrund erwartete es von ihm die Richtung des Anführers zu wählen und sich in jene zu begeben, wie sein Vater und auch Großvater vor ihm. Aber ihm war ja immerhin nicht einmal die Wahl gelassen die Entscheidung über seine Zukunft zu fällen. Er hatte ein Soldier zu werden!
      Aramis blickte ebenfalls auf, sah allerdings zu Morto. Ohne den vollen Mund zu öffnen forderte er zu erfahren, was dessen Spezialität war.
    • Rev stocherte in seinem Essen herum und wusste nicht ganz ob es ihn gleich anspringen würde, oder erst im Magen attackierte. Er zögerte, aber die lange Fahrt hatte ihn enorm hungrig gemacht. Er sagte sich einfach, dass er nicht so viel darüber nachdenken sollte und schob sich die erste gabel in den Mund. Ein verziehen des Gesichtes konnte er sich nicht verkneifen. Das kartoffelartige Zeug gleiche der Konsistenz eines Puddings, leider hatte er nicht auch dessen Geschmack angenommen. Es schüttelte ihn kurz und der Jüngling kniff die Augen zusammen. Umso überraschter war er, dass sein Kollege das Essen einfach hinein schaufeln, ohne nur zu zögern. Er hasste es verwöhnt zu sein, aber das konnte er nicht einfach so abstellen. "Man gewöhnt sich daran glaub mir kleiner" kam es lachend von morto, der sich das Spektakel angesehen hatte. 'Du scheinst keine Skrupel davor zu haben aramis" Sagte er erstaunt und eindrucksvoll. Viele Neulinge verhungerten hier fast immer, aber sowas hatte der rothaarige noch nie gesehen.
      Schmunzelnd beobachtete er nun seinen besten Kumpel, wie dieser wieder sein Essen sortierte. Er kannte es nicht anders, aber es war eine eigenart, die er an leland mochte.
      Auch morto hatte die Akten gelesen und konnte die Informationen den beiden sehr gut zuordnen. Er war froh aramis als Schützling bekommen zu haben. Sie beiden hatten es wohl schwer überhaupt hierher zu kommen. Natürlich waren es andere Gründe, aber dennoch zeigte es, wie zielstrebig und verbissen beide waren. Eine Eigenschaft die kaum noch jemand hatte. Wer mit solchen Hürden dennoch hierher kam, war persönlich schon sehr weit und stark. Dies merkte man auch, wenn man die beiden Jünglinge verglich. Neben aramis hatte rev eine enorm unsichere Ausstrahlung. Er hatte seinen Vater tatsächlich einmal kennenlernen dürfen. Diese beiden Personen waren Welten. Betrat sein Vater den Raum, war es in binnen sekustill, ohne das er etwas sagen musste, alleine wegen seine Atmosphäre.
      Rev sah seinen Paten weiter gespannt an und wartete auf seine Antwort. Diese bekam er dann auch und nickte ruhig. Durch seine Aussage machte er sich direkt ein weiteres Bild über leland. Er wirkte nicht nur freundlich sondern war auch gebildet. In diesen Bereich waren meist Personen, die sich viel Wissen aneignen konnten. "In oluni war ich nur einmal kurz, es ist ein schönes Land, kommst du aus dieser Gegend?" Meist suchte man sich ja sein Land aus, in dem man sich sowieso bereits auskannte.
      Morto aß geduldig sein Essen und grinste dabei vor sich hin. Er bemerkte schließlich den Blick seines parten und sah ihn lächelnd an. Nachdem er sein Essen heruntergedchluckt hatte sprach er "Ich habe tatsächlich zwei Spezialisierungen. Hauptsächlich bin ich in dem Transport und Koordination tätig, werde aber auch zur Führung trainiert" rev sah ihn ziemlich überrascht an "es ist selten das jemand zwei Posten übernimmt " merkte der jüngere an. Morto lächelte bescheiden "mh...Ja stimmt. Ich bin klassenbester und wurde von unserem General gebeten diesen Posten ebenfalls zu übernehmen. " das hatte er sich durch seine harte Arbeit erkämpft und erarbeitet. Wenn man etwas will schaffte man es auch. "Und ihr? Du hast bereits eine medizinische Ausbildung wie ich gelesen habe? Also verschlägt es dich auch weiterhin in diese Richtung aramis?' Fragte er seinen Schützling lächelnd. Rev sah ihn ebenfalls an, da er diese Informationen noch nicht hatte. Er war bereits gebildet, das war bemerkenswert in seinen Augen.
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    • Leland betrachtete Aramis ebenfalls erstaunt. Die wenige Skrupel die er gegenüber diesem Essen hatte und der tatsächliche Anflug von Genuss auf dessem Gesicht ließen in dem Blonden die Annahme aufkommen, dass er kein Mensch war. Selbst ein absolut unverwöhntes Kind wie Morto hatte sich mit diesem Essen schwer getan und es anfänglich wie so viele Neulinge verschmäht und nur bedingt gegessen. Ganz abgesehen von den Hunderten von Schülern, die aus reichen oder mittelständischen Familien stammten und sich gänzlich verweigert. Sogar besseres Essen forderten.
      Die Akte Aramis sagte er stamme aus Asaidat, eines der Juwelen von Esmal. Nahe des Delta des Flusses Busul gelegen und aufgebaut auf dem reichen Vorkommen an Öl und anderen wertvollen Mineralien vor Ort, war die Stadt und Region durchaus bekannt. Sodass Leland erwartet hatte, dass auch Aramis einen gewissen Luxus im Leben kannte. Nicht zu verachten, dass er tatsächlich einen Abschluss besaß. Doch er schien sich in einem gewissen Maße geirrt zu haben, immerhin könnte die Akte genauso gut ein wenig frisiert worden sein, damit sie den Behörden der AA besser gefiel.
      Morto sprach eine Wahrheit und eine Lüge aus. Beide kommentierte Leland sofort. „ Man gewöhnt sich nicht daran… Man lernt nur, dass man keine Auswahl hat!“, korrigierte er seinen Genossen. „ Und ja, ich finde es ebenfalls erstaunlich, dass du diese Pampe herunter bekommst… insbesondere die Suppe…“, er deutete auf eine fast gelehrte Schale von ‚Suppe‘ - deren Konsistenz eher der von Paste oder Farbe glich. Leland blickte angewidert auf den eigenen Teller und seit langem wurde ihm einmal wieder schlecht bei dem Gedanken daran, was genau er hier aß.
