For Peace [Mizu & Caili~]

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    • For Peace [Mizu & Caili~]

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      Xenra 'Vittjur' von Kreeoen

      Die junge Dämonin gab einen Seufzer von sich, nachdem sie die Grenze in das Land der Menschen mit der Kutsche passiert hatten. Sie hatte zwar nicht erwartet, direkt mit offenen Armen begrüßt zu werden, dafür gab es viel zu viele Tote auf beiden Seiten, aber angestarrt zu werden, als wäre man ein Monster, war doch ungewohnt und Xenra waren die zitternden Hände des Wachpostens nicht entgangen, während ihr Diener die Papiere und Überschritterlaubnis überprüfen lassen hatte.
      Offiziell mag es vielleicht Frieden zwischen den beiden Völkern geben, aber in ihren Herzen lag noch immer die Angst und auch der jungen Herzogin zog sich das Herz zusammen, bei dem Gedanken schutzlos von Menschen umgeben zu sein.
      Das wenige Personal, welches sie mitbringen durfte, würde wohl kaum für ihren Schutz in dem fremden Land reichen, aber sie hatte auch keine andere Wahl, als hierher zu kommen.
      Auch wenn sie die Menschen hasste und lieber nichts mit ihnen zu tun haben wollte, wollte sie auch dem Frieden nicht im Weg stehen, hatte sie doch genug von den vielen Toten und einem direkten Befehl vom Dämonenkönig konnte sie auch nicht einfach ablehnen, egal wie sehr sie es wollte.
      „Geht es ihnen gut?“, erkundigte sich ihr Butler, welcher ihr gegenüber saß, während Xenra die vom Krieg genauso in Mitleidenschaft gezogene Landschaft betrachtete.
      „Kein Grund zur Sorge, Eklat. Ich werde den Dämonen schon keine Schande bereiten.“, erklärte sie ihm, auch wenn ihr bewusst war, dass es nicht das war, was der Dämon von ihr hören wollte.
      Sie redete sich ein, dass die Prinzessin, welche sie treffen sollte, nicht Schuld am Tod ihrer Eltern war und dieser Gedanke spendete ihr zumindest etwas Trost, ließ sie ihre Gefühle in Kontrolle halten.

      Die Reise hatte wenige Tage gedauert, aber letztendlich war sie am Schloss des kleinen Landes angekommen, begleitet alleine von ihrem Butler, einem Dienstboten und einer Leibwächterin, da sie nicht wusste, was sie hier erwarten würde und Xenra war lieber vorbereitet.
      Noch immer fragte sie sich,wieso sich die Menschen in viele Länder aufteilten, statt ein großes zu einigen, wie es bei den Dämonen der Fall war, aber vielleicht gab es Gründe dafür, welche sie noch nicht kannte. Oder es waren einfach schlicht zu viele Menschen.
      Die offizielle Begrüßung als Gast fiel kurz aus, was der Dämonin auch lieber war, da sie keine Zeit mit Nichtigkeiten verbringen wollte, dennoch tat sie den Menschen den gefallen und begrüßte die Königsfamilie höflich mit dem Wunsch auf einen langen Frieden, ehe man sie in einen kleinen Salon führte, wo die Prinzessin bereits mit Tee und Kuchen auf die Dämonin wartete.
      Während ihre Leibwächterin mit den menschlichen Rittern vor den Türen warteten, schickte sie die anderen beiden an, sich um das Gepäck zu kümmern, ehe sie den Salon mit einem nichtssagenden Gesichtsausdruck betrat und sich der Prinzessin gegenüber setzte, ehe sie diese für einige Minuten prüfend musterte.
      „Mein Name ist Xenra, Herzogin von Kreeoen, freut mich ihre Bekannschaft zu machen, Prinzessin Lunacreek.“, stellte sie sich letztendlich vor, auch wenn sie sich sicher war, dass die Prinzessin schon längst wusste, wer sie war.
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      @_Mizuki

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Cailemia ()

    • Uliana Nightleaf von Lunacreek

      Die 25 jährige war schon früh auf den Beinen. Heute wäre DER Tag. Der Tag, auf den sie schon so lange hinarbeitete. Der Tag den ihre Eltern herbeisehnten und für den sie ihre letzten Kräfte zusammen nahmen. Noch in ihrem Nachthemd schlich sich die Prinzessin durch die Gärten von Lunacreek. Außerhalb der Mauern waren die Narben des Krieges noch deutlich zu erkennen.
      Auch wenn ihre Eltern und alle Untertanen sich bemühten es schnell voran gehen zu lassen, so was es nicht einfach ein ganzen Land aus Schutt und Asche wieder herauf zu ziehen.
      Nach ihrem Spaziergang, trat sie vorsichtig an die Tür ihrer Eltern. Amalia machte gerade die Königin zurecht. Königin Ludmilla saß schwach auf einem Stuhl, während die Elbin ihre Haare kämmte und anschließend zu einer prunkvollen Frisur hochsteckte. Seufzend lehnte sich Uliana an den Türrahmen und fuhr mit den Fingern über das vergoldete Holz. Sie wusste genau, das würde der letzte Tag ihrer Eltern sein.
      Es war typisch für sie, bis zum letzten Moment den Schein zu wahren. Trotzdem verspürte sie einen kurzen Stich im Herzen. "Prinzessin Uliana, es ist soweit. Wir machen sie nun fertig.", etwas abwesend nickte sie, während sie aus dem Augenwinkel ihren Vater zum Spiegel treten sah. Mit gesenktem Blick, ließ sie sich in ihre Gemächer begleiten und positionierte sich, wie gewünscht, auf dem Stuhl vor ihrem großen Spiegel. Ihre Haare wurden frisiert, das Korsett geschnürt und das prunkvollste Kleid angezogen.
      Nervös schloss die Prinzessin ihre Augen und atmete tief durch. Sie müsste es schaffen. All der Druck, die Gespräche und die Streits mit ihren Eltern, trotz des Krieges, durften nicht umsonst gewesen sein.
      Nachdem ihre Zofe den Raum verließ, verweilte Uliana noch auf ihrem Platz. Sie musterte sich genau. Ihre Frisur war zu streng und auch wenn ihre Eltern da strickt gegen wären, zupfte sie sanft ein paar Strähnen heraus, die ihre hochgesteckten Haare etwas verspielter aussehen ließen.
      Ein wenig später fand sie sich im Gemach ihrer Eltern wieder. "Uliana meine Blume, du musst das schaffen. Nein, du wirst das schaffen. Denk immer daran, wir lieben dich.", niemals hätte die Prinzessin gedacht, dass es die letzten Worte wären, die sie von der Königin und dem König hören würde. Sanft lächelnd, gab die 25 jährige ihren Eltern einen Kuss, ehe sie sich in den Salon begab, der bereits mit Tee und Kuchen ausgestattet war.

