Don't be eaten by the rich (VipTiix und Laska)

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    • Haku
      Mit einer hohen Herzfrequenz, riss er die Augen auf. Schwer atmend und heißen armen, schaute er sich mit verschwommenen Blick um. Sein Blick wanderte nach links zu der Tür, die seinen Raum von den anderen trennte. Den Blick nach rechts wandernd, blickte er aus dem Fenster. Ein heller, sowie klarer blauer Himmel, präsentierte sich von seiner besten Seite. Die Hand auf seine Brust gelegt, zählte er für 30 Sekunden, seinen Herzschlag. Auf ganze 99 Schläge kam er hinaus. Auf den Rücken fallen gelassen, starrte er die Decke an. Sein Puls war deutlich im Kopf und Hals spürbar. Den Arm auf seine Augen gelegt, versuchte er ruhig zu atmen. //Der wievielte Tag ist es, wo ich mit solchen Herzrasen aufwache…? Der Zehnte? Was sagt mein Tagebuch?// zur Seite gerollt, stützte er sich auf seinen Ellbogen und rieb sich mit seiner freien Hand, seine schläfrigen Augen. Die Augen geöffnet, wurden diese mit leichter Schärfe gesegnet. Das sanfte reiben, entfernte die Tränen und sorgte dafür, das er klarer sehen durfte. „Mhmm… Handy…“ klopfte er total verpeilt mit der linken Hand, auf dem Nachttisch herum, ehe er etwas traf, was sich nach Plastik anhörte. „Da bist du ja…“ am Handy gezogen, rollte er sich gleichzeitig wieder auf seinen Rücken. „Mhmmm…“ waren verschlafene Geräusche, die er immer wieder von sich gab, während er versuchte auf seinem Handy etwas zu erkennen. Das die Stadt noch Strom liefern konnte, war für ihn ein echtes Wunder. Internet gab es zwar keines mehr, aber immerhin konnte er so sein Tagebuch weiterführen. Seufzend streckte er beide Arme heraus und platzierte diese neben seine Hüfte, auf dem Bett. „Der Zwölfte bereits… das ich noch lebe ist ein Wunder“ lachte er leise und eher gezwungen. Mit gesammelter Motivation aufgesetzt, fiel die dünne Decke von der Brust auf sein Schoß. Einmal gestreckt, legte er seine Füße auf den eher kalten Boden. Ein typisches Geräusch von nackter Haut auf kalten Stein, war durch seine Füße zu hören. Stützend legte er beide Ellbogen auf seine Oberschenkel und verkeilte die Finger seiner rechten Hand in seinen Haaren. „Scheiße… ich bin so müde…“ sein Magen grummelte, wodurch er nicht alleine war und zu seiner starken Übermüdung, auch Nahrung suchen durfte. „Magen… ist das dein Ernst… ich hab nichts mehr zu essen…“ mit der linken Hand griff er nach seinem Rucksack, in der Hoffnung doch noch etwas kleines Essbares darin zu finden. „Ne… gegen jede Erwartung… rein garnichts… scheiße…“ murmelte er genervt vor sich hin. Mit genug Schwung, stand er auf und zog sich das Shirt aus. Vor dem halb zerbrochenen Spiegel, hielt er seinen Bauch zur Schau. „Immerhin hat die Stichwunde sich etwas regeneriert… scheint auch teilweise verheilt zu sein…“ testweise, legte er zwei Finger darauf und beim ersten aufzucken, war ihm klar, das er diese mehr Zeit geben musste. Wieder angezogen, kleidete er sich komplett ein. Jacke, Hose, Rucksack. Alles nahm er mit, denn er blieb nie Lange am selben Ort. Natürlich durfte seine Pistole nicht fehlen und sein Butterfly Messer. Diese zwei Sachen hatten ihn schon aus den ein oder anderen Kampf gerettet oder Nahrung beschafft.

      Die Türe leise geschlossen, wanderte sein Blick den Gang entlang. Mit leisen Schritten, bewegte er sich zum Fenster hinter ihm und somit am Anfang des Ganges. Einmal hinaus geschaut, sah er sofort zwei Männer in sein Augenschein treten. „Hmm… die scheinen sich zu streiten…“ für ein kurzen Moment schaute er der Schlägerei desinteressiert zu und wandte sich dann vom Fenster ab, als der Verlierer vom Gewinner, in eine dunkle Gasse gezogen wurde. Den Gang entlang gelaufen, war ein ständiges stechen in seiner Bauchgegend spürbar. Reflexartig, legte er die rechte Hand, die in einem engen Handschuh gehüllt war, darauf ab. „Fuck… wenn das so weiter geht… das grummeln vor Hunger und die Schmerzen von Stich… ich könnte wahnsinnig werden“ dennoch rümpfte er mit einen stolzen grinsen die Nase und setzte ein Schritt nach dem anderen. Das Ende vom Gang erreicht, zog er seine Kapuze von hoodie, über seinen Kopf und betrat die Außenwelt. Zumindest die Außenwelt, aus den Augen des Großteils der anderen Menschen auf dieser Welt. // Man hätte ich mal wieder Lust auf ein saftiges Steak// lachte er leise, da er diesbezüglich schon keine Hoffnung mehr hatte und hielt das Messer immer in der Hand. Sollte was vorfallen, er diese sofort nutzen konnte.


      Die verregneten Straßen entlang getigert, achtete er auf jedes Geräusch was er wahrnehmen konnte. Die kleinsten Steine, die auf der Straße aufprallte, setzten in seinem Nervensystem Impulse frei, die seine Muskeln zum Zucken brachte. Dadurch das seine Sicht gedämpft war, waren seine anderen Sinne umso empfindlicher. Kaum hörte er die Stimmen von zwei Männern, die immer lauter wurden, wurden auch schon seine Alarmglocken aktiviert. Die Pistole in die Hand genommen, setzte er sich kurz keuchend, auf den Boden an der rot steinernen Wand.//Scheiße… tut das weh…// die Zähne gefletscht, versuchte er sein schmerzerfülltes Keuchen zu unterdrücken, damit er keine Aufmerksamkeit erregte. Die Augen geschlossen konzentrierte er sich rein auf die Geräuschkulisse. Eine Maus war zu hören die in einem kleinen Karton wuselte, die Schritte und stimmen der Männer konnte er ebenfalls klar erkennen. Weiter konzentriert fiel ihm sofort das Plätschern des Nieselregens auf. Die Augen aufgerissen, wurde die Klinge des Messer herausgeholt und dem ersten Mann, um die Ecke in die Kehle gerammt. Dem zweiten ereilte ein kürzeres und Gnadenvolleres Ende, die 9mm Bleikugel, durchbohrte sein Gehirn, sowie den kompletten Knochen des Kopfes, auf beiden Seiten. Der leblose Körper fiel auf dem Boden, wodurch der Aufprall vom Geräusch durch das Wasser verändert wurde. Das Ringen nach Luft, des blutenden Stehenden Mann, wodurch dadurch untermalt, als dieser mit seinen kalten Händen, versuchte sich die Wunde am Hals zu stopfen, damit er nicht noch mehr Blut verlor. Ein Fall auf die Knie, mit schlussendlichen Fall zu Boden, beendete den kurzen Aufprall, auf diese Männer. Die Klinge kurz geputzt, schaute haku auf beide herab und musterte mit einem geschulten Blick, deren Güter. „Immerhin was zu essen“ in den Taschen und dem Rucksack eines Mannes gekramt, zog er mehrere Sandwiches heraus. Eine Schachtel Zigaretten und ein Flachmann war ebenfalls dabei. Beim letzten Gegenstand musste er lachen. Ein einzelnes verpacktes Kondom war auch dabei. „Als ob ihr einen jemals weggesteckt hättet“ lachte er leise weiter und warf das Kondom in den Müll. Beide Leichen liegen gelassen, lief er weiter bis er in eine Abbiegung kam. „Hmmm…“ die Augen auf die Straßenschilder gerichtet, kniff er etwas die Augen zusammen. „Diamantenstraße… und… was steht da?“ ein Schritt näher an das Schild, versuchte er die Buchstaben etwas besser zu identifizieren. „Hmm das ist unleserlich… naja dann mal auf ins unbekannte“ zuckte er mit den Schultern, bis ein vorbei huschen in sein Augenwinkel fiel. Rennen konnte er noch nicht und versuchte der Person zu folgen. Er hoffte zumindest einer normalen Person zu folgen. Das Messer fest im Griff, versteckte er diese im Ärmel des Pullovers. Paar Minuten Fußmarsch, brachte ihn an das größte noch stehende Einkaufszentrum. //Hmmm… da werden bestimmt Leute sein… soll ich da echt rein?// einen kurzen Moment fürs nachdenken verschwendet, nickte er dann mit leicht funkelnden Augen. //Ich könnte dort eine wund und heilsalbe finden… und damit meine Wunde versorgen// ein kurzes stechen bestätigte sein Gedanke und so setzte er seinen Fußmarsch fort, die Große Straße halb torkelnd überquert, betrat er das Zentrum, über eine Seitentür, die eigentlich nur für Mitarbeiter vorgesehen war. Hinter der Kasse, setzte er sich für einen Moment hin und verschnaufte, da seine Wunde sich doch dramatischer anstellte, als vorerst gedacht. Den Kopf an das Regal gelehnt, atmete er etwas lauter als gewollt, Schritte von einer leichten Person brachte ihn aber sofort wieder in Alarmbereitschaft. Durch Adrenalin getrieben, sprang er auf und versuchte in dem dunklen Raum was zu sehen. Die immer wieder auftauchenden Schritte, lenkten seine Kopfrichtung hin und her. Die Pistole gezückt, schenkte er seinen Augen die Zeit, die sie brauchten um etwas erkennen zu können. Ein langsamen Schritt nach dem anderen gesetzt, lief er auf leisen Sohlen den Laden durch. Bei der nächsten Ecke war es so weit, das Wühlen der Person war genau dahinter. Mit einem schnellen Schritt, hielt er die Pistole auf diese Person und konnte nicht genau erkennen, was für ein Gesicht diese hatte. „Hey! Wer bist du?!“ das stechen in Magenbereich wurde von Sekunde zu Sekunde größer. Eine Hand musste er schon darauflegen, um diese irgendwie standhalten zu können. „Sag was! Ich werde nicht zögern abzu….“ ein enormer Schmerz durchzog sein Oberkörper, bis er die Pistole fallen ließ und beide Arme um sein Magen schlang. Auf die Knie gefallen, legte er Zähne knirschend, seine Stirn auf den kalten Boden ab und kniff beide Augen zusammen.
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    • Regen. Es gab doch kein besseres Wetter, um den Untergang der Welt zu verfluchen als halbgarer Regen, der nicht stark genug war, um einen weiteren Tag zu ruhen, aber dominant genug, um alles andere beschwerlich zu machen. Sam hatte den ganzen Morgen damit verbracht, ihren kaputten Mantel zu reparieren und hatte nicht einmal Zeit gehabt, sich nach Frühstück umzusehen. Hätte dieser Idiot sich doch einfach an den Plan gehalten. Auf dem Weg über die Stille Straße stieß Sam eine leere Limo-Dose aus ihrem Weg. Sie klackerte hell über den löchrigen Asphalt. Die Blondine sah auf und ihre Augen huschten über ihre Umgebung. Sie musste sich zusammenreißen, wenn sie sich nicht noch ein Problem anlachen wollte. Hätte dieser verdammte Verräter nicht eine der Gangs eingeschaltet, wären sie alle unbeschadet herausgekommen. Sam sah auf die geflickte Stelle ihres weiß-orangen Mantels und schnaufte. Immerhin musste sie selbst nur diesen Stoff flicken, während sie keinen blassen Schimmer hatte, ob das Plappermaul es heile herausgeschafft hatte. Ihre bernsteinfarbenen Augen richteten sich zurück auf den Weg vor ihr und das verblasste Schild, welches sie müde zur Mall führen wollte, fiel ihr in den Blick. „Hmmm, warum nicht, eigentlich“, murmelte Sam und zog die Kapuze tiefer in ihr Gesicht. Wenn sie Glück hatte, gab es irgendwo noch etwas Nützliches und wenn sie verdammtes Glück hatte, auch Essen.