      Seine Augen wanderten stumm hinauf, zu Morto und Aramis. Sein Freund musste glücklich sein, genau diesen Jungen zugeteilt bekommen zu haben. Die schwere Reise an die VA hatte Morto geprägt… Jemand der ihn heute kannte, würde kaum erraten aus welchen Verhältnissen er stammte. Leland erinnerte sich an den ersten Tag zurück und wie er von einem überglücklichen und Energie geladenen Jungen in seinem Zimmer willkommen geheißen wurde. Er muss wirklich froh gewesen sein damals…
      Aramis zeigte kaum eine Form der Erleichterung hier zu sein. Er wirkte selbstsicher und zielgerichtet, genau wissend was er vor sich hatte.
      Lelands eigener Pate wirkte hingegen unentschlossen… Wie so viele von seinem Schlag. Traditionssoldier in seiner Generation stellten oft in Frage, warum sie herkamen. Sie taten es immerhin nicht mehr wirklich aus eigenem Antrieb, sondern weil man es schlicht weg von ihnen verlangte. Nicht für sich selbst, sondern für den Namen der Familie. Ein Jahrgangs Kollege von Morto und ihm war auch ein solcher Kandidat gewesen. Unentschlossen und unwillig hier zu sein, Soldier zu werden… Den Preis zahlte er letztlich…
      Die Antwort Lelands über seine Spezialisierung nahm Rev ruhig auf. Seine folgende Bemerkung warf allerdings Fragen im Gesicht des Jungen auf. Er überlegte, ehe ihn die Erkenntnis traf, was hier geschehen war. Er lachte leicht auf. „ Oluni…“, wiederholte er. „ … Das ist der Kontinent…“ sein Lachen nahm einen entschuldigenden Ausdruck an. „ Mein Akzent hat es wohl etwas verschluckt… Oluni und Olune…“, wiederholte er wesentlich klarer in einem sauberen CL. Leland sprach ein wenig verwaschen, wenn er nicht auf seine Worte achtete. Sein Akzent rutschte ihm heraus und oft auch Wörter und Ausdrücke der in Wingston alltäglichen Version des CL.
      „ Die Namen sind sich aber auch verdammt ähnlich!“, sagte er dann. „ Ich bin auf den Kontinent Oluni spezialisiert! Und ja, ich komme von dort, aus Wingston um genau zu sein!“ er lächelte leicht, auch ein wenig zu Aramis, immerhin waren sie praktisch Nachbarn. Auch Esmal lag auf dem Kontinent und immerhin war Wingston eine von zwei Lokationen, die offizielle Flüge in das abgeschottete Land anbot und empfing. Auch Aramis dürfte dort einen Reisestopp gehabt haben. Während die beiden gesprochen hatten, hatte Aramis einfach weiter gegessen. Ihn schien es nicht zu kümmern, dass sie vom selben Kontinent kamen. Schließlich beantwortete Morto seinen durchaus penetranten Blick und gab seine Besonderheit preis. Sowohl Rev als auch Aramis schienen ein wenig überrascht über diese Tatsache und auch, dass es überhaupt möglich war. Es gab viele ältere soldiers, die Zusatzkurse und Lehrgänge machten, um sich in anderen Bereichen ausbilden zu lassen. Aber mit zwei vollwertigen Abschlüssen der VA abzugehen war ein anderes Ding. Rev merkte dies sogleich an. Aramis nickte leicht. Auf Leland wirkte es so, als hätte er das erste Mal ehrlichen Respekt für Morto. Zuvor musste er ihn nur als Energievollen und ungehobelten Kerl gesehen haben, was sich nun änderte… Tatsächlich war Morto wohl kompetenter als die meisten anderen…
      Morto warf die Frage an die Neulinge zurück und blickte in ein aufkauendes und etwas ratlos wirkendes Gesicht. Immerhin hatte Rev die Frage wohl gestellt, weil er sich nicht sicher war. Jene Ratlosigkeit nahm erneut Erstaunen an, als Morto den Abschluss von Aramis erwähnte. Die Akte des Esmali hatte ihn nicht näher definiert… Nicht jedes Schulsystem stimmte mit dem weitverbreiteten System der AA Länder überein, an welches sich auch die VA angepasst hatte. Esmal‘s Schulsystem war ihm allerdings nicht geläufig.
      Aramis blickte von seinem fast leeren Teller auf und nickte. „ Ja!“, druckste er zwischen dem ablecken der Lippen hervor. Er stoppte ohne eine weitere Erklärung und ließ Leland, Rev und Morto im Dunkeln und auf weitere Erklärung warten, welche ersterer gern einfordern würde. Seine Akte erwähnte nicht mehr als den Besuch eines nicht näher definierten esmalischen Instituts. Aufgrund seiner angegebenen Heimatstadt, tippte Leland auf das Busul Institut…
    • rev schaffte Es circa die Hälfte seines Tellers zu leeren, bevor er und sein Magen sich geschlagen gaben. Er bekam einen Krampf und hatte Sorge sein Essen gleich wieder zu sehen, daher ließ er es lieber. Der ekelhafte Geschmack und die leichte Säure die diesem innewohnte ließ seinen Magen komplett streiken.
      Morto lachte bei lelands Äußerungen "Ich wollte ihnen nicht gleich die Hoffnung nehmen mein guter freund" grinste er seinen Partner an. Rev musste schmunzeln. Er empfand es als sehr sympathisch wie die beiden miteinander interagierten, er war sogar etwas Neidisch auf dieses Verhältnis. Leland wirkte wie jemand dem man wirklich alles fragen konnte. Wie eine Art großer Bruder, welchen die Paten auch irgendwie darstellen sollten. Beide waren wirklich sehr Freundlich und schienen bemüht um das Wohl ihrer Schützlinge, das würde es rev leichter machen hier anzukommen. Nun trat rev in eine doofe Situation. Er hasste es etwas falsch zu verstehen, was seine Unsicherheit nur verstärkte. Man sah in seinem Blick wie wütend und enttäuscht er von sich selbst war. 'Verzeih...ich habe es wohl falsch verstanden " murmelte und biss sich auf die Lippe.
      Er war überrascht wie wenig sich aramis am Gespräch beteiligte, auch wenn er angesprochen oder angesehen wurde. Vielleicht war er aber auch einfach müde und wollte seine Ruhe haben. Es war schließlich für beide ein langer Tag gewesen. Er hatte wohl noch den kürzeren weg gehabt, da wollte er gar nicht wissen wie kaputt aramis sein musste.