      "Guten Morgen Amalia, ist das dein selbstgemachter Blaubeer-Honig Kuchen? Er riecht fabelhaft!", bemerkte sie an und setzte sich, während sie erst in diesem Moment bemerkte, dass ihre Hände leicht zitterten. Nervös rieb sie sich etwas die Hände, als sie hörte wie das große Tor auf ging und ihre Gäste begrüßt wurden. "Es geht los..", murmelte sie leise zu sich selbst und setzte das perfekteste Lächeln auf, das sie zu bieten hatte.
      Die Prinzessin wollte sich gerade aus ihrem Platz erheben, als sich ihr Gegenüber einfach die Freiheit nahm, sich an den Tisch zu setzen. Lächelnd sah sie in ein Gesicht, welches sie einfach nicht deuten konnte. Es war eine kurze Stille, trotzdem sehr unangenehm und hätte nicht die Herzogin das Wort ergriffen, hätte es Uliana getan.
      "Es freut mich sehr, dass sie uns mit ihrer Anwesenheit beehren Herzogin Xenra. Ich, Prinzessin Uliana Nightleaf von Lunacreek, bin überzeugt davon, dass sie einen angenehmen Aufenthalt haben werden. Bitte sagen sie bescheid, sobald sie etwas benötigen. Es wird sich dann umgehen darum gekümmert.", begrüßte sie ihren Gast. Soweit, sogut.
      "Möchten sie einen Tee und etwas Kuchen? Ich hatte mir überlegt wir führen die diplomatischen Gespräche vielleicht besser nicht sofort. Sie hatten eine lange Anreise und sind sicherlich etwas müde.", die Brünette läutete eine kleine Klingel, woraufhin eine Elbin herein kam und den beiden Damen ein hübsches Teeservice brachte. Vielleicht würde es gar nicht so schlecht ablaufen? Oder hatte Uliana zu wenig angeboten? Was machten Dämonen üblicherweise bei einem solchen Treffen?
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    • Xenra 'Vittjur' von Kreeoen

      Xenra bekam das Gefühl nicht los, das hier etwas nicht ganz stimmte und auch die Tatsache, dass sie sich mit der Prinzesssin zu treffen hatte, statt dem Königspaar, konnte sie sich auch nicht erklären, als sie ihr gegenüber saß. Vielleicht dachten sie ja, es wäre so einfacher für sie, da sie noch so jung war? Oder wollten sie damit ihrer Tochter eine Chance geben sich zu behaupten? Was auch immer es war – konnte sie unmöglich verstehen wie Menschen dachten - Xenra würde wohl mitspielen müssen und sie konnte nur hoffen, dass man sie aufgrund ihres Alters nicht unterschätzte.
      Auch wenn sich Uliana Prinzessin nennen durfte, während sie nur den Titel einer Herzogin besaß, wollte Xenra von Anfang an klar stellen, dass sich die beiden in diesem Bündnis auf gleicher Ebene stehen würden, denn soweit sie wusste war auch das kleine Land nicht viel größer als ihre Ländereien.
      Die junge Frau ihr gegenüber wirkte nervös, doch auch der Dämonin ging es nicht groß anders, war dies doch das erste große Treffen ihrer Völker, nachdem der Frieden ausgerufen worden war und Xenra alleine fielen tausend Dinge ein, die schief gehen könnten und sie war sich sicher auf der Seite der Menschen gab es noch mehr.
      Ein weiteres Mal war sie froh darüber, keinen ihrer Brüder mitgenommen zu haben.
      „Sehr freundlich von ihnen.“, nickte Xenra daraufhin dankbar aufgrund des Angebots der Prinzessin, auch wenn sie es etwas komisch fand mit ihrem Vornamen angesprochen zu werden. Machte man das so in der Welt der Menschen? Sollte auch sie ihren Vornamen nutzen? Xenra war sich etwas unsicher, ließ es sich jedoch nicht anmerken.
      Dass es sich hierbei jedoch nicht um ein politisches Gespräch handeln sollte, verwirrte die Dämonin etwas, da das doch der Grund war, wieso sie sich hier überhaupt trafen. So lange und intensiv hatte sie darüber nachgedacht, mit welchem Thema sie beginnen sollten, aber sie fügte sich dem Vorschlag ihrer Gastgeberin und lehnte sich in dem weichen Sitz zurück, versuchte etwas zu entspannen. Es war wohl keine so schlechte Idee zunächst herauszufinden, mit welcher Persönlichkeit sie es hier eigentlich zu tun hatte.
      Neugierig musterte Xenra die Elbin, welche auf Geheiß der Klingel den Raum betreten hatte, hatte sie von diesen Wesen doch nur in Büchern und Erzählungen gehört, erkannte sie jedoch sofort als solche. Was dieses Volk wohl über den Frieden dachte? Ob man sie vorher gefragt hatte?
      Dann jedoch verlagerte sie ihre Aufmerksamkeit auf die ihr fremden Speisen auf dem Tisch, hatte sie Kuchen gesagt?
      Die Menschen mussten einen großen Vorrat an Zucker haben, wenn sie einem Gast einfach so viele süße Speisen servieren konnten und obwohl Xenra sich Mühe gab sich zurück zu halten, konnte sie kaum erwarten ihr Stück Kuchen zu probieren.
      „Ich nehme das Angebot dankend an, Prinzessin Uliana. Wieso erzählen sie mir nicht ein bisschen über sich oder ihr Land? Selbstverständlich habe ich Geschichten und Gerüchte gehört, aber nur von Seiten der Dämonen.“, schlug sie das Thema für ein Gespräch vor, ehe sie sich nach vorne bückte, den Tee für einen Moment betrachtete, sich jedoch einen Schluck nahm, nachdem sie sich sicher war, dass man sie unmöglich in einem solchen Rahmen vergiften würde.
      Sie würde wohl lernen müssen ihre Vorurteile gegenüber Menschen Stück für Stück anzulegen, was sich jedoch nicht als einfach herausstellen würde, wenn man die Blicke der Menschen in Betracht zog.
    • Uliana Nightleaf von Lunacreek