      Die helle Gestalt huschte durch den Nieselregen und drückte sich auf ihrem Weg an die Wände, ohne zu wissen, dass sie schon längst entdeckt wurde. Geschickt kletterte sie über eine eingestürzte Barrikade in die Mall, gönnte ihren Augen kaum eine Sekunde, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Sie war schließlich oft hier gewesen, als überall noch richtiges Leben herrschte. Sam wusste noch immer nach all den Jahren, wo die Kasse standen und wo sie die Sache gelagert hatten, für die man einen Schlüssel brauchte. Oder einen festen Tritt. Ihr Weg führte sie zielstrebig zum richtigen Ort und schnell war auch das Hindernis in Form eines verrosteten Schlosses beseitigt. Grinsend wühlte Sam im Inhalt des Schrankes herum, und bemerkte zugleich die Schritte hinter sich gar nicht. Erst das Klicken einer Pistole und dann die herrischen Worte eines Mannes ließen sie darüber nachdenken, doch hin und wieder mal die Kapuze herunterzunehmen, um etwas zu hören. „Shit“, fluchte sie leise und hob die Hände, bevor sie ihren Kopf langsam in Richtung des Mannes drehte und ihn unter dem Kapuzenrand erwartungsvoll ansah. Sie konnte im Schatten sein Gesicht nicht erkennen, aber seine Stimme ließ erahnen, dass er nicht viel älter war. „Was zur Hölle soll ich dir sagen?“, knurrte sie leise. „Willst du meine Sozialversicherungsnummer? Sam, ich bin Sam“, fügte sie dann hinzu. Das Gesicht des Mannes verzog sich zusehends unter Schmerz und plötzlich viel die Waffe auf den Boden und dann folgte Sams Gegenüber. Geistesgegenwärtig kickte Sam die Waffe ans andere Ende des Raumes, bevor sie sich dem am Boden Liegenden näherte. „Oh, how the tables have turned“, murmelte sie und ließ ihren Rucksack auf den Boden neben den Mann fallen. Sie kniete sich langsam neben ihn und zog ihre Kapuze von den blonden Haaren. „Hey, ich bin gut im Versorgen. Und wenn du deine Finger von der Waffe lässt, können wir beide danach friedlich unserer getrennten Wege gehen“, schlug Sam zwischen seinem Keuchen vor. Das wäre doch mal ein guter Ausgang. Sie verbrauchte ein paar ihrer Medikamente und Mullbinden und kam wieder mit dem Leben davon. Und sie hinterließ einen weiteren positiven Fußabdruck in dieser vor Dunkelheit triefenden Stadt. Ein Pluspunkt für diesen grauen Tag. Doch ihr Gedanke zerscholl, als der Fremde den Kopf hob und Sam augenblicklich die Luft wegblieb. „Du…?“ Sam runzelte die Stirn, während all die grellen Bilder zurück in ihr Bewusstsein drangen. Der Tag an dem ihre Welt unterging und er … war dabei gewesen. „Fuck! Du bist der Typ aus dem Waschsalon! Der mich vor der herunterfallenden Säule gerettet hat!“ Sams Augen waren groß und dann zierte ein breites Grinsen ihr Gesicht und ließ das müde Gesicht strahlen. „Dann kann ich dir den Gefallen ja zurückgeben.“
    • Haku

      Keuchend und mit verschwommen blicken, versuchte er zu erkennen wer genau vor ihm war. Mit dem Versuch sich aufzusetzen, wurde das Stechen umso stärker, als er seinen Rücken gerade richten wollte. „Aaaargh!“ verkrümmte er sich dann wieder und fiel der jungen Frau entgegen, sie stärker in den Sitz, auf ihre Beine gedrückt, blieb ihm für einen kurzen Moment nicht viel übrig, als seinen Kopf auf ihrem Schoß liegen zu lassen. „S-Sam?… Fuck das ist ja ewig her…“ verzerrte sich sein Gesicht Schmerz erfüllt, als plötzlich sein stechen nachließ und ihm ein kurzen Moment der Ruhe gönnte. Mit beiden Händen, hob er seinen Oberkörper zitternd in die Luft und schaute dann zu ihr hoch. Sein Gesicht war dementsprechend nicht weit von ihr entfernt und so konnte er endlich erkennen, was für ein Gesicht es Wirklich war. „Krass… Sam du bist es ja wirklich“ musterte er ihr Gesicht genau, während Blut seinem Mundwinkel hinablief, er sich diesen abwischte und sich dann wieder normal setzte. An die wand gelehnt, winkelte er ein Bein an und das andere streckte er beinahe komplett aus. Ein Arm legte er auf das angewinkelte und blickte mit schweren Atemzügen in die Silhouette, die sich in der Dunkelheit abzeichnete. „Dich wieder zu sehen… gibt mir tatsächlich…“ schmerzbedingt unterbrach er seinen Satz und klopfte seinen Kopf mehrmals leicht gegen das Regel, worauf er sich abstützte. Das aufklingen von Holz, lies den Raum mit hohlen Geräuschen aufleben. „Warte… pass auf… mein Handy, da hab ich licht“ er tastete seine Hosentasche mehrmals ab, bis er die leichte Erhebung, die durch das Smartphone erzeugt wurde, spürte und so genau lokalisieren konnte, wo er es rausholen durfte. Mit einer einzigen Bewegung, zückte er das Handy hervor, entfachte das Licht von der integrierten Taschenlampe und legte das Handy mit dem Bildschirm zu Boden, damit das Licht den Raum leicht erhellte. Dies verhalf ihm, auch Farbe in ihrem Gesicht zu erkennen. Er bewegte seinen Körper keuchend, um einen etwas angenehmerer Sitzplatz zu ergattern. „Hey… wie gehts dir?“ hauchte er ihr entgegen. „Wir haben uns ewig nicht mehr deswegen und Hey… das mit der Säule…“ Schulter Zuckend, bewegte sich auch seine Hand, die auf dem Bein lag, zugleich die Finger daran sich etwas bewegten um die Bewegung cooler und stimmiger wirken zu lassen. „Das war doch keine große Sache…“ lachte er dabei leicht, was jedoch von seinem Schmerz wieder unterbrochen wurde. „Ich hätte doch so eine hübsche Frau nicht einfach sterben lassen können, weißt du?“ streckte er ihr dann frech die Zunge etwas heraus und hustete dann etwas Restblut aus seinem Mundraum. Seine freie Hand lag weiterhin auf seinem Bauch, wodurch es leicht war die verwundete Stelle zu lokalisieren.

      „aber ja… ich wäre dir sehr dankbar wenn du mich eventuell verarzten könntest, bevor wir weiter uns ineinander verlieben“ scherzte er mit Schwacher stimme und legte sich dann langsam und keuchend auf den Rücken, zog etwas sein Shirt hoch und offenbarte ihr somit, seine derzeit größte Schwachstelle. Man konnte die Definition der Muskeln genau erkennen, die durch viel Bewegung und unregelmäßiger Nahrungszufuhr entstanden war. Die Augen geschlossen, merkte er nur zu genau, wie das pochen des Herzen an der Wunde konzentriert war und diese präsenter machte. „Was hast du denn so lange getrieben? Immerhin sind mehrere Jahre vergangen… und du bist hier komplett alleine, heißt das du hast dich die Zeit alleine durchgeschlagen?“ legte er dabei einen Arm auf seine Augen und fing an etwas ruhiger zu atmen und darauf zu vertrauen was sie machte.
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    • Die Sorge um ihr eigenes Leben fiel mit einem Mal ab, Naivität hin oder her, als ihr Gegenüber sich förmlich auf ihr zusammenkrümmte. Die Schmerzenslaute ließen sie ihr Gesicht verziehen. Sam war wohl zum richtigen Moment am richtigen Ort gewesen, denn das klang ganz und gar nicht gesund und schon gar nicht fit genug für die Endzeit. Sie hielt nicht einmal mehr die Waffe im Blick. Sam hatte ihm bereits geholfen, da war die Welt noch in Ordnung. Und er hatte ihr Leben gerettet, da fiel die Welt gerade auseinander. Ihre Begegnung hatte in der Zeit Davor begonnen und Sam würde sie nicht hier in dieser Mall enden lassen. Haku auf ihrem Schoß spannte sich erneut an, bevor seine Muskeln sich mit einem Mal lockerten. „So lange, dass ich dachte, dass einer von uns schon tot ist“, gab sie leise zu und half dem jungen Mann, sich langsam aufzurichten. Ihre Hände stützen leicht seine Schultern, während er ihr Gesicht betrachtete. Kurz war sie versucht, auf ihre Nase zu schielen, aber vermutlich war das nicht der richtige Zeitpunkt für Spielereien und stattdessen ließ auch sie ihren Blick über die markanten Konturen seines Gesichts gleiten. Er hatte sich verändern, wie sie alle. In der Zeit Davor waren sie beide weicher gewesen, die Härte war ihnen noch nicht ins Gesicht und in den Blick geschrieben gewesen. „Du bist erwachsener geworden, Haku“, stellte sie leise fest, während er sich leicht von ihr entfernte und sich ihr gegenüber an das Regal lehnte. Von all den Namen, die sie auf ihrer Reise hier gehört hatte, war Haku ihr immer am klarsten geblieben. Hatte sie doch immer und immer wieder seinen Namen gebrüllt, als der Schutt und das Feuer sie getrennt hatten. Es gab noch Nächte und Albträume, in denen Sam sich um die eigene Achse drehte, seinen Namen panisch auf der Zunge. Sie schüttelte leicht den Kopf, wollte nicht über Day Zero und all das nachdenken, was sie bis hierhin verloren hatte. Sam wühlte bereits in ihrem Rucksack, als die dumpfen Töne des Holzes zu ihr herüberwehten und sie zog eine Augenbraue hoch. „Du weißt schon, dass Gegenschmerz nicht wirklich bei Schmerz hilft?“, neckte sie und sah kurz von ihrem Rucksack auf, bevor sie wieder darin wühlte. Ihr Suchen wurde erhellt und dankbar rutschte Sam mit ihrem Rucksack näher an Haku und sein Handy heran. Sie fand ihr Notfall-Kit und legte es vor sich. „Du hast noch ein Handy? Ich hab meins gegen ein paar Messer eingetauscht, war eh nichts mehr Wichtiges drauf“, gab sie salopp zur Auskunft und fand noch eine Flasche Jod in den Seitentaschen. Als Hakus leise Stimme zu ihr durchdrang, sah sie auf und grinste schief. „Zwischen beschissen und ziemlich cool, würde ich sagen. So wie bei uns allen.“ Sie öffnete ihr Kit und musste ein Lachen unterdrücken, als er weitersprach. Sam erwiderte seine ausgestreckte Zunge mit einem Zwinkern und rutschte näher an ihn heran. „Und wenn ich hässlich gewesen wäre, hättest du mich sterben lassen? Was ein Gentleman“, lachte sie und wurde dann ernster. „Den ganzen Tag habe ich nach dir gesucht, bis es Nacht wurde und ich mich in einem Kino versteckt hab. Es ist fast schon lustig, dass du mir bei der nächsten Begegnung eine Knarre an den Kopf hältst.“ Ein breites Grinsen zierte das schmale Gesicht der Blondine. Dieser Zufall erhellte ihren Tag ungemein und endlich konnte sie ihre Schuld begleichen und endlich musste sie sich nicht mehr fragen, ob die erste helfende Hand nicht schon längst erkaltet war.

      „Die Schmerzen machen dich wahnhaft“, lachte Sam auf den schwachen Witz und wartete gespannt auf das Ausmaß der Verletzung. Die junge Frau musste sich darauf konzentrieren, sich auch wirklich nur auf die Verletzung zu begrenzen und nicht die definierten Muskeln mit den Augen langzufahren. Sie zog die Luft scharf ein, als sie die Wundränder sah. Dann sah sie zurück zu Hakus schmerzverzerrtes Gesicht. Es ist besser, wenn ich ihm nicht sage, was ich tue ... wenn er ohnehin nicht hinsieht … „Hin und wieder, ja. Ich habe mich eine Zeit lang einer Kommune angeschlossen, aber bin auch wieder abgehauen. Keine Ahnung, ob es einen Platz für mich hier gibt, aber wenn, dann habe ich ihn nicht gefunden und bis dahin … suche ich“, endete sie und legte den Kopf schief, während sie das Jod auf die Wunde tupfte. Sie konnte nicht anders, als die Ränder mit Nadel und Faden zu schließen … sie klafften sonst zu weit auseinander. „Und du? Wer hat dich so übel zugerichtet?“ In der rechten Hand hielt sie bereits Nadel und Faden zwischen den Fingern und biss sich auf die Unterlippe. „Das wird jetzt wehtun, aber wenn ich das nicht mache, braucht es noch Wochen, bis das hier geheilt ist. Du hast immer noch die Wahl, die Behandlung abzulehnen, aber bisher hat sich noch niemand beschwert“, fügte sie hinzu und sah zu dem am Boden liegenden Haku, mit einem schiefen Lächeln auf dem Gesicht, falls er doch noch hochblicken würde.
    • Haku

