Sometime After The Apocalypse [AnnieMyu&TheBentoFox]

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    • Sometime After The Apocalypse [AnnieMyu&TheBentoFox]

      Sometime After The Apocalypse
      yaoi/boylove - romance - apocalypse - 16+ - drama




      Starring:
      - Russel 'Sel' D. Adams aka 'Ferret'
      - Kylie Brown
      - Samuel 'Sam' Brown


      Niemand wusste, wie es angefangen hatte - doch keinem Menschen auf der Erde entgingen die schwerwiegenden Folgen. Fruchtbare Weiden, Telekommunikation und ein Gefühl der uneingeschränkten Sicherheit waren bald nur noch Teil einer Geschichte wie aus einer anderen Welt, während an den Türen und mit Brettern vernagelten Fenstern der Tod in Form von den Kreaturen lauerten, die einst nur in Horrorfilmen ihren Platz hatten. Zombies. Untote. Schattenwandler. Teufel. Sie hatten viele Namen, doch beschrieben bald allesamt die Wesen, die die Anzahl der Menschen um ein vielfaches überstiegen und jedes Monopol einrissen, dass ihnen vor die Klauen kamen.

      Viele Menschen verloren ihr Zuhause. Viel mehr noch verloren ihre Familien. Doch die meisten verloren ihre Hoffnung.. Zumindest bis aus dem Chaos sich neue Gemeinden bildeten. Sogenannte 'Lager' als sicherer Hafen - doch ein Teil dieser Lager zu werden, hatte seinen Preis. Jeder musste anpacken, jeder musste seine 'neue Familie' mit seinem Leben verteidigen und ein ruhiges Leben war beinahe schon möglich.

      Aber nicht alle hatten das Glück ein Teil dieser Gesellschaft zu werden - und wer es nicht war.. hoffte inständig von dem sagenumwobenen Phantom "Ferret" gefunden und gerettet zu werden. Denn niemand schlug vor ihm die Tür zu. Auch wenn man ihn noch nicht getroffen hatte, so kannte doch jeder die Geschichten. Die Geschichten eines Heldens, der sich dieser Ständegesellschaft entgegen stellte und sein Essen mit bedürftigen Gruppen teilte, für Schutz sorgte und auch dem ein oder anderem einen Platz im sicheren Hafen zusagte. Russel 'Sel' D. Adams. Einer der Menschen, die alleine überlebten. Einer der Menschen, der die Welt sowohl vor als auch nach dem großen Knall erlebt hatte und sich nicht unterkriegen ließ. Einer der Menschen, über den kaum jemand etwas wirklich wusste.


      Auf der anderen Seite gab es zerstörte Familien, die eine Entscheidung zu treffen hatten und sich auch GEGEN einen sicheren Hafen stellten. Familien wie die Browns. Samuel 'Sam' war noch ein Kind als die Welt, die er kannte vor seinen Augen einfach verschwand. Als die Häuser Feuer fingen und jeder Freund, den er jemals gehabt hatte, bald nur noch eine Erinnerung war. Die Familie Brown hatte Glück im Unglück als er, sein Vater und seine schwangere Mutter in einem Lager unterkamen und dort auch viele Monate leben konnten. Bis seine kleine Schwester Kylie das Licht der Welt erblickte und die Menschheit in Sams Augen bewies, dass die Welt der Monster gerechter war als die Welt der Menschen. Als seine Mutter bei Kylies Geburt verstarb, wurde sein Vater zu einer Entscheidung gezwungen, die kein Vater jemals treffen sollte. Und wieso? Nur weil Kylie 'ein Risiko' war. Denn in einem sicheren Hafen gab es nur Platz für gesunde Menschen, starke Menschen - Menschen, die in dieser Welt eine Chance hatten. Und Kylie? Sie hatte chronisches Asthma in einer Welt ohne Zeit und ohne die nötigen Ressourcen. Sie würde niemals so arbeitsfähig sein wie andere. Sie würde immer schwach sein, schneller krank werden und im schlimmsten Fall über Nacht ohne Medikamente versterben und ein Risiko für die Gemeinschaft darstellen - und die Browns hätten nur bleiben dürfen, wenn sie sich von ihrem Kind trennten.
      Also gingen sie fort, geschwächt und völlig alleine. Ein Vater, ein Kind, ein Baby.. Und das hätte ihr Todesurteil sein sollen, doch das Schicksal hatte etwas anderes mit ihnen geplant. 10 Jahre später verstarb ihr Vater - an Räubern. Streichern. Nicht an den Untoten. Sams Hass auf die Menschen hätte wohl kaum mehr wachsen können, doch.. es gab für ihn immer Kylie, für die er lernte weiter zu leben, obwohl es schwer war. Für die er lernte weiter zu lächeln, egal wie grausam die Welt war. Für die er mit seiner Pistole wohl auf mehr widerwärtige Menschen gezielt hatte als auf die Monster vor der Tür. Und gerade dachte er in einem anderen Menschen sogar sich so etwas wie Liebe einzubilden.. lief die Zeit ihnen davon dank dem Biss eines Crawlers, der sich unter einem dummen Regal in einer Tankstelle versteckt hatte... und kurz darauf sollte das Schicksal der Browns sich mit dem von Russel D. Adams verknüpfen...

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von TheBentoFox ()

    • Samuel Brown
      "..Wieso..?" Mehr wollte sich nicht durch die vor Dehydrierung ausgetrockneten Lippen drücken, als der straßenköterblonde junge Mann auf seinen Kameraden blickte. Oder viel mehr auf die blutige Schulter dessen aus dessen klaffe Wunde sich die rote Farbe wie ein Film über den gesamten Arm legte, bis unter seinen Fingerspitzen sich eine kleine Blutlache bildete. "Ist schon okay.", sagte er. "Ihr kommt ohne mich weiter und außerdem.. naja. Sollte ich nicht eher dich bemitleiden, weil du weiter auf der Welt rumeiern musst? Komm, sieh mich nicht so an." Der Bitte kam er nach, als sich sein betroffener Blick von ihm hinüber auf seine schlafende Schwester richtete. Wieso wunderte es ihn überhaupt noch? Die Ironie dieser Welt war doch lediglich, dass es sowieso keinen Sinn mehr hatte sich mit wem anzufreunden, oder gar zu verlieben. Solche Gefühle.. hatten in dieser Zeit keinen Platz und keinen Wert und gerne wollte er ihn deshalb wie jeden anderen Menschen einfach aus seinem Kopf verbannen mit einem kurzen Händedruck und dem Ziehen Lassen des Mannes, der bald versuchen würde ihn zu fressen. Aber Zeph war.. schon immer anders gewesen. Das war wohl der Grund dafür, dass Sam ihn überhaupt bei sich haben wollte. Der Grund dafür, das sie vor Kylie noch am nächsten Morgen die Wunde versteckten. Und auch der Grund dafür, das er ihm den wohl idiotischsten letzten Wunsch gewährte, den es hätte geben können.
      "Nutzen wir doch aus, dass ich sowieso drauf geh!", hatte er ihm viel zu enthusiastisch entgegen gerufen und egal wie sehr Sam protestieren wollte oder ihn als völlig bescheuert abstempelte: Wenn er diesen viel zu offenen Blick und dieses breite Grinsen sah.. konnte er nicht 'nein' sagen. Wer könnte das schon? Einem Tod-Geweihten eine Idee abschlagen, die nicht anderes beinhaltete als... nunja. Sämtliche explosive Ressourcen, die sie besaßen........
      Und so passierte es. Am helllichten Tag stand Sam mit Zeph auf der mittleren Plattform eines alten zerrütteten Einkaufszentrums mit dem Walkie-Talkie in der Hand um mit seiner Schwester im untersten Stock zu kommunizieren, nachdem sie das wohl Dümmste taten, was Zeph noch einfiel. Sie hatten alle Tragepunkte der Plattform mit Dynamit ausgestattet, bereit die letzten Pfeiler einzureißen und jede wandelnde Leiche in der vermutlich gesamten Stadt zum großen Knall zu locken, der ihn in tausend Stücke zerfetzen würde und hinderte auch so ein untotes Leben zu beginnen. "Wenn uns das umbringt, mach ich dich fertig." - "Viel Glück dabei. Bis dahin.."
      Und damit entschied sich Zeph im Alleingang dafür, dass der Sams Abschied von ihm nicht so leicht fallen sollte, wie bei jedem anderen, als er das Erste - und Letzte Mal seine Lippen auf die seines Begleiters legte. Er sagte kein Wort. Auch nicht nachdem sich Zeph von ihm gelöst hatte. Er starrte ihn nur an mit den sacht erröteten Wangen, die er kurz darauf mit einem verlegenen Stirnrunzeln mit seiner Maske abdeckte, während der Tod-Geweihte nur lachte. "Das wollte ich schon lange mal machen! Und jetzt.. hau ab. Vergiss mich nicht so schnell, mh?"
      Samuel wusste nicht, ob er etwas sagen sollte. Was er sagen sollte. Er wusste nur, dass sich seine Brust geradewegs zuschnürte vom Gedanken.. das es das wäre. Sobald er sich umdrehte, würde er ihn nie wieder sehen. Sobald er das Gebäude verlassen hätte.. wäre das hier niemals passiert offiziell. Und alleine weil er das wusste, verzichtete er darauf ihn anzuschreien. Ihm zu sagen, dass er nicht einfach so.. jemanden küssen könnte..! Aber im Prinzip war er doch schon tot. In Samuels Kopf starb er in dem Moment als er ihm mit dem letzten "W-Was auch immer..!" den Rücken zu drehte und das letzte Mal dieses Lachen hörte, das sich nichts daraus machte, wie Sam war. Wie er jede Annäherung herunter spielte oder mit einem Biss konterte um sich nicht zu verlieren. Eine Eigenschaft, die sehr einsam machte - aber wohl in dieser Welt angemessen war. Er vergoss keine Träne, auch wenn er den Schmerz spürte. Er drückte sich noch während er die Treppen hinunter lief die Maske enger auf seine Lippen, als würde das Gefühl dadurch verschwinden. Und vor allem versuchte er sehr intensiv sich mit seinem Kopf wieder im Hier und Jetzt einzufinden, als er im Kopf schon bis 80 gezählt hatte und unweigerlich merkte.. "Bis 100 zählen und Boom war eine SCHEIß Idee!" Nicht, dass er es vorher in Frage gestellt hatte. Aber.. irgendwie erschien der Plan trotzdem besser vor ein paar Stunden, als Zeph noch vor ihm gestanden hatte und mit diesem Lächeln, das ihm dieses Gefühl von 'Alles wird gut' aufzwang, erklärte wie sie theoretisch nur in Deckung gehen müssten bis die letzten lebenden Leichen ihren Weg zur Explosion gemacht hätten um freie Bahn durch die Stadt zu haben. Quer durch und damit wohl 2 Tage sparend, weil sie nicht um die ganzen Trümmer herum laufen müssten. Aber gerade als er seine kleine Schwester an seine Brust gedrückt hatte, welche sich gewohnter Weise mit den Füßen im Gurt seines Rucksacks einhackte, damit er sie nicht durchgängig festhalten müsste, und er die Tür nach draußen aufstieß.. kam noch eine andere unerwartete Wendung ins Spiel. Diese Wendung zwang ihn den Kopf leicht in den Nacken zu legen um ihm ins Gesicht zu sehen, während noch im selben Atemzug er vom selbst gebastelten Gurt seines Oberschenkels die verrostete Pistole seines Vaters zog und reflexartig auf den Fremden richtete. Man wusste immerhin nie wer.. da vor einem stand. Samuel wusste nur, dass er ihnen beiden nicht zu nahe kommen sollte, als er Luft holte gerade bedrohlich versuchte die Waffe zu entsichern, als die Frau seines Lebens ihre Stimme erhob. "Sam, nicht!", entwich es direkt von seiner kleinen Schwester Kylie, die etwas an seinem Arm zog und über die Schulter nach hinten zu dem Mann sah. "Sam, lass uns einfach-"

      BOOM

      Und das war's. Noch während der Knall ertönte, hörte man das Geschrei und Geknurre von Weitem. Hörte wie sich einzelne kaputte Wagenteile unter dem Gewicht von Untoten mit einem Knirschen ergaben auf dem Weg.. zu ihnen. Zum Knall, dem sie definitiv hätten mehr Zeit geben sollen um genügend Abstand aufzubauen. "Verdammt, Zeph..!" Und damit wurde Samuel Brown der Fremde egal, als er lediglich die Beine in die Hand nehmen konnte und sich gar nicht erst die Mühe machte, die Pistole wieder abzusetzen, weil.. sie wirklich Mist gebaut hatten. Wovon Zeph nie wieder etwas mitbekommen.. würde...
      Das Gute an dieser Welt war: Man hatte so gut wie keine Zeit über einen Verlust nachzudenken. Kylie hatte keine Zeit nach dem fehlenden Freund zu fragen. Und er hoffte im orientierungslosem Loslaufen einfach, dass der Fremde sich um sein Leben eher scherte als um die beiden und sie ihres Weges gehen ließ - fest davon überzeugt, dass er weit genug käme um auf das nächste Dach zu klettern und zumindest.. für einen Moment eine Deckung zu finden, bis das Chaos, das sie angerichtet hatten, sich wieder beruhigte, weil-
      Ja, es war eine scheiß Idee. Aber wie hätte er denn zu ihm nein sagen sollen?!
    • Russel D. Adams