      Morto sah zwischen den beiden jüngeren hin und her "auch euch ist es möglich. Die jenigen die sich richtig anstrengen, erhalten diese Möglichkeit. Mit mir wurde es in zehn Jahren erst drei Leuten gewährt, aber es ist möglich. Also hängt euch rein!" Motivierte er seine Schützlinge und grinste aufmunternd. Rev sackte etwas in sich zusammen. Er fühlte sich hier extrem fehl am Platz. Andere wollten unbedingt unbedingt diesen Ort und er versperrte durch seine Anwesenheit einen der begehrten Plätze. Dabei wollte er nicht einmal hier sein. Aramis und morto schienen alles möglich getan zu haben um hier aufgenommen zu werden und er wurde hier einfach her gebracht. Er würde gerne tauschen und etwas mit Tieren machen. Meckern würde nun aber auch nichts bringen und er hatte aramis auch etwas geschworen. Er wollte nicht mehr so unsicher und zurückhaltend sein. Vielleicht würde es hier lernen und umsetzen können. "Sag mal...lernt man in deiner Spezialisierung auch viel über die Tiere?' Die Frage musste bescheuert sein, aber es war irgendwie wichtig für rev. Eigentlich war seine Wahl schon gelegt, weil er von seinem Vater ein Anführer werden musste. Aber der Gedanke selbst zu wählen machte ihm das hier alles etwas einfacher. Vielleicht könnte er ja auch zwei Dinge lernen oder einfach noch einen Kurs belegen. Vielleicht würde das hier etwas Spaß bringen.
      Morto lehnte sich zurück und störte kurz. "So das reicht...seid ihr fertig? Dann können wir in unser Zimmer gehen, dann wisst ihr immer wo ihr uns finden könnt.
      Rev nickte und sah sich noch einmal etwas um. Sie schienen wirklich Glück zu haben was ihre paten anging. Manche wurden gar nicht betreut oder beachtet. Viele der älteren ignorieren ihre Schützlinge komplett.
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    • Mehr als die Hälfte schaffte Lelands Schützling nicht von seinem Teller zu entfernen, weshalb die übrigen Reste für einen Moment Aramis Aufmerksamkeit erregten. In Leland rief der Blick ein seltsames Gefühl von Ekel hervor, allein die Tatsache, dass der Esmali noch immer hungrig war, nachdem er einen ganzen Teller förmlich verschlungen hatte, ließ ihn einmal mehr an dessen Geschmacksnerven zweifeln.
      Während er Morto zurecht weiß und bemerkte, dass Hoffnungen hier fehl am Platze waren, entdeckte er den auf sich ruhenden Blick Revs. Jener zeigte sich auch sogleich beschämt, als Leland die Verwechslung der Namen richtig stellte und locker auf seinen verwaschenen Akzent schob. Ihm war bewusst, wie unsauber das gemangelte CL einen Wingstoner Bürgers klingen konnte. Nicht umsonst existierten viele lokale Versionen der Weltsprache, immer etwas an die gegebenen Umstände angepasst. Die wenigen Worte, die er von Aramis gehört hatte, ließen auch heraus hören, dass CL nicht seine native Sprache war, sondern erlernt worden war… Ob dies der Grund für seine Schweigsamkeit war? Oder war es die lange Reise?
      Morto versuchte eine kleine Motivationsrede für die beiden Jungen zu halten. Sein Pate zeigte allerdings wenig Interesse daran sich für etwas derartiges wie zwei Abschlüsse anzustrengen. Aramis Gesicht blieb relativ ausdruckslos und nahm erst eine Form von Lächeln an, als Morto sie ermutigte sich rein zu hängen. Rev hingegen musste sich fehl am Platz fühlen. Die Motivation Mortos sich für die VA reinzuhängen beeindruckte selbst Leland noch oft. Er selbst hatte keinen harten Kampf hinter sich überhaupt eine Chance für den Einstellungstest zu bekommen… Zumindest keinen Kampf wie Morto. Seine Eltern waren zwar wenig begeistert gewesen über seine Karrierewahl aber konnten es letztlich nicht ändern…
      Die Frage über die Tiere warf ihn aus dem Konzept. Seine sich um Aramis Geheimnis kreisenden Gedanken stoppten. Leland überlegte kurz, musste aber letztlich den Kopf schütteln. „ Nicht wirklich… Es gibt im dritten Jahr die Option einen Hundeführerschein zu machen, der dann vermerkt wird, aber eine Spezialisierung mit Tieren gibt es in der Form nicht…“, musste er gestehen.
      Die Bemerkung seines Genossen würdigte Leland mit einem empörten Blick. Er knuffte einmal mehr in dessen Arm und zischte ihm ein „ Benimm dich doch mal etwas anständiger!“, ins Ohr. Manchmal verheilt er sich echt taktlos. Was ein Glück das er nicht Revs Pate war. Der Junge wirkte wie jemand, der einen einfühlsameren Charakter bräuchte, der auf seine Situation angemessen reagieren könnte. Aramis hatte noch nicht sonderlich von seinem Charakter preisgegeben, aber allein die Tatsache, dass er eine Entscheidung bezüglich seiner Zukunft an der VA getroffen hatte, war ein Bonus für eine gute Beziehung zu Morto. Er konnte sich gut ausmalen, dass die beiden gute Kumpel wurden und ihre eigene gemeinsame taktlose Art entwickelten!
      „ Er hat recht, lasst uns gehen!“, sagte er freundlicher und mit einem Lächeln.
    • rev bemerkte den Blick, dem sein Teller zugeworfen wurde auch und sah seinen zimmergenosse sehr schockiert an "Willst du...." Fragte er, mit ein bisschen Hoffnung das er verneinen würde. Da der andere wenig sprach schob er seinen teller ohne ein weiteren Kommentar zu ihn hinüber. Wenn er es wirklich wollte, konnte er rein hauen, er bräuchte es nicht mehr. Da es aramis glücklich zu machen schien, wäre es doch besser als es weg zu schmeißen. Die meisten Teller hier gingen fast gefüllt wieder zurück zur Küche. Aramis war wohl der einzige, der das nicht nachvollziehen konnte. Morto verzog auch das Gesicht, als er sah wie der telle zu seinem Paten hinüber geschoben wurde "wenn du morgen noch lebst ziehe ich den Hut vor dir" lachte er. Dieses Essen war schlimmer als manche Missionen, auf denen die beiden älteren gewesen waren.
      Revs Schultern waren nun endgültig nach unten gewandert, als leland erzählte das es wenig um Tiere ging. Nicht einmal so konnte er seiner Leidenschaft nachkommen. Er müsste sich wohl endgültig anpassen und alles was ihm lieb war unterdrücken 'oh...okay " gab er daher von sich und seufzte kurz. Sein Blick wurde kalt und er teilte seine Emotionen erstmal aus. Darin war er geübt. Er konnte von einen auf den anderen Moment seine Gefühle herunterschrauben und rational und emotionslos auf Situationen reagieren. So würde er dieses soldier leben hoffentlich ebenfalls überwinden.
