No more Fairy Tales...? [Nash&Azenia]

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    • No more Fairy Tales...? [Nash&Azenia]

      Link zur Vorstellung: No more Fairy Tales...?
      "...Lass uns ein Märchen von morgen werden;
      Alles was zählt ist der Moment
      Komm, lass uns ein Märchen von morgen werden
      Nur du und ich vielleicht sogar mit Happyend..."




      No more Fairy Tales...?



      Gerne : Fantasy, Aktion (falls gewünscht auch Romance, muss aber nicht sein)

      Vorgeschichte:
      Lange ist es her, dass Frieden im Märchenwald herrschte. Längst hat eine erzörnte junge Frau fast alle Königreiche im Märchenwald unterworfen und ein großer Krieg ist entbrannt der den Märchenwald ins ein tötliches Blutrot tauchte.

      Wer ist diese unbekannte Irre ? Wie kam sie auf die törichte Idee das friedliche Leben des Märchenwald zu stören ? Es sind doch alle glücklichund für jeden gibt es Happy End, irgendwann wenn die Zeit reif ist. Das galt leider nicht für die älteste Prinzessin des Reiches des ewigen Nebels ), so glaubte sie. Ihr Reich war immer so dicht von Nebel umgeben das man sie und die wenige Wesen die dort lebten vergass und es als unbekanntes Land gar nicht erst in Karten einzeichnete. Dies hatte auch einentriftigen Grund, denn die königliche Familie des Nebelreiches erzählen seit jeher die Geschichten der Märchenhelden und Bösewichte. Die Prinzessin wurde zur Imperatorin, erst in ihren eigen Königreich und dann auch für den Rest der Märchenwelt. Die nun von Wut zerfressene Königin, war neidisch auf die anderen Märchenhelden, auf ihr Leben, ihren Ruhm und ihr Happy End. So fasste sie einen Entschluss, Alles was ihr genommen wurde, alles was ihr verwehrt blieb, dieses Leid sollen auch alle anderen ertragen. Sie entwickelte einen Plan um ihr Ziel durchzusetzen einen festen Schleier aus Leid über den Märchenwald zu legen. So gelang es ihr mit den Buch "Thanatos" ein Tor zu öffnen zu öffnen. Durch dieses kann sie Schattendämonen beschwören, die meist in Form eines Wolfes erscheinen. Diese Wolfdämonen fressen sich in den Körper der Sterblichen, unterwerfen seine Seele und so wird der infizierte Wirt zu einer Art Werwolf und willenlosen Diener seiner Meisterin. So gelang es der Herrscherin, mittlerweile auch die Königin der Nebelwölfe genannt, mit einer großen Armee sich fast den gesamten Märchenwald zu unterwerfen. Warum nur fast ? Nun, wie auch sonst...bei jeden Versuch der totalen Herrschaft, trifft man auf Widerstand. Es bilden sich Rebellionen.

      So auch von unserer Geschichte. Eine der bekanntesten sind die Luna Amaris. Sie alle junge Jägerin, die der Göttin des Mondes Selyra die Treue geschworen haben. Man erkennt sie daran da sie irgendwo am Körper, auf Kleidung oder an Schmuck das Zeichen der Göttin (Eine Mondsichel durchbohrt von einen Pfeil) tragen. Natürlich sind die Luna Amaris bei der Königin nicht gern gesehen. Vor allem da sie das Mondjuwel besitzen. Mit ihn kann man zum einen die Mondgöttin beschwören, sie und ihr Bruder der Sonnengott(beschworen durch das Sonnenjuwel) können das Tor schließen was die Nebelwölfe hervor bringt und das Buch "Thanatos" sowie die Herrscherin entkräften. Doch die Juwele die, die Kraft von Mond und Sonne bergen können auch zum bösen verwendest werden. So sind sie ebenfalls ein Objekt der Begierde der bösen Königin. Ist sie in den Besitz der Juwelen kann sie niemand mehr aufhalten und sie kann mit den Mondjuwel zum Beispiel den kompletten Märchenwald in ewige Nacht tauchen. Es wäre das "i-Tüpfelchen" ihres Plans...

      Hauptgeschichte :
      Gwendolyn ist widerwillig zu einer kleinen Berühmtheit geworden, den sie ist die Anfüherin der Luna Amaris und damit einer der Hauptfeinde der Königin der Nebelwölfe. Da sie das Hauptquatier der Luna Amaris nur mit ihren roten Umhang und tief ins Gesicht gezogener Kaputze verlässt wurde sie sehr schnell als "Reed Riding Hood" also "Rotkäpchen" bekannt. Und so ziert der ungewollte Spitzname auch ihren Steckbrief.

      Eines Tages schickte Gwen eine Gruppe Jägerinnen aus um ein Dorf zu beschützen damit es nicht mehr Opfer der "Wolfsseuche" gibt. Zwar war es ihr zu wider ihre Mädchen alleine ziehen zu lassen, doch mit ihren Verletzungen wäre sie nur ein Klotz am Bein. Was sie keinen sagte war dass es ihr Heimatdorf war was sie beschützen sollten. Dort lebte ihre „Großmutter“ sowie ihren Brüdern. Da sie es nicht ertrug ihre alte Heimat noch einmal im Stich zu lassen folgte sie ihren Gefährtinnen. Keine gute Idee, sie musste mit ansehen wie alle Erwaschenen umkamen und alle Kinder also auch ihr kleiner Bruder sowie ihre Lanzenschwestern abgeführt wurden. Damit die Königin ihnen den Standort der Hauptquartiers der Luna Amaris zu entlocken und so an das Mondjuwel zu kommen. Fest entschlossen ihren Bruder sowie ihre Lanzenschwestern zu retten brach Gwen mit ihren treuen Wegbleitern einen Wolf namens Zedrick und einer sprechenden Gans zu einer langen beschwerlichen Reise auf.

      Auf ihren Weg koam sie in den Sherwood Forest wo sie auf eine Bande gesetzesloser Rebellen trifft. Ihr Anführer Cleon besitzt des Sonnenjuwel, denn er und seine Truppe "Sacris Lumen" sind Anhänger des Sonnengottes. Damit sind diese ebenfalls ganz oben auf der Roten Liste der bösen Königin. Zwar sind Gwendolyn und Cleon anfangs Fremde und generell scheinbar sehr verschieden doch... Schließen sich "Red Riding Hood" und Cleon schließlich zusammen um die Schreckenherrschaft der Königin der Nebelwölfe zu beenden. Dies war die Geburt der „Hunting Blades“ (der Zusammenschluss beider Gruppen).

      Nur...wie schafft man das wenn man nicht mal weiß wo das Land des ewigen Nebels liegt oder der Gegner zahlreich fast tausendfach überlegen ist ? Haben sie überhaut eine Chance ? Schaffen sie es die Meinungsverschiedenheiten beiseite zu räumen und wenigstens für diese Zeit zu einen unschlagbaren Team zu werden ? Entwickelt sich daraus eine Freundschaft fürs Leben oder vielleicht sogar noch mehr? Die Zeit von "Red Riding Hood" und Cleon ist amgebrochen und ihre Geschichte wird ganz neu geschrieben.

      Charaktere:
      Erial,Serafin @Azenia
      Cleon,Leilani @Nash

      Märchen von Morgen...
      "...Lass uns ein Märchen von morgen werden - das Drumherum ist doch egal
      Kommt, lass uns ein Märchen von morgen werden - nur du und ich mit oder auch ganz ohne Moral..."

      ~✶~
      Gwendolyn
      Es war finstere eiskalte Nacht. Eigentlich war es gefährlicher bei Nacht zu reisen da sich die Nebelwölfe Nachts besser und auch schneller fortbewegen konnten. Doch meine kleine, wenn gleich sehr ungewöhnliche Reisegruppe blieb keine andere Wahl. Mir blieb nichts anderes übrig als meinen roten Umhang zu richten und uns weiter anzutreiben. Obwohl ich mich selbst kaum noch auf den Beinen halten konnte. Ich rang fast schon mehr nach Atem als ruhig die Luft einzusaugen. Was war wohl passiert, das ein junges Mädchen wie ich so an ihren letzten Reserven zehrte? Meiner schlechten Verfassung zum Trotz setzte ich weiter zielstrebig einen Fuß nach den Anderen. Seit 2 Monden waren wir Drei schon unterwegs. Die ersten Tage war ich allein durch die Länder gezogen, danach wurde ich jedoch von zwei Reisegefährten beglietet. Es war ein großer junger Mann mit Wolfsohren und einen weichen, voluminösen Schweif der ... immer in ein paar Schritten Abstand hinter ihr her trottete. Eine merkwürdige Erscheinung, freilich doch wenn man ihre andere Kameradin bertachtete.... Sie wahr wahrlich eine Schönheit. Groß und kräftig, mit dieser Gewissen Austrahlung. Es war das pefrekte Maß an Weißheit und Eleganz. Niemand im ganzen Märchenwald hatte ein weißeres Gefieder als sie oder ein so fohlgeformten Schnabel. Fast als hätten die Götter ihn gegossen. Moment mal...? Gefieder? Schnabel? Ja genau, die Rede war von einer weißen Gans. Einer wunderschönen weißen Gans die mehr konnte als sich den Sommer über voll zu fressen und im Winter als leckeren Braten auf den Tisch zu enden. Diese Gans vermochte es sogar zu sprechen. Wenn auch nicht zu jeden. Mir persönlich schnatterte sie von Zeit zu Zeit zu viel,zumal sie stets die Wahrheit quakte. Und die Wahrheit war nicht immer schön.Oftmals war sie sogar schmerzhaft.

      "Es wäre dumm in Trauer und Hass zu versinken. So kann dich die Finsternis leicht verschlucken." Diesen Satz hatte sie oft gesagt, wieder und wieder und wieder und wieder hatte sie die selbe Antwort erhalten. "Es kann mir doch nicht einfach egal sein! Nicht jeder ist so gut darin seine Gefühle zu kontrolieren wie du!" Und nach den aufbrausenden Aufschrei kam ein teifer Seufzer über meine Lippen. Doch auch dafür fehlte mir in dieser Nacht schlichtweg die Kraft. Noch immer verfolgten mich die grausamen Bilder jener Nacht, immer dann wenn ich meine so ermüdeten Lieder meiner Augen schloss. An Schlaf war nicht zu denken. Ich hatte nicht geschlafen, nichts gegessen und seit her auch kaum gelacht. "W-Warte! Gwendolyn! Jetzt warte doch! Gw-en-o-lyn!" riss die Gans mich aus meinen Gedanken. Als ich mich zu den schönen Ferdervieh herumdrehte, rutschte einer meiner lockigen Zöpfe unter der Kaputze hervor und gab meine Haarfarbe im Mondlicht preis. Ein süßes aber dunkles Schokobraun, so süß wie der Anblick eines kleinen Mädchens selbst, was ich wohl eigentlich sein sollte. Doch die Zeiten wo ich in einen schönen Kleid, hübsch zurecht gemacht nur lieb Lächeln brauchte um sich mein Glück zu erkaufen waren vergangen. Und um weiter süß zu sein hatte ich schon viel zu oft den Tod ins Auge blicken müssen. Ich kannte die Abgründe der eigentlich so schönen Märchenwelt nur zu gut.

      Als meine Augen das Tier erblickten kniete ich mich nieder und wartete, bis die Gans neben mir zum stehen kam. Auch wenn meine zarten Hände bis in die Fingerspitzen starr gefroren waren, so dass jede kleinste Bewegung schmerzte nahm ich das geliebte Tier vorsichtig in die Arme. Um ihr wohlbedacht einen schützenden Platz unter den roten Umhang zu schenken. Eine Sternenklare Nacht war schön, eigentlich etwas romantisches aber in diesen Fall war sie nur kalt. Auch die Mondgöttin schien nicht daran interessiert das Mondlicht nicht nur hell sondern auch warm auf die Erde herab scheinen zu lassen, wie es ihr Bruder der Sonnengott am Tage mit seinen großen Himmelsball tat. "Tu mir den Gefallen und gib jetzt Ruhe. Die Leute müssen mich in dieser Gegend ja nicht auch für verrückt halten, weil ich mit Tieren spreche." Die Gans hob ihren Kopf hinter den roten Mantel hervor. "Sei nicht so undankbar. Dies ist eine besondere Gabe die so nur deiner Mutter zu Teil wurde." Nun stöhnte ich tatsächlich entnervt, während ich meine Augen verdrehte. Meine Mutter... dieses Thema schon wieder. Es war nicht so, dass ich nicht mit ihr verglichen werden wollte. Wie gern hatte ich als kleines Mädchen gehört wie meine Mutter zu sein, wie unsagbar oft hatte ich mich danach gesehnt sie eines Tages zu übertrumpfen. Doch diese Gans konnte einen auch jede Freude verderben. "Ich bin aber nicht meine Mutter. Ich bin nicht so tugendhaft wie sie. Ich bin auch nicht zu jeden Wesen welches mir begegenet liebevoll und freundlich. Ich verletze Mensch und Tier und das nicht nur dann wenn es nicht anders geht." Als der Vogel sich regte presste ich ihn an mich. "Ja eben. Das war auch der Grund warum deine Großmutter dich nicht zu diesen Jägerinnen lassen wollte. Deine Mutter musste die Achtung vor den Dingen auch erst erlernen aber so etwas eignest du dir nicht unter Selyras Leitung an." Rief sie und versuchte sich zu befreien indem sie mit ihren Flügel schlug. "Hey! Lass das! Hör auf!" Unser kleiner Konflikt war für den Wolfsjungen doch recht belustigend anzuschauen, jedoch nicht in jenen Moment. Und auch wir Streithälse verstummten.