      ,,Ich sagte dir schon einmal das es so nicht geht, also mecker nicht rum!" Zischte der Mann beinahe seinem Weggefährten entgegen, welcher nur ein unverständliches Piepsen von sich gab. Unverständlich weil...Chuck nunmal ein Frettchen war und Russel dessen Sprache wohl nur mächtig war, weil er den kleinen Kerl kannte seit er ein Baby war. Mit seinen 5 Jahren war er schon beinahe ein Rentner und wohl definitiv nicht mehr so fit wie vor ein paar Jahren, aber Russel würde sich ehr eine Kugel in den Kopf jagen als diesen kleinen Kerl irgendwie zurück zu lassen. Auch wenn er verrückt werden könnte jedes mal wenn er der Meinung war sich in seine Hosentaschen zu legen! ,,Ich zerquetsch dich wenn du da drin liegst, Idiot! Und jetzt komm raus!" Wiedermal hörte man gepiepe, jedoch kam Chuck wirklich aus der Tasche des Mannes und krabbelte auf dessen Schulter, so nunmal sein Platz war. Aber naja, dort musste er sich eben festhalten und in der Tasche konnte er schlafen, so einfach war das. Aber gerade brauchte Russel ihn. Sehr sogar. Denn er war in einer Stadt angekommen, welche ihm definitiv nicht fremd war, jedoch erkannte er anhand verschiedener Dinge das hier definitiv jemand war. Oder ist. Was nicht schlimm war, im Gegenteil. Das bedeutete Russel könnte wieder jemanden 'nachhause' bringen. Als 'retten' würde er es nie bezeichnen. Er tat das alles um eine Schuld zu begleichen...nicht weil er ein Herzensguter Mensch war. Auch wenn sicherlich alle Menschen auf der Welt das Gegenteil behaupten würde...warum auch immer er diesen Ruf als Samariter hat. Er tat das, was viel mer Menschen tun sollten: Helfen. Nicht mehr. Nicht weniger. Und Tatsächlich machte er sich auf den Weg um diese Menschen zu finden und ihm zumindest Hilfe an zu bieten. Bis zum nächsten Lager. Wie immer. Er wollte alles machen wie immer. Aber anscheinend wurde ihm da ein Strich durch die Rechnung gemacht...
      Denn gerade als er eine der Türen öffnen wollte öffnete sie sich 'von alleine' und vor ihm standen ein junger Mann, welcher ein Mädchen trug. Und es war auch keine Seltenheit das ihm eine Knarre ins Gesicht gehalten wurde, was aber sehr wohl neu war-
      BOOM
      ,,Hah?!" - "Verdammt, Zeph..!" Zeph? War er für diesen scheiß verantwortlich?! Der dem er in den Arsch treten würde sobald er ihn sieht?! Doch konnte er gar nichts sagen, sich darauf nicht konzentrieren als er schon das Knurren, Schreien und Stöhnen der Zombies hörte, welche sich natürlich dem Knall entgegen bewegten. Sowad lockte sie eben an, weswegen...MAN SOWAS JA AUCH NICHT IM ZENTRUM MACHT!!! ,,Chuck, hinterher!" Das kleine Tier sprang von der Schulter von Russel auf die Naheliegenden Fensterbretter und rannte den beiden fliehenden nach, während Russel in die entgegengesetzte Richtung einige Granaten warf, welche auch kurz darauf explodierten. Einfach damit die von dort kommenden untoten abgelenkt oder im besten Falle tot waren. Als nächstes rannte er den beiden hinterher, beobachtete wie Chuck auf den Rucksack des Mannes sprang und er einfach nur sobald er sie erreicht hatte die Hand des Jungen schnappte, ihn zu sich zog, die Schrotflinte von seinem Rücken zog und 3 Zombies welche die beiden von der Seite schnappten wollten die Köpfe weg Schoss. ,,Mitkommen." Er wartete auf keine Antwort, er lief los. Lief los mit den beiden, hielt die Hand des Mannes und zog ihn hinter sich her, Schoss den ihnen entgegen kommenden in den Kopf und warf hinter sie Molotov Cocktails um ihren Weg ab zu schneiden, damit niemand ihnen folgen würde. Er zog sie weiter, ließ den Mann dann los und deutete mit dem Kopf auf einen Haufen Geröll. ,,Wegschieben, rein da, keine Wiederrede." Während er sprach Schoss Er mindestens 20 weitete Untote ab, wartete bis die Holzklappe endlich oben war und sprang gleich nach den beiden durch diese, schloss die Klappe und verbarikadierte die Klappe mit einem Holzscheit. Dann wartete er einen Moment. Zwei... Eh er sich zu den beiden herum drehte.
      ,,Was zum FICK war das denn?! Wenn ihr sterben wollt sagt es ruhig! Ich kann da auch nachhelfen!" Unverständnis. Totales. Was man auch an seinem Ausdruck sah, eh er in die großen Hosentaschen griff. ,,Ey die waren eigentlich voll mit Sprengmaterial! Dank euch habe ich so gut wie alles aufgebraucht! Wer auch immer dafür verantwortlich ist bekommt meinen Fuß in seinen fetten Hintern das steht fest!" Wieder hörte man ein fiepen von dem Frettchen, welches auf der Schulter des Mädchen saß und wirklich mit seinem Herren zu schimpfen schien. ,,Mir doch egal. Wer ist denn bitte so dumm mitten in der Stadt eine Bombe hoch gehen zu lassen?! Ihr!" Wieder sah er die beiden an. ,,Die Viecher umzingeln euch innerhalb weniger Sekunden in der Stadtmitte! Wäre ich nicht gewesen wärt ihr beide tot! Zu 100%! Meine Fresse..." Seufzend fuhr er sich durch die Haare, eh er aus seinrm Rucksack eine Wasserflasche zog und sie Sam zuwarf, einfach in der Hoffnung er würde sie fangen. ,,Also mir egal was war, was jetzt Sache ist ist auf jeden Fall das ihr die Beine in die Hand nehmt und mir folgt." Er räumte er Paar Kisten weg hinter welchen ein Tunnel zum Vorschein kam, in welchen er mit einer alten Taschenlampe leuchtete. ,,Der Tunnel führt zum Stadtrand, ich bringe euch dort hin und in dem Haus in dem wir ankommen könnt ihr erstmal rasten. Ich begleite euch, keine Wiederworte. Ich würde euch so oder so folgen, bei Menschen die ich kennen lerne und sie instant sich fast umbringen bin ich immer übervorsichtig. Also los geht's." Er pfiff einmal kurz und deutete den beiden vor zu gehen mit einem Blick der definitiv keine wiederworte zuließ. Sie wären auch nicht die ersten die sich ihm entgegensetzten...aber auch da hatte Russel D. Adams seine Wege. Und nein, er stellte sich nicht vor. Dafür war in dem Moment einfach keine Zeit da.
    • Samuel Brown
      Keine Sekunde sah Sam zurück als er losgelaufen war, keine Sekunde wollte er auch nur über den fremdartig aussehenden Mann nachdenken, über Zeph, über die Panik, über den Schmerz.. Es war als würde er mehr vor seinen Gefühlen weglaufen, als vor der Panik, bis seine kleine Schwester ihren Blick zur Seite wandte und das maderartige Tier ihnen folgen sah, welches bei der nächsten Gelegenheit auf Sams Rucksack sprang und sie verwirrt ihn mit einem "Sam, da-!" nach dem felligen Gefährten von ihrem vermeintlichen Helfer griff und Sam für eine Sekunde wirklich vor Schreck im Laufen zu stehen kam. "W-Was zu-?!"
      Und das Chaos wurde komplett als er gerade die Hand mit der Pistole wechselte, eigentlich mit dem Ziel das 'Vieh' von sich herunter zu scheuchen, doch die frei gewordene Hand sich direkt in einer anderen großen befand. Einer Hand, die für einen kurzen Moment ihn im Hinterkopf das helle "Lauf doch nicht gleich weg!" mit diesem altersunpassenden süßen Lachen von Zeph hervorrief und sein Herz zwang stehen zu bleiben. Doch keine Sekunde später verblasste die Erinnerung, als das laute Knallen der Schrotflinte und der eigensinnige Geruch des gefleckten Mannes seine Aufmerksamkeit wieder fing.
      "I-.." - "Mitkommen." - "Ic- HEY! STOPP!"
      Aber vergebens, eine Wahl hatte Samuel nicht wirklich. Nicht so fest wie der Kerl seine Hand festhielt, auch wenn das Ziel des Fremden ein ganz anderes war als sein eigenes. Also ein.. völlig anderes. Während Sam sehr bewusst das nächste Autowrack angesteuert hatte um es als Sprungbrett zu missbrauchen und sich auf ein Dach zu verziehen, entschied diese lebende Ablenkung mit dem Felltier, dass es nach.. unten gehen sollte. An diesem Punkt gab es kein Zurück mehr, der angesteuerte Weg war schon mit Untoten zugefercht und damit war er wirklich gezwungen dem Unbekannten zu gehorchen, wenn er nicht wollte, dass seine kleine Schwester für immer 11 Jahre alt wäre und nach Verwesung roch. Trotzdem.. aus vielen Gründen hasste er es, wie er spurte und mit seiner Schwester auf dem Arm hinein sputete.
      Ein Grund war sein offensichtlicher Widerwille sich mit wem anderes zusammen zu tun, aus welchem Grund auch immer. Ein anderer war es, dass seine Schwester an Asthma litt und die ganze verstaubte und dreckige Welt für sie keine Idealvoraussetzung war und er auch deshalb lieber den Weg über die Dächer an sich nahm. Und ein weiter war natürlich das völlige Unwissen, was für ein Ziel der Kerl verfolgte, der.. völlig ignorierte, dass in dem Moment als er hinein kam und Sam noch immer seine Schwester an sich drückte, schon längst wieder seine Pistole auf ihn richtete. Aber der...? Der war in seinem ganz eigenem Film.
      "Was zum FICK war das denn?! Wenn ihr sterben wollt sagt es ruhig! Ich kann da auch nachhelfen!" - "Niemand hat dich um deine Hilfe gebeten!!" - "Ey die waren eigentlich voll mit Sprengmaterial! Dank euch habe ich so gut wie alles aufgebraucht! Wer auch immer dafür verantwortlich ist bekommt meinen Fuß in seinen fetten Hintern das steht fest!" - "HA! Viel Glück dabei.."
      Während der Fremde ihn entweder völlig ignorierte oder wirklich so mit sich selbst beschäftigt war mit dem Beschweren über die UNERWÜNSCHTE Hilfeleistung, formte sich in Sam weder ganz sein Sarkasmus, denn.. naja. Viel war wohl nicht vom 'fetten Hintern' des Verantwortlichen übrig.. Während Kylie mit einer Hand das Tier auf ihrer Schulter streichelte und mit der anderen an Sams Hand mit der Pistole legte um ihm zu deuten sie sinken zu lassen, ging der Typ vom Tier, welches Sam mit der Pistole von seiner Schwester schubste, schneller als es ihm gefiel wieder auf.. die beiden ein. Mehr oder weniger.
      "Die Viecher umzingeln euch innerhalb weniger Sekunden in der Stadtmitte! Wäre ich nicht gewesen wärt ihr beide tot! Zu 100%! Meine Fresse..." - "Ich sage es nochmal: NIEMAND hat dich um deine Hi-"
      Er stoppte. Der Ärger auf den fremden Mann stoppte, als Sam die Flasche, die auf ihn zugeworfen wurde zwar sah, wahr nahm und sicherlich hätte fangen können - es aber rein aus Prinzip nicht tat, als er sogar ihr noch einen Schritt nach hinten auswich. Natürlich tat er das! Er kannte weder IHN, noch wusste er, was er wollte, noch-
      Hust hust
      Und schon hörte Sam nur noch mit einem Ohr zu, als er sich abwandte, seine hustende Schwester auf den Boden ließ und ihre Wangen hielt. Natürlich hustete sie! Hier war es staubig, draußen stressig und panisch und ihre Lungenkapazität war sowieso erschöpft, weil sie schon seit zwei Tagen keinen Schub mehr zu sich genommen hatte. Sie hatte auch keinen in erster Linie gebraucht.. aber als sie so klassisch nach Luft zu japsen anfing, sah es ganz anders aus.
      "Hey.. Hey, sieh mich an, okay?" Noch während der Fremde die Kisten beiseite schob, kramte Sam in seiner Hosentasche nach einem der letzten von 2 Notfallsprays, die sie noch hatten und kümmerte sich erst einmal um seine Schwester, sie völlig in seinem Schutz stehen lassend, damit der Mann nicht sah, wie sie ihre Medikamente sah.
      Ja. Zeph war völlig umsonst gebissen worden, alleine, in einer Apotheke, die nicht einmal mehr Spray da hatte für Kylie. Ein tolles Gefühl. Und als wäre das nicht schlimm genug..
      "Der Tunnel führt zum Stadtrand, ich bringe euch dort hin und in dem Haus in dem wir ankommen könnt ihr erstmal rasten. Ich begleite euch, keine Wiederworte. Ich würde euch so oder so folgen, bei Menschen die ich kennen lerne und sie instant sich fast umbringen bin ich immer übervorsichtig. Also los geht's."
      ...Dieser Typ... Die Beachtung für ihn musste noch solange warten, bis er sich vergewissert hatte, dass Kylie wieder ruhig atmete und er das Spray wieder einstecken konnte. Doch als das geschehen war und seine Schwester zur auf dem Boden liegenden Flasche greifen wollte, war seine sanfte Stimme und sein ungefährliches Auftreten für seine Schwester wieder wie weggeblasen. Er zog sie an der Kapuze ihrer Jacke nach hinten, hinter sich um genau zu sein und tat erneut wohl das Einzige, das klar andeutete, wie er aufgelegt war. Der Lauf der Pistole richtete sich auf ihn und da Kylie nun auf dem Boden war und nicht mehr rankam, konnte sie dagegen auch nichts mehr tun, auch wenn sie es sichtlich wollte. Der Blick des Typen war ihm egal. Die fette Waffe war ihm egal. Die breiten Schultern. Er musste ihm ja keine Angst machen, das könnte Sam bei so einem Kerl sowieso nicht - er musste ihm nur zeigen, dass er definitiv nicht seine Hilfe wollte und dafür waren in diesem Fall seine Augen zuständig und auch diese konnten den Blick kaum halten. Sie wurden langsam rot von der Dehydration, weil er seit Tagen nur so getan hatte, als würde er etwas trinken, damit seine Schwester sich nicht zurück nahm. Er sah beinahe verschwommen, vor allem nach der Laufattacke dort draußen. Wäre er nicht so trainiert im Durchhalten, wäre er sicher schon lange umgekippt, aber solange seine Schwester zusah, weigerte sich sein Körper vor Schwäche zu zittern oder gar zusammen zu brechen. Er hatte das schon oft gemacht. Zwei Tage würde er noch durchhalten bis seine Sparflamme erlischt und er sie nicht mehr hoch bekäme, und davor würde er nichts zu sich nehmen. Erst recht nicht.. von einem Fremden.
      "Aber-!" - "Du weißt nicht, was da vielleicht drin ist!", zischte er regelrecht zu seiner Schwester, bevor er mit seiner Pistole zwischen dem Mann und dem Tunnel hin und her deutete. "Wir gehen da nicht rein, erst recht nicht vor dir. Erzählen kannst du vieles, was auf der anderen Seite wartet - danke, aber nein danke. Da bevorzuge ich das Chaos, das ich kenne." Und dieses Chaos kratzte schon an den Türen und bat um Einlass, aber.. Sams Angst vor Menschen war schlicht tausende Male stärker als die vor Zombies. Anders als Kylies..
      "Sam! Sam, nimm die Waffe runter! SAM!" Und sie zog und zog an der Jacke ihres Bruders, was ihn zwar unverhältnismäßig stark zum Wanken brachte, aber nicht überredete die Waffe herunter zu nehmen. "Er hat uns doch geholf-" - "Abgelenkt hat er uns." - "Aber Zeph-" - "Hat nicht bis zum Schluss nachgedacht, du kennst ihn doch!" - "Sam!! Es- *hust hust* Es reicht..! Ein Mann mit einem Frettchen wie Ferret kann doch gar nicht so schlimm sein..!"
      ..Natürlich. Natürlich kamen die Geschichten, die er ihr regelmäßig über diesen idiotischen Helden mit einem Frettchen erzählte ihm jetzt in die Quere. Sie war eben.. nur ein Kind. Naiv und leichtgläubig. "Kylie, hör auf.. Du regst dich nur zu viel auf, außerdem reden wir hier von einem Typen, der offensichtlich verrückt genug ist mit einem Tier zu sprechen. Ich werd es nicht zwei Mal- K-KYLIE!!"
      Und natürlich sah man genauso schnell, wer von ihnen die Hosen anhatte, als das Mädchen stur wie sie war zum Frettchen lief, den Mann entschuldigend ansah, als sie das Frettchen unter den Oberarmen anhob und ihrem Bruder hinhielt als.. Beweis.. das dass Frettchen ungefährlich war. Oh Gott, nein.. Sie war so dumm und so süß..
      "Sieh es dir doch an, es ist doch niedlich! Und er tut uns bestimmt nichts!" - "K-KYLIE!!!!!"
      Und es wurde für Sam, welcher die Pistole nicht bereit war runter zu nehmen, nur seltsamer, als seine kleine Schwester nach der Wasserflasche griff um sie dem -in ihren Augen- hilfreichen Mann hinzuhalten. "Er meint es nicht so.. Er mag keine Menschen. Also.. da runter? Und das ist okay?", fragte sie ihren Bruder völlig ignorierend, welcher irritiert und hilflos mit den Augenbrauen zuckte, als würde er nicht glauben, was er da sah - was er.. leider glauben musste, da er Kylie kannte.. - und sie? Sie wartete nur auf ein Nicken des Mannes und des Frettchens, das sie nicht bereit war runter zu lassen, bevor sie einfach so ohne drüber nachzudenken in den Tunnel hinab stieg in dem Wissen, dass Sam ihr sowieso folgen würde, wenn sie einfach ging. Auch wenn eben dieser Sam erst einmal wie.. angewurzelt da stand. Und nichts anderes tun konnte, als die Pistole abzusetzen, jedoch nicht aus der Hand zu legen, als er an dem Fremden vorbei ging und etwas die Augen zusammen kneifen musste um durch den milchigen Schleier vor seinen Augen ihn richtig zu erkennen.
      "..Pass.. gefälligst auf deine Wortwahl auf. Sie ist ein Kind..!", meckerte er etwas kleinlaut, weil es ihm sichtlich peinlich war, wie wenig er sie doch im Griff hatte - sich völlig auf das 'Was zum FICK' beziehend, was er natürlich nicht vergessen hatte. Und kaum war er in den Tunnel geklettert und der Mann ihm gefolgt, setzte er seine Kapuze auf um sein verhältnismäßig langes Haar abzudecken und machte noch einmal klar, was wohl dem Kerl schon bewusst sein sollte. "Wehe, du fasst sie an.."
      Und damit joggte er ein wenig um seine kleine Schwester einzuholen, als er sie ohne zu Fragen wieder beschützerisch hoch hob. "Sam! Lass mich runter, du bist doch müde!" - "Ich hab genug geschlafen."
      Was gelogen war. Was Kylie.. wusste. Immerhin wurde dieser dumme Plan von Zeph nicht innerhalb zwei Sekunden entwickelt, sondern in ein paar Stunden. Ein Plan um all seine Körperteile über dem gefühlt gesamten Stockwerk des alten Kaufhauses zu zerstreuen. Was für eine.. scheiß Idee. Sam war nur froh, dass sie nicht weiter nach ihm fragte.
      "Lügner.." - "Besserwisserin."
    • Russel D. Adams

