My flirtatious Knight [Attari & Caili]

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    • My flirtatious Knight [Attari & Caili]

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      Elliot Greasenfolt

      Der junge Ritter hatte die wenigen Tage seines Urlaubes auf dem ländlichen Anwesen seiner Eltern verbracht, als er sich gerade von seiner sich ständig sorgenden Mutter verabschiedete.
      Er liebte die alte Frau, doch er wusste auch, dass er nie von ihr los kommen würde, wenn er jetzt nicht ging, also schenkte er ihr noch ein paar hastige Worte des Abschiedes, ehe er in die Kutsche stieg, welche ihn zurück in die Hauptstadt bringen würde.
      Doch statt statt zurück zu seiner Aufgabe als Patrouille zu gehen, hatte sich Elliot eine ganz andere Gelegenheit geboten: ihm wurde die Ehre zu Teil den Erben einer wichtigen Familie des Reiches beschützen und zur Seite stehen zu dürfen.
      Er hoffte zumindest, dass es interessanter sein würde, als durch die Gassen zu laufen und Idioten eine Lektion zu erteilen, aber zu viel Verwendung wird sein Schwert wohl auch hier nicht kommen, aber so war das nun einmal in friedlichen Zeiten, was Elliot jedoch als nichts schlimmes vernahm.

      Pünktlich traf er vor dem Anwesen des Herzogs ein, vorbildlich gekleidet in seiner Ritters Uniform und er strich sich noch einmal die Jacke glatt, da er einen guten ersten Eindruck bei den Herrschaften machen wollte, stellte sicher, das sein Schwert Ordnungsgemäß angebracht war und teilte den Bediensteten seinen Namen und den Grund für seinen Besuch mit, wobei das vielleicht nicht das richtige Wort war, immerhin würde das für die nächste Zeit seine Arbeitsstelle sein.
      Er musste zwar einige Minuten warten – Elliot zweifelte keine Sekunde daran, dass ein Herzog sehr beschäftigt sein musste, vor allem wenn man über die Antheues Familie sprach – aber schon bald wurde er von einem Butler in das Arbeitszimmers des Herzogs persönlich geführt, wo dieser herzlich und freundlich begrüßt wurde.
      „Ich habe gehört, sie sollen ein wahres Genie mit dem Schwert sein, junger Greasenfolt! Ich hoffe doch sie wären in der Lage meinen Sohn zu beschützen?“
      „Aber selbstverständlich, Herzog von Chadwick, auch wenn ich sagen muss, dass sie doch etwas übertreiben. Ich muss noch vieles lernen.“, gab Elliot freundlich und charmant von sich und verbeugte sich dabei leicht, die rechte Hand dabei elegant auf sein Herz gelegt, was dem Herzog ein lebhaftes Lachen entlockte.
      „Und bescheiden sind sie auch noch! Machen sie es sich doch für einen Moment gemütlich, ich habe bereits nach meinem Sohn geschickt, er sollte jeden Moment... ah, wenn man vom Teufel spricht!“, drehte sich der junge Ritter zur Tür, welche in seinem Rücken liegt und folgte dabei dem Blick des Herzogs, als er den jungen Erben erblickte, welchen er von heute an zu beschützen und zu dienen hatte.
      Für einen Moment starrte er den fremden jungen Mann an, vielleicht einen Moment zu lange, ehe er sich wieder fasste, sich kurz räusperte, um die Fassung wieder zu gewinnen, und sich dem zukünftigen Herzog vorzustellen.
      „Es wird mir eine Ehre sein für ihren Schutz verantwortlich zu sein.“, lächelte er diesen freundlich an und war sich jetzt schon sicher, dass es hier alles andere als langweilig sein würde.
      Er hatte schon einiges über den zukünftigen Herzog, Caelan Antheues, gehört, nur gutes, musste er dabei anmerken, aber er war noch schöner, als die Gerüchte es erahnen ließen.

