Heartache (Midori & Hera)

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    • Als Lexi durch den lauten Klang ihres Weckers aus dem Schlaf gerissen wurde, war es bereits hell. Verschlafen streckte sie einen Arm unter ihrer Bettdecke heraus und drückte auf ihrem Wecker herum. Nachdem sie den richtigen Knopf erwischt hatte, herrschte wieder friedliche Stille in ihrem Schlafzimmer. Zufrieden seufzend hob sie ihre Hände an ihr Gesicht und fing an, sich den Schlaf aus den Augen zu reiben, ehe sie ihren Oberkörper aufrichtete. Nachdem sie herzhaft gegähnt hatte, strich sie sich einige hellblonde Strähnen, die aus ihrem Zopf gefallen waren, aus dem Gesicht und schob sie hinter ihre Ohren. Nachdem sie ihre Decke von ihrem Schoß geschoben hatte, erhob sich Lexi schließlich auf ihre Füße, streckte die Arme nach oben und machte ein Hohlkreuz, bevor sie ihre Schultern kreisen ließ, sich umdrehte und ihre Bettwäsche wieder ordentlich hinlegte. So schlurfte sie zum Fenster, schob den hellblau gemusterten Vorhang zur Seite und öffnete dieses, so wie sie es jeden Morgen nach dem Aufstehen tat. Als das erledigt war, machte sie sich auf in ihre Küche, wo sie sich ihrem Wasserkocher widmete. Diesen füllte sie mit frischem Wasser, welches sie aufkochte. Lexi besaß zwar auch eine Kaffeemaschine, entschied sich aber doch meistens für eine Tasse Tee am Morgen. Summend holte sie einen Teebeutel aus ihrem Küchenschrank hervor, legte diesen in eine Tasse und goss ihn mit heißem Wasser auf, ehe sie die Tasse packte und sie mit ins Badezimmer nahm. Dort stellte die Blondine die Tasse auf die Ablage über ihrem Waschbecken ab, kramte ein rotes Haarband aus einer Schublade, zog es sich über den Kopf, so dass ihre Haare nicht ins Gesicht rutschen konnten und wusch sich das Gesicht, ehe sie dieses mit ihren üblichen Pflegeprodukten versorgte. Nachdem sie fertig war öffnete sie ihren Zopf, zog sich das Haarband wieder vom Kopf und kämmte ihr von der Nacht zerzaustes Haar.
      Nachdem sie sich angezogen hatte landete sie wieder in ihrer Küche, wo sie sich etwas zu essen vorbereitete, während sie immer wieder an ihrem Tee nippte. Gut gelaunt schnappte sie sich also schlussendlich ihren Teller und ihre Tasse, setzte sich damit an ihre Küchentheke und frühstückte ausgiebig. Angezogen, satt und motiviert räumte Lexi schließlich alles weg und sammelte bereits ihre Schlüssel und ihr Handy zusammen, die sie in ihrer Handtasche verstaute.
      Als sie sich wieder ihrem Küchenschrank widmete, aus dem sie eine Packung Katzenfutter zog, kamen ihre beiden Katzen auch schon in die Küche und schmiegten sich an ihre Beine. Breit grinsend ging Lexi in die Hocke und strich beiden Tieren über die Köpfe und über die Rücken. "Ihr seid einfach zuckersüß" meinte sie mit sanfter Stimme, bevor sie zu den Näpfen trat und sowohl Futter als auch Wasser frisch auffüllte.
      Die beiden kastrierten Kater - Findus, ein schwarzer Kater mit bernsteinfarbenen Augen - und - Salem, ein ebenfalls schwarzer Kater mit weißer Brust und wenigen weißen Flecken und ebenso bernsteinfarbenen Augen - waren Wurfgeschwister und erst zwei Jahre alt. Sie waren Fundtiere, die sie nicht hatte zurücklassen oder abgeben können, weshalb sie die beiden Kätzchen damals bei sich aufgenommen hatte. Nachdem die beiden Kater also versorgt waren schnappte sich Lexi mit einem Blick auf die Uhr ihre Handtasche und huschte aus der Wohnung, ehe sie sich auf dem Weg zu ihrem Café machte.
      Wie jeden Morgen sperrte sie dieses voller Stolz auf und trat rasch ein. Die ersten Stunden würde Lexi heute alleine sein, bis eine ihrer beiden Mitarbeiterinnen mit dazustoßen würde, was ihr jedoch nichts ausmachte. Deshalb bereitete sie die Kaffeemaschinen und die Verkaufstheke vor, bevor sie die Tische rasch abwischte. Sie hatte sich schon in jungen Jahren immer ausgemalt, wie es wohl sein würde, einen eigenen kleinen Laden zu haben, doch dass sie tatsächlich ein eigenes Café besitzen würde, in dem sie ihre Cupcakes oder Kuchen verkaufen würde, fühlte sich für die junge Frau manchmal immer noch wie eine traumhafte Vorstellung an.
