Light and Darkness [Azenia x Nash]

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    • Light and Darkness [Azenia x Nash]

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      Quelle


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      Genre: Fantasie, Drama, Romanze
      Rollen:
      Diana - @Nash
      Kohdar - @Azenia
      Vorstellung
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      Unsere Geschichte spielt in einem kleinen Kontinent, der in zwei Königreiche aufgeteilt ist. Das Königreich Luxia und auf der anderen Seite das Königreich Edoajar . Seit Jahren herrscht ein Krieg zwischen diesen Königreiche. Eines Jahres aber entschieden sie sich zusammen zu tun, da eine dritte unbekannte Macht hinzugestoßen ist. Beide Könige sahen ein, dass es nötig war Frieden zu schließen. Jedoch nicht ohne einen Preis. Eine Prinzessin des Königreiches Luxia Diana soll mit dem erstgeborenem Prinzen des Königreichs Edoajar Kohdar vermahlt werden. Dieses Königreich bekam im Gegenzug ein Teil der Ressourcen der magischen Steine, die im Königreich Luxia reichlich zu finden sind.

      Da nicht explizit nach einer bestimmten Prinzessin gefragt wurde, schickte man Diana dorthin, die ohnehin von ihrer Familie ausgeschlossen wird und im Schatten ihrer jüngeren Schwester steht. Nicht nur sie hat es in ihrer Familie schwer, sondern auch Kohdar, der älteste Prinz. Seine Mutter stammte aus einem Stamm und somit besaß er aufgrund seiner Herkunft kein hohes Ansehen. Nun steht er allein, da seine Mutter bei seiner Geburt gestorben ist. Und obwohl er der Erstgeborene ist und im Normalfall auch der Erstgeborene Nachfolger wird, existiert noch seine Stiefmutter und ihr Sohn. Aufgrund ihrer hohen Position in der Adelsgesellschaft, besitzt ihr Sohn eine viel größere Unterstützung als Kohdar und so gibt es die Überlegung ihm den Thron zu geben.
      Diana wird die Frau von Kohdar, doch als man herausfand, dass sie außergewöhnliche Kräfte besaß, setzt die Königin alles daran Diana die Frau ihres Sohnes zu machen.
      Als würde nicht ohnehin genug Drama, Intrigen und Geheimnisse geben, steigt die Zahl der Angriffe der unbekannten Feinde.



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      Mit einem langen Seufzer zog ich den Koffer von meinem Bett runter und stemmte meine Hände an meiner Hüfte. Ich hatte vor ein paar Tagen die Nachricht bekommen, dass ich, anstatt meine Schwester ins Königreich Edoajar wurde. Im Normalfall wäre schon von Anfang an ich die Auserwählte gewesen, doch es gab schon Gespräche mit einer anderen Adelsfamilie, in der ich heiraten sollte. Doch nachdem meine Eltern die vielen Gerüchte des ersten Prinzen gehört hatte, nachdem sie ihre eigene Recherche angestellt haben, haben sie alles daran gesetzt die Heirat zwischen mir und der ausgewählten Adelsfamilie aufzulösen. Es hatte ein wenig Zeit in Anspruch genommen und meine Familie musste Gerüchte auf sich nehmen, doch am Ende hatten sie das erreicht, was sie erreichen wollte. Es war schon etwas Außergewöhnliches, dass ich in meinem Alter immer noch nicht verheiratet war. Doch wer wollte eine Dame heiraten, die eine schlechte Stellung in ihren eigenen vier Wände hatte und die Gunst des Königs nicht hatte? Doch ich sah darin das Positive. Auch wenn ich von den eigenen Bediensteten verhöhnt und vernachlässigt wurde, war mir hier der Ort lieber, anstatt ein fremder Ort, wo ich mich nicht zurückziehen konnte und womöglich noch harschere Behandlung erfuhr. Hier kannte ich all die kleinen Orte, an denen ich mich zurückziehen konnte und das tun, was ich wollte. In einem gewissen Rahmen natürlich, doch es war nicht unüblich, dass ich mich verkleidet und in die Stadt gegangen war. Ein Verhalten, welches meine Mutter nicht von mir erwarten würde und aus diesem Grund hatte ich die Freiheit dies mal immer zu tun. Und nun wurde ich doch weggeschickt. In ein Königreich, mit dem wir nicht allzu lange Krieg führten. Auch wenn man mir die Neuigkeiten nicht brachte, hatte ich all die Informationen von den Bediensteten Getratsche entnommen. Königreich Edoajar. Der Ort war mir, außer ein paar Fakten, fremd und der Name meines zukünftigen Gemahlen kam mir bekannt vor. Doch ich konnte nicht ganz genau sagen, woher. Von den Gerüchten, die ihn umgaben? Womöglich. Genau wie ich, schwirrten Gerüchte, die nicht wirklich zu seinem Gunsten war, um ihn herum. Doch ich wollte dem kein Glauben schenken und auch wenn er von der Familie, wie ich, nicht angesehen wurde, dann war es umso besser für mich. ich stand nicht an der Front und konnte mich dort, wie hier, zurückziehen. Für mich war das einzig wichtige, dass ich nicht misshandelt wurde. Ich benötigte keine wunderschöne Kleider, Juwelen oder Feier. Ruhe, Frieden und Freiheit war das, wonach ich sehnte. Auch wenn ich hier keine Anforderungen erfüllen musste, fühlte ich mich dennoch auf eine gewisse Weise beengt und eingesperrt. Ob ich dort ebenso das gleiche Gefühl bekommen werde. Ich sah der Sache nämlich positiv an, jedenfalls versuchte ich dies. Ich kam hier weg, auch wenn ich nach all der Behandlung meine Schwester liebte und noch nach der Akzeptanz meiner Eltern sehnte, doch andererseits wusste ich nicht was am Ende der Straße auf mich warten wird. Die Gegend war mir unbekannt und was wenn ich weglaufen wollte? Wir sprachen zwar die gleiche Sprache, doch sicherlich hatten sie ihren eigenen Dialekt. Das hieß wohl für mich, dies ebenso zu lernen. Es war ohnehin von Vorteil, wenn ich mich mit ihrer Geschichte und Menschen auseinandersetzte. Auch wenn ich der Heirat ein wenig kritisch gegenüberstand, wollte ich dennoch mein Bestes geben und einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Wenn ich mich gut anstellte, würden sie mich womöglich akzeptieren und ich könnte dort ein besseres Leben führen als hier.
      In meinen Gedanken versunken, hatte ich die Klopfer an meiner Tür nicht gehört. Ohne mein Erlaubnis trat eine Frau in mein Zimmer. Mit einem steinernen Gesichtsausdruck stand sie dort und sagte mir, dass die Kutsche auf mich warten würde. Mit einem Nicken gab ich ihr zu verstehen, dass ich sie verstanden hatte. Anstatt mir mit dem Koffertragen zu helfen, verließ sie auch wieder mein Zimmer. Ein Seufzer. Anders hätte ich es auch nicht erwartet. Dennoch hatte ich gehoffte, dass sie ihre Haltung am letzten Tag ändern werden. Ich griff nach dem Griff und verließ mein Zimmer. Da der Koffer doch ein wenig schwer war, dauerte es eine Weile. Zu meiner großen Überraschung standen meine Eltern und meine Schwester bei der Kutsche. Wollten sie sich von mir verabschieden? Mit einem Lächeln auf dem Gesicht kam ich ihnen näher. Mein vater lächelte mich leicht an, meine Mutter zuckte nicht mit ihren Wimpern und meine Schwester strahlte mich an. "Ich werde dich sooo vermissen. Vielen dank, dass du für mich gehst, Schwesterchen. Immerhin bist du wenigstens zu etwas zu gebrauchen", umarmte sie mich. "Ihr passt doch herrlich zusammen. Von der Familie verstoßen und einsam auf der Welt. Was aber natürlich nicht heißt, dass er dich lieben wird. Wenigstens kannst du ihn mit deinem Körper verführen, da du ja sowieso nichts anderes anzubieten hast." Es stach und es tat mir weh, keine Frage. Zu einem gewissen grad war ich daran gewöhnt, doch diese Worte zu hören, kurz vor meiner Abfahrt, tat meiner Seele weh. Ich schluckte die Tränen herunter, die drohten aus meinen Augen zu entfliehen. Ich löste mich von der Umarmung und zwang mich zu einem Lächeln. Meine Mutter hatte die Worte gehört, doch schritt nicht ein. Typisch. "Es freut mich, dass du dir die zeit genommen hast dich von mir zu verabschieden", brachte ich hervor, versuchte dabei fröhlich zu wirken. "Aber natürlich. Ein Tschüss von mir ist das mindeste was ich für dich machen kann, bevor du gehst." Die Freude, die ich vorhin verspürt hatte, war schnell vergangen. Ich drehte mich zu meiner Mutter und Vater um und nickte ihnen zu. Mir wurde wieder klar wie ich zu meiner eigenen Familie stand. Mir kam die Abreise wie ein Segen vor. Schnell und leise verabschiedete ich mich von meinen Eltern und stieg in die Kutsche ein, die man mir vorbereitet hatte. Ich ballte meine Hände auf meinem Schoß und verfolgte mit meinem Blick das Schloss, bis sie aus meinem Blickfeld verschwand.
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    • Kohdar