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      @Attari

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Cailemia ()

    • Ein feuchtes Lüftchen zeugte vom zurückliegenden Regen der Nacht. Eine angenehme Kühle umgab den Morgen, welche von leichten Winden durch die offenen Fenster getragen wurden. Caelan sah auf und warf einen beruhigten Blick hinaus. Feine Wolken schmückten den Himmel über dem Landsitz der Antheues. Die morgendliche Sonne spielte den Künstler, färbte die feinen Fetzen über das weite Zelt verteilt in einen goldenen Schimmer. Unter jenem reckten die schon kahlen Bäume ihre Äste der Schönheit entgegen, ganz so als wollten sie wie im frühen Herbst die verspielten Farben tragen. Doch schmückte nun ein trostloses Bild die im Frühjahr erwachenden Gärten und Parkanlagen um das Anwesen herum.
      Caelan ließ in dem Gedanken an die Pracht für einen Moment die Augen zu fallen und vergaß den Berg Dokumente und Papiere, welcher ihn umgab. Erst ein leichter Seuftzer und ein erneutes öffnen ließen ihn die Massen wieder erblicken. Ein wenig bedauerlich wäre der Anblick seines Arbeitszimmers für eines Betrachters Auge, der nicht die Wichtigkeit im jeden einzelnen Papierstück erkannte. In mitten des lichtdurchfluteten Raumes stand ein großer Tisch. Feinste Handarbeit aus dem Süden, verziert mit Mustern und gefertigt auf dunklem Holz. Auf der massiven Fläche lagen die sortierten Stapel und dahinter der bald 19 Jährige Herzog, welchen ein klopfen an der Türe erneut hatte aufblicken lassen.
      „Herein!“, rief er mit fester und moderater Stimme. Noch bevor die Türe aufgeschwungen war, lag sein Blick schon nicht mehr auf der Person, welche hereintrat. Die Schritte gehörten einem hochgewachsener Mann im schwarzen Frack, dessen strenges Gesicht einen jeden ihm unterstellten Bediensteten in Furcht versetzte. Ein wenig amüsant war es schon. Wartete man den richtigen Moment ab, so ließ sich ein kleines Spektakel bewundern. Wann immer der feste Schritt auf den Fluren hallte, verstummte jede tuschelnde Maid und jeder Knappe nahm Haltung an. Caelan verstand die Angst vor dem Butler nicht wirklich. Trotz seines etwas verschreckenden Aussehens stellte er sich eigentlich als ein sehr netter und fürsorglicher Menschen heraus, auch wenn er äußerst schweigsam war.
      Jene festen Schritte nährten sich bis zum Schreibtisch an. Ohne ein Wort zu sagen und den Jungen bei der Arbeit zu belästigen, stellte der Butler elegant eine Kleinigkeit für Caelan auf den Tisch ab. Er verabschiedete sich und ging wieder… Erst als die Türe ins Schloss gefallen war, sah der Blonde auf und blickte auf den angerichteten Teller und die Tasse Tee. William tat dies schon seid er jung war und bis spät am Abend die Nase im Buch versenkt hatte. Seine Mundwinkel kräuselten sich zu einem Lächeln herauf, als er die stumme Aufforderung einen Pause zu machen annahm und die Tasse ergriff. Mit eine tiefen Zug nahm er den Duft des Tees auf und murmelte dessen Namen vor sich hin, ehe er die Tasse an den Mund führte und einen Schluck nahm.
      Das kleine Gebäckstück gerade verspeist, klopfte es ein weiteres Mal an der Tür. Dieses Mal jedoch nicht in einem gedämpften Rhythmus, sondern wesentlich heftiger. Dieses Mal trat eine Person ein, die ihr klopfen perfekt in der sperrigen Gestalt widerspiegelte. Es war der Vertraute seines Vaters, welcher dem Sohn dessen Ruf brachte - In dessen Arbeitszimmer.
      Caelan nickte und erhob sich, ehe er gesittet den Raum verließ und gefolgt von dem Boten den Weg in den Westflügel antrat.
      Der Sohn klopfte an und trat letztlich ein. Er bewahrte Haltung, während er erste Gründe für seine Herbeorderung suchte. Zunächst fiel ihm die unbekannte Person ins Auge, welche abgesehen von einem kurzen Blick allerdings zunächst keine Aufmerksamkeit bekam. Caelan grüßte seinen Vater und wollte eine Frage stellen. Der auf ihm liegende Blick des Unbekannten irritierte ihn etwas für einen Moment. Doch bevor diese Verwirrung seine Zunge auch nur hätte erreichen können und sich die Worte überschlugen, löste jener Unbekannte seine Frage auch schon auf.
      Ein Schutzbefohlener… Die Miene Caelans nahm einen Hauch von Empörung an, als er seinen Blick auf den jungen Mann lenkte und ihn des genaueren begutachtete. Er war größer als er selbst und von besserer Gestalt eine andere Person zu schützen. Sein dunkelblondes Haar wirkte etwas Ungetüm auf seinem Kopf, während seine matten braunen Augen ein spielerisches funkeln in sich trugen. Eine Augenbraue des Erben wanderte hoch, ehe er sich energisch dem Vater zuwandte und eine Erklärung für diese Person forderte.
      Der Vater nannte die zurückliegenden Anschläge auf andere junge Adlige und bekundete seine Sorge. Caelan verstand die Notwendigkeit einer solchen Person, allerdings nicht ganz, warum sein Vater einfach selbst entschied, wer diese Rolle bekommen sollte.
      „ Ich verstehe Eure Sorgen, Vater. Bitte verzeiht meine Nachfrage, in unserem letzten Gespräch ließt ihr lediglich verlauten, dass ich Schutz bräuchte, nicht dass ihr schon eine Person herbeordert habt!“
      Caelan wandte sich zu Elliot und nickte diesem nun etwas freundlicher zu, wenn auch sein Lächeln eher diplomatischer Natur war.
      „ Es freut mich Ihre Bekanntschaft zu machen. Mein Name ist Caelan Antheues von Chadwick!“, er reichte ihm eine behandschuhte Hand und wartete darauf, dass diese genommen wurde.
    • Elliot Greasenfolt