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    • Mike lag noch in den Federn als er den Anruf auf seinem Handy vernahm. Die Nacht war wieder lang und verpennte meistens den ganzen Vormittag. Als er aus dem Bett schlurfte und sein Handy vom Boden schnappte, sah er eine Unbekannte Nummer darauf stehen. Normalerweise ging er da nie ran doch als er sah das die Nummer es schon mehrmals versucht hatte, entschied er ran zu gehen "Ja?" stöhnte er genervt und hörte wer am anderen Ende sprach. Es war ein Officer der ihm sein Beileid aussprach und ihm die Info überbrachte, dass seine Mutter verschieden war.
      Er wusste nicht wie lange er nur dasaß und ins leere starrte noch immer das Handy am Ohr obwohl niemand mehr dran war. Erst als das Handy erneut klingelte, da war es bereits jedoch am Nachmittag, konnte er fassen was passiert war.

      Es vergingen zwei Tage nach dem Anruf. Er erledigte das dringliche sofort und machte sich dann auf dem Weg zur Beerdigung. Als er seinen Heimatort an der Tafel erblickte, kam nicht nur seine Kindheit wieder zurück sondern viel mehr als ihm lieb war. Zum ersten mal seit langem, hatte er einen Anzug an und keine Mütze. Alles fühlte sich so unwirklich an, wie als hätte man ihm den Boden unter die Füßen gerissen. Die Beerdigung fand auf seiner Ranch statt auf einer der riesigen Wiesen und einem Baum der Schatten bot. Mike ließ den örtlichen Pfarrer kommen und einige Freunde seiner Mutter. Sie verbrachten den Vormittag und Nachmittag zusammen. Und trotzdem, sie war nicht mehr da.

      Die Tage darauf kümmerte er sich um die Ranch, die Tiere und um die Sachen die kaputt waren. Jeden Tag bekam er von anderen Nachbarn und Freunde Essen was er dankbar annahm. Doch an jenem Tag, sagte er ihnen es wäre jetzt ok und er würde sich nun selbst um alles kümmern.

      Als er aus dem Haus kam mit einem Bier in der Hand, setzte er sich auf die kleine Schaukel der Terrasse. Sein Blick schweifte über die satten grünen Wiesen, direkt in die untergehende Sonne. Mike nahm einen schluck vom kühlen Bier und beobachtete das Schauspiel der Farben die die Sonne am Himmel bot. Die Pferde grasten selig vor sich hin und der Bach der am Zaun angrenzte gab ein plätschern von sich. Eine perfekte Kulisse. Dann stellte er das Bier beiseite auf einen kleinen Beistelltisch und nahm die Gitarre von der Hauswand. Aus unergründliche Aspekte spielte er das sanfte Lied was er Lexi widmete ohne das er sang. Durch das Instrumentale, rundete er den anstrengenden Tag ab. Die Klang der Gitarre ließ einige Pferde umdrehen und kam der Musik näher. Es ist erwiesen das Tiere einen sanften Klang folgen. Ein lächeln umspielte Mikes Lippen als er den letzten Ton spielte. Dann genoss er erneut die Stille, ging dann nach drinnen in die Küche und aß die Reste der Nachbarn auf. Der Dunkelhaarige brachte die Pferde in den Stall sowie die Hühner und ging dann ins Bad. In der angenehmen warmen Dusche kam immer wieder Lexi in seine Gedanken. Wie ging es ihr, hatte sie ihren Traum wahr werden lassen, würde sie ihn sehen wollen? Bei dem letzten Gedanken musste er schlucken. Der Abschied war alles andere als schön und riss sein Herz heraus was für immer in seiner Heimat blieb. Gedankenverloren wusch er sich und ging dann aus der Dusche. Er wickelte sich ein Handtuch um die Hüften, mit einem anderen trocknete er sein Haar. Als er in den Spiegel sah fuhr er mit seinen Fingern durch das nasse Haar. Er musste dringend zum Friseur. Dort würde er morgen mal einen Besuch abstatten. Normalerweise konnte man da ohne Termin hin doch ob das heute noch genauso ist wusste er nicht. Nachdem er sich abgetrocknet hatte, ging er in sein altes Kinderzimmer, zog sich seine Jogginghose über und ging noch eben zum Zähne putzen. Dann legte er sich ins Bett. Auf dem Rücken liegend und mit einer Hand hinter seinem Kopf starrte er an die Decke. Nachdem er die Ranch für seine Mutter gekauft hatte, fragte er sich nun was er damit machen sollte. Sein Leben war nicht hier und alleine auf einer Ranch zu leben, kam für ihn nicht in frage. Umso mehr bewunderte er nun mehr seine Mutter. All die Jahre war sie alleine und er Idiot konnte nicht einmal im letzten Jahr vorbei schauen. Seufzend drückte er seine Augen zu und zwang sich einzuschlafen. Morgen brauchte er dringend einen Kaffee bevor er in den Tag starten konnte.