      Er sah auf als morto aufquickte und leland schmollend ansah "sei nicht so gemein zu mir! Das tat weh" murrte er wie ein kleines Kind und schmollte weiter, während er die Hand auf die Stelle legte. Als nun wirklich alle fertig waren schob morto die Tabletts in die Richtung der jüngeren "Wir haben einen Tisch organisiert und ihr bringt alles weg!" Befahl er im lieben Tonfall. Irgendwie mussten sie ja trotzdem die Rangordnung spüren. Rev hatte kein Problem damit, stellte alles zusammen und trug alles zurück zur Küche. Morto ging schon einmal vor und wartete an der großen Eingangstür. Als sie wieder zusammen waren ging er mit leland vor. Sie mussten nun nicht so hoch laufen, da sie einen höheren Rang hatten und mehr Privilegien. Fast am Ende des Gangs holte er ein Schlüssel hervor und öffnete die vorletzte Tür des flures. Dieser war nur schwach durch zwei kleine Lampen beleuchtet. Erst im Zimmer selbst konnte man zumindest einigermaßen wieder etwas sehen. Das Zimmer war aufgebaut wie das der jüngeren. Es war nur größer und qualitativ hochwertiger. Alleine die Betten waren bequemer. "Willkommen!" Sagte morto lächelnd und hatte die Arme ausgebreitet, um die beiden zu begrüßen. "Wollt ihr Bier?" Fragte er und hatte schon vier Flaschen aus seinem Kleiderschrank gezogen. Den jüngeren hielt er jeweils eine hin. "Alkohol ist doch verboten" Sagte rev sehr leise, damit sie keiner ertappte. Er bekam die Flasche einfach in die Hand gedrückt, ohne das man auf seine Äußerungen achtete. "Chill! Töten ist auch verboten, dennoch werden wir dafür bezahlt " gab der ältere grinsend als Antwort. Stimmen tat diese Aussage, dennoch war er sich sehr unsicher. Auch leland erhielt eine Flasche, bevor morto weiter kramte. "Du scheinst Essen zu mögen aramis" kam es lächelnd von morto und hielt ihm im nächsten Moment eine tüte Chips hin 'schenk Ich dir. Ich benötige sie nicht. Wenn du willst darfst du sie gerne haben"
      Rev blinzelte bei dieser Beobachtung und betrachtete dann sein Bier. Schlimmer als das Essen konnte es nicht werden. Daher nahm er einen kräftigen schluck und sein Gedanke bestätigte sich. Es war eine Wohltat, nach diesem frass sowas zu trinken.
      Nimm das Leben nicht so schwer,du kommst da eh nicht lebend raus
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    • Die miese Küche musste Anklang finden in Aramis Geschmack, denn als sein eigener Teller geleert war, warf er seinen dürstenden Blick sogleich auf den seines Zimmergenossen, welcher die übrige Hüfte wohl nicht mehr schaffen würde. Generell gingen viele Teller, gerade bei Neulingen, unberührt zurück in die Kantine und sobald sie die erste Mission hatten, bei welcher sie auswärts essen konnten, begann ein regelrechter Kampf um eben solche Missionen.
      Nicht einmal Morto schaffte es mit seiner Verbissenheit derart viel von dem Essen in sich zu schaufeln und gestand Aramis seinen Respekt ein, wenn es ihm am Morgen noch gut gehen würde. Der Esmali schenkte der restlichen Konversation keine Aufmerksamkeit. Er bediente sich an Revs Teller und leerte jenen binnen Minuten. Lelands Blick wanderte immer mal wieder zu dem Jungen und sein Erstaunen nahm kaum ab. Doch die meiste Aufmerksamkeit galt seinem eigenen Paten…
      Revs Reaktion auf die Tatsache, dass es seine Wunschspezialisierung nicht gab, ließ ihn in einen besorgniserregenden Status der Emotionslosigkeit verfallen. Er unterdrückte seine enttäuschten Gefühle und schien sich endgültig damit abzufinden nach dem Willen der Tradition zu leben. Leland lächelte aufmunternd. „ Du wirst sicherlich noch etwas finden, was dir gefällt… Im ersten Monat kann man seine Spezialisierung, sofern man es möchte auch noch einmal ändern…“, sagte er. Ihm fiel es schwer Rev zu betrachten und zu glauben, dass es die Schuld einer Familie war, die im öffentlichen Munde derart hoch gelobt wurde… fast wie Stars handelte man den Vater und Großvater. Seine Hochzeit hatte angeblich damals Schlagzeilen gemacht und auch die Geburt des Erben der Soldier Familie …
      Morto lockerte Lelands angestrengte Haltung ein wenig mit seiner schmollenden Klage über die Zurechtweisung des Genossen. Der Bursche schaffte es immer wieder die Hoffnungen in ihm zu wecken, sein heiteres Grinsen und die zuversichtlich direkte Art ließen auch Leland oft an Erfolg glauben, wenn er ihn nicht sehen konnte.
      Während Rev den Tisch abräumte, machte Aramis keinen Finger krumm. Er betrachtete stumm, wie der andere Neuling die Aufgabe erfüllte. Aramis betrachtete stumm die Rücken der beiden Paten, während er hinter ihnen her lief. Sein Blick schweifte des Öfteren über die umliegenden Flure, die Beschriftungen und markanteren Orte, an welchen sie vorbeikamen. Im Ganzen erkannte er zwei Muster an der VA, die Industrie anmutende Architektur der Kantine, so wie der umliegenden, meist grauen Flure und die eher sandfarbenenen Gebäude und Wände des „Altbaus“. Sie erreichten das Zimmer der Paten recht schnell.
      Wie an ihrer eigenen Tür, hingen auch hier Schilder mit Namen und Schülernummern. Aramis ordnete den Namen „Ainsworth“ sogleich Leland zu, immerhin hatte er sich mit diesem vorgestellt. „Faith“ war also Mortos Nachname… Er gab dem Esmali noch immer kein klares Indiz, wo der Bursche weg stammte.
      "Willkommen!"
      Die Worte Mortos klangen ein wenig sarkastisch, verglich man ihr durchaus luxuriöses Zimmer mit der kleinen Kammer von Aramis und Rev. Sie waren nur ein Jahr über ihnen und derart gut ausgestattet?! Aramis war umso mehr überrascht, als man ihnen Bier anbot, was auch Rev, gegeben seiner Aussage, verwundern musste. Doch sogleich bekamen sie alle eines in die Hand gedrückt.
