Avatar - Die Rückkehr der Elemente [Lucy & Aiden]

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    • Avatar - Die Rückkehr der Elemente [Lucy & Aiden]

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      Die Rückkehr der Elemente



      Sarnai

      In den letzten Tagen waren Sarnais Gedanken oft bei dem Baum der vier Jahreszeiten gewesen. Ständig hatte sie seltsame Träume von diesen verfluchten Ort, die sie selbst während des Tages kaum los lassen konnten. Die junge Frau war noch nie an diesen Ort gewesen, die Geschichten die darüber erzählt wurden hatten sie immer abgeschreckt. Sie war nie wirklich die Person gewesen, die sich selbst als unwahrscheinlich mutig bezeichnen würde. Vor allem nicht, wenn dort Leute aus dem nichts tot umfielen, oder für immer von Alpträumen geplagt wurden.
      Die Geschichte die Sarnai am häufigsten gehört hatte, war von einen augenlosen Monster, das den Leuten die es verärgerten - und das funktionierte ganz schnell- die hässlichsten und schrecklichsten Dinge zuflüsterte, bis sich die Leute ihre eigenen Augen herausrissen.
      Bei dem Gedanken schauderte es sie. Sie konnte sich nicht erlauben zu viele Gedanken daran zu verschwenden. Es lenkte sie nur von ihrer eigentliche Aufgabe ab... Sie musste die neuen Bücher ins System aufnehmen, Kennzeichnen und dann an die richtigen Stellen bringen. Es kam nicht oft vor, dass sie hier hin neue Bücher bekamen, und die Spenden selbst waren meistens kleiner. Bei den kleineren Spenden konnte man auch immer gut den vorherigen Besitzer der Bücher Fragen in welche Kategorie was gehörte doch hier? Nun Sarnai musste jedes Buch einzeln überfliegen, um es richtig zu ordnen zu können. Die Arbeit daran würde sich sicherlich über mehrere Tage ziehen, vor allem wenn man bedachte, dass Sarnai zwischendurch auch immer wieder einmal den verschiedenen Besuchern helfen musste.
      Schülern die für ihr Referat Informationen brauchten. Junge Studenten die an ihrer Doktorarbeit schrieben, oder Autoren die nach Inspiration suchten. Die Leute die nur aus Spaß herkamen, sahen sich ohnehin immer gerne alleine um, und es kam nur selten vor, das jemand wirklich eine Empfehlung von ihr verlangte. Vielleicht schreckte Sarnai die meisten auch etwas ab, denn man konnte annehmen sie sei eine strenge Bibliothekarin, bei den ernsten Blick den sie immer drauf hatte. Sie machte es mit Absicht, denn sie wollte tatsächlich mit so wenigen Menschen reden müssen, wie sie konnte. Die Anwesenheit von Anderen machte Sarnai immer etwas nervös, und dann überkam sie unweigerlich die Angst, dass sie erfahren könnten was sie eigentlich ist. Und wenn das alles passierte war es ihr kaum möglich die Flamme in ihr klein zu halten und sie fühlte sich so als würde sie verbrennen. Einmal war ihr soetwas Zuhause passiert, gerade als sie abgewaschen hatte, und das ganze Wasser hatte begonnen zu kochen.
      Sarnai schnappte sich dann einen Stapel der neu eingetroffenen Bücher, und nahm sie mit nach vorne mitnahm, zu der kleinen Theke hinter der sie immer saß, um die restliche Bibliothek im Blick behalten zu könnn. Dort waren auch die Register und vorhin hatte sie sich auch die Einbände zurecht gelegt, die sie dann ordentlich beschriften konnte.
      Sarnai nahm sich dann auch das erste Buch, und auch wenn sie es nur überfliegen wollte, begann sie es zu lesen. Niemals hätte sie erwartet so ein Buch in den Händen zu halten.
      Es war ein Buch das über die vergangene Zeit ging. Über die Avatare die es schon lange nicht mehr gab.
      Eigentlich müsste Sarnai dieses Buch vernichten, stattdessen legte sie es zur Seite. Sie würde es gerne bis zum Ende lesen, und dann würde sie es irgendwo in den Archiven verstecken müssen, denn auch wenn Sarnai sich dafür schämte eine Bändigerin zu sein, auch wenn es ihr eine wahnsinnige Angst einjagte, fühlte sich dieses Buch ein bisschen so an, wie eine Familie.