      Aufmerksam hörte er ihrer leisen Stimme zu. Nachdem die Schmerzen verklungen waren, zeigte er auf sein Handy. „Erinnerst du dich? Das Foto was ich heimlich von dir gemacht hatte…“ schwach lachend funkelte er sie an. „Naja… so lange heimlich bis du es bemerkt hattest und wir daraufhin zusammen ein Foto gemacht hatten? Wie soll ich sagen…“ mit langsamen Bewegungen versuchte er erneut sich etwas besser hinzusetzen. Was Geräusch vom dreck, was er mit seinen Schuhen verschob, war leise und doch präsent. „Ich hab es behalten und seitdem alles ausgebrochen ist, war das mein einzigster Anhaltspunkt, wie ich dich identifizieren könnte… nunja, rückblickend… was soll ich sagen? Du hast dich echt verändert“ war sein Lächeln sanft und seine Augen dementsprechend leicht geschlossen. Er hab seine Hand, legte seine Zunge drauf und strich diese an ihrer Wange. „Nicht bewegen… du hast da etwas dreck an deiner Wange, Moment ich mach es kurz weg…“ kurz das „gesäuberte“ Gesicht gemustert, nickte er stolz. „schon viel besser, jetzt siehst du wieder wie ein Model aus“ kicherte er leise und atmete einmal tief ein und aus. „Ich bin erwachsener geworden? Darf ich das positiv sehen oder bin ich dadurch hässlicher geworden?“ grinste er so so stark an, wie seine Energie dies noch zulassen würde. „Aber das gleiche kann ich nur zurückgeben, auch wenn ich dich schimpfen würde, das du deine süßen Bäckchen von damals, verloren hast“ versuchte er dies zu bescherzen und danach zu belachen, seine Augen wanderten von ihrem Gesicht, kurz ihren Körper entlang. „Du hast allgemein sehr abgenommen… tztztztz. Könnte ich kochen, würde ich dich auf eine richtige Mahlzeit einladen….“ den Kopf ans Regal gelehnt, schaute er zur Decke, sein Gesicht schmückte ein Mundwinkel, der sanft nach oben ging und dadurch seine weißen Zähne offenbarte. „Aber wie ich mich kenne, würde alles nur in Flammen aufgehen“ senkte er den Kopf wieder in ihre Richtung und zeigte nur die Spitze seiner Zunge, um den Scherz zu untermalen. Kurz nachgedacht, legte er sein Gesicht fragend schief und zeigte die Unschuld in Person. „Aber… aber… das ist ein super Zeitvertreib, so bleibt der Kopf klar und fokussiert… kam es mir zumindest bis jetzt so vor“ waren seine Worte sarkastischer Herkunft. Das nähern von der jungen Frau, beobachtete er stumm und lächelte sie dann an. „Komm noch ein Stück näher, dann kann ich sagen, ich habe dich trotz, das ich mich nicht bewegen kann, abgeschleppt oder so“ war sein Scherz wirklich schlecht und flach. „Entschuldige, der Witz war blöd ich weiß“ lachte er über sich selber, bevor er ihr dann zunickte. „Ja das Handy ist mein wertvollster Besitz, immerhin sind da Bilder von dir drauf…“ blickte er dann bei dem Satz, doch mit leicht geröteten Wangen weg. Einmal geräuspert, wandte sein Blick ihr wieder zu. „aufjedenfall… ich glaub wenn du hässlich wärst, hättest du nicht den premium Service bei der Säule damals erhalten. Sondern nur das Grund auf Bronze Paket… sprich, ich Hätte so getan als würde ich dir helfen wollen, aber von durch was auch immer gehindert… danach Versuch ich den besten Freund raushängen zu lassen und hätte dich gefragt ob alles in Ordnung ist. Das klingt doch fair nicht?“ lachte er kurz laut, verstummte dann aber. Seine Augen weit aufgerissen, war sein pochen im Körper omnipräsent. //Fuck… mein… ich kann nicht atmen…// für einen kurzen Moment der Stille, lockerten sich seine Organen wieder und ein tiefer Atemzug, tätigte er wie von ganz automatisch. „Fuck… was hab ich mir denn da bloß eingefangen… verdammte scheiße… ich glaub wäre ich dir nicht begegnet, wäre ich morgen verreckt oder so… ich hoffe das deine Versorgung, mich davor bewahren wird“ gab er offen und ehrlich zu, während sein Unterarm, seine Augen verdeckte und er versuchte den kurzen Moment der Ruhe zu genießen. Kurz zu ihr geschielt, war ihr breites Grinsen deutlich erkennbar. „Denkst du ich habe nicht nach dir gesucht? Immerhin hatte ich schon seit Jahren kein Sex mehr“ war der Witz den er sich nicht verkneifen konnte und damit rechnete eine Faust gegen seine Schulter zu bekommen. Die Hand entfernt grinste er sie genauso breit an und machte sich für die Versorgung bereit.

      „Du nennst das wahnhaft… ich nenne das Romantik pur“ lachte er und spürte dabei sein flacher Bauch sich dezent anhob und wieder sank. Er lies sie aussprechen und hob dann seinen Kopf. „Du hast so eben einen Platz gefunden, ich habe dich ja aus besonderem Grund gesucht und endlich gefunden. Ich würde es nicht übers Herz bringen, dich wieder ziehen zu lassen. Also… natürlich nur wenn du willst. Dazu zwingen kann ich dich selbstverständlich nicht.“ nach dem er seine Gedanken ihr offenbart hatte, durfte er nicht zögern und so legte er eine spielerisch dramatische Szene auf dem Boden hin. Eine Hand auf seine Brust und die andere in die Luft gestreckt, versuchte er die Luft zu greifen. „Würdest du jedoch gehen und mich alleine lassen, würdest du eine neue Wunde aufreißen und damit mein Herz brechen. Der kleine Prinz würde ohne seine Prinzessin, nicht lange überleben und so dem Ende verfallen“ den Arm gesenkt, grinste er in ihre Richtung. „War das genug um dich zu überzeugen? Oder war das zu dick aufgetragen“ lachte er und legte wieder seinen Kopf auf dem kalten und harten Boden ab. „wer mich so zugerichtet hat?“ plötzlich füllte er den Raum mit einer Spürbaren Wut. „Ich habe einer jungen Frau geholfen, die fast von einer Gruppe an Männer vergewaltigt wurde.“ aus Wut ballte er eine Faust, die er gegen den Boden presste. „Diese Frau hatte mich für ungefähr zwei Tage begleitet, bis sie mich beklaut und alleine gelassen hat. Deswegen bin ich seit zwei Tagen ohne essen. Nur eine Flasche Wasser, war mir noch geblieben und mein Handy. Zum Glück hatte sie das Wasser übersehen und das Handy schien ihr unwichtig. Leider hab ich diese Dame nicht mehr gefunden… daher blieb mir nicht viel übrig und ich lachte mich auf die jagd“ wurden seine Worte wieder etwas lockerer, als er sich abreagierte. Nunja, gezwungener Maßen, da seine Wut stark auf die Wunde schlug. „Ich schweife aber ab, diese Wunde hab ich von einem der vier Männer zugefügt bekommen, bevor ich alle Umbringen konnte“ ein seufzen entlockte sich seinen Lippen, ehe er enttäuscht die Decke anstarrte. „Aber ja natürlich, was sind schon Nadel und Faden im Vergleich von mehreren Messerstichen im Bauch, das meine Organen unversehrt sind, grenzt an ein Wunder. Daher… ich vertraue dir, mach was du für richtig hältst“ nickte er ihr dann zu und musterte ihr schiefes Lächeln, legte sein Kopf wieder ab und entspannte sich. „Also… Schwester, ich vertraue ihnen mein Körper an. Ich hoffe aber auf Happy End“ lachte er Nochmal etwas und schloss dann die Augen.
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    • Ein merkwürdiger Gedanke setzte sich in Sams Kopf fest. Er hat nach mir gesucht? Wieso nach mir? Es stimmte zwar, dass sie in dem wichtigsten Moment der neuen Zeitrechnung gemeinsam Hand in Hand ums Leben gekämpft hatten, aber Sam hatte nicht geglaubt, dass sie so einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte, dass man sich überhaupt noch an sie erinnerte. „Natürlich erinnere ich mich. Es wundert mich nur, dass du sogar noch die Fotos hast. Ich erinnere mich an alles an diesem Tag. Fluch und Segen zugleich, wenn du mich fragst. Am liebsten würde ich das meiste vergessen.“ Vor allem die Nacht, in der sie zum ersten Mal in ihrem Leben mutterseelenallein war und sich nach den beruhigenden Berührungen des Jungen im Waschsalon gesehnt hatte. Und jetzt war er plötzlich hier und ein ganzer Mann. Immerhin ein Mann, der unter ihren Händen wimmerte, also war das noch in Ordnung. Für gewöhnlich hielt sie sich von der brutaleren Schöpfung der Götter fern. Verwirrt sah sie auf, als Haru ihr übers Gesicht fuhr. Gespielt angewidert streckte sie die Zunge raus. Sie strich sich selbst mit dem Ärmel ihres Mantels über die Wange und funkelte Haru an. „Nicht hässlicher, aber wohl unverschämter“, gab sie zur Auskunft und sah sich in seinen nächsten Worten bestätigt. „Dicke Menschen werden gegessen hier, das weißt du doch“, lachte sie also stattdessen nur und betrachtete das kleine Spiel mit Gestik und Mimik, was sich ihr bot. Zufrieden stellte sie fest, dass Haru sein vorlautes Plappermaul nicht verloren hatte. Es war eine willkommene Abwechslung zu den harschen Worten, die auf der Straße herumflogen. Sie hatte mittlerweile alle wichtigen Instrumente herausgeholt und war näher an den Verletzten gerutscht, verzog jedoch das Gesicht, als der nächste Witz flog und rollte mit den Augen. „Nur dass das hier einmal klar ist: mich schleppt niemand ab. Die Damsel in Distress ist schon ziemlich lange tot. Wenn hier jemand jemanden abschleppt, dann ich.“ Ihre Worte waren fest und hatten doch noch immer den leichten Singsang in der Stimme. Immerhin den hatte Sam über die Jahre nicht verloren. Die Entschuldigung kam jedoch schnell und dann erneute Verwirrung. Sam wurde durch so viele Gefühle geworfen, dass es beinahe schon zu viel war für einen dieser grauen Tage. „Aber … es ist doch nicht dein wertvollster Besitz, weil da zwei Fotos von mir drauf sind? Wir haben uns vielleicht einen Tag gekannt und ich hab dich auf den Partys auf dem Campus gesehen“, gluckste sie. „Ansonsten müsste ich schnell Reißaus nehmen, bevor du der nächste Ted Bundy wirst.“ Außerdem wusste Sam, dass Menschen unter Fieber und Entzündungen oft irgendwelchen Quatsch sprachen. Und sie konnte es ihnen nicht übelnehmen. Diese Welt nahm einem alles und man sehnte sich nach den grundlegendsten Dingen: Freunde, ein Zuhause, Sicherheit. Und Sam war schon immer vertrauenswürdig, sah schon immer aus, als könne sie keiner Fliege etwas zu leide tun. Dass sie sich meisten irrten, spielte ja nichts zur Sache.
      Gerade wollte sie Haru erneut zurechtweisen und ihn wegen seines Lookism aufklären, aber schon sah Sam wie sein Gesicht sich wieder verzog und tiefe Schmerzfurchen erschienen. „Okay, weniger Gequatsche und mehr Versorgen. Ich habe keine Lust, noch auf einen Untoten zu treffen, während wir hier rumsitzen, nur weil du so laut babbelst", forderte sie und hielt die Nadel bereits an den Wundrand. Und doch hatte Haru noch immer was zu sagen und ein unverständliches Kopfschütteln war Sams Antwort. „Ich gebe dir einen Tipp: Niemals dumme Sexwitze machen, wenn jemand kurz davor ist, dir eine Nadel in den Körper zu rammen“, schnurrte sie, bevor sie genau das tat und vielleicht immerhin beim ersten Stich nicht ganz so vorsichtig wie sonst war.

