animals. (xenovia & akira)

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    • animals. (xenovia & akira)


      You can find other fish in the sea,
      You can pretend it's meant to be,
      But you can't stay away from me.

      In einer alternativen Realität handelt die Justiz durch ein Crime Rate-System, das wie ein Tropfen Pech an den Menschen haftet. Das Prinzip selbst ist simpel: Begeht man eine Straftat, so verändert sich das eigene Aussehen in den Augen eines Mitbürgers. Eben das soll des Verbrechers Umfeld dazu anstacheln, ihn der Justiz auszusetzen oder ihn zumindest weitgehend zu verachten und aus den eigenen Kreisen zu verstoßen. Allerdings ist all das leichter gesagt als getan - das Crime Rate-System existiert seit Jahrzehnten und scheint, für jede noch so kleine Straftat, einem einen Tropfen Pech aufzuzwingen und je mehr davon man auf seinem Körper weiß, desto mehr verwandelt man sich in den Augen seiner Umgebung in ein groteskes Monster, das bereits alle Regeln der Menschheit durchbrochen hat. Bald schon ist es nicht länger notwendig, sich auf die Strukturen und Regeln der eigentlichen Welt zu verlassen - Kriminelle werden, durch ihres grotesken Aussehens und der Unumkehrbarkeit ihrer Taten, die sich nicht mehr von ihren Körpern waschen lassen, verstoßen und finden sich im Abseits wieder, zumindest bis man einen Fehler im System entdeckt, der nicht so leicht zu lösen sei. Befinden sich zwei Kriminelle, die eine ähnlich hohe Crime Rate haben in unmittelbarer Nähe voneinander, löst sich der Effekt auf und sie wirken auf ihr Umfeld wie stinknormale Menschen, die gar nicht zu wissen scheinen, was Gewalt und Verachtung überhaupt ist. Kaum wird diese Information publik, bilden sich neue Gefilde in der Gesellschaft - Kriminelle vereinen sich, andere suchen sich wiederum jemanden, den sie wie ein Haustier behandeln zu jemandem heranziehen, der ihnen ebenbürtig ist und doch, eben dagegen scheint die Abwesenheit der eigentlichen Justiz ein Fehler zu sein.

      Cecilio & Elizabeth sind zwei komische Seelen - sie kennen einander seit ihrer Jugend, scheinen einen guten Draht zueinander zu haben und stehen auf einer der höchsten Stufen im Geschäftsleben, seitdem ein jeder von ihnen einen Pharmakonzern übernommen hat. So wie es das Schicksal allerdings will, scheinen die beiden genug abwegige Ideen zu haben, die oftmals für die Öffentlichkeit keinen Sinn machen: Ihre Konzerne sind zu einem verschmolzen, sie teilen sich ein Büro, eine Wohnung und ein Leben. Allerdings scheint keiner auch nur in Erwägung zu ziehen, dass Ceci oder Liz eben das tun, weil ihre eigene Crime Rate die einer jeden anderen Person in ihrem Umfeld durchaus übersteigt, nein - aber es scheint fast so zu sein. Während also die Medien darüber berichten, dass sich zwischen den beiden offensichtlich eine zwischenmenschliche, vermutlich romantische Beziehung anbahnt und irgendwelche Klatschblätter die beiden CEOs eines mittlerweile Riesenkonzerns für bereits verheiratet erklärt, wissen sowohl Ceci als auch Liz gut genug, das nichts davon der Wahrheit entspricht - sie beide können sich nämlich auf den Tod nicht ausstehen und der einzige Grund für ihre geteilte Existenz ist jener, dass sie ohne einander ihr Ansehen, ihre Macht und ihren Reichtum verlieren und hinter Schloss und Riegel geschoben werden.

      Nicht jeder, der eine hohe Crime Rate hat, kommt aus einem unsicheren Umfeld.

      Vorstellung.

      Cecilio 'Ceci' Saintimond = @Akira | Elizabeth 'Liz' Redvers = @Xenovia
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Sonnenstrahlen versuchten durch die dunklen Vorhänge hindurch zu strahlen, während flinke, zierliche Finger auf die Tastatur eines Laptops tippten und die Buchstaben ein Dokument befüllten. Wie spät war es? Beinahe acht Uhr morgens? Hatte sie tatsächlich die gesamte Nacht durchgearbeitet, ohne es zu bemerken? Den vorerst letzten Schluck aus dem Whiskyglas getrunken und den Laptop zugeklappt erhob sich die Rothaarige von ihrem Schreibtisch und begab sich zum Schlafzimmer, in welchem Ceci wahrscheinlich immer noch im Land der Träume weilen dürfte. Eigentlich benötigte der Mann nicht einmal mehr einen Wecker, da er Elizabeth an seiner Seite hatte, die selten zu Hause ein Auge zu machte. Normalerweise könnte man meinen, dass ein dritter Burnout bereits vor der Tür stehen könnte, aber solche Dinge verdrängte die Geschäftsführerin gekonnt und trank lieber weiterhin ihren Alkohol, solange es die Leber noch mitmacht. Der gemischte Geruch von ihren Parfüms stieg Liz direkt in die Nase, als sie die Tür zum Schlafzimmer öffnete, wo ihr Mitbewohner auf dem Bett der Beiden lag. Auf welche Weise sollte sie ihn wecken? Sanft, oder wie ein Panzer, der ihn komplett wie eine Bombe aus dem Schlaf reißen würde? "Ceci... komm werd' wach, wir müssen zur Firma.", begann sie zu sprechen, während ihre rechte Hand behutsam seine Schulter berührte und diese begann zu schütteln. Vielleicht wird heute sogar ein etwas besserer Tag als sonst, obwohl dies eher weniger der Fall sein wird, da erstens der Schlafmangel aus Liz sprechen wird und der Alkohol minimale Wirkung zeigt. "Wir haben in einer Stunde ein Gespräch mit einem unserer Abteilungsleiter, also schwing deinen Arsch aus dem Bett, bevor ich dich an deinen Haaren aus diesem ziehe.", mit diesen Worten ging der Rotschopf in Richtung Badezimmer, wo sie die Tür hinter sich zufallen ließ und absperrte. Heißes Wasser in der Dusche aufgedreht, die Klamotten von gestern ausgezogen und in den Wäschekorb geschmissen, stellte sie sich unter das laufende Wasser und genoss diese kleine Erfrischung sichtlich. Wie die Tropfen auf ihre Haut rieselten und die Wärme sich im gesamten Zimmer breit machte, einfach herrlich. Eigentlich war sie immer schnell mit ihren Tätigkeiten im Bad fertig, doch heute würde sie wohl etwas länger unter dem Wasser stehen bleiben, welches eine beruhigende Wirkung aufwies. "Ich hoffe für dich, dass du schon langsam wach wirst!", rief sie mit einem ersten Tonfall, als Erinnerung für Cecilio. Etwa weitere zehn Minuten verbrachte sie unter laufendem Wasser, verdrängte dabei alles um sich herum, selbst ihre eigenen Gedanken, ehe sie nach dieser Zeit aus der Dusche stieg und sich abtrocknete. Das Handtuch um den Körper gewickelt und die hochgesteckten, vom Wasser verschonten, Haare runtergelassen, öffnete sie die Tür vom Bad und stand somit wieder im Schlafzimmer. "Was riecht hier eigentlich so merkwürdig? Benutzt du ein neues Parfum?", hält sich dabei die Nase zu und geht in Richtung Ceci, wobei sie, als sie ankam, vorsichtig an ihm roch. "Oder hast du mit einem Omega rumgemacht?", fragte sie mit einem Schmunzeln auf den Lippen, woraufhin ein leises Lachen folgte. Sollte der Mann doch verkehren mit wem er wollte, allerdings ist es eher unvorteilhaft, wenn er nach einem Omega riecht und Elizabeth den Geruch dadurch permanent abbekommt. "Kannst mich deiner Bekanntschaft ja mal vorstellen, dann nehme ich mit dieser Vorlieb.", scherzte sie weiter - wenn Liz nur wüsste.
      “Never be afraid to be kicked in the teeth. Let the blood and the bruises define your legacy.”