      Roshan

      Roshans Tag bestand zum größten Teil aus Routine.
      Jeden Morgen früh aufstehen, Trainieren, Essen, und dann ging es darum Informationen über die letzten verbliebenen Bändiger zu finden. Und wenn es nicht das war, war er dazu eingeteilt die eingesperrten Bändiger zu bewachen. Das war de langweiligere Teil seines Berufes, denn die meisten hatten ihre Hoffnung schon aufgegeben und existierten nur noch vor sich hin. Es war unschön anzusehen, aber Roshan wusste, dass es das richtige war. Es durfte einfach nicht sein, das jemand die Kontrolle über ein Element haben sollte, es war gefährlich für all die jenigen die es nicht konnten.
      Feuerbändiger konnten eine ganze Stadt niederbrennen, Menschen in ein Häufchen Asche verwandeln. Wasserbändiger waren im Stande das Blut der Menschen zu bändigen, und ihnen somit ihren Willen aufzuzwingen, sie konnten sie ertränken oder erfrieren lassen. Erdbändiger konnten ganze Landstriche erzittern lassen, und mit einer Bewegung konnte man von einen Felsen zerquetscht werden. Und Luftbändiger? Roshan wollte gar nicht daran denken. Wie sie einen die Luft aus den Lungen zogen, und man einfach auf der Stelle erstickte. Das waren Mächte die keiner besitzen sollte.
      Und sie alle konnten erst in Frieden leben, wenn alle Bändiger hinter Gitter waren. Und Roshan tat seinen Teil um dabei zu helfen.
      Auch heute tat er es, und las sich gerade einige Berichte durch. Sie bestanden viel über das Hörensagen, und über einige Legenden des Landes. Immerhin steckte in jeder Geschichte und jeder Legende ein kleines bisschen Wahrheit. Man musste nur lernen zu erkenne, was genau die Wahrheit an den Geschichten war.
      In einen der Berichte die Roshan las um Hinweise zu bekommen, ging es um den Baum der vier Jahreszeiten. In dem Moment fielen ihm auch wieder die komischen Träume ein, die er die letzten Tage über schon hatte. Er konnte das Gefühl nicht abschütteln, dass die beiden Sachen zusammen hängen konnte.
      Immerhin gab es viele Geschichten über diesen Baum, es war wichtig das Roshan nun begann die Quellen dafür zu finden. Vielleicht gab es dort wirklich jemanden, oder vielleicht würden sich dort gelegentlich Bändiger herum treiben?
      Roshan würde es früher oder später herausfinden.




      Vorstellung

      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • Sachi

      Sie hatte schon wieder so wenig geschlafen, aber Sachi versuchte es sich gar nicht erst anmerken zu lassen, denn sie musste sich fertig machen, um in dem Altersheim auszuhelfen, in dem sie gerne nebenbei jobbte. Klar, ihre Familie hatte eine Schmiede und sie konnte dort ein wenig aushelfen, vor allem auch Geld dazu verdienen, aber allein wegen der Selbstständigkeit verbrachten sie so viel Zeit miteinander und so langsam wurde es dann doch zu viel. Ein wenig unter die Leute zu kommen und sich auch mal mit etwas anderes zu beschäftigen war einfach das, was der jungen Frau fehlte und so ging sie drei Mal die Woche dahin. Das Geld war nicht sonderlich viel, es war aber in Ordnung und allein die Abwechslung war es wert dort hin zu gehen, die älteren Herrschaften erzählten auch tolle Geschichten, die man nur zu gerne hörte, jedenfalls Sachi.
      Sie lief die Treppe runter und betrat die Küche, in der ihre Eltern schon saßen und frühstückten. Ihr Bruder fehlte, aber dieser würde jeder Zeit gleich runter kommen, ganz sicher. Ob er das gleiche träumte, was sie träumte? Sie hatte sich bisher nie getraut auch nur ein Wort darüber zu verlieren, dass sie bändigen konnte, noch nie in ihrem Leben, aber dieser Baum.. Hide hatte ihn schon einmal erwähnt, er hatte auch schon einmal erwähnt, dass er nicht wirklich schlafen konnte. Was es wohl bedeutete? Der Baum war nicht der Ort, an dem man gern hin ging, oder gern gesehen wurde, man sollte verrückt werden, wenn man sich zu lange dort aufhielt, erblinden, oder ganz das Leben verlieren. Ob Sachi an die Geschichten glauben sollte, oder nicht wusste sie selbst nicht wirklich, sie war verwirrt und konnte vor allem nicht wirklich verstehen, was das die Träume ihr sagen wollten. Sie träumte doch sonst nie..
      "Guten Morgen", begrüßte sie ihre Eltern und setzte sich an den Tisch, ihre Mutter schenkte ihr ein warmes Lächeln, ihr Vater war mit der Zeitung abgelenkt, ein normaler Morgen, wie immer, ihre unwissenden Eltern, Frühstück und ihr Bruder, der wie immer die volle Aufmerksamkeit auf sich zog.

