Lies and Betrayal [Jezz vs Aku]

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    • Lies and Betrayal [Jezz vs Aku]

      How many lies does one have to tell?
      How many betrayals does one have to go through?
      Everybody lies
      Everybody has secrets
      ______________________
      Kyran ein junger Mann. Okay, er ist nicht nur irgendein junger Mann, sondern er ist der erste Prinz des Königreichs von Carostelle. Ein Königreich, das mit seiner militärischen Macht die angrenzenden Königreiche sehr wohl in Gefahr bringen könnte. Und so kommt es, dass die Prinzen von Carostelle eine Gemahlin der anderen Königshäuser nehmen sollen, einerseits um ihre Macht zu stärken, andererseits natürlich um den Frieden und die Diplomatie zu wahren. Nicht alle Königreiche sind so friedfertig und gutmütig wie Carostelle.
      Gorafor, ein einst kleines Königreich hat mittlerweile an Macht und Größe gewonnen, in dem es in unzähligen Kriegen die kleineren Königreiche unterwarf, sie zu seinem eigen machte.
      Nun soll Estelle, die erste Prinzessin von Gorafor eine Ehe mit Kyran eingehen. Diesem eilt allerdings ein nicht sonderlich ansehnlicher Ruf hervor, sehr zu Unrecht. So wird anstatt Estelle eine andere Frau geschickt. Alysa, eine einfache junge Dame, die der Prinzessin als Maid dient, soll aufgrund ihrer Schönheit anstelle der richtigen Prinzessin geschickt werden.
      Natürlich merkt Kyran sofort, dass ihm nicht die versprochene Prinzessin geschickt wurde, doch er findet Alysa interessant, will mehr über sie erfahren. Denn Alysa ist nicht nur schlau und weiß sehr wohl wie man sich am Hofe zu verhalten hat, sondern sie hat auch ein Ziel. Rache für ihr eigenes, verlorenes Königreich an Gorafor.

      Besetzung:
      Kyran von Carostelle - @Jezz
      Alysa [Prinzessin Alyana Sariel von Belauin] - @Akuma

      Lies and Betrayal [Jezz vs Aku]

      ~Aku


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    • I wanna see them burn

      Alysa - Prinzessin Alyana Sariel von Belauin

      "Mark!" Alyana fiel ihrem besten Freund praktisch um den Hals. Die silberne Rüstung des Mannes machte es ihr zwar alles andere als leicht, doch diese Art von Intimität würde sie sich nicht nehmen lassen. Selbst, wenn ihre Eltern ihre Hand tatsächlich an jemand anderen vergeben würden. Obwohl, so gut wie sie ihren Vater kannte, würde er ihr so etwas nicht an tun. Sie war eine geborene Königin, so nannte er sie. Nicht Prinzessin. Alyana wusste nur zu gut, was sie wollte und ihre harte, aber faire Art hatte ihr schon viele Anhänger gebracht. Eine gute Königin war nicht nur von royalem Blut, sondern auch beliebt beim Volk, so hatte er ihr versichert. Da ihre Mutter keine Söhne geboren hatte und nun nicht mehr in der Lage war Kinder zu gebären so war sie die erste in der Reihe als Erbin für den Thron. Nach ihr kamen ihre kleinen Schwestern der Reihe nach, aber keine von ihnen war wirklich daran interessiert den Thron zu übernehmen. Sie als ihre große Schwester allerdings hatte sich gut darauf vorbereitet. In ihr floss immerhin das Blut von Kriegern!
      "Eure Hoheit, Ihr solltet euch beeilen, die Gäste aus Gorafor warten schon!" Mark's Gesicht war gerötet, was ihn noch süßer zu erscheinen ließ. "Ich hab dir doch gesagt, dass du mich Alyana nennen sollst, wenn wir alleine sind. Es hat sich nichts geändert, nur weil wir älter geworden sind." Alyana kicherte und drückte einen Kuss auf die Wange des armen jungen Mannes. Seitdem sie 14 geworden war verhielt sich der Krieger sehr viel höflicher. Gut, sowohl sie als auch er waren nun offiziell bereit verheiratet zu werden. Das bedeutete aber nicht, dass er sie anders behandeln sollte!

      "Sehe ich okay aus?" fragte sie, kurz bevor sie am Thronsaal angekommen waren. Die Marmortüren waren stattlich und prachtvoll, fast schon zu wertvoll für das kleine Königreich. Genauso, wie ihr Kleid. Es war aus leichtem Stoff, floss um ihren Körper wie Seide und doch sah es nicht nur stattlich aus, sondern einer Prinzessin entsprechend. Oder eher einer Königin.
      "Ihr seht wunderbar aus Eure Hoheit." Mark verneigte sich ein wenig und auch wenn diese Worte wohl aus dem Mund eines jeden anderen hohl klangen, so wusste Alyana, dass sie ernst gemeint waren. Voller Zuneigung drückte sie Mark ein letztes Mal, bevor sie die schweren Türen öffnete und hinein trat.


      "NIEMALS WERDE ICH EINEN PRINZEN HEIRATEN, DER MIT DEN GEMEINEN LEUTEN FEIERT!" Oh Gott, diese Stimme. Alysa schüttelte sich innerlich, als sie neben Estelle, der Prinzessin von Gorafor, stand. Ihre Miene blieb entspannt, ganz anders als die der Prinzessin. Estelle hatte nun schon den dritten Wutanfall die letzen zwei Tage. Ihr Gesicht war schon ganz rot, so angestrengt war sie! Urgh, wenn sie so weiter machte müsste Alysa mit noch mehr Make-Up dafür sorgen, dass die Wutflecken nicht auffielen. Das war immer so eine Arbeit!
      "Estelle, meine Liebe, versteh doch..." der König von Gorafor versuchte vergebens seine Tochter zu beruhigen, das hatte sie schon früh erkannt. Wenn sich das störrische verzogene Mädchen einmal etwas in den Kopf gesetzt hatte, so konnte selbst ihr Vater nichts mehr dagegen tun.
      "NEIN UND NOCHMALS NEIN. LIEBER SPRINGE ICH AUS DEM FENSTER!" Du liebe Güte, wenn sie das so sagte hätte Alysa fast triumphierend gelächelt. Der Gedanke, dass diese Frau sich selbst in den Tod warf konnte sie einfach nicht anders.
      "..." Der König war wohl vollkommen überfordert, so sah er zumindest aus und verließ still schweigend das Zimmer. Heulend warf sich Estelle währenddessen auf ihr Bett, trommelte wie ein trotziges Kind auf den Laken herum. Wie konnte man bitte schön so verzogen sein? "Alysa, mach mir ein Bad fertig!" Und dazu noch diese Stimmungsschwankungen, schrecklich!
      Sie nickte nur und begann der Prinzessin ein Bad einzulassen. Vielleicht würden Lavendeldüfte ihr Gemüt ein wenig senken?