      „Die Freude liegt ganz meinerseits, Herr von Chadwick.“, lächelte Elliot freundlich, vielleicht etwas zu freundlich, schien er sich doch tatsächlich sehr zu freuen ihm begegnet zu sein und das entsprach wohl auch der Wahrheit.
      „Ich hoffe doch ich bin nicht zu unerwünscht, ich werde ihnen auch nicht im Weg stehen, versprochen.“, ergriff er letztendlich seine Hand und schüttelte diese höflich, vielleicht ein bisschen länger, als es angebracht war, aber das störte Elliot nicht groß.
      Es wäre wirklich zu Schade, wenn der junge Ritter jetzt einfach wieder gehen sollte.
    • Caelans Blick wanderte von den inzwischen eher verschmitzt dreinblickenden Augen hinab auf seine Hand, welche noch immer fest im Griffe seines Gegenübers gefangen war. Ein Schauder des Ekels rannte seinen Rücken hinab, während jener junge Mann jegliche in diesem Moment angebrachte Etikette einfach so missachtete. Solches Verhalten war der junge Herzog nicht einmal von seiner Familie gewöhnt. Sein Vater sprach stets korrekt zu ihm und auch die Mutter wahrte die höfliche Distanz. Im missfiel es, dass dieser junge Mann sich nicht an die Regeln der Höflichkeit zu halten wusste.
      Als seine Hand endlich die Freiheit erlangte, zog er sie umgehend zurück und faltete sie gemeinsam mit der anderen hinter seinem Rücken. Trotz seiner schlechter werdenden Miene verschwand sein Lächeln nicht für eine Sekunde.
      „ Ich möchte gern, dass sie mir von Ihren Referenzen berichten, Mister...“, er zögerte mit seinem Wort, nahm eine der Hände nach vorn um seine Nachdenklichkeit zu unterstreichen, ehe er seinen Blick direkt in die Augen von dem Unbekannten warf und mit fester Stimme fortfuhr. „ Ihnen mangelt es an jeglicher erdenklichen Form von einfachsten Manieren! Sie schütteln meine Hand und stellen sich nicht einmal vor?“
      Caelan schüttelte seinen Kopf. „ Sie sind nicht unerwünscht, werden es aber mit Sicherheit werden, wenn Sie daran nicht arbeiten! Ich kann niemanden in meiner Gegenwart gebrauchen, der nicht einmal eine simple Vorstellung versteht! Ich hoffe ihre Fähigkeiten lassen mich über dieses unhaltbare Verhalten hinwegsehen!“
      Der Blonde blickte seinen Vater an, welcher stumm die Situation betrachtet hatte. Mit einem Nicken gab er seinem Sohn schließlich recht.
      „ Ihr könnt euch draußen weiter unterhalten, Ich habe zu tun!“, sagte er schließlich. Die Diskussionen mit seinem eigenen Sohn mied der alte Mann mit gutem Recht. Der Junge war ein gewandter und äußerst energischer Sprecher. Bisher gab es kaum einen, der es gewagt hatte sich mehr als einmal mit ihm anzulegen, wenn es keinen triftigen Grund dazu gäbe.
      Caelan verabschiedete sich von seinem Vater und schritt zur Türe, welche dessen Assistent ihm öffnete. Er warf einen kurzen Blick auf den Unbekannten und beschloss in seinem Kopf nicht zurück zur Arbeit zu gehen und für heute Feierabend zu machen. Des Unbekannten verhalten nach würde diese Unterhaltung - möge sie auch nicht lang sein - anstrengend werden!
    • Elliot Greasenfolt

