The secret of a circus lifestyle (Chixletta & Din)

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    • The secret of a circus lifestyle (Chixletta & Din)

      Name: The secret of a circus lifestyle (Chixletta & Din)
      Genre: Fantasy
      Story:
      Für manche ist der Zirkus ein Zufluchtsort, eine Möglichkeit auf andere magische Wesen zu treffen und einigermaßen fern von Diskriminierung und Verfolgung zu leben. Andere sehen hier ihre Chance, ihre Talente schnell zu Geld zu machen oder träumen sogar von Ruhm und Ehre. Manche verfolgen sogar komplett andere Ziele....
      Leider ist das Leben auf Reisen manchmal alles andere als rosig. In manchen Dörfern wird der Zirkus nicht gerade mit offenen Armen empfangen, es gibt häufig offene Rechnungen und auch Konflikte zwischen den Mitgliedern sind vorprogrammiert. Manchmal macht einem sogar die Konkurrenz das Leben schwer...
      Während einige Anwärter schon nach wenigen Wochen wieder die Flucht antreten, haben andere hier trotzdem ein Art Zuhause gefunden. Trotzdem gibt es immer ein paar Geheimnisse, die darauf warten, ans Licht gebracht zu werden.

      Vorstellung
      @Chixletta
    • "Geh mir aus dem Weg Golden.", raunte Violetta während sie aus dem großen Zelt heraus kam.
      Sie hatten gerade die Abschlussshow für den heutigen Abend beendet.
      Golden stolperte ein wenig zur Seite und sah ihr nach.
      "Schwieriges Publikum heute, findet ihr nicht?", raunte sie und zog sich im gehen schon ihr Kostüm aus.
      Schnurstracks steuerte sie auf ihr Zelt zu. Sie erwartete keine Antwort der anderen.
      Golden schlich ihr hinterher ohne einen Mucks von sich zu lassen.
      Violetta wusste das und hielt ihr deshalb auch den Vorhang zu ihrem Zelt auf.

      Hinter den beiden fiel er zu.
      "Was ist ? Kann ich dir helfen?", raunte Violetta und ließ sich auf ihr Bett fallen.
      Mit knackenden Geräuschen streifte sie ihr Kostüm von den Beinen und starrte Golden fragend an.
      "Nein? Du willst nur nicht alleine sein? Hat dich wieder Jemand geärgert?", ergänzte sie und lachte stumm.
      "Mensch Golden. Lass dich nicht Ärgern! Es war Arsene oder ? Ja, ich werde mit ihm reden okay? Und jetzt hör auf zu schmollen.
      Ja, ich weiß dass du unter deiner Maske schmollst!"
      Violetta zog sich um und machte sich auf in Richtung Ausgang ihres Zeltes.
      "Na komm, lass uns erstmal zu Abend Essen. Ich werde mit ihm reden. Versprochen.", sagte sie und winkte Golden zu sie solle ihr folgen.

      Draußen angekommen war es eine klare Nacht.
      Die Gäste hatten sich nach der letzten Ansprache des Direktors auf den Heimweg gemacht.
      In ein paar Zelten brannte Licht.
      Auch in dem großen Gemeinschaftszelt brannte es.
      "Weigerst du dich jetzt mitzukommen?", Violetta wirbelte herum und starrte Golden an.
      Golden war ein paar Schritte zurück gefallen und tippelte verlegen auf der Stelle herum.
      "Was hat er denn schlimmes gesagt, dass es dich so verlegen macht?"
      Violetta ging ein paar Schritte auf Golden zu.
      "Ach komm. Du darfst dir nicht immer alles so zu Herzen nehmen! Du kennst ihn doch!", knurrte sie und legte eine Hand auf Goldens Schulter.

      Diese zuckte nur kurz zusammen und nickte dann.
      "Sehr gut. Und jetzt komm. Ich bin am verhungern!", quietschte Violetta auf und drehte sich tanzend in Richtung Gemeinschaftszelt.
      Mit einem Schwung öffnete sie dessen Vorhang auf und sie stolzierte herein.
      "Na ihr trüben Tassen!", trällerte sie.
      "Was gibt's zu Essen?", sie ließ sich auf einen der Stühle fallen.
      Thetcher, der neben ihr saß, verdrehte genervt die Augen.
      "Musst du denn immer so laut sein?", knurrte er in ihre Richtung.
      Heraria, die gegenüber saß, kicherte leise.