      "Estelle, wir haben uns entschieden." Der König saß wie immer auf seinem herrlichen Thron. Gorafor war wohlhabend wie eh und je, nach den vielen Kriegen die es siegreich bestritten hatte. Die Prinzessin, die nicht nur innerlich wie ein hässliches Schwein war, wollte gerade vermutlich wieder zu einem Kreischanfall ansetzen, da hatte der König sie unterbrochen.
      "Wir werden dich nicht mit dem Prinzen von Carostelle vermählen. Aber wir müssen jemand anderen schicken, also warum nicht deine Maid. Die magst du ja eh nicht." Alysa, die während der ganzen Aktion eigentlich nur am Rand des Thronsaals gestanden hatte, stockte. Genauso wie ihr Atem und ihr Herz. Bitte was?
      "Wirklich?" So viel Hoffnung in der Stimme der Frau war wirklich abartig. Als ob der Typ so schlimm war und einem Krieg wären sie da auch einfach aus dem Weg gegangen. Take one for the Team, oder so. In dem Fall wohl eher: Take one for your Folks. Aber davon würde die egoistische Zicke vermutlich nichts wissen wollen. Hoffnungslos.


      Viel mitzureden hatte Alysa ja eh nicht, also hielt sie, so wie all die Jahre, einfach ihre Klappe. Sie würde niemals ein freundliches Wort mit diesen verdorbenen Menschen wechseln. Niemals.
      Und so kam es, dass sie in einem relativ schlichten Kleid von einem Königreich in das andere reiste. Als Fake-Prinzessin verstand sich. "..." es war fast ungewohnt wieder so wertvolle Kleider zu tragen. Das Beste, was sie in den 7 Jahren getragen hatte war die Maid-Kleidung, die man ihr netter Weise zur Verfügung gestellt hatte. Nur für das gute Ansehen versteht sich. Nicht für die praktische Seite, die der Job so mit sich gebracht hatte. Aber was sollte sie schon machen. Sie musste geduldig sein. Bis man ihr eine Chance wie diese hier gab. Eine Chance endlich dieses verdammt Königreich brennen zu sehen!
      Das Lächeln, welches sie nun aufsetzte war nicht nur ein wenig zufrieden, sondern einer echten Hoheit würdig. So ungerne sie sich zurück erinnerte, so indoktriniert waren ihr die königliche Etikett. Sie konnte es gar nicht verhindern als sie aus der Kutsche trat. Man würde sie vermutlich direkt entlarven. Sie sah keinen Falls so aus wie Estelle und das Aussehen jener war sehr wahrscheinlich auch hier in aller Munde. Sie könnte genauso gut direkt hier auf der Stelle hingerichtet werden. Sterben. Und doch, sie war irgendwie so siegessicher wie damals, als sie Mark im Schwertkampf besiegt hatte. Heute würde sich alles entscheiden. Entweder sie würde hier und heute ihrer Familie ins Grab folgen oder endlich einen Schritt näher zu ihrem Ziel kommen. All das lag in der Hand eines Mannes, den sie heute zum ersten Mal sehen würde.


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    • Prinz Kyran

      "... und aus diesen Grund sollten wird die Männer in den Westen sowie in den Süden stationieren um somit gegen diese beiden Fronten" der königliche Berater deutete auf die beiden Grenzen zu Pythialen und Sarenia, "gut geschützt zu sein, eure Hoheit." beendete er seinen Vortrag und blickte mich an. Ich sah schweigend auf den Kartentisch. Mein Vater stand gegenüber von mir. Sein Gesicht sah sehr gelangweilt aus, er wartete wie immer nur, bis ich fertig bin mit der Planung. Der General der Arme blickte auch mich wartend auf Befehle an.
      Ich seufzte kurz auf und überblickte nochmals die komplette Karte. "Eure Hoheit, mit der heutigen Eheschließung haben wir von Gorafor keine Gefahr mehr auszugehen. Daher müssen die Männer dort nicht länger verharren wenn von Westen jederzeit jemand ins Land einreiten kann!" redete erneut der Berater ein und er hatte auch damit Recht. bei den Wort Eheschließung stellten sich meine Nackenhaare auf. Ach ja, meine Hochzeit heute... Deswegen also stand mein Vater mit uns am Tisch.
      "Ich verstehe euch. Jedoch sind wir vom Westen gut geschützt durch den Fluss der sich direkt hier entlang streckt. Diesen ohne Brücke zu überqueren ist unmöglich." ich deutete auf den Fluss. Ich hörte von weiten meinen Vater aufstöhnen. diese Diskussion musste ihn ganz schön langweilen. Ein kurzes Lächeln huschte über meine Lippen und ich blickte meinen Vater amüsiert an. Dafür das es eigentlich noch sein Königreich ist interessiert es sich herzlich wenig für Kriegsführung.
      "General, wenn ihr jetzt los reitet werdet ihr bis heute Abend bei euren Truppen an der Grenze zu Gorafor sein. dort Verharrt ihr noch 3 Tage. Dann könnt ihr das Lager abbauen. Die Männer sollen dann erstmal nach Hause und Kraft tanken bevor sie wieder an eine Front geschickt werden. Sollten sich die Befehle ändern erhaltet ihr eine Nachricht." Diese Worte gefielen meinen Berater gar nicht, doch er musste diese erdulden.
      Mein Vater nickte nur bestätigend. Somit war der Befehl durch. Kurz verbeugte sich der General, bevor er eilig weg trat. Bevor der Berater irgendetwas sagen konnte, räusperte sich mein Vater sehr laut.
      "Hast du nicht etwas vergessen, mein Sohn?" sagte er laut. Ich lächelte und verschränkte die Arme vor der Brust. "Etwas vergessen? Bei der Kriegsführung des Landes? Niemals." diesen Satz brachte ihn komplett aus der Fassung. "Es gibt durchaus wichtigeres als Krieg, Kyran!" erhob er die Stimme gegen mich. "Ich weiß doch, Vater. Die Hochzeit mit der Prinzessin Alysa aus Gorafor. Aber Vater, du weißt das ich nicht auf diese Frau aus bin, sondern auf ihre Armee?" Mein Vater blickte mich lange schweigend an, bevor er knapp nickte. "Ich weiß. Aber wenigstens geht es langsam in eine andere Richtung in deinen Leben als Krieg." genervt verdrehte ich die Augen. Als würde eine Frau in meinen Leben etwas ändern...
      "Komm, Kyran. Ich möchte das du der Prinzessin noch vor der Hochzeit begegnest." ich nickte knapp und folgte meinen Vater. dieser lief schnurstracks nach außen. "Sie müsste jeden Moment eintreffen..." murmelte der alte Mann. seine Hände hatte er wie immer hinter den Rücken verschränkt. Ich wischte nochmal über die Kleider als wir durch die Flure liefen.
      Außen angekommen standen schon mehrer Bedienstete bereit. Anscheinend wird die Prinzessin mit ziemlich viel Gepäck anreisen... Selbst Reyna stand schon dort und wartete neugierig. Wahrscheinlich war sie aufgeregter als ich.
      "Kyran, hier her!" befahl mein Vater und ich stellte mich direkt zwischen ihn und meine Schwester, direkt an den Kopf. So verharrten wir noch einige Zeit. Langsam wurde ich gelangweilt und mein Vater musste mich mehrmals ermahnen. Genervt seufzte ich immer wieder und legte irgendwann den Kopf in den Nacken.