      Leland verdrehte nur die Augen, als Morto den Alkohol verteilte und Aramis auch noch seine geschmuggelten Chips andrehte. Es war durchaus möglich nach einer Mission etwas in die VA zu schmuggeln. Man lernte es mit der Zeit, auf was genau es dabei ankam. Morto war im zweiten Jahrgang der beste unter ihnen. Leland wusste von einer geheimen Liste, die umher ging, wo Wetten und anderes liefen und wer auf Mortos Erfolg setzte, gewann meistens etwas… Zumindest war das einmal so. Inzwischen war Morto von der Liste gestrichen worden, immerhin hatte er meistens erfolg und gegen ihn zu wetten war ein Verlustgeschäft!
      Doch Leland wollte kein schlechtes Vorbild für die Jüngeren sein, weshalb er ihnen umgehend davon ab riet selbst etwas zu schmuggeln, ohne Ahnung zu haben. Er erzählte von den noch gnädigen Strafen, welche einen treffen könnten.
      „ Manchmal kommt es vor, dass man nach einer Mission ein bisschen Zeit für sich hat…“, erklärte er. „… Die ASC stellt Soldiern und Schülern der VA Universalkonten, die Gebührenfrei fast überall genutzt werden können. Ihr könnt euch, falls ihr noch keines habt, später eines beantragen… Das müssen eure Eltern aber genehmigen und auch das Geld darauf überweisen. Immerhin bekommt ihr noch keines für eure Arbeit!“ Er zuckte leicht mit den Schultern. „ Diese Konten und die Weitläufigkeit mancher Missionen sorgen dafür, dass so mancher Schüler einen waren Schatz in die VA schmuggelt… Es gibt praktisch einen Schwarzmarkt mit Schmuggelware hier!“ Viele Annehmlichkeiten von außen waren hier verboten. Telefonieren ohne Genehmigung, Computer ohne Genehmigung… Am meisten wurde allerdings essen geschmuggelt. Bei dem Fraß ihr kaum verwunderlich.
      Eines dieser wertvollen Güter stopfte Aramis so eben in sich hinein, während Leland weitersprach.
      „ Wir zeigen euch morgen alles und helfen euch auch mit den Konten, falls ihr das wollt. Besteht Interesse?“, er blickte Aramis un Rev an. Ersterer nickte mit knusperndem Geräusch. Leland wandte sich dann allerdings gänzlich zu Rev und überließ Morto und Aramis ihrem ersten Gespräch als Paten, falls man es so nennen könnte.
      Denn auf die Frage ab er gern aß, antwortete Aramis nur mit einem Zucken. „ Hab‘ Ageusie…“, drückte er hervor und knusperte weiter.
      Leland lächelte unterdessen Rev an und lehnte sich leicht an seinen Schreibtisch. Ein aufgeräumter Fleck in diesem Zimmer und voll mit Büchern, welche mit seiner Spezialisierung zusammenhingen. Titel wie „Die Geschichte Olunis“ und ähnliche waren auffindbar. Darunter fanden sich auch zahlreiche Sprachbücher mit Sprachen aus der Region. Gerade die Kontinente in der Region um Esmal erkannten CL zwar an, Sprachen aber noch viel in ihrer angestammten Sprache… Immerhin wurde CL mehr oder weniger mit der Kolonisation eingeschleppt.
      Über dem Tisch hang ein Werbeposter für das Balett „Nemesis und Hope“ der Wingstoner Crystal Philharmonie. Es datierte sich auch das Jahr 3079, war also knapp zwei Jahre alt. Es war eines der wenigen persönlichen Dinge, die man offen von Leland betrachten könnte. Alle anderen versteckte er in seinem Schrank oder in der Ablage am Bett.
    • Das aramis tatsächlich noch den Teller seines zimmergenosse leerte und dies auch noch in einem extremen Tempo, ließ morto verdutzt drein blicken. Es war das erste Mal seit Jahren das der ältere wirklich sprachlos war. Jeder wäre bereits umgekippt oder hätte sich übergeben. Es gab sogar wettbewerbe, wer am meisten von diesem Zeug herunter bekam. Dem Gewinner wurde viel Ehre zugesprochen und er bekam gute Preise. Da müsste er aramis unbedingt mal zu bringen.
      Rev war komplett herunter gefahren, sogar auf die Worte seines parten reagierte er kaum "ja" kam es knapp vom jüngeren, der auch in seinen Augen eine leere in sich trug. Nur mit dieser Einstellung hatte er seinen Vater regelrecht überlebt, also würde ihm dieses Verhalten wohl auch hier helfen. Mit dieser Ausstrahlung die er gerade hatte kam er seinem Vater etwas näher. Er wirkte kalt, zielstrebig und desinteressiert. Dies waren auch die hauptmerkmale seines Vaters gewesen. Wenn er schon nicht sich selbst gerecht werden konnte, müsste er es bei seinem Vater versuchen. Dieser Weg wäre wohl sogar einfacher, als irgendwie glücklich zu werden. Wenn er alle seine Ansprüche zurück stellte, würde es einfacher werden hier zu überleben.
      Die Tabletts waren schnell weg gebracht und er folgte den anderen dreien still bis zu ihrem Zimmer.
      Im Zimmer bekam morto das augendrehen seines kumpels mit 'was? Sein mal nicht so spießig. Und die Erfahrungen müssen sie selber machen" so war zumindest mortos Ansicht. Gut, er war immer so talentiert das er nie erwischt wurde, aber auch nur weil er es zu Hause immer musste und nichts anderes kannte als etwas zu schmuggeln. In seiner Heimat war es sein täglich Brot etwas zu klauen, zu lügen und Dinge zu verstecken, da er sonst verhungert wäre. Auch er hatte früher versagt und wurde stetig besser. Morto ließ seinen genossen sprechen und blieb dabei grinsend neben ihm stehen. Mit sowas hatte rev bereits gerechnet. Im knast war es ja nicht anders und dieser Ort ähnelte einem Gefängnis sehr stark. Er wäre wahrscheinlich nicht der Typ dafür zu schmuggeln und wusste auch nicht ob er es ausprobieren sollte. Im größten Notfall könnte er ja vielleicht morto fragen, dieser schien Erfolg dabei zu haben Dinge zu beschaffen. Leland erzählte von den Konten, die sie beantragen konnten. Es wäre wohl praktisch Etwas Geld zu haben. Also nickte er "gern" sagte er weiterhin emotionslos.
      Sein Blick betrachtete den Schreibtisch des älteren und die darauf zu findenden Informationen . Spätestens jetzt würde man wissen, woher leland stammte. Seine Hände hatten sich um die Gasflasche geklammert. In sprachen war er noch nie sonderlich begabt gewesen, er war froh seine Muttersprache zu beherrschen. Es musste schwer für leland sein, in einem anderen Land zu sprechen.