      Vor uns baute sich ein großer majestätischer Wald auf. Es war 'nur ein Wald' aber er rief so viel Erfurcht in einen hervor. Man spürte förmlich dass es ein geweihter Wald war. "Das ist er also... der heilige Wald des Sonnengottes." Wir drei folgten mit den Blick der alten Eiche, die sich vor uns so weit in den Himmel erstreckte, dass es schien sie würde beide Himmelsbälle mit ihrer Krone tragen können. Während der Wolf einfach nach oben blicken konnte, musste ich meinen Kopf so weit in den Nacken legen, dass mir beinah die Kaputze aus den Gesicht gerutscht wäre. Eine ganze Weile standen wir still und staunen dort. "Du sag mal... Gwen?" unterbach der Große schließlich. "Hm?" ich wand meinen Blick von den beeindruckenden Baum ab und sah fragend zu ihn herüber. "Können nicht alle lieblichen Prinzessinen mit Tieren sprechen?" sagte der Wolfsjunge grinsend. "Zed, du bist so ein Idiot!" Ich wollte meinen haarigen Gefährten gerade ohrfeigen als die Gans mich mit ihren Schnabel in den Arm zwickte. "Au!" Mit einen Mal hatte ich Zed vergessen. Dafür sah ich nun den Vogel böse an. "Wenn ihr hier weiter so herumalbert weiß jeder dass wir hier sind. Da hilft auch der Schutz der Dunkelheit nichts." Wo sie recht hatte... "Nun gut. Gehen wir rein." Wieder war ich diejenige, die als erste den Wald betrat, Zedrick folgte mir nachdem er sich in einen großen Wolf zurück verwandelt hatte. Er zog es ohnehin vor etwas weiter hinten zu laufen. Selyra die Mondgöttin und ihr Bruder der Sonnengott... Beide Götter hielten die Märchenwelt im Gleichegwicht. Dennoch lagen sie seit Jahrhunderten im Streit. Und nun war Erial, Trägerin des Mondjuwels und einzige frei Anhängerin der Mondgöttin gerade dabei den Wald des Sonnengottes zu betreten. Warum nur?

      Im Sheerwood Forest war es angenehm warm. Dieser Ort war von solch einer freidlichen Energie durchzogen... man konnte ja kaum ahnen wie kaputt die Welt hinter den Waldrand war. "Was für ein schöner Wald. Fast so wie der Selyras." Nur das es ihn diesem kühler und auch etws feuchter war. Ich holte tief Luft. Ich bat Fremde nicht gern um Hilfe, doch schwierige Zeiten verlangten große Opfer. Es gab niemanden der sonst helfen konnte und auch sonst war da niemand den sie fragen konnte. "Hm?" Wieder blieb ich stehen. Das Mondjuwel welches ich sorgsam unter meinen Gewändern vor der Welt verbrag begann zu glühen, heller noch als der Mond und doch war es nicht war. Angenehm kühl aber nicht warm, egal wie hell es schien. "Die Juwelen sind miteinander verbunden. Sie reagieren aufeinander." Dann... musste der Träger des Sonnenjuwels ja nicht weit sein. Ich steckte den Kopf der Gans unter meinen Mantel und griff nicht einmal eine Sekunde später das Messer, welches ich in meinen Ärmel versteckt hielt. Auch Zedrick, der Wolfsjunge machte sich für einen möglichen Angriff bereit. "Wenn ihr schon hier seit, könntet ihr auch brav 'Willkommen' heißen! Wir beehren euch schließlich nicht oft mit unserer Anweseheit."


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    • Leilani

      Es herrschte eine bedrückte Stimmung. Schwer war es nicht zu erkennen, denn viele aus der Rebellion zogen ihr Gesicht entweder in eine ernste oder besorgte Miene. In anderen Gesichtern war die Wut deutlich herauszulesen. Das einst von Lachen umgebende Lagerfeuer, welches Tag und Nacht vor sich fackelte und ihnen Wärme schenkte, wurde von einer betrübenden Stille umgeben. Nicht weit entfernt davon saßen drei verletzte Gestalten gegen die Wand einer Hütte, dessen Tür offen war und der Lichtstrahl von Innen in die Außenwelt gelangte und die Nacht durchbrach. Dieses Licht war für vielen dieser Nacht ein Strahl der Hoffnung. Oder auch der Tod. Von Innen hörte man Stöhnen, Grunzen oder Wimmern. Durch das Fenster erkannte man ein weißhaariges Mädchen, die ihren Haarschopf in einen unordentlichen Zopf gebunden hatte, doch durch die hektischen Bewegungen lose wurde. „Hätte ich bloß auf Cleon gehört“, hörte man mich vor mich brummen, während ich zu einem Regal eilte, wo verschiedene Gläser mit verschiedenen Beschriftungen ihr Platz gefunden habe. Doch sie standen unordentlich nebeneinander und waren auch nicht alphabetisch geordnet. Jemand, der sich nicht in in mein eigenes Chaos zurechtfand, würde mir nicht beim Aussuchen helfen können. Da war ich selbst schneller, wenn ich mich selbst um die Beschaffung der Salben oder Kräuter kümmerte. Hätte ich auf Cleon gehört, hätte jemand mir helfen können die Verletzten, die verstreut in meiner Hütte lagen, zu versorgen. Doch nie hatte ich es geschafft mich dazu überwinden zu können Ordnung zu schaffen. Und das bereute ich, denn für manche spielte die Zeit eine erhebliche Rolle. Es war ein Spiel gegen die Zeit, die man nur verlieren konnte, wenn man nicht nach ihren Regeln spielte. Eins war jedoch positiv: Ich hatte ihre dreistündige Verwandlung hinter sich gehabt. Ich wollte mir nicht ausmalen was geschehen wäre, wenn ich nun ein Schwan wäre.
      Mit Gläser und Verbände in meinen Armen, eilte ich zu einem Mann, der angefangen hatte wie wild zu schwitzen. Er hatte hohes Fieber und eine klaffende Wunde zierte sein Bein. Mittlerweile war ich an Blut gewohnt, doch anfangs, als ich mit Verlusten und Wunden konfrontiert wurde, hatte ich mich beim bloßen Anblick schrecklicher Wunden übergeben und konnte die Behandlung nicht ohne zitternde Hände vollenden. Ich hatte mich jedoch entschlossen jemand zu werden, der Cleon unterstützen konnte, vor Angst, ich wäre nutzlos und man wolle mich dann loswerden. Ich konnte es nicht ertragen wieder eine Last zu werden und so hatte ich meine Zeit damit verbracht sich der Heilkunde zu widmen. Überraschenderweise hatte ich bemerkt, wie viel Spaß es mir machte an neues Wissen zu gelangen und wie sehr es mir das Herz erwärmte, wenn ich mit meinen Fähigkeiten jemanden helfen konnte. Und auch diesmal setzte ich mir als Ziel jeden von ihnen zu retten. Die Räder in meinem Kopf ratterten ununterbrochen vor sich hin und mein Körper wurde mit der Zeit schwacher. Ich war nicht sportlich und besaß wenig Ausdauer, weswegen ich viel schneller müder wurde als andere. Doch ich tat mein Bestes sich zusammen zu reißen.

      Minuten, gar Stunden vergehen, bis ich alle behandelt hat. Viele von ihnen konnte ich ohne große Bedenken wegschicken, doch zwei mussten in meiner Hütte verweilen. Als ich mir gerade die Hände abtrocknete, nachdem ich sie gewaschen hatte, öffnete sich die Tür, die ich vorhin geschlossen hatte. Cleon stand mit besorgter Miene vor mir. Es zerriss mein Herz ihn so zu sehen, denn ich wusste ganz genau, dass er sich die Schuld an allem gab. Mit schnellen Schritten kam ich ihm näher und legte beruhigt eine Hand auf seinen Arm. Cleon sah mich an und schenkte mir ein kleines Lächeln. „Wie geht es ihnen?“, fragte Cleon das Mädchen, während er sich an einem Tisch näherte und zu einem Kameraden hinunterschaute. Seine Augenbrauen hatte er mittlerweile zusammengezogen. Ich trat neben ihm her und drückte einen Punkt zwischen seinen Augenbrauen. Dieser entspannte sein Gesichtsausdruck wieder. Er hatte nicht gemerkt, dass er dies getan hatte. „So weit so gut. Ich lass sie lieber hier, sollte etwas geschehen. Was sie momentan brauchen, ist eine gute Mütze Schlaf.“ Ich hoffte, dass ihre Worte Cleon ein wenig beruhigten. Cleon entfernte sich von den Anhängern und setzte sich am anderen Ende des Zimmers hin. „Was ist mit dir?“ Ich musterte den Körper ihres Gegenüberstehenden. Auch er hatte Wunden, doch soweit ich es beurteilen konnte, waren sie nicht lebensgefährlich und er hatte sich selbst darum gekümmert. „Alles in Ordnung. Nur ein paar Kratzer“, winkte er ab. Ich wusste, dass er niemals offen zugeben würde, dass ihn etwas schmerzte. Solange es nicht lebensgefährlich war. „Was ist denn passiert? Ich habe gedacht, ihr wolltet nur bei Irelea vorbeischauen.“ Cleon seufzte und wandte seinen Blick aus dem Fenster, der sich schräg vor ihm befand. Er konnte den Sternenband von dort aus am dunklen Himmel, der in einem dunkelblauen – fast schon schwarz – Ton getunkt wurde, beobachten und zuschauen, wie einige Sterne um die Wette funkelten, als ob sie sich stritten wer der Hellste und Schönste war. „Das haben wir auch gemacht. Das große Dorf war auch sicher. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass die Dämonen erscheinen werden.“ Hätte ich bloß darauf beharrt mitzukommen. Zwar hatten sie ihre eigene Heilerin bei sich gehabt, doch ich war besser. Doch die andere Heilerin hatte eine gute Arbeit geleistet, denn die Verletzten hatten 3 Tage ausgehalten. Ich konnte mir ausmalen was passiert war, und forschte daher nicht weiter. „Alles ist vorbei und alle werden es überleben. Leg dich hin. Sicherlich hast du den ganzen Weg hierher nicht geschlafen.“

      Doch an Schlaf war nicht zu denken, denn nicht viel später, als ich dies gesagt hatte, wurde die Tür aufgerissen und Leon, ein enger Verbündeter, der heute als Wache eingeteilt wurde, sah aufgebracht zu Cleon, den er schnell mit seinem Blick fand. „Wir haben Besuch.“ Das war alles was er sagte, doch das reichte für Cleon sich rasch hinzustellen. Ich folgte den beiden Männern nach draußen in die Dunkelheit, die jedoch von sämtlichem Lichtem durchbrochen wurde. „Was meinst du damit genau?“ Cleon hatte wieder einen ernsten Gesichtsausdruck aufgesetzt, sein Kiefer war angespannt und seine Muskeln waren kurz davor zu reißen. „Eine Gestalt – sie scheint weiblich zu sein – und ein Wolf sind in den Wald eingedrungen und sind auf den Weg hierher.“ Cleon warf Leon einen undefinierten Blick zu. Ich sah, wie Cleon verwirrt nach vorne schaute. Es könnte sich nur um eine Reisende handeln, doch nachdem was heute geschehen ist, wollte er sicherlich vorsichtig sein. Leon überreichte ihm einen schwarzen Umhang mit einer Kapuze, den ich aber nicht bei sich hatte. Doch das war für mich nicht nötig, da ich am Ende sich nur hinter den Männern verstecken wird. Ich hörte Cleon nur fragen, wer schon vor Ort war. Vier Männer. Eilig schritten wir voran und nach einer Weile entdecken wir Drei die vier Männer, die auf sie gewartet haben. Ich war sichtlich außer Puste und stemmte meine Hände an meiner Hüfte, während ich nach Luft rang. Da Cleon der Anführer war, ging er voraus und bald sahen alle den Besuch. Ich versteckte mich hinter Cleon, doch ich kam nicht drumherum aus Neugier meinen Kopf zeigen zu lassen. Tatsächlich. Eine Frauengestalt mit einem prächtigen roten Umhang, in Begleitung eines Wolfes, stand ihnen gegenüber. Bei dem Anblick des Wolfes zuckte ich kurz zusammen. Würde er mich fressen, wenn ich in meiner Schwanengestalt war? Die freche Antwort des Mädchens ließ mich meine Wangen empört aufblasen. Doch Cleon ließ sich nicht aus der Fassung bringen, trat aus dem tiefen Schatten eines großen Baumes und ließ die Kapuze nach hinten fallen. „Nun, im Normalfall würde ich Euch herzlich willkommen heißen, doch bedenkt, wie Euer plötzliches Auftreten um diese Zeit auf uns wirken könnte, denn anscheinend scheint Ihr nicht Bewohner dieses Waldes zu sein“, sprach Cleon bestimmt aber mit einem höflichen Ton. Ich wusste, dass Cleon ein Schwert bei sich hielt. „Habt Ihr euch verlaufen? Wenn dies nicht der Fall ist, wohin geht Eure Reise?“ Ich konnte Cleons Vorsicht nachvollziehen, denn sie mussten damit rechnen, dass die Gestalt vor ihnen böse Absichten mit sich trug.
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    • Gwendolyn