    • Was im Namen des Teufels war der gestrige Tag? Cecilio hatte nicht annähernd einen blassen Schimmer darüber, wie viele Cocktails genug waren und wie öde es eigentlich war, seine gesamte Zeit in Lizzy's unmittelbarer Nähe zu verbringen, all das nur, weil er sich selbst nicht unter Kontrolle hatte und die Welt dort draußen meinte, er sei ein Monster, eben deswegen, weil er etwas Dreck am stecken hatte. Sein Leben war in geraden Bahnen verlaufen, zumindest bis zu einem gewissen Zeitpunkt, an dem es sich dafür entschieden hatte, dass Zackenlinien die neue Gerade waren und dementsprechend war es nur von Vorteil, dass er sich jemandem wie Elizabeth anbiederte. Zu dumm, dass er nicht mit offenen Karten spielen konnte - nein, stattdessen war er es, der sich selbst einredete, er müsse ihr weiß machen, kein schäbiger Omega zu sein, der nicht mehr konnte als ... nein, zu viele Details. Wenn es etwas gab, womit sich Ceci nicht gerne befasste, dann mit sich selbst - aber wen wunderte es auch? Welcher Flegel von Geschäftsführer trug sein Hemd auch so? Er. Vermutlich war das auch der Grund, wieso er sich das gemeinsame Bett der beiden - etwas, das alles, nur nicht seine Idee war - mit sich selbst teilte, weil die Verrückte, die er in sein Leben einließ, um es einigermaßen normal zu gestalten, dermaßen von ihrer Arbeit besessen war, dass sie vermutlich auch ziemlich gut funktioniert würde, wenn sie auf fünfunddreißig Tassen Espresso ihren Alltag beschreiten würde. Fernab, am Rande seines zuckersüßen Traumes, hörte er nicht nur eine sonderbare Stimme, sondern wurde sich auch der Tatsache bewusst, dass Lizzy noch immer echt war, er noch keinen größeren Schaden entwickelt hatte und prinzipiell war es wohl auch so, dass Einbildung grundsätzlich auch eine Bildung war, mit der sich Cecilio Saintimond rühmte. "Urgh", grummelte er lediglich, als die Rothaarige sich in Richtung Badezimmer verpfiff und er sich eigentlich umdrehen wollte um etwas mehr Schlaf in sein System zu zwingen, aber selbst das schien eher eine dumme Idee zu sein, ertönte doch kurz darauf wieder eine altbekannte Stimme. Was war Elizabeth Redvers, wenn nicht ein Sklaventreiber, den er nicht in seinem Leben wissen wollte? Als bräuchte es allerdings noch eine Kirsche auf dem Sahnehäubchen, ein Tüpfelchen auf dem i, war sie - wie es das Schicksal so wollte - auch noch ein Alpha. Widerlich. Wieso teilten sie beide sich überhaupt ein Bett und ein Bad? Cecilio verstand wohl weder sich selbst, noch die Welt, aber kaum kam er endlich dazu, sich zumindest aufzusetzen und sich die Müdigkeit aus dem Gesicht zu klopfen, war sie es auch schon, die Distanz zwischen ihnen beiden schloss. "Zu früh. Zu nah", grummelte der Rotschopf und rückte ein wenig in die andere Richtung - eugh, wieso konnte er nicht einfach ein Beta sein? "Parfüm? Sei nicht albern, ich stink' höchstens nach ekelhaften Cocktails", grummelte er, erhob sich allerdings schlussendlich aus dem Bett und realisierte, dass er in der gestrigen Kleidung eingeschlafen war ... huh? Widerlich. "Selbst wenn ich mit einem Omega herummachen würde, dann wüsste ich nicht, wieso ich sie dir auf dem Präsentierteller vorsetzen sollte - du zerfetzt die armen Viecher doch sowieso nur in der Luft", stellte Ceci fest, bevor er sich auf der anderen Seite aus dem Bett rollte und sich gekonnt in Richtung Badezimmer hievte. Tabletten, dann eine Dusche, das hörte sich zumindest schon einmal menschenmöglich und vernünftig an. Die Badezimmertür schob er hinter Schloss und Riegel, die Tabletten hinter seine Kiemen - auch, wenn er diese nicht wirklich hatte - und danach zwang er sich selbst eine Dusche auf. Zumindest sollte gute Seife den lästigen Geruch unterdrücken und solange Liz nicht wusste, dass seine Tabletten nicht wirklich gegen seine Angststörung waren, konnten sie auch getrost weiterhin im Badezimmerschrank bleiben. Cecilio verbrachte, wenn er schätzen musste, vermutlich gute zwanzig Minuten im Bad, bevor er sich schlussendlich erlaubte, dieses zu verlassen und den Kleiderschrank der beiden nach einem guten Hemd und einem Paar Hosen zu durchforsten, während er sich selbst zumindest schon in Unterwäsche zwang. "Außerdem, deine Fahne kann sogar ich meilenweit riechen, Lizzy."
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    • Etwa 32 Stunden war sie bereits auf den Beinen, den Kopf stets bei der Arbeit und mit dem Mund am Glas nippend. Dokumente mussten bearbeitet werden, welche sie auf keinen Fall irgendeinem dahergelaufenen Mitarbeiter der Firma in die Hände drücken wollte, selbst wenn sie das den gesamten Schlaf kostete, auf welchen sie bereits seit geraumer Zeit einen Dreck gab. Spätestens heute Nacht würde Liz wohl in einen tiefen Schlaf fallen, vermutlich mit ihrem wunderbaren Mitbewohner in den Armen, ohne, dass dieser die Chance zur Flucht besaß. Oft genug ist sie schon inmitten ihrer Arbeit eingeschlafen und machte dort weiter wo sie aufgehört hatte, sobald sie aus dem Schlaf wieder erwacht ist. Der Rest um sie herum spielte kaum eine Rolle, außer man hatte sich ihre Aufmerksamkeit ergattern können, oder es standen Veranstaltungen vor der Tür. Niemand konnte sie davon abhalten wie ein Workaholic sich den gesamten Tag zu verplanen, der dann eigentlich nicht wie bei normalen Menschen aus 24 Stunden bestand, sondern viel zu oft darüber hinaus ging. Einige Ärzte haben versucht Elizabeth zur Vernunft zu bringen, jedoch waren all ihre Mühen vergebens, da ihr das Wort 'beratungsresistent' gefühlt auf der Stirn geschrieben steht. "Was trinkst du auch gestern so viel, wenn du es nicht so gut verkraftest?", fragte sie ihn schon wahrscheinlich beinahe an die hundert Male und die Antwort darauf ändert sich mit Sicherheit wieder einmal nicht. Den eigenen Kopf wieder zurückgezogen, ging Liz in Richtung des Kleiderschranks wo ihre Hände flink nach frischer Kleidung griffen. "Jetzt stellst du mich aber schlimmer dar, als ich eigentlich bin. Wenn es sich bei dem Omega um ein Mauerblümchen handeln sollte, dann würde ich auch behutsam mit ihr umgehen.", stellte sie direkt klar, ehe sie ihm kurz nachsah und die Badezimmertür zufiel. Normalerweise sollte sie Cecilio in Grund und Boden stampfen, aber er musste noch seinen Nutzen erfüllen und auf eine neue Person in ihrem Leben hatte sie definitiv keinerlei Interesse - da reichte ihr der cocktailtrinkende Depp. "Lass dir nicht zu viel Zeit im Bad, wir müssen gleich schon los.", ließ sie ihn noch laut und deutlich wissen, bevor sie das Handtuch von ihrem Körper entfernte und sich komplett einkleidete. Heute sollte es also nur schwarz sein, weshalb sich der Rotschopf nur in dieser Farbe anzog und sich im Spiegel betrachtete. Etwas fertig sah sie schon aus, oder? Wie lange ist es her, seitdem Liz das letzte Mal vollkommen abgeschaltet hatte? Es fing schon mit der Fehlanzeige von der richtigen Nutzung ihres Urlaubs an, denn wenn sie diesen hatte, arbeitete sie eben von zu Hause aus und erledigte alles, ohne dass es jemand mitbekam, wobei man sich dies aber sicherlich denken konnte. Auf dem Weg in das Wohnzimmer hörte sie die Stimme von Ceci und wie er ihre Fahne zur Sprache brachte, dabei musste er sie auch noch mit ihrem reizenden Spitznamen ansprechen. "Mehr als mir einen Kaugummi in den Mund schieben kann ich nicht, was daran etwas ändern könnte.", begann sie zu antworten, wobei sie kurz innehielt. "Hast du eigentlich einen Todeswunsch, Ceci?", fragte Elizabeth dann mit ernster Stimme weiter, während ihre Pheromone sich in der gesamten Wohnung breit machten, da sie keinen Grund hatte diese zurückzuhalten, denn immerhin ist sie in dem Wissen, dass Cecilio ein Beta ist. "Ich warte unten im Auto. Beeil dich, verstanden?", mit diesen Worten verließ sie die Wohnung, ging runter in die Tiefgarage und nahm in ihrem bescheidenen, schwarzen Sportwagen Platz.
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    • Mehr als ein Kotzbrocken war Elizabeth nicht für ihn, zugegeben, sie hatte ihre Vorteile, aber all das hieß noch lange nicht, dass sie - wohl oder übel - ein willkommenes Addendum in seinem Leben war. Viel zu gerne wäre er sie wieder losgeworden, wollte er doch nichts lieber als sie abzustreifen wie ein Stück Dreck, aber in den Augen der verkorksten Gesellschaften waren sie nun einmal Monster - seltsame Wesen, die einst menschlichen Ursprungs waren und nun, nachdem sie realisierten, eben jene Wurzeln verloren zu haben, lebten sie ihre klägliche Existenz miteinander aus. Wie viele Personen Liz wohl auf dem Gewissen hatte? Bestimmt genug, ansonsten würden sie beide nicht aufeinander angewiesen sein - und auch, wenn es Ceci anwiderte, sich selbst damit befassen zu müssen, war er selbst wohl nicht unbedingt von der besseren Sorte Mensch. "Das hat nichts mit der Menge zu tun, sondern eher damit, dass ich mir um meinen Schönheitsschlaf nicht zu schade bin", erklärte Cecilio ihr, aber das interessierte sie wohl auch nicht. Im Grunde genommen kannte er Liz seit seiner Jugend, wenn auch nur flüchtig - vermutlich weil er der adoptierte Bastard einer stinkreichen Unternehmerin war und diese sich, wohl oder übel, dazu gezwungen sah, mit Liz' Eltern eine Geschäftspartnerschaft einzugehen. Entledigte man sich allerdings dem eigenen Ballast, so blieb man selbst zurück. "Elizabeth Redvers und behutsam? Ich glaub', ich bin im falschen Film", echauffierte Cecilio sich, als er sich, wohl eher notgedrungen, in ein Paar schwarzer Anzughosen und ein dunkelrotes Hemd zwängte - schwarze Socken, schwarze Schuhe, irgendwelcher unnötiger Schmuck, et voila - eigentlich sah er wohl gleich hässlich wie immer aus, aber wenigstens versuchte er noch einigermaßen wohlgepflegt aufzutreten und knöpfte sich besagtes Hemd zu. "Ja, ja. Vielleicht sollt' ich mir doch wieder 'nen Wecker stellen - oder du legst dich wie ein normaler Mensch schlafen und treibst mich nicht zu solch gottlosen Uhrzeiten aus dem Bett." Auch, wenn er durchaus von sich selbst behaupten würde, er war noch nie ein Mensch gewesen, der es sonderlich mochte, sich an Regeln zu halten, so war es doch beinahe seltsam, wie faul er sein konnte - zumindest, wenn es um Dinge ging, die ihren Konzern beschäftigten. In einem frisch gemachten Bett war es trotzdem noch immer am angenehmsten, weswegen Ceci sich die Möglichkeit nicht nehmen ließ, zumindest die Bettdecke auszuschütteln und zu falten - wieso waren all diese Dinge eigentlich so überdimensional gestaltet? "Wie wär's mit weniger trinken? Oder vielleicht doch lieber Kaffee?" Nicht, dass irgendetwas davon half, immerhin tat seine Mitbewohnerin ohnehin was sie wollte, auch, wenn er ihr oft genug dankbar dafür war, weil sie sich um nervigen Papierkram kümmerte, war noch immer er derjenige, an dem sie ihren Frust abließ. "Als Todeswunsch würde ich es nicht gerade bezeichnen, ich meine ..." Eugh, was zum ... nein, absolut, nein danke. Normalerweise hätte er herumgetrödelt, aber in diesem Fall war er es wohl, der schneller als gedacht nach seinem Handy griff und in seine Schuhe schlüpfte, bevor er die Wohnung verließ - Alphas waren widerlich. "Du hörst dich an als wärst du meine Mutter", brummte der Rotschopf, der Liz auf Schritt und Tritt folgte, bevor er sich ebenfalls in Liz's Auto bequemte. "Also, du hast mich geweckt, weeeil?"