      Auf den Ruf eines Flaken hin sah ich auf. Zenon hatte sich auf den Fensterbrett nieder gelassen. Woher ich mir da so sicher war? Nun, ich besahs gute Ohren und vermochte es Vögel an ihren Ruf zu unterschieden. Für andere Menschen klangen ihre Stimmen gleich aber dem war nun einmal nicht so. Deshalb konnte ich trotz des wenigen Lichtes genau sagen, wer da auf sich aufmerksam machen wollte. Ich neigte meinen Kopf etwas nach Vorn, dabei berührte mein Kinn das weiche Haar dieses liebliches Geschöpfes welches in meinen Armen ruhte. Es war ein wunderschönes, flammendes Rot. So warm wie sie selbst und so berzaubernd anzuschauen. Eng an mich geschmiegt lag sie dort. Ruhig atmend, mit einen seichten Lächeln auf den zarten Lippen, friedlich schalfend. Wie ein Engel der zur Erde gefallen war. Ihre niedliche Stupsnase zierten einige kleine, aber nicht weniger reizende Sommersprossen. Sie verteilten sich von der Nasenspitze malerisch über die rotlichen Wangen, umspielten sanft die schönen grauen Augen. Es waren große Augen die immer heller strahlten als jeder Stern wenn sie mich erblickten. Das leise Klopfen, welchen Zenon immer wieder erzeugte indem er mit seinen Schnabel an das Fenster pochte, riss mich aus meinen Gedanken. Vorsichtig, darauf bedacht meine Nachtigall nicht zu wecken, stahl ich mich aus den Bett. Zunächst blickte ich mich nach einen Lacken oder ähnlichen um, mit welchen ich mich bedecken konnte. Schnell wurde ich fündig. Nachdem ich es mir um die Hüften geschlungen hatten ging ich zum Fenster. So leise wie möglich öffnete ich es. Draußen dämmerte es schon, bald würde es hell werden. Zenon ließ sich nicht lang bitten. Gar lautlos glitt er vom Fensterbrett auf meinen Arm. "Na mein treuer Freund, was ist? Was hast du?" flüsterte ich während ich ihm mit einen Finger die Nackenfedern kraulte. Der Falke kniff seine wachsamen Augen zusammen und genoss für einen Moment die traute Zweisamkeit. Ich musste schmunzeln. Auch ich hatte diesen glücklichen Gesichtsausdruck getragen als ich vor wenigen Stunden an der Seite meiner Liebsten eingeschlafen war. Es verstrich eine Minute ehe Zenon nach meiner Hand schnappte. Viele Menschen würden dies als Angriff werten. Ich aber wusste, das es ein Liebesbeweis war. Die meisten Vögel waren sehr sozial. Da war es nicht verwunderlich, dass er mich auch kraulen wollte. Ich ließ ihn gewähren. "Und? Was ist nun?" Er hatte mich doch nicht aufgesucht um meine Zuneigung zu erbitten. Nein, es musste noch einen anderen Grund haben. Noch einmal blickte ich herüber zu den Bett. Auch Zenon schien zu verstehen weshalb er mit bedacht leisen Lauten versuchte seine Nachricht zu überbringen. "Dann sind sie also....aufgebrochen." seufzte ich leise, wohlwissend das mein Leben so wie ich es bis jetzt geführt hatte vorbei war.

      Sicher es war alles andere als perfekt gewesen und doch war ich glücklich. Auch wenn es nicht so den Anschein machte waren mir hier, selbst in den Kreisen des Hofstaates, auch Einige wohlgesonnen. Meine kleine Schwester Nosphotrite zum Beispiel. Sie war kaum ein Jahr jünger als ich, da wir beide aus den Schoße unterschiedlicher Mütter entsprangen und doch war sie unsagbar weise und nach einigen Barden von unbeschreiblicher Schönheit. Jedoch war sie eine Frau und daher ungeeignet um zu regieren. Noch dazu hatte sie ein großes Laster. Statt lieblich auf der Lyra zu spielen, eine Leinwand anmutig mit Farben zu zieren oder sinnlich den feinsten Stoff zu besticken, ließ sie sich lieber von den atemberaubensten Kräutervariationen aus ihrer Pfeife berauschen. Sie ließ sich das Rauchen auch nicht verbieten und egal wie gut man Pfeife und Inhalt auch versteckte, sie fand Beides wenn ihr Verlangen danach nur groß genug war. Zwar wusste Nosphotrite genau wo ihr Platz war und durchaus auch wann es besser war zu schweigen, doch war sie insgeheim eine Verfächterin des Glaubens, Frauen sein ebenso gut wie Männer. In allen Belangen auch den regieren. So wohlerzogen oder berauscht wie sie sein konnte, so leidenschaftlich und stur war sie auch. Noch ein Grund weshalb sie bis heute noch keinen Gemahl an ihrer Seite hatte. Dabei gab es Freier zu Hauf. Sie lehnte aber jeden ab oder vergraulte jeden Einzelnen sogar. Aber das konnte meine schöne Schwester sich leisten. Seitdem unser kleiner Bruder das Licht der Welt erblickt hatte, waren alle Augen ihrer Mutter, unseres Vaters und auch soonst des ganzen Königreiches nur auf ihn gerichtet. Die Königin kümmerte sich zwar noch immer um alle Belange ihrer Töchter, von ihrer Ausbildung bis zu ihren Gang vor den politischen Traualtar, schenkte aber alle Liebe die sie aufbringen und alle Energie die sie in ein Kind investieren konnte einzig und allein, den einz'gen Sohn den sie den König geboren hatte.

      Lang lebe Prinz Orion!



