How to love an emotionless guy? [Laska & Nat]

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    • How to love an emotionless guy? [Laska & Nat]


      So ganz genau hörte sie ihrer Freundin eigentlich nicht zu. Und wenn Yoko wirklich ehrlich war, hatte sie bereits seit einer halben Stunde nicht mehr zugehört. Diese Exkursionen ermüdeten sich schlichtweg. In Paris waren sie im Louvre, in der Notre Dame! Und hier? Yoko sah sich um und konnte nur die Zeichnungen einiger begabter Jugendlicher sehen, die in Yoko nichts Anders auslösten, als der Wunsch wieder jung und naiv zu sein. Die Welt aus den Augen eines Teenagers zu sehen und ihr mit ragender Wut oder einstudierter Gleichgültigkeit zu begegnen. Irgendwie vermisste sie das. "Yoko? Hörst du überhaupt zu? Hast du dir schon ein Bild ausgesucht?" Yoko sah mit fragenden Augen zu ihrer Kommilitonin. "Das Kurzessay was wir schreiben sollen? Mensch Yoko, seitdem wir diesen Zwischenfall hatten, bist du seltsam." Yoko stieß ein helles Lachen aus und schüttelte den Kopf. "Mach dir keine Sorgen, ich war nur in Gedanken." Was Tamiko so einfach unter Zwischenfall zusammenpackte, hatte sie tatsächlich etwas aus der Bahn geworfen. Nicht, dass sie Angst um ihr Leben hatte, als die Bankräuber die Waffe auf sie zielten. Es waren viel eher die starken Arme, die sie von dem Lauf der Waffe fortgezogen hatten und der dazugehörige - "Mensch, Yoko. Sag Bescheid, wenn du wieder auf der Erde bist!" Tamiko drehte um und ließ Yoko alleine auf der Westseite des Raumes. Yoko zuckte mit den Schultern, nur ein wenig enttäuscht, dass Tamiko sie aus ihren Tagträumen geholt hatte.
      Die Kunststudentin wandte sich einem Bild zu, welches sie erst vom Nahen verblüffte. "Das ist doch ..." Als wäre er aus ihrem Tagtraum auf dieses Blatt gesprungen, in der beeindruckenden Zeichnung einer Schülerin. Yoko sah auf das weiße Schild, welches den Namen der Künstlerin neben dem Bild präsentierte. Suki Yasuo. Yoko prägte sich den Namen ein und wandte ihren Blick wieder auf die Zeichnung. Unverkennbar. Er war es. Sie war ihm so nah und doch hatte sie keine Ahnung, wo er war.
      Aus einem Impuls heraus drehte sich Yoko zur Seite und griff einer der Projektleiterin an den Arm, als diese an ihr vorbeigehen wollte. Erschrocken zuckte die Frau zusammen und sah Yoko tadelnd an. "Gomen'nasai Senpai, aber ich bin eine Studentin des Projekts und .. ich hatte eine Frage bezüglich der KünstlerInnen der Bilder. Für mein Essay wäre ein Einblick in das Leben der Schülerin von enormer Bedeutung und ich fragte mich, ob die Schülerin hier sei. Für ein kurzes Gespräch, falls das möglich sei." Yoko vergas ganz die Höflichkeit, die ihre Eltern ihr anerzogen hatten, zu tief saß bereits ihr Leben außerhalb des Landes, in wilden Städten, die niemals schliefen. Sie kam erst langsam wieder in das beinahe distanziert höfliche ihre Heimat.
    • Es war gut gezeichnet, die Stiftführung war für ihr alter wirklich sehr gut. Suki hatte sich seit klein auf spielerisch mit Kunst auseinandergesetzt, zumindest mit den Grundlagen. Sie war nie zu etwas gezwungen worden und tat alles freiwillig. Heute hatte sie sich etwas feiner angezogen. Ein azurblaues, langes Kleid betonte ihren blassen Teint und die glatten, schwarzen Haare waren hochgesteckt. Sie wusste gar nicht warum um ihr Bild so ein Trubel gemacht wurde. "Hey Yasuo! rief ihr Attachina zu der beim Buffet stand und schon blickte das Mädchen vorsichtig nach links und vorsichtig nach rechts und schlich zu dem Blondschopf hinüber. "Ganz schön viele Kunststudis nich?" sprach er zu hier. "Hier boomts ja richtig.." Suki nickte. "Ja stimmt, ich bin richtig aufgeregt.." gestand sie leicht schultern zuckend. "Wieso?" fragte er sie nun und blinzelte verwundert. "Naja... ich habe noch nie so ein Bild öffentlich gezeigt..ich hab Angst dass es den .. naja Leuten nicht auffällt.." - "Hm.. vielleicht gewinnst du ja einen Preis.." erwiderte der Junge optimistisch. "Bowle?" fragte er ehe Suki nickte und ihr nun etwas eingeschenkt wurde. Die Projektleiterin erholte sich von ihrem Schock und nickte nun leicht. Sie sah kurz zu dem Namen des Bild und widerholte ihn leicht. "Suki Yasuo.." dabei sah sie sich nun um. "Ah.." kam von ihr als hätte sie die Künstlerin ausfindig gemacht. "Dieses Mädchen was mit dem blonden Mitstreiter an dem Buffet steht dürfte dieses Bild gezeichnet haben.." dabei nickte sie nun einfach der jungen Frau zu und ging weiter.

      Es war noch gar nicht so lange her, da hätte Suki diesen Mann auf dem Bild beinahe verloren. Keiner wusste wer er genau war, meinten manche sogar, er sei ein Hirngespinst ihrer Fantasie, aber Suki hatte Schlicht und einfach nur ihren Bruder gezeichnet, ihren Helden. Kaum jemand kannte etwas von ihrer privaten Situation außer natürlich Freunde und diese mochten sie gerne so und bohrten nicht in alten Wunden. Wie dieses Bild entstanden war? Nun es war einfach zu erklären. Ihr Bruder war ein Mensch, der wusste wie man sich erden konnte und bei seiner Mediation, konnte Suki ihn sehr gut zeichnen...