      "Die Kutsche ist in Sicht!" rief plötzlich einer der Diener. Langsam richtete ich meinen Blick auf die Straße, dort bog endlich die Kutsche ein. Schön langsam und gemütlich kam diese auf uns zu. erneut seufzte ich genervt und kassierte einen wütenden Blick von meinen Vater. Er wollte den perfekten Sohn hier stehen haben...
      Endlich kam die Kutsche bei uns an. Sofort stieß mein Vater mich einen Schritt vor, während ein Bediensteter die Tür der Kutsche öffnete. Mein Blick viel sofort auf die junge Frau mit den langen weißen Haaren. Sie trug ein recht schlichtes Kleid, mehr war auch wirklich nicht nötig. Bald wird sie eh die Kleider von uns erhalten... eigentlich recht schlau von Gorafor dort Gold zu sparen...
      Langsam stieg sie aus der Kutsche. Ihre Schritte waren außerordentlich vorsichtig. Ich ging einen Schritt näher, verbeugte mir nur halbherzig. "Prinzessin Alysa von Gorafor, es ist mir eine Freude euch kennen zu lernen. Ich bin Prinz Kyran und euer baldige Gemahle." sagte ich ruhig. Die Bediensteten machten sich schon daran das Gepäck aus der Kutsche zu holen.
      "Jedoch muss ich mich entschuldigen, ich habe leider dringlicheres zu erledigen. Wir sehen uns bei der Zeremonie." damit wendete ich mich ab und ging schnellen Schrittes zurück ins Schloss. ich spürte den wütenden Blick meines Vaters, doch kurz darauf ergriff auch er wieder das Wort.
      Die Prinzessin sah vielleicht nicht schlecht aus, es hätte mich eindeutig schlimmer erwischen können, doch für eine Prinzessin hatte ich einfach keine Nerven. Lieber verschwand ich in meinen Gemächern um mich dort wieder der Kriegsführung zu widmen.
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    • Don't we all tell lies to survive?

      Alysa - Prinzessin Alyana Sariel von Belauin

      Hatte sie Erwartungen an den Prinzen gehabt? Nicht wirklich. Eigentlich machte es auch keinen Unterschied, wer er war, was er vorher getan hatte, wie er aussah. Neugierig war sie natürlich trotzdem gewesen. Außerdem war er immerhin ihr Verlobter und wenn er ihr tatsächlich glaubte wer sie war, vermutlich auch bald ihr Mann. Was würde sie dann überhaupt machen? Immerhin hätten Carostelle und Gorafor damit sogar eine diplomatische Beziehung und würden sicherlich nicht in den Krieg gegeneinander gehen. Und sie müsste mit diesem hässlichen Namen rumlaufen. Hatte sie nicht schon genug Decknamen?
      Eine Stimme riss sie aus ihren Gedanken.
      Der junge Mann, der wohl ihr Angetrauter werden sollte, hatte sich nur halbherzig vorgestellt und war sogleich wieder verschwunden, sodass sie nicht mal einen höflichen Knicks als Annahme seiner Begrüßung machen konnte.
      Wenn sie nicht die Jahre unter Estelle gearbeitet hätte, wäre sie vermutlich empört von seiner dreisten Unhöflichkeit gewesen. So jedoch musste sie nur über die Zurschaustellung des kindlichen Trotzes Schmunzeln. Nicht nur nahm sie es ihm nicht übel, weil Estelle wirklich kein guter Ruf vorauseilte, sondern es erleichterte sie, dass er anscheinend nicht bemerkt hatte, dass es sich bei ihr nicht um jene handelte. Es war ihr lieber Leben zunächst zu behalten.
      Trotzdem hatte sie das Gefühl dass sie sich gut mit ihm verstehen würde. Außerdem sah er nicht gerade schlecht aus! Wie sich sich Estelle die Zunge abbeißen würde wenn sie wusste, was sie hier verpasste! Als ob das blöde Gör irgend einen anständigen Kerl heiraten würde, wenn nicht um die königliche Macht. Estelle war dumm wie Stroh, um da hinter zu steigen brauchte man nicht viel.
      “Ich entschuldige mich um die Dreistigkeit meines Sohnes. Ich hoffe Ihr hattet eine angenehme Anreise?” Der betagte König war von der alten Sorte, das merkte Alysa gleich. Vielleicht schon von der etwas zu alten. Nichts desto trotz musste sie wohl ihr Ansehen waren.
      "Prinzessin Estelle Rosianne von Gorafor, eure Hoheiten." stellte sie sich mit einem Knicks vor. Anscheinend war ihnen nicht aufgefallen, dass sie nicht eben genannte war. Oder es war eine Falle. Egal welche Option tatsächlich der Wahrheit entsprach, sie war froh, dass man ihr nicht direkt den Kopf abschlug. So ungewöhnlich war das nämlich auch nicht.

      Den König und die Königin hatte sie äußerst höflich und respektvoll begrüßt. Die beiden schienen immerhin nicht so verrottet wie ein gewisses anderes Königspaar. Oft hatte sie schon gesehen, wie die Königshäuser nur so von dummen Inzuchten wirrten, doch sah dieses nicht so aus. Ein weiterer Pluspunkt! Alysa tat gut daran ihr Gesicht zu wahren, das Lügen hatte sie immerhin in den 7 Jahren perfektioniert. “Kommt erst einmal an, einer der Ritter wird Euch zur Zeremonie führen.”

      Nun, während man sie durch den Palast führte, der schon bald ihr neues Zuhause sein würde, musste sie einen Säufzer unterdrücken. Die Gänge waren prachtvoll, das Schloss groß. Bei dem Anblick von Marmor wurde sie unweigerlich zurück geworfen zu ihrem richtigen Heim. Manchmal sehnte sie sich danach sich einfach in ihrem einstig großen Bett verkriechen zu können und sich Geschichten von Mark anhören zu können. Fast entglitten ihr ihre Gesichtszüge, doch Alysa konnte sich schnell genug in die Realität zurück holen. "Vielen Dank.” Bedankte sie sich bei dem Dienstmädchen, welches sie zu ihrem neuen Gemach geführt hatte, da man sich sicher war, dass sie ruhen müsste nach der anstrengenden Reise. Gut, dass sie nicht wussten was sie alles schon erledigt hatte. Maid von Estelle zu sein war nicht einfach gewesen und entspannt garantiert nicht. Ganz früher war es auch nicht viel anders gewesen, das ganze Lernen, Trainieren, sie war immer auf Trab gewesen!
      Beschweren würde sie sich natürlich auch nicht. So konnte sie der Gelegenheit entgehen entblößt zu werden, oder noch schlimmer, sich selbst zu entblößen.