      Nach drei Jahren brachte sie ihre bis jetzt jüngsten Kinder zu Welt, Zwillinge jedoch wieder keinen weiteren Erben für die Krone. Dabei gelten Hestia und Anthise über die Grenzen unseres Reiches hinaus als überaus liebreizend, wohlerzogen und schön anzuschauen. Nach ihrer Geburt fokusierte sich die Königin nur noch mehr auf ihr einziges Lieblingskind.
      Es gab einst Zeiten, da hatte Orion mit strahlenden Augen zu mir auf gesehen. Aber auch diese Zeit waren lange verstrichen. Heutzutage war ich schon froh überhaut mit einen Blick meines Bruders bedacht zu werden. Die Liebe meiner Schwester jedoch konnte ich mir warhscheinlich auf ewig gewiss sein. Neben den Prinzessinen gab es auch einige Grafen und Herzöge die lieber mich auf den Thron sehen würden, einfach weil sie den Adelshaus der Königin nicht vertrauten. Andere hatte ich von meiner Art überzeugen können. Schlussendlich wäre es aber politischer Selbsmord dies offen auzusprechen. Von den Adel abgesehen war ich auch wesentlich Volksnaher als mein Bruder. Dennoch hatte ich kein wirkliches Intresse daran Orion jemals den Thron und die Krone streitig zu machen.

      "Welche Route haben sie genommen?" Flüsterte ich noch immer so leise wie möglich. Und wieder versuchte Zenon ebefalls so behutsam wie möglich sein Wissen mit mir zu teilen. "So,so...durch die Teufelsgründe." Nachdenklich strich ich mir übers Kinn. "Dort sollen sich zur Zeit vermehrt diese Schrecken herumtreiben." Schrecken, so hatte man diese unheilvollen Kreaturen getauft welche seit einigen Monden großen Schaden in beiden Königreichen anrichteten. Es waren seelenlose Monster die nichts anderes kannten als Zerstörung so hieß es. "...Nun gut, dann werde ich auch dahin aufbrechen." Es konnte kein gutes Zeichen sein meine zukünftige Braut einfach solche Gefahren auszusetzen. Politische Ehe oder nicht, ich konnte doch nicht zulassen das diese Wesen noch länger Unschuldige angriffen. Was konnte eine Prinzessin von Luxia denn schon dafür?


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    • Auch wenn ich mehr Freiheiten hatte, als meine Schwester, um die sich ständig gekümmert wurde, hatte ich nie wirklich die Gelegenheit gehabt weiter weg vom Schloss zu reisen. Die längste Distanz, die hinter mir gebracht hatte, war bis zur Hauptstadt, die nicht einmal allzu weit weg vom Schloss befand. Eine halbe Stunde zu Fuß und man würde schon die ersten Läden erkennen, mit ihren Kunden innen drinnen, die die Waren mit bestaunenden Blicken betrachteten. Doch selbst der Ausflug zur Stadt passierte weniger, als man meinen mag, denn ungern wollte ich auf meine Reise zur Stadt erwischt werden, denn würde dies passieren, hätte ich sicherlich Ärger bekommen. Auch wenn ich das ungeliebte Kind war, war ich am Ende des Tages immer noch eine Prinzessin dieses Königreiches. Ich wünschte es mir anders, doch ich besaß weniger Freiheit als die Bürger, von denen Steuer und Ernte eingenommen wurden. Aber in Mitleid und Traurigkeit zu versenken, wollte ich dennoch nicht, also versuchte ich mich mit kleinen Dingen, wie Schmetterlinge, die an mir im Garten vorbeiflogen und mit ihren farbenfrohen Flügel in die Luft schwangen, aufzuheitern. Manchmal fiel es mir schwer, manchmal leichter. Es kam immer drauf an, wie das Wetter für den Tag aussah und welch ein Benehmen meine Mutter oder Schwester ansetzten. Auch das respektlose Verhalten der Bedienstete, konnte mein Tag betrüben. Sie mögen die Prinzessin vielleicht nicht körperlich verletzen, doch die Blicke und das Getuschel nahm mich ebenso mit, auf einer psychische Ebene. Daher las ich gern, da es mir half von einem besseren Leben zu träumen und es mir half meine Gedanken in eine Traumwelt schwinden zu lassen. Doch egal was mir passierte, ich hielt mich an den kleinen schönen Dingen fest.
      Und heute war der Tag, an dem ich ein Schritt in Richtung größerer Freiheit nehmen konnte. Nun, ich hoffte jedenfalls, dass ich mehr Freiheit erlange wird, wenn ich im fremden Königreich ankam und man mich besser behandelte als bei mir Zuhause. Ich hatte keine andere Wahl als zu warten und zu hoffen. Auch erhoffte ich mir einen sanften und gescheiten Mann, der mein zukünftiger Mann sein wird. Ich hatte zwar Gerüchte und Meinungen über ihn gehört, doch ich hatte mich entschieden dem kein Gehör zu schenken. Was ich genau von ihm erwartete, wusste ich nicht richtig, aber mir war es nur wichtig, dass er mich nicht verletzte und mir genügend Freiheit schenkte, die ich brauchte. Große Hoffnungen und schreckliche Szenarien wollten ich mir nicht vorgeben, da ich wusste, dass es mein Gemütszustand beeinflussen wird. Und ich wollte recht positiv dem neuen Leben, der auf mich wartete, entgegen treten. Ich ließ mein Blick aus dem Fenster schweifen und genoss die vorbeiziehende Landschaft. Es fühlte sich für mich nicht ganz real an, dass ich nicht mehr in diesen Königreich leben werde. Doch auf den Weg zum anderen Königreich Edoajar würde ich die prachtvolle Natur meiner Heimat genießen.
      Ich war kurz eingenickt, denn als ich wieder zu mir kam, sah ich, wie mein Kopf gegen das Fenster gelehnt war, der leicht bei der Fahrt der Kutsche vibrierte. Ich setzte mich wieder aufrecht hin und rieb mir die letzte Müdigkeit aus den Augen. Mittlerweile erkannte man keine Häuser mehr, nur weite große Felder, die sich in die Unendlichkeit erstreckte. Sie mussten sich sehr nahe der Grenze befinden. Mit einem Blick zum Fahrer, bemerkte ich seinen leicht besorgten Blick, der ab und an hektisch hin und her schweifte. Ich fragte mich wieso er dies tat, doch ihn ansprechen konnte ich nicht. Daher lehnte ich mich zurück und wartete darauf, dass sie die Grenze überschritten. Doch dazu kam es nicht, denn wenige Minuten später, fing die Kutsche an wie wild zu rütteln und ich fiel zur Seite, als die Pferde sich aufbäumten. Ihr Wiehern ertönte laut und ängstlich. Auch der Fahrer war kreidebleich. Ich klopfte gegen die Decke und lehnte mich aus dem Fenster. "Was ist los?", fragte ich ihn und sah die Schweißperlen, die sich auf seiner Stirn bildeten. Anstatt mir zu antworten, zeigte er nur still in die andere Richtung. Ich blickte dorthin und erblickte schwarze Umrisse, die uns rasend schnell näher kamen. Panik stieg in mir auf. Ich konnte die Gestalten nicht klar erkennen, doch die Geschichte über diese Wesen hatte ich gehört. Und auch wenn ich nicht viele Informationen über sie kannte, versetzte es mich in leichte Panik. "Fahrt", schrie ich den Kutscher fast schon an. Dieser hob nur die Peitsche und mit einem Ruck, wurde ich nach hinten gerissen. Mein Kopf schlug hart gegen das Polster und für einen Moment dachte ich, ich hätte sich was gebrochen. Doch lange liefen die Pferde nicht. Aus welchen Grund auch immer, wurde eins los und rannte weg. Als ich hinterher blickte, erkannte ich den Kutscher auf das Pferd. Er hatte mich verlassen. Mein Blick huschte panisch umher, ein Pferd blieb noch, bäumte sich jedoch auf, in Versuchung sich von der Kutsche loszureißen. Meine Gedanken rasten und klare Stränge konnte ich nicht erfassen, doch mein Körper bewegte sich allein. So sah ich zu, wie ich aus der Kutsche sprang und mich auf das Pferd setzte. Ich setzte mich auf ihn anders herum, während ich nach vorn beugte und die Riemen losmachte. Genau in dem Moment, in dem die Riemen auf den Boden fiel, raste das Pferd los. Vor Schreck schrie ich auf und beinahe fiel ich auf den Boden. Doch im letzten Moment schaffte ich es mich an das Pferd zu klammern. Tränen in den Augen versuchte ich mit festen Griff mich aufrecht und nach vorn gerichtet, zu setzen. Es dauerte lange und ich verlor oft beinah den Halt, doch am Ende schaffte ich es mich an den Zügel festzuhalten. Ich wusste nicht, wie man ein Pferd ritt, doch ich wollte so schnell wie möglich von hier weg. Ein Blick zur Seite sah ich, wie die Wesen mir näher kam. "Schneller", schrie und weinte ich fast zugleich. In der Ferne erblickte ich eine kleine Trupp, die in meine Richtung ritt. Hoffnung stieg in mir auf. Ich gestikulierte wild um mich, um sie von den Wesen aufmerksam zu machen. Die Monster zu übersehen, war nahezu unmöglich, doch ich wollte nur sichergehen und hoffte darauf, dass sie mir helfen konnten.
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    • Kohdar