      Hide

      Er war schon ein wenig länger wach und hatte sein Tagebuch in die Hand genommen, um das zu notieren, was er gesehen hatte. Er schrieb dort öfter seine Erfahrungen mit dem Bändigen und ähnliches rein, war aber schlau genug es versteckt zu halten, denn sollte das herauskommen, dann würde er dort landen, wo auch alle anderen Bändiger gelandet sind. Was dann aus seiner Familie werden würde? Er konnte ja nichts dafür, dass er es konnte, dass er so geboren wurde, immerhin konnten seine Eltern beide nicht bändigen, sie waren einfach ganz normale Menschen.
      Hide schrieb von dem Baum, den er mal wieder gesehen hatte, ob er mal hin gehen sollte? Er glaubte die ganzen Geschichten nicht, die sich erzählt wurden, er glaubte auch nicht daran, dass er verrückt werden würde, oder stirbt, wenn er hin geht. Nein, viel mehr glaubt der Mann, dass da vielleicht mehr hinter steckt, als sie alle glauben. Er beschließt für sich hin zu gehen, es mal zu sehen und zu erfahren, wie es sich dort wirklich anfühlt. Selbst wenn er sterben sollte, das wird er auch wenn heraus kommt, dass er bändigen kann, was hatte er da zu verlieren, außer die Wahrheit vielleicht für sich zu entdecken?
      Er nahm die Treppe runter und entdeckte seine Familie, die schon an dem Tisch saß, um zu frühstücken. Sie kamen selten dazu zusammen zu Mittag zu essen, Abends wollten meistens alle ihre Ruhe, da war das gemeinsame Frühstück schon eine Art Tradition. "Guten Morgen", begrüßte er freudig die Familie und gab seiner Mutter einen Kuss auf die Wange, bevor er sich neben seine Schwester setzte. "Guten Morgen, du bist so gut drauf", merkte seine Mutter an und reichte dem jungen Mann die Kanne mit dem Kaffee. Er grinste, bevor er nickte. "Ich habe es schon wieder geträumt", gab er zu und nahm die Kanne, um sich etwas davon in seinen Becher zu schütten. "Das vierte Mal hintereinander, das ist ein Zeichen". Seine Mutter blickte besorgt zu ihm, die Idee gefiel ihr überhaupt nicht. "Hide", fing sie an, doch dieser schüttelte mit dem Kopf. "Nein, Mom, ich habe es mir gut überlegt, wirklich.. Ich kann nicht dafür verhaftet werden, wenn ich dort aufkreuze und mich einfach nur umsehe... Aber ich denke, dass ich da hin muss, wirklich, ich spüre es hier tief drin". Er deutete auf seine Brust, damit auch auf sein Herz. "Ich will mich wirklich nur umsehen".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Roshan