      Man hatte sie noch einmal frisch gemacht, jedoch das Kleid, welches wohl in der hintersten Kammer von Estelle beinahe verstaubt gewesen war, war ihr geblieben. Immerhin hatte sie nun einen Schleier, der ihr Gesicht zunächst vor den Blicken Anderer schützen würde. Eigentlich war es schon peinlich von Gorafor sie ohne Schmuck oder dergleichen zu verheiraten. Nicht nur gab dies ein unglaublich schlechtes Bild ab, sondern verlieh es auch den Anschein, dass dem widerlichen König seine Tochter so wenig am Herzen lag, dass er sie ohne viel Sorge in ein fremdes Land schickte. Immerhin hatte sie nur zwei Koffer mitgenommen, in denen zum größten Teil nur ihre eigenen wenigen Überbleibsel ihres alten Lebens versteckt waren. Dementsprechend hatte sie die Dienstmädchen davon abgehalten jene Koffer zu öffnen, sodass diese noch wohl behalten neben ihrem neuen Bett standen. Gerade wollte sie einen von ihnen öffnen, als es schon an der Tür klopfte.
      “Tretet ein.” Gab sie ihre Erlaubnis nur um einen voll in prachtvoller Dienstkleidung bestückten Ritter vorzufinden, der sie wohl zur besagten Zeremonie führen würde. Unweigerlich stieg ihr bittere Galle in den Mund. Sie würde tatsächlich, wenn auch unter falschem Namen, heiraten. Jemanden heiraten, der nicht ihr Geliebter war. Der nicht Mark war.

      Den Weg hatte sie kaum gemerkt, war sie doch, in den Armen des Ritters eingehakt, sehr in ihren eigenen Gedanken versunken. Damals hatte sie vorgehabt ihren persönlichen Ritter zu heiraten. Nun würde sie den Prinzen, der ebenso wenig Lust an der Eheschließung hatte wie sie, zum Gemahl nehmen. >Mutter, Vater< dachte sie und sah gen die prächtige Decke der Kathedrale, an deren Altar sie nun stand. >Wenn Ihr mir hier zu seht, dann gebt mir Kraft. Gebt mir Mut. Gebt mir die Macht, euch endlich zu rächen.< das war das einzige, an das sie denken konnte, als der junge Herr mit den blonden Haaren ihr den Ring an ihren Finger steckte. War der Bund überhaupt gültig, wenn sie als Estelle heiratete? Konnte sie nicht einfach abhauen und wieder unter ihrem alten Namen leben?

      “Wollen Sie Ihren Mann lieben und achten und ihm die Treue halten alle Tage seines Lebens?“ wer hatte sich den Schnulz den ausgedacht? Nicht selten waren politische Ehen in Königshäusern geschlossen worden, doch immer wieder musste sich Alysa einen bissigen Spruch verkneifen. Natürlich würde sie ihn nicht lieben. Genauso wenig sah es mit Treue aus, da war sie sich fast sicher, dass der Werte Herr vor ihr es ebenso wenig damit hielt. Nicht, dass sie ihn betrügen wollte, nein es war eher das Problem, dass Loyalität ein gewisses Maß an Vertrauen brauchte, was sich bei jemandem, den sie nicht einmal 24 Stunden kannte, etwas schwierig gestaltete. Nur achten würde sie ihn, sofern er ihr ebenfalls zumindest ein bisschen Respekt zeigte, der ihr wohl gebührte, egal ob sie eine Prinzessin oder eine arme Bettlerin auf den Straßen war.
      “Ja, ich will.” Sagte Alysa laut und klar, darauf verbissen nicht zynisch zu klingen. Zumindest eines hatte sie immer sein wollen, was sich mit diesen Worten wohl genauso wie ihre damaligen Träume in Luft auflöste. Frei. Das hatte sie nun aufgegeben.


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    • Kyran

      Ich hatte lange Zeit in meinen Gemächern Ruhe. Bald muss ich diesen Raum teilen mit einer Frau eines anderen Landes... Ihre Armee interessierte mich viel mehr als sie. Seufzend versuchte ich in einen Bad etwas Entspannung zu finden, doch je länger ich nur im heißen Wasser saß, desto mehr Arbeit wurde mir bewusst.
      Nach der Hochzeit bestehen meine Eltern, König und Königin, dass ich sie dem Volk präsentiere... Das heißt irgendwelche langweiligen Veranstaltungen... Irgendwelche belanglosen Gespräche und dummen Tänze mit irgendeinen Adel. Ich legte meinen Kopf in den Nacken und versuchte es zu ignorieren, doch je mehr ich versuchte es auszublenden, desto mehr Veranstaltungen wurden es. Das einzige was ich wollte war es mein Land zu sichern....
      Das Klopfen an meine Tür brachte mich zurück in die Realität. In gut einer Stunde bin ich verheiratet...
      Bedienstete halfen mir in die aufwendigen Kleider für die Zeremonie. Es war eine Kombination aus Stoff und Rüstung. Das war das einzig gute am heutigen Tag...
      Im Gang vor meinen Gemächern wartete meine Mutter. Sie ließ sich seit dem Tod meines ältesten Bruder selten Blicken... Fast schon, als hätte sie mich, Reyna und meinen Vater vergessen... Sie wollte nicht wissen, wie sehr der Tod unseres Bruders uns traf...
      "Du siehst fantastisch aus, Kyran." sagte sie leise und lächelte schwach. "Du auch, Mutter." sagte ich und verbeugte mich vor ihr. Sie lachte leise auf und lief etwas rot an. Zwar sagte sie immer, ich soll mich nicht vor ihr verbeugen, doch in Wirklichkeit liebte sie es.
      "Komm Mutter, ich möchte zu meiner eigenen Hochzeit nicht zu Spät kommen." meinte ich und hielt ihr den Arm hin, in welchen sie sich sofort ein hing. So liefen wir beide zum Thronsaal. Mein Vater saß schon in der ersten Reihe, weiterer Adel etwas weiter hinten. Sie redeten wirr durcheinander, was mir sofort zu Kopf stieg.
      "Konzentriere dich auf dein Ziel und lass die Umgebung unter gehen. So hast du es doch immer gemacht." flüsterte mir Mutter beruhigend zu. Ich lächelte schwach und brachte sie zu ihren Platz, bevor ich mich zur Podium begab. der Priester stand bereits dort und übte nochmal die Rede. Sollte er jetzt etwas falsch machen... könnte das heftige Konsequenzen haben...