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      Die Studentin nickte dankbar und verabschiedete sich von der Projektleiterin. In London hätte sich niemand vor Berührungen erschrocken, aber vielleicht sollte sie weniger europäisch sein in ihrer eigenen Heimat. Yoko schob diesen Gedanken zur Seite und beobachtete für einen Moment die junge Schülerin. Sie sah dem Mann nicht unähnlich und kurz fragte sich, ob sie sich womöglich doch in einen Familienvater verliebt hatte und im Inbegriff war, dieses Familienglück zu zerstören. Und auf der anderen Seite war der Gedanke und die Chance so vage, dass Yoko das Risiko gerne einging.
      Sie ging auf die beiden Schüler zu und machte auf sich aufmerksam. "Hallo, bist du Suki Yasao? Ich bin Yoko Kobayashi und ganz beeindruckt von deinem Werk. Ich hatte mich gefragt, ob ich mit dir über das Bild reden könnte? Meine Aufgabe ist es, ein Essay über das Werk zu schreiben, welches mich beeindruckt hat, und Suki Yasao das ist ihres. Aber ich würde gerne mehr darüber erfahren, als nur die Technik." Yoko schenkte den SchülerInnen ein strahlendes Lächeln und schob sich ihre blonde Strähne hinters Ohr. "Ich hatte mich gefragt, ob die Person auf dem Bild eine Person aus deiner Familie ist. Dein Vater, vielleicht. Das wäre ein ganz neuer Blick auf das Werk." Sie kramte in ihrer Tasche und streckte Suki ihre Visitenkarte entgegen. Alle aus ihrer Familie hatten eine, mit goldenem Rahmen auf Pergamentpapier. Der Stolz ihrer Eltern ließ weniger nicht zu. "Wenn es dir jetzt nicht passt, kannst du mich auch gerne anrufen. Oder besuchen, wenn ich mit dem Umzug fertig bin." Noch ein strahlendes Lächeln. Manchmal war sie froh, dass ihr sonniges Gemüt bei den meisten Menschen auch zugleich Vertrauen und Gutmütigkeit auslöste.
    • Der Blondschopf erblickte eine junge Frau die nun in die Richtung der beiden kam und schon würde Suki angesprochen, deswegen verdünnisierte er sich mal klammheimlich. Das Mädchen blieb nun alleine zurück und wandte sich zu Yoko um. "Guten Tag Kobayahi-sama" sie wurde leicht rosig auf den Wangen. "Ich danke euch.." kurz sah man ein leichtes Schmunzeln auf ihren blassen Lippen. Nun wurde sie hellhörig und auch Attachina grinste, der mit einem Ohr bei dem Gespräch gewesen war. "Oh.." sie sah nun hoch zu dem Bild. "Ich habe keinen Vater mehr, leider.. aber es ist die wichtigste Person in meinem Leben.." sie nahm nun nickend die Visitenkarte entgegen und las die darauf folgende Adresse. "Oh, Ihr zieht ja neben uns ein! Was für ein Zufall." nun blickte sie auf und musterte Yoko leicht. "Wir könnten nach der Ausstellung was trinken gehen wenn Ihr Zeit findet, oder Ihr kommt einfach rüber in meine Wohnung, was euch lieber wäre Kobayashi-sama." das Mädchen schien wirklich Manieren zu haben, jedoch war sie relativ vorsichtig, was sie von ihrem Bruder in die Welt hinaustrug, denn er mochte es nicht gerne im Rampenlicht zu stehen. Vor allem würde sich Suki sehr über Gesellschaft freuen, sie war so oft alleine weswegen sie auch etwas sonderbar war und sich ihre Zeit mit zeichnen verbrachte. Eigentlich hätte die Schwarzhaarige nie so schnell vorgeschlagen zu ihr zu kommen, jedoch stimmte das Strahlen der jungen Frau sie schnell um.
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      Die Studentin hörte mit Aufmerksamkeit zu, was die Schülerin zu sagen hatte und ihr Lächeln verschwand nicht für eine Sekunde. Nicht einmal, als ihr Suki erzählte, dass ihr Vater nicht mehr unter ihnen weilte. Na immerhin, war Yoko nicht im Inbegriff, eine Familie zu zerstören. "Das tut mir vom Herzen leid, aber es scheint, als hättest du dennoch eine gute Familie." Sie warf dem Bild noch einmal einen Blick zu. Beinahe konnte sie seine Arme um sich spüren, seine beruhigende Stimme nah an ihrem Ohr hören.
      Als die Visitenkarte die Besitzerin wechselte, war Yoko noch immer in Gedanken bei der Zeichnung, aber das, was Yuki nun hervorstieß, zog ihre gesamte Aufmerksamkeit auf die Schülerin. "Nein, wirklich? Das ist eine schicksalhafte Fügung, Suki-kun!" Ihr sonnengeküsstes Lächeln wurde strahlender und sie nickte bei ihrem Vorschlag. "Heute Abend werden meine letzten Habseligkeiten in das neue Apartment gebracht. Wie wäre es, wenn wir vorher etwas Trinken gehen und du zeigst mir dann den Weg zu meinem neuen Zuhause?" Yoko drehte eine der Strähnen im ihren Finger. Sie konnte wirklich nicht fassen, dass sie aus purem Zufall so nah an dem Menschen war, der seit Wochen ihre Träume erfüllte und meist auch ihre Gedanken. Sie hatte keine Ahnung, wieso er das tat, aber sie musste herausfinden, wieso sie sich so fühlte. Und irgendwie schien diese Schülerin auch wirklich ein erfrischender Wind in Yokos Leben zu sein. "Du kannst mich übrigens Yoko nennen, ich wurde sehr lange nicht mehr Kobayashi-sama genannt", bot sie noch an und blickte auf ihre Armbanduhr. Bald wäre die Vorstellung ohnehin offiziell beendet.