      ...Was für ein Theater. Mit erhobener Augenbraue beobachtete er den Mann vor sich der unhöflicher Weise schon wieder seine Waffe auf Russel hielt. Ein Seufzen war von dem Mann zu hören, der gerade versuchen wollte ein wenig Vernunft in den Kopf dieses Typen zu quasseln, als sich das Mädchen nach der Flasche streckte und... ,,Ich würde sicherlich nicht gift an euch verschwenden." Murmelte er ehr zu sich selbst, beobachtete dann die beiden. Schon komisch zu beobachten wie er gerade sich noch so um sie gesorgt hatte und sie jetzt an der Kapuze zog... Natürlich hatte er es mitbekommen das er sich um sie kümmerte, wie sollte er nicht? Aber während die kleine Lady versuchte den Kerl wohl zu überzeugen das von Russel keine Gefahr ausging sah dieser nach oben zur Decke, innerlich die Sekunden zählend wie lange die Zombies wohl brauchten bis sie rein kamen. Es interessierte ihn nicht das der Typ skeptisch war, das waren viele, dass war Gerede welches der Lockenkopf schon gewohnt war. Er wartete einfach bis Kylie Sam überzeugte- die Namen nicht auf zu schnappen wäre ja ein Kunststück gewesen so oft wie er sie die letzte Minute gehört hatte. Und eigentlich wollte er nicht zuhören...bis er etwas hörte was doch seine Aufmerksamkeit lockte. ,,Sam!! Es- * hust hust* Es reicht..! Ein Mann mit einem Frettchen wie Ferret kann doch gar nicht so schlimm sein..!" Sie kannte ihn also. Naja, dass sie ihn nicht erkannte war klar, wo existierten schon Bilder von ihm? Oder...Überhaupt Bilder. Trotzdem schmunzelte er einen Moment als das Mädchen Chuck so in die Hände nahm und es ihrem Bruder -wie er jetzt einfach mal annahm- hin hielt. Als wäre ein Frettchen der Beweis das er ein guter Kerl war... ,,Er meint es nicht so...Er mag keinMenschen. Also...da runter? Und das ist okey?" -,,Kann ich nachvollziehen, Skepsis ist gut. Und ja, es ist alles okey. Da kann euch nichts passieren." Versichterte er ihr noch, sah ihr mit einem kleinen Lächeln nach, als es ihm wieder verging als dieser Typ mit ihm sprach. ,,...Pass...gefälligst auf deine Wortwahl auf. Sie ist ein Kind..!" - ,,Ich glaube dich stört das mehr als sie." Brummte er ihm regelrecht nach, stapelte hinter ihnen die Kisten wieder etwas auf, als der Kerl doch wirklich etwas sagte was ihn den Magen Umdrehen ließ. ,,Wehe, du fasst sie an..." -,,Eklig." War das einzige was er dazu sagte, verdrehte nur die Augen und folgte den beiden dann. Welche wohl...sehr anstrengend werden würden. Das merkte er jetzt schon.
      ,,Lügner..."-,,Besserwisserin. - ,,Verrückter der mit einem Tier redet! Schön das wir uns vorgestellt haben, jetzt weiter." Mit seiner Flinte stupste er etwas den Hintern des anderen an, damit er weiter lief, das Kaffeekränzchen könnten sie auch noch halten wenn sie am Ausgang des Tunnels angekommen waren. Schmunzelnd trank er von dem Wasser welches sie ihm zurück gegeben hatte, schluckte es und zuckte dann mit den Schultern. ,,Würde ich nicht machen wenn da was schlechtes drin wäre, oder?" Grinsend hielt er ihr die Flasche hin nachdem er deren Kopf etwas abgewischt hatte, schlug sie vorher aber nochmal sanft gegen den Kopf des Blonden. ,,Gib ihm auch etwas, er ist halb ausgetrocknet. Sag ihn aber nicht das man ihm das ansieht." Kurz zwinkerte er ihr zu, eh er wieder Abstand gewann und mit ihnen weiter lief.
      Und Tatsächlich mussten sie so vielleicht 20 Minuten laufen bis sie am anderen Ende der Stadt waren. Ganz ohne Zombies. Ganz ohne aufpassen und hetzen. Klar gab es sicher schönere Wege...aber das hier war nunmal praktisch. Auf dem Weg konnte man auch mehrere Gänge sehen, welche nur zeigten das das nicht der einzige Fluchtweg war. Russel hatte eben...Zeit wenn er nicht gerade nach jemanden suchte oder jemanden nachhause brachte. Als sie ankamen legte er eine Hand an Sams Schulter, signalisierte ihm mit einem Finger auf den Lippen das sie beiden leise sein sollte und ging dann voraus. Chuck? Rührte sich nicht. Er hatte sich schön in den Armen von dem Mädchen eingekuschelt, ihn würde so schnell nichts bewegen. Außerdem roch er keine Gefahr, also war er auch ruhig. Also...war auch Russel ruhig und ziemlich sicher als er die Klappe öffnete und in ein Komplett barikadiertes Haus trat. ,,Okey kommt." Er winkte sie zu sich, sah sich aber weiter um, nur um sicher zu sein. Erst als er noch einmal zu seinem Felligen Freund sah wusste er das die Luft rein war und nickte etwas.
      ,,Gut. Hier sind wir erstmal sicher." Mit den Worten stellte er seinen Rucksack auf den Boden, öffnete diesen und hielt ihnen beiden zwei Riegel hin. ,,Sam und Kylie, richtig?" Fragte er nochmal die Namen nach, nickte dann zu dem Frettchen, dass auch schon geduldig auf etwas zu essen wartete. ,,Das ist Chuck. Und naja...meinen Namen hast du ja schon erraten, Prinzessin." Wieder sah er sie schmunzelnd an, neigte seinen Kopf aber trotzdem noch einmal. ,,Ferret, zu euren Diensten junge Landy." Was sollte er tun? Kinder waren...sein totaler Schwachpunkt. Vor allem Mädchen die...in dem Alter seiner kleinen Schwester waren. Naja...damals. ,,Und ich weiß wo wir ganz viel Medizin für dich finden können. Ihr müsstet nur mit mir mit kommen..." Damit sah er zu Sam, welchen er noch immer die Riegel hin hielt. ,,Auch wenn wir heute sicherlich nirgends mehr hin gehen. Ihr braucht beide Ruhe und Schlaf. Ich lass euch nicht hier weg eh ihr euch nicht etwas ausgeruht habt." Auch wenn sein Blick bei Sam um Welten anders war als wie wenn er Kylie ansah, man hörte schon heraus das er sich eben...irgendwie wohl Sorgen machte wir könnte er nicht? Die beiden sind ja beinahe vor seinen Augen gestorben und er war sich sicher wenn Sam seine Schwester weiter tragen würde, würde er schon sehr bald einfach zusammen brechen. Auch wenn er natürlich sein Verhalten nachvollziehen konnte. Er...war ja nicht anders gewesen.
    • Samuel Brown
      Eklig? Eklig.
      ..Eklig..?
      Sam wusste kaum, ob ihn diese Reaktion erfreuen sollte oder nicht, aber mit seiner Schwester auf dem Arm entschied er sich kurzerhand dafür, das als eine positive Reaktion aufzunehmen. Alleine schon, weil bei einer anderen Reaktion sie sich vermutlich einander das Gehirn rausgeschossen hätten an Ort und Stelle.
      "Lügner..." - "Besserwisserin." - "Verrückter der mit einem Tier redet! Schön das wir uns vorgestellt haben, jetzt weiter." - "Gih!!"
      ..Gih? Fragend sah auch seine Schwester zu ihm auf, als Sam bei dem Stups an seinem Hintern so kleinlaut regelrecht fiepste und unter der Maske definitiv noch roter geworden wäre, wenn sein Erschöpfungszustand ihn nicht schon unangemessen blass machen würde. Aber natürlich bewegte er sich! Zwar nicht ohne einen peinlich berührten giftigen Blick zu ihrem Begleiter zu werfen, aber er ging weiter, ihn lediglich aus den Augenwinkeln nicht aus der Sicht lassen wollend - zumindest bis er trank. Dann hatte sich Sam schneller abgewendet als es Kylie lieb war, welche in Ruhe mit dem Frettchen kuschelte und es auch nur bemerkte, weil ihr eigener Blick auf den gefleckten Mann damit verhindert war, wie Sam sich wegdrehte. "He..!"
      Ein 'He', welches vom Fremden direkt unterstützt wurde, als Sam leicht seinen Kopf einzog und sich mit einer Hand die Stelle rieb, auf der er den dumpfen Schlag bekommen hatte. "Was soll der Qu-" - "Gib ihm auch etwas, er ist halb ausgetrocknet. Sag ihn aber nicht das man ihm das ansieht." - "Ich kann dich hören..!" - "Umso besser." - "Ich-... trinke später was." - "Lügst du?" - "Nein, ich lüge nicht. Später."
      Später, wenn er nicht seine Maske vor dem Kerl runter ziehen müsste. Später, wenn er wusste, dass seine Schwester seine Trink-Simulation, wo er nur so tat, als würde er schlucken, glaubte - denn der Kerl? Der Kerl hatte definitiv zu viel auf dem Buckel um ihm das abzukaufen und nicht auflaufen zu lassen. Nur ein weiterer Grund, wieso sie schnell weg müssten. Etwas, was sich unter den gegeben Umständen als immer schwerer heraus stellte. An nicht nur einer Abbiegung zögerte Sam einfach loszulaufen mit Kylie in den Armen, aber er wusste weder wo er heraus käme, noch wie kooperativ Kylie gerade war bei einer Flucht, noch wie lang ihn seine Füße wirklich trugen. Und dass er einen Rucksack und ein Mädchen trug, die AUCH einen kleinen Rucksack hatte.. war sicher auch nicht förderlich für seinen Zustand, welchen man ihm wohl 'ansah', aber Sam für's Erste noch hinnehmen wollte.
      Die Fluchtgedanken verstummten, als er die Hand an seiner Schulter spürte und es.. schon wieder passierte. "Mister Brown - Wir sollten-"
      Unsinn. Es war.. die Dehydration. Deshalb bildete er sich diese verspielte Stimme von Zeph immer wieder ein. Fein, dann waren ihre Hände.. irgendwie ähnlich groß vielleicht, aber ansonsten ähnelten sie sich überhaupt nicht. Ja, er war nur ausgetrocknet, wie der fleckige Typ es gesagt hatte. Da waren solche Einbildungen ganz normal. Zurück im Hier und Jetzt drückte er Kylies Kopf näher zu sich. Wartend. Still. Geduldig und- es wäre gelogen, wenn er sagen würde, dass diese kurze Pause ihn nicht beinahe dazu bewegte an Ort und Stelle zusammen zu sacken. Aber das war eben das Los, wenn man kein Teil eines Lagers war und in seinem Fall auch kein Teil sein wollte. Je kleiner die Gruppe war, desto wachsamer musste ein Einzelner sein, ganz abgesehen von seinen Albträumen, die ihm sowieso den Schlaf versagten. Abgesehen davon, dass er seiner Schwester alles gab, was es zu geben gab.
      Als die Luft rein war, folgte er wie 'befohlen' dem Mann, nur um inmitten eines verbarrikadierten Hauses zu stehen, sichtlich sofort mit seinem Blick den Ausgang suchend.
      "Sam und Kylie, richtig?" - "Samuel.", korrigierte er sehr bestimmt den Fremden. Es war nicht so, dass er Samuel mehr mochte.. ganz im Gegenteil, eigentlich hasste er es, wenn man ihn so nannte.. aber hier ging es ums Prinzip und darum ein Zeichen zu setzen. Und sein Zeichen war eben Ablehnung. Eine Ablehnung, die tatsächlich nur stieg, als er es hörte und ihm beinahe die Augen aus dem Gesicht zu fallen schienen.
      "Das ist Chuck. Und naja...meinen Namen hast du ja schon erraten, Prinzessin."
      Oh, nein. Das ist nicht sein Ernst-
      "Ferret, zu euren Diensten junge Lady." - "W-Wirklich??" - "Kyl-.."
      Er verstummte. Er wollte sie korrigieren, ihr vorhalten, dass Menschen lügen und er vieles erzählen kann, aber.. als er ihren Blick sah. Die Aufregung. Die kleinen roten Wangen und dieses Funkeln.. konnte er es nicht. Egal, ob es wahr war oder nicht, für sie war es in diesem Moment eine Erleichterung es einfach zu glauben. Zu glauben, dass der 'Held des Ödlandes' sich ihrer angenommen hatte. Und auch wenn Sam das nicht einfach so glauben würde, machte es sowieso keinen Unterschied, ob es stimmte oder nicht. Nicht für ihn. Vor ihm stand ein Mensch, den er nicht kannte und der, sobald er sich wegdrehte, ihm den Schädel einschlagen könnte. Sobald er schlief seine Freunde rufen könnte um mit ihnen wer-wusste-schon-was anzustellen. Ferret oder nicht, es war egal. Ferret war ihr Held. Nicht seiner. Denn man hörte in den Geschichten immer, was er tolles tat - aber niemand konnte ihm sagen wieso. Und kein Mensch.. war von Grund auf einfach nur gut. Trotzdem, egal wie sehr er weg wollte und ihn abstoßen wollte, ließ es selbst Sams Herz kurz höher schlagen, als der vermeintliche Ferret davon sprach, dass sie Medizin für Kylie finden könnten.
      "..Was..?" - "Auch wenn wir heute sicherlich nirgends mehr hin gehen. Ihr braucht beide Ruhe und Schlaf. Ich lass euch nicht hier weg eh ihr euch nicht etwas ausgeruht habt."
      Und hier war der Knackpunkt. Einer von vielen. Aber.. Klartext wäre nichts für die Ohren seiner Schwester, weshalb er noch ein wenig still blieb. Still blieb und sehr zögerlich nur seine Hand nach den Riegeln ausstreckte und noch viel zögerlicher sie dem anderen Mann abnahm, bevor er wieder zu Kylie sah und sie sich für einen Moment beinahe mit Augenkontakt unterhielten. Und auch wenn er sicher nicht schlafen würde.. eine Pause täte ihm gut. Und solange er ihn im Auge behielt, könnte er zumindest etwas sitzen. "..Ein paar Stunden.."
      Und damit war es entschieden, wenn auch sicher nicht so, wie es Ferret gewollt hatte. Sam ließ sich gerade so ein Zimmer für Kylie zeigen, wo er sie hinlegte und das Walkie-Talkie zurecht stellte, damit sie ihn erreichte, wenn sie etwas bräuchte als das Mädchen letzten Endes beide Riegel bekam.
      "Sam, du musst auch etwas essen. Bitte." - "Nah.. Zeph wäre sicher sauer, wenn ich ohne ihn sowas Leckeres esse, mh?" - "..Wo ist Zeph..?"
      Ein Seufzen, das Kylie ihre Frage eigentlich schon beantwortete, bevor Samuel Brown - wie der Lügner, der er wohl war - ihr mit einem kleinen Lächeln unter der Maske ein "Du kennst ihn doch. Er findet uns immer wieder, egal wie oft er wegläuft." entgegen richtete, bevor er aufstand und zur Tür nickte. "Meld dich, wenn etwas ist." - "Sam.." - "Ja, stimmt."
      Die Tür noch einen Moment schließend um Ferret von ihnen zu trennen, zog sich Sam die Maske hinunter und nahm die Wasserflasche. Und fakte den Schluck, auch wenn es ein verlockenes Gefühl war das Wasser für einen Moment durch seinen Mund fließen zu lassen, bevor es wieder den Weg zurück in die Flasche fand und sich der junge Mann etwas über die Lippen leckte und die Maske wieder aufsetzte. "Siehst du? Und jetzt ruh dich etwas aus."
      Und an ihrem Lächeln wusste er, dass sie ihm glaubte. Wenn auch er nicht wusste, dass sie nur die Sache mit dem Wasser glaubte..
      Trinken geschenkt bekommen oder nicht, je mehr sie hatten und er nicht mehr zu sich nahm als notwendig um gerade zu laufen mit ihr auf dem Arm, umso länger hielten sie durch, wenn sie eine Weile keine Wasserquelle fanden. Er selbst ging mit 'Ferret' in etwas, was er schlicht mal als Wohnzimmer bezeichnen würde, setzte sich auf die Couch und stellte auch jetzt erst seinen Rucksack ab, aus dem er keine Sekunde später eine Karte fischte um nachzuvollziehen, wo genau sie jetzt waren.
      "Bist du wirklich der, den man Ferret nennt?", fragte er hörbar beiläufig, weil.. ja, es war für ihn schlicht nicht wichtig. Und auch nur ein Killer der Stille als er mit seinem alten Zirkel von dem Einkaufszentrum aus und der Laufgeschwindigkeit nachverfolgte, wo sie sein mussten. Die Richtung konnte er erahnen, da das alte quitschende Riesenrad nicht mehr zu hören war, das ihn die letzten Nächte auf der anderen Seite der Stadt tierisch aufgeregt hatte und.. auch in einem Tunnel 20 Minuten nicht die Welt waren. Und vom vermutlichen neuen Ausgangspunkt suchte er nun sehr routiniert ab, wo die nächste Krankenhäuser, Apotheken, Labore, all sowas wären, denn.. naja, bekannter Weise waren Kranke in einem Lager nicht gerne gesehen und Sam war nicht der Geselligste. Also hatte er auch keine Intention mit dem Fremden mitzugehen, würde er ihn überreden wollen, dass 'in einem Lager genug Medizin wäre' - das war es zumindest, was er vermutete gleich zu hören, als er die Karte etwas sinken ließ und Ferret skeptisch ansah.
      "Hast du sonst irgendeinen Namen, oder muss echt dieses 'Nickname'-Calling sein? Ich meine.. selbst das Frettchen hat einen richtigen Namen, ist es dann nicht irgendwie komisch, wenn du so genannt wirst..? Ich- Naja, vielleicht find auch nur ich es weird.. Was auch immer. Kürzen wir den Smalltalk lieber ab: Was willst du? Wir sind keine verlorenen Schafe, oder sonst was. Zeph.. hat.. einen Knall, das war ein Unfall, fein. Aber wir gehen nicht in ein Lager, wir haben kein spezielles Ziel, an das du uns bringen könntest oder profitieren kannst und wir haben auch sonst nichts, was du uns abnehmen könntest, außer du stehst zufällig auf meine alte Jacke - die du übrigens nicht kriegst. Ich.. werde auch nicht 'Danke' sagen, denn wir haben dich nicht drum gebeten. Aber die Danksagungen kriegst du von Kylie, wenn sie aufwacht sicher genug also.. Das alles ist am Einfachsten für uns alle, wenn du uns einfach in Ruhe weiter ziehen lässt."
      Wie könnte Sam auch nur eine Sekunde eine Pause machen, solange er die Verantwortung für ein krankes Mädchen trug? Er konnte nicht sicher sein, dass hier nichts passierte und auch eine seiner Hände hielt er immer in der Nähe seiner Pistole, sowieso den Zirkel so gedreht in der Hand, dass die Spitze zur Waffe werden könnte, wenn man ihm zu nahe käme. Solange es nicht nur er und Kylie wären.. würde er nie Ruhe finden. Und selbst dann, hätte er viel zu viel Angst, dass er nicht mitbekäme, wie jemand einbrechen würde, oder sonst was. Sein Puls musste von Natur aus schon auf 180 sein, so angespannt wie er war. Angespannt und.. erschöpft und.. einfach ängstlich, er konnte und musste es nicht verstecken. In dieser Welt, lebte man am Längsten, wenn man nicht jedem vertraute.
    • Russel D. Adams

      Ein paar Stunden? Oh man. Russel beobachtete nur wie die beiden nach oben gingen, atmete etwas durch und ging dann in einen etwas größeren Raum um dort seine Waffe zu reinigen und ein wenig zu kontrollieren wie viel er noch an Proviant hatte. Denn auch er müsste wohl bald wieder ein Lager aufsuchen um seine Vorräte auf zu stocken...so oder so würde er also in Richtung Westen gehen.
      Als dann Samuel ebenfalls in den Raum kam und eine Karte ausbreitete sah Russel mit ein wenig erhobener Augenbraue kurz zu dieser, wandte sich dann aber schnell wieder seiner Waffe zu, welche in dem Moment eben ein wenig wichtiger für ihn war. ,,Bist du wirklich der, den man Ferret nennt?"-,,Jup." Sagte er ebenso gleichgültig wie die Frage kam, sich selbst eben nicht wirklich für diesen Spitznamen interessieren. Das einzig gute war eben wirklich das so ihn eben niemand bei seinem richtigen Namen benennen konnte. Naja...schon manche...aber eben nicht jeder. Und eigentlich hätte er nichts dagegen gehabt das Gespräch hier zu beenden, als der blonde sich schon wieder meldete und Russel etwas tiefer Luft einholte, einfach weil er...eben definitiv nicht der gespächigste war und es hasste wenn er dann auch noch mit den Leuten diskutieren musste denen er einfach nur helfen wollte.
      ,,Du redest echt viel wenn du willst, was?" Ging er erstmal so gar nicht auf seine Worte ein, ehe er sich zu ihm drehte und mir verschränkten Armen zu dem sitzenden hinunter sah. ,,Erstmal: Nimm die Hand von der Waffe und leg den Zirkel weg. Mein Messer und meine Knarre liegen auf dem Tisch und wenn ich dich oder euch beide töten wollen würde hätte ixh es schon getan." Nervte ja gerade zu wie er wirklich die ganze Zeit über ihm die Knarre wieder an den Kopf halten könnte. ,,Und ich scheiß auf Danksagungen und von was soll ich profitieren? Laber keinen scheiß und hör zu." Er stützte sich von dem Tisch ab, nahm eine Wasserflasche und einen Riegel und legte sie ihm auf dem Tisch, deutete auf beides. ,,Wenn du nicht anfängst auf dich selbst zu achten wird bald niemand mehr da sein der auf sie aufpasst, kapiert? Bisher lief vielleicht alles gut, aber es geht nicht das du dich vernachlässigst. Wenn du auf sie achten willst musst auch du fit sein. Oh, und ein Fehler? Wer auch immer der Typ ist, ich weiß das er tot ist, sein Kopf rollte auf der Straße und ich bin ehrlich das was er gemacht hat war entweder mehr als dumm oder pure Absicht. Er war entweder ein Idiot oder wollte euch mit in den Tod reißen, mir egal was du sagst." Bevor Sam überhaupt etwas sagen konnte hob er die Hand und winkte etwas ab. ,,Jaja unsensibel blah, ich bin nicht hier um dich mit Samthandschuhen an zu fassen. Fakt ist du brauchst Medizin für sie, oder? Am besten ein paar Vorräte? Die gibt es im Lager. Und selbst wenn ihr dann der Meinung seid ihr wollt auf eigene Faust weiter in dieser scheiße leben- was by the way sicher sehr gut für die Kleine ist- dann könnt ihr immer noch weiter ziehen. Fakt ist aber das ihr wenn ihr wirklich da weiter wollt wo du mit deinem schicken Spielzeug langgefahren bist du in einen Hot-Spot mit ihr läufst und dort gebe ich euch etwa 3 Stunden bis ihr tot seid." Er tippte auf die Karte, eh er sich wieder weg drehte und aus seiner Tasche ein paar alte Cracker holte, sie dem Frettchen gab, welches er freudig an sich nahm.
      ,,Du bist viel zu erschöpft und wenn es so weiter geht werdet ihr beiden umfallen. Hier gibt es nichts mehr zu holen und auch die nächste Stadt ist leer, wenn du ihr also helfen willst und selbst nicht vor Erschöpfung umfallen rate ich dir einfach mit mir mit zu kommen. Du vertraust mir vielleicht nicht, aber Fakt ist das ich euer Ticket zu Proviant und Medizin bin also würde ich mir an deiner Stelle überlegen ob ich ein Trottel sein will und in den Tod renne oder einfach mal meinen Stolz hinten an Stelle, Samuel" Seinen Namen mit Absicht betonend drehte er sich das Gesicht verziehend zu ihm herum, eh er mit einem ,,Tsk." Die Augen verdrehte und Chuck noch ein bisschen von den Keksen abgab. ,,Und jetzt leg dich einfach hin und ruh dich aus. Oder bist du einer dieser heulsusen die von mir gehört haben und 'mir nicht trauen weil alle anderen es tun'? Ich bringe niemanden um der es nicht verdient hat, ruh dich aus sonst kippst du in ein paar Stunden mit deiner Schwester im Arm um."
    • Samuel Brown
      "Du redest echt viel wenn du willst, was?" - "I-.."
      Er konnte sich nicht helfen. Natürlich, redete er viel! Er war nervös, eingeschüchtert, kannte ihn nicht, wusste kaum, wo er war und hatte seine kleine Schwester oben, während der Einzige, den Sam länger als 2 Wochen bei sich gelassen hatte, sich eben das Hirn weggesprengt hatte aus.. was für einer kranken Idee heraus. Wer wusste schon, was in ihm immer vorgegangen war?! Zeph war schon immer.. eigen gewesen.. Aber eben weil er sich so ertappt fühlte von seinen Worten, zog er ein wenig zuckend den Kopf ein, als sich Ferret zu ihm umdrehte und.. als erstes auf seine Hände ansprach. Und was sollte man sagen? Sein erster Reflex war ein festerer Griff um den Zirkel. Aber.. er hatte nicht unrecht. Faktisch betrachtet, war Sam selbst während er fit war nicht in der Position einen Kampf anzufangen. Erst recht nicht gegen jemanden seines Kalibers. Deshalb hielt er ja immer die Pistole so nahe an sich.. um zumindest als erstes Abdrücken zu können. Doch je mehr er sprach, desto weiter sank Sams Hand. Denn auch wenn er es nicht hören wollte: Es.. stimmte. Eine Sekunde fiel sein Blick auf die erneute Nahrungsaufforderung, bevor er wieder ganz betont zu Russel böse aufsah.
      "Wenn du nicht anfängst auf dich selbst zu achten wird bald niemand mehr da sein der auf sie aufpasst, kapiert? [...] ich bin ehrlich das was er gemacht hat war entweder mehr als dumm oder pure Absicht. Er war entweder ein Idiot oder wollte euch mit in den Tod reißen, mir egal was du sagst." - "Tch!.." - "Jaja unsensibel blah, ich bin nicht hier um dich mit Samthandschuhen an zu fassen. Fakt ist du brauchst Medizin für sie, oder? Am besten ein paar Vorräte? Die gibt es im Lager. Und selbst wenn ihr dann der Meinung seid ihr wollt auf eigene Faust weiter in dieser scheiße leben- was by the way sicher sehr gut für die Kleine ist- dann könnt ihr immer noch weiter ziehen. Fakt ist aber das ihr wenn ihr wirklich da weiter wollt wo du mit deinem schicken Spielzeug langgefahren bist du in einen Hot-Spot mit ihr läufst und dort gebe ich euch etwa 3 Stunden bis ihr tot seid."
      Er wollte es nicht hören. Das alles nicht. Alleine schon, weil er wusste, dass er Recht hatte. Alleine deshalb.. zitterte seine Hand beinahe, die sich wie eine Faust um den Zirkel legte vor Ärger. Zorn. Frust? Frust passte wohl am Besten. Denn er war frustriert. Fürchterlich frustriert. Und auch wenn er ihm gerne irgendwas an den Kopf geworfen hätte, so nahm er die Information wenigstens mit und kreuzte sich den Hotspot an auf seiner Karte. Nur für.. naja, alle Fälle.
      "Du bist viel zu erschöpft und wenn es so weiter geht werdet ihr beiden umfallen. Hier gibt es nichts mehr zu holen und auch die nächste Stadt ist leer, wenn du ihr also helfen willst und selbst nicht vor Erschöpfung umfallen rate ich dir einfach mit mir mit zu kommen. Du vertraust mir vielleicht nicht, aber Fakt ist das ich euer Ticket zu Proviant und Medizin bin also würde ich mir an deiner Stelle überlegen ob ich ein Trottel sein will und in den Tod renne oder einfach mal meinen Stolz hinten an Stelle, Samuel"
      Man sah es sicherlich durch seine Maske durch. Wie er sich auf die Unterlippe biss und immer mehr in sich und seiner Wut zusammenkauerte, im offenen Versuch nichts zu sagen. Nicht zu schreien. Nichts zu werfen, nicht zu versuchen einfach auf ihn zu schießen, damit er den Mund hielt. Ein guter Vorsatz, alleine für seine kleine Kylie. Und ein Vorsatz.. der immer leiser wurde als er schon hörte wie Ferret wieder Luft holte.
      "Und jetzt leg dich einfach hin und ruh dich aus. Oder bist du einer dieser heulsusen die von mir gehört haben und 'mir nicht trauen weil alle anderen es tun'? Ich bringe niemanden um der es nicht verdient hat, ruh dich aus sonst kippst du in ein paar Stunden mit deiner Schwester im Arm um." BAM
      Kylie verstummte. Sein Vorsatz verstummte. Seine Zweifel verstummten. Der Wille diesem Typen nichts über sich, seinen Charakter, seine Wünsche zu zeigen verstummte. Denn wenn eines stärker in Sam war als seine Angst, dann war es sein schwer zu zügelndes Temperament, welches ihn kurzerhand nach einem losen Holzscheit greifen ließ, den er ohne drüber nachzudenken dem Kerl an den Kopf warf, während er aufstand und seinen Zirkel ungehalten in den Tisch haute, wenn auch das nicht so viel Lärm machte, wie er gerne wollte, einfach weil er so erschöpft war.
      "Jetzt halt endlich die Klappe!! ICH rede viel, wenn ich will?! Kennst du überhaupt Punkt und Komma - holst du jemals Luft, du eingebildetes Stück Ödland-Scheiße?! Denkst du, ich WEIß das alles nicht!? NATÜRLICH, weiß ich dass Zeph ein kompletter Idiot war und auch dass die Idee Bullshit war, aber MEIN GOTT, WER SCHLÄGT DENN JEMANDEN DEN LETZTEN WUNSCH AB!? Außer DIR natürlich, du hättest drauf geschissen und ihn wahrscheinlich selbst noch beseitigt, du-du-du Klotzkopf!"
      ..Klotzkopf... Uff.. 25 Jahre alt und er benutzte eine Beleidigung aus dem Kindergarten.. Aber es gab gerade sowieso kein Zurück, denn seine Beine liefen schon an dem Tisch vorbei, griffen nach der Wasserflasche und schlugen mit dem wohl letzten Adrenalin, das ihm zur Verfügung stand auf seine Schultern, seine Brust, seinen Bauch, überall hin einfach nur um seinen Frust an diesem Kerl auszulassen.
      "Und DASS DU ES WEIßT einem dieser dummen Lager haben wir ALL DAS HIER zu verdanken! Sie wollten Kylies Tod sehen, fein, deren Sache, aber ALS WENN ICH ZURÜCK GEH!! DIR ist das vermutlich alles egal, aber WENN mein Vater schon drauf geht in der Einöde um sie am Leben zu erhalten, werde ICH es doch nicht wegschmeißen und mit ihr zurück gehen nur um bei ihrem nächsten Schub ihr erklären zu müssen, wieso die Leute sie nicht wollen!! Menschen wie du und ich, nicht Zombies! Ich will ihr nicht erklären müssen, wieso wir ständig alleine sind und sie KEINE Freunde haben kann, weil ich es LEID bin zu hören, was sie für ein Risiko darstellt - RISIKO AM ARSCH, SIE IST EIN KIND!"
      Man merkte schnell, dass es nicht um Ferret ging. Dass es nicht um.. 'Stolz' ging. Und als die Flasche aus seiner Hand rutschte, haute er einfach mit dumpfen Schlägen weiter auf ihn ein, wissend, dass er ihm nicht weh tat. Dass ihm sowieso egal war, was er zu sagen hatte, so wie es jedem egal war. Dass es eigentlich furchtbar sinnlos war, wie sehr er zitterte und sich versuchte die Tränen zu verkneifen, als er seinen Kopf senkte - weil es ihm egal war. Aber wenn er einmal anfing.. konnte er eben nicht so leicht aufhören. Also ließ er es raus. Einfach alles, was sie angestaut hatte in einem Maß, wie es sein Körper kaum tragen konnte, in diesem Moment. Aber.. Sam war überfordert. Er wusste, er konnte nicht ewig laufen. Er wusste, er konnte nicht für immer sie so am Leben halten. Er wusste gar nicht, wie er die letzten Jahre hinter sich gebracht hatte. Aber eines wusste er:
      "Dass eines klar ist..! Ich kann noch mindestens 31 Stunden mit ihr im Arm laufen ohne zu trinken! Ich kann noch zwei Tage mindestens ohne etwas zu essen! Und wenn ihr irgendwas passiert, nur weil ich schlafe, könnte ich es mir nie verzeihen, also KÜMMER DICH UM DICH SELBST! Ich weiß, was ich tue! Ich weiß, was mein Körper aushält, ich bin jung und agil und-und darin bin ich GUT! Ich halte das aus, ich konnte sie bisher vor Streichern beschützen, vor Untoten beschützen und ich werde sie auf keinen Fall durchleben lassen, wie es sich anfühlt in einem sicheren Hafen anzukommen und gleich wieder gehen zu müssen! Selbst SIE würde keinen Grund mehr zum Lächeln finden, wenn sie wüsste wie.. abgefuckt die Menschen sind, die ihr Gehirn noch nutzen können...! Was weißt du schon von uns?! Du-du blasierter.. eingebildeter.. i-idiotischer bescheuerter Freak mit einem Heldenkomplex!! Wer von uns hat hier ein Problem mit Stolz?! Du hilfst auch niemandem aus reiner Herzensgüte!! Du... Du... IDIOT! Denk nicht, dass ich nicht sofort mich diesen ekelhaften Menschengruppen stellen würde, wenn es hieße, dass Kylie..!"
      Und es endete damit, dass er unter seiner Maske ein wenig schniefte und kraftlos Ferret von sich stieß. Sich über die Augen wischte auf dem Weg zurück zu seinen Sachen. "Also..! Also kümmer dich um deinen Kram..! Du hast keine Ahnung, was ich oder sie durchgemacht haben und das musst du auch gar nicht. Aber bilde dir nicht ein, dass du besser wüsstest, was gut für sie ist als ich!.. A-Arschloch!!" Die Karte und der Zirkel landeten wieder in seinem Rucksack und ja. Auch der Riegel, der noch auf dem Tisch lag. Bevor er wie ein bockiges Kind sich wieder auf das Sofa plumpsen ließ, seinen Rucksack an sich zog und ihn regelrecht an sich drückte wie in einer Umarmung, während er zittrig nach Luft schnappte um seine nassen Augen nicht zuzugeben. Er hatte Angst. War überfordert. Und sollte sich wirklich anhören von einem Fremden, was für Kylie gut war oder nicht? Wirklich? Nein, die letzten 11 Jahre seines Lebens drehten sich nur um sie. Er wusste, was für sie besser war. Und er wusste, wie er sie glücklich machen könnte: Und zwar indem sie weiter glaubte, dass sie nur wegen seinem Unvermögen und Menschenhass sie nicht in einer Gruppe bleiben konnte. Indem sie nie erfuhr, dass die Leute Angst hatten, das sie eines nachts keine Luft mehr bekam und starb. Ein Lager infizierte, weil sie mitten drin war. Der 'große Ferret'... Das war auch nur ein dummer Titel, für einen dummen Typen, der glaubte, er habe die Weisheit alleine gefressen. Aber er interessierte sich nicht für sie. Für ihn. Für irgendwen.
      Sie war immerhin nicht erkältet. Sie hatte nicht die Grippe. Es war nichts.. was irgendwann wegginge. Nichts, was es auch nur ein wenig leicht für ihn gemacht hatte. Es war nicht einfach Schutz in einem Lager zu finden, weg vom Chaos.. nur um sich für oder gegen Kylie entscheiden zu müssen und wieder zurück gestoßen zu werden in eine Welt, die für Menschen nicht mehr geeignet war. Auch für ihn war es schwer gewesen, das als Kind zu verstehen. Zu verstehen, wie herzlos man sein konnte. Und das war eben ein Verständnis und eine Erfahrung, die er ihr nicht zumuten konnte. Wollte. Sie sollte nicht so verbittert werden wie er. Sie sollte nicht einen Menschen sehen und so viel zielsicherer mit der Waffe auf ihn zielen als auf einen Zombie. Er wollte.. dass sie immer so lachte. Für ihn und seine Verbitterung und seine Angst gab es sowieso kein zurück mehr. Für ihn hieß ein 'glückliches Leben'.. zu sterben in Gewissheit, was aus Kylie wurde.
    • Russel D. Adams