      Erleichtert atmete die Prinzessin aus, als ihr Gast dem Vorschlag einwilligte. Kurz erwischte sie sich dabei, wie sie nervös eine Haarsträhne hinter ihrem Ohr verschwinden ließ. Ungeduldig wartete sie, bis Amalia ihnen den Tee und die Süßspeise brachte. Mit einem Lächeln signalisierte sie Uliana, dass sie das ganze bisher souverän meisterte. Es gab der Prinzessin unglaublichen Mut.
      Auch wenn die Elbin nur eine Angestellte war, hatten die beiden eine ganz besondere Beziehung zu einander. Es waren immer die kleinen Leckereien die sie für die Prinzessin schmuggelte oder die Ausreden, die ihre Spaziergänge zum Feld deckten. In diesem Moment gab sie ihr einfach eine gewisse Sicherheit.
      Mit neuem Optimismus, betrachtete die 25 Jährige ihren Gast, welche genaustens das Stück Kuchen und den Tee vor sich musterte. Auch die Brünette zog ihr Teeservice näher zu sich, ehe sie eine Serviette auf ihrem Schoß ausbreitete. "Liebend gerne erzähle ich ihnen etwas.", sie trank einen kleinen Schluck, während sich ein zufriedenes Lächeln auf ihre Lippen legte.
      "Ich wurde sehr früh zu meiner Tante in die Highlands geschickt. Der König und die Königin wollten mich während des Krieges nicht gefährden. Jedoch habe ich dort alles gelernt, was ich für die spätere Führung eines Königreiches wissen sollte. Ich hatte einige Privatlehrer, habe den Umgang mit dem Feuerbogen erlernt und hatte eine recht unbekümmerte Kindheit.", berichtete Uliana und griff nach einer Kuchengabel, mit der sie ein kleines Stück aufpiekste. In ihrer Bewegung verharrte sie.
      "Tut mir leid, das war sehr unsensibel. Ich denke nicht jeder hatte die Möglichkeit so behütet aufzuwachsen.", ruderte sie wieder zurück. Tatsächlich hatte sie von Erzählungen gehört, dass Herzogin Xenra den Krieg miterlebt hatte. Sie verlor ihre Eltern schon recht früh. In der Hoffnung das Gespräch noch irgendwie zu retten, fuhr sie lieber mit ihrer Wiederkunft fort.
      "Ich kam vor etwa zwei Jahren zurück. Lunacreek war mehr zerstört als der schöne Ort, den ich in Erinnerung hatte. Es hatte eine Menge Helfer benötigt, es einigermaßen so aufzubauen, wie sie es heute sehen können.", erklärte die Prinzessin.
      In der Tat, konnte in den zwei Jahren einiges geschafft werden, doch es war eher innerhalb der Mauern. Das Schloss und die Gärten waren vollends instand gesetzt, einige Häuser und der Markt waren wieder hergerichtet. Doch die Spuren des Krieges wollten nicht ganz verschwinden. Früher gab es viele Felder, Getreide, Obst und Gemüse. Alles wurde in nächster Umgebung angebaut. Heute beziehen die Menschen aus Lunacreek einige ihrer Vorräte aus den Nachbarländern. Es konnte eben nicht alles so schnell wieder aufgebaut werden.
      Langsam führte sie die Gabel zu ihrem Mund, während sie versuchte den Gesichtsausdruck der Herzogin zu deuten. Erst jetzt fielen ihr wirklich die Hörner und ihre Ohren auf. Zugegebenermaßen dachte Uliana es würde sich zunächst um einen Kopfschmuck handeln. Sie senkte ihren Blick auf ihre Tasse, um nicht ganz wie ein überraschtes Kind auszusehen. Doch sie sah eben zum ersten Mal eine Dämonin, dazu noch eine recht schöne musste sie jedoch zugeben.
      "Wie ist es mit ihnen? Ich muss zugeben, ich weiß nicht viel über das Dämonenreich. Ich bin gespannt darüber zu hören.", sagte sie sanft und lächelte, ehe sie einen weiteren Schluck Tee trank.
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    • Xenra 'Vittjur' von Kreeoen

      Man konnte Xenra nicht oft ihre Gedanken oder Gefühle ansehen, aber nachdem die junge Dämonin realisierte, dass die Prinzessin keine große Ahnung vom Krieg hatte, starrte sie sie mit großem Unglauben an.
      Und mit ihrsollte sie die beiden Länder wiederaufbauen? War das ein Scherz?
      Die Herzogin seufzte, nachdem sich die Prinzessin entschuldigte, auch wenn sie sich nicht sicher war, wofür. War es denn etwas gutes, behütet aufzuwachsen? Xenra konnte es sich beim besten Willen nicht vorstellen, weit weg von ihrer geliebten Familie in Sicherheit aufzuwachsen, viel zu sehr war sie an den Krieg und seine Auswirkungen gewöhnt.
      Es war schön, dass Uliana offenbar von ihren Fähigkeiten überzeugt war, aber hatte sie jemals zuvor politische Arbeit geleistet? Oder Arbeiten koordiniert? Mit Geld umgegangen?
      Xenra konnte nicht anders als an ihrer Kompetenz zu zweifeln, da sie bereits drei Jahre an Erfahrung gesammelt hatte. Sie fühlte sich eher, als würde sie einer neuen Angestellten, als einem Partner gegenüber sitzen, aber das würde sie selbstverständlich nicht sagen.
      So oder so war sie gespannt darauf zu sehen, wie das Bündnis sich entwickeln würde.
      „Nun, das Dämonenreich... ist wohl nicht viel anders als hier, muss ich wohl zugeben.“, gab die Dämonin nachdenklich von sich, während sie nach ihrer Gabel griff um letztendlich von dem Kuchen zu probieren, da sie zu beschäftigt mit Zuhören gewesen war.
      Nachdem sie einen Bissen getan hatte, zeigte sich zum zweiten Mal an diesem Tag Emotionen in ihrem Gesicht, und dieses Mal war es pure Freude und sie richtete ihren Blick auf den Kuchen.
      Und die Menschen hatten das Glück solche Köstlichkeiten all die Jahre über zu genießen?! Vielleicht war dieser Frieden doch besser, als sie gedacht hatte!
      Nachdem ihr bewusst wurde, dass sie zu lange geschwiegen hatte, räusperte sie sich kurz, um die Fassung wieder zu gewinnen und ihre Ausführungen fortzusetzen.
      „Unser Reich mag von Dämonen und nicht Menschen gefüllt sein, aber auch sie gehen tagtäglich ihrer Arbeit nach, haben Familien und Freunde. Da mir das Wissen über eure Kultur fehlt, fällt es mir leider schwer, die Unterschiede groß zu erläutern, ich kenne sie schlicht und einfach nicht. Doch so großartige Kuchen wie diese existieren in meiner Heimat nicht, dafür fehlt es uns deutlich an Zucker und Bäckern und Köchen. Die meisten Dämonen widmen sich dem Kampf zu und dem... nun... Krieg. Aber da das nun vorbei ist... kann ich es kaum erwarten zu sehen, wie sich das Dämonenreich entwickelt.“, lächelte sie letztendlich, ehe sie einen weiteren Bissen von dem Kuchen nahm.
      „Über mich gibt es nicht viel zu erzählen. Ich habe zwei ältere Brüder und einen jüngeren, wie steht es mit ihnen, haben sie Geschwister? Wie sie offenbar schon wissen, starben meine Eltern auf dem Schlachtfeld, als ich 17 war...“, stockte sie für einen Moment, um sich wieder zu fasse. Auch wenn dies nun bereits drei Jahre her war, schmerzte die Erinnerung daran noch immer und sie hatte sich oft genau in den letzten Wochen bei dem Gedanken erwischt, wieso der Frieden nicht früher hatte kommen können.
      „... weshalb ich das Oberhaupt meiner Familie übernommen hatte. Das wäre wohl meine kleine Lebensgeschichte. Ich hoffe doch ich bin ihnen nicht unhöflich gegenüber, aufgrund meines Unwissens ihrer Kultur gegenüber? Ich würde es bevorzugen, wenn sie es mir sagen, wenn ich etwas falsches tue.“
    • Uliana Nightleaf von Lunacreek