      Kurz bevor Estelle eintrat, ertönte die Musik und das Gemurmel verstummte sofort. Sie Schritt sehr vorsichtig den Gang entlang, geführt von einen meiner Ritter. Etwas verwundert hob ich die Augenbrauen. Sie trug weiterhin das selbe Kleid, nur diesmal mit einen Schleier... Ließ ihr Vater sie wirklich nur mit so einen Gewand heiraten? Etwas skeptisch beobachtete ich sie, verzog nicht wirklich eine Miene. Die Rede vom Priester schenkte ich herzlich wenig Beachten. Sein Glaube konnte mein Kriege nicht gewinnen.
      Nachdem sie den Priester zustimmte, mich zu lieben und zu achten und mir ewige treue schwört, widmete er sich mir zu. “Nun zu euch, Prinz Kyran, wollen Sie Ihre Frau lieben und achten und ihr die Treue halten alle Tage ihres Lebens?“ Mein flaues Magengefühl blieb weiterhin. Etwas stimmte nicht. Estelle handelte nicht so wie sie mir aus Erzählungen bekannt war. Sie wurde immer als sehr arrogant und selbstverliebt beschrieben... Und dann erschien sie im selben Kleid? Zu ihrer Hochzeit? Auch wenn das die Hochzeit mit einen Mann war, den sie nicht liebte... Entweder waren die Erzählungen falsch oder... sie.
      "Ja, ich will." sagte ich deutlich und versuchte durch den Schleier ihr Gesicht zu erkennen. "Dann erkläre ich Sie hiermit zu Mann und Frau. Sie dürfen die Braut nun küssen." Kurz stockte ich, bevor ich langsam den Schleier hob und nun direkt in ihr Gesicht blickte. "Darf ich?" flüsterte ich leise, bevor ich behutsam eine Hand auf ihre Wange legte und ihr näher kam. Ihre Haut war Seidenweich. Kurz beugte ich mich über sie und drückte einen sanften Kuss auf ihre Lippen, bevor ich mich ihr wieder entfernte. Sofort erklang Musik und all die Gäste erhoben sich. Ich hielt Estelle, meiner Frau, den Arm hin.
      Nachdem sie sich dort ein hing, liefen wir durch die Kathedrale. Außen angekommen löste ich mich sofort von ihr. Meine Schwester huschte schnell hinter uns her. Mein Vater, der König, war bereits in Gespräche vermittelt während meine Mutter versuchte die Gäste in den Festsaal zu treiben. Reyna lächelte von einer Seite des Gesichtes zur anderen.
      "Ich denke Estelle möchte kurz zur Ruhe kommen." sagte ich ruhig und blickte meine Schwester an. Etwas verdutzt sah sie zu Estelle. "Oh... geht es euch nicht gut?" meinte Reyna leise. "Doch, doch. Es ist nur... das ich ebenfalls kurz Ruhe brauche. Und ich möchte ihr mein Hochzeitsgeschenk übergeben." erklärte ich Reyna und lächelte ihr zu. Sofort begann sie wieder zu strahlen. "Jetzt schon?" sie kicherte leise, bevor sie kurz nickte und in Saal verschwand.
      Kaum war niemand mehr zu sehen, packte ich die Frau am Handgelenk und zog sie mit mir mit in meine Gemächer. Wären wir wo anders verschwunden wäre es merkwürdig erschienen...
      Auf den Weg dorthin trafen wir eine junge Bedienstete, die mich sofort erschrocken ansah. "Bring uns eins ihrer Kleider. Ein sehr prachtvolles, das einer Hochzeitsfeier würdig ist." befahl ich und rauschte an ihr vorbei. Eilig zog ich meine Ehefrau hinter mir rein, bevor ich die Tür zu zog. Dann sah ich sie nur wartend an, bevor ich leicht lächelte.
      "Prinzessin Estelle von Gorafor, es ist mir eine wahre Freude." sagte ich und verschränkte die Hände vor der Brust. "Doch ich finde es außerordentlich beleidigend, dass ihr im selben Kleid wie heute Mittag vor mir steht. Anstand scheint euch zu fehlen, oder nicht?" spottete ich und hob mein Kinn leicht an. "Was kommt als nächstes? Ihr seid schon mit einen anderen Mann verheiratet? oder schwanger? Vielleicht versucht der König von Gorafor eine hochschwangere Tochter zu vertuschen." zählte ich auf und beobachtete sie weiterhin misstrauisch. "Etwas stimmt nicht mit euch. Und wenn ihr weiterhin diese Kleider tragt fällt das auch den anderen auf. Noch sind sie hin und her gerissen von dieser dummen Hochzeit. Aber ihr solltet schnellstens was neues Anziehen was den Festlichkeiten entspricht." erklärte ich ruhig. Kurz darauf klopfte es bereits und es wurde schnell ein Kleid rein gereicht.
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    • Alysa - Prinzessin Alyana Sariel von Belauin

      “Darf ich?” Fragte der Herr, der anscheinend genauso viel Lust auf das ganze Drama hatte wie sie, bevor er sie behutsam küsste. Früher hätte sie sich gesträubt, doch heute war sie es schon gewohnt gewesen. Es gab nicht mehr viel, womit man sie schockieren konnte, also erwiderte sie den Kuss ebenso sanft und nahm den ihr gebotenen Arm an.

      Ebenso wenig war sie schockiert, als ihr neuer Gemahle sie in ihre Gemächer zog und zur Rede stellte. Er hatte Recht, es war weder anständig, noch Estelle entsprechend, dass sie nur ein Kleid besaß und dieses sowohl bei ihrer Ankunft als auch bei ihrer Hochzeit trug. Etwas anderes war ihr ja auch nicht übrig geblieben.
      Kurz waren ihre Gedanken gerast, in alle Richtungen, die erdenklich waren, doch genauso endeten alle in der selben Art und Weise.
      Spätestens bei der ersten Nacht würde sie ausfallen. Spätestens nachdem sie dieses Kleid, welches gar nicht ihres war, angezogen hatte.