      "Los, komm her Golden. Setz dich hin.", Violetta zeigte auf den Stuhl neben sich. Golden setzte sich und starrte zu Boden. In ihrer Hand, ihre Geige.
      Neben Heraria saß Arsene.

      "Hey, was hast du zu Golden gesagt, dass sie jetzt so verstört guckt?", zickte Violetta und stemmte die Arme auf die Tischplatte.
      Thetchers Augen funkelten los.
      "Oh oh.", lachte er gehässig.
      Heraria griff sich ihren Teller und stand sofort auf, sie hasste Konflikte.

      "Na los,", knurrte Violetta. "Antworte schon!"
    • „Eintopf, so wie fast immer.“
      Als Violetta so ins Zelt stolzierte, rief das im ersten Augenblick bei Niemanden sonderliche Reaktionen hervor. Schließlich kannten sie alle schon länger. So ein Auftritt war nicht gerade ungewöhnlich.
      Auch wenn Thetcher sie fragte, ob sie denn nicht mal ruhiger sein konnte....es würde sich ja doch nichts ändern. So hätte Arsene es wohl einfach ignoriert, hätte Violetta nicht das Wort direkt an ihn gerichtet.
      Für einen Moment wirkte er ehrlich verblüfft. Als könnte er tatsächlich nicht nachvollziehen, welche seiner Aussagen zu dieser Reaktion von Golden geführt haben könnte.
      „Ganz ruhig, ganz ruhig. Warum die Hektik? Kann deine Freundin nicht für sich selbst sprechen, wenn ihr diese Angelegenheit scheinbar so wichtig ist?“, gab Arsene gelassen und wenig berührt zurück, obwohl er natürlich wusste, dass sie kaum sprach. Er grinste kaum merklich. Violetta nahm so etwas mal wieder viel zu ernst. Das war er gewöhnt.
      „Golden, kannst du mir nicht wenigstens einen kleinen Tipp geben, was ich gesagt haben soll? Nur, um meinem Gedächtnis ein bisschen auf die Sprünge zu helfen...bitte?“
      Dabei hatte er seinen Blick unablässig fest auf Golden gerichtet, und schien Violetta, die sich so aufregte gar nicht mehr wahrzunehmen. „Du bist doch schon ein großes Mädchen.“
      „Heraria, warum willst du gehen, grad wo es so lustig wird?“, flüsterte Perceval ihr zu als sie aufstand, obwohl den Grund genau kannte. Für ihn war jedoch jede Streitigkeit mit Violetta, bei der er selbst nicht im Mittelpunkt stand eine willkommene Abwechslung. „Bleib doch.“
      Yvain hatte sich bereits kurz nach der Vorstellung in seinen Wohnwagen verabschiedet, was angeblich an Kopfschmerzen lag, aber Perceval selbst vermutete eher, dass dieser mit dem Publikum unzufrieden war. Und somit auch mit dem Ergebnis seiner eigenen Vorstellung. Und wenn Yvain in so einer Stimmung war, nun...dann mied man ihn lieber, und so versuchte auch niemand, ihn zu überreden, zum Essen zu kommen.
      Perceval nutzte die Gelegenheit, um sich noch etwas mehr auf den Teller zu füllen.
    • "Oh man.", lachte Thetcher.
      Er wusste wie das ausgehen würde.
      Auch Violetta sah nun herüber zu Golden.
      "Nun sag schon.", knurrte sie. "Was hat er gesagt?"

      Golden hielt ihre Geige in der Hand und wirkte nervös.
      "M-Mittelmäßig", flüsterte sie.
      Alle schnaubten genervt aus.
      "Oh, die alte Leier.", lachte Thetcher und schüttelte genervt den Kopf.

      "Man, Golden!", raunte Violetta.
      "Arsene findet doch alles mittelmäßig! Das weißt du doch inzwischen. Die Geschichte haben wir doch schon bestimmt 20 mal aufgetaut."
      Golden ließ den Kopf hängen.
      "Nun schmoll nicht rum und setz dich hin. Iss was.", lachte Thetcher und verdrehte sichtlich die Augen.