      Seine Finger begannen sich langsam trocken anzufühlen, als er endlich durch den Stapel der restlichen Berichte gekommen war. Es waren nicht wenige, aber für heute hatte er seine Portion an Papierkram erledigt. Nun konnte er sich auf die Fälle konzentrieren die vielversprechend waren. Es gab wie üblich ein paar Anschuldigungen, denen Roshan nachgehen musste, doch dabei war es selten, dass man jemanden wirklich finden konnte. Man musste diese Leute lange beobachten, bis sie einen Fehler begangen. Bisher hatte Roshan noch kein Glück gehabt, eine solche Operation zu leiten, doch er hatte schon an der ein oder anderen Teilnehmen dürfen. Aber vielleicht, Roshan klopfte sachte auf die Unterlagen die vor ihm lagen, konnten diese hier ihm helfen, seine eigene erste Teamleitung zu bekommen.
      Er nahm sich vor allem die Unterlage, die mit dem Baum der vier Jahreszeiten zu tun hatte, und stand dann auf um seine Nachforschungen zu beginnen. Er würde als erstes in die Archive der Polizei sehen müssen um zu erfahren, ob es noch mehr Akten hier zu gab. Dann konnte er in die Stadtbibliothek und am Ende würde er einfach an den Ort selbst einmal schauen. Erst dann, und wenn es genug Beweise gab, konnte er einen Bericht anfertigen, und um die Erlaubnis bitten seine eigene Operation leiten zu können.
      Roshan hoffte, dass dies alles schnell von statten gehen konnte, und das nichts dazwischen kam. Noch stand er recht am Anfang seiner Karriere und wurde noch von vielen herum geschubst wie sie es am liebsten hatten. Meistens bekam er die Mistarbeit ab, und er konnte noch nicht einmal viel dagegen sagen. Immerhin war er nicht mehr in der Ausbildung und wurde tatsächlich geschubst. Mit den geringen Demütigungen die als Neuling hervorgingen würde er leben können. Ab nächsten Jahr gab es einen neuen Jahrgang der endlich hier anfangen konnte und dann... er würde diese vermutlich nicht so Piesacken wie es andere Leute taten. Das war nicht ganz Roshans Art, und eigentlich wünschte er sich das es auch jetzt nicht so sein sollte.
      Roshan war gerade dabei das Gebäude zu verlassen um die Archive zu besuchen, als eine Frau pansich in seine Arme stolperte.
      "Ihr müsst mir helfen", keuchte sie und sah über ihre Schulter als würde sie verfolgt werden. Vorsichtig griff Roshan nach ihren Armen um sie etwas zu beruhigen und zu stützen. Wenn sie so aufgeregt redete, viel zu schnell und dabei über ihre Worte stolperte, konnte er sie kaum verstehen.
      "Bitte beruhigen Sie sich", versuchte er es. "Konzentrieren Sie sich erst einmal auf ihre Atmung und dann sagen sie mir langsam was passiert ist", begann er dann. Er hatte schon immer das Gefühl, dass er durch eine ruhige Art, leute eher beruhigen konnte. Dabei kribbelte das Adrenalin bereits in seinen Adern. Am liebsten würde er direkt losstürmen und selbst nachsehen was los war. Aber es war gut möglich das der Ursprung der Panik dieser Frau, gar nicht so offensichtlich war.
      "Auf dem Markt... Ich habe dort einen Bändiger gesehen! Einen Erdbändiger!"
      Roshan würde am liebsten schon losstürmen, doch er brauchte mehr als nur diese kleine Aussage.
      "Können sie ihn mir beschreiben?"
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • Hide & Sachi