      Überrascht starrte er den jungen Erben mit großen Augen an, als ihm auffiel, dass er tatsächlich vollkommen vergessen hatte sich vorzustellen, wie konnte ihm das nur passieren? Und das ausgerechnet direkt vor seinem Auftraggeber?
      Beschämt blickte der junge Ritter zur Seite und wagte es in diesem Moment nicht Caelan ins Gesicht zu sehen, geschweige denn in die Augen, während überlegte, wie ihm ein solches Missgeschick nur hatte passieren können, das war doch sonst nicht seine Art.
      Seine Mutter wäre überaus beschämt, wenn sie das mitbekommen hätte.
      „Verzeiht... mir muss vollkommen entgangen sein...“, gab er eine wenig zufriedenstellende Entschuldigung von sich und konnte sich nur selber tadeln, dass so etwas nicht mehr passieren sollte.
      Doch bevor Elliot den Moment nutzen und seine viel zu späte Vorstellung nachholen konnte, wandte sich der Herzog zu Wort und schickte die beiden jungen Männer an sein Arbeitszimmer zu verlassen. Er konnte nur hoffen, dass ihm dieses Missgeschick verziehen werden würde oder er die Chance bekam, es wieder gut zu machen.
      Elliot folgte Caelan aus dem Arbeitszimmer seines Vaters und folgte ihm für eine Weile schweigend, ehe sie an ihrem Ziel angelangt waren, und beschloss die verpatzte Vorstellung nachzuholen, da er es nicht gewagt hatte den jungen Mann währenddessen anzusprechen, würde es doch als unhöflich gelten.
      Ohne zu Zögern ging er hinunter auf ein Knie, wie er es während seiner Ausbildung als Ritter gelernt hatte, legte die rechte Hand über sein Herz und richtete seinen Blick gen Boden.
      „Verzeiht mein unmögliches Verhalten, auch wenn es zu spät für eine Entschuldigung ist. Elliot Greasenfolt mein Name, dritter Sohn des einfachen Grafen von Greasenfold. Ich kann ihnen jedoch versichern, dass meine Fähigkeiten nicht unter meiner Vergesslichkeit zu leiden haben, selbstverständlich nenne ich ihnen alle Referenzen, die mir zur Verfügung stellen und würde demütigst ihre Ablehnung akzeptieren, sollten sie unzufrieden mit meinen Fähigkeiten sein.“, entschuldigte er sich aufrichtig und nannte dem jungen Herrn einige seiner Lehrer und jene, welche ihm ein Empfehlungsschreiben für diese Position ausgestellt hatten, darunter waren einige hochangesehene und berühmte Namen, welche er während seiner Ausbildung und seiner Zeit als Ritter hatte kennen lernen dürfe und welche mit seinen jungen Fähigkeiten mehr als nur zufrieden waren.
    • Caelan hatte das Arbeitszimmer seines Vaters nur allzu gern verlassen. Wie auch in seinem eigenen stapelten sich dort die Dokumente und Arbeiten auf. Für die sein Vater allerdings Zeit hatte, während er jene nicht besaß. Jene würde zumindest für die nächsten Stunden seinem neuen Leibwächter gelten, von welchem er kein allzu nerviges Verhalten erwartete.
      Dem Jungen Herzog war noch immer Misstrauen ins Gesicht geschrieben, als der Ritter vor ihm auf die Knie fiel und ihm seine Entschuldigung überbrachte. Viel interessanter als seinen Namen fand er allerdings die zahlreichen Referenzen die er nannte. Namen unter welchen auch Caelan selbst die Grundlagen des Schwertkampfes erlernt hatte und weitere für ihre Verdienste hoch gepriesene Ritter und Waffenmeister. Der junge Mann zu seinen Füßen war also eines dieser berüchtigten Genies die von Zeit zu Zeit wie aus dem nichts auftauchten und alle mit ihren Fähigkeiten in staunen versetzten. Mit Sicherheit würde Elliot eines Tages zu den Glanz Großen Nummer zählen, die Fähigkeiten dazu musste er jedenfalls schon jetzt besitzen... einzig an Manieren mangelte es.
      „ Sie dürfen sich erheben, Greasenfolt! Für heute sei Ihr Verhalten verziehen. In Anbetracht Ihrer Referenzen möchte ich ihnen die Chance geben sich zu beweisen! Sie dürfen in meine Dienste treten, unter einer Bedingung!“, sprach Caelan mit fester Stimme, ehe er innehielt und eine kurze Reaktion des Ritters erwartete.
      „ Sie treten in die Dienste von mir, Caelan Antheues von Chadwick! Nicht die meines Vaters oder der Familie Chadwick. Ich erwarte dementsprechende Loyalität mir gegenüber!“
    • Elliot Greasenfolt