    • Nachdem sämtliche Tische, Fensterbänke und auch sonst alle Oberflächen noch einmal abgewischt waren, verschwand Lexi im hinteren Teil des Cafés. In einem Nebenzimmer zog sie zuerst ein Haargummi von ihrem schlanken Handgelenk, bevor sie ihren Oberkörper nach vorn beugte, sodass ihr hellblondes Haar nach unten fiel. Anschließend schlang sie das Haargummi einige Male um ihren blonden Schopf und richtete sich wieder auf, bevor sie ihren Zopf festzog und ihre Handtasche ordentlich verstaute.
      Anschließend huschte sie in der Küche einige Male hin und her, trug einige Bleche vom Ofen Weg und wieder zum Ofen hin, ehe sie einige schon vorbereitete süße Hefezöpfe in den Ofen schob. Am meisten jedoch verkaufte sie selbst kreierte Cupcakes - gelegentlich nahm sie auch Bestellungen für Torten an, für zum Beispiel Geburtstage und selten auch Hochzeiten. Solche Bestellungen trafen allerdings eher selten ein - schließlich wohnte sie in einer eher kleinen und vor allem ländlichen Gegend, da fanden nicht allzu oft große Feiern oder gar Hochzeiten statt.
      Mit den Gedanken woanders richtete Lexi ihre Cupcakes her, so dass sie besonders ansehnlich waren. Leise summend huschte sie also immer wieder in der Küche umher, bis sie alles in den kleinen Verkaufsraum trug und sorgfältig anrichtete. Nach getaner Arbeit kamen auch schon die ersten Kunden herein, die Lexi mit einem herzlichen "Guten Morgen!" begrüßte - und einem zuckersüßen Lächeln auf den Lippen. Eigentlich sah sie über den Tag verteilt meist dieselben Gesichter, doch das war der blonden jungen Frau sehr recht. Alle grüßten sie recht herzlich und waren sehr angetan von ihrer warmherzigen Art. Das Lexi an manchen Tagen besonders kalt wirken konnten, würde man wohl nicht vermuten, wenn man ihr so beim Arbeiteten zusah.
      Nachdem sie ihre ersten zufriedenen Kunden mit einem freundlichen "Einen schönen Tag noch! Bis demnächst!" verabschiedet hatte, wiederholte sich das Ganze bei den nächsten Kunden, die durch ihre Ladentür traten, bis sie eine Zeit lang alleine war.
      Genau diese Zeit nutzte Lexi dazu, um sich darum zu kümmern, dass die Verkaufstheke wieder aufgefüllt wurde. Darum verschwand sie eine Zeit lang in der Küche - sie machte sich dabei keine Gedanken, den vorderen Bereich des Cafés einen Moment lang alleine zu lassen, schließlich ertönte eine Klingel, wenn neue Kunden das Café betraten. Mit geübten fließenden Bewegungen dekorierte sie die nächsten Cupcakes, die Lexi bereits vorbereitet hatte, bis sie die erste Ladung nach draußen tragen konnte, wo sie das Gebäck vorsichtig neben den übrigen Cupcakes platzierte, wobei sie darauf achtete, nicht versehentlich in das Frosting zu fassen. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht betrachtete sie schließlich ihr Werk und trug das nun leere Tablett wieder nach hinten, ehe sie den gesamten Vorgang wiederholte. Als sie jedoch mit den Fingern abrutschte und schließlich das gesamte Frosting eines Cupcakes an den Händen kleben hatte, seufzte sie laut. "So eine Schweinerei" murmelte sie vor sich hin und huschte zum Waschbecken, wo sie den Wasserhahn so gut es ging aufdrehte, ohne alles zu verkleben. Während sie ihre Hände wusch, hörte sie allerdings das ihr vertraute Klingeln, was sie darauf hin wies, dass jemand in ihr Café gekommen war. "Ich bin in einer Sekunde da!" rief Lexi mit freundlicher Stimme, ehe sie hastig ihre Hände unter dem Wasser herauszog, den Hahn zudrehte und sich ein Handtuch schnappte, bevor sie wieder nach vorn trat.
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