      "Du musst ja nicht mitkommen, ich habe dich gar nicht erst darum gebeten", seufzte der junge Mann und schüttelte den Kopf, als er seine Schürze auszog, denn in der Mittagspause wollte er seiner Ankündigung nach gehen und sich zu dem Baum begeben. Seine Eltern machten den Laden zu Mittagszeit für gut zwei Stunden zu, wie viele andere Betriebe, um sich um andere Sachen noch zu kümmern, sein Vater holte meistens neue Materialien, oder kümmerte sich um Unterlagen und Briefe, seine Mutter erledigte die Hausarbeit und kochte, da konnte Hide jetzt das Essen auslassen und stattdessen zum Baum gehen, wie beim Frühstück angekündigt. Sachi hatte ihre Arme vor der Brust gekreuzt und blickte ihn mit ihren strengen Blick an, das konnte sie gut, wenn sie genervt war, da sah sie immer wie ihre Mutter aus. Hide mochte den Blick nicht, aber er machte einem immer deutlich, dass er irgendetwas falsch gemacht hatte, das war ein Vorteil dessen. "Mutter will aber nicht, dass du da allein hin gehst", murmelte die Schwarzhaarige, die sich gegen die Theke anlehnte, auf welcher Hide seine Schürze ablegte. "Ja, du kannst es sowieso nicht verstehen.. Ich brauche dich nicht dabei". Sachi seufzte, sie verstand ihn mehr, als er sich das vorstellen konnte und wollte es ihm gerne sagen, aber er verdiente es nicht, er würde sich nur mal wieder angegriffen fühlen, wie auch das restliche Leben immer, wenn seine Schwester etwas besser, oder genauso gut konnte, wie er. Schon früh hatte Sachi bessere Noten bekommen, hatte sich für vieles qualifiziert, wollte in der Schmiede arbeiten und konnte einiges besser, als ihr Bruder, wenn sie es ausprobierte, zu Bändigen war etwas, was er nur für sich alleine hatte, auch wenn Hide darauf bedacht war, nicht aufzufallen. Er übte im Bad, wenn ihn keiner sah, oder in der Schmiede Abends, wenn es abgeschlossen war und auch da keiner ihn sehen konnte..
      "Heule nicht herum und geh los, ignoriere mich einfach und tue so, als wäre ich nicht da", Sachi deutete auf die Tür, die aus dem Laden heraus führte, sie war deutlich jünger, aber war in der Regel die ältere der Beiden, passte auf beide auf, nahm Verantwortung auf. Ihr Bruder war eher.. soft, wie sie gerne dazu sagte.

      Es war warm an diesem Tag, angenehm vor allem und die Mittagsruhe war eine willkommene Abwechslung zu dem bisher relativ harten Tag. Die beiden Geschwister grüßten den ein, oder anderen auf dem Weg, jedoch kamen sie erst gar nicht zu dem Baum, wie ursprünglich gedacht, denn auf dem Weg wurden sie Zeuge etwas eher untypisches in dieser Stadt: Jemand bändigte. Die Menschen reagierten unterschiedlich, einige versteckten sich, rannten weg, einige blieben stehen und konnten ihren Augen nicht trauen, aber es war deutlich zu sehen, dass jemand wirklich bändigte und die Erde bewegt hatte. Ob es Absicht war, oder nicht konnten die beiden nicht sagen, sie entdeckten nur diesen panischen jungen Mann, der sich umsah und darum flehte, ihm zu helfen. Sachis Finger kribbelten, sie hielt sich jedoch zurück und wollte ihren Bruder weiter ziehen, um keinen Ärger zu kriegen, doch Hide war einer ganz anderen Meinung. "Wir müssen ihm helfen", zischte er seiner Schwester entgegen, die mit ihrem Gesichtsausdruck deutlich machte, dass das keine gute Idee war. "Spinnst du?!", zischte sie ihm zurück, doch als beide wieder zu dem Bändiger blicken wollten war er schon weg, rannte vermutlich um sein Leben. "Hide!". Sachi seufzte, denn ihr Bruder hatte sich dazu entschlossen dem hinterher zu rennen. Sie hatte schon eine Ausrede, zur Not wollte er diesen Bändiger fassen und der Polizei aushändigen, da würde nie jemand darauf kommen ihr Bruder wäre einer von den Gesuchten. Aber verdammt, was soll sie jetzt ihren Eltern sagen?!