      Während sie die Wunde vernähte und hier und da Fremdkörper herausnahm, sprach Haru noch immer weiter. Er hatte sein Plappermaul wirklich nicht verloren und Sam hatte vergessen, wie schön es war, einfach nur zu albern und zu quatschen. Dafür hatte sie schließlich nie Zeit, wenn es nur ums Überleben ging. „Aus einem besonderen Grund? Ahja, darf ich den auch erfahren oder sagst du das schon wieder nur, weil ich hübsch bin?“, lachte sie und schloss die Naht. „Fertig, du bist wieder geflickt. Wehtun wird es trotzdem.“ Sie lehnte sich etwas zurück, als hätte sie geahnt, dass sie ein neues Schauspiel würde sehen dürfen. Sie lachte laut auf und rollte mit den Augen, packte währenddessen ihren Rucksack wieder zusammen. „Das war etwas zu dick aufgetragen. Aber dünn genug, damit ich mir überlege, immerhin eine Zeit mit dir weiterzuziehen. Solange du die doofen Witze seinlässt“, grinste sie und zog den Rucksack zu, bevor sie ihn wieder auf den Rücken zog, einfach nur ihm ihn nicht zu verlieren. Sie hörte der Geschichte zu der Wunde zu und seufzte dann. „Klingt nach dem ganz normalen Wahnsinn in der namenlosen Stadt, huh? Menschen nutzen Menschen aus und Wölfe fressen Wölfe. Dann sollten wir dir wohl eine Grundausrüstung besorgen, bevor wir weiterziehen. Immerhin hast du deine Knarre noch.“ Der Rest der Geschichte klang nicht ungewöhnlicher. Das Leben als Frau hier war noch gefährlicher, ein Grund mehr, sich nicht mit fremden Männern abzugeben - nur dass ihr geholfen wurde, war doch eher die Sensation. „Dann musst du ja ein guter Schütze sein. Und vier Vergewaltiger weniger, thanks. Auch wenn ich dir die Begegnung vielleicht lieber erspart hätte.“ Sie stand auf und klopfte sich den Dreck von der Hose und zwinkerte Haru zu. „Dein Happy End ist, dass du nicht gestorben bist. Alles andere ist dein Wahn“, stellte sie mit einem schiefen Grinsen klar und reichte ihm die Hand, um ihm aufzuhelfen. "Oben ist ein Laden mit Wandersachen, da finden wir bestimmt was für dich und wer weiß, vielleicht läuft hier irgendwas zum Jagen herum."
    • Haku

      hah… wem sagst du das, die guten Erinnerungen dürfen gerne bleibenden Restkönnt ihr gerne mit diesem Stift aus Men in Black löschen. Und natürlich das nackt Foto von dir, was du mir gesendet hattest… soll natürlich auch bleiben“ war ein lautes Lachen nicht mehr zu unterdrücken, wodurch seine Laune sich immer weiter hob. Ein kurzer Lächeln, zeichnete sich über sein Gesicht, während er ihre Reaktion beobachtete. „Du kannst ruhig so viel angewidert tun wie du willst, ich werde dein Gesicht immer wieder putzen, da musst du durch“ waren die Worte, während sein Gesicht mittlerweile vergaß, wie man das Lächeln beendete. Mehrere Erinnerungen bildeten sich in seinem Kopf. Der Tag wo alles zusammenbrach. Seine Augen rollten von ihr ab und starrten den Boden an, sein Lächeln senkte sich und wurde wieder neutraler. „Ich kann es immer noch nicht fassen, das der Staat, aus Geld gründen einen nach den anderen Infizierte und die Kontrolle verlor…“ er seufzte und rieb seinen Nasenrücken mit Zeigefinger und Daumen. „Wie kann man nur so Unfähig sein… und dann noch das Problem mit einer zweiten Bombe lösen… sag mir, kommt es mir nur so vor oder sind die Politiker wirklich so dumm, wie es für mich den Anschein hat?“ schüttelte er dabei enttäuscht den Kopf und blickte ihr tief in die Augen. Ihr zugehört, stellte er geistig die Ohren auf und funkelte sie zuversichtlich an. „Bist du dir da ganz sicher? Warte nur ab, ich werde es schon schaffen dich ins Bett zu kriegen und dir meine bislang noch existierende Unschuld schenken.“ zeigte er mit dem Daumen auf sich selber. Er war noch stark oldschool. Er hob sich den Sex nur für die Frau seines Lebens auf. Er war beliebt bei den Frauen, jedoch hatte er bis jetzt noch nicht DIE Frau gefunden gehabt. Diesen Gedankengang hatte er seiner guten Erziehung zu verdanken und so lebte er strikt danach. Sollte er sich wirklich sicher sein, wird erst dann die Idee in Erwägung gezogen. Kurz an seine damaligen Frauen gedacht, wurde ihm schnell klar, das er wohl einer der wenigen waren, die noch so dachten. Bislang wurde er nur betrogen, da er den Frauen nicht das geben konnte, was sie wollten im Bett. Den Kopf geschüttelt, flogen die Gedanken nur so aus seinem arbeitenden Gehirn hinaus. //Hör auf, an die scheiße zu denken… das ist doch total unnötig// fing er an im Inneren selber über sich zu lachen. Bei ihrem glucksen, fing er an tiefer in seinem Herzen zu wühlen. „Darf ich ehrlich zu dir sein?“ er stützte sich mit beiden Ellbogen nach oben und schaute sie genau an. „Ein Mann merkt sofort wenn er eine richtige Frau vor sich hat und nicht eine die nur am Sex interessiert ist. Ich weiß nicht woran wir das ausmachen… ich würde sagen das ist sowas wie ein extra Sinn den wir haben? Also neben den zwei Sinnen die wir haben.“ fing er an über sich selber zu lachen und versteckten dabei seinen Mund hinter einer geballten Faust von sich. Bei ihrem Witz, stand ihm buchstäblich der Mund weit offen. Geschockt starrte er sie an und wusste Kurz nicht was er darauf antworten sollte. „Ich fasse es mal als Kompliment, der Mann war hübsch. Also danke das du mich hübsch nennst. Etwas umständlich aber dennoch sehr lieb von der Prinzessin höchst persönlich“ war dann mit einen sanften Lachen, seine Antwort dazu. Auf ihren Befehl hin, beugte er sich tatsächlich und legte sich wieder auf den Rücken. Die Schöne Decke wieder anstarrend, legte er einen Arm unter seinen Kopf, um es sich etwas weicher zu gestalten. „Ok ok Chef. Ich werde schon liegen bleiben, also nur zu, Flick mich zusammen. Und ja du hast recht bei irgendjemand würde ich diese Witze unterlassen, aber du bist nicht irgendjemand. Du bist Samantha, die ich im Grunde schon jahrelang kenne und ein kleiner Glücksbringer auf meinen Handy, über mich wacht“ wurde er wieder ernster und nickte dabei immer wieder. Durch das ständige Gerede, wurde er dermaßen abgelenkt, das er garnicht bemerkte wie die dünne Nadel, seine Haut zusammenflickte.

      „hmmm“ hinterließ er nur ein Geräusch aus seinen Mund, während er ruhig die Decke anstarrte. Dann suchte er mit seiner Hand ihre und umschloss diese mit einem etwas kräftigen Griff, er achtete darauf das es ihr nicht wehtun konnte und so nutzte er ihre Reaktion, um ihr tief in die Augen zusehen. „Du willst den besonderen Grund wissen? Dann hör her. Damals, wo wir uns das erste mal sahen…“ man konnte genau erkennen das seine Augen verträumt an die Tage dachte wo er erwähnte. Ein sanftes Lächeln zog sich über seine Lippen und so funkelte er sie an, während er weitersprach. „Du warst die erste Person, die so natürlich und so… nett war. Ich hatte dich im Salon getroffen und ausversehen, dein Waschpulver benutzt, wodurch du dir neues kaufen musstest.“ er legte eine kurze Pause ein und hielt seinen Mund halb offen, ehe er dann weitersprach. Seine Stimme war ruhig und bestimmt. „Dein verärgertes Gesicht… deine aufgeplusterten Wangen… und danach dein Lächeln… wie ein kleines Kind, als ich die das Pulver bezahlt hatte. I-Ich… weiß nicht…“ seine Augen verschlossen sich etwas und man sah genau wie er versuchte zu verstehen was geschah. „Du sahst einfach… so unschuldig und doch so stark aus. Eine Frau mit vielen Fassaden und doch… so liebevoll… du hast deine Wäsche gewaschen und irgendwie hast du es geschafft mich binnen wenigen Minuten zu verzaubern.“ In jeder Pause war genau zu vernehmen, wo der Raum komplett still war, außer seine Stimme die diesen mit Tönen füllte. „Du… hast mich mit deiner Art… nein… deine Charakteristik, was du mir gezeigt hast. Deine natürlich Reaktion auf was geschah, sorgte für Wärme in der herzgegend. Alle Frauen die ich kennenlernte waren so plastisch… so gestellt… sie wollten perfekt sein. Aber du wolltest das nicht. Nicht ohne Grund hatte ich nach Fotos verlangt, die wir sogar gemacht hatten. Und nicht ohne Grund hatte ich dich vor dieser Säule gerettet. Wie du redest, wie du schaust, wie du dich bewegst… all das wirkt einfach so natürlich. Ich kann das nicht genau in Worte fassen, ich hoffe du verstehst was ich meine. Daher bedeuten diese Bilder für mich alles. Ich war die meiste Zeit alleine, wurde ausgenutzt oder belogen, sowie betrogen. Alle nutzten mich wegen meinen aussehen, meiner Stärke oder meiner Intelligenz schamlos aus. Hab ich ihnen nicht was sie wollten, wurde ich sofort weggeworfen.“ sein Gesicht verzog sich langsam wieder ins neutralere, er verstand langsam was damals geschah und was jetzt gerade geschieht. „Aber du hast sowas nie im Sinne gehabt, das wurde mir klar als du angefangen hast meine größte Schwachstelle zu heilen, damit diese nicht mehr ein Risiko für mich darstellt. Auch wenn es nur als Wiedergutmachung gilt. Sowas hat noch nie jemand für mich gemacht. Und ich danke dir, wirklich… aus reinstem Herzen dafür, das ich dich wiedersehen darf. Und bitte versteh es nicht falsch! Ich will dich jetzt nicht heiraten oder so, aber ich würde dich gerne mitnehmen und schauen wohin das alles führt.“ in seinen Augen lodernde eine leichte Flamme, die Bewies wie ernst er es meinte, seine Hand war immer noch um ihre geschlossen, unterbewusst hatte er auch angefangen mit dem Daumen diese immer wieder für paar Millimeter entlang zu fahren.


      Ihr Hand ergriffen, stellte er sich langsam auf. Ein kurzer Schwall von Übelkeit kam in ihm auf. Er griff ihre Hand abermals etwas fester und legte die andere an seinen Bauch. Kurz durchgeatmet, nickte er dann wieder. „Ok es geht wieder… danke fürs zusammen flicken Sam. Wirklich. Ich schulde dir was. So eben hast du dir einen Beschützer auf unbestimmte Zeit geangelt“ lächelte er sie an und hob sein Rucksack auf. Kurz reingeschaut, holte er zwei Sandwiches hervor und hielt einen, in ihre Richtung. „Du hast bestimmt einen Riesen Hunger. Hier nimm einen. Lass uns kurz was essen, dann würde ich vorschlagen, wir streifen weiter dieses Zentrum ab und suchen nach Lebensmitteln die wir zum verarbeiten nützen können. Also ja, was du gesagt hast, ich musste es einfach nochmal wiederholen.“ streckte er ihr die Zunge raus. Ehe er seine alte Männlichkeit zurückgewonnen hatte, hob er seine Pistole auf und steckte diese wieder weg. Das Messer ebenfalls in die Hose gesteckt, lehnte er sich an das Regal, wo er zuvor sein Kopf gegen geklopft hatte. Entfernte die enorme Plastik Verpackung und begann es zu essen, bei diesem Riesen Hunger war es wie eine Luxus Mahlzeit für ihn. Kurz darin verloren, begann er zu schlingen. „Ach und ja… ich bin ziemlich gut geworden mit diversen Schusswaffen, aber ich habe es mir auch ewig antrainiert und jede Waffe die ich finden konnte aufs genauste studiert. Somit war es nur eine Frage der Zeit bis ich endlich, damit umgehen konnte. Sogar ein Bogen, habe ich gelernt… der mir aber geklaut wurde…“ grummelte er vor sich hin und aß weiter dieses Sandwich.
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    • Sam seufzte theatralisch und rollte übermäßig mit den Augen. Wie kleine funkelnde Bernsteine rollten sie über den erneuten schlechten Witz von Haku. Und gleichzeitig tat ihr das Ickern gut. Es war ein wehrhaftes Ärgern und beinahe vergaß sie, dass sie hier in dem wahren Albtraum von vielen hockten. "Du bist wirklich durchgedreht nach all den Jahren, hmm? Gäbe es von mir nudes, sind sie alle mit der großen Cloud herabgestürzt und jetzt Datenmüll. Vielleicht hast du auf dem Schrottplatz Glück", antwortete sie mit einem schiefen Grinsen. Nachdem sie seine Spucke von ihrer Wange abgewischt hatte, hob sie abwehrend die Hand. "Ich warne dich: der Dreck gehört zu Ästhetik und die wird nicht abgewischt. Wie soll man denn die Endzeit-Stimmung richtig zur Geltung setzen ohne Schrammen und Schlamm?" Sie saßen sich gegenüber und für einen Moment waren sie wieder die jungen Menschen, die sich schlicht über den Weg gelaufen waren. Und dann brach mit Hakus Lächeln auch die Stimmung und Sam stöhnte. "In dieser Stadt gibt es keine Politiker*innen mehr - ansonsten könnte ich mich darüber ärgern. Wenn ich hier rauskomme, sorge ich schon dafür, dass es ihnen leidtun uns einfach alle im Stich gelassen zu haben. Aber bis jetzt ... Habe ich keine Wumme, die groß genug ist, um sie alle gleichzeitig umzunieten." Ruhig zuckte Sam mit der Schulter und band sich ihre blonden Haare in einen hohen Zopf, sah zurück zu Haru und zog eine Augenbraue hoch. Und sie hatte ihm noch nicht einmal Schmerzmittel gegeben, die diesen Stuss rechtfertigen würden. "Danke, an der habe ich auch kein Interesse. Ich habe genug andere am Gürtel", feixte sie forsch und zwinkerte Haku zu. Vorlaute Menschen mussten mit noch einer größeren Schnauze zurechtgewiesen werden. Doch Haku stützte sich auf und setzte noch einen drauf. Sam konnte gar nicht so viel mit den Augen rollen, wie sie es wollte. Und gleichzeitig umspielte aber auch immer ein Grinsen ihre Lippen. Solange war sie nicht mehr so gut amüsiert gewesen. "Der Mann war vor allem ein nekrophiler Psychopath, was dem Gegenteil eines Kompliments entsprechen würde. Aber man hört ja nur das, was man hören möchte." Bis sich Haku endlich in die perfekte Position gebracht hatte, musste Sam die Wunde erneut reinigen und kaum hatte sie die ersten Stiche hinter sich, lachte sie erneut auf. "Schade, dass ich dich nicht so lange schon kenne. Aber das kann ja noch werden", endete sie und konzentrierte sich anschließend auf die Naht. Sie wollte ja nicht die definierten Muskeln mit einer schiefen Arbeit entwerten.