      Diese Energie, die plötzlich durch das Mondjuwel schoss war mir total unbekannt. Seit einigen Jahren hütete ich das wertvollste Vermächtnis der Luna Amaris nun, aber das hatte es noch nie gemacht. Ein Rascheln durchfuhr die prächtige Baumkronen und bald darauf erblickte ich einige menschliche Silutetten, welche aus den Schutz der Baumkronen zu uns herab stiegen. Skeptisch musterte ich die Unbekannten. Es waren vier Männer, die ebenfalls wie ich mit einen Umhang verhüllt waren. Ihre Anzahl und die Positionen die sie einnahmen ließen nicht auf einen freundlichen Empfang schließen. Auch Zed schien dieser Umstand nicht zu entspannen. Im Gegensteil das leise Knurren neben mir, verriet dass er bereit war jeder Zeit zum Angriff anzusetzen. "Tut jetzt nichts unüberlegtes." Bemerkte die Gans unter meinen schützenden roten Mantel leise. "Noch kam es nicht zum Kampf, denkt dran - wir wollten sie um Hilfe bitten." Sie hatte ja recht, dennoch gefiel mir die Sache ganz und gar nicht. "Wo ist euer Anführer? Ich will mit ihm sprechen." Das Juwel unter meiner Kleidung pulsierte immer schneller. Weit konnte er nicht sein. Tatsächlich waren bald drauf Schritte zu hören. Verstärkung traf ein. Na ganz toll. Es handelten sich um zwei Menschen die sich zunächst ebenfalls im Schatten verbargen, ein Mann und eine Frau. Der Mann trat hervor und zwar nicht nur aus den Schutz des Baumes sondern auch vor das restliche Empfangskomitee. Die Kaputze, die sein Gesicht verhüllt hatte glitt quälend langsam von seinen Kopf. Hervor kamen silbrige Haare die im Mondlicht glänzten. Er war größer als ich, was im Allgemeinen auch nicht schwer war, immerhin war ich klein und zierlich wie eine Puppe. Seine Größe musste in Relation zu den anderen Männern durchschnittlich sein. Zu der Statur konnte ich unter den dicken Umhang nichts sagen. Seine Haut schien blass und markellos, vor allem im Kontrast zu seiner Haut. Seine Augen waren in einen sanften Grün gefärbt. Sein Blick war vorsichtig und auch ich wagte es kaum mich in Sicherheit zu wiegen. "Das Juwel...das muss er sein." vernahm ich leis die Gans schnattern. "Ihr seid der Anführer nehme ich an? Fein dann... auf ein Wort." Da ich noch immer die Gans unter meinen Mantel hielt begann ich mit meiner freien Hand unter meine Kleidung zu greifen. "Wir wollen um Hilfe bitten, nicht verhandeln." Sie sprach doch sonst nicht so leise, wollte sie nicht, das man sie fand? Gut... eine sprechende Gans war nichts was ein leichter Geist verkraften konnte. Langsam ließ ich meine Hand an den zarten Lederband herunter glieten, bis sie das Juwel fand und es umschloss. Dann zog ich es unter den Schutz meiner Kleider sowie meinen Mantel hervor. Der magische Stein tat sein übriges. Er tauchte die gesamte Lichtung in sanft blaues Licht. Es brauchte nur den Bruchteil einer Sekunde bis es eine Antwort seines Gegenstückes erhielt. Ich sollte aufhören mich noch über diese Steine zu wundern. Seit fast einen Jahrhundert hatten die Himmelssteine nicht zueinander gefunden. Dem entsprechend fiel die Reaktion auf einander auch stärker aus. "Ich habe Vertrauliches mit Euch zu besprechen." Damit war meine Identität wohl vorerst zweifellos bewiesen. Mehr als zu wissen, dass ich Anfüherin ihrer Schwestergruppe und damit Hüterin des Mondjuwels war, brauchten sie ja nicht zu wissen. "Wir sind nur zum Reden gekommen. Weder dieser Wolf noch ich werden euch etwas antun. Das heißt, sofern ihr uns wohl gesonnen seid."


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    • Cleon


      Ich versuchte es zu ignorieren, doch das Pulsen und die Wärme, die für viele als unangenehm empfunden wäre, konnte ich deutlich an meiner Haut spüren. Auch wenn ich die Gestalt nicht gefragt hatte, wer sie war, konnte ich es erahnen. Doch trotzdem wollte ich auf eine Nummer sicher gehen, denn vielleicht warnte mich der Juwel auch nur vor dieser Person. Ich musste heute alle Möglichkeiten offenhalten, um keine Risiken einzugehen, denn heute Abend konnte ich keinen Verlust auf mich nehmen. Zwar stand vor mir nur ein Mensch und ein Wolf und sie stellten für uns vorerst keine Gefahr dar, doch zur heutigen Zeit konnte man nie vorsichtig genug sein.
      Als sich die Gestalt meldet und sie nach etwas zu suchen scheint, konnte ich förmlich die Anspannung der anderen hinter mir spüren. Auch spürte ich Leilanis festen Griff an mir. Sie schienen alle an das Gleiche zu denken. Doch ich hob nur leicht meine Hand, als Zeichen, dass sie sich entspannen sollten. Sollte es doch zu einer direkten Konfrontation kommen, war es meine Priorität Leilani hier wegzuschaffen. Sie hatte ihren Bogen nicht bei sich und sie wäre zu langsam sich umzuwandeln, wenn der Wolf auf die Idee käme sie anzugreifen. Auch wenn mir das Juwel das Gefühl vermittelte, dass ich mir keine Sorgen machen musste, konnte ich nicht anders als ein wenig angespannt zu sein. Diese Anspannung verließ mich aber augenblicklich, als ich das Gegenstück zu meinem eigenen Juwel erblickte. Ich war an dem orangenen Licht meines eigenen Juwels gewohnt, dass mich das blaue Licht für einen Moment faszinierte. Als hätte mein Juwel auf diesen Moment gewartet, fing auch er an stark zu leuchten. So erschien ein heller, doch warm getauchten Orangeton unter meiner Kleidung. Wahrlich das Gegenstück, dachte ich mir und so wurde es mir klar, um wen sich die Fremde handelte. Die Hüterin des Mondjuwels und Anführerin der Gruppe, die seiner Schwester diente. Mit ihrem Erscheinen hatte ich nicht gerechnet. Ich mag einige Erzählungen von ihr mitbekommen haben, doch dem hatte ich nie wirklich viel Aufmerksamkeit geschenkt, da sie mir viel zu weit erschien, als dass ich mich dem Gesagten widmen sollte. Zwar hatte ich mit dem Gedanken gespielt sie aufzusuchen, doch ich konnte meine Ruppe nicht allein lassen. Wenn sie diese lange Reise auf sich genommen hat, musste es einen sehr guten Grund geben, wieso sie allein kam.
      Ihre nächsten Worte, beantwortete ich mit einem Nicken. Natürlich, sonst wäre sie nicht hier. „Nun, das kommt drauf an, wie ihr Euch verhaltet“, gab ich offen und ehrlich zu, auch als Appell, dass sie sich zu benehmen hatten und aufpassen sollten. Auch wenn die Schwester meines Gottes an ihrer Seite stand, hieß es nicht für mich, ihr mit weniger Vorsicht gegenüberzutreten. „Folgt mir. Ich hoffe Ihr versteht, wenn meine Männer etwas alarmiert sind“, wandte ich mich wieder an Gehen. Leilani hielt sich weiter an meinen Umhang fest und ein Blick zu ihr nach unten, ließ mich erahnen was sie bedrückte. Ich schenkte ihr ein kleines Lächeln und tätschelte für einen kurzen Moment ihren Kopf. „Alles gut.“ Leilani schien nicht vollends mir zu glauben, doch sie nickte nur.
      Zusammen liefen wir im Stillen in Richtung des Lagerfeuers, welches inmitten des Lagers hell flackerte. Ich spürte, wie sich die anderen Soldaten entspannt hatten, nachdem alle behandelt worden sind, doch die Anspannung kehrte zurück, als sie die Fremden sahen. Ich schüttelte kaum merklich mit dem Kopf, um ihnen zu signalisieren, dass nichts geschehen war. Ich führte den Wolf und die Dame zu einer Hütte, in dem ich mein Arbeitsplatz hatte. Ich öffnete die Tür, Leilani hielt sie für alle offen und ließ die Fremden nach mir eintreten. Die Männer, die uns bis hierher begleitet habe, verweilten draußen. Sie wussten, dass es eine Unterhaltung zwischen Anführer sein wird. Mit einem Kopfnicken signalisierte ich Leilani, dass sie bleiben durfte. Ein breites Lächeln zierte ihre Lippen. Eilig schloss sie die Türe hinter sich und stellt sich schräg hinter mir. Der Raum war ordentlich gehalten. Zwei große Bücherregale, einen großen runden Tisch in der Mitte des Raumes, mit Stühlen begleitet, und einen Schreibtisch für mich. Leilani hatte in der Ecke des Zimmers vor einiger Zeit eine große Pflanze gestellt, mit der Aussage, dass es den Raum gemütlicher erscheinen lässt und es positiv der Atmosphäre beitragen würde. Ich setzte mich hin und verschränkte meine Hände auf den Tisch. Ich zeigte mit einer einladenden Geste auf die Stühle. „Setzt Euch. Ihr habt einen sehr langen Weg hinter Euch gehabt, also nehme ich an, dass es um etwas Dringendes handelt.“ Ich hielt kurz inne. „Also, mit welcher Absicht seid Ihr aufgetaucht?“
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    • Gwendolyn

      Die erstaunten Gesichter waren schon ein Bild für die Götter. Niemand von den Fremden schien mit dieser Entwicklung gerechnet zu haben. Selbst Zedrick schien für eine Sekunde perplex zu sein. Doch wer konnte ihnen das auch verübeln? Mir ging es ja Selbst kaum anders. Dieser Stein hatte mit einen Male eine Art Eigenleben entwickelt, aus welchen ich nicht schlau wurde und was ich noch nicht verstand. Kaum hatte sich der Zauber wieder gelegt, versteckte ich den wertvollen Stein wieder unter meiner Kleidung. Im heiligen Wald des Sonnengottes oder nicht, es war gefährlich es so offen um meinen Hals baumeln zu lassen. "Also?" Fragte ich im die entstandene Stille. Es brachte keiner Seite etwas wenn wir uns regungslos anschweigten. Mein Blick hing am den anderen Anführer und auch wenn ich jede seiner Bewegungen genau erfasste und analysierte, hatte ich wohl seine Männer mit im Blick. Es verstrich einige Zeit dann regten sie sich auch wieder. Dennoch war da eine hohe Spannung zwischen uns und ihnen, die einfach nicht verfliegen sollte. Diese Männer und auch die junge Frau schienen sich nicht mit den Gedanken abfinden zu können uns durch den Wald und im ihr Lager zu führen. Zedrick und ich hatte eigentlich kein Interesse daran länger bei ihnen zu bleiben als nötig. Oder uns überhaupt mit der Gruppe des Sonnengottes abzugeben. So folgten wir in einen gewissen Abstand. Der Weg zu den Hauptquartier der Sonnenanbeter war nicht gerade lang. Doch in einen Wald indem man sich nicht auskannte sah Alles gleich aus. Jedoch war dieser Wald selbst nachts spürbar wärmer als in Selyras Reich. Hier schien es auch trockener zu sein. Das Lager selbst schien sich im Aufbau nicht all zu sehr von dem der Luna Amaris zu unterscheiden. Zentraler Punkt war auch hier die Feuerstelle. Stillschweigend folgte ich noch immer den anderen Anführer, ohne mich groß weiter umzusehen. Warum auch? Erstens war es unhöflich und zweitens war es mir auch gleich. An einer Hütte angekommen blickte ich noch einmal zurück. Ich wusste nicht was es war aber... ich hatte diesen Drang mich genau jetzt noch einmal umzublicken. Dann erst tat ich ein. Kaum angekommen wollte mein Gegenüber auch schon wissen was unser Begehr war. Ich hatte zunächst ganz andere Intentionen. An Ort und Stelle angekommen ließ ich die Gans aus den Schutze meines Mantels wieder herunter. Jetzt war er wohl da, der Moment den ich nicht weiter vor mich hin schieben konnte. Ich seufzte tief und stützte die Hände in ihre Seite. "Wir.... sind nicht ohne Grund hier. So schwer wie es mir fällt ... und so ungern ich es zu gebe, bin ich nicht hier um irgendwelche Bogen zu glätten. Sondern um Hilfe zu ersuchen." Mit einen leisen Laut gab ich Zedrick zu verstehen, das er gehen sollte. Auch die Gans hatte verstanden. Jedoch sah ich bereits in ihren Blick an was sie in mir appellieren wollte. Ja ja, ich weiß. Wir brauchten ihre Hilfe also musste ich freundlich sein. Verständlich doch.... "Ihr habt mich doch verstanden oder? Vertraulich, so wie unter 4 Augen." Während ich die Tür geöffnet hatte durch die meine zwei Begleiter nach draußen traten bedachte ich das Mädchen vor mir mit stechenden Blick. Wohl wissend, das man meine Augen unter der Kapuze nicht sah. "Wärt Ihr so freundlich und für .... sagen wir fünf Minuten allein lassen Mylady?" Ich versuchte wirklich freundlich zu klingen. Dabei gefiel mir diese Situation und diese Leute ganz und gar nicht. "Meine Begleitung wartet ebenfalls so lang draußen. Vielleicht wollt Ihr den Beiden etwas Gesellschaft leisten?"


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    • Cleon
      Ich merkte es mir nicht an, dass ich ein wenig überrascht war zu sehen, dass sie eine Gans mit sich trug. Auch wenn es nicht viel dazu beitragen würde es zu sagen, wäre es doch hilfreich gewesen, wenn sie die Anwesenheit des zweiten Tieres vorhin erwähnt hätte. Da es sich nur um eine Gans hielt, sagte ich nichts dazu, beäugte es aber vorsichtig und hoffte, dass sie keinen Radau veranstaltete. Sonst würde sie heute durchgespießt und aufgegessen werden, auch wenn es ganz zum Missfallen der Dame war. Doch wer eine frei herumlaufende Gans sah, würde wohl auf die Idee kommen diese zu fangen und zu verzehren. Mit der richtigen Zubereitung konnte solch eine Gans mit wenigen Gewürzen sehr köstlich sein. Ich richtete meine Aufmerksamkeit wieder auf die reisende Dame und hörte mir ihre Worte vorsichtig an, als könnte ich noch etwas aus ihren Worten entnehmen, was sie nicht sagte. Juwel hin oder her, vertrauen konnte ich ihr aus diesem Grund nicht grundlos. Doch ihr vertraute ich mehr als den Dämonen, die sich in die Körper der Menschen einnisteten und sie korrumpierten. Es wunderte mich zu hören, dass sie hier war, um unsere Hilfe zu beanspruchen. Nachdenklich verschränkte ich meine Arme vor meiner Brust und sah sie ernst an. Wenn sie solch einen langen Weg hinter sich hatte, nur damit sie uns um Hilfe bitten konnte, musste etwas ernsthaftes geschehen sein. Auch wenn sie es nicht wusste, war auch unsere Lage nicht besser gestellt. Aus welchem Grund - erst recht nach alles was geschehen war - sollte ich meine Männer für sie Opfer? Doch bevor ich mir meine Meinung bildete, sollte ich ihrem Anliegen Gehör schenken und am Ende entscheiden, ob ich ihr helfen werde oder nicht. Fremde oder nicht, wir beide bekämpften den selben Feind. Die Aufmerksamkeit der Dame im Umhang galt dann Leilani, die, so wie ich sie einschätzte, die Anwesenheit der Dame nicht gut hieß. Leilani sollte nicht an der Konversation Teil haben. Eigentlich verstand ich nicht so recht, was gegen ihre Anwesenheit sprechen würde, doch wenn sie selbst ihre eigene Begleiter nach draußen schickte, musste es einen guten Grund haben. "Nun gut", nickte ich und sah Leilani bittend an, die mich wiederum mich aufgeblasenen Wangen ansah. Ich sah ihr Ärger in ihren lilafarbene Augen. "Pass auf sie auf", nickte ich in Richtung Eingang. "Meinetwegen", hörte ich sie brummen und ehe sie uns verließ, warf sie der Dame einen giftigen Blick zu. "Aber nur weil du es sagst, nicht wegen ihr", warf sie noch hinterher, ehe sie die Tür hinter sich schloss. "Entschuldige ihr Verhalten, sie meint es nicht böse." Ich tippte leise mit meinem Finger auf die Tischplatte. "Da wir jetzt allein sind, so wie Ihr es Euch gewünscht habe, kommen wir zur Sache", signalisierte ich ihr zu Worte zu kommen. Ich hatte schlaflose Nächte hinter mir gehabt und würde mich gerne ausruhen. Deshalb hoffte ich, dass sie direkt zum Punkt kommen wird und nicht um den heißen Brei redete.
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    • Gwendolyn