      //Ich hoffe, es ist okay, dass ich deine Idee aufgenommen habe :) Vielleicht lernen sich die schon einmal kennen! Also so ein erstes Kennenlernen ;) Sonst ändere ich es gerne!//
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Roshan

      Während Roshan sich auf den Weg zu einen seiner Kollegen, die Beschreibung des Bändigers anhörte, überlegte er schon wie er am schnellsten zum Markt gelangen konnte. Es gab dort bestimmt auch genug Leute die ihm Helfen würde, die richtige Spur aufzunehmen.
      Kaum war die arme aufgebrachte Frau versorgt, war Roshan auch schon aufgebrochen in Richtung des Marktes. Wo würde er hinlaufen, wenn er ein Bändiger wäre, der sich verstecken müsste? Weg vom Markplatz, weg von den Menschen. Auf keinen Fall in Richtung der Polizei, das wäre einfach nur dämlich. Keiner der in Panik war würde auf so eine Idee kommen. Roshan nahm einfach an, dass dr Mann in Panik sein musste, immerhin ging es um sein Leben und seine Freiheit.
      Für einen Moment überlegte Roshan ob er einen der Marktbesucher fragen sollte, in welche Richtung er wohl abgehauen sein würde. Er entschied sich jedoch dagegen. Wer wusste schon, wer mit dem Bändiger unter einer Decke stecken konnte, und auf der anderen Seite... Menschen hatten ein schreckliches Gedächtnis, wenn Dinge sehr schnell passierten. Roshan sollte sich darauf nun wirklich nicht verlassen, denn ansonsten würde er nur in einer Sackgasse landen, und am Ende gab es Ärger von den Vorgesetzten.
      Roshan hörte auf seine Intuition, und nahm den breitesten Weg der vom Marktplatz wegführte. Die Leute mussten erkennen, woher Roshan kam und wer er war -zumindest seine Position als Polizist-, denn sie wichen ihm aus, und machten ihm Platz. Er beeilte sich ein wenig mehr, nun da er dazu auch den Platz hatte. Vor seinen Augen vor allem die Belohnung die er bekommen würde, wenn er seinen ersten Bändiger erwischte. Es musste ein gutes Gefühl sein, soetwas gutes zu tun. Das Richtige zu tun.
      Umso weiter er dem Weg folgte, desto offensichtlicher wurde es, dass er den richtigen Weg ausgewählt hatte. Überall gab es kleienres Chaos, Leute die hingefallen waren, oder kleine Stände außerhalb des Marktes, von denen die Sachen herunter gefallen waren. Die Besitzer fluchten, während sie dabei waren ihre Waren wieder aufzusammeln und ordentlich zu stapeln, und die anderen Leute ärgerten sich über so unverschämte Personen. Personen? Es waren mehrere?
      Das hatte die Frau vorhin nicht erwähnt, das änderte die ganze Sitution wieder, und egal in wie fern andere Leute darin verstrickt waren, es würde Roshans Job am Ende nur schwerer machen. Zivilisten könnten verletzt werden, oder er selbst, wenn es doch mehr als ein Bändiger war. Roshan wäre gerne stehen geblieben, um das klügere zu tun, und nachzudenken, doch das Adrenalin schoss bereits durch seine Adern und es gab kein halten mehr. Das Risiko war ihm egal.
      Roshan folgte weiterhin der Spur des Chaos, bis er in der Ferne erkannte, wie zwei Leute rannten. Das mussten sie sein. Er beeilte sich nun also noch einen Hauch mehr um schneller zu werden, und hinterher zu kommen. Der junge Mann wusste nicht immer wie er das anstellte, aber manchmal fühlte sich sein Körper leichter an, als er sollte, was ihn immer half wenn er es brauchte. Schon damals in seiner Ausbildung.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • Hide