      Man hörte nur ein fiepen des Frettchens, was Russel dazu bewegte sich zu ducken, eh sein Blick zu dem Mann hinter sich ging. ,,Sag mal spinnst-?!" -,,Jetzt halt endlich die Klappe!! ICH rede viel, wenn ich will?! Kennst du überhaupt Punkt und Komma - holst du jemals Luft, du eingebildetes Stück Ödland-Scheiße?! Denkst du, ich WEIß das alles nicht!? NATÜRLICH, weiß ich dass Zeph ein kompletter Idiot war und auch dass die Idee Bullshit war, aber MEIN GOTT, WER SCHLÄGT DENN JEMANDEN DEN LETZTEN WUNSCH AB!? Außer DIR natürlich, du hättest drauf geschissen und ihn wahrscheinlich selbst noch beseitigt, du-du-du Klotzkopf!"-,,...Pf..." Unterdrückte er sein Lachen, denn Klotzkopf hatte ihn nun wirklich noch nie jemand genannt. Ödland-Scheiße war aber definitiv auch neu. Und ja. Ja wenn es so ein letzter Wunsch wäre, hätte er ihn definitiv abgeschlagen.
      Was er aber nicht konnte war diesen kleinen Wutanfall abbremsen, auch wenn er etwas die Augen zukniff als Sam ihn doch wirklich mit so etwas kostbarem wie einer Wasserflasche schlug. Und während seines Monologs kam eben auch hoch, wieso er so reagierte. Anscheinend war seine Familie an ein ziemlich beschissenes Lager gekommen, anders konnte er es nicht sagen. Das sein Vater gestorben war? Dafür gab es kaum Mitleid. Wessen Eltern waren denn hier bitte nicht tot?! Das mit dem Risiko...war auch so ein Hintetweltler denken. Wie alt war die kleine wohl? 10 bis 12? Also war es wohl sehr lange her das er solche Erfahrungen gemacht hat? Uff. Kein Wunder das er so Misstrauisch ist wenn er schon seit Jahren in keinem Lager mehr war. Und Russel sah vor sich eigentlich nur...einen total überforderten, verzweifelten jungen Mann, der wohl alles tun würde um wenigstens die eine Person zu schützen die er liebte. Wie...ironisch.
      ,,Dass eines klar ist..! Ich kann noch mindestens 31 Stunden mit ihr im Arm laufen ohne zu trinken! Ich kann noch zwei Tage mindestens ohne etwas zu essen! Und wenn ihr irgendwas passiert, nur weil ich schlafe, könnte ich es mir nie verzeihen, also KÜMMER DICH UM DICH SELBST![...]Was weißt du schon von uns?! Du-du blasierter.. eingebildeter.. i-idiotischer bescheuerter Freak mit einem Heldenkomplex!! Wer von uns hat hier ein Problem mit Stolz?! Du hilfst auch niemandem aus reiner Herzensgüte!! Du... Du... IDIOT! Denk nicht, dass ich nicht sofort mich diesen ekelhaften Menschengruppen stellen würde, wenn es hieße, dass Kylie..!" Kaum bewegte er sich als Sam versuchte ihn weg zu stoßen. Er sah nur zu ihm runter und wartete das er sich beruhigte. ,,Also..! Also kümmer dich um deinen Kram..! Du hast keine Ahnung, was ich oder sie durchgemacht haben und das musst du auch gar nicht. Aber bilde dir nicht ein, dass du besser wüsstest, was gut für sie ist als ich!.. A-Arschloch!!" Und damit lief er Schmollend zu seinem Rucksack, setzte sich mit diesem auf das Sofa und...Russel seufzte. Seufzte, sah zu dem Frettchen, dessen Blick er nur zu gut kannte. Und auch wenn er keine Lust hatte...er wusste das Chuck recht hatte. Ja! Sie verstehen sich ohne...Worte...Was auch immer! Und so lief er zum Sofa, setzte sich auf dieses und legte seine Arme auf die Lehne, achtete aber darauf ihn nicht zu berühren. Auch wenn die Schläge nicht weh Taten, er konnte darauf verzichten.
      ,,Jenny." Fing er ein Thema an, dass er hasste, aber das vielleicht das einzige war was ihn überzeugen könnte, dass Russel eben doch wusste wovon er sprach. ,,Meine kleine Schwester. Ich war 22, sie 12...der ganze Mist ging erst zwei Jahre und wir hatten unseren Vater, der uns alleine groß zog schon nach wenigen Monaten verloren. Klar, wir wussten ja alle nicht was wir machen sollten." Kein Gefühl, weder in seiner Stimme, noch in seinem Gesicht, noch in seinen Augen als er von einem Thema sprach, welches ihm eigentlich näher gehen sollte als es tat. Aber es war einfach...zu lange her. Und er hatte zu viel Mist erlebt. ,,Ich hab sie auch beschützt. Vor Menschen wie auch Zombies. Und am Ende starb sie an einer Grippe, weil ich dachte ich bekomme es schon irgendwie hin wenn ich mich um sie kümmere, Medizin ran hole, alles sowas. Als das Fieber zu stark wurde und ich mich dazu rung endlich um Hilfe zu beten war es schon zu spät." Sein Blick ging nun zu Sam, noch immer ziemlich ausdruckslos. Klar war er kalt. Das musste er sein. Er hatte sich diese Mauer nicht umsonst aufgebaut.
      ,,Du hast recht, ich mach das nicht aus Nächstenliebe. Auch nicht weil ich ein guter Mensch bin. Aber ich kann behaupten...das ich schon viel scheiß durchgemacht habe. Viele Fehler gemacht habe. Und ich will einfach andere davor schützen das gleiche zu tun. Genau so dumm zu sein. Also nimm es mir nicht übel wenn ich sage: Doch. Ich kann mir ganz gut vorstellen wie 7r euch fühlt oder in welcher Lage ihr seid." Mit einem Seufzen erhob sich der Mann, streckte sich so das sein Shirt nach oben rutschte. ,,Ich hab schon früh gelernt wie scheiße die Menschen sind, auch ohne Apokalypse. Was denkst du woher der Name Ferret kommt? Denkst den hab ich mir selbst ausgedacht? Menschen sind fies. Und scheinheilig. Jeder ist nett zu mir weil ich das tu was jeder in dieser Gottverlassenen Welt tun sollte. Aber es gibt eben noch immer Arschlöcher...und es tut mir leid für euch das ihr damals an solch ein beschissenes Laget gekommen seid." Die Hände in die Seiten stützend sah er wieder zu ihm. ,,Aber die Lager denen ich helfe sind anders. Alleine das nächste in das ich gehe...jeder hilft jedem. Sie haben von Null angefangen und sich eine eigene kleine Stadt aufgebaut, so gut sie eben konnten. Eines der sichersten Lager mit hervorragenden Ärzten, Essen, Wasser...allem. Wenn dort jemand so mit dem Leben deiner Schwester umgegangen wäre...hätte man ihn verstoßen." Tatsächlich zeichnete sich ein kleines Lächeln auf seine Lippen, als er mit den Schultern zuckte. ,,Ich überlass es dir. Ich bleibe hier noch etwa 2 Stunden, Ruhe mich selbst aus eh ich weiter ziehe. Überleg es dir." Im vorbei gehen wuschelte er ihm etwas durch die Haare, pfiff dann Chuck zu sich heran.
      ,,Die Welt ist beschissen...aber das ist kein Grund auf zu geben. Gerade wenn du noch jemanden hast den du Familie nennen kannst...solltest du alles tun um dad zu behalten. Ich zwinge dich nicht mit zu kommen...aber vielleicht würde es euch beiden gut tun. Wenigstens für eine Weile...Achja, und ich halte übrigens Wache, falls du doch wenigstens ein paar Minuten die Augen zu machen willst. Du könntest es gebrauchen, Kleiner." Und damit verließ er den Raum. Er ging wieder in den kleinen Vorraum, setzte sich vor eine Mauer und zog einen der Ziegel heraus um nach draußen sehen zu können. Alle Zombies sind sicher in der Stadtmitte...eigentlich der perfekte Moment um los zu gehen...aber er würde warten. Eine kleine Hoffnung...hatte er dann eben doch.
    • Samuel Brown
      Es war nur offensichtlich, dass Sam mit etwas ganz anderem rechnete, als Ferret ihm näher kam. Denn als er vor ihm ankam, zog er schon seinen Kopf ein in Erwartung eines Schlages, den er sogar hingenommen hätte in diesem Moment. Er war eben.. fertig. Nervlich, körperlich, es gab keinen Teil in ihm, der noch wirklich wusste, wohin mit sich. Und gäbe es Kylie nicht, wüsste er auch nicht, wofür er überhaupt noch kämpfen sollte, so egal war ihm das.. alles. Und trotzdem erhob sich verwirrt sein Blick, als der gefleckte Mann sich lediglich zu ihm setzte, ging kurzzeitig mit den Augen auf den Arm in seiner Nähe, doch gleich wieder zurück.
      "Jenny."
      So lautete das Thema, das Sams Bild von dem Mann, dem er so feindselig gegenübersaß ändern sollte. Ein Mädchen. Kaum älter als Kylie, während er kaum jünger als.. Sam gewesen war. Und mit einem Mal sah er in Ferret - was für ein dummer Spitzname.. - nicht mehr den Feind oder den Egozentriker oder den 'Klotzkopf'. Er sah in ihm eine Version, zu der er selbst werden könnte, wenn nicht gar würde, wenn er die falschen Entscheidungen traf und.. nicht das Richtige für Kylie tat..
      Wenn sie sterben würde, weil Sam sich nicht überwinden konnte. Nicht verzeihen konnte, was damals passiert war.. Dann würde sein Blick genauso werden, wenn er ihm nicht schon so sehr ähnlich war. Aber noch war Sams Blick irritiert. Übervorsichtig, aber zumindest immer sanfter werdend, während er still zuhörte und einfach den Rucksack an sich drückte.
      "Du hast recht, ich mach das nicht aus Nächstenliebe. Auch nicht weil ich ein guter Mensch bin. Aber ich kann behaupten...das ich schon viel scheiß durchgemacht habe. Viele Fehler gemacht habe. Und ich will einfach andere davor schützen das gleiche zu tun. Genau so dumm zu sein. Also nimm es mir nicht übel wenn ich sage: Doch. Ich kann mir ganz gut vorstellen wie ihr euch fühlt oder in welcher Lage ihr seid."
      Er tat es, weil er nichts mehr zu verlieren hatte. Weil er so lange jemanden versucht hatte zu schützen, das er vermutlich selbst gar nicht mehr zur Ruhe kam, selbst wenn er sich nieder setzen würde in einem Lager. Und so viel Mitgefühl wie zumindest Sam für ihn in diesem Moment entwickelte, war es.. definitiv unangebracht wie leicht rosa seine Wangen unter der Maske wurden, als sein Blick beim Strecken viel zu aufmerksam hinunter auf den leicht sich frei machenden Bauch legte. Er ging auch schnell wieder zurück!! Er- Er spannerte sicher nicht oder-oder ähnliches..! Aber.. es.. wäre gelogen, wenn er sagen würde, dass er nicht für eine Sekunde vielleicht.. sich beinahe zu ihm hingezogen gefühlt hatte. Nicht, dass solche Gefühle in so einer Welt zu so einem Kerl nicht völlig irrelevant wären.. Nicht, dass er darüber nachdenken würde - vor allem nicht nach Zeph. Aber.. vielleicht.. waren sie nicht so verschieden, wie er es gerne sehen wollte. Nur dass Sam nicht vor hatte gegen die Zeit oder diese Welt zu verlieren und Kylie sterben zu sehen! Aber.. das wollte Ferret bei Jenny sicher auch nicht. Und er war.. zumindest heute viel fähiger als Sam. Vielleicht damals schon gewesen. Und vielleicht.. machte.. er einen Fehler..?
      "[...]Jeder ist nett zu mir weil ich das tu was jeder in dieser Gottverlassenen Welt tun sollte. Aber es gibt eben noch immer Arschlöcher...und es tut mir leid für euch das ihr damals an solch ein beschissenes Lager gekommen seid. Aber die Lager denen ich helfe sind anders. Alleine das nächste in das ich gehe...jeder hilft jedem. Sie haben von Null angefangen und sich eine eigene kleine Stadt aufgebaut, so gut sie eben konnten. Eines der sichersten Lager mit hervorragenden Ärzten, Essen, Wasser...allem. Wenn dort jemand so mit dem Leben deiner Schwester umgegangen wäre...hätte man ihn verstoßen."
      2 Stunden.. 2 Stunden, in denen er darüber nachdenken könnte, was er tun sollte. Darüber nachdenken könnte, wie unwohl dieses kleine Lächeln auf den Lippen dieses Mannes sein Herz zu einem kurzen Klopfen zwang. Darüber nachdenken, wie-
      "H-Hey! Was-!?" - "Die Welt ist beschissen...aber das ist kein Grund auf zu geben. Gerade wenn du noch jemanden hast den du Familie nennen kannst...solltest du alles tun um das zu behalten. Ich zwinge dich nicht mit zu kommen...aber vielleicht würde es euch beiden gut tun. Wenigstens für eine Weile...Achja, und ich halte übrigens Wache, falls du doch wenigstens ein paar Minuten die Augen zu machen willst. Du könntest es gebrauchen, Kleiner." - "Ic-..h.."
      ..Er war froh, dass er die Maske vor Fremden trug. Er war froh, dass er nicht die roten Wangen sehen konnte, die Sam bekam als die große Hand sich in seine Haare legte, sondern nur die Geste von Sams Hand, wie sie versuchte Ferrets wegzudrücken und sich danach die Haare selbst wieder etwas zurück zu streichen.
      Unwissend darüber, wie seine rausguckenden Ohren genauso die Schamesröte annahmen und beinahe offen zugaben, wie viel Blut der Kerl ihm auf die Wangen gezwungen hatte bei dem ganzen Gerede und.. diesem sich anbahnenden Umschwung in etwas beinahe sanftes. Und auch wenn er es nicht zugeben würde, für mehr als einen Moment sah Sam ihm einfach nur nach, bevor er langsam aufstand und.. die Wasserflasche vom Boden aufhob. Es wäre gelogen, würde er sagen, dass sich nicht alles in ihm sträubte. Er wollte nicht wieder unter Menschen. Er wollte nie wieder das durchmachen. Nie wieder zu einer größeren Gruppe gehören und bei jedem Geräusch seiner 'Kameraden' panisch nach seiner Pistole greifen. Er wollte das alles nicht mehr. Aber.. es ging hier nicht um ihn. Es ging um Kylie. Um seine kranke Schwester, die nichts anderes sich wünscht als ein echtes Leben zu führen mit echten Freunden, einer echten Gemeinschaft, vielleicht einer Schule, Kirche, was auch immer. Sie wollte ein Teil einer Gesellschaft sein. Sie wollte.. dass sie jemand sieht, der nicht nur ihr Bruder war. Und während er sich mit der Flasche wieder hinsetzte, dachte Samuel Brown ernsthaft darüber nach. Selbst.. wenn sie nicht blieben und es sich nur ansahen und Kylie nur ein paar neue Sprays bekäme, wäre es besser als auf gut Glück weiter zu laufen. Selbst wenn sie sie nicht haben wollten und Sam ihr weiter erzählen könnte, dass es eben nur an ihm lag, dass sie zu niemandem passten, wäre es.. sicherer für ein paar Stunden. Jeder Meter mit Ferret wäre sicherer als alleine. Und er würde.. sie.. nicht in Gefahr bringen.. oder anfassen.. auch nicht, wenn er für zwei Minuten seine Augen schloss, richtig..? Er würde sie nicht einfach nehmen und weglaufen. Er musste ihn ja nicht mögen.. Er musste ihm nicht vertrauen, er musste nur seine Fähigkeiten zumindest für eine Weile als Unterstützung akzeptieren.
      Samuel wollte den Menschen keine Chance geben in seinem Leben einen wichtigen Punkt zu berühren.
      Aber Samuel.. wollte dass Kylie glücklicher war als er. Und viel wichtiger: Er wollte, dass sie lebt. Und nur deshalb.. drehte er leise die Wasserflasche auf und legte sie sich betont zögernd an die Lippen, die Maske nur sehr grob übers Kinn ziehend. Nur deshalb trank er beinahe die halbe Flasche, bevor er fürchtete sich jeden Moment übergeben zu müssen, weil es so viel war auf seinem verkümmerten Magen. Und nur deshalb.. wagte er es nach einer Weile des stillen Nachdenkens tatsächlich die Augen im Sitzen zu schließen. Nur für ein paar.. Minuten..
      Und nur um sich mit den inneren Dämonen auseinander setzen zu müssen, die ihn schon so lange verfolgten und nur von Tag zu Tag mehr zu werden schienen. Ehe er sich versah lehnte er im Schlaf mit den verschränkten Armen gegen seinen Rucksack, halb sitzend, halb liegend und krümmte sich. Schüttelte sich. Atmete zittrig unter seiner Maske, während seine Stirn den Panikschweiß begrüßte wie einen alten Freund.
      Sein Kopf füllte sich mit den alten Bildern. Mit dem Bild, wie sein Vater aus reinem Spaß vor seinen Augen gefoltert wurde, wie er schrie und weinte und nur flehte, dass ihm und Kylie nichts passieren sollte. Mit dem Bild, wie Sam damals vor Ekel und Angst in seinem eigenen Erbrochenen zusammen gefallen war und für ohnmächtig gehalten wurde. Das Bild, wie sich der Schädel dieses alten ekelhaften Kerls unter dem Brecheisen spaltete als Sam regelrecht durchdrehte. Die Bilder der tausenden Zombies, die Sam zum Erstarren brachten und wohl schon öfter einfach gefressen hätten in seiner Unfähigkeit, wenn es Kylie nicht gäbe, die ihn vorwärts zwang. Er durfte nicht stehen bleiben. Niemals stehen bleiben. Er musste laufen. Er musste sie beschützen. Er lebte nur von Tag zu Tag, von Minute zu Minute - an eine Zukunft wollte er gar nicht denken, weil er wusste, dass sie keine hätten.
      Und zu den alten Bildern.. kam dieses dumme Grinsen von Zeph, das sie beinahe umgebracht hätte. Dieser wohl idiotischste erste Kuss, den Sam hätte haben können. Dieser Schreck als er seine Schwester auf den Arm genommen hatte nur um zu realisieren, dass Zeph entweder nicht zählen konnte, oder.. sie wirklich einfach mit sich in den Tod reißen wollte. Vertrauen war Mangelware in dieser Welt. Wenn jemand wie Ferret nicht die ihm Liebenden schützen konnte, wie sollte jemand wie Sam es können? Er konnte nur laufen. Laufen, laufen, laufen.
      Und er konnte sich im Schlaf in seinen Albträumen winden, welche alles andere als unrealistisch waren. Nein, in dieser Welt.. waren die Albträume jedermanns wohl Erinnerungen, die sie nicht vergessen konnten. Sie alle lebten den Albtraum.
      Aber zumindest konnte Kylie problemlos schlafen, seit langem Mal wieder in einem richtigen Bett und frisch nach einem Krankheitsschub. Es war nur Sam.. dem es wohl am Schlechtesten ging, wenn er denn versuchte zur Ruhe zu kommen.
    • Russel D. Adams