      Es fühlte sich komisch an meine treuen Freunde nach draußen zu bitten. Seit jener Nacht waren sie meine einige Gesellschaft gewesen. Alles bis hier her hatten wir gemeinsam durchgestanden. Doch diesen letzten Schritt musste ich allein gehen. Ich seufzte schwer als die Lady an mir vorbei stolzierte. "Danke sehr." Als sie gegangen war machte ich einige Schritte auf meinen Gegenüber zu ehe ich langsam die Kapuze von meinen Kopf zog. "Um die Wahrheit frei heraus zu sprechen ... befinden wir aus den Bunde der Luna Amaris uns in einer schlechteren Verfassung als ihr." Begann ich schließlich meine Rede. "Ich war... vor einger Zeit sehr egoistisch und wegen eigener Gründe allein unterwegs. Dabei geriet ich in einen Hinterhalt. Zwar konnte ich diesen überleben aber wurde schwer verletzt. Die Wunde klafft immer noch auf meinen Rücken, sie will einfach nicht verheilten und wird wohl zu einer großen Narbe werden." ich machte eine kurze Pause. Ich musste diese Erinnerungen verdrängen. Noch immer plagten mich tiefe Schuldgefühle. "Als wir erfuhren dass ein kleines Dorf in der Nähe unseres heiligen Waldes Ziel der Nebelwölfe und einiger Hexe wurde... da mussten wir einfach eingreifen. Während meine Gefährtinnen los zogen um die Menschen zu retten musste ich verletzt und unfähig zum Kampf zurück bleiben. Lang habe ich es aber nicht in unseren Lager ausgehalten. Ich verdankte den Menschen dieses Dorfes einfach zu viel zumal ich genau dieses kleine Dorf vor meiner Aufnahme bei den Luna Amaris meine Zuhause genannt habe. Doch ich war zu spät... als ich dort ankam war der Kampf so gut wie vorbei. Ich fand nur diese Gans." Wieder stoppte ich die Erzählungen. Sollte ich denn wirklich erzähnen das der schöne Vogel reden konnte? "Auf meiner Reise zu euch in den Sheerwood Forest habe ich erfahren, dass alle Kinder sowie meine Lanzenschwestern verschleppt wurden. Es gab kaum eine Menschenseele die entkam oder sonst von ihnen verschohnt wurde. Daher gehe ich davon aus... das alle anderen einen grausamen Tod erfahren haben." Um meine schokobraunen Augen zog sich ein leichtes Berennen und sie blitzten im Kerzenschein. Ich hatte wirklich Mühe die Tränen zurück zu halten. Um so glücklicher war ich, das diese Fremde es nicht mitbekam. Schlimm genug das ich vor dem Anführer Schwäche zeigen musste. "Ich bin die Einzige von uns die frei ist. Und... ich habe nicht mehr als die beiden hier und ... ein paar Freunde meiner Mutter die mir irgendwie bestehen können. Daher habe ich mich bis zu euch durchgeschlagen. Euch ist selbst bewusst wie schlecht es um unsere Welt steht. Allein seid weder Ihr und eure Leute in der Lage noch ich imstande etwas auszurichten. Aber zusammen .... hinter den Blutzinnen gibt es einen vergessenen Tempel. Er ist beiden Göttern geweiht. Daher kann man ihn nur mit beidem Juwelen betreten. Dort soll man Antworten auf seine Fragen erfahren. Daher bitte ich Euch mir zu helfen. Leih mir die Stärke des Sonnenjuwels... leiht mir eure Stärke zum Wohle unserer Welt... ja, vielleicht sogar unserer Zukunft. Bitte. Bitte, ich flehe euch an."


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    • Cleon

      Ich betrachtete sie eingehend, als sie die Kapuze nun endlich von ihrem Kopf hinabgleiten ließ. Nun, unter einem Licht, konnte ich sie viel besser erkennen und musste feststellen, dass sie femininer und hübscher aussah, als ich es von einer Anführerin einer Gruppe erwartet hätte. Helle Haut, große dunkle Augen und ebenso dunkle Haare. Doch lang ist es her, dass ich mich um das Aussehens einer Frau scherte, viel zu viele Dinge waren auf mich gekommen, dass ich mittlerweile keinen Gedanken mehr daran verschwendete und mich viel mehr an deren Fähigkeit orientierte, denn diese wird ihr das Leben retten und nicht ihr hübsches Gesicht. Und da sie sich mir offenbart hatte, fühlte ich viel mehr eine menschliche Bindung zu ihr, als mit einer Gestalt, von dessen Aussehen ich nicht kannte.
      Die Frau fing an mit ihrer Erzählung an, die mich wissen lassen sollte was ihr geschehen war und warum sie meine Hilfe brauchte. Geduldig hörte ich ihr aufmerksam zu. Eine traurige Geschichte, die sie dort erzählte. Eine von vielen, die ich selbst erlebt hatte, mich jedoch nicht davon brachte ein wenig mitfühlend zu sein. Auch wenn viele schreckliche Dinge geschehen sind, war dies kein Grund lochen Ereignissen kalt gegenüber zu stehen und sie als 'Normal' anzusehen. Es handelte sich immer noch um grauenvolle Taten, die ich versuchte zu stoppen, doch es war viel schwerer als ich es gern haben wollte. Ich konnte mir durchaus vorstellen, wie schwer es für sie war und wie es sie verletzte, darüber zu reden. Es handelte sich um Ereignisse, die keiner erleben wollte, sie aber musste. Sie musste tiefe Schuldgefühle in sich tragen, dass sie nicht dazu in der Lage war nicht helfen zu können. Ich selbst hasste es, nicht fähig zu sein etwas unternehmen zu können. Doch die Geschichte von ihr zeigte mir aber auch, dass es richtig von mir war aus jeglicher Entscheidung meine Emotionen keinen festen Halt zu geben, wie schwer es jedes Mal auch sein mag. Doch ich wollte sie deswegen nicht verurteilen, aber für mich selbst bestätigen, dass meine Art die bessere war.
      Sie hatte Recht, ihre Gruppe stand es schlechter als unsere. Ihre Gruppe war fast nicht mehr vorhanden, was für uns auch schlecht war. Ich seufzte und legte einen Arm auf die Tischplatte und zeichnete kleine Kreise auf dessen Oberfläche. Sie sprach die Wahrheit aus, als sie sagte, dass ich nicht viel anrichten konnte gegen die Dämonen und die Königin der Nebelwölfe. Und diese Tatsache versetzte mir immer aufs Neue ein Stich ins Herz. Ihr Vorschlag mit ihr zu einem Tempel zu reisen, ließ mich lange still überlegen, während ich sie anstarrte. Auch wenn sie mich anflehte, konnte ich nicht einfach meine Sachen packen und ihr folgen. Ich hatte hier meine eigenen Aufgaben zu erledigen, die ich zu erfüllen hatte. "Wie gern ich Euch helfen will, kann ich das nicht einfach so tun. Euch ist bewusst welch für eine Rolle ich hier einnehme und wie groß meine Anwesenheit hier geschätzt wird", setzte ich an und hielt bei den Kreibewegungen inne. "Aber mir ist durchaus Eure Situation, und unsere eigene, bewusst und sehe auch die Bedeutung in der Reise zum Tempel", setzte ich fort und zog meinen Arm wieder zu mir. "Ich kann Euch nicht sofort eine Antwort geben und definitiv nicht vorerst verreisen, da das Lage einen schweren Schlag abbekommen hat. Es ist nicht lange her, dass wir von einer Hinterhalt zurückgekehrt sind. UM genauer zu sein: ein paar Stunden vor Eure Ankunft." Langsam schob ich den Stuhl nach hinten und stand auf. "Wenn es Euch so wichtig ist, dass ich mitkomme, dann bitte ich Euch zu warten, bis alle meiner Männer ihre kraft gesammelt haben und die Normalität zurückkehrt. Erst dann bin ich bereit mit Euch ein Plan anzufertigen. Bis dahin seid Ihr willkommen hier zu bleiben, oder Ihr sucht einen neuen Unterschlupf", schlug ich ihr dann am Ende vor. Ich hoffte doch sehr, dass sie verstand wieso ich diese Entscheidung gewählt hatte, nichtsdestotrotz, auch wenn sie sich dagegen wehrte, würde ich meine Meinung nicht ändern.
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    • Gwendolyn

      Ich musste bedachte Atemzüge tun um mich zu beruhigen. Das Ganze war notwendig aber dennoch wollte ich das Bisschen Stolz und Haltung bewahren was mir noch blieb. Da wollte ich nicht noch anfangen vor einen Fremdenn zu weinen. "Aber-" begann ich zu widersprechen, brach den Satz jedoch so gleich wieder ab. Ich zog meine Schultern etwas an und ballte meine Hände zu Fäusten, mein Blick zum Boden gerichtet drückte ich meine Augen zusammen. Nicht nur um die Tränen zurück zu halten. Auch diese Flut an Gefühlen. Trauer, Verzweiflung, Wut.... Schuld, von allen etwas, zurück zu halten. Ich wusste genau, dass es schwachsinnig wenn nicht sogar komplett wahnsinnig und leichtfertig es war jetzt los ziehen zu wollen. Dann wären auch die Anhänger des Sonnengottes zerschlagen. Ich konnte wegen meiner Motive und Emotionen nicht noch einer weiteren Gruppe schaden. Aber... all zu lang warten konnte ich auch nicht. Mit jeden Tag schwand die Chance meinen Bruder, die anderen Kinder oder meine Lanzenschwestern lebend wiedersehen. Schließlich lockerer ich meine verkrampft Haltung und nickte stumm. Ich hatte ja verstanden. Und er hatte recht. Das war kein Wettkampf, keine Verhandlung oder der Gleichen. Wenn ich diesen Menschen nicht entgegen kam schwanden nicht nur meine Erfolgschance nein... sie wären ganz dahin. So konnte ich wenigstens weiterhin auf Hilfe hoffen. Ich wand mich langsam zur Tür um ehe ich meine Kaputze wieder über mein Haupt zog. Es wurde alles gesagt, was gesagt werden musste. Das reichte. Das musste mir leider im Moment reichen.

      Als ich die Tür öffnete um zu gehen kam mir das Mädchen von eben beinahe entgegen gefallen. Ich konnte sie noch am Arm packen, damit sie nicht vollends auf den Boden aufschlug. Zedrick stand in etwas Abstand angespannt und kurrrend daneben. Beinah hätte ich lächeln müssen, war mir doch bewusst was das Mädchen vor hatte und wie gern er es auch getan hätte, sie mir zu Liebe aber beim lauschen stören wenn nicht sogar davon abhalten wollte. Doch ich befand mich noch immer in diesen dunklen Sog aus negativen Empfindungen. Da war kein Raum für ein zartes Lächeln. Ich zog das Mädchen zu mir hoch um ihr auf die Beine zu helfen. Normalerweise hätte ich sie mit einer neckischen Bemerkung aufgezogen. So etwas wie "Nun das schickt sich aber nicht für eine junge Dame, aber seid beruhigt. Nun ist er wieder ganz Euer." Aber selbst danach war mir nicht zu Mute. Stumm ließ ich von ihr ab und schritt an ihr vorbei. Ich war noch immer erschöpft, jetzt wo die Aufregung nach ließ knabbert ich wieder an meinen Reserven. Vorsichtig hob ich die Gans hoch, blickte noch einmal zu Zed und zog meiner Wege. Auch wenn ich eingeladen war zu bleiben, wollte ich es nicht. Das bisschen Stolz was ich noch hatte verbot es mir.

      "Das war eine kluge Entscheidung." Konnte ich die Stimme der Gans hören als wir uns weit genug von dem Lager entfernt hatten. Ich unterdrückte einen schwermütigen Seufzer. "Ach ja? Nur sitzen und Däumchen drehen?" Zedeick war immernoch in seiner Wolfsgestalt, war aber dennoch imstande zu reden. "Hast du vergessen, das Gwendolyn noch immer verletzt ist? Und nicht nur ihre Wunden müssen heilen. Wenn wir uns kooperativ zeigen werden alle gestärkt daraus hervor gehen." Dieses schöne Federvieh hatte manchmal leicht reden. "Und was machen wir jetzt?" Ich blickte zu ihn herüber. "Einen Unterschlupf suchen. Wir dürfen hier bleiben und leben also... schließt es jagen, fischen und sammeln mit ein. Genug um sich selbst zu versorgen." Soweit ich wusste hatten die heiligen Wälder drei Gemeinsamkeiten, sie waren einen der Zwillingsgötter geweiht, die Anhängergruppe einer Gottheit lebte darin und es gab einen heiligen See. Und zu genau diesen wollten ich gehen. Vielleicht konnte ich mich dort ein wenig heimisch fühlen.