      Heraria schlich sich an und setzte sich leise wieder hin.
      "Ja, der Streit, der keiner war, ist beendet.", sagte Thetcher und stocherte auf seinem Teller herum.
      Er schien enttäuscht zu sein.
      Heraria lächelte leicht und war erleichtert.
      "Nun," sagte sie und unterbrach die Stille. "Wo ist eigentlich Ambrose?"
      Verwirrt schaute sie sich um.
      "Drei mal darfst du rrraten", schnurrte Ayieena, die gerade ins Zelt gekommen war.
      Sie lachte und ging herüber um sich etwas zu Essen zu holen.
      Hinter ihr zog sie eine Wolke aus Weihrauchduft hinterher.

      "Widerlicher Geruch.", entfuhr es Violetta.
      "Sei ja rrruhig.", knurrte Ayieena. "Du Adelsbrrrut."
      Lachend verschränkte Violetta die Arme.
      Heraria zuckte zusammen.
      "Wie wäre es wenn sich die Damen nicht mehr streiten würden. Violetta, bitte unterlasse dieses."
      Violetta jedoch grinste ironisch und nickte aber anschließend.

      "Na gut, und? Wo fahren wir morgen eigentlich hin?", lachte sie und guckte in die Runde.
    • „Meine Güte. Ist das wirklich dein Ernst, Golden?“, meinte Arsene, und musste lachen. Dass man sich über sich über so etwas so aufregen konnte. Wie würde Golden erst reagieren, wenn ihr wirklich einmal jemand aus dem Publikum sagte, dass beispielsweise ihre Show mittelmäßig war, oder noch schlimmer, schlecht? Er entschuldigte sich nicht, aber das wurde anscheinend auch nicht von ihm erwartet. Arsene legte sein Besteck zur Seite.
      Als Heraria nach Ambrose fragte, sah Perceval kurz zu ihr.
      „Mir hat er gesagt, er möchte ein Gedicht schreiben. Für...die Dame seines Herzens, eine Frau von solcher Anmut und Schönheit, dass nur die Perfektion einer sternenklaren Nacht ihm die richtige Inspiration dafür geben kann.“, gab Perceval ziemlich wort genau das wieder, was Ambrose ihm gesagt hatte, und grinste. Ihm schien es vollkommen unverständlich, wie Jemand diese in Violetta gefunden zu haben meinte. Gerade Violetta. Obwohl er den Halbelf für seine Fähigkeit, aus Worten die kompliziertesten Gebilde zu spinnen bewunderte. Ambrose hatte ihm einmal seine Notizbücher gezeigt, und auch wenn Perceval seine Handschrift nicht hatte entziffern konnte und sowieso ungefähr null poetisches Talent hatte, war er sich sicher, dass Ambrose dafür wahrscheinlich ein Genie war. „Violetta? Willst du nicht mal eine Runde zu ihm hinaus gehen, du weisst schon...für zusätzliche Inspiration?“
      „Eigentlich wollten wir nach Solis, ihr wisst schon. Da, wo wir letztens Jahr schon mal waren, im Herbst? Aber ich hab eben gehört, wie der Direktor ein paar von den Hilfsarbeitern Anweisungen gegeben hat, die Route zu ändern. Und er wirkte ziemlich aufgebracht.“, gab Arsene auf Violettas Frage hin zurück, und beachtete ihr kleines Wortgefecht mit Ayjeena gar nicht weiter. „Also, um es kurz zu machen: Ich weiss es nicht genau. Na, will sich jemand opfern, und zum Wohnwagen des Direktors gehen, um ihn nach seinem genauen Plan zu fragen?"
      Arsene selbst hatte momentan keinen Sinn dafür. Er wusste selbst, dass er häufig nicht gerade höflich war, und wollte ungern eine Eskalation mit dem Zirkusdirektor provozieren.

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    • Violetta verdrehte sichtlich die Augen.
      "Mhm, bestimmt nicht... Ich weiß nicht was ihr damit meint.", grummelte sie und lehnte sich zurück in ihren Stuhl.
      Lässig legte sie ihren Arm über die Lehne und leckte sich über die Zähne.
      "Ich hätte mir lieber einen von den Besuchern angeln sollen", lachte sie.
      Heraria blitzte Violetta an.
      "Violetta nun zügle deine Zunge!", zischte sie und legte ihre Gabel ab.
      Angestrengt richtete sie ihren Blick auf den Teller vor sich.
      Hysterisch lachte Violetta los.
      "Nun hab dich nicht so, Hera Schätzchen!", sie stand auf und schlug ihr mit der Hand auf die Schulter.
      "Du kennst mich doch.", hauchte sie anschließend in Herarias Ohr.
      Diese verzog angewidert das Gesicht.