      Nachdem Haku ihr angewiesen hatte, einen Moment zuzuhören, machte Sam es sich bequem und wurde alsbald von seinem Redeschwall überrollt. Langsam blinzelnd ließ sich Sam mit einem Lobgedicht an ihr altes Ich überschütten und spürte nur, wie die Anspannung in ihren Muskeln wuchs. Ihre Hand lag in seiner und sie wusste nicht, wann das geschehen war, aber sie fühlte sich warm an und ihr Blick wechselte von Hakus feurigem Blick bis zu seiner sanften Hand. Als er geendet hatte, blieb ihr kurz die Luft weg. Langsam legte sie den Kopf schief und ehe sie sich versah, rutschte ein leises Glucksen aus ihrem Mund, welches zum Kichern wurde und dann zum Lachen. "Haku, wie gesagt, dieses Mädchen ist tot. Ausgelöscht, nachdem sie tagelang alleine gewesen war. Ich ... es ist sehr süß, dass du anscheinend einen kleinen Crush auf Samantha hattest. But she's dead und du musst mit mir Vorlieb nehmen. Die nicht so unschuldige Version." Sie lächelte Haku entgegen und sah auf ihre Hände hinab. "Aber ich werde mit dir kommen, vielleicht finden wir einen gemeinsamen Weg hier raus. Oder auch nicht, wer weiß." Es fühlte sich nicht falsch an, aber gleichzeitig hatte sie auch keine Zeit für sowas. Es ging ums Überleben und nicht um eine abgedrehte Datingshow, in der man sich ständig das Leben retten musste. Du musst einen kühlen Kopf behalten, Sam.

      Sam stützte den wankenden Haku und war sofort zur Stelle, als er sich wie ein Klappmesser wieder zusammenfaltete. Die Wunde hatte übel ausgesehen, aber sie hatte nichts Wichtiges getroffen und außer ein paar Schmerzen hatte er nichts zu befürchten. "Ach, das ist doch keine große Sache. Aber den Bodyguard nehme ich gerne, auch wenn ich bisher keinen brauchte. Bin auch so ganz gut durchgekommen", gab sie zur Auskunft und ließ seine Hand los. Sie sah sich flüchtig in ihrer Umgebung um, nachdem er ihren Plan nur noch einmal zusammenfasste und bestätigte. Dankbar nahm sie das Sandwich entgegen und schmunzelte bereits bei dem ersten Bissen. Fast möge man meinen, Haku prahle, aber es war nur gut zu wissen, was der andere so draufhatte. Sie grinste ihm entgegen. "Ich kann nicht damit angeben, es mir selbst beigebracht zu haben, aber mit einer Schusswaffe kann ich auch umgehen, mach dir da keine Sorgen. Wir könnten Rücken an Rücken kämpfen, wenn es hart wird", stellte sie fest und warf die Folie über die Schulter auf den Boden. Warum auch Ordnung halten, wenn man in der Hölle lebte? Sam wandte sich um und stieß einen Pfiff zwischen den Lippen aus. "Komm, mir nach. Ich kenne die guten Spots", behauptete sie fest und es dauerte tatsächlich nicht lange, bis sie im Lager eines Lebensmittelgeschäfts noch die ein oder andere Konserve fanden. Sam hielt eine mit Nudeln und Tomatensauce hoch und grinste Haku zu. "Jackpot. Das muss dein Glückstag sein, Kleiner", grinste sie breit.
    • Haku

      Seine Augen wurden groß, als sie sein nackt Fotos erwähnte. Tatsächlich hatte der Witz, sein Inneren Mann geweckt und es war unschwer zu erkennen, wie er versuchte gegen diverse Gedanken anzukämpfen, die versuchten die Dame vor ihm, geistig auszuziehen. „Ach… so eine warst du also… ich verstehe… und ich hab dich als echte Frau gesehen“ musste er dabei lachen und seine Augen sprangen von links nach rechts, was ihm dann doch zu Lächeln brachte. „Eine Endzeit Ästhetik… was du nicht sagst kleines. Dann werde ich dafür sorgen, das du nachher, wenn wir draußen sind, du nochmal extra einen Tauchgang im verregneten Schlamm machst“ sein grinsen war provokant und frech, hatte aber doch was freundliches, was er ihr schenkte. „Also… brauchst du nur eine große Knarre, um mit mir die verbliebenen Politiker umzulegen? Ich kenne da ein Ort, wo eine Ziemlich große gelagert wäre“ legte er bei dem lauten Gedanken, zwei Finger unter sein Kinn und starrte gen Boden. „Es kommt halt auch immer drauf an, was du unter einer großen Wumme verstehst“ wurden seine Blicke plötzlich scharf, während er sein Kopf hob und fordernd die Frau vor sich anstarrte. Bei ihrem Konter, fasste er sich ans Herz und ein heißes Zischen entsprang seinem Mund. „Autsch… der Tag weh. Aber warte nur ab… der Tag wird kommen, warst nur ab. Du kleine Prinzessin“ lächelte er sie zuversichtlich an und zwinkerte ihr einmal zurück. Seine geistige, sowie körperliche Haltung war gelassen und bat ihm dadurch einen klaren Kopf zu behalten. Beschämt, wuschelte er sich durch seine Haare. „Yikes… auf Leichen stehe ich nun wirklich nicht… darüber kann selbst ich keine Witze machen“ musste er sich das Lachen dennoch verkneifen und schnipste mit dem Finger. „Aber wenn man es so überlegt sind die Zombies da draußen nicht laufende Leichen? Denkst du, es war schon jemand so verzweifelt und hat versucht eine abzuschleppen?“ schaute er dann zu ihr herunter mit einem verstörten Gesichtsausdruck.


      Bei ihrer Antwort, hörte er ihr aufmerksam zu. Gab ihr Raum zum Lachen und zu kichern. Ein sanftes Lächeln schob sich auf seinen Lippen. „Ich hatte nicht ein crush auf sie, ich glaube ich hab ein crush auf dich, kleines. Soviel steht fest. Egal ob du damals anders warst als jetzt. Das Herz was in dir schlägt, ist nach wie vor das gleiche. Und das du alleine warst… ist ein Fehler den ich nicht Wiedergutmachen kann, aber ich kann versuchen eine bessere Zukunft aufzubauen, als es in der Vergangenheit der Fall war. Und was heißt hier du bist nicht mehr Unschuldig? Was hast du denn getan, was deine Unschuld geklaut hat?“ wurde er dann doch neugierig und bohrte solange Nach, bis sie drauf antwortete. Bei ihrer Zusage jedoch, lies es sein Herz dennoch einen Freudensprung der Erleichterung vollbringen. „Super, das wollte ich hören und mal schauen, vielleicht wirst du in der Zeit ja super Horny oder so“ streckte er ihr frech die Zunge entgegen und lachte dann.


      Nachdem es endlich an der Zeit war und er wieder normal stehen konnte. Hörte er ihr aber mal zu und nickte dann. „Und diesen Bodyguard sollst du bekommen, ich habe bemerkt das die Leute angefangen haben vermehrt trainierter zu sein… das scheinen wohl die Umstände zu sein… oder… die fetten wurden schon alle von den Zombies verspeist.“ versuchte er ernst zu bleiben und seine Garstigkeit in Grenzen zu halten. Es war schwer aber bis auf ein einzelnes scharfes Geräusch, was das Lachen einleiten sollte, hatte er sich unter Kontrolle. Der Gedanke das ein dicker mit einem Döner in der Hand von einem Zombie wegrennen würde… war ein Gedanke, der ihn in die Hölle bringen würde, würde er diesen laut aussprechen. Bei ihren Worten, kam er ihr näher und stellte sich parallel zu ihr, vor ihr hin. Sein Blick war fragend und in seiner rechten Hand, war seine Pistole zu sehen. „Hast du denn eine Schusswaffe bei dir? Wenn nicht… dann nehm die hier, sie soll dich beschützen. Wenn ich es mal nicht kann, indem ich daran gehindert werde.“ der schwarze Lack der Pistole verschleierte diese im noch teils Dunkeln Raum, wobei die Kratzer und somit das freigelegte Metall, schillernd funkelte, als Lichtstrahlen darauf einwirkten und brachen.


      Folgend, lief er ihr hinterher. Ihre Geschwindigkeit konnte er derzeit noch nicht halten, was ihn derzeit mehr zum Stein als zum Hilfsmittel machte. Beim Lebensmittelmarkt angekommen, schaute er sich ebenfalls um. Das rufen von Sam, zog sein Blick jedoch sofort in ihre Richtung. Mit wenigen Schritten, kam er ihr näher und griff nach der Tomatensauce, musterte diese und schaute sie dann fragend an. „hast du eine Ahnung wo wir die zubereiten sollen? Mein letztes Versteck habe ich verlassen… und da war auch keine Küche oder eine Flamme…“ griff er dann nach den Nudeln und versuchte zu erkennen was für welche es waren, zum Lichtstrahl getorkelt, hielt er diese hinein und bewegte den darin sitzenden Inhalt mit dem Daumen auf und ab. „hmmm… in etwa 3-4 Portionen. Damit wären zwei Tage abgedeckt. Das ist doch mal garnicht so schlecht.“ wieder zu ihr gedreht, reichte er ihr die Packung und schaute ihr dabei tief in die Augen. Mit seinem Daumen zeigte er in die Richtung der süßwaren. Nicht sein Liebster Ort, aber dort lagen viele lang haltbare Zuckerlieferanten. „Ich hab dahinten den ein oder anderen verschlossenen Riegel gefunden… leider keine Protein Riegel, aber typische mit Zuckerglasur und Karamell. 25 Gramm in etwa, ist täglich für den Körper vorgesehen. Hmm, ein Riegel hat in etwa auf 30 Gramm… 9 Gramm Zucker? Wenn wir diese paar Riegel uns für mehrere Tage aufteilen, dürfte das unseren Körper stärken… auch wenn ich auf das Zeug überhaupt nicht stehe. Aber für dich könnte das relevant sein… weil so süß meine Lippen auch sein mögen, Zucker liefern sie nicht beim küssen“ war erneut ein Spruch den er nicht lassen konnte und somit in den Raum warf. Mit einem Hüftschwung, drehte er ihr den Rücken zu und wackelte absichtlich so stark mit dem arsch, das er das Gefühl hatte seine Hüfte auszurenken. Natürlich war dies gespielt und in keinster Weise Ernst gemeint. „Wie könnt ihr Frauen immer so mit dem arsch Wackeln, beim gehen? Ich hab bei 5 Metern schon das Gefühl ich hab mir was gebrochen“ legte er eine Hand an seine Hüfte und knetete die dort liegenden Muskeln etwas. „und wen hast du vorher kleiner genannt? Ich glaub ich muss dich mal besser erziehen hier… das geht ja mal garnicht, das du mich als klein bezeichnest.“ lachte er dann daraufhin und kam mit den Süßigkeiten im Schlepptau zurück. „Hey schau mal“ steckte er einen Riegel oberhalb ihres Oberteils, damit dieser in ihre Brust Gegend rutschte. Als gleichzeitigen Angriff pikste er sie immer wieder sanft in die Seiten und suchte den passenden Moment, um sie zu kitzeln. So viel gelächelt und gegrinst wie jetzt, hatte er definitiv schon ewig nicht mehr.

      Nachdem er zufrieden mit dem Werk war und sie in seinen Augen für einen Augenblick, genug geärgert hatte. Wurden seine Sinne auch wieder aufmerksamer. „Du sprachst vorhin von einem Wanderer laden, womöglich mit noch Klamotten drinnen? Lass uns mal dorthin gehen. Ich denke hier werden wir nicht mehr viel finden. Außer Insekten und Staub.“ verzog er dabei leicht die Nase und pikste ihr ein letztes Mal in die Seite, ehe er dann loslief und den Lebensmittelladen verließ.
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    • "Was zur Hölle soll eine echte Frau sein? Ich würde vorsichtiger sein, wenn ich du wäre, Mr. Wahnhaft", meinte Sam lauernd, dazu bereit, jedem an die Gurgel zu gehen, der ihr Geschlecht als Grund für Diskriminierung ansah, selbst alte "Freunde" waren keine Ausnahme. Kurz musste sie ihre innere Ruhe wieder finden, sie verlor viel zu schnell den Kopf und Haku konnte ja nicht wissen, dass die Witze ihr langsam das Hirn wegbrutzelten. Seinen nächsten Witz ließ sie an sich abprallen und zuckte dann mit den Schultern. "Ich weiß nicht ... eigentlich suche ich nur einen Weg nach draußen, aber das tun wir wohl alle. Diese verdammte Mauern und Schießtürme haben aber eine andere Idee", schnaufte Sam und erwiderte bei ihren nächsten Worten den Blick von Haku. Sie konnte das gespielte Entsetzen nicht lange aushalten und rollte erneut mit den Augen. Die Pupillen verschwanden kurz unter ihrem blonden Pony, bevor sie Haku wieder ansahen. "Ganz einfach: Sam." Sie deutete mit dem Finger auf sich und sprach ganz langsam, als würde sie mit einem Kind sprechen. "Haku." Sie deutete auf Haku und sagte nachdrücklich: "Keine Spitznamen. Vor allem nicht Prinzessin, da krieg ich eine Gänsehaut." Ihre letzten Worte waren nichtsdestotrotz von einem Lächeln begleitet. Seine ständigen Annäherung konnte sie zwar fortwischen, aber sie hatten auch nicht ewig Zeit in dieser gottverlassenen Mall. Wer wusste schon, was hier noch umherkroch. Gerade als sie daran dachte, stellte Haku eine wilde Theorie auf und Sams Augen wurden groß und rund, bevor sie angewiderte Töne von sich gab. "Ich hoffe, derjenige wurde währenddessen gefressen. Wie bei den Gottesanbeterinnen, wahnsinnig beneidenswerte Tiere", behauptete Sam mit einem Augenzwinkern.