      “Nun...” sie seufzte ein wenig und nahm das Kleid an, welches nicht nur ihre Arme und Schultern zeigte, sondern auch noch einen tiefen Rückenausschnitt besaß.
      “An Eurer Stelle, oder wenn ich zu meinem Mann nun Du sagen darf, an deiner Stelle würde ich jemanden rufen der ein anderes Kleid holt. Ich besitze kein Weiteres.” Bevor er ihr Widerworte geben konnte hatte sie das hoch geschlossene, langärmlige Kleid hinten am Nacken geöffnet und ließ es achtlos auf den Boden gleiten.
      Nun also nur in ihrer nicht gerade hübschen weißen Unterwäsche stand sie vor ihm und setzte diesmal ein sarkastisches Lächeln auf die Lippen, als sie sich ein weiteres Mal verbeugte.
      “Alysa mein Name, persönliche Maid von Estelle.” Als sie sich verbeugte wurde das gesamte Ausmaß ihres Sklavendaseins, welches man so zwanghaft mit dem Kleid versucht hatte zu verdecken, sichtbar. Nicht nur an ihren Armen und Beinen hatte unzählige Narben von Peitschen und Stöcken, sondern auch ihr Rücken war voller sogar noch geröteten neuen Striemen übersät. Das hätte sie ja wirklich kaum verheimlichen können.
      “Es liegt in deiner Hand.” Fest sah sie ihm in die Augen, zeigte keinerlei Angst, Scham oder Reue.
      “Mein Leben lag schon lang nicht mehr in meine Obhut. Wenn du es so willst, gehört es nun dir.” Was er nun machte konnte sie, nach dem kurzen Gespräch, nicht erahnen. Es blieb ihr aber auch gar keine andere Wahl.


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    • Kyran

      Die Prinzessin zögerte nicht lange und ergriff das Wort. Kurz zog ich amüsiert den Mundwinkel nach oben, als sie beschloss mich zu Duzen. Ja, wir waren jetzt zusammen verheiratet, dass heißt diese geheuchelte Höflichkeit gibt es nicht mehr. Sie ließ mich nicht wirklich zu Wort kommen. Ohne zu zögern öffnet sie ihr Kleid und zeigte mir ihren kompletten Körper.
      Alysa? man schickte mir die persönliche Meid von Estelle, der Frau, die ich eigentlich heiraten sollte?! ich hob die Augenbrauen und sah sofort bei der Verbeugung die Narben, die ihren Körper übersäten. Vor allem ihr Rücken zeigte ihr vorheriges Leben. Ich hob leicht meinen Kopf und sah sie genauer an. Ihrem Gesicht sieht man keinerlei Verletzung an.

      Sie meinte, dass mein Leben nun in meinen Händen lag. Ich seufzte leise und lachte kurz auf. "Man schickt mir die Sklavin der Prinzessin? Was habt ihr euch dabei gedacht? wessen Idee war das?" sagte ich und verschränkte meine Arme vor der Brust. "Alle glauben, dass Estelle hier steht. Will sie jetzt wohl ein Leben im Untergrund führen? Sie kann ja nicht an zwei Orten gleichzeitig sein..." ich schüttelte den Kopf und schloss kurz die Augen. Es wird eine Menge Arbeit auf mich zu kommen...

      "Wir müssen einen Grund für deine Narben finden. Eine glaubwürdige Geschichte." meinte ich nach einiger Zeit und seufzte erneut leise. "Du wirst fürs erste Prinzessin Estelle spielen, meine Frau. Da du nicht die wirkliche Prinzessin bist, kannst du schnell verschwinden. Also folge lieber meinen Worten." sagte ich streng. Es war mir egal, mit welcher Frau ich am Ende verheiratet bin. Es diente eh nur als ein Bündnis zwischen unseren zwei Ländern. Vielleicht war es so wirklich besser als anders. eine kleine aufmüpfige Prinzessin konnte ich hier nicht gebrauchen.
      "Wir erzählen einfach, dass du in jungen Jahren entführt wurdest. Und körperlich Missbraucht wurdest. Daher deine Narben. Das wird den Menschen auch gefallen." beschloss ich selbst und sah sie fragend an, ob sie widersprach. Jetzt hatte ich eine weitere Sklavin hier stehen...
      "Zieh dich an, unsere Hochzeitsgäste warten." murrte ich genervt und wendete mich von ihr ab. Auf einem kleinen Tisch an einer Tür stand eine Karaffe Wein. Ich schenkte mir etwas ein und nahm einen Schluck, während Alysa sich anzog.
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    • Alysa - Prinzessin Alyana Sariel von Belauin

      "Nun, dir eilt auch kein allzu toller Ruf voraus. Die Prinzessin von Gorafor hat sich eine Woche lang unter Tränen und Hungerstreik geweigert auch nur einen Fuß in die Kutsche zu setzen." Immer noch merklich amüsiert hatte Alysa die Kleider übergeworfen, welche zwar ihre Narben zur Schau stellten, jedoch schon gleich viel prachtvoller, einer Kronprinzessin würdig, aussahen.
      "Ich kann dir versichern, dass Gorafor damit gerechnet hat, dass mein Kopf vor deinen Füßen rollt, bevor ich den Palast betrete. Was du mit den Informationen anstellst bleibt dir überlassen. Der verdammte König hat sowieso nur Unterwerfung in seinem hohlen Kopf." wetterte sie, nun schon einiges offener. Zwar hatte sie immer noch ihre Vergangenheit zu verbergen, jedoch würde sie alles darauf setzen, dass Kyran vielleicht sogar für sie ihren Racheplan vollzog. Nur eines würde sie ihm nicht lassen, der rechten Hand des Königs den Kopf abzutrennen.
      Dabei erinnerte sie sich, so wie immer, daran was eben jener Mistkerl mit ihrer Familie gemacht hatte. Wenn sie doch damals nur ein Schwert gehabt hätte, irgendeine Waffe, selbst ein Buttermesser! Den bitteren Geschmack von Hass und Demütigung musste sie irgendwie runterspülen, da kam ihr der Wein, den ihr Mann sich eingeschenkt hatte, gerade richtig. Flink und geschickt hatte sie die Karaffe genommen und anstatt es sich in ein Glas zu schenken, direkt einen großen Schluck hinunter gespült.
      "Von mir aus können wir deine Geschichte annehmen, auch wenn ich nicht glaube, dass sie deine Adeligen überzeugen wird. Estelle ist vielleicht dumm wie Stroh, aber über sie ranken sich leider auch ziemlich viele Gerüchte. Jedoch keine, die so einer Vergangenheit gerecht werden. Aber wie du meinst." beschwingt nahm sie noch einen großen Schluck und betrachtete sich ein letztes Mal im Spiegel.
      Alysa hasste ihren Anblick. Wenn man bedachte, wie hübsch sie einst gewesen war, so war ihre abgemagerte, vernarbte Form nur noch ein Hauch von dem, was sie einmal war und was sie einmal ausmachte. Aussehen jedoch, war nebensächlich, solang sie überleben würde, bis Gorafor in Flammen aufging. Mehr konnte sie gar nicht erwarten. Eine Zukunft danach gab es für sie auch nicht. Sie musste stark bleiben, alles nur für das Mittel zum Zweck sehen.