    • Das es nicht wirklich schlimm war, weil sich Suki nicht mehr wirklich an ihre Familie erinnern konnte, wusste Yoko natürlich nicht, musste man aber auch nicht breit treten. Da es ja vorwiegend um das Bild ging, war sie sich sicher, dass sie junge Frau ruhig mit nachhause nehmen konnte. Nach dem Vorschlag von Kobayashi-sama nickte das Mädchen nun. Es könnte lustig werden ihr das alles zu zeigen und sie dann in ihre neues Heim zu bringen. Beziehungsweise sogar schon mal die Nachbarschaft vorzustellen. Als ihr das DU angeboten wurde, strahlten die Augen des zierlichen Mädchens leicht auf ehe sie nun warmherzig nickte. "Alles klar, Yoko. Dann dürft ihr mich aber auch Suki nennen.." danach, nachdem die Ausstellung zu ende war, gingen die beiden nach draußen. Sie suchten ein kleines Cafe in der Nähe auf und als sie dort Platz nahmen, erklang Suki's Stimme. "Also.. mein Bild heißt Earth.." warum sie wohl solch einen Namen gewählt hatte, denn offensichtlich, hatte es nicht wirklich viel mit der Erde gemein. Ruhig faltete sie ihre blassen Hände ineinander und sah mit ihren blauen, kühlen Augen in die von Yoko. "Es zeigt meinen großen Bruder beim Meditieren.. er nennt es auch erden..er kann nur so Ruhe finden erzählt er mir manchmal..und so kann man ihn am Besten einfangen." - "Guten Tag die Damen möchten Sie was bestellen?" fragte die Kellnerin. Suki nickte leicht. "Einen Eistee bitte" - "Sehr gern" nachdem die Bestellungen raus waren wandte sich die Schwarzhaarige wieder ihrer Gesprächspartnerin zu. "Mein Bruder ist meine einzige Bezugsperson. Viele Mädchen sehen ihn an, wenn er in die Schule kommt und viele Eltern löchern ihn mit Fragen, wie auch neue Lehrer, weil er kommt und nicht die Eltern..aber keiner weis eigentlich, dass er immer meine Eltern war.." dabei zuckte sie nun mit den Schultern. "Meine Eltern starben bevor sie wirklich wichtig für mich werden konnten, also ist das schon in Ordnung so.."
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      "Alles klar, Suki", hatte Yoko noch gelächelt und freute sich über die schicksalhafte Fügung, die ihr dieser Tag gebracht hatte. Die Ausstellung leerte sich langsam und auch Yoko Freundin war bereits verschwunden. Die Blonde wartete draußen auf die Schülerin und löste sich von der Wand, an welcher sie gelehnt stand. Sie lächelte ihr zu und ließ sich von ihr zu einem Café führen.
      Suki hatte gerade ihren Notizblock aus der Tasche geholt, als Suki bereits anfing zu reden. Sie lachte leise auf und schrieb eifrig mit. Sie traf Suki kühlen Blick und ihr fiel die Ähnlichkeit sofort auf. "Das ist ein sehr passender Titel, Suki. Dein Bild hat etwas zutiefst Beruhigendes." Sie machte sich in Französisch einige Notizen, die nichts mit dem Bild selbst zu tun hatten. Sie bezweifelte, dass die Schülerin vor ihr Französisch sprach, aber ihr eigenes gebrochenes Slang-Französisch würde noch reichen. Yoko sah auf, als die Kellnerin an den Tisch kam und nickte. "Einen Cappuccino, bitte." Sie war froh, als der störende Faktor wieder weg war und lehnte sich ein wenig weiter in den Stuhl zurück. "Er ist also nicht nur dein erdender Faktor, er scheint auch jahrelang deine Welt gewesen zu sein? Darf ich denn fragen, wie er heißt?" Die Kellnerin kam mit den Getränken zurück und Yoko nippte an ihrem Kaffee, nachdem sie ihn in Zucker ertränkt hatte. "Ich bin mit Hausmädchen und Nannys aufgewachsen. Bis ich 10 war, wusste ich nicht wirklich, wie mein Vater aussieht. Immer wenn er zu Hause war, waren es auch seine Business-Partner. Ich hatte keine Ahnung, welcher er von denen war. Vielleicht vermisse ich meine Eltern deswegen auch nie ..." Auch Yoko zuckte die Schultern. "Es ist nicht wichtig, wer deine Familie ist, es ist nur wichtig, dass jemand auf dich aufpasst. Zumindest ich hab das für mich gelernt." Sie klappte ihr Notizbuch zu und sah Suki mit einem strahlenden Lächeln an. "Dein Talent ist bemerkenswert, Suki. Und deine Reife ist es auch. Hast du schon eine Mappe für ein Kunststudium zusammengestellt? Ich könnte dir dabei helfen, wenn ich ohnehin im selben Gebäude wohne." Sie wickelte eine Strähne um ihren Finger. Sie konnte ihrem Bruder näher kommen und gleichzeitig, ihr leeres Karmakonto auffüllen. Ein wenig Zeichenunterricht geben und Kunsttheorie vermitteln würde wohl ein Klacks werden.