      Zum ersten Mal konnte die Prinzessin im Gesicht ihres Gegenübers eine Emotion erkennen. Die Herzogin wirkte recht erstaunt, nachdem die Brünette von ihrer Ausbildung berichtete. Ob sie hätte erwähnen sollen, dass sie den Aufbau von Lunacreek organisierte und selbst mit anpackte? Nunja, der Moment war vergangen. Sie würde schon noch unter Beweis stellen, dass sie sehr wohl fähig war ein Königreich zu leiten und ein Bündnis für den Frieden einzugehen.
      Nach einer weiteren Gabel des leckeren Kuchens, sah die Prinzessin erneut interessiert zu der Herzogin. Ein sanftes Lächeln legte sich auf ihre Lippen als sie berichtete dass es wohl nicht viel anders war. "Verstehe.", sagte Uliana leise und beobachtete die junge Frau dabei wie sie ein Stück des Kuchens probierte. Ihr Gesichtsausdruck veränderte sich erneut. Doch dieses mal schien es Freude zu sein.
      Amalia machte einfach die besten Kuchen, Uliana kannte niemanden der etwas anderes behaupten würde. Schmunzelnd trank die Prinzessin einen Schluck Tee, nachdem Herzogin Xenra mit ihrer Erzählung fort fuhr.
      "Es klingt doch sehr ähnlich.", bemerkte Uliana kurz an. "Ein Leben ohne diese kleinen Köstlichkeiten stelle ich mir etwas traurig vor. Ich werde ihnen etwas zubereiten lassen, dann können sie es mitnehmen. Vielleicht können Menschen und Dämonen sich gegenseitig etwas beibringen. Wir haben hier viele gute Köche und Bäcker.", beendete sie ihren Satz und nahm noch ein Stück vom Kuchen.
      Aufmerksam lauschte sie den weiteren Erzählungen der Herzogin, ehe diese eine Gegenfrage stellte. "Ich habe leider keine Geschwister. Ich habe mir immer eine kleine Schwester gewünscht, doch meine Eltern waren dagegen. Möglicherweise war es auch eine vernünftige Entscheidung, naja wegen des Krieges..", sie machte eine kurze Pause, "..Ihr Verlust tut mir sehr leid. Sie haben mein herzlichsten Beileid.".
      "Machen sie sich keine Sorgen, ich weiß wahrscheinlich genau so wenig über das Dämonenreich. Aber dafür sind wir doch hier. Von einander lernen und zusammen arbeiten.", beschwichtigte die Prinzessin die Dämonin. Kurz darauf betrat erneut Amalia den Raum. Ihr Blick war gesenkt und Uliana ahnte Tränen in ihren Augen zu sehen. Langsam beugte sich die Elbin nach unten, an Ulianas Ohr und flüsterte etwas. Das Lächeln auf ihren Lippen verblasste, Tränen schossen ihr in die Augen. Sie wüsste es würde irgendwann passieren, aber doch nicht heute. "Ich bitte mich für einen Moment zu entschuldigen, ich bin gleich wieder für sie da.", sagte sie mit zittriger und leiser Stimme, ehe sie sich langsam aus ihrem Stuhl erhob.
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    • Xenra 'Vittjur' von Kreeoen

      „Das... wäre wundervoll.“, versuchte Xenra ihre Freude über die Tatsache, welche von diesen Köstlichkeiten mit nach Hause nehmen zu können, hinter ihrem sonst so starren Gesichtsausdruck zu verbergen, doch wollte es ihr nicht gelingen und stattdessen lag ein verträumtes Lächeln auf ihren Lippen.
      Ob ihre Geschwister sich wohl freuen werden? Oder die anderen im Anwesen? Vielleicht sollte sie um Erlaubnis bitten ihrem mitgebrachten Personal ein Stück probieren zu dürfen? Ob das wohl als unhöflich oder ungewöhnlich gelten würde? Aber sollte sie das wirklich kümmern, oder waren die Menschen so einfach zu beleidigen, dass sie einen erneuten Krieg anfachen würden?
      Xenra wagte es nicht soetwas auch nur zu riskieren.
      „Oh, aber unser Leben ist nicht traurig, durchaus nicht.“, beeilte sie sich hinzuzufügen, da sie nicht wollte, das die Prinzessin sie und ihr Volk bemitleidete. Sie wollte den Dämonen keine Schande bereiten.
      Die junge Dämonin aß weiterhin ihren Kuchen, während sie Uliana zuhörte und nickte hin und wieder, um zu zeigen, dass sie zuhörte, da sie öfter schon zu hören bekam, dass es oft wirkte, als wäre sie in ihren eigenen Gedanken vertieft.
      „Ich danke ihnen.“, nickte sie nur, nicht sicher, ob sie den Beileid eines Menschen so einfach akzeptieren konnte und der plötzliche Gedanke, das wahrscheinlich auch sie die Mörder ihrer Eltern als Helden gefeiert hatte, machte es nicht einfacher, aber sie versuchte diesen Gedanken zu verwerfen und erinnerte sich daran, dass es damals andere Zeiten waren.
      Der Frieden wahrte nur kurz und doch fühlte es sich für sie bereits wie ein anderes Leben an, in dem die Frau vor ihr ihre Feindin gewesen wäre, wenn sie sich unter anderen Umständen begegnet wären.
      Interessiert und neugierig wackelten die Ohren der Dämonin, welche nicht immer auf ihren Versuch ihre Emotionen zu verstecken hören wollten und beobachtete, wie die Elbin der Prinzessin etwas im geheimen zusprach und der Kopf der Herzogin legte sich fragend schief, worum es wohl ging?
      Überrascht blickte Xenra Uliana an, hatte sie ein solches Verhalten von der jungen Frau doch nicht erwartet, doch bevor sie etwas sagen konnte, war die Prinzessin bereits aus dem Zimmer geeilt, weshalb sie deshalb ihre Augen auf die Bedienstete richtete, welche sich kurz verbeugen wollte, um sich dann auch zu verabschieden, doch stattdessen wandte die Dämonin eine Frage an sie und sie war sich sicher, dass sie nicht einfach verschwinden würde... wobei sie eine Elbe war und somit meinen könnte, dass der Friede zwischen Menschen und Dämonen sie nichts anging.
      Xenra beschloss ihren Bruder zu Fragen, wie die anderen Völker zu diesem Frieden stehen, wenn sie wieder zurück reisen würde, aber das lag in der Zukunft.
      „Wäre es möglich auch mir zu verraten, was geschehen ist? Könnte ich irgendwie behilflich sein?“, bot sie ihre Hilfe an, auch wenn ihr bewusst war, dass diese Frage vielleicht zu früh kam.
    • Uliana Nightleaf von Lunacreek