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    • Das Crime Rate-System stellt viele Leben von Menschen auf den Kopf, sobald diese mit kleinen Vergehen anfangen und sich immer weiter in die Scheiße hineinstürzen. So landeten Cecilio und Elizabeth dort, wo sie heute waren und beide schienen nicht allzu glücklich mit ihrem derzeitigen Leben zu sein, halten es aber dennoch irgendwie miteinander aus. Freunde und Bekannte gab es in dem Leben von Liz nicht, denn diese würden Zeit und Fürsorge erfordern, wofür sie sich entweder nicht die Zeit nehmen möchte, oder kann. Warum sich auch mit den Dingen beschäftigen, die einen nicht befriedigen? Sie hatte die Nervensäge Ceci an ihrer Backe und alle Hände voll mit der Arbeit zu tun, obwohl es dafür massenweise an Mitarbeitern gab, welche diese übernehmen könnten. Lieber erledigte Madame alles selbst, ertrank in Whisky und starb irgendwann, sobald der Körper nach Schlaf schreit und wegen Überforderung umkippt. "Nur, weil ich nicht behutsam mit dir umgehe, heißt das nicht, dass ich zu jeder anderen Person genauso bin.", lachte sie leise, weil der andere Rotschopf wohl eher im Recht war, als sie - zugeben wollte sie es trotzdem nicht unbedingt. Konnte man bei Elizabeth Redvers von einer harten Schale und einem weichen Kern ausgehen? Vermutlich, allerdings musste man sich wahrscheinlich lange bis zu diesem Kern vorarbeiten, bis man einen Funken von diesem erblicken könnte, wenn er tatsächlich existierte. "Für mich ist Schlaf überbewertet und kein Wecker der Welt bekommt dich so schnell wach, wie ich es tue." Wenn sich die Rothaarige etwas in den Kopf gesetzt hatte, sei es noch so klein und belanglos, bekam sie es auf den Teufel komm raus. Auch wenn man in der Öffentlichkeit durch Ceci an ihrer Seite das Aussehen ihrer Crime Rate nicht sehen konnte, so betitelte man sie bereits einige Male auch so schon als Monster, wobei dies nur die Momente waren, wo sie es selbst mitbekam. Wie viele tuschelten hinter ihrem Rücken und redeten schlecht über sie, weil sie sich ein Bild von ihr gemacht hatten, so wie sie vermutlich beinahe die gesamte Welt sehen würde? "Kaffee hilft mir nicht, so wie ich es benötige.", gab sie lediglich zurück, während ihre Handtasche auf ihrer Schulter landete. Die leeren Flaschen zählte Liz nicht einmal mehr, da es sowieso nichts bringen würde, wenn sie an ihrer Einstellung nichts ändern möchte. Für wen sollte sie sich denn auch schon ändern? Für ihre Mitmenschen? Für Cecilio? Keiner von diesen Personen scherte sich ernsthaft um sie, warum dann also Mühen investieren um an sich zu arbeiten? Auf die Antwort zwecks dem Todeswunsch hatte sie nicht mehr gewartet, jedoch war sie doch überrascht, als der Rotschopf schneller als gedacht ihr hinterherkam. "Gott sei Dank bist du nicht mein Kind.", rief sie, ehe das Auto mit der Betätigung einer Taste an ihrem Schlüssel entriegelt wurde und beide in diesem Platz nahmen. Die Handtasche auf den Rücksitz geworfen und den Schlüssel eingesteckt, parkt Elizabeth ohne viel Zeit zu vergeuden aus und fährt aus der Tiefgarage, wo die Sonnenstrahlen beide direkt begrüßten. Verdammte Sonne, es war viel zu hell. "Wir haben gleich das Meeting mit einem unserer Abteilungsleiter. Er scheint wohl Bedenken zu einem Mitarbeiter zu haben, welche er uns erläutern wollte, damit wir ausreichend informiert sind." Liz war vieles, darunter der Terminkalender von ihrem Beifahrer, wenn dieser sich mal wieder seine gesamten Besprechungen nicht merken konnte. Lästig wie eh und je.
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    • Hätte Cecilio sich nicht bereits in seiner Jugend damit beschäftigt, lästige Würmer unter seiner Schuhsohle zu zerquetschen, vielleicht wäre er dann jetzt gar nicht erst auf Liz angewiesen - und doch waren sie beide es, die sich zusammenrauften und darauf hofften, aus ihren ohnehin verhunzten und vergeudeten Leben noch einen Sinn und Zweck zu ziehen, der nicht ohnehin gleich aufzeigte, dass es an der Zeit war, all die Dinge hinter sich zu lassen, die verräterisch im fahlen Licht der Außenwelt glommen. "Ah, also lassen sich die verschreckten Omegas, die du mit ins Bett nimmst, von so auf dich und deine zuvorkommende und fürsorgliche Art ein?", hinterfragte der Rotschopf lachend, wohlwissend, dass auch diese Frage ihn wohl einen Kopf kürzer machen konnte, erwischte er Lizzy am falschen Fuß. In Wahrheit hätte er sich wohl haufenweise Leute aussuchen können, die freiwillig ihre Crimerate mit ihm teilten, aber im Endeffekt war er es, der nicht so recht wusste, wie hoch seine Chancen stehen würden, einen anständigen Partner zu finden, wenn er von vorne herein zugab, wer er war. Welcher Alpha würde sich auch schon freiwillig auf einen Omega einlassen, der nicht berührt oder auch nur angesehen werden wollte? Ceci hinterfragte all das wohl etwas zu sehr, vor allem jetzt, wo er sich gegen die Rückenlehne des Sitzes drückte - fuck, seit wann ließ er sich eigentlich herum chauffieren? "Irgendwann bringst du dich noch ins Grab und dann kann ich mir jemand anderen suchen. Das wäre eher schlecht als recht - da lass' ich mich gern weiter von dir foltern." Wollte er das wirklich, bis an sein Lebensende an die Rothaarige gebunden sein und sich selbst verstecken zu müssen? Nun, er hatte sich seine ... Prädisposition nicht ausgesucht und ginge es nach Ceci selbst, dann würde er vermutlich ohnehin nicht mehr als ein lausiger Beta sein wollen - etwas normales, ohne viel Aufwand. Stattdessen fand er sich mit einem lausigen, jähzornigem Alpha wieder, die nicht einmal hinterfragte, ob die Tabletten, die er morgens nahm, wirklich das waren, was sie sein sollten - aber das war egal. "Hm, naja, wenn du das ohnehin schon weißt, dann habe ich keine Ahnung mehr, wie ich dir helfen soll", grummelte Cecilio, bevor er sie Augen schloss, sich zurücklehnte und den obersten Knopf seines Hemdes öffnete - zur Hölle nochmal, die Sonne war nervig und wenn er Liz in etwas zustimmte, dann wohl darin, dass sie beide Nachteulen waren und dem Tag sowie der Sonne nichts abgewinnen konnten. Der Rotschopf streckte sich schlussendlich, bevor er die Augen aufschlug und murrte. "Gott sei Dank bist du nicht meine Mutter", gab er wieder - die Vorstellung allein war wohl ekelhaft genug, um ihn schaudern zu lassen. "Bedenken? Hat der Typ irgendwen umgebracht? Dieses beschissene Crime Rate-System ist mehr als nur nervig", brummte Ceci, bevor er Elizabeth lediglich kurz musterte und ein erneutes Seufzen seine Lippen verließ. "Wieso haben wir eigentlich keinen Chauffeur? Und wieso fährst eigentlich immer du? Hast du Angst, dass ich nicht einparken kann?" Cecilio Saintimond war, neben vielen anderen Dingen, zwar kein schlechter Autofahrer und nur halb so mies im einparken, aber im Endeffekt waren Geschwindigkeitsbegrenzungen für ihn lediglich Suggestionen, die nicht unbedingt befolgt werden mussten.