      "Also, Morgen geht's nach Solis? Oder auch nicht?", schnalzte Violetta als sie aus dem Zelt gehen wollte.
      "Hah, wie auch immer.", sie winkte ab und ging heraus.
      Heraria starrte immer noch auf ihren Teller und war sichtlich angespannt.
      Thetcher grinste schief und sah zu Arsene rüber.
      "Weiber.", knurrte er ironisch.

      Ayieena schlang ein Stück Fleisch in einer Windeseile herunter und gesellte sich nun zu der Gruppe.
      "Mirrr ist es egal wo wir hinfahrrren. Hauptsache es ist dorrrt nicht zu kalt."
      Sie schnurrte und überschlug die Beine.
      "Hey, Schönling." Ayieena sah zu Perceval herüber. "Geh du doch mal herrrüber zum Dirrektorr und frrag wo es morrgen hingeht..."
      Sie grinste ihn mit ihren scharfen Zähnen an und rollte die Augen.
    • Arsene fragte sich immer wieder, wie Violetta das Offensichtliche so gekonnt ignorieren konnte. War doch klar, was so ein junger Kerl wie Ambrose wollte, und wenn man ihn auch nur eine Sekunde in ihrer Gegenwart beobachtet, war auch ziemlich klar, von wem. Sonst war Violetta ja auch nicht so naiv, was sie auch gleich wieder zur Schaustellte.
      „Wenn du dich beeilst, holst du vielleicht noch einen Besucher ein, der gerade auf dem Heimweg ist.“, meinte er ungerührt. Solche Streitigkeiten wie die von Heraria und Violetta ließen Arsene eher kalt, denn es war immer das Gleiche. Manchmal amüsierte es ihn, wie verklemmt Hera war, was das anging, aber heute fand er es einfach eintönig. Er erwiderte Thetchers Blick und zuckte grinsend mit den Schultern.
      „Ich ESSE gerade, falls es dir noch nicht aufgefallen ist.“,gab Perceval zurück, und nahm sich demonstrativ ein weiteres Stück Brot. Eigentlich hatte er wenig Verlangen danach, mit dem Direktor darüber zu reden. Besonders, wenn er wie Arsene gesagt hatte nicht in einer guten Stimmung war. Aber jeder wusste, dass er trotzdem gehen würde, wenn Ayieena ihn fragte. Es würde ja doch niemand anderes machen, und außerdem fand Percy die Andere ein wenig unheimlich. Was aber nicht hieß, dass er seinen Unmut über diese Aufforderung nicht trotzdem kundtun konnte. „Ihr denkt immer, dass ihr mich rum kommandieren könnt, weil ich nur Aushilfe bin. Das denken ALLE hier. Warum fragst du nicht Thetcher? Der könnte auchmal seinen Arsch erheben, oder nicht?“
      "Ist das nicht ein wenig dramatisch, Percy?", erwiderte Arsene, aber Perceval ignorierte ihn.
      Trotz seinen Protestes stand Perceval auf, warf Ayieena einen nicht gerade freundlichen Blick aus seinen fast schwarzen Augen zu, und wandte sich dann an Heraria. „Komm du wenigstens mit, wenn die anderen Herrschaften hier zu faul ist. Der Direktor ist immer netter, wenn ein Mädchen dabei ist.“
      Was nicht unbedingt stimmte, denn zum Beispiel mit Violetta kam es häufig Streit. Perceval, der ziemlichen Respekt vor dem Direktor hatte, wollte einfach nicht ganz allein gehen.

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    • Langsam ließ Heraria ihre Gabel sinken und tupfte sich, vornehm wie sie war, mit einer Serviette den Mund.
      "Aber natürlich.", sagte sie und stand langsam auf.
      Thetcher hatte die stichelnde Bemerkung von Perceval gekonnt ignoriert und schlürfte weiter an seinem Eintopf.
      "Dann komm mein Junge.", sagte Heraria. "Und nenn mich ja nie wieder Mädchen." Fügte sie hinzu.

      Ayieena grinste in sich hinein und stütze ihr Bein gegen die Tisch Kante und kibbelte auf ihrem Stuhl.
      "Mhmm, sehrr gut.", schnurrte sie und spielte mit ihren Krallen.