      Statt sich zu erheben, richtete der junge Ritter nur seinen Blick wieder nach oben und beobachtete den jungen Herrn,während er von ihm verlangte, seine Loyalität alleine ihm gegenüber zu stellen.
      Zunächst sprach sein Gesichtsausdruck von Verwunderung, ehe sich jedoch ein Lächeln auf seine Lippen legte und er es wagte die Hand des jungen Herrn in die seine zu nehmen und einen kaum spürbaren Hauch eines Kusses auf dem Handrücken dessen zu platzieren.
      „Ich, Graf Elliot Greasenfolt, stolzer Ritter dieses Reiches, schwöre auf meine Ehre als Ritter, meine Loyalität ihnen gegenüber.“, brachte Elliot diesen Schwur mit einem Lächeln über seinen Lippen und wartete gespannt auf die Reaktion des jungen Herrn.
      Ob man ihn wohl wieder als manierenlos bezeichnen würde, fragte er sich belustigt.
    • Loyalität geschworen gegenüber einem anderen hatte nichts zu bedeuten. Einer Familie oder Organisation gegenüber loyal zu sein, welcher Caelan angehörte, bedeutete nichts mehr, als das eine solche Person im Ernstfall nicht an seiner Seite sein könnte, wenn er ihre Unterstützung am dringendsten benötigte. Bei Leuten, mit welchen der Verkehr im Leben mau auffiel, legte er nicht sonderlich viel wert darauf…
      Bei einem Leibwächter allerdings wollte er sich darauf verlassen können, dass jemand, dem er seinen Rücken anvertraute, diesen nicht als leichtes Ziel sehen könnte. Bevor Caelan allerdings seinen wachsamen Blick von ihm nehmen würde, müsste sich der junge Mann dessen volles Vertrauen erst einmal verdienen. Wo käme der Junge Herzog hin, würde er jedem blindlings vertrauen?!
      Von durch das Fenster einbrechenden Sonnenstrahlen in helles Licht getaucht, betrachtete er den vor sich Knieneden dabei, wie er seine Hand ergriff und einen Kuss auf jenen Rücken hauchte. Nur ein Anflug der Verwunderung hatte sein Gesicht gezeichnet und jetzt tat er ohne weiteres was von ihm verlangt wurde.
      Elliot hielt die Hand über die ganze Länge seines Schwures fest und auch als jener beendet wurde, machte er noch keine Anstalten von jener abzulassen.
      Doch Caelan erwiderte nur dessen Lächeln auf den eigenen Lippen. „ In diesem Fall sei es euch gestattet mir zu folgen, Graf Greasenfolt!“, sprach er mit Sicherheit in der Stimme. Sein neuer Ritter wirkte zwar wie ein ungestümer Jungspund, aber nicht wie jemand, der keinen kleinen Vorschuss von vertrauen nicht verdiente.
    • Elliot Greasenfolt