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    • Nie, zumindest von diesem Zeitpunkt angesehen, würde sie das Leben als ein Geschenk ansehen. Vielmehr konnte man meinen, dass sie sich nur durch dieses arbeitete, trank und schlief. Kaum irgendwelche Besonderheiten machten ihren tristen Alltag aus, vor allem an solchen Tagen wo sie Cecilio an ihrer Backe hatte. Warum konnte sie keinen auf sich abgestimmten Partner an ihrer Seite wissen, bei dem man nicht gefühlt jede Minute an der Leine ziehen musste, als hätte man einen kleinen Hund, auf den man aufpassen musste. "Du kannst das nächste Mal dich gerne dazu gesellen, wenn ich einen meiner verschreckten Omegas einlade.", so würde er sich ein Bild davon machen können, wobei er wahrscheinlich niemals zustimmen würde. Auch wenn ihre Worte viel mehr wie ein Scherz klangen, so hatte Liz tatsächlich kein Problem damit ihren Mitbewohner mit in das gemeinsame Bett zu zerren - wenn sie dazu auch noch wüsste, dass ihr lieber Ceci in Wahrheit in Omega sei, gäbe es kaum noch ein Entkommen. "So schnell werde ich nicht ins Gras beißen und jemandem anderen überlassen.", gab sie mit einem belustigten Lächeln zurück. Auch wenn sie den Rotschopf manch einmal erwürgen möchte, so hatte sie ihn auf eine merkwürdige Weise liebgewonnen. Bei dem Gedanken schüttelte sie jedoch schnell den Kopf und konzentrierte sich auf den Verkehr vor sich. Hilfe konnte er ihr nur in gewissen Dingen leisten und davon war der Alkoholkonsum definitiv nicht betroffen. Vielleicht müsste er ihr einmal Schlaftabletten andrehen, oder unterschieben, danach irgendwo fernab von der Arbeit hinbringen und dafür Sorge tragen, dass sie vernünftig abschalten kann. Doch bevor solch ein Tag eintrifft würden sich doch eher ihre zärtlichen Finger um den Hals des Mannes schmiegen und behutsam diesen drücken, bis dass sich die Hautfarbe seines Gesichts ändern würde. "Wenn wir über jemanden informiert werden müssen, dann hat das wohl einen triftigen Grund. Obwohl ich viel lieber jemand anderes damit beauftragen würde." Wie viele Mitarbeiter mussten bereits wegen des Crime Rate-Systems entlassen werden? Elizabeth konnte sich vermutlich an jeden der verdammten Namen erinnern, weil ihr diese nicht mehr aus dem Kopf gingen, wie sonst alles was mit der Arbeit zu tun hatte. "Ich verlasse mich nun einmal nicht gerne auf andere Personen." Vor allem müsste ein Chauffeur immer wegen Ceci warten bis dieser morgens endlich in die Gänge kam, wenn Elizabeth mal keine Lust hatte ihren Mitbewohner aus dem Bett zu schleifen. Kurz sah sie mit einem leicht gereizten Blick zu ihrem Beifahrer, ehe ihr Blick zu dem Handschuhfach wanderte. "Tust du mir den Gefallen und zündest mir eine Zigarette an?" Wenn sie etwas wollte, dann konnten ihre Worte durchaus freundlich klingen, selbst wenn sie Cecilio um etwas bat. Plötzlich fiel ihr ein erfreuliches Ereignis ein, welches am heutigen Tag in der Firma stattfand. Frischfleisch wurde eingestellt. "Ah und hast du dir eigentlich die Bewerbungsunterlagen der neuen Mitarbeiter angesehen, die heute ihren ersten Tag haben? Eine davon sollte deinem Geschmack entsprechen.", leises Lachen folge, ehe sie mit einem freudigen Grinsen zu Ceci sah. Man könnte meinen sie hätte ein prachtvolles Geschenk erhalten, wenn man ihre Reaktion musterte.
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    • Was auch immer die Wahrheit wert war, Ceci konnte sich ausmalen, dass nichts davon wirklich den Dingen entsprach, die Liz wollte - sie alle wollten vogelfrei sein und doch war es so, dass sie ohnehin noch immer die Sklaven einer imperfekten Gesellschaft war, die mit allen Mitteln nach niemals zu erreichender Perfektion strebte, die danach lechzte, als Augapfel - als Tüpfelchen auf dem I - angesehen zu werden und war der Rotschopf ehrlich, dann war er sich darüber im klaren, dass die hanebüchene Existenz ihrer grauen Visagen nicht mehr als ein Schandfleck auf der Geschichte dieser Welt war. "Und mich über sie hermachen? Nein danke, du teilst doch sowieso nicht gerne." Zumal, ein Omega hatte vermutlich keine Vorteile davon, mit jemandem seiner eigenen Art zu verkehren, vor allem nicht im Bett - und allein jene Prädisposition war, wenn auch nicht auf den ersten Blick, sonderbar widerlich. Cecilio wusste selbst, dass es nichts weiter gab als seine eigene, unbestrittene und fortwährende Existenz, die es zu hinterfragen galt und das Netz aus Lügen, aus dem er sich kaum aufzuhelfen wusste und doch war es beinahe töricht, zu glauben, mehr als die Wahrheit steckte nicht dahinter. "Charmant. Nun, ich glaube fast, selbst wenn du ins Gras beißt, suchst du mich heim", seufzte er, schnalzte jedoch kurz darauf abwertend mit seiner Zuge, als würde er sich selbst lieber tot sehen, bevor er den Geist Lizzy's als etwas akzeptieren wollte, das ihn auch nächtlich zur Weißglut brachte. "Vielleicht solltest du einfach irgendwen flachlegen", suggerierte er schlussendlich, als wäre Sex eine einfache Lösung gegen Insomnie. Zur Hölle nochmal, Therapie wäre in Elizabeth's Fall wohl angebracht, aber aufgrund ihrer fortwährenden Beratungsresistenz schien es eher so, als würde sie sich ein einziges Mal darauf einlassen und ihren Therapeuten schlussendlich als tauglosen, rückratlosen Wurm abstempeln. "Und trotzdem sind wir beide es, die an der Spitze der Nahrungskette sitzen und nicht mehr sind, als zwei von innen heraus verkommene Äpfel", erwiderte Cecilio, der beinahe schon nicht mehr wusste, wie ein Leben ohne einen anständigen Partner war. Das Crime Rate-System hatte Löcher, viele von ihnen, die nicht sonderlich viel Sinn machten und doch waren es genau die Menschen wie er und Lizzy, die sich diese Schlupflöcher zu nutzen machten, weil sie alle beide wussten, dass es nicht weiter wichtig war, wann sie ihr eigenes Ablaufdatum erreichten. "Verlässt du dich nicht trotzdem auf mich, wenn du mich schon bei dir behältst?", neckte er. In Wahrheit waren sie allerdings beide aufeinander angewiesen und das war etwas, das wohl oder übel nur zu Reibereien führte. "Gerne doch, mon chaton", lachte er, lehnte sich nach vor und griff in das Handschuhfach, in dem wirklich alles war, außer Fahrzeugpapiere - und doch klemmte Ceci sich eine Zigarette zwischen die Lippen, zündete sie an und sog an ihr, um sicherzugehen, dass der Glimmstängel wirklich an war, bevor er sie der Rothaarigen zwischen die Lippen schob. "Bewerbungsunterlagen? Ich glaub', ich hab' sie überflogen", grummelte er, ließ die Packung und das Feuerzeug wieder zurück ins Handschuhfach wandern, schloss es und lehnte sich zurück. "Heißt also, du hast Lizzy 2.0 eingestellt? Woo fucking hoo, jetzt kann ich während der Arbeit gar nicht mehr schlafen."
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    • Gefangen durch die eigene Gewohnheit und der sich selbst über die Zeit aufgebaute Komfortzone. Wann empfand man im Leben tatsächlich Vergnügen und Freude an etwas? Elizabeth konnte dies kaum noch beschreiben, wenn sie ehrlich zu sich selbst war. Auch wenn sie ein aktives Sexualleben führte, so war dies eher weniger von Bedeutung und viel mehr eine kurz anhaltende Ablenkung. Oft genug stelle sie sich Szenarien vor, in denen sie entspannt mit Ceci einen trinken würde, oder zusammen essen geht, ohne einen Gedanken an die Arbeit zu vergeuden. Vielleicht wäre die Beziehung zwischen den beiden dann auch anders gestrickt, als sie es zum jetzigen Zeitpunkt war? Die Worte des Rotschopfs ließen sie amüsant schmunzeln, als er meinte, dass sie sowieso nicht gerne teilt. Lustig und interessant wäre es dennoch mit anzusehen, wie sich der Rotschopf im Bett anstellen würde, vor allem wenn ihm jemand dabei zusehen würde. „Stimmt wohl. Wie könnte ich auch meinen lieben Ceci hier ohne mich herumirren lassen?“, lachte sie beinahe schon herzhaft. Jedoch brachte allein die Vorstellung, dass ihr Partner irgendwann jemand anderen an seiner Seite haben würde als sie selbst etwas zum Stirn runzeln. Nicht ohne Grund warb sie ihm jedes Mal den Besuch ab der ihre gemeinsame Wohnung betrat, fast schon so als wäre sie eifersüchtig und nicht wollte, dass sie etwas von seinen nächtlichen Rendezvous mitbekam. Genau aus diesem Grund ging ihr Mitbewohner meistens woanders aus, bevor sich Elizabeth dazwischen schmeißen konnte, wie ein besitzergreifender Alpha. „Wenn das die Lösung meiner Probleme wäre, würde ich es dir direkt hier im Auto besorgen.“, breit grinsend sah sie für einen Moment zu ihrem Beifahrer, der ein blaues Wunder erleben würde, wenn sie auf ihre Worte Taten folgen lassen sollte. Ein Blatt vor den Mund nahm sie nicht unbedingt häufig – warum auch? „Welch wahre Worte, mein liebster von innen heraus verkommener Apfel.“ Selbst wenn einer von ihnen an einen anständigen Partner geraten würde, dessen Crime Rate nicht gerade im Keller war, würde dieser wahrscheinlich irgendwann verkommen, so wie es die meisten in der direkten Umgebung von den beiden taten. Warum musste er sie daran erinnern, dass sie von ihm abhängig war, genauso wie er von ihr? Wenigstens brachte diese Beziehung nicht nur Nachteile mit sich, sonst wäre diese schneller aufgelöst, bevor irgendjemand Einwände äußern könnte. Die angezündete Zigarette mit ihren Lippen fest umschlossen zog sie einmal entspannt an dieser, ehe sie das Fenster neben sich öffnete, die Zigarette in ihre linke Hand nahm und den Rauch aus dem Auto hauchte. „Danke. Manchmal bist du echt ein Schatz.“, kam es von ihr belustigt und dennoch meinte sie ihre Aussage ernst. Kurz daraufhin wäre sie am liebsten in Gelächter ausgebrochen, als Ceci von einer ‚Lizzy 2.0‘ sprach, wobei sie das Lizzy ausnahmsweise überhörte. „Das stelle ich mir jetzt schon perfekt vor! Zwar hat sie keine roten Haare, ist aber ein Alpha und die Frau gefällt mir. Sie weiß was sie will und ist sehr zielstrebig. Außerdem habe ich mich mit ihr bereits über dich unterhalten und sie würde mir nur zu gerne dabei behilflich sein, dich mehr zum Arbeiten zu animieren.“ Gott verdammt, dieser Arbeitstag könnte doch noch etwas Freude mit sich bringen, wenn Liz dazu kommen sollte sich den ein oder anderen Spaß zu erlauben. Die nächste Straße rechts kamen die beiden gerade noch pünktlich auf dem Firmengelände an, wo Elizabeth in sekundenschnelle einparkte und noch einmal an ihrer Zigarette zog. „Dann schauen wir mal was der arme Bereichsleiter für ein Problem hat.“
      “Never be afraid to be kicked in the teeth. Let the blood and the bruises define your legacy.”