      Als sie aus dem Zelt gingen sah Heraria zu Perceval rüber.
      Er sah, ihrer Meinung nach, recht nervös aus.
      "Was ist los?", fragte sie leise.
      "Der Direktor wird dich schon nicht lynchen, dafür das du ihn fragst wo die Reise morgen hingehen soll."
      Sie legte ihre Hand auf seine Schulter und sah ihn an.
      "Du bist nicht nur eine Aushilfe.", sagte sie mit sanfter Stimme.
      "Du bist genauso wichtig für unsere Gemeinschaft wie alle anderen."
      Sie lächelte ihn aufbauend an und nickte.
      "Und nun werden wir unser Glück bei dem Direktor versuchen, in Ordnung?"
      Sie drehte sich in Richtung Wohnwagens des Direktors und steuerte darauf zu.
    • Perceval konnte sich gerade noch verkneifen, Herarias Bitte mit so etwas wie 'Jawohl, Sir.' zu kommentieren. Wenn sie schon so freundlich war, mit ihm zu kommen, wollte er ausnahmsweise mal nicht so frech sein.
      Die Nachtluft draussen war kühl, aber nicht so kalt, dass es unerträglich gewesen wäre. Perceval zog sein Schultertuch zurecht.
      „Sagt sich so leicht. Aber er mag es nicht, gestört zu werden, das weiss jeder. Und ich hasse es, gescholten zu werden. Das passt nicht zusammen.“, gab er zurück.
      Als Heraria ihre Hand auf seine Schulter legte, wäre fast zusammengezuckt. „Lass doch. Du musst nicht versuchen, mich aufzumuntern. Ich bin kein kleines Kind mehr...“, erwiderte Perceval schließlich. „Erklär das lieber mal den Anderen. Naja, ist auch egal. Ich werd schließlich nicht für IMMER hier bleiben.“
      Insgeheim war der Junge fast schon froh, als sie den Wohnwagen des Direktors erreichten. Allerdings nur kurz. Als Perceval an die Tür des Wohnwagens klopfte, hatte ihn der Mut fast schon wieder verlassen. Er trat sofort einen Schritt zurück.
      Der Direktor war sowieso ein recht großer Mann, was dadurch, dass er auf den Stufen des Wohnwagens stand noch verstärkt wurde. Allein die Art, wie er auf herabsah, ließ Perceval erschaudern. Und er sagte nichts. Sah die Beiden nur so an, als ob sie in gerade bei etwas wichtigem gestört hatte, und schwieg.
      „Äh..ich soll sie von den Anderen fragen, wohin wir weiterziehen. Es war nicht meine, sondern Aydieens Idee, Sir. Wir wollten sie wirklich nicht stören.“
      „Und doch stört ihr mich.“, gab der Direktor zurück, musterte Perceval kurz, und sah dann einen Augenblick zu Heraria. Man sagte von dem Direktor, dass er ein Säufer war, doch an diesem Abend roch er nicht nach Alkohol. Er sah nur aus, als wären seine Gedanken bei Wichtigerem, und der Junge wollte nur zu gern wissen, was das sein könnte.
      „Morgen wäre es so oder so bekannt gegeben worden. Doch wenn euch diese Information so wichtig ist, wir reisen weiter nach Ancoron. Es steht bereits fest. Keine Diskussionen, das kannst du auch den Anderen so mitteilen.“
      Perceval konnte seine Verwunderung nicht verbergen, obwohl er es versuchte. Er warf einen kurzen, verunsicherten Blick zu seiner Begleiterin, und sah dann erneut zum Direktor.
      Erstmal war Ancoron eine ziemlich verlassene Gegend. Perceval war sich nicht einmal sicher, wie sie in diesem Landstrich überhaupt ein Publikum zusammen kriegen sollten, was sich gelohnt hätte. Außerdem waren die Einwohner Ancorons besonders für ihre Unfreundlichkeit und ihr Misstrauen gegenüber Fremden bekannt. Besonders was die betraf, die keine Menschen waren. Hatte Perceval zumindest gehört.
      „Nach Ancoron, Sir?“, fragte Perceval, der sich wünschte, er hätte etwas missverstanden.
      „Stottere ich etwa, oder zweifelst du meine Entscheidung an?“, herrschte der Direktor ihn so plötzlich an, dass Perceval ein wenig erschrak. „Ich habe meine Gründe.“
    • Heraria stand neben Perceval und hörte nur zu.
      Sie kannte den Ort, über den die beiden sprachen, nicht.
      Also konnte sie sich auch kein Urteil erlauben.
      "Schon gut.", raunte sie leise zu Perceval herüber, als der Direktor ihn böse ansah.
      "Komm, wir gehen", flüsterte sie erneut.
      "Vielen Dank, Sir.", sagte sie mit klarer Stimme in Richtung des Direktors und nickte höflich.