      Nachdem Uliana den Raum verlassen hatte, lehnte sie sich einen Moment an die Wand. Durch ihren Kopf kreisten die Worte ihrer Angestellten, "Es tut mir leid Prinzessin Uliana, ihre Eltern..der König und die Königin sind von uns gegangen.". Ihre Hände fingen an zu zittern und sie merkte, wie ihr Herz unglaublich schnell schlug. Ob es gleich aus ihrer Brust rausspringen würde?
      Wie in Trance, ging sie langsam auf die Gemächer ihrer Eltern zu, währenddessen konnte die Prinzessin beobachten wie etliche Bediensteten ein und aus gingen. Tränen in den Augen, Beileidsbekundungen.
      In der Zwischenzeit verblieb Amalia an ihrem Platz im großen Saal, als sich die Herzogin an sie wandte. Die Elbin brauchte einen Moment, ehe sie sich wieder fassen konnte. Durfte sie diese Information überhaupt preisgeben? Vielleicht wäre es für die junge Prinzessin jedoch nicht verkehrt, wenn sie sich jemandem anvertrauen konnte. Möglicherweise bot sich eine gute Grundlage für die gemeinsame Zusammenarbeit. "Der König und die Königin sind von uns gegangen. Es war plötzlich, sie haben sie ja selbst vor einigen Momenten erst gesehen. Ich denke die Prinzessin wird etwas Trost brauchen.", sagte Amalia so leise, sich umschauend, als hätte sie ein Geheimnis verraten. "Kann ich ihnen etwas bringen? Noch etwas Kuchen? Es tut mir leid, dass sie diese Ausnahmesituation miterleben müssen.", entschuldigte sich die Bedienstete und versuchte ein sanftes Lächeln aufzusetzen. Auch ihr setzte das ganze ziemlich zu. Schließlich war sie schon sehr lange in diesem Schloss.
      Erneut gingen zwei Bedienstete in das Gemach der Königsfamilie. Uliana war wie erstarrt. Sie müsste doch nur den Raum betreten, doch sie konnte es nicht. Von der Tür aus konnte sie bereits erkennen, wie ein großes Laken über zwei Körpern lag. "Prinzessin, ich begleite sie..", flüsterte ihre Zofe und griff vorsichtig nach der Hand der Brünetten. Abwesend umfasste sie ebenfalls ihre Hand und gemeinsam betraten sie das Zimmer des Königs und der Königin. Erst zwei, dann drei und vier Schritte. Uliana versuchte die Fassung zu behalten, doch mit jedem Schritt wurde es schwerer, bis sie schlussendlich vor dem Bett ihrer Eltern auf die Knie ging.
      Tränen rollten ihre Wangen herunter und sie biss sich auf die Lippe, um so wenig Geräusche wie möglich zu machen. Ihre Hand vergrub sie in dem Laken, leise flehend, dass das alles ein schlechter Traum war, aus dem sie jeden Moment aufwachen wollte.
      Doch auch nach einigen Minuten, änderte sich nichts am Zustand ihrer Eltern.
      Kurz vergaß sie, dass sie im Saal einen Gast hatte und doch war es ein wichtiger Grund. Der Grund weshalb ihre Eltern ihr Leben ließen. Langsam erhob sich die Prinzessin, wischte sich die Tränen weg und schluckte schwer. Die nächsten Tage würden ihr definitiv viel Kraft rauben, denn nun stand nicht nur eine Abmachung des Friedenwillens bevor, sondern auch noch ihre Krönung. All das müsste die Prinzessin unter einen Hut bringen. Es war ihre Probe.
      Entschlossen verabschiedete sie sich von ihren Eltern, hinterlegte eine kleine Blume und ordnete eine große Beerdigung an. Ihre Eltern verdienten einen außergewöhnlichen Abschied. Nachdem die Prinzessin einigermaßen wieder zu sich gefunden hatte, machte sie kehrt und ging zurück zu großen Saal. Eine wirklich gute Grundlage um politische Gespräche zu führen.
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    • Xenra 'Vittjur' von Kreeoen

      Der König und die Königin... waren Tod? So plötzlich?
      Die Dämonin musterte Amalia kurz, konnte aber keine Anzeichen dafür erkennen, dass es ein unnatürlicher Tod sein könnte und Xenra war sich sicher, wenn das ein Mord gewesen wäre, wäre das Schloss deutlich mehr in Aufruhr, als es in diesem Moment war.
      Sie musste zugeben, dass das Königspaar etwas ausgelaugt gewirkt hatte, auch wenn sie versucht hatten es zu verbergen, aber das sie mit einem Mal, nach so kurzer Zeit verstarben? Wie traurig. Sie hatte nicht einmal Zeit gehabt sie kennen zu lernen, nicht dass es mit vielen Toten im Krieg anderes gewesen war.
      „Nein Danke, ich denke es ist noch genug Kuchen da und es braucht ihnen nicht Leid zu tun. Soetwas konnte niemand vorhersehen.“, gab Xenra mit einem bekümmerten Seufzen von sich, ehe sie nach der Tasse Tee griff und sich fragte, ob sie nicht lieber auf ihr Zimmer gehen sollte, da sie daran zweifelte, dass die Prinzessin zurückkehren würde.
      Sie konnte sich noch lebhaft an den Tag erinnern, an dem ihre Eltern gestorben waren, als wäre es erst gestern gewesen. An diesem Tag wäre niemand in ihrer Familie in der Lage gewesen politische Gespräche zu führen. Es war wirklich schade, aber nichts, was sich ändern ließ.
      Dennoch beschloss die Dämonen noch so lange hier zu verweilen, bis sie ihren Tee ausgetrunken und noch das ein oder andere Stück Kuchen gegessen hatte, doch zu ihrer Verwunderung kehrte Prinzessin Uliana tatsächlich wieder zurück.
      „Ich denke, wir sollten unsere weiteren Gespräche lieber verschieben, Prinzessin Uliana. Haben sie im Moment nicht wichtigeres zu tun? … oder kann ich ihnen einen Tee und etwas Gesellschaft anbieten?“
      Xenra war sich sicher, dass sie nicht die richtige Person war, um der fremden Prinzessin Trost zu spenden, da sie eine Fremde hier war, aber was wenn sie niemanden hatte, zu dem sie in diesem Moment mit ihrer Trauer gehen konnte? Die Dämonin wusste nicht, was sie ohne ihre Geschwister al solch einem Tag getan hätte.
    • Uliana Nightleaf von Lunacreek