    • "Mein Bruder ist auch sehr ruhig.. er sagt nicht viel.." erwiderte sie nun auf die Bemerkung, das das Bild etwas beruhigendes hatte. Der Sturm der in Raidon getobt hatte, war schon lange verstummt. Zumindest war er immer kleiner geworden und irgendwann war er gänzlich still geworden. Er war erwachsen und jeder hatte sein Päckchen zu tragen. Der beste und einzige Freund von Raidon, der hin und wieder auch bei ihnen in der Wohnung anzufinden war, wusste wie Rai früher gewesen war. Er war mit ihm groß geworden und sie hatten sich durch Facebook wieder gefunden. Suki nippte an ihrem Eistee und sah nachdenklich in die Ferne. "Von seiner Kindheit spricht er nicht und auch wenn ich ihn frage, was da genau mit unseren Eltern war meint er das brauche ich nicht zu wissen.. mein Bruder hatte die Ehre sie kennen und lieben zu lernen, deswegen bin ich oft etwas neidisch auf ihn.." gab sie betrübt zu. Wie gern hätte sie sich von ihrer Mutter in den Arm nehmen lassen oder von ihrem Vater hoch in die Luft heben lassen wollen, aber nichts davon war in ihrer Erinnerung. Es gab nur ein Foto der beiden wo sie Suki trugen und dieses war in der Wohnung aufgestellt. Die Geschichte von Yoko berührte sie ebenso wie die von sich selbst. Es war traurig wenn Businessmenschen meinten Nachwuchs bekommen zu müssen und sich dann nicht darum kümmern konnten in Form von Nähe und Fürsorge. Als nun die Frage nach einer Mappe fürs Kunststudium kam schüttelte sie den Kopf. Sie hatte schon drüber nachgedacht, eine zu erstellen, aber noch keines ihrer Werke fand sie wirklich passend. "Das würdest du wirklich machen?" fragte sie nun verwundert nach. Sie kannten sich kaum und sie wollte ihr trotzdem schon helfen? Das war aber wirklich lieb von ihr. "Danke.." dabei senkte sie leicht lächelnd Blick. Die Getränke waren geleert und nun erhob sich Suki von ihrem Stuhl um zahlen zu sehen und danach folgte der Weg ins neue Heim für Yoko. Es war wirklich ein Zufall, dass sie ihre Nachbarin sein sollte und noch mehr, dass sie sich gerade so für ihr Werk interessierte. Da war doch was im Busch. Jedoch würde Suki das noch etwas beobachten. Nachdem es im Treppenhaus nach oben ging stand Suki vor einer Tür auf der der Nachname Yasuo stand und darunter befand sich eine Fußmatte mit einer schwarzen Katze. Die hatte Suki ausgesucht, als sie hier eingezogen waren und ihr Bruder hatte unglaublicher weise mal zugestimmt. Wahrscheinlich weil er Katzen gerne mochte. Das zierliche, blasse Mädchen deutete kurz auf ihre Tür. "Wir wohnen hier und.." danach wandte sie sich mit einer Geste an die Nachbarstür und klopfte an diese. "Das wird dann deine Wohnung sein..sie war bis Kurzem noch frei.." nun kramte sie ihren Schlüssel aus der Tasche jedoch wurde ihr die Türe vor der Nase geöffnet und die starrte auf die Brust von einem Mann ehe sie hochblickte. Es war ein bebrillter Kerl der sie angrinste. "Hey Suki" mit hochroten Wangen blickte sie zur Seite. "Ahm...hallo...Shiteru.." der Blick des jungen Mannes fiel auf die Begleitung. "Oh, hast du eine neue Freundin" fragte er. Nein, dieser Kerl war nicht der den Yoko so sehnlichst erwartet hatte. Es war Shiteru Akashi. Er hatte dank Raidon einen Schlüssel, da er sein bester Freund war und das seit Lebzeiten. Die beiden waren miteinander aufgewachsen und wie man merkte fand Suki ihn toll. "Das ist.. Yoko..sie will ein Essay über mein Bild schreiben.." der junge Mann trat lächelnd zur Seite und ließ beide rein. "Oh freut mich, Raidon hat mir eine Whatsapp geschrieben, dass er erst später kommt und ich solle dir was zum Essen machen..und nach dem Rechten sehen.." nachdem beide eingetreten waren schloss er die Tür. Die Wohnung war sehr sauber und aufgeräumt und es roch nach dem After Shave war Rai hin und wieder trug. Ein langer Flur, der mit vielen Bildern geschmückt war, führte in die Wohnküche und eine kleine Wendeltreppe hinter der Tür führte nach oben zu dem Zimmer von Suki. Unten befand sich das Schlafzimmer von Rai und das Bad. Auf der anderen Seite die Toilette. Es war nicht besonders Groß, aber es war gemütlich.

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      Die Studentin verzog bedauernd die Lippen und nickte verstehend. Man vermisste stets das, was man nicht haben konnte. Und anscheinend vermisste Suki doch ihre Familie. Die Familie, die von ihrem Bruder vor ihr geheimgehalten wurde. "Eine undurchsichtige Geschichte also. Aber es sieht aus, als hätte sie bereits ein Happy End", versuchte Yoko die melancholischen Vorgeschichte auf einer fröhlichen Note zu enden und schenkte Suki ein weiteres Lächeln. "Natürlich, würde ich das. Ich weiß noch, wie aufgeregt ich damals vor meinem Studium war. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet und was sie von mir verlangen und ich hatte so viel Panik vor meiner eigenen Mappe, dass ich lange nicht mehr gemalt hab. Deswegen ist es gut, wenn man jemand an der Seite hat, der das alles schon hinter sich hat." Und ihre Nannys damals hatten ihr nicht im geringsten helfen können. Und irgendwie war diese ruhige analytische Art der Jüngeren erfrischend.

      Nachdem sie bezahlt hatten, folgte Yoko der Schülerin in ihre neue Nachbarschaft. Sie war bereits einmal hier gewesen, um sich das Apartment anzusehen, aber den Rest hatten irgendwelche Firmen gemacht, die Yoko nicht einmal selbst beauftragt hatte. Doch sie war überrascht, dass sie wirklich so nah an ihrem Retter gewesen war, ohne es bemerkt zu haben. "Wir sind ja .. richtige Nachbarn-Nachbarn", stieß Yoko überrascht aus und sah schon, dass ihr Name an der Klingel stand. Erschrocken drehte sich Yoko um, als die andere Tür aufging und ein fremder Mann vor ihnen stand. "Oh, ich bin wohl die neue Nachbarin, Yoko Kobayashi. Ich bin Suki in dem Atelier über den Weg gelaufen", fügte sie hinzu und lächelte Shiteru offen an. "Schön, dass wir uns so früh kennenlernen. Es ist gut, schon Leute zu kennen, bevor ich ganz alleine mit meiner Katze in der Wohnung versauere."
      Sie folgte dem Mann in die Wohnung und konnte kaum fassen, dass sie plötzlich so nah an dem sehnsüchtigsten Gedanken war, den sie seit Wochen mit sich herumschleppte. Würde er sich überhaupt noch an sie erinnern? Wollte sie das überhaupt? Oder war die Rolle als neue junge Nachbarin nicht sogar viel besser, als die einer Damsel in Distress? Yoko schüttelte die Gedanken ab und als sie schließlich im Wohnzimmer angekommen waren, ließ sich Yoko unschlüssig auf einem Sessel nieder.