      Überfordert von dieser schrägen Situation legte Sam den Kopf schief und runzelte die Stirn. "Kann es sein, dass du noch auf den Kopf gefallen bist auf dem Weg hierher? Haku, du kennst mich von Früher. Alles ist anders. Schraub mal ein paar Pferdestärken herunter, sonst muss ich noch einen Sims-Sticker für dich hier finden", drohte sie grinsend. Als er sie fragte, was ihre Unschuld so getrübt hatte, wehrte Sam zunächst ab, doch das Plappermaul schien auch noch penetrant zu sein. Sie stöhnte genervt und gab nach. "Ich hab meinen ersten von unzähligen Menschen am ersten Morgen nach der Bombe getötet, ist doch aber nichts besonderes. In dieser Stadt gibt es keine Unschuld mehr und wenn, dann existiert sie nicht lange. Ich bin also sehr froh, dass die süße unschuldige Samantha tot ist." Sam zwinkerte Haku zu. "Außerdem interessiert es mich auch viel mehr, wie der neue Haku ist." Dass der neue Haku aber anscheinend seinen Witze-Streak nicht beenden wollte, ließ Sam einfach geschehen und schlug Haku gegen die Schulter, funkelte ihn an. "Noch so ein Spruch und ich lass dich in einer Meute Zombies allein."


      "Nur die Harten kommen in den Garten, huh?"
      Sam zuckte mit den Schultern. "Wundert mich nicht, dass ab diesem Punkt nur noch Gefahren auf den Straßen umherlaufen. Das heißt aber auch, dass wir eine Gefahr sind. Das ist eigentlich ein ganz beruhigender Gedanke", lachte Sam und war von der Heftigkeit seines Lachen verwirrt. Aber er war in vielen Dingen verwirrend und auch das war keine Seltenheit, man lernte mit dem zu arbeiten, was man besaß. Sie sah auf, als Haku ihr näher kam und dann auf seine Pistole. "Thanks, ich bin versorgt. Aber nettes Spielzeug", schnurrte sie und schob die Pistole sanft mit seiner Hand zurück. Unter ihrer Jacke hatte sie ihre Zwillingskanonen, aber Sam hatte noch nie viel von Prahlerei gehalten. Wenn die Zeit gekommen war, würde er schon sehen, dass sie diesen Schutz gar nicht brauchte.

      Sie erwiderte seinen Blick und hörte ihm grinsend zu, wie er über Nudeln mit Tomatensauce sinnierte. Sam steckte die Konservendose in den Rucksack und nickte. "Ich hab eine Base in der Nähe, da könnten wir auch danach hin. Mit deiner Verletzung kommst du erst einmal nicht weit." Ihr Kopf folgte seiner Bewegung und sie sah zu den Süßigkeiten. Früher hatte Sam einen Sweet Tooth gehabt, aber jetzt waren es leere Kalorien, die nur hin und wieder in ihrem Rucksack verschwanden. "Deine Lippen würden sich eher mal über einen Labelo freuen"; schoss sie gnadenlos zurück. Sie erhob sich und folgte Haku in die Richtung, bis er seine Hüfte übertrieben stark bewegte und Sam für einen Moment stehen blieb. "Können wir bitte einfach vergessen, dass du ein Mann bist und ich eine Frau? Ich hab einfach nur Lust zu überleben, ohne hier einen Feminismus-Vortrag halten zu müssen." Sams Worte waren hart und fest, bis sie zu Haku wieder aufholte. Kurz bereute sie es, denn Haku versuchte ihr eine Riegel in den ohnehin ziemlich hohen Ausschnitt zu stecken. Sam holte jedoch aus und streckte den Arm aus, drückte Haku in die schmerzhafte Stelle zwischen dem Schlüsselbein und nahm ihm so für einen Moment die Luft. "Pfoten weg." Ihr Blick war klar und unnachgiebig, bevor sie die Muskeln wieder lockerte und schlichtweg nickte. Sam hielt nicht lange Gräuel, aber anscheinend musste sie Haku erst einmal erziehen, bevor sie ihn zu ihrer Base brachte.

      Aufmerksam ihre Umgebung beobachtend folgte Sam Haku die stehengeblieben Rolltreppen hoch. Die Mall war so leer, dass es Sam schon beinahe komisch vorkam. Kein einziger Looter oder Untoter? Ihr wären selbst die Untaten lieber, wenn sie eine Wahl gehabt hätte. "Bist du viel herumgekommen, Haku?", fragte sie auf dem Weg und stieß die Tür zum Trecking-Laden auf. "Ich hab von einem Widerstand gehört, die planen, ein Loch in die Mauern aufzureißen und zu entkommen. Aber die sind ein größeres Geheimnis als 9/11 ..." Vielleicht war Haku es ebenfalls leid, die Tage in einem furchtbaren Loop zu erleben und wollte aus diesem Höllenloch heraus. Vor ihnen erstreckte sich ein noch relativ gut aussehender Wanderladen. Die Waffen natürlich waren alle fort, aber die Funktionskleidung war wohl nicht genug gewesen. "Kleid dich neu ein. Wenn dir das Mädel alles gestohlen hat, kannst du gar nicht genug haben für den Anfang. Ich schau mal nach, ob ich noch einen Wasserfilter finde."
    • Haku

      Die Arme verschränkt, beobachtete er ruhig ihre Reaktion. Lehnte sich ans Regal und schaue sie gelassen an. „Eine echte Frau? Für mich persönlich, ist eine echte Frau, die sich nicht hinter Masken versteckt. Viele Frauen leiden leider unter den Einflüssen vieler Männer… sie verstellen sich, damit der Mann sie nicht ausnutzt oder sie wie ein Objekt behandelt. Viele halten sich zurück und es gibt leider auch Frauen die, die Tyrannei des Mannes stumm ertragen, ohne sich zu trauen ein Wort zu sagen.“ sein Blick wandte sich zum Boden, er dachte nach was seien nächsten Worte Waren und hob sein Kopf. Schaute Richtung der Kasse und sprach weiter. „Aber du sagst was dir nicht passt oder was du denkst. Keine Ahnung… vielleicht waren auch die Worte „echte Frau“ lediglich falsch gewählt. Man kann soviel in diese Worte reininterpretieren, sich viel schlechtes. Bitte entschuldige, ich rede oft unbedacht. Das war nicht meine Absicht. Meine Bezeichnung war aber definitiv positiv gemeint.“ er schubste sich wieder auf beide Beine und lief an ihr vorbei. Legte eine Hand auf ihre Schulter und flüsterte. „Und für mich ist eine Frau nur dann eine „echte Frau“, wenn sie nicht mit jedem x-beliebigen Mann schläft. Aber das trifft genauso auch auf die Männerwelt zu. Daher schenkt sich da nichts. Aber ich wurde halt einfach so erzogen“ nahm er dabei die Hand von ihrer Schulter und lief dann weiter. Ihr zuhörend, wühlte er weiter durch die Gegenstände. „was stört dich denn an Prinzessin? Du darfst mich „kleiner“ nennen und wenn ich dich Prinzessin nenne, was auf keinen Fall negativ gemeint war, das kotzen? Frauen sind komisch“ antwortete er drauf, während man in seiner Stimme hören konnte, das diese Gedankenversunken, gesprochen waren. „das hoffe ich tatsächlich auch, auch wenn diese Zombies nicht klar denken können, muss doch tief in ihrem Inneren, eine Art Unterbewusstsein herrschen oder? Also, auch wenn sie Leute fressen, muss doch irgendwie in ihnen ein Gedanke sich wehren… Gefühle oder sowas… keine Ahnung wie genau ich es beschreiben soll“ drehte er sich zu ihr, in der Hocke sitzend und eine leere Dose in der Hand haltend. Die Dose weggeworfen, federte er sich wieder nach oben und lehnte sich seitlich an das Regal an.


      Verwirrt starrte er sie an und lief abermals an ihr vorbei um die anderen Regale zu checken. „Was meinst du denn mit Sims-Sticker? Und hey, ich sage nur was ich denke oder meine zu denken. Das meinte ich vorhin…ich wähle oftmals Worte unbedacht. In meinem Kopf malen sich permanent Szenarien aus, die von einer Wahrscheinlichkeit begleitet werden. Und es ist eben Wahrscheinlich, das mein Herz für dich schlägt, daher meine Worte vorhin.“ wieder zu ihr gedreht, hob er zwei Finger, die er erklärend bewegte und sich etwas zu ihr beugte. „Nach all der scheiße hier, ist es ein Wunder das ich dich nicht anspringe, umarme oder schlimmeres mit dir mache. Also immer cool bleiben“ klopfte er dabei mit beiden Fingern an seine Schläfe und Signalisierte damit, das er glücklicherweise noch klar bei verstand war. „Es kann natürlich auch sein, das dein Gesicht einfach mein Herz überrumpelt hat und ich voreilig, reagiert habe. Aber wie gesagt, Herz und Kopf einigen sich oftmals nur ungern. So ist das halt eben“ war der Rücken wieder zu ihr gedreht, wo er beide Schultern zuckend hochhob und senkte. „und wenn du davon genervt bist, dich mit mir zu unterhalten, wo ich eigentlich normale Fragen stelle und dich nicht zu irgendwas zwinge…“wieder zu ihr gedreht, warf er sein Blick Richtung Tür, sein Gesicht war ruhig und von keiner Gefühlslage überrumpelt. „Ich zwinge dich nicht dazu, dich mit mir mitzukommen. Die Worte vorhin, sollten dir eigentlich ein Gefühl der Wärme schenken… das du mal in deinen Köpfchen, das Gefühl bekommst, jemand interessiert sich mal für dich und nicht nur für deinen hübschen Körper. Ich könnte auch einfach still sein und ein fick auf dich geben, verstehst du mich? Du hast du warst viel allein und das tat mir im Herzen weh und weißt du wieso? Weil ich menschlich geblieben bin und nicht wie der ganze pack da draußen.“ spuckte er dabei abwertend auf den Boden um klar zu machen, was er von den Leuten da draußen hielt. „Aber Ja… ich Versuch nur ein Mann zu sein und zu zeigen, das auch ein Mann für eine Frau da sein kann und euch wenigstens versucht zu verstehen und euch nicht benutzt oder so ne scheiße. Oder warum denkst du, das so ein Hübsches Gesicht noch Jungfrau ist?“ kurz übermannte ihn die Wut, schnell gemerkt, stoppte er jedoch das Thema und atmete einmal tief Durch. „Entschuldige, mein Kopf hat das alles grad mehr als Angriff gesehen, als es eigentlich war. Ich wollte dich nicht ankeifen oder so.“ war er wieder die Ruhe in Person. Kurz nachgedacht, lehnte er den Rücken wieder Richtung Regal. „Du hast so ein Schubladen denken? Faszinierend, hätte dich tatsächlich für klüger gehalten. Töten hat doch rein garnichts mit Unschuld oder schuld zu tun. Im Grunde genommen sind wir nicht mehr als sehr intelligente Tiere. Unsere Gesellschaft denkt bloß, das töten einen Schuld zuweist, das ist aber alles. Töten für sein überleben, ist Natürlicher Herkunft. Das machen Löwen mit Antilopen auch.“ verschränkte er dabei die Arme und lächelte sie Zuversichtlich an. Wieder vom letzten Regal abgestoßen, hingen die Arme locker und enttäuscht vom ersten Raums, rieb er sich beide Augen, mit Zeigefinger und Daumen. „leider war die Ausbeute hier sehr mager… aber immerhin haben wir für zwei Tage Nudeln“ die Faust gegen die Schulter gespürt, starrte er sie für einen Moment an. Die Arme verschränkt, blieb er felsenfest auf dem Fleck stehen. „Mach dir keine Sorgen, ich hab schon vorher begriffen, das du meine Witze nicht teilst, was den Humor betrifft. Naja ich und meine Jungs haben eben nur solche Witze gerissen… und wenn ich mich recht erinnere haben wir zwei ganze Frauen getroffen, die auch diese Witze mal teilten, alle anderen waren leider etwas verklemmter oder ihr Humor war von anderer Natur. Naja was soll’s, mach dir keine Sorgen. Ich werde allgemein meine Witze zurückfahren, daher alles cool. Du musst mich nicht an Zombies verfüttern.“ grinste er sie leicht an, jedoch hatte sein grinsen ein etwas schwächeren Ausdruck und teilte nicht seine Gedanken über das ganze. Schulter zuckend, steckte er die Waffe wieder weg. „Ich steh mehr auf den Nahkampf, die erfüllt nur ihren Zweck. Solang sie einem die kugel in den Kopf jagt… dann reicht es mir, ich muss nicht damit cool aussehen oder so“ erklärte er ihr mit ruhiger Stimme. „achja du sprachst von dem „neuen haku… ehrlich gesagt… hab ich keine Ahnung, beobachte mich und finde es heraus“ waren seine Worte etwas desinteressierte, sein Gedanken zu verschwenden, nur um zu überlegen was an ihm neu war, war nicht wirklich in seinen Interesse.