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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Azenia ()

    • Cleon

      Ich konnte ihr sichtlich ansehen, dass sie nicht zufrieden mit meiner Entscheidung gewesen war, doch ich blieb bei dem Gesagten. Ich konnte durchaus verstehen, wieso sie davon eilen wollte, doch sie musste sich in meine Schuhe stellen. Wir hatten eine schwere Hinterhalt hinter uns gehabt, die Männer waren verletzt und es brauchte Planung, wenn ich mit ihr mitgehen wollte. Sollte mich jedenfalls dazu entscheiden. Wo gingen wir hin, wie lange waren wir unterwegs, wer nahm hier die Stellung und so weiter. Ich hatte durchaus mehr zu bedenken, als sie, wissend dass wir ein Spiel gegen die Zeit spielten. Doch was ich bis heute gelernt hatte, war die Tatsache, dass es meist nur in einer Katastrophe enden wird, wenn man blindlinks sich hineinstürzte und sich von seinen Emotionen leiten ließ. Doch zu meiner Erleichterung warf sie nichts ein oder kam auf die Idee mit mir zu diskutieren. Dafür hatte ich momentan keine Nerven. Alles was ich nun wollte, war Schlaf. Ich war müde, meine Seite schmerzte und ich musste planen, wie wir unsere Vorräte wieder aufstockten. Zwar hatten wir genug, doch ich wollte immer eine Nummer sicher sein. Man konnte nie vorsichtig genug sein. Das Mädchen verließ dann die Hütte, ich nahm an, dass sie sich einen Unterschlupf suchen wird. Ich hatte ihr den Angebot vorgeschlagen, sie konnte sich immer noch umentscheiden wenn sie wollte. Da sie sich an uns gewandt hat, waren wir nun auch für sie zuständig. Sie war die Trägerin des Mondjuwels, da sollte ich mein Bestes geben sie soweit zu beschützen wie es ging.
      Ich sah nur im Augenwinkel wie Leilani nach vorn stolperte. Sie hatte wohl mit gelauscht, was mich aber nicht sonderlich überraschte. Wie die Fremde reagierte, konnte ich von hier aus nicht sehen, doch sie verschwand dann. Leilani hatte sich umgedreht, ehe sie wieder in die Hütte kam. "Du weißt, dass du nicht hättest lauschen dürfen, Leila. Es war ihr Wunsch gewesen", sagte ich streng zu ihr, worauf sie peinlich berührt ihren Kopf senkte und mit ihren Fingern spielte. "Ich wollte nur sicher gehen, dass auch alles in Ordnung ist. Ich vertraue ihr nicht." Ich seufzte. Ich vertraute ihr, aber "Es wird ein schlechtes Licht auf mich werfen, wenn du sowas machst." "Tut mir leid", hörte ich sie murmeln. "Gut." "Gehst du denn mit ihr mit?" Ich zuckte mit den Schultern. "Ich weiß es noch nicht. Ich habe vorerst andere Dinge, um die ich mich dringender kümmern muss." Leilani setzte sich hin und sah zu mir hoch. "Solltest du doch mitgehen, kann ich mitkommen?" Ahnend, was passieren wird, wenn ich nun nein sagte, zog ich meine Augenbrauen zusammen. "Wir werden darüber reden, wenn es Zeit ist, in Ordnung?" Sie nickte. "Geh schlafen. Du hattest heute viel zu tun gehabt, sicherlich bist du müde." Leilani schmollte, stand auf und ging zur Tür. Ehe sie jedoch ging, zeigte sie mit ihren Zeigerfinger auf mich. "Gut, aber du gehst auch jetzt ins Bett, ok?" Ich nickte seufzend. Ich kannte en Ton von ihr, der keine Widerrede annahm. "Hatte ich sowieso vor." Sie bedachte mich mit einem besorgten Blick, ehe sie dann ging. Für eine Weile blieb ich weiter hin stehen, ehe ich alles zusammen räumte und mich auf den Weg in meine eigene Hütte machte. Endlich allein, zog ich mich um und betrachtete die Wunde an meiner Seite, die ich verbunden hatte. Das würde Zeit brauchen zu heilen.
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    • Gwendolyn

      Der Mond spiegelte sich in der glatten Wasseroberfläche des Sees wieder, eigentlich ein klarer Bild wäre es nicht so vom Nebel verhangen gewesen. Für einen Moment konnte ich mich heimisch fühlen, aber das war nur eine Täuschung. Das war nicht der See der Wahrheit, genauso wenig wie es Selyras Wald war. Dieser Wald gehörte ihren kleinen Bruder und wir hatten eigentlich keinen Platz darin. Auch wenn es dieser junge Mann so scheinen ließ. Erschöpft und völlig am Ende sank ich in das sandige Seeufer, wo ich an Ort und Stelle einschlief.


      Zedrick

      "Na toll..." murrte ich leise als ich Gwendolyn dort liegen sah. Wir hatten es nicht einmal geschafft uns einen Unterschlupf zu suchen. Vorsichtig versuchte ich mich unter sie zu schieben. Auch ich war erschöpft und wollte daher meine Energie nicht bei einer unnötigen Verwandlung verschwenden, gleichzeitig konnte ich Gwen doch nicht hier liegen lassen. Also musste ich sie irgendwie so auf meinen Rücken bekommen. "Dort vorne hinter den Wasserfall ist eine Höhle. Dort können wir verweilen." Ich blickte auf und entdeckte die Gans auf den Wasser. "Pff. Du könntest ruhig auch mit helfen." Bei meinen mühseligen Unterfangen hatte ich nicht bemerkt, dass sie kurz verschwunden war. "Du weißt es doch genau mein Junge." Ich verdrehte meine Augen. "Ja ja, du kannst deine Gestalt nicht mehr verändern." Die Gans blickte fast wehmütig in den Himmel. "Das war ein großes Opfer. ....Aber ich habe es gern gegeben." Langsam richtete ich mich auf, das war gar nicht so leicht mit einen schlafenden Fräulein auf den Rücken. "...Ich weiß. Aber willst du es ihr denn gar nicht sagen?" Der hübsche Vogel schüttelte ihren Kopf ehe sie leise und elegant zu uns ans Ufer schwamm. "...hmmm. Gut. Dann sage ich auch nichts." Hoffentlich verwechselte niemand die einst mächtige Zauberin mit einen gemeinen Federvieh jetzt wo sie so ein Geheimnis um ihre Identität machte. "Da vorne ist es." Tatsächlich war hinter einen Brombeerstrauch neben den kleinen Wasserfall ein schmaler Pfad. "Na? Geh kur voran." Ich trottete langsam an den Vogel vorbei. Der Pfad führte wirklich im eine kleine Höhle. Sie war wirklich verdammt klein. Nicht mehr als ein kleines Zimmer. Dennoch hier war es geschützter und trocken. Gwendolyn konnte hier raus sicher eine Art gemütliches Heim machen, das konnte sie immer irgendwie. Müde nahm ich auf den Boden Platz. Auch ich sollte noch etwas schlafen. Zumal ich bald auf die Jagd musste wenn wir etwas zu Essen haben wollten.

      Gwendolyn

      Als ich erwachte drang zunächst das Rauschen des Wassers in meine Ohren. Ich wusste im ersten Moment gar nicht wo ich war. Erst nach einigen Sekunden kam die Erinnerung wieder. Meine Freunde und ich hatten gestern den Anführer der Sacris Lumen getroffen und er hatte mich zumindest angehört. Aber... wo war ich jetzt? Und warum? War das...unser Unterschlupf? Eine kleine Höhle hinter einen Wasserfall? Nun, eine Höhle war mir recht. Wir Luna Amaris lebten ja selbst in alten Höhlensystemen. Ich blickte mich leise um. "Zedrick?! Zedrick??? Zedrick!!!" Ich konnte ihn nirgendwo entdecken. "Er ist auf der Jagd." Hörte ich plötzlich die vertraute Stimme der Gans. Sie watschelte langsam nähr zu mir. "Diese Leute sind nicht unsere Feinde. Im Gegenteil. Ihr müsst euch unbedingt vertrauen lernen. Sonst ist diese Welt schnell verloren." Ich blickte zum Wasserfall. "Vertrauen? Wie soll ich denn einen Fremden trauen dessen Leute sich nicht mal am einfache Bitten halten wollen. Vertrauen braucht Zeit und die haben wir nicht." Langsam richtete ich mich auf. Wie dieser Wald wohl bei Tageslicht aussah? "Nun statt euch eure Wunden zu lecken könntet ihr wenigstens versuchen einander besser kennenzulernen." Ich sah zu den schönen Federvieh. Ganz unrecht hatte sie nicht, jedoch wollte ich mich nicht weiter aufdrängen. "Wie geht es deiner Wunde eigentlich?" Ich schluckte. "Sie schmerzt, aber es geht schon. Die emotionalen Verletzungen sind schlimmer." Mit diesen Worten wand ich mich ab und trat nach draußen.


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    • Leilani
      Ich war schon früh auf den Beinen gewesen, was wohl daran lag, dass ich Patienten in meiner Hütte hatte. Mein Zimmer war nebenan gewesen, klein und gemütlich, also bekam ich immer mit, sollte etwas mit ihnen nicht stimmen. Ich musste einmal aufstehen, weil ich ein gequältes Stöhnen wahrgenommen hatte. Normalerweise schlief ich relativ tief, doch da ich wusste, dass man mich brauchte und ich vorsichtig sein musste, war ich alarmiert und deswegen schlief ich auch viel leichter als im Normalfall. Ich musste das kalte Tuch wechseln, ihm eine neue Kräutermischung geben und danach schlief er auch wieder ein. Da sie unter Vorsicht standen, musste ich mich auch um ihre Ernährung kümmern. Zwar konnte mir jemand helfen, doch ich bevorzugte es es allein zu machen. Also stand ich früh auf - ein wenig noch müde - und verließ und räumte das Behandlungszimmer leise auf, da ich gestern nicht dazugekommen war. Als ich die ganzen Flaschen zu ihren Plätzen gestellt hatte, fiel mir auf, dass ich einige Zutaten noch brauchte. Doch zu meinem Glück waren es Pflanzen und Kräuter, die ich in der Nähe finden konnte. Das meiste in der Nähe des Sees. ich sah zu meinen Händen und sah, dass noch getrocknetes Blut an mir klebte. Vielleicht war es gut, wenn ich dort baden ging? Dann konnte ich mich auch gleich verwandeln, damit ich es hinter mir hatte. Ich bezweifelte, dass man mich in meiner menschlichen Form gebrauchen könnte um diese Uhrzeit. Nun, nachdem ich so lange gebraucht hatte aufzuräumen, war es wohl doch nicht mehr früh. Dank dem Juwel konnte ich mich verwandeln und aussuchen wann ich es tun wollte, doch auf der anderen Seite musste ich mir immer Gedanken machen, ob es der richtige Zeitpunkt war mich zu verwandeln. Ich seufzte. Es bereitete mir immer Kopfschmerzen. Ich zog mich um, warf mir ein Kleid rüber, und stellte einen Korb bereit. Doch bevor ich mich auf den Weg zum See machte, holte ich den Patienten noch ihr Essen. Der Koch wusste Bescheid was er zu kochen hatte. Also kam ich zurück mit zwei Schüsseln warme Suppe und weiches Brot, welches er heute frisch gebacken hatte. Ich weckte beide vorsichtig auf und überreichte ihnen das Essen. "Vielen Dank, Leilani. Was würde wir wohl ohne nicht tun." Ich lächelte schwach. Womöglich länger krank sein oder sterben, dachte ich mir meinen Teil, behielt es jedoch für ihn. "Fokussiert ihr euch darauf schnell gesund zu werden. Geht es langsam an, sonst öffnen sich eure Wunden wieder", sagte ich zu ihnen, nachdem ich mir den Korb geschnappt hatte.


      Cleon
      Mit einem Seufzer legte ich mich auf die Seite und sah zum Lichtstrahl, der sich in die Lücke zwischen dem Vorhang und Fenster ins Zimmer geschlichen hatte, und war am Überlegen, ob ich nicht trainieren sollte. Doch ich sah zu meiner Wunde, und entschied mich dagegen. Das Wichtigste im Moment war meine Gesundheit. Ich konnte es mir nicht leisten lange eingeschränkt zu sein als nötig. Es stand einfach zu viel auf dem Spiel, dass ich sorgenlos das tun konnte, worauf ich Lust hatte. Erneut fiel ein Seufzer. Damit musste ich mich wohl abfinden. Ich setzte mich vorsichtig hin und saß für eine Weile da. Für einen Moment genoss ich die Stille in meinem Kopf, denn ich wusste, dass mein Kopf später von sämtlichen Gedanken und Besorgnisse gefüllt sein werden. Manchmal hasste ich meine Position und würde es am liebsten an jemand anderes abgeben, doch ich besaß das Mal. Warum musste auch die Königin solch einen Groll hegen und den Wunsch haben jeden und alles unter ihren Nagel zu bekommen? Ob sich jemand noch an die friedliche Zeiten erinnerte? Ich straffte meine Schultern und zuckte kurz bei dem Schmerz durch das Ziehen der Wunde zusammen. Mit etwas Vorsicht zog ich mich um und verließ meine Hütte. Auch wenn ich nicht trainierte, war es gut das Training der anderen, die unverletzt waren, zu beobachten und ihre Haltungen korrigieren. Auf den Weg dorthin schnappte ich mir ein Brot. Auf mehr hatte ich keinen Hunger. Dort angekommen, wurde ich begrüßt. Man fragte mich nach meinem Befinden, doch ich schüttelte nur den Kopf. Mir ginge es gut, hatte ich ihnen gesagt. Da sie zu ahnen scheinen, dass nichts anderes von mir kommen wird, führte sie ihr Training fort. "Sie machen sich nur Sorgen um dich. Es ist nicht schlimm, wenn du sagst, dass es dir nicht gut geht. Du bist schließlich auch nur ein Mensch und und nicht aus Stahl", kam ein Kamerad auf mich zu, Leon. "Es bringt keinem, wenn ich rumheule und mich nicht zusammen raffen kann. Wenn ich nicht Stabilität zeigen kann, wer dann?" Sie mussten sich auf jemanden verlassen, um sich noch an die Hoffnung klammern zu können, dass sie den Kampf gegen die Dämonen gewinnen können. Keiner sprach es aus, doch wir wussten alle, dass wir schlechte Karten hatten, doch solange der Träge des Juwels und Mal, war Hoffnung. Ich konnte es mir schlicht nicht leisten Verletzlichkeit zu zeigen. Doch ehe Leon wieder sprechen konnte, kam Leilani ihm dazwischen. Ich sah den Korb in ihrer Hand. "Ich gehe zum See und gehe noch sammeln. Womöglich werde ich auch mich gleich danach verwandeln. Damit du Bescheid weißt." Sie erblickte das Brot in meiner Hand. "Ich hoffe sehr für dich, dass es nicht das einzige ist, was du essen wirst. Bandagierte Wunde hin oder her, Nahrung ist wichtig", fing sie an zu nörgeln und warf Leon einen strengen Blick zu. Dieser hob nur die Hände. "Ich werde ihm gleich was bringen." Ich verabschiedete mich von Leilani und sah zu, wie sie sich von uns entfernte. "Wenigstens lässt du dich von Leilani überreden", hörte ich Leon belustigt sagen, ehe er sich auf den Weg machte mir etwas zum Essen zu holen.
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    • Zedrick