    • Ceci wusste, dass diverse Dinge vermutlich im Fluss der Zeit - im Strom der Welt - untergehen würden, dass es nicht sonderlich wichtig war, wer von ihnen wann und wo lebte, aber all das rückte in den Hintergrund, kaum benebelte der Rauch von Liz’ Zigarette seine Sinne und die Welt hörte für eine Sekunde auf, sich zu drehen. “Hört sich ja fast an, als wäre ich eine kleine, verwirrte Taschenratte, die ihre Leine verloren hat”, erwiderte der Rotschopf, wohlwissend, dass er für Liz vermutlich auch nicht mehr war. Ihre Beziehung war ein stetiges Geben und Nehmen, all die Gefühle lediglich eine Fabrikation um im Rampenlicht zumindest für eine Sekunde echt zu wirken und jeder Versuch, gegen sich selbst und die Welt anzukommen, war wohl einer zu viel. Elizabeth und er waren zwar - vermutlich - nicht so verschieden voneinander und doch waren es Welten, die die beiden unterschied - und etwas, das Cecilio wohl niemals zugeben würde. Solange er das hatte, was er brauchte, war es wohl ein Leichtes, den Alpha an der Nase herumzuführen und weiterhin dieses lausige Spiel zu spielen, das bereits mehr als alt und ausgelutscht war. “Und wenn ich deine Sitze versaue, bringst du mich um. Aber jetzt mal ernsthaft, du hast doch mit einem lausigen Beta wie mir sicher nicht so viel Spaß wie mit einem Omega, oder?” Wer wusste das schon - Cecilio würde es vermutlich irgendwann darauf ankommen lassen, zumindest wenn er wirklich ins Grab wandern wollte. “Verdorbener Apfel hin oder her, irgendwer muss für Ordnung sorgen - auch wenn sie nicht rechtens ist.” Das war alles, was der Rotschopf dazu noch sagen konnte. Zugegeben, die Vorstellung gegen Lizzy’s Rücksitz gedrückt zu werden und … fuck, an was dachte er da überhaupt? All diese Gedanken waren ihm mehr als nur im Weg. “Tatsächlich nur, wenn ich will”, lachte Ceci. Wollte er denn ein Schatz sein und von Liz gelobt werden? Vielleicht, vermutlich aber eher weil er nicht wollte, dass sich der Miesepeter im Fahrersitz über seine unkooperative Art echauffierte und ihn hochkant aus seinem Sitz beförderte, oder spaßeshalber eine Vollbremsung hinlegte. “Oh Gott, zwei von euch. Ich glaube, ich suche um Urlaub and … wobei, den kann ich mir einfach nehmen, wenn ich will. Hm.” Als würde er tatsächlich darüber nachdenken, legte sich seine Stirn für eine Sekunde in Falten - und da hatte er schon ein Ei ausgebrütet. “Was, wenn ich sie flachleg’?”, erwiderte Cecilio schließlich und grinste Liz an, als würde er einen wunden Punkt suchen wollen. Stattdessen erhob er sich schließlich aus dem viel zu bequemen Ledersitz, seufzte und schlug die Tür hinter sich zu - wenn auch nur etwas behutsamer als sonst. “Wahrscheinlich jammert er über zurückgegangene Produktivität, oder dass ihm die ganzen Mitarbeiter davonrennen, weil sie Omegas sind. Oder sonst irgendwas. Kann nur entspannt werden.”
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    • Fast an jedem einzelnen Tag spielte sich die gleiche triste Geschichte ab, fast so, als würde man immer wieder auf den Replay-Button bei der ersten Folge einer Serie kommen und gar nicht wissen wollen, was überhaupt über diese Folge hinaus noch passiert. Arbeit, Alkohol, Zigaretten und Sex, mehr schien nicht in dem Leben von Elizabeth irgendeine Relevanz zu haben. Nicht einmal um Kontakte musste sie sich kümmern und diese pflegen, da diese ihr sonst wo vorbeigingen, außer sie konnten Einfluss auf ihre Arbeit nehmen. „Oder ich lasse dich die Sauerei wegmachen.“, kurz danach überlegte sie wie sie auf seine Frage antworten sollte, ehe sie die richtigen Worte fand. „Hm, so oft hatte ich es bisher nicht mit einem Beta und Frauen sind da wahrscheinlich auch etwas anders. Dennoch wäre ich nicht abgeneigt dein hübsches Gesicht zu sehen, sobald du anfängst zu betteln.“ Ein zufriedengestelltes Lächeln zierte ihr Gesicht, eine Zigarette in der Hand und der Gedanke daran wie sie Ceci wohl am besten auf die Folter spannen könnte, was wollte man mehr an einem solchen Morgen, wo einem die Sonne auf den Geist ging? Wenn sie so recht überlegte würde Cecilio einen guten Partner im Bett abgeben, jedoch würden wohl hunderte Omegas vor ihm drankommen, bevor sie sich – nur, weil sie es nicht besser weiß – an einem Beta vergreift. „Urlaub? Dein Ernst? Ich schleife dich persönlich wieder in dein Büro und kette dich dort fest.“, meinte sie belustigt. Als ob er nicht mit zwei von ihnen fertig werden würde, wenn er jahrelang schon Erfahrung mit Liz sammeln konnte. Da könnte man eigentlich meinen, dass der gute Ceci es gewohnt war. Allerdings musste er natürlich – wie sollte es auch sonst sein – ihr solch eine Frage stellen, weshalb sie komplett ruhig aus dem Wagen ausstieg, jedoch dann plötzlich die Tür bei sich so stark zuknallte, dass man meinen könnte die Tür sei hinüber. „Finds‘ heraus.“ Mit einem Blick der töten könnte sah sie für einen Moment zu dem Rotschopf, woraufhin sie sachte den Kopf schüttelte und dann doch lieber das Thema wechselte. „Für dich ist beinahe jedes Meeting entspannt, egal welches Thema aufkommt.“, steuerte sie lediglich bei. Die Zigarette am Vordereingang in einem nahegelegenen Aschenbecher verfrachtet betrat sie dann das große Firmengebäude und machte sich in Richtung Aufzug auf. Würde Ceci nun trödeln dürfte er den nächsten freien Aufzug verwenden, oder eben das Treppenhaus benutzen. Warum regte sie sich so sehr über diese Frage auf? Eventuell, weil er kein Interesse an ihr zeigte und ihr dies zu schaffen machte? Von wegen. Sie benötigte ihn lediglich wegen dem Crime Rate-System und für mehr auch nicht, da sollten keine überflüssigen Gefühle und Gedanken mit hineinfließen.
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    • Er mühte sich ab, versuchte es zumindest und spielte mit seinem gesamten Umfeld Charade. All das ging so weit, dass Ceci wohl kaum noch zwischen richtig und falsch, zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden konnte oder wollte und lediglich hinterfragte, ob er sich selbst nicht mehr hasste als den Rest der Welt, die er ohnehin schon nie verstanden hatte. Wonach suchte er? War es die bloße Empfindung darüber, dass die Freiheit nicht mehr als ein Fluch war, der ihnen ohnehin allen auferlegt wurde? "Solang ich das Zeug nicht auflecken muss", erwiderte er und setzte sich selbst in Bewegung, immer Lizzy hinterher, nur um nebenbei noch einen Knopf seines Hemdes zu öffnen. Das hieß, es stand zwei zu vier, und das bedeute, dass er zumindest noch einen oder zwei dieser Knöpfe öffnen wollte, nur um Elizabeth die letzten Nerven zu rauben. "Ich und betteln? Wovon träumst du? Wobei, ich schätze einfach, dass ihr Alphas eure Opfer gerne winseln seht." Betas waren, wenn Ceci ehrlich war, wohl ein gutes Mittelmaß. Tatsächlich waren sie nicht sonderlich wichtig, dennoch waren sie kein fester Teil der vorherrschenden Dynamik und konnten sich aus der Affäre ziehen, ohne mit großartigen Problemen zu rechnen. Der Aufzug, den er gerade noch erreichte, beförderte sie zumindest in das oberste Stockwerk, nachdem der Rotschopf einen der Knöpfe betätigte - und kaum konnte er besagten Fahrstuhl wieder lassen, empfand er eine gewisse Ruhe - mit Lizzy in einem Raum eingepfercht zu sein, empfand er als Folter. "Jetzt hast du auch noch ein Faible für Fesselspielchen? Gottverdammt bin ich froh, dass ich nicht in dein Beuteschema falle." Selbst wenn, dann würde all das nur zu unnötigen Problemen führen, die Niemand mehr einrenken konnte. Wieso auch? Ein Alpha nahm, was er wollte und stand an der oberen Spitze der Nahrungskette, es gab keinen Grund dazu, sich weiterhin Dinge darauf einzubilden und es war auch nicht sonderlich gut, sich gegen eine Naturgewalt aufzuregen. Lediglich die Reaktion der Rothaarigen ließ ihn schmunzeln. "Gut, dann wette ich, dass ich sie bis Ende des Monats im Bett hatte. Wenn ich's nicht hinkriege, dann kriegst du drei Flaschen von was auch immer und ich muss dir eine Woche lang alle Wünsche von den Lippen ablesen, hm?" Ein wunder Punkt war das nicht wirklich, dennoch fand er es allemal lustig, ein aussichtslose Spiel mit Liz zu spielen, das er selbst gar nicht verstand. "Ja, weil ich meine Mitarbeiter alle gerne nerve und das wissen sie auch. Spaß beiseite, ist der Typ nicht spät dran?" Wo war dieser Idiot? Pünktlichkeit schien wohl auch ein Manko zu sein und selbst, wenn Liz' der einzige Grund war, wieso er überhaupt wach und hier war, war er noch immer rechtzeitig wach und zumindest körperlich anwesend. "Hast du's dir während 'nem Meeting eigentlich schonmal besorgen lassen?" Was zum Teufel, Cecilio? Seine Klappe war sehr oft, sehr lose - aber im Moment schien er den Bogen weit zu überspannen.