      Bei ihrem Spruch bezüglich seinen Lippen, legte er beide Finger darauf und ertastete der doch stark ausgeprägten Trockenheit. „ah… du hast es also doch Gesehen… ich hatte gehofft, es fällt nicht zu sehr auf, aber in den letzten Tagen, waren sie deutlich gereizter als sonst… total nervig…“ regte er sich dann leicht über die spröden Lippen auf und nahm die Finger von diesen. Sein Blick wieder auf sie gerichtet, hörte er ihr Gejammer an. „feminismus Vortrag? Willst du mich verarschen? Du bist ja noch verklemmter als anfangs vermutet… meine fresse… nur als kleiner Denkanstoß, es ist in Ordnung sich über jeden lustig zu machen, solang man in der Lage ist über sich selber zu lachen. Es ist aber nicht in Ordnung andere auszulachen. Frauen machen genauso gerne Witze über die Blödheit der Männer oder sogar die Einfalt, daher solltet ihr es nicht so krumm sehen, wenn Männer gegen euch schießen…“ leicht geschockt über ihre Reaktion, rieb er sich den Hinterkopf. //Das kann ja was werden mit der. Eventuell hier rauskommen, was Futtern und dann abhauen? Ich glaub das wäre die klügste Entscheidung// selbst ohne Luft in der Lunge, lächelte er sie weiterhin an. Kurz gewartet bis sie ihre Hände von ihm nahm, atmete einmal etwas tiefer ein und wieder aus. „Mit Gewalt löst du nur Gegengewalt aus, ist nicht so zu empfehlen, wenn du mich fragst. Und ja das mit dem Ausschnitt, wie gesagt alle sind gleich, bei meinen Kollegen hab ich es auch immer gemacht, du musst unbedingt aufhören, mich in die selbe Schublade zu werfen, wie du es mit anderen Männern tust. Sonst wäre ich dir schon längst an die Brüste gegangen oder so. Aber… das hab ich dir ja schon vorhin erklärt. Du musst lernen lockerer zu werden. Und damit mein ich nicht, das du zur schlampe werden sollst, einfach mal versuchen nachzudenken bevor du so Impulsiv handelst.“ blickte er zu sich nach hinten zu ihr, nachdem er weiter gelaufen war.


      Ihr bei ihrem Tritt beobachtet, nickte er stumm und folgte ihr in den Wander laden hinein. „Kann man so sagen. Das meiste würde ich liebend gerne vergessen… ich hab nur leid und elend gesehen, das war so ziemlich alles. Hab Leben genommen, aber auch manchmal Nahrung gegeben oder jemanden gerettet. Ich war an der Mauer, aber auch sonst in der ganzen Stadt. Hab eine Gang geführt, war auf Raubzügen… es war ein All inklusive Paket sozusagen, rundum sorglos Service.“ sich im belichteten Wanderladen umgeschaut, hörte er ihr dennoch aufmerksam zu und setzte sich auf einen Podest, der eigentlich für bekleidete Puppen vorhergesehen war. „ah du sprichst von Embrace… ja ich hab davon gehört und auch schon den Kapitän gesehen. Ein bescheuerter Name, wenn du mich fragst… aber er hatte mir erklärt das dieser Name, dafür steht, das sie damit die kommende Hoffnung umarmend, entgegen laufen wollen. Er war sich mit seinem Plan sehr sicher. Ather hieß er, ich kann dich zu ihm führen, wenn du dir das ganze mal anschauen willst. Ich habe für ihn paar Tage als…“ den Satz gestoppt, sprach er ihn auch nicht aus und stand dann wieder auf. „Scheiß drauf, ist eh nicht wichtig“ aufmerksam, schaute er sie an und bestätigte ihren letzten Satz mit einem stummen Nicken, ehe er begann sich die Kleidung anzusehen. Bei den Shirts angekommen, zog er seine Klamotten oben rum langsam aus. Den vernarbten rücken in den Raum gerichtet, konzentrierte er sich nur darauf langsam das neue Shirt in der Größe L anzuziehen. Hauteng, schmeichelte es seinem Körper sehr. Zufrieden von der Leichtigkeit und der hohen Qualität, zog er es wieder aus. Reflexartig legte er eine Hand auf seinen Bauch und versuchte einmal durchzuatmen. Als die Schmerzen wieder verschwanden, zog er seine normalen Klamotten, wieder an und stopfte das Shirt in seinen Rucksack. Den Gang weiter inspiziert, kam er bei Handschuhen an, welche wo die Finger abgeschnitten war und welche wo komplett die Hand umhüllte. Von Beiden Sorten je zwei paar mitgenommen, stopfte auch er beides in den Rucksack. Leicht aufgeschreckt wurde er jedoch als ein leichtes grummeln hinter dem Regal hervorkam. Mit leisen Schritten, lief er um das Regal herum. Ihm war sofort bewusst, was er gleich sehen würde. Aber mit dem Anblick hatte er nicht gerechnet. Ein Kind was sich von einem Erwachsenen ernährte. Mit großen Augen starrte er das leicht verweste Kind an. Sein Herzschlag erhöhte sich sofort und sein Puls schlug in den Hals hinauf. Ein Schritt nach hinten gemacht, blickte er dieses Ereignis, wie angewurzelt an und verharrte in dieser Position. Mittlerweile hatte das Kind ihn bemerkt und stand auf, mit langsamen Schritten lief es keuchend auf den jungen angewurzelten Mann zu.
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    • Neugierig hörte Sam Hakus Werdegang zu und fragte sich, warum sich ihre Wege nicht schon viel früher gekreuzt hatten. Schließlich waren sie wohl beide ordentlich herumgekommen. Sie selbst wusste nicht, wo sie überall schon war, aber sie hatte eine Menge Zeit gehabt, um die Stadt zu entdecken, die für sie eigentlich irgendwann einmal Freiheit bedeutet hatte und sie jetzt nur noch in ihren Fängen festhielt. "Oh ja, mit All you can kill und anderen Attraktionen wie das giftige Säurebad, die hungrigen Kannibalenclubs und nicht zu vergessen: Death inclusive", scherzte Sam und grinste Haku dann an. "Dann hab ich mir ja immerhin einen fähigen Bodyguard angelacht, mit einem beeindruckenden Lebenslauf. Sag mal, was hast du vorher eigentlich gemacht? Vor Day Zero?" Sam war an diesem Tag so schlecht gelaunt gewesen, dass sie nicht viele Fragen gestellt hatte. Aber wie hatte man auch gute Laune zu haben, wenn man durch seinen ersten Kurs wegen Schwänzen gerasselt war? Es war so merkwürdig, über ein altes Problem nachzudenken. die Universität war so weit weg, obwohl das Gebäude noch stand, aber Sam konnte sich nicht einmal mehr an den Geruch der Bibliothek erinnern und dabei hatte sie diesen Ort noch am liebsten gehabt. Langsam schon Sam eine Hand unter ihren Mantel und sah sich um, während Haku ein Stück vor ihr voraus ging. Sie senkte die Waffe, als er von Embrace sprach und legte den Kopf schief. Warum brach das Plappermaul plötzlich so ab? Hatte er doch sonst kaum eine Schmerzgrenze. "Als was hast du für ihn gearbeitet? Dann kannst du mir ja auf jeden Fall sagen, ob es ein Himmelfahrtskommando ist oder ob ich mit denen endlich hier verschwinden kann. Ich renne lieber durch einen Kugelhagel, als nochmal einige Jahre hier zu versauern." Als er sich umdrehte und die Sachen begann zu inspizieren, wandte auch Sam sich um und suchte nach möglichen Wasserfiltern. Es war wohl jemand vor ihnen hier gewesen, den ab einem Abschnitt zwischen den Badesachen herrschte völliges Chaos. Sam beugte sich hinab und hob einen der Badeanzüge auf, fragte sich verwirrt, wer Interesse daran hatte, XXL-Bademode völlig zu zerfetzen? Das hässliche Blumenmuster hing erbärmlich an ihrer Hand herunter, bevor ihr ein rettender Gedanke kam. "Oh shit, Haku." Sam wandte sich um und lief zurück zu dem Punkt, an denen sie sich getrennt hatten. Sie konnte ihn nicht entdecken und fluchend suchte Sam den Weg nach oben, sprang auf eines der Regale und bewegte sich nun über allen potentiellen Köpfen hinfort, betete, dass die Regale sie aushielten, bevor sie angekommen war. Ein warnendes animalisches Knurren ließ sie ihren Kopf zur Seite schnellen und der Rest des Körpers folgte. Im Laufen zog Sam ihre Zwillingskanonen und konnte just in diesem Moment den Kopf des verwesenden Kindes über Hakus viel zu hübschem Gesicht sehen, um jetzt auch noch gefressen zu werden. Der erste Schuss ging in den Kopf, der zweite Schuss zwei Zentimeter darunter, nur um noch einmal sicherzugehen, dass die Untoten dieses Mal auch tot blieben. "Ich hab dein Leben jetzt zweimal gerettet", stellte Sam von oben fest und grinste über das blutverschmierte Gesicht ihres neuen Begleiters. "Also wenn ich jetzt nicht wirklich was gut bei dir habe, dann weiß ich auch nicht." Mit einem gekonnten Sprung landete die junge Frau auf dem Boden und hielt Haku ihre Hand hin, zog ihn auf die Füße und drehte sich zu dem Zombiewesen um. "Es ist so komisch, so junge Zombies zu sehen. Mir ist es lieber, wenn sie alt und hässlich sind - und am besten haben sie einen Schnauzer, aber so jung ...", murmelte sie und drehte das Kind mit dem Stiefel um. Die Hälfte ihres Gesichts war verwest, die andere zeigte ein junges Mädchen mit dem ein oder anderen Traum.
    • Haku
      bei ihren Scherzen musste er tatsächlich lachen und kicherte leise ihr zu, seine Augen schlossen sich dabei leicht und ein freundliches Lächeln war danach noch zu sehen. „Die waren spitze, die muss ich mir merken“ musste er dann wieder leicht lachen und grinste sie ab dann zufrieden an. Bei ihrer Frage, blieb er kurz stehen und starrte sie an. „Was ich vorher gemacht habe?“ bedrückt schaute er weg und wurde beim reden etwas leiser. Der Selbsthass war klar in seinen Augen zu sehen. „Ich… habe Geld gemacht… ja, das trifft es glaub am besten zu“ war seine knappe Antwort ehe er ihr dann leicht wütend in die blickte. Die Wut die in ihm loderte, war rein auf sich selber gerichtet, schlagartig änderten sich seine Augen, wie er realisierte das seine Gedanken abschweiften. „und wie sieht es denn bei dir aus? Hast du Zwischenzeitlich die parallelwelten gerettet, bevor Day Absturz eintraf?“ grinste er sie dann wieder unschuldig an und verschränkte dabei die Arme.


      „Todesbote“ war seine ehrliche aber doch knappe Antwort auf ihre Frage, ein Blick schenkte er ihr dabei nicht und wühlte in den Regalen rum. „sie sind ein sehr sehr sehr gut organisierter Haufen voller Idioten, jedoch fehlt es ihnen massig an Materialien und geschickte Arbeiter. Die meisten sind bereit in den Kampf zu ziehen und für ihre Frauen und Kinder… was zumindest davon noch verblieben, zu kämpfen. Aber Sachen bauen kann da niemand, daher haben sie keine Bomben oder EMPs um die automatischen Geschützen lahmzulegen.“ hob er dabei eine Mütze etwas in die Luft und hielt sie gegen das Licht was in den Raum schien, drehte dabei seine Hand hin und her, soweit es sein Knochen zuließ. „Ich hab ihm gesagt, sobald genug Materialien vorhanden sind, kann ich ein EMP oder mehrere bauen, das ist kein Problem.“ packte er dann schlussendlich die Mütze ein. „Aber bis jetzt, keine Nachricht von ihm und das ist schon Wochen her… entweder kriegen die, die Beschaffung nicht in den Griff oder sie sind alle Tod, das weiß ich nicht“ lief er dann weiter.