      Das Poster war sehr auffällig und kam für rev etwas überraschend. "Du magst balett?" Kam es irritiert von dem dunkelhaarigen. Die Frage war nicht abfällig gemeint, es steckte wirklich eine Interesse dahinter. Schließlich war es unnormal das ein soldier sich mit etwas wie Ballett befasste. Alle gingen davon aus das man als soldier auch gefälligst männliche Hobbys hatte. Schließlich wollte man hier ein echter Mann sein. Morto hatte es nie gestört. Für ihn war leland gerade so stark, weil er so offen damit umging. Es war viel männlicher und erwachsener, als es zu verheimlichen. Nun hatte sich der rothaarige auf den Boden gesetzt und lehnte sich mit dem Rücken gegen sein Bett. Interessiert nickte er 'deswegen hast du das zeug so einfach herunter bekommen. Ich dachte schon ich wäre wegen meiner Herkunft abgehärtet, aber da übertrifft du mich locker" lachte er aramis zu. "Also magst du es wahrscheinlich nur zu kauen?" Fragte er weiter um das Gespräch weiter zu führen. "Es muss schwer für dich gewesen sein hierher zu kommen. Ich erinnere mich noch an meine Aufnahme damals. Die Regeln sind enorm streng hier" seufzte er, verlor sein grinsen aber nicht dabei.
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    • Aramis überlegte, wie er sich um sein Konto kümmern sollte. Eine Gesprächsverbindung über Telefon von hier nach Esmal zu bekommen wäre vermutlich ein ebenso langwieriger und elender Prozess, wie die Ausreise. Er überlegte sich noch einmal genau, ob er tatsächlich ein Konto bräuchte und seine Leute damit belästigen wollte sich darum zu kümmern. Während der gesamten Zeit kaute er weiter auf den Chips rum, das knusperige Geräusch dessen erfüllte in jeder stillen Phase die Ohren Lelands. Aramis verriet ohne jegliche Emotion, dass er Ageusie hatte. Es erklärte, warum ihn der Geschmack des Essens der Kantine nicht störte… Leland blickte zu Rev, wie der den Inhalt des Schreibtisches hinter ihm betrachtete. Was sich immer sich im Kopf des Jüngeren zusammen braute, ließ ihn ein wenig Emotionen zeigen, ein Gefühl von Erschütterung, wenn Leland sich nicht gänzlich irrte. Das Auffälligste war wohl allerdings das Poster über dem Tisch, welches schon vom ersten Tage an dort hing. Es schien Rev zu irritieren und lockte ihm die Frage, ob Leland Ballett mochte, über die Lippen. Jener wandte sich selbst um und blickte das Poster an. In einem misch aus gelben und violettem Licht standen zwei Silhouetten von Tänzerinnen und darüber eine zusammen geschnittene Version ihrer Gesichter. Er lächelte leicht beim Anblick der tapfer blickenden Heldin, ehe er sich mit jenem Lächeln zurück an Rev wandte. „ Ja, ich mag es. Das war das Poster zum ersten großen Auftritt meiner Schwester…“, erklärte er. „ Eine Weile bevor ich für die VA abgereist bin…“ Er hob seine Hand und wieß auf die Heldin.
      Leland hatte selbst einst eine Schule für die bildenden Künste besucht. Sein Vater war immerhin Direktor des Orchesters der Crystal Philharmonie und seine Mutter eine ehemalige Tänzerin des Ensembles und heute Lehrerin an der Akademie der bildenden Künste in Wingston. Seine Eltern hatten von ihrem jüngsten Sohn eine ähnliche Karriere erwartet und ihn von jungen Jahren in Musik und Tanz unterrichtet. Daher verstand Leland in etwa, wie Rev sich fühlen musste, wenn man ihm etwas aufzwang, was er nicht wollte. Seine eigenen Eltern waren zwar nicht glücklich gewesen, als der alles an den Nagel hing und sich entschied die VA zu besuchen. Aber sie akzeptierten die Entscheidung ihres Sohnes letztlich und auch die Tatsache, dass er an einem solchen Ort besser aufgehoben war, als auf einer Bühne im Rampenlicht. Leland sprach offen darüber selbst einmal getanzt zu haben… vermutlich war dies der einzige Grund, warum er den Sporttest der VA bestehen konnte. Den er fiel wohl tatsächlich eher in die Kategorie des Bücherwurms und hätte mit Sport nicht viel am Hut gehabt, hätten seine Eltern ihn nicht zum wöchentlichen Training genötigt.
      Aramis hatte sich an den Tisch von Morto gelehnt und betrachtete ebenfalls das Poster mit interessiertem Blick. Er hatte ein Ähnliches am Flughafen gesehen… Die Opern und Ballette aufgeführt im Crystal in Wingston zählten zu den best besuchten in der Welt. Für viele die nach Oluni kamen, stand ein Besuch eines solchen Stückes ebenfalls auf dem Reiseplan.
      Er sah zurück zu Morto hinab und nickte einmal mehr. „ Bliebt ja nicht viel vom Essen, wenn man nichts schmeckt…“, er zuckte gänzlich teilnahmslos mit den Schultern und stopfte sich einen weiteren Chip in den Mund. Letztlich ließ er sich neben Morto auf den Boden sinken und hielt ihm seine Tüte hin. Als er die Aufnahme ansprach, nahm Aramis den Blick von ihm und warf ihn in Richtung von Lelands Schreibtisch. Die Massen an Büchern dort… Einige Titel auf Sprachen, die er schon gesehen hatten… Einer der Rücken zeigte tatsächlich esmalische Zeichen…
      Letztlich senkte sein Blick sich. „ Es war nicht kompliziert…“, erklärte Aramis. Er schloss daraus, dass ihre Herkünfte sich doch ein wenig unterschieden. In seinem Fall sorgte Einfluss dafür, dass er letztlich ausreisen durfte… Ein einfacher Esmali würde kaum die VA besuchen dürfen…
      „ Wo kommst du her? Die Va muss dich ja eingehend geprüft haben, wenn du Schwierigkeiten hattest… Eigentlich muss man ja nur die Tests bestehen und die Gebühren zahlen können…“, es nahm einen weiteren Chip und knusperte ihn.
    • revs Augen weiteten sich und strahlten eine Faszination aus. "Deine Schwester?" Fragte er unnötiger Weise nach, da er es akustisch ohne Probleme gehört hatte. Er musste stolz auf sie sein, wenn er das Poster so offen hin hing. Geschwister hatte rev selbst nicht, noch ein Grund warum er hier her musste. Was seine Herkunft anbelangt gab es sogar ein Geheimnis, welches niemals jemand wissen durfte. Es würde den Ruf seiner Familie zerstören, so wie es sein Vater immer sagte. Es belastete ihn niemals darüber sprechen zu dürfen. Nicht einmal seine Mutter war bereit dieses Gespräch mit ihm zu führen. Dieser Gedanke packte ihn wieder für einen Moment und er musste sich aus dem gedankenkonzert erstmal wieder befreien. Sie sah so glücklich auf dem Poster aus. Es musste toll sein etwas zu tun was man wollte.