      Als sie wieder auf dem Weg zum Zelt waren blieb Heraria stehen.
      "Sag mal", sagte sie zu Perceval und wollte fortsetzten.
      "Kennst du diesen Ort von dem der Direktor sprach? Ich nämlich nicht."
      Verwundert schaute sie ihn an.
      Als sie an ihm vorbei schielte.
      Sie sah hinter ihm wie Violetta schnurstracks in Richtung Thetchers Zelt lief.
      "Oh nein.", raunte sie.
      Sie wusste was Violetta vor hatte.
      "Vergiss was ich gesagt habe.", raunte sie schnell und ließ Perceval stehen.
      Mit schnellen Schritten lief sie auf Violetta zu.

      "Hey!", zischte sie durch ihre Zähne.
      "Untersteh dich gefälligst."
      Violetta wirbelte herum und starrte sie an.
      "Was denn?", lachte sie.
      Heraria griff nach Violettas Schulter.
      "Ich weiß genau was du vor hast, ich warne dich."
      Violetta jedoch sah sie mit großen Augen an.
      "Aber er hat immer was da.", lächelte sie ironisch.
      "Komm schon Hera. Sei nicht so eine Spielverderberin."
      Heraria jedoch beharrte weiter in ihrer Reaktion und zog die Augenbrauen ins Gesicht.
      "Nein! Geh jetzt schlafen. Sofort!", zischte sie erneut.
      Violetta zuckte mit den Schultern.
      "Gut. Spielverderberin.", sie riss sich aus dem Griff Herarias los, drehte dich schwungvoll um und stolzierte zurück in ihr Zelt.

      "Immer das Gleiche.", knurrte Heraria in sich hinein und machte sich dann ebenfalls auf den Weg in ihr Zelt.
    • Heraria schien so unbeeindruckt von dem Auftreten des Direktors zu sein, dass Perceval sie ein wenig bewunderte.
      „Wirklich nicht, du hast noch nie davon gehört? Oh, inOrdnung...“, gab er zurück, als sie ihn nach dem Ort fragte, aberda sie gleich wieder abgelenkt wurde, kam er nicht dazu, es weiterauszuführen.
      Worum auch immer es bei der erneuten Auseinandersetzung zwischen Hera und Violetta ging, Perceval bekam es nicht genau mit. Er nahm andas Übliche, stand aber nicht nah genug, um alles im Detailmitzubekommen. Wieder so ein Drama. Aber Violetta erreichte anscheinend nicht, was sie wollte, und das stimmte ihn fröhlicher.
      „Warte kurz!“, rief er Hera hinterher, aber sie war schon inihrem Zelt verschwunden. Percy seufzte leicht.
      Sollte er sie sozusagen vorwarnen? Aber irgendwie hatte Percy das Gefühl, dass Heraria es nicht gerade begrüßen wurde, wenn ein junger Mann sie abends in ihrem Zelt aufsuchen würde, also ließ eres doch bleiben. Vielleicht würden sie morgen genauer darüber sprechen, oder vielleicht auch nicht. Kurz warf er einen Blick inRichtung ihres Zeltes, aber schlug dann eine andere Richtung ein. Im Endeffekt konnte weder er noch sie irgendetwas ändern.
      Jetzt wollte Perceval erstmal Aydieen diese Nachricht überbringen,schließlich wäre er ohne sie gar nicht gegangen um zu fragen.Bestimmt würde sie nicht gerade amüsiert sein. Wenn ihr der Name überhaupt etwas sagte. Wenn nicht, würde Perceval ihr es gerne erklären.
      Denn er war sich ziemlich sicher, dass ein Wesen wiedie Khajit es dort möglicherweise nicht gerade leicht haben würde.Und auch, wenn es vielleicht gemein, und etwas kleinlich war...sie liebte es scheinbar, ihm Angst einzujagen, also würde es ihm nicht gerade ungelegen sein, wenn auch sie mal Probleme bekam. Schließlich war Perceval ein Mensch, mit keinem Tropfen nichtmenschlichen Blut. Egal ob Ancoron oder Solis, er selbst würde keine Probleme bekommen.
      „So, also, ich war beim Direktor.“, meinte der Junge lächelnd,als er das Gemeinschaftszelt betrat. „Es geht nach Ancoron, falls euch der Ort etwas sagen sollte? Nicht nach Solis, tut mir sehr leid.“
      Arsene stöhnte auf. „Spinnt der Alte jetzt komplett?“,erwiderte er auf den Direktor bezogen, denn er kannte die Gerüchte,die sich um den Ort rankten. Über Lynchmorde an Fabelwesen ,Hetzjagden...Wie lange war das jetzt her gewesen, wahrscheinlich schon Jahrzehnte. Arsene, der schon ewig lebte, hatte manchmal das Gefühl, dass er Zeiten nicht richtig einschätzen konnte. Eins war klar, auch wenn es schon länger her war...das war seiner Ansicht kein Ort für einen Zirkus wie diesen.