      Dafür das diese Welt beinah in Trümmern lag schien dieser Wald gerade zu freidlich. Außerdem gab es hier unzähle Gaben der Erdmutter. Tiere und Pflanzen in Hülle und Fülle. Doch sobald man die Grenzen des Waldes überschritt war da nur diese Trostlosigkeit und das Elend. In gerade mal drei Stunden Jagd hatte ich bereits 9 Rebhühner und zwei Hasen erlegt. Da würde sich Gwenn aber freuen. Sie machte liebendgern Pastete aus den Federvieh. Wer weiß? Wenn sie ein paar Pilze findet würden wir uns fürstlich den Bauch vollschlagen können. Das war im Vergleich zu der Lage der anderen Jägerinnen oder dieser Männer schon fast lächerlich. Aber diesen kleinen Luxus hatten wir uns nach den Strapazen wirklich verdient. Auf leisen Sohlen schlich ich zurück in unseren Unterschlupf. Gwendolyn und die Gans waren nicht mehr dort. Allerdings konnte ich ihren Geruch noch deutlich wahrnehmen. Also waren sie erst vor Kurzen aufgebrochen. Ich leugte die Beute ab und erlaubte mir noch etwas Schlaf. Lange konnte ich allerdings nicht ruhen. Vielleicht war es die neue Umgebung, vielleicht störte mich dass Gwen nicht hier war oder irgendetwas Anderes. Als ich mit der Zeit wieder Herr meiner Sinne wurde erkannte ich einen Geruch in meiner Nase. Es war dieser.... leicht süßliche aber auch etwas herber Geruch. Eine Mischung aus verschiedenen Blumen und Kräutern. Diesen Geruch hatte ich doch erst gestern in der Nase. Neugierig hob ich meine Nase um den Geruch zu folgen. Die Sonne war noch nicht merklich weiter gewandert, es war also noch nicht Mittag früh am Morgen war es aber auch nicht mehr. Ich folgte den Geruch bis zum See. Dort angekommen verbag ich mich in einen Brombeerstrauch. Die kleinen Dornen waren nichts so angenehm, aber viel Auswahl für ein Versteck am Ufer gab es nicht. Der Geruch wurde immer stärker, bald schon hörte ich Schritte. Sie gehörte zu den Mädchen von gestern. Die Kleine, die unbedingt lauschen musste. Zunächst hatte ich mich gefragt was sie hier zu suchen hatte, dann aber bemerkte ich ihren Korb der recht voll mit Grünzeug war. Gespannt beobachtete ich wie sie den Korb und dann langsam ihre Kleidung ablegte. Ahhh! Jetzt würde es interessant!

      Gwendolyn

      Nachdenklich blickte ich zu der Gans. So wahr wie ihre Worte auch waren, ich war nie darin gut gewesen Freundschaften zu schließen und nun sollte ich mich vertraut mit der ganzen Horde fremder Männer und eine neugierigen Zicke machen. Was für eine wunderbare Idee, nichts leichter als das. Ich seufzte schwer. Es war schwer die Füße still halten zu müssen oder meine Schwäche zu zeigen. Aber genau das musste ich jetzt tun wenn ich weiter auf Hilfe hoffen wollte. Unterbewusst umklammerte meine Hand das Juwel. Das machte ich meist wenn ich ratlos und oder verzweifelt war. "Nun wenn es dir hilft..." begann die Gans leise. "...der Anführer und du haben mehr gemein als du glaubst." Ich zog skeptisch eine Augenbraue nach oben. "Ihr seid beide stolze Anführer, ihr tragt also die gleichen Bürden auf euren Schultern. Ihr Beide habt eine große Fehlentscheidung getroffen und neben einen großen Schaden für eure Leute auch eine Wunde davon getragen." Ich ließ von den Juwel ab. "Hah, wunderbar. Wenn es nach mir ginge wäre mir etwas anderes lieber." Die Gans watschelte an mir vorbei nach draußen. "Mach was du willst Kind aber bedenke was ich dir schon immer gesagt habe, dein größter Gegner ist dein eigener Stolz. Wenn du die Hürden nicht überwindest die er dir stellt wirst nicht nur du immer Stolpersteine auf deinen Weg haben." Mit diesen Worten verschwand der schöne Vogel hinter den Wasserfall und ich blieb allein in der Höhle zurück. Ich mochte es gar nicht wenn sie mir das immer wieder vorhielt, vor allem weil ich tief tief tiiiiief in mir drinn, wusste das sie recht hatte. Wieder seufzte ich leise. Erst dann trat auch ich langsam aus den Höhleneingang hervor. Zunächst sollte ich mich darum kümmern die Höhle etwas gemütlicher zu machen. Einige Kerzen hatten wir noch. Aber unsere Essensvorräte gingen zur Neige. Vieles konnte ich selbst herstellen doch... einige Untensilien musste ich mir wohl von den Lumen leihen. Großartig. Hoffentlich konnte ich mich im Gegenzug irgendwie nützlich machen. Ich wollte nicht noch mehr in ihrer Schuld stehen.


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    • Leilani

      Mit dem Korb in den Armen, machte ich mich auf den Weg in den Wald. Nun das Lager stand inmitten eines Waldes, jedoch standen nur vereinzelt Bäume hier herum und das Lager fast schon eine baumfreie Zone darstellte. Um das Lager herum befand sich ebenso eine kleine Fläche frei von Bäumen, aber bedeckt von Gras und geschmückt von Büschen. Einige Schritte weiter fing der Wald wieder an. Da ich wusste wo ich jenes finden konnte, musste ich nicht lange überlegen oder nachdenken wo ich hingehen musste. Ich lief schnurstracks in eine Richtung. Ich hatte mir schon gestern Abend Gedanken gemacht was ich mir alles holen musste, also hatte ich mir heute Morgen schon ein Plan in meinem Kopf ausgemalt wo ich wie lang laufen musste. Es sparte mir Zeit und Hektik. Ein wenig gut gelaunt kam ich an einer Fläche an, wo ich die meisten Kräuter finden konnte, die ich brauchte. Auch wenn wir in diesem Wald befanden und es reichlich an Pflanzen zu sammeln gab, nahm ich nie mehr als es nötig war. Wir konnten uns als glücklich schätzen, dass dieser Wald noch seine Pracht und Wesen erhielt und noch nicht die Leere und der Tod über uns gekommen ist. Der Gedanke war triste und schwer, weswegen ich sie mit einem Kopfschütteln aus meinem Kopf verbannte. Langsam und vorsichtig kniete ich mich hin, damit mein Kleid nicht an irgendein Gebüsch hängen blieb. Sorgsam pflückte ich die benötigten Pflanzen. Ein paar am Stängel, andere gleich aus der Erde. Zu meinem Glück hatte ich die Heilkunde für eine lange Zeit gelernt und wusste worauf ich auch beim Suchen und Picken achten musste. Der Korb ein wenig gefüllt, stand ich wieder auf und strich das Kleid glatt. Ich drehte mich in Richtung See, wo ich noch einige Kräuter finden konnte. Etwas entfernt von dem Wasser, ging ich wieder in die Hocke und roch kurz an den Fingern. Diese Kräuter besaßen einen sehr starken Geruch und man musste einige Mal die Hände waschen, bis der Geruch von einem verschwand. Da ich sowieso vorhatte ins Wasser zu gehen, war mir das im Moment egal. Ich packte sie mit zu den anderen Pflanzen und ging zum See, dessen Wasser beim Aufprall der Sonnenstrahlen auf ihrer Oberfläche anfing magisch zu glitzern. Für einen Moment bildete ich mir ein etwas gehört zu haben, doch als ich um mich drehte, konnte ich nicht erkennen. Vielleicht nur eine Einbildung gewesen. Zwar hätte ich es vielleicht besser riechen können, da ich aber die Kräuter zuvor gerochen hatte, war meine Nase verstopft. Ich zuckte mit den Schultern. Es kam selten bis gar keiner hier her. Und wenn jemand seinen Weg hierher machen wollte, bekam ich das oft mit. Man bekam hier seine Ruhe. Im Lager hatte ich zwar meine eigene Hütte, jedoch wurde es mir schnell zu eng und stickig. Ich wollte in der Natur allein sein, doch im Lager fand man selten am Tag seine Ruhe.
      Am See angekommen, sah ich mich noch einmal um und ließ dann schließlich das Kleid fallen. Den Korb hatte ich davor zur Seite gestellt. Vorsichtig tapste ich zum Wasserrand und tunkte meinen großen Zeh ins Wasser. Es war kalt, doch es wird mir helfen wacher zu werden. Obwohl mich mein Körper anschrie, dass ich wieder aus dem Wasser gehen sollte, stieg ich tiefer hinein, bis ich komplett untertauchen konnte. Ich strich die Hare nach hinten, strich mir über die Arme und Beine und tauchte wieder auf. Ich rieb mir die Augen und drehte mich um. Ein erleichterter Seufzer entfuhr mir. Ein großer Stein war inmitten des Sees zu erkennen. Bis heute wusste ich nicht wie es dazu gekommen war, dass einer hierher gefunden hatte. Ich brauchte eine Weile, bis ich dort ankam und mich mit meinem Oberkörper darauf legte. Die gespeicherte Wärme floss in meinen Körper und die Sonnenstrahlen wärmen mir meinen Körper. Zufrieden schloss ich meine Augen und sonnte mich für eine Weile. Doch da fiel mir später ein, dass ich mich noch verwandeln musste. Auch wenn ich es nicht immer gern hatte mich zu verwandeln, als ein Schwan mich auf das Wasser gleiten zu lassen, war eine andere erfrischen Erfahrung. Ich verschwand kurz hinter dem Stein, strich mit meiner Hand über die Ecken und Kanten und schloss meine Augen. Es dauerte meine zwei Sekunden, bis ich spürte, wie sich meine Gestalt änderte. Auch wenn es nicht mein erstes Mal war mich in ein Schwan zu verwandeln kam es mir aufs Neue immer eigenartig vor. Ich spreizte kurz die Flügel, ehe ich wieder um den Stein schwamm und meine Augen schloss. Als Schwan auf dem Wasser umher zu treiben, erfüllte mich ebenso mit Ruhe.





      Cleon

      Als Leon verschwand und Leilani aus meiner Sicht war, wandte ich mich wieder der Trainingsgruppe. Am liebsten würde ich mich zu ihnen gesellen, doch schon allein der Gedanke daran, wie Leilani mich ausschimpfen wird, wenn sie mich erwischte, ließ mich zurückschrecken. Wie sehr ich Leilani auch gern hatte, es gab doch einiges bei ihr, worauf ich gern verzichtete und mied. Und ihre Nörgeleien gehörten dazu, auch wenn ich wusste, dass es nur gut gemeint von ihr war. Mit verschränkten Armen betrachtete ich die Truppe. Weil das Herumsitzen nicht nach mir sah, stand ich nach einer Weile wieder auf und ging zu jedem hin, bei dem ich eine Verbesserung sah. Ich leitete sie an, ohne mich selbst dabei anzustrengen und schlug ihnen Übungen vor, die ihnen helfen werden ihre Fehler zu korrigieren. Fehler in Haltung zum Beispiel, musste so schnell wie möglich korrigiert werden, denn sonst verankerte sich der Fehler in demjenigen und es würde viel Zeit kosten ihn wieder an das Richtige gewöhnen zu lassen. Erst nachdem Leon zu uns gekommen war, verließ ich das Trainingsplatz und nahm die Schüssel entgegen, die er mir hinhielt. Mit einem Nicken bedankte ich mich bei ihm und biss ins Brot herein, den er mir ebenso gebracht hatte. Still tunkte ich das Brot in die Suppe hinein und nahm einen herzlichen Biss davon. Es schmeckte gut, so wie immer. Zwar bot der Wald immer etwas zu Essen an, doch wir mussten auf unsere zeit und Anzahl an Personen achten. Ein ganzes Lager zu durchfuttern, war nicht immer leicht. Es gab Tage, an denen wir nicht viel mehr gegessen haben als Beeren oder Brot. Doch im Normalfall kümmerten wir uns immer darum, dass es genügend Essen gab. Ab und an schickten wir eine Truppe weg, die ein Dorf oder Stadt aufsuchen soll, um uns etwas mitzubringen. Es war immer ein Risiko sie wegzuschicken, da uns Männer fehlten, doch wir brauchten etwas im Magen und da kamen wir nicht drumherum.
      Als ich mit dem Essen fertig war, machte ich mich auf den Weg zum Koch, als ich jemand in der Ferne erblickte. Die Dame von gestern, dessen Name ich bis jetzt noch nicht kannte. Anstatt zum Koch zu gehen, steuerte ich auf sie zu und blieb bei ihr stehen. "Guten Morgen", begrüßte ich sie und blickte kurz zur Schale. "Ich war auf den Weg zum Koch. Möchten Sie mitkommen und sich ebenso etwas zum Essen holen. Wir haben reichlich da", bot ich ihr höflicherweise etwas an. Essen konnten wir für eine weitere Person problemlos anbieten. Sie sah jedenfalls nicht aus, als würde sie gleich drei Portionen verschlingen. Doch ich fragte mich wieso sie hierher gekommen war. Hoffentlich war sie nicht auf die Idee gekommen mich wieder zu fragen, ob ich sie begleiten werde. Ich konnte noch nicht einschätzen wie stur sie sein konnte, doch vorerst würde meine Antwort noch gleich bleiben. Es war kein tag vergangen und bisher hatte sich meine Wunde noch nicht geschlossen. "Fehlt Euch noch etwas, was wir Euch geben können?" Fremde hin oder her, da sie hier bei uns war, war ich nun auch für sie verantwortlich.
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    • Zedrick