      Noch einmal ließ ich meinen Blick zu meiner Liebsten schweifen, welche seelenruhig und engelsgleich in dem Bett ruhte. Langsam trat ich erneut an das Bett heran um ihr einen letzten liebevollen Kuss auf die Stirn zu schenken. Wie gern hätte ich noch einmal von ihren süßen Lippen gekostet, jedoch wollte ich sie nicht wecken. So musste ich ihre Stirn als geeigneten Ort für meinen Abschiedskuss wählen. Noch einmal strich ich durch das flammendrote Haar, dann löste ich mich von ihr. Schweren Herzens schritt ich durch das Zimmer. Ich sammelte all meine Habseligkeiten welche für solch eine spontane Reise wichtig waren. Eine Karte und ein Kompass von meinen Schreibtisch. Ein paar Lederbeutel mit goldenen Talern aus der alten Truhe, meine warmen Gewänder und Pelze aus den Schrank, meine treuen Waffen, ein Bogen und ein Krumsäbel von der Wandhalterung und Proviant aus der Küche. Zu guter letzt sattelte ich mein Pferd.

      Jarl, ein stolzes braunes Ross. Ohne seinen starken und großen Wuchs würde er mich kaum tragen können. Zu meinen Glück, oder sollte ich ehr Unglück sagen, stach meine Statur aus der Masse hervor. Ich war überdurchschnittlich groß geraten, meine Schultern sowie meine allgemeine Statur war breit und kräftig. Ich betrieb zwar stenges Training nach den Stammesregeln meiner Mutter, war aber nicht übertrieben muskulös. Das machte mich zu einen starken Kämpfer, ließ einige meiner Mitmenschen aber in Angst erschauern. Gerade wenn sie mir in der Dämmerung oder Nachts begegneten waren sie verängstigt. Dabei lag es mir fern, meiner äußeren Erscheinung zum Trotz, jemanden grundlos zu verletzen oder sonst irgend einen Harm zuzufügen. Ich war von ruhiger, freidlicher Natur. Deshalb zog ich auch die Gesellschaft von Tieren, den Menschen vor. Noch ein Grund weshalb ich als Außenseiter oder gar Sonderling galt. Natürlich nur hinter vorgehltender Hand, niemand würde das den Sohn des Königs ins Gesicht sagen. Auch wenn ich ein Bastard war, blieb ich immer noch erstgeborener Stammeshalter.


      Wortlos schwang ich mich auf den Rücken meines treuen Hengstes. Die Sonne hatte noch immer nicht ihr Antlizt über die Bergkämme geschoben. Im letzten Hauch der Dämmerung gab ich Jarl die Sporen. Frei wie der Wind preschte es los. Ich hatte Mühe ihm im Zaun zu halten. Klar, die Zeit drängte, der Weg war aber lang und daher war es unklug auf Geschwindigkeit statt den langen Atem der Ausdauer zu setzen. Ich kannte viele Wege, hatte ich doch das Land in einen jungen Jahren oft bereist, ließ mich aber von den majestätischen Vogel führen der seine lautlosen Schwingen über unseren Köpfen schwang. So verstich die Zeit wie im Fluge und auch wir legten eine beachtliche Strecke zurück. Erst am späten Nachmittag kamen meine Gefährten und ich im Garuma-Wald zum stehen. Hier beschloss ich ein Lager für die Rast aufzuschlagen. "Viel Zeit können wir nicht verstreichen lassen." murmelte ich mehr nachdenlich zu mir selbst als zu meinen tierischen Freunden. Die Teufelsgründe lagen nicht mehr so weit entfernt. Der Garuma-Wald war wie ich, viele Menschen fürchteten sich grundlos vor den beinah magischen Gehölz. Der Wald war ein Paradies für Beeren- und Kräuterliebhaber. Dazu wuchsen hier einige schmackhafte Pilze, die Luft war rein und die Atmosphäre friedlich. Sollten es Elfen oder Dryarden jemals geben, dann würde ich sie hier suchen. Hinter den Wald war eine weite Ebene die schließlich in die Teufelsgründe mündeten. Eine moorige Landschaft, sie schien finster und trostlos. Kein Wunder das diese Schrecken sich in diesem Gebiet sammelten.

      Um so erstaunlicher war es, das sich in der Ebene ein kleines Dorf befand, welches sich wacker gegen die drohende Gefahr zu wehr setzen versuchte. Besiedelt war es größtenteils von Hirten, Fischern und Holzfällern. Ein wahrliches Wunder, das diese Menschen bis zu diesen Tage allein mit der Situation auskam. Als ich mich den besagten Dorf nährten, zog ich es vor mich mit einer Kaputze zu verhüllen. Ich wusste wohl das gerade die Dörfer und Siedlungen in den Grenzgebieten der Krone nicht so nah standen wie die Bürger in den Städten nahe des Schlosses. Den hellen Aufruhr zufolge war den Bewohnern die Gefahr nicht entgangen. "Hey Reisender!" rief eine ältere Dame mir zu als ich geradewegs an ihr vorbei geritten war. Mit strammen Zug ab Jarls Zügeln brachte ich ihn zum stehen. "Was ist Mütterchen?" Die alte kroch nähr. "Fremde sind in der Gegend nicht gern gesehen. Dein Glück wirst du hier nicht finden." Den zusammengebunden Reisig und den vielen Körben zu Urteilen hatte sie im Garuma-Wald reichliche Beute gemacht. "Wie passend. Ich suche kein Glück." Ich blickte mich um. Sonst war niemand zu sehn. Keine weitere Menschenseele und auch keines dieser Monster. Auch Zenon kreiste ruhig seine Runden über uns. Wenn auch er keine Gefahr wahrnahm, würde es wohl sicher sein. Mit einen eleganten Satz schwang ich mich von meinen Pferde, griff wortlos nach dem Reisigbündel der Alten und setzte sie auf den Rücken von Jarl. "Heda! Jungchen! Was ist mit dir- Lasst los!" protestierte diese lauthals bis sie merkte, das ich ihr damit nur Gutes tat. "Wo solls denn hingehen Mütterchen?" Ich war mir ziemlich sicher das Ziel zu kennen, wollte aber nicht so gleich verraten das sich mein Ziel ebenfalls in dieser Richtung befand. Wenn die Menschen hier wirklich feindseelig waren, ließen sie mich vielleicht ehr gewähren wenn ich einer von Ihnen half. "...Zum Dorf in der weiten Ebene." Ich nahm die Zügel in die Hand und gab Zenon mit einen Laut zu verstehen, sich auf meiner Schulter nieder zu lassen. "So ein merkwürdiger Kauz wie dich habe ich mein Lebtag nicht oft gesehen." bemerkte das Mütterchen, worauf hin ich ihr lautlos meine Trinkflasche mit Wein reichte. Fast schon gierig entrissen mir die alten Hände das Trinkgefäß. "Nicht das ihr mir auf meinen Pferde austrocknet." So zog ich von Dannen. Zugegeben, langsamer als zuvor aber wesentlich sicherer. Nach einer halben Stunde, die Nacht wollte bereits hereinbrechen erreichten wir das Dorf endlich.