      „Das werde ich, seid euch da versichert.“, lächelte Elliot ein Lächeln, welches nur schwer zu deuten war, denn der Ritter hatte in diesem Moment beschlossen, dass er dem anderen jungen Mann selbst in die Hölle folgen würde, wenn es denn nötig sein sollte. Ob er wohl in der Lage sein würde, ihn zu seinem zu machen? Nun, zumindest sprach nichts dagegen es zu versuchen, nicht wahr?
      „Ihr seid zu gütig, junger Herr.“, erhob er sich letztendlich lächelnd aus seiner knienden Position und hielt mit einem Mal auch die andere Hand des Herzogs in seiner, ohne auch nur daran zu denken, eine von beiden los zu lassen.
      Wenn Elliot einen Wunsch frei hätte, dann würde er sich wünschen, dass die Zeit in diesem Moment still stehen würde. Wie schaffte es Caelan nur seine Hände so weich zu halten?
    • Caelan zeigte sichtlicher Verwirrung über jenes Lächeln auf, als er für einen Moment die Augenbrauen erhob und den Mund offenstehen ließ. Ob es tatsächlich eine gute Idee wäre diesen Mann an seiner Seite weilen zu lassen, zweifelte er allerdings noch nicht an.
      Als der Junge Ritter des Jungen Herzogs Hände in Beschlag nahm, verfinsterte sich der Ausdruck auf Caelans Gesicht. Ihm missfiel die Berührung seines neuen Bodyguards. Die vertraute Natur darin, wie er mir nichts dir nichts auch die zweite Hand ergriff. Aus der Finsternis auf seinem Gesicht formte sich ein Ausdruck der Abscheu. Caelan mied Berührungen an jeder Stelle, die einzigen Personen deren Nähe er derart lange und ausdauernd ertrug waren die seiner Familie…
      Für gewöhnlich würde ein paar feine Handschuhe die zarte Haut seiner Hände schützen, doch im Moment trug er keine. Warum eigentlich?
      Sich aus der unangenehmen Situation retten wollend riss er seine Hände aus dem Griff und wischte sie mit einem widerstrebenden Ausdruck an der Hose ab.
      „ Bitte unterlasst derart vertraute Berührungen!“
    • Elliot Greasenfolt

      „Oh? Wieso denn, junger Herr? Verzeiht, aber ist es ihnen etwa unangenehm?“, lächelte der junge Ritter den zukünftigen Herzog an, als wüsste er nicht, was er falsch gemacht haben sollte und als wäre sein Verhalten nichts weiter als pure Freundlichkeit.
      Doch selbstverständlich dachte Elliot gar nicht erst daran aufzuhören, im Gegenteil, es würde ihm Spaß machen den jungen Herrn damit zu ärgern, obwohl er sich bewusst war, dass er vorsichtig sein musste, um eine gewisse Grenze nicht zu überschreiten.
      Zumindest nicht, solange sich der junge Herr nicht an seine Anwesenheit gewohnt hatte.
    • Caelans zunächst verlorener Ausdruck verhärtete sich, er hob abwehrend den Arm und funkelte seinen neuen Geleit aus empörten Augen an. „ Zügelt Euer Verhalten!“, mahnte er. „ Ich benötige keinen Ritter an meiner Seite, der der Etikette nicht gewachsen ist!“ Seine Haltung neutralisierte sich und er wandte sich ab. „ Ich habe am Nachmittag ein Treffen mit meiner Mutter!“
      Caelan versuchte zu verbergen, wie unangenehm er die Berührungen von Fremden fand. Es gab Zeiten in denen machte ihm allein die pure nähe schon zu schaffen und dennoch erwartete ein jeder von ihm die Perfektion an den Tag zu legen, die ein nächster Herzog von Chadwick haben sollte!
      Mit straffem Gang entfernte er sich von Elliot. Jener würde ihm schon von allein folgen, wenn er nicht entlassen werden wollte…
    • Elliot Greasenfolt