      Er lief einfach, ohne groß zu überlegen. Ja, seine Schwester hatte in vielen Hinsichten Recht, Hide war auch eigentlich jemand, der lieber noch einmal nach dachte, bevor er handelte, aber in diesem Sinne war er einfach spontan gewesen und hat sich von seiner Intuition und seinen Gefühlen leiten lassen. Es wäre deutlich schlauer nicht nachzulaufen, um nicht wie ein Bändiger auszusehen, der gerade versuchte zu fliehen, aber es gab für alles eine Erklärung und passieren würde ihm schon einmal nichts. "Halt, warte!", rief er dem jungen Kerl hinterher, der sich nichts aus diesen Worten machte, der vor allem nicht wirklich auf seine Umgebung achtete. Er schubste die Menschen zur Seite, er sprang über Hindernisse und nahm sich nichts aus Hide, der ihm hinterher lief. "Jetzt stop mal!", rief dieser ihm wieder nach, bevor er gerade so einem Wagen auswich, der ihm fast getroffen hätte. Es war alles riskant, aber man musste in seinem Leben auch mal was riskieren, wie er fand, um auch mal etwas zurück zu bekommen. Zu gerne würde er sich auch mal mit einem Bändiger unterhalten, erfahren, ob er auch solche Träume hatte, doch weit kamen die beiden nicht, denn ein Holzwagen mit Getreide, welches in Mitten der Straße stehen blieb, kürzte ihnen den Weg. Es war der Bändiger, der nicht mehr rechtzeitig stoppen konnte und Mitten in diesen Getreideberg hinein lief, Hide schaffte es gerade noch so stehen zu bleiben, auch wenn er beinahe das Gleichgewicht verlor. "Bist du komplett bekloppt?!", rief er den jungen Herren, nach welchem er im Getreideberg greifen wollte, doch seine Hand wurde ausgeschlagen und der Herr wieder bereit weiter zu laufen.
      "Lass mich in Ruhe! Sie werden mich töten! Mich foltern!", rief der Bändiger panisch.

      Sachi

      Am liebsten wäre sie stehen geblieben, hätte kurz gewartet ehe sie nach Hause gegangen wäre, denn es war ihr zu viel, es war ihr vor allem alles irgendwie zu dumm. Hide war nie impulsiv und jetzt rannte er einem Bändiger nach, um ihm zu helfen? Sie schüttelte ihren Kopf, wollte gerade gehen, als sie einen Polizisten erkannte, der ihrem Bruder und dem Bändiger nach lief. "Verdammt..", murmelte sie, denn die Situation würde nicht gut für ihren Bruder aussehen und vermutlich auch nicht ausgehen. Sie schloss kurz ihre Augen, um tief durch zu atmen, warum dachte sie wirklich darüber nach ihm zu helfen? Sie hasste sich für den Gedanken, aber kaum öffnete sie ihre Augen, schon war sie bereit, um den drei nachzulaufen, Hide brauchte einen Zeugen, er brauchte jemanden, der bestätigen wird, dass er nichts getan hat und er der falsche war.. Na hoffentlich wird er nicht geschnappt, wie soll sie das ihren Eltern erklären?!
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Roshan

      Es war nur eine Frage der Zeit bevor Roshan ankam, bei einer Szene die in einer anderen Situation bestimmt mehr als lustig gewesen wäre. Es wäre lustig gewesen, wenn Roshan hier nicht einen Bändiger jagen würden. Die Leute die dafür sorgten, dass all die normalen Leute sich fürchten mussten. Es war besser so. Es musste besser so sein.
      Roshan mochte es nicht unbedingt gerne an die Gefängnisse zu denken, aber es hatte alles einen Sinn. Man musste sich an die Regeln halten um für eine bessere Welt zu sorgen.
      Eigentlich hätte der junge Mann auch schon längst seine Waffe ziehen müssen, doch er dachte daran gar nicht. Vielleicht und vor allem deswegen, weil er wohl hoffte das alles friedlich klären zu können, obwohl ihm hier sehr eindeutig zwei Männer gegenüberstanden... nun der eine war in einen Wagen aber das Bild war klar. Roshan war in der unterzahl, und der schlauste Weg wäre es gewesen sich mit seiner Waffe zu verteidigen.
      "Der Bändiger soll sich stellen... Oder die Bändiger?"
      Roshan wurde nur einer gemeldet, aber warum sollte ein einfacher Mann einen Bändiger helfen? Das schien nicht unbedingt sinnvoll zu sein, vor allem weil Roshan wusste, dass sich der größte Teil der Bevölkerung vor den Bändigern fürchtete. Auf der anderen Seite war es ziemlich dumm wenn er ihn half wenn er ein Bändiger war? Denn so wie er schien hatte er es sonst soweit sehr gut hinbekommen unter dem Radar zu bleiben. Roshan wusste nicht was er von dem ganzen halten sollte, aber er musste sich wohl um beide kümmern. Selbst wenn er den einen nur zur Befragung mitnehmen würde. Seine Kollegen die mehr Erfahrung in den Gebiet hatten, konnten bestimmt einfacher sagen ob es sich bei dem anderen Mann auch um einen Bändiger halten würde.
      "Ich rate euch, keine dummen Tricks zu versuchen. Ich bin ein ausgebildeter Polizist."
      Mit einer angedeuteten Bewegung wies er auf seine Waffe hin, noch immer nicht bereit diese zu ziehen. Noch konnte man das alles halbwegs friedlich lösen.
      Langsam begannen sich Menschen um die kleine Truppe herum zu bilden. Roshan fand das nicht gut, aber wenn er sich jetzt auch noch um die Zivilisten kümmerte, war es gut möglich dass die Verdächtigen einen Fluchtversuch wagen müssten und er wollte ungerne weiterhin Katz und Maus spielen. Umso schneller das erledigt war desto besser wöre es.
      "Sleep doesn't help, if it's your soul that's tired. "