      Ich hatte kaum einen Fuß in das Dörfchen gesetzt da wurden wir auch schon feindseelig umring. "Schon gut!" Murrte die Alte bevor auch nur einer der Dorfbewohner sein Wort an mich richten konnte. "Dieser Mann ist in Ordnung. Sonderbar, aber gut." Die Menge machte einen Schritt zurück. Man hatte Respekt vor der Meinung des Mütterchens. Wahrscheinlich war sie die Dorfälteste oder der Gleichen. Wortlos drehte ich der Meute den Rücken zu und half der alten Dame vom Pferd. "Wo soll das Reisig hin?" Die müden Augen der Alten wanderten an mir herauf, dann tat sie eine Handbewegung mit der ich ihr folgen sollte. Eine Welle von Raunen und Murmeln fuhr durch die Menge der Dorfbewohner. "Ich sagte doch, Fremde sind hier nicht gern gesehen." hörte ich von der hinkenden Frau. "Ich mache mir nichts aus Waschweibgeschwätz." Sie nickte. "So so." Sie führte mich zu einer kleinen Hütte, wahrscheinlich ihre Eigene denn sie ließ sich mit einer Selbstverständlichkeit auf die kleine Band davor plumpsen. Ich sellte das Bündel Geäst vor ihren Füßen ab und sie legte diese sogleich darauf. "Ist hier zufällig eine Kutsche vorbei gekommen?" Das Mütterchen welches gerade seine Augen geschlossen hatte schlug eines wieder aus. "Du bist doch kein Dieb? Wenn ja wollen wir nichts mit dir zu schaffen haben." Ich schüttelte den Kopf. "Nein. ...Ist sie es nun? Oder ist sie es nicht?" Keine Antwort. "Vielleicht hilft mir ein weiteres Schlückchen Wein mich zu erinnern. Es sind harte Zeiten, da zähle ich nicht den lieben langen Tag vorüber ziehende Kutschen." Tief seufzend reichte ich ihr die Trinkflasche. Nachdem sie einen kräftigen Schluck getan hatte verneinte sie. Ich sah gen Himmel. Wenn sie noch nicht passiert waren, mussten sie es bald tun oder bereits auf Hindernisse gestoßen sein. "Die Männer die uns so freudig empfangen haben verrichten ihr Tagwerk immer voll bewaffnet?" Das Mütterchen schüttelte mit den Kopf. "Sie schützen uns vor den Monstern, es tut ja sonst keiner." Ich reib mir nachdenklich übers Kinn. "Haben sie Erfahrung im Kampf mit diesen Wesen? Oder wisst ihr wie man sie im Zaun halten kann?" Die Alte sah auf. "Warum willst du das wissen?" Ich erwiederte ihre Blick. "Ich tat euch einen Gefallen, jetzt erweist mir Einen. Diese Menschen scheinen euren Worten folge zu leisten und ich brauche Hilfe um diesen Schrecken gegenüber treten zu können." erklärte ich ihr. "Ach... Aus Nächstenliebe handelt heute niemand mehr, was Jungchen? ...Nun, das kostet dich mehr als eine gute Tat und etwas Wein." Ich überlgte was sie sonst haben wollte. "Soll mir recht sein." Stimmte jedoch sogleich zu ohne zu verhandeln, immerhin drängte die Zeit.


      Tatsächlich begaben sich einige der Männer auf ihr Wort hin mit mir in die Teufelsgründe. Wenn es hart auf hart kommen sollte würden sie jedoch für sich selbst handeln. Wer würde einen Fremden in einer tötlichen Situation auch trauen. Aber das störte mich nicht, ich war fähig allein meinen Weg zu gehen. Dennoch war ich dankbar für das Maß an Unterstützung. "Da vorn sind welche!" riefen einige der Männer und auch ich erkannte wie sich die schaurigen Kreaturen am Horrizont abzeichneten. Doch... da war noch etwas, oder.... jemand. "Was denn? Eine Jungfer?" Die Jungfer in Nöten war ein blondes Mädchen auf einen aufgebrachten Ross, welche zum einen krampfhaft versuchte von den Tier nicht abgeworfen zu werden zum anderen damit beschäftigt war auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Ob das... "Die Maid und ihr Pferd übernehme ich. Würdet ihr mir den Rücken freihalten? Ich verspreche euch eure Schaden soll's nicht sein." Hoffentlich hielten sie an meinen Wort fest. "Bleib ruhig Fremder, wir sind nur hier weil Myrte es verlangt hat." Ich schluckte. "Aber sie braucht Hil-" Das brachte nichts, also gab ich Jarl das Zeichen los zu gallopieren. Notfalls war ich auf mich allein gestellt. In diesem Moment war ich froh meinen Bogen und den Krumsäbel in meiner Nähe zu wissen. Die Pferde rassten aufeinander zu. Zielsicher versuchte ich das Halter des panischen Tieres zu packen als es nah genung an Jarl kam. So lang diese Wesen in unserer Nähe waren, brachte es nichts das Tier berühigen zu wollen. Dennoch konnte ich es für einige Sekunden halten. "Macht schon, klettert zu mir herüber." Wies ich das Mädchen an. Viel Zeit blieb uns nicht. Zum einen war das durchgegangen Pferd, zum anderen die drohende Gefahr der Kreaturen. Die Männer, die mir in den Wald gefolgt waren schienen sich nun doch auf ihr Herz zu besinnen und preschten an uns vorbei, auf die Monster zu. Unser Glück. Ich vermochte viel doch wenn ich das Mädchen retten wollte, konnte ich es nicht der Gefahr aussetzen in den Kampf zu ziehen. Sicherlich, ich sah nicht aus wie der gloreiche Krieger wenn ich die Jungfer nahm und mich zurück zog aber so lang ich sie nicht in Sicherheit wusste, konnte ich dem Kampf nicht beiwohnen.