      ,,Geh nachsehen ob im Umkreis alles sicher ist und komm zu mir wenn du was siehst, ja?" Und nach einem kurzen piepsen verabschiedete sich Chuck und wie jedes Mal sah Russel ihm definitiv besorgt nach, denn natürlich machte er sich immer Sorgen er würde nicht wieder kommen. Natürlich machte er sich Vorwürfe das er ihn in Gefahr brachte. Aber der kleine war so gut trainiert...Russel wusste er konnte auf ihn zählen.
      Und so begannen gut anderthalb Stunden, in denen Russel wohl so viel nachdachte wie schon sehr lange nicht mehr in seinem Leben. Und das nur weil er...seine Schwester eben wieder als Thema hoch geholt hatte. Nur weil er versuchte wiedermal jemanden zu retten, der nicht gerettet werden wollte. Am liebsten hätte er die Kleine wirklich einfach geschnappt, wenn sich Samuel dazu entscheiden sollte nicht mit ihm zu gehen, aber das würde er niemals tun. Nicht nachdem er gesehen hatte wie die Kleine ihren Bruder ansah. Und wie...er sie ansah. Beide brauchten einander mehr als sie vielleicht realisierten. Und natürlich gab das auch Russel zu denken...seit Jennys Tod war er eben auch nicht mehr der gleiche gewesen. Anfangs ein so schlimmer Einzelgänger das er anderen aus dem Weg ging...dann gab es für eine kurze Zeit in seinem Leben wieder so etwas wie Glück...nur damit es ihm wieder weggenommen werden konnte. Nein, Sam lag definitiv richtig damit das Russel das nur tat weil er nichts zu verlieren hatte. Der einzige den er hatte war Chuck und falls der irgendwann nicht mehr ist? Nun, dann würde er wohl noch weniger Sinn in seinem Leben sehen. Dann hätte er auch definitiv niemanden mehr der ihn zusätzlich warnte oder beschützte...er wollte gar nicht daran denken das der kleine Kerl nicht mehr allzu viele Jahre vor sich hatte. Zumindest so wie sie lebten...gab er ihm vielleicht 2 oder 3 Jahre. Er konnte nur hoffen das es mehr wurden...
      Nach einer Weile erhob er sich, einfach aus Neugierde in den Raum lunzend in welchem sich Samuel befand, als selbst er doch schmunzeln musste als er dieses Bild sah. Als er sah wie er schlief, mit dem Rucksack kuschelnd und...zitterte er? Er ging weiter und Tatsächlich. Auch sein Blick war...alles andere als entspannt. ,,Oh man Kleiner..." Seufzte er nur, hockte sich vor ihn und legte langsam seine Hand auf dessen Stirn, sie auch nicht zurück ziehend als er so zusammen zuckte. Einen Moment ließ er seine kühle Hand dort liegen, eh er sich leicht streckte und durch das blonde Haar des anderen pustete. Sehr sacht, vorsichtig um ihn nicht zu wecken.
      ,,Ist es nicht schön ein wenig Wind im Haar zu spüren?" Flüsterte er leise, schmunzelte weiter vor sich hin. ,,Auf einer Wiese liegen, dem Wind lauschend, die Wolken beobachtend...ein Gefühl von Freiheit das unbeschreiblich ist." Er hatte diesen Trick von einer alten Freundin. Wenn er Albträume hatte...hat sie ihm auch immer Geschichten erzählt. Es beruhigte ungemein, dass wusste er aus eigener Erfahrung. Natürlich konnte er nicht zu 100% sagen das es klappte, aber er...hoffte es einfach mal. ,,Du und deine Schwester...und nichts außer Ruhe...nichts außer der Wind und die Wolken...denk nur daran. Alles wird gut werden...ich...verspreche es." Er seufzte innerlich. Ein Versprechen? Wirklich? Auch wenn Sam es nicht direkt hörte...Russel hörte es. Und das reichte. Das reichte damit er den Kopf in den Nacken legte und sich verfluchte, für das was er machen würde. Gerade wollte er aufstehen, als Chuck wieder kam und Russel an dessen Ruhe schon erkannte das alles Safe war. Diese Zombies waren wohl noch im Zentrum...gut für sie.
      ,,Samuel?" Langsam strich seine Hand an dessen Wange, versuchte es mit einem ,,Aufwachen." Eh er über die wange vorsichtig mit dem Zeigefinger strich, bis Sam die Augen öffnete. Auch wenn er ihn gern hätte ausschlafen lassen...aber es war nur klug jetzt weiter zu gehen. Er ließ seine Hand sinken, sah den Maskierten an. Wieso auch immer er das Ding trug...war Russel schleierhaft.
      ,,Es ist alles ruhig draußen. Wir müssen wenn dann jetzt los. Und ich weiß ich kann dich nicht überzeugen...aber kommt mit mir mit. Bitte. Ich kann und will nicht zusehen wie wir getrennte Wege gehen, wissend das ich euch helfen will. Ich lass euch auch in Ruhe wenn das dein Wunsch ist, aber bitte, mach nicht den Fehler wie ich und geh ein Risiko ein wenn es einen sicheren Weg gibt. Ich werde auf euch beide aufpassen und tun was ich kann damit wir schnell am nächsten Lager sind und ihr eure Vorräte aufstocken könnt." Et sprach nicht mehr von bleiben, Russel hatte gelernt das es ihn wohl noch mehr in die falsche Richtung drängte wenn man ihn...zu seht herum komandierte. Also versuchte er es eben so. ,,Ich selbst bleibe dort 5 Tage. Vielleicht...nehmt ihr die als Probetage? Ich überlass es dir. Aber ich brauch...jetzt eine Antwort." Noch einmal stellte er sich vor ihm auf, verschränkte die Arme vor der Brust. ,,Kommt ihr mit mir mit?"
    • Samuel Brown
      Im Schlaf wusste er kaum, wie ihm geschah. Auf irgendeiner Ebene vernahm er die Worte, dumpf und wie weit entfernt. Als er die Hand spürte lockerte sich sein Griff um sich selbst nur um im ersten Moment seinen klassischen Griff zur Pistole anzusetzen. Ein Verteidigungsmechanisus, wie ihn vermutlich jeder hatte in dieser Welt. Aber er war erschöpft. Viel erschöpfter als er es hatte zugeben wollen. Zu erschöpft um wirklich aufzuwachen von dieser angenehm kühlen Hand, die sich auch so.. rau anfühlte. Und er konnte nichts dagegen tun, aber in dieser Welt war eine raue Hand beruhigend, die Arbeit kannte und.. diese Kälte. Der Wind. Diese.. dunkle Stimme..
      "...ein Gefühl von Freiheit das unbeschreiblich ist..."
      Freiheit..? Freiheit... Ein Wort, das niemals so viel Gewicht hatte, wie heute. Denn heutzutage.. was war Freiheit hier schon? Entweder war man in einem Käfig, gaukelte sich vor ein Leben führen zu können, das unechter kaum sein könnte - oder man war frei und wusste nicht, ob man am nächsten Tag noch da wäre. Aber der Zynismus blieb aus und.. entspannte sich beim Folgen der dumpfen Gedanken. Nur er und Kylie. Keine Angst vor der Welt außerhalb oder.. innerhalb der Mauern der Lager.
      "Alles wird gut werden...ich...verspreche es."
      Sams versteifter Körper verstand selbst nicht mehr diesen Zustand. Verstand selbst kaum, dass er versuchte seine Gliedmaßen locker zu lassen, wie seit Jahren nicht mehr. Verstand nicht, wie.. diese versuchte Anspannung die kleinsten stummsten Tränen in den geschlossenen Augen sammelten, bis-
      "Samuel?" - "Nh-..Mmh..?"
      Wer..? Er spürte die Hand auf seiner Wange, an der er sich einen kurzen Moment im Halbschlaf beinahe schmiegte, nicht realisierend, dass sie überhaupt echt war. Wer würde ihn schon streicheln? Und wieso? Er musste träumen, weil die Hand war.. groß.. Es war nicht Kylie..
      "Aufwachen."
      Es.. war..
      Und das war der Moment, in dem Sam sofort hellwach wurde und sichtlich kurzzeitig in Panik verfiel, während eine der gesammelten Tränen ihren Weg über seine Wange suchten, aber keine seiner Hände hatten die Zeit für sie. Die eine legte sich sofort an den Griff seiner Pistole, während die andere als aller erstes an seinen eigenen Mund fasste um zu überprüfen, ob sein Gesicht noch abgedeckt war. So suchte Sam seinen Abstand. Er zeigte nicht sein Gesicht und eigentlich nicht seine Wut, er ließ niemanden näher als notwendig und doch.. entspannte sich seine Statur für seine Verhältnisse sehr schnell als er Ferret vor seinen Augen verstand. Vor den Augen, die von der Wasserzunahme und dem kurzen Schlaf definitiv viel mitgenommen hatten an Erholung - trotz seiner Augenringe. Er wusste nicht, wie lange er geschlafen hatten. So lange wie er noch nachgedacht hatte vielleicht eine halbe Stunde? Weniger? Aber er fühlte sich erholt wie lange nicht mehr, als er die Umgebung um sich erkannte und weder die Welt zusammen gebrochen war, noch ein Hilfeschrei seiner kleinen Schwester oder ein Husten ihn aus dem Schlaf gerissen hatten. Sondern.. eine..? Hand? Verwirrt fasste sich Sam an die Stelle, an der ihn Ferret zuvor berührt hatte und auch seine verlegene Röte blieb nicht aus, als er schwer schluckte und den Mann vor sich nur verwirrt aus müden Augen ansehen konnte.
      "W-" - "Es ist alles ruhig draußen. Wir müssen wenn dann jetzt los. Und ich weiß ich kann dich nicht überzeugen...aber kommt mit mir mit. Bitte. Ich kann und will nicht zusehen wie wir getrennte Wege gehen, wissend das ich euch helfen will. Ich lass euch auch in Ruhe wenn das dein Wunsch ist, aber bitte, mach nicht den Fehler wie ich und geh ein Risiko ein wenn es einen sicheren Weg gibt. Ich werde auf euch beide aufpassen und tun was ich kann damit wir schnell am nächsten Lager sind und ihr eure Vorräte aufstocken könnt."
      Was.. war denn in den gefahren? Bitte? Er flehte.. förmlich, dass sie mitkämen? Es.. Nein, es ging nicht um ihn. Sein Herz sollte.. nicht höher schlagen von diesem Blick, weil er nicht Sam meinte. Er wollte das Beste für Kylie. Wegen.. seiner Schwester. Er wusste nur, dass er Sam nicht übergehen konnte. Er.. durfte.. nicht so dumm sein und sich wirklich angesprochen fühlen. Nicht so blöd sein und Herzklopfen bekommen nur weil ein anderer Kerl ihn so ansah.. Gott, war er wirklich so ein hoffnungsloser Fall? Nein, er.. war nur müde. Müde und erschöpft, und pff vielleicht sogar ein wenig einsam, hm? Nur deshalb.. spürte er noch immer die Hand auf seiner Wange.. Aber was..?
      "Ich selbst bleibe dort 5 Tage. Vielleicht...nehmt ihr die als Probetage? Ich überlass es dir. Aber ich brauch...jetzt eine Antwort."
      Was.. redete er denn da?!
      "Kommt ihr mit mir mit?" - "..Hah?!"
      Das war alles, was ihm viel zu verspätet von den abgedeckten Lippen purzelte, bevor er sich etwas die Augen rieb und zwischen dem hochgewachsenen Mann und seinem Rucksack hin und her sah. "J-Jetzt warte doch mal, du-du-du..! Also ERST EINMAL weigere ich mich hiermit ganz offiziell dich mit einem Tiernamen anzusprechen und weil du deinen richtigen nicht sagst, taufe ich dich jetzt.. keine Ahnung.. Adam. Du siehst aus wie ein Adam, also nenne ich dich jetzt Adam.", fing Sam etwas unorganisiert an seinen Rucksack zu kontrollieren, ob noch alles da war und.. ja, steckte sogar die halb getrunkene Wasserflasche ein, bevor er mit seinem kleinen Walkie-Talkie seine Schwester anfunkte. Er sagte nichts, er drückte nur den Senden-Knopf ein paar Mal, wissend, dass ihr Gerät reagieren würde und sie käme, wenn sie soweit ist, bevor er sich ein wenig die Schläfen rieb und.. auch ein wenig von dem Mann weg rutschte, der von seinen müden klaren Augen für einen kurzen Moment als.. vielleicht ein klein wenig attraktiv angenommen wurde, was aber Sam eben gerade jetzt überhaupt nicht gebrauchen konnte. "Also, Codename: Adam, ich uhm.. D-Denk ja nicht, dass du mich überzeugst nur weil du plötzlich das Wort 'Bitte' kennst oder-oder mich ansiehst wie ein kleiner Hund oder-.. Was laber ich da!? Ich- Auch egal! Das- Das entscheide ich nicht alleine und-" *Knarz*
      Damit trat schon der Mensch auf die Fläche, der eben genauso mitreden konnte und musste. Eine -sich wie zuvor Sam die Augen reibende- kleine Kylie kam herein und sah einen Moment zwischen den beiden Männern hin und her, bevor sie lächelnd das Frettchen wieder an sich nahm, das wohl jetzt schlicht entschieden wurde, dass es zu ihr gehörte. "Was entscheidest du nicht ohne mich?", fragte sie hörbar etwas müde, während Sam vom Sofa aufstand und sich selbst nicht nehmen konnte Ferret noch ein wenig zu mustern im Vorbei Gehen. Denn so ein.. plötzlicher Sinneswandel war schon.. fragwürdig.. und.. Oder sah er Gespenster? Stand er immer so neben sich, wenn er aufwachte..? Überhaupt, dass er geschlafen hatte..! Das war.. alles.. seltsam.
      Aber wichtiger war Kylie, vor der er sich hinhockte und von dort aus sogar leicht zu ihr aufsehen musste. "Ich entscheide nicht ohne dich, ob wir.. dem mutmaßlichen Psychopathen dort hinten folgen in-.. also in den Westen. Wo es vielleicht etwas Medizin für dich gibt. Oder aber, ob wir uns hier verabschieden und unserem alten Plan folgen Richtung Meer."
      Nein, er sagte nichts vom Lager. Und er.. hoffte einfach, dass Ferret das stumm akzeptieren würde, dass er sich selbst die Möglichkeit offen legen wollte vorzeitig sich von ihm zu trennen und einen anderen Weg einzuschlagen. Und wieso ihr Ziel das Meer war? Einfach nur.. weil Kylie noch nie eines gesehen hatte. Sam war zwar auch nie an einem gewesen, aber er kannte die Bilder. Die Videos noch vor dem Chaos. Ihm war es nicht wichtig.
      "Nicht jeder Mensch ist ein Psychopath.." - "Er redet mit einem Frettchen. Ist schon irgendwie psycho, musst zu zugeben.", schmunzelte er beinahe ein wenig, während Kylie eine Hand vom Frettchen löste und an Sams Maske legte in der Manier sie hinunter zu ziehen, aber Sam hielt sie fest. "Bitte.." Sein Blick sprach für sie Bände. Samuel.. konnte sich eben nicht so leicht öffnen. Er wollte Abstand. Er spielte sich selbst eine Sicherheit vor mit Maske und Pistole, glaubte sich hinter beidem Verstecken zu können vor Fremden. Und trotz seines kleinen Ausbruchs.. war er noch nicht bereit sein Gesicht zu zeigen. Nicht, dass er etwas besonderes dort hätte.. Tatsächlich war sein Körper für die Umstände, in der sie lebten, beinahe rein. Er kämpfte eben nicht. Er trug auch keine kurzen Sachen, unter seiner Jacke war ein langes Shirt, egal wie warm es war. Ein paar Kratzern an den Fingern vielleicht, oder blaue Flecke nach Unfällen, aber er war als Läufer ein Mensch, der definitiv zu unversehrt - wenn auch abgemagert - aussah für jemanden, der außerhalb eines Lagers lebte.
      Deshalb verstand Kylie aber noch nie, wieso er sich versteckte. Aber sie akzeptierte es mit einem Seufzen, bevor sie zum Frettchen hinunter sah und etwas grinste. "Willst du, dass wir mitkommen, Chuck?", lachte sie ein wenig, bevor sie ihrem Bruder die Zunge heraus streckte. Wieso? Weil sie jetzt eben auch mit einem Frettchen sprach und damit ein Psychopath sein musste nach Sams Logik, welcher etwas seufzte und den Kopf schüttelte - ihr im selben Atemzug Chuck abnehmend und beiseite legend. "Kylie, bitte. Das ist jetzt wichtig, okay?" - "Und.. was denkst du, was besser ist?"
      Schwierige Frage. Mit einer schwierigeren Antwort, als Sam über die Schulter nach hinten zu Ferret sah und.. zögerte.