      Morto lachte "da gebe ich dir recht. Du solltest beim Essens wettbewerb mitmachen! Du wirst immer gewinnen" schlug er grinsend vor. Er sah zu wie der andere sich neben ihn setzte. Gerne nahm er sich ein paar Chips aus der tüte. Schmunzelnd knusperte er auf den Chips herum. Sein Gaumen freute sich immer wieder, wenn er etwas leckeres bekam und mal eine Abwechslung geschaffen wurde. Nun fragte sein Schützling was seine Herkunft war. Morto hatte kein scharm davon zu berichten, es zeigte ja nur wie viel er getan hatte um hierher zu kommen "tarota" Sagte er daher offen, wodurch sogar rev ihn ansah. Menschen aus Tarota hatten eigentlich keine Zukunft. "Tarota?!" Fragte rev perplex, da er die Umstände dort kannte. Morto lächelte etwas traurig und nickte "deswegen konnte ich mich schon immer gut verteidigen "
      Tarota war ein Land, welches auch "der Aufenthalt der sklaven" genannt wurde. Leider war sklavenhändlerei noch immer ein Thema. Auch morto wurde als Kind verkauft und kannte daher seine Eltern nicht. Hatten Sklaven keinen Herren mehr wurden sie in dieses Land verschoben und waren auf sich gestellt. Dort galt, der stärkere gewinnt. Es war die Hölle hierher zu kommen, aber siehe da....ich habs geschafft! Aber es freut mich das du wenig Probleme hattest her zu kommen. Dein Land ist ja auch etwas stur was sowas an geht." Lachte morto verlegen. Er war offen was seine Vergangenheit anging.
      Rev brachte diese Geschichte sein schlechtes Gewissen zurück. Dennoch blieb er äußerlich still und kalt. "Ach leland!" Kam es von morto "wegen der morgigen Mission...wir müssen mit einheimischen kommunizieren, ich würde dich gerne als meine rechte Hand immer bei mir. Du weißt das ich eine Null in dieser Sprache bin"
      Rev sah zwischen den beiden hin und her. Morto hatte in wenigen Sekunden eine andere Ausstrahlung "du bist der Anführer auf der Mission?" Fragte rev neugierig. "Klar, wir sind im Moment etwas unbesetzt.da ich genug Erfahrung habe und die richtigen Noten ist es mir erlaubt" erzählte er selbstverständlich und sah wieder zu leland bei dieser ihm eine Antwort gab. Erst danach grinste er wieder "und wir treffen und morgen früh nach dem Frühstück aramis! Dann zeige ich dir das Gelände und einige wichtige Männer. Außerdem kümmern wir uns um dein Konto, welches leland angesprochen hatte." Fuhr er mit seiner Erklärung fort. So ging er selbst auch nochmal sein tagesablauf durch. "Und rev, wirst du auch ein Anführer?" Morto Stichelte gerne...seeeehr gerne, sein grinsen wurde auch etwas herausfordernd
      Rev zuckte etwas zusammen und zog die Augenbrauen zusammen. Morto wusste welche hebel er schalten musste um jemanden aus der Reserve zu locken 'wahrscheinlich..." murrte er leise, was morto noch breiter grinsen ließ. Nun sah er seinen Schützling an "wenn du dich gut anstellst hätte ich dich gerne in meinen Trupp. Mir fehlt tatsächlich noch ein Mediziner...Viele wollen diese Spezialisierung nicht mehr machen." Gab er ehrlich zu. Damit hätte er auf jeden Fall einen Gewinn.
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    • Faszination… Ein bekanntes Gut, welches den Raum um seine Schwester einnahm. Nunnally Ainsworth besaß ein herausragendes Talent die Menschen in ihren Bann zu ziehen und ihnen die tiefsten Emotionen zu entlocken. Leland hatte seine Schwester immer bewundert und war selbst stets wie gefangen, wann immer sie zu tanzen oder singen begann. Er hatte sich nie würdig gefühlt neben ihr auf einer Bühne zu stehen und wusste schon immer, dass er ihrer Brillianz niemals das Wasser reichen könnte. Wo sie jeden Traum der Eltern verkörperte, hatte er kläglich versagt. Es war nicht so als wäre er völlig talentlos, aber mehr als Freude an einer zwanglosen Ballettpartie sah er sich für sich selbst. Leland hatte keinen Spaß am tanzen mehr gehabt. Jeder Schritt in seinem letzten Jahr an der Akademie für bildende Künste war ein schmerzhafter und je näher der Tag der Abreise an die VA kam, desto weniger wollte er sich in künstlerische Abgründe begeben.
      Letztlich war es auch seiner Schwester zu verschulden, dass er sich entschieden hatte Solider zu werden… etwas zu wagen…
      „ Sie ist hübsch, nicht? Wenn sich die Möglichkeit einmal ergibt, nehme ich dich zu einer Vorstellung mit!“, er lächelte Rev an. Man merkte, wie viel ihm seine Schwester bedeutete und er sie vermisste. Morto wusste, dass er versuchte einmal in der Woche mit ihr und seinen Eltern zu sprechen. Gerade wenn er auf viele Missionen musste gestalte sich dies allerdings schwer.
      Aramis Aufmerksamkeit galt seiner Unterhaltung mit Morto. Als er einen Essenswegtbewerb erwähnte, zog der Junge Esmali eine Augenbraue fragend hoch. „ Soetwas gibt es hier auch?“, fragte er. Es war eigentlich denkbar, dass die Hore von Jungs an dieser Akademie allerlei Dinge erfunden hatten und vor den Augen der Lehrern so einigen Schabernack trieben. Ohne genau zu wissen, was dieser Wettbewerb war, konnte er sich vorstellen, dass es einfach darum ging das meiste von dem Kantinenfraß zu essen. Keine große Herausforderung für jemanden ohne eine Form von Geschmackssinn.
      Die Herkunft seines Paten sagte Aramis einiges. Trotz schmächtiger Größe war Tarota über die Grenzen jenes Teils der Welt hinaus bekannt. Selbst in Esmal sprach man davon… oder kannte zumindest diesen Klang. Rev schien ebenso perplex. Seine Heimat lag jenem Ort hundertmal näher als die Leland oder Aramis, immerhin trennte ein ganzer Ozean sie. Rev äußerte die ungläubigen Gedanken, die er hatte, dass ein Kind aus einer solchen Welt es an die VA geschafft hatte und einen besonderen Status wie Morto besaß. Das Gesicht seines Paten nahm traurige Züge an. Züge die nicht einmal Aramis aufsetzen würde, würde er seine eigene Vergangenheit adressieren.