      Gerade wollte sich die Prinzessin für ihre Abwesenheit entschuldigen und darum bitten die Gespräche zu verschieben, doch die Herzogin kam ihr zuvor. Erleichtert nickte die Brünette leicht und nahm wieder auf ihrem Stuhl platz. "Sie haben recht. Ich würde mich freuen über noch eine Tasse Tee und Kuchen.", sagte sie leise. Tatsächlich hätte sie wohl besseres zu tun, doch das hier war auch wichtig.
      Es war wichtig für das gesamte Volk und nicht nur ihres, auch das der Dämonen.
      Amalia hörte die Worte der Prinzessin und verschwand direkt in der Küche. "Es kommt vielleicht ein wenig plötzlich, der Zeitpunkt ist wohl auch eher ungünstig, aber würden sie der Beerdigung des Königs und der Königin beiwohnen? Sicherlich setzt das auch ein kleines Zeichen, das für das Bündnis spricht.", fragte sie mit dünner Stimme.
      Nun war nicht die Zeit, um in Trauer zu versinken.
      Später würde die Herzogin auf ihr Zimmer gehen, dann könnte die Prinzessin aufs Feld und etwas ihre Gefühle ausleben. Mit dem Bogen schießen, beruhigte sie immer sehr und sicherlich könnte es ihr auch heute helfen.
      Die Elbin brachte erneut Tee und Kuchen, verabschiedete sich jedoch dann leise, um ebenfalls noch ein letztes Mal nach den verstorbene Eltern zu sehen. Ein schwaches Lächeln warf Uliana ihr noch Hinterher.
      Einige Zeit stand der Kuchen dann vor ihr. Jetzt wo sie ihn hatte, bemerkte sie, dass sie doch nicht wirklichen Appetit darauf hatte. "Würden sie mich eventuell auf einen Spaziergang durch die Gärten begleiten? Ich glaube ich muss etwas an die Luft.", ergriff die Prinzessin erneut das Wort und atmete schwer, ihr Blick etwas trüb.
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    • Xenra 'Vittjur' von Kreeoen

      Überrascht und aufmerksam richteten sich die Ohren die Herzogin auf, als die Prinzessin sie darum bat, bei der Beerdigung ihrer Eltern dabei zu sein. Selbstverständlich würde sie einen solchen Wunsch nicht abschlagen, aber war sich Prinzessin Uliana wirklich sicher, dass sie sie dabei haben wollte? Ihre bloße Aufmerksamkeit könnte die Atmosphäre eines solchen Tages, welcher schon schrecklich genug war, nur noch mehr verderben, doch da fiel Xenra auf, dass sie wahrscheinlich um Erlaubnis gebeten hätte, wenn die Prinzessin selber es nicht vorgeschlagen hätte.
      Nicht nur, dass es tatsächlich eine gute Wirkung auf die beiden Völker erzielen würde, Xenra sah es einfach als höflich Toten die letzte Ehre zu erweisen und sie zweifelte keine Sekunde daran, dass das Königspaar Opfer des Krieges war, wenn auch auf eine ganz andere Art und Weise, als ihre Eltern es gewesen waren.
      „Selbstverständlich, ich würde mich freuen, dabei sein zu dürfen.“, lächelte sie freundlich und hoffte ihr Lächeln könnte der wohl schon bald Königin etwas Mut spenden.
      Auf ihre zweite Bitte hin nickte Xenra, ehe sie sich erhob.
      „Vielleicht möchten sie auch lieber alleine sein? Oder unter Freunden und Familie? Seien sie versichert, dass ich es ihnen nicht übel nehmen würde, wenn sie mich weg schicken würden. Sie wissen ja, ich weiß wie es ist, seine Eltern zu verlieren.“; lächelte sie etwas schief, auch wenn das ihre Traurigkeit nicht zu verbergen vermag.
    • Uliana Nightleaf von Lunacreek

      Erleichtert lächelte Uliana sanft, als die Herzogin ihre Einladung annahm. Natürlich war es vielleicht nicht die schönste Veranstaltung und würde für alle Beteiligten schwierig werden, doch wenigstens konnten sie dann für einander da sein. In Anbetracht, dass Xenra auch ihre Eltern verlor, könnte es ebenfalls alte Gefühle aufwühlen.
      Ebenfalls erfreute es die Prinzessin, dass die Dämonin einem Spaziergang zustimmte. Auch sie erhob sich aus ihrem Stuhl und zeigte ihrem Gast den Weg. "Nein nein, das ist in Ordnung. Ich verfasse nachher noch einen Brief, um die Familie vom Ableben meiner Eltern zu berichten. Ich brauche einfach etwas Zeit, um einen klaren Kopf zu bekommen. Meine Krönung wird wahrscheinlich auch nicht lange herausgezögert.", erklärte die Brünette verhalten und setzte ein Lächeln auf.
      Es war nicht mehr so ehrlich wie zu Beginn des Abends, Uliana merkte, wie der Tod an ihren Nerven zerrte. Doch nun musste sie sich um die Familie und Lunacreek und seine Untertanen kümmern.
      Kurz darauf betraten die beiden den Garten. Anders als es in Geschichten über den Tod erzählt wurde, regnete es nicht. Die Sonne schien noch in ihren letzten Zügen, bevor sie in einigen Minuten langsam untergehen würde. Die zukünftige Königin atmete tief durch. Der Duft der Blumen strömte ihr in die Nase und beruhigte sie enorm. Sie verschränkte die Arme hinter ihrem Rücken und lief neben der Herzogin her. Keine von beiden sagte ein Wort. Vielleicht war es momentan einfach nicht nötig?
      Es fühlte sich einfach gut an durch die Gärten zu spazieren und die letzten Sonnenstrahlen zu genießen. Verstohlen riskierte Uliana noch einen Blick auf die Hörner der Herzogin. Sie sah einfach wunderschön aus und mit der Sonne auf dem Gesicht, konnte sie nicht glauben, dass Dämonen als schreckliche und hässliche Wesen gelten sollten.
      - Help me forget that this world is so cold
      I don't even know what I'm chasin' no more -