      "[...]Viele Fehler gemacht habe. Und ich will einfach andere davor schützen das gleiche zu tun.[...]"
      "Die Welt ist beschissen...aber das ist kein Grund auf zu geben."
      "Ich zwinge dich nicht mit zu kommen...aber vielleicht würde es euch beiden gut tun. Wenigstens für eine Weile...
      "bitte, mach nicht den Fehler wie ich und geh ein Risiko ein wenn es einen sicheren Weg gibt."

      "Ich denke.. dass wir auch in Richtung Westen ans Meer kommen.. und es sicherer ist, wenn wir eine Weile mit ih-" *Paff*
      Was ihn verstummen ließ, waren die Arme seiner kleinen Schwester, die sich erleichtert um seinen Hals legten und genutzt wurden um ihren ganzen Körper an ihn zu pressen. Eine Umarmung, die er natürlich erwiderte, wenn auch verwirrt.. Aber das leise "Danke.." seiner Schwester, das ihr Herz erleichterte und seines nur erschwerte, schaffte schnell für Klarheit.
      Sie.. hasste es wirklich, mh? Dieses ständige Allein-Sein. Sie war so erleichtert mal wen anderes kennen zu lernen.. Sie-.. Ihr Bruder reichte ihr nicht als sozialer Umgang.

      "Und selbst wenn ihr dann der Meinung seid ihr wollt auf eigene Faust weiter in dieser scheiße leben- was by the way sicher sehr gut für die Kleine ist- dann könnt ihr immer noch weiter ziehen."

      ..Das Beste für sie.. war das, wovor Sam am meisten Angst hatte. Er wusste es schon eine Weile. Er wusste auch irgendwo in sich immer.. dass sie sicher nicht von jedem Lager abgewiesen werden würden wegen ihrer Krankheit. Vermutlich von mehr Lagern wegen seiner Eigenart Menschen sofort die Waffe an den Kopf zu drücken. Aber jetzt..? Wo sie wirklich eine reelle Chance hatten.. ein Teil von dieser Grausamkeit zu sein.. war er eigentlich schrecklich egoistisch damit, dass er es nicht einmal mehr versuchen wollte. Ach Scheiße..
      "Jaja.. Na komm. Kuss?" Damit löste er sich von ihr und deutete mit einem Finger auf seine Wange, wo er auch sofort einen kleinen Kuss von ihr bekam, bevor er seinen Rucksack aufsetzte und dieses Mal Kylie an die Hand nahm, statt direkt auf den Arm, bevor er sich wieder zu Ferret drehte und.. etwas nickte. Er machte kein Geheimnis daraus, wie schwer es ihm fiel. Oder wie gerne er.. gehen wollte. Wie viel Angst er eigentlich hatte ihr Schicksal wirklich in die Hand eines anderen Mannes zu legen. Aber ihnen beiden lag Kylie am Herzen. Und dafür.. würden sie sich zusammen reißen. "Also dann, Captain Ferret! Sie haben das Kommando!" - "Was für ein dummer Name..." - "Das ist ein süßer Name!" - "..Was auch immer. Wir.. folgen dir. Ein wenig. Wenn es brenzlich wird, sind wir aber sowas von weg. Genauso, wie wenn du irgendeinen Scheiß versuchst.."
      Also.. auch wenn das mit der Medizin nicht stimmte. Denn offensichtlich hatte Sam kein Problem damit für seine Schwester zu hungern, aber sein Hungern half ihr nicht mit ihrem Asthma. So einfach war das.
    • Russel D. Adams

      ,,...Nenn mich nicht Adam." War das einzige was er dazu sagte, aber irgendwie hatte Russel schon das Gefühl das Sam sich bereits entschieden hatte ihn von jetzt an so zu nennen, wenn er ihm seinen richtigen Namen nicht sagte. Und noch war...Russel dazu nicht bereit, also würde er jetzt wohl Adam heißen. Aber wenigstens hatte er getrunken und nahm auch die Flasche an. Still für sich hoffte Russel das die beiden sich das Wasser gut einteilen könnten. Klar er hatte immer mehr mit als er brauchte...aber trotzdem wäre es nicht schlecht sparsam zu sein.
      Als er seine Schwester anfunkte packte auch Russel seine Sachen wieder ein, schmunzelte dann als Samuel anfing mit ihm zu sprechen. "Also, Codename: Adam, ich uhm.. D-Denk ja nicht, dass du mich überzeugst nur weil du plötzlich das Wort 'Bitte' kennst oder-oder mich ansiehst wie ein kleiner Hund oder-.. Was laber ich da!? Ich- Auch egal! Das- Das entscheide ich nicht alleine und-" '*Knarz* Und schon lagen die Blicke beider Männer auf dem kleinen Mädchen, während Chuck zu ihr ging und sich nur zu gern an sie kuschelte. Natürlich fiel Russel der Blick auf, aber er sagte nichts und ließ die beiden das einfach klären. Auch wenn er die Augenbraue skeptisch hob, als er als Psycho abgestempelt wurde nur weil er mit Chuck redete. Umso mehr lachte er aber als seine Schwester ihm wie zuvor schon auf der Nase herum tanzte. ,,Willst du, dass wir mitkommen, Chuck?" Natürlich fiepte das Tier ein wenig während Russel eben lachte und kopfschüttelnd sich etwas gegen das Sofa lehnte. Als Kylie Sam nach seiner Meinung fragte. Und Russels Blick wohl nicht ernster hätte sein können, als dieser zu ihm sah. Er kannte seine Meinung und seine Einstellung...jetzt lag es eben an ihm.,,Ich denke...dass wir auch in Richtung Westen and Meer kommen...und es sicherer ist, wenn wir eine Wrile mit ih-" Und das war der Moment, in welchem Russel sich weg drehte. Denn den Moment wollte er den beiden lassen, da hatte er einfach nicht zu glotzen, weswegen er einfach zu seiner Flinte ging und sie nachlud. Sich mehr darum kümmernd als zu zu sehen wie die beiden...eben waren wie er und Jenny. Gott sie hatten sich so oft in den Haaren und Jenny war um einiges schlauer als Russel, raffiniert und ausgefuchst, wäre sie noch da...würde sie sicher ein tolles leben führen. Sie wollte immer Dinge erfinden und das würde in dieser Zeit gerade so vielen helfen. Gott er...durfte wirklich nicht zu sehr über sie nachdenken.
      Er sah wieder zu den beiden, wie sie Hand in Hand da standen, als er das Nicken sah und kurz durchatmete. "Also dann, Captain Ferret! Sie haben das Kommando!" - "Was für ein dummer Name..." - "Das ist ein süßer Name!" - "..Was auch immer. Wir.. folgen dir. Ein wenig. Wenn es brenzlich wird, sind wir aber sowas von weg. Genauso, wie wenn du irgendeinen Scheiß versuchst.." Er hob den Kopf ein bisschen, eh er an Sam vorbei ging und wiedermal durch seine Haare wuschelte. ,,Komm runter und sei mal ein wenig mehr wie deine Schwester. Ich hätte euch längst was getan wenn ich wollte." Den Satz konnte er definitiv nicht oft genug sagen, denn es stimmte. Wenn Russel jemanden etwas antun wollte fackelte er nicht lange. Und wieso sollte er...ausgerechnet ihnen etwas tun...
      ,,Gut, dann los geht's. Bleibt hinter mir und merkt euch diese Zeichen damit wir auch im stillen kommunizieren können." Und dann begann er seine Handzeichen zu erklären. Eine nach oben ausgestreckte Hand hieß 'stehen', eine wirkende 'weiter gehen', ein ausgestreckter Zeigefunger 'Achtung', ein Daumen nach oben 'alles okey', ein sich drehender Zeigefinger 'Umgebung im Auge behalten' und eine nach oben gerichtete Faust 'verstecken'. ,,Und damit ist gemeint das ihr euch versteckt während ich mich auf die Gefahr konzentriere. Chuck wird dann bei euch bleiben und euch warnen falls etwas passiert, sollte ich verletzt werden wird er euch zum La-" Stimmt. Sam wollte nicht das Kylie es wusste. Also...musste er das akzeptieren. ,,Zum...Lagerplatz führen. Wir haben alle paar Kilometer einen und von denen aus kann man sich gut weiter orientieren. Der nächste ist 5 Stunden entfernt und wenn wir vor Sonnenuntergang dort ankommen wollen müssen wir jetzt los, falls etwas dazwischen kommt müssen wir Notlager aufstellen."
      Das ganze ging er sichtlich ehr für sich selbst noch einmal durch als für die beiden, als er kurz seinen Nasenrücken mit Zeigefinger und Daumen zusammen drückte und die Augen zukniff. ,,Das heißt nur kleine Zeischenstops falls ihr eine Pause braucht oder so, essen und trinken habe ich alles Munition hab ich und...Ja. Wir können los."
      Und damit kam auch schon das winkende Handsignal das sie ihm folgen sollten, eh Russel sich mit ihnen vor eine Verbarikadierte Tür stellte und anfing diese Mithilfe eines beistehenden Hammers auf zu brechen. ,,Verbarikadieren ist schön und gut aber falls das unwahrscheinliche wahr wird und hier ein Zombie rein kommt bleibt einem nichts übrig außer kämpfen, denn eh man das hier auf hat..." Er machte eine Pause als er ein weiteres Brett wegbrach. ,,...vergeht viel zu viel Zeit." Was er auch nur erzählte weil er genervt war das er das eben jetzt alles machen musste und als er endlich fertig war und die Tür aufging sah er sich natürlich noch etwad um, eh er mit geladenen Waffe in den Händen das Haus verließ.
      ,,Chuck." Rief er das kleine Tier, welches aber...nicht kam. ,,Chuck..." Grummelnd drehte er sich herum, nur im zu sehen das sein Pelziger Freund in den Armen des Mädchens schlief. ,,Mhm...fauler Kerl..." Grummelte er vor sich hin und wandte den Blick wieder nach vorn. ,,An dem Lagerplatz zu dem wir gehen gibt es ei Fluss. Falls ihr euch waschen wollt." Gab er noch als Information mit, seufzte dann und konzentrierte sich lieber auf dem Weg. Denn auch wenn sie auf den Straßen soweit sicher waren -hier konnte sich eben kein Zombie hinter Autos oder Mauern verstecken- blieb er eben trotzdem sehr wachsam.
    • Samuel Brown
      "H-Hey!! Lass den Scheiß gefälligst!" - "Komm runter und sei mal ein wenig mehr wie deine Schwester. Ich hätte euch längst was getan wenn ich wollte." - "Kein Grund für- F-Fass mich nicht einfach an!", fauchte und beschwerte sich der junge Mann, der sich unter seiner Maske versteckte und Kylie nur los ließ um sich selbst durch die Haare erneut zu fahren. Wie sollte er mehr sein wie Kylie? Gedankenlos und unvorsichtig? Er hatte die Verantwortung, natürlich konnte er nicht einfach..!
      Und trotzdem. Und trotzdem starrte er ihm verlegen etwas nach, bevor ihn ein Anstupsen von Kylies Ellenbogen dazu bewegte ihm wirklich zu folgen. Ihm zu folgen nur um vorgeführt zu bekommen für wie nutzlos der Kerl ihn halten musste, als er ihm die Zeichen erklärte und..
      "Und damit ist gemeint das ihr euch versteckt während ich mich auf die Gefahr konzentriere. Chuck wird dann bei euch bleiben und euch warnen falls etwas passiert, sollte ich verletzt werden wird er euch zum La- Zum...Lagerplatz führen."
      Natürlich. Wieso sollten sie auch nur für ein paar Sekunden nützlich sein? Nein, sie waren Ballast. Ballast, den der tolle Held des Ödlandes gnädiger Weise mit sich nahm um zu einem Ziel zu kommen, das Sam hasste. Dass er respektierte, dass Sam ihr noch nichts vom Lager sagte.. war auch schon alles. Und trotzdem hörte man das frustrierte "Tch.." unter seiner Maske leise, während er seine Zähne zusammen presste und es einfach hasste. Alles hiervon. Für Kylie machte es sicher keinen Unterschied, ob nun Sam auf sie aufpasste oder ihr dummer Held, den sie keine 2 Stunden wirklich kannte und trotzdem mit diesem bewundernswerten Blick ansah, als wäre er das Maß der Welt. Und wieso? Nur weil Sams Art sie zu schützen ihr nicht gefiel? Trotzdem hatte er es getan, Tag für Tag, Jahr für Jahr. Er hatte sie am Leben gehalten und wurde in Nullkommanichts auf die selbe Stufe gestellt wie ein 11-jähriges Mädchen.
      "Verbarrikadieren ist schön und gut aber falls das unwahrscheinliche wahr wird und hier ein Zombie rein kommt bleibt einem nichts übrig außer kämpfen, denn eh man das hier auf hat...vergeht viel zu viel Zeit." - "Stell dir nur vor, wie schnell es gehen würde, wenn hier ein anderer Mann- Oh. Nein, klar, ich bin auch nur ein Kind, wie dumm von mir, 'Großer'.", zischte er hörbar eingeschnappt darüber, dass der Kerl sich als so erhaben betrachtete mit seinen Muskeln und Tattoos und-und Waffen und- was auch immer!, dass er nicht einmal für so etwas lapidares deine Hilfe in Anspruch nehmen wollte. Natürlich. Wieso auch. "Sam, lass ihn.. Er will eben nicht, dass wir uns weh tun!" Wir. 14 Jahre Unterschied und kaum steht da der Kerl, stellt auch sie sich auf eine Stufe mit ihm. "..Sicher. Dann können wir auch selbst laufen, schätze ich." Zickig? Ja, ein wenig. Etwas, was Kylie nur etwas schmunzeln ließ, auch als die Tür sich öffnete und sie ihren Weg antraten - mit einem trotzigen Sam neben ihr. Der ihr natürlich nicht von der Seite wich und sichtlich eine Hand angespannt in Bereitschaft hatte um sie jeden Moment einfach hoch zu hieven und zu tragen.
      Eigentlich sollte ihr Weg von Ruhe und ähnlichem geprägt sein, wie es sich gehörte. Aber Kylie.. war eben aufgeregt mit Frettchen im Arm und Ferret vor sich. Und dann noch mit der Aussicht auf einen Fluss! "Haah~ Das klingt toll!" - "Kylie." - "Wir konnten uns lange nicht mehr an einem Fluss einfach waschen in Ruhe! Allerdings lag das wohl eher an Zeph, wer macht auch einfach eine Wasserbombe in einen beinahe ausgetrockneten Fluss und schreit dann wie am Spieß in einer Welt mit Zombies?" - "Kylie." - "Das war das erste Mal, das Sam wen anderes als mich getragen hat! Ich dachte erst, er würde ihn liegen lassen, aber- NHnmghhn.. Mh?"
      Damit landete Sams Hand auf ihrem Mund und seine Augen mit einem funkelnden Blick hinunter auf ihr, jedoch.. mit einem Seufzen. "Erstens: Erzähl nicht einem Fremden deine halbe Lebensgeschichte nur weil er ein Frettchen hat. Zweitens: Er will sich genauso konzentrieren wie ich, also halt deine kleine Schnute. Und.." Als er die Hand von ihr abnahm und hinter seinem Kopf verschränkte.. "Außerdem wollte ich ihn liegen lassen." - "Wieso hast du es nicht?" - "..Du mochtest ihn. Und jetzt, shush."
      Wenn sie schon reden mussten, dann gäbe es sicherlich bessere Gesprächsthemen als.. Zeph. Zeph, der ihn küsste, starb und sie beinahe mit sich riss. Und je länger er darüber nachdachte.. desto eher glaubte Samuel wirklich, dass er wollte, dass sie mit ihm drauf gehen. Vielleicht war es sein Pessimismus oder seine Abneigung gegenüber Menschen im Allgemeinen. Vielleicht auch nur ein Schutz um nicht zuzugeben, dass er ihm.. vielleicht etwas fehlte. Aber Zeph hat immer gelacht, obwohl er in Sams Alter gewesen war. Er hat rumgealbert und schien irgendwie von der Apokalypse völlig unberührt zu sein, aber als er sich damit abfand, dass er sterben musste, hatte sogar er sicher Angst, nicht? Vielleicht einfach nur Angst davor alleine zu sterben. Vielleicht Angst davor, dass Sam ihn vergessen würde wie jeden und Kylie nicht sagen würde, dass er tot war wie.. bei jedem. Angst davor, dass sein Leben keinen Unterschied machte - obwohl es das doch nun wirklich nicht tat. Ohne ihn wäre es so viel weniger stressig gewesen die letzten Woche. Entspannter. Sicherer.
      ..Aber ja, vielleicht auch ein wenig langweiliger.. Aber langweilig war in dieser Welt doch etwas gutes. Irgend-
      "Hey!" - "Bist du immer alleine?"
      Kurzerhand war Kylie eben.. ganz Kylie als sie wie lange ruhig war? 5 Minuten? Und kurz darauf den Schritt etwas anzog nur um mit einer Hand nach 'Adam's zu greifen und zu ihm aufzusehen, mehr als interessiert ihrem Helden etwas näher zu sein. "Kylie, falsche Hand! Außerdem er-.. Er hat viele Leute, denen er helfen will und wenig Zeit, also ist es.. doch nur klar, dass er viel alleine- Viel mit Chuck zusammen ist, statt alleine. Und- Und jetzt komm weg von ihm..!" - "Jetzt sei nicht so, Chuck ist ein toller Wachhund und ist ganz ruhig, also können wir uns doch auch kennen lernen! Wir sind doch jetzt ein Team! Er ist doch quasi ein Brown damit!" - "Er- Das- Nein. Wir sind eine vorübergehende Kooperation und kein Ehepaar..!" - "Aber-" - "Nein!!"
    • Russel D. Adams