      Nicht reagierend was sie sprach, war er Wie geflashed. „Nein nein nein… nein nein…“ er fiel auf seine Knie und krabbelte zum Mädchen. Er drehte sie um und legte zwei Finger um ihr Namensschild auf der Brust. „Nein nein…“ seine Augen zitterten und seine Hände waren in Blut getränkt, Tränen liefen seine Wange herunter. Er krabbelte zum Mann und starrte diese An. Komplett geistesabwesend schaute er zwischen dem Älteren Mann und dem Kind umher. Mit beiden Händen griff er nach der Kleidung und zog sie damit leicht nach oben, vergrub sein Gesicht darin und kniff beide Augen zu, knirschte mit den Zähnen und musste sich mit aller Kraft zusammenreißen nicht laut zu schreien oder zu weinen. Bilder schossen ihm durch den Kopf. Den Witz von ihr realisierte er garnicht. Der Tag vor Day Zero, die kleine Dame am Straßenrand mit blutigen Knie gefunden. Ihr die Tränen abgewischt, angelächelt und ein Pflaster besorgt. Der Tag an dem er das erste mal ein kleines Mädchen Huckepack nahm und durch die Stadt lief um ihren Opa zu finden. Er kaufte ihr ein Eis und sah mit einem Lächeln zu, wie sie sich freute. Zusammen mittag gegessen, als dank des alten Herrn. Das Kind weinen gesehen, als er in der Nacht nachhause musste. Den Finger nicht von ihr lösen können, so stark war ihr Griff. „Wieso…? Warum nur…?“ aus purer Trauer wurde reine Wut, seine Aura brannte förmlich und er hob sein Gesicht. Sein Gesicht wanderte wutentbrannt zu Sam. Die Augen geschlossen, vergrub er wieder sein Gesicht in die Kleidung und verharrte für mehrere Minuten darin. „sie hat mir erzählt was sie später werden wollte… wir haben Eis gegessen…wir haben zusammen gegessen… fuck Sam… mein Herz bleibt gleich stehen… weißt du was sie werden wollte? Erzieherin in einen Waisenhaus… weil sie selber eine Waise war… sie wollte der Welt was gutes geben… fuck…“ nach weiteren Minuten, beruhigte er sich wieder und stand auf. Seine Augen knallrot von den salzigen Tränen, warf er sich die Kapuze über, den Blick gemieden, blickte er weg und setzte die ersten Schritte an. Seine Stimme war so ruhig, so leer, zutiefst traurig. „komm gehen wir weiter… hast du deinen Wasserfilter gefunden?“ war seine Frage gerade noch so laut, das man es verstehen konnte. „und ja… du hast was gut bei mir… hau mich einfach an wenn du was brauchst“ zog er seine Kapuze weiter nach unten und lief weiter, durch die ruckartigen Bewegungen, hatten sich die Schmerzen wieder verschlimmert und die Stiche im Inneren wurden stärker. Die Hand auf sein Bauch gelegt, taumelte er leicht hin und her. „wenn du hier im Wanderladen noch was brauchst… schau dich ruhig um, ich warte vor dem Laden. Ich muss kurz meine Gedanken sortieren…“ war seine Stimme leise und kratzig. Durch mehrmalige Pausen, kam er nicht weit. Sein Gesicht war blass und seine unteren Augenlider angeschwollen.
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    • Sam hatte nicht gedacht, dass der Gedanke an Vorher so schmerzhaft sein konnte. Doch in Hakus Augen loderte Wut, die sie noch nie in Bezug zu Vorher gesehen hatte. Normalerweise blickten Menschen sehnsüchtig in die Vergangenheit, schwärmten von ihrem Job, ihren toten Freund*innen und dem großen Haus, welches nun weniger als Asche war. Aber Wut war etwas Neues. Sam legte den Kopf schief und entschied sich, nicht weiter nachzufragen. Haku schien nicht der labilste Genosse in dieser namenlosen Stadt zu sein, seine Emotionen sprangen von links nach rechts und oben und unten. Als auch dieser Blick fort war und durch einen anderen ersetzt wurde, zuckte Sam mit den Schultern. "Ich habe nichts gerettet außer mir, denke ich. Und vorher war ich auch wenig hilfreich, ich hab Kunst studiert." Ein Fachbereich, der ihr wenig am Ende der Zeit nutze.


      Und schon wieder legte Sam den Kopf schief. Was zur Hölle sollte ein Todeszone sein? Die Gangs und Organisationen waren so verwinkelt und so verzwickt, dass Sam sie noch nie verstanden hat und meistens einen großen Bogen um sie herummachte. Aber um durch die Mauer zu kommen, brauchte sie einen von denen, das war ihr klar. "Hmmm ..." Aber so wie es aussah hatte Sam auch da wenig Glück. "Und ich dachte, immerhin die haben etwas aufzuweisen, was ich nicht auch selbst kann. Vermutlich werden Menschen in Gruppen einfach verrückt und kriegen deswegen nichts gebacken." Hakus und ihr Weg schieden sich und Sam hatte noch einen Blick nach hinten geworfen, konnte Haku jedoch nicht mehr sehen.

      So langsam wünschte sich Sam, dass sie bei Haku geblieben wäre. Dann hätte sie das Zombiekind nicht töten müssen und diese Flut an Gefühlen entgegentreten. Wie eingefroren stand Sam da, hielt die Arme verschränkt und die Zwillingswaffen noch in ihren Händen. Sie bereute auch, nicht etwas sensibler gewesen zu sein. Schließlich waren alle Zombies mal wessen Tochter und Schwester gewesen. Langsam ging sie auf Haku zu, hörte seinen wehleidigen Worten zu und hielt eine Hand auf seiner Schulter. "Es macht keinen Sinn ... sie war schon lange tot, bevor sie hier gelandet ist. Vielleicht ist sie Erzieherin im Himmel oder hat ihre Eltern wieder getroffen - wenn sie an den Himmel glaubt." Ihre Worte wären unsicher, hatte sie doch keine Ahnung, wie man jemanden tröstet. Normalerweise gab es wenige Menschen, die ihre Gefühle frei herausließen. Überrascht blieb sie stehen und sah Haku nach. Na hoffentlich haut er nicht ab ... Hat ihn ja doch ziemlich mitgenommen. Sam warf einen letzten Blick auf das Mädchen und schloss ihre Augenlider.

      Sam drehte sich um und folgte dem Weg. Überaschenderweise sah sie Haku schon viel früher als vor dem Laden und sie runzelte die Stirn. "Hey, you good? Du gehst jetzt nicht in den Rage-Modus und wirst gefährlich oder so?", scherzte sie unsicher und hielt dennoch gebührend Abstand, während sie die Sachen weiterhin in ihren Rucksack verstaute. "Und nun? Hast du Termine?" Ein weiterer Scherz, der diese angespannte Stimmung lockern sollte, auch wenn es wenig gab, womit man sich gegenseitig aufmuntern konnte.
    • Haku

      Die Augen fest verschlossen, hörte er ihren Worten zu und nickte dann vorerst stumm, öffnete jedoch danach seinen Mund. „Ja du hast recht… das macht keinen Sinn, ich muss sie gehen lassen.“ aufgestanden, schaute er mit betrübtem Blick zum toten Mädchen. „Ich hoffe das sie dort, wo sie auch sein mag, ihre Bestimmung wiedergefunden hat und dem hinterher eifert, was sie am liebsten getan hat. Danke Sam, auch wenn du echt kacke um trösten bist, hat deine Stimme mich beruhigt“ hob er dezent die Mundwinkel, und schaute sie mit jeweils einer Träne im Augenwinkel an. Seine Zähne strahlten in einem hellen weiß und ohne scheu zeigte er, die kleine Lücke zwischen seinen Lippen.


      Zu ihr geschaut, nickte er und konnte sich ein leichtes Kichern nicht verkneifen. „Ich werde gleich zu Hulk pass nur auf. Nein alles gut, egal wie sehr ich auf dem Boden aufpralle, bezüglich Tatsachen. Ich verarbeite schnell. Ich bin nicht so der Typ, der wegen etwas mehrere Stunden rumheult.“ funkelte er sie wieder mit dem alten Lächeln an. Sein Gesichtsausdruck legte sich dann nachdenklich, während er auf den Boden blickt. Sein Rücken war gerade und so nahm er eine stehende Denker Pose ein, Finger unter sein Kinn gelegt, rollte danach sein Blick zu ihr. „Ich wollte dich auf ein Kaffee einladen. Aber sonst… ich glaube nichts nein. Außer mich mit dem typischen Straftäter zu prügeln, wenn es um das letzte Fleisch geht. Leider zieh ich immer den kürzeren… kann ja schlecht eine Katze schlagen“ scherzte er dann leicht und öffnete die Tür, die beide hinausbegleiten sollte. Noch bevor er den ersten Schritt in die Halle setzen wollte… plötzlich Schritte die immer lauter wurden. Den Arm auf Sam gehalten, zwang er sie damit anzuhalten. Ein Finger auf seine Lippen gelegt, blickte er sie so an und gab ihr ein Zeichen still zu sein. Adrenalin schoss durch seinen Körper wie ein einschlagender Blitz. Schnell nachgedacht griff er nach einer dose, die sich in unmittelbarer Nähe befand. Das Gewicht geprüft und somit sein wurfwinkel berechnet, wartet er geduldig auf diese Schritte, bis sie Laut genug waren und er sich in Bewegung setzte. „Warte ein Moment hier, gleich wieder da und hoffentlich dann mit mehr Proviant“ schaute er ihr tief in die Augen. Eine huschende schnelle Bewegung, brachte ihn dazu schnell den Laden zu verlassen.

      Die Person identifizierte, sah er sofort das es sich um eine körperlich sehr kräftigte Person handelte, die sich im näherte. Den Moment abgewartet, legte er harmlose Knallkörper in die Dose und im richtigen Moment, zündete er diese an und rollte die Dose, durch das umwickelte Plastik fast lautlos. Den Augenblick abgewartet als diese anfingen darin loszugehen, wurden viele Schüsse simuliert, was den Mann in Deckung zwang. Seine eigene Deckung verlassen, rannten er auf diese Person los. Zu seiner Deckung geslidet, stellte er ein Fuß auf den umgeworfenen Getränkeautomat, wo hinter der Fremde sich Deckung suchte. Ein vorwärtssalto, brachte ihn schließlich hinter den Mann. Den Lauf der Pistole ihm an den Kopf gehalten, hob der Fremde nur beide Arme und stand langsam auf. „was suchst du hier? Auf der Suche nach Nahrung oder eher auf der jagt nach jemanden, Huh?“ wurde seine Stimme sofort überlegen und aggressiv. Er fuchtelte der Pistole leicht, um dem Fremden klar zu machen, das dieser sich umdrehen sollte. Sein Rücken vor Augen, trat er mit voller Wucht in die seite des rechten Beines um diesen zu brechen. Ein Schrei hinterließ der Fremde nicht, kippte nur um und legte beide Hände an sein Bein. Das fletschen seiner weißen Zähne, war das einzige was der Fremde momentan hervorbringen konnte. „Oh, tut es dem Mann weh? Was hast du da in der Tasche?“ Mit einem Griff, zog er ein Foto von Sam hervor. Starrte es für einen Moment regungslos an und lief dann rot an. Mit einem großen Fuchteln, versuchte er nicht mehr auf das Foto zu starren und zerknüllte es in seiner Hand. „Du bist widerlich… sag aufwidersehen und allen hallo, die mit dir in der Hölle schmoren. Perverser bastard“ den Lauf der Pistole in eine Plastikflasche gehalten, dämpfte er etwas die Lautstärke des Schusses. Er sah genau zu wie die Kugel den Kopf des Mannes durchbohrte. Ein dichter Rauch entwich der Flasche. Das zerknüllte Foto, fiel zu Boden und so warf er dann die Flasche auch weg. Ohne groß nachzudenken, steckte er die Pistole weg und zog ihm den Rucksack aus. Einmal geöffnet, schüttete er alles aus, was sich darin befand. Ein Schwall von Fotos von halb nackten Frauen und Männer offenbarte sich ihm. Das ein Foto von Haku selber sich darunter befand, war ihm noch nicht klar und so starrte er den Haufen mit knallroten Kopf an. Einmal alle weggeschoben, rutschte ein Foto von ihm in die Richtung der junge Dame, die auf ihn zulief. Zwei Cola Flaschen, eine Vodka Flasche und zwei Schlachten mit Zigaretten waren die einzige Beute, die er fand. Enttäuscht rieb er sich den Hinterkopf und setzte sich auf seinen Hintern. „verdammter versoffener hurensohn… du warst nutzlos… nicht mal was zu essen dabei… scheiße…. Hey Sam! Der Typ hat nur Vodka, Cola und Zigaretten bei sich gehabt. Willst du irgendwas davon?“ legte er alles zurecht und stand dann auf, sein Gesicht war etwas Blutverschmiert, jedoch bemerkte er es nicht und schaute sich nochmal etwas genauer um, nicht das sie beobachtet wurden.
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