    • Xenra 'Vittjur' von Kreeoen

      Die Herzogin folgte der zukünftigen Königin in den Garten, ein Pracht aus saftigem Grün, bunten Blumen und herrlichen Düften, in welchem hin und wieder eine Elfe oder ein Elf zu sehen war, wie sie sich um Pflanzen kümmerten.
      Sie müssten wohl das Geheimnis für diese Schönheit sein und Xenra bemühte sich einem freundlich zuzunicken, als sie und Uliana seine Blicke auf einander zogen, doch wand er sich schnell wieder ab, was die Herzogin ein wenig verwirrt, ihm aber nicht übel nahm, wenn man die Vergangenheit der beiden Völker betrachtete.
      Stumm lief Xenra neben Prinzessin Uliana her, hin und wieder wurde ihr Blick von einem großen Baum mit Früchten oder einem besonders schönem Blumenbett eingefangen und ihr Blicke trübte sich leicht bei der Erinnerung an das unfruchtbare Ödland, welches der Krieg zurückgelassen hatte. Ob es mit der Hilfe der Elfen vielleicht wieder kultiviert werden könnte? Ob da wohl noch Hoffnung bestand?
      Aus ihren Gedanken wieder erwachend, bemerkte sie den Blick der Prinzessin, könnte diesen jedoch nicht so recht deuten und legte nur fragend ihren Kopf schief, mit einer freundlichen Aufforderung in ihren Augen, sie doch anzusprechen, wenn Uliana etwas sagen wollte.
      Noch immer Stumm erreichten die beiden einen kleinen Pavillion aus weißem Metall, umrankt von Rosen und anderem Klettergewächs und ein perfekter Ort, um sich den Sonnenuntergang ansehen zu können.
      Während die beiden da so standen, jeder wohl mehr oder weniger in seinen eigenen Gedanken versunken, griff Xenra nach der Hand der Prinzessin und drückte diese, in der Hoffnung ihr mit dieser kleinen Geste vielleicht etwas Trost spenden zu können, war doch keiner dar, welcher ihr diesen im Moment spenden konnte, außer ihr.
      Die Herzogin verstand nicht ganz, wieso Uliana lieber an ihrer Seite – an der Seite einer Fremden – im Auge des Todes ihrer Eltern war, anstatt sich Trost bei Familie und Freunden zu suchen, aber vielleicht musste sie es auch nicht verstehen.
      Trauer war nichts, was verstanden werden wollte, nur gelebt, bevor man in kleinen Schritten weiter gehen konnte.
      „Gibt es etwas, wobei ich ihnen helfen kann? Bei den Vorbereitungen der Beerdigung? Der Krönung? Zögert nicht es zu sagen, wenn es so etwas gibt. Immerhin bin ich auch hier um von euch, den Menschen, zu lernen. Und besonders in Zeiten wie diesen... muss man sich doch gegenseitig helfen.“, durchbrach die Herzogin letztendlich die Stille.
      Es war zwar nicht so, dass sie ihre Vorsicht den Menschen gegenüber vollkommen abgelegt hätte, aber es erschien ihr geradezu kindisch in Momenten wie diesen misstrauisch zu sein.
      Letztendlich starb doch jeder auf die selbe Art und Weise am Ende. Ob nun nach 80 Jahren oder erst nach einigen Jahrhunderten.
    • Uliana Nightleaf von Lunacreek

      Leise genoss Uliana den sanften Wind in ihrem Gesicht, während sie verträumt bemerkte, dass die Herzogin sie ebenfalls ansah. Kurz bemerkte die Prinzessin eine steigende Hitze in ihrem Gesicht, wendete sich dann verlegen ab. Es war eben unhöflich andere einfach so anzustarren, egal ob Dämon oder Mensch. Schweigend gingen die beiden noch ein kleines Stück, ehe sie im weißen Pavillon zum Stillstand kamen. Der Sonnenuntergang war wunderschön, die rot und orange Töne erinnerten sie an ein Feuer.
      Gewissermaßen an eines, das nach Untergang erlöschen sollte und Platz für etwas neues schaffen sollte. In Gedanken versuchte Uliana doch etwas positives daraus zu ziehen, doch gelingen wollte ihre das nicht recht.
      Und plötzlich verspürte sie die sanfte Haut der Herzogin auf ihrer. Wortlos presste die Prinzessin ihre Lippen aufeinander und hielt die Hand der dämonischen Schönheit. Ein wenig fühlte es sich an, als würde eine Last von ihren Schultern fallen. Vielleicht ja nur für einen kurzen Moment, doch es war schön, jemanden bei sich zu haben, der bereits ähnliches durch machte.
      Schlussendlich konnte die Brünette ihre Maske nicht halten, sah mit glasigem Blick zu Xenra. "Ich würde mich freuen, wenn sie die Krönung mit mir Vorbereiten würden. Ich bräuchte noch ein Kleid, ich bin mir sicher sie können mir fabelhaftes empfehlen.", sagte die junge Frau mit leicht rauer Stimme.
      Dann ein kurzes Räuspern. "Ich würde auch gerne ihre Familie einladen, als meine persönlichen Gäste, als Zeichen für unser neues Bündnis. Wir haben noch nicht viel über die zukünftigen Pläne geredet, das weiß ich, jedoch fände ich es falsch, wenn ihre Familie nicht eingeladen würde. Schließlich wurden unsere Schicksale ja doch auch miteinander verbunden..", ein leises Seufzen verließ die Lippen der Prinzessin, vorsichtig wanderte ihr Blick auf ihre verschränkten Hände. Vielleicht stand dieses Bündnis ja doch unter einen gutem Stern.
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    • Xenra 'Vittjur' von Kreeoen

      „Ein Kleid... ich fürchte ich bin mit den Trends und Gewohnheiten der menschlichen Mode nicht vertraut, aber ich kann sie sicherlich auf der Suche begleiten und so gut wie es mir möglich ist beraten, wenn sie dies wünschen.“, überlegte die Herzogin kurz, ehe sie ihre Worte mit einem nicken begleitete und der Gedanke die Stadt und die Boutiquen der Menschen zu erkunden gefiel ihr und erfüllte sie mit Neugierde. Wobei, sie war eine Prinzessin, würde ein Schneider nicht eher zum Hofe gerufen werden?
      „Meine Familie...“, überlegte sie ein weiteres Mal kurz, ehe sie ein Seufzen von sich gab.
      „Ich fürchte, dass das keine sehr gute Idee ist. Dafür ist es noch zu früh, die Wunden des Krieges unserer beiden Völker sind noch immer frisch, auch, wenn wir als Dämon und Mensch hier stehen und uns Trost spenden können. Meine Brüder wären misstrauisch allem gegenüber, ich kann für ihr gutes Verhalten nicht garantieren. Während einer noch zu jung ist und gerade erst begonnen hat Manieren zu lernen, hat der andere direkt im Krieg mitgekämpft. Ich möchte nicht unhöflich wirken, aber er ist den Menschen nicht gerade positiv eingestellt. Was meinen älteren Bruder angeht... weiß ich nicht recht. Er ist etwas unberechenbar. Aber sie werden sie sicherlich kennen lernen können, sobald sie unser Herzogstum besuchen können.“, musste Xenra dieses Angebot leider ablehnen. Ihre Brüder würden es als eine Falle ansehen, ohne jemandem von ihnen im Herzogtum, würde dieses ungeschützt sein, so würde zumindest einer ihrer Brüder denken, das wusste sie. Dafür war es schlicht und einfach noch zu früh.
      „Dennoch danke ich ihnen für dieses Angebot.“, versuchte sie ihre Ablehnung mit einem Lächeln etwas zu mildern. „Ich bin mir sicher es würde reichen, wenn wir ihnen etwas Kuchen oder ähnliches schicken...“, überlegte sie kurz, wie sie ihnen eine Freude machen konnte, immerhin warteten sie sicherlich sehnlichst auf einen Brief der Schwester, welches in Feindessgebiet aufgebrochen war, auch wenn der Krieg vorbei war. In den Herzen der Leute war er noch nicht beendet.
      „Soll ich sie noch in ihre Gemächer begleiten?“, erkundigte sich Xenra bei der Prinzessin und legte dabei sanft auch ihre andere Hand auf ihre, welche sie in der Hand hielt, war ihr der Bruch in ihrer Maske doch nicht entgangen.
    • Uliana Nightleaf von Lunacreek