      Sklaverei zeichnete also die Vergangenheit seines Paten. Aramis wusste nicht recht, wie er sich fühlen sollte. Die Mitgliedsländer der Adoria Alliance waren verpflichtet die Sklaverei abzuschaffen, Wingston und Zander gehörten dazu… Die wahren Umstände hinter den verschlossenen Grenzen seiner Heimat erreichten nur gefiltert oder verändert die Außenwelt… Dennoch war es allgemein bekannt, dass Sklaven in Esmal noch recht häufig anzutreffen waren. Doch die Tatsache, dass Tarota derart nah an Länder wie Zander, Norem und Co. Lag, zeigte das auch sie noch Probleme mit diesem Thema hatten. Esmal versteckte es wenigstens nicht und tarnte sich unter einem schönen Umhang wie der AA.
      Aramis sah ihn an, als er Esmals strikte Politik ansprach. „ Du musst nur der richtigen Person gefallen…“, entgegnete er mit einem matten Lächeln und in leiser Stimme. Morto übertönte ihn auch schon, als er Leland ansprach. Jener wandte seine Aufmerksamkeit zu dem Jungen. „ Ich spreche zwar auch kein (gutes) Kerak!“, entgegnete er. „ Aber ich habe wohl bessere Chancen als du…“ Er seufzte leise. Aramis blickte zwischen ihnen hin und her. Kerak sagt ihm persönlich nichts und die Tatsache, dass Leland es nicht gut sprach bestätigte seine Annahme, dass es sich um keine Olunische Sprache handeln könnte. Für eine Tages Mission wäre der Kontinent auch dezent weit ab vom Schlag. Man flog ja immerhin allein knapp 17 Stunden nach Wingston vom nächsten Flughafen aus, der nochmal 3 Stunden mit dem Wagen entfernt war.
      Rev interessiert unterdessen mehr, dass Morto schon Missionen anführen durfte. Morto schien stolz auf seine Leistungen zu sein, besonders bei seinem Hintergrund. Aramis war beeindruckt. Sein Pate wandte sich wieder an ihn und erklärte ihm, dass sie am Vormittag einige Dinge abklappern würden und gab preis, dass er ihn gern in seinem Trupp hätte.
      Aramis blickte ihn irritiert an. „ Dürfen Erstklässler überhaupt schon auf Missionen?“, fragte er skeptisch. Er hatte zwar einen Abschluss, aber der wurde hier nicht anerkannt. Aus irgendwelchen Gründen war es scheinbar schwierig die esmalische Prüfung, die er abgelegt und bestanden hatte mit einer vergleichbaren hier zu überprüfen und ihm einen vergleichbaren Abschluss anzuerkennen. Theoretisch könnte er dann immerhin die höheren Medizinkurse der VA besuchen. Aber so müsste er noch einmal bei 0 beginnen.
    • Man sah den Stolz in lelands Augen, als er seine Schwester ansah. Rev empfand es als ziemlich süß und hatte das erste Mal das Bedürfnis nachvollziehen zu können wie es war Geschwister zu haben. Nun konnte er seine Emotionen wirklich kurz nicht halten und wurde rot bei seiner Frage "ja...ist sie wirklich." Gab er zu und hoffte leland damit nicht zu nahe zu treten. Sein Angebot kam ebenfalls unerwartet und rev hatte ein Gefühl, welches er nicht ansatzweise kannte. Er freute sich über diese Worte. Er wurde eingeladen bei solch einem Treffen beizuwohnen. Er hatte solche Events noch nie kennenlernen dürfen, da sein Leben auf Training aufgebaut wurde. "Ich möchte euch nicht stören aber...sehr gerne. Ich war noch nie an solch einem ort" sprach er ehrlich aus.
      Morto sah seinen Kumpel an und wusste ungefähr was gerade in ihm abging. Er mochte es nicht seinen zimmergenosse leiden zu sehen. Seine Aufmerksamkeit ging wieder zu aramis und er lachte kurz "klar doch! Hier hängen nur junge Männer ab, die sich beweisen wollen. Hier kommen einige auf dumme ideen" musste er zugeben. "Man kann einiges an gutem Essen gewinnen, oder andere tolle dinge" grinste er.
      Morto hatte das Thema welches aufgekommen war schon ziemlich aufgearbeitet. Ihn störte es zwar, aber er gab niemanden die Schuld. Zumindest niemanden der anderen Länder. Nur die sklavenhändler an sich waren schuld an seiner Vergangenheit. Auch wenn es leise war und er ein neues Thema angefangen hatte, er hatte die Worte von aramis wahrgenommen. Nachdem er die Antwort seines Kollegen erhalten hatte sah er ihn lächelnd an "ja...du musst jemanden gefallen und es läuft" bei diesem punkt sprachen sie wohl eine Sprache. "Danke dir leland! Ohne dich würde ich nur die Hälfte meiner Missionen überleben" alleine wegen seiner verlauten Art und Weise. Es stimmte aber wirklich, leland war extrem talentiert und Weise. Wenige sahen das, weil er nicht so laut war wie morto selbst. Irgendwie war er aber auch sehr froh. Morto konnte es nicht ab, wenn sich jemand anderes gut mit leland verstand oder seine Fähigkeiten wahrnahm. Das durfte auch nicht vorkommen! Niemand kannte leland so wie er...Da konnte niemand einfach daher laufen. Er sah leland in einem anderen Licht und das wusste er. Morto sagte aber nichts und folgte den Regeln. Er merkte wie sich seine Schultern Anspannte, schüttelte daher kurz den Kopf um sich zurück zu holen. Aramis stellte ihm eine berechtigte Frage "Wenn die Mission nicht zu heftig ist, du dich beweist und ich meine Kontakte spielen lasse ist es machbar. Natürlich nicht direkt in den ersten Wochen, aber nach ein paar Monaten ist das möglich, wenn du es denn möchtest" Sagte er ehrlich und lächelte seinen Schützling zu.
      Etwas entfernt, aber gut hörbar hörte man eine Glocke. Morto setzte sich gerade hin "schon so spät? Das ist im übrigen die signalglocke, das bald bettruhe ist. Lasst euch nach 21 Uhr am besten nicht mehr auf den Fluren blicken. Die Nachtruhe wird hier streng bewacht. Natürlich ist es möglich dem zu entgehen, aber auch das müsst ihr selbst herausfinden. Wäre ja viel zu einfach "
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