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    • Ayieena drehte sich zu Perceval um als er wieder ins Zelt kam.
      Als sie seine Berichterstattung hörte wurde ihr sichtlich übel.
      Arsenes Aufregung konnte sie teilen.

      "Was zum...", sie stellte ihr Glas auf den Tisch vor sich und stand auf.
      "Das ist nicht sein Errnst.", knurrte sie und verließ das Zelt.
      Ancoron.
      Die Stadt in der es von Hetzern und Mördern nur so wimmelte.

      Thetcher verließ ebenfalls das Zelt und ging Ayieena hinterher.
      "Hey", rief er.
      Ayieena drehte sich wütend zu ihm um.
      "Was?", fauchte sie.
      "Ancoron. Ist das die Stadt wo...", er kam nicht zum Ende des Satzes denn Ayieena unterbrach ihn.
      "Allerrrdings.", sagte sie. "Mein Brruderr kam dorrt ums Leben."
      "Hat er nicht noch 6 davon über?", Thetcher lachte.
      "Idiot.", knurrte Ayieena.
      "Tut mir Leid.", Thetcher musste sich dass Lachen dennoch verkneifen.
      "Verrgiss es. Ich hatte soviele Geschwister und Verwandte, ich könnte dir 15 Städte aufzählen in denen sie gestorrben sind.", winkte Ayieena ab und ging in Richtung ihres Zeltes.
      Thetcher zuckte mit den Schultern.
      "Na dann.", sagte er und machte sich ebenfalls auf den Weg in sein Zelt.

      Als letztes huschte noch Golden leise herum und versicherte sich dass Violetta schon schlief.
      Ihr Magengefühl sagte ihr dass sie etwas im Schilde führen würde.
      Allerdings schlief Violetta wirklich schon, so dass Golden sich dann doch in ihr Zelt verkroch.
    • „Du bist heute wirklich wieder herausragend sensibel, Perceval.“, meinte Arsene, und versetzte dem Jungen einen leichten Schlag auf den Hinterkopf, bevor er ebenfalls das Zelt verließ.
      Man konnte sich Ayieenas Geschichte bei ihrem Aussehen vorstellen. Arsene war nicht gut im trösten. Also keine besonders reizvolle Situation. Ausserdem schien Thetcher schon die Rolle des unsensiblen Arschlochs spielen zu wollen, und so beschloss er, die Beiden zu ignorieren und einfach zu seinem eigenen Zelt zu gehen.
      Zugegebenermaßen kannte Arsene sich mit den momentanen innerpolitischen Lage Ancoron höchstwahrscheinlich weniger aus, als der Direktor es tat. Wahrscheinlich hatte dieser wieder irgendwelche vertrackten Gründe, die kein Außenstehender nachvollziehen konnte. Trotzdem, wie eine besonders weise Entscheidung kam Arsene das nicht vor. Allerdings kannte er ihn gut genug, dass er nicht davon ausging, dass eine negative Reaktion seiner Angestellten da etwas ändern würde.
      Das ganze Drama, was daraus mit Sicherheit folgen würde, stimmte Arsene nicht gerade positiv. Morgen würde man ja sehen, was das für Folgen haben würde.