      Der Ritter unterdrückte ein amüsiertes Lachen und legte stattdessen ein entschuldigendes Lächeln auf seine Lippen, ohne ein weiteres Wort zu sagen und verbeugte sich stattdessen höflich vor dem jungen Herrn, ehe er ihm ohne zu zögern folgte, war es doch seine Aufgabe vom heutigen Tag ihn zu begleiten und für seinen Schutz zu sorgen.
    • Caelan verlangsamte seinen Gang nicht. Jeder ihm entgegengekommene Bedienstete wich dem angehenden Herzog aus. Den sonst sehr ruhige und gewählten jungen Mann in dieser Art von Verfassung zu sehen war selten und jede der wenigen Erfahrungen die in Form von Geschichten durch die Dienerschaft schwirrten, sprach davon Caelan walten zu lassen, wann immer ihn eine derartige Stimmung packte.
      Dem Herzog fiel auf, welche Blicke ihn trafen. Sein Tempo ham ab, die Haltung richtete sich auf und der Weg zur Mutter wurde in gewollter Weise weitergeführt.
      Caelan strafte sich selbst in seinen Gedanken dafür die Fassung verloren zu haben. Man erwartete von ihm ein großzügiger Diplomat zu sein, der ganz gleich I welcher Situation er auch war stets verlässlich und nobel war! Ein leiser Seufzer entwich seine Lippen, als er inne hielt und einen Blick über den Garten des Anwesens schweifen ließ. Blumen und allerlei Gewächse umrahmten einen weißen Stein Pavillon, welcher auf einem Hügel gut sichtbar war. Im tiefere Garten lag ein weiterer solcher Ort. Das liebste Fleckchen der Mutter und der Ort ihres Treffens…
    • Elliot Greasenfolt