      “Dann wollen wir mal.” Straff hob sie ihr Haupt und streckte ihren Körper so gut es ging, als sie einen letzten Schluck des durchaus köstlichen Gesöffs genommen hatte und nun bereit war die Hochzeitsfeier in Angriff zu nehmen. “Es wäre äußerst hilfreich, wenn du mir erklärst wer die hochrangigen Familien und ihre Vertreter sind und was machen.” Schob sie noch hinterher, bevor sie ihm ihre Hand reichte, ein Zeichen, dass er doch bitte seinen Job als Ehemann genau gut so machen würde wie sie es als neue Prinzessin von Carostelle.


      ♪♫•*¨*•.¸¸사랑햡니다¸¸.•*¨*•♫♪

    • Kyran

      erstaunt erhob ich die Augenbrauen als sie meinen Ruf ansprach. "Ich weiß welchen Ruf ich habe und dieser erfreut mich sogar. Und der Prinzessin wäre jeder Ruf zu schlecht..." sagte ich und verschränkte die Arme vor der Brust. Als sie das nächste Ansprach, wurde ich hellhörig. Der König hatte nur Unterwerfung im Kopf? Er hatte nie die Absichten eines Bündnisses? Das nächste Problem vor dem ich Stand... das heißt ich konnte weiterhin meine Männer nicht zurück ziehen... Ich musste weiterhin mit einen Angriff aus dieser Richtung rechnen.
      "Mit den König von Gorafor werde ich mich später auseinander setzen. Aktuell ist diese Front geschützt." sagte ich ruhig. Ob ich ihr militärische Einzelheiten anvertrauen konnte? Sie redete bereits sehr offen, zügelte nicht ihre Zunge obwohl sie das evtl. tuen sollte... doch mich störte es nicht. Je mehr ich wusste, umso besser.
      "Ach fällt dir eine bessere und glaubwürdigere Geschichte ein? Woher soll eine Prinzessin bitte solche Narben her haben? Vom lackieren ihrer Nägel oder von ihren überflüssigen Veranstaltungen?" meinte ich genervt. Sie hatte sich einfach den Wein gegriffen und trank diesen in mehreren Zügen fast komplett aus. Sie wird niemals für eine Prinzessin gehalten werden... Wütend musterte ich sie, ließ es jedoch dabei sein. Wenn das ganze funktionieren sollte, muss sie lernen wie sie sich zu benehmen hat... und das konnte ich ihr nicht beibringen. doch wenn konnte ich hier vertrauen?

      Nachdem Alysa nun endlich mit allem fertig war, richtete ich mich langsam wieder auf. "Dann wollen wir mal." wiederholte ich ihre Worte und griff nach ihrer Hand. "es wäre ziemlich hilfreich wenn ich es selbst wüsste. Jedoch stellen die sich eh alle liebend gerne vor. Sie prahlen gerne mit sich selbst." sagte ich und führte sie langsam aus dem Zimmer zurück in den Festsaal.
      Davor wartete bereits meine Mutter, welche ziemlich aufgewühlt war. "Wo warst du denn, Kyran?!" schimpfte sie leise und wurde entspannter. "Ich überreichte meiner Frau ihr Hochzeitsgeschenk." sagte ich kühl und blickte auf Alysa. Zum Glück passte das Kleid perfekt zu ihr. Auch meine Mutter sah Alysa an und lächelte verträumt. "es ist wunderschön. Und das ist von dir? Das bin ich gar nicht gewöhnt." scherzte sie und blickte Alysa weiterhin an. "Doch... woher sind... diese Narben?" stammelte Mutter plötzlich. Ich seufzte leise.
      "Das ist sehr kompliziert Mutter." sagte ich leise zu ihr und blickte mich kurz um. "Können wir das später klären?" flüsterte ich, sie nickte knapp, bevor sie wieder lächelte und sich abwendete.
      "Jetzt wird erstmal die Hochzeit gefeiert!" damit stieß sie die Tore des Saales auf und wir traten ein. Sofort drangen von allen Seiten stimmen und Glückwünsche auf uns ein. Ich lief einfach mit Alysa durch die Menge zu unseren Tisch, wo bereits mein Vater und meine Schwester saß. "Ich bitte dich, benimm dich!" zischte ich leise meiner Frau zu, kurz bevor wir an den Tisch traten.
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    • Alysa - Prinzessin Alyana Sariel von Belauin

      Ich ging gar nicht mehr auf seine gezischten Worte ein. Es würde eh nichts bringen, sich hier wegen solch Kleinigkeiten mit ihm zu streiten. Stattdessen lächelte ich einfach seine Familie an und machte einen kleinen Knicks, als höflichen Gruß. "Es freut mich nun ein Teil Eurere Familie zu sein." wandte ich mich zunächst an Kyrans Vater, dem amtierenden König. Dieser lachte nur auf, wenngleich meine Narben ihm wohl die Worte im Halse stecken blieben ließen. Verübeln konnte ich es ihm nicht, jedoch war fing er sich auch schnell wieder, wie es sein sollte. "Willkommen in der Familie." lächelte dieser müde zurück. Anscheinend war er tatsächlich müde, bei all dem Trubel und all dem Stress.
      "Ich hoffe, wir können Freunde werden." sagte da die jüngere Prinzessin, welche ich direkt als sympathisch empfand. Es schien mir, als würde hier zumindest eine Art der 'gesunden' Familie im Königshause anwesend sein. Das konnte ich aber auch nur erahnen, man wusste ja nie, was hinter verschlossenen Türen passierte.

      Während wir nun nur oberflächliche Gespräche austauschten wurden die Speisen serviert, welche ich genüsslich zu mir nahm. Es war lange her, dass ich etwas ordentliches gegessen hatte, geschweige denn hochklassige Küche. Das konnte ich, in dem ganzen Chaos doch tatsächlich genießen. Natürlich aß ich nicht wie ein Dorftrottel, oder ein Schwein. Zwar musste ich in meiner Sklavenzeit aufpassen nicht zu sehr aufzufallen, doch ließen sich alte Gewohnheiten schlecht abtrainieren. Nun war es ein Glück, dass ich meine Erziehung wohl nicht vergessen hatte.