      Erst heute Morgen, kurz nach dem aufwachen, hatte Ambrose sicher erfahren, dass der Zirkus bald weiterzog. Anscheinend schon heute. Nach Ancoron, einer Stadt mit eher verkommenen Ruf, über die er sich in seinem bisherigen Leben jedoch glücklicherweise noch nie Gedanken hatte machen müssen.
      Nun stand er ziemlich verloren neben den teilweise schon halb abgebauten Zelten, und sah den Zirkusmitarbeitern bei der Arbeit zu. Nicht, weil Ambrose nicht helfen wollte. Aber als er jemanden gefragt hatte, hatte die Person, ein Mann vielleicht ungefähr in seinem Alter der Arsene hieß (wenn er Ambrose sich richtig erinnerte) gelacht und gemeint, dass der Halbelf allen am besten helfen würde, wenn er sich so gut wie möglich aus den Abbauarbeiten heraushielt. Leider hatte Ambrose sich eingestehen müssen, dass Arsene möglicherweise recht hatte. Denn er war nicht ganz auf der Höhe.
      In letzter Zeit schlief Ambrose unruhig, und auch gerade hatte er das Gefühl, sich noch halb im Traum zu befinden. In Zelten hatte er noch nie gut geschlafen. Seine Augenringe sprachen Bände, und würden bestimmt auch Violetta auffallen, wenn sie sich das nächste Mal sahen. Obwohl diese wohl zu höflich sein würde, um diesen Umstand anzusprechen, denn in seinen Augen war sie eine Frau, die immer nur das beste Benehmen zeigte. Nun, und wenn mal nicht, hatte das sicherlich auch komplett nachvollziehbare Gründe.
      Schließlich beschloss Ambrose, wenigstens etwas zu tun, und so begab er sich in dem Lager des Zirkus auf die Suche nach etwas, dass er machen konnte. Vielleicht konnte er doch noch irgendwem zur Hand gehen.
    • Als Violetta aus ihrem Zelt heraus kam streckte sie ihren Rücken und seufzte laut auf.
      "Ah, was ein schöner Morgen.", trällerte sie, obwohl sie wusste dass ihr keiner antworten würde.
      Ihre Augen schweiften über den Platz des Zirkuses und sie musterte die Angestellten während sie die Zelte abbauten.

      Tief atmete sie die frische Morgenluft durch ihre Nasenlöcher ein und dachte nach.
      Sie wusste dass es heute weiter gehen würde, doch ihre Motivation ihr Zelt abzubauen fehlte ihr.
      Da sah sie wie Thetcher sich gerade aus seinem Zelt herausbegab dabei rauchte er, anscheinend gedankenverloren, eine Zigarette.
      "Heeey...", sang Violetta ihm entgegen und klimperte mit den Wimpern.
      Thetcher knurrte nur.
      "Vergiss es! Räum dein Scheiß selber auf.", zischte er und schmiss die Zigarette weg.
      Damit verschwand er wieder in seinem Zelt.

      "Blödmann.", zischte auch Violetta und ging ebenfalls zurück in ihres.
      Dort atmete sie noch einmal tief ein und machte sich ans einpacken ihrer Sachen.
      Sie griff nach den Koffern, stopfte ihre Kleidung herein und klappte sowohl ihr Bett als auch ihren Schminktisch zusammen.
      Damals hatte ihr einer der Zirkusmitarbeiter extra einen anfertigen lassen, welcher sich sehr schnell auf- und abbauen ließ.

      Nach einiger Zeit war sie fertig und trug ihre Sachen heraus zu einem der Wagen mit dem sie transportiert werden sollten.
      Dabei nickte sie Hera zu, welche selber dabei war ihre Sachen zu verstauen.
      Als Violetta fertig war schlug sie ihre Handflächen aneinander ab und seufzte.
      "Endlich.", entwich es ihr und sie hielt sich kurzdarauf den Magen.
      Der Hunger meldete sich anscheinend und somit entschied sie sich kurzerhand bei der Verpflegung noch etwas zu Essen zu holen.
      Auf dem Weg dahin ging sie am Lager vorbei.
      Als sie sah dass sich Ambrose dort aufhielt musterte sie seine Bewegungen.

      "Hey.", sagte sie und lehnte sich an einen der Masten die neben ihr standen.
      "Kann man dir mit irgendetwas helfen?", ihr Augen funkelte auf und ihre Stimme klang leicht sarkastisch.