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    • Eventuell war es tatsächlich bereits an der Zeit sich mit der Lage des eigenen Lebens abzufinden, wenn man selbst daran zweifelte aus diesem Gefängnis auszubrechen. Was brachte es schon einem sich an der Spitze der Nahrungskette zu befinden? Oft genug hätte sie bereits in das Spiegelbild vor sich schlagen können, sobald sie dieses betrachtete und eigentlich nur eine leere Hülle vor sich sah. Müsste sie sich etwas neues Positives während der Bewältigung ihres Alltags suchen? Cecilio brachte sie zwar immer wieder unter Leute, jedoch wurde aus diesen neugewonnenen Bekanntschaften entweder nur ein One-Night-Stand, oder aber sie distanzierten sich von Liz, weil sie mit solch einem Alpha nicht zurechtkamen. „Du weißt von vielen meiner Faibles nichts, aber als ein Raubtier musst du mich nun wirklich nicht hinstellen. Da gibt es bestimmt andere Alphas auf die das mehr zutreffen würde.“, wobei sie auch nicht gerade ein Unschuldslamm war. Sie konnte sich nur schwer selbst beschreiben, oder gar reflektieren, weshalb ihr die Worte und Meinungen anderer nicht unbedingt egal waren. Herzhaftes Lachen ertönte plötzlich im Aufzug, nachdem Ceci seine Wette zur Sprache brachte. „Und was verlangst du im Gegenzug, wenn du es wirklich schaffen solltest? Oder reicht dir der einfache Sieg?“ Es war stets amüsant mit dem Rotschopf solche Spielchen zu spielen, bei denen anderen der Kopf rot anlaufen würde, ehe sie sich vor Scham irgendwo vergraben. Viel machten sie sich nicht daraus um ein Blatt vor den Mund zu nehmen, weshalb es oftmals zu solchen Gesprächen und Späßchen kam, wobei Liz diese Wette definitiv annahm. Für einen kurzen Moment blickte sie auf sein Hemd, das er natürlich wieder halb offen hatte, jedoch störte sie gerade viel mehr die Unpünktlichkeit ihres Bereichsleiters, der so dumm genug sein konnte die beiden warten zu lassen. Auf einem der Stühle im Raum Platz genommen seufzte sie erschöpft und schloss für wenige Sekunden die Augen. „Warum muss man immer wieder und wieder meine Nerven strapazieren? Sollte er nicht hier in den nächsten fünf Minuten auftauchen gehe ich.“, kam es nun leicht schläfrig von der Rothaarigen. Noch länger Zeit in diesem Besprechungsraum würde ihr die letzte verbleibende Energie rauben, die sie lieber durch eine große Portion Schlaf hätte auftanken sollen. Allerdings öffnete Elizabeth verwundert die Augen, als er ihr solch eine ungewöhnliche Frage stellte, die sie letzten Endes schmunzeln ließ. „Ist das etwa ein Angebot?“, fragte sie mit einem beinahe schon gierigen Blick, woraufhin sie dann aber auf seine Frage antwortete. „Aber nein, hat sich wohl noch keiner getraut.“ Ein besseres Timing hätte der Bereichsleiter wohl nicht haben können um wie ein aufgescheuchtes Huhn in den Raum hineinzuplatzen und in die Gesichter der beiden zu blicken. „Guten Morgen! Ich entschuldige mich vielmals für die Verspätung!“ Nach dieser verzweifelten Begrüßung nahm der eingetroffene Mann, mit etwas Abstand zu den beiden, Platz und legte seine Unterlagen vor sich auf den Tisch. „Wie bereits in meiner Anmerkung zu diesem Meeting geschrieben, habe ich Bedenken zu einer unserer Angestellten. Dabei handelt es sich um einen weiblichen Alpha auf der siebten Etage, die bereits offen geäußert hat, dass sich jeder Omega hier unter ihrer Gewalt befindet. Da dieser Alpha sich allerdings bis dato in keiner Führungsposition befindet, wollte ich mit ihnen darüber sprechen, bevor uns alle Omegas in dem Unternehmen weglaufen.“, erklärte der Mann. Welcher Alpha konnte das wohl sein? Da fiel Liz direkt ein Name ein, der zutreffen sollte. „Olivia Milagros?“ Ein verwunderter Blick des Bereichsleiters fiel auf die Geschäftsführerin, ehe direkt ein Nicken folgte. „Gut, dann werde ich später ein paar Worte mit ihr wechseln.“, fügte sie hinzu und erhob sich von ihrem Platz. „Cecilio können wir gehen? Oder möchtest du noch etwas hinzufügen?“ Immerhin musste sie auch seine Stimme berücksichtigen und da der andere Mann im Raum wohl keine weiteren Anliegen hatte, konnte man dieses Meeting gleich abhaken.
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    • Fragen türmten sich bis in die Unendlichkeit in mancher Leute Köpfe auf. Viele von ihnen waren, vermutlich, nicht sonderlich wohlbesonnen und die Wenigen, die es doch waren, hatten ohnehin schon hinter den hauchdünnen Schleier geblickt, den so viele von ihnen um sich herum aufbauten. Meilenweit entfernt von der Realität lebten nicht alle von ihnen, aber doch genug um sich selbst zu fragen, wohin ihre endlose Reise zu gehen schien - und die, die nicht ohnehin schon prädestiniert dazu waren, an ihrer Dummheit zu ersticken, landeten eben dort, wo Cecilio sich aufhielt: im Fegefeuer, oder auch, einer Führungsposition mit einem rabiaten, flammenroten Höllenhund an seiner Seite, der wohl auch dann nicht von ihm ablassen würde, wenn er nur mehr aus Haut und Knochen bestand und ihm auch noch die letzten Tropfen Lebensflüssigkeit entfleuchten. "Also meinst du, dass du nicht die schlimmste Bestie in diesem verseuchten Moor bist? Touché", stieß der Rotschopf amüsiert aus. Würde ihm jemals langweilig werden, dann lag es wohl daran, dass Elizabeth sich eine wohlverdiente Auszeit aus seinem Leben nahm - Entspannung, die sie dringend benötigte, aber keineswegs erhalten würde, wenn sie sich lieber selbst in Grund und Boden arbeitete, bis auch der letzte Muskel in ihrem Körper vollkommen erodiert war. "Hm, der einfache Sieg reicht mir - aber ich hätte auch nichts gegen ein teures Abendessen." Cecilio war, im wahrsten Sinne des Wortes, ein simpler Mensch - seine Persönlichkeit selbst schien nicht unbedingt anspruchsvoll zu sein, gleich wenig wie die Verzweiflung, die ihn oft genug zu diversen Schandtaten trieb, nicht oft in ihm aufkochte. Tat sie es allerdings doch, so war er wohl oder übel wie vom Teufel besessen, wollte mit dem Kopf durch die Wand und hinterfragte sich selbst kein einziges Mal mehr, in der Hoffnung, doch noch einen Blick auf Dinge zu erhaschen, die er gar nicht erst wahrhaben konnte. "Ich würde es nicht unbedingt ein Angebot nennen, sondern eher eine Frage mit offenem Ausgang", erwiderte er schulterzuckend, bevor er sich über den Tisch lehnte und sich wunderte, ob es wohl angenehmer wäre, wenn die Jalousien zumindest ein kleines Stück weiter nach unten gelassen wurden und ... "Für was beschäftigen wir eigentlich Putzpersonal? Eugh", echauffierte er sich alsbald, als er die Arme von der dreckigen Tischoberfläche nahm und sich den armen Tropf ansah, der durch die Tür gewatschelt kam - Lizzy würde er mit solchem Verhalten nicht wirklich amüsieren, gleich wenig wie ihn. Wer in dieser Welt nicht zu parieren wusste, der fand sich andernfalls dort wieder, wo eine jeder Haufen Schund landete, der selbst in der Arbeitswelt zu nichts zu gebrauchen war. Dem Gespräch folgte er nur halbherzig - also hatte er doch den richtigen Riecher gehabt, huh? Nicht nur das, sondern die Tatsache, dass sich Alphas aufspielten, als wären sie an der Spitze der Nahrungskette, sorgte dafür, dass er die Augen rollte. Eine von Emotionen und Hormonen gesteuerte Bestie zu sein war widerlich, nicht? Naja, mehr als das war er - in Fleisch und Blut - zwar auch nicht, aber wenigstens sprachen seine Dokumente eine andere Sprache. "Nein, ich überlasse deine herzallerliebsten Alphas gerne dir - und natürlich habe ich nichts dagegen einzuwenden", erwiderte er, bevor er sich wieder erhob und ihrem Gegenüber ein kurzes Lächeln schenkte. "Ich brauch' Kaffee", grummelte er schlussendlich, bevor er sich mit Lizzy auf den Weg aus dem Meetingraum und zurück zum Fahrstuhl machte, um sich in ihr Büro zu verabschieden. "Wieso spielen sich die Tölpel eigentlich immer so auf? Du bist zwar auch beratungsresistenter als so manch anderer, aber nicht komplett ... verrückt."