      Ein sanftes Lächeln legte sich auf die Lippen der Prinzessin, als die Herzogin zustimmte mit ihr ein Kleid auszuwählen. "Wir haben hier sehr viele tolle Schneider, wenn sie schon hier sind, dann möchte ich ihnen doch wenigstens auch einen Teil des Hofes zeigen. Vielleicht finden sie ja auch etwas schönes, ein Andenken.", antwortete sie sanft. Es war schon immer etwas, dass Uliana besonders gefiel - über den Markt zu spazieren, die vielen Leute zu sehen. Bei ihrer Tante wurde ihr das strickt untersagt. Der Schneider kam zum Hofe, so gehörte sich das. Doch als sie zurück nach Lunacreek kam, konnte sie keiner mehr davon abhalten.
      Etwas überrascht traf sie jedoch die Antwort der Herzogin. Aufmerksam hörte sie der Erklärung zu. Es war wirklich nachvollziehbar und einen kurzen Moment fluchte Uliana innerlich über sich selbst. Xenra hatte recht, es war einfach noch zu früh. "Ich verstehe..", bemerkte die Prinzessin an, "Dann müssen wir wohl den besten Kuchen und Tee den wir haben verschicken. So kann ihre Familie vielleicht indirekt und passiv teilnehmen.", fügte sie an. Der Kuchen schmerte der Herzogin allem Anschein nach ebenfalls, Uliana würde direkt morgen Anordnen noch ein paar Weitere zuzubereiten.
      Während sie gedanklich noch etwas vertieft war, sah sie weiterhin in den Sonnenuntergang. Nur noch wenige Strahlen erhellten den Himmel und der Mond schimmerte hell und blau auf das teils zerstörte Land. Soll ich sie noch in ihre Gemächer begleiten? Ein Satz, den sie so nur von Heiratskandidaten hörte. Natürlich damals bei ihrer Tante. Alles nur Vorbereitung auf das wahre Leben als Prinzessin, nannte sie das. Erneut fiel Ulianas Blick auf ihre Hände. Es war schon seltsam, sie war ruhig und doch aufgewühlt. Nicht aufgewühlt von dem Tod ihrer Eltern, eher von dieser kleinen Berührung. Zögerlich nickte die Brünette, ehe sie ebenfalls ihre Hand auf die der Herzogin legte. "Ich könnte uns noch etwas Tee bringen lassen. Aber bitte fühlen sie sich nicht gezwungen zu bleiben.", sagte sie leise. Es fühlte sich beruhigend an, jemanden an ihrer Seite zu haben, jedoch wollte die Herzogin sich sicherlich ausruhen.
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      Xenra 'Vittjur' van Kreeoen

      „Sie werden es sicher zu schätzen wissen.“, lächelte die Herzogin leicht und nickte zu den Worten der Prinzessin. Ob ihre Brüder dies wohl genauso zu schätzen wissen würden, wie sie es tat? Sie konnte sich vorstellen, dass es ihrem jüngsten Bruder gefallen könnte, bei ihren anderen Brüdern war sie sich nicht sicher, da sie sie kaum sah. Während Ilang immerzu auf dem Schlachtfeld gewesen ist, verbringt Awon seine gesamte Zeit in der Hauptstadt. Wie es Ilang wohl ging? Seit der Krieg beendet worden war schien es, als könnte er gar nichts mehr mit sich anfangen. Entweder hielt er irgendwo Nickerchen oder übte mit dem Schwert, obwohl er es in nächster Zeit wohl kaum brauchen wird.
      „Vielleicht wäre eine Flasche Alkohol auch ganz angebracht...“, murmelte die Herzogin nachdenklich, da sie sich erinnern konnte, dass vor allem Awon einen Tropfen aus einem fremden Land sicherlich sehr zu schätzen wüsste. Wenn er den Zuhause war, verstand sich.
      „Gerne. Ich leiste ihnen gerne noch etwas Gesellschaft, wenn sie möchten.“, lächelte Xenra und die beiden begaben sich in die Gemächer der Prinzessin. Auf dem Weg fragte sie sich selbst, ob das denn in Ordnung war, einfach das Zimmer einer Prinzessin zu betreten, wenn man sich doch kaum kannte, doch wenn es Uliana recht war, würde auch die Herzogin sich nicht dagegen aussprechen.
      „Wieso erzählt ihr mir nicht etwas über eure Eltern, wenn es euch nicht zu sehr schmerzt? Leider hatte ich nicht mehr die Gelegenheit die beiden kennen zu lernen.“
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      Uliana Nightleaf von Lunacreek

      Welch edlen Tropfen die Prinzessin verschicken würde, könnte sie sich die nächsten Tage ja noch überlegen. Möglicherweise wollte die Herzogen selbst erstmal probieren, bevor die Flasche verschickt wurde. Uliana lächelte sanft, als ihr Gast einwilligte mit auf ihre Gemächer zu kommen. Einen kurzen Halt legten sie bei Amalia ein, welche sie nach etwas Tee fragte. Ohne zu zögern und weitere Fragen zu stellen, nickte die Elbin und begann mit der Zubereitung.
      Währenddessen begaben sich die jungen Frauen nach oben. "Setzt euch doch.", bat die Prinzessin der Herzogin an. Uliana hatte eine wunderschöne Sitzecke in Zimmer. Als Kind saß sie oft mit ihrer Mutter dort und lauschte den Geschichten und Erzählungen der Königin.
      "Meine Eltern?..", kurz überlegte sie, schluckte die Tränen herunter und dachte an die guten Zeiten. "Meine Eltern waren wirklich herzensgute Menschen. Sie ermöglichten mir alles. Auch wenn sie vorgaben es nicht zu wollen, dass ich im Garten half, so wusste ich dass sie mir nie böse deshalb waren.", mit einem leichten Lächeln auf den Lippen spielte sie mit ihren Fingern. "Sie wollten immer nur das beste für das Königreich und für mich. Die Zeit, die ich mit ihnen hatte war die schönste meines Lebens.", während sie erzählte, versuchte sie so viele Momente wie möglich in ihrer Erinnerung zurück zu holen, doch ihr schien dass es nicht so viele waren.
      "Als ich noch ein kleines Mädchen war, ging mein Vater mit mir in den Garten und wir vergruben Apfelkerne. Der Baum hat den Krieg tatsächlich überstanden, wir sind vorhin daran vorbei gelaufen.", erklärte sie mit einem sanften Lächeln. Je mehr die Prinzessin darüber nachdachte, umso bewusster wurde ihr, dass sie nur den Anfang ihres Lebens mit ihren Eltern verbrachte. "Tut mir leid, ich hätte gerne mehr Zeit mit ihnen gehabt. Ich wuchs bei meiner Tante auf, dort war es eher düster für mich..", fügte sie an. "Aber ich bin mir sicher, meine Eltern hätten sie genau so offen empfangen. Sie waren wirklich aufrichtige und gute Menschen.", die Prinzessin presste die Lippen aufeinander und drückte ihre Hände.
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