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    • Der Mann mit der Brille, war nicht der Retter, aber der beste Freund des Retters und es wäre sicher interessant mit ihm zu plaudern. "Oh eine hübsche Nachbarin für Raidon das ist ja mal was" meinte er lachend und schüttelte den Kopf. Suki wusste worauf er hinauswollte. Vor allem weil Rai nicht wirklich viele Frauen in seinem Leben hatte und die die er hatte, waren schnell wieder verschwunden. "Ich heiße Akashi Shiteru, freut mich. Ich bin ein Freund von ihrem Bruder" erzählte er nun auf dem Weg nach drinnen. "Soso, du hast eine Katze... süß" stellte er fest, während er an seinem Tee nippte den er sich gemacht hatte. Dabei hob er die Tasse und seine Brauen. "Wollt ihr auch einen? Ich hab mir gerade einen süßen Eibischtee gegönnt.." Suki schüttelte den Kopf. "Ähm.. nein danke.." Shiteru stupste die kleine mit der Tasse leicht an. Es sah lustig aus. "Dein Vater in Spe meinte ich sollte dir Beine machen, dass du deine Hausaufgaben sofort machen sollst und danach gibts Essen.." Suki lief hochrot an und ihr Gesicht wurde leicht wütend. "Boah Sklaventreiberei!" stellte sie fest. Der junge Mann lachte hell ehe er nickte. "ja sagte ich auch, aber er meinte sonst wirst du so fett.." - "Das soll er mir mal ins Gesicht sagen der Schurke!" sie schwenkte wütend mit der Faust. "Er meint es nur gut schätze ich.." Shiteru sah zu Yoko. "Ich bin relativ lange schon der Freund von Rai.. eigentlich schon länger als es Suki gibt.." dabei wurde das junge Mädchen still und nickte. "Also ich mache jetzt mal essen.. irgendwelche Wünsche?" fragte er und das zierliche Mädchen schüttelte den Kopf. "Alles klar.." Nun wandte sich die kleine Schwester zu Yoko. "Mein Zimmer ist oben.. dort sind wir unter uns.." sie bat ihr mit einen kopfnickenden Geste ihr zu folgen. Es ging eine kleine Wendeltreppe nach oben. Das Zimmer was sich von der jungen Frau offenbarte war einfach ein Traum. Das junge Mädchen bat ihren Gast in den Raum. Aus dem Schrank kramte sie nun einen kleinen Zeichenblock und eine Mappe in der sie ihre Zeichnungen aufbewahrte. Die meisten Zeichnungen auf dem Zeichenblock handelten von ihrem Bruder oder von der Natur. Eines zeigte sogar ein Eichhörnchen. "Ich denke das Bild vom Eichhörnchen sollte dabei sein.. vielleicht sollte ich auch mal versuchen.. landschaften ganz zu zeichnen.." dabei setzte sich das Mädchen nun nachdenklich aufs Bett und deutete auf die Couch. "Setz dich nur"

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      Amüsiert beobachtete Yoko das Chaos, in das sie herein gestolpert war. Auch das kleine Honig um den Mund schmieren hatte sie nicht überhört und dankte es mit einem herzlichen Lachen. "Also erstmal bin ich eine hübsche Nachbarin für niemanden bestimmten", grinste sie. Shiteru konnte ja nicht ahnen, dass Yoko doch ganz gerne Radios hübsche Nachbarin war und am liebsten noch mehr, wenn es nach ihr ginge. Aber alles nacheinander, wenn überhaupt. Vielleicht verflog ihre Schwärmerei, genauso schnell wie sie gekommen war. Es wäre nicht das erste Mal. "Freut mich, dich kennenzulernen, Akashi. Wir sehen uns dann bestimmt auch öfter hier", sagte sie, bevor sie ebenfalls den Tee ablehnte und sich dann den kurzen Schlagabtausch zwischen Schülerin und Babysitter ansah. Sie folgte Suki grinsend die Wendeltreppe nach oben und stand in einem Traum aus Pink. Ihr eigenes Apartment ging eher Richtung minimaoistischer Chique, aber das erinnerte sie ein wenig an ihre Kindheit. Yoko sah zu, wie Suki eine Mappe herauskramte und setzte sich nach der Aufforderung auf das Sofa, zog die Beine ungeniert unter sich und beugte sich zu den Bildern vor. "Ein Tipp vorweg, die Professoren wollen vor allem unfertige Arbeiten sehen. Sie wollen sehen, wie du arbeitest und denkst. Wie deine Schritte sind. Meine fertigen Arbeiten wollten sie meistens nicht einmal sehen. Schau durch deinen Notizblock, du wirst sehen, was deine Skizzen über dich sagen." Sie nahm das Bild des Eichhörnchen an sichs und nickte anerkennend. "Sehr gutes Auge", lobte sie mit einem Lächeln und lehnte sich zurück.
      Yoko fragte sich mit einem Blick auf die Uhr, ob sie an diesem merkwürdigen Tag ihrem Retter auch selbst gegenüberstehen würde. Ein wenig nervös war sie schon, wenn sie ehrlich zu ihr war.
    • Das mit der hübschen Nachbarin konnte Yoko nicht wissen, war eher scherzhaft von Shiteru bezogen, da er wusste das Rai eher anders bei Frauen tickte. Er fasste selten eine an und noch seltener hatte er Freundinnen. Er war aber so oder so ein vollkommenes Alien laut vielen anderen Leuten. Eigentlich konnte sich Shiteru gar nicht an seine letzte Freundin erinnern, was er aber auch nicht als so wichtig empfand. "Ja klar wir werden uns sicher öfter mal sehen, wenn mein Kumpel mich mal braucht oder meint er will mit mir abhängen.." was man nicht wusste war, dass der bebrillte mit dem Auto von einer ländlicheren Gegend herkam und zwar hatte er das Haus seiner Eltern übernommen und hatte somit auch immer das Elternhaus von Raidon und Suki im Blick. Es war vermietet, da Raidon es ja geerbt hatte als er 18 Jahre alt wurde.