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    • Trotz ihrer Angst die Kreaturen könnten sie schneller erreichen als die kleine Truppe, spürte sie Erleichterung in sie ausbreiten. Sicherlich waren sie diejenigen, die sie retten werden? Denn wieso sonst würden sie ihr entgegen reiten und somit den Kreaturen näher kommen. Diana kniff leicht ihre Augen zusammen und erkannte, dass die Gruppe sich auflöste und für einen Moment war sie verwirrt. Was taten sie dort? Was hatten sie vor? Verunsicherung ersetzte das Gefühl der Erleichterung und nun fragte sie sich, ob sie doch nicht hier waren um ihr zu helfen. Doch einer steuerte direkt auf sie zu. Mit festem Griff hielt sie sich an die Mähne des Pferdes fest und musste die Zähne zusammen beißen, als er bei ihr ankam. Es handelte sich um einen Mann, der ihr die Chance gab das Pferd zu wechseln. Diana ließ ihn sie nicht zwei Mal auffordern und ohne groß darüber nachzudenken, streckte sie ihr Bein aus, rutschte so weit wie möglich zur Seite und hielt sich an dem Mann fest. Mit Schwung beförderte sie sich selbst hinter dem Mann. Ihr Herz hämmerte schmerzhaft gegen ihre Brust. Für einen Moment hatte sie gedacht sie würde runterfallen und unter die Hufen der Pferde zerbrechen. Doch sie hatte es geschafft und den Rücken vor ihr zu sehen erleichterte sie dermaßen, dass sie die Augen schloss und tief ausatmete. Das Pferd von ihr wurde losgelassen und ehe sie sich versah, hinterließ das Pferd eine lange Strecke hinter sich. Doch Diana blieb weiterhin hinter dem unbekannten Mann. Aufgrund des vereinzelten Kreische der Kreaturen und den lauten Wind, musste Diana ihre Stimme erheben und bedankte sich bei ihr. Ein einfacher Dank würde nicht reichen, das war ihr durchaus bewusst, doch momentan wusste sie nicht wie sie sich in dieser Situation verhalten sollte. Doch sobald sie in Sicherheit war, würde sie ihm nochmals danken und fragen, wie sie ihn belohnen konnte. Sie mag nun nichts mehr bei ihr zu haben, doch sicherlich würde die königliche Familie des anderen Königreiches ihn belohnen, schließlich hatte er die Verlobte des Prinzen gerettet. Auch wenn ihre Familie sie vernachlässigt hatten, würden sie sicherlich dies als Ausrede benutzen, um das andere Königreich entweder anzugreifen oder von ihnen Entschädigung zu verlangen.
      Sie hielt sich an seinem Umhang fest und versteckte ihr Gesicht hinter seinem Rücken, damit der Wind ihr nicht weiterhin Tränen in den Augen brachte. Das Pferd gab sein Bestes um diese zwei Menschen in Sicherheit zu bringen. Kurz sah Diana nach hinten und fragte sich, was mit dem Rest der Gruppe passiert war. Sie waren nicht bei ihnen, viel mehr steuerten sie auf die Kreaturen um und da fragte sie sich, wieso sie dies taten. Doch das sollte sie besser nicht interessieren, denn ihr Leben befand sich weiterhin noch in Gefahr. Also drehte sie ihren Kopf wieder um und versuchte die Geräusche der Kreaturen auszublenden, was sich als schwieriger herausstellte als sie gedacht hatte. Daher schloss sie ihre Augen und versuchte an etwas anderes zu denken. Über den Ritt hinweg tat sie nichts anderes und erst als das Pferd zu einem Halt kam, blickte sie auf. Diana erblickte ein kleines Dorf, welches sie noch nie auf der Karte gesehen hatte. War das Dorf nicht zu weit vom Königreich entfernt und zu nahe in der Gefahrenzone? Doch sie war froh endlich nicht mehr in Angst zu leben. Es stellte sich nun die Frage für wie lange. Der Mann stieg ab, Diana folgte ihm. Als sie aufkam, knickten ihre Beine ihr fast weg, daher hielt sie sich schnell an das Pferd fest. Sie zitterte und befürchtete, dass ihre Beine ihr wegknicken, wenn sie ein Schritt nach vorn tat. „Vielen Dank für die Rettung, auch wenn Ihr ein anderes Ziel gehabt hattet. Ich bin Euch mein Leben schuldig. Leider habe ich mein Hab und Gut verloren. Wie kann ich Euch entlohnen für die gefährliche Rettung?“
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    • Kohdar

      Lange musste ich die Maid nicht bitten. Zwar war die junge Dame sichtlich verängstigt, verfügte aber über genug Lebenswillen um sich ein Herz zu fassen und meinen Worten Folge zu leisten. Während Jarl sich nicht aus der Ruhe bringen ließ hatte ich mit den anderen Pferd zu kämpfen. Das verängstigte Tier war außer sich doch ich hatte keine Zeit mich seiner armen Seele anzunehmen. Ich konnte nur dafür sorgen, dass es nicht einfach auf und davon preschte oder seine offensichtlich ungeübte Reiterin abwarf. Zu meinen Glück ging alles recht schnell. Erst klammerten sich zwei zarte Hände an mich als wäre ich ein Fels in der Brandung, dann schwang sie sich auf beeindruckende aber nicht weniger graziele Weise zu mir herüber. Als mir bewusst wurde das sie hinter mir, sicher, auf Jarl sahs ließ ich ihr Reittier sofort los. Dieses verhielt sich wie erwatetet und preschte ziellos davon. Hoffentlich richtete es auf den Weg keine Schäden im Dorf an. Für einen Moment blickte ich zu den Männern des Dorfes. Ich gedachte ihnen mit einen Nicken zu und machte mich daran die Lady zurück ins Dorf zu bringen. Ich konnte diesen mutigen Leuten nicht helfen wenn ich sie dabei gefährdete. "Haltet euch gut fest." Riet ich der Maid als ich Jarl kurz darauf auch schon antrieb so scnell zu gallopieren wie er nur konnte. Wie der Wind fegte wir über das Land. Erst als die ersten Häuser des Dorfes in beinah greifbarer Nähe waren hielten wir inne. Vor dem Haus des Mütterchens brachte ich mein Ross dann zum stehen. "Könnt Ihr allein absteigen? Oder braucht ihr Hilfe?" Mein Hengst war immerhin ein wirklich großes Pferd. Man hatte eines gesucht was meiner Größe gewachsen war. So einfach war es nicht ihn zu bestiegen oder von ihm abzulassen. Als ich abgestiegen war musste ich um Jarl herum gehen um sie nähr betrachten zu können. Die Haut war bleich, der Körper zittrig. Das Adrenalin zeigte seine Wirkung. "Hm?" Ich hätte nicht gedacht, das dieses erschöpfte Ding so schnell zu Worten fand. "Ruht Euch hier aus, Ihr seid hier in Sicherheit. Das Mütterchen wrd sich Euer annehmen bis ich wieder da bin." Vorsichtig hob ich die junge Dame auf meine Arme und trug sie das Stück zur Bank, wo die Alte vorhin noch gesessen hatte. Dort ließ ich die blonde Jungfer vorsichtig ab und ließ schnellen Schrittes zu meinen Ross zurück, nur um bald wieder an dem Kampf teilnehmen zu können. Auf den Weg zog ich bereits meinen geliebten Krumsäbel aus der Scheide. Es war gar nicht so lang her, das ich gekämpft hatte. Jedoch war dies ein Übungskampf gewesen und kein Ernstfall. Dennoch, irgendetwas in mir freute sich auf das - was da kommen mochte. Bald schon war ich wieder am Ort der Schlacht angekommen. Die Burschen aus den Dorf hielten sich wacker, stießen aber langsam an ihre Grenzen. Dabei waren es nur noch einige wenige Gegener zu besiegen. Ich ließ Jarl plötzlich anhalten und nutze den daraus resultierenden Schwung um mich mitten ins Getümmel zu stürzen. So landete ich mir bereits gezückten Krumsäbel direkt vor den Monstern. Es waren seelenlose Kreaturen die nur einen Zweck dienten. Jeder dieser Wesen konnte den Tod verheißen, mehr noch ..mehr. Sie konnten einen selbst zum schlimmsten Feind seiner Freunde machen. Die Kälte die von diesen ausging ließ mich erschaudern. Zu hören war nur das Knurren der Kreaturen und kaum einige Sekunden darauf setzte das Erste auch schon zum Angriff an, doch die Klinge meiner Waffe war schneller. Ein schriller Schrei erfüllte die Luft, als das Metall sein Ziel traf, doch gab es kein Blut.. Und es war nur einer von zig anderen, die ihren Kumpanen hinter sich ließen. Ich machte einen Satz zurück, brachte Abstand zu diesen Schatten und schnell fuhren meine Augen über die anderen, übrigen. Ich zählte fünf... Wenn es bei dieser Anzahl blieb. Die jungen Männer, von meinen Dazustoßen beflügelt aber begann den Kampf wieder aufzunehmen.