      ,,Ich hätte ihn liegen gelassen..." Murmelte Russel ehr zu sich selbst und so das auch nur et es hören konnte, dieser Zeph wurde ihm tatsächlich immer unsympathischer. Kein Wunder das er gestorben war wenn er so unvorsichtig war. Aber das würde er den beiden nie so sagen, er war anscheinend...wichtig für sie. Also hielt er die Klappe, verdrehte nur die Augen als er dem Gespräch etwas folgte. Klar...weil sie ihn mochte. Russel kannte die beiden keine zwei Stunden, aber wenn er eines wusste, dann das Samuel sicherlich nicht jeden nahe an seine Schwester lassen würde. Oder mit jemanden mitgehen würde. So skeptisch wie er war...Nein, wer auch immer Zeph war, Sam...mochte ihn wohl. Und so leid es Russel auch tat, aber vielleicht war es ganz gut so das er nicht mehr da war. Alleine schon von den zwei Aktionen die er nun kannte wusste er, dass sie ohne ihn wohl...besser dran waren. So fies es klang. Ob die Kleine es wusste das e-
      ,,Hey!"-,,Bist du immer alleine?" -,,...Eh?" Irritiert sah Russel auf die Hand welche Kylie einfach für sich beanspruchte, sah zwischen dieser und dem Mädchen hin und her und...seufzte innerlich. Gott diese...strahlenden Augen waren schrecklich. Wieso interessierte sie sich für ihn? Sonst war er den Leuten doch auch egal. Sonst fragten sie auch nur nach wann sie da waren und ob er noch Proviant hatte. Klar es gab Ausnahmen...aber die Kleine hier würde wohl eine große Ausnahme sein. "Jetzt sei nicht so, Chuck ist ein toller Wachhund und ist ganz ruhig, also können wir uns doch auch kennen lernen! Wir sind doch jetzt ein Team! Er ist doch quasi ein Brown damit!" - "Er- Das- Nein. Wir sind eine vorübergehende Kooperation und kein Ehepaar..!" - "Aber-" - "Nein!!" -,,Oh man ey..." Seufzend legte er den Kopf in den Nacken, brauchte einen Moment, eh er zu dem Mädchen sah und...lächelte. Natürlich lächelte er. Es war ein kleines Mädchen, wer wäre denn zu herzlos sie nicht nicht zu lächeln?
      ,,Also erstmal: Ich bin dank Chuck nie alleine. Andere Menschen...bedeuten Verantwortung. Davon kann dein Bruder sicherlich ein Lied singen, ich war auch mal in seiner Rolle und musste auf meine Schwester acht geben. Sie ist schon lange nicht mehr unter uns und...dann war ich alleine und...dann fand ich Chuck als er noch ein Baby war...dann gehörte ixh kurzzeitig zu einer Gruppe aber...glaub mir Prinzessin, ich bin lieber alleine. Was meinen Spitznamen sinnlos macht da Frettchen Rudeltiere sind...ich bin wohl ehr ein Iltis." Ein kleines Lachen entkam ihm, als er ihre Hand ein wenig drückte. ,,Und so geehrt ich mich auch fühle, aber das heißt auch das ich kein...'Brown' bin. Tut mir leid Kleine, aber du und dein Bruder ihr seid doch ein gutes Team, nicht? Auf Dauer würde da ein alter Mann wie ich doch nur stören. Und noch was..." Langsam ließ er ihre Hand los, strich ihr sacht über den Kopf. ,,Dein Bruder hat recht...falsche Hand. Ich muss bereit sein euch beide zu beschützen wenn Gefahr kommt...und er ist dafür da um ganz auf dich auf zu passen. Wie ein Ritter der die Prinzessin beschützt, hm? Und ich bin eben...Was auch immer." Ein Held war er auf jeden Fall nicht. Ein Held machte Dinge weil er sie tun wollte...nicht weil er nichts mehr zu verlieren hatte und eine Schuld begleichen wollte, die er nicht begleichen konnte.
      ,,Und jetzt...werd ich etwas vor gehen um alles beobachten zu können, ja? Ihr passt hier hinten auf. Teamwork." Kurz hielt er ihr die Faust hin, wartete bis sie ihre dagegen schlug, eh er nickte und nach vorn ging um...alleine zu sein. Damit die beiden nicht sahen das ihm dieses kleine Gespräch viel zu nahe ging. Damit sie nicht sahen das das alles ihn...eben doch beschäftigte. Er war ja kein Stein aber...das hieß ja nicht das jemand wissen musste das er verletzlich war. Schon gar nicht ein kleines Mädchen, welches noch viel zu sehr an diese dummen Heldengeschichten glaubte.
    • Samuel Brown
      Es nervte ihn schrecklich. Wie sehr Kylie anfing zu strahlen, als sie wirklich ein Lächeln von ihm bekam. Und ein wenig fragte sich Samuel: Hatte er einen Fehler gemacht ihr all diese Geschichten zu erzählen? Sie von anderen Menschen hören zu lassen? Überhaupt 'Ferret' als Symbol der Hoffnung irgendwie in ihren Kopf zu lassen? Denn wenn sie älter wäre, würde sie verstehen, dass dieses Symbol selbst nur ein gebrochener Mann war mit Mauern, die wohl keiner erklimmen konnte. Aber wenigstens spielte er mit irgendwie.
      Und wäre er die beiden - oder viel mehr.. ihn.. - mit einem immer sanfter werdenden Blick beobachtete, zog die kleine Kylie einen Schmollmund als ihr Held ihr sagte.. dass er lieber alleine war. Wenn auch mit einem echt schrecklichen kleinen Scherz, der sogar Sam unterhalb der Maske ein wenig schmunzeln ließ. Er.. hatte ein ungeahntes schönes Lächeln eigentlich.. Weder die Narben, die Flecken oder die Tattoos schmälerten irgendwas davon ab, ganz im Gegenteil. Es war.. komisch ihn anzusehen. Es war komisch, wie sein Bauch sich dabei zu drehen schien und wie dieser sachte Schauer über seinen Körper ließ während sich nahezu jeder Millimeter des Lächelns in Sams Gehirn zu brennen schien.
      "Und so geehrt ich mich auch fühle, aber das heißt auch das ich kein...'Brown' bin." - "Aber-" - "Tut mir leid Kleine, aber du und dein Bruder ihr seid doch ein gutes Team, nicht? Auf Dauer würde da ein alter Mann wie ich doch nur stören. Und noch was..."
      Und damit passierte etwas, womit zumindest Sam überhaupt nicht gerechnet hatte. Er.. bekam Zustimmung von ihm?!
      "Dein Bruder hat recht...falsche Hand. Ich muss bereit sein euch beide zu beschützen wenn Gefahr kommt...und er ist dafür da um ganz auf dich auf zu passen. Wie ein Ritter der die Prinzessin beschützt, hm? Und ich bin eben...Was auch immer." - "Sam ist eher wie ein Hofnarr!" - "Na danke auch.."
      Wie ein Ritter, der seine Prinzessin beschützt. Was für ein.. Vergleich, der für ein Kind äußerst angebracht war, auch wenn eben dieses Kind sichtlich anfing zu schmollen, als Sam sogleich die freie Hand in seine nahm und damit wirklich ein kleines Stück wieder zu sich zog, jedoch nicht außer Reichweite für Ferret. Ferret, der eine schmollende Kylie zurück ließ mit einem Fistbump und einem "Teamwork..", welchem man anhörte, wie wenig ihr gefiel, dass sich der Mann direkt von ihnen entfernen wollte, wo sie doch so viel mehr über ihn wissen wollte. Aber kaum ging er die ersten Schritte seufzte sie nur ein wenig.
      "..Er vermisst sie, oder?" - "..Oh Kylie.."
      Es war eine Art Gespräch, von der er nicht wusste, wie er sie führen sollte. Und eigentlich auch eines, dass er nicht führen müsste, wenn er wüsste, wie viel erwachsener Kylie darüber eigentlich dachte. Wie viel sie wusste, was Sam trotzdem versuchte zu verheimlichen. Vorsichtig ging er auf die Knie und hob seine Schwester wieder auf seine Hüfte, während er Ferret auf dem Abstand folgte, den er haben wollte und.. nicht wusste, was er sagen sollte, ohne mit ihm zu sympathisieren, was er schlicht nicht wollte. Es.. hätte ja eh keinen Sinn. Das hatten diese gemeinschaftlichen Kampagnen nie. Man endete getrennt.. oder tot.. und so oder so, musste er am Ende versuchen ihr zu erklären, wieso sie nur einander hatten.
      "Natürlich vermisst er sie. Sowas machen große Brüder eben, sie beschützen und kümmern sich und.. es bricht ihnen das Herz, wenn sie fehlschlagen.. Sowas verkraftet man nie. Du wirst doch auch nie aufhören Dad zu vermissen, oder?" - "Aber das ist doch.. traurig. Wenn er deshalb alleine bleibt, weil er Angst hat." - "...Das.. ist es wohl.. Aber das ist nicht deine oder meine Entscheidung."
      Auch wenn Kylie da anderer Meinung war. Aus dem einfachen Grund, das sie Sam kannte. Und Sam sich ebenfalls sehr aktiv dafür entschied einfach niemanden an sich ranzulassen. Und gerade jemand wie der Held der Geschichten hatte sicher viele Möglichkeit mit anderen Menschen glücklich zu werden und sie zu halten - aber er wollte es nicht mehr. Oder er traute sich nicht mehr.
      "..Können wir nicht länger bei ihm bleiben?" - "Hah?!"
      Mit sichtlich fragendem Blick hob Sam eine Augenbraue und sah zu seiner Schwester zur Seite, beinahe über einen Stein stolpernd auf dem Weg, weil ihn die Frage so.. irritierte. So irritierte, weil Kylie und er wirklich unterschiedlich wie Tag und Nacht waren, was Menschen anging. Sam wollte weg und Kylie.. ihn am Liebsten retten vor der Einsamkeit.
      "Er ist bestimmt nicht glücklich alleine, das bist doch nicht mal du!" - "Was heißt hier 'nicht Mal'.. außerdem bin ich nicht alleine." - "Ja, du hast mich, aber er hat keine Schwester mehr. Also ist es doch unsere Pflicht ihn etwas glücklicher zu machen! Helden sollten ein Happy-End haben, also werden wir es!" - "Kylie.. Er will es nicht, das hast du mitbekommen, oder? Menschen sind Verantwortung und-" - "Er hat nicht gesagt, dass er nicht lernen will wieder mit Menschen zusammen zu sein! Anzufangen Menschengruppen zu vermeiden macht einen langfristig nicht glücklich und ihn auch nicht. Ihr würdet euch bestimmt auch gut verstehen! Ihr könnt quasi gemeinsam.. Menschen ausschließen. Aber eben nicht alleine! Wir beide können doch seine Ritter werden!"
      ...Was... sollte er dazu sagen? "..Frag.. ihn das besser selbst später, okay? Das ist nichts, was wir einfach entscheiden können."
      ..und nichts wozu er 'ja' sagen würde. Ferret wollte sie retten, in einem Lager einsperren und würde vermutlich nie wieder kommen. Sie waren nichts besonderes für ihn, sondern eben nur ein paar Schafe, die er zu einer Herde bringen wollte und danach nicht mehr von anderen unterscheiden könnte. Er würde sie noch in der Sekunde vergessen, in der er sich umdrehte - genau wie.. Sam es tat. Aber das konnte er nicht in kindergerechte Worte packen, also hoffte er schlicht, dass Ferret selbst schon Erfahrungen hatte mit.. Menschen, die bei ihm bleiben wollten. Auch wenn sie so funkelnde Augen hätten wie Kylie. Aber von ihnen als Gruppe.. da käme nichts Gutes bei rum. Sie nervten ihn sicherlich auf eine Art und Weise, während sie ihn gleichermaßen sicherlich an Jenny und ihn erinnerten und es.. weh tun musste. Ähnlich wie ihm der Gedanke weh tat ihn anzusehen und zu wissen, dass in ein paar Jahren er genauso verschlossen sein wäre, wenn Kylie jetzt etwas passieren würde. So.. waren große Brüder nun mal..
      Und so verging noch eine ganze Weile, während irgendwann das Frettchen in Kylies Armen aufwachte und nach vorne wieder zu seinem Herren lief, ihn vermutlich aufmuntern. Etwas, was Sam nicht konnte und auch nicht wollte. Er kannte seinen Platz. Und sein Platz war an Kylies Seite und an niemandes sonst. Ferret.. wüsste schon.. was er wollte. Er hatte lange Zeit so gelebt und sich entschieden nichts zu ändern - das würde nicht plötzlich ein Sinneswandel bewirken nur weil ein kleines Mädchen bei ihm bleiben wollte um ihn aufzumuntern. Trotzdem erzählte Kylie ihm von so vielen Ideen, die sie hatte nur um Ferret zu überzeugen oder glücklicher zu machen, wenn auch nur für eine Weile, was sicher schön war als Gedanke, jedoch völlig unangebracht angesichts der Tatsache, das das Mädchen damit sowohl Sams Ohren als auch zwangsweise eine gehörige Sichtweite seiner Augen einnahm. Eigentlich war Sam das ja gewöhnt, aber es war etwas.. anderes, da er nicht wusste, wohin sie gingen. Da er nebenbei noch drüber nachdachte einfach die nächste Abbiegung zu nehmen und mit Kylie im Arm wegzulaufen. Als sie an einer alten abgebrannten Scheune vorbeikamen, bildete der Plan sich förmlich vor seinen Augen: Von dem kaputten Karren als Vorsprung zum Balken hinüber zum nächstgelegenen Baum, über den Hügel und sie wären weg. Ob Ferret ihnen nachkommen könnte? Ob er es.. wollte? Und tatsächlich blieb er auch einen Moment stehen und starrte die Scheune regelrecht an. Er würde sich nicht bald zu ihnen umdrehen. Erst, wenn der Karren unter ihrem Gewicht mit einem Knarzen nachgeben würde, würde er merken, dass sie sich aus dem Staub machten. Er würde dieses Lächeln vergessen und sogar dieses dunkle Lachen, das er seiner Schwester geschenkt hatte. Es-
      "Sam?" - "Mh? Entschuldig-" - "SAM!!"
      Zu lange. Zu lange in Gedanken versunken gewesen und zu lange unaufmerksam vor sich hingestanden - und direkt die Quittung dafür bekommen, als er regelrecht erstarrte. Nur für einen Moment, als er die beinahe auseinander fallende Hand an seinem Stiefel spürte, die unterhalb des Karrens herauslugte und zu einem wohl.. eingeklemmten Untoten gehörte. Ein verfaulter Mann, der vermutlich unter dem Gewicht des Karrens zurück gelassen wurde und von dem praktisch keine Gefahr ausging, da es eben wirklich nur die Hand war, die ihren Weg heraus fand - nicht der Rest von ihm. Naja. Zumindest ging von ihm keine Gefahr aus, solange man nicht gedankenverloren solange dort stand, bis er einen greifen konnte und ein dumpfer Aufprall folgte, da er wortwörtlich Sam von den Füßen riss und damit natürlich auch Kylie, welche der junge Mann natürlich sofort etwas von sich stieß. Ohne Frage WEG von sich und dem Ding, das an seinem Schuh sich wohl in den Kopf gesetzt hatte ihn zu sich herunter zu ziehen, als Sam reflexartig mit seinem freien Fuß ausholte in der Manier die Hand von seinem Schuh zu treten, aber er.. mit dem alten Übel zu kämpfen hatte.
      Er erfror förmlich. War wie betäubt in der Bewegung. Und er konnte sich nicht helfen, schon lange nicht mehr. Kam ihn eines dieser.. dieser Dinger zu nahe setzte nach all den Jahren immer noch Sams Körper völlig aus. Er hörte Kylies Schrei, der Sam wieder wecken sollte nur sehr dumpf, als wäre er unglaublich weit weg und nicht auf der anderen Seite der Hand, die ihn an der Schulter rüttelte. Er sah diesen untoten Mann und sah.. jeden Menschen, den er je gekannt hatte und wieder sterben gesehen hatte, in ihm. Und konnte nicht zutreten. Nicht zuschlagen. Deshalb kämpfte er nicht. Deshalb lief er nur. Weil er, so sehr er Menschen hasste.. nicht vergessen konnte, dass jedes dieser Dinger mal einer gewesen war. Mit Familie, Freunde, vielleicht einer eigenen kleinen Schwester, die man beschützen wollte. Seine Atmung wurde flach. Sein Blick hatte mehr von Trauer als von Angst und trotzdem bewegte sich nichts. Weil er eigentlich wusste.. dass er irgendwann genau so enden würde, ob er es wollte, oder nicht.
      "S-SAM! Bitte, bitte, Sam!!"
    • Russel D. Adams