      Zwar war es für Elliot kein schweres Unterfangen mit den Schritten des jungen Herrn mitzuhalten, war er es als Ritter doch gewohnt zu marschieren und waren seine Beine doch länger als die des Herzogs – der Ritter musste Lächeln bei dem Gedanken, wie unglaublich niedlich der Größenunterschied doch war und wie gerne er ihm einfach über den Kopf fahren würde – dennoch verwunderte ihn das Auftreten Caelans, welches so gar nicht zu den Gerüchten über den perfekten Erben des Herzogs von Chadwick zu passen schien. Aber anstatt enttäuscht zu sein, war er doch froh, dass auch er nur ein Mensch zu sein schien und er konnte es kaum erwarten die verschiedenen Arten seines neuen Herrn zu entdecken.
      Gerade noch rechtzeitig konnte der Ritter seinen schnellen Gang stoppen, um nicht gegen den Herzog zu laufen, war ihm jedoch für einen kurzen Moment sehr nahe, ehe er wieder etwas Abstand zwischen die beiden hatte bringen können.
      Er unterdrückte ein Seufzen, nur zu gerne hätte er diese Nähe beibehalten.
      Wieso er wohl mit einem Mal seine Schritte wieder verlangsamt hatte? Dem Verhalten der Dienerschaft nach zu urteilen war es nicht Elliot, der Caelan mit seiner überfreundlichen und vertrauten Art so erzürnt hatte. Oder vielleicht doch, aber es kam nicht so selten vor, wie man vielleicht annehmen konnte. Nun, er würde das schon noch herausfinden.
      Elliot folgte dem Blick des jungen Herrn, als dieser in den Garten hinaus blickte und wieder umrahmte ein Lächeln seine Züge.
      „Seid ihr ein Freund von Blumen?“
    • Vor dem Fenster herrschte eine laue Brise des Sommers über die Büsche und kleinen Bäume des Gartens. Zweige jener so wie die bunten Köpfe der Blumen wogen sich sacht in seinem Spiel. In matter Scheibe spiegelte sich die Gestalt Caelans, welcher mit ruhigem Blick das Treiben des späten Sommers betrachtete. Verschwommen neben sich vernahm er das Gesicht des jungen Ritters, welcher dem Blick des angehenden Herzogs folgte und daraus zu interpretieren schien, dass jener die Blumen liebte.
      „ Nicht wirklich…“, antwortete er. „… Ich liebe nur die Erinnerung an…“, er verschluckte die restlichen Worte in einem leichten Lächeln, ehe er einen leichten Seufzer von sich stieß. In der Vergangenheit zu schwelgen brächte die unbeschwerten Tage an der Seite seiner Mutter nicht zurück.
      In gewählter Natur schritt er weiter über den Flur. Eingefangen in hellem Stein und roten Brokat, welcher sich in schweren Falten um die hohen Fenster schmiegte, warf er einen kleinen Gedanken in die Vergangenheit.
      Jene denkbar lastenfreien Tage, welche er im kindlichen Geiste genossen hatte. Die warme Stimme seiner Mutter und ihre beruhigende Hand auf dem Kopf, wann immer ihm der militärisch anmutende Drill der Erzieher zu viel wurde…
      Das eine Mutter das Anwesen Chadwick noch einmal besuchen würde, hätte er ehrlich nicht erwartet. Weder als sie vor 3 Jahren ging, noch als sie tatsächlich wiederkam…
      Caelan, gefolgt von Elliot stieß in den Garten vor. Ein paar breite, im Halbkreis angeordnete Stufen hinab, standen sie im Garten. Begrüßt vom Winde und dem frischen Duft der Blumen. Seiner Lordschaft mundete der Anblick der von Menschenhand geschaffenen Natur sehr. Hinter dem steifen und in geometrischen Mustern angeordneten Garten lag ein ungezwungener Ort, dessen Komposition eine idealisierte Form der ländlichen Idylle wieder spiegeln sollte. Der kleine Zufluchtsort seiner Mutter… An kaum einem anderen Ort hatte sie derart viel gelacht wie hier!
      Die Dame Regina de Compere - im zarten Alter von 14 Jahren vom Hofe der Eltern weggeschickt und gegen ihren Willen mit dem Herzog Gerard Antheues von Chadwick verheiratet.
      Caelan erklomm so eben die kleine Anhöhe, welche den zweiten Pavillon hinter sich versteckte. Über den geschorenen Rasen hinweg blickend entdeckte er die in lose Kleider gehüllte Frau, welche in sorgloser Art mit ihrer Freundin über die Wiese am Pavillon tobte. Er hielt inne, wartete bis Elliot neben ihm stand…
      Wie auch die Frauen hatte der Wind seinen Spaß mit ihnen. Die losen Haare trug er in jede erdenkliche Richtung, während sie sich einen Spaß daraus machten einander etwas vorzuspielen. Es wirkte wie Szenen aus bekannten Dramen und Opern - lose interpretiert und vorgetragen…
      Der einen wehte der Wind soeben das dunkle Haar ins Gesicht. Die mächtige Lockenpracht glich bis auf die Farbe jener Caelans…
      „ Das ist meine Mutter…“, sagte er zu Elliot. „… Lady de Compere.“ Er blickte von den Frauen zu seinem Bodyguard auf.
    • Elliot Greasenfolt

      Fragend hob der Ritter eine Augenbraue, während er Caelan beobachtete, hielt es jedoch für ratsamer nicht nachzufragen, da es sich um etwas persönliches zu handeln schien und Elliot war nicht der Typ Mensch, der sich in solche Sachen einmischte, im Gegenteil.
      Ob er immer offen zu den Menschen war und oftmals so tat, als wäre man bereits seit der ersten Begegnung Freunde, so waren die meisten seiner zwischenmenschlichen Beziehungen von oberflächlicher Natur und für den Moment reichte ihm das.
      Schweigend folgte er dem jungen Herrn, genoss den kühlen Wind und betrachtete interessiert den Garten, während sie ihrem Bestimmungsort immer näher kamen.
      „Daher haben sie also ihre Schönheit?“, gab Elliot wie nebenbei von sich, während er die beiden Frauen dabei beobachtete wie sie ihren Spaß haben und ein Lächeln erschien dabei auf seinen Zügen, da es ein schöner und fröhlicher Anblick war.
      Dann blickte er zu Caelan hinunter und er fragte sich, ob der junge Herzog etwas von ihm erwartete, konnte sich jedoch nicht zusammen reimen, was.