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    • Gedanken mit Eventualitäten für die Zukunft schwirrten oft in ihrem Kopf herum. Über solche Dinge wie Kinderwünsche, einen Nachfolger für das Unternehmen, Zurruhesetzung und vieles mehr dachte sie nach, kam aber bisher noch nie auf ein zufriedenstellendes Ergebnis. Das gesamte Leben noch in dieser Schleife gefangen zu sein wollte Elizabeth auch nicht, aber ab wann musste sich etwas ändern, damit sich die Schlinge nicht zu fest um den Hals schnürte, bis man kaum noch nach Luft schnappen konnte? "Da bin ich sogar fest von überzeugt.", merkte sie noch an. Auch wenn sie sich nicht unbedingt immer vorbildlich verhielt und des Öfteren den Alpha raushängen ließ, so gab es dort draußen auf der Welt mit Sicherheit jemand Schlimmeres als Liz. Der Vorteil, beziehungsweise das Glück, bei ihr war, dass sie eher selten unter Leute ging, außer sie benötigte besondere Gesellschaft, oder es handelte sich dabei um eine Veranstaltung für die Arbeit. Cecilio und viele andere Menschen würden wahrscheinlich daran verzweifeln und ersticken, wenn der Rotschopf stetig ihren Trieben nachgehen würde, anstatt dies sein zu lassen und sich um wichtigere Dinge zu kümmern. "Gut, dann also ein Abendessen. In deinem Lieblingsrestaurant, oder möchtest du was Neues ausprobieren?" Wenn der Mann so wollte würde sie mit ihm extra in ein anderes Land fliegen, nur um ihm das servieren zu lassen, was er auch kosten wollte. Da spielte Geld und Zeit absolut keine Rolle, immerhin könnte sie im Flugzeug weiterhin mit dem Laptop arbeiten. Vorher gehörte Ceci aber definitiv neu eingekleidet und dann sollte er es wagen sein Hemd bis zum letzten Knopf zu öffnen. "Ein Angebot hätte ich eher begrüßt.", lachte sie amüsiert und musterte daraufhin ihr Gegenüber. Recht hatte er wegen dem Putzpersonal. Da müssten sie entweder nachrüsten, oder direkt neues Personal anschaffen. Schneller als gedacht hatten sie beide, oder wohl eher sie alleine, sich um das Problem des Bereichsleiters gekümmert, was relativ zufriedenstellend war. "Wie freundlich von dir mir die Problemkinder zu überlassen, hm?", meinte Liz mit einem herzhaften Lächeln, ehe beide den Raum verließen und erneut den Fahrstuhl betraten. Eventuell würde sich Cecilio wieder in das Büro zu ihr gesellen, da er wahrscheinlich mal wieder keine Lust hatte zu arbeiten. Wenigstens verringerte er so die Chance, dass die Rothaarige noch irgendwann vereinsamen würde, wenn sich keiner mit ihr während der Arbeit abgeben wollte. "Das nehme ich mal als Kompliment an... denke ich? Und das fragst du mich wirklich? Manche Alphas sind nicht immer mit ihrem Standpunkt zufrieden und müssen dies kompensieren. Heißt, dann wird sich schneller als du schauen kannst an Omegas vergriffen, die rein gar nichts dafür können.", ein Seufzten war gegen Ende ihrer Worte zu hören, da selbst sie es in mancherlei Hinsicht nicht wahrhaben wollte, dass ihresgleichen sich so verhielt. Vielleicht hatte Elizabeth auch nur das Glück sich in ihrer Position wohl zu fühlen und wäre genauso wie die anderen, sobald diese Position nicht mehr existieren würde. Der Fahrstuhl kam dann endlich auf ihrer Etage an, weshalb sie schnell diesen verließ und sich auf den Weg zu ihrem Büro machte. Eine kurze Online-Besprechung sollte in wenigen Minuten stattfinden und Unpünktlichkeit konnte sie keineswegs ausstehen.
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    • Wieso Dinge verplanen wenn es so einfach sein konnte, im hier und jetzt zu leben? Ceci war sich nicht sicher und dennoch hatte er eine ungefähre Ahnung, wie sehr und wie wenig ihn all das Geplänkel um ihn herum interessierte. Vermutlich lag es aber auch einfach daran, weil er sich selbst nicht eingestehen konnte - oder etwa wollte - das nichts auf dieser Welt einen Sinn zu ergeben hatte. Fand man sich erst am Boden der Nahrungskette wieder, dann wusste man doch, wie es war, jeden erdenklichen Müll als sein Fresschen anzusehen und spätestens dann, wenn man mit einem Halsband belohnt wurde und eine Leine anhatte, die einen in die richtige Richtung ziehen wollte, dann wusste man, dass man noch tiefer als tief gerutscht war. Vermutlich hätte er sich früher dagegen wehren sollen, aber im Endeffekt befand sich seine Crime Rate auf dem gleichen Level wie die eines Alphas und schien auch noch unermesslich hoch - sollte er sich nicht darüber freuen, etwas ganz besonderes zu sein? "Ich glaube, etwas Neues hört sich ganz gut an - etwas, das soweit weg von hier ist, dass wir eine gute Ausrede haben, um dich für einen Tag nicht arbeiten zu lassen", erwiderte der Rotschopf. Käme er mit Elizabeths ungeteilter Aufmerksamkeit denn überhaupt klar? Beinahe schon beschämt darüber, dass er sich selbst als allerhand Inventar - oder Eigentum - betiteln konnte, griff Cecilio sich an den Hals, an dem ein markantes Tattoo prangerte. Was war heute nur los mit ihm? "Ich glaube nicht, dass ich dir geben könnte, was du willst. Du solltest dir lieber ein Betthäschen suchen, das dir all deine Wünsche von den Augen abliest." Dennoch, er wusste sehr wohl, dass er nicht nur gut darin war, seinen Mund zum Reden zu benutzen, sondern auch andere Dinge damit tun konnte - das einzige Problem daran war wohl, dass er weder gewillt war, sein Gesicht zwischen den Beinen der Rothaarigen zu vergraben, noch sich danach fühlte, die Wahrheit aus ihnen beiden heraus zu kitzeln. "Als ob ein rabiater Alpha auf einen Beta hört", gestand er, wohlwissend, dass es viele von ihnen nicht taten - außerdem waren Pheromone noch immer etwas, mit dem er trotz seiner Tabletten nicht umzugehen wusste, etwas das er weder leiden mochte, noch loswerden wollte und allein der Gedanke daran ließ ihn fast würgen. Lizzy war in jener Hinsicht schlimm genug. "Das war keine Beleidigung. Alphas zu verstehen ist einfach nicht mein Feld der Expertise, vor allem dann, wenn ich abseits der üblichen Alpha-Omega-Dynamik stehe", erklärte er schulterzuckend. Natürlich erwartete keiner von einem einfachen Beta, alles über seine Artgenossen und ihre Gelüste zu wissen und Cecilio hatte sich ohnehin dagegen gesträubt als das schwächste Glied einer Kette angesehen zu werden, seitdem er denken konnte. "Aber wieso sich an Omegas vergreifen? Wer zum Teufel erhöht freiwillig seine Crime Rate weil er seinen Schwanz nicht in der Hose behalten kann?", grummelte er, kaum folgte er Liz in dessen Büro ... wieso gab es hier keine Kaffeemaschine? Ein Grummeln ließ den Rotschopf zur Tür heraus in sein eigenes verschwinden - eine angenehme Entfernung, die keinerlei Probleme für sie beide auf dieser Etage darstellte, die ohnehin ihr eigen war. Tatsächlich brachte Ceci, nebst einer Tasse Kaffee, auch seinen Laptop mit sich, in der Hoffnung, er könnte die bereits delegierte Arbeit zumindest planmäßig überfliegen. Stattdessen bequemte er sich allerdings auf Liz' Tischkante und sah diese, mit seiner Tasse in der Hand, an - kurz bevor er einen kräftigen Schluck nahm. "Soll ich dir Gesellschaft leisten oder soll ich mich lieber um dein heißgeliebtes Frischfleisch kümmern?"
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    • Irgendwann würde man sich in einem scheinbar unendlichem Kreislauf befinden - ein Faden - den man beinahe kaum noch durchtrennen konnte. Alles dem Zufall, oder Schicksal zu überlassen klang in ihren Ohren wie ein Ding der Unmöglichkeit, etwas mit dem sie sich nicht anfreunden möchte. Die Angst vor dem Unbekannten schien zu groß zu sein, weshalb man sich lieber bereits hinter den bereits vorhandenen Gewohnheiten versteckte und so wenig wie möglich von diesen abweichen ließ. Ein Psychologe würde eventuell sogar Cecilio als einen guten Partner für sie empfehlen, weil dieser auf eine unerklärliche und manchmal dumme Art und Weise die Rothaarige aus sich herauskommen ließ und aus ihrem Trott, wenn auch nur für einen Moment, befreite. "Natürlich und wer erledigt dann meine Arbeit für diesen Tag?", lachte sie, während sich der Kopf schüttelte. So wundervoll das auch klang, so konnte sie sich kaum vorstellen für einen Tag alles stehen und liegenzulassen, ohne das Mails ihr Postfach überfluten, oder ihr Telefon nicht im Minutentakt klingelt. Zumal ein Chaos in ihrem Kopf ausbrechen würde, als würden sich einige Gedanken nicht mehr richtig sammeln können, nur weil sie die Ungewissheit haben würde, ob auf der Arbeit alles rechtens lief. "Das müsste ich selbst beurteilen." Irgendwann würde der Tag kommen, wo Elizabeth sich an den Schein-Beta ranschmeißt und dadurch eine Bombe hochgehen würde, weil sie spätestens dann bemerkt, dass es sich bei dem guten Ceci eigentlich um einen Omega handelt. Auf diesen Tag sollte er es also wohl eher weniger anlegen, falls er noch kein Testament verfasst hat. Die Vorstellung, dass sich ein Beta gegen einen Alpha behauptet war allerdings doch amüsant. "Da kannst du uns dann leider doch gut mit wilden Tieren vergleichen, die ihren inneren Trieben nachgehen.", gab sie schulterzuckend zu. Was brachte es auch zu leugnen, oder die Wahrheit schön zu reden? Elizabeth konnte aus Erfahrung sprechen, dass wenn es mal mit ihr durchging sie kaum zurückgehalten werden konnte. Einige Linien würde aber selbst sie nicht überschreiten, da gab es wie eine Art inneren Mechanismus, der sie davon abhielt. Bevor sie auf ihren ledernen Bürostuhl Platz nahm, blickte sie dem Rotschopf hinterher, um zu sehen was dieser wieder anstellte. Den Laptop vor sich aufgeklappt und alle relevanten Programme geöffnet, fuhr sie sich durch das lange Haar und ließ einen erschöpften Seufzer los. Warum musste sie an diesem verdammten Meeting teilnehmen? Verwundert richtete sich ihr Blick aber wieder zu Ceci, der sich hier wohl einquartieren würde. Ein zufriedenes Grinsen zauberte er auf ihr Gesicht, nachdem dieser sich doch tatsächlich auf ihre Tischkante setzte. Leicht legte sie ihren Kopf schief und fuhr mit einer Hand über einen seiner Oberschenkel, ehe sie ihren neuesten Einfall mit ihm teilte. "Das Frischfleisch bleibt mir überlassen, jedoch könntest du meine Antwort von vorhin, von einem nein, zu einem ja umändern.", immerhin brachte er sie auf den glorreichen Gedanken sich während des Meetings es von jemandem besorgen zu lassen, da konnte er nun etwas Einsatz zeigen. "Unter meinem Schreibtisch ist genügend Platz.", fügte Liz noch hinzu, woraufhin sich gefühlt in der gesamten Etage ihre Pheromone ausbreiteten. Entweder er schlug ihr diese Idee aus dem Kopf, allein um die Pheromone zu stoppen, oder er konnte sich auf etwas gefasst machen.