      Suki und Yoko verzogen sich in das obere Zimmer und dort wurden die Kunstwerke ausgegraben. Das junge Mädchen nickte nur auf die Aussage von Yoko, dass die Professoren eher unfertiges sehen wollten. "Das ergibt Sinn.." flüsterte sie und sah zu ihrem Notizblock ehe sie die unfertigen Zeichnungen durchging. Es waren angefangene Bilder von Bäumen, Straßen, Häusern sogar Shiteru war dabei wo sie kurz verlegen wurde und etwas schneller umblätterte. Ein paar unfertige Arbeiten zeigte sie Yoko und diese wurden dann in einer schönen Mappe verstaut. Die Zeit verging eigentlich schnell und irgendwann verließ Shiteru die Wohnung und kurz darauf hörte man wie die Tür aufgesperrt wurde und jemand die Wohnung betrat. Anders als Shiteru, kündigte sich dieser nicht an und verschwand gleich im Badezimmer, wo man das Rauschen der Dusche vernehmen konnte. Das junge Mädchen, dass die Tür leicht offen gelassen hatte blickte nun zur Tür. "Er scheint nach hause gekommen zu sein.." stellte sie fest während sie in ihrer Mappe blätterte die immer mehr Gestalt annahm. Nach einigen Minuten verstummte das Rauschen des Wassers im Bad und man hörte die Türen öffnen und sich schließen. Schneller als die Polizei erlaubte stand nun plötzlich eine dunkle, hohe Gestalt in der Tür und hatte die Arme vor der Brust verschränkt. Komischerweise war diese auch ziemlich spärlich bekleidet mit einem weißen Handtuch, doch ja, es war der junge Mann von der Zeichnung, denn man erkannte ihn unverkennbar auch durch sein kleines Muttermal unter dem Auge. Der Gesichtsausdruck wurde nicht wirklich überrascht verändert über eine Fremde in Sukis Zimmer. Eigentlich zeigte sich keine wirkliche Regung in seinem Gesicht bis auf dass er mit den Augen kurz blinzelte und seine Schwester nun ansah. Suki wollte gerade lächeln ehe es ihr auch schon verging und sie hochrot anlief. Herrgott war das peinlich. Empört und beschämt hielt sie die Mappe vor Yokos Gesicht. "Sag mal kannst du dir nichts anziehen sag mal!?" fragte sie nun, aber eigentlich hätte sie ihn besser kennen müssen. Doch Raidon ignorierte ihren verlegenen Gemütszustand und sah sie an. "Hast du deine Hausaufgaben gemacht?" fragte er nur streng. Er schien wohl kein Schamgefühl zu kennen oder sonst irgendeine Regung. Suki weitete die Augen. "Oh verdammt, das habe ich komplett verschwitzt..achja wir haben einen Gast, das ist unsere neue Nachbarin Yoko" die blassblauen Augen des jungen Mannes gingen nun auf die junge Frau über. Was sollte er denn dazu sagen?
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      Yoko hatte vergessen, wie schön einfache Zeichnungen sein konnten. Seitdem sie Jahre in der Branche gelernt und teilweise auch gearbeitet hatte, war ihr Gedankenprozess immer darauf aufgelegt, Dinge zu kreieren, die es zuvor nicht gegeben hatte. Das hier war reiner, es war ehrlicher. Die Gefühle der Schülerin waren bei jedem Bleistiftstrich zu sehen. Die Härte der Linienführung zeigte so viel mehr, als alle von Yoko Plastiken, die sie halbherzig für irgendwelche Wettbewerbe gemacht hatte. Sie lehnte sich etwas zurück und begutachtete gerade eine besonders schöne Skizze von einem kleinem und einsam gelegenen Landhauses. Als Suki von der Ankunft ihres Bruders sprach, sah Yoko kurz erschrocken von der Zeichnung auf. Würde sie gleich ihrem Retter gegenübertreten? Würde er sie erkennen? Oh Gott ... wäre es komisch, dass sie hier war? Mit einem Mal wusste Yoko gar nicht mehr, ob das hier alles so eine gute Idee war. Nichts hatte ihr damals verraten, dass ihr sie überhaupt jemals wieder sehen wollte. Und doch ... Sie hatte aber ohnehin nicht viel Zeit zum Nachdenken, denn mit einem Mal stoben alle Gehirnzellen auseinander, als Raidon nur halb bekleidet in der Tür seiner jüngeren Schwester stand. Das Blut schoss Yoko in die Wangen und sie war sogar ganz froh, als Suki ihr die Mappe vors Gesicht hielt. Doch anscheinend schien er sich überhaupt nicht für seinen Aufzug zu schämen, was Yoko an sich nicht fremd war, nur hier in Japan hatte sie nicht damit gerechnet. Als die Mappe gesenkt wurde, sah Yoko mit einem strahlenden Lächeln zu Raidon hoch und gab sich alle Mühe, in seine Augen zu sehen. Aber auch da hatte sie viel zu sehen. "Schön, Sukis Bruder kennenzulernen! Ich bin Yoko Kobayashi, und ich ziehe heute Abend in die Wohnung neben euch ein. Ehm ..." Kurz überlegte sie, ob sie sagen sollte, dass sie ihn kannte. Ob sie die ganze Scharade nicht einfach fallen ließ. Dunja, vielleicht nicht die Ganze. Yoko legte den Kopf schief. "Ich wusste, dass mir der Mann auf der Zeichnung bekannt vorkam ... aber ... kennen wir uns nicht?"
    • Natürlich erkannte Raidon sie und in seinem inneren wirkte er überrascht, jedoch war er oftmals die Ruhe selbst. Er war so ruhig, dass ihn eigentlich fast nichts aus der Fassung bringen konnte. Nachdem er Yoko kurz betrachtet hatte und festgestellt hatte das sie wohl zu den attraktiveren Leuten gehörte, widmete er sich wieder Suki und deutete auf den Schreibtisch in ihrem Zimmer. Sie sah ihm nur hinterher ehe nur ein sanftes "Marsch.." mit einem leichten Unterton aus seinem Mund drang. Suki nickte nur und sah zu Yoko ehe sie flüsterte. "Tut mir leid.." schon wandte sie sich ab und schnappte sich ihre Schultasche ehe sie ihre Hefte auspackte. Raidon seufzte kaum merklich ehe er sich wieder der jungen Frau zuwandte, die nun versuchte ihn anzusprechen. Er hatte sie natürlich schon lange erkannt und verstandt diese komische Annäherung nicht er sah auf sie hinunter. "Ja, wir kennen uns. Von der Bank." erwiderte er. Was sollte er denn schon bloß sagen? Er hatte sie vor dem sicheren Tod bewahrt als er sie aus der Schusslinie gezogen hatte und hatte eben Wing Tsun eingesetzt um den Mann zu entwaffnen aber so etwas hatte er bei Militär und im Einsatz relativ oft gemacht, es war so ein Überbleibsel seines Berufes. Suki warf kurz ihr Wort ein. "Ähm.. ja Rai du könntest ihr ja helfen vielleicht ein paar Kisten schleppen oder so?" Raidon sah zu seiner Schwester. "Kann ich machen." für ihn war es kein Problem einer jungen Frau zu helfen, aber hatten die beiden nicht daran gedacht, dass sie vielleicht schon genug Helfer hatte? Danach verließ der junge Mann das Zimmer um sich anzuziehen. Suki sah nun zu Yoko. "Entschuldige.. er ist leider nicht so.. ganz einfach..und eher unsozial aber ich hab ihn sehr lieb.."