    • Hide

      Es war ihm klar geworden, dass es wirklich dumm gewesen ist so impulsiv zu reagieren und dem Mann hinterher zu rennen, aber solche Erkenntnisse gewann man leider auch erst im Nachhinein. Hide hätte sich zurück halten müssen, aber er war nun hier und der Polizist holte sie ein dadurch, dass sie wirklich in den Getreideberg liefen. Nun, er konnte noch schnell genug stoppen, aber der gesuchte Bändiger scheinbar nicht. Er wollte ihm helfen, aber der Polizist erhob seine Stimme und wollte, dass sich der Bändiger stellt. Es gab gegen Hide selbst keine Beweise, jedenfalls hat ihn keiner bändigen sehen, also brauchte er sich keine Sorgen zu machen, aber er machte nicht die Rechnung mit dem Kerl, dem er hinterher gelaufen war, um ihm helfen zu wollen.
      "Er hier ist es!", rief der Bändiger und deutete mit einer zitternden Hand auf Hide. "Ich bin vor ihm weg gelaufen!". -"Stimmt doch gar nicht!", wurde auch Hide laut und merkte, dass er es bereute dem Mann überhaupt helfen zu wollen. "Doch doch, er ist es hier! Ich habe es selbst gesehen!", rief der Bändiger wieder und versuchte aus dem Getreideberg heraus zu kommen. "Ich schwöre es!". Ein wenig verloren blickte Hide zu dem Polizisten und schüttelte den Kopf. "Stimmt gar nicht, ich wollte ihn fangen!", jetzt würde er ihm nicht mehr helfen, jetzt war es vorbei.

      Sachi

      Sie war den drei hinterher gelaufen und wollte ihren Bruder da raus holen, um ihn heile nach Hause zu bringen. Ein wenig hinterher war sie ihnen schon, aber sie holte die drei gut ein und bekam vor allem mit, wie der Bändiger versuchte ihren Bruder zu beschuldigen "Hide!", rief sie in die Menschenmenge und quetschte sich durch, um hinein zu gelangen und vor allem zu ihrem Bruder zu gelangen. "Bist du von allen guten Geistern verlassen worden?!". Sie wurde bewusst lauter, blickte ihn mit einem wütenden Blick an, sie musste handeln und ihren Bruder da heraus holen. "Ich habe dir hunderte, aber tausende Male erzählt, dass du keinen Polizisten spielen sollst, dafür gibt es ausgebildete Kräfte!". Sie deutete auf den Polizisten und seufzte, ehe ihr blickt zu diesem glitt. "Entschuldigt bitte, mein Bruder meint manchmal, die Welt retten zu können", sie schüttelte den Kopf. "Wir sind nur Kinder der Schmieds.. Aber... Ich habe es selbst gesehen, dieser Mann hier hat gebändigt". Ihre Hand deutete gleich auf den Mann, der aus dem Getreideberg heraus kommen wollte. Er schaffte er zunächst nicht, weiteres Getreide fiel auf ihn runter.
      "Warte nur, bis ich Mutter davon erzähle!", entgegnete die Frau scharf und blickte zu ihrem Bruder. Ja, darauf sollte er sich wirklich gefasst machen, aber sie musste den Polizisten zunächst überzeugen. "Entschuldigt bitte für die Unannehmlichkeiten".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."