      Nichts in mir konnte sagen ob ich dieses Mädchen in erster Linie als Beute oder als Weibchen betrachtete, allerdings führte es sicher zu Problemen und viel Ärger mit Gwendolyn wenn ich dieses freche Gör fressen würde. Außerdem hatte und werde ich nie vorhaben Menschen zu fressen. Da standen andere Lebewesen schon höher auf meiner Nahrungsliste. Die hat der verzogenen Göre war so weiß und markellos wie ihre Haare. Schon komisch auch wenn Gwendolyn wirklich hübsch war, wirkte diese junge Dame im Licht des neuen Morgen mehr wie eine Prinzessin als sie. Wenn sie so unschuldig ins Wasser glitt vermochte man kaum zu glauben wie anstrengend ihr Charakter war. Sie verhielt sich wie ein quengendes Kleinkind nicht wie eine junge Dame. Aber das konnte mit sicher auch ganz süß sein. Langsam und anmutige tauchte sie immer tiefer in den See hinein bis sie irgendwann ganz in den reinen Tiefer verschwand. Einige Sekunden verstrichen bis sie wieder über der Wasseroberfläche auftauchte. Unbedacht schwomm sie weiter in die Mitte des Sees bis zu einen einzelnen Felsen im Mittelpunkt. Diesen Umkreiste sie und ließ sich dann wie Unke einst auf diesen Felsen nieder. "Ah, das war es also." hörte ich mit einen Male die Stimme der weißen Hexe hinter mir. Sie gehörte zu den wenigen Wesen die es schafften sich an mich heran schleichen zu können. "Was meinst du? Und warum bist du nicht bei Gwendolyn?" Fragte ich ohne mich von den Gör abzusehen. Jetzt wo sie dort auf diesen Felsen lag und die kleinen Wassertropfen auf ihrer Haut in der Sonne glitzerte schien sie wirklich wie eine reine Jungfer oder eine Meerjungfrau. "Na sieh doch hin. Sie ist fast so wie du... nur...bei ihr ist es etwas Dunkles und kein schützender Zauber." Erklärte sie während sie neben mit im Brombeerstrauch Platz nahm. "Das habe ich gestern bei ihr gespürt. Ich habe schon befürchtet, das sie selbst..." überrascht musste ich mit ansehen wie wie aus den Mädchen ein Vogel wurde. So eine Verwandlung hatte ich nur ein einziges Mal bei der weißen Hexe gesehen aber noch nie bei jemand anderen. Auch das Gefieder des Mäd- ähhm... ich meine Vogels war schneeweiß. Allergings war sie ein ganzes Stück größer als die Gans. "Ein Schwan also. Das ein böser Zauber von solch einen graumamenen Zauberer so schön wirken kann... sie muss große Angst vor Jägern haben." Ich blickte zu ihr herüber. "Meinst du etwa mich?" Die Gans schüttelte den schnmalen Kopf. "Nicht nur dich mein Junge." Bitte?! Was dachte sie denn von mir?! Leise und so unbemerkt wie möglich machte ich mich daran aus den Strauch zu kommen und mit samt der Gans von Ort und Stelle zu verschwinden. Irgendwie sagte eine innere Stimme in mir es wäre besser, sie jetzt in Ruhe zu lassen. Ich hatte ja auch nichts davon sie zu verschrecken.

      Gwendolyn

      Auf meinen Weg in Richtung Lager sammelte ich so viel von den Schätzen des Waldes ein, wie er mir anbot. Ein paar Pilze, Beeren und einige nützliche Pflanzen für Nahrung sowie Arzenei. Jetzt war ich wieder in meinen Element. Ich fühlte mich tasächlich geboren und wohl in diesen fremden Wald. Ein zwartes Lächeln umfasste meine Lippen während ich erst leise und dann immer lauter eine liebgewonnene Melodie vor mich hinsummte. " A lark, caught in a hunter's net ... Sang sweeter tahen-" Mit einen Male zuckte ich erschrockken zusammen, weshalb ich mein Ständchen unterbrach. "Hm?! Was?" total überumpelt wand ich mich herum wobei die Kapuze von meinen Haupt rutschte. "Oh. Oh!" So zügig wie möglich sprang ich auf und klopfte verlegen meine Kleidung ab. Na großartig, was dachte dieser Kerl jetzt bloß von mir? Ich war doch die starke Anfüherin der Luna Amaris und kein kleines Mädchen. Ich räusperte mich kurz. "G-Guten Morgen." erwiederte ich schließlich mit gewohnt kühlen Unterton. Wieder drangen mir die Worte der Gans durch den Kopf. Dann seufzte ich leise. "Nein danke, ich bin versorgt. Macht Euch wegen mir keine Sorgen." Dieses Mal versuchte ich darauf zu achten nicht so streng und distanziert zu klingen. Hoffentlich knurrte jetzt nicht gleich mein Magen. "Warum seid Ihr so freundlich zu mir? Schwesterngruppe hin oder her - ich bin eine Fremde und Ihr habt selbst genug Probleme." Ich zog skepisch eine meiner Augenbrauen an um musterte den jungen Mann vor mir erneut. "...Wie...wie soll ich Euch überhaut nennen?" Ich konnte mich nicht daran erinnern das wir uns vorgestellt hatten. Schließlich machte ich, wenn auch etwas zögerlich, einige Schritte auf ihn zu. Fast wie ein scheues Reh. "Hypotehtisch-" begann ich und erhob den Zeigefinger "-rein hypothetisch," betonte ich nochmal besondern "-gibt es da das ein oder andere Werkzeug was ich nich benötige um meine Gefährten mich hier selbst versorgen zu können." Eine Pfanne, ein Topf und so etwas zum Beispiel.


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    • Leilani

      Hier draußen hatte ich meine Ruhe und konnte die Möglichkeit nutzen den Kopf abzuschalten und mir um nichts Sorgen zu machen. Auch wenn ich solche Momente in meiner Gestalt liebte, hasste ich sie zugleich. Ich konnte mich jedoch als glücklich schätzen, dass ich mich zwischendurch verwandeln konnte. Es wäre mir natürlich am liebsten, wenn ich mich nicht mehr verwandeln konnte, doch Cleon hatte mir versprochen einen Weg zu finden, wie man den Zauber brechen konnte. Doch ich wusste, dass es wohl eher dann passieren wird, wenn der Krieg vorbei war. Ob das Ende jemals kommen wird? Wie jeder andere, klammerte ich mich an diese Hoffnung, dass wir siegen werden, doch ab und an verließ mich eben diese Hoffnung, doch Cleon zuliebe, sagte ich dies nie offen. Ich wollte mir nicht vorstellen wie es Cleon verarbeitet, wenn er eine Niederlage einstecken musste und jegliche Hoffnung zu verschwinden droht. Ob er sich welches schöpfen konnte, nachdem das Mädchen zu uns gekommen ist? Sie hatte gemeint, dass sie zu einem Tempel gehen würden. Vielleicht würden sie dort etwas finden. Nichts wurde garantiert, doch es war ein versuch wert. Warum Cleon das Lager nicht verlassen wollte, konnte ich dennoch verstehen. Doch egal welche Entscheidung er fällen wird, würde ich sie akzeptieren und mich nicht dagegen auflehnen. Er hatte schon so genug auf den Schultern zu tragen. Und mit einem Mal wollte ich Cleon sofort sehen und mich nicht mehr auf den See befinden. Ich machte mir Sorgen und wollte mit meinen eigenen Augen sehen, ob er etwas gegessen hatte. Aus eigener Erfahrung wusste ich, dass er so etwas Einfaches vergessen konnte. Doch das fand ich irgendwie süß.
      Also drehte ich mich wieder um und schwamm in Richtung Korb. Ob er zu schwer sein wird für mich? Am Ufer angekommen streckte ich kurz die Flügel, versuchte die paar Tropfen noch von dem Gefieder runter zu schüttelnd und lief zum Korb. Doch auf den Weg dorthin, schnappte ich mit meinem Schnabel das Kleid und legte es in den Korb. Für einen Moment starrte ich in den Korb. Vielleicht hatte ich wieder zu viel gesammelt und konnte es nicht beim Fliegen tragen. Für einen Moment schloss ich die Augen, ehe ich sie öffnete, als ein eigenartiges Gefühl mich überkam. Genau das gleiche Gefühl wie vorhin. Als wäre jemand hier. Oder bildete ich mir es nur ein? Eine eingebildete Gefahr, aufgrund den Ereignissen von gestern? Ich sah mich um, doch ich konnte nichts erkennen. Es war besser, wenn ich schnell wieder zurück ging. Ich nahm den Griff in den Schnabel und versuchte den hochzuheben. Es war doch etwas schwerer als gedacht. Ein wenig zu schwer um damit zu fliegen. Dafür konnte ich mich wieder schlagen. Dann wohl schieben. Ich spreizte etwas die Flügel und mit der Brust schob ich den Korb ein wenig vor mich hin. Wie lange es mich wohl dauern wird, bis ich im Lager ankam? Ich konnte mich zwar um verwandeln, doch ich war noch zu nass und das Kleid würde nur durchsichtig werden und so wollte ich dann nicht ins Lager kommen.


      Cleon

      Ich schien sie in ihren Gedankengänge gestört zu haben, denn sie brauchte eine kurze Weile, bis sie verstand was ihr geschehen war. Sie drehte sich zu mir um und schien kurz zu überlegen, ehe sie mir dann tatsächlich antwortete. Sie schien nichts zu brauchen, was ich mit einem Nicken wahrnahm. Sie schien meine Gastfreundlichkeit ein wenig eigenartig zu finden, da sie mich dann fragte, wieso ich mich so benahm, wie ich es nun tat. "Ihr habt mir kein Grund gegeben Ihnen meine Hilfe nicht anzubieten. Fremde oder nicht, wir befinden uns in einer zeit, wo wir uns die Feindseligkeit gegenüber anderen leisten können. Wie Sie gesagt haben, ich habe genug auf den Teller. Es ist besser, wenn man sich gegenseitig hilft zu dieser Zeit, anstatt jeden und alles fern zu halten. Ohne Zusammenhalt werden wir nicht weitkommen", klärte ich sie von meinem Gedankengang auf, was mich dazu brachte mich so zu benehmen. "Oder kurz gesagt: Es ist schlicht Höflich- und Gastfreundschaftlichkeit. Wärt Ihr nicht allein, müssten wir uns etwas anderes überlegen." Ich hatte mehr geredet, als ich es eigentlich vorhatte, doch ich denke, dass es schlauer war sich auf irgendeiner Eben zu vertrauen. Auch wenn es nur auf Höflichkeit basierte. Auf ihre Frage hin, wie sie mich nennen konnte, fiel mir ein, dass ich ihr bisher noch nicht meinen Namen genannt hatte. Doch bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch nicht wirklich die Gelegenheit gehabt dies zu tun. "Cleon genügt, auch wenn Ihr wahrscheinlich Robin Hood oder so etwas ähnliches ab und an hören werdet. Wie soll ich Sie adressieren?", stellte ich ihr dann am Ende die Gegenfrage.
      Mit einem erhobenen Augenbraue sah ich sie an, als sie auf einmal von Hypothesen sprach. War es nicht schneller und einfacher, einfach direkt zu fragen? Für einen Moment überlegte ich. Nicht, weil ich mir unsicher war, ob ich ihr ein Werkzeug übergeben wollte, sondern wie ich ihr antworten sollte. "Rein hypothetisch ginge es, wenn Sie mich direkt fragen", antwortete ich ihr dann schließlich. War sie jemand, die ungern um Hilfe bat? Das konnte ich mir bei ihr gut vorstellen, wo wie ich sie auf die Schnelle einschätzen konnte oder eher gesagt, musste. "Wenn Sie nicht direkt fragen, kann ich Ihnen nicht behilflich sein." Natürlich konnte ich es ihr einfach so geben, ohne Wenn und Aber, doch sie sollte fragen, denn auf Ratespiele hatte ich keine Lust. Direktheit war wichtig, denn ansonsten würden nur Missverständnisse entsstehen.
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    • Zedrick

      "Was bliebst du denn stehen?" Hörte ich die Gans, welche sich langsam zu mir herumdrehte. Ich brauchte nicht zu antworten, sie wusste bereits alles. Alles was ich hätte sagen können, alles was ich nicht sagte und wahrscheinlich auch alles was ich nicht einmal selbst wusste. Ich legte die Beute vorsichtig ab, dort wo sie niemand fand und ich sie auch später holen könnte. Dann trottete ich erhfürchtig zurück zum See. Das Vögelchen war gerade aus den Wasser gestiegen, sie hatte die Wasserperlen von ihren Federkleid geschüttelt und war zu ihren Gewändern gewatschelt. Es sah schon wirklich elegant aus wie der lange Hals sich bog und wieder reckte damit sie diese in ihren Schnabel aufnehmen konnte. Es war eine fließende Bewegung wie eine Welle auf den Wasser. Langsam und vorsichtig mit gesenkten Haupt nährte ich mich den hübschen Vögelchen. Ich wollte ihr wirklich nichts tun aber fürchte noch immer, das sie dies denken konnte. Deshalb hatte ich mich schon so klein gemacht wie ich konnte und ging demütigen Schrittes auf sie zu. Eigentlich wollte ich ihr nur mit den Korb helfen. Sie mühte sich so ab, obwohl sie es nicht musste. Es wäre ein Leichtes für mich ihn ins Lager zu tragen. Auch mit ihren Gewändern darin.