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      Etwas überrascht über die Strenge und die Konsequenz sah Yoko zu Raidon hoch und dann zu Yuki, der diese Situation ebenfalls sichtlich unangenehm war. Yoko formte ein deutliches "Schon gut" mit den Lippen und stand vom Boden auf, strich sich die Hose glatt. Überrascht sah sie dabei zu Raidon auf, als er ihre vorsichtige Annäherung in Rauch hatte auflösen lassen. Und gleichzeitig freute sich Yoko insgeheim, dass er sie zumindest nicht vergessen hatte. Der Peinlichkeit wäre sie schlecht entkommen. Yoko drehte sich überrascht zu Yuki um, als diese vorschlug, dass Raidon ihr doch gleichzeitig helfen könne. Sie wollte eigentlich abwinken, sagen, dass für sie eigentlich alles getan wurde, aber da war Yukis Bruder auch schon weg. Zurück blieb eine zutiefst verwirrte Yoko, die sich nichts davon anmerken ließ, sondern ihr strahlendes Lächeln wieder auf den Lippen hatte. "Das ist in Ordnung. Ich bin schwierige Menschen gewöhnt, ich hab Jahren unter Europäern gewohnt", scherzte sie und neigte ihren Kopf ein Stück. "Ich möchte dir aber keinen Ärger mehr bereiten, Yuki. Komm doch ab morgen einfach vorbei und besuch mich, dann könnten wir zusammen zeichnen, wenn du magst." Sie verabschiedete sich freundlich von der jungen Schülerin und schulterte ihre Tasche, bevor sie aus dem Kinderzimmer trat und Ausschau nach Raidon hielt. Als sie ihn fand, ging sie auf ihn zu und lächelte ihn an. "Ich hatte keine Gelegenheit zu sagen, dass alle Kisten eigentlich schon oben sind, aber du könntest mir helfen, meine Bücher in das obere Zimmer zu tragen", schlug sie fragend vor. "Aber eigentlich musst du das auch nicht ... also ich bin hier irgendwie reingeschneit und will eigentlich nicht noch mehr Unannehmlichkeiten machen." Ihr Lächeln war offen, aber in ihren Augen flackerte tatsächliche Unsicherheit. Sie hatte wirklich nicht weit genug gedacht.
    • Raidon musste streng sein, denn er hatte einen Teenager zuhause und sonst würde sie ihm auf der Nase rumtanzen, zumindest hatte er es schon mal so erlebt, als sie noch jünger gewesen war. Yuki nickte etwas erleichtert, als sie Yoko's Lippen laß und dann kam von Yoko dass ein kleiner Scherz über die Europäer. Sie musste kurz kichern ehe sie dann das Angebot ihrer Nachbarin hörte und weitete leicht überrascht die Augen. "Das.. wäre echt wunderbar" vielleicht hatte Yuki so eine Freundin gefunden. Raidon selbst war als Yoko zu ihm stieß gerade dabei sich sein Hemd anzuziehen und blickte nun über ihre Schulter zu ihr hinüber, als er angesprochen wurde. "Das hast du gesagt.." erwiderte er. Er hatte nie gesagt, dass sie stören würde, jedoch war er durch seine etwas unsoziale Art schwer zu deuten und natürlich konnte es zu Missverständnissen führen. Deswegen hielt eine Beziehung bei ihm nie lange, weil niemand so wirklich mit ihm klar kam. "Ich kann die Bücher hochtragen.." dabei drehte er sich um und sah auf das zierliche, blonde Fräulein hinunter. Wenn sie jetzt Hilfe brauchte, konnte er natürlich helfen, denn nun hatte er gerade frei, aber sonst war er den ganzen Tag arbeiten...
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      Wie angewurzelt blieb Yoko kurz stehen und runzelte die Stirn. Sie hatten während dem Überfall natürlicherweise nicht viel miteinander gesprochen, aber sie hatte nicht erwartet, dass ihr Retter auch außerhalb von brenzligen Situationen so wortkarg war. Ein leicht schiefes Lächeln legte sich auf Yokos Lippen und als Raidon das Hemd zurechtzuppelte und Yoko so den Anblick verwehrte, sah sie offen zu ihm auf. "Cool, danke!" Und eigentlich sollte es Yoko auch nicht stören, schließlich war sie eine Quasselstrippe, wenn sie es sein musste. Und sie hatte viel anzubieten. "Ich muss zugeben, dass ich nur einmal in dieser Wohnung war. In Japan habe ich bisher nur mit meinen Eltern gelebt, aber jetzt haben sie sich erbarmt und vermutlich eingesehen, dass ich gut alleine zurechtkomme." Sie sah zu Raidon hoch, als sie in Richtung Haustür ging und währenddessen in ihrer Jeanstasche nach ihren Schüsseln suchte. "Ich hatte damals gar keine Gelegenheit, dir zu danken. Aber ich glaube, jetzt habe ich ein paar. Was ist dein Lieblingsessen? Ich kann gut kochen und wenn du willst, lade ich dich und Yuki zu einem Essen bei mir ein. Mochi freut sich immer über Besuch. Der ist nur gerade noch bei meinen Eltern." Sie hatte vergessen zu sagen, dass Mochi ihre schwarze Katze war, aber vermutlich würde Raidon es ohnehin schon sehen, denn sobald Yoko die Tür öffnete, standen sie vor einem Berg Umzugskartons und einigen Kratzbäumen, die noch zusammengebaut werden wollten.