      "Die Ehre ist ganz meinerseits." schon hatte ich mich vor dem nächsten Paar verbeugt, welches gar nicht schnell genug sich mir vorstellen konnte, das hatte man schon vorher an ihren gehetzten und zugleich neugierigen Blicken gesehen. Wie viele Namen ich mir heute wohl merken musste? Vermutlich mehr als genug. Urgh.
      Kyran hatte mich, nachdem wir die ersten Familien getroffen hatten, alleine gelassen. Womöglich, weil er merkte, dass ich keinen Unfug anstellte und auch weil es ihm sicherlich zu langweilig war, sich mit diesen geheuchelten Spielereien die Zeit zu vertreiben. All das, was ich gerade tat, war nur Schein, nur Höflichkeit. Wie auf jedem Ball, auf jeder Teeparty, jeder noch so kleinen Zusammenkunft in adeligen Gebäuden war es ein kleiner Krieg in sich selbst, ein austesten von Grenzen, von Chemie und von Informationen. Diese würde ich für mich und vielleicht für Kyran sammeln, sofern er dies benötigte.... und verdiente. Bislang war er mir nicht unbedingt unsympathisch, jedoch sicherlich auch nicht unglaublich toll gestimmt. Es brauchte schon mehr, um mich davon zu überzeugen, dass er ein schlechter Mensch war. Ich hätte auch nicht gerne eine fremde Prinzessin vorgesetzt bekommen, die zu allem Übel auch noch gar keine war.

      Mittlerweile hatte ich meine Pflichten erfüllt und gönnte mir eine kleine Auszeit. Mit einem weiteren Getränk in der Hand war ich auf den Balkon getreten und hatte die frische Luft in meine Lungen gezogen. Auch wenn ich es mal gewöhnt war, so war diese ganze Angelegenheit durchaus anstrengend und mehr als genug, um meinen Kopf für eine Weile arbeiten zu lassen. Es waren ein paar Namen unter den Familien, die ich schon einmal vor langer Zeit gehört hatte. Viele von ihnen hatten einmal diplomatische Beziehungen zu Belauin, wenngleich sie wohl unser kleines Land nicht vermissten. Niemand hatte davon gesprochen, es überhaupt in einem Satz erwähnt. Es war, wie als hätte es uns nie gegeben. Da niemand gerade in meiner Nähe zu sein schien erlaubte ich es mir, ein verbittertes kleines Lachen zu erzwingen, welches ich sogleich in dem Sekt ertrank.
      "Mutter, du hast eine Kämpferin erzogen. Eine Soldatin. Für diesen Augenblick. Für diesen Kampf. Ich werde euch nicht enttäuschen." murmelte ich gen den dunklen Nachthimmel und hob mein Glas eben in jene Richtung. So wie meine Mutter mir einst die Sitten der Adeligen beibrachte, so hatte sie mich auch des Kampfes und der Manipulation unterrichtet. Wenn ich es nicht hier anwandte, wo sonst?


      ♪♫•*¨*•.¸¸사랑햡니다¸¸.•*¨*•♫♪

    • Kyran

      Alysa schlug sich nicht schlecht, zumindest fiel sie nicht besonders auf unter all den Adel hier. Zwar staunten viele nicht schlecht über ihre Narben, doch keiner erhob ein Wort.
      Selbst beim Essen viel sie nicht besonders auf. Eher ich, der sie immer wieder von der Seite beobachtete. Meine Schwester kicherte schon immer wieder und warf mir viel sagende Blicke zu.
      Nach dem Essen stand ich auf, blickte zu meinen Vater, welcher zum Glück verstand und wir verließen beide den Saal. Ich wartete nicht lange sondern lief zum Besprechungssaal der nicht weit weg lag. Dort stand auch der riesige Kartentisch.
      "Was ist los, Kyran?" fragte mein Vater und schloss die Tür hinter sich. ich seufzte kurz und wendete mich zu ihn. "Das ist nicht Prinzessin Estelle." meinte ich. Mein Vater blickte mich nur verwirrt an. "Der König von Gorafor schickte uns die Sklavin seiner Tochter, Alysa. Prinzessin Estelle versteckt sich irgendwo in Gorafor." Mein Vater hob entsetzt die Augenbrauen. "Was zum... Kyran, bist du dir da ganz sicher?! Ich meine..." "Ja, Vater, ich bin mir sicher. Oder hast du die Narben am kompletten Körper übersehen? Sie war die Zofe von Estelle." Mein Vater blickte zur Seite. "Und nun...? Du hast diese Frau geheiratet." Ich nickte nur und blickte auf die riesige Karte. "Es wirft kein Gutes Licht auf uns, wenn wir das jetzt bekannt geben." murmelte mein Vater und begann sich panisch umzusehen. "Ich habe mir überlegt die Lüge aufrecht zu erhalten." vollkommen Entsetzt blickte der König mich an. "Das ist unmöglich! Was wenn sich die echte Prinzessin von Gorafor sich irgendwo blickt?!" Ich nickte und verschränkte die Arme vor der Brust. "Die echte Prinzessin müsste für immer verschwinden.." murmelte ich leise. "Weil das irgendwie möglich ist..." ich seufzte leise. "Wenn sie nicht schweigt, wird das ganze aufliegen. so oder so ist das in der aktuellen Situation sehr bedenklich. Einen Krieg gegen Gorafor können wir nicht gewinnen. sie sind uns zu überlegen. Ich dachte an ein Attentat an Prinzessin Estelle." schlug ich vor und blickte meinen Vater wartend an. "Oh ja eine wirklich geniale Idee. Meintest du nicht gerade einen Krieg könnten wir mit Gorafor nicht überleben?" Ich lächelte amüsiert. "Wir werden es einem anderen Reich unter schieben. Naerigan könnte noch Rache ausüben wollen, immerhin wurde es gerade erst übernommen, oder nicht? Und wenn der König von Gorafor verkündet, dass man seine geliebte Tochter, Prinzessin Estelle, ermordet hat, zeigen wir Alysa vor. Sie hat den Platz als Estelle perfekt eingenommen. Und er wird als verrückter König hingestellt der seine eigene Tochter als Tod betitelt." Mein Vater schwieg lange. Viel zu lange, bevor er leise aufstöhnte. "Tue es. Lass Prinzessin Estelle verschwinden von den Naergian." ich lächelte zufrieden und nickte knapp. Er drehte sich nur noch um und verschwand.
      Kurz blieb ich alleine im Raum stehen, bevor ich ihn folgte und zurück zu den Festlichkeiten ging. Meine Mutter blickte mich besorgt an, jedoch galt ihrer Sorge nicht mehr. "Du solltest einmal nach deiner Ehefrau schauen. Sie scheint sehr bedrückt zu sein." Ich hab skeptisch die Augenbrauen und folgte ihren Blick. Weshalb sollte sie betrübt sein? Ich sah nur wie sie langsam das Glas hob und zum Himmel blickte. Sie schien komplett in Gedanken zu sein.
      Ich griff nach einen Kelch und trat ebenfalls hinaus auf den Balkon. Kaum war die Tür zu gefallen, hörte man das Gerede und das Gelächter nur noch sehr gedämpft. Langsam trat ich zu Alysa bevor ich mich doch bemerkbar machte. "Ich denke du hast zu viel Wein, oder ist das normal den Himmel ebenfalls etwas zu trinken anzubieten?" meinte ich ruhig und nahm einen tiefen Schluck aus meinen Kelch.
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