      Gwendolyn

      Ich war noch immer innerlich damit beschäftigt über meinen eigenen Schatten zu springen. Es lag ja nicht einmal an diesen Fremden, naja nicht nur. Gedankenverloren schüttelte ich den Kopf. "Gut dann...lasst mich auch etwas für euch und eure Leute tun." Wenn wir uns gegenseitig halfen bedeutete das, dass auch ich meinen Teil dazu beitrug. In diesen Fall würde ich mich nicht mehr so unnütz und hilflos fühlen. Vielleicht war ich dies irgendwie aber ich wollte mich nicht so fühlen. Außerdem hasste ich es in der Schuld von anderen zu stehen. "Ich kann Einiges. Kochen, nähen, putzen, jagen..." Irgendwas war da doch wohl zu finden, wie ich meinen Beitrag leisten konnte. Wenn ich etwas für die Güter tat die ich von ihnen bekam, dann war es auch nicht so schwer meinen eigenen Stolz zu überwinden. Nach seiner Vorstellung brach ich in Gelächter aus. Es war ein Reflexe den ich in diesen Moment einfach nicht unterdrücken konnte. Es fühlte sich wirklich komisch an immerhin hatte ich schon so lang nicht mehr gelacht. Dennoch bereute ich es im nächsten Moment die Kontrolle über mich verloren zu haben. "V-Verzeiht, ich wollte euch nicht kränken." murmelte ich während ich mir eine kleine Träne aus den Augenwinkel wischte. "Wie ein Robin Hood seht ihr einfach nicht aus, schon gar nicht wie der legendäre Robin Hood dessen Pfeil immer trifft. Da passt Cleon schon besser." ich räusperte mich, vor allem um mich an meine eingene Disziplin und Haltung zu erinnern. "Euch ist bewusst wie gefährlich es ist, einfach so euren Namen zu verraten?" Ich schmunzelte etwas. Er war wirklich gutgläubig und viel zu freundlich. "Nun..." Ich sah mich um, schließlich blieb mein Blick an mir und meinen Gewändern hängen. "Nennt mich..." Mein roter Umhang war mein Markenzeichen. "...einfach Red." Schon komisch ich hatte bis jetzt noch nicht darüber nachgedacht mir die Kaputze wieder tief ins Gesicht zu ziehen. Seine nächsten Worte erfreuten mich nicht so sehr, wer glaubte er wer er war, mich zu erziehen? Mein Vater?! Ich seufzte teif. "Ich frage noch einmal was ich von euch bekommen könnte wenn ich mir etwas von Euch erarbeitet habe."


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    • Leilani

      Ich war so sehr auf das Schieben des Korbes fokussiert, dass ich die Gestalt viel zu spät bemerkte, die mir näher kam. Als mein Blick zufälligerweise nach oben wanderte, gab ich einen erschrockenen Laut vor mir und schlug einmal mit meinen Flügel, damit ich eine kurze Strecke nach hinten flog. Doch die Bewegung von mir war unbedacht, wenn ich kam nicht so auf, wie ich es gedacht hatte und purzelte beim Aufkommen auf den Boden kurz zur Seite. Eilig rappelte ich mich auf und starrte die Wolfsgestalt verärgert an. Die Gestalt kannte ich doch. Es war der Wolf, der das Mädchen gestern begleitet hatte. Also war das Gefühl, dass jemand in der Nähe sei, nicht von mir eingebildet gewesen. Es ärgerte mich, dass ich so unachtsam war. Handelte es sich um einen anderen Wolf, wäre ich höchstwahrscheinlich eine Mahlzeit geworden. Ich konnte von Glück sprechen, dass er kein wildgewordener Wolf war, der auf mich stürzte. Er verhielt ist ganz gegensätzlich. Der Wolf hatte sich klein gemacht. Wieso? Um nicht sonderlich bedrohlich zu wirken? Nun, dann hätte er sich erst gar nicht zeigen sollen, dachte ich mir und schnaubte. Nun, wie es sich als Schwan anhörte, konnte man das nicht wirklich wie ein Schnauben eher wie ein kleiner Nieser wahrnehmen. Hatte er gesehen, wie ich in den See gegangen bin? Oh Gott, wenn ja, was dann? Innerlich schrie ich mich selbst an, wieso ich so dämlich war. Ich schluckte schwer und merkte wie es mir unangenehm warm wurde. Da ich früher frei gelebt hatte, hatte ich keine Probleme mit dem Entlegen der Kleider, doch das traf wohl eher auf sie zu, die ich schon kannte und nicht bei Fremden. Doch was machte der Wolf hier? Fragend sah ich zu ihm herüber. Auch wenn er der Wolf war, der nicht als Feind angesehen wird, konnte ich nicht anders als vorsichtig und behutsam zu reagieren. Da schalteten sich wahrscheinlich meine Instinkte ein. Gute Erfahrungen hatte ich mit Wölfen bis heute nicht gemacht. Angespannt und abwartend sah ich zu, wie er mir näher kam und wartete darauf, was er als nächstes machen wird. "Wie lange warst du hier?", fragte ich ihn dann schließlich, ein wenig argwöhnisch, während ich mir erhoffte, dass er nur gerade eben gekommen ist.


      Cleon

      Zufrieden nickte ich vor mich hin, während sie kurz aufzählte, womit sie helfen konnte. Ich sah schnell ein, dass sie niemand ist, die gern umsonst die Hilfe annahm. Also war es wohl besser, wenn sie im Gegenzug etwas für das, was wir ihr geben, etwas leistete. Wir waren reichlich im Lager, also musste sie nicht viel übernehmen aber eine extra helfende Hand war trotzdem erleichternd. Wenn sie sich besser fühlte, wenn sie für die erhaltende Leistungen oder Gegenstände, arbeiten wollte, wollte ich ihr nichts entgegen halten. Am Ende schadete niemanden, sondern half uns sogar. Diese Einstellung von ihr hinterließ einen guten Eindruck von ihr, auch wenn ich befürchtete, dass sie jemand ist, die nicht sonderlich flexibel war. Vielleicht irrte ich mich, doch das würde sich wohl mit der Zeit sagen.
      Als sie plötzlich anfing zu lachen, war ich ein wenig überrascht. nicht das lachen an sich selbst, denn ich wusste nicht einmal worüber sie lachte, sondern den plötzlichen Eindruck den sie beim lachen machte. ganz anders als sie sonst immer ernste und distanzierte Art. Ein wenig erfrischend, würde ich sagen, doch nicht viel später erklärte sie mir wieso sie gelacht hatte. zustimmend nickte ich. "Tatsächlich bin ich mit dem Schwert besser", zuckte ich mit den Schultern. Es war nicht einmal ein Namen, den ich für mich ausgesucht hatte, sondern andere für mich. Auf ihre gestellte Frage hin, sah ich sie nur für einen Moment an. "Unser Leben ist mit jeder Sekunde in Gefahr, also macht das für mich keinen Unterschied", meinte ich dann schließlich. nur weil wir uns im Lager befanden, hieß es nicht gleichzeitig, dass wir uns in Sicherheit befanden. In jedem Moment konnten wir angegriffen und getötet werden. Eine grimmige und dunkle Gedanke, doch sehr realistisch. Auch das Mädchen stellte sich vor und ich solle sie mit dem Namen Red ansprechen. §gut, ab sofort werde ich Euch mit Red ansprechen." Nun die Farbe rot stand ihr auch, mit ihren dunklen Haaren und Augen. Ein wenig sehr auffällig im Wald, doch sie musste selbst wissen. "Ich bringe Euch dann zum Koch. Mit ihm könnt Ihr Euch unterhalten und nach Utensilien bitten", nickte ich in Richtung der Hütte, die einige Meter weit weg von uns befand. Ohne auf eine Antwort von ihr zu warten, wandte ich mich ans Gehen. Doch während dem laufen achtete ich drauf nicht zu schnell zu laufen und passte mich daher an ihr Lauftempo an. "Habt Ihr Euch gestern gut ausgeruht? ihr seid einen langen Weg gelaufen."
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    • Zedrick

      Natürlich erschreckte sie sich. Ehrlicher Weise hatte ich auch mit nichts anderen gerechnet. Dennoch ...irgendetwas war merkwürdig. Zwar schien dieser Vogel zu verstehen, das ich ihm nichts böses wollte aber war dennoch nicht sonderlich über meine Anweseheit erfreut. Dabei wollte ich nur helfen. Behutsam hob ich den Kopf. Ob sie sich verletzt hatte? Es sah schon äußerst sonderbar aus, wie sie vor Schreck zur Seite gepruzelt war. Und dann noch dieses Geräusch. Das hatte ich noch nie von einen Schwan gehört. Wobei das ja kein Schwan sondern ein verzauberter Mensch war. Ich vergaß dabei irgendwie immer das es auch anders herum möglich war. Wortlos nahm ich den Korb, indem ich den Griff vorsichtig in mein Maul nahm. "If ill dir nur elfen." ,versuchte ich ihr klar zu machen was mit den Korb im Maul nicht mehr ganz so verständlich war. Als ich mich gerade umdrehen und den Korb ins Lager tragen wollte begann sie etwas von sich zu geben. Für eine Sekunde blieb ich stehen und blickte zu ihr nach hinten. Dann legte ich den Korb kurz ab um auch eine verständliche Antwort von mir zu geben. "Lang genug um zu wissen wer du bist. Aber SIE war schon länger hier." Mit den Kopf deutete ich in die Richtung in der die weiße Gans verschwunden war. Dann nahm ich den Korb erneut wieder an mich und lief weiter. Für mich war alles ganz normal gewesen. Auch wenn ich kaum verstand warum die Menschen sich immer extra bedecken mussten. Klar sie hatten kein Fell was sie vor Kälte schützte aber sie waren immer so peinlich berührt wenn man sie ohne diese Gewänder sah. Für einen kuzen Moment kaum eine Erinnerung von einer wuchsteufelswilden Gwen in mir auf. Auwia ...doch dieses Mal war ja nichts dabei. Es war ja auch nichts passiert, sie war ja nur schwimmen gewesen. "Ommst du etzt?"

      Gwendolyn

      Ich zog es vor fürs erste lieber still zu sein. Zuhören fand ich meist besser. Auch wenn ich sehr wohl das Wort ergriff wenn es notwendig war. Doch Zurückhaltung war auch ein Form von Diszipiln und davon hatte ich reichlich. Dennoch zog ich skeptisch eine Augenbraue nach oben. Seine Erklärung wie er zu diesen Namen kam war wirklich äußerst sonderbar, darüber hinaus sehr kurz und wenig aufschlussreich. "Hmmm... Robin Hood und Cleon klingt nicht einmal ähnlich." Wie die Menschen wohl darauf kamen ihn mit dieser legende zu vergleichen? Ein Schwert war kein Bogen und dieser Mann auch kein Held. Das war hier niemand von uns. Wir waren einfach nur törechte Teupel die nicht aufgeben wollten. Wir hofften einfach weiter, auch wenn es bald nicht einmal mehr Hoffnung geben würde. Im Grunde rannten wir vor unserer eigenen traurigen Wahrheit davon. Doch so lange meine Beine mich noch tragen konnten war ich bereit weiter zu rennen. "Sehr schön, Schneeweißchen." Ich begann zu kichern, hielt aber sogleich meine Hand vor den Mund um mich wieder zu besinnen. Ich hatte keine Ahnung woher dieser Drang kam ihn zu triezen aber irgendwie konnte ich nicht wiederstehen. Aber ich musste zugeben während ich überwiegend in rot gehüllt war, stach dieser Mann mit strahlenden weiß hervor. Das war nun wahrlich nicht der unauffällgste Aufzug für jemand der versteckt in einen Wald lebte, doch... wer war ich denn? Ich würde mir weiter darüber kein Urteil erlauben. "Verzeiht, normalerweise bin ich nicht zu so albernen Scherzen aufgelegt ...Cleon. Kommt nicht so schnell wieder vor." Schließlich folgte ich den jungen Mann durch sein Lager. Mein Blick wanderte dabei wild umher, wollte kaum einige Sekunden verweilen. "Macht euch um mich keine Sorgen. Ich bin lange Strecken gewöhnt und bin im allgemeinen zäher als ich erscheine." Warum immer noch alle ein hilfloses Prinzesschen in mir sahen welches behütete werden musste war mir einRätsel. Dabei war ich das do schon lang nicht mehr.


      “If you were happy every day of your life, you wouldn’t be a human. You’d be a game show host.”
    • Leilani

      Auch wenn ein Schwan nicht rot werden konnte, wäre ich dies definitiv in meiner Menschenform geworden. ich merkte, wie die Wärme in mein Kopf schoss. Also hatte er mich nackt gesehen. Nicht einmal Cleon hat mich nackt gesehen, und da hatte ich weniger Probleme, als dass der Wolf es getan hatte. Doch ich wollte ihm nicht zeigen, wie sehr es mich peinlich berührte. Stattdessen drehte ich nur den Kopf weg. Ich selbst fand mich nicht als sonderlich fett oder hässlich, also konnte ich davon ausgehen, dass der Anblick für ihn nicht sonderlich abstoßend war. Ob mich das beruhigte? Das konnte ich nicht genau sagen, doch es war mir dennoch peinlich von ihm nackt gesehen zu werden. Ich drehte meinen Kopf zu ihm wieder um, als er mich fragte, ob ich mitkam. mein Blick wanderte zum Korb, den er im Maul hatte. Wenigstens half er mir, dachte ich mir nun ein wenig beruhigter. Also war ich nun nicht mehr so verärgert wie vorhin. Mit einem Nicken folgte ich ihm, doch ein wenig Distanz brachte ich trotzdem zwischen uns, da er am Ende immer noch ein Wolf war und ich mir nicht sicher war, ober sich plötzlich von seinen Instinkten leiten ließ. lange kannte ich ihn nicht, daher konnte ich ihn nicht wirklich einschätzen. "Was mach hast du denn am See gemacht?", fragte ich ihn dann. Sollte er hier öfters aufkreuzen, war es besser diesen Ort fortan zu meiden.


      Cleon

      Es überraschte mich erneut wie sie anscheinend ihren Spaß bei mir hatte. Es war eher ungewohnt, wenn Menschen in meiner Nähe lachten, oder eher gesagt, dass ich der Auslöser war. Ich hatte mir von Leilani oftmals anhören müssen, wie ernst und verklemmt ich sein konnte. "Alles in Ordnung. Freude, auch wenn es kurzlebig ist, ist heutzutage recht rar. Ich will nicht derjenige sein, der Euch davon abschrecken lassen will", meinte ich nur recht sachlich. Es war eher etwas Erheiterndes, wenn jemand Freude, Spaß und Fröhlichkeit verspürte und auch zeigte. Wir befanden uns schon in grausamen und hilflosen Zeiten, da war solch eine Reaktion ein kleiner Sonnenschein in dieser grauen Welt.
      "Das ist natürlich gut zu hören. Doch solltet Ihr Wunden haben oder andere Krankheiten, geht zu Leilani. Die Dame von gestern. Sie ist für den Bereich zuständig. Auch alles, was mit Pflanzen und Kräuter zu tun hat", schlug ich ihr noch vor, wissend, dass sie womöglich einen schlechten Eindruck von Leilani hat, nachdem die Weißhaarige gestern gelauscht hatte.
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