    • Auf Yokos Dankesagung sprach der junge Mann nichts und auch weiterhin lauschte er nur ihren Worten. Er konnte von sich nie behaupten ein guter Gesprächspartner zu sein. Als die beiden zur Tür gingen erzählte sie ihm, dass sie sich bei ihm bedanken wollte. Wofür denn? Dafür dass er seinen Job gemacht hatte? Dass er nach seinem Instinkt gehandelt hatte? Dafür musste man sich doch nicht bedanken. Leben retten war sein täglich Brot gewesen.. zumindest war es das früher. Heute war er im Innendienst tätig und konnte sogar von zuhause aus arbeiten, was er aber selten tat da er ungern Arbeit und Privates vermischte. Yoko konnte also kochen? Das war ja doch mal etwas interessantes an ihr. Sonst wirkte sie wie ein normales Mädchen was man hundert mal auf das Straße antraf, wenn man diese entlanglief. "Crepes.." erwiderte er nur kurz. Ja, sein Vater hatte diese Crepes immer gemacht und sie waren immer anders. Vor allem mochte er Crepes nicht süß wie Yuki sie liebte sondern sauer. Gefüllt mit Rucola und Pilzen. Das schmeckte als ob sich Gott mit dem Teufel einen Krieg liefern würde und das auf deiner Zunge. Zumindest beschrieb er es öfter mal so. War aber überhaupt nicht negativ gemeint, wie es eigentlich klang. Dann fiel plötzlich ein Name der ziemlich wie eine japanische Süßspeise klang. Mochi.. wer sollte das denn wieder sein? Vielleicht war es ja ihr Freund. "Komischer Name.." gab er zurück, aber von mir aus lernte er eben diesen Mochi kennen. "Ich helfe bei den Kisten..dann kann man kochen.." war das jetzt eine Annahme zur Einladung oder eine Aufforderung? Man wusste es nicht..
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      Mit einem Blick nach hinten warf Yoko dem hochgewachsenen Mann hinter ihr ein Lächeln zu. "Na, dann hast du echt Glück, dass ich meine Semester in Paris damit verbracht habe, mich durch als Crêperien durchzuprobieren." Sobald Yoko die Tür geöffnet hatte, ließ sie ihren Rucksack auf den Boden fallen und knipste das Licht an. "Findest du? Ich finde ihn sehr süß und ich finde, er passt perfekt zu den kleinen dicken Backen", grinste Yoko und kramte nach ihrem Handy. Während sie nach der perfekten Repräsentation ihres Begleiters suchte, sprach Raidon weiter und eine ihrer Augenbrauen schoss hoch. "Heute? Du meinst, jetzt nach dem Kisten schleppen?" Ein Grinsen zierte ihr Gesicht und sie breitete ihre Arme leicht auf Hüfthöhe aus und sah sich in der leeren seelenlosen Wohnung um. "Verschieben wir das auf später. Wenn hier alles eingerichtet ist und etwas anderes im Kühlschrank als Licht ist, vielleicht. Ach und wenn Mochi nicht mehr bei meinen Eltern auf dem Sofa liegt." Yoko hob ihr Smartphone an und zeigte ein Bild von ihrer pechschwarzen Katze, die sich auf ihrem Schoß rekelte, während Yoko einen Pinsel in die Höhe hielt. Das Sonnenlicht verfing sich in ihren Haaren und ausnahmsweise war Mochi kein schwarzer Blob auf dem Foto. "Hier erkennt man ihn wenigstens einmal richtig. Und morgen früh ziehen er und ich hier ein und danach können wir gerne einen Tag für Dankeschön-Crêpes ausmachen." Sie grinste dem jungen Mann entgegen und begab sich zu den Kisten. Sie hatte schon gemerkt, dass wenig aus Raidons Richtung kam, aber Suki hatte sie gewarnt. Und Yoko glaubte dem weiblichen Wissen. "Ah, hier sind sie! Meine Kunstbücher, ein bisschen Schundkram, True Crime, das Übliche", scherzte sie und zog sie schwerfällig von einer anderen Kiste herunter und sah hilfesuchend zu Raidon.

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    • Seine Nachbarin konnte also seinen unstillbaren Wunsch nach Crepes stillen? War das nicht schon fast klischeehaft? ..das nette Mädchen von nebenan. Er antwortete nicht darauf, denn eine Antwort war darauf überflüssig. Warum sollte sie lügen und wenn würde er es so oder so erkennen, spätestens wenn sie kochte. Die Nachbarstür wurde geöffnet und schon erhellte das Licht den Raum. Mochi also hatte dicke Backen. Entweder hatte die Person Mumps oder es war gar keine Person. Dann meinte Yoko, dass wohl erst später gearbeitet wurde nickte er kurz und ließ sich nun ein Bild von einer schwarzen Katze vor die Nase halten. Als ob es abgemacht war, dass seine Nachbarin eine Katze hatte und er diese kleine Fusselbälle liebte wie verrückt. Gerade fühlte er sich etwas verarscht. "..ein Fellklops.." kam von ihm er nun und sah dabei auf das Handy. Da hatte sie ihn nun wirklich mit einer seiner einzigen Schwächen gelockt und das ganz ohne es zu wissen. Wie oft war Suki dem jungen Mann in die Ohren gelegen mit einem Haustier? Vor allem hatten es ihr auch Katzen angetan, jedoch hatte sie immer nur ein kaltes Nein geerntet, obwohl es ihm selbst schwer gefallen war so zu antworten, da er ja selbst eine gewisse Schwäche für diese Fusselbälle besaß. Nun er war der Meinung dass die beiden nicht genug Zeit fanden um sich Katzen zuzulegen und deswegen das Tier wohl relativ arm dran bei ihnen wäre, weswegen er es lieber ließ, sich Katzen zuzulegen. Wenn er schon Haustiere haben würde, wollte er sich auch mit ihnen beschäftigen. Als das junge Mädchen so grinste, wusste Rai nicht wirklich, weswegen, aber ließ es einfach mal aus sich beruhen deswegen sah er sich nur leicht musternd in der Wohnung um in der ja noch viele Kisten rumstanden ehe sie ihm einen gewissen Blick zuwarf. Das machte Suki auch immer wenn sie etwas von ihm wollte oder Hilfe brauchte. Der junge Mann ergriff die Kiste wortlos. Für ihn schien es kein Gewicht zu haben, dieses Ding wo sich Yoko doch so abgemüht hatte. "Wo soll es hin?" fragte er nur ehe sein kalter Blick auf ihr ruhte.