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    • Der junge Mann ging nicht auf meine Worte ein, viel mehr sagte er mir, dass ich mich ausruhen sollte. Ich war ihm sicherlich dankbar, wie anders ging es auch, nachdem er mich vor einer lebensbedrohenden Gefahr gerettet hatte, doch es befriedigte mich nicht, dass er nicht so sehr auf mein Dank eingegangen ist, wie ich es mir erhoffte hatte. Überrascht schnappte ich nach Luft, als er mich hoch hob, damit er mich zu einer Bank tragen konnte. Ich war es nicht gewohnt getragen zu werden, geschweige von einem Mann, auch nicht in solch einer Nähe des männlichen Geschlechts. Doch ich sah schnell ein, dass ich ohne seine Hilfe wohl nicht so schnell und komplikationslosere Bank zu steuern konnte. Ein weiteres Mal sprach ich ihm mein Dank aus. Ich war ihm tief verschuldet, das sagte ich mir immer wieder, bis ich ihn nicht mehr sehen konnte. Als er sich auf dem Pferd geschwungen hatte, hatte ich mich gefragt, wohin er reisen wollte. Ob er zurück zu seinen Freunden ritt, um ihnen zu helfen? Womöglich, denn er hatte ihr vorhin gesagt, dass er wieder zurück kommen wird. Ich bekam ein mulmiges Gefühl im Bauch, ihn so in die Ferne reiten zu sehen, doch am Ende konnte ich ihm nichts verbieten oder von etwas abbringen.
      Allein saß ich nun auf der Bank, und auch wenn ich mich zur Ruhe legte, bekam ich die schrecklichen Bilder nicht aus dem Kopf, zudem schien mein Körper sich noch haargenau an das Gefühl der Hilflosigkeit und Angst zu erinnern, denn ich bemerkte, wie meine Arme anfingen zu zittern. Um mich selbst davon abbringen zu lassen, hielt ich sie fest und presste meine Knie gegeneinander. Was wäre wohl passiert, wenn der Mann mich nicht gerettet hätte? Hätte ich allein entfliehen können, oder hätte mich die Monster aufgeteilt und an mir genagt? Allein die Vorstellung, wie sich ihre Krallen in meine Haut bohrten und ihr stinkiger Atem mir ins Gesicht schlug, ließ mir fast die Galle hoch kommen. Doch viel länger konnte ich mir nicht an diese Fantasie festhalten, denn ich wurde plötzlich von einer Dame angesprochen, die ich zuvor nicht bemerkt hatte. „Alles gut mein Kind?“ Sie war alt und klein, und obwohl sie eine gewisse Härte im Gesicht hatte, konnte ich in ihren Augen sehen, dass sie eine aufrichtige Seele besaß. Man sagte ja so gern, dass die Seelenspiegel eines Menschen nicht lügen können. „Ja, dank meinem Retter“, nickte ich leicht den Kopf und lockerte dabei meinen Griff um meine Arme. „Ein mutiger Bursche, sicherlich. Kommt, das Erscheinen der Dämonen hat Eich sicherlich zugesetzt.“ Da konnte ich ihr nur zustimmen. Diesmal schienen meine Beine ihre Kräfte wieder gefunden zu haben, denn als ich aufstand, konnte ich mich aufrecht erhalten. Langsam und dich zögerlich, folgte ich der Frau. Von ihr aus schien keine Gefahr auszugehen, doch ich wollte trotz allem vorsichtig sein, da sie mir vollkommen fremd sind und ich mich nicht noch ein weiteres Mal in Schwierigkeiten sehen will, erst recht nicht, nachdem man mich gerettet hatte.
      Auf den Weg zur Hütte der alten Frau begegnete ich einige der Dorfbewohner, die jedoch ihre Distanz zu mir behielten und mir Blicke zuwarf. Ich konnte nicht anders, als mich zu fragen, ob sie generell vorsichtig gegenüber Fremden waren, oder sie sich fragten, ob ich eine Gefahr für sie darstellte, obwohl ich nicht wirklich nach solch einer Person aussah. So gut wie es mir möglich war, versuchte ich die Blicke zu ignorieren und eilte der Frau hinterher. Schließlich kamen wir in der Hütte an und sie zeigte auf eine Sitzfläche, auf der ich Platz nehmen sollte. „Ruh dich aus Kind. Ich gebe dir Tee.“ Es erwärmte mir das Herz zu sehen, wie ein Fremder sich derart um mich kümmerte. Obwohl… „Ich bin Eurer Hilfe sehr dankbar, doch leider habe ich mein Hab und Gut bei der Flucht verloren und kann Euch nicht entschädigen“, meldete ich mich zögerlich zu Wort, darauf gewappnet, dass sie über meine Aussage nicht sonderlich erfreut sein wird. Sie bedachte mich mit einem strengen Blick. „Sehe ich nach jemanden aus, die jemand in Not um eine Gegenleistung bittet, wissend, dass sie nichts dabei hat?“ Ich zuckte unwillkürlich zusammen. „Verzeiht, so war das nicht gemeint“, entschuldigte ich mich sofort und senkte leicht den Blick. „Nun ruht Euch wirklich aus und lasst mich machen.“ Resigniert nickte ich abermals und lehnte mich nach hinten. Doch mich ganz auszuruhen konnte ich nicht, denn im Hintergrund machte ich mich Sorgen um meinen Retter. Würde er lebendig wieder zurückkehren? Meine Finger verschränkten sich ineinander und gedanklich betete ich, dass er unverletzt wieder zu mir kam.