      Tatsächlich dauerte es nicht lange bis sich Russel wieder auf das hier und jetzt konzentrieren konnte. Er war eben ein Profi darin Dinge einfach runter zu schlucken...einfach so hin zu nehmen wie sie waren und auch wenn jeder Gedanke an seine Schwester und...andere Menschen schmerzte, er durfte sich davon nicht kontrollieren lassen. Er durfte nicht zulassen das sowas ihn vom wesentlichen ablenkte. Es war vergangen und das konnte er nicht mehr ändern. Was er ändern konnte war das Schicksal der beiden Personen welche ihm gerade folgten. Er konnte auf sie aufpassen, für sie da sein, so wie Chuck für ihn immer da war. Er wollte für sie da sein...die beiden sollten nicht das gleiche durchmachen müssen wie er. Keiner von beiden. Dieser Schmerz qürde bei beiden ähnlich sein, sie beide würden den Menschen verlieren der ihnen am meisten bedeutete. Das-
      ,,SAM!!"
      Wie lange war es? Zwei Sekunden? Zwei Sekunden die er weiter lief und wegen seines schnellen Schrittes schon so weit entfernt war, dass er tatsächlich einen Moment brauchte bis er bei ihm ankam. Chuck sprang schon von ihm runter und lief zu dem Mädchen um sich schützend vor dieses zu stellen, als Russel eben wirklich wie immer in diesen Situationen nur funktionierte. All seine Funktionen wurden beinahe ausgestellt, nur damit er beschützen konnte. Nur damit er denen helfen konnte, die sich nicht selbst helfen konnten. Und oh Gott, dieser Blick von Sam? Wenn er einen Blick gebau kannte, dann diesen. Dieses eingefrorene und angsterfüllte Gesicht, welches ihm zeigte, daß Sam in dem Moment absolut nichts tun konnte. Er wollte...aber er könnte nicht. Und Russel hatte auch schon eine Ahnung wieso dem so war.
      Er trat mit dem einen Fuß auf das Handgelenk des Zombies, während der andere mit einem gezielten und kräftigen Schwung den Kopf des Ungetüms weg kickte. Weit weg. So das er sogar noch ein wenig killers. Etwas was schwieriger klang als es war, die Körper dieser Viecher waren so instabil, es war ein leichtes für ihn den Monstern die Köpfe weg zu treten. Der Restlixhe Körper fiel auch einfach in sich zusammen, was für Russel eigentlich das Zeichen war das es sicher war... Aber natürlich...sollte es damit nicht genug sein.
      Denn gerade sah er dem Kopf nach, als sich seine Hand schon nach Sam ausstreckte, welcher noch immer wie gelähmt da saß. Er zog den Blondem am Arm zu sich hoch, drückte ihn an sich, während er seine Flinte auf den Crawler vor ihnen richtete und ihm den Kopf weg pustete. ,,Alles gut...ich hab dich." Flüsterte er ihm nur zu und...drückte ihn tatsächlich aus Reflex ein wenig mehr an sich, einfach um ihm Sicherheit zu geben, welche er in diesem Moment wohl brauchte. Und auch bekommen so-
      *fiep fiep fiiiiep!!!* Hörte man nur aufgeregt Chuck, woraufhin sich Russel einen Moment umsah, eh er Sam einfach in Richtung seiner Schwester schubste und sich herum drehte um noch einem Zombie den Kopf weg zu blasen. Einem zweiten
      . Dritten...das überhaupt so viele in dieser kleinen Scheune waren. Und Russel war mehr als froh das sie aus einer Richtung kamen und es nur Normals und Crawler waren, alles andere wäre wohl in dem Moment sehr herausfordernd gewesen. Am Ende Schoss er etwa 15 ab, nicht viel für ihn, aber definitiv mehr als er erwartet hatte. Und sie kamen alle zu ihnen.
      Klar...Kylie hatte laut geschrien. Diese Monster kamen genau auf sie zu und während Russel kurz nachlud pfiff er einmal damit Chuck das Gebiet absuchte und ihm bescheid geben würde falls er noch einen finden würde.
      Einen Moment wartete Russel noch. Noch einen. Eh er sich herum drehte, zu den beiden anderen ging und sich ohne Umschweife vor Sam hockte und ihm das Hosenbein hoch zog.
      ,,Kylie, mit dir alles okey?" Fragte er natürlich auch sie nebenbei, während er den Fuß und das Bein des Blonden inspizierte. Gründlich. Mehr als einmal fuhr er über diese...dünnen Beine und tastete seinen Knöchel ab, wirklich sicher gehend das er keine Verletzung von dem Monster hatte. Denn auch ein Kratzer würde sich schrecklich entzünden und dem wollte er definitiv aus dem Weg gehen.
      Und als Chuck wieder da war und alles ruhig schien konnte auch Russel wieder durchatmen, sich erheben und den Jungen vor sich etwas strenger betrachten. ,,Wieso hast du dich nicht gewehrt?! Was wenn ich eine Sekunde zu spät gekommen wäre? Dann wärst du ihr jetzt keine Hilfe mehr! Ich-" Er stoppte sich. Er stoppte sich selbst, weil er wusste das er dazu neigte lauter und...unfair zu werden wenn er eben...Angst hatte. Und die hatte er gehabt. Unglaubliche, als er sah das Sam fast hätte gebissen werden können. Sam den er...kaum kannte und trotzdem sein Herz stehen geblieben war als er ihn in dieser Lage sah. Als er sah wie...er fast...Scheiße.
      Mit einem Seufzen lockerte sich sein Blick wieder, als er seine Hand auf das blonde Haar legte. ,,Nächstes Mal...tritt einfach zu. Ich weiß es ist komisch...aber sie sind schon lange keine Menschen mehr." Seine Hand rutschte an dem Haar herunter, als er zu Chuck sah welcher wohl versuchte Kylie zu trösten. Ein Glück ging es wenigstens ihr gut... ,,Hast du dich sonst verletzt?" Und noch während er sprach tastete er ein wenig die Seite ab auf die Sam gefallen war um sicher zu gehen das dieser ihn auch nicht anlügen würde. Gott er... ,,Bleibt nie wieder so weit entfernt. Ihr wart viel zu weit hinten..." Einen Moment überlegte er, eh er...sehr enttäuscht den Blick abwandte. ,,Nein...ich war zu weit von euch entfernt. Ich hätte besser aufpassen sollen. Scheiße...."
    • Samuel Brown
      Es war verrückt. Erbärmlich. Lächerlich. Schwach.
      Wie er einfach da saß und sein Körper vor verschiedenen Emotionen völlig gelähmt war. Ein Teil in ihm wollte das Ding einfach wegtreten, sich Kylie schnappen und laufen, bis er nicht mehr stehen könnte. Ein anderer Teil fragte sich wie jeden Tag.. ob es nicht vielleicht sogar besser wäre, wenn er jetzt hier sterben würde. Kylie wäre nicht alleine. Sie wäre bei jemandem viel fähigerem als ihm, bei jemandem, der nicht einfach in sich zusammen fiel, wenn er wirklich auf eines dieser Dinger einschlagen müsste. Es war kein Wunder, das seine Schwester der Ansicht war, dass Sam niemals wem etwas tun könnte. Wer würde schon auf die Idee kommen, dass die Zurückhaltung bei ihm und Untoten einsetzte, statt Menschen, von denen er schon das Blut an den Händen gehabt hatte?
      Aber ein viel wichtigerer Teil in ihm traute sich endlich auszuatmen, als der Griff um seinen Fuß sich löste durch den Mann, der ihn erst hatte überzeugen müssen mit ihm zu gehen. Ferret, Adam, dem Held des Ödlandes, wie man ihn auch immer nennen wollte. Und so sehr er sich auch in diesem Moment hasste, als gerettet werden musste: Für einen kurzen Moment.. drückte Sam selbst seinen Körper noch in die Arme dieses breit gebauten Mannes, dessen Flüstern lauter erschien als jeder Schuss oder als das ängstliche Wimmern seiner Schwester neben sich.
      "Alles gut...ich hab dich." BADUMM
      In dieser Sekunde.. änderte sich etwas, was sich nicht hätte ändern dürfen. In der Sekunde als ihn Ferrets Wärme beinahe übermannte und er zu ihm aufsah. Ihn wirklich sah. Nicht als Held oder Arsch oder.. sonst etwas, als das er ihn betiteln wollte. Sondern einfach nur als Menschen. Als Menschen, dem er vielleicht.. doch nicht völlig egal-
      *fiep fiep fiiiiep!!!*
      Und damit war der Moment vorbei, als sich auch Sam langsam wieder geistig in dem Hier und Jetzt wieder fand und in Kylies Richtung stolperte, die sofort ihre Arme öffnete um die Hüfte ihres Bruders zu umarmen, - von hinten, weil Sam sie natürlich hinter sich geschützt wissen wollte. Und hinter... Ferret, wo sie hingehörten in diesem Moment. Hinter den einzigen Mann, der wirklich etwas tun konnte in solchen Situationen, weil Sam.. das einfach nicht konnte. Er zögerte. Er erstarrte. Er.. hatte Angst vor Menschen und trotzdem völlig nutzlos alleine, wenn er einen Zombie nicht umgehen konnte. Kein Wunder, das er von Zeph so angetan gewesen war, welcher es aussehen ließ wie ein unmenschliches Spiel. Vermutlich war dieser Übermut es gewesen, was ihm den Biss verschaffte letzten Endes.
      "Tut mir Leid.. Tut mir Leid..", flüsterte Sam entschuldigend seiner Schwester zu, die ihr nasses Gesicht aus Angst um ihren Bruder so fest in diesen drückte, dass es zugegebener Maßen beinahe weh tat, aber er nahm es hin. Er versuchte sie mit dem Streicheln ihres Haares etwas zu beruhigen, aber Tatsache war: Seine eigene Hand zitterte noch und er konnte es Kylie nicht erklären. Nicht rechtfertigen. Samuel Brown stand als Mensch auf der engen Schneide, die es für ihn schwer machte in irgendeiner dieser Welten zu leben. Menschen.. Zombies.. Es machte.. keinen Unterschied. In beide Welten gehörte er einfach nicht.
      Keine Sekunde zögerte Kylie ihren Bruder loszulassen, als Ferret kam um sich sein Bein anzusehen und Sam nur ergeben dastehen konnte und ihn ließ. "I-Ich bin okay..! Ist-.. Ist er-..?!", hörte Sam die Panik in ihrer Stimme, während er die große raue Hand über seine Beine und den Knöchel spürte, weil er ein.. völliger Idiot war.
      "Wieso hast du dich nicht gewehrt?!" - "I-.." - "Was wenn ich eine Sekunde zu spät gekommen wäre? Dann wärst du ihr jetzt keine Hilfe mehr! Ich-"
      Er hatte recht. Und Sam nichts zu sagen, als er wieder zu ihm aufsah und alles an ihm.. einfach heulen wollte. Einfach in sich zusammenklappen wollte wie ein Faltstuhl, weil er die Worte kannte.

      "Wieso hast du dich nicht gewehrt?! Ich kann nicht auf euch BEIDE aufpassen, Sam!!"

      Von dem Mann, der heute genau wie damals einfach nur schrecklich von ihm enttäuscht gewesen wäre. Und das zu recht. Er.. konnte nicht auf sie aufpassen alleine. Weil er selbst nicht auf sich achten konnte, wenn er nach all den Jahren noch immer so reagierte. Er musste.. Kylie in dieses Lager bringen. Zu Menschen, die nicht zu viel Angst vor'm Leben und vor'm Sterben hatten. Zu Menschen, die auf sie aufpassen könnten, wenn er nicht weiter wusste. Er konnte diese Chance sie in Sicherheit zu bringen nicht ignorieren, nur weil er.. es nicht wollte und Angst hatte. Er schluckte schwer und wandte seinen Blick beschämt zu Boden, keine Rechtfertigung mehr über die Lippen bringend, während Kylie selbst sich die kleinen Tränchen wegwischte und beruhigte. Sam war okay, und das war für sie wichtig. Er war.. noch da.
      Aber nach all den großen Reden, nach dem 'Streit' in der Hütte und alles erwartete er alles. Die Predigt, wie unfähig er war. Dass er sich mehr um sie kümmern musste. Dass er alt genug war. Dass er schon viel.. gewöhnter an alles sein sollte. Irgendwas! Aber was kam, war diese große Hand in seinen Haaren, die Sam das erste Mal nicht instinktiv wegdrückte. Nein, er hob nur seinen Kopf wieder etwas an um ihn anzusehen und.. wollte gar nicht so offen zugeben wie sehr ihm die Hand half zu atmen in diesem Moment. Als würde sie die ganze Last einfach von ihm nehmen, während sie hinunter rutschte.
      "Nächstes Mal...tritt einfach zu. Ich weiß es ist komisch...aber sie sind schon lange keine Menschen mehr." - "..Mhm.."
      Natürlich kannte er das. Das war wohl eine Einstellung, die.. jeder früher oder später lernen musste. Und wenn nicht, starb man. So einfach war das. Wie oft hatte Kylie ihn damit gerettet, dass sie ihn einfach weiter gezogen hatte und aus seiner Starre geholt? Wie oft wäre er wohl schon ohne sie einfach gestorben? Oder ohne andere, die sich seiner angenommen hatten, einfach weil.. er ein kleines Mädchen dabei hatte? Unzählige Male. Und Ferret war nicht von gestern: Er hatte vielen geholfen. Viele getroffen, die noch immer mit dieser.. Situation nicht klar kamen und vermutlich ähnlich nur Glück hatten noch zu stehen, wie Sam. Deshalb erklärte er sich auch nicht. Er verstand es. Das sah Sam an dem Blick alleine schon, aber viel mehr noch daran, wie der anfängliche Ärger so schnell überwunden war und sich in Fürsorge verwandelte, als die Hand einfach weiter über ihn fuhr und ihn abtastete.
      "Hast du dich sonst verletzt?" - "I-.. Ich bin.. okay."
      Und das war er wirklich. Zumindest körperlich. Es wäre gelogen zu sagen, dass er in ein paar Stunden keinen blauen Fleck bekommen würde, aber das war nichts neben dem, was hätte passieren können - auch wenn Sam trotzdem ein wenig in sich zusammen zuckte, als die Hand über seine Hüfte drückte, die beinahe den kompletten Sturz alleine getragen hatte.
      "Bleibt nie wieder so weit entfernt. Ihr wart viel zu weit hinten... Nein...ich war zu weit von euch entfernt. Ich hätte besser aufpassen sollen. Scheiße...." - "D-Das war es nicht!", entfuhr es Sam ungehalten noch in der Sekunde als der Mann seinen Blick so abwendete, bevor er selbst einen Kopf einzog und.. kurz zu Kylie sah, während er eine Hand an Ferrets Handgelenk legte, damit er nicht erneut auf seine schmerzende Hüftseite drückte. "Es.. ist.. meine Schuld.. Ich war in Gedanken. Dieses-dieses.. ganze Gerede darüber mit dir zu gehen und-und dann hatte Kylie diese.. diese fixe Idee einfach bei dir zu bleiben.. Ich- Es war alles etwas zu viel für mich und.. ich.. Es tut mir Leid, es kommt nicht noch einmal vor. Ich wollte nicht so ein Chaos anrichten, ich- Ich wollte doch nur-.."
      Ein schweres Seufzen, welches sich nicht davon dämpfen ließ, wie entschuldigend Kylie zu ihm aufsah. Und auch nicht so wie sie anfing zu sprechen.
      "Nein, ich hätte nicht so viel reden sollen.. Vor allem nicht über sowas, ich weiß doch, wie wenig es dir gefällt, wenn wir bei anderen sind.. Es war wohl.. eine blöde Idee.. Mir tut es Leid." Nein, tatsächlich wurde es für Sam nur noch viel schwieriger, als sie das sagte. Sie wollten doch am Ende des Tages beide nur, dass es dem anderen gut ging. Und bevor sich in Kylie der Gedanke fest setzen könnte, dass es besser für sie wäre.. alleine zu bleiben, wie es Sam eigentlich gewollt hatte.. schüttelte eben dieser den Kopf. Er ließ spürbar zögerlich Ferrets Hand los und setzte einen Moment dazu an, sich vor Kylie zu hocken, brach aber es inmitten der Bewegung ab, als er den sachten Schmerz beim Beugen spürte. Trotzdem streichelte er ihr einen Moment durchs Haar und neigte seinen Kopf leicht lächelnd unter seiner Maske. "Du hattest recht. Also.. nicht damit, dass wir diesem Adam hier für immer auf die Nerven gehen können, aber damit, dass es.. zumindest gerade nicht so gut wäre, wenn wir alleine bleiben. Ich wollte es nur nicht so gerne hören und der Hügel da sah wie ein guter Ausweg aus, ungelogen.. Aber ich.. bin.. gerade nicht in der Verfassung alleine auf dich aufzupassen. Also.. gucken.. wir uns noch.. eine Weile an, wo Ferret hingeht, mh? Das.. ist doch okay, richtig?"
      Und die Frage ging natürlich an eben diesen. Auch wenn er die Antwort schon kannte, aber da er nun mal angefangen hatte vor ihr so zu tun, als würden sie ihm nur eine kleine Weile folgen, bevor sie sich Richtung Meer absetzten - musste er eben jetzt auch so tun, als würde er nachfragen, ob sie bleiben könnten. Und sehr verspätet.. strich sich Sam damit auch durch sein Haar, wo er eben berührt wurde. Und vermisste.. die Berührung sogar ein wenig.. auch wenn er es nicht zugeben würde.
      "Es war wirklich nicht deine Schuld. Auch.. wenn es definitiv eine scheiß Idee war mich mit dem Plappermaul alleine hinten zu lassen. Und dann redet sie auch noch ununterbrochen von DIR! Ich dachte, ich drehe durch!" - "Hey..!"
      Ein kläglicher Versuch die Stimmung etwas aufzuheitern und.. ja, auch ein wenig von der Entschuldigung, die er nicht so gerne ausgesprochen hatte, abzulenken. "Also lass uns.. zusammen gehen. Okay..?"
    • Russel D. Adams

      Als Samuel sein Handgelenk umfasste sah Russel wieder zu ihm auf, zog die Augenbrauen bei dessen Worten aber nur zusammen. Sie...wollte bei ihm bleiben? Oh man. Das hatte ihn also abgelenkt. Seufzend verschränkte er etwas die Arme nachdem Sam ihn los gelassen hatte, beobachtete die beiden ein wenig. "Du hattest recht. Also.. nicht damit, dass wir diesem Adam hier für immer auf die Nerven gehen können, aber damit, dass es.. zumindest gerade nicht so gut wäre, wenn wir alleine bleiben. Ich wollte es nur nicht so gerne hören und der Hügel da sah wie ein guter Ausweg aus, ungelogen.. Aber ich.. bin.. gerade nicht in der Verfassung alleine auf dich aufzupassen. Also.. gucken.. wir uns noch.. eine Weile an, wo Ferret hingeht, mh? Das.. ist doch okay, richtig?" Er wollte also mit ihr abhauen. So sah es aus. Weil sie davon sprach bei ihm zu bleiben. Nun...was war dann wohl Russels Aufgabe? Ihr den Gedanken so schnell wie möglich wieder aus dem Kopf zu schlagen. Russel schnaufte nur auf die Frage hin etwas, da er sich im Kopf schon ein wenig zurecht legte was er Kylie sagen könnte.
      "Es war wirklich nicht deine Schuld. Auch.. wenn es definitiv eine scheiß Idee war mich mit dem Plappermaul alleine hinten zu lassen. Und dann redet sie auch noch ununterbrochen von DIR! Ich dachte, ich drehe durch!" - "Hey..!"- ,,Also lass und...zusammen gehen. Okay..?" Einen Moment sah Russel den Blonden an, eh er sich zu dem kleinen Mädchen drehte und sich vor sie kniete. Sich hinkniete und...innerlich kurz nachrechnete wie lange sie noch brauchten und ob dieses Gespräch in den Zeitplan passte aber...das musste es in diesem Moment wohl oder übel einfach.
      ,,Stell dir...eine Vase vor, okey?" Ein komischer Anfang, zugegeben, aber er wusste nicht wie er einem kleinen Mädchen anders erklären sollte...was er eben erklären wollte. ,,Eine Vase hat nur einen nutzen wenn sie Wasser tragen kann damit man eine Blume hinein stellen kann. Richtig? Nun...stell dir vor die Vase fällt runter. Zerschmettert. Und man kann die Teile aufheben, sie wieder kleben...aber die Vase wird nie wieder Wasser tragen können. Klar, man kann eine Blume hinein stellen, aber sie werden immer sterben. Die Vase hat ihren Sinn verloren." Kurz atmete er etwas durch, sah einen Moment Sam an, eh er die Hand auf die kleine Schulter legte und etwas schmunzelte. ,,Ich bin schon lange zerbrochen. Ich kann keine Blumen mehr mit mir tragen. Ich kann nicht länger als ein paar Tage oder Wochen auf jemanden acht geben. Ich bin ein Einzelgänger, Prinzessin. Und so lieb es auch ist das du dir Gedanken um mich machst, es gibt...viel wichtigere Dinge und Personen. Also zerbrech dir nicht den schönen Kopf, es ist alles okey so wie es ist und du und dein Bruder seid zu zweit ein gutes Team, ich begleite euch nur eine Weile und dann seid ihr mich wieder los. Okey?" Langsam erhob sich Russel wieder, fuhr durch das gesprenkelte Haar und nickte in die Richtung in die sie wollten, sah danach zu Sam. ,,Ihr geht voraus. Dann hab ich eine gute Sicht auf euch und die Umgebung." Dieses zusammen lag ihm schwerer im Magen als er zugeben würde. Er wollte nicht zu jemandem gehören...nicht aus den Gründen aus denen Sam zu keinem gehören wollte, aber er hatte seine Gründe. Er musste sie ja nur nicht...erklären. Und vielleicht war es ganz gut seinen Abstand zwischen den beiden zu lassen. Das würde...ihnen allen wohl besser tun.
    • Samuel Adams
      Nicht nur Kylie sah skeptisch drein, als der Mann anfing von einer.. Vase zu sprechen. Auch Sam hob eine Augenbraue um sein Unverständnis zum Ausdruck zu bringen, musste dafür nur um so mehr ungehalten unter der Vase schmunzeln, als er verstand, worauf er hinaus wollte. Kylies Reaktion war nicht so amüsiert. Ihr Blick wurde trauriger und trauriger - und als die Hand sich an ihre Schulter legte, suchte ihr Kopf schon nach einer Antwort um eben doch.. sie alle zusammen halten zu können.
      "Ich bin schon lange zerbrochen. Ich kann keine Blumen mehr mit mir tragen. Ich kann nicht länger als ein paar Tage oder Wochen auf jemanden acht geben. Ich bin ein Einzelgänger, Prinzessin. Und so lieb es auch ist das du dir Gedanken um mich machst, es gibt...viel wichtigere Dinge und Personen. Also zerbrech dir nicht den schönen Kopf, es ist alles okey so wie es ist und du und dein Bruder seid zu zweit ein gutes Team, ich begleite euch nur eine Weile und dann seid ihr mich wieder los. Okey?" - "Aber-" - "Ihr geht voraus. Dann hab ich eine gute Sicht auf euch und die Umgebung."
      Und gerade wollte Sam sich erneut hinunter beugen um seine Schwester hoch zu heben, als diese sich entschied.. ihnen beiden die Leviten zu lesen, begonnen mit einem "Nein!" - und sofort stand Sam wieder stramm. Stramm, während sein Blick kurz durch die Umgebung ging und zurück zu seiner Schwester. "Kylie, es ist nicht deine Entscheidung-" - "Er hat selbst gesagt, er kann nicht länger als ein paar Tage oder Wochen. Dann will ich die Wochen um ihm zu zeigen, dass die Vase noch immer einen Sinn und Zweck hat! Und ich erkläre euch auch wieso.." und damit nahm Kylie eine Hand von Russel. Eine Hand von Samuel. Und ging.. zu dritt weiter. Zusammen, genau das, was 'der Adam' nicht wollte und was auch Sam etwas schwer fiel, aber da ließ sie sich gerade einfach nichts sagen, während sie zu Ferret aufsah und weiter erzählte. "Eine Vase kann so viel mehr als Wasser tragen. Und wenn sich jemand die Mühe gemacht hat sie zusammen zu kleben.. dann ist ihr emotionaler Wert so viel höher als der einer heilen Vase. Mit jedem Riss wird die Vase immer einzigartig bleiben und es wäre verschwendet, wenn niemand die Einzigartigkeit je zu sehen bekäme, weil die Vase nur im Schrank steht. Eine Vase, an der jemand so sehr hängt, dass er sie klebt.. braucht keine Blume um wichtig zu sein. Braucht kein Wasser zu tragen um seinen Sinn zu haben. Sie-" - "Sie würde nicht für so viel Schönheit sorgen, wenn sie nicht kaputt wäre..", unterbrach Sam sie ein wenig und schüttelte den Kopf. "Du weißt schon, dass die Geschichte sich auf eine Schüssel zum Wassertragen bezieht, die du hier versucht zu benutzen, ja?" Natürlich kannte er die Geschichte. Es war eine Weile her, aber er wusste noch genau wie in dieser einen Gruppe sie alle am Lagerfeuer saßen und die Geschichte des Sprungs in der Schüssel hörten. Die Schüssel, die zwar tropfte und nur halb so viel Wasser nach Hause brachte wie alle anderen, dafür aber Blumen auf dem Wegesrand jeden Tag goss und den schönsten Weg von allen mit sich brachte. Eine schöne Geschichte und.. Kylie war.. wirklich süß, wenn sie solche alten Dinge aufgriff nur um wen anderes glücklich zu machen.
      "Es ist das Selbe. Kaputt oder heil.. sind Ansichtssachen. Und will ihm gerne noch eine Weile zeigen, dass er eine schöne Vase ist. Nicht so wie du - du bist eher eine kaputte Lampe." - "...Ich frag einfach nicht."