      “Never be afraid to be kicked in the teeth. Let the blood and the bruises define your legacy.”
    • "Wer? Irgendein Arschkriecher wird sich schon finden", erwiderte er dem Alpha, die sich wohl oder übel lieber auf ihr verfluchtes Meeting vorbereiten sollte, anstatt ihre Gedanken an einen unwilligen Beta zu verschwenden, der sich gar nicht mehr so sicher war, wieso er sich überhaupt dazu ermutigen ließ, hier zu sitzen und sich in diesem Büro zu verschanzen. In Wahrheit gab es wohl wenige Dinge, die er offen zugeben konnte und noch weniger davon waren wirklich brauchbar - aber das wusste Cecilio auch selbst, vermutlich spätestens dann, wenn er sich abermals in einer Situation befand, aus der entfleuchen nicht sonderlich leicht war. "Gierst du nach einer Kostprobe?", hinterfragte der Rotschopf, als wüsste er die Antwort nicht sowieso. Alphas waren einfach, viel zu einfach und die Antwort für alles schien Sex zu sein, zumindest für die meisten Probleme, die sich in ihren hormongesteuerten Dickschädeln bildeten. Aber Omegas waren keinen Deut besser, nicht wenn sie sich in unmittelbarer Nähe eines Alphas befanden. Zur Hölle nochmal, er war nicht darauf aus Liz zu zeigen, wer oder was er war und er war vermutlich schon zu tief in die eigene Grube aus Dreck gerutscht, die er sich seit seiner Jugend grub. "Eben. Rangordnung scheint für euch, an der Spitze der Nahrungskette, alles zu sein. Und auch, wenn wir zweitrangig sind, haben wir für euch keinen sonderbaren Wert." Alphas hörten nicht auf Betas, selten auf Omegas, aber dann vielleicht doch auf den eigenen Partner, zumindest manchmal - aber diejenigen, die weder Nutzen für die Einen noch die Anderen besaßen waren wohl auch dann mit Dreck vergleichbar. Wenigstens führten sie ein Leben, über das sie selbst zu bestimmen wussten. Eigentlich wollte er einen Schluck aus seiner Tasse nehmen, da fiel ihm die fremde Bewegung auf seinem Bein auf und beinahe schon instinktiv machte sein Herz einen Satz, bevor sich ein verschmitztes Grinsen auf seinen Lippen ausbreitete. Also war er vermutlich nicht der Einzige von ihnen beiden, der sich durch einfache Gesten und unoffensichtliche Einladungen steuern ließ - wie langweilig. "Könnte ich das, hm?", gab er zurück, allerdings ertrank er sich selbst im nächsten Zug schon beinahe in Kaffee, weniger offensichtlich als sonst, kaum stieg ihm ein altbekannter Geruch in die Nase. Elizabeth Redvers konnte ihn zur Weißglut treiben, oder aber seinen Kopf verdrehen - und doch konnte er sich zumindest für den Moment zusammenreißen, auch, wenn er sich lieber hilfeschreiend einen Ausweg suchen wollte. Seine eigene Hand wanderte jedoch zu der Lizzys, auf diese und dann über ihren Arm, als wolle er gerade etwas ganz anderes. "Das hättest du wohl gern, hm? Als nächstes soll ich auf allen vieren um irgendwas betteln, od-", aber weiter kam er nicht, als sein Handy läutete und er - mit einem gespielten Seufzen, von der Tischkante rutschte und seinen Arsch von dieser schwang, um zu seinem Laptop zu gehen und schlussendlich abzuheben. "Ja?", grummelte er genervt, beinahe so, als hätte er wirklich unter Liz's Tisch kriechen wollen. "Wieso kann man sich eigentlich nicht auf euch verlassen?", erwiderte er schlussendlich der Stimme am Telefon, bevor er zur Tür ging. "Schick sie einfach in mein Büro, ihre Lieblingschefin ist gerade in einem Meeting, also sollen sie froh sein, dass sie nicht komplett zerfleischt werden." Das kam ihm gerade gelegen, aber selbst dort würde er wohl kaum einen klaren Kopf bekommen - aber vor Lizzys Präsenz wäre er zumindest sicher. "Wir reden später, Liz!", warf er ihr noch zu, als hätten sie gerade ein Meeting gehabt, das wichtig genug war, bevor er das Büro verließ und irgendetwas in den Hörer greinte, das sich sehr nach "Für was bezahle ich euch Deppen eigentlich" anhörte.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • "Oh, dann muss aber dieser noch meine Ansprüche erfüllen.", lachte sie wohl wissend, dass es kaum eine Person in der Firma gab, der sie ihre Arbeit anvertraute. Oft genug ist er bereits vor der Rothaarigen geflohen und doch ließ sie deswegen nicht locker. Cecilio war selbst schuld, wenn er mit ihr über solche Themen sprach und dabei kein Blatt vor den Mund nahm. Da konnte die Situation schnell mal außer Kontrolle geraten, weil Liz keinen Grund sah sich in irgendeiner Weise zu zügeln. "Und wenn dem so wäre?", antwortete sie schnell mit einer Gegenfrage. Noch nie erhielt sie ein klares 'nein' von ihm, weshalb sie auch nicht locker ließ und schon gar nicht wollte sie auf solche herrlichen Szenarien verzichten. Eine Menge Vergnügen bereitete es ihr mit ihren Sexualpartnern zu spielen, jedoch empfand sie etwas anders gegenüber Ceci. Diese Gefühlswelt konnte sie nur schwer zuordnen, oder gar erklären, denn so hat sie noch nie zu jemandem empfunden. Eventuell müsste sie sich mal die Zeit nehmen, um über all das ausgiebig nachzudenken, wobei sie wahrscheinlich sowieso nur auf den gleichen Nenner wie immer kommen würde. Der Rotschopf, selbst wenn sie keine richtige Beziehung führten, gehörte in gewisser Hinsicht ihr und das ließ sie die Welt oft genug wissen. "Ach komm schon, ihr habt zumindest für mich einen Wert. Wohl eher du, aber immerhin, nicht?", erwiderte sie mit einem Lächeln auf den Lippen. Mittlerweile sollte er wissen, dass sie auch seine Meinung anhörte und sich in verschiedenen Momenten auf diese einließ, oder eben nach einem Kompromiss suchte. Selbst wenn er Liz als einen Zerberus sah, so konnte man diesen Höllenhund auch in gewisser Weise besänftigen und zähmen - man musste nur wissen wie. Sein Grinsen musterte sie jedoch im nächsten Augenblick freudig, während ihre Hand kurz stoppte und sie ihn mit erwartungsvollem Blick ansah. Zu Wort kam sie allerdings nicht mehr, da sie sich voll und ganz auf die Berührung ihres Gegenübers konzentrierte. Ein Funkeln war in ihren Augen zu sehen, was sich allerdings schnell in Wut umwandelte, als sein Handy plötzlich anfing zu klingeln. Elizabeth stand gerade kurz davor dem nächsten Idioten seinen verdammten Kopf abzuschlagen, würde dieser sie nur schief von der Seite ansehen. Unzufrieden grummelte sie vor sich hin, während sie weiterhin zu Ceci sah und sich an der Stelle ihres Arms berührte, wo gerade eben noch seine Hand weilte. "Will ich doch hoffen.", murmelte sie relativ wütend vor sich her, als der Rotschopf das Büro verließ. Später würde sie noch herausfinden wer ihn zu diesem Zeitpunkt angerufen hatte und dann konnte er sein blaues Wunder erleben. Gereizt öffnete sie ihr Programm zum Online-Meeting und stellte die Verbindung zu dem Gespräch her, wo sie dann in die Gesichter einiger namhaften Personen blickte. "Guten Morgen zusammen... Dann kommen wir doch direkt zur Sache.", begrüßte Liz die Teilnehmer und begann sofort mit der Abarbeitung der zu besprechenden Themen. Etwa eine Stunde dauerte das Gespräch, bevor sie ihren Laptop genervt zuklappen konnte und sich wenige Sekunden später die Frage stellte, wo sich der Beta herumtrieb. Erschöpft erhob sie sich von ihrem Stuhl und nahm sich vor sich auf die Suche nach Cecilio zu machen, da deren Assistentin mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht wusste wo er sich aufhielt.
      “Never be afraid to be kicked in the teeth. Let the blood and the bruises define your legacy.”