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    • Kohdar
      Es war ein hitziger Austausch. Ein scheinbar ewiges Hin und Her. Adreanalin strömte durch unsere Körper wie das Blut und riet uns zu Höchstleistungen an. Es roch nach verfaulten Fleisch und Schweiß. Die Lust war erfüllt von Kampfschreien und Anspannung, zweiweise auch von Spuren der Angst. Schlussendlich gelang es den jungen Burschen und mir die Gefahr abzuwenden. Jedoch nicht ohne kleinere Verletzungen in Kauf zu nehmen. Müde und erschöpft machten wir uns auf den Weg zurück ins Dorf. "Für einen Fremden...-" hauchte der aufmüpfige junge Bengel von vorhin "....habt ihr Euch nicht schlecht geschlagen. Fast als wärt ihr einer von uns." Mir kam ein leichtes Lächeln über die Lippen. Für einige Sekunden überlegte ich ob ich darauf etwas erwiedern sollte, beließ es aber dabei ihn stumm auf die Schulter zu klopfen. Danach hatte ich mich um ein Pferd zu kümmern. Je nähr wir den Dorf kamen um so lebendiger schien es zu werden. EInige junge Frauen standen erwartungsvoll am Dorfeingang. Wahrscheinlich erwarteten sie ihre Liebsten. Bei den Anblick seufzte ich schwer. Auch ich erwartete eine junge Frau welche bald, nach den Plänen unserer Eltern meine Frau werden sollte. Zum Wohle Aller, hatte man mir gesagt. Langsam ließ ich meinen Blick zum Himmel schweifen. Auch meine Liebste hatte mich immer so sehnsüchtig erwartet wenn ich zum Schloss heimkehrte. "Marisol...." kam mir ihr lieblicher Name wie Engelsgesang über die Lippen. Was sie wohl gerade tat? Ob sie um mich weinte oder mir böse war, weil ich ohne ein Wort des Abschiedes aufgebrochen war? Dabei nur um ihr unnötige Trauer zu ersparen. Der Ruf eines vertrauten Vogel riss mich aus meinen Gedanken. Intuitiv streckte ich meinen Arm aus, so das Zenon sich nieder lassen konnte. "Na? Willst du mir berichten wie es der jungen Dame ergangen ist?" Wohlan ... vielleicht sollte ich lieber nach ihr und den seltsamen alten Weib sehen. So unbemerkt wie möglich verließ ich die Gruppe heimkehrender Held und machte mich auf den Weg zu besagter Hütte. Auch hier war ich bedacht leise zu sein, nicht dass das Fräulein eingeschlafen war und ich sie weckte. So mitgenommen wie die Maid aussaah würde etwas Schlaf sicherlich Wunder wirken. Ich hatte Jarl gerade fest gebunden da trat das Mütterchen aus ihrem Heim. "Ich hätte nicht gedacht, das du so schnell und unbeschadet wieder zurück kommst Jungchen." Das war wohl ihre schroffe Art mich zu begrüßen. Ich setzte zum Reden an, wurde aber sogleich von ihr unterbrochen. "Den Mädchen geht es gut. Nur etwas mitgenommen aber sonst quicklebendig." Leise atmete ich erleichtert aus. "Was hast du ...wir könnten noch etwas Holz für das Feuer gebraucht." Sie deutete auf einen alten Baumstumpf in welchen eine Axt steckte. "Ihr zwei solltet lieber erst morgen zum Schloss aufbrechen." Moment diese Frau wusste- Sie lächelte. "Königskinder leuchten heller als andere, vor allem jene mit besonderen Schicksal. Ich wandle lang genug auf dieser Welt um dies zu erkennen." Ich fuhr mir nachdenklich durchs Haar. "Das bedeutet diese Jungfer ist..." Das Mütterchen nickte. "...die Prinzessin nach der du gesucht hast. Und nun zöger die Arbeit nicht weiter heraus. Feuerholz schlägt sich nicht von allein. Königliches Blut hin oder her... für etwas Arbeit ist es mir eine Ehre euch ein Nachtlager zu bieten." Ich schmuzelte. Irgendwie mochte ich diese alte Frau. "Schon gut, ich geh ja schon." Also macht ich kehrt, direkt auf den Baumstamm zu. "Ich werde mal nach meinen anderen Gast sehen, um den Pferd musst du dich aber selber kümmern." Mit diesem Worten verschwand sie wieder in der Hütte. Was für eine sonderbare Alte...


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    • Mir hatte man eine warme Tasse in die Hand gedrückt, die solch eine Wärme ausstrahlte, sodass sie meine Hände aufwärmten. Da der Wind mir entgegen geschlagen hatte, war mir etwas kalt gewesen und eine kleine Aufwärmung mir sicherlich gut tat. Da die ältere Frau mich allein gelassen hatte, hatte ich auch Zeit allein das Geschehen zu verarbeiten, welches mir vorhin geschah. Hier zu sitzen, mit einer Tasse in der Hand, kam mir die vorherige Situation so banal und fern vor, dass ich mich fragte, ob all das tatsächlich passiert war. Als wäre alles einer anderen Person passiert, doch wenn ich mein Blick nach unten auf meine Hände gleiten ließ, wurde mir wieder klar, dass es mir tatsächlich passiert war. Die Kutsche, die wegreitende Soldaten und die Rettung. Ich wollte, oder konnte eher nicht, all dies in seiner Gänze verarbeiten. Es war besorgniserregend wie schnell mein Leben in Gefahr geraten war. Wäre die Männer Gruppe nicht zu mir gekommen, hätte ich es womöglich nicht überlebt. Und dieser Gedanke sank sich langsam in mich hinein und ich bek ging minimal schneller und ich starrte meine Hände an. Was brachten mir meine Fähigkeiten, wenn ich sie nicht einmal richtig einsetzen konnte. Ich konnte sie nicht einmal anwenden um gegen die Biester zu kämpfen. Ich war wahrlich nutzlos, wie meine Schwester es mir immer gesagt hatte, dachte ich mir nur bitter und mir kamen langsam die Tränen hoch. Doch ehe ich in mein Mitleid ertrinken konnte, kam die alte Dame herein. Ich erschrak mich so sehr, dass ich fast den Tee verschüttete. Ihre Präsenz hatte mich in die bittere Realität zurückgezogen. Ich raffte meine Schulter und räusperte mich. „Es wäre besser, wenn du für ein paar Minuten deine Augen ruhen lässt, Kind. Das könnte dir gut tun, so wie du aussiehst.“ Bitter lächelte ich sie an, eine erfrischende Ehrlichkeit. „Gut, ich werde das machen.“ Sie hatte Recht. Eine kleine Portion Schlaf würde mir durchaus gut tun, auch wenn viele Gedankenstränge in meinem Kopf herumschwirrten. Sie verließ wieder die Hütte und ich legte mich auf die Seite, nachdem ich ein Schluck von dem Tee genommen haben. Auch wenn die Versuchung groß war meine Gedanken in meinem Kopf kreisen zu lassen, schon ich sie zur Seite und versuchte etwas zu schlafen. Dies gelang mir besser als ich gedacht hatte.
      Als ich meine Augen öffnete, fragte ich mich was mich aus dem Schlaf gerissen hatte. Ein wenig verschlafen rieb ich mir meine Augen und setzte mich auf. Der Tee war mittlerweile kalt geworden. Verwundert stand ich dann auf und öffnete leicht die Tür. Ich erkannte die zurückkehrende Männer, die anscheinend vom Kämpfen mit den Biestern zurückgekehrt sind. Mein Blick suchte nach dem Mann, der mich auf das Pferd gezogen hatte. Doch ehe ich ihn mit meinen Augen erspähen konnte, kam die Alte zurück. „Nun, wonach schaust du?“ Obwohl ich nichts Falsches getan hatte, fühlte ich mich plötzlich ertappt. „Nichts“, sagte ich daher rasch, doch ihr Blick sagte mir, dass sie durch meine Lüge hindurch geschaut hatte. „Ich suche nach denjenigen, der mich gerettet hat“, gab ich dann bei. „Er ist gerade am Holzhacken“, und zeigte mir die Richtung, in der ich ihn finden konnte. „Habt vielen Dank“, neigte ich leicht den Kopf und trat ins Freie.
      Es dauerte nicht lange, bis ich herausfand wo er sich genau befand. Das konnte man hören. Vorsichtig kam ich dem Geräusch näher und tatsächlich fand ich dort stehen, wie er die Axt hob und sie niedersausen ließ. Ich zuckte kurz zusammen, als er das Holz in zwei teilte. Sollte ich ihn jetzt ansprechen, oder würde ich ihn nur stören? Verunsichert stand ich ein wenig verloren da. „Seid Ihr verletzt?“, kam es dann von mir. Von diesem Winkel aus konnte ich es nicht beurteilen.
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